Monatsdigest

[OWP] LASCHKENKAMPE, StA Groschkenkampe, Ev. Kirche Tiegenort : BOELCKE, geb. LEMON, Luise Rosamunde Auguste

Date: 2017/09/01 10:40:22
From: Dietrich Klein <klein.kuentrop(a)live.de>

Lieber Mark, liebe  Forscherfreunde,


seit Jahren suche ich die Sterbeeintragung von Luise Rosamunde Auguste BOELCKE, geb. LEMON, *11. August 1842 Gottswalde + zwischen 1880 und 1886 Laschkenkampe.

Wer hat  Daten des StA Groschkenkampe ODER der Ev. Kirche Tiegenort ( ich weiß nicht ob sie dort im Sterberegister erfasst ist)

Unter ARCHION soll Ev. Tiegenort ja zu finden sein. Kann mir jemand helfen ?


Danke und freundliche Grüße

Dietrich Klein

________________________________
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net <ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net> im Auftrag von Mark F Rabideau <linux(a)eirenicon.org>
Gesendet: Mittwoch, 30. August 2017 23:09
An: OW-Preussen-L; Ursula Schlotz
Betreff: Re: [OWP] ZUBE in Elbing

Huhu Ursula.

Bitte schauen Sie 'mal hier, vielleicht werden Sie etwas gutes finden.

 1. http://www.many-roads.com/prussia-histories/adressbucher-address-books/
Adreßbücher- Address Books – ManyRoads<http://www.many-roads.com/prussia-histories/adressbucher-address-books/>
www.many-roads.com
We are continually seeking additional texts for inclusion on these pages. Should you know of additional West Prussian address or business books that you believe we ...



 2. http://www.many-roads.com/manyroads-services/german-prussian-genealogy-aids/
[https://i1.wp.com/www.many-roads.com/wp-content/uploads/FamilieRichardSenger1939.jpg?resize=300%2C234]<http://www.many-roads.com/manyroads-services/german-prussian-genealogy-aids/>

Prussian/ German Genealogy Help – ManyRoads<http://www.many-roads.com/manyroads-services/german-prussian-genealogy-aids/>
www.many-roads.com
Welcome! If you are new to Prussian/ German (Polish & Shoah) research or just ‘stumped’ for additional clues and resources, hopefully this page will provide new ...



 3. http://www.many-roads.com/prussia-histories/
Prussia (Germany) – ManyRoads<http://www.many-roads.com/prussia-histories/>
www.many-roads.com
Welcome to the ManyRoads’ Prussian/ German. research library. Our library contains nearly 500 texts; all are free for the downloading. Be advised, most of the texts ...





Pax vobiscum,

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to which it is addressed and may contain confidential and/or privileged
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taking of any action in reliance upon, this information by persons or
entities other than the intended recipient is prohibited. If you
received this in error, please contact the sender and delete the
material from any computer.*/

On 08/30/2017 02:34 PM, Ursula Schlotz wrote:
> Suche für meine Schwägerin deren Großeltern:
> Emil ZUBE und Berta SIMON, vermutlich aus Elbing.
> Dieses Ehepaar wohnte zwsichen 1908 und ca. 1918 in Preußisch Stargard,
> 1919/1920 tauchen sie (wieder?) in Elbing auf.
> Emil ZUBE starb 1925 in Elbing, seit dieser Zeit wurde seine Ehefrau
> in den
> Adressbüchern als Witwe geführt.
> Wann heiratete dieses Ehepaar? Wer waren ihre Eltern?
> 1912 u. 1914 wurde in Pr. Stargard jeweils ein Kind geboren.
>
> Vielleicht hat ein Familienforscher diese Familie in seiner Al.
> Würde mich sehr freuen.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Ursula (Schlotz-Winkel)
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[OWP] Niederschlesien

Date: 2017/09/01 10:41:22
From: H . Schiemann <H.Schiemann(a)gmx.net>

Hallo liebe Listigen 😉
Ein Bekannter, der kein Listemitglied ist, stammt aus Niederschlesien, und zwar aus Waldenburg, heute Walbrzych. Seine Eltern wohnten im Unterer Harteweg Ecke Siedlungsring 1.
Gerne würde er diesen Ort besuchen, möchte aber wissen, wie diese Straßen heute heissen. Auf seine Anfragen bei der Stadtverwaltung kam keine Resonanz. Habt Ihr ne Ahnung, was er unternehmen könnte, um die heutigen Namen dieser Straßen zu erfahren?
Freundliche Grüße aus dem sonnigen "Mainhattan",
Heide

Re: [OWP] Niederschlesien

Date: 2017/09/01 10:54:00
From: birgitta van blitterswijk via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hello Heide,

You should ask Andreas Richter,
He knows everything about everything concerning Waldenburg.
arichter(a)waldenburg.pl

Good luck,


Birgitta

2017-09-01 10:41 GMT+02:00 <H.Schiemann(a)gmx.net>:

> Hallo liebe Listigen 😉
> Ein Bekannter, der kein Listemitglied ist, stammt aus Niederschlesien, und
> zwar aus Waldenburg, heute Walbrzych. Seine Eltern wohnten im Unterer
> Harteweg Ecke Siedlungsring 1.
> Gerne würde er diesen Ort besuchen, möchte aber wissen, wie diese Straßen
> heute heissen. Auf seine Anfragen bei der Stadtverwaltung kam keine
> Resonanz. Habt Ihr ne Ahnung, was er unternehmen könnte, um die heutigen
> Namen dieser Straßen zu erfahren?
> Freundliche Grüße aus dem sonnigen "Mainhattan",
> Heide
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
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> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>

Re: [OWP] Geschichte der Pest (Wilhelm Sahm)

Date: 2017/09/01 11:20:58
From: Irmi Gegner-Sünkler <irmi(a)gegner-suenkler.de>

Danke, lieber Fritz!

In der Fußnote steht auch nicht mehr als das, was ich schon weiß, oder?


Am 31.08.2017 um 19:48 schrieb Fritz Loseries, Lorsch:
> Liebe Irmi,
>
> dieser Hinweis ist im Buch auf S. 113 zu finden.
>
> In der Fußnote wird zwar auf den Inhalt des Schreibens der Regierung
> vom 17. Oktober 1710 an den Pfarrer zu Peisten eingegangen, wo die
> Originalquelle dieses Schreibens zu finden ist, wird dort jedoch nicht
> erwähnt.
>
> Vielleicht findet sich in den Preußischen Monatsschriften dazu etwas.
> Dies ist aber nur eine Vermutung von mir.
>
> Herzliche Grüße,
>
>     Fritz
>
>> Liebe Mitleser -
>>
>> ich habe einen Hinweis darauf gefunden, dass in dem o.g. Buch
>> von Wilhelm Sahm auch das Gut Peisten in Pr. Eylau erwähnt worden sein
>> soll.
>>
>> Und zwar habe der damalige Verwalter/'eine schwachsinnige Alte, die in
>> der Nachbarschft Pestkranke gepflegt hatte, lebendig in einen Sarg
>> legen' /lassen/.
>>
>> /Anschließend ließ er Landdragoner so lange auf sie schießen, /'bis sie
>> endlich//
>> //ihren Geist aufgab.'//
>> /
>> Ich wüsste gern, ob in dem Buch von Wilhelm Sahm noch weitere
>> Einzelheiten
>> erwähnt werden. Vielleicht besitzt jemand dieses Buch ...?
>>
>> Gruß von Irmi
>>
>
>

-- 

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www.natangen.de
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Re: [OWP] Niederschlesien

Date: 2017/09/01 13:13:41
From: rpp <pcperrey(a)t-online.de>

Hallo Heide,

das ist eigentlich eine einfache Angelegenheit:

Im elektronischen Bestand der Universität Wroclaw befindet sich ein Stadtplan von Waldenburg von 1937, auf dem der Bekannte die interessierende(n) Straße(n) aufsuchen kann:

http://dk.bu.uni.wroc.pl/cymelia/displayDocumentFotos.htm?docId=8200036911

Dann konsultiert er einen polnischen Plan der Stadt von heute und sucht die entsprechende Stelle auf. Es ist wohl zu vermuten, dass er demnächst Waldenburg besuchen will. Einen entsprechenden polnischen Stadtplan erhält er beispielsweise über polenkarten.de zu € 7,50.

Gruß
Rolf-Peter


On 01.09.2017 10:41, H.Schiemann(a)gmx.net wrote:
Hallo liebe Listigen 😉
Ein Bekannter, der kein Listemitglied ist, stammt aus Niederschlesien, und zwar aus Waldenburg, heute Walbrzych. Seine Eltern wohnten im Unterer Harteweg Ecke Siedlungsring 1.
Gerne würde er diesen Ort besuchen, möchte aber wissen, wie diese Straßen heute heissen. Auf seine Anfragen bei der Stadtverwaltung kam keine Resonanz. Habt Ihr ne Ahnung, was er unternehmen könnte, um die heutigen Namen dieser Straßen zu erfahren?
Freundliche Grüße aus dem sonnigen "Mainhattan",
Heide
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[OWP] OSSOWSKI Kirschbaum später Ridbach Kreis R ößel 1928-1945, Flucht 44/45 über Dänemar k nach Rhl.-Pfalz

Date: 2017/09/01 17:42:12
From: Petra Krohs <Petra.Krohs(a)arcor.de>

Guten Tag !

Ich bin auf der Suche nach Zeitzeugen die meine Familie Ossowski in den o.g. Orten kannte. Die Familie wurde 1944/45 getrennt. Meine Mutter flüchtete mit jüngeren Geschwistern über Dänemark nach Rheinland-Pfalz. Meine Großeltern blieben mit einem Kleinkind und einem ungeborenen in Ostpreußen. Mein  Opa wurde beim Angriff der Russen im Februar 1945 vermisst und später für tot erklärt. Anfang der 50er Jahre ist meine Oma zum Rest der Familie nach Rheinland-PFalz gekommen. Über den Aufenthalt meiner Oma und meinem Onkel im polnischen Ostpreußen von 1945 bis Anfang der 50er Jahre ist mir leider nicht bekannt, wo sie gelebt haben.

Kann mir jemand von Ihnen Tipps geben, wie ich weiter nachforschen kann. Vielen Dank fürs lesen.

Petra Krohs

[OWP] Lücken in Sterberegistern von Königsber g/Pr

Date: 2017/09/01 18:04:24
From: Hans Peter Stinnesbeck via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo zusammen,

bei den standesamtlichen Sterberegistern von Königsberg/Pr, die bei
Ancestry zur Verfügung stehen, gibt es leider immer wieder Lücken.
Beispielsweise hört der Jahrgang 1900 mit dem 3. November auf, und 1901
fängt erst am 4. März an.

Kann es sein, dass die fehlenden Bücher noch in anderen Archiven schlummern?
Gab es keine Zweitschriften?

Konkret suche ich den Tod von Josephine STENSBECK geb. BRÜGGEMANN, die
wahrscheinlich Ende 1900 oder Anfang 1901 verstorben sein muss, da sie in
den Transkriptionen von Ancestry nicht auftaucht.

-- 
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)

[OWP] unsubscribe

Date: 2017/09/01 19:20:02
From: Jim Gambrel via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

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Re: [OWP] Lücken in Sterberegistern von Königsber g/Pr

Date: 2017/09/01 20:03:31
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Hans Peter,

es ist leider so, dass die vorhandenen Bestände kriegsbedingt sehr lückenhaft sind. Zweitschriften oder Restbestände außerhalb des beim StA I in Berlin Vorhandenen sind nicht überliefert.

Die Bestandsübersicht der vorhandenen Bücher aus dem STA I Berlin (bei ancestry zugänglich) zeigt auf, dass manchmal einzelne Bücher, manchmal mehrere Seiten aus einem Buch fehlen.

Und man muss noch beachten, dass die Transkrition nur von den Seiten erfolgte, die den Eintrag komplett im Formular beinhaltet. Das heisst, wo zB Sterbeeinträge am Rand des Formularbuches erfolgt sind (zB bei Totgeburten, Selbstmorden, Unfällen, Aufgefundenen) handelt es sich nach erklärter Ansicht von ancestry nicht um einen "richtigen Eintrag". Daher kann man solche existierenden Einträge nicht über das Suchformular finden. Man muss daher im relevanten Zeitraum jede Seite des Buches händisch durchsuchen. Angesichts der großen Fehlbestände natürlich schwierig und unsicher.

Da dürfte hier nur die Einsicht in die katholischen KB verbleiben. Davon (Propstei Königsberg) haben die Mormonen Verfilmungen. Diese können aktuell in einer deren Forschungsstellen online angesehen werden. Die Filme 1687648 bzw. 1687649 beinhalten die Sterbeeinträge bis bzw. ab 1904.

https://www.familysearch.org/search/catalog/299436?availability=Family%20History%20Library

Im Adressbuch von 1901 steht sie noch drin, 1906 nicht mehr (1902-05 sind nicht online):

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/4669307

Bestandshinweise zu den Königsberger Kirchen hier:

http://wiki-de.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_Quellen/Kirchbuchbest%C3%A4nde_Stadtkreis_K%C3%B6nigsberg_(Pr.)#kath._Propsteikirche_Gr.C3.BCndung_1616

Gruss, Henry (Lange)


Am 01.09.2017 um 18:04 schrieb Hans Peter Stinnesbeck via OW-Preussen-L:
Hallo zusammen,

bei den standesamtlichen Sterberegistern von Königsberg/Pr, die bei
Ancestry zur Verfügung stehen, gibt es leider immer wieder Lücken.
Beispielsweise hört der Jahrgang 1900 mit dem 3. November auf, und 1901
fängt erst am 4. März an.

Kann es sein, dass die fehlenden Bücher noch in anderen Archiven schlummern?
Gab es keine Zweitschriften?

Konkret suche ich den Tod von Josephine STENSBECK geb. BRÜGGEMANN, die
wahrscheinlich Ende 1900 oder Anfang 1901 verstorben sein muss, da sie in
den Transkriptionen von Ancestry nicht auftaucht.


Re: [OWP] Ortssuche Starboven, Gemeiende Rheine

Date: 2017/09/01 20:10:51
From: Andrea Neij via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Ich war voriges Jahr dort, nur mal gucken, wie es aussieht. Meine Mutter hat dort als Kind gelebt. Der Ort hiess einige Jahre lang Langenwiese, dann

wieder Slabowen.  Heute ist es ein Dorf ein paar Dutzend Häusern, aber nichts sonst.


Grüsse


Andrea Davidsson


________________________________
Från: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net <ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net> för rpp <pcperrey(a)t-online.de>
Skickat: den 26 augusti 2017 14:39
Till: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Ämne: Re: [OWP] Ortssuche Starboven, Gemeiende Rheine

Der Ort hieß Slabowen und lag westlich von RHEIN, Kreis Lötzen. Siehe hier:

http://wiki-commons.genealogy.net/images/b/b7/Witzleben_Kreis_L%C3%B6tzen.jpg

[http://wiki-commons.genealogy.net/images/b/b7/Witzleben_Kreis_L%C3%B6tzen.jpg]


RHEINE ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, gelegen nahe der
niederländischen Grenze.

Gruß
Rolf-Peter


On 26.08.2017 14:00, H. Koss wrote:
> Hallo Allerseits,
> ich suche Informationen zu
> Ort Starboven??. Sollte zum Kirchspiel Rheine, Kreis Lötzen gehören.
> Vielleicht hat jemand einen Tipp.
> Danke Im vorab.
> Frohes Forschen!
> Hermann (koss)
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list.genealogy.net
Ihre E-Mailadresse: Ihr Name : Sie können weiter unten ein Passwort eingeben. Dieses Passwort bietet nur eine geringe Sicherheit, sollte aber verhindern ...



Re: [OWP] unsubscribe

Date: 2017/09/01 20:21:08
From: Mark F Rabideau <linux(a)eirenicon.org>

Jim

You should probably use the correct link to unsubscribe from the list. See:

http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

Pax vobiscum,

Pax vobiscum,
...mark

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*Mark F. Rabideau,* *Owner/ Manager of:
PEP, Inc. & eirenicon l.l.c. +1.303.660.9400*
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CMMI Institute Authorized High Maturity SCAMPI Lead Appraiser # 0100059-00
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*PEP, Inc*.:_http://www.pep-inc.com_ <http://www.pep-inc.com/> *eirenicon l.l.c.*:_http://www.eirenicon.org_ <http://www.eirenicon.org/> */Envision-It!/*: _http://www.envision-it.org_ <http://www.envision-it.org/>

/*"*//*The privilege of a lifetime is being who you are.*//*"
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On 09/01/2017 11:11 AM, Jim Gambrel via OW-Preussen-L wrote:
unsubscribe

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Re: [OWP] Lücken in Sterberegistern von Königsber g/Pr

Date: 2017/09/01 20:26:35
From: Hans Peter Stinnesbeck via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo Henry,

vielen Dank für diese ausführliche Antwort.
Ich kann den Zeitraum schon etwas mehr eingrenzen, weil Josephine beim Tod
ihres Sohnes Richard Anfang 1904 schon gestorben war.
Diesen Zeitraum habe ich auch schon einzeln durchsucht, war aber nicht
fündig geworden.

Mir ist es leider nicht gelungen, die Bestandsübersicht bei Ancestry zu
finden, hat Du da noch einen Tipp?

Und ja, sie war katholisch.. woher weist Du das ?

Viele Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)


Am 1. September 2017 um 20:03 schrieb Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>:

> Hallo Hans Peter,
>
> es ist leider so, dass die vorhandenen Bestände kriegsbedingt sehr
> lückenhaft sind. Zweitschriften oder Restbestände außerhalb des beim StA I
> in Berlin Vorhandenen sind nicht überliefert.
>
> Die Bestandsübersicht der vorhandenen Bücher aus dem STA I Berlin (bei
> ancestry zugänglich) zeigt auf, dass manchmal einzelne Bücher, manchmal
> mehrere Seiten aus einem Buch fehlen.
>
> Und man muss noch beachten, dass die Transkrition nur von den Seiten
> erfolgte, die den Eintrag komplett im Formular beinhaltet. Das heisst, wo
> zB Sterbeeinträge am Rand des Formularbuches erfolgt sind (zB bei
> Totgeburten, Selbstmorden, Unfällen, Aufgefundenen) handelt es sich nach
> erklärter Ansicht von ancestry nicht um einen "richtigen Eintrag". Daher
> kann man solche existierenden Einträge nicht über das Suchformular finden.
> Man muss daher im relevanten Zeitraum jede Seite des Buches händisch
> durchsuchen. Angesichts der großen Fehlbestände natürlich schwierig und
> unsicher.
>
> Da dürfte hier nur die Einsicht in die katholischen KB verbleiben. Davon
> (Propstei Königsberg) haben die Mormonen Verfilmungen. Diese können aktuell
> in einer deren Forschungsstellen online angesehen werden. Die Filme 1687648
> bzw. 1687649 beinhalten die Sterbeeinträge bis bzw. ab 1904.
>
> https://www.familysearch.org/search/catalog/299436?availabil
> ity=Family%20History%20Library
>
> Im Adressbuch von 1901 steht sie noch drin, 1906 nicht mehr (1902-05 sind
> nicht online):
>
> http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/4669307
>
> Bestandshinweise zu den Königsberger Kirchen hier:
>
> http://wiki-de.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_Q
> uellen/Kirchbuchbest%C3%A4nde_Stadtkreis_K%C3%B6nigsberg_(
> Pr.)#kath._Propsteikirche_Gr.C3.BCndung_1616
>
> Gruss, Henry (Lange)
>
>
> Am 01.09.2017 um 18:04 schrieb Hans Peter Stinnesbeck via OW-Preussen-L:
>
>> Hallo zusammen,
>>
>> bei den standesamtlichen Sterberegistern von Königsberg/Pr, die bei
>> Ancestry zur Verfügung stehen, gibt es leider immer wieder Lücken.
>> Beispielsweise hört der Jahrgang 1900 mit dem 3. November auf, und 1901
>> fängt erst am 4. März an.
>>
>> Kann es sein, dass die fehlenden Bücher noch in anderen Archiven
>> schlummern?
>> Gab es keine Zweitschriften?
>>
>> Konkret suche ich den Tod von Josephine STENSBECK geb. BRÜGGEMANN, die
>> wahrscheinlich Ende 1900 oder Anfang 1901 verstorben sein muss, da sie in
>> den Transkriptionen von Ancestry nicht auftaucht.
>>
>>
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>



-- 
Liebe Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)

Re: [OWP] Lücken in Sterberegistern von Königsber g/Pr

Date: 2017/09/01 20:46:43
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Hans Peter,

ja stimmt, Richard +1904...und da hatte ich auch die Info zu katholisch bzw. aus dem Sterbeeintrag des Ehemannes.

Die Beständeübersicht selbst ist nicht bei ancestry (ich meinte, bezüglich dort vorhandenen Digitalisate); es gibt ein Buch des Standesamtes I zu seinen vorhandenen Betsänden, das mir vorliegt. Ich schicke diese direkt.

Gruss, Henry


Am 01.09.2017 um 20:26 schrieb Hans Peter Stinnesbeck via OW-Preussen-L:
Hallo Henry,

vielen Dank für diese ausführliche Antwort.
Ich kann den Zeitraum schon etwas mehr eingrenzen, weil Josephine beim Tod
ihres Sohnes Richard Anfang 1904 schon gestorben war.
Diesen Zeitraum habe ich auch schon einzeln durchsucht, war aber nicht
fündig geworden.

Mir ist es leider nicht gelungen, die Bestandsübersicht bei Ancestry zu
finden, hat Du da noch einen Tipp?

Und ja, sie war katholisch.. woher weist Du das ?

Viele Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)


Am 1. September 2017 um 20:03 schrieb Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>:

Hallo Hans Peter,

es ist leider so, dass die vorhandenen Bestände kriegsbedingt sehr
lückenhaft sind. Zweitschriften oder Restbestände außerhalb des beim StA I
in Berlin Vorhandenen sind nicht überliefert.

Die Bestandsübersicht der vorhandenen Bücher aus dem STA I Berlin (bei
ancestry zugänglich) zeigt auf, dass manchmal einzelne Bücher, manchmal
mehrere Seiten aus einem Buch fehlen.

Und man muss noch beachten, dass die Transkrition nur von den Seiten
erfolgte, die den Eintrag komplett im Formular beinhaltet. Das heisst, wo
zB Sterbeeinträge am Rand des Formularbuches erfolgt sind (zB bei
Totgeburten, Selbstmorden, Unfällen, Aufgefundenen) handelt es sich nach
erklärter Ansicht von ancestry nicht um einen "richtigen Eintrag". Daher
kann man solche existierenden Einträge nicht über das Suchformular finden.
Man muss daher im relevanten Zeitraum jede Seite des Buches händisch
durchsuchen. Angesichts der großen Fehlbestände natürlich schwierig und
unsicher.

Da dürfte hier nur die Einsicht in die katholischen KB verbleiben. Davon
(Propstei Königsberg) haben die Mormonen Verfilmungen. Diese können aktuell
in einer deren Forschungsstellen online angesehen werden. Die Filme 1687648
bzw. 1687649 beinhalten die Sterbeeinträge bis bzw. ab 1904.

https://www.familysearch.org/search/catalog/299436?availabil
ity=Family%20History%20Library

Im Adressbuch von 1901 steht sie noch drin, 1906 nicht mehr (1902-05 sind
nicht online):

http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/4669307

Bestandshinweise zu den Königsberger Kirchen hier:

http://wiki-de.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_Q
uellen/Kirchbuchbest%C3%A4nde_Stadtkreis_K%C3%B6nigsberg_(
Pr.)#kath._Propsteikirche_Gr.C3.BCndung_1616

Gruss, Henry (Lange)


Am 01.09.2017 um 18:04 schrieb Hans Peter Stinnesbeck via OW-Preussen-L:

Hallo zusammen,

bei den standesamtlichen Sterberegistern von Königsberg/Pr, die bei
Ancestry zur Verfügung stehen, gibt es leider immer wieder Lücken.
Beispielsweise hört der Jahrgang 1900 mit dem 3. November auf, und 1901
fängt erst am 4. März an.

Kann es sein, dass die fehlenden Bücher noch in anderen Archiven
schlummern?
Gab es keine Zweitschriften?

Konkret suche ich den Tod von Josephine STENSBECK geb. BRÜGGEMANN, die
wahrscheinlich Ende 1900 oder Anfang 1901 verstorben sein muss, da sie in
den Transkriptionen von Ancestry nicht auftaucht.


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Re: [OWP] Geschichte der Pest (Wilhelm Sahm)

Date: 2017/09/01 21:33:49
From: spinneeva1967 <spinneeva1967(a)gmx.de>

   Der Link zum Buch ist bekannt ?
   https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=uc1.b2856539;view=1up;seq=125
   Geschichte der Pest in Ostpreussen. Sahm, W. (Wilhelm)
   Gesendet: Freitag, 01. September 2017 um 11:07 Uhr
   Von: "Irmi Gegner-Suenkler" <irmi(a)gegner-suenkler.de>
   An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
   Betreff: Re: [OWP] Geschichte der Pest (Wilhelm Sahm)
   Danke, lieber Fritz!
   In der Fussnote steht auch nicht mehr als das, was ich schon weiss,
   oder?
   Am 31.08.2017 um 19:48 schrieb Fritz Loseries, Lorsch:
   > Liebe Irmi,
   >
   > dieser Hinweis ist im Buch auf S. 113 zu finden.
   >
   > In der Fussnote wird zwar auf den Inhalt des Schreibens der Regierung
   > vom 17. Oktober 1710 an den Pfarrer zu Peisten eingegangen, wo die
   > Originalquelle dieses Schreibens zu finden ist, wird dort jedoch
   nicht
   > erwaehnt.
   >
   > Vielleicht findet sich in den Preussischen Monatsschriften dazu
   etwas.
   > Dies ist aber nur eine Vermutung von mir.
   >
   > Herzliche Gruesse,
   >
   > Fritz
   >
   >> Liebe Mitleser -
   >>
   >> ich habe einen Hinweis darauf gefunden, dass in dem o.g. Buch
   >> von Wilhelm Sahm auch das Gut Peisten in Pr. Eylau erwaehnt worden
   sein
   >> soll.
   >>
   >> Und zwar habe der damalige Verwalter/'eine schwachsinnige Alte, die
   in
   >> der Nachbarschft Pestkranke gepflegt hatte, lebendig in einen Sarg
   >> legen' /lassen/.
   >>
   >> /Anschliessend liess er Landdragoner so lange auf sie schiessen,
   /'bis sie
   >> endlich//
   >> //ihren Geist aufgab.'//
   >> /
   >> Ich wuesste gern, ob in dem Buch von Wilhelm Sahm noch weitere
   >> Einzelheiten
   >> erwaehnt werden. Vielleicht besitzt jemand dieses Buch ...?
   >>
   >> Gruss von Irmi
   >>
   >
   >
   --
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   [1]www.genealogie-tagebuch.de
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   [2]www.natangen.de
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   [3]www.gegner-suenkler.de
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   OW-Preussen-L(a)genealogy.net
   [4]http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

References

   1. http://www.genealogie-tagebuch.de/
   2. http://www.natangen.de/
   3. http://www.gegner-suenkler.de/
   4. http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

Re: [OWP] Geschichte der Pest (Wilhelm Sahm)

Date: 2017/09/01 21:56:14
From: Irmi Gegner-Sünkler <irmi(a)gegner-suenkler.de>

Nein, den kannte ich nicht - vielen Dank !


Am 01.09.2017 um 21:33 schrieb spinneeva1967(a)gmx.de:
>    Der Link zum Buch ist bekannt ?
>    https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=uc1.b2856539;view=1up;seq=125
>    Geschichte der Pest in Ostpreussen. Sahm, W. (Wilhelm)
>    Gesendet: Freitag, 01. September 2017 um 11:07 Uhr
>    Von: "Irmi Gegner-Suenkler" <irmi(a)gegner-suenkler.de>
>    An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
>    Betreff: Re: [OWP] Geschichte der Pest (Wilhelm Sahm)
>    Danke, lieber Fritz!
>    In der Fussnote steht auch nicht mehr als das, was ich schon weiss,
>    oder?
>    Am 31.08.2017 um 19:48 schrieb Fritz Loseries, Lorsch:
>    > Liebe Irmi,
>    >
>    > dieser Hinweis ist im Buch auf S. 113 zu finden.
>    >
>    > In der Fussnote wird zwar auf den Inhalt des Schreibens der Regierung
>    > vom 17. Oktober 1710 an den Pfarrer zu Peisten eingegangen, wo die
>    > Originalquelle dieses Schreibens zu finden ist, wird dort jedoch
>    nicht
>    > erwaehnt.
>    >
>    > Vielleicht findet sich in den Preussischen Monatsschriften dazu
>    etwas.
>    > Dies ist aber nur eine Vermutung von mir.
>    >
>    > Herzliche Gruesse,
>    >
>    > Fritz
>    >
>    >> Liebe Mitleser -
>    >>
>    >> ich habe einen Hinweis darauf gefunden, dass in dem o.g. Buch
>    >> von Wilhelm Sahm auch das Gut Peisten in Pr. Eylau erwaehnt worden
>    sein
>    >> soll.
>    >>
>    >> Und zwar habe der damalige Verwalter/'eine schwachsinnige Alte, die
>    in
>    >> der Nachbarschft Pestkranke gepflegt hatte, lebendig in einen Sarg
>    >> legen' /lassen/.
>    >>
>    >> /Anschliessend liess er Landdragoner so lange auf sie schiessen,
>    /'bis sie
>    >> endlich//
>    >> //ihren Geist aufgab.'//
>    >> /
>    >> Ich wuesste gern, ob in dem Buch von Wilhelm Sahm noch weitere
>    >> Einzelheiten
>    >> erwaehnt werden. Vielleicht besitzt jemand dieses Buch ...?
>    >>
>    >> Gruss von Irmi
>    >>
>    >
>    >
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> References
>
>    1. http://www.genealogie-tagebuch.de/
>    2. http://www.natangen.de/
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[OWP] Friedhof bei Schmückwalde, Kreis Osterode

Date: 2017/09/01 22:39:09
From: Daniel Kuss <kuss(a)email.de>

Zwischenzeitlich sind auch die Gräber vom Friedhof Schmückwalde ausgewertet:

Hier ruht in Gott unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma
Minna BAUMGARD
* 14.09.1902
+ 13.02.1953

Heinz Jürgen LIPOWSKI
geb. 01.03.1952
gest. 07.12.1955
Ruhe sanft

Elsbeth LIPOWSKI
geb. 23.10.1949
gest. 31.12.1949
Ruhe sanft

Jerzy WILAMOWSKI
* 20.02.1961
+ 20.02.1961

Hier ruht in Gott meine liebe Frau unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Oma
Ida WISCHNIEWSKI geborene BUCHA
* 18.05.1901
+ 10.05.1960
Ruhe sanft

Hedwig BRANDT
verheiratete [???]
* 24.02.1910
+ 14.10.1934

Ruhestätte unserer lieben Mutter
Bertha KALINOWSKI geborene KALETKA
* 23.02.1871
+ 13.02.[1934?]

Fotos vom Friedhof und der Gräber: 
https://www.dilibra.com/tag/25273

Viele Grüße, Daniel

[OWP] FW: [NSL] Neue Digitalisate aus Schlesien bei Familysearch freigeschaltet worden

Date: 2017/09/03 12:40:57
From: Andreas Meininger <a.meininger(a)freenet.de>

Weitergeleitete Nachricht:

> -----weitergeleitete Nachricht-----
> Von: Michael Schätzlein via Niederschlesien-L 
> Gesendet: So. 03.09.2017 11:19
> An: Niederschlesien-L , 
> Betreff: [NSL] Neue Digitalisate aus Schlesien bei Familysearch freigeschaltet worden
>
> Hallo Listlinge,
>
> es sind wieder zahlreiche Digitalisate von schlesischen Kirchenbüchern
> (bzw. den Mikrofilmen) bei Familysearch freigeschaltet worden. Es gibt nun
> auch eine Webseite, auf der
> a) alle frei zugänglichen Kirchenbücher bei Familysearch einsehbar sind
> b) alle Updates gelistet werden:
>https://fs.webosi.net/
> Einfach auf eine Region klicken und oben rechts entweder eines der Updates
> auswählen (für Schlesien gab es beispielsweise eins am 1. und 2 September)
> oder eben "Gesamt" auswählen, um alle frei zugänglichen Kirchenbücher auf
> einmal anzusehen. Durch den Klick auf den Stapel Bücher am Ende der Zeile
> gelangt man dann auch zum gewünschten Film.
>
> Schönen Gruß,
> Michael Schätzlein
>
> -- 
> *Kreis Militsch*: Latzel, Gaertner, Meisner, Meißner, Drunke, Mager, Stiller
> *Kreis Tarnowitz:* Gebauer, Parusel, Paruzel, Michalski, Michalsky, Wilk,
> Olesch, Blondzik, Kretschmer, von Ziemietzky
> *Gogelau (bei Loslau):* von Manowski
> *Brieg:* Parusel, Paruzel, Latzel
> *Trebnitz:* Stahr, Willenberg, Oelberg, Latzel
> Mein Stammbaum bei GEDBAS
>" target="_blank">https://gedbas.genealogy.net/person/database/53403>
> _______________________________________________
> Niederschlesien-L mailing list
> Niederschlesien-L(a)genealogy.net
> Die Listenmitglieder können ihre Einstellungen ändern unter
>http://list.genealogy.net/mm/listinfo/niederschlesien-l
>
>
> -----weitergeleitete Nachricht Ende-----


[OWP] Gesucht: Referent zum Thema "Rund um die Heraldik" für 4. November 14.30 Uhr in Dor nstetten Kr. Freudenstadt

Date: 2017/09/03 14:11:29
From: Andrea Dettling <andrea.dettling(a)gmx.de>

Liebe Forscherkollegen,

gerne möchten wir unseren Forscherkollegen des Arbeitskreises Dornstetten
(Kreis Freudenstadt, Baden-Württemberg) am Samstagnachmittag, 4. November
zum Thema Heraldik einen kleinen Fachvortrag (ca. 1 Stunde) anbieten.
Anschließend möchten wir die Fragen der Teilnehmer bzw. mitgebrachte Wappen
besprechen.

Leider konnten wir bisher keinen Referenten finden.

 

Wer einen Referenten empfehlen kann oder sich berufen fühlt, uns eine
Einführung in das Thema zu geben, darf sich gerne auch biliteral an uns/mich
wenden. (Erstattung der Fahrtkosten bzw. Honorar nach Absprache)

 

Viele Grüße

Andrea Dettling

Leitungsteammitglied „Familiengeschichte heute“, Dornstetten

[OWP] Flüchtlinge 1945

Date: 2017/09/03 15:44:43
From: Michael Welcker via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

   Hallo Suchende,

   ich "kenne" 2 Familien die nach erfolgreicher Flucht aus Liebenfelde
   (Januar 1945) wieder dorthin zurueck gegangen sind.

   Im jetzt aktuellen Fall handelt es sich um ein Wolfskind, was in
   Litauen lebt und ~ 1938 in Liebenfelde geboren ist und seinen
   Familiennamen nicht (mehr) kennt.

   Meine Fragen dazu sind: Wo waren im Raum Berlin Auffanglager fuer
   Fluechtlinge aus Ostpreussen, sind die registriert worden, von wem,
   gibt es diese Unterlagen noch und duerfte ich die sehen?

   Ist das DRK die richtige Anlaufstelle?

   Danke fuer Eure Muehe

   Michael Welcker
   Forschungsgebiet Kirchspiel Liebenfelde

[OWP] Rigasche Stadtblätter - Einträge zu DEH LSEN MEININGER

Date: 2017/09/03 16:23:25
From: Andreas Meininger <a.meininger(a)freenet.de>

Hallo Listenmitglieder,
hat jemand von Euch die "DVD Rigasche Stadtblätter" von der
Deutsch-Baltische Genealogische Gesellschaft e.V. (DBGG) 
und kann mir die Informationen zu DEHLSEN und MEININGER 
senden?


MfG
Andreas (Meininger)


[OWP] Prästationstabellen Amt Baubeln 1778-1790 auf familysearch

Date: 2017/09/03 17:13:27
From: Sylvia Janke <sylvia(a)janke.online>

Hallo Familienforscher, wie ich feststellte, sind auf familysearch ein Teil
der Prästationstabellen des Amtes Baubeln online gestellt worden. Da  in
diesem Bereich ( unter anderem Kirchspiel Piktupönen) bekanntlich

viele Kirchenbücher unwiederbringlich zerstört wurden, lohnt es sich in
diesen Tabellen zu suchen. Ich bin jedenfalls fündig geworden! Hier der
entsprechende Link:

 

 

https://www.familysearch.org/search/catalog/118607?availability=Family%20His
tory%20Library

 

 

Es handelt sich hier um ein umfangreiches handschriftlich geführtes Werk, wo
Altdeutsch-Laien wie ich schnell an ihre Grenzen stoßen und aufgeben. Wie
dieses Buch aufgebaut ist, hat sich mir durch meine

mangelnden Altdeutschkenntnisse noch nicht erschlossen.  Aber hier  ein Tipp
für Leute, die die Orts- und Familiennamen lesen können: Es gibt immer
Seiten auf denen groß geschrieben steht: Prästations Tabelle

des Dorfes …..  Amt Baubeln. Auf der nachfolgenden Seite ist dann eine
Tabelle mit den Namen der Bauern.

Auch auf Seite 342 und folgende werden Ort- und Familiennamen aufgeführt.
Auf Seite 599 gibt es für den letzten Teil eine Art Index, das heißt, die
Ortschaften werden unter einer laufenden Nummer aufgeführt. In dieser
Reihenfolge sind dann im Anschluss die Orte zu finden.

 

Viele Grüße

Sylvia

 

Suche im Memelland:

FN TRINKERT, OSTWALD, HAUPT, MOTZEKAT, ROSMANN

Orte: Cullmen-Jennen, Cullmen-Wiedutaten, Powilken, Schudienen

 

 

[OWP] Ost-West-Radio - Ausgabe September 2017

Date: 2017/09/03 18:59:42
From: Werner Schuka <Schuka.EDV(a)t-online.de>

Hallo, 

der September-Beitrag aus dieser Senderreihe ist im Netz bereitgestellt:
Siehe: http://www.lo-nrw.de/Audiothek/Antenne/

Antenne Münster - "Ost-West-Radio" - 03.09.2017 - Ausgabe September
-------------------------------------------------------------------
Diese Sendung enthält folgende Beiträge:
1: ab Min. 00:10
   Abschied vom Sänger Polo Hofer (Schweiz)
   (Nachtrag zum Interview mit Konrad Beikircher)
 2: ab Min. 11:05
    Heimatreffen der Danziger 2017 in Lübeck.
    - Danziger Fischfrauen-Dialekt vorgetragen von Gerda Kinski.
    - Die Labskaus-Ballade vorgetragen von Gerda Kinski.
    - Zum Abschluß des Treffens erklang das Westpreußenlied.
    (weitere Informationen zu Danzig in Westpreußen)
 3: ab Min. 28:20
    Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge
    zum Abschluß des internationalen Workcamps in Münster.
    - Interview mit 2 Jugendlichen freiwilligen Helfern.
    - Grußworte von Prof. Dr. Reinhard Klenke und und Gerhard Joksch.
 
Sendung hören - 54 Min. - (50,6 MB) ... 
http://www.lo-nrw.de/Audiothek/Antenne/2017/#09  
        
Mit freundlichen Grüßen
Werner Schuka       

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/03 22:15:39
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Ostpreußenblatt
Folge 48 vom 01.12.1956

Seite 1   Foto: Vor dem Weihnachtsfest . . .
Leid und Verlassenheit haben die Züge dieser alten Frau geprägt, die nach
der Vertreibung aus der Heimat und nach bitteren Jahren des Wanderns von Ort
zu Ort und von Lager zu Lager noch immer keine Ruhe gefunden hat. Tausende
von alten und kranken Vertriebenen leben auch heute noch allein und
verlassen in Lagern und in kleinen Stuben. Einsam sind sie, entwurzelt, aus
ihrem erfüllten Leben jäh herausgerissen. Die meisten von ihnen sind nicht
mehr fähig, sich ein neues Leben aufzubauen. Krieg und Vertreibung haben
ihnen ihre Angehörigen genommen, ihre Kinder, die für sie hätten sorgen
können, ihre Freunde. Nun stehen sie allein am Rande unserer schweren und
verworrenen Zeit. Viele von ihnen finden sich nicht mehr zurecht, und so
mancher denkt nur mit einem Gefühl der Bitterkeit an das bevorstehende
Weihnachtsfest. 

Wenn wir versuchen, diesen Alten und Verlassenen etwas Licht in ihre dunklen
Tage zu bringen, ihnen etwas weihnachtliche Freude zu geben, dann schenken
wir ihnen ein Stück Heimat wieder. Sie dürfen nicht vergessen sein! — Über
unsere Besuche bei alten und einsamen Landsleuten berichten wir auf Seite 5
dieser Folge.

Seite 1   Olympia-Silbermedaille für Ostpreußen-Ruderer 
Auf den Olympischen Spielen in Melbourne errang im Rudern für Deutschland
der Zweier mit Steuermann die Silbermedaille. Die Mannschaft besteht aus den
beiden jetzt in Wiesbaden wohnenden Ostpreußen Karl-Heinrich von Groddeck
und Horst Arndt und dem Steuermann Rainer Borkowsky. 

Nach spannendem Kampf siegte die Mannschaft der USA knapp vor dem deutschen
Boot. Dritter wurde die Sowjetunion. Weitere Einzelheiten auf Seite 10
dieser Folge.

Seite 1   Kräftemessen im Kreml 
Dass im hohen Rat der roten russischen Abgötter durchaus nicht immer
olympische Heiterkeit und brüderliche Zuneigung herrscht, dass zumal seit
dem Tode des großen „Bändigers" und Einzeldiktators dort die inneren
Machtkämpfe der Gruppen nie aufgehört haben, weiß alle Welt. Sechzehn Männer
und eine fanatische Kommunistin bilden als sogenanntes Parteipräsidium die
sowjetische Führungsspitze; elf von ihnen nennen sich „Mitglieder“, sechs
gelten nur als „Kandidaten“ mit mehr beratender Funktion. Nur einen
richtigen Sowjetmarschall (von den Parteihäuptern mit Militärrang
abgesehen), hat man in die Reihe der Kandidaten aufrücken lassen. Weiter ist
die Rote Armee nicht in den engsten Kreis der Machthaber vorgestoßen, der
heute wie einst in seiner überwältigenden Mehrheit von älteren und jüngeren
„Parteigenossen“ gebildet wird. Wir finden da Veteranen der Lenischen und
Stalinschen Epoche neben Leuten, die das Russland der Zarenzeit überhaupt
nicht mehr kennengelernt haben und von der Existenz einer freien, einer
anderen Welt nicht viel mehr wissen, als was ihnen die bolschewistische
Presse an Schauermären darüber vorsetzte. Persönliche Existenzsorgen braucht
im Grunde keiner dieser fürstlich bezahlten und mit höchstem Luxus umgebenen
roten Satrapen und Großwürdenträger zu haben, wenn es ihm nur gelingt,
jeweils auf der richtigen Parteilinie zu liegen und jeweils der heute und
morgen maßgeblichen Gruppe der Allerersten genehm zu sein. Es bedarf einer
gewissen Geschicklichkeit, sich den zwei oder drei „Männern Nummer Eins" in
empfehlende Erinnerung zu bringen und dabei zu den bisherigen Pfründen
womöglich noch weitere zu erkämpfen. Man muss es in den Fingerspitzen haben,
wann die politische Entwicklung in Russland, in den Trabantenländern und
auch da draußen jenseits des Eisernen Vorhanges einem der „Bosse" den Wind
aus den Segeln nimmt und einem anderen Auftrieb gibt. Denn wenn auch das
Schwert der plötzlichen Absetzungen, Bestrafungen und Hinrichtungen nicht
mehr so dicht über dem Haupt jedes der siebzehn Mitglieder des
Parteipräsidiums hängt, wie seiner Zeit in der Zeit von Stalin, die
Möglichkeit jähen Verschwindens und plötzlicher Abhalfterung liegt ständig
in dieser Kremlluft. 

Wer steht vorne? 
Die Frage, wer nach den so dramatischen Ereignissen und politischen
Entwicklungen der letzten Wochen und Monate, heute und in naher Zukunft im
höchsten Moskauer Gremium das eigentlich entscheidende Wort zu sprechen hat,
und wer den Kurs maßgebend bestimmen wird, stellt man sich heute in vielen
hunderten von politischen Zirkeln außerhalb Russlands und diesmal sowohl in
der freien Welt als auch bei den zwangsweise mit Moskau „Verbündeten", bei
den Trabanten und Gefolgsleuten. Jede noch so spärliche Kunde, die aus der
Sowjetunion kommt, wird von allen Seiten daraufhin überprüft, ob sie nicht
Rückschlüsse und Aufklärungen in dieser Hinsicht bringt. Und obgleich man
durch so manchen Fehlschluss in der Vergangenheit gewarnt sein sollte, wagen
sich nicht wenige Kommentatoren und Politiker mit „Prophezeiungen" hervor,
wie nach ihrer Ansicht die neue Konstellation der Kremlführung aussehen
wird. Es hat ganz Kühne gegeben, die die Abhalfterung und Entmachtung etwa
des Parteichefs Chruschtschow sozusagen als gegebene und halbvollzogene
Tatsache bieten wollten. Verschiedene „kommende Männer" wurden schon
genannt, wobei man denn trotz der doch hinreichend bekannten sowjetischen
Verschwiegenheit über alle wirklichen Vorgänge im Kreml in der Lage sein
wollte, die einzelnen „Fraktionen" und Machtgruppen der Sowjetspitze genau
festlegen zu können. 

Wie leicht solche müßigen Erwägungen und Konstruktionen wiegen, wie verfehlt
solche Gedankenspiele im luftleeren Raum sind, braucht nicht besonders
bewiesen zu werden. Wer bei der Wertung der sowjetischen Entwicklung den
nüchternen Bereich des jederzeit Beweisbaren verlässt, gerät ins
Phantasieren und Kombinieren und verliert bald den Boden der Wirklichkeit
unter den Füßen. 

Wer sich demgegenüber an den anderen und übrigens einzig gangbaren Weg hält,
nur nackte Tatsachen zu werten und sprechen zu lassen, der wird ganz gewiss
nicht bei sensationellen Verheißungen enden, dafür aber umso mehr Greifbares
in Händen halten. Er darf es getrost — zumal nach den bemerkenswerten
Äußerungen des über die Verhältnisse im Kreml hervorragend unterrichteten
Tito — als Tatsache feststellen, dass in der Moskauer Spitze die einzelnen
Gruppen schärfer denn je um den Haupteinfluss ringen. Er wird die starke
Machtposition, die bis heute der explosive und robuste Chruschtschow in der
Führung behauptet, nicht unterschätzen, zugleich aber die Zähigkeit und
Energie feststellen, mit der Offenkundig die einstigen Getreuesten Stalins
um Molotow und Kaganowitsch verlorene Posten zurückerobern möchten.
Schließlich wird er unumwunden erklären, dass zur Stunde keine
Einzelpersönlichkeit eine solche Machtfülle und ausschließliche
Herrschergewalt in sich vereinigt, wie einst Stalin. Für die Behauptung, die
sicherlich bestehenden Meinungsverschiedenheiten im Parteipräsidium könnten
zur Ausschaltung ganzer Gruppen oder gar zu einem Auseinanderbrechen führen,
liegt gegenwärtig nicht der geringste Beweis vor. 

Was kontrolliert Molotow? 
Als im Juni 1956 Molotow am Tage vor der Ankunft Titos plötzlich in dem so
wichtigen Amt des Sowjetaußenministers durch Chruschtschows Günstling
Schepilow ersetzt wurde, nachdem ihn der Parteigewaltige zuvor vor den
höchsten Parteigremien gründlich gedemütigt hatte, da meinten die
sogenannten Kremlsachverständigen des Westens, das sei für Molotow und
wahrscheinlich für viele Stalinisten alten Schlages das Ende ihrer
politischen Laufbahn. Die gleichen Propheten wollen nun in der Ernennung
Molotows zum Minister für die Staatskontrolle schon ein sicheres Zeichen
dafür sehen, dass der „Hammer Stalins" nun mit Sicherheit Chruschtschow in
der Führungsrolle ablösen werde. Wir haben schon im Sommer darauf
hingewiesen, dass Molotow auch nach seinem Ausscheiden aus dem
Außenministerium nicht nur weiter „Erster stellvertretender
Ministerpräsident", sondern auch einflussreiches Mitglied des
parteipolitischen Spitzengremiums blieb und gewiss auch in der Folgezeit
stets ein gewichtiges Wort mitsprach. Man darf annehmen, dass dieser
ungeheuer fleißige und zähe „letzte Mitarbeiter Lenins", von dessen
„eisernem Sitzfleisch" sogar Stalin gesprochen hatte, auch der für den
Sowjetstaat und die gesamte Sowjetwirtschaft zuständigen Staatskontrolle ein
ganz anderes Gewicht geben wird wie seine etwas farblosen Amtsvorgänger
Mechlis, Merkulow und Schaworonkow. Er hat hier jetzt ein Amt übernommen,
das auf die von Lenin geschaffene parteipolitische „Arbeiter- und
Bauernkontrolle" als bolschewistische Überwachungsinstanz zurückgeht. Dass
Stalin für die alte Kontrolle seine intimsten kaukasischen Freunde wie
Enukidse und Ordschonikidse einsetzte, zeigt deutlich, welche Bedeutung er
damals diesem „wachsamen Auge des Systems" beigelegt hat. Wie weit Molotow
seine Kontrollbefugnisse erweitert, wird sich bald zeigen. Man darf aber
sicher sein, dass auch hier Chruschtschow seine Kräfte mit denen Molotows
messen und nicht so leicht Positionen räumen wird, auf die er als
eigentlicher Chef der Regierungspartei Anspruch erhebt. Man darf weiter
annehmen, dass es auch hier — anders als in Stalins Tagen — zu einer
Kompromisslösung kommt, vielleicht erst nach temperamentvollen
Auseinandersetzungen. 

Ein harter Kurs 
Es spricht vieles für die Annahme, dass die Moskauer Führung in Zukunft jene
Männer, die als Verfechter des härtesten sowjetischen Machtstandpunktes in
ihrem Kreise bekannt sind und die scharf alle weiteren Zugeständnisse an die
Satelliten im Rahmen einer sogenannten „Entstalinisierung" ablehnen, wieder
mehr in den Vordergrund stellen wird. Man muss abwarten, wie weit das auch
für die roten Marschälle gilt, die mit ihren sowjetimperialistischen
Gedankengängen sicher den Molotowkreis besonders nahestehen. Die wüsten (und
doch so wohlberechneten und vom Manuskript verlesenen) Ausbrüche und
Schimpfkanonaden Chruschtschows gegen die freie Welt, seine mit massiven
Drohungen gewürzten Beschwörungen und Schmeicheleien an die polnischen und
anderen „Genossen" haben den Koexistenzialisten des Westens nachdrücklich
klargemacht, wie dünn der Firnis seines Moskauer und Genfer Lächelns war.
Chruschtschow, der gewissen Leuten als Garant für einen neuen, friedlichen
und entgegenkommenden Kurs der Sowjets galt, hat den Demokratien ins Gesicht
gebrüllt: „Die Geschichte ist auf unserer Seite, ob ihr uns liebt oder
nicht, wir werden euch begraben . . ." Deutlicher kann man sein wahres
Denken und Planen wohl nicht mehr enthüllen. Und nichts kann die Annahme
widerlegen, dass der gleiche Chruschtschow bereit und willens ist, wie so
oft schon in der Sowjetgeschichte auf einen scheinbar gemäßigten einen
harten Kurs folgen zu lassen. 

Sicher sind auch die Siebzehn in Moskau nicht in der Lage, die Weltenuhr
anzuhalten oder zurückzustellen. Einstweilen aber werden sie — ganz gleich,
wer in Zukunft von ihnen je nach Bedarf besonders herausgestellt wird — echt
Stalinsche Politik weitertreiben, sich auch kleinste Zugeständnisse nur
unter hartem Druck der Tatsachen abringen lassen und ihre Riesenbeute zu
behaupten suchen, so lange es geht. Als Tito ihnen zurief, sie sollten
erkennen, dass sie so nicht weiter Politik treiben könnten, sie sollten ihr
ganzes System überprüfen, da hoben in Moskau die „Prawda" und die amtliche
Agentur „Tass" drohend die Faust. Molotow, der seit 1948 unablässig die
„Züchtigung" Titos verlangte und im Sommer 1956 dafür angeblich kaltgestellt
wurde, gehört heute sicher wieder zu dem halben Dutzend Männern, die in
Moskau die Geleise stellen. Das sagt genug.

Seite 1   Ein Washingtoner Versuchsballon. „Deutsche Neutralität gegen
sowjetische Zugeständnisse" 
Eine der politisch bedeutsamsten Zeitungen der amerikanischen
Bundeshauptstadt, die bekannte „Washington Post", die zwar als unabhängig
gilt, aber schon oft vorfühlende Artikel zu neuen politischen Entwicklungen
brachte, veröffentlichte jetzt längere Ausführungen zur Deutschlandfrage.
Die „Washington Post" vertritt dabei den Standpunkt Moskau habe sich mit der
Sowjetzone Deutschlands eine Last aufgeladen, die es möglicherweise ohne
Gefährdung der eigenen Sicherheit aufgeben würde. Die 22 sowjetischen
Divisionen in der Zone behinderten nach Ansicht des amerikanischen Blattes
die „freiheitliche Entwicklung Polens". Wenn der Westen in Deutschland
einiges aufgeben würde, so könnten daraus Konzessionen der anderen Seite
erwartet werden. „Washington Post" meint dann, der Westen könne
möglicherweise nach einer Beseitigung des Zonen-Regimes eine „lose
Konföderation beider deutschen Gebiete mit freien Wahlen, aber einer
Zentralregierung" erstreben. Die Frage der deutschen Ostgebiete sollte dann
„vorläufig durch deren Überführung unter internationaler Kontrolle" gelöst
werden. Für den Nordatlantikpakt wäre eine Aufrichtung der deutschen
Neutralität im Austausch gegen sowjetische Zugeständnisse nach Ansicht der
Washingtoner Artikelschreiber keine große Gefahr und nur ein Verlust auf dem
Papier. Die deutsche Wiederaufrüstung habe nicht die amerikanischen
Erwartungen erfüllt. Die wirkliche Abschreckung gegen einen sowjetischen
Marsch nach Westeuropa werde durch die Luftwaffe und die taktischen
Atomwaffen des atlantischen Bündnisses viel mehr erfüllt, als durch die
deutsche Mannschaftsstärke. Die deutsche Wiederbewaffnung könne bisher als
kaum mehr als ein Symbol betrachtet werden. Ein militärisch neutralisiertes
Deutschland würde diesen Zustand nicht auf seine wirtschaftlichen und
kulturellen Beziehungen mit dem Westen auszudehnen brauchen. Obgleich dieser
Vorschlag für die Bonner Regierung zurzeit kaum annehmbar sei, könne die
Neuordnung der politischen Kräfte in Westeuropa derartige Gedanken durchaus
zwingend machen. Die „Washington Post" meint schließlich, es erscheine ihr
möglich, dass die Russen bereit seien, eine Annahme des
Luftinspektionssystems mit einem neutralen Status für Deutschland zu
verkoppeln. Es erscheine ihr wichtig, dass die Amerikaner neue „Anregungen"
für Beratungen vorbringen. 

Man tut gut daran, diese Ausführungen eines Blattes, über dessen enge
Beziehungen zu führenden Kreisen der amerikanischen Politik kaum Zweifel
bestehen können, sehr aufmerksam zur Kenntnis zu nehmen. Sie zeigen deutlich
genug, dass es auch in den Vereinigten Staaten offenkundig Politiker gibt,
die geneigt sind, bei neuen Gesprächen mit Moskau Konzessionen auf unsere
Kosten anzubieten. Es ist aus dem uns vorliegenden Text nicht klar
ersichtlich, was die maßgebliche Washingtoner Zeitung darunter versteht,
wenn sie erklärt, die Frage der deutschen Ostgebiete solle vorläufig durch
Überführung unter internationaler Kontrolle gelöst werden. Es ist eine sehr
wichtige Aufgabe der Bonner verantwortlichen Stellen, diese Äußerungen eines
einflussreichen Washingtoner Blattes zum Anlass nehmen, im Washingtoner
Außenamt selbst Klarheit zu verlangen.

Re: [OWP] Flüchtlinge 1945

Date: 2017/09/03 23:31:03
From: Gerd Schulze <ahnen(a)ferienhaus-edda.de>

Hallo Herr Welcker,

 unsere Flucht per Zug aus Liebenfelde am 20.01.45  früh um 1 Uhr, dann ab Königsberg nachmittags 15 Uhr, ausgeladen am Montag, 22.01.45 in Bestensee (2 Stationen vor Königswusterhausen). Von dort wurden wir gleich mit bereitstehenden Leiterwagen mit Stroh oder Wehrmachtswagen in die umliegenden Ortschaften verteilt. Wir kamen nach Pätz, 5 km von Bestensee entfernt. Zuerst ins Gasthaus zum grünen Kranze, dann sogleich Verteilung auf Privatquartiere. Hilfen gab es von NSV und Rotkreuzschwestern. Vielleicht nützen Ihnen diese Angaben.

MfG Gerd Schulze


Am 03.09.2017 um 13:44 schrieb Michael Welcker via OW-Preussen-L:
    Hallo Suchende,

    ich "kenne" 2 Familien die nach erfolgreicher Flucht aus Liebenfelde
    (Januar 1945) wieder dorthin zurueck gegangen sind.

    Im jetzt aktuellen Fall handelt es sich um ein Wolfskind, was in
    Litauen lebt und ~ 1938 in Liebenfelde geboren ist und seinen
    Familiennamen nicht (mehr) kennt.

    Meine Fragen dazu sind: Wo waren im Raum Berlin Auffanglager fuer
    Fluechtlinge aus Ostpreussen, sind die registriert worden, von wem,
    gibt es diese Unterlagen noch und duerfte ich die sehen?

    Ist das DRK die richtige Anlaufstelle?

    Danke fuer Eure Muehe

    Michael Welcker
    Forschungsgebiet Kirchspiel Liebenfelde
_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


--
Mit freundlichen Grüßen
    Gerd Schulze
_________________________________________________
Kiefernweg 1, 38667 Bad Harzburg, Tel.05322-81272

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/04 09:17:34
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 2   Kämpfe zwischen Sowjetsoldaten in Ungarn? 
Sowohl von britischer als auch von jugoslawischer Seite wurden in den
letzten Tagen Meldungen veröffentlicht, in denen von Zusammenstößen zwischen
Sowjetsoldaten in Ungarn berichtet wird. Der Londoner „Daily Telegraph" ließ
sich zunächst von seinem Wiener Korrespondenten melden, dass es in einzelnen
ungarischen Städten zu bewaffneten Zusammenstößen zwischen Soldaten der in
Ungarn bereits stationierten Sowjeteinheiten und zwischen Soldaten der neu
eingetroffenen Infanteriedivisionen gekommen sei. Flüchtlinge hätten diese
Nachrichten bestätigt. Man habe vor allem aus der Ortschaft Papa — 110
Kilometer westlich von Budapest — und aus Szegedin über Zusammenstöße
russischer Soldaten Berichte vorliegen. 

Die Nachricht des englischen Blattes wird in Belgrad insoweit bestätigt, als
man dort amtlich mitteilte, dass zunächst sechs russische Soldaten mit einem
Offizier im Gebiet von Szegedin die Grenze überschritten und die Waffen
abgelegt hätten. In ungefähr dreißig Kilometer Entfernung von der
jugoslawischen Grenzstadt Subotica hätten sich offenkundig Kämpfe unter den
Russen abgespielt. Die jugoslawischen Grenztruppen seien daraufhin verstärkt
und in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Schweizer Zeitung „Die Tat"
weist im Zusammenhang mit diesen Meldungen auf die Augenzeugenberichte über
das Verhalten der russischen Soldaten während der Kämpfe in Ungarn hin. Es
habe sich gezeigt, dass es eine Reihe von Russen gäbe, die nur widerwillig
den Befehlen ihrer Regierung zur Niederknüppelung eines freien Volkes
Gehorsam leisteten.

Seite 2   Die Moskauer Deklaration und die Abrüstungsnote 
Die Verhandlungen zwischen einer rotpolnischen Regierungs- und
Parteidelegation unter der Führung Gomulkas und den sowjetischen Führern
wurde bekanntlich mit der Unterzeichnung einer Deklaration abgeschlossen, in
der es u. a. wörtlich heißt: 

Die ständigen Einwände der revanchelüsternen Kreise gegen die richtigen und
bestehenden Grenzen zwischen europäischen Staaten und, in erster Linie, zu
der errichteten und bestehenden polnischen Westgrenze stellen einen
wesentlichen Grund der Behinderung in der Normalisierung der Beziehungen in
Europa dar. Beide Parteien kamen daher zu dem Schluss, dass diese Lage und
die gegenwärtig herrschende internationale Situation die zeitweilige
Stationierung sowjetischer Truppen auf polnischem Gebiet weiterhin notwendig
machen ..." Das polnisch-sowjetische Bündnis, heißt es weiterhin, sei eine
Garantie der Oder-Neiße-„Grenze", was angesichts der Gefahren der deutschen
Wiederbewaffnung besonders wichtig sei. 

Dies bedeutet nichts anderes, als dass genau das eingetreten ist, was von
vornherein zu erwarten stand: dass die Oder-Neiße-Frage als Begründung dafür
verwandt worden ist, dass sich Gomulka mit der Fortdauer der Stationierung
sowjetischer Truppen im Raume zwischen der Oder-Neiße und dem Bug
einverstanden erklärte und zugleich die „Notwendigkeit" eines Verbleibens
Rotpolens im Warschauer Pakt deutlich gemacht wurde. Dass die Bezugnahme auf
den angeblichen „Revanchismus" — dieses Schlagwort wird verwandt, um das
Streben nach einer gerechten Lösung der Oder-Neiße-Frage durch Verhandlungen
zu diskreditieren — nur einen Vorwand darstellt, um die
„Schutzbedürftigkeit" Polens behaupten zu können, geht daraus hervor, dass
in der „Moskauer Deklaration" die Existenz des Pankower Regimes völlig
verschwiegen wurde und dass die „Anwesenheit sowjetischer Truppen in
Deutschland" nicht etwa ebenfalls mit dem „Schutz der Oder-Neiße-Grenze",
sondern mit dem Hinweis auf „internationale Verträge und Abkommen" begründet
worden ist. Durch die „Moskauer Deklaration" wird — was die realen
Gegebenheiten anlangt — somit zum Ausdruck gebracht, dass Moskau angesichts
der Zustimmung Warschaus zur Truppenstationierung keinerlei Veranlassung
mehr sieht, die „DDR" als zusätzliches Druckmittel gegen Warschau
einzusetzen. Wie ebenfalls vorauszusehen war, hat bereits die Andeutung
eines sowjetzonalen Interesses an der Lage der deutschen Minderheit in den
Oder-Neiße-Gebieten genügt, um Gomulka von weitergehenden Forderungen in der
Frage der Truppenstationierung abzuhalten. 

Es ist also festzustellen, dass Moskau nunmehr eine eindeutige Stellung in
der Oder-Neiße-Frage bezogen hat, nachdem infolge des jahrelangen Schweigens
Moskau hierzu und angesichts einiger mehrdeutiger sowjetischer
Verlautbarungen in Warschau lebhafte Besorgnisse entstanden waren.
Gleichzeitig wird aber deutlich, dass Warschau allein in innerpolitischer
Hinsicht einige Bewegungsfreiheit hat. 

Die sowjetische Politik gegenüber Polen steht in unlösbarer Verbindung mit
den gegenwärtig laufenden Maßnahmen, die auf eine „Stabilisierung" (lies
Verewigung) der Verhältnisse im gesamten Raume zwischen der Ostsee und dem
Schwarzen Meer im sowjetischen Sinne abzielen. Dieses ist auch der
Hauptgrund für die außerordentlich scharfen Ausführungen Chruschtschows auf
dem Empfang in der Polnischen Botschaft, die die westlichen Diplomaten zum
demonstrativen Verlassen des Saales veranlassten. Ebenso besteht ein
Zusammenhang zwischen den polnisch-sowjetischen Verhandlungen über die
Truppenstationierung und der erneuten Abrüstungs-Initiative Moskaus; denn
nichts anderes besagt die einschlägige Sowjetnote, als dass die Sowjetunion
so lange Truppenstationierungen in den verschiedenen Ländern des Warschauer
Paktes beibehalten werde, als NATO-Truppen in Westdeutschland vorhanden sind
und die Aufrüstung der Bundesrepublik nicht auf das Maß der „Volksarmee" in
der Sowjetzone reduziert wird. 

In der „Moskauer Deklaration" spiegelt sich somit deutlich die gegenwärtige
Lage wider, die dadurch charakterisiert ist, dass es Moskau vornehmlich und
zunächst darum geht, erneut die bisherigen Positionen im Raume jenseits der
Oder und Neiße sowie im Donauraum zu „festigen", wie sich zugleich
ankündigt, dass die weiteren Schritte die Deutschlandfrage zum Gegenstand
haben werden. Es ist immerhin von einigem Interesse, dass in der
„Abrüstungsnote" von der „Räumung des Hoheitsgebiets Deutschlands" von
westlichen und östlichen Truppen die Rede ist, hier also nicht die sonst in
Moskauer Erklärungen übliche Lesart von der „Existenz zweier deutscher
Staaten" verwandt wurde. Aber darüber darf nicht vergessen werden, dass an
sich der Abrüstungsvorschlag sich gänzlich im Rahmen des „Prager Programms"
hält, das die Vertreter der dem Warschauer Pakt angehörenden Staaten im
Januar dieses Jahres verkündeten: Auch dort war allein die Errichtung einer
„Zone reduzierter Rüstung" unter Beibehaltung der Teilung Deutschlands
gefordert worden. 

Alles dies lässt es als fraglich erscheinen, ob es in absehbarer Zeit zu
einer echten Lösung der europäischen Fragen kommen kann. Nichtsdestoweniger
gilt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Satz, dass erst
dann weitere Probleme in Angriff genommen werden können, wenn die
gegenwärtigen Spannungen gelöst sind, die unter tragischen Begleitumständen
in Ostmitteleuropa entstanden sind. Dr. Oskar Lipsius 

Seite 2   Bekannte Klänge aus England. Man fordert erneut Verzicht auf
Ostdeutschland 
Im Hauptorgan der britischen Sozialisten, dem Londoner „Daily Herald",
wendet sich der Labour-Abgeordnete Michael Foot abermals gegen die deutschen
Ansprüche auf die ostdeutschen Provinzen. Foot, der übrigens ein Anhänger
des radikalen Führers Bevan ist, nimmt bezeichnenderweise die tragischen
Ereignisse in Ungarn und Polen zum Anlass, um die Deutschen zu einem
Verzicht zu bewegen. Er erklärt, die Polen und die Ungarn kämpften um ihre
Freiheit und die Welt halte den Atem an. Die Polen könnten ihr Ziel nur im
Schatten der sowjetischen Militärmacht erringen, und kein anständiger Mensch
wünsche, heute ein Wort zu äußern, das das mutige Bemühen der Polen
gefährde. Foot richtet dann wütende Ausfälle gegen Bundeskanzler Adenauer,
weil dieser vor kurzem erklärt habe, Deutschland habe seine Ansprüche auf
die ostdeutschen Gebiete nicht aufgegeben. Der britische Politiker fordert
allen Ernstes seinen Ministerpräsidenten auf, Adenauer anzuraten, er solle
„über die deutschen Ansprüche auf den Osten in Zukunft den Mund halten"! In
merkwürdiger Logik meint der britische Parlamentarier, so lange Deutschland
noch entschlossen sei, eine weitere Revision seiner Ostgrenzen zu erzwingen,
werde das (!) die Russen dazu bewegen, ihre Militärherrschaft in Polen und
Ostdeutschland aufrechtzuerhalten. 

