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2002/08/06 22:09:14
Mirko Bauer
[S-A] Burg bei Magdeburg (BAUER; RÄBEL; EWE; WERNICKE; BER ARD)
Datum 2002/08/07 21:23:43
Jutta Grube
Re: [S-A] Wulfen - nördlicher Teil Kreis Köthen
2002/08/11 11:54:20
Theil0207
[S-A] Ahnen von Seiferheld
Betreff 2002/08/17 18:55:07
Jared und Maria
[S-A] Autobahnen in Sachsen, Sachsen-Anhalt befahrbar ?
2002/08/06 22:09:14
Mirko Bauer
[S-A] Burg bei Magdeburg (BAUER; RÄBEL; EWE; WERNICKE; BER ARD)
Autor 2002/08/07 21:49:31
Mirko Bauer
Re: [S-A] Wulfen - nördlicher Teil Kreis Köthen

[S-A] Archivierung; eigentlich Überlieferung von "Drucksac hen"

Date: 2002/08/07 08:21:21
From: Mirko Bauer <mirko.bauer(a)...

Hallo an alle
A. Henry Zimmermann hat, finde ich, eine Super-Aufstellung zum Archivieren
in die Liste geschickt. Leider nur in die Sachsen-Liste. Damit auch andere,
die das vielleicht interessiert etwas davon haben, stelle ich sie auch in
die anderen Listen an denen ich teilnehme.
Mirko Bauer
----- Original Message -----
From: "A.Henry Zimmermann" <a.henryzimmermann(a)...
To: <sachsen-l(a)...
Sent: Wednesday, August 07, 2002 12:11 AM
Subject: AW: [SACHSEN-L] GEDBAS, eigentlich Überlieferung von "Drucksachen"