Soweit die „lichtvollen" und in ihrer Tendenz eindeutigen Äußerungen Foots.
Es sei darauf hingewiesen, dass eine Festlegung der deutschen Ostgrenzen
auch nach der eindeutigen Erklärung seiner eigenen Regierung überhaupt noch
nicht stattgefunden hat und dass es ein auf den Kopf stellen der Tatsachen
ist, hier von einer „wiederholten Revision" zu reden. Mit den geographischen
Kenntnissen britischer Parlamentarier war es bekanntlich schon in den Tagen
des Versailler Diktats nicht weit her. Seine Unverschämtheit, den britischen
Ministerpräsidenten als eine Art Gouvernante des deutschen Bundeskanzlers
einsetzen zu wollen, muss nachdrücklich zurückgewiesen werden, ebenso die
geradezu groteske Verquickung des ungarischen Freiheitskampfes mit dem
rechtlich so wohlbegründeten Verlangen Deutschlands, seine ihm geraubten
Gebiete zurückzuerlangen. Man sollte hoffen, dass deutsche Sozialisten dem
Abgeordneten Foot erst einmal klarmachen, wie die Dinge in Wirklichkeit
liegen.

Seite 2   Von Woche zu Woche
Der künftige Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten, das Schloss Bellevue,
wird, wie die Stadt Berlin bekanntgab, voraussichtlich bis zum Mai 1957
wieder voll aufgebaut sein. Bundespräsident Heuss besichtigte in diesen
Tagen in Berlin die Neubauten des Hansaviertels. 

Mit einer Amerikareise des Kanzlers wird in Bonn nicht vor Anfang 1957
gerechnet. Es steht auch noch nicht fest, ob dann nicht vielleicht der
Bundesaußenminister nach Washington fahren wird. 

Die Aufnahme weiterer Ungarn-Flüchtlinge durch die Bundesrepublik über die
Quote von dreitausend hinaus ist vom Kabinett beschlossen worden. 

Bundestagspräsident Dr. Gerstenmaier stattete Japan einen Besuch ab. Er
wurde hier auch von Kaiser Hirohito empfangen. 

Für die Durchführung der Moskau-Reise der Bundestagsdelegation hat sich der
SPD-Abgeordnete Wehner ausgesprochen. Führende CDU-Kreise erklärten, die
Annahme der Einladung komme im Augenblick nicht in Frage. 

Ein beachtlicher Erfolg der SPD bei den Gemeindewahlen in Baden-Württemberg
ergibt sich aus der endgültigen Stimmenzählung. Der Stimmenanteil der SPD
stieg gegenüber 1953 von 25 auf 32,2 Prozent. Der CDU-Anteil sank von 25,2
auf 24,1 Prozent, der der FDP von 11,6 auf 9,2 und der des BHE von 4,8 auf
3,2 Prozent. Die freien Wählervereinigungen spielten eine erhebliche Rolle. 

Der Gesamtdeutsche Block beschloss auf seiner Vorstandssitzung in Göttingen,
nicht mit den Freien Demokraten zusammenzugehen. Der Bundesparteitag soll in
der Woche nach Ostern in Düsseldorf stattfinden. 

Ein Inkrafttreten der Rentenreform zum 1. Januar ist von
CDU-Bundestagsabgeordneten fest versprochen worden. 

Weihnachtszuwendungen für die Beamten und Versorgungsberechtigten hat das
Land Niedersachsen auch in diesem Jahr wieder in Aussicht gestellt. Auch die
Richter sollen bedacht werden. 

An eine Bewirtschaftung von Benzin und Öl denkt die Bundesregierung
gegenwärtig noch nicht. Im Wirtschaftskabinett wurde auch beschlossen,
einstweilen keine Höchstpreise vorzuschreiben. 

Sowjetrussische Öllieferungen sind nach einer Mitteilung des
Wirtschaftsministers von Baden-Württemberg der Bundesrepublik angeboten
worden. Auch Rumänien habe sich zu Öllieferungen bereiterklärt. 

Die Bundeswehr verfügt gegenwärtig über etwa sechzigtausend Freiwillige.
Elftausend weitere, auf ihre Tauglichkeit bereits überprüfte Freiwillige
haben in diesen Tagen ihren Einberufungsbescheid erhalten. Am Jahresende
werden etwas über siebzigtausend Soldaten unter den Waffen stehen. 

Die ersten drei Feldjäger-Kompanien der Bundeswehr schlossen in Sonthofen
ihren Lehrgang ab. Sie sollen zunächst nach Hamburg, Mainz und Regensburg
verlegt werden. 

Die Zerstörung von etwa 40 000 Wohnungen in Budapest bei den Kämpfen hat
inzwischen auch der rote ungarische Regierungssender zugegeben. 

Die Zwangsverschleppungen aus Ungarn hat die Vollversammlung der Vereinten
Nationen mit 55 gegen 9 Stimmen abermals stark verurteilt. Gegen die
Entschließung stimmten die meisten Satellitenstaaten und Jugoslawien. Die
Polen haben sich der Stimme enthalten. 

Zum stellvertretenden sowjetischen Verteidigungsminister wurde
Sowjetmarschall Rokossowski ernannt, der bis vor kurzem in Warschau die
maßgebende Rolle spielte. 

Massenverhaftungen werden nun auch aus Rumänien gemeldet. In den großen
Industriestädten sollen zahlreiche Protestversammlungen gegen das
kommunistische Regime stattgefunden haben. 

Die von den Sowjets vorgeschlagene begrenzte Luftinspektion wurde von den
Amerikanern als ungenügend bezeichnet. Im Auftrag der Washingtoner Regierung
erklärte der Amerikaner Lodge; die USA träten für eine Luftinspektion ein,
die den ganzen Raum der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion mit
umfasste. 

Das europäische Oberkommando der NATO ist nach dem Ausscheiden des Generals
Gruenther nunmehr von dem 49-jährigen amerikanischen General Norstad
übernommen worden. Damit wurde erstmals ein Luftwaffengeneral
NATO-Oberbefehlshaber. 

Amerika stimmte gegen England und Frankreich in der UNO-Vollversammlung, als
ein Antrag der Afrikaner und Asiaten angenommen wurde, Engländer, Franzosen
und Israeliten zum sofortigen Abzug aus Ägypten aufzufordern. 

Die Ausweisung aller britischen und französischen Zivilisten aus Ägypten
soll nach englischen Meldungen die Regierung in Kairo für die nächsten Tage
angekündigt haben. In Ägypten leben etwa dreizehntausend britische und
neuntausend französische Staatsangehörige. 

Gegen den Missbrauch von NATO-Waffen in Ägypten haben die USA in London und
Paris stärksten Protest erhoben.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/04 23:48:47
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 3   Heute in Passenheim. Sechs Fotos.
Wir haben im Ostpreußenblatt — vor allem in den letzten eineinhalb Jahren —
zahlreiche Aufnahmen gebracht, die ein Bild davon geben, wie es heute in
unserer ostpreußischen Heimat aussieht; wir erinnern vor allem an die
Aufnahmen aus Allenstein, Sensburg, Goldap und Memel. Allenstein soll zum
.Aushängeschild" gemacht werden, und in dieser Stadt kann man bis zu einem
gewissen Grade von einem Wiederaufbau sprechen, aber sonst bieten die
anderen Städte fast immer das gleiche trostlose Bild: Ruinen an den Straßen,
oft von Buschwerk überwuchert, verfallende Häuser. Straßen und Marktplätze,
auf denen nur sehr wenig Leben herrscht. 

Bezeichnend für das Aussehen unserer ostpreußischen Städte unter polnischer
Besetzung sind auch die sechs Aufnahmen, die in diesem Sommer in Passenheim
gemacht worden sind. Die Stadt, die einmal ein so schmuckes Aussehen hatte,
gilt als die älteste Stadt Masurens; die Polen haben ihr die Stadtrechte
genommen. So vergittert wie das Haus Makrutzki am Markt (Bild oben links)
sind sämtliche Verkaufsläden und die Büros der Behörden und der Betriebe, ja
sogar die Polizeistationen. Den Marktplatz selbst zeigen die beiden
Aufnahmen in der unteren Reihe links. Rechts unten ein Blick vom Großen
Kalbensee auf die alte Pfarrkirche von Passenheim mit ihrem wuchtigen und
schönem Turm; von der Brauerei Daum, die einst hier stand, sind nur noch
Ruinen übriggeblieben. Und in der oberen Reihe in der Mitte ein für die
ostpreußischen Städte besonders typisches Bild: Gräser und Buschwerk, das
über den Ruinen wächst (Für die Einwohner von Passenheim: es ist das
Ruinenfeld Keber, Grönbek bis einschließlich Schwidder, links Stallungen von
Kaufmann Koschorrek). Das Bild rechts oben zeigt das Evangelische
Gemeindehaus (mit den Ruinen der Grundstücke von Both, Schenklun und
Krause). 

Wie es heute in Passenheim aussieht, davon erzählt ein Landsmann in einem
Bericht, den wir auf Seite 10 dieser Folge veröffentlichen. 

Seite 3   Der freie Bauer... Chaos in den landwirtschaftlichen
Genossenschaften in Polen 
Der von der polnischen Regierung jetzt bezogene Standpunkt, dass
unproduktive landwirtschaftliche Genossenschaften aufgelöst werden sollen
und niemand mehr gezwungen werden darf, in solche Kolchosen einzutreten oder
in ihnen zu verbleiben, hat bereits zu einem Chaos in der staatlichen
Ankaufplanung von Lebensmitteln geführt. In beinahe allen Genossenschaften
machen sich bereits Auflösungserscheinungen bemerkbar. Zum Teil treten die
Bauern ohne Genehmigung der Generalversammlung aus, verteilen untereinander
das eingebrachte oder ihnen vom Staat überlassene Land, verkaufen
genossenschaftliches Eigentum und sind bemüht, ihren Teil der Ernte zu
retten. Der Staat ist zurzeit nicht in der Lage, mit energischen Maßnahmen
durchzugreifen und beschränkt sich auf laufende Appelle an die Bürgerpflicht
der Bauern und mit dringlichen Hinweisen darauf, dass die Versorgung der
gesamten Bevölkerung durch dieses Vorgehen empfindlich gestört wird. Als
Stützen des Staates bewähren sich zurzeit die freien Bauern, die noch immer
den weitaus größten Teil des Ackerlandes bewirtschaften und darauf hoffen,
jetzt endlich, in Ruhe gelassen zu werden. 

Die polnische Regierung hat verfügt, dass die bisher den sogenannten
Maschinen-Traktoren-Stationen zugeteilten Landmaschinen ab sofort an
Einzelbauern, landwirtschaftliche Genossenschaften, bäuerliche
Maschinengemeinschaften usw. zu verkaufen und die MTS selbst aufzulösen
sind. Auch etwa vorhandene Pferde und Einrichtungsgegenstände sind
abzugeben. In der Begründung für diese für einen sozialistischen Staat
sensationelle Maßnahme wird angegeben, dass man damit den Forderungen der
Bauern nachkomme, die vor kurzem die Auflösung der MTS und den Verkauf ihrer
Maschinen gefordert haben. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass die
landwirtschaftlichen Maschinen, die die Bauern selbst besitzen, besser
ausgenutzt werden. 

Seite 3   „Rußkis raus!" In Allenstein demonstrierte die Jugend 
Nach einem Bericht von „Expreß Wieczorny" setzten in Bromberg Studenten und
junge Arbeiter das Rundfunkgebäude in Brand und schlugen dann die anrückende
Polizei und Feuerwehr in die Flucht. 

In Allenstein haben nach einem Bericht der Zeitung „Glos Olsztynski" Schüler
gegen die Sowjetunion und ihr Vorgehen in Ungarn demonstriert. In einer
Resolution forderten sie die Umbenennung des Allensteiner „Platzes der Roten
Armee" in „Platz der ungarischen Revolution". Sie riefen: „Nieder mit der
sowjetisch-polnischen Freundschaft" und bezeichneten die Russen als „Rußkis"
und „Sowjetkis". 

Seite 3   Die gesamte Maisernte verdorben 
Nach einem Bericht der in Allenstein erscheinenden Zeitung „Glos Olsztynski"
waren in dem unter polnischer Verwaltung stehenden Teil Ostpreußens bis zum
20. Oktober auf den zu Kolchosen gehörenden Kartoffeläckern von 4484 ha
lediglich von 1471 ha Kartoffeln eingebracht worden, dies sind kaum 32,8
Prozent. Ebenso schleppend verlaufen auch die anderen Herbstarbeiten auf den
Kolchosen in Ostpreußen. So sind erst 26,4 Prozent des Ackerlandes
umgepflügt worden. Auch geht der Ausdrusch nur sehr langsam vor sich, denn
erst 25,4 Prozent des Getreides sind auf den Kolchosen gedroschen worden.
Ebenso wird über die verspätete Maisernte geklagt. Auf vielen Kolchosen ist
die gesamte Maisernte verdorben, da der Mais zu lang auf den Feldern blieb. 

Die Zeitung weist darauf hin, dass im Bereich des staatlichen
Maschinenzentrums Mühlhausen im Kreis Preußisch-Holland auf neunzehn
Kolchosen, die insgesamt 3462 ha Land bewirtschaften, wovon 120 ha auf
Kartoffeläcker entfallen, bis zum 20. Oktober Kartoffeln erst von acht
Hektar eingebracht worden waren; von den für Wintergetreide bestimmten
Ackerböden waren lediglich 190 Hektar (13 Prozent) besät und 49 Hektar nur
gepflügt. 

Seite 3   Goldap wurde nach 1945 „mutwillig zerstört". Sogar das Pflaster
herausgerissen 
Die Zeitung „Zycie Warszawy (Warschauer Leben) bringt einen Bericht über
„die immer schneller fortschreitende Vernichtung der Städte" in der
„Woiwodschaft Bialystok", zu der u. a. auch Stadt und Landkreis Goldap
(Ostpreußen) geschlagen wurden. Über die Stadt Goldap selbst heißt es, dass
dort sogar das Pflaster herausgerissen und die Steine nach Bialystok
verbracht worden waren. „Ich erinnere mich dagegen noch an das Goldap, wie
es vor fünf Jahren aussah", fügt der polnische Berichterstatter hinzu: „Zwar
war es auch damals bereits mutwillig zerstört, aber es steckte doch immer
noch voller Dynamik und war durchaus zum Wiederaufbau geeignet“. 

Über die Verhältnisse auf dem flachen Lande heißt es in dem Bericht weiter,
dass in der „Woiwodschaft Bialystok" 4000 Bauernwirtschaften „vollständig
ruiniert" wurden, 8000 Gehöfte „produzieren nicht mehr für den Markt,
sondern nur noch für den Eigenbedarf der Bewohner", und weitere 5000
bäuerliche Wirtschaften „sind so stark verfallen, dass viel hineingesteckt
werden müsste, um sie rentabel zu gestalten".

Seite 4   Eden am Ende? Weltpolitisches Geschehen — kurz beleuchtet 
Nach dem schweren Fehlschlage der sogenannten „starken" Politik Sir Anthony
Edens in Ägypten hatten maßgebliche amerikanische Zeitungen — darunter die
berühmte „Time" — in ironischen Artikeln geschrieben, es werde sie gar nicht
wundern, wenn der jetzige britische Ministerpräsident nach altem englischem
Brauch in einigen Tagen von seinen Freunden den „Rat" erhalte, einen langen
Erholungsurlaub anzutreten, aus dem er dann vielleicht gar nicht wieder ins
Amt zurückkehre. Kaum waren die betreffenden Blätter mit Luftpost in England
eingetroffen, als tatsächlich der Lordsiegelbewahrer Butler dem Unterhaus
mitteilte, Eden sei wegen schwerer nervöser Überlastung erst einmal
krankgeschrieben und müsse auf den Rat seiner Ärzte geraume Zeit mit der
Arbeit aussetzen. Wichtigste Entscheidungen habe sich Eden allerdings
vorbehalten, aber im Übrigen werde er — der Siegelbewahrer und frühere
Schatzkanzler — die Stellvertretung übernehmen. Wann Edens Gesundheit
wiederhergestellt sei, könne man noch nicht sagen. 

Es versteht sich, dass nach dieser überraschenden Erklärung sowohl in
England als auch in der ganzen westlichen Welt die Frage gestellt wurde, ob
es sich hier am Ende nicht doch um eine „politische" Krankheit handle. Die
Londoner Minister haben dazu erklärt, dass das nicht zutreffe. Eden sei
tatsächlich am Rande seiner Kräfte und habe in den erregten letzten Wochen
kaum eine Stunde Schlaf gefunden. Man braucht diese Versicherung nicht
anzuzweifeln, zumal bekannt ist, dass es schon vor der Ägyptenkrise mit der
Gesundheit Edens nicht zum Besten bestellt war. Er hat in den letzten Jahren
drei schwere Operationen durchgemacht und hat vor einiger Zeit auch am
Krankenbett seiner Frau einen bedenklichen Schwächeanfall erlitten. Sein
betont straffes Auftreten konnte seine Freunde nicht darüber hinwegtäuschen,
dass es ihm gesundheitlich nicht gut geht. Dass aber auch diese natürliche
Krankheit einen hochpolitischen Hintergrund hat und durch die politische
Beanspruchung des Ministerpräsidenten noch verschärft wurde, kann niemand
leugnen. 

Es mag sein, dass Eden noch einmal in sein Amt zurückkehrt, aber auch in
konservativen Kreisen gibt es viele Parteifreunde, die mit einer langen
weiteren Amtsführung kaum rechnen. Dass Edens und Mollets Politik im Nahen
Osten ein glatter Fehlschlag, ja eine Katastrophe war, weiß auch in England
heute jedes Kind. Es hat überhaupt kein guter Stern über der
Ministerpräsidentschaft Edens gestanden; auch in anderer Beziehung wirft man
ihm Fehler und schwerwiegende Unterlassungen vor. 

Wie Ungarn ausgebeutet wurde 
Über die schamlose wirtschaftliche Ausplünderung Ungarns durch die Sowjets
werden jetzt von ersten Wirtschaftssachverständigen eindrucksvolle
Darstellungen veröffentlicht. Neutrale Schweizer und holländische Experten
weisen an einer Fülle von Zahlen und Zusammenstellungen nach, wie stark
Ungarn bis heute von den sowjetischen Machthabern gerade auch auf
wirtschaftlichem Gebiet unterjocht und entrechtet wurde. Es sei bezeichnend
genug, dass der neue Ministerpräsident Kadar als Trabant Moskaus selbst
zugegeben hat, dass alle Handelsverträge, die zwischen den roten Machthabern
in Budapest und in der Sowjetunion abgeschlossen wurden, streng geheim
blieben. Man wollte dem ungarischen Volk nicht gestehen, dass Ungarn weit
über seine Leistungsfähigkeit hinaus zu Tributleistungen herangezogen wurde.
Ungarn musste bis zum Oktober dieses Jahres weit mehr als siebzig Prozent
aller seiner Exportgüter den Russen liefern, wobei diese ganz willkürlich
die Preise festsetzten, die in den meisten Fällen auch nicht annähernd dem
Wert entsprachen. Ungarn hatte zum Beispiel seine gesamte Uranerzeugung
ebenso an die Russen zu liefern, wie das auch die Sowjetzone tun muss. Zu
Spottpreisen ließen sich die Russen auch alle Rohstoffe für Aluminium aus
den bedeutenden Gruben zwischen Budapest und dem Plattensee schicken. Wenn
die Ungarn selbst Aluminium brauchten, mussten sie die Fertigerzeugnisse zu
Höchstpreisen bei den Sowjets einkaufen. Auch die gesamte Eisen- und
Stahlindustrie, die in Ungarn nach dem Kriege aufgebaut wurde, hatte zu
Moskauer Preisen die Sowjetunion zu beliefern. Während die Ausfuhrquoten und
die Arbeitsnormen dauernd stiegen, blieben die Löhne auf einem unerhörten
Tiefstand. Die Sowjets nahmen niemals darauf Rücksicht, dass Ungarn noch bis
1945 im Wesentlichen von seiner agrarischen Erzeugung leben musste. Die
Ernteergebnisse lagen infolge der großen Misswirtschaft bei den Kolchosen
ganz erheblich unter denen der Vorkriegszeit. Während im freien Ungarn die
ältere Industrie sinnvoll auf die Agrarerzeugung abgestellt wurde, befahlen
nach 1945 die Russen eine völlig einseitige und sehr kostspielige Umstellung
auf die Schwerindustrie. Chronist

Seite 4   Tatarenregime in Ungarn. Ein furchtbarer Winter erwartet das
gequälte Volk 
Die letzten neutralen Korrespondenten, die in diesen Tagen unter ungeheuren
Schwierigkeiten aus Ungarn nach der Schweiz und anderen Ländern
zurückkehrten, richten an die ganze Welt den ernsten Appell, sich über die
furchtbare Lage klar zu werden, in der sich das ungarische Volk nach dem
Ende der eigentlichen Aufstandsbewegung befindet. Als die letzten
Presseberichterstatter Budapest und Westungarn verließen, rückten dort
bereits sowjetische Infanterie-Einheiten ein, die offenkundig dazu bestimmt
sind, das rein sowjetische Militärregime der Rache und Vergeltung
abzusichern. Es wird immer wieder darauf hingewiesen, dass eine eigentliche
ungarische Staatsorganisation — auch unter kommunistischen Vorzeichen — in
diesem Lande nicht mehr existiert. Das sogenannte Regime Kadar verfügt über
nichts, was einer wirklichen Verwaltung und einem echten ungarischen
Polizeiapparat gleichsieht. 

Bezeichnend ist schon die Tatsache, dass die Sowjets auch den noch
vorhandenen ungarischen Polizisten so gut wie alle Waffen abgenommen haben,
und dass sie auch den wenigen ungarischen Soldaten, die unter strengster
russischer Aufsicht Dienst tun und die immerhin noch als verlässliche
Anhänger des Regimes gelten, nicht trauen. In der Vergangenheit haben sich
die Sowjets meist auf die rein militärische Besetzung beschränkt und die
zivile Verwaltung einheimischen gefügigen Kommunisten überlassen, heute gibt
es offenbar in vielen Orten niemanden mehr, der als Beauftragter der Sowjets
eine sogenannte ungarische Verwaltung leiten will. 

Grauenvolle Bilder 
Von den Zerstörungen, die in Budapest und in vielen anderen Orten
angerichtet worden sind, kann sich der Westen an Hand der bisher
bekanntgewordenen Bilder überhaupt keine Vorstellung machen. Neutrale
Korrespondenten betonen, dass es in Budapest ganze Straßenzüge gibt, in
denen nicht nur die Straßendecke völlig zerstört ist, sondern in denen man
auch kein einziges bewohnbares Haus mehr antrifft. Vor den wenigen
Lebensmittelgeschäften stauen sich riesige Schlangen abgehärmter Menschen.
Die Not schreit zum Himmel. 

Welche Gefahren der unglücklichen Bevölkerung in den nächsten Monaten
drohen, das zeigen einige Meldungen, die sogar der rote Regierungssender
bekanntgab. Er wies darauf hin, dass es überall an Milch für die Kinder, an
jeder Art von Seife, Desinfektionsmitteln und ähnlichem fehlt. Es wurde
zugegeben, dass in Budapest und im Bezirk von Debreczen eine
Kinderlähmungsepidemie ausgebrochen ist. Auch die Fälle von Gelbsucht häufen
sich. Viele der größten Krankenhäuser in Budapest und in anderen Städten
sind durch die Kämpfe so stark beschädigt worden, dass sie mindestens
monatelang nicht gebraucht werden können. Obwohl die Sowjets und andere
Ostblockstaaten viel Propaganda mit den von ihnen angeblich bereitgestellten
Lebensmittel- und Kohlenspenden machen, ist von diesen Sendungen in den
Städten nichts zu spüren. Die Bevölkerung lehnt nach wie vor jedes Gespräch
mit den Russen ab. Als in den letzten Tagen der erste schärfere Frost in
Budapest herrschte, war das Leben für die hungernde und frierende
Bevölkerung in den halbzerstörten Wohnungen und Notquartieren kaum noch
auszuhalten. Man muss sich völlig darüber im Klaren sein, dass sich hier ein
ganzes Volk von vielen Millionen in unmittelbarster Lebensgefahr befindet.
Unsagbare Entbehrungen haben die Menschen heroisch ertragen, aber da der
ganze Versorgungsapparat zum Stillstand gekommen ist, muss, wenn nicht im
größten Stil Hilfe gebracht wird, mit vielen Todesfällen gerechnet werden. 

Was tut der Westen? 
Die Sowjets sind offenbar entschlossen, hier ein eigenes Militärregime zu
schaffen, das sich nur mit dem Schreckensystem der Tataren vergleichen
lässt. Niemand weiß, wieviel Verhaftungen und Verbannungen bereits erfolgt
sind, und niemand weiß, wen die rote Geheimpolizei in den nächsten Tagen
noch abholen wird. Es ist kein Wunder, dass die Zahl der Flüchtlinge aus der
ungarischen Hölle ständig weiterwächst, obwohl schon Anfang dieser Woche
mehr als 90 000 Ungarn trotz aller Gefahren und Verbote die Grenze nach
Österreich überschritten hatten. Es wird höchste Zeit, dass sich alle
Mitgliedstaaten der UNO bewusst werden, dass diese Last nicht allein von den
Österreichern getragen werden kann. Diese hatten ursprünglich Unterkünfte
für etwa zehntausend Flüchtlinge geschaffen, heute muss mehr als das
Siebenfache berücksichtigt werden. Es muss erwartet werden, dass die
Vereinten Nationen es nicht bei Almosen bewenden lassen. Wenn die
verzweifelten Ungarn, die heute ohne jede Habe nach dem Westen kommen,
erfahren müssten, dass man ihrer Notlage nicht vollkommen gerecht wird, und
es nur bei wortreichen Versicherungen und gelegentlichen Spenden bewenden
lässt, dann wird das Ansehen des neuen Völkerbundes völlig verspielt. 

Seite 4   Wortbrüche und Menschenjagd 
Dass der Bolschewismus samt seinen Trabanten in Ungarn nicht davor
zurückschreckt, auch feierlich gegebene Worte und Zusagen gegenüber einer
angeblich doch befreundeten Macht zu brechen und die Praxis der Einzel- und
Massenverschleppungen anzuwenden, wo ihm das in den Kram passt, hat die
ganze Welt in diesen Tagen wieder erfahren. Man hatte Jugoslawien zugesagt,
dass dem früheren Ministerpräsidenten Nagy - einem Altkommunisten — nichts
geschehen würde, wenn er seinen Zufluchtsort in der jugoslawischen Botschaft
von Budapest verlasse. Das gleiche war anderen geflüchteten Ministern
zugestanden worden. Als Nagy und seine Freunde diesem Wort glaubten, wurden
sie auf der Straße sofort von Sowjet-Panzerkommandos umzingelt und
verschleppt, anscheinend nach der Sowjetunion. Wie lendenlahm wirkt da die
Erklärung der roten Satrapen Kadar, man habe Nagy als freien Mann vor einer
„Ermordung durch Konterrevolutionäre in Sicherheit bringen müssen". Die
vereinigten ungarischen Arbeiterräte haben sofort geantwortet, dass es sich
hier nicht nur um einen Wortbruch, sondern auch um ein schweres Verbrechen
handle. Die Hoffnung Moskaus, durch diesen ungeheuerlichen Streich die
Widerstandskraft der ungarischen Arbeiterschaft vollends zu brechen, hat
sich als trügerisch erwiesen. 

Es passt in das Bild der infamen Terrorherrschaft und Unterdrückung der
Ungarn durch die Sowjets, dass auf höheren Befehl Sowjetschützen auch viele
der unglücklichen Flüchtlinge noch vor dem Erreichen der rettenden
österreichischen Grenze niederknallten und dass einzelne dieser
Menschenjäger sogar noch feuernd auf das Gebiet eines neutralen Landes
vordrangen. Von dem Ausmaß der entsetzlichen Verfolgungen und Racheaktionen
kündet das ungeheure Anwachsen der Flüchtlingszahlen, zeugt eine Not, die
kaum noch zu beschreiben ist. Wie müssen die roten Mörder und Sklavenhalter
wüten, wenn verzweifelte Menschen sich in die eiskalten Grenzflüsse werfen,
um doch noch ein rettendes Ufer zu erreichen! Die Fratze des Sowjetsystems
hat sich wieder in ihrer ganzen Grässlichkeit enthüllt.

Seite 4   Durch Internierung in Dänemark kein Verlust von
Versicherungsrenten. Ruhegeld aus der Angestelltenversicherung zugesprochen
Voraussetzung für die Gewährung der Invalidenrente oder des Ruhegeldes aus
der gesetzlichen Rentenversicherung nach der Reichsversicherungsordnung ist
der Nachweis der Invalidität oder der Berufsunfähigkeit, sowie die Erfüllung
der Wartezeit und die Aufrechterhaltung der Anwartschaft. Die Wartezeit ist
erfüllt, wenn der Arbeitnehmer zur gesetzlichen Rentenversicherung
mindestens 60 Monate Beiträge geleistet hat. Als Ersatzzeiten gelten unter
anderem der Wehrdienst und die Kriegsgefangenschaft. Nach dem Gesetz über
Hilfsmaßnahmen für Heimkehrer und des entsprechenden Ergänzungsgesetzes
können die Ersatzzeiten für diesen Personenkreis nur angerechnet werden,
wenn die Heimkehrereigenschaft nachgewiesen ist. Als Heimkehrer gelten im
Sinne dieses Gesetzes nicht nur Kriegsgefangene, sondern auch Deutsche, die
wegen ihrer Volkszugehörigkeit oder Staatsangehörigkeit oder in ursächlichem
Zusammenhang mit den Kriegsereignissen außerhalb des Bundesgebietes
interniert oder in ein ausländisches Staatsgebiet verschleppt waren, nach
dem 08.05.1945 entlassen wurden und innerhalb von zwei Monaten nach der
Entlassung im Bundesgebiet oder im Land Berlin ständigen Aufenthalt genommen
haben. In den Verwaltungsvorschriften zum Heimkehrergesetz wurde
festgestellt, dass die Unterbringung von Ausgewiesenen in ausländischem
Gewahrsam zum Zwecke ihres Abtransportes keine Internierung darstelle,
unbeschadet der Dauer ihres Aufenthaltes. Das gleiche gelte für die
Unterbringung von Deutschen in Lagern im Ausland, soweit sie vor dem
anrückenden Feind geflohen waren, so zum Beispiel aus den ostdeutschen
Gebieten in die skandinavischen Länder und nach Dänemark. 

Die nach der Entlassung aus der Internierung in Dänemark in Südwürttemberg
wohnhafte Klägerin hatte wegen eingetretener Berufsunfähigkeit bei der
zuständigen Landesversicherungsanstalt Württemberg die
Angestelltenversicherungsrente beantragt. Eine im Jahre 1952 durchgeführte
Untersuchung ergab das Vorhandensein der Berufsunfähigkeit. Die
Landesversicherungsanstalt lehnte aber die Gewährung einer Rente ab, weil
die Wartezeit nicht erfüllt sei und die Zeiten, in denen die Klägerin in
Dänemark interniert war, nach den Verwaltungsvorschriften zum
Heimkehrergesetz nicht angerechnet werden können, da die Unterbringung von
Deutschen in Lagern in Dänemark keine Internierung darstelle. 

Die gegen diesen ablehnenden Bescheid beim Sozialgericht erhobene Klage
wurde im Jahre 1955 aus den gleichen Gründen abgewiesen. 

Gegen dieses Urteil legte die Klägerin Berufung beim Landessozialgericht in
Stuttgart ein. Diese Berufung wurde nun durch ein Anerkenntnis der in Sachen
der Angestelltenversicherung nunmehr zuständigen Bundesversicherungsanstalt
für Angestellte zu Gunsten der Klägerin entschieden. 

Nach einem grundsätzlichen Urteil des Landessozialgerichts Celle vom
29.02.1956 gilt die Internierungszeit in Dänemark als Ersatzzeit für
Versicherte der Invaliden- und Angestelltenversicherung. Nach diesem Urteil
wurde festgestellt, dass die Klägerin zu dem in Paragraph 1 Absatz 3 des
Heimkehrergesetzes bezeichneten Personenkreis gehört. Danach gelten als
Heimkehrer auch Deutsche, die in Dänemark in Gewahrsam als Flüchtlinge
gehalten wurden. Das Gericht führte hierzu aus: Die Klägerin hat
unfreiwillig im Lager Oxböl Aufenthalt nehmen müssen und zwar seit der
Kapitulation im Mai 1945. Es ist gerichtsbekannt, dass die in diesem Lager
Untergebrachten, aus Ost- und Westpreußen geflohenen Deutschen von Dänen
bewacht wurden und dass das Lager einem dänischen Kommandanten unterstellt
war. Die Klägerin gehört daher sicher zum Personenkreis der Heimkehrer, so
dass das Heimkehrergesetz auf sie anzuwenden ist. Danach sind die Zeiten der
Internierung als Ersatzzeiten für die Erfüllung der Wartezeit und die
Erhaltung der Anwartschaft der gesetzlichen Renten, der Arbeiter- und der
Angestelltenversicherung anzurechnen. 

Auf Grund dieses Urteils, dem auf dem Gebiet der gesetzlichen
Rentenversicherung grundsätzliche Bedeutung beigemessen werden muss, hat die
Bundesversicherungsanstalt für Angestellte nunmehr die Internierung in
Dänemark als Ersatzzeit anerkannt und der Klägerin die ihr zustehende
Sozialversicherungsrente rückwirkend gewährt. Dr. Hans Georg Siegler

Seite 4   Der nächste CDU-Bundesparteitag soll Mitte Mai in Hamburg
stattfinden. Auf diesem Parteitag will die Partei des Kanzlers ihr
Wahlprogramm beschließen. 

Seite 4   Die Zahl der Arbeitnehmer im Bundesgebiet hat im dritten
Vierteljahr 1956 erstmals die 19-Millionen-Grenze überschritten. Es gab Ende
September 12,6 Millionen Männer und 6,4 Millionen Frauen, die Arbeitnehmer
waren. Seit der Währungsreform hat sich die Zahl der Beschäftigten um über
4,75 Millionen erhöht.

Seite 4   Bekenntnis zur Hauptstadt Berlin. Baldige Obersiedlung der
Bundesministerien gefordert. 
Es ist bekannt, dass sehr hochstehende Bonner Regierungsinstanzen gegen die
Durchführung der letzten Berliner Tagung des Kuratoriums „Unteilbares
Deutschland" sowohl hinsichtlich des Tagungsortes wie auch des Zeitpunktes
im Kabinett ernsthafte Einwände erhoben hatten. Das Kuratorium hat sich
hiervon jedoch nicht beeinflussen lassen und man muss feststellen, dass
gerade auf dieser Tagung sehr wichtige Entschließungen gefasst worden sind.
Dass man sich einstimmig auf sie einigte, verdient besondere Beachtung. 

Das Kuratorium hat sich zum Sprecher aller Deutschen gemacht, als es
forderte, dass sämtliche Organe der Bundesrepublik, alle Bundesministerien
und sonstige Einrichtungen alsbald nach der alten Reichshauptstadt zu
verlegen sind. In Bonn verbleiben sollten nur einzelne Bundesbehörden, die
dort aus zwingenden Gründen verbleiben müssten. Man hat ferner einmütig den
sofortigen Wiederaufbau des alten Reichstagsgebäudes, den Bau eines neuen
Parlaments in Berlin verlangt und den Verbänden und Organisationen, die auf
Bundesebene arbeiten, nahegelegt, ebenfalls ihren Sitz nach Berlin zu
verlegen. Die Abgeordneten Buccrius (CDU) und Brandt (SPD) betonten in
mahnenden Worten, dass Berlin Hauptstadt werden müsse, noch bevor die
Wiedervereinigung erfolgt sei. Brandt sagte ausdrücklich, Bequemlichkeit und
unzutreffende Bedenken der Alliierten dürften kein Maßstab für eine
nationalpolitische Entscheidung sein. 

Ebenso beachtlich ist die Tatsache, dass das Kuratorium sich nicht nur mit
den ungarischen Freiheitskämpfern solidarisch erklärte, sondern zugleich
auch betonte, die deutsche Wiedervereinigungspolitik der vergangenen Jahre
bedürfe einer Überprüfung. Die Großmächte wurden aufgefordert, ein
Sicherheitssystem auf der Basis eines wiedervereinigten Deutschland und des
Selbstbestimmungsrechts der Völker auszuarbeiten. Minister Kaiser erklärte,
die Wiedervereinigung werde sich nicht als ein Anschluss, sondern als ein
Zusammenschluss der Deutschen vollziehen. Die Deutschen in der sowjetisch
besetzten Zone seien nicht nur Nehmende, sondern auch Gebende. 

Das Kuratorium forderte abermals alle Kultusminister auf, im Schulunterricht
die Fragen der Wiedervereinigung und die Pflege der Kulturtradition Ost- und
Mitteldeutschlands und des Heimatrechts ausreichend zu berücksichtigen.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/05 19:34:43
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 5   „Wenn doch mal Land ein Landsmann käme …“ Wir besuchen alte und
einsame ostpreußische Landsleute. Das Nötigste ist nicht das Essen und das
Unterkommen, das Nötigste ist ein bisschen Wärme und ein bisschen Liebe.
Foto: Die einzige Freude für den einsamen siebzigjährigen Bauern aus dem
Kreis Memel ist die Unterhaltung mit dem Wellensittich in der Küche seiner
Wirtsleute. Seine blinde Frau wird mit den beiden Töchtern noch in der
Heimat zurückgehalten. Landsmann G. wurde vor einem Jahr aus einem
russischen Arbeitslager nach dem Westen entlassen.

Foto: So feierte die siebzigjährige Frau S. — sie stammt aus dem Samland —
im vorigen Jahr in einem Ort am Bodensee das Weihnachtsfest, allein mit
einem Weihnachtsbaum und ihrer Katze.

Foto: Auf dieser kleinen elektrischen Kochplatte bereitet Landsmann B. sich
selbst seine Mahlzeiten. In einem Männerlager wohnt er zusammen mit drei
anderen Alleinstehenden m einem Raum. Frau und Tochter hat er nach dem
letzten Krieg nicht mehr wiedergesehen; sie sind in der Heimat an
Entkräftung gestorben. Weihnachten wird der Sechsundsechzigjährige allein
sein mit seinen Erinnerungen.

Der erste Advent steht vor der Tür. Für die Kinder beginnt jetzt die
schönste Zeit im Jahreslauf, die der Vorfreude auf Weihnachten. Auch für die
Großen,  die sich noch etwas von dem alten Kinderglauben in ihrem Herzen
bewahren konnten, sind diese Tage von einem geheimen Zauber erfüllt. Durch
unsere Wohnungen zieht der süße Duft von Marzipan und heimatlichem
Pfefferkuchen. Pakete werden gepackt, machen weite Reisen zu Landsleuten in
der Ferne, die oft noch in bitterer Not leben müssen – auch sie sollen
teilhaben an diesem schönsten Fest des Jahres. Wir wollen anderen Freude
machen, wollen schenken -, und wir spüren wieder einmal, dass die Gebenden
die eigentlich Beschenkten sind.

Landsleute werden zusammenkommen in Stadt und Land, werden bei Kerzenschein
zusammensitzen und in besinnlichen Gesprächen der Heimat gedenken. Den
Kindern werden wir bunte Teller und kleine Gaben auf den Tisch legen, und
wir werden uns an unsere eigenen Kindertage zu Hause erinnern. Die meisten
von uns haben heute wieder ein neues Zuhause, eine Wohnung, eine Familie,
einen Freundeskreis. Haben wir aber schon einmal daran gedacht, dass es
hier, mitten unter uns, noch viele, viele Landsleute gibt, die allein sind,
die nicht teilhaben an unserer Gemeinsamkeit, die abseits stehen müssen in
einer Zeit, da die anderen eng zusammenrücken zu Freude und Feier?

Kommen Sie heute einmal mit uns. Wir wollen gemeinsam einige dieser
Landsleute aufsuchen, die sich selbst für vergessen halten. Es ist nicht
leicht, sie zu finden. Sie kommen nicht von selbst, sie klagen nicht, sie
beschweren sich kaum über ihr bitteres Los. Gerade darum aber müssen wir die
Alten und Einsamen mit einbeziehen in unsere Festesfreude, wenn uns
Weihnachten mehr bedeutet als eine Reihe von Festtagen mit gutem Essen und
einem reich gedeckten Gabentisch. 

„Sie wollen wirklich zu mir?" 
Nicht weit von den lichtdurchfluteten Geschäftsstraßen der großen Stadt
liegt das Lager. Dunkle Gebäude mit kleinen Fenstern und dicken Mauern,
einst als Truppenunterkünfte errichtet, stehen rings um einen großen freien
Platz. Der eisige Wind ist hier draußen schärfer als in den eng bebauten
Straßen. Die Novemberkälte dringt durch bis auf die Haut. Der Pförtner am
Lagertor zeigt uns den Weg. Spärlicher Lichtschein liegt über den kahlen
Gängen, von denen viele Türen abgehn. 

„Sie wollen wirklich zu mir?" Ungläubiges Staunen liegt auf dem schmalen
Gesicht der Frau die uns in ihr Stübchen bittet. Stübchen? Nein, das ist
höchstens eine Zelle. Ein weißgekalkter hoher Raum mit einem winzigen
Fensterchen, eigentlich nur einer Luftklappe, hoch oben unter der Decke. Ein
Bett, ein Tisch, zwei Stühle, einige kleine Regale, die sich bei näherem
Hinsehen als verkleidete Apfelsinenkisten entpuppen. Kleine Decken und
Vorhänge aus billigem, buntem Stoff, grüne Zweige in einfachen Gefäßen,
ausgeschnittene Kalenderbilder an der Wand zeigen einen rührenden Versuch,
aus diesem kahlen Raum so etwas wie ein Zuhause zu machen. Wie
entschuldigend meint die einsame Frau: „Sehen Sie, dass habe ich alles nur
für mich selbst ein bisschen nett gemacht, so gut ich‘s konnte. Es kommt ja
sonst niemand zu mir“. 

Nachdem die anfängliche Scheu überwunden ist, beginnt Frau F. zu erzählen.
Sie ist im Samland aufgewachsen und lebte nach ihrer Heirat in Königsberg.
Die Ehe blieb kinderlos. Ihre Mutter starb auf der Flucht, sie wurde noch in
der Heimat begraben. Frau F. wurde zunächst in Danzig zurückgehalten, kam
später über viele Umwege in die sowjetisch besetzte Zone. Nach langem,
vergeblichem Suchen bekam sie über den Suchdienst die Anschrift ihres
Mannes. Das ersehnte Wiedersehen brachte eine bittere Enttäuschung; in den
langen Jahren der Trennung waren die Eheleute einander fremd geworden. So
blieb Frau F. wieder allein. Sie wurde krank und arbeitsunfähig und wurde in
das Lager eingewiesen, in dem sie heute noch lebt. 

Aber diese tapfere Frau ließ sich nicht unterkriegen. Sie half im Lager beim
Saubermachen, später bekam sie noch eine Büroreinigung dazu. Als
„Anerkennung" für ihren Fleiß wurde Frau F. die ehemalige Haftzelle als
Einzelzimmer zugewiesen. Ihr Tag beginnt, wenn alle anderen noch schlafen, —
jeden Morgen um 2.30 Uhr. Nun ist sie nicht mehr auf Unterstützung
angewiesen, an Anschaffungen und an ein Zimmer außerhalb des Lagers ist
allerdings vorläufig nicht zu denken. Kein Wort der Klage kommt über die
Lippen der Sechzigjährigen; noch hat sie das Hoffen nicht verlernt. „Wenn
nur das Alleinsein nicht wäre", meint sie leise. „Das ist das Schlimmste;
wenn die Gedanken kommen. Am Sonntag und an den Festtagen, da bleibe ich am
liebsten in meinen vier Wänden. Draußen auf der Straße, zwischen den vielen
gutangezogenen Menschen, die zusammen spazieren gehen, da komme ich mir
immer so verlassen vor. Lieber gehe ich am Abend nach draußen, wenn es
dunkel ist. Dann sieht mich keiner, und dann habe ich die Sterne und das
Wasser, da kann ich mir einbilden, ich wäre wieder zu Hause, in Königsberg“.
 
Strickjacke aus Zuckersäcken 
Einer Siebzigjährigen aus dem Kreise Insterburg galt unser nächster Besuch.
Sie lebt im gleichen Lager, in einem Raum mit zwei anderen Frauen. Von den
77 Mark, die sie monatlich von der Fürsorge bekommt, gehen 7,50 DM als Miete
ab. Das Essen bereitet sie sich auf der gemeinsamen Kochstelle. Ihre
Strickjacke ist aus aufgetrennten Zuckersäcken selbst gearbeitet. Diese Frau
hat keine Angehörigen mehr, sie ist krank, oft lange Zeit bettlägerig. Sie
hat alle Hoffnungen aufgegeben, ist scheu, verschlossen und misstrauisch
ihrer Umwelt gegenüber. Auch sie könnte vielleicht wieder etwas Freude am
Leben finden, wenn ab und zu einmal ein Brief, eine Karte, ein Päckchen oder
aber ein kurzer Besuch ihr ödes Dasein etwas erhellen würden. Das gemeinsame
Leben auf einer Stube im Lager schafft keine Bindungen. Diese Menschen sind
Tag für Tag im gleichen Raum zusammen, jeder hat seine kleinen Eigenheiten,
— viele von uns wissen aus der Zeit der schlimmsten Wohnungsnot, wie sich
schon die gemeinsame Benutzung einer Küche auswirken kann.
 
Die Erinnerungen ... 
Weit draußen, im Norden der Stadt, finden wir in einem Männerlager unseren
Landsmann B. Ein quadratischer Raum, in jeder Ecke ein Feldbett, ein
schmales Spind daneben, in der Mitte ein Tisch mit vier Stühlen, eine
elektrische Kochplatte, — das ist die Behausung, in der Landsmann B. jetzt
mit drei Zimmergenossen lebt. Der Sechsundsechzigjährige stammt aus dem
Kreis Fischhausen. Er ist Maurer von Beruf, und wenn er gesundheitlich
einigermaßen auf der Höhe ist, dann hat er auch Arbeit. „Erst wollten sie ja
nicht so recht ran, weil ich ihnen zu alt war", erzählt er in seinem breiten
Ostpreußisch, „aber dann haben sie doch gemerkt, dass ich noch ganz gut was
schaffen kann“. Nach seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft hatte er
zunächst noch briefliche Verbindung mit Frau und Tochter, die in Königsberg
zurückgeblieben waren. Später kam keine Antwort mehr von drüben. Landsleute
haben ihm berichtet, dass beide tot sind, wahrscheinlich sind sie an
Entkräftung gestorben. Landsmann B. hat sich damit abgefunden, dass er nun
allein ist. Die Stubengenossen erzählen, dass er sich seine Mahlzeiten immer
selbst zubereitet und ausgezeichnet kocht. 

Und Weihnachten? Landsmann B. hat nun schon einige Male Weihnachten im Lager
verlebt. Zwei der Mitbewohner werden zu Verwandten fahren; so wird er
zusammen mit dem Dritten sich etwas Vernünftiges zu essen machen und einen
Korn dazu trinken. „Einen Weihnachtsbaum oder Tannenzweige oder sowas wollen
wir uns lieber nicht aufbauen", sagt er nachdenklich, „die Erinnerungen sind
auch schon bitter genug, da wird man bloß weich dabei“. Wir spüren, dass die
Härte in diesen Worten nur eine Tarnung ist. Aber das lernt man wohl in
diesen Jahren im Lager, ohne ein richtiges Zuhause. 

Es ist immer das gleiche …
Ein winziger Raum von vielleicht vier Quadratmetern ist von September bis
Mai das Zuhause der Königsbergerin Frau A. Sie verfügt zwar noch über eine
Stube, hat aber nicht genügend Geld, um diese zu heizen. So ist die kleine
Notküche für die Rentnerin der einzige Raum, in dem sie sich aufhalten kann.
115 Mark bekommt sie im Monat; 25 Mark muss sie an Miete bezahlen, zwölf bis
fünfzehn Mark für Heizmaterial. Für das Essen rechnet sie etwa vierzig bis
fünfzig Mark monatlich. Die letzte Woche ist immer die „Gummiwoche", wo
immer alles gestreckt werden muss. Seit Frau A. vor drei Jahren ihren Mann
verloren hat, ist sie viel krank gewesen. „Meine Wirtin ist schon
zweiundsiebzig und selbst nicht gesund, ich kann nicht erwarten, dass sie
sich viel um mich kümmert, wenn es mir nicht gut geht. Und wenn ich dann so
liege, und die Zeit geht und geht nicht voran, dann bin ich manchmal ganz
verzweifelt. Lesen kann ich nicht mehr, die Augen tun nicht mit. So geht
dann ein Tag um den andern dahin, und es ist immer das gleiche. Manchmal
habe ich schon gedacht: wenn doch mal einer von meinen Landsleuten käme. Man
könnte ein bisschen von früher sprechen, von der Heimat, das müsste schön
sein. Aber die Jüngeren, die haben ja alle den Anschluss gefunden, können
arbeiten, zusammensein, lachen. Uns hat man vergessen. Für uns Alte gibt es
eben nichts mehr, als das bisschen Rente, ein Bett zum Schlafen, das Essen,
das Nötigste, was ein Mensch eben braucht. Aber — ich weiß nicht, ob Sie das
verstehen können — das Nötigste ist eben nicht das Essen und das
Unterkommen, das Nötigste ist ein bisschen Wärme und ein bisschen Liebe“.
 
Ruhelos durch die Straßen 
Der Weg ist weit von der kleinen Behausung dieser Frau zu dem
Siedlerhäuschen in einem anderen Stadtteil, in dem der siebzigjährige Bauer
G. aus dem Kreis Memel nach seiner Entlassung aus einem russischen
Arbeitslager ein Zimmer gefunden hat. Am 24. Dezember im vergangenen Jahre
ist Landsmann G. in Friedland angekommen; es war für ihn der zehnte
Weihnachtsabend, den er in einem Lager unter fremden Menschen verbrachte.
Auch er ist allein. Seine erblindete Frau und seine beiden Töchter leben
noch in der Heimat. Bisher waren alle Versuche, sie hierher zu führen,
vergeblich. Äußerlich braucht der anspruchslose Mann keine Not zu leiden;
die Menschen, die ihn aufgenommen haben, sind gut zu ihm. Aber die große
Stadt mit ihren lauten Menschen wird ihm immer fremd bleiben. Ruhelos,
ziellos geht er durch die Straßen, als ob er etwas suche. Hier ist das
Alleinsein härter als in den Lagern in Russland, wo er zusammen war mit
vielen anderen, die das gleiche Schicksal hatten. Stundenlang sitzt er in
der Küche seiner Wirtsleute und spricht mit dem kleinen Wellensittich im
Bauer. Sind die anderen aus dem Haus gegangen, dann schließt er sorgfältig
Fenster und Türen, sieht alle Riegel nach. Er wird wohl niemals ganz die
Angst verlieren, die jahrelang sein Leben beherrschte „Wer ist da?" ruft er
oft jedes Mal, wenn einer der Mitbewohner die Tür aufschließt. „Wer ist da?"
ruft er mitten in der Nacht. Er spricht kaum von zu Hause, aber hinter
seinen kargen Worten steht die Erinnerung an alles, was ihm einmal lieb war:
der Hof, die Felder, das weite Land, seine schönen Pferde. Das Schreiben
liegt ihm nicht; aber seine Gedanken sind immer zu Hause. 

„Meine einzigen Freunde" 
Aus dem Kreis Samland stammt Frau S., die auf der Flucht von ihrer einzigen
Schwester getrennt worden war. Sie selbst wurde an den Bodensee verschlagen,
die Schwester fand Unterkunft in Dithmarschen. Seit Jahren versuchen die
beiden Frauen, die siebzig und zweiundsiebzig Jahre alt sind,
zusammenzukommen, bis jetzt ist es ihnen noch nicht gelungen. Frau S. ist
schwer leidend. Lange Monate hat sie in Krankenhäusern zugebracht. Wir
fanden sie jetzt zu Besuch bei ihrer Schwester in dem kleinen Städtchen an
der Nordsee. Ein zweites Bett wurde in dem winzigen Zimmerchen für die Zeit
des Besuches aufgestellt, und die Schwestern sind glücklich, nach langer
Zeit wieder einmal für ein paar Wochen zusammen zu sein. Frau S. kam gerade
vom Wohnungsamt, — sie war wieder einmal auf später vertröstet worden. So
wird sie wohl zunächst wieder zurückkehren müssen in das kleine Dorf am
Bodensee, wo sie keinen Menschen hat, der zu ihr gehört. Wenn ihre
Gesundheit es zulässt, dann hilft sie in einer Hotelküche dort Kartoffeln
schälen. Dafür bekommt sie dann die Küchenabfälle, die sie regelmäßig an
alle hungrigen Tiere im Ort verteilt. „Das sind meine einzigen Freunde",
sagte sie, „in Ostpreußen waren wir das so gewöhnt, dass die Tiere an allem
teilhatten. Dort unten gehen die Menschen manchmal sehr lieblos mit ihnen
um“.
 
Immer für die anderen 
Unser letzter Besuch galt einer Mutter, die dreizehn Kindern das Leben
geschenkt hat und die jetzt allein in einer norddeutschen Kleinstadt lebt.
Ihre kleine Stube in einem städtischen Heim ist altväterlich-gemütlich
eingerichtet. Beim Eintreten fällt der erste Blick auf die vielen Fotos, die
auf der alten Kommode stehn. Es sind Bilder von ihren neun noch lebenden
Kindern und deren Familien. Die Zweiundsiebzigjährige hat zweiundzwanzig
Enkelkinder, von denen die ältesten schon wieder verlobt sind. Seit ihrer
Kindheit hat Frau T. immer schwer arbeiten müssen. Sie stammt aus dem Kreis
Marienwerder. Ihr Mann, Melker von Beruf, war im Ersten Weltkrieg
verschüttet worden und war nie wieder voll arbeitsfähig. 1939 ist er
gestorben. Frau T. versah seine Stelle mit, auch die Kinder mussten schon
früh helfen. In der Erinnerung muss sie lächeln: „Ich weiß nicht, wie ich es
immer geschafft habe mit den vielen Kindern. Aber wir sind alle satt
geworden, und was wir sonst zum Leben brauchten, haben wir gehabt“. 

Seit Jahren lebt Frau T. nun in diesem Heim. Ihre Rente beträgt 115 DM im
Monat; 7,75 DM gehen für Miete ab, siebzehn DM braucht sie für Heizmaterial.
Für das Essen gibt sie etwa 45 bis 50 DM aus. Was von ihrem Geld
übrigbleibt, das ist für die Kinder und Enkel bestimmt. Die meisten ihrer
Angehörigen leben in der sowjetisch besetzten Zone, zum Teil in dürftigen
Verhältnissen. 

Das ganze Planen und Denken der Großmutter in ihrem kleinen Stübchen dreht
sich um das Wohl und Wehe der Ihren. Erschütternd ist es, in den Briefen die
herzlichen Dankesworte der Kinder und Enkel zu lesen. Fast in jedem Brief
ist eine Bitte zu finden. Da wird ein Kopftuch gebraucht, eine feste Hose
für den Enkel, Zucker fehlt und Fett und vieles, vieles andere. Und Frau T.
sitzt an ihrem Tisch, überlegt und rechnet. Wer braucht die Hilfe am
nötigsten, wohin soll ich das nächste Paket schicken? Im Sommer geht sie
trotz ihres Rheumas mit auf die Felder, um Erbsen und Bohnen zu pflücken und
so noch ein paar Mark zu verdienen. Nicht für sich selbst, nur für die
anderen. „Für einen Enkelsohn hab ich ein Paar Schuhe zu Weihnachten
gekauft. Da hat mir die Tochter jetzt geschrieben, er hat immer nasse Füße.
Da hab ich ihm die Schuhe lieber gleich geschickt, weil er sie doch so nötig
braucht", erzählt sie. 

„Wäre es nicht schön, wenn Sie Weihnachten zu Ihren Kindern fahren könnten?"
fragen wir. „Schön, ja schön wär's schon. Aber für das Reisegeld kann ich
ihnen doch schon wieder etwas schicken, und die meisten brauchen meine Hilfe
so nötig. Da bleib ich schon lieber allein hier. Ich hab ja ihre Briefe“.
 
Was können wir tun? 
Es waren nur wenige unter unseren alten Landsleuten, von denen wir hier
erzählen konnten. Sie leben überall unter uns. Jeder von ihnen hat einmal
ein Zuhause gehabt, eine Familie, Freunde und Bekannte. Müssen sie so allein
sein in ihrem Alter, in einer fremden Umwelt und so oft unter so
bedrückenden Verhältnissen leben? Sollten wir Jüngeren, Gesünderen, die wir
noch mitten im Leben stehen, uns nicht doch ein wenig mehr um sie kümmern?
Es ist nicht damit getan, dass ihre Rente erhöht wird. So wichtig für einen
alten und kranken Menschen ein paar Mark im Monat mehr oder weniger auch
sind, — das Wesentliche wird immer die menschliche Liebe und Anteilnahme
sein, das Gefühl, nicht verlassen und vergessen zu sein im Alter. 

Jeder von uns muss sich überlegen, was er selbst dazu tun kann, um nur einem
von diesen Landsleuten etwas Licht in sein Alter zu bringen. Eine Einladung
zu einer ostpreußischen Familie am Weihnachtsabend, ein Besuch mit einem
kleinen Päckchen, einer Kerze, einem Tannenzweig in der Adventszeit, ein
herzliches Gespräch, ein Brief, — es gibt so viele Möglichkeiten, wenn das
Helfen-wollen aus dem Herzen kommt! Für manche Jugendgruppen ist es schon
zur Selbstverständlichkeit geworden, sich um die Alten zu kümmern. Es ist
schön, die Kinder unserer Landsleute auf den Adventsfeiern zu beschenken,
noch schöner aber ist es, wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, selbst zu
schenken und Kranken und Einsamen etwas Freude zu bringen. 

Was diese Alten brauchen, das ist kein billiges Mitleid, kein demütigendes
Almosen. Was sie wirklich brauchen, ist die Anteilnahme des Herzens. Jeder
von uns, vermag dem anderen, ein Stück Heimat zu sein, wenn er es wirklich
will. Und denken wir auch an das Wort Christi: „Was ihr getan habt einem
dieser meiner Brüder, das habt ihr mir getan“. Ruth Maria Wagner

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/05 19:35:42
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 6   Wert der Freiheit 50 Pfennige! 
Als in diesen Tagen in einem nordhessischen Provinzstädtchen für ungarische
Flüchtlinge gesammelt wurde, spendeten verschiedene Geschäftsleute — fünfzig
Pfennig. 

Als zur gleichen Zeit sechs junge Kriegsdienstverweigerer gefragt wurden,
welche Haltung sie eingenommen hätten, wenn sie in Ungarn lebten, waren die
Meinungen geteilt. Drei antworteten, dass sie dort den Kriegsdienst nicht
verweigert hätten. Sie sagten: „Die Ungarn haben ja die Unfreiheit
tagtäglich gespürt. Das ist etwas anderes. Aber wir in der Bundesrepublik
haben ja diese Sorgen nicht, uns geht es doch gut, wir haben alles!" 

Diese Auffassung hört man nicht zum ersten Mal. Sie scheint auch von den
zitierten Geschäftsleuten geteilt zu werden. Obwohl der Eiserne Vorhang
praktisch an unserer Haustür vorbeiläuft, haben wir wohlgenährten
Bundesrepublikaner angesichts der besseren Anzüge, Schuhe und Strümpfe, mit
denen wir uns seit 1948 kleiden, vergessen, dass wir in den Jahren vorher
mit gefärbten Wehrmachtsuniformen, mit Hosen, die ihre Abstammung von sicher
sehr nützlichen Wolldecken nicht verbergen konnten, mit geflickten Schuhen
herumliefen und dankbar waren, wenn wir einmal ein Stück Brot zusätzlich
bekommen konnten. 

Wir scheinen vergessen zu haben, dass es jenseits des Eisernen Vorhanges
Menschen gibt, denen es heute noch nicht wesentlich besser geht, als uns
damals. Wir nehmen es als Selbstverständlichkeit hin, dass jeder von uns das
Recht hat, die Regierung zu kritisieren, wenn sie Fehler begeht. Als in
diesen Wochen Tausende in Ungarn niedergeschossen wurden, weil sie das
gleiche taten, ist vielen im Westen klargeworden wie wertvoll dieses Recht
auf Freiheit ist. Sie haben auch erkannt, dass dieses Recht auf Freiheit
ist. Sie haben auch erkannt, dass dieses Recht Pflichten einschließt. Die
Pflicht auch, die zu unterstützen, die um dieses Recht kämpfen. 

Wir haben erfahren, wie wenig Möglichkeiten es für den Westen gibt, den
Ungarn zu helfen. Eine davon ist, für die zahlreichen Flüchtlinge zu sorgen,
die ihre Häuser, Werkstätten und Geschäfte der Freiheit wegen im Stich
lassen mussten. Diese Freiheit ist auch unsere Freiheit. Es ist beschämend,
dass manche Leute dafür nur fünfzig Pfennig übrig haben. S. L. 

Seite 6   Geschenksendungen in die Sowjetzone. Was ist bei dem Postversand
zu beachten? — Wie man eine Beschlagnahme vermeiden kann.
In einer der letzten Folgen brachten wir eine Übersicht über die neuen
polnischen Zollsätze; sie zeigte, was unseren Landsleuten, die jetzt noch in
unserer Heimat leben, geschickt werden kann, ohne dass sie für die Pakete
solche Zollsätze bezahlen müssen, dass sie die Sendung nicht einlösen können
und zurückgehen lassen müssen. Wer es irgend ermöglichen kann, wird seinen
Verwandten, Freunden und Bekannten nach Ostpreußen zum Weihnachtsfest ein
Paket schicken. 

Wir wollen aber auch unsere Landsleute in der sowjetisch besetzten Zone
niemals vergessen, und wir wollen vor allem jetzt, zu Weihnachten, ihnen
auch mit der Tat helfen, wollen ihnen, soweit uns das irgend möglich ist,
Pakete schicken. Da viele von uns nicht wissen, welche Bestimmungen dabei zu
beachten sind, geben wir sie im Folgenden hier wieder. 

Im Gebiet der Sowjetzone und im Sowjetsektor von Berlin gibt es immer noch
Paketkontrollämter, denen die sowjetzonalen Postämter Pakete und Päckchen,
die aus der Deutschen Bundesrepublik und aus West-Berlin eintreffen,
zuleiten müssen. Die Kontrolle des Paketinhaltes erfolgt nicht durch die
Post, sondern durch Angestellte des „Amtes für Zoll und Kontrolle des
Warenverkehrs". 

Um die Geschenkpakete sicher in die Hände der Empfänger gelangen zu lassen,
müssen die von der Sowjetzonen-Regierung erlassenen Versandbestimmungen
genau beachtet werden. 

1. Die Bestimmungen über den Geschenkpaket- und -päckchenverkehr auf dem
Postwege beziehen sich auf Pakete bis zu sieben Kilogramm aus der Deutschen
Bundesrepublik, Pakete bis zu zwanzig Kilogramm aus West-Berlin und auf
Päckchen bis zu zwei Kilogramm aus der Deutschen Bundesrepublik und aus
West-Berlin. 

2. Die jetzt noch geltende erste Durchführungsbestimmung zur Verordnung über
den Geschenkpaket- und -päckchenverkehr auf dem Postwege mit Westdeutschland
und West-Berlin vom 14. Januar 1955 sieht vor, dass jeder Bewohner der
Sowjetzone und des Sowjetsektors von Berlin monatlich nur ein Geschenkpaket
oder ein Geschenkpäckchen empfangen darf. Es hat sich aber gezeigt, dass
diese Anordnung großzügig gehandhabt wird, zumindest in dem Sinne, dass
jeder Bewohner zwölf Pakete im Laufe eines Jahres erhalten kann, ohne an
monatliche Termine gebunden zu sein. 

3. Der Gesamtwert eines Geschenkpaketes oder -päckchens aus dem Westen nach
der Sowjetzone ist nicht begrenzt. Die Wertgrenze von 30 DM bezieht sich nur
auf Pakete aus der Sowjetzone nach dem Westen. 

4. Genussmittel sind in einer Sendung in folgenden Mengen zugelassen: 

250 g Kaffee (roh, gebrannt, gemahlen, gemischt) 
250 g Kakao (auch in gemischter Form) 
125 g Tee 
300 g Schokolade in Tafeln oder in sonstiger Form (auch gefüllt oder mit
Beimischungen) 
50 g Tabak oder Tabakerzeugnisse. 

Lebensmittel dürfen in einer Sendung nur so viel von einer Mengeneinheit
enthalten sein, wie sie dem Bedarf eines Empfängers entspricht. Diese von
den sowjetzonalen Behörden bewusst unklar gehaltene Einschränkung wird in
den Kontrollstellen etwa wie folgt gehandhabt: 

nicht beanstandet werden 
1000 g Fett (möglichst verschiedener Art bis jeweils 500 g) 
500 g Zucker 
2000 g Mehl oder Hülsenfrüchte 
500 bis 1000 g Fleischwaren 
500 g Zitronen, Apfelsinen, Mandeln u. ä. 
250 g Trockenmilch 
250 g Käse 
50 g Eipulver. 

Textilien: jeweils ein Stück, ein Paar oder eine Garnitur; Schuhe: jeweils
ein Paar. Wolle aus dem Westen kann, wenn verarbeitet, aus der Sowjetzone
zurückgeschickt werden, auch wenn der Gegenstand dann mehr als 20 DM-Ost
wert ist. Der westdeutsche Absender der Wolle muss auf einem Zettel den
Zweck der Sendung angeben. Dieser Zettel wird beim Zonen-Paketkontrollamt
gestempelt und muss der Rücksendung des fertigen Gegenstandes beigefügt
werden.

Bücher: Es besteht kein Verbot für Buchsendungen als Geschenk für den
Empfänger. Eine Einschränkung gilt nur darin, dass der Inhalt der Bücher
oder Broschüren keinen „antidemokratischen Charakter" haben darf oder „gegen
die Erhaltung des Friedens" gerichtet ist. Diese Begriffe werden eng
ausgelegt. So verfallen z. B. Liebesromane oft nur deshalb der
Beschlagnahme, weil sie der herrschenden gesellschaftlichen Situation in der
Sowjetzone nicht entsprechen. Abenteuerbücher, Kriminalromane und
Indianergeschichten wie die Werke von Karl May werden fast immer vom
Weiterversand ausgeschlossen. 

Klassikerausgaben und Standardwerke der Weltliteratur sowie schöngeistige
Bücher aus den Gebieten der Philosophie und Kunst sowie Fachliteratur sind
unbeschränkt zugelassen. 

Es empfiehlt sich nicht, Geschenksendungen, in denen Lebens- und
Genussmittel enthalten sind, Bücher beizulegen, weil diese häufig zur
Überprüfung an das „Zentralinstitut für wissenschaftliche Literatur" in
Ost-Berlin gehen. Hierdurch verzögern sich der Weiterversand und die
Zustellung des Paketes oder Päckchens um mehrere Tage. Deshalb sollen Bücher
stets getrennt von Lebens- und Genussmitteln versandt werden. 

5. Uhren und Schmucksachen aus Edelmetallen dürfen geschickt, sollten aber
stets gesondert auf den Weg gebracht werden, und zwar als Einschreib- oder
Wertsendung (bis zu 500 DM-West zulässig), um damit eine sorgsame
Behandlung, insbesondere auf den Kontrollämtern, zu erreichen. 

6. Nicht zugelassen sind: luftdicht verschlossene Behältnisse, d. h.:
Konserven, z. B.: Obst-, Milch-, Ölsardinen-Dosen sowie Einmachgläser,
Flaschen, gleich welcher Art, und Tuben mit Patentkorken oder
Staniolverschluss — Zahlungsmittel (Geld), und Wertpapiere — Briefmarken
aller Art — schriftliche und gedruckte Mitteilungen, westdeutsche und
West-Berliner Zeitungen sowie Zeitschriften (auch nicht als
Verpackungsmaterial) — Kinderspielzeug „militaristischen Charakters" —
Schallplatten, Landkarten, Filme, Fotopapier. 

Medikamente dürfen grundsätzlich in Geschenksendungen nur dann enthalten
sein, wenn ihnen ein Rezept beiliegt, das von einem in der Sowjetzone oder
im Sowjetsektor Berlins zugelassenen Arzt ausgefertigt worden ist. Es ist
gleich, ob die Medikamente in der Deutschen Bundesrepublik oder in
West-Berlin rezeptpflichtig sind oder nicht. 

7. Geschenke in dem hier angeführten Sinne dürfen nicht in Briefen versandt
werden. Enthalten Briefsendungen, die bis zum Gewicht von 1000 g zugelassen
sind, Genussmittel, Strümpfe oder ähnliches, werden sie ausnahmslos
beschlagnahmt. 

8. Besonders zu beachten ist, dass alle Paket- und Päckchensendungen, die
mutmaßlich von Firmen — sogenannten Versandgeschäften — Landsmannschaften,
Vereinen, Schulen oder sonstigen Stellen verpackt und abgesandt wurden,
entschädigungslos eingezogen werden. Die Kontrollstellen richten auf diese
Art von Sendungen ihr besonderes Augenmerk, weil nach sowjetzonaler
Auffassung Geschenksendungen nur dann als solche angesehen werden, wenn es
sich um unentgeltliche Zuwendungen handelt, die unmittelbar von einem
privaten Absender (von einer natürlichen Person) an einen privaten Empfänger
(natürliche Person) auf Grund persönlicher Beziehungen zum „persönlichen
Verbrauch oder Gebrauch" geschickt werden. Man kann also eine Beschlagnahme
nur dann vermeiden, wenn man selbst das Geschenkpaket oder -päckchen
versandfertig macht und bei der Post aufgibt. 

Die Bevölkerung der Sowjetzone muss auch heute noch, über elf Jahre nach
Kriegsende, vieles von dem entbehren, was seit langem in der Deutschen
Bundesrepublik und im übrigen Westen selbstverständlich ist. Umso mehr
sollte jeder bestrebt sein, in dem möglichen engen Rahmen Verwandte und
Freunde mit Geschenkpaketen zu unterstützen und zu erfreuen. 

Wer die vorstehenden Ausführungen genau beachtet und auf jedem Paket und
Päckchen — auch bei Einschreib- und Wertsendungen — den Vermerk
„Geschenksendung — keine Handelsware" anbringt, kann weitgehend damit
rechnen, dass seine Sendungen in die Sowjetzone und in den Sowjetsektor
Berlins nicht durch Beschlagnahme verlorengehen. 

Zum Schluss soll noch auf die sogenannten Familiensendungen hingewiesen
werden. Es besteht z. B. die Möglichkeit, dass ein in der Deutschen
Bundesrepublik wohnender Sohn in beliebigen Abständen seine getragene Wäsche
an seine Mutter in der Sowjetzone schickt und diese die Wäsche in sauberem
Zustand zurücksendet. Solchen Paketen dürfen keine Zigaretten oder sonstigen
Genussmittel beigelegt werden. Sie müssen außen deutlich den Vermerk
„Familiensendung" haben. Außerdem verlangen die Kontrollorgane, dass solcher
Sendung ein Inhaltsverzeichnis vom Absender im Westen beiliegt, das bei der
Rücksendung aus der Sowjetzone in die Deutsche Bundesrepublik wieder
beigefügt werden muss. 

Seite 6   Zahllose Aussiedlungsanträge „Ich bin Deutscher und bleibe
Deutscher!" 
Wie polnische Zeitungen berichten, werden die polnischen Verwaltungsbehörden
in den polnisch besetzten deutschen Ostgebieten geradezu mit Anträgen auf
Aussiedlung nach Westdeutschland überschüttet. Die polnische Presse äußert
lebhafte Bedenken wegen der großen Zahl von Anträgen auf Aussiedlung und
veröffentlicht eine Reihe von solchen Anträgen im Wortlaut. So gingen Briefe
ein wie der folgende: „Wir sind Deutsche und deutsch erzogen . . . Ich
bitte, mir und meiner Familie die Ausreisegenehmigung zu erteilen, weil wir
als Deutsche zu Deutschen wollen, was Sie verstehen werden . . ." Ein
anderer Antragsteller wies darauf hin, dass er seinerzeit die polnische
Identitätskarte zurückgewiesen habe und deshalb ins Gefängnis geworfen
worden sei. Als man ihm dort eine Erklärung zur Unterschrift übergeben habe,
in der er versichern sollte, dass er sich als Pole betrachte, habe er damals
— im Jahre 1948 — statt dessen aufgeschrieben: „Ich bin Deutscher und bleibe
Deutscher!" In anderen Berichten der polnischen Presse wird ausgeführt, es
sei geradezu eine Umsiedlungspsychose ausgebrochen"! 

Seite 6   Sie verließen Ostpommern. Neuntausend polnische
Neusiedler-Familien 
In den Jahren 1950 bis 1955 haben nicht weniger als neuntausend Familien
polnischer Neusiedler die ihnen zugewiesenen deutschen Gehöfte in der
„Woiwodschaft Köslin" verlassen, die meisten dieser Neusiedler sind in ihre
eigene Heimat in Zentralpolen zurückgekehrt. Dies berichtet die in Köslin
erscheinende polnische Zeitung „Glos Koszalinski", die zugleich hervorhebt,
dass außerdem im Rahmen des abgelaufenen „Sechs-Jahresplans" nicht weniger
als 25 v. H. der Gesamtzahl der mit Neusiedlern besetzten Gehöfte „ihre
Besitzer austauschten". Das Blatt rügt diese Erscheinungen und führt hierzu
aus, es fehle „das Gefühl, dass die Bauern die Eigentümer dieser
Wirtschaften sind". Die Folge sei, dass sich die Neusiedler nicht um die
Instandhaltung der Gebäude kümmerten, die Dächer nicht reparierten und sogar
„Balken aus den Zimmerdecken heraussägen, um Brennholz zu erhalten". 

Dies alles sei nur darauf zurückzuführen, dass man den Neusiedlern nicht
rechtzeitig „Eigentumsurkunden" ausgehändigt und sie mit hohen
Ablieferungsverpflichtungen belegt habe. Noch dieser Tage erst habe ein
hoher Funktionär der Landwirtschaftsverwaltung der „Woiwodschaft Köslin" zum
Ausdruck gebracht, die Neusiedler seien „nicht Eigentümer, sondern allein
Benutzer" der Gehöfte. „Ich behaupte, dass nicht Adenauer, auch nicht die
revisionistische Propaganda und die Befürchtungen wegen des künftigen
Schicksals unsrer Gebiete eine bedeutende Anzahl von Bauern zum Verlassen
der wiedergewonnenen Gebiete veranlasst haben, sondern die unbedachten
Verwaltungsmaßnahmen, die in der Frage der Eigentumsverhältnisse chaotische
Zustände verursachten", schreibt der polnische Berichterstatter hierzu. Der
Bericht schließt mit den Worten: „Der Staat hat für die Siedlungsaktion (das
Verbringen polnischer Neusiedler in die Oder-Neiße-Gebiete. Anm. d. Red.)
Millionen und Abermillionen Zlotys ausgegeben, aber dies wäre nicht einmal
erforderlich gewesen, wenn wir nicht mit der einen Hand das zerstören
würden, was die andere schafft: Wir siedeln nur so viele Familien an, wie
Neusiedler ihre Wirtschaften verlassen haben!" 

Seite 6   Starker Produktionsrückgang in der Industrie 
Wie aus den neuesten Unterlagen ersichtlich wird, ist der Produktionsausstoß
der polnischen Industrie in den letzten Wochen katastrophal zurückgegangen.
In den schlesischen Industriegebieten und oberschlesischen Kohlengruben
sollen die Rückgänge bis zu fünfzig und sechzig Prozent betragen. 

Das Verhältnis von Belegschaft zur Betriebsführung hat sich in sehr vielen
Betrieben in der Weise gewandelt, dass die Arbeiter kaum noch die
Dienstzeiten einhalten und alle Vorhaltungen der Vorgesetzten schroff
zurückweisen. Betriebsleiter, die nebenbei noch Parteifunktionäre sind,
ziehen es vor, sich überhaupt nicht um die Arbeiterschaft und die
Unregelmäßigkeiten in den Betrieben zu kümmern, schließen sich in ihren
Büroräumen einfach ein und hoffen, dass bald Weisungen kommen, wie diesen
Entwicklungen ein Ende bereitet werden soll. 

Sehr viele Betriebe sind einfach gar nicht in der Lage, die Arbeit planmäßig
fortzusetzen, da im Zusammenhang mit den Ereignissen im Nahen Osten wichtige
Rohstoffe fehlen, die irgendwo auf der Fahrt von China, Indien oder anderen
Ländern, aus denen sie nur durch den Suezkanal herangebracht werden können,
steckengeblieben sind. Die Unruhen in Ungarn haben wiederum eine Reihe von
Konsumgüterlieferungen aus Bulgarien zum Erliegen gebracht. 

Die sich ausbreitende Unruhe unter der Bevölkerung hat dazu geführt, dass
die Bauern ihre Lieferungen zurückhalten und selbst die freien Spitzen nicht
mehr auf den Schwarzen Markt bringen. Städter wandern wieder mit Rucksäcken
und Taschen aufs Land und versuchen, gegen andere Waren Lebensmittel
einzutauschen. Geld wird von den Bauern nur ungern angenommen. 

Seite 6   Zum neuen Chefredakteur der rotpolnischen Parteizeitung „Trybuna
Ludu" ist der Gomulka-Anhänger Marwin ernannt worden. Er löst in diesem Amt
den Stalinisten Titkow ab. 

Seite 6   Zum neuen Vorsitzenden der rotpolnischen Gewerkschaften wurde der
Kommunist Loga-Sowinski gewählt. An dem bisherigen Gewerkschaftsvorsitzenden
Klosiewicz übte man scharfe Kritik.

[OWP] Suche nach Splittgerber Pommern

Date: 2017/09/05 20:57:10
From: Michael Splittgerber via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo. Ich mache schon länger mit meinen Söhnen Ahnenforschung. Meine
Patre-Linie kommt aus der Umgebung Stettin. Der älteste Vorfahre den wir
erforschen konnten war mein Altvater (Urgroßvater).
Christian Friedrich Splittgerber geb. 1813( Unbekannt) gest. 18.Mai 1866 in
Unter Karlsbach
Beruf Schmiedemeister, Hochzeit mit Wilhelmine Dorothea Marie Blank.
Geburt der Tochter. Auguste Emilie Pauline Amalie Splittgerber in
Friedrichswalde 5.Okt. 1842
Geburt des Sohnes Franz Karl Friedrich Wilhelm Splittgerber in Stevenhagen
14.Febr. 1846
Geburt des Sohnes Emil Gustav Hermann Wohlgemuth Splittgerber 10.Dez. 1848
Tod des Sohnes  Emil Gustav Hermann Wohlgemuth Splittgerber 4.Jul.1849
Geburt des Sohnes Christian Friedrich Otto Splittgerber 9.Apr. 1850
Ich komme einfach nicht weiter in der Erforschung meiner Vorfahren. Gibt es
vielleicht jemand der auch die Linie Splittgerber erforscht, oder der mir
weiter helfen kann.?
Schon mal vielen Dank.
Michael Splittgerber
Flossergasse 24.
87629 Füssen.

Re: [OWP] Suche nach Splittgerber Pommern

Date: 2017/09/05 21:05:45
From: Uwe Kerntopf <family(a)kerntopf.com>

Hallo,

ein paar SPLITTGERBER weiter östlich:

https://www.stolp.de/globalindex.html?order_by=&sort=&Name=splittg%25&Vornamen=&Ort=&JahrVon=&JahrBis=&per_page=100

Ciao
Uwe (Kerntopf)

Am 05.09.2017 um 20:57 schrieb Michael Splittgerber via OW-Preussen-L:
Hallo. Ich mache schon länger mit meinen Söhnen Ahnenforschung. Meine
Patre-Linie kommt aus der Umgebung Stettin. Der älteste Vorfahre den wir
erforschen konnten war mein Altvater (Urgroßvater).
Christian Friedrich Splittgerber geb. 1813( Unbekannt) gest. 18.Mai 1866 in
...
--
- Arbeitskreis  Heimat- und Familienforschung Stolper Lande -
- im Verein Stolper Heimatkreise e.V.   http://www.stolp.de -
- Wenn Sie mit der Auskunft zufrieden waren (und viel Zeit -
- und Geld gespart haben), können Sie gerne spenden unter: -
- <http://stolp.de/spenden.html> Auch kleine Spenden ab 5 € -
- helfen uns, neue Dokumente zu beschaffen.
<END OF MESSAGE>

Re: [OWP] Lücken in Sterberegistern von Königsber g/Pr

Date: 2017/09/05 21:48:23
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Rolf,

über die Bestandsübersichten habe ich natürlich keinen Einblick in die Inhalte der Bücher....

Wenn ich dazu recherchiere, so komme ich zumindest vzu einem ergbenis bei der Hedwig CARL. Da sie am 18.9.18?? geboren sein soll, sollte es sich bei um die

Auguste Hedwig CARL, geb. 18.9.1881 in Königsberg handeln. Deren Geburtsurkunde ist bei ancestry online:

https://www.ancestry.de/interactive/60749/42898_srep100%5E030499-00230/2440987?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsfn%3dhedwig%26gsfn_x%3dNN%26gsln%3dcarl%26gsln_x%3dNN%26msbdy%3d1881%26msbdy_x%3d1%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

Ihr Vater Friedrich CARL starb bereits ein Jahr später:

https://www.ancestry.de/interactive/60749/42898_srep100%5E030890-00086/2699215?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsfn%3dfriedrich%26gsfn_x%3dNN%26gsln%3dcarl%26gsln_x%3dNN%26msbpn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26msgdy%3d1880%26msgpn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

Er war geboren in Laptau Kr. Fischhausen. Hier ließe sich weiter ermitteln; die KB sind aber noch nicht bei archion.de online, aber im EZA vorhanden.

Die Mutter starb 1931; zu ihrem Geburtsort Leputschen, Kirchspiel Jodlauken...gibt es einige KB- Bestände, leider nicht um 1847; aber vielleicht die Heirat .....

http://wiki-de.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_Quellen/Kirchbuchbest%C3%A4nde_Landkreis_Insterburg#ev._Schwalbental_.28Jodlauken.29_Gr.C3.BCndung_1718

https://www.ancestry.de/interactive/60749/42898_srep100%5E031292-00034/2765955?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsfn%3dauguste%26gsfn_x%3dNN%26gsln%3dcarl%26gsln_x%3dNN%26msbpn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26msgdy%3d1880%26msgpn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

Bei diesem Eintrag ist interessant, dass eine Helene THIEL den Tod anzeigte; das könnte eine Verwandte sein (vermittelt über die Eltern, Geschwister) oder auch eine unehelich geborene Tochter, Enkelin....

Hinsichtlich der Geburtsbücher von Königsberg klafft sowohl bei Standesamt I als auc II eine Lücke zwischen Juni bzw. August 1903 und 3.10.1903; in diesen Zeitraum dürfte die Eintragung der Geburt des jungen KRAUSE gefallen sein.

Er hatte jedoch auch Halb (?)-Geschwister, denn die Mutter gebar bereits als Unverheiratete Kinder, die nachfolgend verstarben:

https://www.ancestry.de/interactive/60749/42898_srep100%5E031213-00355/2774219?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsln%3dcarl%26gsln_x%3dNN%26msbdy%3d1910%26msbdy_x%3d1%26msbdp%3d10%26msbpn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26msgpn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26msmng%3dhedwig%26msmns%3dcarl%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

https://www.ancestry.de/interactive/60749/42898_srep100%5E031213-00355/2774219?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsln%3dcarl%26gsln_x%3dNN%26msbdy%3d1910%26msbdy_x%3d1%26msbdp%3d10%26msbpn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26msgpn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26msmng%3dhedwig%26msmns%3dcarl%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

Daraus schlußfolgere ich übrigens, dass auch der Paul Fritz Georg KRAUSE, als CARL geboren wurde, oder er erhielt später durch Namensgebung diesen Namen.

Beide Sterbeeinträge stammen aus dem Standesamt Königsberg II. Die Mutter war wohnhaft Bismarckstr. 13.

Dafür war die evang. Kirche Haberberg zuständig., Und da finde ich auch tatsächlich im Namensverzeichnis den Hinweis auf den Paul Fritz Georg CARL, KB Seite 1178 (und Georg Hans Paul 1902, Seite 116).

Leider sind diese Bücher nicht erhalten. Das gilt auch für die Heiratsbücher; im Jahre 1907 finde ich im Namensregister (Seite 66) den Hinweis auf eine Heirat eines Paul KRAUSE. Ob das dieser ist/war, kann ich leider nicht überprüfen.

Vom Standesamt Kbg. II sind die Heiratsbücher nur von 31.5.-21.12.1907 erhalten, so dass die Heirat wohl Jan-Mai erfolgt sein dürfte.

Das ist das, was ich ermitteln konnte.

Woher stammt der Hinweis auf den Tod des Paul KRAUSE in Lötzen 1914 ? Gibt es dazu ein Dokument, das du mir direkt zusenden könntest ? ImStandesamt Lötzen ist der Sterbefall auch nict vermerkt.



Am 05.09.2017 um 15:58 schrieb willmanns:
Hallo und guten Tag Henry,
mit grossem Interesse habe ich Deine Korrespondenz mit Hs.-Peter verfolgt.
Gestatte mir bitte dass ich mich hier kurz einklinke.
Auch ich habe grosse Probleme mit Kgb Pr. Bd 1.
Nachdem ich mich mit den div. Archiven, u.A. mit St.-Amt 1 Berlin, und "Privaten" in Verbindung gesetzt hatte,
kamen lediglich negative Antworten zurück.
Mein Problem liegt beim "allerweltsnamen" Krause. Hier suche ich nähere Angaben zu Krause Paul: geb. 13.05.18... (die Punktierung entnahm ich aus dem Familienbuch). Er soll in Lötzen am 28.12.1914 verstorben sein. Bei der Durchsicht der KB Lötzen ist kein Eintrag dazu zu finden. Evtl. war er Soldat und "könnte" in den Militär.-Büchern zu finden sein.
Die dortige Nachfrage in Lötzen war ein negativer Erfolg.
Item. Paul Krause war mit Hedwig CARL verheiratet. Ihr Geburtstag wird angegeben mit Kgb. 18.09.18....
- Wieder diese Punktierung -
Hingegen ein Sohn: Paul Fritz Georg geb. 24.09.1903 ist konkret. Er  hat am 30.06.1928 Helene Johanna Lucht geheiratet.
Diese "Lucht-Linie" habe ich komplett.
Daher meine Frage: Sind Dir aus der Linie Paul Krause oo Hedwig Carl weitere Angaben bisher "über den Weg gelaufen??????"
Wie: Heiratsdatum dieser Eheleute; weitere Kinder aus dieser Ehe. Etc.
Die Angaben*könnten* im Kgb. 1 - Buch so zwischen 1890 - 1910 zu finden sein. Sehr gerne hoffe ich auf Deinen Gegenbericht, sowie den Angaben wo ich dieses besagte KB finden könnte.
Die besten Grüsse aus der CH sendet
Rolf Willmanns

PS: falls von Interesse nachstehender Link
http://willmanns.ch


Am 01.09.2017 um 20:46 schrieb Henry Lange:
Hallo Hans Peter,

ja stimmt, Richard +1904...und da hatte ich auch die Info zu katholisch bzw. aus dem Sterbeeintrag des Ehemannes.

Die Beständeübersicht selbst ist nicht bei ancestry (ich meinte, bezüglich dort vorhandenen Digitalisate); es gibt ein Buch des Standesamtes I zu seinen vorhandenen Betsänden, das mir vorliegt. Ich schicke diese direkt.

Gruss, Henry




Re: [OWP] KRAUSE/CARL in Königsberg

Date: 2017/09/05 22:28:24
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Rolf,

ein Nachtrag: erstens sorry für die fehlende Grußformel... und diverse Schreibfehler

Zweitens: Ich fand im Archiv der Liste  noch deine Anfrage aus 2016, darin weitere Daten zu den Eltern des KRAUSE.

Vielleicht kennst du das ja schon... die Mutter Auguste Krause geb. MÜLLER starb 1926 in Kbg, geb. in Wehlau ca. 1850. Von Wehlau sind KB auch bei den Mormonen und im EZA vorhanden.

https://www.ancestry.de/interactive/60749/42898_srep100%5E031289-00320/2588553?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsfn%3dauguste%26gsfn_x%3dNN%26gsln%3dkrause%26gsln_x%3d1%26msbdy%3d1850%26msypn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

Ihr Mann war also Schuhmachermeister, ein Hinweis auf seine Sterbedaten fand ich nicht. Du könntest aber die Adressbücher von Kbg., soweit online, mal durchsehen und somit den Zeitraum (nach 1915, s.u.) eingrenzen. 1878 wohnten in Kbg. zwei Schuhmacher mit "J." als Vornamen, einer in der Polnischen Str. 9, der andere Vorderlomse 9. Welche Kirche zugehörig war, kann ich leider nicht sagen.

Sodann fand ich noch eine Sterbeurkunde einer Tochter des Julius KRAUSE und der Auguste MÜLLER, der Tod wurde von der Hedwig Krause geb. CARL angezeigt ! Wohnhaft in  Graudenz in 1915 !

https://www.ancestry.de/interactive/60749/42898_srep100%5E031026-00221/2784963?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsln%3dkrause%26gsln_x%3d1%26msbdy%3d1880%26msypn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26msfng%3djulius%26msfns%3dkrause%26msmng%3dauguste%26msmns%3dm%25C3%25BCller%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

Ausserdem die Heirat einer weiteren Tochter KRAUSE
https://www.ancestry.de/interactive/60749/42898_srep100%5E030758-00073/902748284?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsln%3dkrause%26gsln_x%3d1%26msbdy%3d1880%26msypn__ftp%3dk%25C3%25B6nigsberg%26msfng%3djulius%26msfns%3dkrause%26msmng%3dauguste%26msmns%3dm%25C3%25BCller%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

In WEHLAU findet sich die Taufe der Johanna Auguste Müller (* 31.7.1850) und ihre Heirat mit dem KRAUSE, Carl Julius am 22.11.1875.

Nochmals zu LÖTZEN...
Könnte es sich um einen Übertragungsfehler handeln ?
Wenn die Ehefrau 1915 als gerade verwitwet in Graudenz wohnte, liegt es nahe, dass der Mann "in der Nähe" verstarb. Und da gibt es noch die Stadt im Kreise Graudenz: LESSEN. Klingt ähnlich wie Lötzen... Vom Standesamt Lessen und evang. Kirche Lessen gibt es auch Bücher, 1914/15 aber noch nicht online. Gleiches gilt für Graudenz. Bestände dazu siehe hier:

http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=1975

http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=3876

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.
Gruss aus Berlin, Henry (Lange)

P.S. Anlagen schicke ich direkt nach.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/06 00:05:41
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 7   Landsleute, die aus Ostpreußen kamen.
Mit dem 40. Spätaussiedlertransport sind am 5. November 1956, 158 Landsleute
aus Ostpreußen in Friedland bei Göttingen eingetroffen. Wir bringen im
Folgenden die Namen dieser Ausgesiedelten, unter denen sich viele alte Leute
befinden. Aus Gründen, die darzulegen hier zu weit führen würde, ist es
schwierig, über jeden Ausgesiedelten genaue Angaben zu erhalten, und so sind
die Zahlen und die Ortsangaben nicht in jedem Falle ganz richtig; auch diese
Liste enthält, was die Orte anbetrifft, Fehler. Der Wohnort von 1939 ist in
der Liste in Klammern gesetzt. Es trafen in Friedland ein:

1. Auguste Bendisch, geboren am 11.05.1884 in Wappendorf, Kreis Ortelsburg
(Kuckuckswalde, Kreis Ortelsburg), kommt aus Kuckuckswalde.

2. Gottlieb Bendisch, 13.09.1882 in Kuckuckswalde (Kuckuckswalde), kommt aus
Kuckuckswalde.

3. Heinrich Bubel, 07.02.1883 in Röbel, Kreis Treuburg (Lyck), kommt aus
Lyck.

4. Heinz Danielzik, 11.10.1941 in Kruttinnen, Kreis Sensburg, kommt aus
Kruttinnen.

5. Anna Danielzik, geborene Zeichy, 11.02.1899 in Kruttinnen (Kruttinnen),
kommt aus Kruttinnen.

6. Margarete Dergau, 12.04.1880 in Mühle Sonnenburg (Königsberg), kommt aus
Alt-Ukta, Kreis Sensburg.

7. Emilie Drillich, geborene Stratzin, 10.01.1880 in Salpia, Kreis Sensburg
(Salpia), kommt aus Woplauken, Kreis Rastenburg.

8. Wilhelm Drillich, 07.02.1880 in Kruglinnen (Salpia), kommt aus Salpia.

9. Frieda Dudda, 24.06.1880 in Kl.-Daukel, Kreis Ortelsburg (Ukta, Kreis
Sensburg), kommt aus Ukta.

10. Gertrud Duddek, geborene Wrobel, 12.09.1912 in Skomanten, Kreis Lyck
(Skomanten), kommt aus Ottendorf, Kreis Allenstein.

11. Auguste Dzitko, geborene Mugelko, 10.05.1882 in Nußdorf, Kreis Treuburg
(Nußdorf), kommt aus Janules (?).

12. Hedwig Effta, geb. Klein, 24.10.1898 in Gr.-Christen, Kreis Lötzen
(Wolfsee, Kreis Lötzen), kommt aus Lötzen. 

13. Margarete Fajka, 28.01.1940 in Rauschken, Kreis Osterode, kommt aus
Gilgenburg.  

14. Hedwig Falk, geb. Heybutzki, 30.01.1915 in Gr.-Schläfken, Kreis
Neidenburg (Gr.-Schläfken), kommt aus Gilgenburg.  

15. Erika Falk, 31.10.1943 in Gr.-Schläfken, kommt aus Gilgenburg. 

16. Renate Falk, 04.04.1940 in Gr.-Schläfken, kommt aus Gilgenburg. 

17. Gustav Fiedrich, 29.03.1884 in Piasutten (Piasutten, Kreis Ortelsburg),
kommt aus Piasutten. 

18. Marta Fiedrich, geb. Raddeck, 22.03.1891 in Marzhöfen, Kreis Ortelsburg
(Piasutten), kommt aus Piasutten.  

19. Emilie Fietkau, geb. Keppler, 09.06.1894 in Ukta (Alt-Ukta, Kreis
Sensburg), kommt aus Alt-Ukta. 

20. Mathias Flakowski, 13.10.1890 in Wengeuen, Kreis Rößel (Wingenen), kommt
aus Wingenen.  

21. Maria Fornal, geb. Jablonka, 10.08.1901 in Symanowen, Kreis Sensburg
(Gansen, Kreis Sensburg), kommt aus Gansen. 

22. Renate Franzke, geb. Schedler, 10.02.1882 (?) (Oletzko, Kreis
Friedberg), kommt aus Sensburg. 

23. Emil Franzke, 10.02.1880 (?) (Oletzko), kommt aus Sensburg. 

24. Emilie Frommrich, 30.09.1881 in Sonntag, Kreis Sensburg (Sonntag), kommt
aus Sonntag. 

25. Auguste Fughe, geborene Waleschowski, 17.03.1899 in Dietrichswalde,
Kreis Allenstein (Schönwiese, Kreis Johannisburg), kommt aus Braunswalde.

26. Inge Galla, 20.02.1938 in Glauch (Glauch), kommt aus Kobulten, Kreis
Ortelsburg.

27. Berta Galla, geborene Chaborski, 15.03.1923 in Gr.-Schiemanen, Kreis
Ortelsburg (Johannisburg), kommt aus Preußenwalde, Kreis Ortelsburg.

28. Michael Galla, 11.10.1876 in Gr.-Schiemanen, Kreis Ortelsburg.

29. Maria Gawlick, geborene Duddek, 18.01.1900 in Krummendorf (Krummendorf,
Kreis Sensburg), kommt aus Krummendorf.

30. Marta Geschke, geborene Szepan, 20.03.1914 in Buchenhagen, Kreis
Sensburg, (Buchenhagen), kommt aus Buchenhagen.

31. Ulrich Geschke, 15.01.1941 in Buchenhagen, kommt aus Buchenhagen.

32. August Gesal, 07.02.1875 in Rominten, Kreis Goldap (Sensburg), kommt aus
Sensburg.

33. Wilhelmine Glass, geborene Rahnenführer, 03.06.1888 in Langanken, Kreis
Sensburg (Sensburg), kommt aus Sensburg.

34. Wilhelmine Glinka, geborene Lorenz, 26.06.1903 in Kornau, Kreis
Ortelsburg (Friedrichsfelde, Kreis Ortelsburg), kommt aus Friedrichsfelde.

35. Ingrid Glowinka, 12.02.1937 in Bieberstein, Kreis Sensburg (Jakobsdorf,
Kreis Sensburg), kommt aus Wistowo. 

36. Maria Glowinka, geb. Budzinna, 16.09.1894 in Kossewen, Kreis Sensburg
(Jakobsdorf), kommt aus Jakobsdorf. 

37. Toni Gonserowski, geb. Dergau, 16.05.1886 in Sonnenburg (Alt-Ukta, Kreis
Sensburg), kommt aus Alt-Ukta. 

38. Anna Gorski, geb. Gansewind, 24.01.1888 in Mattern, Kreis Allenstein
(Woritten, Kreis Allenstein), kommt aus Woritten. 

39. Cäcilie Gorski, 03.11.1945 in Woritten, kommt aus Woritten. 

40. Christel Goronzy, 27.03.1936 in Herne, Westfalen, (Weißuhnen, Kreis
Johannisburg), kommt aus Weißuhnen. 

41. Goronzy, geb. Struppek, 19.05.1901 in Macharen, Kreis Sensburg
(Weißuhnen, Kreis Johannisburg), kommt aus Weißuhnen.

42. Luise Gottowik, geb. 22.08.1871 in Großwalde, Kreis Neidenburg
(Großwalde), kommt aus Großwalde.

43. Auguste Gotzheim, geborene Gussek, 26.02.1894 in Selonken, Kreis
Ortelsburg (Gilgenau, Kreis Ortelsburg), kommt aus Mensguth, Kreis
Ortelsburg.

44. Peter Gotzheim, 29.06.1890 in Raschung, Kreis Rößel (Gilgenau, Kreis
Ortelsburg), kommt aus Mensguth, Kreis Ortelsburg.

45. Hildegard Grabowski, geborene Losch, 02.03.1919 in Pilchen, Kreis
Johannisburg (Pilchen), kommt aus Mövenau, Kreis Johannisburg.

46. Marlene Grabowski, 31.03.1943 in Johannisburg, kommt aus Mövenau.

47. Auguste Grabowski, geborene Wilimzik, 09.01.1884 in Wilkendorf, Kreis
Rastenburg (Neumühl, Kreis Rastenburg), kommt aus Rastenburg.

48. Irmgard Grabowski, 21.06.1928 in Klyn, Kreis Osterode (Klyn), kommt aus
Klyn.

49. Julius Grabowski, 15.09.1886 in Gr.-Neuhoff, Kreis Rastenburg (Neumühl,
Kreis Rastenburg), kommt aus Rastenburg.

50. Margarete Grabowski, geborene Gorka, 11.09.1901 in Klyn, Kreis Osterode
(Klyn), kommt aus Klyn.

51 Marta Gralki, geb. Tibus, 19.02.1887 in Gedaitten, Kreis Allenstein
(Allenstein), kommt aus Allenstein.  

52. Agathe Greifenberg, geb. Lieder, 27.07.1910 in Braunswalde, Kreis
Allenstein (Göttkendorf, Kreis Allenstein), kommt aus Göttkendorf. 

53. Hannelore Greifenberg, 17.12.1943 in Allenstein, kommt aus Göttkendorf. 

54. Amalie Gresch, geb. Wikelski, 28.11.1875 in Dietrichsdorf, Kreis
Allenstein (Dietrichsdorf), kommt aus Dietrichsdorf. 

55. Hedwig Grzybowskim, geb. Buttwill, 24.10.1890 in Orlowen, Kreis
Johannisburg (Orlowen), kommt aus Orlowen, Kreis Johannisburg. 

56. Maria Gulatz, geb. Samuel, 15.09.1877 in Lisken, Kreis Johannisburg
(Johannisburg), kommt aus Johannisburg. 

57. Emma Gulatz, 23.12.1919 in Lisken (Johannisburg), kommt aus
Johannisburg. 

58. Marta Gurk, 04.11.1883 in Wengeuen, Kreis Rößel (Wengeuen), kommt aus
Wengeuen. 

59. Waltraut Heydasch, 02.02.1940 in Ortelsburg, kommt aus Waldsee, Kreis
Ortelsburg. 

60. Wilhelmine Heydasch, geb. Schuster, 16.10.1898 in Eichtal, Kreis
Ortelsburg (Waldsee, Kreis Ortelsburg), kommt aus Waldsee. 

61. Rosa Hirchiberg, geb. Jaschinski, 19.05.1895 in Kleisack, Kreis Rößel
(Neudims, Kreis Rößel), kommt aus Neudims. 

62. Auguste Jaschko, geb. Namlick, 05.06.1886 in Lodigowen, Kreis
Johannisburg (Kronfelde, Kreis Johannisburg), kommt aus Drigelsdorf, Kreis
Johannisburg. 

63. Berta Jedamski, geb Bolinski, 20.08.1896 in Herne, Westfalen,
(Jablonken, Kreis Ortelsburg), kommt aus Leinau, Kreis Ortelsburg.

64. Helene Jeschinowski, 26.09.1887 in Wieps, Kreis Allenstein (Wieps),
kommt aus Wieps. 

65 Minna Josefowitz, geb. Kross, 11.01.1883 in Grünwalde (Grünwalde, Kreis
Ortelsburg), kommt aus Grünwalde. 

66. Adam Jeworowski, 12.12.1881 in Nispelsee, Kreis Osterode (Johannisburg),
kommt aus Johannisburg.

67. Auguste Jobski, geborene Ossa, 02.10.1885 in Orlau, Kreis Neidenburg
(Napiwoda, Kreis Neidenburg), kommt aus Napiwoda.

68. Anna Joswig, geborene Nowodschin, 05.10.1880 in Kl.-Leschienen, Kreis
Ortelsburg (Liebenberg, Kreis Ortelsburg), kommt aus Burdungen, Kreis
Ortelsburg.

69. Anna Kaffka, geborene Trampenau, 08.07.1887 in Bothau, Kreis Ortelsbutrg
(Baddau, Kreis Ortelsburg), kommt aus Sandau, Kreis Ortelsburg.

70. Paul Kaffka, 08.07.1887 in Preulowen, Kreis Allenstein (Sandau, Kreis
Ortelsburg), kommt aus Sandau.

71. Elisabeth Kaffka, geborene Kaffka, 05.03.1885 in Preulowen, Kreis
Allenstein (Allenstein), kommt aus Bischofsburg.

72. Emilie Kaminski, geborene Lewandrowski, 21.03.1887 in Gr.-Schläfken,
Kreis Neidenburg (Gr.-Schläfken), kommt aus Gilgenburg.

73. Anna Karaschewski, geb. Marks, 14.01.1898 in Wessolowen, Kreis Treuburg
(Ruden, Kreis Lötzen), kommt aus Lötzen. 

74. Wilhelmine Kaschlun, geb. Sobolewski, 05.10.1889 in Gr.-Jerutten, Kreis
Ortelsburg (Gr.-Jerutten), kommt aus Gr.-Jerutten. 

75. Anna Kasprowski, 19.07.1887 in Talhausen (Gr.-Pogorzallen, Kreis
Johannisburg), kommt aus Pogorzallen. 

76. Minna Kersten, geb. Brzoska, 21.12.1878 in Gr.-Jerutten (Schobendorf,
Kreis Ortelsburg), kommt aus Schobendorf. 

77. Klabes, Gustav, 4. 9. 1894 in Venedien, Kreis Mohrungen (Steinsdorf,
Kreis Mohrungen), kommt aus Steirrsdorf. 

78. Minna Klabes, geb. Schindowski, 23.10.1893 in Steinsdorf (Steinsdorf),
kommt aus Steinsdorf.

79. Katharina Klask, geb. Zerenski, 18.10.1877 in Biebnitz (Gr.-Dauke, Kreis
Ortelsburg), kommt aus Gr.-Dauke. 

80. Eva Klimkowski, geb. Petrikowski, 16.11.1864 in Biebnitz, Kreis
Ortelsburg (Glauch, Kreis Ortelsburg), kommt aus Kobulten, Kreis Ortelsburg.


81. Maria Klein, geb. Falke, 25.01.1885 in Kurzborn, Kreis Allenstein
(Jomendorf, Kreis Allenstein), kommt aus Jomendorf.

82. Henriette Kolschewski, geborene Kossig, 09.04.1889 in Kröstenwerden,
Kreis Lyck (Waldwerder, Kreis Lyck), kommt aus Allenstein.

83. Gertrud Kolschewski, 16.04.1923 in Waldwerder, Kreis Lyck (Waldwerder,
Kreis Lyck), kommt aus Allenstein.

84. Karin Kolschewski, 08.03.1946 in Waldwerder, kommt aus Allenstein.

85. Gustav Kompa, 30.01.1888 in Olschinen, Kreis Ortelsburg (Königsberg),
kommt aus Schwentainen, Kreis Ortelsburg. 

86. Anna Korittka, geb. Kolepke, 22.11.1887 in Rastenburg (Wilkendorf, Kreis
Rastenburg), kommt aus Wilkendorf. 

87. Wilhelm Korittka, 04.09.1879 in Albertenhausen, Kreis Rastenburg
(Wilkendorf), kommt aus Wilkendorf 

88. Wilhelm Kopatz, 04.06.1873 in Schwentainen, Kreis Ortelsburg (Seenwalde,
Kreis Ortelsburg), kommt aus Seenwalde. 

89. Auguste Kopatz, geb. Seiler, 21.07.1888 in Seenwalde (Seenwalde), kommt
aus Seenwalde.

90. Maria Kornatz, geborene Wilimzik, 22.03.1883 in Guschanka (Nieden, Kreis
Johannisburg), kommt aus Nieden, Kreis Johannisburg.

91. Marie Kostros, geborene Urban, 11.05.1882 in Theerwischwalde, Kreis
Ortelsburg (Kobulten, Kreis Ortelsburg), kommt aus Kobulten.

92. Johann Kostros, 18.12.1878 in Kobulten (Kobulten), kommt aus Kobulten.

93. Elisabeth Koszeza, geborene Dluzewski, 11.07.1879 in Allenstein
(Allenstein), kommt aus Allenstein.

94. Karoline Kossak, geb. Gardro, 02.08.1881 in Lischonen, Kreis
Johannisburg (Jebramen, Kreis Johannisburg), kommt aus Jebramen. 

95. Auguste Kowallek, geb. Zeimer, 15.07.1889 in Bilitzen, Kreis
Johannisburg (Bilitzen), kommt aus Kerwik (zweiter Buchstabe schlecht
lesbar), Kreis Johannisburg. 

96. Rosa Krajewski, geb. Schacht, 24.03.1884 in Migehnen, Kreis Wormditt
(Wilhelmshaven), kommt aus Rumy, Kreis Ortelsburg. 

97. Emma Krischik, geb. Kulessa, 15.07.1901 in Essen (Eckwald, Kreis
Ortelsburg), kommt aus Eckwald. 

98. Irene Krupka, 07.02.1941 in Walse, Kreis Ortelsburg, kommt aus
Kobelhals, Kreis Ortelsburg.  

99. Maria Kruppka, geb. Platzek, 12.06.1900 in Kobelhals, Kreis Ortelsburg
(Walse, Kreis Ortelsburg), kommt aus Kobelhals. 

100. Ruth Krupka, 28.03.1937 in Walse, Kreis Ortelsburg, kommt aus
Kobelhals. 

101. Luise Krupinski, geb. Kloss, 13.02.1888 in Kl.-Rauschen, Kreis Lyck
(Seiden, Kreis Treuburg), kommt aus Gehland, Kreis Sensburg. 

102. Otto Krupinski, 30.09.1892 in Schwentainen, Kreis Treuburg (Seiden,
Kreis Treuburg), kommt aus Gehland, Kreis Sensburg. 

103. Auguste Kruska, geb. Sott, 08.08.1886 in Gehlen, Kreis Ortelsburg
(Gehlen), kommt aus Gehlen. 

104. Gottlieb Kruska, 28.01.1886 in (Gehlen), kommt aus Gehlen. 

105. Herta Kruska, 23.10.1928 in Gehlen (Gehlen), kommt aus Gehlen. 

106. Anna Kuczina, geb Beuth, 03.03.1897 in Wartenburg (Wartenburg), kommt
aus Wartenburg.  

107. Berta Kuhn, geb. Golanek, 21.02.1893 in Kobulten (Kobulten, Kreis
Ortelsburg), kommt aus Kobulten 

108. Johann Kuhn, 06.02.1893 in Kobulten (Kobulten), kommt aus Kobulten. 

109. Wilhelmine Kulka, geborene Tarach, 09.11.1874 in Gardenen (Muntwitz,
Kreis Ortelsburg), kommt aus Muntwitz.

110. Wilhelm Kullik, 15.07.1878 in Reiten, Kreis Ortelsburg (Reiten), kommt
aus Reiten.

111. Emma Kunkowski, geborene Nitsch, 01.06.1887 in Bieberswalde, Kreis
Osterode (Bieberswalde), kommt aus Bieberswalde.

112. Adolf Kunkowski, 13.06.1884 in Bieberswalde (Bieberswalde), kommt aus
Bieberswalde.

113. Annemarie Lange, 05.10.1944 in Wilkendorf, Kreis Rastenburg, kommt aus
Wilkendorf. 

114. Berta Lange, geb. Schalk, 31.01.1908 in Wilkendorf (Wilkendorf), kommt
aus Wilkendorf. 

115. Otto Lange, 14.03.1940 in Wilkendorf, kommt aus Wilkendorf. 

116. Auguste Laszig, geb. Kurowski, 16.03.1894 in Langenbrück, Kreis
Sensburg, (Rutwangen, Kreis Sensburg), kommt aus Wilkendorf 

117. Magdalene Lehmann, geb. Klein, 27.02.1918 in Allenstein (Jomendorf,
Kreis Allenstein), kommt aus Jomendorf. 

118. Magdalene Lehmann, 10.10.1945 in Jomendorf, kommt aus Jomendorf. 

119. Ottilie Lehner, geb. Samel, 29.09.1895 in Sensutten, Kreis Osterode
(Sensutten), kommt aus Sensutten. 

120. Anna Leyssner, geb. Giese, 17.06.1878 in Drengfurt (Niedersee, Kreis
Sensburg), kommt aus Niedersee. 

121. Otto Leyssner, 16.10.1877 in Kiparn, Kreis Ortelsburg (Niedersee),
kommt aus Niedersee. 

122. Hermann Liebert, 07.08.1888 in Osterode (Thyrau, Kreis Osterode), kommt
aus Thyrau. 

123. Luise Linowski, geb. Nischik, 21.01.1898 in Plösen, Kreis Ortelsburg
(Hirschtal, Kreis Ortelsburg), kommt aus Hirschtal, Kreis Ortelsburg. 

124. Marta Lissek, geb. Wiatkowski, 31.07.1906 in Waworochen, Kreis
Ortelsburg (?) (Mingwen, Kreis Ortelsburg), kommt aus Selonten, Kreis
Ortelsburg. 

125. Bernhard Lobert, 14.03.1885 in Jomendorf, Kreis Allenstein
(Allenstein), kommt aus Alt-Arnstedt. 

126. Maria Lobert, geb. Karwatzki, 14.01.1888 in Jomendorf, Kreis Allenstein
(Allenstein), kommt aus Alt-Arnstedt, Kreis Allenstein.

127. Wilhelmine Losch, geborene Foltin, 20.12.1883 in Reiherswalde, Kreis
Johannisburg (Pilchen, Kreis Johannisburg), kommt aus Mövenau, Kreis
Johannisburg.

128. Charlotte Lukaschek, 03.04.1892 (?), kommt aus Flamberg? 

129. Georg Lüneberg, 03.04.1942 in Belschen, Kreis Johannisburg, kommt aus
Belschen. 

130. Ida Lüneberg, geb. Menjik, 27.12.1904 in Wiesenheim, Kreis Johannisburg
(Belschen, Kreis Johannisburg) kommt aus Belschen. 

131. Maria Marks, geb. Dukat, 08.08.1879 in Wesselowen, Kreis Lötzen (Ruden,
Kreis Lötzen), kommt aus Lötzen. 

132. Michael Marzinowski, 14.10.1876 in Kölmersdorf, Kreis Lyck
(Kölmersdorf), kommt aus Kölmersdorf. 

133. Franz Mrozek, 09.01.1882 in Sawadden, Kreis Treuburg (Borken, Kreis
Lyck), kommt aus Eichhöhe, Kreis Rastenburg. 

134. Berta Nass, geb. Norrang, 15.02.1873 in Rastenburg (Rastenburg), kommt
aus Rastenburg. 

135. Hilde Nehrkorn, 19.10.1916 in Darkehmen (Sensburg), kommt aus Sensburg.


136. Karl Nehrkorn, 08.11.1878 in Skoetschen, Kreis Goldap (Sensburg), kommt
aus Sensburg. 

137. Auguste Neumann, geb. Kruska, 29.05.1892 in Lilienfeld, Kreis
Ortelsburg (Langenwalde, Kreis Ortelsburg), kommt aus Langenwalde. 

138. Minna Neumann, 25.11.1887 in Rumau, Kreis Ortelsburg (Rumau), kommt aus
Rumau. 

139. Heinz Nickel, 13.07.1944 in Sensburg, kommt aus Hohensee, Kreis
Sensburg. 

140. Emil Nilenski, 28.08.1890 in Kutzburg, Kreis Ortelsburg (Kutzburg),
kommt aus Kutzburg.

141. Minna Nilenski, geb. Ehlert, 27.05.1901 in Kutzburg (Kutzburg), kommt
aus Kutzburg. 

142. Michael Niodoszewski oder Nioduszewski (schlecht lesbar), 29.09.1885 in
Wolisko, Kreis Johannisburg (Gehsen, Kreis Johannisburg), kommt aus Orlowen,
Kreis Johannisburg. 

143. Marie Nock, geb. Neumann, 07.10.1884 in Rumy, Kreis Ortelsburg (Rumy),
kommt aus Rumy. 

144. Karoline Okunek, geb. Kerwin, 05.12.1892 in Baumgarten, Kreis
Rastenburg (Salzbach, Kreis Rastenburg), kommt aus Salzbach. 

145. Samuel Olschekowitz, 18.02.1881 in Lyssack, Kreis Ortelsburg (Lyssack),
kommt aus Lyssack. 

146. Maria Olschewski, geb. Brodowski, 12.08.1895 in Ribben, Kreis Sensburg
(Sensburg), kommt aus Sensburg. 

147. Michael Olschewski, 15.06.1890 in Wirsbau, Kreis Sensburg (Sensburg),
kommt aus Sensburg. 

148. Maria Orzessek, geb. Przak, 19.03.1873 in Piasutten, Kreis Ortelsburg
(Piasutten), kommt aus Piasutten. 

149 Amalie Ossa, geb. Konietzko, 26.09.1887 in Olschewken (Reicherswalde,
Kreis Mohrungen), kommt aus Reicherswalde. 

150. Herta Peteratus, 07.11.1912 (?) (Düsseldorf), kommt aus Allenstein. 

151. Marie Pienak, geb. Olschewski, 31. 10. 1885 in Kl.-Proberg, Kreis
Sensburg (Sternfelde, Kreis Sensburg), kommt aus Bieberstein, Kreis
Sensburg. 

152. Karl Pienak, 21.05.1878 in Neuwalde, Kreis Sensbuig (Sternfelde, Kreis
Sensburg), kommt aus Bieberstein. 

153. Auguste Sawatzke, geb. Kaiser, 28.09.1890 in Gertlauken, Kreis Labiau
(Liebenfelde, Kreis Labiau), kommt aus Karwitz, Pommern. 

154. Amalie Synowzik, geb. Ragotzki, 10.10.1882 in Bogumillen, Kreis
Johannisburg (Bogumillen), kommt aus Johannisburg. 

155. Margarete Toporzissek, geb. Szepan, 11.07.1899 in Dam?itz (schlecht
lesbar), Kreis Stolp (Plosen, Kreis Ortelsburg), kommt aus Lyssack, Kreis
Ortelsburg. 

156. Maria Wien, geb. Zwanske, 07.09.1893 in Wilkendorf, Kreis Rastenburg
(Wilkendorf), kommt aus Wilkendorf. 

157. Gottlieb Gritzka, 06.03.1877 in Konradswalde, Kreis Treuburg (Gonsken,
Kreis Treuburg), kommt aus Gehland, Kreis Sensburg. 

158. Johanna Gritzka, geb. Gottuk, 10.03.1888 in Herzogskirchen, Kreis
Treuburg (Gonsken, Kreis Treuburg), kommt aus Gehland, Kreis Sensburg.

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Re: [OWP] Suche nach Splittgerber Pommern

Date: 2017/09/06 07:56:17
From: Christian Hell <cpp-hell(a)gmx.de>

   Hallo Herr Splittgerber,
   der Name Splittgerber ist sehr haeufig anzutreffen im Kirchenbuch
   Tempelburg.
   Desweiteren habe ich aus dem Kirchenbuch Neudamerow folgenden Eintrag
   gefunden:

   Dorothe Sophie Splittgerber geb. 28.10.1801 in Neudamerow bei Stargard
   Eltern: Christian Friedrich Splittgerber und Dorothea Sophia Tesch

   Im Kirchenbuch Friedrichswalde 1841 ist im Heiratsverzeichnis die
   Herkunft der Braut Dorothea Wilhelmine Blank genannt:
   der Vater der Braut ist Carl Friedrich Wilhelm Blank aus Hinzendorf.

   Vielleicht haben Sie Glueck und koennen dort weitere Ergebnisse finden

   Viele Gruesse aus Hannover
   Christian (Hell)

   Gesendet: Dienstag, 05. September 2017 um 20:57 Uhr
   Von: "Michael Splittgerber via OW-Preussen-L"
   <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
   An: ow-preussen-l(a)genealogy.net
   Betreff: [OWP] Suche nach Splittgerber Pommern
   Hallo. Ich mache schon laenger mit meinen Soehnen Ahnenforschung. Meine
   Patre-Linie kommt aus der Umgebung Stettin. Der aelteste Vorfahre den
   wir
   erforschen konnten war mein Altvater (Urgrossvater).
   Christian Friedrich Splittgerber geb. 1813( Unbekannt) gest. 18.Mai
   1866 in
   Unter Karlsbach
   Beruf Schmiedemeister, Hochzeit mit Wilhelmine Dorothea Marie Blank.
   Geburt der Tochter. Auguste Emilie Pauline Amalie Splittgerber in
   Friedrichswalde 5.Okt. 1842
   Geburt des Sohnes Franz Karl Friedrich Wilhelm Splittgerber in
   Stevenhagen
   14.Febr. 1846
   Geburt des Sohnes Emil Gustav Hermann Wohlgemuth Splittgerber 10.Dez.
   1848
   Tod des Sohnes Emil Gustav Hermann Wohlgemuth Splittgerber 4.Jul.1849
   Geburt des Sohnes Christian Friedrich Otto Splittgerber 9.Apr. 1850
   Ich komme einfach nicht weiter in der Erforschung meiner Vorfahren.
   Gibt es
   vielleicht jemand der auch die Linie Splittgerber erforscht, oder der
   mir
   weiter helfen kann.?
   Schon mal vielen Dank.
   Michael Splittgerber
   Flossergasse 24.
   87629 Fuessen.
   _______________________________________________
   OW-Preussen-L mailing list
   OW-Preussen-L(a)genealogy.net
   [1]http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

References

   1. http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] Traueranzeige Königsberg

Date: 2017/09/06 09:30:30
From: Brigitta Seidel <seidel.pellworm(a)t-online.de>

Heinz Szameit
http://trauer.shz.de/traueranzeige/heinz-szameit/51031226
<http://trauer.shz.de/traueranzeige/heinz-szameit/51031226>
Grüße Brigitta


[OWP] Splittgerber

Date: 2017/09/06 12:53:43
From: sternrubbert <sternrubbert(a)web.de>

Hallo, nach meiner Erfahrung würde ich nach Schreibvarianten den Namens suchen, z. B. Splitgerber etc.
Unser Name Rubbert taucht auch als Robert, Robbert, Roberth etc. auf. Als ich das erkannte, fand ich neue Ergebnisse. Viel Glück
M. Rubbert

Gesendet von Huawei Y625

[OWP] Traueranzeige BLECK Schneidemühl

Date: 2017/09/06 14:20:47
From: Bernd Schwiers <b.schwiers(a)wtnet.de>


Manfred BLECK
geb. 27. Jan. 1936 Schneidemühl
gest. 2. Sept. 2017 Norderstedt

Hamburger Abendblatt vom 6.9.17

[OWP] Rheinswein und Pfaffendorf Kreis Ortelsburg und Gaynen/Sensburg

Date: 2017/09/06 15:21:24
From: dunkelwicht(a)t-online.de <dunkelwicht(a)t-online.de>

Liebe Listis,

ich trete in Ostpreußen immer noch auf der Stelle und hoffe, dass mich neue Listenteilnehmer weiterbringen können.
Deshalb stelle ich in den folgenden Mails meine toten Punkte vor.
Zunächst suche ich allgemeine Informationen und Ortspläne und Einwohnerlisten von Rheinswein/Ortelsburg, Pfaffendorf/Ortelsburg und Gaynen/Sensburg.

Liebe Grüße
Monika





[OWP] FN GROMCIK und SAREIKE

Date: 2017/09/06 15:23:27
From: dunkelwicht(a)t-online.de <dunkelwicht(a)t-online.de>

Liebe Listis,

ich habe Maria Gromcik * 11. 12. 1807 in Gaynen
Eltern: Michael GROMCIK und Esthera SAREYKA

Ich suche alles zu den Eltern, Geschwistern, usw oder auch weitere Hinweise zu den Namen GROMCIK (oder ähnliche Schreibweisen) und SAREYKE (oder ähnliche Schreibweisen).
Wer hat diese Familien in seiner Ahnenliste?

Liebe Grüße
Monika





Re: [OWP] Rheinswein und Pfaffendorf Kreis Ortelsburg und Gaynen/Sensburg

Date: 2017/09/06 15:23:58
From: Karsten Topp via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Ich schliesse mich mal dieser Anfrage informell an. Gesucht wird Familie SIEG aus Gauch/Kreis Ortelsburg - vormals Kreis Königsberg.
> On 6 Sep 2017, at 14:21, dunkelwicht(a)t-online.de wrote:
> 
> 
> Liebe Listis,
> 
> ich trete in Ostpreußen immer noch auf der Stelle und hoffe, dass mich neue Listenteilnehmer weiterbringen können.
> Deshalb stelle ich in den folgenden Mails meine toten Punkte vor.
> Zunächst suche ich allgemeine Informationen und Ortspläne und Einwohnerlisten von Rheinswein/Ortelsburg, Pfaffendorf/Ortelsburg und Gaynen/Sensburg.
> 
> Liebe Grüße
> Monika
> 
> 
> 
> 
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] FN KEMPKA und FELKER

Date: 2017/09/06 15:24:47
From: dunkelwicht(a)t-online.de <dunkelwicht(a)t-online.de>

Liebe Listis,

ich habe Johann Gottlieb Kempka * 15. 12. 1807 in Rosoggen
Eltern: Gottlieb KEMPKA und Catharina FELKERIN

Der Vater Gottlieb Kempka soll Waldwarth gewesen sein.

Ich suche alles zu den Eltern, Geschwistern, usw oder auch weitere Hinweise zu den Namen KEMPKA (oder ähnliche Schreibweisen) und FELKER (oder ähnliche Schreibweisen).
Wer hat diese Familien in seiner Ahnenliste?

Liebe Grüße
Monika


[OWP] FN PLEWA und RADTKE

Date: 2017/09/06 15:25:57
From: dunkelwicht(a)t-online.de <dunkelwicht(a)t-online.de>

Liebe Listis,

ich habe Katharina Plewa * 17. 9. 1815 in Pfaffendorf/Ortelsburg
Eltern: Martin PLEWA und Katharina RADTKIN

Ich suche alles zu den Eltern, Geschwistern, usw oder auch weitere Hinweise zu den Namen PLEWA (oder ähnliche Schreibweisen) und RADTKE (oder ähnliche Schreibweisen).
Wer hat diese Familien in seiner Ahnenliste?

Liebe Grüße
Monika


[OWP] FN PRZYLUDZKI

Date: 2017/09/06 15:27:30
From: dunkelwicht(a)t-online.de <dunkelwicht(a)t-online.de>

Liebe Listis,

Johann PRZYLUDZKI ist ~ 1812 geboren.
Er heiratet 1835 in der ev. Kirche in Rheinswein, seine Frau kommt aus Pfaffendorf.
Wo kommt er her, eventuell auch aus Pfaffendorf?

Ich suche alles zu den Eltern, Geschwistern, usw oder auch weitere Hinweise zum Namen PRZYLUDZKI (oder ähnliche Schreibweisen).
Wer hat diese Familie in seiner Ahnenliste?

Liebe Grüße
Monika


[OWP] FN NAREIKE

Date: 2017/09/06 15:29:06
From: dunkelwicht(a)t-online.de <dunkelwicht(a)t-online.de>

Liebe Listis,

weiterhin suche ich Informationen zum FN NAREYKE in Rheinswein und Pfaffendorf.
Kinder des Ehepaars Adolph NAREIKE und Louise KEMPKA sind in Rheinswein und Pfaffendorf geboren.
Eventuell eine Tochter von Johann Kempka?

Liebe Grüße
Monika


[OWP] FN Sareyka, Sareyko, Sareiko, Sareika

Date: 2017/09/06 15:58:29
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Am 1. Dezember 1956 feiern wir unsere Silberhochzeit und grüßen unsere
Verwandten und Bekannten aus der Heimat. Fritz Sareika, Schmiedemeister und
Frau Gertrud Sareika, geb. Raabe, Pr.-Eylau, Ostpreußen, jetzt Frankfurt am
Main-Unterliederbach, Cheruskerweg 46

Zum 75. Geburtstag
am 19. Juni 1956, Landsmann Fritz Sareyka, aus Bergensee, Kreis Angerburg.
Er wohnt in der sowjetisch besetzten Zone und ist durch seine Tochter Erna
Nowak, Berlin-West, Sonnenallee 39, zu erreichen

Landsleute, die jetzt aus Ostpreußen kamen 
Mit dem 20. Aussiedlertransport, der am 22. Mai 1956, im
Grenzdurchgangslager Friedland eintraf, sind auch 65 Landsleute aus
Ostpreußen gekommen. Wir bringen hier ihre Namen; die Ortsangaben sind aus
mancherlei Gründen nicht ganz fehlerfrei. Der Wohnort von 1939 ist in
Klammern gesetzt. Es kamen in Friedland an:
61. Marie Szanek, geb. Sareyka, 24.12.1894 in Oberproberg, Kreis Sensburg
(Selbongen, Kreis Sensburg), kommt aus Selbongen.

Prüfungen
Der Kriegsblinde ehemalige Fliegeroberleutnant Hans-Ulrich Sareyko, aus
Tilsit, Sohn des letzten Direktors der Kornhaus-Raiffeisen-eGmbH Tilsit, hat
an der Philipps-Universität Marburg/Lahn zum Dr. phil. promoviert. Seine
Dissertation schrieb Dr. Sareyko über das Thema „Das Weltbild eines
ostpreußischen Volkserzählers". Anschrift: Marburg/Lahn.
Friedrich-Naumann-Straße 11.

Aus Gurkeln, Kreis Sensburg, wird Horst-Günther Sareyka, geboren am 17. März
1936, gesucht von seiner Mutter Ella Sareyka, geborene Dudda, geboren am 10.
Juli 1914. Horst-Günther Sareyka kam von Gurkeln aus nach Treuburg in ein
Waisenhaus und von dort wurde dieses Waisenhaus ins Sudetenland verlegt.

Gesucht wird:
Gertrud Sareiko, aus Mohrungen, frühere Ad.-Hitler-Str. 54/8a, für Kurt
Franz Sareiko, geb. 04.12.1905 in Königsberg.

Frau Erna Gross, verw. Sareyka, geb. Kamin, aus Königsberg, Alter Graben
3-4, ist im November oder Dezember 1947 im Elisabeth-Krankenhaus in
Königsberg verstorben. Es werden Augenzeugen gesucht, die den Tod der Frau
Gross bestätigen können.

Wilhelm Jelinski, geb. am 06.03.1908 in Gelsenkirchen, aus Gollen, Kreis
Lyck, Ostpreußen, hat sich seit dem 15.08.1944 nicht mehr gemeldet. Seine
letzte Post kam aus Bessarabien. Letzte Feldpostnr. 37 507 B. Seine Frau
(meine Schwester) lebt mit ihren beiden Kindern, Christel-Edelgard, 16 Jahre
alt und Erhard-Willi, 12 Jahre alt, in der sowj. bes. Zone. Auskunft
erbittet Frau Marta Sareyka, Obrighoven, Rhld. Bei Wesel, Kreis Rees

Hans Sareyka, war im Jahre 1943 auf dem Verschiebebahnhof in Königsberg
beschäftigt. Am 24. Juli 1943 hatte er die Prüfung zum Rangieraufseher
bestanden. Der Dienstvorsteher war Herr Inspektor Gorski. Die Sekretäre aus
der Personalabteilung waren Herr Neumann und Herr Georg Gramsch. Ein Kollege
von Herrn S. war Herr Willi Pohl (Rangieraufseher). Wo befinden sich jetzt
diese Landsleute? Wer kann außer denen noch über die frühere Beschäftigung
des Herrn S. auf dem Verschiebebahnhof in Königsberg Angaben machen?
Nachricht erbittet Frau Marta Sareyka, Obrighoven, Rhld., bei Wesel, Kreis
Rees

Auskunft wird gebeten. Über nachstehend aufgeführte Landsleute liegen
Nachrichten vor; die Angehörigen werden gesucht.
36.	Kurt Franz Sareiko, geb. 04.12.1905 in Königsberg; gesucht wird
Gertrud Sareiko, aus Mohrungen, Adolf-Hitler-Straße 54/8a

Achtung! Russlandheimkerer(innen)! Wer kann Auskunft geben über das
Schicksal meines Sohnes, Uffz. Emil Sarnoch und Stabsgefr. Gustav Sarnoch,
letzte Anschrift Lötzen, Ostpreußen, und über meine Tochter,
Nachrichtenhelferin Elfriede Sareyka, aus Lötzen, Ostpreußen? Nachricht
erbittet Gustav Sarnoch, Dortmund-Asseln, Vogelinkweg 2

Direktor der Kornhausgenossenschaft Tilsit, Hohe Straße 88 Ernst Sareyko,
soll sich jetzt in Westdeutschland befinden.

Die Eheleute Schuhmachermeister August Metzler, geb. etwa 1872 und Frau
Berta, geb. Lemke, geb. am 14.10.1876 in Kl.-Stürlack, wohnhaft gewesen in
Lötzen, Lycker Straße (Haus Sareyka).

Nun schläft unser herzensguter Martin. Der furchtbare Krieg riss ihn nach
fast dreizehnjährigem Leiden, infolge schwerer Verwundung, erbarmungslos von
uns fort. Er war Lehrer mit seiner ganzen reichen Seele. Sein oft
gesprochenes Wort soll uns als Vermächtnis heilig sein: „Streut Blumen auf
dem Wege des Lebens“. Seine liebe Frau Christel mit Töchterlein Birgit.
Seine Brüder: Dr. med. dent. Wolfgang Clemens. Sozialgerichtsoberinspektor
Johannes Clemens. Fliegerleutnant Christfried Clemens, aus dem Kriege nicht
heimgekehrt. Seine Schwester, Liselotte Sareyko, geb. Clemens. Und die
Eltern: Charlotte Clemens, geb. Weikath, Hilfsschullehrer Rudolf Clemens.
„Grenze des Lebens, nicht der Liebe!“ Meldorf, Holstein, am 29. Juni 1954,
Danziger Straße 9. Einst: Königsberg/Pr.-Metgethen.














[OWP] Fwd: Trauer um Alfons Kolberg, Geburtsort: Danzig

Date: 2017/09/06 16:08:58
From: Ellen Zirkwitz <Pumuckl-45(a)gmx.de>




-------- Original-Nachricht --------
Betreff: 	Trauer um Alfons Kolberg, Geburtsort: Danzig
Datum: 	Sat, 5 Aug 2017 07:56:52 +0200
Von: 	Hans-Albert Neumann <hans-a.neumann(a)t-online.de>
An: 	Zirkwitz Ellen <pumuckl-45(a)gmx.de>



  Liebe Ellen,
  bitte leite diese Information an die OW-Preußen-Mailingliste weiter.
  Danke.
  Hans-Albert

  Sehr geehrte/r Forscher/in, liebe/r Leser/in,

  im Hamburger Abendblatt vom 5. / 6. August 2017 ist
  folgende Traueranzeige zu lesen:
  ____________________________________________________

  Alfons Kolberg

  *   05.04 1926 in Danzig
  †   20.07 2017 in Hamburg

___________________________________________________

  Wenn diese Anzeige online gebucht wurde, ist sie auf der Internet-Seite
  des Hamburger Abendblattes unter http://trauer.abendblatt.de zu finden.