> Hallo Liste,
>
> hier eine kurze Übersicht:
>
> Lebensdauer von Datenträgern (nach c't 24 (2000), S. 118):
> Medium Jahre
> CR-ROM 50 bis 200
> Zeitungspapier 10 bis 20
> VHS-Band 10 bis 30
> Digitalband 10 bis 30
> Magnetband 10 bis 30
> Mikrofilm 10 bis 500
> Kodachrome Dias 100
> Säurefreies Papier 100 bis 500
> Ägypt. Steinschrift 2200 plus
>
> Wobei ich damit allerdings nicht die Verwendung von Steintafeln empfehlen
> will. Das beschriften soll hier sehr langwierig sein. ;-))
>
> "Hohe Zinsen garantiert - Archivische Bestandserhaltung beginnt schon bei
> der Beschaffung
>
> Ein einfaches wie wirksames Mittel in der Bestandserhaltung ist die
> Prävention. Prävention ist sozusagen Bestandserhaltung zum Nulltarif mit
> einer Zinsgarantie in lukrativer Höhe. Jeder Kämmerer und Finanzminister
> kann hier ein gutes Geschäft machen. Alle Archive, ob staatlich oder
> kommunal, setzen sich hierfür ein, auch kleine "Ein Frau-/Mann-
Stadtarchive
> "; sie brauchen dazu aber die Unterstützung durch die "Beschaffer".
> Prävention in der Bestandserhaltung beginnt nämlich schon beim Einkauf des
> Büromaterials bei Stadt und Land. Obwohl der massenhafte Zerfall
> holzschliffhaltiger Papiere hinreichend bekannt ist, gibt es immer noch
> Bedenkenträger, die kein alterungsbeständiges Papier nach DIN ISO 9706
> verwenden. Folge ist, dass die als archivwürdig bewerteten Unterlagen
später
> kostenintensiv behandelt werden müssen, um ihren Zerfall zu verhindern.
Wer
> es mit wirtschaftlichem Handeln ernst meint, kann grundsätzlich nur Papier
> nach DIN ISO 9706 beschaffen, wobei im Falle von Bescheiderstellung und in
> der Leistungsverwaltung zu prüfen ist, inwieweit davon abgewichen werden
> kann. Das zuständige Staatsarchiv kann hier weiterhelfen. Wieso spart
Papier
> nach DIN ISO 9706 Kosten? Spätere Entsäuerungen werden überflüssig, allein
> schon eine kleine Menge von ca . 1.000 lfm Akten zu entsäuern, verursacht
> enorme Kosten von mindestens 1,5 Mio. DM. Im Falle von Zusatzarbeiten kann
> es aber noch viel teurer werden, statt 1.500,- DM pro lfm können da
schnell
> 5.000,- DM fällig werden. Aus 1,5 Mio. werden stolze 5 Mio. DM. Viel Geld
> ließe sich also einsparen und auch ökologisch ist der Einsatz von
> alterungsbeständigem Papier sinnvoll, ist doch die Energiebilanz von
Papier
> nach DIN ISO 9706 viel günstiger, da energieintensive Bearbeitungen wie
> bspw. Entsäuerung nicht mehr notwendig sind. Schonen wir also unsere
Umwelt
> und sparen Geld - indem wir Papier nach DIN ISO 9706 beschaffen. Ein
> weiterer kleiner Beitrag mit großem Zinspotential ist der Einsatz von
> Beschreibgegenständen, die nach DIN ISO 11798 archivbeständig sind. Bei
den
> beliebten Finelinern erfüllen nur schwarz schreibende Stifte diese Norm,
> deshalb sollte für Blau, Rot und Grün die Kugelschreibermine nach DIN ISO
> 12757 verwandt werden. Die Einhaltung der DIN ISO 11798 ist u. a. daran
> erkennbar, dass die Stifte auf alterungsbeständigem Papier nicht
> durchbluten. Große Gewinnerwartung bei kle inem Einsatz bringt auch der
> Verzicht auf Tacker bzw. Heftklammern, stattdessen sind Büroklammern zu
> verwenden. Wer einmal einen laufenden Meter Akten entmetallisiert hat,
kennt
> den Unterschied. So einfach ist es also, sparsam mit Steuergeldern
> umzugehen. Das Innenministerium hat die Erkenntnis nun umgesetzt, bei
seinen
> Beschaffungen wird auf die Einhaltung der genannten Normen geachtet.
> Q.: Hans C. Herrmann
>
>
>
>
___MitbestenGrüßen_________________________________________________________
> A. Henry Zimmermann
> http://www.lusatia.info
> ICQ#: 158204939
>
> Current ICQ status:
> *   More ways to contact me <http://wwp.icq.com/158204939>
> __________________________________________________________________
> AIM: berggeschrey
> YIM: ahenryz
>
>
> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: sachsen-l-admin(a)...
> [mailto:sachsen-l-admin(a)... Auftrag von Johannes Büttner
> Gesendet: Dienstag, 06. August 2002 22:41 Uhr
> An: sachsen-l(a)...
> Betreff: Re: [SACHSEN-L] GEDBAS, eigentlich Überlieferung von
> "Drucksachen"
>
>
> On 6 Aug 2002 at 18:56, Dietmar Donner wrote:
>
> >
> > Ich hatte vor einiger Zeit die Frage gestellt, wie langlebig eigentlich
> unsere Speichermedien sind. Es kann ja sein, dass in der Vergangenheit
schon
> darueber diskutiert wurde, denn das Echo war spaerlich. Lediglich Hanno
> Gurski teilte seine wohl zutreffende Meinung mit, dass das Papier wohl
> immer noch das langlebigste Medium ist. Ist mir einleuchtend, aber gleich
> stellt sich mir die naechste Frage.
> > Vielleicht koennen mir hier die Profis unter den Archivaren in der Liste
> helfen. Also wenn ich meine Daten in welcher Form auch immer ausdrucke,
gibt
> es da fuer die Archivierung besondere Papierarten bzw. Tinten, welche
> hierfuer besonders geeignet sind, und was sollte man hierbei besser
> unterlassen????!
> >
>
> Hallo Dietmar,
>
> ich bin zwar kein Archivar und auch kein Archivexperte, möchte aber das
> nacherzählen, was ich bei verschiedenen Führungen durch Archive
> diesbezüglich
> erfahren habe (falls es fehlerhaft ist, bitte ich um Korrektur):
>
> Säurehaltiges Papier ist das, womit heute die Archive am meisten zu
kämpfen
> haben.
> Dieses Papier neigt zum Zerfall und ist spätestens nach 100 Jahren Staub,
> wenn es
> nicht gelingt, die Säure aus dem Papier zu entfernen (z.B. Lagern von
Akten
> in
> "basischen" Kartons zur Neutralisation der Säuren). Zeitungspapier aus dem
> letzten
> Jahrhundert zerfällt am schnellsten, wie man oft in Bibliotheken merkt.
> Erfahrungen haben gezeigt, das auch das vielgepriesene Recycling-Papier
> (weil
> größtenteils aus alter Zeitung hergestellt), für Archivzwecke ebenfalls
> ungeeignet ist.
>
> Daraus folgt: Auf modernem Kopierpapier, welches relativ preiswert ist,
ist
> oft auch
> die Eignung für verschiedene Anwendungsfälle angegeben. Man sollte welches
> wählen, das gut für Archivzwecke geeignet ist.
>
> Welche Farbe soll aufs Papier?
>
> Tinte aus Tintenstrahldruckern ist nach wenigen Jahren nicht mehr zu sehen
> (Geheimtinte?) und deshalb für längerfristige Überlieferungen ungeeignet.
> Bleibt für die heutige Zeit nur noch Toner.
> Dort habe ich mir sagen lassen, daß der LaserDRUCK auf für archivzwecke
> geeignetem Papier zur Zeit das beste Verfahren ist, und die Kopie aus dem
> Kopierer,
> obwohl das Verfahren ähnlich ist, weniger geeignet sei (ich hab das auch
> nicht ganz
> verstanden). Möglicherweise ist die Fixierung des Toners am Papier im
> Drucker
> besser, weil da das Papier länger beheizt wird als im Kopierer. Die
Experten
> wissen
> das besser.
>
> Und dann darf man die Druckwerke NIEMALS ansehen und umblättern, weil
> (Sonnen)Licht der zweitgrößte Feind der Archivare ist, die Fettfinger an
das
> Papier
> kommen, Keime und Pilzsporen zwischen die Seiten geraten und dort später
in
> Ruhe
> reifen können, ...
> Diesem Dilemma gehen die Archive, wenn genügend Geld für Mensch und
Material
> vorhanden ist, durch Verfilmung ihrer Bestände aus dem Weg, da die Filme
ca.
> 500
> Jahre bei sachgemäßer Lagerung (nicht angucken, gleichmäßig warm und
feucht
> (40...60%), dunkel) halten sollen, wie man in 400 Jahren sehen wird ;-).
>
> Mehr kann ich zu diesem Thema nicht beitragen.
>
> Viele Grüße aus Pesterwitz
> Johannes
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> Johannes Büttner
> Pesterwitz
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