  Dort können - über einen Zeitraum von 6 Monaten - die Trauer-Anzeigen
  gelesen und ggf. herunter geladen werden.

  Falls weitere geeignete Listen und/oder Foren bekannt sind, bitte
  ich um Weiterleitung dieser Information. Danke.
  Freundlicher Gruß aus Hamburg
  Hans-Albert (Neumann), e-Mail <hans-a.neumann(a)t-online.de>

  auf der Suche nach den Familiennamen
  JAEGER, PORSCH, ROST und REEFKE
  in und um Preußisch Mark / Ksp. Liebwalde (Kreis Mohrungen)

[OWP] FN Gromzik, Gromzick, Gromzig

Date: 2017/09/06 16:10:13
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Gerda Gromzik, 08.05.1938 in Sorquitten, Kreis Sensburg (Heinrichsdorf,
Kreis Sensburg), kommt aus Sensburg;

Angerburg. Gesucht werden: Hertha Gromzick, Angerburg, Bismarckstraße 17

Am 27. Dezember 1951 erlöste Gott nach langem, mit großer Geduld ertragenem
Leiden meinen lieben, treusorgenden Lebenskameraden, den liebevollen Vater
unserer Tochter Christa, unsern geliebten Bruder, Schwager, Onkel und
Schwiegersohn, den Bohrmeister Paul Gromzik, Angerburg, Ostpreußen,
Bismarckstraße 17, in fast vollendetem 48. Lebensjahre. In tiefem Schmerz:
Herta Gromzik, geb. Freundt

Sensburg.
Wer weiß etwas über den Verbleib von Hedwig Saller, geb. Gladisch, aus
Sensburg, Philosophenweg 77. Magda Bahl, geb. Sender, aus Sensburg.
Angehörige der Familie Gromzig, aus Ganthen, besonders Hermann und Wilhelm?


[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/06 16:38:34
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 8   Aus der landsmannschaftlichen Arbeit in …
BERLIN
Vorsitzender der Landesgruppe Berlin: Dr. Matthee, Berlin-Charlottenburg,
Kaiserdamm 83. „Haus der ostdeutschen Heimat" 

1. Dezember, 18.00 Uhr, Heimatkreis Lyck, Kreistreffen, Lokal: Konditorei
Bolt. Berlin SW 61, Yorckstr. 80/81, U-Bahn Mehringdamm. S-Bahn Yorckstr.,
Straßenbahn 2 , 3 , 95 , 96. 

1. Dezember, 19.30 Uhr, Heimatkreis Königsberg/ Bezirk Kreuzberg.
Bezirkstreffen. Lokal: Konditorei Bolt, Berlin SW 61, Yorckstraße 80/81. 

2. Dezember, 15.30 Uhr, Heimatkreis Rastenburg, Kreistreffen/Adventsfeier.
Lokal: Pilsner Urquell. Bln.-Wilmersdorf, Bundesplatz 2. S-Bahn Wilmersdorf.
Straßenbahn 44, Bus A 16. 

2. Dezember, 16.00 Uhr, Heimatkreis Sensburg, Weihnachtsfeier, Lokal:
Ideal-Klause. Berlin-Neukölln, Mareschstraße 14. S-Bahn Sonnenallee, Bus A
4. 

2. Dezember, 16.00 Uhr, Heimatkreis Königsberg/ Bezirk Charlottenburg.
Bezirkstreffen. Lokal: Grafsche Gaststuben, Berlin - Charlottenburg,
Wilmersdorfer Straße 21. 

2. Dezember. 18.00 Uhr, Heimatkreis Königsberg/Bezirk Neukölln,
Bezirkstreffen. Lokal: Berliner Kindl, Berlin-Neukölln. Bertheldorfer Str.
Nr. 7, Ecke Donaustraße. 

5. Dezember, 19.30 Uhr, Heimatkreis Königsberg/Bezirk Wedding.
Bezirkstreffen. Lokal: Beyer. Berlin N 65, Müllerstraße 126.

8. Dezember, 19.30 Uhr, Heimatkreis Königsberg/Bezirk Schöneberg.
Bezirkstreffen. Lokal: Gasthaus „Zur Sonne". Berlin-Schöneberg,
Kolonnenstraße 51. 

9. Dezember. 15 Uhr, Heimatkreise Memel/Hevdekrug/Pogegen. Weihnachtsfeier,
Lokal: Parkrestaurant Südende, Steglitzer Straße 14/16, S-Bahn Südende. 

9. Dezember. 15 Uhr, Heimatkreis Neidenburg/Soldau. Weihnachtsfeier, Lokal:
Ideal-Klause. Berlin-Neukölln, Mareschstraße 14. S-Bahn Sonnenallee. Bus A
4. 

9. Dezember. 15 Uhr, Heimatkreis Pr.-Holland, Weihnachtsfeier, Lokal:
Sportklause am Reichssportfeld. Reichssportfeldstr. 23. S-Bahn
Reichssportfeld. Straßenbahn 75. 

9. Dezember. 16.30 Uhr. Heimatkreis Johannisburg. Weihnachtsfeier. Lokal:
Konditorei Boldt. Berlin SW 61. Yorckstraße 80/81. S-Bahn Yorckstraße.
Straßenbahn 2, 3. 

12. Dezember, 18 Uhr. Heimatkreis Wehlau, Adventsfeier mit Bescherung der
Kinder von Mitgliedern. Lokal: Vereinshaus Heumann. Berlin N 65. Nordufer
15. S-Bahn Putlitzstr.. Bus A 16. 

15. Dezember, 17 Uhr. Heimatkreis Gumbinnen. Weihnachtsfeier. Lokal:
Parkrestaurant Südende, Steglitzer Straße 14/16. S-Rahn Südende. 

15. Dezember, 17 Uhr. Heimatkreis Darkehmen, Weihnachtsfeier. Lokal: Zum
Landsknecht. Berlin NW 21. Ecke Stephan- und Havelberqer Str.. S-Bahn
Putlitzstraße. Straßenbahn 2, 23, 25, 35 und 44. 

HAMBURG
Vorsitzender Landesgruppe Hamburg: Hans Kuntze, Hamburg – Bergedorf,
Geschäftsstelle: Hamburg 13, Parkallee 86; Postscheckkonto Hamburg 96 05. 

Bezirksgruppenversammlungen 
Es wird gebeten, zu allen Bezirksgruppenversammlungen die Mitgliedsausweise
mitzubringen. 
Harburg-Wilhelmsburg: Sonnabend, 1. Dezember, 19.30 Uhr, in der Gaststätte
Wiedemann, Winsener Straße 21 (Ecke Reeseberg). Adventfeier. Die Landsleute
werden gebeten, Kerzen mitzubringen. Die Adventfeier, auf der Superindentent
Doskocil spricht, wird mit einem Gedenken an die Opfer des ungarischen
Freiheitskampfes verbunden werden. Würdige musikalische Darbietungen werden
sie bereichern. 

Wandsbek: Montag, 3. Dezember, 20 Uhr, im Bezirkslokal Lackemann, Wandsbek,
Hinterm Stern Nr. 4, nächster Heimatabend. Dabei werden unter anderem auch
die Gründung der Jugendgruppe sowie die Planung des für Januar vorgesehenen
Kappenfestes besprochen. 

Altona: Achtung, Terminänderung! Dienstag, 4. Dezember, 20 Uhr, im Hotel
„Stadt Pinneberg", Altona, Königstraße 260, Advent- und Vorweihnachtsfeier.
Die Landsleute werden gebeten, Kerzen mitzubringen. Elternabend der
Kindergruppe am Sonntag, 16. Dezember, um 16 Uhr, im Hotel „Stadt
Pinneberg", Königstraße 260, mit Eltern und Gästen. 

Fuhlsbüttel: Dienstag, 4. Dezember, 20 Uhr, im „Landhaus Fuhlsbüttel",
Brombeerweg 1, nächste Monatsversammlung. — Sonntag. 23. Dezember, ab 16 Uhr
im „Landhaus Fuhlsbüttel" Weihnachtsfeier unter dem Motto: Kinder laden ihre
Eltern ein. Teilnahmeberechtigt sind nur Kinder, die nach dem 1. August 1956
an Veranstaltungen der Kindergruppe teilgenommen haben. Es wird gebeten.
Teilnehmerzahlen (getrennt nach Erwachsenen und Kindern) bis spätestens 4.
Dezember an den Bezirksobmann zu geben. 

Eimsbüttel: Sonntag, 9. Dezember, 16 Uhr, im Lokal „Heusshof", Fruchtallee
136a, Adventfeier. Bitte Kuchen und ein kleines Geschenk für den Julklapp
mitzubringen. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. 

Elbgemeinden: Sonnabend, 22. Dezember, 18 Uhr, in der „Johannesburg",
Blankenese, Elbchaussee 566, Weihnachtsfeier. Die in unserem Bezirk
wohnenden Landsleute werden gebeten, ihre beabsichtigte Teilnahme auf dem
ihnen mit Rundschreiben zugehenden Formular rechtzeitig — bis spätestens 14.
Dezember — anzumelden. 

Kreisgruppenversammlungen 
Insterburg: Sonnabend, 1. Dezember, 20 Uhr, in der „Alsterhalle", An der
Alster 83 — Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, Weihnachtsfeier in der
„Alsterhalle". 

Goldap: 
Sonntag, 2. Dezember, 15 Uhr. in der „Alsterhalle", An der Alster 83.
Adventfeier. 

Treuburg: Sonnabend, 8. Dezember, 19 Uhr, im Lokal Steenbuck, Hamburg 13.
Beim Schlump 29, Adventfeier mit gemeinsamer Kaffeetafel. 

Gerdauen: Sonntag, 9. Dezember, 16 Uhr, im Lokal „Heusshof", Fruchtallee
136a. Adventfeier. Bitte Kuchen und ein kleines Geschenk für den Julklapp
mitzubringen. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. 

Heiligenbeil: Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, in der „Alsterhalle". An der
Alster 83. Adventfeier mit gemeinsamer Kaffeetafel. Wir bitten wie immer ein
Austauschpäckchen mitzubringen. 

Unsere Jugend trifft sich 
Altona: Jugendgruppe: Heimabend alle 14 Tage Mittwoch 19.30 bis 21.30 Uhr,
Jugendheim Altona, Bahrenfelder Straße 131. Nächstes Treffen am 12.
Dezember. Kindergruppe: Heimabend jeden Donnerstag um 16 Uhr im Jugendheim
Altona, Bahrenfelder Straße 131. 

Barmbek: Jugendgruppe: Heimabend jeden Donnerstag von 18.30 bis 20.30 Uhr im
Jugendheim. Wittenkamp 17a. 

Billstedt: Jugendgruppe: Heimabend jeden Donnerstag von 20 bis 22 Uhr im
Jugendheim, Horner Brückenweg 24. 

Eimsbüttel: Kindergruppe: Nächster Heimabend am Mittwoch, 5. Dezember, 16
Uhr, im Fröbel-Seminar, Bundesstraße/Ecke Rentzelstraße. Wir treffen uns
pünktlich vor dem Haus. Weitere Heimabende wöchentlich Bundesstraße 101. 

Eppendorf-Eimsbüttel: Jugendgruppe: Jeden Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr
im GorchFock-Heim, Loogestraße 21 (U-Bahnhof Kellinghusenstraße). 

Elbgemeinden: Unsere Kinder und Jugendlichen schließen sich den
Veranstaltungen in Altona an. 

Fuhlsbüttel: Kindergruppe: Jeden Montag von 17.30 bis 19.30 Uhr ab sofort in
der Schule, Rathsmühlendamm. 

Harburg-Wilhelmsburg: Jugendgruppe: Jeden zweiten und vierten Mittwoch im
Monat von 19.30 bis 21.30 Uhr im Jugendheim, Winsener Straße Nr. 72a.
Volkstanz und sportliche Spiele: Jeden ersten und dritten Donnerstag im
Monat von 19.30 bis 21.30 im Gymnastiksaal der Schule Eissendorfer Straße
26. 
Kindergruppe: Jeden Freitag von 16 bis 18 Uhr in der Schule Eissendorfer
Straße 26. 

Wandsbek: Jugendgruppe: Heimabend am Sonnabend. 15. Dezember, um 17 Uhr in
der Schule Bovestraße 10. Baracke Hilfsschule (Hof). 
Die ost- und westpreußische Jugend in der DJO Hamburg lädt am Freitag. 30.
November, 19.30 Uhr, zu einem offenen weihnachtlichen Singen im „Heim der
offenen Tür", Bundesstraße 101, mit allen Gruppen ein. Gäste sind herzlich
willkommen. 

SCHLESWIG-HOLSTEIN
Vorsitzender der Landesgruppe Schleswig-Holstein: Fritz Schröter, Kiel,
Holstenstraße 46 II.
 
Tagung des Vorstandes der Landesgruppe 
Der Vorstand der Landesgruppe Schleswig-Holstein tagte am 10. November in
Neumünster. Nach einem Bericht des Vorsitzenden der Landesgruppe über den
Stand der Einigungsverhandlungen und die Schulungstagung vom 13./14. Oktober
wurde die weitere Arbeit der Landesgruppe eingehend besprochen. Die
Verbindung mit den Behörden, den einheimischen Organisationen und der
einheimischen Bevölkerung soll in Zukunft stärker gepflegt werden. Der
Vorsitzende der Landesgruppe erbot sich, hierfür eine Denkschrift für die
Kreis- und örtlichen Gruppen auszuarbeiten. Weiterhin wurde beschlossen, der
am 3. Dezember stattfindenden Tagung der Kreisgruppenvorsitzenden die
Durchführung eines Landestreffens in Neumünster vorzuschlagen. Der Vorstand
war einmütig der Auffassung, dass die außenpolitische Lage, welche
gleichfalls erörtert wurde, die Abhaltung eines Landestreffens erfordert.
Der Vorsitzende der Landesgruppe teilte ferner mit, dass Landsmann Mertineit
sein Amt im Vorstand niedergelegt habe und er Herrn Dr. Bahr, Meldorf, für
den Rest des Jahres um die Mitarbeit im Vorstand gebeten habe. 

Schleswig. Die Ortsgruppe Schleswig der Landsmannschaft veranstaltete am 12.
November einen Heimatabend, der sehr gut besucht war. Das Programm dieser
Zusammenkunft wurde bestritten von zwei Schauspielern des
Nordmark-Landestheaters, von der Gymnastikgruppe des Friedrichsberger
Turnvereins und von Frau Kollmann und Tochter, die das Programm musikalisch
umrahmt hatten. Ausgehend von der Allegorie „Die Sorge" von Joh. Gottfried
Herder wies der Vorsitzende auf die schweren Sorgen hin, die unsere
Landsleute seit ihrer Austreibung aus der Heimat bedrückten. Trotz des
„Wirtschaftswunders", an dem nur eine dünne Schicht teil hat, die den
Lebensstandard zu ihrem Gott gemacht hat und nur eine Sorge kennt, ihr
Amüsement zu erweitern, gibt es viele unter uns, die den Pfennig zehnmal
umdrehen, bevor sie ihn ausgeben. Alle unsere Sorgen verblassen aber
angesichts der Geschehnisse, die heute die Welt in Spannung versetzt haben,
angesichts des Überfalls auf Ägypten und des grauenvollen Blutbades in
Ungarn. Tausende von edlen und tapferen Freiheitshelden des Ungarnvolkes
haben Blut und Leben für ihr Vaterland geopfert. Hier erhob sich die ganze
Versammlung und ehrte die Toten. — Mit dem Ostpreußen- und dem
Schleswig-Holstein-Lied schloss der Abend. 

Burg auf Fehmarn. Die von Landsmann Schramke als 1. Vorsitzender geleitete
Gruppe veranstaltete kürzlich einen wohlgelungenen Theaterabend im Hotel
Kaiserhof. Aufgeführt wurde der Schwank von Curt A. Goetz „Meine Frau ist
gleichberechtigt". Herzlicher Beifall dankte den Mitwirkenden für ihr
ungezwungenes, flottes Spiel. Die Regie hatte Kurt Göpfert, der zugleich die
Rolle des Onkel Peters spielte. Für das wirkungsvolle Bühnenbild und die
Heranschaffung der Requisiten sorgte Mittelschulkonrektor Ernst Bock.
Bekannte Firmen der Inselstadt liehen Fensterdekorationen. Möbel und
Beleuchtungskörper. Die Anregung zu diesem Abend nach langer Spielpause
erging von dem hierfür eifrig bemühten 2. Vorsitzenden Otto Soboll, der erst
kurze Zeit als Zollbeamter auf der Insel Fehmarn tätig ist. 

Uetersen. Die Adventfeier (nur für Mitglieder) wird am 14. Dezember, 20 Uhr,
im Café von Stamm stattfinden. Anmeldungen bis zum 12. Dezember in der
Buchhandlung Andresen. — Zu Beginn der sehr gut besuchten
Novemberversammlung gedachte der 1. Vorsitzende Tinschmann des bei einem
Autounfall verunglückten Bürgermeisters Wilkens. Danach gab er einen
Überblick über die Geschehnisse im Freiheitskampf der Ungarn. Studienrat
Zehe hielt einen einprägsamen Lichtbildervortrag über Danzig und wies auf
die Veröffentlichungen des kürzlich verstorbenen Professors Dr. Wilhelm
Starlinger hin. Die örtliche Referentin für den Suchdienst vom Verband der
Heimkehrer, Frau Krause, erörterte die Notwendigkeit vollständiger Angaben
für die Heimatkreiskarteien. 

NIEDERSACHSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen: Arnold Woelke, Göttingen,
Keplerstraße 26, Telefon 2 47 01; Geschäftsstelle: Hannover, Humboldtstraße
21/22 (Hofgebäude). 

Durch Entgegenkommen des Aufstieg-Verlags, München, ist es möglich gewesen,
für die niedersächsischen Orts- und Kreisgruppen eine Lichtbildreihe
herzustellen, welche eine im Juni 1956 durchgeführte Reise durch Ostpreußen
schildert. Diese Lichtbilder, die bei der ersten Vorführung in Göttingen
starkes Interesse erregt haben, können sofort bei der Landesgeschäftsführung
angefordert werden. 

Göttingen. Am Volkstrauertag legte die hiesige Gruppe stellvertretend für
alle Ostpreußen einen Kranz am Ehrenmal für die ostpreußischen Gefallenen
nieder. An der feierlichen Kranzniederlegung beteiligten sich wieder auch
zahlreiche andere Vereinigungen. — Im überfüllten Saal des „Deutschen
Gartens" fand die Monatsversammlung für November statt. Der Verfasser des
Buches „Das heutige Ostpreußen", Willi Michael Beutel, Berlin, berichtete
von seiner Reise durch Ostpreußen im Juni 1956. Zugleich wurde zum ersten
Male eine eigens hierfür hergestellte Lichtbildserie gezeigt. Der
Vorsitzende, Landwirtschaftsrat Woelke, deutete die erschütternde Tatsache,
dass die ostpreußischen Städte und Dörfer zu einem großen Teil noch
Trümmerhaufen sind, dahin, dass die Polen sich der Unrechtmäßigkeit ihres
Anspruches auf unsere Heimat sehr wohl bewusst sind und daher ungern und
zögernd an einen Wiederaufbau herangehen. — Eine Tellersammlung für die
Opfer des ungarischen Freiheitskampfes erbrachte 250,37 DM. 

Hannover. Sonntag. 9. Dezember, 16 Uhr, im Bäckeramtshaus,
Herschelstraße/Ecke Brüderstraße, weihnachtliche Feier für Angehörige des
Heimatkreises Tilsit-Stadt. 

Braunschweig. Der Vorsitzende gedachte auf einem kulturellen Abend im
Katharineum der Geschehnisse in Ungarn. Vorträge in ostpreußischen Mundarten
führten die Landsleute wieder in die Heimat. 

Salzgitter-Nord. Bei der Totenehrung auf der Jahreshauptversammlung der
Kreisgruppe, die im Musiksaal der Schule am Ostertal stattfand, wurde auch
der gefallenen ungarischen Freiheitskämpfer gedacht. In seinem
Tätigkeitsbericht erwähnte der Vorsitzende, G. Staff, dass, zumal in
Lebenstedt, viele Neuaufnahmen von Mitgliedern erfolgt sind. Auch in
Gebhardshagen hat sich die landsmannschaftliche Arbeit gefestigt. Der
Jugendbund Ordensland, der an vierzig Heimatabenden in der Schule am
Amselstieg zusammengekommen ist, weist eine gesunde Entwicklung auf. Ein
Johann-Gottfried-Herder- und ein Ernst-Wiechert-Abend sowie andere
Veranstaltungen zeugten für die kulturellen Bestrebungen. Auf Vorschlag der
Gruppe wurde eine Straße im Salzgittergebiet „Agnes-Miegel-Straße" genannt.
(Ein Antrag an den Rat der Stadt, auch eine Straße „Königsberger Straße" zu
bezeichnen, wurde beschlossen.) Herzlich begrüßt wurde der Vorsitzende der
Landesgruppe, Landwirtschaftsrat Arnold Woelke, der über die Erfolge der
heimatpolitischen Arbeit in Amerika berichtete. Alfred Hein richtete die
Mahnung an die Landsleute, weiterhin zusammenzustehen. Mit Tänzen der
Jugendgruppe und der Vorführung von drei guten Heimatfilmen schloss die
Hauptversammlung. — In den Vorstand wurden gewählt bzw. wiedergewählt: 1.
Vorsitzender Gerhard Staff, gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende
Emil Rehberg und Gerhard Dorr; Schriftführerin Hanna Kundt:
Protokollführerin Dorothea Beckurts, Jugendleiter Werner Stobschinski;
Kulturreferentin Frau Klein. Die Wahl des Kassierers wurde auf Januar
verschoben. 

Seesen am Harz. Die Adventsfeier wird am 13. Dezember, um 20 Uhr, und die
Vorweihnachtsstunde für 120 Kinder der Jahrgänge 1943 bis 1954 am Sonntag,
16. Dezember, um 16 Uhr, stattfinden. Die Programmgestaltung liegt in Händen
von Kulturleiterin Lieselotte Donnermann und Dipl.-Musiklehrerin Annemarie
Patett. 

BREMEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Bremen: Rechtsanwalt und Notar Dr. Prengel,
Bremen, Sögestraße 46. 

Bremen. Heimatabend-Nikolausfeier am 5. Dezember, 20.20 Uhr, im Café
Schrick. — Kinderweihnachtsfeier am 15. Dezember, 16 Uhr, in der Aula der
Hermann-Böse-Schule. 

NORDRHEIN-WESTFALEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen: Erich Grimoni, (22a)
Düsseldorf 10, Am Schein 14. Telefon 6 24 14. 

Delegiertentagung für Nordrhein-Westfalen. Egbert Otto sprach über Ziele der
Heimatpolitik. 
Zu einer außerordentlichen Landesdelegiertentagung fanden sich Abordnungen
der landsmannschaftlichen Vereinigungen in Nordrhein-Westfalen am Sonntag,
dem 18. November, im Duisburger Hof in Duisburg ein. Der Hauptpunkt der
Tagung war die Stellungnahme zum Stand der heimatpolitischen Arbeit in der
gegenwärtigen Situation. Der Vorsitzende der Landesgruppe, Erich Grimoni,
begründete in seiner Begrüßungsansprache die Zusammenkunft mit den
besorgniserregenden innen- und außenpolitischen Vorgängen der letzten Zeit.
Zum Thema sprach der Stellvertretende Sprecher unserer Landsmannschaft
Egbert Otto. In einem grundlegenden Referat erörterte er die Entwicklung
seit 1945 und berichtete über die Erfolge und die Hemmnisse der
heimatpolitischen Arbeit in Deutschland und im Ausland. 

Landsmann Egbert Otto nahm dann zu der Verzichtspolitik verschiedener
Parlamentarier Stellung, die sich vor allem nach der Londoner Erklärung des
Bundesaußenministers Dr. von Brentano zeigte. Es ergebe sich in diesem
Zusammenhang — so erklärte der Redner — die Hauptaufgabe der
Landsmannschaften, eine aktive Bundespolitik in ostdeutschen Fragen zu
erstreben. 

Verschiedene Erfolge im Ausland seien als Beweis dafür zu werten, dass der
von unserer Landsmannschaft eingeschlagene Weg richtig sei. So sei es im
steigenden Maße gelungen, die amerikanische Öffentlichkeit für unsere
Probleme zu interessieren, wobei u. a. auch die Steuben-Gesellschaft eine
bedeutende Rolle gespielt habe. Ungarn biete ein eindrucksvolles Beispiel
dafür, wie sich ein Volk verhalten könne. Die Flamme der Freiheit sei trotz
des brutalen Vorgehens der bolschewistischen Machthaber nicht erstickt
worden. Das Moskauer Schaumgespinst von der Koexistenz, besonnen in Genf Nr.
2. sei nunmehr zerrissen. Wir dürften keine Geschenke erwarten. Erfolge
könnten nur erarbeitet oder erkämpft werden. Jene aber, die da behaupteten,
wir hätten keine Chance, seien im Irrtum. Ein so großes Unrecht, wie es die
Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten bedeute, könne und werde nicht
bestehen bleiben. 

In einer Aussprache zeigte es sich, dass die Delegierten in allen
wesentlichen Fragen und in der Zielsetzung der heimatpolitischen Arbeit
übereinstimmten. Als vordringlichste Aufgabe wurde erkannt, die mit dem
Schicksal Ostdeutschlands verbundenen Probleme in Zukunft der Öffentlichkeit
stärker als bisher, nahezubringen, und mit Entschiedenheit und
Überzeugungskraft gegen irreführende Beeinflussungsversuche Stellung zu
nehmen. 

Gruppenleiterlehrgang in Leichlingen
Am 3. und 4. November trafen sich zum ersten Mal die ostpreußischen
Gruppenleiter des Landschaftsverbandes Rheinland in der Jugendherberge
Leichlingen. Pünktlich um 17 Uhr begann der Lehrgang, der in einen
fröhlichen, von Jochen Glöckner geleiteten, Sängerkrieg mündete. Einige der
hierbei gesungenen siebzehn Lieder waren manchen unbekannt. Am Abend sprach
Dr. Heincke über das Brauchtum zur Winterszeit. Er gab Anregungen, wie man
Advent und Weihnachten feiern kann. Danach wurde ein Lichtbildervortrag
„Wanderung durch das südliche Ostpreußen" gehalten. 

Der Sonntag begann mit einer Morgenfeier, in deren Verlauf Heinz Kowalski
auf den Freiheitskampf des ungarischen Volkes hinwies. Der Vormittag war dem
Laienspiel gewidmet. Günter Lilge erörterte, nach welchen Gesichtspunkten
man ein Stück auswählt, besetzt und einstudiert. Den Erfolg sahen die
Teilnehmer bei einer Vorführung vor der gesamten Belegschaft der
Jugendherberge, die wahre Lachsalven hervorrief. Jeder wird sich gerne
dieser Ratschläge entsinnen, wenn er es unternimmt, ein Stück einzuüben.
Hier wurde keine „graue Theorie" geboten, sondern eine wirkliche Hilfe für
die praktische Arbeit. Nach dem Mittagessen sprach der Lehrgangsleiter Heinz
Kowalski über die Vertiefung der Arbeit. Es wurden einige wichtige
Beschlüsse gefasst. Der Vortragende äußerte, dass die Lehrgänge keine
„gemütlichen" Zusammenkünfte seien, sondern wirkliche Arbeit erforderten,
aus der die Gruppen Nutzen ziehen sollten. In diesem Sinne war auch der
Lehrgang aufgebaut worden. Es gab wenig Pausen. Nach einer ergiebigen
Aussprache wurden Volkstänze vorgeführt. Zum Schluss sangen die Teilnehmer
das Ostpreußenlied; sie riefen sich ein fröhliches „Auf Wiedersehen" zu. E.
F.
 
Bochum. Die Frauengruppe unserer Landsmannschaft wird die Kinder ihrer
Mitglieder am Mittwoch, dem 12. Dezember, um 18 Uhr, in der Gaststätte
„Sandkühler", Bochum, Blumenstraße (Linie 7/17 bis Klinikstraße) bescheren.
Anmeldung der Kinder zur Bescherung und Einzahlung der Bescherungsspende bis
zum 5. Dezember bei Frau Gehrmann, Bochum. Nordring Nr. 65, erbeten. — Die
Adventsfeier für alle Mitglieder der Landsmannschaft Ostpreußen, Kreisgruppe
Bochum, findet am Sonnabend, dem 15. Dezember, ab 19.30 Uhr im
Ernst-Moritz-Arndt-Haus (Evang. Akademie) (Linie 53 bis Melanchtonkirche),
statt. Eintritt frei, jedoch Mitgliedskarten mitbringen. Jeder Landsmann
wird gebeten, eine Kerze und ein Austauschpäckchen im Werte von einer DM
mitzubringen. Kaffee und Kuchen werden gegen Selbstkostenpreis im Saal
angeboten werden. Neben musikalischen Darbietungen wird auch ein
Weihnachtsspiel der Frauengruppe aufgeführt. 

Lünen. Am 9. Dezember (2. Advent), treffen sich die vier Memelkreise um 16
Uhr in der Gaststätte „Pähler", Borker Straße, zu einer Gruppenversammlung.
Jeder Landsmann bringe sich etwas Gebäck und eine Kerze mit. Es sollen auch
die Hamburger Beschlüsse beraten werden.

Seite 8   Zwei Fotos. Heimatliche Wappen- und Straßennamen in Schleswig. 
Es gibt unzählige Möglichkeiten, auch hier im Westen, in der Bundesrepublik,
an unsere Heimat zu erinnern und den Gedanken an sie lebendig zu erhalten.
Eine davon hat die Gruppe unserer Landsmannschaft in Schleswig unter ihrem
sehr rührigen Vorsitzenden Wlottkowski verwirklicht. Anlässlich der
Ostdeutschen Kulturtagung 1954 stellte die Gruppe in der Königsberger Straße
ein Schild auf, das das Königsberger Schloss zeigt (wir bringen hier eine
Aufnahme), und in diesem Jahr wurde am Tag der Heimat in der Memeler Straße
über dem Straßenschild ein Kurenkahn aufgestellt und darunter das Wappen der
Stadt Memel angebracht. Beide Heimatwappen, die zusammen über sechshundert
Mark kosten, sind aus eigenen Mitteln der Gruppe — ohne Zuschüsse von
irgendeiner Seite — geschaffen worden.


[OWP] GELEGENHEITSFUND 1931: Königsberg, Dabzi g

Date: 2017/09/06 16:56:50
From: hwo-sasel <hwo-sasel(a)gmx.de>


Guten Tag,
ich finde diese FN in "Beyers Deutsche Frauen Zeitung" Heft 12 von 1931/32 Jahrgang 46, Seite 20:

Beim Wettbewerb Weihnachtsfreude allen Kindern sind Gewinner einses Zusatzpreises

Else Hempel aus Dantig-Langfuhr,
Jenny Krieleis aus Königsberg i.Pr.,
Traute Schellwien, dito.,
Frau Giekon, dito.

Ich hoffe es hilft jemanden.
Gruß Horst

Re: [OWP] Glauch Kreis Ortelsburg

Date: 2017/09/06 16:58:14
From: Olaf Göbeler <olafgoebeler(a)web.de>

Sehr geehrter Herr Topp, 
der Familie Sieg gehörte einige Zeit Gut Kilischken. Nachbesitzer wurde Familie Rayzik. Die Kreisgemeinschaft Ortelsburg hat eine Chronik über Glauch. 

mit freundlichen Grüßen
Olaf Göbeler

> Gesendet: Mittwoch, 06. September 2017 um 15:23 Uhr
> Von: "Karsten Topp via OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
> An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
> Betreff: Re: [OWP] Rheinswein und Pfaffendorf Kreis Ortelsburg und Gaynen/Sensburg
>
> Ich schliesse mich mal dieser Anfrage informell an. Gesucht wird Familie SIEG aus Gauch/Kreis Ortelsburg - vormals Kreis Königsberg.
> > On 6 Sep 2017, at 14:21, dunkelwicht(a)t-online.de wrote:
> > 
> > 
> > Liebe Listis,
> > 
> > ich trete in Ostpreußen immer noch auf der Stelle und hoffe, dass mich neue Listenteilnehmer weiterbringen können.
> > Deshalb stelle ich in den folgenden Mails meine toten Punkte vor.
> > Zunächst suche ich allgemeine Informationen und Ortspläne und Einwohnerlisten von Rheinswein/Ortelsburg, Pfaffendorf/Ortelsburg und Gaynen/Sensburg.
> > 
> > Liebe Grüße
> > Monika
> > 
> > 
> > 
> > 
> > _______________________________________________
> > OW-Preussen-L mailing list
> > OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> > http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
> 
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>

Re: [OWP] Rheinswein und Pfaffendorf Kreis Ortelsburg und Gaynen/Sensburg

Date: 2017/09/06 17:02:40
From: Bernd Kazperowski <bernd_kazperowski(a)gmx.de>

   Hallo Monika

   was suchst Du speziell? Der Kreis Ortelsburg hat zwei Buecher "Die
   Landgemeinden des Kreises Ortelsburg". Leider sind dort fuer die Orte
   kaum Namen genannt. Es gibt nur allgemeine Informationen. Kennst Du
   diese Buecher? Fuer Sensburg sieht die Informationslage ein bisschen
   besser aus. Ich habe eine Zusammenstellung aller Ortsplaene und
   Einwohner von 1945 die mal in den Sensburger Heimatbriefen
   veroeffentlicht wurden. Gaynen war ein Gut und gehoerte zum Ort
   Ganthen. Lt. Verzeichnis lebten dort 13 Familien bzw. Einzelpersonen.
   Kennst Du diese Unterlage? Falls Du Sie nicht hast, so bin ich bereit
   sie zu kopieren und dir die Scans zukommen zu lassen. Noch eine
   Information: im Bundesarchiv in Bayreuth lagern die Seelenlisten ueber
   alle Orte in Ostpreussen. Dort kannst Du Dir Kopien bestellen.

   mfG Bernd

[OWP] Fwd: Trauer um Georg Friedrich von Krogh, Geb urtsort: Johannisburg / Ostpreußen

Date: 2017/09/06 17:28:11
From: Ellen Zirkwitz <Pumuckl-45(a)gmx.de>




-------- Original-Nachricht --------
Betreff: Trauer um Georg Friedrich von Krogh, Geburtsort: Johannisburg / Ostpreußen
Datum: 	Tue, 22 Aug 2017 13:32:56 +0200
Von: 	Hans-Albert Neumann <hans-a.neumann(a)t-online.de>
An: 	Zirkwitz Ellen <pumuckl-45(a)gmx.de>



Liebe Ellen,
  bitte leite diese Information an die OW-Preußen-Mailingliste weiter.
  Danke.

  Mit freundlichem Gruß
  Hans-Albert

  Sehr geehrte/r Forscher/in, liebe/r Leser/in,

  im Hamburger Abendblatt vom 19. / 20. August 2017 war
  folgende Traueranzeige zu lesen:
  ____________________________________________________

  Georg Friedrich von Krogh

  *  16. Januar 1933 Johannisburg / Ostpreußen
  †    4. August 2017 Hanstedt - Nindorf,  Im Wiesenhof

___________________________________________________

  Wenn diese Anzeige online gebucht wurde, ist sie auf der Internet-Seite
  des Hamburger Abendblattes unter http://trauer.abendblatt.de zu finden.

  Dort können - über einen Zeitraum von 6 Monaten - die Trauer-Anzeigen
  gelesen und ggf. herunter geladen werden.

  Falls weitere geeignete Listen und/oder Foren bekannt sind, bitte
  ich um Weiterleitung dieser Information. Danke.
  Freundlicher Gruß aus Hamburg
  Hans-Albert (Neumann), e-Mail <hans-a.neumann(a)t-online.de>

  auf der Suche nach den Familiennamen
  JAEGER, PORSCH, ROST und REEFKE
  in und um Preußisch Mark / Ksp. Liebwalde (Kreis Mohrungen)

Re: [OWP] Glauch Kreis Ortelsburg

Date: 2017/09/06 18:09:51
From: Karsten Topp via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Herr Göbeler,

das ist hochspannend und hilft mir sicher weiter.
Herzlichen Dank!


Karsten Topp

Gesendet von Mail für Windows 10

Von: Olaf Göbeler 
Gesendet: Wednesday, September 6, 2017 15:58
An: katopp(a)gmail.com; ow-preussen-l(a)genealogy.net
Betreff: Aw: Re: [OWP] Glauch Kreis Ortelsburg

Sehr geehrter Herr Topp, 
der Familie Sieg gehörte einige Zeit Gut Kilischken. Nachbesitzer wurde Familie Rayzik. Die Kreisgemeinschaft Ortelsburg hat eine Chronik über Glauch. 

mit freundlichen Grüßen
Olaf Göbeler

> Gesendet: Mittwoch, 06. September 2017 um 15:23 Uhr
> Von: "Karsten Topp via OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
> An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
> Betreff: Re: [OWP] Rheinswein und Pfaffendorf Kreis Ortelsburg und Gaynen/Sensburg
>
> Ich schliesse mich mal dieser Anfrage informell an. Gesucht wird Familie SIEG aus Gauch/Kreis Ortelsburg - vormals Kreis Königsberg.
> > On 6 Sep 2017, at 14:21, dunkelwicht(a)t-online.de wrote:
> > 
> > 
> > Liebe Listis,
> > 
> > ich trete in Ostpreußen immer noch auf der Stelle und hoffe, dass mich neue Listenteilnehmer weiterbringen können.
> > Deshalb stelle ich in den folgenden Mails meine toten Punkte vor.
> > Zunächst suche ich allgemeine Informationen und Ortspläne und Einwohnerlisten von Rheinswein/Ortelsburg, Pfaffendorf/Ortelsburg und Gaynen/Sensburg.
> > 
> > Liebe Grüße
> > Monika
> > 
> > 
> > 
> > 
> > _______________________________________________
> > OW-Preussen-L mailing list
> > OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> > http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
> 
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>

[OWP] Traueranzeigen mit Elchschaufel

Date: 2017/09/06 18:17:17
From: Egon Stelljes <e.stelljes(a)ewetel.net>

Erna Seeger, geb. Wallat
https://trauer.weser-kurier.de/traueranzeige/erna-seeger


Hans Naddig
https://trauer.kreiszeitung.de/traueranzeige/hans-naddig

Gruß Egon

Re: [OWP] FN PLEWA und RADTKE

Date: 2017/09/06 19:14:08
From: Norman U. Baltrusch <nbaltrusch(a)t-online.de>

Hallo Monika,

habe auch RADTE, aber im Raum Stuhm... geht dort auf den polnischen FN RATKA / RATKOWSKI zurück.

Viele Grüße
Norman 



-----Original-Nachricht-----
Betreff: [OWP] FN PLEWA und RADTKE
Datum: 2017-09-06T15:26:24+0200
Von: "dunkelwicht(a)t-online.de" <dunkelwicht(a)t-online.de>
An: "ow-preussen-l(a)genealogy.net" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>


Liebe Listis,

ich habe Katharina Plewa * 17. 9. 1815 in Pfaffendorf/Ortelsburg
Eltern: Martin PLEWA und Katharina RADTKIN

Ich suche alles zu den Eltern, Geschwistern, usw oder auch weitere Hinweise zu den Namen PLEWA (oder ähnliche Schreibweisen) und RADTKE (oder ähnliche Schreibweisen).
Wer hat diese Familien in seiner Ahnenliste?

Liebe Grüße
Monika

_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


[OWP] Dankeschön für Eure Hilfe.

Date: 2017/09/06 20:07:20
From: Michael Splittgerber via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Ich möchte mich bei all Denen bedanken, die sich die Mühe und
Aufmerksamkeit gemacht haben mich bei meiner Suche nach Splittgerber so
nett zu unterstützen. Jetzt habe ich erst mal was zu tun.
Vielen Dank.
Michael Splittgerber

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/06 22:25:34
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 10   Schwerer Kampf um die Silbermedaille. Von
Groddeck/Arndt/Borkowsky eine dreiviertel Länge vor den Russen 
Fünf deutsche Boote nahmen an den Ruderwettkämpfen der Olympischen Spiele
teil, drei von ihnen schieden in den Vor- und Zwischenläufen aus. Nur zwei
deutsche Boote kamen in die Endläufe, die am letzten Dienstag auf dem
Wendouree-See entschieden wurden, und von diesen beiden Booten wiederum
konnte nur der Zweier mit Steuermann, mit den beiden Ostpreußen
Karl-Heinrich von Groddeck und Horst Arndt und dem vierzehnjährigen
Steuermann Rainer Borkowsky eine Medaille erringen, und zwar die
Silbermedaille, — ein großer Erfolg dieser Mannschaft, über den gerade wir
Ostpreußen uns besonders herzlich freuen. (Wir brachten in Folge 45 vom 10.
November eine Bildreportage über Karl-Heinrich von Groddeck, Horst Arndt und
Rainer Borkowsky.) 

Der deutsche Zweier mit Steuermann hatte seinen Vorlauf überlegen gewonnen,
und auch im Zwischenlauf — dem letzten Kampf vor der Entscheidung — war er
Sieger geworden. In diesem Lauf starteten vier Boote. Anfangs war der
deutsche Zweier nicht gut in Schwung, aber ab 1500 Meter wurde er immer
stärker und zügiger. Im Endkampf behauptete er sich knapp vor den
Amerikanern Ayrault/Findlay auf dem ersten Platz, und zwar siegten von
Groddeck/ Arndt/Borkowsky um eine Sekunde, ein knappes Ergebnis für die 2000
Meter lange Strecke. An dritter Stelle folgte Australien, an Vierter Chile. 

In der anderen Gruppe der Vorentscheidung siegte Polen vor Russland, Belgien
und Österreich. Da immer die beiden ersten Boote sich für die Entscheidung
qualifizierten, kamen in den Endlauf Deutschland, USA, Polen und Russland. 

Am Dienstag nun kämpften die besten Ruderer der Welt um die olympische
Entscheidung. Die Beteiligung der Zuschauer war sehr groß, man schätzte die
Massen, die am Ufer des Wendouree-Sees die überaus spannenden Kämpfe
verfolgten, auf fünfzigtausend. Es herrschte eine frische Brise. 

In dem Endlauf der Zweier mit Steuermann — dem einzigen, bis zu dem sich ein
deutsches Boot durchgekämpft hatte — übernahm das Boot der Vereinigten
Staaten von Nordamerika, das in der Vorentscheidung von dem deutschen Boot
sehr knapp geschlagen worden war, gleich vom Start weg die Führung. Der
Kampf war außerordentlich hart. Bis tausend Meter, der Hälfte der Strecke,
lagen die vier teilnehmenden Boote dicht beieinander. Von
Groddeck/Arndt/Borkowsky ließen sich nicht distanzieren, sie lagen zeitweise
sogar mit einer halben Länge in Führung. Bei 1200 Meter gingen die
Amerikaner vom 32-er auf 34-er Schlag und setzten sich von den Russen ab.
Das deutsche Boot griff ebenfalls an und schüttelte die Russen und Polen
leicht ab. Im Endspurt verschärften die Amerikaner abermals ihr Tempo und
vergrößerten ihren Vorsprung; sie siegten mit zwei Bootslängen und errangen
so die Goldmedaille. Deutschland lag im Ziel eine dreiviertel Bootslänge vor
den Russen und wurde Gewinner der Silbermedaille. Die Russen errangen als
dritte die Bronzemedaille; ihnen folgten dicht auf als vierte und letzte die
Polen.

Seite 10   Heute in Passenheim
Ein Landsmann, der vor kurzem Passenheim besuchen konnte, berichtete uns
über seine Eindrücke: 

Auf dem Bahnhof erwartete mich das Fuhrwerk eines Passenheimer Bürgers. Es
war ein Einspänner mit einem zweirädrigen Karren, den sich der Besitzer
selbst gebaut hatte. Trotz allem war ich darüber froh, da ich nun der Sorge
über den Transport des schweren Gepäcks enthoben war. Der Bahnhof selbst ist
abgebrannt und nicht wiederaufgebaut worden. Der Publikumsverkehr wird im
früheren Beamtenhaus abgewickelt, das durch einen Anbau erweitert worden
ist. 

Auf der Fahrt in die Stadt erhielt ich den ersten Eindruck von den
Zerstörungen, die mich sehr traurig stimmten. Das Depot links der Straße
steht allerdings noch und wird auch weiterhin von den Polen benutzt, für
welche Zwecke jedoch, ist unbekannt. Das ehemalige Gendarmeriehaus ist
abgebrannt, das Wohnhaus des Amtsrichters ist teilweise beschädigt, es wird
jetzt instandgesetzt, und zwar soll es ein Entbindungsheim werden. Das
Amtsgericht selbst ist erhalten geblieben und dient heute als Waisenhaus, in
dem etwa 130 Waisenkinder Unterkunft finden. Die Molkerei steht noch in der
alten Form, sie wird heute nur als Milchabnahmestelle benutzt. Die kleinen
Vorstadthäuser stehen und werden zum Teil für Wohnzwecke wiederhergerichtet.
Auch das Postgebäude ist erhalten geblieben und dient heute seinem alten
Bestimmungszweck. Der Speicher von Zywietz wird für landwirtschaftliche
Zwecke benutzt. 

Je weiter ich in die Stadt hineinkam, desto größer war das Ausmaß der
Zerstörungen. Die Ecke Keber-Grönbeck bis zur Evangelischen Kirche ist ein
Ruinenfeld. Die Ecke Opalka bis einschließlich Koschorrek ist ein
Trümmerhaufen. Das Haus von Kaufmann Puitzki sowie die Apotheke und das
Deutsche Haus sind dem Verfall preisgegeben. Die Gebäude von Rohmann und
Böttcher sind Trümmerhaufen, ebenso die Ecken Bäcker Neumann und v.
Chlebowski. Von dem Kriegerdenkmal vor dem Rathaus steht nur noch der
Sockel. Das Rathaus steht, es ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung,
übrigens ist zu bemerken, dass Passenheim heute keine Stadtrechte mehr hat.
Der bisherige Bürgermeister hat die Gemeinde in große Schulden gestürzt, er
ist in diesem Sommer abgesetzt worden. In der Burg-, Kirch- und Königsberger
Straße fehlen viele Häuser, die dort noch vorhandenen sind unbewohnbar und
dem Verfall preisgegeben. 

Im Großen und Ganzen bietet das Stadtbild von Passenheim einen recht
traurigen Anblick. Zu erwähnen ist noch, dass die Mahl- und Sägemühle Tasch
in vollem Betrieb ist. Gewaltige Holzmassen lagern im See bis in Höhe des
Jugendhofes, der übrigens ebenfalls abgebrannt ist. Übrigens wurde jetzt
Holz aus Passenheim nach Hamburg verladen. Der Schlachthof von Passenheim
wird als solcher nicht mehr benutzt, er dient einer Fischereigenossenschaft
als Unterkunft.

Das gespannte Verhältnis zwischen den Deutschen und Polen hat sich besonders
in der letzten Zeit erheblich gebessert. Man kann wieder deutsch sprechen,
ohne dass jemand Anstoß daran nimmt. Ich selbst habe überall deutsch
gesprochen, schon weil ich nicht polnisch kann. Auf den Behörden in
Passenheim, Ortelsburg und Allenstein bin ich höflich und zuvorkommend
behandelt worden. Soweit die zuständigen Beamten nicht deutsch sprechen
konnten, wurde sofort ein Dolmetscher geholt, der meine Angelegenheit
erledigte. Erwähnen möchte ich noch, dass die in Passenheim ansässigen Polen
größtenteils aus der Gegend von Chorzele (südlich Willenberg) herkommen,
während die Bauern zwangsweise aus der Ukraine hier angesiedelt wurden. Die
Ukrainer stehen den Deutschen freundlicher gegenüber, weil sie ja das
gleiche Schicksal haben wie diese. 

Eine Wirtschaft nach unseren Begriffen und Vorstellungen gibt es dort nicht.
Alles wird staatlich gelenkt, von Privatwirtschaft kann überhaupt keine Rede
sein. Die Verteilung der Ware, soweit solche vorhanden ist, erfolgt durch
Staatsläden, von denen es in Passenheim mehrere gibt: Bäckerei-,
Lebensmittel-, Textil-, Buch- und Papierladen. Ware ist sehr knapp, teuer
und minderwertig. Bevorzugt gekauft wird deutsche Ware, obwohl polnische,
tschechische und amerikanische Waren feilgeboten werden. 

Die großen Bauernhöfe sind Kolchosen, auf den Kleinen sitzen die
dortgebliebenen deutschen Bauern, oder hauptsächlich Ukrainer. Die Bauern
schlagen sich schlecht und recht durch, leiden unter viel Arbeit, Mangel an
Arbeitskräften, Maschinen und Kunstdünger. Trotzdem sind ihre
Lebensbedingungen besser als die der Masse der Bevölkerung.

Seite 10   Familienanzeigen
Die Verlobung meiner Tochter Marianne mit dem Landwirt Herrn Günther
Schwichtenberg, Adl. Dollstaedt, gebe ich hiermit bekannt. Lisbet
Grosse-Leege, geborene Schulze-Pelkum gen. Ekey. Haus Brüggen, Post Unna.
15. November 1956

Meine Verlobung mit Fräulein Grosse-Leege, Tochter des verstorbenen Bauern
und Oberst d. R. Heern Walter Grosse-Leege und seiner Frau Gemahlin Lisbet,
geborene Schulze-Pelkum, beehre ich mich anzuzeigen. Günther Schwichtenberg,
Kitimat, Kanada, zurzeit Kirchende, Dortmund. 15. November 1956

Wir haben uns verlobt, Helga Köhler, Stuttgart-Ost, Obernitzstraße 16.
Albrecht Novak, Diplom-Ingenieur, Architekt, Weidenau (Sieg) Nordstr. 10 

Ihre Vermählung geben bekannt, Günter Erdmann, Heilsberg. Ilse Erdmann, geb.
Greif, Steinhof, Kreis Sensburg, jetzt Suttgart-W, Rotenwaldstraße 92. 1.
Dezember 1956

Als Vermählte grüßen, Klaus Skillandat, Tilsit, Steinmetzstraße 17. Erna
Skillandat, geborene Meyer, Westermoordorf (Ostfriesland). Himmerich 16 bei
Randerath, Bezirk Aachen, Rheinland.

Ihre Vermählung geben bekannt, Friedrich Knapp, Frida Knapp, geborene
Vormauer. Jetzt Wattenscheid-Höntrop, Hellweg 123. Früher Königsberg Pr., im
Oktober 1956

Ihre Vermählung geben bekannt: Horst Köntropp, Mülheim (Ruhr) Dymtener
Straße 1. Gerda Köntopp, geborene Sczech, Bochum-Langendreer, In den
Langenstuken 13. Früher Heiligenbeil, Reichenberger Weg 15. 17. November
1956

Ihre Vermählung geben bekannt: Rüdiger Zerrath-Jaeger-Tactau. Sigrid
Zerrath, geb. Baroness Maydell a. d. H. Salishof. 1. Dezember 1956.
1116-W-13th Ave, Vancouver B. C. Canada 

Überaus glücklich schätzen wir uns, dass unsere geliebte Mutti, Omchen und
Uroma, Gertrud Kirstein, aus Lötzen, Ostpreußen, Lycker Straße 42, jetzt
Blomberg i. L. „Haus Abendfrieden" am 7. Dezember 1956, ihren 75. Geburtstag
bei bester Gesundheit und Frische verleben darf. Es gratulieren und wünschen
weiterhin Gottes Segen, die dankbaren Kinder, Enkel, und Urenkel. Bentrup,
Hannover, Detmold, Kohlstädt i. L. 

Für die zu unserer Goldenen Hochzeit erhaltenen vielen Glückwünsche danken
wir allen Verwandten und Bekannten herzlichst. Julius Urmoneit und Frau Emma
Urmoneit, geborene Dedeleit. Galbrasten, Kreis Tilsit-Ragnit. Jetzt
Berlin-Siemensstadt, Mäkeritzstraße 6

Für die vielen Aufmerksamkeiten und Gratulationen anlässlich unserer
Diamantenen Hochzeit danken allen unseren Landsleuten: Albert und Johanna
Schadwill. Neritz bei Bad Oldesloe 

Zum 85. Geburtstag, am 10. Dezember 1956, wünschen wir unserem verehrten
Vater, Schwiegervater und geliebten Opi, Johannes Juschka, Postsekretär i.
R., früher Tilsit, Grünwalder Str. 8, jetzt Hude, Am Goldberg 12, Oldenburg,
in Liebe und Dankbarkeit, Gottes weiteren Segen, Horst-Hellmuth Juschka und
Frau Editha. Gerhard Juschka und Frau Kitty. Volker-Andreas Juschka, als
Enkel. Landshut, Bayern. Toronto, Kanada 

Zum 80. Geburtstag, am 6. Dezember 1956, unserem lieben Vater, Eduard
Wisboreit, herzinnige Glückwünsche. Sohn Gustav und Familie. Warnien, Kreis
Wehlau, jetzt Senne I bei Bielefeld 

Zum 80. Geburtstag, am 7. Dezember 1956, der verehrten, lieben mütterlichen
Freundin und Tante, Frau Berta Kunz, Rastenburg, jetzt sowj. bes. Zone,
gratulieren herzlichst, die Familien Hundrieser, Kirchner, Küster. In
Dankbarkeit, Dorothee Hornung, geb. Küster. Rastenburg-Gilgenburg, jetzt
Kehl (Rh.), Hauptstr. 48 

Am 4, Dezember 1956, begeht unsere liebe Mutter, Großmutter und
Schwiegermutter, Frau Maria Faby, früher Königsberg Pr., ihren 80.
Geburtstag. Hierzu gratulieren wir von ganzem Herzen und wünschen, dass sie
uns noch recht lange gesund und munter erhalten bleibt. Hans Faby und Frau.
Magda Glodschey, geb. Faby. Walter Koenig und Frau Ursula Koenig, geb. Faby
u. vier Enkelkinder. Hannover, Wagenerstraße 14 

Am 28. November 1956 feierte unser lieber Vati und Opa, Otto Reimann, früher
Rotenfeld, Kr. Labiau, jetzt Azendorf, Kr. Kulmbach, seinen 75. Geburtstag.
Es, gratulieren herzlichst und wünschen die beste Gesundheit, seine Kinder
und Enkelkinder.
 
Am 25. November 1956, feierte unser lieber Vater, Schwiegervater und
Großvater, Fritz Matzkies, Pillkoppen (Kur. Nehrung), jetzt Cuxhaven,
Karpfangerstraße 10, seinen 75. Geburtstag. Es gratulierten herzlichst seine
Kinder und Enkelkinder 

Unseren lieben Eltern, Emil Plaga und Ida Plaga, geb. Praetorius, zu ihren
Geburtstagen am 3. Dezember 1956 und 7. Dezember 1956, gratulieren wir
herzlich. Arthur u. Margarete Schulz, geb. Plaga. Erich Plaga. Walter und
Emmy Skrzydlewskl, geb. Plaga und Enkelkinder. Leithof, Kr. Lötzen,
Ostpreußen, jetzt Oberhaus, Rheinland, Bauerfeld 150

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[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/06 22:26:45
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 9   NORDRHEIN-WESTFALEN
Düsseldorf. Mittwoch, 5. Dezember, 20 Uhr, im Haus der Brücke, Filmsaal:
Vortrag von Dr. Becker von der Ostdeutschen Akademie in Lüneburg,
„Deutschland und seine östlichen Nachbarn“. – Freitag, 7. Dezember, 20 Uhr,
im Lokal Konietzko, Haroldstraße, Fleckessen; der Familienabend fällt daher
im Monat Dezember fort. – Sonntag, 9. Dezember, 15 Uhr, im Gemeindesaal der
Friedenskirche, Florastraße 55b, Adventsfeier der Landsleute aus den vier
Memelkreisen. Die Ansprache wird Pfarrer Blaesner halten. Geschenke für den
Julklapp werden am Eingang eingesammelt. – Dienstag 11. Dezember, 20 Uhr,
Zusammenkunft der Frauengruppe wie üblich im „Treuen Husaren“. – Mittwoch,
19. Dezember, ab 18 Uhr, in dem Lokal „Zur Löwenburg“, Ludenbergerstraße,
Weihnachtsfest. Die Ansprache wird Pfarrer Blaesner, Düsseldorf, halten.
Vorgesehen ist eine Bescherung der über siebzigjährigen Landsleute, unser
Altchen, und der in Düsseldorf lebenden ostpreußischen Vollwaisenkinder. Zur
Teilnahme an der Bescherung ist vorherige schriftliche Anmeldung mit
Namensangabe, Anschrift und Alter bei dem 2. Vorsitzenden der Kreisgruppe,
Hoffbauer, Düsseldorf, Am Schein 17 (Tel. 68 28 06) notwendig. Spenden für
das Weihnachtsfest werden mit entsprechendem Hinweis umgehend auf das
Postscheckkonto des 1. Vorsitzenden Herbert Budinsky, Essen 880 00, erbeten.

Rheydt. Nach der Begrüßung durch den Ersten Vorsitzenden Hans Licht,
berichtete Landsmann Hennig auf einem Heimatabend im Gasthaus Köllges,
Oberrheydener Straße, über seine Erlebnisse als Kriegsgefangener in der
Sowjetunion. Die Jugendgruppen der Westpreußen und Pommern führten
Volkstänze vor. Ein Rätselspiel mit Preisverteilung regte zu Frohsinn und
Nachdenken an.

Bochum.  Am 15. Dezember, 19.30 Uhr treffen Sich die vier Memelkreise in der
Evangelischen Akademie Bochum, Königsallee, neben der Melanchtonkirche, zu
einer Gruppenversammlung. Es wird mit der ganzen Landsmannschaft Kreisgruppe
Bochum, Advent gefeiert, darum bringe jeder eine Kerze und ein
Austauschpäckchen im Werte von einer DM mit. Kaffee und Kuchen wird zum
Selbstkostenpreis gereicht. Einlass ab 19 Uhr. Mitgliedskarte der
Landsmannschaft Ostpreußen mitbringen. 

Wuppertal. Sonntag, 9. Dezember, 19 Uhr, Adventsfeier im Casino des
Elberfelder Turnvereins in der Sportstraße. Die Ausgestaltung hat zum ersten
Mal die Jugendgruppe übernommen, die unter anderem das Spiel von Krampus
aufführen wird; ferner wird ein kleines Orchester der Musikvereinigung S.
und B. mitwirken. Die Sportstraße erreicht man am besten mit den
Straßenbahnlinien 1, 11 und 18 bis Haltestelle Neuer Teich. Unkostenbeitrag
0,50 DM. 

Unna. Die Wahlen auf der Jahreshauptversammlung bewirkten nur geringe
Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstandes; neu hinzugewählt
wurden: Sozialreferent Unruh, 2. Kassierer Schlobies und Jugendreferent
Pechstein. Der Vorsitzende Günter König hob in seinem Tätigkeitsbericht die
Gründung einer Jungen- und Mädelgruppe im Rahmen der DJO hervor. — Nächste
Zusammenkünfte: Königsborn am Freitag, 30. November, 20 Uhr, bei Rehfuß,
Unna; Freitag, 7. November, 20 Uhr, Sozietät-Kasino, Nordring.
Weihnachtsfeier: Sonnabend, 15 Dezember in der Sozietät, um 16 Uhr für die
Kinder, um 20 Uhr für die Erwachsenen.und geladene Gäste. Anmeldungen für
die Weihnachtsfeier unbedingt auf den nächsten Versammlungen erforderlich;
Näheres in den Aushangkästen. 

Dortmund. Am 2. Dezember (1. Advent), treffen sich die vier Memelkreise um
16 Uhr, in der Gaststätte „Hackländerhof", Münster Straße, Ecke
Hackländerplatz, zu einer Gruppenversammlung. Da diese Zusammenkunft einen
adventlichen Charakter tragen soll, wird jeder Landsmann gebeten, sich zum
Kaffee etwas Gebäck und eine Kerze mitzubringen. Es sollen auch die
Hamburger Beschlüsse beraten werden. 

Hagen. Der rührigen Frauengruppe war auf einer Kulturveranstaltung im
Altenhagener Gemeindehaus ein großer Erfolg beschieden. In dem überfüllten
Saal kündigte die Leiterin. Frau Quednau, dem 1. Vorsitzenden Ewert die
Überreichung von mehr als zwanzig gestickten Wappen ostpreußischer Städte
an. Bei diesen Worten teilte sich der Vorhang, und die auf der Bühnenwand
angebrachten Wappen wurden als farbenprächtiges Bild sichtbar. Landsmann
Ewert dankte den fleißigen Frauen im Namen aller Landsleute für die
wertvolle Spende, die fortan die Heimatstube schmücken soll. Im Anschluss
wurde den Gästen ein vielseitiges und anspruchsvolles Programm geboten.
Höhepunkte des Abends waren ein kleines Singspiel, das in einer alten
ostpreußischen Spinnstube aufgeführt wurde, und der lustige Einakter „Die
Vorstandssitzung“, der in humorvoller Weise die Vereinsmeierei bloßstellte.

Siegen. Dia Kreisgruppe veranstaltete im Handwerkerhaus eine Zusammenkunft,
zu der so viele Mitglieder und Freunde erschienen, dass der Saal überfüllt
war. Der Vorsitzende. M. Gorski, ging auf die Ereignisse in Ungarn und am
Suez-Kanal ein. Den Toten in Ungarn zu Ehren erhoben sich die Anwesenden von
ihren Plätzen. Der ehemalige Prager Magistratsdirektor Hallmich, der erst im
vorigen Jahre die Tschechoslowakei verlassen durfte, schilderte das
Schicksal der Deutschen in der Tschechoslowakei. Pfarrer Müller (Eisern)
zeigte in Farbdias die Schönheit des Siegerlandes. — Für den 22. Dezember,
20 Uhr, ist im Handwerkerhaus eine besinnliche Feierstunde vorgesehen. Um
eine Überfüllung des Saales zu vermeiden, bittet die Kreisgruppe, diesen
Abend den Mitgliedern und ihren Familienangehörigen zu überlassen. 

Münster. Am Mittwoch. 5. Dezember, 20 Uhr, wird im Aegidilhof die letzte
Mitgliederversammlung der Gruppe unserer Landsmannschaft des Jahres, die mit
einer Adventfeier verbunden ist, stattfinden. Die Jugendgruppe und der
Ostdeutsche Heimatchor werden den Abend verschönen. Alle Landsleute, auch
Nichtmitglieder, sind hierzu herzlich eingeladen. — Die Landsleute aus den
vier Memelkreisen werden sich am Sonntag. 16. Dezember, 15 Uhr, in der
Gaststätte Weshues, Weseler Straße, zu einer Weihnachtsfeier mit
Kinderbescherung treffen. Es wird um umgehende Angabe der Namen von Kindern
bis zu vierzehn Jahren an den Vorsitzenden der Memelgruppe, M. Lilischkies,
Münster, Hammer Straße 118, gebeten. Erwünscht sind Spenden für eine
Verlosung. Bitte Tannenästchen, Lichte und Halter, mitbringen. 

Münster. Am 16. Dezember, 15 Uhr, treffen sich die vier Memelkreise in der
Gaststätte „Westhues". Weseler Straße, zu einer Gruppenversammlung. Es
sollen die Hamburger Beschlüsse beraten werden. Zum adventlichen
Beisammensein wird jeder gebeten, sich Kuchen und eine Kerze mitzubringen. 

Detmold. Auf einem Heimatabend im Hotel „Stadt Frankfurt" konnte der
Vorsitzende der Kreisgruppe, E. Dommasch, etwa hundert Landsleute begrüßen.
Lehrer Schwind (Remminghausen) schilderte den Zustand des südlichen
Ostpreußens unter polnischer Verwaltung. Dass auch die Jugend unsere Mundart
bewahrt, zeigte sich bei mehreren Vorträgen. — Die Weihnachtsfeier wird am
Sonntag, 16. Dezember, 17 Uhr, im Hotel „Stadt Frankfurt" stattfinden. 

Bad Oeynhausen. Auf einer auch von Einheimischen und Kurgästen gut besuchten
Veranstaltung in der Aula der Luisenschule, zu der viele Personen keinen
Einlass mehr fanden, wurden Tonfilme aus Ostpreußen gezeigt. Die
Bildstreifen „Ostpreußen, deutsches Ordensland", „Das war Königsberg" und
„Jagd in Trakehnen" wurden mit Beifall aufgenommen. Der aus Königsberg
stammende Vorsitzende der vereinigten Kreisgruppen, Fritz Michelau,
erläuterte die Grundsätze ostdeutscher Heimatpolitik. — Zu Beginn eines
Heimatabends im Saale Back wies der 1. Vorsitzende, Helmut Randzio
(Gumbinnen), auf die erregenden Vorgänge in Ungarn hin. Eine Sammlung für
die Ungarnhilfe wurde dem Roten Kreuz überwiesen. Der Stadtdirektor von Bad
Oeynhausen, Dr. Lawin, sprach Worte zur Wiedervereinigung. Der zweite
Vorsitzende, W. Todtenhöfer, leitete mit einem Vortrag „Erinnerung an die
Heimat" zum unterhaltenden Teil über, an dem sich auch die Jugend lebhaft
beteiligte. — Die Adventsfeier ist für Mittwoch, 19. Dezember, im Saale
Backs vorgesehen. Anfragen und Anmeldungen nimmt Frau Irene Schott, Bad
Oeynhausen, Herforder Straße Nr. 37, entgegen. 

Lage (Lippe). Am 5. November fanden sich viele Landsleute zum ersten
Heimatabend ein. Der Vorsitzende der Detmolder Kreisvereinigung. Erich
Dommasch, erörterte die Aufgaben unserer Landsmannschaft. Bei der sich
anschließenden Gründung einer örtlichen Vereinigung wurden gewählt:
Vorsitzender Erich Oertel. Schriftführerin Frau Wittrien. Kassenführerin
Frau Ehlers. — Mundartliche Vorträge beschlossen den Abend. 

HESSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Hessen: Konrad Opitz, Gießen, Grünberger
Straße 144. 

Wiesbaden. Der Vorsitzende der Gruppe, Oberregierungsrat Loch, und Landsmann
Groß wiesen auf der Novemberversammlung im Kolpinghaus auf die Vorgänge in
Ungarn hin. — Den unterhaltenden Teil des Abends leitete Karl Neumann als
„Fragemeister". Die Mutigen, die die Bühne geradezu stürmten, mussten
beweisen, was sie über Ostpreußen wussten; die Kundigsten wurden mit schönen
Preisen bedacht. Die Kapelle Angerer trug durch ihre Darbietungen zum
Gelingen des Abends bei. — Nächste Versammlung am 3. Dezember, 20 Uhr, im
kleinen Saal des Kolpinghauses. — 
Weihnachtsfeier für die Kinder am 17. Dezember, 16 Uhr, im großen Saal des
Kolpinghauses. 

RHEINLAND-PFALZ 
Vorsitzender der Landesgruppe Rheinland-Pfalz: Landrat a. D. Dr. Deichmann,
Koblenz, Simmerner Straße 1, Ruf 3 44 08. Geschäftsführung und
Kassenleitung: Walter Rose, Neuhäusel (Westerwald), Hauptstraße 3. 

Koblenz. Auf der überfüllten Novemberversammlung der Stadtgruppe im Haus
Metternich wurde der Farbfilm „Vom Haff zum Meer" gezeigt. Die
eindrucksvollen Bilder von der Kurischen Nehrung, darunter prachtvolle
Elchaufnahmen und wohlgelungene Morgen- und Abendstimmungen fanden starken
Beifall. Dieser Streifen, den die Filmstelle des
Bundesvertriebenenministeriums in Bonn ohne Gebühren ausleiht, kann den
anderen Gruppen sehr empfohlen werden. — Die nächste Monatsversammlung wird
als Adventsfeier unter Mitwirkung der DJO am 2. Dezember in der Gaststätte
„Burg Hohenzollern", Schenkendorfplatz, stattfinden. 

Mainz. Zu Beginn eines Agnes-Miegel-Abends in der Gaststätte „Rheinterrasse"
gedachte der Vorsitzende der Gruppe, Fritz Kraft, des Freiheitskampfes der
Ungarn. Landessozialgerichtsrat a. D. von Maercker trug danach Werke der
Dichterin vor. Anschließend wurden Schmaltonfilme aus Ostpreußen gezeigt. 

BADEN-WÜRTTEMBERG 
Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg: Hans Krzywinski,
Stuttgart-W, Hasenbergstraße 43. Zweiter Vorsitzender: Regierungsrat de la
Chaux, Reutlingen, Karlstraße Nr. 19. 

Mannheim. Am Sonntag, dem 2. (nicht 7.) Dezember, 20 Uhr, Adventsfeier im
Gewerkschaftshaus. — Am 22. Dezember, 20 Uhr, wird der ostpreußische Pfarrer
Weigt eine „Altpreußische Weihnachtsandacht" in der Konkordien-Kirche
halten. — Unsere Toten ehrten der Vorsitzende der Gruppe, Korbanka, und
Landsmann E. Ennulat auf einem Heimatabend in der Aula der Sickingerschule,
den die DJO mit Liedvorträgen abschloss. Im Mittelpunkt stand ein
Lichtbildervortrag von Otto Storck. Die gezeigten wunderbaren Farbaufnahmen
aus der Heimat haben auch das Oberschulamt und Bürgermeister Krause bewogen,
Landsmann Storck die Genehmigung zu erteilen, seine Lichtbilder in allen
Schulen Mannheims vorzuführen und so für Ostpreußen zu werben.
 
Reutlingen. Auf der letzten Zusammenkunft der Frauengruppe übermittelte die
Leiterin, Elsa de la Chaux, der ältesten Teilnehmerin, Fräulein Anna Plehwe,
herzliche Glückwünsche. Fräulein Plehwe, (Altersheim Rappertshofen) die
soeben ihr 88. Lebensjahr vollendete, hat seit 1950 keine Versammlung der
landsmannschaftlichen Gruppe versäumt. Eine Spendenverlosung brachte einen
beachtlichen Erlös, der für die Ungarn-Hilfe zur Verfügung gestellt wurde.
Frau Hildegard Janz dankte der Vorsitzenden im Namen aller Anwesenden mit
herzlichen Worten für das gelungene Beisammensein. 

Ulm/Neu-Ulm. Am 9. Dezember im Saal des Hotels „Casino" Advents- und
Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung und gemeinsamer Kaffeetafel. Den
Streuselkuchen stiftet die Gruppe. — Nächste Monatsversammlung Sonnabend. 5.
Januar, 19 Uhr, im kleinen Vereinsheim in der Friedrichsau. — Auf der
Novemberversammlung ehrten die Anwesenden die Opfer des Freiheitskampfes in
Ungarn. Anschließend berichtete der 1. Vorsitzende, Korinth, dass ein
Landsmann als Vertreter der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge in den Ulmer
Stadtrat gewählt worden ist. Landsmann Bromberger zeigte Lichtbilder aus
Masuren. Auf ein gemütliches Beisammensein wurde mit Rücksicht auf die
Ereignisse in Ungarn verzichtet. 

Friedrichshafen. Bei der Gemeindewahl wurde der Vorsitzende der
landsmannschaftlichen Gruppe, Kizinna, zum Stadtrat gewählt. — Mitte
November folgten die Landsleute einer Einladung der Gruppe Ravensburg zur
Vorführung heimatlicher Filme. 

Tuttlingen. Auf dem adventlichen Monatstreffen am 1. Dezember im Rheinischen
Hof werden Farbdias von der Ostsee und von Innsbruck gezeigt. — An Stelle
einer Weihnachtsfeier ist für den 15. Dezember die Aufführung des
Märchenstücks „Die ewige Mühle" im Evangelischen Vereinshaus vorgesehen. —
Im Oktober unternahmen die Landsleute eine Busfahrt nach Innsbruck, wobei
auch der berühmte Barockbau der Wilskirche und Schloss Lindenhof besichtigt
wurden. An einem Abend wurde der nach einer Novelle von Theodor Storm
gedrehte Film „Der Schimmelreiter" vorgeführt, und wenige Tage darauf
brachten der ostpreußische Konzertsänger Willy Rosenau, der Schauspieler
Martin Winkler als Sprecher und der Pianist Hermann Loux (Rundfunkhaus
Stuttgart) zweihundert Hörern Storms schöne Frühnovelle „Immensee" nahe. 

BAYERN 
Vorsitzender der Landesgruppe Bayern e. V.: Rechtsanwalt Heinz Thieler,
München; Geschäftsstelle: München 8, Breisacher Str. 7. Telefon 44 84 32;
Postscheckkonto Nr. 213 85, PSA 

Nürnberg. In einer stark besuchten „Heimatpolitischen Stunde" schildert Gerd
Jans vom Gesamteuropäischen Studienwerk Vlotho/Weser in einem Vortrag über
die deutsche Wiedervereinigung die großen Zusammenhänge in der europäischen
Politik. — Der „Kleine Kulturkreis" vereinigte etwa achtzig Teilnehmer,
darunter Vertreter einheimischer Organisationen, bei einem Vortrag von
Kulturwart Bruno Breit über „Ostdeutschland und der deutsche Geist". Beide
Veranstaltungen zeigten, dass der hier eingeschlagene Weg zu einer
Vertiefung der landsmannschaftlichen Arbeit führt. 

Schwarzenbach (Saale). Die Novemberversammlung des Kreisverbandes Hof fand
in Schwarzenbach in der Gaststätte „Harmonie" statt. Aus Hof waren dazu
dreißig Mitglieder gekommen. Der 1. Vorsitzende, Studienrat Bergner
forderte, die in Schwarzenbach ansässigen Ostpreußen auf, der Hofer
Kreisgruppe beizutreten. Er versprach, einige Male im Jahr die
Monatsversammlungen in Schwarzenbach abzuhalten sowie die Zusammenkünfte in
Hof stets so anzusetzen, dass die Landsleute aus Schwarzenbach die
Möglichkeit haben, an ihnen teilzunehmen. Guten Anklang fand das Abspielen
eines Tonbandes von einer Sendung des Bayerischen Rundfunks „Das war
Königsberg". 

Dachau. Der Vorsitzende der Gruppe, Bark, gedachte auf der
Novemberversammlung unserer Gefallenen. Es wurde ein Dankschreiben der
heimattreuen Ost- und Westpreußen aus Deggendorf für die von der
Jugendgruppe gespendeten Kleidungsstücke für notleidende Landsleute im
Bayerischen Wald verlesen. Landsmann Diester hielt einen Vortrag über die
Notwendigkeit, die Kenntnisse über den deutschen Osten zu verbreitern. Die
Jugendgruppe führte Volkstänze vor. — 9. Dezember Adventsfeier im Gasthaus
Kraisy. — 2. Februar 1957 Faschingsfest in der ASV.-Halle. — 17. Februar
1957 Lichtbildervortrag von Landeskulturreferent Dr. Schlusnus.

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[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/07 09:30:23
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 11   (Foto) Die Altroßgärter Kirche zu Königsberg. 
Unser Bild zeigt den in Backstein ausgeführten Turm der Kirche, an der der
1590 in Domnau geborene Pfarrer und Choraldichter Georg Weissel wirkte. Als
er im Alter von 45 Jahren starb, wurde das von ihm für das eigene Begräbnis
gedichtete Lied gesungen „Ich bin dein satt, du schnöde Welt“. Sehr bekannt
wurde das von ihm stammende, später umgedichtete Osterlied „O Tod, wo ist
dein Stachel nun". Er ist auch der Dichter des Adventliedes „Macht hoch die
Tür". 

Seite 11   Macht hoch die Tür. Von Elisabeth Schaudinn
Der Pfarrer Georg Weissel erwachte, in einem Armstuhl sitzend und tief über
den Tisch geneigt, so dass seine Stirn auf der Bibel ruhte, genau auf den
zwei Versen im dreizehnten Kapitel St. Pauli an die Römer, die ihn bis
Mitternacht gefangen gehalten hatten. Als er den Kopf hob und die Augen
öffnete, erfasste er als erstes Zeichen des neuen Tages wieder dieses Wort:

„… Und weil wir solches wissen nämlich die Zeit, dass die Stunde da ist,
aufzustehen vom Schlaf, so lasset uns ablegen die Werke der Finsternis und
anlegen die Waffen des Lichtes“.

Die Kerze war fast verbrannt, er musste mehr als eine Stunde so geschlafen
haben. Er fror und fühlte sich elend, wusste selber nicht, ob es die nur
geahnte Krankheit war, deren Dasein in seinem Körper er seit Monaten so
unabweisbar spürte; oder war es wieder das Gefühl des Versagens, das ihn um
Mitternacht plötzlich widerstandslos über den Tisch und das Buch geworfen
hatte und das ihn nach Worten ringen ließ, wie ein Mensch im Ertrinken nach
Atem ringt. Endlich, endlich waren die Worte des Psalms ihm gegenwärtig
gewesen, und der Starrkrampf der Seele hatte sich in ihnen gelöst: „Meine
Seele dürstet nach Dir wie ein dürres Land / Herr, erhöre mich bald, mein
Geist vergeht ..." — 

Georg Weissel hob die beschriebenen Blätter vom Tisch, ordnete sie und legte
sie in die Bibel zu der Adventsepistel. Zugleich entsann er sich, dass die
Kerze schon vor einer Weile knisternd und ihren milden Wachsduft verströmend
erloschen war. Dennoch erfüllte ein dämmeriges Licht das Zimmer. Das Fenster
stand hell in der dunklen Wand. Er trat hinzu und sah auf die Straße
hinunter. Der Schneefall hatte aufgehört, der Platz vor der lieben Kirche
lag still in unberührtem Weiß, und über den verschneiten Dächern der
Bürgerhäuser war der Himmel milchig hell von einer verborgenen Lichtquelle.
Er erinnerte sich, dass der Kalender für die frühesten Morgenstunden dieser
Tage den abnehmenden Mond ankündigte. Also war es schon Morgen, der Morgen
des ersten Advent: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch . .
." 

Ach, vergebliches Bemühen. Der Ton der Freude wollte sich nicht finden
lassen. — „Anno dreiundzwanzig . . ." sagte er leise, „Advent 1623 . . .",
so als wollte er mitten in einer im Ungewissen versandenden Wüste ein festes
Wegzeichen aufrichten. Lieber Gott, es war schon über ein Jahrzehnt seitdem
vergangen . . . Der dritte Advent 1623 ... Die Weihe der neuerbauten Kirche,
seiner Roßgärter Kirche in Königsberg, und seine Einführung als Hirte dieser
jungen Gemeinde, seiner ersten Gemeinde. Er hatte ihr sein Lied geschenkt
wie eine Morgengabe, und in dem glanzvollen Gottesdienst hatten sie es
gesungen; sieghaft, ihres und seines Heiles gewiss. 

Damals, ja damals hatte er noch den Ton der Freude gefunden:

„Mein’s Herzens Kron‘,
Mein Freudensonn
Sollst Du, Herr Jesu, bleiben.

Es wurde ihm wieder bewusst, dass er fror. Er fand noch ein wenig Glut im
Kamin, schürte geduldig und schichtete Holz auf. Nun war mitten in dem
unwirklichen Halblicht des Mondes eine kleine warme irdische Flamme da, und
der Pfarrer saß davor und hielt seine Hände in den rötlichen Schein. Ihm
wurde etwas wärmer, und das half ihm, die Dinge wieder gelassener zu
betrachten. Die Zeiten waren schlimmer geworden, das war's. Und er selbst
war um elf Jahre älter und müder geworden. Und um was für Jahre! Auch damals
war schon der große Krieg gewesen, aber nun dauerte er über anderthalb
Jahrzehnte, und es war noch kein Ende zu sehen. 

„Nein, Herr, ich will nicht klagen: Du bist uns gnädig gewesen in diesen
Jahren . . ." Preußen hatte nur wenig von des armen römischen Reiches
Kriegsnot gespürt. Aber die Pest hatte doch grausige Ernte gehalten, und die
böse Luft des Krieges war doch daher geweht, mit Todesangst beladen und mit
Lebensgier. Georg Weissel hatte seine Gemeinde als geschmückte Braut dem
Herrn entgegenführen wollen; denn alles schien auf seine Wiederkunft zu
deuten 

Nein, Nein! Es war ja doch nicht möglich, an all dies in Gelassenheit zu
denken Er saß hier am Wege, ein geschlagener Mann. Er hatte es nicht
verhindern können, dass die Gebote übertreten wurden, dass Aberglauben in
den Herzen nistete und dass die Schwermut sich einfraß wie ein Gift. War das
nicht Gericht über den Hirten, wenn eins aus seiner Herde das Leben abwarf
wie ein zerlumptes Kleid? „Ach Herr, sie wettern von den Kanzeln um die
rechte Lehre. Mir scheint, sie wollen Deine Stimme überschreien“. 

Georg Weissel hatte das Gesicht in die Hände gestützt. Seine Ohnmacht
flüchtete sich plötzlich in die Dämmerung der Kindheit zurück. Er ließ sich
gleiten auf halb bewussten Gedankenwogen, schwebte durch eine lichte, leicht
gewellte Landschaft mit Wiesen und Felderbreiten, spürte inmitten dieser
Landschaft das Heimatstädtchen wie die schirmende, warme Gestalt seiner
Mutter. 

Er schrak empor. Was war das? Er hatte eben deutlich jemand rufen hören:
„Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen!" — Richtig: der
Predigttext. Er schämte sich seines Halbschlafes. Römer 13 — es war
erklärlich. Aber es ergriff ihn doch auf eine herrische, unabweisbare Art,
zumal im gleichen Augenblick jenes mahnende körperliche Unbehagen ihn
überfiel, das er seit langem kannte. Er war nun wieder hellwach und
erinnerte sich mit Erschrecken daran, dass der Morgen kam, dass er bald Brot
und Wein zu segnen und auszuteilen hatte; dass er Christi Fleisch und Blut
in seinen Händen halten, auf seinen Lippen spüren würde; er selbst, Georg
Weissel, verzagt und unwürdig, ein schlafender Knecht. Aus einer Tiefe, die
sein Wille nicht beherrschte, stieg es auf: „Herr, ich bin nicht würdig,
dass Du unter mein Dach gehst, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele
gesund“. Aber er fand nicht Ruhe, nicht den Frieden, den die Beter erhoffen.
Er fand eine ziehende, schmerzliche Sehnsucht, etwas wie die ahnungsvolle
Liebe ganz junger Menschen. 

Wieder trat er ans Fenster. Der Mond war untergegangen, und nur der Schnee
gab noch schwachen Schein. Er stand lange dort, ganz gelöst und ohne
irgendetwas zu wollen; und da geschah es ihm, wie es in früheren Jahren
geschehen war; eine Wortmelodie stieg in ihm auf, nicht ein Bekanntes, das
er etwa einmal gelesen hatte, nein, eine neue Melodie, nie gehört und doch
urvertraut, als hätte sie schon von Mutterleibe an in ihm gewohnt. 

„Komm, o mein Heiland Jesu Christ, 
Mein's Herzens Tür Dir offen ist“. 

Und jetzt erinnerte er sich klar und überdeutlich an etwas, was ihm
zugestoßen war in dieser Nacht, bevor er auf der Bibel ruhend eingeschlafen
war. Es hatte ihn durchzuckt mit wahnsinnigem Schrecken, denn er meinte, es
sei der Tod, der sich ihm schon nahen oder doch ankündigen wolle. Er hatte
eine starke, scharfe Helligkeit gespürt, die jedoch nicht im Zimmer war. Sie
war auch nicht in ihm; sie stand ihm gegenüber, alles durchdringend und
alles fordernd, so dass er hatte schreien wollen: „Herr, gehe von mir
hinaus, ich bin ein sündiger Mensch!" Doch seine Stimme war erstickt. Es war
wohl doch schon ein Traum gewesen. Aber spricht Gott nicht auch in den
Träumen? 

Im Hause waren jetzt schon leise Geräusche zu vernehmen: Schritte, Türen,
leises Klirren der Schlüssel. Aber die Geräusche trafen ihn noch nicht. Er
hörte jetzt deutlich sein Lied. Er wusste jetzt, wie es begann, strahlend im
Widerschein jenes nächtlichen Lichtes:

„Macht hoch die Tür, die Tor' macht weit, 
Es kommt der Herr der Herrlichkeit!" 

Der Himmel hatte sich indessen gerötet, und in den Bürgerhäusern wurde hier
und da ein Licht angezündet. Das mühsame Leben begann seinen neuen Tag.
Georg Weissel öffnete das Fenster und atmete tief die kalte Morgenluft ein.
Es tat ihm wohl, zu sehen, wie eine Magd vor der Tür ihrer Herrschaft den
Schnee fortkehrte und wie der Nachtwächter mit seinem Hunde bedächtigen
Schrittes nach Hause ging. Aber all die vertrauten Bilder waren ihm wie aus
Glas, überall schien es hindurch wie eine große Schrift: „Er kommt!" Dass
sie es alle nicht merkten … 

Wenn sie es wirklich sähen, alle, die da draußen einander zerfleischten,
Römer, Lutherische und Calvinisten, wenn sie es wirklich sähen, dann müsste
ja das Entsetzen sie aufs Angesicht werfen. Wer anbetet, hat nicht mehr Zeit
zum Hassen. 

„Ich habe nicht mehr Zeit", sagte er leise. Er stützte sich schwer auf die
Fensterbank und ließ sich in die Knie sinken, seine Stirn berührte das kalte
Holz: 

„Dein Heilger Geist uns führ' und leit‘ 
Den Weg zur ewgen Seligkeit. 
Dem Namen Dein, o Herr, 
Sei ewig Preis und Ehr'!" 

In ihm war ein Brausen, als wollten die Sinne ihm schwinden. Die schmale
Stube weitete sich über die Straße, über die Stadtmauer hinaus, umfasste das
ganze zerrissene, kämpfende Land. „Dass sie alle eins werden. Ach Herr,
einmal, einmal... Alle gemeinsam singen: Dem Namen Dein, o Herr, sei ewig
Preis und Ehr'!" 

Georg Weissel, geb. 1590 zu Domnau in Ostpreußen, seit dem dritten Advent
1623 Pfarrer der neu erbauten Altroßgärter Kirche zu Königsberg Pr., zu
deren Einweihung er das Lied „Such, wer da will, ein ander Ziel . . ."
dichtete. Gestorben 1635. Sein Adventslied „Macht hoch die Tür" ist
gemeinsames Gut der evangelischen und der römisch-katholischen Kirche
geworden.

Rest der Seite: Zu Weihnachten bringen Heimatbücher Freude in jede
Ostpreußenfamilie. Schenken Sie diese Bücher Ihren Kindern, Ihren Freunden
und sich selbst. Bestellschein. Gerhard Rautenberg, Leer in Ostfriesland.

[OWP] FN TUCHOLSKY (jüd.) aus Westpreuße n, Posen, Pommern etc.

Date: 2017/09/07 10:13:56
From: Carsten Fecker <CarstenFecker(a)web.de>

   Weiterleitung:


   Gesendet: Donnerstag, 07. September 2017 um 09:12 Uhr
   Von: "b-mueller-koeln(a)t-online.de" <b-mueller-koeln(a)t-online.de>
   An: "vffow-l(a)genealogy.net" <vffow-l(a)genealogy.net>
   Betreff: [VFFOW-L] FN Tucholsky (jued.) aus Westpreussen, Posen,
   Pommern etc.
   Liebe Listenleser,
   ich suche eine juedische Familie Tucholsky aus dem Raum Westpreussen,
   Posen,
   Pommern, die nach Amerika ausgewandert ist und mit grosser
   Wahrscheinlichkeit mit Kurt Tucholsky verwandt ist. Wer mag, bitte
   meine
   Anfrage auch an die entsprechenden Listen weiterleiten (bitte auch an
   die
   Ostpreussenliste, ich bin nicht mehr angemeldet).
   1857 wurde Gustav Tucholsky (* um 1823, verheiratet mit Henrietta geb.
   Haas
   aus Pommern) in Amerika eingebuergert (anwesender Zeuge war Samuel
   Apolant),
   seine Geschwister hiessen Julius (* um 1840, + 1892 Colma, St. Mateo)
   und
   Pauline (* um 1830, + 1894 Manhattan, New York, verh. mit Samuel
   Apolant,
   Vater: Meyer Apolant). Henriette und Julius wurden auf dem juedischen
   Friedhof von Colma beerdigt.
   Leider habe ich bisher keine konkreten Hinweise auf die genaue
   Herkunft,
   wer kann mir helfen?
   Der U.S. Census 1880 nennt Berlin als Herkunftsort von Samuel Apolant.
   Dort
   wurden die Geschwister jedoch nicht geboren.
   Die Namen und Daten der anderen Berliner Tucholskys juedischen Glaubens
   aus
   den Berliner Standesamtsregistern liegen mir vor.
   Vielen Dank und viele Gruesse,
   Bettina Mueller
   &#65279;
   __________

[OWP] FN Lackner und Haack

Date: 2017/09/07 13:11:28
From: Christian Ritter <Chris_Tra_Ritter(a)gmx.de>

   Hallo in die Runde!

   Ich komme leider bei einem Familienzweig nicht weiter:
   Johann Lackner und dessen Ehefrau Caroline geb. Haack sind die Eltern
   von Eduard Ferdinand Lackner (* 09.02.1853 in Braunsberg + 17.08.1899
   Kirchain, Kr. Luckau).
   Johann Lackner muss vor dem 05.05.1876 verstorben sein. Seine Frau
   Caroline hat dann erneut geheiratet und hiess dann Dieckert.

   Kann jemand mit diesen Infos etwas anfangen?

   Beste Gruesse
   Christian

Re: [OWP] FN Lackner und Haack - hier LACKNER = salzburgisch

Date: 2017/09/07 13:24:52
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>

Guten Tag,

weil der FN LACKNER zu den salzburgischen FN gehört, empfehle ich die zusätzliche Teilnahme in dieser Forschungsgruppe: http://SalzburgerEmigranten.de/

Andererseits gehört Braunsberg zum - großenteils katholischen - Ermland, während die Salzburger ja bekanntlich aus dem Land Salzburg vertrieben worden sind, weil sie evangelisch waren.

Viel Erfolg und beste Grüße
Joachim (Rebuschat)

Am 07.09.2017 um 13:11 schrieb Christian Ritter:
    Hallo in die Runde!

    Ich komme leider bei einem Familienzweig nicht weiter:
    Johann Lackner und dessen Ehefrau Caroline geb. Haack sind die Eltern
    von Eduard Ferdinand Lackner (* 09.02.1853 in Braunsberg + 17.08.1899
    Kirchain, Kr. Luckau).
    Johann Lackner muss vor dem 05.05.1876 verstorben sein. Seine Frau
    Caroline hat dann erneut geheiratet und hiess dann Dieckert.

    Kann jemand mit diesen Infos etwas anfangen?

    Beste Gruesse
    Christian
_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


Re: [OWP] FN Lackner und Haack

Date: 2017/09/07 14:42:59
From: Fritz Loseries, Lorsch <fritz(a)ahnen-spuren.de>

Hallo Christian,

der Name Lackner ist nicht so selten und kommt vorwiegend in dem von Salzbruger Emigranten besiedelten Gebieten Ostpreußens, Preußisch Litauens, vor.

Aber es ist durchaus denkbar, dass die Nachkommen durch Ihren Beruf an andere Orte gezogen sind.

Ist denn bekannt, welchen Beruf Johann Lackner hatte ?

Wo hat denn Caroline geb. Haack 1876 geheiratet ?
Es ist gut möglich, dass in dem Kirchspiel ja auch Johann Lackner verstarb.

Ist weiteres über die Geschwister von Eduard Ferdinand bekannt ?

Den Namen Haack habe ich auch oft im Ragnit-Insterburgischen-Kreisgrenzgebiet gefunden.

Herzliche Grüße,

    Fritz (Loseries)

    Hallo in die Runde!

    Ich komme leider bei einem Familienzweig nicht weiter:
    Johann Lackner und dessen Ehefrau Caroline geb. Haack sind die Eltern
    von Eduard Ferdinand Lackner (* 09.02.1853 in Braunsberg + 17.08.1899
    Kirchain, Kr. Luckau).
    Johann Lackner muss vor dem 05.05.1876 verstorben sein. Seine Frau
    Caroline hat dann erneut geheiratet und hiess dann Dieckert.

    Kann jemand mit diesen Infos etwas anfangen?

    Beste Gruesse
    Christian


--
Portal Ostpreussen
www.portal-ostpreussen.de alias www.ahnen-spuren.de alias www.ahnen-gesucht.de

Das Portal für Ahnenforscher in Ostpreussen:
Links zu kostenfreien und kommerziellen Anbietern für Online-Kirchenbüchern
und anderen genealogischen Quellen;
mit interaktiver Suche vielen Forschungsprojekten (Projekte),
Personenstandsregister, Kirchenbuch-Transkriptionen, Aushebungslisten,
Ortsverzeichnisse, Messtischblätter, Familiennamen aus Adressbüchern u.v.m.

Re: [OWP] FN Lackner und Haack

Date: 2017/09/07 15:06:20
From: Christian Ritter <Chris_Tra_Ritter(a)gmx.de>

Hallo Fritz,

1876 hat der Sohn Eduard in Berlin geheiratet. In der StA.-Urkunde wird der Vater Johann als verstorben und die Mutter als jetzt verehelichte Dieckert aufgeführt.
Über Geschwister von Eduard Ferdinand ist mir nichts bekannt wie auch nichts über den Beruf von Johann Lackner.

Beste Grüße
Christian



Am 07.09.17 um 14:42 schrieb Fritz Loseries, Lorsch

> Hallo Christian,
> 
> der Name Lackner ist nicht so selten und kommt vorwiegend in dem von 
> Salzbruger Emigranten besiedelten Gebieten Ostpreußens, Preußisch 
> Litauens, vor.
> 
> Aber es ist durchaus denkbar, dass die Nachkommen durch Ihren Beruf an 
> andere Orte gezogen sind.
> 
> Ist denn bekannt, welchen Beruf Johann Lackner hatte ?
> 
> Wo hat denn Caroline geb. Haack 1876 geheiratet ?
> Es ist gut möglich, dass in dem Kirchspiel ja auch Johann Lackner verstarb.
> 
> Ist weiteres über die Geschwister von Eduard Ferdinand bekannt ?
> 
> Den Namen Haack habe ich auch oft im 
> Ragnit-Insterburgischen-Kreisgrenzgebiet gefunden.
> 
> Herzliche Grüße,
> 
>      Fritz (Loseries)
> 
> >     Hallo in die Runde!
> >
> >     Ich komme leider bei einem Familienzweig nicht weiter:
> >     Johann Lackner und dessen Ehefrau Caroline geb. Haack sind die Eltern
> >     von Eduard Ferdinand Lackner (* 09.02.1853 in Braunsberg + 17.08.1899
> >     Kirchain, Kr. Luckau).
> >     Johann Lackner muss vor dem 05.05.1876 verstorben sein. Seine Frau
> >     Caroline hat dann erneut geheiratet und hiess dann Dieckert.
> >
> >     Kann jemand mit diesen Infos etwas anfangen?
> >
> >     Beste Gruesse
> >     Christian
> >
> 
> -- 
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> 
> Das Portal für Ahnenforscher in Ostpreussen:
> Links zu kostenfreien und kommerziellen Anbietern für Online-Kirchenbüchern
> und anderen genealogischen Quellen;
> mit interaktiver Suche vielen Forschungsprojekten (Projekte),
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> Ortsverzeichnisse, Messtischblätter, Familiennamen aus Adressbüchern u.v.m.
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[OWP] Fwd: RE: FN PLEWA und RADTKE

Date: 2017/09/07 16:19:43
From: H.W. <ha_we_(a)t-online.de>

Liebe Monika,

ich habe den FN RADTKE in meiner direkten Vorfahrenslinie, allerdings in Westpreußen. Leider bin ich hier auch noch gar nicht weiter gekommen, als was im Ahnenpass meines Großvaters steht: Eva Gottliebe RADTKE, * 19. Feb 1815 in Gurske (Kreis Thorn), ~ ev., Heirat evtl. 1844 in Gurske mit David Friedrich BETTIN, + vor 7. Feb 1883. Ihre Eltern waren Jacob Radtke und Eva Kollmann. Viele Grüße, Heike (Wessel)

[OWP] Kurt Tucholsky

Date: 2017/09/07 22:42:15
From: Andreas Meininger <a.meininger(a)freenet.de>

Kurt Tucholsky 
http://www.online-ofb.de/famreport.php?ofb=juden_nw&ID=I21935&nachname=TUCHOLSKY&modus=&lang=de


[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/08 09:10:52
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 14   Aus den ostpreußischen Heimatkreisen
Memel-Land
Gesucht werden aus: 
Aglohnen: 
1. Wilhelm Kawohl, Bauer. 
2. Erich Podczus oder Angehörige. 

Althof:
1. Ruth Palloks, geb. 22.05.1932 in Prökuls. 
2. Johann Trakies und Anna Trakies, geb. Petereit. 
3. Anna Wallendczus, geb. Picklaps, geb. 10.12.1892 in Starrischken. 

Aschpurwen: 
1. Johann Hintzas (letzte Nachricht von der Kurischen Nehrung). 
2. Albert Hoffmann, geb. 1913 in Aschpurwen. 
3. Herbert v. Morstein, geb. 24.09.1912 (letzte Nachricht 1945 Landsberg,
Ostpreußen). 

Ayssehnen: 
Benno Broschell, Gastwirt, geb. 05.04.1879. 

Bachmann: 
1. Marta Garbenschus, geborene Reinholz, geb. 03.07.1911 und Kinder.
2. Johann Sermantowitz und Urte Sermantowitz, geb. Doblies. 
3. Schwandt. 

Baiten: 
1. Johann Kawohl, geb. 10.04.1907 (bis 1945 in Düsseldorf). 
2. Gertrud Skistims, geb. 01.02.1918. 

Bajohren: 
1. Kurt Hoffmann, Zollsekretär, geb. 20.03.1904. 
2. Walter Jaguttis.
3. Michel Pascheit, geb. 25.10.1897. 
4. Lisbeth Schröder, geb. Abendroth. 
5. Trude Wilks, geb. Koegst. geb. 26.05.1879. 

Barschken: 
1. Anna Grauschies, geb. Bendicks und drei Kinder. 

Budwethen: 
1. Christoph Bandcze, geb. 28.03.1904,Fuhrmann. 

Bundeln: 
1. Helmut Tennigkeit, landwirtschaftlicher Lehrling. 

Carlsberg: 
1. Fritz Milkereit, Gutsverwalter, geb. 26.06.1908 in Lompönen. 
2. Kurt Schudnagies, geb. 07.07.1928 in Deegeln. 
3. Hans Schudnagies, geb. 17.01.1903 (letzte Nachricht Februar 1945
Königsberg). 

Clemmenhof: 
1. Johann Bliesza.
2. Gertrud Griguttis. 
3. Johann Kurschus, (bei Martin Kirwa). 
4. Kasys Mitzkus und Frau Gertrud Mitzkus, geb. Walluks. 

Darguszen: 
1. Familie Skroblies. 

Darzeppeln: 
1. Marie Makuszies, verw. Meiszig, geb. Skrabs, geb. 02.01.1870. 

Daugmanten: 
1. Eduard Grutzpalk, geboren in Daugmanten. 

Daupern: 
1. Anna Broszeit, geb. Lukoschus, geb. 1916. 
2. Urte Lukoschus, geb. Berteit, geb. 1880 in Margen. 

Dawillen:
1. Gustav Reischies, Pfarrer. 

Deegeln:
1. Juliane Broszat, verw. Pautschinko, geb. 28.01.1897. 
2. Marie Plewe, verw. Wannags, geb. Kalwies. 
3. Johann Wannags.

Dittauen: 
1. Willi Brien.
2. Christooh Gasze.
3. Rugalies, Witwe von Johann Rugalies. 
4. Johann Seidler, geb. 26.11.1889 und Anna. 
5. Martha Sudmant, Hausgehilfin, sowie Eltern und Schwestern. 
6. Michael Schneider und Familie. 

Drawöhnen: 
1. Madline Brinkies, geb. 29.06.1920. 
2. Max Brinkies, geb. 29.09.1923. 
3. Griegoleit. 
4. Heinrich Wilks, geb. 12.09.1916. 

Drucken: 
1. Albert Tietz und Lydia Tietz.

Dumpen:
1. Max Jokeit, geb. 13.01.1883; Ertme Jokeit, geb. 18.04.1887; Martha
Jokeit, geb. 13.11.1914. 
2. Willi Lehnert, geb. 21.10.1910. 

Ostseebad Försterei: 
1. Otto Leckschas, Buchhalter. 
2. Lisbeth Mett, geb. Stolz. 
3. August Meyer, Bauunternehmer, drei Töchter und Sohn Alfred (Lehrer). 
4. Frau Purwins.
5. Hans Reischies und Familie. 

Gabergischken: 
1. Lotte Bandsze und Hans Bandsze. 
2. Hoffer. 

Gibbischen-Peter: 
1. Walter Grauduszus, geb. 11.10.1921. 

Götzhöfen: 
1. Georg Gauduttus und Heinz Gauduttus. 
2. Ernst Neubacher und Emilie Neubacher. 

Zuschriften erbittet die Arbeitsgemeinschaft der Memelkreise,
Geschäftsstelle: Oldenburg (Oldb), Cloppenburger Straße 302 b. 

Schloßberg (Pillkallen) 
Weihnachten 1956 steht vor der Tür und unsere Gedanken gehen mehr als sonst
in die Heimat. Wir gehen die altvertrauten Wege und besuchen unsere
Verwandten, Freunde und Nachbarn. Heute, zwölf Jahre nach der Vertreibung,
müssen wir feststellen, dass etwa ein Drittel unserer Landsleute aus dem
Heimatkreis durch eine willkürlich gezogene Grenze von uns getrennt leben
muss, leben muss in leiblicher und vor allem seelischer Not und Unfreiheit.
Die Zahl der täglich allein nach West-Berlin Fliehenden redet eine
eindringliche Sprache. 

Der heroische Freiheitskampf der Ungarn hat uns alle aufs tiefste ergriffen
und in seiner Tragik erschüttert. Immer werden wir die Hilfe- und SOS-Rufe,
die uns aus Budapest erreichten, in unseren Ohren hören. Unsere Gedanken
waren und sind bei den Freiheitskämpfern und unseren Nachbarn in
Mitteldeutschland (Sowjetzone). Jeder von uns fühlt nach diesem Geschehen
mehr denn je die Verbundenheit. Nun wollen wir die Tat folgen lassen, und
wieder soll ein Päckchen oder Paket Not lindern helfen. Wer die Verbindung
mit der seinerzeit übersandten Adresse verloren hat, kann bei Landsmann
Fernitz, (24) Winsen (Luhe), Ilmerweg, eine neue anfordern oder einen seinen
Verhältnissen entsprechenden Geldbetrag auf unser Postscheckkonto Hamburg
22205, „Kreislandsmannschaft Schloßberg", Ostpreußen, Winsen (Luhe),
einzahlen. Auch alle Landsleute, die uns jährlich für die Sowjetzone eine
Spende zur Verfügung stellen, werden herzlich gebeten, dies wieder zu tun. 

Von diesen Geldbeträgen geht ein Teil an unsere Gruppe nach Berlin, mit der
Bestimmung, Besucher aus der sowjetisch besetzten Zone anlässlich der
monatlichen Treffen in Berlin zu bewirten. 

Jeder Betrag hilft Not lindern und, was viel mehr bedeutet, gibt unseren
Landsleuten das Bewusstsein, dass wir uns immer mit ihnen verbunden fühlen
und sie nicht vergessen sind. 

Wir können Weihnachten erst dann in Ruhe und mit reinem Gewissen begehen,
wenn wir unserer Nachbarn und Freunde mit Wort und Tat gedacht haben. 

Auch diese selbstverständliche Pflicht, die wir freudig auf uns nehmen, ist
ein Baustein zur Wiedervereinigung, und wer wollte da wohl zurückstehen und
nicht dazu beitragen. 

Am Sonntag, dem 25. November, tagte in Winsen (Luhe) der Kreisausschuss. Wir
danken allen recht, recht herzlich für die Mitarbeit.
E. Wallat, Willuhnen. F. Schmidt, Schleswighöfen 

Gumbinnen 
Gesucht werden aus der Stadt Gumbinnen: 
1. Witwe Auguste Böttcher, Bismarckstraße 9. 
2. Frau Emma Bonk, Bismarckstr. 54 a. 
3. Karl Deutschmann.
4. Kurt Duske und Ehefrau Elfriede Duske, geb. Hildebrandt, Goldaper Straße.

5. Fischer, Steinsetzmeister. 
6. Haus, Amtsgerichtsrat. 
7. Johanna Hehlert, geb. Kühn. 
8. Friedrich Helmdach und Ehefrau, Kirchenstraße. 
9. Arthur Kettelboeter, Kreisinspektor. 
10. Witwe Maria Kontroschowitz, Poststraße 21. 
11. Hermann Kurz und Ehefrau Minna Kurz, geb. Hennig, Trakehner Straße 12. 
12. Lorath, Justizwachtmeister. 
13. Willi Mallee und Ehefrau Anna Mallee, geb. Bursdat. 
14. Paul Markowski und Ehefrau Lina Markowski, geb. Müller, Bismarckstraße. 
15. Gisela Müller, geb. Arlt, Meelbeckstraße. 
16. Ernst Plikkert oder Plickert, Goldaper Straße. 
17. Ernst Steffenhagen, Maler. 
18. Bruno Tollsdorf, Franz-Schubert-Straße. 
19. Otto Tomschick und Tochter. 
20. Otto Waschnewski, Hauptwachtmeister, Artillerie. 

Aus dem Kreis Gumbinnen: 
1. Friedrich Angrabeit, Roßlinde. 
2. Emil Böttcher, Bismarckhöhe. 
3. Lisbeth Buttkat, Wolfseck. 
4. Christel Dorsch, Gr.Baitschen, geb. 17.07.1922. 
5. Erna Drawert, Schulzenwalde. 
6. Helene Gallinat, geb. Schmetzer, Schweizerfelde. 
7. Frieda Grau, Tutteln. 
8. Frau Klara Grumblat, Tannsee 
9. Martha Hardt, Seilhofen. 
10. Johanna Harnacker, geb. Brumond, Schestocken. 
11. Witwe Lina Jusko, Moorhof. 
12. Hans Pillukat, Ullrichsdorf. 
13. Gerhard Radtke, Serpenten. 
14. Frau Martha Salomon, Wertheim. 
15. Otto Sprang, Zweilinden. 
16. Steiner, Bauer, Eichenfeld. 
17. Otto Tomoscheit, Steffensfelde. 
18. Familie Trottner, Gr.-Waltersdorf. 
19 Elfriede Wiechert, Steffenshöfchen. 
20. Familie Zerbe, Gr.Waltersdorf. 

Friedrich Lingsminat, Kreiskartei Gumbinnen, in Lüneburg, Schildsteinweg 33 

Lötzen 
Der letzte Heimatbrief, den wir unseren Lötzener Landsleuten im Mai
zusandten hat uns etwa zehn Prozent der Briefsendungen wieder
zurückgebracht. Viele Landsleute, die inzwischen ihre Wohnungen gewechselt
haben oder umgesiedelt wurden, haben es versäumt, dieses unserer
Kreisgeschäftsstelle in Neumünster, Königsberger Straße Nr. 72,
bekanntzugeben. 

Wie uns einige Lötzener Landsleute berichteten, ist vor einigen Wochen zu
ihnen ein unbekannter Mann gekommen, der sich als Lötzener zu erkennen gab
und behauptete, ein Sohn des in der Heimat so geachteten und bekannten
Klempnermeisters Wasgien zu sein. Er erzählte, er sei jetzt aus der russisch
besetzten Zone gekommen und möchte gerne zu seiner Mutter, die im
Bundesgebiet wohne. Auf seine Bitte erhielt er außer Speise und Trank
geldliche Unterstützungen, in einem Falle das gesamte Reise- und Zehrgeld.
Man gab ihm sogar seine Züge an, mit denen er fahren müsste. Der Mann begab
sich aber nicht zur Bahn, sondern suchte in derselben Stadt noch andere
Lötzener auf und brachte sie dazu, ihm Beträge für die Fahrt zu seiner
Mutter auszuhändigen. Da der Mann sein Versprechen nicht hielt und sich
nicht meldete, das Geld nicht zurückzahlte, wurde durch die Geschäftsstelle
festgestellt, dass die Eheleute Wasgien keine leiblichen Kinder hatten und
dass Frau Wasgien, die selbst in kümmerlichen Verhältnissen von einer
kleinen Rente lebt, diese Beträge von ihrem Einkommen nicht zurückzahlen
kann. Wir warnen hierdurch unsere Landsleute, auf diesen Schwindel nicht
hereinzufallen. 

Wir setzen heute die Veröffentlichung von Namen fort, deren Heimatbriefe an
die Geschäftsstelle zurückgekommen sind Es handelt sich um frühere Lötzener
Einwohner, und wir bitten, hier tatkräftig mitzuarbeiten, damit wir wieder
in den Besitz der heute gültigen Adressen kommen: 

Emma Adomeit; 
Wilhelm Ahrend; 
Karl Altkrüger;
Arthur Ammon;
Maria Augustin;
Fritz Bajohr; 
Gerhard Balk;
Bruno Balk;
Hanna Balk;
Willi Balschun;
Arthur Barsties;
Gottlieb Barrau; 
Fritz Barran;
Adolf Baranek;
Minna Barduna; 
Herta Barser; 
Frieda Bartlick;
Ottilie Bartzick;
Herta Bastian; 
Richard Bastian;
Friedel Bastian; 
Karl Baumgart;
Siegmund Becker;
Elisabeth Behr;
Lina Bergknecht;
Christine Bey; 
Eduard Bley;
Herta Bluhm;
Heinz Bogumil;
Martha Bohm;
August Borawski;
Else Borisch;
Adelheid Botschki;
Erika Braun;
Emil Brock;
Erna Broczio;
Ewald Broczio;
Hildegard Brude;
Ottilie Brezinski;
Erna Bubber;
Herbert Bublitz; 
Else Bülowius;
Wilhelm Burbiel;
Martin Buttler;
Pauline Buzin;
Johanna Casner;
Fritz Caspary;
Heinrich Cherubin;
Adolf Conrad;
Heinrich Conrad;
Marie Conrad;
August Czekay;
Gertrud Cziesla;
Erwin Czullay; 
August Czwalinna;
Gottlieb Czybora;
Ernst Czybulka;
Irmgard Czychy;
Kurt Danischewski;
Ruth Daniel;
Auguste Degwitz;
Utta Dehlingen; 
Charlotte Desske;
Arthur Dilley;
Otto Dobat;
Dietrich Dombrowski;
Horst Doneit; 
Horst Draheim;
Willi Drewello; 
Ewald Drewski;
Elma Drewski; 
Edith Dronzella;
Sophie Dusk; 
Kurt Diesing.

Johannisburg 
Liebe Landsleute! Denkt an unsere Landsleute, die am 9. Dezember zu unserer
Weihnachtsfeier in Berlin aus der sowjetisch besetzten Zone kommen und
schickt Spenden an Landsmann Skeck, Berlin-Charlottenburg, Uhlandstraße
194a. Ich selbst werde an der Weihnachtsfeier in Berlin teilnehmen. 

Gesucht werden: 
Helene Drabe, Hebamme; 
Amtsgerichtsrat Hillger; 
Dr. Meinz, praktischer Arzt, alle aus Gehlenburg. –
Matthis Hoffmann, pensionierter Zugführer und Kinder Lisbeth und Ernst,
Johannisburg.

F. W. Kautz, Kreisvertreter, Altwarmbüchen bei Hannover

Ortelsburg
Adventfeier 9. Dezember in Herford 
Hierzu teilt Landsmann Willy Zekau. Lippinghausen, Post Eilshausen, Kreis
Herford, Am Berge Nr. 31, der die Vorbereitungen hierfür getroffen hat,
folgendes mit: Die Adventsfeier findet statt am Sonntag, dem 9. Dezember, in
Herford. Auf der Freiheit (Nähe des Postamtes), im Restaurant „Weinclub", zu
erreichen in zehn Minuten vom Bundesbahnhof. — Das Lokal ist ab 10 Uhr
geöffnet. — Die Feier beginnt um 13 Uhr. Es werden Heimatfilme vorgeführt
und Gedichte in ostpreußischer Mundart vorgetragen. — Zum gemeinsamen
Kaffeetrinken wird jeder gebeten, den Kuchen für sich mitzubringen. —
Landsleute aus anderen ostpreußischen Kreisen sind zu dieser Adventsfeier
gleichfalls herzlich eingeladen. 

Kreiskarten des Heimatkreises Ortelsburg 
Auf vielfache Anfragen teile ich mit, dass Kreiskarten 1:100 000 — in zwei
Farben — ab sofort bei der Kreisgeschäftsstelle in Hagen bestellt werden
können. Der Preis hierfür beträgt 2,60 DM pro Stück und ist auf das Konto
Nr. 2431 bei der Sparkasse der Stadt Hagen/Westfalen (Kontoinhaber
Heimatkreis Ortelsburg) zu überweisen. — Die Zusendung der Kreiskarten
erfolgt nach Eingang des Betrages. 

Ein Kreisangehöriger, der in diesen Tagen den Empfang einer solchen
Kreiskarte bestätigt, schreibt hierzu: „Mit der Übersendung der Ortelsburger
Kreiskarte hast Du mir eine große Freude bereitet. Ich habe schon zwei
Abende mit meiner Frau davor gesessen; viele Erinnerungen wurden wach, und
es wurde uns wieder warm um die alten Ostpreußenherzen . . ." 

Bemerken möchte ich noch, dass Kreiskarten vorerst nur in Zweifarbendruck
erhältlich sind. 
Max Brenk, Kreisvertreter, Hagen (Westf.), Elbersufer 24. 

Pr.-Holland 
Als Ortsvertreter für die Heimatgemeinde Robitten ist auf Grund der
eingereichten Vorschläge Landsmann Ernst Stahl, jetzt wohnhaft in Kriwitz
bei Lüchow, Kreis Dannenberg, bestätigt worden. Ortsvertreter Otto Se??n
(unlesbar) (Reichwalde) ist von Horst nach Elmshorn, Kreis Pinneberg,
Bokelpromenade Nr. 60, verzogen. 

Gesucht werden: 
Frau Sidowski, Pr.-Holland, Markt 15; 
Frau Schwarz, geb. Sidowski, Pr.-Holland, Markt 15; 
Frau Margot Sommerfeld, geborene Draheim, Pr.-Holland, Markt 15; 
Heinrich Gehrmann, geb. 15.06.1916 in Pr.-Holland. Entlassener aus StV.
Torgau; 
Anna Kaiser, geb. Blum, geschiedene Budau, Mühlhausen; 
Margarete Budau, geb. 1921, Mühlhausen; 
Tischlermeister Hermann Schulz, Behlenhof; 
Anschriften der Einwohner von Mühlhausen, Königstraße 69 (Haus Wölksche
Erben); 
Gerd Scheffler und Giesela Scheffler, geb. Ruediger, Schlobitten. 
Wer kann Auskunft geben über Hermann Wagner, Reichenbach. geb. 28.07.1889,
angeblich nach seiner Entlassung aus dem Internierungslager — im November
1948 — nach Deutschland gekommen? 

Es wird nochmals dringend gebeten, Anschriftenveränderungen sofort der
Geschäftsstelle in Pinneberg, Richard-Köhn-Straße 2, zu melden. 
G. Amling, stellvertretender Kreisvertreter Pinneberg, Richard-Köhn-Straße 2


Rößel 
Bei dem wie stets feierlich und heimatlich gehaltenen Ermländertreffen, mit
Kapitularvikar Kather am 22. November in Hamburg war der Kreis Rößel wieder
zahlreich vertreten. Hierbei konnte ich auch unseren anwesenden Landsleuten
abermals Mitteilungen über die Arbeiten in der Kreisgemeinschaft machen und
Fragen nach Familien, Familienerfassung, Karteiausbau, Ortsbeauftragte und
andere beantworten. In diesem Zusammenhang möchte ich erneut darauf
hinweisen dass Nachrichten über Wohnsitzveränderungen und Veränderungen
innerhalb der Familien zur Berichtigung der Seelenlisten schnellstens
erwünscht sind. Zu der in Folge 46 des Ostpreußenblattes vom 17. November
1956 veröffentlichten, Liste der Ortsbeauftragten muss ich berichtigen: 

Klackendorf = Siegfried Hoppe, Salzgitter-Engelstedt, Auf der Graube 29; 
Klawsdorf = Josef Huhmann, (21a) Sennelager Dorenkamp. 

Die zweite Lieferung der Kreiskarte Rößel 1 : 100 000 ist restlos abgegeben.
Anerkennungen und Neuanforderungen bestätigen die Freude der Empfänger.
Bestellungen werden weiter entgegengenommen. 
Franz Stromberg, Kreisvertreter, Hamburg 19, Armbruststraße 27

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/08 09:11:42
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 14   Vermisst, verschleppt, gefallen, gesucht …
Auskunft wird gegeben über …
… Paul Barabas, geb. am 23.07.1916 in Mühlen, Kreis Osterode. Gesucht wird
Gustav Barabas, aus Königsgut bei Hohenstein.

... Kurt Blumenthal, geb. am 26.09.1923 in Königsberg Pr. Gesucht wird Otto
Blumenthal, aus Königsberg Pr., Oberhaberberg 18. 

... Paul Schaffrina. geb. am 30.06.1910 in Willems. Gesucht werden die
Eltern: Franz Schaffrina, Rogainen, Kreis Goldap. 

... Rudolf Priewe, geb. am 26.12.1924 in Heinrichsfelde. Gesucht wird Willi
Priewe, aus Bewern, Kreis Heydekrug, Memelland. 

… Gutsbesitzer Ankermann, aus Ostpreußen. Gesucht wird Landgerichtsrat
Brinkmann, aus Königsberg-Metgethen. 

… Frau Staschull, aus Ostpreußen. Gesucht wird Herr Oskar Jurrat. 

... Frau Hagen. Frau Petereit und Frau Jurkutat, alle aus Lompönen. Kreis
Pogegen, Memelland. Gesucht werden die Angehörigen. 

… Georg Hartwich, geb. am 28.04.1927 in Pohiebels. Gesucht wird Frau
Elisabeth Hartwich, aus Schwarzenstein. Kreis Rastenburg. 

... Siegfried Lange, geb. am 06.06.1921 in Köniesberg Pr. Gesucht wird Frau
Eva Lange, aus Königsberg Pr., Hermannallee 4. 

... Wolfgang Leisewitz, geb. am 13.12.1913. Gesucht wird Frau Catarina
Leisewitz, aus Allenstein oder Angehörige. 

… Anton Puschas , geb. am 27.02. (05.) 1905 in Trappen, Kreis Tilsit.
Gesucht wird Frau Else Puschas, aus Trappen, Kreis Tilsit. 

... Landsleute, die in Königsberg Pr. verstorben sind: 
Frau Sand, früher wohnhaft gewesen auf der Dominsel; 

Frau Komm; Frau Radtke, Hansaring 64; 

Herr Holländer, Yorckstraße: 

Fleischermeister Perlenk sowie Ehefrau und Tochter Ursula, Frau Lina Lottke,
Sackheimer Gartenstraße 11; 

Frau Gille, Hansaring 52; 

Frau Martha Witt. Hansaring 51; 

Fuhrhalter Minuth, Yorckstraße; 

Frau Anna Blumenau, geborene Beyer und Tochter Margarete Patruck, geborene
Beyer; 

Töpfermeister Bartschat, Sprindgasse 5: 

Bäckermeister Skorpel und Ehefrau. Geschäft: Sackheim, Sprindgasse: 

Frau Holzke, Hansaring 54; 

Frau Schalkau mit Sohn und Bruder, Hansaring 56; 

Postbeamter Heise, Hansaring 56; 

Frau Grunwald mit Tochter Ingrid, aus Laak; 

Kaufmann Liedtke mit Ehefrau. Nähe Wagnerstraße; 

Frau Reeske, Hansaring 33, bei Anhuth. 

... die Kinder Hedwig Krüger und Irmgard Krüger, ohne Personalien, im Kriege
nach Friedrichsdorf. Kreis Elchniederung oder Friedrichsdorf, Kreis Wehlau
evakuiert. Gesucht werden die Angehörigen. 

... Frau Johanna Lange, aus Insterburg; sie soll Besitzerin eines Hotels und
einer Gastwirtschaft gewesen sein. Gesucht werden die Angehörigen.

… Joseph Skovronneck, geb. am 12.11.1912 oder 1921 in Nieder-Erben, Kreis
Ortelsburg. Heimatanschrift: Erben, Kreis Ortelsburg. Erkennungsmarke: —
1268 — Stmkp. F. E. B. 49. Gesucht werden die Angehörigen. 

… Leo Lange, geb. am 04.07.1921 in Neuendorf. Gesucht wird Herr Wilhelm
Lange, aus Heilsberg, Danziger Straße 15.

.:. Paul Lange, geb. am 20.12.1910 in Braunsberg. Gesucht wird Frau Martha
Lange, aus Braunsberg, frühere Straße der SA 35. 

… Fedor-Theodor Wojciechowski, geb. am 09.01.1904 in Allenstein. Letzter
Dienstgrad bei der Wehrmacht Offizier oder Unteroffizier. Erkennungsmarke
Nr. 1676, soll bei einem Bordwaffen-Regt. gewesen sein. Gesucht werden die
Angehörigen. 

… Unteroffizier Paul Komorovski, geb. etwa 1925/1929 in Lötzen. Letzte
Einheit: 2. Gren.-Regt. 234. Feldpostnummer 35 865 c. Gesucht werden die
Angehörigen aus Ostpreußen. 

… Obergefreiter Paul Simoneit, geb. am 19.12.1903 in Tilsit. Gesucht werden
Richard Simoneit, aus Tilsit, Deutsche Straße 30. ebenso Frau Kolbe und Frau
Kallweit.

 … Otto Habke, geb. am 23.04.1913 in Hesilicht. Gesucht wird Joh. Habke, aus
Taulensee. Kreis Osterode.

... Eva-Maria Hübner, geb. am 03.04.1921. Gesucht werden die Angehörigen aus
Bartenstein.

… Justine Hübner, geb. am 13.12.1877 in Nußwalde. Gesucht werden die
Angehörigen aus Glamslack, Kreis Pr.-Eylau. 

... Heinz Müller, geb. am 11.06.1926 in Suttkehnen. Gesucht wird Frau Bertha
Müller, aus Balandsen, Kreis Tilslt-Ragnit. 

… Joseph Laschewski, geb. am 16.05.1924 in Neudims. Gesucht wird Johann
Laschewski, aus Rosenort, Kreis Rößel. 

... August Hartwig, geb. am 12.12.1918 in Gr.-Piwitz. Gesucht wird Frau
Maria Hartwig, aus Niedersee, Kreis Sensburg. 

… Paul Knobloch, geb. am 05.07.1912 in Schöndamerau, Kreis Braunsberg.
Gesucht werden Frau Euphrosine Knobloch, aus Pilgramsdorf, Kreis Braunsberg
und die Angehörigen. 

... Richard Bleistein (Geburtsdatum unbekannt); Heimatanschrift: vermutlich
Wormditt. Gesucht werden die Angehörtgen. 

... Hans Matzekat, geb. am 25.03.1905 in Bergendorf. Gesucht werden die
Angehörigen aus Bergendorf, Kreis Gumbinnen.

... Frau Herzberg, Vorname unbekannt, etwa 40 Jahre alt. aus Groß-Warnau
(früher Groß-Wronnen), Kreis Lötzen. Gesucht werden die Angehörigen. 

… Leutnant Friedrichsdorf, Vorname unbekannt, angeblich aus Heilsberg oder
aus dem Kreis Heilsberg. Letzte Einheit: Panzerjäger-Einheit Feldpostnummer
09 267 (?). Gesucht werden die Angehörigen. 

… Walter Lang. Geburtsdatum unbekannt, in Jakobsdorf, Kreis Sensburg.
Gesucht werden die Eltern: Hermann Lang und Frau, aus Gutschallen, Kreis
Wehlau. 

… Paul Lipsky, geb. am 27.05.1892. Gesucht werden die Angehörigen aus
Königsberg. 

… Anton Lange, geb. am 28.07.1912 in Großendorf, Kreis Heilsberg. Gesucht
werden die Angehörigen aus Langewiese, Kreis Heilsberg. 

… Elisabeth Arndt, geb. am 30.05.1908 in Zinten. Gesucht werden die
Angehörigen aus Zinten, Augustastraße 31. 

… Johanna Arndt, geb. am 14.02.1902 in Morrn, Kreis Heiligenbeil. Gesucht
werden die Angehörigen aus Ludwigsort, Kreis Heiligehbeil. 

… Meyer, Vorname unbekannt, geb. am 08.07.1913 in Roseneck. Kreis Gumbinnen.
Gesucht wird Frau Emma Meyer, aus Berstenau. Kreis Gumbinnen. 

… Albert Jewatzki, geb. 24.04.1908 in Rauschken, Kreis Osterode. Gesucht
wird Frau Bertha Jewatzki, geborene Rachna, aus Neidenburg, Wiesenweg Nr. 12

… Frau F. Rehse, geb. am 22.04.1901 oder 1907. Heimatanschrift: Tilsit,
Grabenstraße 8a. Gesucht werden die Angehörigen. 

… Hermann Arndt, geb. am 13.04.1861 in Ostpreußen. Gesucht werden die
Angehörigen aus Ostpreußen. 

... Christian Krause, geb. am 01.05.1926 in Königsberg. Gesucht wird Frau
Magdalene Krause, geborene Wilke, aus Königsberg, Rippenstraße 19.

 … Fanz Langenau, geb. am 22.04.1911 in Waldhöhe. Gesucht wird Herr
Friedrich Langenau, aus Lupken, Kreis Johannisburg. 

...Hubert Langanki, geb. am 16.07.1923 in Guttstadt, Kreis Heilsberg.
Gesucht wird Herr Adalbert Langanki, aus Guttstadt, Gartenstraße 1.

 ... Apotheker Herr Dr. Paul Wiskirchen, geb. 1859, aus Tilsit, Stolbecker
Straße 113 a, „Elch-Apotheke". Gesucht werden die Angehörigen.

… Metzger Otto Lamms ,aus Ortelsburg. Gesucht werden die Angehörigen.

… Hermann Schalge, geb. am 16.04.1907 in Königsberg. Gesucht wird Herr Karl
Schalge, aus Königsberg, Hochmeisterstraße 3/4. 

… Siegfried Schwanna, geb. am 17.12.1915 in Osterode. Gesucht wird Frau
Margarete Jordan, aus Osterode, Schillerstraße 10. 

... Greta Wenzel, aus Pietrellen-Treugenfließ, Kreis Angerburg. Gesucht
werden Angehörige und Bekannte.

… Hans Kulbatzki, geb. am 25.06.1926 in Königsberg. Gesucht werden die
Angehörigen aus Klein-Bößau. Kreis Rößel. 

… Emil Schanko, geb. am 18.08.1901 in Bachort. Gesucht wird Frau Frieda
Schanko, aus Bachort, Kreis Johannisburg. 

...Paul Lemke, geb. am 06.11.1889 in Königsberg. Gesucht wird Frau Elise
Lemke, aus Königsberg, Aweider Allee 103. 

... Bernhard Lepp, geb. am 02.12.1903. Gesucht werden die Angehörigen aus
Königsberg, Frankstraße 33. 

... Franz Bautz, geb. am 07.08.1906 in Medszokelmoor, Kreis Heydekrug.
Gesucht werden die Angehörigen aus Medszokelmoor. Kreis Heydekrug,
Memelland. 

… Bruno Nautsch, geb. am 21.09.1917 in Schönwiese Kreis Pr.-Eylau. Gesucht
wird Heinrich Nautsch, aus Schönwiese, Kreis Pr –Evlau.

… Franz Nerowski, geb. am 19.03.1915 in Mokainen. Gesucht wird Michael
Nerowski, aus Neurode bei Alt-Wartenburg, Kreis Allenstein.

… Franz Neumann, geb. am 24.02.1921 in Bischofsburg. Gesucht wird Josef
Neumann, aus Sturmhübel, Kreis Rösel.

… Richard Niklaß, geb. am 15.12.1907 in Statzen. Gesucht wird Friedrich
Niklas, aus Statzen, Kreis Lyck. (Mal Niklaß und Niklas geschrieben)

… Wilhelm Olschewski, geboren am 27.01.1918. Gesucht werden die Angehörigen
aus Lyck, Yorckstraße Nr. 35.

... Eduard Montzke, geb. am 19.03.1923 in Stallupönen. Gesucht werden
Angehörige aus Stalluoönen.

... Ernst Bembenck, geb. am 13.04.1908 in Teichwaide, Kreis Treuburg.
Gesucht wird Frau Emma Bembenck, aus Jürgen, Kreis Treuburg.

...Walter Schafstädt, geb. am 12.09.1925. Gesucht wird Herr Friedrich
Schafstädt, aus Gut Kalgen bei Königsberg. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
(24a) Hamburg 13, Parkallee 86.

Seite 14   Der in Lyck geborene Schriftsteller Siegfried Lenz hat für den
NDR ein Hörspiel mit dem Titel „Die Muschel öffnet sich langsam"
geschrieben. Es ist das erste Hörspiel, das in dem neugebauten Studio des
Funkhauses Hannover produziert wird. Die Regie führt Kurt Hübner vom
Niedersächsischen Landestheater Hannover. Der Schauplatz des Hörspiels ist
Sizilien.

Rest der Seite: Wir hören Rundfunk

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/08 09:12:41
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 13   Adventsgespräch mit Thomas.
So kurz vor Weihnachten wird er nun acht Jahre alt, der Thomas, und er kann
einen Erwachsenen schon beschäftigen, einen Sonnabendnachmittag und einen
ganzen langen Sonntag dazu. Es ist heute wie in der Waschküche draußen;
dunstig, milchig-neblig, nieselig und kalt. Also bleiben wir zu Hause. Viel
ist zu besprechen in dieser Zeit, in den Tagen vor Weihnachten. Die Frauen
sind beim Backen und Abbacken, der Stollen ist ja heute wieder
selbstverständlich und der leckere Marzipan nach altem Königsberger Rezept.
Und die Frauen haben keine Zeit, mit Thomas zu parlieren, deshalb muss ich
nun heran, damit er nicht dauernd den Teig schlecken geht und das Backsystem
in der Küche in Unordnung bringt.

Nun beschauen wir den Adventskalender. Wir halten die Transparente der
offenen Türchen gegen das Licht und können einen Bären, eine Trompete und
die Rute, auch eine Puppe für kleine Mädchen, ein Segelschiff und eine
Büchse Lebkuchen und andere weihnachtliche Symbole in ihren bunten Farben
bewundern und malen uns nun aus, was die letzten Türchen wohl verbergen
mögen. Die Versuchung ist groß, sie zu öffnen, und ich gestehe es freimütig,
nicht nur bei Thomas. Doch wir beherrschen uns beide. Und dann taucht die
Frage auf, woher der Adventskalender stammt mit seinen Überraschungen hinter
den kleinen Türchen. Und die Antwort, dass er eine der neuartigen
„Erfindungen“ sei, zum Zeitvertreib bis zum Festabend und zur Vorfreude der
Kinder. Plötzlich erklärt Thomas, dass das Christkind bestimmt mit einem
„Porsche, so mit 140 Sachen“ aufkreuzen würde, wenn, ja wenn – es eines
geben würde. Aber der Paul aus der Nebenstraße sagt, es gibt gar keines, und
alle Sachen, die unterm Christbaum aufgebaut sind, haben Mutti und die
Großeltern eingekauft und hingestellt.

Mein Gegenargument fiel zunächst kläglich aus; ich bekam einen richtigen
Anschauungsunterricht mit vielen Beispielen und musste — in Gedanken — mit
Thomas die Lämpchen-geschmückten Straßen durcheilen, zu den
Lametta-behängten Schaufensterauslagen und in den ganzen weihnachtlichen
„Rummel" unserer Tage. Ich bekam einen roten Kopf. Das Resultat der
Untersuchung war Thomas‘ unerbittliche Feststellung, das Christkind gebe es
nicht. Alles kann man für Geld haben, am besten wäre es schon, man bekäme
das Geld und könnte dann nach seinem Gefallen die Sehnsüchte stillen, die
man gerade vor vollen Schaufenstern hege.

Doch hier, bei der Erwähnung des Geldes, kam mir ein rettender Engel zu
Hilfe. Ich dachte an die Weihnachtsgeschichte der Anna Schieber, an die
Geschichte „Der Kronentaler“. Und um das holde Engelsbild des Christkindes
nicht wenige Tage vor Weihnachten, wenige Tage vor seinem Erscheinen
untergehen zu lassen, beflügelte ich meine Phantasie und erzählte, wie auch
jenem Jungen durch seinen Schulkameraden der Unkrautsamen ins Herz gelegt
wurde und so schnell aufschoss wie der Kürbis des Propheten Jona, und alles
zuschattete, was hell und einfach doch auch zugleich geheimnisvoll gewesen
war. Und wie dann die Wut und der Hass gegen diesen verführerischen
Kronentaler, der so gar keine Helle und so gar keine Einfachheit und schon
überhaupt kein Geheimnis mehr aufweisen konnte, als man ihn besaß, - wie
dann diese Wut und dieser Hass schließlich so groß wurden, dass man den
verführerisch blinkenden in den Neckar warf.

Erst dann trat die Ruhe des Herzens wieder ein, als man sich an Vaters Brust
ausgeweint hatte und erneut zum Christbaum geführt, die Liebe, das
eigentliche und unsterbliche Christkind, das aufgerührte Herz mit Seligkeit
und Freude füllte. 

Mit dieser, einer der schönsten Weihnachtsgeschichten für diese Tage der
Vorfreude und der Erwartung, konnte auch Thomas in seinem gefährlichen Alter
der Kürbiskern des Jona aus dem Herzen gerissen werden. Der Anna Schieber
sandte ich gedanklich Gruß und Dank. 

Thomas wies nach meiner Erzählung den Kronentaler weit von sich und auch den
Porsche für das Christkindchen. Er sah nun den Meisen eine Weile zu, die auf
den Futterringen und den mit Leinsaat gefüllten, ausgehöhlten Kokosnüssen
ihre akrobatischen Künste zeigten, dabei die Leckereien pickend. Denn
entdeckte er den Weihnachtsbaum auf dem Balkon. 

Warum denn gerade ein Tannenbaum mit Lichtern und Schmuck geziert wird und
wer diese Sitte „erfunden" hätte? Dass der Weihnachtsbaum erst seit
zweihundert Jahren in Deutschland zum Symbol des Christfestes erhoben wurde,
interessiert Thomas nur wenig. Viel größere Beachtung fand bei ihm, dass die
Kinder Englands mit den Zweigen der Stechpalme von Haus zu Haus singend
ziehen in diesen Tagen. Ostpreußens Schimmelreiter auf einem
Steckenpferdchen, den Schornsteinfeger, die Marketenderin und den Tanzbären
im Gefolge, von Musikanten begleitet, erweckte helle Begeisterung bei
Thomas. Das Peitschen knallen dieser wilden Gesellschaft versuchte er sofort
durch Schnalzen mit Daumen und Mittelfinger in Akustik umzusetzen. 

Durch das Spiel der Meisen an den Futternäpfen auf dem Balkon angeregt,
tauchte nun bei Thomas die Frage auf, wie andere Tiere den Winter
überstehen. 

Der Winterschlaf einer großen Zahl der Vierbeiner löste sein besonderes
Staunen aus. Die Haselmaus, ein zusammengerolltes Pelzknäuel im Kugelnest,
der Siebenschläfer, der Hamster und das Murmeltier, vollgefressen und satt
für sechs bis sieben Monate, wurden in der Sofaecke unter Zuhilfenahme der
Kissen eindrucksvoll dargestellt, die sägenden Schnarch- und Pfeiftöne
erzeugte dann Thomas.

Der Schimmer der Adventskerzen und die Tasse Kaffee mit den Kostproben, die
uns aus der Küche gereicht wurden, die Dämmerung, das leise Herabsinken der
Nacht ließen Thomas nachdenklich werden und ihn wieder nach dem Tannenbaum
fragen. Er hörte mit Andacht meiner Erzählung vom winzigen Herz in den
Zweigen und von der kleinen Seele dieses Bäumchens zu, das den Menschen
durch die schimmernden Lichter das Wunder der Heiligen Nacht verheißt und
ihnen den Glauben an die Liebe jedes Jahr neu schenkt.

Die Frage jedoch, die am weitaus schwierigsten zu beantworten war, war die
des Thomas nach seinem Vater. Warum er in den Krieg ziehen musste, warum er
in Gefangenschaft geriet, warum er dann bald nach seiner Rückkehr zu den
Engeln in den Himmel gerufen wurde. Und ob er nun weiß, dass das
Weihnachtsfest vor der Tür steht. Unzählige „Warum“ und „Ob“ führte Thomas
an, und schwer war es, hier Thomas zufriedenzustellen. Wehrpflicht,
Verwundung im Kriege, langsames Siechtum in der Gefangenschaft, unstillbare
Sehnsucht nach der Heimat Ostpreußen, alle diese Erklärungen hätten den
Wissensdurst von Thomas keinesfalls gestillt. Hier konnte nur eine auf das
kindliche Gemüt eingehende und in diese Vorweihnachtszeit passende
Darstellung zu einer befriedigenden Lösung führen. Ich schilderte ihm das
Christkind, das – nun bedeutend älter geworden – als Jesus Christus, als
Träger der Liebe zu den Menschen und Sämann der Liebe unter den Menschen,
den Vater sehr liebgewonnen hatte. Diese Liebe erreichte den Höhepunkt, als
jener Jesus von Nazareth, die dauernden Schmerzen des Vaters nicht mehr mit
ertragen konnte und ihn deshalb in sein Reich, in seinen Himmel und damit zu
sich nahm. Geborgen, behütet, und beschützt durch die Liebe Gottes sei der
Vater nun ein glücklicher Bewohner jenes Himmelreiches geworden, zu dem wir
hoffentlich einmal alle gelangen dürfen. Und am Weihnachtsabend steht „der
Paps“ still und mit uns das Gebet des Weihnachtsabends auf seinen Lippen
tragend, unter uns und an unserem Lichterbaum.

Thomas war still geworden. Es arbeitete in ihm, und er ließ sich minutenlang
das Haar streicheln.

Nun trabten wir Hand in Hand durch die festlich beleuchteten Straßen der
großen Stadt. Wir drückten uns die Nasen ah den Schaufensterscheiben platt
und konnten uns nicht satt sehen an dem Spiel der elektrischen Eisenbahnen.
Die ganze lärmende Umwelt war auf einmal vergessen. Der alte Jugendtraum
wird wach, der heute Erfüllung finden könnte. 

Wir bemerkten viele Väter, die kaum weniger Interesse an dieser
Liliput-Bundesbahn zeigten als ihre Sprösslinge. Auch die Augen dieser
erwachsenen Kinder glänzten begehrlich und gaben Kunde von dem Wunsch, mit
diesem herrlichen Spielzeug die Zeit der Feiertage zu vertreiben.

Doch Gipfel unserer Schaufenster-Parade war das Auto, das man vollständig
auseinandernehmen und womöglich reparieren konnte. „Und denk mal, Opi, mit
Wagenheber, Schraubenschlüsseln in allen gängigen Größen, mit
Vollgummireifen, au, und mit Chromstoßstangen!", erklärte mir Thomas. Nun
ja, er hatte recht; ich kenne zwar Autos, doch über ihre Reparatur habe ich
bisher eigentlich nur wenig nachgedacht. Jedoch das Spielzeug war wirklich
sehr hübsch. Ich konnte die Begeisterung von Thomas schon begreifen und
stellte mir vor, wie wir gemeinsam den großen Wagenheber unter das Fahrzeug
setzten, es anhoben und das Reserverad montierten. Gewiss ein feines Spiel
für die Feiertage. Man konnte ja vier Räder vertauschen, das Reserverad gar
nicht gerechnet. 

Vom Schauen müde und müde der Hast, die auf den Straßen herrschte, wurden
wir von unseren noch immer Kuchenteig rührenden Frauen mit einem Schälchen,
gefüllt mit Nüssen, Datteln und Feigen, mit Mandarinen und einer kleinen
selbstgemachten Leckerei begrüßt. Thomas schleppte den großen Atlas zum
Tisch, und nun ging es ans Suchen. Woher kamen alle diese Leckereien, die
nun unseren Gaumen kitzelten?

Wir schwankten mit dem großen Dreimaster von Smyrna durch das Ägäische Meer,
durchfuhren den Kanal von Korinth, nahmen in Patras neue Ware an Bord, die
wir in Messina ergänzten, und bewunderten auf den Felsen von Gibraltar die
Affen. Wir kamen im Golf von Biscaya in einen Sturm — Thomas behauptete:
Windstärke elf! — und landeten schließlich in Hamburg. Es fiel uns ein, dass
die Dromedare, die unsere Datteln und Feigen von Bagdad nach Smyrna getragen
hatten, noch auf uns warteten, und wir sandten einen Funkspruch an die
Karawanserei, die Tiere nach Bagdad zurückzuschicken. 

Unsere Reise war so lebhaft, die Schilderung der Seefahrt so intensiv, dass
es Thomas sehr leid tat, nicht chinesische Vogelnester aus Peking oder einen
Tigerschinken aus Indiens Dschungeln zum Weihnachtsfest geholt zu haben. Die
Reise hätte dann doch bedeutend länger gedauert, und vielleicht hätte uns
das Schicksal auch größere Abenteuer beschieden. 

Müde von unserer Seefahrt, wurden wir durch ein Glas heiße Milch und ein
paar Brötchen erquickt, und so rüsteten wir nun zur großen Fahrt ins
Traumland. Eines der drei letzten Türchen vom Adventskalender wurde geöffnet
und das kleine Transparent gebührend bewundert. Thomas huschte, unter seine
warme Decke, und lange hörte er nicht mehr der Geschichte des Brummkreisels
und der kleinen Puppe zu, die zum Weihnachtsabend alle armen Kinder in das
Spielwarengeschäft geladen hatten, sie mit süßer Schokolade und Kuchen
bewirteten und mit einem Spielzeug beschenkten. Den letzten Satz: „Das
Christkindchen war da und legte den armen Kindern die Geschenke selbst in
den Arm", hörte Thomas nicht mehr. Er träumte wahrscheinlich von den beiden
letzten Türchen des Adventskalenders und von dem Auto, das man
auseinandernehmen konnte. 

Er lächelte im Schlaf. Opi hatte wohl den falschen Schraubenschlüssel
angesetzt. Was verstand auch Opi von Autos? E. Sch.

Seite 13   Aus der Feder Immanuel Kants.
Beobachtungen und Bemerkungen des Philosophen von zeitloser, damit auch
heute aktueller Bedeutung. 

Weil es eine absicht der Vorsehung ist, das Völker nicht zusammenfliessen,
sondern durch gewisse zurücktreibende Kraft sich selber unter einander im
conflicte seyn, so ist der Nationalstolz und Nationalhass zu trennung der
Nationen nothwendig . . . Regierungen sehen diesen Wahn gerne . . . Die
Vernunft giebt uns andrerseits das Gesetz, das, weil instincte blind seyn,
sie die Thierheit an uns zwar dirigiren, aber durch Maximen der Vernunft
müssen ersetzt werden. Um deswillen ist dieser nationalwahn auszurotten, an
dessen stelle patriotism und cosmopolitism treten muss. 

Patriotisch ist die Denkungsart, da ein jeder im Staat (das Oberhaupt
desselben nicht ausgenommen) das gemeine Wesen als den mütterlichen Schoß,
oder als den väterlichen Boden, aus und auf dem er selbst entsprungen, und
welchen er auch so als ein theures Unterpfand hinterlassen muss, betrachtet
. . . 

Ehre und Geschmack müssen das meiste thun, um die grobe Leidenschaft
einzuschränken . . . Die feinere Liebe . . . thut das meiste, allein die
Ehre einer freyen Nation, die da handelt, das edelste. 

Ein jedes Volk findet ein anderes, es drängende Volk vor sich . . . gegen
das es sich innerlich zu einem Staate bilden muss, um als Macht gegen dieses
gerüstet zu sein. 

So würde es sehr verderblich sein, wenn ein Offizier, dem von seinen Oberen
etwas anbefohlen wird, im Dienste über die Zweckmässigkeit oder Nützlichkeit
dieses Befehls laut vernünfteln wollte; er muss gehorchen. 

Was die Gemüthsbildung betrifft, die man wirklich auch in gewisser Weise
physisch nennen kann, so ist hauptsächlich zu merken, dass die Disciplin
nicht sklavisch sei . . . 

Die Geschichte der Staaten muss so geschrieben werden, dass man sieht, was
die Welt von einer Regierung vor Nutzen gehabt hat. 

Das Wohl der Menschen wird von der guten Regierung abhangen. 

Niemals empört etwas mehr als Ungerechtigkeit; alle anderen Übel, die wir
ausstehen, sind nichts dagegen. 

Der moralische Politiker wird es sich zum Grundsatz machen: wenn einmal
Gebrechen in der Staatsverfassung oder im Staatenverhältniß angetroffen
werden, die man nicht hat verhüten können, so sei es Pflicht, vornehmlich
darauf bedacht zu sein, wie sie sobald wie möglich gebessert . . . werden .
. . 

Das Wesen aller Regirung besteht darin, dass ein ieder seine Glükseeligkeit
selbst besorge und ein ieder die Freiheit habe, in dieser absieht mit iedem
anderen in Verkehr zu treten. Das Amt der Regirung ist nicht: diese Sorge
den Privatpersonen abzunehmen, sondern nur: die Harmonie derselbe zu
bewirken, und zwar ohne praedeliction, nach dem Gesetze der Gleichheit. 

Es giebt negative oder positive Oppositionen; bey den letzteren macht die
Verbindung beider eine negative Opposition.

Der Deutsche fügt sich unter allen civilisirten Völkern am leichtesten und
dauerhaftesten der Regirung, unter der er ist, und ist am meisten von
Neuerungssucht und Widersetzlichkeit gegen die eingeführte Ordnung entfernt.

Also kann man wohl sagen, dass diejenige äussere Gewalt, welche die
Freiheit, seine Gedanken öffentlich mitzutheilen, den Menschen entreisst,
ihnen auch die Freiheit zu denken nehme: das einzige Kleinod, das uns bei
allen bürgerlichen Lasten übrig bleibt . . . 

Russlands Veränderung trug zum wohl der Welt nicht bey, als nur auf
entfernte Weise. 

Der despotism ist ein Zwang, die unterthanen aller eignen Wahl und Urtheils
zu überheben. 
Der Verfall ins Ärgere kann im menschlichen Geschlecht nicht beständig
fortwährend sein; denn bei einem gewissen Grade desselben würde es sich
selbst aufreiben. 

Ränke und Arglist scheitern zuletzt, und Ehrlichkeit ist doch am Ende die
beste Politik. 

Kein Staat soll sich in die Verfassung und Regirung eines anderen
gewaltthätig einmischen. 

Es soll kein Friedesschluss für einen solchen gelten, der mit dem geheimen
Vorbehalt des Stoffs zu einem künftigen Kriege gemacht worden. 

Das Recht der Menschen muss heilig gehalten werden, der herrschenden Gewalt
mag es noch so grosse Aufopferung kosten.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/08 09:14:39
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 12   Bücherschau 
Ein Bildband über Ostdeutschland 
Wie unbedingt notwendig es ist, unseren westdeutschen Landsleuten, den
westlichen Politikern und auch uns selbst und unseren Kindern immer von
neuem und immer wieder die Schönheit und geschichtliche Größe, die geistige
und wirtschaftliche Leistung Ostdeutschlands ins Gedächtnis zu rufen, ist
gerade auch an dieser Stelle nachdrücklich gesagt worden. Bilder, Berichte
und Erzählungen über den besetzten deutschen Osten sind vielleicht so
manchem Bundesbürger unbequem; sie stören seine Ruhe und Zufriedenheit. Aber
das gerade sollen sie. Das ist auch der Zweck des jetzt erschienenen
dokumentarischen Bildbandes über Mittel- und Ostdeutschland, der unter dem
Titel „Mitten durch unser Herz" (160 Seiten, mit 157 Fotos, 16,80 DM) im
Verlag Wilhelm Andermann, München, herausgekommen ist. Zweierlei ist an
diesem Band bemerkenswert. Zunächst einmal bringt er in einer ausführlichen
Einleitung von Dr. Martius einen sachlichen Grundriss der ostdeutschen
Geschichte von 1918 an bis zum 17. Juni 1953, in dem der Verfasser auf
gefühlvolle Phrasen verzichtet und Tatsachen sprechen lässt, Tatsachen die
gen Himmel schreien. Zum andern sehr aufschlussreich sind auch so manche
Bilder in dem gut zusammengestellten Bildteil des Bandes, Fotos aus dem
Berlin von heute etwa, über kommunistische Kundgebungen und Aufmärsche in
der Sowjetzone. Diese Bilder aus der Kriegs- und Nachkriegszeit, aufrüttelnd
und erschreckend, stehen neben Ansichten aus dem unzerstörten Deutschland,
neben Bildern von der Marienburg, von Samländer Fischern und Memeler
Marktfrauen, um nur einige aus der weiten, von Schlesien, Thüringen bis
Ostpreußen reichenden Fülle zu nennen — Ein Werk, das man wahrhaftig in
Millionenauflage herausbringen müsste, wenn es alle diejenigen erreichen
sollte, die aus ihrer Ruhe aufgestört werden müssen. rk. 

Neue Bildbände 
Der frühere Königsberger Verlag Gräfe und Unzer, dessen bisherige Arbeit
ganz dem deutschen Osten gewidmet war, will nun in einer neuen Reihe FARBIGE
WELT seinen Freunden die Schönheiten anderer Städte und Landschaften
nahebringen. Sehr gut gelungener Auftakt ist der gerade erschienene Bildband
über Rom, der mit 24 schönen Farbtafeln und Texten berühmter Romfahrer ein
anschauliches Bild der ewigen Stadt vermittelt. (Rom. Gräfe und Unzer Verlag
München. 12,50 DM.) 

Die bekannten roten Bändchen der Langewiesche Bücherei sind jetzt um fünf
neue Bildwerke über Ostdeutschland bereichert worden. In der bewährten,
gediegenen Ausstattung liegen Bücher über Ostpreußen, Danzig, die
Marienburg, Schlesien und Pommern vor und helfen mit ihren hervorragenden
Fotografien und den knappen einführenden Worten mit, den Eindruck von der
Schönheit des deutschen Ostens lebendig zu erhalten. (Langewiesche Bücherei,
Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus. Je Band 2,40 DM.) 

Ein neuer Bildband der repräsentativen Terra-Magica-Sammlung fängt in seinen
bestechenden Fotoaufnahmen den eigentümlichen, spröden Reiz Islands ein, der
Insel mit den schneebedeckten Vulkankegeln, den Geisern und Fjorden. Auf 69
großformatigen Tiefdrucktafeln, darunter manchen farbigen, gibt dieses
gelungene Bildwerk dem Betrachter einen umfassenden Eindruck von der Insel
am Rande der Welt. (Island — Insel aus Feuer und Eis. Hanns Reich Verlag
München.) 

Von Simon Dach bis Sudermann 
Natürlich ist der Bogen der in dem „Musischen Lexikon" (herausgegeben von
Willi A. Koch, 522 Seiten mit 814 Abbildungen, Alfred Kröner Verlag,
Stuttgart) dargestellten Künstler und Kunstwerke weiter gespannt als von
Simon Dach bis Sudermann. Uns Ostpreußen interessiert aber zunächst einmal,
über welche ostpreußischen Künstler man sich hier Auskunft holen kann. Es
fehlen — und in welchem Lexikon fehlt nichts? — Ernst Wiechert und Eduard
von Keyserling, zwei Dichter, die noch wohl in den Rahmen dieses Werkes
gehören. Im Übrigen ist der Leser überrascht, was alles in diesem vorzüglich
zusammengestellten Band enthalten ist. Eine kleine Abhandlung über Simon
Dach beleuchtet sehr schön das Wesentliche dieses ostpreußischen Dichters.
„Die große Zahl seiner Gedichte rührte daher, dass man von einem Poeten
damals zu allen möglichen Gelegenheiten ein Gedicht erwartete. Der Dichter
war im 17. Jahrhundert das, was wir heute den Festredner nennen würden“. Und
weiter unten: „Ob das ursprünglich plattdeutsch geschriebene, von Herder ins
Hochdeutsche übertragene Ännchen von Tharau von Dach stammt, steht nicht
fest; wahrscheinlich geht es auf Heinrich Albert, einen Angehörigen des
Königsberger Kreises, zurück“. Ebenso gründlich und ausführlich sind auch
die übrigen Beiträge abgefasst, über Lovis Corinth etwa, Agnes Miegel oder
Sudermann. Insgesamt ist  
dieser Band ein sehr zuverlässiger Wegweiser durch das weite Gebiet der
schönen Künste; zudem ist auch der Text flüssig und verständlich
geschrieben. 

Ebenfalls im Alfred Kröner Verlag erschien zwei Bände, die über Leben und
Werk der „Dichter und Schriftsteller unserer Zeit informieren. Der
Verfasser, Franz Lennartz, zeigt sich in klugen, sehr umfassenden
Einzeldarstellungen der modernen Dichter als berufener Führer durch die
neuere Literatur. Agnes Miegel, der „größten unter den lebenden
Balladendichter", ist ein Beitrag von drei Seiten gewidmet. Der Dichter der
„Barrings" William von Simpson, fehlt ebenso wenig wie Ernst Wiechert, über
dessen Schaffen ein langer Aufsatz unterrichtet. — Der zweite Band
vermittelt ein ausführliches Bild der modernen Literatur des Auslandes. d-s.

Preiswerte Kleistausgabe 
Heinrich von Kleist, der große deutsche Klassiker, stammte aus einer alten
preußischen Offiziersfamilie. Seine Dichtung und sein Leben, der
patriotischen Hingabe, der Wahrheit, der Liebe und der Gerechtigkeit
gewidmet, spiegeln in vielem den Geist echten Preußentums. Wir Ostpreußen
erinnern uns auch daran, dass Kleist in den Jahren 1804 bis 1806 in
Königsberg lebte, wo er eine Anstellung im Finanzdepartement gefunden hatte.
Eine sehr schöne, sorgfältige Ausgabe seiner Gesammelten Werke (zwei Bände,
568 und 597 Seiten, je Band 6,85 DM) erschien jetzt im Bertelsmann Verlag,
Gütersloh. Die beiden Bände bringen nicht nur sämtliche Dramen und
Erzählungen, darunter natürlich auch solch berühmte wie „Der zerbrochene
Krug", „Prinz Friedrich von Homburg" und den „Michael Kohlhaas", sie
enthalten auch die reizvollen Anekdoten, kleinere Schriften und die
Gedichte. Bernt von Heiseler, der Herausgeber, hat der Ausgabe eine
umfassende Würdigung des großen Dichters vorangestellt. d-s
 
Louis P. Lochner: Stets das Unerwartete. Erinnerungen aus Deutschland 1921
bis 1952, 360 Seiten, 14,80 DM. Franz Schneekluth Verlag, Darmstadt. 
Der langjährige Vorsitzende der Berliner Auslandspressekonferenz und
befähigte amerikanische Publizist Louis P. Lochner veröffentlicht hier
Erinnerungen an seine Tätigkeit in Deutschland in einem Zeitraum von über
drei Jahrzehnten, die als Geschichtsquelle von außerordentlichem Gewicht
sind und das Interesse jedes politisch denkenden Deutschen verdienen.
Lochner, Sohn einer aus Deutschland eingewanderten evangelischen
Pastorenfamilie, hat wie kein anderer ausländischer Pressevertreter in einer
dramatisch höchst bewegten Zeit Verbindungen mit den bedeutendsten deutschen
Politikern nach 1918 anknüpfen können und stets für die echten Sorgen und
Anliegen unseres Volkes größte Anteilnahme gezeigt. Schon sehr früh
unternahm er auch große Reisen in den deutschen Osten und in die
osteuropäischen Länder, um die Amerikaner über die durch Versailles dort
geschaffenen Zustände zu unterrichten. Selbst ein Hitler und Goebbels
konnten die überragenden Fähigkeiten dieses freiheitsbewussten Publizisten
nicht leugnen. Er hat unbeirrt seinen Dienst auch in Zeiten versehen, wo
andere Auslandsjournalisten von Rang längst ihren Posten geräumt hatten. Die
größte Genugtuung Lochners war es wohl, dass er entscheidend mit dafür
sorgte, dass endgültig mit der Morgenthaupolitik gebrochen wurde. Das Buch
ist reich an Enthüllungen über politische Vorgänge, die uns bis heute
unbekannt waren. Noch niemals ist zum Beispiel eingehend über jene an sich
so hoffnungsvolle Friedensvermittlung durch den Amerikaner Mooney berichtet
worden, die wahrscheinlich schon viele Jahre vor 1945 Wege zu einem
erträglichen Frieden für Deutschland gewiesen hätte. Torpediert wurde sie
dann durch Leute des Rooseveltschen „Gehirntrusts", die so viel zur
Aufspaltung Europas und zum Triumph eines Stalins wissentlich und
unwissentlich beigetragen haben.

Seite 12   Blätter ostpreußischer Geschichte. „Gilge“, die erste
ostpreußische Lokomotive.
Foto: Eine von der Union-Gießerei in Königsberg vor dem Ersten Weltkriege
gebaute Schnellzug-Lokomotive für 1524-m/m-Spurweite. Archiv des Vereins
Modelleisenbahn, Hamburg.

Vor hundert Jahren, im Spätherbst 1856, wurde die erste in Königsberg
gebaute Lokomotive an die Ostbahn übergeben. Wenige Jahre zuvor, 1853, war
diese für Ostpreußen wichtige Strecke gebaut worden. Zunächst wurde die Bahn
nur von den Berliner Werkstätten Wöhlert und Borsig mit Lokomotiven
beliefert. Um die ostpreußische Industrie zu fördern, regte die preußische
Regierung die seit 1827 in Königsberg bestehende Union-Gießerei an,
ebenfalls Lokomotiven zu bauen. In ihren Anfangsjahren hatte die Fabrik
Gusswaren und einfache landwirtschaftliche Maschinen erzeugt. Ihre
Leistungsfähigkeit stieg, als — bedingt durch die rasche Entwicklung der
Dampfschifffahrt — auch der Bau von Schiffen und die Konstruktion von
Dampfkesselanlagen aufgenommen wurde. Ein tüchtiger Stamm von Facharbeitern
hatte sich herangebildet, und ohne Schwierigkeiten konnte der Lokomotivbau
beginnen. 

Die erste Lokomotive wurde „Gilge" getauft. Damals bestand nämlich noch der
Brauch, den Lokomotiven Namen zu geben. Die beiden nächsten hießen „Frisches
Haff" und „Kurisches Haff". Alle auf der Ostbahn fahrenden, ungekuppelten
Personenzuglokomotiven führten zu jener Zeit Namen von Flüssen oder großen
Gewässern. Die auf den Stationen wartenden Reisenden lasen vergnügt das
Namensschild mit dem heimatlichen Klang an der Stirnseite des braven
Dampfrosses, das den einfahrenden Zug hinter sich herzog. Die „Gilge" hatte
die Bahnnummer 43. Sie war eine Personenzuglokomotive mit drei Achsen, von
denen nur die mittlere angetrieben wurde; die Eisenbahner sprechen von einer
Achsenfolge 1 A 1. 

Seit 1855 hat die Union-Gießerei in immer wachsender Zahl Lokomotiven in
jeder Größe und Bauart an die Preußische Staatsbahn, an die Reichsbahn, an
Privatbahnen und auch nach Russland und in andere Länder geliefert, ferner
wurden zum Bahnbetrieb gehörende Ausrüstungen wie Brücken, Drehscheiben und
Kräne hergestellt. Wegen der Güte und Vielseitigkeit ihrer Erzeugnisse
steigerten sich die Aufträge an die Union-Gießerei, die ein bedeutender
wirtschaftlicher Faktor für Königsberg wurde. Da das alte Fabrikgebäude
nicht mehr ausreichte, erwarb das Werk 1907 das an der Stadtgrenze, am
südlichen Pregelufer gelegene, 179 Hektar große Gut Contienen. Auf diesem
Grund wurden neue Anlagen errichtet. Bereits 1911 konnte die zweitausendste
Lokomotive der Union-Gießerei das Werk verlassen. 

Auf dem nördlichen Pregelufer, in Ratshof, hatte 1903 die Waggonfabrik
Steinfurt ein großes Gelände erworben. 1910 erfolgte der Umzug in die neuen
Hallen. Auch dieses Werk, das alle Arten von Eisenbahnfahrzeugen — Güter-
rund Personenwagen — herstellte, war im Zusammenhang mit der alten Ostbahn
gewachsen, der sie 1865 fünfzig Güterwagen lieferte, die noch auf dem
Weidendamm gebaut worden waren. Die Aufwärtsentwicklung bezeugte die
Fertigstellung des fünfundzwanzigtausendsten Wagens im Jahre 1921. 

Noch heute sieht man auf westdeutschen Strecken Wagen von Steinfurt und
Lokomotiven aus der Union-Gießerei, aus deren Hallen mehr als 2800 Maschinen
in die ganze Welt fuhren. Sie gehören zu der Reihe 92 und 93; erkennen kann
sie leider nur der Fachmann. H. R.

Seite 12   Neue Aufgaben des Historischen Vereins für Ermland 
Wie das Ostpreußenblatt bereits in den Folgen 45 und 46 berichtete, konnte
der Historische Verein für Ermland in diesem Jahre die Feier seines
hundertjährigen Bestehens begehen. 1856 in Braunsberg vor allem durch die
Initiative des früheren Professors an der Braunsberger Hochschule und
damaligen Domherrn Dr. Anton Eichhorn gegründet, hat der Verein vornehmlich
durch seine Publikationen in den hundert Jahren eine segensreiche Tätigkeit
entfaltet, die nicht nur der ermländischen, sondern darüber hinaus der
ganzen ostpreußischen und ostdeutschen Geschichtsforschung zugutegekommen
ist. 

Die Wiederbelebung des Historischen Vereins für Ermland nach der Vertreibung
ist das besondere Verdienst des früheren Braunsberger Historikers Dr. habil.
Hans Schmauch. Seinem Ruf zur Hundert-Jahr-Feier nach Münster war eine
stattliche Anzahl von Mitgliedern gefolgt, insbesondere auch aus der
jüngeren Generation. Leider musste man aus dem Kreis der ermländischen
Historiker, die die Arbeit des Vereins in der Zeit vor der Vertreibung
trugen, zwei hervorragende Männer schmerzlich vermissen: Pfarrer Eugen
Brachvogel und Studienrat Franz Buchholz. Brachvogel ist vor allem durch
seine bedeutenden Kopernikusforschungen und durch seine in zahllosen
Zeitschriften- und Zeitungsaufsätzen bekundete genaue Kenntnis der
ermländischen Kulturgeschichte bekannt geworden. Er starb noch in der Heimat
während des Krieges. Franz Buchholz schrieb die Stadtgeschichte von Wormditt
und Braunsberg und eine Anzahl biographischer Arbeiten. Nachdem er noch nach
der Vertreibung in Schleswig-Holstein sich tatkräftig für die Sache der
Vertriebenen eingesetzt hatte, starb der auch sonst um das Ermland
hochverdiente Mann allzu früh in Heide. 

Geistige Beziehungen zu Münster 
Die Festtage in Münster, der Patenstadt Braunsbergs, wurden durch eine
Arbeitstagung eingeleitet, auf der im Anschluss an Referate von Dr. Schmauch
und Studienprofessor Leo Juhnke der Stand der ermländischen
Geschichtsforschung und die besonderen Aufgaben ihrer heutigen Arbeit
behandelt wurden. In einer öffentlichen Veranstaltung im gutbesuchten Saal
des Landesmuseums sprach Dr. Hans Preuschoff (Köln, früher Braunsberg) über
die Beziehungen zwischen dem Ermland und dem deutschen Westen. Er ging aus
von der durch die geschichtliche Entwicklung bedingten Sonderstellung des
Ermlandes innerhalb des ostpreußischen Raumes. Auf diese Sonderstellung ist
der katholische und mittelbäuerliche Charakter des Landes im Herzen des ost-
und westpreußischen Raumes zurückzuführen. Besondere Beziehungen zwischen
Ermland und dem deutschen Westen ergaben sich zur Zeit der Gegenreformation,
als der ermländische Bischof Kardinal Hosius rheinische Jesuiten zum Aufbau
des Bildungswesens in seinem Sprengel gemäß den Vorschriften des Trienter
Konzils herbeirief. Wesentlich intensiver aber waren die Beziehungen noch zu
Beginn des vorigen Jahrhunderts. Fürstbischof Joseph von
Hohenzollern-Hechingen sah sich nach der Säkularisation und der
Eingliederung des Ermlandes in Preußen vor die Aufgabe gestellt, das
verfallene geistige und kirchlich religiöse Leben in seinem Bistum von Grund
auf zu erneuern. Zu diesem Zweck trat er in engere Verbindung mit dem
Mittelpunkt der sogenannten katholischen Restauration, dem
Gallitzin-Overberg-Kreis in Münster. In diesem Kreis hat bekanntlich auch
eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im geistigen Leben unserer
Heimatprovinz, Johann Georg Hamann, eine letzte Zuflucht gefunden. Aus
Münster kam damals eine Anzahl von Schulmännern und Gelehrten nach dem
Ermland. Mit ihrer tatkräftigen Hilfe wurden unter anderem das Gymnasium und
die philosophisch-theologische Hochschule in Braunsberg neu gegründet. Der
bedeutendste unter diesen westfälischen Mitarbeitern Joseph von Hohenzollern
war Heinrich Schmülling. Er kehrte später nach Münster zurück, wo er hohe
Ämter und Würden bekleidete, doch blieb er in seinen Gedanken an seiner
alten Wirkungsstätte. In seinem Arbeitszimmer hing ein Bild des Frischen
Haffs, und von seinen letzten Tagen wird berichtet, dass er immerfort von
Braunsberg und dem Ermland gesprochen habe. Auch späterhin fanden immer
wieder Westfalen den Weg ins Ermland. Unter ihnen ist vor allem der
Mathematiker Karl Weierstrass zu nennen, der in der Mitte des vorigen
Jahrhunderts Oberlehrer am Braunsberger Gymnasium war und in dieser Zeit
aufsehenerregende Arbeiten aus seinem Fachgebiet veröffentlichte. Die
Albertus-Universität in Königsberg verlieh ihm daraufhin die Würde eines
Ehrendoktors und schuf damit die Voraussetzung für seine Berufung an die
Universität Berlin. Als Ordentlicher Professor an ihr und als Mitglied der
Preußischen Akademie der Wissenschaften ist Weierstrass 1897 gestorben,
nachdem er längst zur Weltberühmtheit gelangt war. 

Bemerkenswert ist auch, dass von den sechs Gründern des ermländischen
Geschichtsvereins zwei Westfalen waren. Von den Ermländern, die im Laufe der
Zeit nach dem Westen gewandert sind, verdient vor allem der vorletzte
ermländische Bischof, Dr. Augustinus Bludau, erwähnt zu werden. Er war vor
seiner Wahl zum Bischof von Ermland Professor an der Universität Münster.
Gleichfalls Professor in Münster war zuletzt der vor einigen Jahren
verstorbene Dogmatiker Dr. Bernhard Poschmann, gebürtig aus Heinrikau bei
Mehlsack.

Den Abschluss der Festtage bildete außer dem Empfang durch die Stadt Münster
ein Festakt im Franz-Hitze-Haus. Hierbei gab der Vorsitzende des
Historischen Vereins für Ermland, Dr. Schmauch, seiner besonderen Freude
über die Wiederbelebung des Vereins und das Neuerscheinen der ermländischen
Publikationen Ausdruck. 

Professor Dr. Keyser unterstrich den Beitrag der ermländischen
Geschichtsarbeit für die gesamte ostpreußische Geschichtsforschung. Prälat
Golombek von der kirchlichen Arbeitsstelle Nord für Heimatvertriebene
schließlich betonte mit Nachdruck die Notwendigkeit der
heimatgeschichtlichen Forschung für die ganze Vertriebenenarbeit.


[OWP] Bitte um Hilfe bei My Heritage

Date: 2017/09/08 10:00:01
From: Tabbert <tabbert.asl(a)t-online.de>


Liebe Mitforscher,



hin und wider finde ich bei My Heritage einen für mich erfolgversprechenden
Eintrag,

den ich mangels Abo leider nur sehr begrenzt einsehen kann.



Wäre in solchen Fällen jemand aus der Liste mit Abo bereit, mir die
vollständigen

Angaben mitzuteilen ?



Im Moment geht es mir um 3 Einträge eines WALENTY JABLONSKI:

Einsehbar sind für mich: Geburtsjahr 1824 , Sterbejahr 1856 sowie 2
Geschwister

( Mikolaj und Katarzyna )



Ich würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann, gern auch bilateral an

tabbert.asl(a)t-online.de  -  danke im voraus.



Klaus-Peter



---
Diese E-Mail wurde von Avast Antivirus-Software auf Viren geprüft.
https://www.avast.com/antivirus

[OWP] Publikation „Litauer, Nassauer, Pomme r, Salzburger und Steirer – Eingewanderte Vorf ahren in Preußen-Litauen (ca. 1400 – 19 50)“

Date: 2017/09/08 11:34:10
From: Ulrich Ilchmann <uw.i(a)gmx.de>

Liebe Kolleginnen und Kollegen,



gerade eben ist meine Publikation „Litauer, Nassauer, Pommer, Salzburger und Steirer – Eingewanderte Vorfahren in Preußen-Litauen (ca. 1400 – 1950)“ fertig geworden und liegt nun als E-Book vor.



Es behandelt die Vor- und Nachfahren ausgehend von den um die Mitte des 18. Jh. im Kreis Stallupönen vorkommenden litauischen Familien Buttgereit und Naujokat in Alexkehmen, Leibenath in Ribben und Mauriczat in Skrudszen; der vermutlichen Nassauer Krönert/Kraemer in Ribben und Sältzer in unterschiedlichen Orten; der Pommer Dreyer in Paballen; der Salzburger Kalcher in Klein Degesen, Reuter-Ästner in Mattlauken, Steinbacher-Hochmann in Lawischkehmen und Wallner-Göbl in Pötschlauken, und der mit ihnen eingewanderten Steirer Bachler in Podszohnen. Alle Personen können auch im GEDBAS nachgesehen werden unter:

https://gedbas.genealogy.net/person/database/42287



Wer nicht gerade direkte Vorfahren in dieser Genealogie vorfindet, für den könnten in diesem Buch die unterschiedlichen möglichen Forschungsansätze sehr aufschlussreich sein. Besonders ausführlich werden diese bis in das 15. Jh. für das Salzburger Land vorgestellt. Ein Überblick verschafft das Inhaltsverzeichnis. 



Das E-Book kann für eine Schutzgebühr von 10,- € heruntergeladen werden. Bitte bei Interesse direkt unter uw.i(a)gmx.de  mit mir Kontakt aufnehmen und das Inhaltsverzeichnis anfordern. 



Mit herzlichen Grüßen

Ulrich W. Ilchmann

Re: [OWP] Bitte um Hilfe bei My Heritage

Date: 2017/09/08 13:06:16
From: Michael Johne <michael-johne(a)gmx.de>

Hallo.

Ich habe die Daten als Screenshots zur privaten Mail zugesandt.

Gruß, Michael Johne.



Von: Tabbert
Gesendet: Freitag, 8. September 2017 10:00
An: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Betreff: [OWP] Bitte um Hilfe bei My Heritage

 

Liebe Mitforscher,

 

hin und wider finde ich bei My Heritage einen für mich erfolgversprechenden
Eintrag,

den ich mangels Abo leider nur sehr begrenzt einsehen kann.

 

Wäre in solchen Fällen jemand aus der Liste mit Abo bereit, mir die
vollständigen

Angaben mitzuteilen ? 

 

Im Moment geht es mir um 3 Einträge eines WALENTY JABLONSKI:

Einsehbar sind für mich: Geburtsjahr 1824 , Sterbejahr 1856 sowie 2
Geschwister

( Mikolaj und Katarzyna )

 

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann, gern auch bilateral an

tabbert.asl(a)t-online.de  -  danke im voraus.

 

Klaus-Peter



---
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https://www.avast.com/antivirus
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OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] Familienname Jabłońska (My Heritage)

Date: 2017/09/08 13:12:52
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Walenty Jabłoński
1824 - 1856
Geburt: 10. Feb. 1824,   Zgierz

Ehe:
Hochzeit mit: Weronika Bąk vel Bąkowska
12. Jan. 1847
 Zgierz, św. Katarzyna

Tod:
6. Nov. 1856,   Zgierz

Familienmitglieder
Eltern:
Błażej Jabłoński
1794 - 1852
Ludwika Jabłoński (z d. Dynowska)
1802 - 1876
Ehefrau:
Weronika Jabłoński (z d. Bąk Vel Bąkowska)
1825 - 1896

Geschwister:
Mikołaj Jabłoński
1821 - 1824

Eleonora Adamski (z d. Jabłońska)
1835 - 1895

Katarzyna Jabłońska
1829 - 1831

Teofila Różyczka (z d. Jabłońska)
1840 - 1905

Tochter:
Marianna Lange (z d. Jabłońska)
1852 - 1881

[OWP] Błażej Jabłoński

Date: 2017/09/08 13:30:59
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Es gibt zu jedem Familienmitglied Aufzeichnungen (Eltern, Ehepartner, mit
welchem Ehepaar welche Kinder, Geschwister, Kinder)
Błażej Jabłoński
1794 - 1852
Geburt: 1794,   Zgierz

Ehe:
Hochzeit mit: Ludwika Dynowska
15. Jan. 1819,   Zgierz

Tod:
20. Apr. 1852,   Zgierz

Familienmitglieder
Eltern:
Jakub Jabłoński (zwei Mal verheiratet)
1768 - 1828
Franciszka Jabłoński (z d. Gibka)
Ehefrau:
Ludwika Jabłoński (z d. Dynowska)
1802 - 1876

Geschwister:
Helena Jabłońska
1790 - 1791

Stefan Jabłoński
1796 - 1800

Elżbieta Jabłońska
1803 - 1808
Franciszka Jabłońska
1791 - 1792

Dominik Jabłoński
1799 - 1805

Salomea Kurowski (z d. Jabłońska)
1807 - 1851

Kinder:
Mikołaj Jabłoński
1821 - 1824

Katarzyna Jabłońska
1829 - 1831

Teofila Różyczka (z d. Jabłońska)
1840 - 1905

Walenty Jabłoński
1824 - 1856

Eleonora Adamski (z d. Jabłońska)
1835 - 1895

[OWP] Walenty Jablonski - My Heritage

Date: 2017/09/08 14:31:09
From: Tabbert <tabbert.asl(a)t-online.de>


Liebe Mitforscher,



ich bedanke mich bei allen, die mir geholfen und die entsprechenden drei
Einträge geschickt

haben.



Leider hat sich herausgestellt, dass der von mir genannte Walenty Jablonski
trotz einiger

Übereinstimmungen ( ungefähre Lebensdaten , Geschwister mit Vornamen Mikolaj
bzw

Katarzyna ) nicht derjenige ist, den ich suche  -  die Eltern stimmen nicht
überein. Es

kommt sicher nicht so häufig vor, dass so viele Details übereinstimmen, aber
wie

gesagt, es scheitert an den Eltern.



Die Eltern des von mir gesuchten Walenty Jablonski waren

THOMAS JABLONSKI und CATHARINA PAWLOWSKA:

Dieser Walenty müsste nach 1815 geboren sein und er müsste Anfang 1856 noch

gelebt haben.



Wenn es einen solchen Walenty Jablonski bei My Heritage geben sollte, wären
für

mich die Geburtsdaten und der Geburtsort von besonderem Interesse. Ich weiß
nicht,

ob ich es jemanden zumuten kann, die Treffer für Walenty Jablonski nach den

genannten Namen der Eltern zu durchsuchen, es sind eine ganze Menge.



Klaus-Peter



---
Diese E-Mail wurde von Avast Antivirus-Software auf Viren geprüft.
https://www.avast.com/antivirus

[OWP] Zufallsfunde in StA-Unterlagen um Halberstadt

Date: 2017/09/08 14:58:58
From: Tom Nissel via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo.

Ich habe in den bei familysearch zugänglichen StA-Unterlagen mal die
Personen herausgeschrieben welche aus den ehemaligen Ostgebieten
kamen.
Vielleicht kann so das ein oder andere Schicksal geklärt werden oder
ein Ansatz gefunden werden...

Aspenstedt: https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3QSQ-G9NB-49ZQ-9?cat=2285488
Emersleben: https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3QSQ-G9VH-846G?cat=2285489
Klein Quenstedt:
https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3QSQ-G9NG-H9NT?cat=2285492
Langenstein: https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3QS7-L9NB-498J-8?cat=2285493
Sargstedt : https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3QS7-89NB-49HX-8?cat=2285495
Ströbeck: https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3QS7-99NB-49CG-D?cat=2285496
Wehrstedt: https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3QSQ-G9NG-H944?cat=2285497


Daten    Seitenzahl    Standesamt


POPALL, Hedwig, *13.05.1920 in Vogelsang Krs. Danzig 448 Aspenstedt
SONNENBERG, Friedrich, *16.08.1890 in Iwitz Krs. Tuchel 376 Aspenstedt
WILL, Karl, *05.02.1868 in Krojanke Krs. Flatow 363 Aspenstedt
DRÖFKE geb. WEISS, Henriette, *22.02.1879 in Steegen b. Danzig 350 Aspenstedt
LISDAT geb. WEBER, Berta, *31.07.1883 in Rottweiler Krs. Gumbinnen 339
Aspenstedt
PUSCH, Richard Walter, *29.03.1893 in Neustadt Krs. Schaken 301 Aspenstedt
SCHWARZ, Leopold, *09.10.1860 in Kuppen Krs. Mohrungen 240 Aspenstedt
BALSTER geb. TUTAS, Wilhelmine, *04.11.1889 in Friedrichshof Krs.
Ortelsburg 297 Klein Quenstedt
BENDIG, Franz, *11.01.1885 in Pörschken Krs. Mohrungen 390 Ströbeck
BOCH/LOCH geb. SCHIEMICNOWSKI, Auguste, *03.08.1876 in Windau
(Puchallowen) 574 Langenstein
BOOG geb. BÜTLER, Ida, *05.06.1910 in Sdunowen 621 Langenstein
BOTH, Ludwig Julius, *02.07.1877 in Bresin Krs. Schwetz 216 Sargstedt
BUDSCHUS geb. SCHLIESEWSKY, Gertrud Amalie Margarete, *04.03.1883 in
Plaschken Krs. Tilsit 178 Sargstedt
BUTTGEREIT, Johann, *10.10.1867 in Mitzkaweitschen Krs. Stallupönen
249 Emersleben
CAMIN geb. GEISEL, Emma, *15.07.1890 in Masehnen Krs. Angerburg 165
Klein Quenstedt
DOTZKI, Anne, *08.12.1885 in Kerschken Krs. Angerburg 226 Klein Quenstedt
DOTZKI, August, *24.02.1880 in Kerschken Krs. Angerburg 233 Klein Quenstedt
ENGLER geb. GRANDT, Luise, *06.06.1866 in Kamerau 320 Ströbeck
ERDMANN geb. WÖCHERT, Marie, *27.10.1894 in Teschenwalde 694 Ströbeck
FENNER geb. PAPKE, Pauline, *28.08.1883 in Konitz 180 Klein Quenstedt
FEY geb. KETNINK?, Emma Auguste, *21.03.1868 in Geswethen Krs.
Insterburg 109 Sargstedt
FÖHRKE, Karl, *21.05.1892 in Preuß. Arnau Krs. Königsberg 245 Sargstedt
FREITAG, Anton, *08.03.1888 in Tolksdorf Krs. Braunsberg 537 Ströbeck
GASSRAU geb. TOMINSKY, Ida, *14.06.1861 in Wahlendorf (Niepoczlowitz)
328 Wehrstedt
GEFFKE geb. KOCH, Anna, *03.12.1889 in Ohldorf Krs. Gumbinnen 753 Langenstein
GOLEMBIESKI geb. SATTLER, Martha, *03.10.1903 in Warzeln Krs.
Marienwerder 151 Klein Quenstedt
GRAW, Valentin, *11.10.1894 in Groß Klaussitten 301 Klein Quenstedt
GROSSHEIM geb. HERMANN, Albertine, *15.08.1875 in Darethen Krs.
Allenstein 215 Ströbeck
GRUNWALD geb. MATTERN, Luise, *15.10.1863 in Mühlhausen 650 Langenstein
GRUNWALD, Hermann, *09.10.1886 in Mühlhausen 709 Langenstein
HENSEL geb. ZUBEL, Auguste, *18.01.1883 in Burdungen Krs. Neidenburg
674 Langenstein
HENTRICH geb. ZYGOWSKI, Magdalene, *25.08.1883 in Kaltspring Krs.
Stargard 761 Langenstein
HEYDECKE geb. SUCHALLA, Anna Wilhelmine, *06.05.1900 in Ittau
(Ittowken) 336 Langenstein
HIPPLER geb. SCHWENZFEIER, Johanna, *20.11.1895 in Groß Klaussitten
354 Klein Quenstedt
KAISER, Paul Andreas, *27.08.1882 in Elbing 271 Langenstein
KIRSCHNING geb. SWILLUS, Meta Marie Friederike, *27.05.1898 in Labiau
254 Sargstedt
KLEIN geb. DUWENSEE, Elisabeth, *30.04.1889 in Stutthof Krs. Danzig
648 Sargstedt
KLEIN, Johann Wilhelm, *13.09.1880 in Sprakten Krs. Insterburg 680 Langenstein
KREUTZ geb. OTTO, Auguste, *22.08.1882 in Buchholz Krs. Pr. Eylau 372 Sargstedt
LAUPICHLER, Willy, *05.04.1909 in Serguhnen Krs. Goldap 730 Langenstein
LEHMANN, Ernst Wilhlem Hermann, *21.06.1885 in Danzig 637 Ströbeck
LUTTER geb. DUHNKE, Marie, *07.06.1893 in Kahlberg b. Pröbbernau 408 Ströbeck
MARTENS, Marie, *26.04.1889 in Damerau Krs. Königsberg 360 Sargstedt
MONTUR geb. GEISLER, Ida, *03.04.1862 in Mohrungen 135 Sargstedt
MROSEWSKI, Johann, *01.02.1885 in Bunhausen (Plotzitznen) Krs. Lyck
783 Langenstein
NAUJOKS geb. ADEMEIT, Emma, *20.10.1877 in Sokollen Krs. Goldap 255 Emersleben
NICKEL, Gottfried, *14.11.1882 in Arlen (Orlen) Krs. Lötzen 375 Klein Quenstedt
OHLEMANN geb. PAPAJEWSKI, Wilhelmine, *17.12.1886 in Paterschobensee
Krs. Ortelsburg 782 Langenstein
PARSCHAU, Marie, *17.05.1885 in Wuslack 309 Wehrstedt
PETER, Liesbeth, *12.06.1927 in Warthen 347 Langenstein
PLONUS geb. ?, Auguste Maria, *27.07.1880 in Inse Krs. Elchniederung
468 Ströbeck
PLONUS, Erdmann, *07.01.1878 in Skirwieth Krs. Heydekrug 263 Ströbeck
PODZKEWITZ geb. BORSUCK, Auguste, *07.10.1895 in Thomken Krs. Lyck 626 Ströbeck
POECK, Ewald Rudolph, *09.04.1867 in ? Krs. Tilsit-Ragnit 286 Emersleben
RANGLACK geb. STRAUSS, Auguste Karoline, *20.11.1867 in Minten Krs.
Bartenstein 409 Ströbeck
RANGLACK, Karl, *28.03.1869 in Schäferei b. Rastenburg 306 Ströbeck
REHFUSS geb. ZINSER, Klara, *25.08.1877 in Suckschin 325 Wehrstedt
RIEMER geb. SCHRAGE, Marie, *31.05.1868 in Winkenhagen Krs. Mohrungen
195 Sargstedt
RINDERT geb. DUDA, Karoline, *28.09.1889 in Ortelsburg 675 Langenstein
ROSKI, Anton, *18.06.1907 in Maraunen Krs. Heilsberg 231 Klein Quenstedt
RUDKOWSKI geb. CARCANNEK, Maria, *02.12.1879 in Kampen Krs. Lötzen 128 Sargstedt
RUNGE geb. BADOREK, Wilhelmine, *01.07.1878 in Paterschobensee Krs.
Ortelsburg 766 Langenstein
SACHS, Otto Ludwig, *02.05.1880 in Bommelsvitte Krs. Memel 756 Langenstein
SASS geb. STACHATZKI, Anna, *30.05.1895 in Altkelken Krs. Mohrungen
769 Langenstein
SCHAAK, Friedrich, *18.09.1888 in Haus Kischken Krs. Schloßberg 562 Ströbeck
SCHAREIN, August, *13.03.1881 in Klein-Wilmsdorf Krs. Mohrungen 672 Ströbeck
SCHÖNECK geb. SCHAREIN, Auguste, *13.11.1882 in Venedien Krs.
Mohrungen 541 Ströbeck
SCHÖNROCK geb. KOTZ, Martha, *25.01.1884 in Dittersdorf Krs. Mohrungen
412 Ströbeck
SCHRÖDER, Otto, *13.11.1879 in Danzig-Genkau 187 Sargstedt
SCHROEDER geb. POECK, Hildegard, *04.12.1900 in Marienburg 406 Ströbeck
SCHÜNEMANN geb. MÜLLER, Anna, *08.10.1874 in Ankendorf 313 Langenstein
SCHWENZFEIER, August, *11.03.1861 in Glottau Krs. Heilsberg 314 Klein Quenstedt
SMARSCH geb. MANTEUFEL, Helene Emilie, *23.04.1892 in Dragass Krs.
Graudenz 796 Langenstein
SOMMER geb. KRISTAHL, Ernestine, *29.06.1883 in Lochstädt 258 Langenstein
STÄDING, Karl Friedrich, *30.09.1876 in Stutthof Krs. Danzig 356 Sargstedt
SWILLUS, August, *01.08.1867 in Lankeninken Krs. Labiau 171 Sargstedt
SZCZEPANSKI, Ferdinand, *01.10.1861 in Saalfeld Krs. Mohrungen 313 Ströbeck
URBSCHAT geb. WERNER, Elisabeth, *01.04.1872 in Danzig 314 Emersleben
WANNAGS geb. WANNAGS, Luise, *28.11.1872 in Tilsit 254 Emersleben
WAWEREK, Albert, *16.04.1889 in Falkendorf 327 Wehrstedt
WEBER geb. ROHRMOSER, Emilie Katharina, *14.10.1864 in Schuppinnen
Krs. Angerapp 278 Ströbeck
WERNER geb. KURIANOWSKI, Emma, *29.05.1882 in Saalfeld 239 Klein Quenstedt
WERNER, Emil Eduard, *10.02.1875 in Mohrungen 225 Klein Quenstedt
WUNDERLICH geb. SCHWARK, Martha Auguste, *17.02.1906 in Prassen 217
Klein Quenstedt
WUNDERLICH, Ewald Fritz, *19.02.1902 in Königsberg 217 Klein Quenstedt
THOMS geb. ROGALL, Käthe Helene, *03.11.1884 in Petershagen Krs. Pr.
Eylau 508 Aspenstedt
KITZLER geb. NITITZKI, Elisabeth, *15.10.1877 in Klein-Lichtenau Krs.
Marienburg 259 Aspenstedt
WICHA, Albert, *18.12.1899 in Kreuzingen 277 Aspenstedt
BOTH geb. ENDERWIT, Anna, *07.08.1877 in Pakalehnen Krs. Insterburg
311 Aspenstedt
DÖRFER, Albert, *11.07.1876 in Hirschflur (Giewerlauken) Krs. Ragnit
320 Aspenstedt
LISDAT, Franz, *07.08.1886 in Gaidszen Krs. Stallupönen 396 Aspenstedt
KOHLGART geb. ROSIGKEIT, Auguste, *17.02.1881 in Goldap 398 Aspenstedt
KINDER geb. BRASAT, Frieda, *04.11.1891 in Tilsit 473 Aspenstedt
MEIRITZ, Karl, *12.04.1877 in Seegertswalde Krs. Mohrungen 482 Aspenstedt
GREIFENBERGER geb. GLAGOWSKI, Olga Amalie, *22.09.1885 in Haarschen
Krs. Angerburg 549 Aspenstedt
SAMLAND geb. ROGALL, Auguste Klara, *15.01.1895 in Petershagen Krs.
Pr. Eylau 589 Aspenstedt
ABROMEIT geb. BERGER, Auguste, *16.09.1898 in SODEIKEN Krs. Gumbinnen
592 Aspenstedt
MÄTZING geb. MEIRITZ, Ernestine, *01.10.1883 in Wilmsdorf Krs.
Mohrungen 606 Aspenstedt


Viele Grüße
-- 
Tom

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Sachsen: BERNHARDT BIERBAUM BÖRNER BRENNER DÖHLER DÖRING ENGEWALD
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Mitglied im AMF und Pommerschen Greif

[OWP] Hilfe bei My Heritage

Date: 2017/09/08 17:21:33
From: Karl Ceranna <Karl.Ceranna(a)gmx.de>

Hallo Mitforscher

Auch ich habe da so einen Fall bei My Heritage.
Es handelt sich um Fritz Ceranna bei dem ich auch nicht
weiter komme. Vielleicht kann mir auch hier jemand weiter
helfen.

Mit freundlichen Grüßen
Karl

---
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https://www.avast.com/antivirus

[OWP] für Karen Cerena

Date: 2017/09/08 20:01:55
From: Tabbert <tabbert.asl(a)t-online.de>


Hallo Karen,



in meinem Posteingang war eben eine Nachricht, die vermutlich Walenty
Jablonski

bei My Heritage betrifft. Leider habe ich nicht einmal den Absender richtig
erfasst,

jedenfalls war die Email nach wenigen Sekunden verschwunden – nicht mehr im

Posteingang und auch nicht im Papierkorb – keine Ahnung, wie das
zusammenhängt.



Kannst Du die Nachricht bitte noch einmal senden ? Vielen Dank,



Klaus-Peter



---
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[OWP] WK I Emil Polzin, Otto Schmude / Bütower A nzeiger

Date: 2017/09/08 21:44:21
From: Pet <prubow(a)gmx.de>

Bütower Anzeiger 2.11.1916

Lokales und Provinzielles

Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurden

Der Kanonier Emil Polzin im 1. Garde-Art.-Reg. , Sohn des Besitzer Aug. Polzin aus Gr. Tuchen,

Ferner der Schütze Otto Schmude aus Kleschinz Stolp, jetzt auf dem Kriegsschauplatz in Galizien

http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/dfg-viewer/?no_cache=1&set%5Bimage%5D=3&set%5Bzoom%5D=max&set%5Bdebug%5D=0&set%5Bdouble%5D=0&set%5Bmets%5D=http%3A%2F%2Fzefys.staatsbibliothek-berlin.de%2Foai%2F%3Ftx_zefysoai_pi1%255Bidentifier%255D%3D6aefde26-7362-4d97-abb1-ff8f5316026a

http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/08 22:34:00
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 15   Der Landwirtschaftliche Zentralverein Allenstein. Von
Generalsekretär Dr. Trunz, Münster/Westf. 
Foto: Gerhard v. Negenborn-Klonau, Gründer und Hauptvorsteher des
Landwirtschaftlichen Zentralvereins Allenstein.

Vor fünfzig Jahren, am 17. Dezember 1906 wurde der Landwirtschaftliche
Zentralverein Allenstein als jüngster der drei Zentralvereine der Provinz
Ostpreußen gegründet. Die Ursache hierfür lag in der Errichtung eines
dritten Regierungsbezirks in der Provinz, als Notstandsbezirk, wie in der
Begründung der Regierungsvorlage für den preußischen Landtag gesagt wurde.
Tatsächlich war der Süden der Provinz verkehrstechnisch, kulturell und
wirtschaftlich stark gegenüber den anderen Teilen der Provinz im Rückstande
geblieben, wozu der Staat erhebliche Staatsmittel zugesagt hatte. Bisher gab
es für jeden der alten Regierungsbezirke einen Zentralverein, den 1821
gegründeten Zentralverein Insterburg und den 1844 gegründeten Zentralverein
Königsberg; beide wurden durch allerhöchste Genehmigung als Körperschaften
des öffentlichen Rechtes eingesetzt. Ihnen wurde 1895 die neuerrichtete
Landwirtschaftskammer übergeordnet. Aber erst jetzt, wo vier Kreise vom
Zentralverein Königsberg an Allenstein abgetreten wurden, kam es zu einer
Regelung des Verhältnisses zwischen der Landwirtschaftskammer und den
Zentralvereinen, die Organe und der Unterbau der Landwirtschaftskammer
wurden, und dementsprechend durch ihre Hauptvorsteher in deren Vorstand
vertreten waren.

Die treibende Kraft im Süden der Provinz war bei der Gründung der
Rittergutsbesitzer Gerhard v. Negenborn-Klonau, Kreis Osterode, der darin
nicht nur von seinen Berufsgenossen unterstützt wurde, sondern auch von dem
Regierungspräsidenten von Hegel, der in seinem bisherigen Amt in Gumbinnen
den Wert des dortigen Zentralvereins als Berater und praktischen Helfer
kannte. Darum erfolgte nach mehreren Vorberatungen im Dezember 1906 die
Gründung. Herr von Negenborn wurde zum Hauptvorsteher gewählt und ich als
Generalsekretär eingesetzt. 

Anders als bei den alten Zentralvereinen fiel die Gründung des
Zentralvereins Allenstein in eine Zeit wirtschaftlicher Hochkonjunktur, die
den Ausgang des wilhelminischen Zeitalters charakterisiert. Wissenschaft und
Technik hoben Deutschlands Industrie und Landwirtschaft in die vorderste
Reihe der europäischen Industrie und Landwirtschaft, die seit 1879
inaugurierte Bismarcksche Zoll- und Handelspolitik unterstützte die
Wirtschaft, eine jährliche Bevölkerungszunahme von fast einer Million
Menschen nahm die steigende Erzeugung der Landwirtschaft auf. Selbst die Ära
Caprivi hinterließ als Nachwirkung nur ein aus der Not geborenes Streben
nach Steigerung der Erzeugung und Vervollkommnung der Erzeugungsmethoden.
Der Wohlstand wuchs in Stadt und Land. Die ostpreußische Landwirtschaft nahm
an dieser Entwicklung teil. Es strömte Kapital nach dem armen Osten, auch
entwickelte sich ein umfassendes Genossenschaftswesen, das für stärkeres
Betriebskapital Sorge trug. Der Handel mit Russland blühte, der sich nicht
nur auf Königsberg als Seehafen konzentrierte, sondern auch in einem
lebhaften Grenzhandel zum Ausdruck kam, an dem die kleinen Grenzstädte stark
beteiligt waren. Auch die Landwirtschaft setzte beispielsweise einen sehr
hohen Prozentsatz ihres Roggens im Herbst als Saatgetreide nach Russland ab.
Der einzige Nachteil des schnellen industriellen Aufschwunges, die starke
Abwanderung aus Ostpreußen in die Industriezentren Westfalens und der
Rheinprovinz, auch die Sachsengängerei wurden wenigstens zum Teil durch
einen starken Geburtenüberschuss – der Regierungsbezirk Allenstein zeigte
den stärksten im Staate Preußen – ausgeglichen und durch die Inanspruchnahme
polnischer Saisonarbeiter. 

Freilich verlief neben der aufsteigenden Wirtschaftskurve eine nach unten
gerichtete Kulturkurve, was selbst in dem ganz landwirtschaftlichen
Ostpreußen sich zeigte. Die enorme Entwicklung der Naturwissenschaft und der
Technik ließ den Menschen einen völlig neuen Standpunkt einnehmen, der ihm
seinen bisherigen inneren Halt nahm. In den dichter bewohnten Bezirken
Deutschlands traten die Schäden des Liberalismus mehr und mehr in
Erscheinung, die in einer Hinneigung zu westlicher Zivilisation und
Überspannung des Individualismus sich geltend machte, während der positive
Sinn des Liberalismus völlig versagte. Daher traten geistige und soziale
Spannungen auf, die die Ursache der späteren gewaltsamen Lösung wurden. Das
Bauerntum, das kulturell durch seine Verbundenheit mit der vererbten Scholle
und als Grundpfeiler jeder Staatsbildung wegen Erzeugung der notwendigsten
Nahrungsmittel bestimmt wird und daher stets konservativ eingestellt ist,
begann auch den Einflüssen der Zeit zu unterliegen. Der Zug zur Stadt und
nach dem Westen, Aufgabe seiner landschaftlichen Eigenart und starkes
Hervortreten materiellen Interesses sind die Anzeichen dafür. Gewiss war die
Abwanderung auch durch den Mangel an Bauernland bedingt, doch lag der Grund
meist tiefer. Im Süden der Provinz hatte man durch Einführung des deutschen
Schulunterrichts der Bevölkerung die Muttersprache genommen, die bisher zum
Teil masurisch - nicht etwa polnisch - war, ohne ihr dafür Ersatz zu bieten
durch eine Kultur, die aus der Landschaft und dem Volkstum entstand, Fehler,
die unser Volkstum in schwere Gefahr brachten und einem falsch verstandenen
deutschen Kulturbewusstsein Eingang zu verschaffen drohten. Wo gab es noch
Erntefeste und in Masuren den Plon? Daher tat hier kulturelle Arbeit
dringend not, die mit wirtschaftlicher und fachlicher Förderung allein nicht
zu identifizieren ist, sondern nur auf geistigem, weltanschaulichem Gebiet
zu lösen war, was damals im Taumel wirtschaftlichen Aufstieges nicht richtig
erkannt oder bewertet wurde. Der Vergleich mit heute drängt sich dabei
unwillkürlich auf. Deshalb hafteten auch die wirtschaftlichen Einrichtungen
jener Epoche, zum Beispiel dem Genossenschaftswesen in Ostpreußen, starke
individualistische Züge an, die hemmend gewirkt haben. Die Querverbindung
durch die verschiedenen Schichten des Besitz- und Bauerntums kam nicht in
dem Maße zustande, wie es ursprünglich gedacht war. 

In diese Periode wirtschaftlichen Aufstieges und kulturellen Niederganges
wurde der Zentralverein bei seiner Gründung hineingestellt. 

Den Zentralverein wurden bei der Neuregelung mit der Landwirtschaftskammer
folgende Arbeitsgebiete zugewiesen: 

1. Förderung der Pferdezucht.

2. Förderung der Viehzucht und des Molkereiwesens.
 
3. Förderung des Ackerbaues durch Verteilung von Saatgut und Düngemitteln,
Veranstaltung von Saatmärkten und Düngungsversuchen. 

4. Förderung des Obstbaues und der Bienenzucht. 

5. Das landwirtschaftliche Ausstellungswesen. 

Diesen Aufgaben entsprechend war die Organisation der Zentralvereine. Die
Grundlage bildeten im Regierungsbezirk Allenstein mit seinen neun Kreisen
die in neun Kreis- und vier Zweigvereinen zusammengeschlossenen direkten
Mitglieder und die Ortsvereine mit den indirekten Mitgliedern, die durch
Delegierte in den Kreisvereinen vertreten wurden. Neben dem engeren
Ausschuss für Finanzsachen bestanden Ausschüsse für Pferdezucht, Viehzucht,
Ackerbau und Obstbau. Am Ende des ersten Geschäftsjahres betrug die Zahl der
ordentlichen Mitglieder 563 und stieg nur langsam auf 671 im Jahre der
Auflösung 1933 an, ein Zeichen dafür, dass alle größeren Besitzer erfasst
waren, während die Zahl der Ortsvereine in dem gleichen Zeitraum von 41 mit
1821 Mitgliedern auf 94 mit 3880 Mitgliedern anstieg. Auch die Zahl der
Fachvereine wuchs von drei auf 25 an, unter denen besonders die
landwirtschaftlichen Hausfrauenvereine und Bienenzuchtvereine zu nennen
sind. In den Ortsvereinen führten in den ersten Jahren noch vielfach Lehrer
und Förster den Vorsitz, bis die erste durch die landwirtschaftlichen
Schulen gegangene Generation herangewachsen und selbständig geworden war und
ihr Können in den Dienst der Allgemeinheit stellte. In den Vereinen wurden
alle Fragen des landwirtschaftlichen Berufes behandelt, von ihnen gingen
alle Anregungen aus, mochte es sich um die Gründung von Fachvereinen,
Molkereigenossenschaften, Milchverwertungsgenossenschaften, Spar- und
Darlehnskassen, Brütereigenossenschaften und dergleichen handeln. Sie waren
ferner die Fachberater der Behörden, die ihrerseits auch die Vereine
benutzten, ihre Angelegenheiten dort bekanntzugeben. 

In den Vereinen haben viele Männer und Frauen eine Arbeit geleistet, die
nicht hoch genug bewertet werden kann. Hängt es doch von der Person des
Vorsitzenden ab, ob Zusammenhalt besteht und ersprießliche Arbeit geleistet
wird. Aus der großen Zahl, die Anerkennung verdienen, vermag ich hier nur
einige zu nennen. Dem Kreisverein Sensburg gehörte Gutsbesitzer
Klugkist-Mühlenthal über sechzig Jahre als Mitglied an, hat ihn 46 Jahre als
Vorsitzender geleitet, unendlich viel für den Kreis und die Stadt Sensburg
getan, wurde auch stellvertretender Hauptvorsteher des Zentralvereins von
der Gründung bis 1918, nachdem er dasselbe Amt schon viele Jahre im
Zentralverein Insterburg versehen hatte. 

Ihm, dem Senior des Vereinslebens, trat ebenbürtig der Gründer und erste
Hauptvorsteher an die Seite, Rittergutsbesitzer v. Negenborn-Klonau, der mit
seinem umfassenden Geist die grundlegende Arbeit im Zentralverein schuf.
Auch im Vorstande der Landwirtschaftskammer, in der Kreisverwaltung wie
später im Vorstande der Spiritusmonopolverwaltung wurde großer Wert auf sein
Urteil gelegt. Dieses Können verband sich mit großem Gerechtigkeitsgefühl,
sozialem Empfinden und persönlicher Schlichtheit, die ihm allgemeine Achtung
verschaffte. (Fortsetzung folgt)

Seite 15   Dr. Otto Rothe-Tollmingkehmen (Foto)
Foto: Eingang zum Tollmingkehmer Gutshaus,

Am 24. November 1956 jährte sich zum hundertsten Male der Geburtstag des
Rittergutsbesitzers Dr. Otto Rothe in Tollmingkehmen, Kreis Goldap. Er war
weder Landwirt von Haus aus noch gebürtiger Ostpreuße; doch ist er durch
seine Lebensarbeit einer der besten Führer der ostpreußischen Landwirtschaft
geworden. 

Dr. Rothe wurde 1856 als Sohn eines Zimmermeisters in Neukaldenleben bei
Magdeburg geboren. Nach dem Studium an der Pépinière in Berlin, der alten
preußischen Militärärztlichen Akademie, war Dr. Rothe Militärarzt am Rhein
und anschließend in Culm an der Weichsel. Dort lernte er seine Frau
Margarete, die Tochter des Goldaper Mühlenbesitzers Zarniko, kennen. Vor
seiner Eheschließung im Jahre 1885 nahm er seinen Abschied als Stabsarzt und
ließ sich in Culm als praktischer Arzt nieder. Als 1892 sein Schwiegervater
Zarniko sich zur Ruhe setzte, übernahm Dr. Rothe schnell entschlossen nach
kurzer Lehrzeit die Mühle Goldap mit einem Gute von sechshundert Morgen
Land: Mit seinem Fleiß, seiner Tatkraft und Wendigkeit eignete er sich
schnell die kaufmännischen und landwirtschaftlichen Kenntnisse zum Betriebe
der Mühle und des Gutes an. Trotzdem ließen ihm landwirtschaftliche Sorgen,
bedingt durch die damalige Not der Landwirtschaft, noch vermehrt durch zwei
schwere Brände der Mühle und Scheune, den Entschluss der Zustimmung nicht
schwer fallen, als 1899 der Plan auftauchte, aus dem Mühlenbetrieb eine
Aktiengesellschaft zu machen. Wieder stellte Dr. Rothe sich um und ließ nach
Auffrischung seiner medizinischen Kenntnisse in Berlin-Lichterfelde sich als
praktischer Arzt nieder. 

Aber schon nach wenigen Jahren wurde Dr. Rothe wieder vor eine schwere
Entscheidung gestellt. Ein Bruder seiner Frau starb als Junggeselle und sein
1500 Morgen großes Gut Tollmingkehmen, alter Salzburger Besitz, sollte in
der Familie bleiben. Von seiner Mutter, die aus alter sächsischer
Bauernfamilie stammte, hatte Dr. Rothe eine leidenschaftliche Liebe zum
Landleben geerbt So griff er, da die Schwestern seiner Frau den Kauf
ablehnten, zu und übernahm 1904 das Gut Tollmingkehmen und 1909 das gleich
große benachbarte Gut Samonienen, das ebenfalls der Familie gehörte und
durch Todesfall ohne direkte Erben frei wurde. Samonienen gab er nach dem
Weltkrieg seinem Sohn ab, Tollmingkehmen, als er sich im Frühjahr 1936 in
Berlin zur Ruhe setzte, wo er eine Woche nach seinem achtzigsten Geburtstage
ohne Krankenlager verstarb. 

In Tollmingkehmen konnten sich die Fähigkeiten Dr. Rothes erst voll
entfalten. Er wurde ein vorbildlicher Landwirt. Seine besondere Neigung, die
er auf seinen Sohn Karl und seinen durch seine Ritte auf den Olympiaden in
Helsinki und Stockholm bekannt gewordenen Enkel Otto vererbt hat, galt der
Pferdezucht. Tollmingkehmer und Samoniener Remonten wurden von der
Militärverwaltung gesucht, aus der Samoniener Zucht stammten die
Siegerpferde Kronos und Absinth der Berliner Olympiade 1936. 

Während des ersten Russeneinfalls im August 1914 blieb Dr. Rothe mit seiner
Frau in Tollmingkehmen. In vorbildlicher Ruhe sorgte er für seine Leute und
die sonstigen Bewohner von Tollmingkehmen und Samonienen und verhütete durch
seinen persönlichen Mut und seine Besonnenheit viel Unheil. Als im Herbst
1914 vor dem drohenden zweiten Russeneinfall sich gezwungen sah, doch mit
seinen vierzig Leutefamilien die Heimat zu verlassen und in den Westen zu
fliehen, stellte er sich nach kurzer Erholungspause sofort der Wehrmacht zur
Verfügung und begleitete als Stabsarzt den Winter über Lazarettzüge, bis er
dann im Frühjahr 1915 als einer der ersten wieder in die verwüstete Heimat
zurückging und unter zuerst primitiven Verhältnissen mit dem Aufbau begann,
der seinem Organisationstalent und seiner Hilfsbereitschaft ein reiches Feld
der Betätigung bot. 

Durch seinen Rat und vor allem durch sein Vorleben wurde Dr. Rothe zur
Führerpersönlichkeit. Für sich bedürfnislos und sparsam war er freigiebig
und gastfrei gegenüber seinen Freunden. Er war stolz darauf, niemals einen
Prozess geführt zu haben. 

Das Ansehen, das er in der ostpreußischen Landwirtschaft genoss, führte Dr.
Rothe in zahlreiche Ehrenämter in Ostpreußen und darüber hinaus. In
Ausschüssen der Reichsbahn, als Mitglied der Ostpreußischen Landschaft, der
Landwirtschaftskammer und sonstiger landwirtschaftlicher Organisationen
vertrat er mit Tatkraft und Wärme die Interessen seiner Berufsgenossen.
Seine besondere Kraft widmete er dem Kreise Goldap als Mitglied des
Kreistages, des Kreisausschusses, des Finanzausschusses, als Vorsitzender
des Aufsichtsrates der Kreisbank, als Mitglied des
Kreissparkassenvorstandes, des Kuratoriums der landwirtschaftlichen
Winterschule und mancher anderer Ausschüsse. Trotz seines vorgeschrittenen
Alters fehlte er in keiner Sitzung und nahm mit großer Sachkenntnis
maßgebenden Einfluss auf alle Verhandlungen. Sparsamkeit verlangte er von
der öffentlichen Verwaltung und von jedem Kreiseingesessenen. Er war ein
glänzender und schlagfertiger Redner. 

Mit seinem unbestechlichen Gefühl für Rechtlichkeit und persönliche
Sauberkeit, mit seinem scharfen Verstande und seiner großen Erfahrung in
wirtschaftlichen Dingen hat Dr. Rothe mir namentlich in den schweren Jahren
nach dem Ersten Weltkrieg und in der Inflationszeit sowie in meinem Kampfe
gegen ehrgeizige Widersacher im Kreise manchen weisen Rat gegeben. Er war
mir persönlich ein treuer väterlicher Freund. Das Andenken an diesen
vortrefflichen Mann ist unlöslich mit meiner Erinnerung an die elf Jahre
verbunden, in welchen ich als Landrat den schönen Kreis Goldap verwalten
durfte. 

Hannover, im Oktober 1956. Hans Berner, Reg.-Vizepräsident a. D. 1921—1932
Landrat des Kreises Goldap

Seite 15   Maschinen für die Bodenbearbeitung. 
Bereits vor einigen Jahrzehnten wurden die ersten
Bodenbearbeitungsmaschinen, die vom Schlepper angetrieben werden,
konstruiert. Damals war es vor allem die Ackerfräse, die mit federnden
Werkzeugen arbeitete. Im Zeitalter der Technik sind zu den Fräsen neue
zapfwellengetriebene Geräte gekommen, die sich bereits in der Praxis bewährt
haben. Man unterscheidet folgende Bodenbearbeitungsmaschinen: 

1. Rüttel- und Rolleggen, die seitlich am Schlepper angebaut werden und
deren Antrieb durch das Mähwerk erfolgt. 

2. Zapfwellengetriebene Heckgeräte für Ackerarbeiten. 

3. Fräswalzen, die man als Allzweckgeräte bezeichnen kann, da sie sowohl für
die Ackerbearbeitung als auch für Arbeiten bei dem Wiesenumbruch und bei der
Kultivierung von Ödland eingesetzt werden können. 

Alle diese Bodenbearbeitungsgeräte werden unter dem Sammelbegriff „rotierend
arbeitende Bodengeräte" zusammengefasst. Bei ihrem Einsatz ist zu beachten,
dass überall dort eine gute Bodenbearbeitung mit ihnen erzielt wird, wo die
Notwendigkeit des Bodenwendens entfällt, d. h. ein rotierend arbeitendes
Gerät kann und soll niemals den Pflug ersetzen. 

Die rotierenden Bodenbearbeitungsgeräte ermöglichen bei bodenschonender
Wirkung eine sehr hohe Flächenleistung. Ihre Arbeitsbreite liegt bei etwa
1,40 bis 1,80 Meter, während eine Arbeitstiefe von ungefähr 15 bis 18
Zentimeter erreicht werden kann. Für ihren Antrieb können Schlepper von
15-PS-Stärke an verwendet werden. Eine stündliche Flächenleistung bis zu
1,35 Hektar im ersten Gang, bis zu 0,65 Hektar im zweiten Gang wird in der
Praxis vielfach erzielt. 

Die rotierenden Bodenbearbeitungsgeräte haben in den letzten Jahren bei der
sofortigen Bearbeitung der Getreidestoppeln nach dem Schnitt - sofern der
Nachbau von Stoppelzwischenfrüchten nicht geplant ist — eine große Bedeutung
erlangt, weil ihr Einsatz ganz wesentlich zur Erhaltung und Förderung der
Bodenfruchtbarkeit beiträgt. Die Getreidestoppeln können mit der Hackfräse
oder mit der Rotorhacke oder mit der Spatenegge sofort nach dem Schnitt
bearbeitet werden, wodurch ein schnelles Auflaufen des Unkrautes sowie die
Erhaltung der Bodenfeuchtigkeit und die Verbesserung der Bodengare erreicht
wird. Ähnliche Vorteile bringen die rotierenden Bodenbearbeitungsgeräte auch
bei der Durchführung der Herbstbestellung, denn mit ihnen ist es durchaus
möglich, den Boden nach Kartoffeln oder Rüben ohne Pflugfurche in einem
Arbeitsgang für das Wintergetreide saatfertig zu machen.

Die so dringend notwendige Gerätekoppelung zur rationellen Ackerbearbeitung
und Saatbettherstellung bringt häufig nur auf den großen Feldern eine
wirklich zufriedenstellende Arbeit, während die rotierenden Bodengeräte, wie
zum Beispiel die Hackfräse oder die Spatenegge oder der Rotorkrümler,
besonders vorteilhaft auch auf den kleineren, mittleren, noch nicht
flurbereinigten Betrieben eingesetzt werden können. So erleben wir es bei
diesen modernen Bodenbearbeitungsgeräten, dass man sie häufig zuerst in der
kleinbäuerlichen Praxis findet und dass sie erst von hier aus den Weg zum
Großbetrieb nehmen. 

Interessant ist die „Anti-Schlupfwirkung" der rotierenden
Bodenbearbeitungsgeräte. Wird zum Beispiel der Grubber oder die Scheiben-
bzw. Zinkenegge zur Herrichtung des Saatbettes eingesetzt, dann wird die
Motorkraft auf die Antriebsräder des Schleppers und von ihnen aus auf den
Boden übertragen, um die notwendige Zugkraft zu erhalten. Hierbei ist ein
sich mehr oder weniger stark bemerkbar machender Schlupf der Antriebsräder
zum großen Teil nicht zu vermeiden. Dagegen erfolgt bei dem Einsatz der
rotierenden Bodenbearbeitungsgeräte die Kraftübertragung von
Schlepperzapfwelle aus über die Gelenkwelle und Zwischengetriebe auf die
Geräte. 

Die Einsatzmöglichkeiten von den rotierenden Hacken und Eggen sind
verhältnismäßig gering, da sie im Wesentlichen nur zu Zerkleinerung der
Schollen beim Pflügen eingesetzt werden. Sehr viel größere Möglichkeiten
bieten die Hackfräsen, die heute als Anhänge- oder Anbaugeräte sowohl für
Hand- als auch für Kraftaushebung zur Verfügung stehen. Die Achse der
Hackfräsen liegt quer zur Fahrtrichtung, dadurch wird häufig während der
Arbeit ein so starker Vorschub erzeugt, dass die Schlepperräder sehr viel
weniger ziehen sondern mehr bremsen müssen. 

Diese Tatsache ermöglicht es, einen gewichtsmäßig leichten Schlepper
einzusetzen, so dass ein Schlupf weitgehend ausgeschlossen ist. Gleichzeitig
werden die Schlepperspuren durch diese modernen Geräte aufgelockert, so dass
keine besonderen Spurlockerer angebracht zu werden brauchen. 

Moderne Bodenbearbeitungsgeräte werden heute serienmäßig hergestellt. Viele
Schlepperfirmen sind dazu übergegangen, ihre Schlepper gleich mit den
passenden Bodenbearbeitungsgeräten auszurüsten. v. Be.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/09 08:05:45
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 17   Bestätigungen
Wer kann bestätigen, dass mein Mann August Krossat, geb. 18.09.1881, von
1918 - 1939 bei der Stadtverwaltung Königsberg Pr. (Krematorium) tätig war?
Letzte Anschrift. Königsberg, Cranzer Allee Nr. 123 a. Unkosten werden
sofort erstattet.  Nachr. erb. Johanna Krossat. Hamburg 24, Güntherstraße
Nr. 86 b.

Seite 17   Amtliche Bekanntmachungen
Aufgebote 
Die gerichtliche Todeserklärung der nachstehend bezeichneten vermissten
Personen ist beantragt worden. Die bezeichneten Personen werden hiermit
aufgefordert, sich zu melden, widrigenfalls sie für tot erklärt werden
können. Alle, die Auskunft über eine der bezeichneten Personen geben können,
werden hiermit aufgefordert bis zum Ende der Aufgebotsfrist bei dem
unterzeichneten Amtsgericht Anzeige zu machen. Die Buchstaben bedeuten: a)
Anschrift am letzten bekannten Wohnsitz, b) letzte bekannte
Truppenanschrift, c) zuständiges Amtsgericht und dessen Aktenzeichen, d)
Ende der Aufgebotsfrist, e) Name und Anschrift des Antragstellers. 

1. Herta Rieleit, geborene Molgedey, 08.03.1906, Puschdorf, Kreis
Insterburg. Ehefrau, a) Bönkeim, Kreis Pr.-Eylau, Ostpreußen, c) Walsrode, 1
II 82/56, d) 28.02.1957;


2. Hella Rieleit, 07.01.1937, Bönkeim, Kreis Pr.-Eylau, Ostpreußen, wohnhaft
ebenda, c) Walsrode, 1 II 83/56, d) 28.02.1957;

3. Edith Rieleit, 30.11.1935, Bönkheim, Kreis Pr.-Eylau, Ostpreußen,
wohnhaft ebenda, c) Walsrode, 1 II 84/56, d) 28.02.1957.
Antragstellerin zu 1 bis 3 Frau Gertrud Lettau, geborene Molgedey, in
Dorfmark (Hannover), Schulstraße 19.
7. November 1956.   Amtsgericht Walsrode

Seite 17   Suchanzeigen
Achtung. Heimkehrer! Wer weiß etwas über Alfred Heske, geb. 18.03.1926 in
Mehlsack. Kr. Braunsberg? Letzte Nachr. Januar 1945 aus Ungarn, Nähe
Budapest. Feldpostnummer 45 637 A. Nachr. erb. Fr. Martha Kirstein,
Braunenweiler (14b), Kr. Saulgau. Unk. w. erstattet. 

Wer kann Ausk. geben über das Schicksal der Eheleute Charlotte Rohfleisch
und Bernhard Rohfleisch sowie deren Kind Bernd Rüdiger Rohfleisch, wohnhaft
in Königsberg Pr., Claaßstraße 4, Hufen? Nachr. erb. u. Nr. 67 872 Das
Ostpreußenblatt, Anz.-Abt., Hamburg 13. 

Suche Karl Bonk, geb. 30.09.1919, Uffz. in einer Nachr.-Abt., FPNr. 34 184,
vermisst seit Juli 1944, zul. eingesetzt gew. im Südabschnitt der Ostfront
(Rumänien). Wer ist damals noch herausgekommen u. kann Ausk. üb. das
Schicksal des oben genannten, geben? Nachr. erb. Schwester Angelika Bonk,
Bottrop, Westf., Knappschaftskrankenhaus. 

Suche meinen Bruder Kurt Kähler, geb. 29.05.1927 in Metgethen bei
Königsberg, zuletzt im Genesungsheim des RAD in Cranz, im April 1945 noch
lebend. Wer war dort und kennt meinen Bruder? Nachr. erb. Gertrud Brietze.
geborene Kähler, Hannover. Kurt-Schumacher-Straße 33. 

Suche den Bauern (Volkssturmmann) Oskar Stahl, geb. 23.07.1905, aus Luttken
bei Hohenstein, Ostpreußen; war im November 1945 im Lager „Postfach 526" in
Russland. Wer weiß etwas über den Verbleib? Nachr. erb. Otto Maaß,
Ascheberg, Holstein.
 
Achtung! 50 DM Belohnung zahle ich demjenigen, der mir Ausk. geben kann über
den Verbleib d. Landsmanns Ernst Rogalla, geb. 13.03.1913 in Tannau, Kr.
Treuburg. Ostpreußen. Fr. Rogalla, Wilstedt Nr. 170 über Bremen 5. 

Suche Frau Liesbeth Kuhn. geb. Hübner, aus Königsberg. Kinder: Elsa und
Karl-Heinz oder Hans, Ernst, Gustav Hübner. Nachr. erbittet Arno Rieck,
Schmiedemeister, Estrup üb. Flensburg. 

Wer gibt Ausk. üb. meine Frau Frida Schaar, geb. Adam, geb. 13.07.1904, aus
Königsberg, Ziegelstraße 22. letzter Aufenthalt in Rudau, Gasthaus Schulz
(28.01.1945)? Jeglicher Verbleib bisher unbekannt. Nachr. erb. Willi Schaar,
Düsseldorf, Franklinstr. 25

Hinweis! 
Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, dass Anschriften aus der
sowjetisch besetzten Zone grundsätzlich nicht veröffentlicht werden, um die
dort lebenden Landsleute nicht in Gefahr zu bringen. Die Anzeigenabteilung

Rest der Seite: Stellenangebote, Werbung, Verschiedenes, Unterricht

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/09 08:06:55
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 16   Alterssicherung für landabgebende Bauern. Zur Förderung einer
verstärkten Eingliederung des vertriebenen Landvolks. Von Rechtsanwalt Franz
Dade, Bonn 
Fortsetzung und Schluss 
Die Abwicklung der neuen Verfahren erfolgt nach Anordnung der
Siedlungsbehörde wie folgt: 

1. Nach Genehmigung des von der Siedlungsgesellschaft abgeschlossenen
Kaufvertrages durch die Siedlungsbehörde und nach Maßgabe der vorgelegten
Finanzierungspläne werden dem Siedlungsunternehmen gemäß dem Ankaufsvertrag
mit Altenteil die erforderlichen Ankaufskredite bewilligt. 

2. Das Siedlungsunternehmen verwendet einen Teil des Ankaufskredites dazu,
der Deutschen Siedlungsbank das vereinbarte Deckungskapital für die
lebenslängliche Rente zur Verfügung zu stellen. Als Gegenleistung übernimmt
die Deutsche Siedlungsbank mit befreiender Wirkung für das
Siedlungsunternehmen die Verpflichtung zur Zahlung der lebenslänglichen
Geldrente an den Verkäufer. 

3. Im Zuge der Eigentumsübertragung der Siedlerstelle auf den Siedler wird
in Abteilung II des Grundbuches zugunsten des Grundstücksverkäufers die
Reallast der Geldrente eingetragen mit der ausdrücklichen Bestimmung, dass
die persönliche Haftung für die Jahresleistung von der Deutschen
Siedlungsbank übernommen worden ist. Die Reallast in Abtlg. II bleibt bei
der Festsetzung der Beleihungsgrenze außer Anrechnung, da der Siedler von
der persönlichen Haftung aus der Leibrente durch die Deutsche Siedlungsbank,
eine Anstalt des öffentlichen Rechts, befreit ist und dafür die
Verpflichtung für sein in Abtlg. III eingetragenes Siedlungsdarlehen
übernimmt, in Höhe des Rentenkapitals. 

Ein etwa aus der Rentenzahlungsverpflichtung der Deutschen Siedlungsbank
sich ergebender Verlust kann später zu Lasten ihres Zweckvermögens abgedeckt
werden. 

Nach den von der Deutschen Bauernsiedlung gemachten Erfahrungen kommt es den
abgebenden Landwirten bei Festlegung des Altenteils in erster Linie auf
folgendes an: 

1. Dingliche Sicherung des Altenteils (Naturalbezüge, Leibrente und
Wohnrecht) in Abtlg. II des Grundbuches. 

2. Übernahme der persönlichen Schuldverpflichtung zur Zahlung der
lebenslänglichen Leibrente durch eine Anstalt des öffentlichen Rechts
(Deutsche Siedlungsbank). 

Bezüglich des Wohnrechts und der Naturalabgabe ist zu beachten, dass die von
einem Landabgeber verkauften Grundstücke häufig nicht geschlossen auf einen
Siedler übergehen, sondern auf mehrere Siedler verteilt werden und
andererseits der Siedler oft Grundstücke von mehreren Landabgebern erhält.
In diesen Fällen ist es notwendig, das Wohnrecht demjenigen der Siedler, der
den Teil der Grundstücke mit Wohngebäude erhält, aufzuerlegen, während
andere Siedler, die ebenfalls an diesem Land teilhaben, dafür einen
entsprechend höheren Teil der Naturalrente oder Anteil an dem das
Rentenkapital bildenden Siedlungsdarlehen übernehmen. Natürlich muss die
Unterverteilung der zu übernehmenden Lasten der Größe der zugeteilten
Grundstücke entsprechend erfolgen. 

Das auf der Grundlage solcher Altenteilverträge aufgekaufte Land kann nun
sowohl zur Verbesserung der Agrarstruktur als auch zur verstärkten
Ansiedlung der Vertriebenen verwendet werden. Dazu ergeben sich folgende
Verwendungsmöglichkeiten des erworbenen Landes und Betriebes: 

a) unveränderte Übergabe an einen Siedler, 

b) Aufteilung in Voll- und Nebenerwerbsstellen, 

c) Zusammenfassung mehrerer aufgekaufter Grundstücke zu einem neuen
lebensfähigen Familienbetrieb, 

d) Abgabe an aufstockungswürdige Betriebe. Interessant ist bei diesem
Verfahren, dass damit außer der Ansetzung vertriebener Bauern auf Voll- und
NE-Stellen in erheblichem Umfange Aufstockungen zu kleiner einheimischer
Betriebe und Flurbereinigungen ohne Inanspruchnahme der Behörden auf
freiwilliger Basis im Austausch durchgeführt werden können. 

Die gefundene Regelung gibt einen brauchbaren Anhalt auch für die vorläufig
noch nicht realisierbaren Fälle in denen der tragbare Verkaufspreis für die
Gewährung einer ausreichenden Leibrente nicht ausreicht und das notwendige
Rentenkapital dementsprechend durch ein Siedlungsdarlehen nicht voll gedeckt
werden kann. Hier ließe sich das Verfahren vielleicht in der Weise ausbauen,
das fehlende Rentenkapital in bestimmtem Umfange in Ausnahmefällen durch
Beihilfen zu ergänzen, sofern nicht eine allgemeine Alterssicherung der
Landwirte, wie sie das Sozialkabinett im Januar 1956 beschlossen hat, die
fehlende Ergänzung bringt. 

Bei Pachtungen kann man nicht ohne weiteres grundsätzlich die Gewährung von
Beihilfen zur Finanzierung der Altersversorgung befürworten, zumal damit u.
a. auch eine Pachtpreissteigerung gefördert würde. Andererseits kann aber
auch hier ein Weg gefunden werden, der es dem Verpächter ermöglicht,
zusätzlich zu seinem Pachtzins, soweit dieser nicht ausreicht, eine
angemessene Barrente zu erhalten. Nach dem Plan des Deutschen
Bauernverbandes vom August 1953 soll dem Verpächter grundsätzlich die
Altersrente nicht geschenkt werden und soll neben seiner Leibrente sein
Vermögen (Pachtobjekt) zu seinen und seiner Erben Gunsten nicht
ungeschmälert erhalten bleiben. Nach diesem Plan sollen die aus dem
Pachtzins nicht zu bestreitenden Altersrentenbeträge als Anzahlung auf einen
späteren Ankauf (dinglich gesichertes Ankaufsrecht) verrechnet werden. 

Der Bauernverband der Vertriebenen hat ausgehend von diesem Plan und unter
Berücksichtigung des jetzt gefundenen Verfahrens vorgeschlagen, in solchen
Fällen zur Sicherung der Altersversorgung des Verpächters ein
Siedlungsdarlehen als Ankaufskredit, der in Form von Renten dem Verpächter
ausgezahlt wird, zur Verfügung zu stellen. Ob und in welchem Umfange in
Ausnahmefällen dabei Beihilfen eingesetzt werden können, müsste einer
Prüfung vorbehalten bleiben. 

Sehr wichtig erscheint ein weiterer Vorschlag, in den Erläuterungen zu den
Siedlungsmitteln des Bundeshaushalts die Bestimmung aufzunehmen, dass
Darlehen und Beihilfen auch für die Altersversorgung landabgebender
Landwirte gewährt werden können. Damit würde die Wichtigkeit dieser Maßnahme
gesetzlich festgesetzt und jeder Zweifel ausgeschlossen werden, dass die
Lösung dieser Aufgabe im Interesse einer verstärkten Landbeschaffung auch zu
den Siedlungsaufgaben und zum Verwendungszweck der Mittel gehört. 

Eine weitere wesentliche Förderung der Landabgabe gegen Altenteil soll der
von der Bundesregierung erarbeitete „Entwurf eines Gesetzes über die
Alterssicherung der Landwirte“ bringen.

Damit könnten die oben erwähnten Schwierigkeiten überwunden werden, wenn der
Verkaufswert zur Zahlung der notwendigen Altersrente nicht ausreicht. 

Die durch die zuständigen Bundesministerien erfolgte allgemeine Genehmigung
des neuen Verfahrens der Landbeschaffung durch Ankaufsverträge mit Altenteil
ist sehr zu begrüßen. Der Erfolg wird von der Aktivität in den einzelnen
Ländern abhängen, die sicher durch schwerpunktmäßiges Vorgehen und
zusätzliche finanzielle Unterstützung der Vorbereitungsarbeiten gefördert
werden müsste. Es ist dringend zu wünschen, dass die gefundene Regelung in
allen Ländern und von allen Siedlungsunternehmen zu einer verstärkten
Landabgabe voll ausgenutzt wird im Interesse der alten Bauern, der
einzugliedernden vertriebenen und geflüchteten Landwirte und der
Verbesserung der Agrarstruktur. 

Seite 16   Unkrautbekämpfung beginnt im Herbst 
Die Unkrautbekämpfung erfolgt in der Mehrzahl der Betriebe im Frühjahr und
Vorsommer. Diese Tatsache sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine
Vielzahl von Unkräutern sehr wirksam im Spätherbst vernichtet werden kann.
Es handelt sich vor allem um unsere hartnäckigsten Unkräuter wie Windhalm,
Flughafer, Ackerfuchsschwanz und Klettenlabkraut. Sie sind selbst gegen die
neuen Wachsstoffmittel unempfindlich. Besonders in Wintergerste und
Winterweizen richten sie oft verheerenden Schaden an. Es lässt sich
vermeiden, wenn der richtige Augenblick der Unkrautbekämpfung eingehalten
wird. Etwa sechs Wochen nach der Aussaat des Wintergetreides, wenn der
Roggen das vierte bis fünfte Blatt, Gerste und Weizen das dritte bis vierte
Blatt entwickelt haben, besteht die beste Möglichkeit, die jungen
Unkrautpflänzchen mit Kalkstickstoff  wirkungsvoll zu vernichten. Die
unkrauttötende Wirkung beruht auf seiner Umwandlung in Cyanamid, eine Art
Pflanzengift, das die flachen Wurzeln und kleinen Blätter der
Unkrautpflänzchen zerstört, während die tiefer liegenden und kräftigeren
Getreidewurzeln verschont bleiben. 

Zur Unkrautvernichtung genügen 150 bis 200 Kilogramm je Hektar ungeölter
Kalkstickstoff. Beim Ausstreuen müssen die Saaten völlig trocken sein.
Besitzt gleichzeitig der Boden genügend Feuchtigkeit, um die Wirkung des
Kalkstickstoffes zu beschleunigen, so ist der rechte Zeitpunkt zur
Bekämpfung gekommen. Neben den genannten Unkräutern werden auch die Übrigen
im Herbst auflaufenden Unkräuter vernichtet. Ein weiterer sehr wesentlicher
Vorteil der Unkrautbekämpfung im Herbst liegt schließlich darin, dass die
Saat durch die Kalkstickstoffgabe gekräftigt in den Winter geht. Dr. Gaede 

Seite 16   Futterüberschüsse richtig verwerten 
Immer wieder werden wir vor die Tatsache gestellt, dass im
landwirtschaftlichen Betrieb Futtermengen anfallen, die nicht als
„planmäßig" zu bezeichnen sind. Denken wir z. B. an eine
überdurchschnittliche Rübenblatternte oder an gute Stoppelkleebestände oder
auch an besonders gut gelungene Zwischenfrüchte. So erfreulich diese
Mehrproduktion ist, so schwierig ist in vielen Fällen die Verwertung dieses
stoßweise anfallenden Überschusses. 

In solchen Situationen gibt es nur einen Ausweg, der den wirtschaftlichen
Interessen des Betriebes am besten Rechnung trägt, und das ist die
Einsilierung der Futterüberschüsse. 

Die Gärfutterbereitung als umfassendes und am wenigsten wetterabhängiges
Konservierungsverfahren im Betrieb selbst ermöglicht die zeitgerechte
Bergung der Futterüberschüsse bei relativ geringen Nährstoffverlusten. Die
so konservierten Futterüberschüsse können dann dem Wirtschaftsablauf
entsprechend in der Winterfütterung oder in Futternotzeiten zum Einsatz
kommen und werden damit der besten Verwertung zugeführt. 

Silierbar ist praktisch jedes Grünfutter, wobei die eiweißreichen Futter,
wie Stoppelklee, Leguminosengemenge u. ä. gegenüber Mais und Rübenblatt
etwas empfindlicher sind. Voraussetzung für das Gelingen der Silage ist die
sorgfältige Beachtung der Grundforderungen der Siliertechnik und das sind 

1) Zügiges Füllen der Behälter 
2) Dichtes Lagern des Futters, unterstützt durch Zerkleinerung 
3) Gutes Pressen 
4) Luftdichter Abschluss der Behälter. 

Bei den eiweißreichen Futtermitteln ist zum besseren Gelingen der Silage ein
leichtes Vorwelken, wenn dieses die Witterung zulässt und ein Zusatz von
Melasse (2 - 3 Kilogramm Melasse verdünnt mit Wasser 1:2 auf 100 Kilogramm
Futter) oder ein handelsübliches Zusatzmittel zu empfehlen. 

Die genannten Grundforderungen haben ihre Gültigkeit bei jeder
Silagebereitung sei es im festen Hochbehälter, im festen Flachbehälter, im
Behelfsbehälter oder im Grubensilo. Die verschiedenen Behälterformen
erfüllen aber in verschieden starkem Maße die oben genannten
Grundforderungen. So wird z. B. im Hochbehälter durch den Eigendruck des
Futters leichter eine dichtere Lagerung erzielt. Der luftdichte Abschluss
lässt sich mit Hilfe einer Presse oder eines Silowassersackes oder auch mit
einer Lehmschicht einfacher gestalten und die „ungeschützte" mit der
Außenluft in Berührung kommende Oberfläche ist relativ klein. 

Wenn wir in diesem Zusammenhang in erster Linie von den Futterüberschüssen
sprechen, so müsste man eigentlich voraussetzen, dass der auf dem Betrieb
vorhandene Siloraum (leider besitzen die wenigsten Betriebe ausreichenden
Siloraum) schon mit der normalen Futterernte beschickt sei. In diesem Fall
nun müssen wir zur Bergung und rentablen Verwertung der überschüssigen
Futtermengen zum behelfsmäßigen Behälter greifen, sei es die Erdmiete,
speziell für Rübenblatt, der Strohbehälter oder der mit Holzfaserplatten
oder Silierpapier ausgekleidete Drahtsilo, der bei richtiger Siliertechnik
für jedes Futter, auch für eiweißreiches, eingesetzt werden kann. 

Zusammenfassend sei noch einmal zum Ausdruck gebracht: Die Futterüberschüsse
jeder Art lassen sich am besten als Gärfutter in festen Behältern verwerten.
Steht nicht ausreichender, fester Gärfutterraum zur Verfügung, dann muss
unter allen Umständen zum behelfsmäßigen Einsilieren gegriffen weiden.
Dieser Weg der Futterbergung und -konservierung ist trotz seiner gewissen
Nachteile immer noch günstiger als jede andere Maßnahme. (AID) 

Seite 16   180 Dörfer zu verkaufen. Täglich verlassen 350 französische
Bauern ihren Besitz.
Paris. In den vergangenen sieben Monaten sind in Frankreich in den Provinzen
Ardéche, Hérault, du Gard, Lozère, Hautes-Alpes und Dordogne über
einhundertachtzig ausgestorbene und verlassene Dörfer öffentlich zum Verkauf
angeboten worden. Es ist durchaus keine Seltenheit, dass man in einer
Provinzzeitung die Anzeige lesen kann: „Gut erhaltenes Dorf preiswert
abzugeben!" 

Von Zeit zu Zeit gelingt es dem Staatssekretariat für öffentliche Arbeiten
tatsächlich, eines dieser verlassenen Dörfer wieder an Privatleute zu
verkaufen, wie beispielsweise das in der Haute-Loire gelegene Dorf „Le
Bouchas". Es meldeten sich aus den in der Nähe gelegenen Städtchen Saint
Etienne und Du Puy ein Eisenbahnarbeiter, ein Apotheker, ein Pensionär und
ein Bankangestellter, die mit Ihren Familien die leerstehenden Häuser von
„Le Bouchas" wieder bezogen. 

Aber ein solcher Fall der Wiederbesiedlung eines verlassenen und zum Verkauf
stehenden Dorfes ereignet sich nicht alle Tage, obgleich das Sekretariat für
öffentliche Arbeiten nichts unversucht lässt, diese ausgestorbenen
Ortschaften neu zu bevölkern. 

Täglich verlassen in Frankreich dreihundertfünfzig Bauern ihren Landbesitz
und ihre Dörfer, um nach einer großen Stadt fortzuwandern. Die ländliche
Abwanderung hat heute einen derartigen Umfang angenommen, dass sie zum
Problem Nr. 1 der französischen Innenpolitik geworden ist. Während
Frankreich im Jahre 1851 noch 7 700 000 landwirtschaftliche Arbeiter zählte,
waren es im Jahre 1951 nur noch 4 200 000. 

Durch diese Ziffern alarmiert, hat die Regierung im Jahre 1948 die Nationale
Gesellschaft für Siedlungsprobleme der Landbevölkerung ins Leben gerufen.
Diese Gesellschaft beschäftigt sich in erster Linie mit dem Schicksal der
Bauern, die ihr Land verlassen haben und versucht sie wieder in ihr Dorf
zurückzuführen oder ihnen Ackerland zuzuteilen, das leichter zu bebauen ist
als dasjenige, das sie verlassen haben. Karl Hergert

Re: [OWP] FN KEMPKA und FELKER

Date: 2017/09/09 09:11:34
From: Birgit Saszik <bigun(a)outlook.de>

Hallo Monika,


auch meine Suche betrifft unter anderem den Kreis Ortelsburg. Zum FN Kempka habe ich eine Karoline Kempka, geb. 31.08.1868 in Klein Radzinen, gestorben am 11.10.1950 in Amesdorf (Sachsen-Anhalt). Sie war verheiratet mit Johann Saszik.

Ihre Eltern waren Adam Kempka verstorben in Klein Radzinen und Else Okuniek verstorben in Klein Jerutten.

Weiterhin wird in Amesdorf eine Auguste Kempka, verheiratete Fricke, als Zeuge genannt.


Ich suche auch weitere Hinweise zu den FN Kempka, Saszik (in verschiedenen Schreibweisen) und Wolk. Vielleicht passen unsere Kempka zusammen.


Liebe Grüße

Birgit


________________________________
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net <ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net> im Auftrag von dunkelwicht(a)t-online.de <dunkelwicht(a)t-online.de>
Gesendet: Mittwoch, 6. September 2017 15:24
An: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Betreff: [OWP] FN KEMPKA und FELKER

Liebe Listis,

ich habe Johann Gottlieb Kempka * 15. 12. 1807 in Rosoggen
Eltern: Gottlieb KEMPKA und Catharina FELKERIN

Der Vater Gottlieb Kempka soll Waldwarth gewesen sein.

Ich suche alles zu den Eltern, Geschwistern, usw oder auch weitere Hinweise zu den Namen KEMPKA (oder ähnliche Schreibweisen) und FELKER (oder ähnliche Schreibweisen).
Wer hat diese Familien in seiner Ahnenliste?

Liebe Grüße
Monika

_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
OW-Preussen-L Infoseite - list.genealogy.net<http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l>
list.genealogy.net
Ihre E-Mailadresse: Ihr Name : Sie können weiter unten ein Passwort eingeben. Dieses Passwort bietet nur eine geringe Sicherheit, sollte aber verhindern ...



[OWP] Todesanzeige mit Elchschaufel. Erna Elli Martens, geb. Oberst

Date: 2017/09/09 12:47:54
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküsst,
dass sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte 
Weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.
Joseph von Eichendorff

Ein Leben voller Liebe und Führsorge für die Familie ist zu Ende gegangen.
Erna Elli Martens, geborene Oberst.
Geboren am 18. Dezember 1922 in Petruschkehmen, Ostpreußen
Gestorben am 6. September 2017
Wir nehmen Abschied in Liebe und Dankbarkeit: 
Herbert und Anne Martens. Mirja und Henning mit Ella. Birte und Christoph.
Christian und Katharina. Robert. Trinchen Poppe, geborene Martens. Hartmuth.
Christiane und Volker mit Bennet und Lius.
27449 Aspe, Landstraße. Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 12.
September 2017, um 14.00 Uhr in der Friedhofskapelle in Aspe statt;
anschließend Beisetzung.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/09 17:54:27
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 18   Wir gratulieren …
zum 95. Geburtstag 
am 25. November 1956, Witwe Elisabeth Raeder, geb. Schneider, aus Eydtkau.
Sie ist durch ihren Sohn Hans Raeder, Eningen bei Reutlingen, Württemberg,
Schulzengasse 6, zu erreichen. 

zum 93. Geburtstag 
am 3. Dezember 1956, Rektor i. R. August Marder, aus Lyck, jetzt in
Hannover, Grabbestraße 31, bei seiner Tochter. 

zum 91. Geburtstag 
am 30. November 1956, Landwirt Friedrich Karau, aus Sonnenborn, Kreis
Mohrungen, jetzt bei seinem Sohn Helmut in Salzgitter-Lebenstedt, Saldersche
Straße 6. 

zum 90. Geburtstag 
am 1. Dezember Landsmann August Hoffmann, aus Königsberg, Tiepoltstraße 9,
jetzt bei seiner Tochter Elise Preuß in Lüneburg, Kantstraße 12. 

am 3. Dezember 1956, Landwirt August Tiltmann, aus Frisching, Kreis
Pr.-Eylau, jetzt mit seiner ältesten Tochter Lisbeth Rohn in Döberschütz bei
Bayreuth. 

am 8. Dezember 1956, Kaufmannswitwe Johanne Abromeit, aus Tilsit,
Kastanienstraße 5, jetzt bei ihrem Sohn Albert, der als Justizinspektor in
Tilsit tätig war, in der sowjetisch besetzten Zone. Die noch rüstige
Jubilarin ist durch Edith Hoffmann, (24 h) Jägerslust, Post Achterwehr über
Kiel, zu erreichen. 

zum 89. Geburtstag 
Meine Bemerkung: am 1. und 2. Dezember Lic. Wedemann, aus Allenstein.
Vielleicht nicht ganz richtig?
am 1. Dezember 1956, Superintendent i. R. Lic. Wedemann, aus Allenstein,
jetzt in Rotenburg a. d. Fulda, Arndtstraße 1. 

am 2. Dezember 1956, Superintendent i. R. Lic. Ernst Wedemann, aus
Allenstein, jetzt mit seiner Ehefrau im Hause seines Schwiegersohnes,
Landeskirchenrat Lic. Grzegorzewski, in Heckershausen bei Kassel, Pfarrhaus.

zum 87. Geburtstag 
am 7. November 1956, Witwe Auguste Heske, geb. Heske, aus Eichholz, Kreis
Heiligenbeil, jetzt bei ihrem Sohn Friedrich in Lipp-Bedburg, Kreis Bergheim
a. d. Erft. 

am 28. November 1956, Frau Marie Weege, aus Tilsit, Garnisonstraße 28, jetzt
bei ihrer Tochter Herta in (20 b) Harlingerode, Kaltenfelder Straße 6. 

am 3. Dezember 1956, Tischler Artur Schaff, aus Königsberg-Charlottenburg,
jetzt mit seiner Ehefrau und seinen Enkeln in Meldorf, Holstein, Grenzweg. 

am 3. Dezember 1956, Landsmann Friedrich Josupeit, aus Tilsit, jetzt in
Bremen-Blumenthal, Schwaneweiler Straße 4. 

am 7. Dezember 1956, Frau Anna Goerigk, geb. Turowski, aus Allenstein,
Liebstädter Straße 25, jetzt mit ihrem Ehemann Max Goerigk in (24 b)
Großenrade bei Burg i. Dithm. bei ihrer Tochter, Frau Schmoldt. 

zum 86. Geburtstag 
am 25. November 1956, Altbäuerin Witwe Amalie Karkoska, aus Kolonie Lupken,
Kreis Johannisburg. Nach dem Tode ihres ältesten Sohnes Rudolf im Juli 1956,
wohnt die Jubilarin bei ihrem jüngsten Sohn Friedrich in Kirspenich, Kreis
Euskirchen, Bezirk Köln. 

zum 85. Geburtstag 
am 14. November 1956, Frau Marie Koch, geb. Schaefer, aus Goldap,
Zeppelinstraße, jetzt in Dreeßel bei Visselhövede, Kreis Rotenburg (Hann.),
Schule. 

am 25. November 1956, Landsmann Ludwig Christofzik, aus Breoedau, Kreis
Johannisburg, wo er viele Jahre Gemeinde- und Amtsvorsteher war. Er lebt
jetzt in Oldenrode bei Seesen. 

am 30. November 1956, Landsmann Karl Cherubin, aus Pappelheim, Kreis
Johannisburg, jetzt bei seiner Tochter Anna und seinem Schwiegersohn Emil
Czwalinna in Eggebek, Kreis Flensburg. 

am 10. Dezember 1956, Postsekretär i. R. Johannes Juschka, aus Tilsit,
Grünwalder Straße 8, jetzt in Hude, Oldenburg, Am Goldberg 12. Der Jubilar,
der 1911 von Heydekrug nach Tilsit versetzt wurde und hier bis zur
Vertreibung lebte, war über vierundvierzig Jahre als Beamter tätig. In
Tilsit hatte er eine Reihe öffentlicher Ämter übernommen; nach dem Ersten
Weltkrieg, den er als Soldat mitmachte, wurde er Stadtverordneter, später
Kirchenältester und Mitglied der Kreissynode Tilsit-Ragnit. Mit 75 Jahren
wurde Landsmann Juschka 1946 in den Oldenburger Kreistag berufen, danach war
er in verschiedenen Ausschüssen und in den Vertriebenenorganisationen tätig.
Infolge Erkrankung musste er mit 80 Jahren sein öffentliches Wirken
aufgeben. Sein ältester Sohn, Spätheimkehrer aus russischer
Kriegsgefangenschaft, lebt in Bayern, sein zweiter in Kanada. 

zum 84. Geburtstag
am 26. November 1956, Frau Amalie Klaudszus, aus Ragnit, Hindenburgstraße,
ehemals Besitzerin des Hauses Ecke Memelberg. Die rüstige Jubilarin, die
trotz ihrer Vereinsamung in der sowjetisch besetzten Zone ihren Humor nicht
verloren hat, würde sich über Lebenszeichen ehemaliger Freunde und Nachbarn
sehr freuen. Sie ist durch Frau Gertrud Scholz, Balingen, Württemberg,
Tübinger Straße 93, zu erreichen. 

am 27. November 1956, Landsmann Heinrich Frischgesell, aus Fischhausen,
jetzt in (24 b) Tellingstedt, Holstein. 

am 27. November 1956, Frau Anna Schweig, geb. Wiedwald, aus Buchwalde, Kreis
Osterode, jetzt bei ihren Töchtern Selma Schweig und Ella Schweig in Hoopte
61 über Winsen (Luhe), Kreis Harburg. 

am 30. November 1956, Landsmann Hermann Endrejat, aus Charlottenwald, Kreis
Tilsit-Ragnit, jetzt bei seinem Schwiegersohn Walter Blembel in Stockelsdorf
bei Lübeck, Flurstraße 4. 

am 10. Dezember 1956, Witwe Anna Aschmann, geb. Stonus, aus Matzken, Kreis
Heydekrug, Memelland, jetzt in (24 b) Burg i. Dithm., Burgstraße 9, bei
ihrem Neffen, Landwirt Michael Stonus. 

zum 83. Geburtstag 
am 22. November 1956, Frau Luise Graade, aus Grünheide bei Mittenheide,
Kreis Johannisburg (Gasthaus), jetzt in Halvestorf bei Hameln bei ihrer
Schwiegertochter Margarete Graade. 

am 5. Dezember 1956, Frau Ida Annuzies, geb. Heydemann, aus Skirwieth, Kreis
Heydekrug, jetzt in Mielkendorf über Kiel, Eiderweg. 

zum 82. Geburtstag 
am 11. November 1956, Frau Amalie Hinz, geb. Klein, aus Königsberg, zuletzt
Lizentgrabenstraße 9. Sie wohnt bei ihrer Tochter Magdalene Greib in
Berlin-Wilmersdorf, Kreuznacher Straße 20. 

zum 81. Geburtstag 
am 26. November 1956, Frau Anna Markowsky, aus Plohsen, Kreis Ortelsburg,
jetzt bei ihrer Tochter Hedwig, Hannover-Botfeld, Kol. Hasenheim Wist Nr.
162. 

am 5. Dezember 1956, Landsmann August Kastner, aus Lyck, jetzt in Markdorf,
Baden, Gallusstraße. 

am 6. Dezember 1956, Witwe Berta Liedtke, geb. Nehrke, aus Heiligenbeil,
Baderstraße 6, jetzt bei ihrer Tochter in Elmshorn, Saarlandhof 18. 

am 8. Dezember 1956, Landwirt Fritz Pollack, aus Schneckerau, Kreis
Insterburg; sein Bruder Franz Pollack, wurde am 7. Dezember 1956, 79 Jahre
alt. Sie leben in der sowjetisch besetzten Zone und sind durch Otto
Schadwinkel, (23) Meerdorf bei Löningen i. O., zu erreichen. 

am 8. Dezember 1956, Frau Emilie Grigoleit, aus Deeden, Kreis Goldap, jetzt
in Stuttgart-Birken, Teichweg. Ein Sohn der Jubilarin ist gefallen, ihre
anderen sechs Kinder sind am Leben. 

zum 80. Geburtstag 
am 24. November 1956, Amtsgerichtsrat i. R. Dr. Kurt Wendt. Er kam als
Assessor nach Friedland und lebte hier bis zu seiner Pensionierung im Jahre
1935; dann hatte er seinen Wohnsitz in Bergen auf Rügen. Seit November 1956
lebt er bei seiner Tochter Ursula Sehmsdorf in Cuxhaven, Döser Seedeich Nr.
98. Er gehörte dem Königsberger Corps Masovia an. 

am 30. November 1956, Frau Auguste Schumacher, geb. Plickert, aus
Tollmingen, Kreis Goldap, jetzt bei Landsmann Eduard Hennemann in
Gelsenkirchen-Horst, Devensstraße 95. 

am 3. Dezember 1956, Frau Elbing, aus Königsberg, Nasser Garten 50, jetzt
bei ihrer Tochter, Frau Tiedtke, in Eckernförde, Domstag 47. 

am 4. Dezember 1956, Frau Marie Scherner, geb. Reschke, Witwe des 1933
verstorbenen Reichsbahnbauinspektors Gustav Scherner, aus Königsberg,
Probstheidastraße 6, jetzt in Leer, Ostfriesland, Groninger Straße 81. 

am 4. Dezember 1956, Landsmann Gottfried Heyda, aus Osterode, jetzt bei
seiner Tochter Meta Fiebig in Herborn, Dillkreis, Freiherr-vom-Stein-Straße
7. 

am 4. Dezember 1956, Landsmann Alexander Bildhauer, aus Gumbinnen,
Brahmsstraße 13, jetzt in Preetz, Rethwischer Weg 19. 

am 4. Dezember 1956, Kaufmann August Matthée, aus Angerburg, jetzt in (22 c)
Siegburg (Rheinland), Industriestraße 13. Er konnte schon in Angerburg auf
eine vierzigjährige erfolgreiche Geschäftstätigkeit zurückblicken. Die
Kreisgemeinschaft Angerburg, die er tatkräftig unterstützt, gratuliert
herzlich. 

am 7. Dezember 1956, Frau Berta Kunz, aus Rastenburg, jetzt in der
sowjetisch besetzten Zone. Anschrift liegt hier vor. 

am 8. Dezember 1956, Schuhmacher Fritz Kühnbaum, geboren in Graudenz, jetzt
in Uetersen, Tornescher Weg. 

am 14. Dezember 1956, Frau Thea Möller-Holtkamp, aus Junkerken, Kreis
Rastenburg, jetzt bei den ihr verbliebenen beiden Söhnen in Osorno (Chile),
Casilla 370, Asilo Aleman. Die Jubilarin stammt aus der Familie Benefeldt,
Quossen. Sie heiratete 1898 den bekannten ostpreußischen Herdbuch-Züchter
und Besitzer von Junkerken, Max Möller-Holtkamp. Mehrmals zwischen den
beiden Weltkriegen gingen von ihm zusammengestellte Transporte erstklassiger
ostpreußischer Herdbuchrinder nach Chile, die von den beiden ältesten Söhnen
begleitet wurden. Das gastliche Haus Möller-Holtkamp nahm öfter
heranwachsende Söhne der deutschen Landwirtschaftsfamilien in Chile auf, die
hier die Wirtschaftsführung kennenlernten. Noch heute werden von der
bewundernswert frischen Jubilarin, die 1947 ihren Lebensgefährten durch den
Tod verlor, die guten Beziehungen zwischen Deutsch-Chilenen und ehemaligen
Ostpreußen gefördert und gepflegt. 

zum 75. Geburtstag 
(Ohne Datum) Witwe Amalie Endrulat, geb. Raudszus, aus Gr.-Elxnupönen, Kreis
Labiau, jetzt bei ihrem jüngsten Sohn Ewald in Ulm, Stifterweg 46. 

am 20. Oktober 1956, Bankdirektor i. R. Berthold Dieball, ehemals Deutsche
Bank Danzig und Allenstein, jetzt in Hannover, Waldstraße 46. Landsmann
Dieball galt als ein aufrechter Kämpfer für die Interessen unserer Heimat,
für die er sich besonders in schwerer Zeit stets selbstlos mit der ganzen
Kraft seiner Persönlichkeit eingesetzt hat. Er gehörte dem Vorstand der
Bezirksstelle des Ostdeutschen Heimatdienstes an, die im März 1919 zur
Abwehr der polnischen Umtriebe gebildet wurde. Sein einziger Sohn fiel in
Russland. 

am 20. November 1956, techn. Bundesbahn-Oberinspektor a. D. Max Wolff, aus
Nikolaiken. Er war viele Jahre Dienstvorsteher der Bahnmeisterei. Heute lebt
er in Hann. Münden, Zimmerbreite 12. 

am 24. November 1956, Landsmann Paul Wöhler, ehemals Trainer in Tilsit,
jetzt in Nienburg (Weser), Wilhelmstraße 1. Viele Landsleute, vor allem die
aktiven Rennreiter, die durch seine Schule gegangen sind, werden sich gern
des Jubilars erinnern und an die schöne Zeit in Tilsit-Splitter. 

am 26. November 1956, Eisenbahner i. R. Friedrich Balzer, aus Königsberg,
Ponarther Bergstraße 15, jetzt in Minden, Simontorsche Feldmark 7. 

am 27. November 1956, Frau Marie Willam, geb. Hipler, aus Gedwangen, Kreis
Neidenburg, ehemals Besitzerin der dortigen Shell-Tankstelle. Sie wohnt
heute in der Nähe ihres Sohnes Herbert zusammen mit ihrer Schwägerin Anna
Hipler in Lübbow Nr. 13 über Lüchow (Hann.). 

am 28. November 1956, Hauptlehrer i. R. Otto Reimann, aus Rotenfeld, Kreis
Labiau, jetzt in (13 a) Axendorf (Oberfranken), Kreis Kulmbach.

am 28. November 1956, Witwe Wilhelmine Solberg, aus Sorquitten, Kreis
Sensburg, jetzt bei ihrem ältesten Sohn in Mülheim (Ruhr)-Heißen, Dessauer
Straße 44. Frau Solberg würde sich über Lebenszeichen ehemaliger Freunde und
Nachbarn sehr freuen. 

am 29. November 1956, Landwirt Gustav Jonischkeit, aus Skirwieth, Kreis
Heydekrug, jetzt mit seiner Ehefrau in Nienstädt über Stadthagen. 

am 1. Dezember 1956, Pfarrer Richard Rischewski, aus Robkojen bei
Nattkischken, Memelgebiet. In den letzten fünf Jahren vor der Vertreibung
versah er in Dt.-Damerau, Kreis Stuhm, sein geistliches Amt. Heutige
Anschrift: Banenburg, Kreis Warburg, Westfalen. 

am 1. Dezember 1956, Landwirt August Hennemann, aus Austfelde, Kreis
Gumbinnen, jetzt mit seiner Ehefrau in Wankendorf, Holstein, Kreis Plön. 

am 2. Dezember 1956, Frau Frida Alissat, geb. Bahr, aus Königsberg,
Hinterroßgarten 41. Sie ist durch ihre Tochter Dora Lubbe, Lübeck,
Schattiner Weg 6, zu erreichen. 

am 3. Dezember 1956, Justizsekretär i. R. Karl Sakowski, aus Allenstein,
jetzt in Düsseldorf, Kühlwetterstraße 47. 

am 5. Dezember 1956, Frau Anna Matzath, aus Stradaunen, jetzt in
Espelkamp-Mittwald, Am Hügel 6. 

am 7. Dezember 1956, Frau Gertrud Kirstein, aus Lötzen, Lycker Straße 42,
jetzt in Blomberg i. L., Haus „Abendfrieden". 

am 8. Dezember 1956, Hauptmann a. D. Fritz Spauszus, aus Gromwalde bei
Skaisgirren, Kreis Niederung, jetzt in Hüsingen bei Steinen, Kreis Lörrach,
Baden. Er diente beim Kronprinz-Grenadier-Regiment in Königsberg, dann wurde
er zum Regiment 40 versetzt. In den beiden Weltkriegen wurde er dreimal
verwundet. 

am 8. Dezember 1956, Handelsvertreter Leo Wolcke, aus Allenstein, jetzt in
Berlin-Zehlendorf, Brettnacher Straße 12. 

am 8. Dezember 1956, Frau Auguste Juckel, geb. Skaliks, aus Argenau, Kreis
Tilsit-Ragnit, jetzt mit ihrer ältesten Tochter Erna Zimmerling in der
sowjetisch besetzten Zone. Sie ist durch Helgard Juckel, Duisburg-Hamborn,
Obere Holtener Straße 106, zu erreichen. 

Professor Marie-Therese Gosse achtzig Jahre 
Am 12. Dezember 1956, wird Frau Professor Marie-Therese Gosse, ehemals
Direktorin der Ostpreußischen Mädchengewerbeschule und des
Berufspädagogischen Instituts in Königsberg, achtzig Jahre alt. Die
Jubilarin, die aus Berlin stammt, hat ihre Ausbildung zur
Nadelarbeitslehrerin im Lette-Verein erhalten. Im Jahre 1907 wurde sie an
die Haushalts- und Gewerbeschule in Danzig, die damals mit einem Technischen
Seminar verbunden war, berufen. Bereits 1912 wurde ihr die freigewordene
Stelle einer Leiterin der Ostpreußischen Mädchengewerbeschule in Königsberg
angetragen. Durch ihr selbstloses Wirken und ihre glückliche Begabung,
geeignete Mitarbeiter zu finden, stieg die Bedeutung der Schule. In ihre
Amtszeit fiel der Umzug in das neuerbaute Gebäude auf den Hufen,
Schubertstraße, Ecke Loewestraße. 1931 erhielt Frau Gosse die
Amtsbezeichnung Professor; 1933 trat sie in den Ruhestand. Sie lebt heute in
der sowjetisch besetzten Zone; ihre Anschrift kann auf Anfrage von der
Redaktion mitgeteilt werden. 

Goldene Hochzeit 
Das Fest der Goldenen Hochzeit feierten am 28. Oktober 1956, der
Fleischbeschauer und Hausbesitzer Otto Hufenbach und seine Ehefrau Anna
Hufenbach, geb. Minuth, aus Königsberg, Tiepoltstraße 22, jetzt in der
sowjetisch besetzten Zone. Sie sind durch E. Strauß, Ahlen, Westfalen,
Lütkeweg 27, zu erreichen. 

Jubiläen 
Zugleich mit seinem 70. Geburtstag konnte der aus Königsberg stammende
Fleischermeister Ernst Grieschat, das 45-jährige Bestehen seiner Firma
feiern. Nach der Vertreibung eröffnete er mit Hilfe seiner Kinder ein
Geschäft in Duderstadt-Eichsfeld, Hinterstraße 19. 

Prüfungen 
Heinz Podehl, Sohn des vermissten Bauern Gustav Podehl, aus Abbau,
Eisenhart, Kreis Bartenstein, bestand vor dem Prüfungsausschuss in Trier die
Meisterprüfung im Bäckerhandwerk. Er wohnt mit seinen Brüdern bei seiner
Mutter, Margarete Podehl, geb. Eisenblätter, im Dorf über Wittlich, Bezirk
Trier. 

Hans Tuchlinski, Sohn des Oberpostsekretärs Paul Tuchlinski, aus Königsberg,
Stiftstraße 1, jetzt in Wiesbaden, Riehlstraße 13 III, hat die
Maurermeisterprüfung bestanden. 

Siegfried Kaiser, Sohn des Landsmanns Richard Kaiser, aus Bartenstein
(Landwirtschaftsschule), jetzt in Friedrichsthal (Saar), Saarbrücker Straße
79, bestand vor der Handwerkskammer Lüneburg-Stade die Meisterprüfung für
das Uhrmacherhandwerk mit „sehr gut". 

Aus der Geschäftsführung 
Das Deutsche Rote Kreuz — Kindersuchdienst — hat Bildhefte anfertigen
lassen, in denen die Bilder von etwa 450 heimatvertriebenen elternlosen
Kindern veröffentlicht sind, die in der Bundesrepublik oder in der
sowjetisch besetzten Zone wohnen und noch nichts vom Schicksal oder Verbleib
ihrer Angehörigen wissen. 

Diese Bildhefte liegen in der Geschäftsführung der Landsmannschaft
Ostpreußen — Hamburg 13, Parkallee 86 — aus und können hier in den
Geschäftsstunden (8.30 bis 17 Uhr) eingesehen werden. 
 
„Kamerad, ich rufe dich!“ 
Treffen der 291. Inf.-Division 
Das dritte Treffen der 291. (Elch) Infanterie-Division in Osnabrück war ein
voller Erfolg. Kameraden aus nah und fern füllten den Saal bis auf den
letzten Platz. Der Suchdienst konnte einige Vermisstenschicksale aufklären,
und allein dieses Ergebnis beweist, wie wichtig solche Kameradentreffen
sind. Der 1. Vorsitzende. Oberst, a. D. Illas. eröffnete das Treffen mit
einer Ehrung der Gefallenen und Vermissten, die mit dem Liede vom guten
Kameraden schloss. Der Vorsitzende erläuterte dann die Gründe, die den
Vorstand veranlasst hatten, organisatorische Maßnahmen durchzuführen, wie
die Eintragung in das Vereinsregister und den Anschluss an die
Arbeitsgemeinschaft der Traditionsverbände. Die Mitgliederversammlung sprach
dem gesamten Vorstand ihr Vertrauen aus. In einem Vortrag „Bundeswehr und
Tradition" betonte der Hauptmann der Bundeswehr Riemer, dass auch die
Bundeswehr die alten Soldatentugenden fordere, aber zwischen echter
Tradition und „altem Zopf" unterscheide. Alles Gute und Brauchbare werde
übernommen werden. Veraltetes fort fallen. Mit einem Gruß an die Kameraden
in der sowjetisch besetzten Zone und im Ausland endete der offizielle Teil. 

Am Sonntagvormittag trafen sich die Kameraden zur Kranzniederlegung am
Ehrenmal des ehem. Inf.-Regt. 92 aus dem Ersten Weltkriege gemeinsam mit den
Kameraden dieses alten Regiments, dessen Traditionsverband schon 24 Jahre
besteht. Nach dem Mittagessen fuhr eine Abordnung nach Bad Essen, um dort am
Mahnmal eines vermissten Kameraden des Artillerie-Regiments der Division zu
gedenken. Der Vorstand des Traditionsverband des der ehemaligen 291.
Infanterie-Division setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Oberst
a. D. Kurt Illas. (23) Oldenburg i. O., Friedensplatz 4. Schriftführer:
Franz Schnewitz. (20 a) Westerweyhe bei Uelzen. Suchdienst: Edmund
Burtscheidt. (24 b) Kiel-Wik, Holtenauer Straße 351. Archiv: Rudolf Kandt.
(24 b) Meldorf, Holstein, Klosterstraße 3. Kassierer: Ludwig Fröhlich, (13
a) Nürnberg, Baader Straße 19. Sonderkonto: Postscheckkonto Nürnberg 878 80.
Pressereferent: Siegfried Gehlhaar. (24a) Hamburg 22, von-Essen-Straße Nr.
121 I. 

11. Infanterie-Division. Angehörige der ehemaligen Division werden sich am
4./5. Mai 1957 in Wuppertal-Elberfeld treffen. Auskunft erteilt Willy
Schulz. Wuppertal-Elberfeld, Juliusstraße 20. 

Infanterieregiment 2 und 422. Am 4. und 5. Mai 1957 ist ein
Kameradschaftstreffen in Burscheid   vorgesehen. Auskunft erteilt Gerhard
Ohst, Bad Godesberg, Heerstraße 17. 

Gesucht wird:
Bruno Schwellnus, Unteroffizier, geb. 24.12.1909 in Tilsit, Stab II. 5. - 8.
Kp., Grenadier-Regiment 1142. Feldpostnummer 31 375 A. Erkennungsmarke 161 —
5./J.R. 346. 

Für Todeserklärungen 
Antonie Rieck, geb. Rehfeld, geb. 06.03.1881 in Gr.-Dirschkeim, aus
Powunden, Kreis Fischhausen, ist wahrscheinlich 1945 im Försterhaus
Postnicken verstorben. Es werden Augenzeugen gesucht, die ihren Tod
bestätigen können. 

Amalie Dittrich, geb. Rohwedder, geb. 26.01.1862, aus Braunsberg,
Königsberger Straße 1, wird vermisst. 

Gustav Kalau, geb. 17.12.1889 in Allenstein, Königsberg-Abbau Lauth, soll in
Königsberg gefallen sein. Er soll sich zuletzt in der
Luftschutzpolizei-Unterkunft in der General-Litzmann-Straße befunden haben.
Es werden Augenzeugen gesucht, die seinen Tod bestätigen können. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen.
(24a) Hamburg 13, Parkallee 86.

Rest der Seite: Rätsel-Ecke

[OWP] Ortsnamen

Date: 2017/09/09 19:55:23
From: Dieter Beister <d.beister(a)t-online.de>

Hallo zusammen,

ich suche nach einem Ort im Kreis Ragnit oder Tilsit mit dem Namen
"Grauzisben".
Könnte damit Graudzen gemeint sein?

Mit besten Grüßen
Dieter Beister

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/09 21:39:17
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 19   Familienanzeigen
Am 5. November 1956 entschlief sanft und ruhig, nach kurzer schwerer
Krankheit, für uns plötzlich und unerwartet, mein lieber Mann und
Lebenskamerad, unser guter Bruder, Schwager und Onkel, Drogeriebesitzer Hans
Jankowski, im 60. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Ella Jankowski,
geborene Wichmann. Königsberg Pr. und Gr.-Heydekrug, jetzt Neuhaus (Oste)

Die Liebe höret nimmer auf! Herzliches Gedenken. Zwölf Jahre voll
Ungewissheit, Sehnsucht und Herzeleid sind verflossen. Am 1. Dezember 1944
durften wir zum letzten Male an seinem 20. Geburtstag, einige Stunden mit
unserem geliebten Sohn, Dieter Krause, Gefreiter bei der 4.
Festungs-Stammkomp. Königsberg in Königsberg verleben. Seit Januar 1945 ist
er dort vermisst. In unseren Herzen lebt er unvergessen — bis wir droben
vereint werden. Oskar Krause und Frau Elisabeth nebst Angehörigen. Osterode,
Ostpreußen, Hindenburgstraße 44, jetzt Ravensburg, Württemberg,
Friedrichstraße 13 

Weinet nicht an meinem Grabe, Gönnet mir die ewige Ruh': Denkt, was ich
gelitten habe. Eh' ich schloss die Augen zu. Fern der Heimat entschlief
heute nach langem schwerem, in Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Mathilde
Heise, geb. Preis, im Alter von fast 58 Jahren. Sie folgte ihrem Sohn Erich
nach zweieinhalb Jahren. In tiefer Trauer: Georg Heise, zurzeit im Osten
vermisst. Karl-Heinz Gralke und Frau Gertrud Gralke, geb. Heise. Paul Heise
und Frau Elfriede Heise, geb. Ficken. Willi Heise. Iris und Ulrich als Enkel
und die übrigen Anverwandten. Hilden, den 22. November 1956, Uhlandstraße
10, früher Dankfelde, Kreis Lötzen, Ostpreußen. Wir haben unsere liebe
Entschlafene am 26. November 1956 in Hilden, Rheinland, zur letzten Ruhe
gebettet. 

Fern ihrer geliebten Heimat nahm Gott, der Herr über Leben und Tod, am 27.
September 1956 meine liebe Freundin, Martha Gamplair, im 59. Lebensjahre zu
sich in sein himmlisches Reich. In stiller Trauer: Martha Schattauer.
Schloßberg, Ostpreußen, jetzt Mustin, Holstein 

Statt besonderer Anzeige. Am 17. November 1956 verschied kurz nach
Vollendung seines 80. Lebensjahres im Altersheim Julienstift, Itzehoe, unser
lieber treusorgender Vater und Großvater, unser guter Bruder und Schwager,
der Landwirt Richard Weißfuß, aus Grünhayn, Kr. Wehlau, Ostpreußen. In
stiller Trauer: Herbert Weißfuß und Frau Ilse Weißfuß, geb. Dautschmann.
Fritz Beuthner und Frau Elsa Beuthner, geb. Weißfuß. Regina, Erhard u.
Karlheinz.Oelixdorf bei Itzehoe. November 1956. Die Beerdigung fand am
Dienstag, dem 20. November 1956, auf dem Friedhof Itzehoe statt. 

Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. Phil. 1, 21
Nach einem Leben voll steter Liebe und Sorge für ihre Familie, rief Gott am
7. November 1956, nach längerer Krankheit, meine geliebte Frau, unsere
nimmermüde liebe Muttel, Schwester, Schwägerin und Oma, Johanna Andreas,
geb. Koloßa, früher Sablau, Kreis Neidenburg, Ostpreußen, im Alter von 72
Jahren, zu sich in sein Reich. In stiller Trauer: Franz Andreas. Fritz
Andreas, vermisst und Frau Else Andreas. geb. Wittke. Gerhard Andreas und
Frau Christel Andreas, geb. Skupsch. Edeltraut Krolzik, geb. Andreas. Otto
Krolzik. Heinz Andreas und Frau Irmgard Andreas, geb. Vehring. Enkelkinder
u. Anverwandte. Bielefeld, Hellweg 306. Bremen. Siegen im November 1956
 
Nach einem voll erfüllten Leben, ist unsere geliebte Mutter und Großmutter,
Charlotte Lemmel, geb. Peter, kurz vor Vollendung ihres 86. Lebensjahres
heute sanft entschlafen. Dr. med. Gerhard Lemmel und Frau Margarete Lemmel,
geb. Liman, Bremervörde. Dr. med. Heinz Lemmel und Frau Gertrud Lemmel, geb.
Schwabe, Lüneburg. Hanna Lemmel, Hankensbüttel. Karl Weimann und Frau
Gertrud Weimann, geb. Lemmel. Outjo, Südwestafrika und acht Enkelkinder.
Bremervörde, den 18. November 1956.
 
Fern seiner geliebten ostpreußischen Heimat schloss im Glauben an seinen
Erlöser, am 27. Oktober 1956, seine Augen für immer, mein lieber Mann, unser
unvergesslicher teurer Vater, Großvater, Urgroßvater, Schwiegervater, Bruder
und Onkel, der Stadtsekretär i. R. Hermann Gehrmann, geb. 11. Mai 1869, aus
Insterburg. Die trauende Gattin, Berta Gehrmann, geb. Bieleit. Unvergessen
von seinen dankbaren Kindern. Hamburg. Celle. Köln. Frankfurt a. M..
Göttingen und Bad Neuenahr. Bad Neuenahr, den 30. Oktober 1956. Seine letzte
Ruhestätte hat er in Bad Neuenahr gefunden. 

Fern der geliebten Heimat entschlief am 30. Oktober 1956, nach langer
schwerer Krankheit, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater,
Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Fleischermeister Paul Kunka, im
51. Lebensjahre. In tiefer Trauer und im Namen aller Hinterbliebenen: Gerda
Kunka, geb. Adomat. Tilsit, Senteiner Straße 10, jetzt Hermannsburg, Kreis
Celle, Welfenstraße 8.
 
In stiller Trauer gedenke ich an ihrem heutigen Todestag, meiner lieben und
verehrten Mutter, Frau Maria-Therese Poddig, geb. Schwarz, geb. 29.06.1869,
verst. 05.11.1936 in der Heimat meines guten Vaters, des Hotelbesitzers und
Landwirts Rudolf Poddig, Gr -Stürlack Kr. Lötzen, Ostpreußen, geb.
09.05.1864, verst. 10.04.1945 in Skagen, Dänemark, meines lieben Bruders,
des Kaufmanns Herbert Poddig, geb. 30.03.1894, verschollen Februar 1945 als
Landsturmmann bei Danzig, meiner beiden unvergesslichen Söhne, Fritz
Schumacher, geb. 14.06.1918, gefallen 28.01.1942 in Rschew, Russland,
Mittelabschnitt, Klaus Schumacher, geboren am 18.09.1922, verschollen bei
Küstrin Februar 1945 und meines lieben Mannes Fritz Schumacher,
Geschäftsführer der Raiffeisenbank Germau, Ostpreußen, geb. 02.11.1883,
verst. 10.04.1954. Frau Wanda Schumacher, geborene Poddig. Germau, Kreis
Samland, jetzt Schneverdingen, Kreis Soltau (Hannover)
 
Mein bester Lebenskamerad, unsere liebe Mutti, Schwiegermutter, Schwägerin,
Großmutter, Urgroßmutter und Tante, Frau Marie Kassner, geb. Kowalski, ist
am 25. Oktober 1956, im 83. Lebensjahre für immer von uns gegangen. In
tiefer Trauer: Otto Kassner, Anna und Trude. Paul Kassner und Frau Idel
Kassner, geb. Becker. Willy Kassner und Frau Friedel Kassner, geb. Wohlers.
Hans Hermann Kipper und Frau Edith Kipper, geb. Kassner. Dirk, Frauke und
Volker, Urenkel. Köln-Klettenberg, Luxemburger Straße 380. Dortmund.
Hamburg, den 26. Oktober 1956, früher Königsberg Pr., Kaiserstraße 24 

Fern von ihrer geliebten Heimat entschlief im Alter von 76 Jahren nach einem
Schlaganfal,l am 19. November 1956, unsere geliebte Oma, Mutter, Großmutter
und Urgroßmutter, die Postschaffnerwitwe Emma Schimkus, geb. Skambraks, aus
Kühlen, Kr. Tilsit-Ragnit und Tilsit. Ihre ganze Liebe gab sie den Kindern,
Enkeln u. Urenkeln. In stiller Trauer im Namen aller Hinterbliebenen: Paul
Schimkus. Rendsburg, Friedrich-Voß-Straße 1 b 

Nachdem unsere liebe Mutter, Schwieger- und Großmutter, Emilie Frömmrich,
geb. Fornal, am 6. November 1956, aus der alten Heimat zu uns gekommen ist,
mussten wir sie nach einer viel zu kurzen Zeit des Wiedersehens, am 18.
November 1956 zur letzten Ruhe geleiten. In stiller Trauer im Namen aller
Hinterbliebenen: Elise Frömmrich, Sonntag, Ostpreußen, jetzt
Stockhausen-Illfurth, im November 1956 

Der Herr über Leben und Tod nahm schnell und unerwartet meinen lieben
Gatten, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder,
Schwager und Onkel, Meister des Kraftfahrzeughandwerks Carl Szalies, im 67.
Lebensjahre, zu sich In die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Auguste Szalies,
geb. Kauffmann. Heinz Szalies mit Familie. Arnhold Szalies mit Gattin.
Waldtraut Mannert, geb. Szalies mit Gatten sowie Geschwister. Berta
Taeschner, geb. Kauffmann. Rudau, Kr. Samland, Ostpreußen, jetzt
Neutraubling 30 a über Regensburg.

Am 31. Oktober 1956 verstarb an den Folgen eines Verkehrsunfalls, unsere
älteste Tochter, die Lehrerin Lieselotte Birnbaum, geb. Räder, geboren am
14. April 1928 in Insterburg. Im Namen aller Trauernden: Karl Räder, Wehlau,
Ostpreußen, jetzt Dertingen über Wertheim (Main) 

Nach einem langen Krankenhausaufenthalt in Neuenkirchen, Kreis Bersenbrück
(Hannover), verstarb unerwartet an einem Schlaganfall, unser lieber Onkel,
der Landwirt Julius Riek, am 10. November 1956, im Alter von 79 Jahren. Fern
seiner gellebten Heimat ruht er gemeinsam mit seiner Frau Auguste Riek, geb.
Bischoff, auf dem Friedhof in Neuenkirchen. Im Namen der Hinterbliebenen:
Erich Riek und Frau. Stürmen, Kreis Schloßberg, Ostpreußen, jetzt Glückstadt
(Elbe), Ankenstraße 25 

Fern seiner geliebten Heimat erlöste am Sonnabend, dem 3. November 1956 ein
sanfter Tod von seinem langen Leiden, meinen geliebten Mann, unseren lieben
Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel, Friedrich Roch, früher
Finsterdamerau, Kreis Ortelsburg, Ostpreußen, im Alter von 76 Jahren. Martha
Roch, geb. Chudziak. Elisabeth Dunse, geb. Roch. Max Dunse. Ernst Roch.
Erika Roch, geb. Stute. Lotti Lange, geb. Roch. Klaus Lange. Reinhold Roch.
Renate Schaaf. Enkelkinder und alle Anverwandten. Gütersloh, Strengerskamp
16 a 

Am 1. November 1956 entschlief sanft nach kurzer Krankheit unser lieber
guter Vater, Schwiegervater, unser lieber Opa und Urgroßvater, Traugott
Weiß, Schuhmachermeister i. R., 
im gesegneten Alter von fast 95 Jahren. In stiller Trauer im Namen aller
Angehörigen: Gertrud Weiß. 
Elbing-Mohrungen, jetzt Herne, Ludwigstraße 52 

Nach langer schwerer Krankheit verschied am 28. Oktober 1956, fern der
Heimat, mein lieber guter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Opa,
der Bauer Paul Schusky, früher Jessen, Kr. Insterburg, im Alter von 60
Jahren. In stiller Trauer: Hedwig Schusky und Kinder. Soltborg, Kr. Leer
(Ostfriesld.) im November 1956. Die Beerdigung hat in aller Stille
stattgefunden.
 
Am 17. November 1956 verstarb plötzlich an Herzschlag mitten in seiner
Arbeit, mein guter Kamerad, mein lieber Verlobter, unser guter Bruder und
Onkel, Landwirt Friedrich Johrde, aus Reichartswalde. In tiefem Schmerz im
Namen aller Angehörigen: Hedwig Fritz, geb. Kirschnick.
Hamburg-Wellingsbüttel, Sodenkamp 73 

Unvergessen. In stiller Trauer gedenke ich des harten Schicksals meiner
lieben Eltern, Karl und Maria Wargenau und meines Schwiegervaters, Friedrich
Röttger, die vor zehn Jahren innerhalb von acht Wochen, den Hungertod
erleiden mussten. Frieda Röttger, Königsberg Pr., Kaporner Straße 45, jetzt
Duisburg-Hamborn, Gottliebstraße 48 

Fern der Heimat entschlief am 17. Oktober 1956, mein geliebter Mann, unser
guter Vater und Schwiegervater, der Schmied Friedrich Peper, im Alter von 62
Jahren. In tiefer Trauer: Therese Peper, geb. Bublies. Margarete Brosius,
geb. Peper. Siegfried Peper und Frau. Königsberg Pr., Tuchmacherstraße 26,
jetzt Hannover, Seydlitzstr. 7 

Am 14. November 1956 verstarb nach langem schwerem Leiden, fern von der
Heimat, mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Opa, Bauer
Richard Buttwill. In stiller Trauer: Hedwig Buttwill nebst Kindern.
Zollerndorf, Kr. Johannisburg, jetzt Büchen, den 19. November 1956 

Nachruf. Zum fünfzehnten Todestag am 23. November 1956, gedenken wir unseres
lieben Sohnes, Heinz Schnilgeit, geb. 13.12.1916, gefallen 23.11.1941 in
Gorodok, Russland. Er bleibt unvergessen seiner: Frau Elfriede und Tochter
Karin, beiden Brüdern und Angehörigen. Gleichzeitig gedenken wir unserer
lieben Söhne, Bruno und Willi Schnilgeit, die ihm folgten. In stillem
Gedenken: Amalie Schnilgeit, geb. Weynell. Karl Schnilgeit. Königsberg Pr.,
Holzwiesenstraße 74, jetzt Travemünde, Mecklenburger Landstraße 83 

Für die vielen tröstenden Zuschriften aufrichtiger Teilnahme zum Tode meines
lieben Mannes, Adolf Görke, sowie für Kranz- und Blumenspenden, sage ich
allen Bekannten und Freunden meinen innigsten Dank. Berta Görke.
Hamburg-Bahrenfeld, Baurstraße 60 II c

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[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 48 vom 01.12. 1956

Date: 2017/09/10 00:17:18
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 20   Familienanzeigen
Zum Totensonntag. In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir meiner lieben guten
Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Johanna Melchien, geb.
Borschewski, die am 10. Februar 1954, im Alter von 86 Jahren in Straubing,
Bayern, sanft entschlief. Frau Hertha-Hildegart Fischer, geb. Melchien. Otto
Fischer und Kinder. Rastenburg, Ostpreußen, Hindenburgstraße 18, jetzt
Nürtingen am Neckar, Roßbergstraße 7 

Nach langem schwerem Leiden entschlief heute meine liebe Frau, unsere
Schwester, Schwägerin und Tante, Elma Glagau, geb. Jankuhn, im Alter von 64
Jahren. In tiefer Trauer: Fritz Glagau, Lehrer. Klara Kahnert. Liesbeth
Schipull. Wöterkeim, Ostpreußen, jetzt Grove bei Schwarzenbek, den 20.
November 1956 

„Wir haben hier keine bleibende Statt, sondern die zukünftige suchen wir“.
Hebr. 13. 14    Alleine in der Heimat zurückgeblieben und immer auf ein
Wiedersehen hoffend, verstarb am 15. November 1956, meine liebe Frau, unsere
herzensgute treusorgende, immer vorbildliche und tapfere Mutter, Anna
Slawski, geb. Schönfeld, im Alter von 65 Jahren. In tiefem Schmerz: Erich
Slawski. Hildegard Slawski. Siegfried Slawski und Frau Marga Slawski, geb.
Wienrich. Manfred Slawski und Frau Liselotte Slawski, geb. Simon.
Klein-Manfred, als Enkel. Reuschendorf, Kreis Sensburg, jetzt Bodenhausen,
Kr. Wolfhagen, Bez. Kassel und Rüsselsheim a. M. 

Statt Karten. Renate Klug, geb. Kaffke, geb. 31.08.1927 zu Pillau, gest.
04.11.1956 zu Düsseldorf, nach langem schwerem Leiden. In ihrem Horst-Martin
lebt sie bei uns fort. In großem Schmerz: Dr. med. H. B. Klug, Düsseldorf,
Stockkampstraße 53 und Horst-Martin. Oberstleutnant a. D. E. F. Kaffke und
Frau. Reinbek, Bezirk Hamburg, Kampstr. 45 

Zum zehnjährigen Todestag gedenken wir unserer lieben Mutter, Marie
Symanski, geb. Reck, sie ruht in unserer geliebten Heimat, und Hildegard
Symanski und Walter Symanski in Russland. Ein Wiedersehen war uns nicht
vergönnt. Am 3. Oktober 1956 verstarb in der Heimat Landwirt Johann
Symanski, aus Brassendorf, Kreis Lötzen, im Alter von 81 Jahren. In tiefer
Trauer: Siegfried Symanski und Braut, Unna i.W., Karlstraße 6. Helene Piel,
geb. Symanski und Kinder, in der Heimat. Karl Symanski und Frau, Kirchheide
bei Lemgo. Karl Nareyeck und Frau, Großenkneten bei Oldenburg 

Nach Gottes Willen verschied unerwartet am 15. November 1956 infolge seines
Herzleidens, mein herzlieber Mann und Vater, unser lieber Opi, unser guter
Bruder, Schwager und Onkel, Steueramtmann a. D. Ernst Giesbrecht, geboren
24.11.1889 in Tannenberg, Ostpreußen. In stiller Trauer im Namen aller
Angehörigen: Elli Giesbrecht, geb. Ziemer, verw. Strahl. Gisela Gossens,
geb. Strahl. Königsberg Pr., Schrötterstraße 35a, jetzt Hannover,
Zwinglistraße 2 und Düsseldorf, Adalbertstraße 22

Fern seiner geliebten ostpreußischen Heimat verschied ganz unerwartet am 23.
Oktober 1956 unser lieber treusorgender Vater, lieber Bruder,
Schwiegervater, Großvater und Onkel, der Töpfermeister 
Max Kischke, im 80. Lebensjahre. In der sowjetisch besetzten Zone haben wir
ihn zur letzten Ruhe gebettet. Gleichzeitig gedenken wir unserer
herzensguten Mutter, Gertrud Kischke, geb. Schmolei 
und unserer lieben Schwester Hertha Kischke, beide haben im November 1946 in
der Heimaterde Ostseebad Rauschen, ihre letzte Ruhestätte gefunden. In
stiller Trauer im Namen aller Angehörigen:  Georg Kischke. Nordseebad
Cuxhaven, Catharinenstraße 39, früher Oslseebad Rauschen 

Gott der Herr hat unseren lieben guten Sohn und Bruder, Forstassessor Harald
Gusovius, Inh. des EK II und des Verwundetenabzeichens, nachdem er als
Artillerieoffizier trotz schwerer Verwundung bei der Verteidigung seiner
Vaterstadt Königsberg den Krieg überstanden hatte, in Arolsen am 13.
November 1956, im 34. Jahr seines jungen Lebens zu sich in die Ewigkeit
berufen. In tiefem Schmerz: Dr. Paul Gusovius. Ella Gusovius, geb.
Schwarz-Praussen. Carla Gusovius, Detroit, USA. Burkhard Gusovius.
Biedenkopf (Lahn), Im Feldchen 12, früher Königsberg Pr., Schillerstraße 1.
Die Trauerfeier hat in Arolsen am 14. November, und die Beisetzung in
Biedenkopf (Lahn) am 17. November 1956, stattgefunden. 
. 
Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute nach einem schweren, mit großer
Geduld ertragenen Leiden, mein innigst geliebter unvergesslicher Mann und
treuer Lebenskamerad, mein edles bestes Väterchen, unser herzensguter
Bruder, Schwager, Onkel und Großonkel, im Alter von 62 Jahren, nach seiner
erst am 3. Januar 1954 erfolgten Rückkehr aus russischer Gefangenschaft,
Lehrer i. R. Walter Liedmann, Hauptmann der Reserve a. D. Kriegsteilnehmer
von 1914 - 1918 und 1939 – 1945, fern seiner geliebten ostpreußischen
Heimat. In tiefer Trauer im Namen aller Angehörigen: Meta Liedmann, geb.
Abramowski. Sohn Ulrich (vermisst). Lyck, Kaiser-Wilhelm-Straße 108, jetzt
Schwarzenbrück über Feucht, den 15. November 1956 

Nach schwerem Leiden entschlief am 15. November 1956, mein lieber Bruder,
unser lieber Onkel und Großonkel, Albert Tennigkeit, Leutnant a. D., im
Alter von 78 Jahren. Er ruht fern seiner geliebten ostpreußischen Heimat. Im
Namen aller Hinterbliebenen: Berta Papendick, geb. Tennigkeit. Willkischen,
Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt Bremen, Fesenfeld 12/14 

Am 12. November 1956 entschlief plötzlich und unerwartet, fern seiner
geliebten Heimat, mein innigst geliebter Mann, herzensguter Vater,
Großvater, Schwager und Onkel, Landwirt Gustav Gehlhaar, im 71. Lebensjahre.
In tiefer Trauer: Margarete Gehlhaar, geb. Paschke. Eva Rehberg, geb.
Gehlhaar. Fritz Rehberg und Enkelkinder nebst Anverwandten. Lethenen bei
Nautzken, jetzt Lank/Niederrhein, In den Pannenscherben 20

„Wer mir folgt, wandelt nicht in Finsternis, sondern wird das ewige Leben
haben“. Joh. 8, 12    Gott der Herr rief am 13. November 1956 meine innig
geliebte Frau nach einem Leben rastloser Arbeit, nimmermüder Sorge für ihre
Lieben, nach langem schwerem, doch mit Geduld getragenem Leiden, unsere
herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante, Marie
Ross, geb. Neumann, fr. Königsberg, Zeppelinstr. 21, im 72. Lebensjahre, zu
sich in die Ewigkeit. Ihre feste Verbundenheit im Glauben. Ihr ungebrochenes
Gottvertrauen trotz schwerster Schicksalsschläge trösten uns in unserem
Leid. In tiefer Trauer: ihr untröstlicher Gatte, Gustav Ross. Helmut Ross u.
Frau Gretel Ross, geb. Kuhn. Alfred Ross (1944 vermisst) und Frau Frieda
Ross, geb. Laschinski. Ingrid und Sabine, als Enkelkinder und alle
Anverwandten. Schwerte (Ruhr), Holzener Weg 13 

Am 20 November 1956 starb plötzlich und völlig unerwartet unser Mitarbeiter,
Herr Kurt Jessat, 
im 46. Lebensjahre. Seit Beginn seiner kaufmännischen Tätigkeit bei uns
beschäftigt, nur unterbrochen durch einige Jahre seiner Kriegsdienstzeit,
nahm er, kurz nach Verlegung unseres Betriebes von Königsberg nach Hannover,
seine ihm lieb gewordene Beschäftigung bei uns wieder auf. Wir verlieren in
ihm einen geschätzten, gewissenhaften Mitarbeiter und Kollegen:
Betriebsführung und Gefolgschaft der alten Königsberger Likörfabrik Teucke &
Koenig 

Am 22. November 1956 entschlief sanft mein lieber Mann, unser guter Vater,
Schwiegervater, Bruder, Schwager und Opi, der Justizinspektor Eduard
Melzner, im vollendeten 80. Lebensjahre. Lisbeth Melzner, geb. Thulke.
Christel Wolff, geb. Melzner. Herbert Wolff, Rechtsanwalt und Notar.
Barbara, Regina, Bettina und Malte. Königsberg Pr., Schillerstraße 16, jetzt
Cuxhaven, Gorch-Fock-Straße 11 b

Nach langem schwerem Leiden ging heute mein lieber treusorgender Mann, mein
guter Vater, Ernst Bente, Leiter der Veltener Ofen- und Keramik-AG,
Königsberg Pr., zur ewigen Ruhe ein. In tiefer Trauer: Margarete Bente. geb.
Wendt. Eva Bente. Berlin-Steglitz, den 8. November 1956, Dalandweg 25,
früher Königsberg Pr., Kastanienallee 23 
verw. Strahl 
 
Mein lieber Vater, Max Morszek. Hallenmeister i. R.. geboren 18.04.1884 zu
Salza, Ostpreußen, gestorben  29.10.1956 zu Nienburg, ist am 1. November
1956 in Liebenau (Weser) zur ewigen Ruhe gebettet worden. Im Namen aller
Angehörigen: Dipl.-Ing. Gerda Dehnert, geb. Morszek. Insterburg,
Schlachthof, jetzt Remscheid-Lennep, Wernerstraße 9

Re: [OWP] Ortsnamen

Date: 2017/09/10 04:44:51
From: Uwe Krickhahn <ukrickha(a)memlane.com>

Hallo Alleine


Mal Kartenmeister.com  besuchen. Dort  nur  Graus oder Gra eingeben. Dazu die Suche mit Memel, Tilsit  im Kreis begrenzen. Oder nur mal G*en   eingeben, dann die Suche durch Eingeben von Kreis oder Ostpreussen begrenzen




Good Luck


Uwe



Uwe-Karsten Krickhahn

Medicine Hat, Alberta

Canada.

www.kartenmeister.com

 

Permanent search for Detlefs ( Iowa and Heide, Holstein), Krickhahn, Praust WP.

 

Ban one way Plastic bags.

 

-----Original Message----- 
> From: "Dieter Beister" <d.beister(a)t-online.de> 
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net 
> Date: 09/09/17 11:55 
> Subject: [OWP] Ortsnamen 
> 
> Hallo zusammen,
> 
> ich suche nach einem Ort im Kreis Ragnit oder Tilsit mit dem Namen
> "Grauzisben".
> Könnte damit Graudzen gemeint sein?
> 
> Mit besten Grüßen
> Dieter Beister
> 
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] Fwd: [SACHSEN-L] Weiterleitung an O/W-Preu ßenliste

Date: 2017/09/10 11:41:42
From: Tom Nissel via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Eine Weiterleitung
---------- Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: "Jürgen Schäfer" <jes09(a)t-online.de>
Datum: 10.09.2017 9:13 vorm.
Betreff: [SACHSEN-L] Weiterleitung an O/W-Preußenliste
An: "Sachsen-L" <sachsen-l(a)genealogy.net>
Cc:

Liebe Listenleser,

würde mir bitte jemand diese Anfrage an o. g. Liste weiterleiten?

Ein guter Bekannter, der keiner Liste angehört, sucht nach seinen Ahnen in
*Schulitz* (Solec Kujawski) bei *Bromberg* (Bydgoszcz)- Westpreußen.

Gesucht wird die Familie der *Henriette verh. Schulz. *Sie soll 7 bis 9
Kinder gehabt haben, von denen eine Tochter *Minna* hieß.

Die Familie ist dort um 1918 weggezogen.

Hat jemand Kenntnis, ob es dort Kirchenbücher bzw. standesamtliche
Unterlagen aus dieser Zeit gibt? Wenn ja, wo sind diese gelagert?

Gibt es online Register über evtl. vorhandene Unterlagen?

Kann man evtl. herausfinden, in welchem Haus/Gehöft die Familie gewohnt hat?

Ich bedanke mich für die Weiterleitung und hoffe auf den einen oder anderen
Hinweis

Viele Grüße

Jürgen (Schäfer)


_______________________________________________
Sachsen-L mailing list
Sachsen-L(a)genealogy.net
Die Listenmitglieder können ihre Einstellungen ändern unter
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/sachsen-l

[OWP] Namen Krohn und Nehrke

Date: 2017/09/10 17:13:10
From: Renate Bruhn <renate.bruhn(a)t-online.de>

Kieler Nachrichten v. 02.09.2017
Anzeige mt Elchschaufel ohne Ortsangaben 
Lieselotte Krohn geb. Nehrke * 21.02.1934 + 20.08.2017
Beisetzung fand auf ihren Wunsch im engsten Familienkreis statt.

Renate Bruhn)


[OWP] WG: Zufallsfunde im StA-Unterlagen um Halberstadt

Date: 2017/09/10 17:26:45
From: Katharina Schroeter via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo Tom,
vielen Dank für den Hinweis .. und wieder ein ergänzendes Puzzlesteinchen für "mein" Online-Ortsfamilienbuch Inse.
Dies nehme ich zum Anlass darauf hinzuweisen, dass ich im Moment fleißig für die  Ortsfamiienbücher Inse und Karkeln eingebe, da für beide Bezirke die Standesamtsunterlagen vollständig (1874-1844) erhalten sind. Für Gilge gibt es leider gar nichts.
Weiterhin freue ich mich um jede noch so kleine Information, insbesondere über Zufallsfunde.
PS: Update für die Ortsfamilienbücher ist für Anfang Oktober geplant.
 Online Ortsfamilienbuch auf www.online-ofb.de/inse Daten aus der Verkartung der Kirchenbücher des Kirchspiel Inse (Orte: Inse, Tawe, Loye) aber auch Daten aus der Umgebung u.a. aus den Kirchspiel Kallningken/Herdenau, Kreis Elchniederung. ebenfalls online: Daten aus dem Kirchspiel Gilge auf www.online-ofb.de/gilge und dem Kirchspiel Karkeln auf www.online-ofb.de/karkeln

     
----- Weitergeleitete Message -----
Date: Fri, 8 Sep 2017 14:58:35 +0200
From: "Tom Nissel via OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Subject: [OWP] Zufallsfunde in StA-Unterlagen um Halberstadt
To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID:
    <CAMbApBp10PFh2bo5KtJX_mAqpAmm0b0t2yTOKDuz7bGBngWdJQ(a)mail.gmail.com>
Content-Type: text/plain; charset="UTF-8"

Hallo.

Ich habe in den bei familysearch zugänglichen StA-Unterlagen mal die
Personen herausgeschrieben welche aus den ehemaligen Ostgebieten
kamen.
Vielleicht kann so das ein oder andere Schicksal geklärt werden oder
ein Ansatz gefunden werden...



Daten    Seitenzahl    Standesamt
PLONUS geb. ?, Auguste Maria, *27.07.1880 in Inse Krs. Elchniederung
468 Ströbeck
PLONUS, Erdmann, *07.01.1878 in Skirwieth Krs. Heydekrug 263 Ströbeck


Viele Grüße
-- 
Tom


   

[OWP] Salzburger Emigranten: Gedenkstein im Schlo ßbergmuseum Chemnitz + div. Informationen

Date: 2017/09/10 22:38:53
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>


   Schloßbergmuseum Chemnitz:
   Gedenkstein an den Durchzug der von Fürsterzbischof Firmian
   vetriebenen Evangelischen aus dem Salzburger Land durch Sachsen im
   Juli 1732 >
   https://www.museum-digital.de/nat/index.php?t=objekt&oges=8625> PDF
    >
   https://www.museum-digital.de/nat/pdf/multipleimages.php?imagenr=120380

   „Facebook“ > https://www.facebook.com/SalzburgerEmigranten/ +
   https://www.facebook.com/groups/454170381280421/

   Forschergruppe im Internet (geschlossene Gruppe, Teilnahme
   kostenfrei, wegen der dort vorhandenen sensiblen Forscherdaten ist
   Registrierung aber erforderlich) > http://SalzburgerEmigranten.de/

   Salzburger Verein e.V. > http://salzburgerverein.de/ mit
   Landesgruppe Sachsen u. a. > http://salzburgerverein.de/der-verein/

   Hinweis auf Sonderreise des Salzburger Vereins nach Gumbinnen
   (Anmmeldefrist bis 22.9. verlängert) >
   http://salzburgerverein.de/wp-content/uploads/2017/04/2017-04-07-Sonderfahrt-Salzburger-Verein-Gumbinnen.pdf
   +
   http://salzburgerverein.de/wp-content/uploads/2017/04/Anmeldeformular-2017.pdf

       Freundliche Sonntagabendgrüße + eine gute Woche
       Joachim Rebuschat


[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1967

Date: 2017/09/10 23:01:41
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Ostpreußenblatt
Folge 49 vom 08.12.1956

Seite 1   Foto: Pillau – heute ein Kriegshafen
Pillau, Tor zur Ostsee, Fluchtstation für viele Zehntausende beim
Zusammenbruch 1945, — was schließt dieser Name nicht alles für uns
Ostpreußen ein! Einst brachten die „weißen Schwäne" des Seedienstes Jahr für
Jahr frohe Menschen aus dem Reich. Dampfer über Dampfer zogen hier vorbei
und fuhren durch den Seekanal nach Königsberg. Fischkutter kamen von See mit
silbrigem Fang. Von der Atmosphäre, die über dieser Hafenstadt lag, spüren
wir etwas auch in diesem Bild; im Hintergrund ist eines der Seedienstschiffe
zu sehen. 

Welche Entwicklung Pillau nach dem Kriege genommen hat, davon war im
Einzelnen nichts zu hören, es hieß nur, dass es sowjetischer Kriegshafen
geworden ist. Die Stadt und die nächste Umgebung waren für den Zivilverkehr
gesperrt, und so konnten auch die wenigen Deutschen, die zuletzt noch in
Königsberg lebten, nicht nach Pillau gelangen. Jetzt nun ist ein Landsmann
zu uns gekommen, der zwei Jahre hindurch in Pillau gelebt und gearbeitet
hat. Von dem, was er uns über die Stadt erzählt, berichten wir in einem
Beitrag auf Seite 9 dieser Folge.

Seite 1   Der dritte Riese 
Die dramatischen Ereignisse der letzten Wochen haben der Welt erneut
bewiesen, wie weit sich folgenschwere Zusammenstöße und neue Entwicklungen
an irgendeinem Punkt der klein gewordenen Welt heute unweigerlich auf alle
Erdteile auswirken. Die Folgen des britisch-französischen Suez-Abenteuers
zum Beispiel werden überall auch dort verspürt, wo man unmittelbar gar
nichts mit diesen Ereignissen zu tun hatte. Ebenso haben die Vorgänge in
Ungarn und Polen zweifellos eine Ausstrahlung, die weit über einen Erdteil
hinausreicht. Die Leser des Ostpreußenblattes mögen sich gerade in diesen
Tagen auch der Mahnung unseres allzu früh verstorbenen Landsmannes,
Professor Starlinger, erinnert haben, man möge doch über den Entwicklungen
etwa in der Sowjetunion oder in der westlichen Welt auch die Tatsache nicht
vergessen, dass es neben den zwei Riesenmächten des Ostens und Westens in
dem heute kommunistisch regierten China eine dritte gibt, deren weitere
Entwicklung genau beobachtet sein will. China muss einstweilen als einer der
mächtigsten Verbündeten Moskaus gewertet werden, aber es kann keineswegs mit
den allein von Moskau abhängigen Satelliten auf eine Stufe gestellt werden.
Vergegenwärtigen wir uns die Riesengröße Chinas und die Tatsache, dass
beinahe jeder vierte Mensch ein Chinese ist, dann wird uns klar, dass es
sich hier um einen Giganten handelt, der nicht nur in Asien, sondern weit
darüber hinaus eine besondere Stellung einnimmt. 

Selbstbewusste „Genossen" 
Schon zu Lebzeiten Stalins ist es den Machthabern im Kreml klargeworden,
dass durch den Sieg der kommunistischen Revolution in China zwar zunächst
der rote Machtblock enorm an Ausdehnung und Gewicht gewann, dass er aber in
Zukunft nicht mehr allein durch die Moskauer Zentralgewalt bestimmt werden
würde. Sicher ist einstweilen das Riesenland in Asien, das beinahe dreimal
so viel Bewohner wie die ganze Sowjetunion hat, noch auf die Lieferungen und
Hilfeleistungen des russischen Verbündeten weitgehend angewiesen, und doch
sind schon heute die Sowjets nicht in der Lage, diesem „großen Bruder" wie
den Polen, Rumänen und Bulgaren ihren Willen zu diktieren oder bei
Meinungsverschiedenheiten etwa gar russische „Strafexpeditionen" in einem so
riesigen Länderkontinent durchzuführen, an dessen Eroberung schon alle
anderen fremden Eroberer unweigerlich scheitern mussten, selbst als China
noch zerrissen und schwach war. Erscheint es den Chinesen als zweckmäßig,
Fühler nach anderen Seiten auszustrecken, so könnten sie auch dreihundert
Sowjetdivisionen nicht daran hindern. China hat heute schon Millionen unter
den Waffen, und es könnte seine Armeen schnell verfünffachen, ja
verzehnfachen, wenn es das wollte. Bei einer Nation von nahezu sechshundert
Millionen Menschen ist das gar kein Problem. 

Man weiß in Moskau, dass die Chinesen nicht nur eifersüchtig über die
Selbstbestimmung im eigenen Land wachen, sondern auch die russische
Asienpolitik höchst misstrauisch verfolgen. Als Chruschtschow und Bulganin
Indien, Burma und Afghanistan bereisten, da fand das in China wenig Beifall.
Repräsentant des Kommunismus in Ostasien sei China, sagte man in Peking
deutlich genug. Tatsächlich dürfen die Russen kaum noch solche Vorstöße in
den asiatischen Raum wagen, wenn sie nicht zuvor die Genehmigung Maos
erhalten, die stets nur zögernd und ungern gewährt wird. In Indien, in
Indochina, in Indonesien wollen die Männer aus Peking allein verhandeln. 

China unterhält mit der Sowjetunion genau die Beziehungen, die seinen
ureigensten Interessen entsprechen. Wenn über russische Lieferungen
verhandelt wird, dann sitzen den wahrlich hartgesottenen sowjetischen
Unterhändlern mindestens ebenso zähe und durchtriebene Chinesen gegenüber.
Gewaltige Wunschlisten werden präsentiert und wochenlang feilscht man um die
Preise. Bekämen die Pekinger von einer anderen Seite günstigere Angebote, so
würden sie diese annehmen. 

Eigene Wege 
Den Sowjets wäre es sicher nur recht, wenn China auch in Zukunft immer
mindestens auf die Wirtschaftshilfen, die Maschinen — und
Materiallieferungen des „großen roten Verbündeten" angewiesen wäre. So
manche sicher auch für den Kreml etwas überraschenden Vorfälle und
Äußerungen der letzten Tage deuten aber darauf hin dass Peking stärker als
bisher sich nun auch um Fäden nach der anderen Seite hin bemüht. Was zum
Beispiel der rotchinesische Ministerpräsident Tschu En Lai auf seiner Reise
nach Indochina erklärte, lässt aufhorchen. Alle Welt weiß, dass es heute
neben der roten „Volksrepublik China", die das gesamte Festland beherrscht,
noch eine nationalchinesische Regierung des Marschalls Tschiang gibt, die
unter Amerikas Schutz auf Formosa und einigen kleineren Inseln amtiert.
Rotchina hat die Herausgabe Formosas mehrfach gefordert und mit
entsprechenden militärischen Aktionen gedroht. Urplötzlich hat nun Tschu
erklärt, man könne sich ja auch friedlich einigen, wenn zum Beispiel der
Marschall Tschiang (übrigens ein alter Waffenkamerad Tschus von der
Militärakademie) einfach nach Peking komme und dort eines der höchsten Ämter
im roten Regime übernehme. „Ein Ministerrang ist für Tschiang zu wenig,
vielleicht könnte er führend im Kriegsrat tätig sein", meinte der rote
Regierungschef. Manchem wird dieser Vorschlag grotesk vorkommen, aber es sei
darauf hingewiesen, dass die beiden Gegner Tschiang und Tschu einander im
wirren Verlauf des Bürgerkrieges verschiedene Male das Leben gerettet haben.
Der nationale Marschall hat immerhin einmal gesagt, er sei „ein Schüler des
Kommunismus", und der rote Tschu wiederum beteuerte einmal dem gleichen
General, er wolle dessen Volkspartei getreu dienen. Man darf unterstellen,
dass der Chef der Formosa-Regierung nicht so leicht zu haben sein wird. In
China plant man aber auf lange Zeiträume, und Fühlungnahmen zwischen
einzelnen Leuten aus Peking und Formosa laufen schon seit längerer Zeit. 

Fühler nach Amerika 
Fast zur gleichen Stunde, als Tschu En Lai so in Richtung Formosa vorfühlte,
warf er auch seine Angel in amerikanische Gewässer aus. Es sei nun Zeit,
meinte er, dass man an bessere Beziehungen zwischen den USA und Rotchina
denke. Sein eigener Staatschef Mao erklärte Presseleuten das gleiche. Beide
meinten, man werde wegen der Freilassung gefangener Amerikaner mit sich
reden lassen. Man hoffe auch zu wirtschaftlichen und sonstigen Absprachen zu
kommen, wenn man erst die schwersten Hindernisse für eine Neuorientierung
beseitigt habe. Niemand kann den Unterton dieser Worte missverstehen. Den
Chinesen ist offenbar viel daran gelegen, endlich auch Beziehungen zu jenen
westlichen Staaten anzuknüpfen, die ihnen für ihr riesiges Aufbauwerk sicher
weit bessere Geräte und Maschinen liefern können als ihre russischen
Verbündeten. Schon lässt man sich die Muster japanischer
Industrieerzeugnisse zeigen, schon sammelt man Preislisten. 

Mag sein, dass die Gespräche sich noch Jahre hinziehen, der Chinese kennt da
keine Hast. Wahrscheinlich wird Nehru bei seinem Washingtonbesuch Eisenhower
wichtige Botschaften des „dritten Riesen" überbringen. Seine Bereitschaft zu
einer persönlichen Begegnung mit Eisenhower hat Rotchinas Ministerpräsident
in Delhi klar ausgesprochen. Vieles deutet darauf hin, dass sich hier
bedeutsame Entwicklungen anbahnen. Und Moskau wird vom neuem spüren, dass
auch ein rotes China ein etwas unheimlicher Nachbar ist.

Seite 1   Als Generalvikare eingesetzt... Polnische Bischöfe nach
Ostdeutschland — Keine Anerkennung der Oder-Neiße-Linie durch den Vatikan 
Der Vatikan gab am letzten Sonnabend die Ernennung von fünf hohen polnischen
Geistlichen im Bischofsrang zu Generalvikaren der ostdeutschen Bistümer
bekannt. Zum Koadjutor des Bistums Danzig wurde der Monsignore Novicki
bestellt, Generalvikare im Bischofsrang wurden die Monsignores Wilczynski
Kominek, Jop und Bensen. Sie treten an die Stelle der bisherigen
apostolischen Administratoren der deutschen Bistümer, und sie werden, wie
der päpstliche Vatikansender bekanntgab, nunmehr unmittelbar dem
katholischen Primas von Polen, Erzbischofkardinal Wyschinski, unterstellt
sein. Zwei dieser Bischöfe sind bereits vor längerer Zeit als solche geweiht
worden. Von den Übrigen ist das Datum ihrer Bischofsweihe nicht bekannt. 

Aus vatikanischen Kreisen wurde zu der neuen Maßnahme erklärt, sie sei nicht
ein Schritt oder auch nur ein „erster Schritt" zur Anerkennung der
polnischen Souveränität über die deutschen Gebiete jenseits der
Oder-Neiße-Linie durch den Heiligen Stuhl. Die Warschauer Regierung habe
lediglich jetzt eine Erlaubnis erteilt, dass die Generalvikare dort ihr Amt
ausüben dürften. 

In Rom glaubt man darin ein erstes Resultat der Bemühungen zu sehen, die
Beziehungen zwischen dem rotpolnischen Staat und der katholischen Kirche auf
neue Grundlagen zu stellen. Man müsse abwarten, wie sich die Dinge
entwickeln werden. Es wurde von Kirchenrechtlern betont, dass sich an der
bisherigen Einteilung der Bistümer nichts ändere. Die Bischöfe seien nicht
als sogenannte „Ordinarien" anzusehen, weil dies einer späteren Regelung
durch einen Friedensvertrag vorgreifen und die ordentliche Hierarchie
verletzen würde. 

Im Zusammenhang mit dieser Ernennung polnischer Bischöfe zu Generalvikaren
ostdeutscher Diözesen ist die Nachricht der Katholischen Nachrichtenagentur
aus Warschau bemerkenswert, dass man in Rom in naher Zukunft mit einem
Besuch des polnischen Kardinalprimas Stefan Wyschinski beim Papst rechnet.
Der Kardinal ist bekanntlich durch die stalinistische rotpolnische Regierung
jahrelang nicht nur an der Ausübung seines Amtes, sondern auch an den
üblichen Bischofsbesuchen beim päpstlichen Stuhl gehindert worden. 

Das polnische Regime hatte wiederholt verlangt, dass der Vatikan an die
Stelle der nicht mehr in ihren Diözesen weilenden ostdeutschen Bischöfe ohne
weitere polnische Nachfolger mit dem gleichen Siegel und den gleichen
Vollmachten entsendet. Der Vatikan hat diese Maßnahme wiederholt
zurückgewiesen, weil die neue ostdeutsche Grenze noch nicht durch einen
Friedensvertrag bestätigt sei und ein solcher Friedensvertrag für den
päpstlichen Stuhl die unentbehrliche Voraussetzung für jede feste Neuordnung
der kirchlichen Grenzen bleibe. 

Der römische Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" meint, man
werde in den Kreisen der polnischen Katholiken und der Warschauer Regierung
die Ernennung von Generalvikaren, die unmittelbar dem höchsten polnischen
Kirchenfürsten unterstehen und den Rang von Bischöfen haben, als einen
Schritt „auf dem Wege der tatsächlichen Anerkennung der Situation" werten.
Der Vatikan habe allerdings betont, dass an seiner grundsätzlichen
Einstellung zur Frage der ostdeutschen Grenzen nicht zu rütteln sei. Die
„Welt" möchte in der Ernennung der Generalvikare im bischöflichen Rang eine
„Frucht der Konzessionsbereitschaft" zwischen dem Nationalkommunisten
Gomulka und dem Kardinal Wyschinski sehen. Die katholische Kirche Polens
habe sich in der Vergangenheit mehrfach in der Frage der polnischen
Westgrenzen mit dem Standpunkt des Warschauer Regimes einverstanden erklärt
und Erklärungen zu Gunsten der sogenannten „Oder-Neiße-Grenze" abgegeben.
Auch Kardinal Wyschinski sei in diesem Sinne aufgetreten. Gomulka habe sich
schon vor einigen Jahren für eine Verbesserung der Beziehungen zwischen
Staat und Kirche ausgesprochen. Es sei 1950 zwischen Staat und Bischöfen ein
sogenannter Modus vivendi unterzeichnet worden, in dem eine Bestimmung
stand, durch die die polnischen Bischöfe sich verpflichteten, in Rom für
eine neue bischöfliche Verfassung für die ostdeutschen Gebiete einzutreten.
Mit der Entscheidung des Vatikans werde nach Ansicht des Blattes die
Kirchenpolitik Wyschinskis vom Papst sichtbar gebilligt. Der angekündigten
Aussprache zwischen dem Oberhaupt der katholischen Kirche und dem polnischen
Kardinal wird erhebliche Bedeutung beigelegt. 

Es versteht sich wohl von selbst, dass die Nachricht von den Katholiken des
deutschen Ostens mit ernster Sorge aufgenommen wird. Eine Polonisierung
uralter und ehrwürdiger deutscher Bistümer werden sie niemals als rechtens
anerkennen.


[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1957

Date: 2017/09/11 09:32:59
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 2   Ministerium für die „Westgebiete"? 
Wie aus Warschauer Regierungskreisen verlautet, wird von der Gomulka-Gruppe
die Wiedererrichtung eines „Ministeriums" oder zum mindesten einer
„Zentralen Regierungsdienststelle" für die polnisch besetzten deutschen
Ostgebiete jenseits von Oder und Neiße erwogen. Der jetzige Erste
Parteisekretär der kommunistischen „Vereinigten polnischen Arbeiterpartei",
Gomulka, war bereits seit der Übernahme der Oder-Neiße-Gebiete in polnische
Verwaltung bis zu seiner Entfernung aus den Staats- und Parteiämtern Leiter
des Warschauer „Ministeriums für die wiedererrungenen Westgebiete",
insbesondere auch in der Zeit der Massenaustreibung der deutschen
Bevölkerung aus Ostpreußen, Pommern, Ostbrandenburg und Schlesien. 

Nun verlautet, dass Gomulka kürzlich vor den Warschauer Regierungs- und
Parteigremien hervorhob, dieses frühere Ministerium habe bis zum Jahre 1948
„beachtliche Leistungen vollbracht". Des Weiteren machte Gomulka die
„stalinistischen Elemente" für die Missstände verantwortlich, die in den
Oder-Neiße-Gebieten einrissen. Er schlug vor, nunmehr erneut eine
„Regierungsstelle" zu errichten, die sich mit den „besonderen Problemen der
wiedererrungenen Westgebiete" befassen soll. Diese „zentrale Lenkung" sei
wenigstens für einige Zeit erforderlich, während späterhin, wenn die „großen
Schäden und die Vernachlässigung beseitigt sind", wiederum die regionalen
und örtlichen Dienststellen allein entscheiden könnten. 

Seite 2   Steigerung des deutsch-polnischen Handels. Westdeutschland liefert
Getreide gegen Kohle.
Um zwanzig Prozent wird der Warenaustausch zwischen der Bundesrepublik und
Volkspolen erhöht werden, wurde in Verhandlungen vereinbart, welche in Bonn
zwischen der Bundesregierung und einer polnischen Handelsdelegation geführt
wurden. Danach soll der Warenaustausch in der Zeit vom 1. Juli 1956 bis zum
31. Dezember 1957 einen Umfang von 588 Millionen DM erreichen. Ferner kam
die Bundesregierung einem dringenden Wunsch Polens, das gegenwärtig, die
einst reichen ostdeutschen Getreideüberschussgebiete verwaltet, nach der
Lieferung von Getreide nach. Bereits in diesem Frühjahr waren 240 000 Tonnen
Roggen nach Polen geliefert worden, im kommenden Jahr werden es rund 300 000
Tonnen sein. Ferner wird Westdeutschland Maschinen, chemische und sonstige
industrielle Erzeugnisse liefern. Auf dem polnischen Angebot stehen Kohle,
Eier, Geflügel, Saatgut. 

Seite 2   Die Frage der Vermissten. Bonn widerspricht Chruschtschow 
In Bonn hat eine Erklärung des Parteisekretärs der sowjetischen KP,
Chruschtschow, alle in der Sowjetunion vermissten Deutschen seien tot,
Widerspruch ausgelöst. Unterrichtete Kreise in Bonn weisen darauf hin, dass
sich die Äußerung Chruschtschows durch die Tatsache selbst widerlege. Noch
immer meldeten sich ehemalige Wehrmachtsangehörige aus der Sowjetunion, die
bisher auf den Vermisstenlisten geführt worden seien. Dieser Versuch, einen
Schlussstrich unter das Problem zu ziehen, müsse zurückgewiesen werden. Die
Äußerung des sowjetischen Parteisekretärs soll bei einem Empfang für eine
Delegation deutscher „Friedenskämpfer" am 22. November gefallen sein. 

Etwa vierhundert kriegsgefangene Soldaten schreiben gegenwärtig noch aus
Zwangsaufenthaltsorten der Sowjetunion. Monatlich kommen etwa sechzig von
ihnen nach Hause. Aus unterrichteten Kreisen wird bekannt, dass sich darüber
hinaus in geringer Zahl immer noch vermisste Soldaten melden. Man rechnet
deshalb damit, dass im Laufe der Zeit noch Lebenszeichen von einigen tausend
Wehrmachtsangehörigen eintreffen können. 

Vertriebenenminister Oberländer erklärte, das Problem der achtzigtausend bis
hunderttausend Deutschen, die in der Sowjetunion leben und von denen
fünfunddreißigtausend mit ihrem Namen und Aufenthaltsort bekannt seien, sei
noch ungelöst.

Seite 2   „Keine Gewalt gegen Polen" Neue Brentano-Erklärung zur Frage der
deutschen Ostgrenzen 
Bundesaußenminister von Brentano hat auf einer Pressekonferenz in Berlin
erneut eine kurze Erklärung zur Frage der deutschen Ostgrenzen abgegeben,
wobei er sich auf den Boden der Grundsätze stellte, die bereits in der
Charta der Heimatvertriebenen ausgesprochen wurden. Brentano betonte bei
dieser Gelegenheit, die Frage der Oder-Neiße-Linie und damit der künftigen
Grenzziehung im Osten könne nur mit einer künftigen gesamtdeutschen
Regierung gelöst werden.

 Verschiedene Journalisten stellten Fragen nach dem Problem der deutschen
Ostgrenzen. Einige wollten wissen, ob die Wiedervereinigung nicht durch eine
vorherige Regelung dieser Probleme erleichtert werde, andere, ob Polen durch
Zusicherungen die Entwicklung einer Westpolitik ermöglicht werde. Der
Bundesaußenminister erwiderte, Bonn sei bereit, jederzeit eine feierliche
Erklärung abzugeben, dass die Bundesrepublik diese Frage niemals mit Gewalt
lösen werde. Dies entspreche auch dem Standpunkt der deutschen
Vertriebenen-Verbände. Brentano sagte, kein deutscher Teilstaat habe das
Recht, den Verzicht auf die Gebiete jenseits der Oder-Neiße auszusprechen.
Die Lösung der Grenzfrage gehöre allein in die Zuständigkeit einer
gesamtdeutschen Regierung. 

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen erklärte der Außenminister, ein
Sicherheitssystem auf der Basis der Teilung Deutschlands könne niemals als
ein echtes Sicherheitssystem gewertet werden. Es müsse auch geklärt werden,
wo ein wiedervereinigtes Deutschland in einem Sicherheitssystem stehen soll.
Die gegenwärtigen Entwicklungen im Ostblock müssten nüchtern und mit viel
Geduld betrachtet werden. Es müsse allerdings die Frage aufgeworfen werden,
ob nicht auch gewisse Vorgänge in der westlichen Welt mit einem Anlass zu
der Reaktion der Sowjetunion gegeben hätten. 

Brentano sagte, die Bundesrepublik werde grundsätzlich keine diplomatischen
Beziehungen zu Staaten unterhalten, die das Regime der Sowjetzone
anerkennen. Durch voreilige Entscheidungen solle nicht der Eindruck erweckt
werden, die Bundesrepublik wolle einen Einfluss auf die innerpolitische
Entwicklung in Polen ausüben. Wörtlich fügte er hinzu: „Wir haben ein großes
Interesse, den Polen zu sagen, dass Polen von uns nicht bedroht wird, nicht
das Polen von heute und nicht das Polen von morgen“. 

Die Brentano-Erklärung stellt somit eindeutig fest, dass die endgültige
Regelung der deutschen Ostgrenzen nur in einem Friedensvertrag erfolgen
kann. Sie weist zugleich aber die Polen darauf hin, dass das deutsche Volk —
wie ja gerade auch die Charta so eindrucksvoll herausstellte — nicht an
irgendeinen Revanchekrieg oder ähnliche gewaltsame Lösungen denkt. Damit
entzieht sie den sowjetischen Behauptungen von angeblichen Racheplänen der
Deutschen den Boden. Solche Behauptungen wurden auch nach den letzten
Verhandlungen Gomulkas mit den Kremlmachthabern drüben noch einmal
vorgebracht, um damit die andauernde Besetzung Polens durch Sowjettruppen zu
„begründen". Einsichtige Polen werden jetzt erkennen, dass es sich hier
lediglich um Zwecklügen handelt, die der Fortdauer der sowjetischen
Vorherrschaft in Polen dienen sollen. 

Seite 2   Die polnische Unzufriedenheit. Sowjets stellten Oder-Neiße-Frage
allzu stark in den Vordergrund 
Zu den Verhandlungen zwischen der polnischen Partei- und
Regierungsdelegation in Moskau mit hohen sowjetischen Regierungsbeamten
verlautet aus polnischen diplomatischen Kreisen, man habe die ursprünglichen
Ziele auf der polnischen „Wunschliste" kurz vor der Abreise nach Moskau
einer „größeren Revision" unterzogen. Man habe, wurde weiter erklärt, zuvor
erfahren, dass zwischen Moskau und Ost-Berlin ein „ungewöhnlich reger
diplomatischer Verkehr" bestanden habe, der darauf abzielte,
„Vorsichtsmaßnahmen" zwischen Ost-Berlin und Moskau einzuleiten, falls von
polnischer Seite bei den Verhandlungen in Moskau „besondere Schwierigkeiten"
gemacht werden sollten. Der sowjetische Parteisekretär Chruschtschow habe in
einem Gespräch mit Gomulka zu diesem in „heiterer Stimmung" gesagt: „Wir
alle hier hoffen, dass in Polen sich nicht dieselben Dinge ereignen wie in
Ungarn. Es sollte auch nicht der Fall eintreten, dass Sie, Genosse Gomulka,
ein zweiter Imre Nagy werden. Niemand soll denken, dass der russische Bär
seine Zähne verloren hat, weil Stalin gestorben ist“.

In rotpolnischen diplomatischen Kreisen ist des Weiteren „aufmerksam"
verzeichnet worden, dass Moskau den Oder-Neiße-Gebieten plötzlich „lebhaftes
Interesse" schenke. „Manchmal hatten wir während der Verhandlungen im Kreml
den Eindruck, als seien die ehemaligen deutschen Ostgebiete nicht zu Polen,
sondern zur Sowjetunion zurückgekehrt", berichtete ein Warschauer
Regierungsfunktionär nach der Rückkehr aus Moskau. Hieraus resultiere auf
polnischer Seite gegenwärtig eine „gewisse Vorsicht", da man annehme, Moskau
würde gegebenenfalls die Oder-Neiße-Gebiete als „politisches Handelsobjekt"
benutzen. 

Hierzu verlautet, dass die sowjetische Botschaft in Warschau beim Warschauer
Außenministerium eine Anfrage darüber gestellt hat, wie die Äußerung eines
Sprechers des Warschauer Rundfunks, Polen würde aus dem Warschauer Pakt
austreten, wenn der Atlantikpakt aufgelöst und ein wiedervereinigtes
Deutschland die Oder-Neiße-Linie anerkennen würde, zu verstehen sei. Von
sowjetischer Seite in Warschau wurde hierzu betont, man habe den Verdacht,
diese Äußerung gehe auf Weisung der Warschauer Regierung zurück, die ihre
„unbegründete Unzufriedenheit" über das Ergebnis der Moskauer Verhandlungen
zum Ausdruck bringen wolle, zumal die Äußerung im Zusammenhang mit einem
Hinweis auf die Stationierung sowjetischer Truppen in Polen und den
Oder-Neiße-Gebieten gefallen sei. 

Seite 2   Das Zusammenspiel des polnischen Exils mit Gomulka 
Die Warschauer Zeitung „Trybuna Ludu" weist auf eine Erklärung des
polnischen Exilpolitikers Zdziechowski hin, in der es u. a. hieß: „Die
Emigranten können Polen auf dem Gebiet der Außenpolitik wertvolle Dienste
leisten, besonders hinsichtlich des polnisch-deutschen Problems. Hierbei
nehmen die Bemühungen der Emigranten, die öffentliche Meinung des Westens
von der Rechtmäßigkeit der Oder-Neiße-Grenze zu überzeugen, einen wichtigen
Platz ein. Wir müssen uns vergegenwärtigen, dass die Konzeption der
polnischen Politik der Vorkriegsjahre nur zu einer Spaltung Polens beitragen
kann und dass die neue Politik des Volkes das Diktat der Geschichte und
Geographie nicht unbeachtet abweisen kann, das heißt, dass es eine
politische Verständigung mit Russland auf dem Prinzip der Gleichberechtigung
zweier souveräner Staaten suchen muss“.
 
Seite 2   Von Woche zu Woche 
Gespräche über die deutsche Frage mit dem Bonner Sowjetbotschafter Smirnow
kündigte Bundesaußenminister von Brentano auf einer Pressetagung in Berlin
an. Er erklärte, solche Gespräche lägen durchaus auch im Interesse der
Sowjetunion. 

Dem sowjetischen Botschafter in Bonn, Smirnow, hat das Auswärtige Amt
mitgeteilt, dass er sich künftig ohne Erlaubnis nur noch in einem Umkreis
von vierzig Kilometer von seinem Amtssitz aus bewegen darf. Er unterliegt
damit der gleichen Beschränkung, wie der deutsche Botschafter in Moskau,
Haas. Sobald der Sowjetbotschafter oder ein anderes Mitglied der Botschaft
weiter als vierzig Kilometer reisen möchte, hat er 24 Stunden vorher unter
Angabe des Reiseziels beim Auswärtigen Amt eine Genehmigung einzuholen.
Sobald Botschafter Haas in Moskau größere Bewegungsfreiheit erhält als
bisher, soll automatisch auch Botschafter Smirnow das gleiche zugestanden
werden. 

Für die Schaffung einer Botschaft der Bundesrepublik in Warschau und einer
rotpolnischen diplomatischen Vertretung in Bonn hat sich der
SPD-Bundesvorstand in diesen Tagen ausgesprochen. 

150 000 Sowjetzonenflüchtlinge sind bis zum November in West-Berlin und in
der Bundesrepublik eingetroffen. Damit lag die Flüchtlingszahl schon um 10
000 höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Für eine „geräuschlose Verlegung von Bundesbehörden nach Berlin" will sich
der neue Bundespostminister Lemmer einsetzen. Er erklärte vor der Presse,
auch er teile den Standpunkt des Kabinetts, dass zunächst noch nicht an die
Verlegung der Bundesregierung selbst nach der alten Reichshauptstadt gedacht
werden könne. 

Die Einberufung von 10 000 bis 15 000 Wehrpflichtigen zum 1. April wurde von
einem Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums in Bonn angekündigt. Es
wird sich um junge Leute des Jahrganges 1937 handeln. 

Noch elf neue Wehrgesetze werden dem Bundestag bis zum 12. März 1957 zur
Verabschiedung vorgelegt werden. Erst dann kann die Einberufung für
Wehrpflichtigen erfolgen. 

Gegen jede Kürzung des Verteidigungshaushalts sprach sich in München
Bundesfinanzminister Schäffer aus. Er warnte gleichzeitig vor allzu großer
Bewilligungsfreudigkeit der Parteien im Wahljahr. Die großen Reserven des
„Juliusturmes" seien heute restlos aufgebraucht. 

Ein großer Teil der noch in holländischer Gefangenschaft befindlichen
deutschen Kriegsverurteilten soll im nächsten Jahr freigelassen werden. In
Breda befinden sich zurzeit noch 139 deutsche Verurteilte.

Die Aufnahme von 10 000 Ungarnflüchtlingen und eine weitere Spende in Höhe
von zehn Millionen. DM  hat die Bundesregierung beschlossen. Die Geldsumme
soll vor allem für die Beschaffung von Lebensmitteln und Medikamenten
verwandt werden, die an die notleidenden Budapester verteilt werden sollen.

Zum Präsidenten des Straßburger Montan-Parlaments ist der CDU-Abgeordnete
Professor Dr. Hans Furier einstimmig gewählt worden. Damit hat nach 1945
erstmals ein Deutscher den Vorsitz in einer der westeuropäischen
Organisationen übernommen. 

Die Benzin-Vorräte in der Bundesrepublik reichen nach Ansicht des
Bundeswirtschaftsministers Erhard bis April. Der Minister lässt sich laufend
von den Ölgesellschaften über die Versorgungslage berichten. Bei
Diesel-Kraftstoff und Heizöl rechnet man mit größeren
Versorgungsschwierigkeiten. 

Die Zahl der Flüchtlinge aus Ungarn ist auf über 110 000 gestiegen. Rund 35
000 konnten bisher aus Österreich in andere Länder abtransportiert werden. 

Schwere Partisanenkämpfe werden aus den Bergen bei Budapest gemeldet. Die
Partisanen sollen hier unter dem Kommando des früheren Budapester
Militärkommandanten General Kiraly stehen. 

Gerüchte über die Ausrufung einer „unabhängigen ungarischen Republik" im
Nordosten des Landes kommen, aus Wien. Es heißt, dass die Arbeiterräte der
großen Industriestadt Miskolc und anderer Orte sich von dem Trabantenregime
Kadar losgesagt haben. 

Dass die britische und französische Regierung den Abzug ihrer Truppen aus
Port Said „ohne Verzögerung" beschlossen haben, gab der britische
Außenminister Lloyd im Unterhaus bekannt. Die gleiche Erklärung gab
Frankreichs Außenminister Pineau vor der Nationalversammlung ab.
UN-Generalsekretär Hammarskjöld hat General Burns beauftragt, dafür Sorge zu
tragen, dass die Streitkräfte der UN bis Mitte Dezember die Verantwortung
für das Gebiet von Port Said übernehmen und die britisch-französischen
Truppen bis dahin aus Ägypten zurückgezogen werden können. 

Die Lieferung von amerikanischem Öl an Westeuropa ist von der Washingtoner
Regierung angeordnet worden. Es sollen täglich 1,1 Million Fassöl (zu je 135
Kilo) verschifft werden. Die Holländer weisen darauf hin, dass das
amerikanische Öl erheblich teurer sein würde als frühere Öllieferungen aus
dem Nahen Osten. 

Schwere wirtschaftliche Schäden in den Mittelmeerhäfen infolge der
Lahmlegung des Suezkanals werden sowohl aus Italien als auch aus
Südfrankreich gemeldet. Allein in Genua warten Waren von mehreren
hunderttausend Tonnen Gewicht auf die Weiterbeförderung nach dem Orient,
nach Indien und dem Fernen Osten.

[OWP] GERHARDT-KARAU /KURAU

Date: 2017/09/11 11:56:06
From: Petra Dieper <pd.ahn-forstmajer(a)web.de>

Hallo Allen,

mein Name ist Petra Dieper und ich suche die Vorfahren von:

Karl MAX  Clemens  GERHARDT * 07.03.1868 i.RONNEBURG-Greitz,Thüringen,

(Sohn v.Carl Franz Gerhardt * 12.01.1835 i.RONNEBURG u.Louise Caroline DÖLTZ * 26.04.1845 i.RONNEBURG)

oo 22.08.1899 i.Graudenz mit Elfriede Maria Emilie KARAU,

(Tochter v. Bernhard Emil KARAU /Kurau u.Fanny Emilie LERCH *02.03.1857 i.Graudenz und

+ 05.10.1932 i.Naumburg)

Ihr Sohn Herbert Karl Emil Gerhardt ist als Vertriebener nach Westdeutschland geflüchtet u.hat sich dort als 1.Vorsitzender der Landsmanschaft Westpreußen viele Jahre betätigt.

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

Grüße

Petra (Dieper)

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/11 17:26:50
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 3   Wo ein Wille ist ... Endlich einmal eine Berlin-Initiative – und
sie scheiterte. Von unserem Berliner M. Pf.-Korrespondenten.
Ein Plan  ist gescheitert. Wir, die wir so wenig tun können, stehen vor der
Tasache, dass auch das wenige nicht getan wird. Wieder einmal fragen wir
uns, ob es immer nur dem Osten vorbehalten sein soll, zu handeln, vollendete
Tatsachen zu schaffen, und wohin uns politisch der Mangel an Mut eines Tages
noch bringen wird.

Es geht um die Rückkehr von Regierung und Parlament in Deutschlands
Hauptstadt Berlin.

Ende Oktober - wir haben darüber berichtet – hatten Angehörige der
CDU-Bundestagsfraktion die Initiative ergriffen und  diese Frage, die immer
bestanden hatte, seit im Jahre 1949 Bonn ausdrücklich als nur provisorischer
Regierungssitz erkoren wurde. Ende des vergangenen Monats machte sich das
Kuratorium „Unteilbares Deutschland“ auf seiner Berliner Tagung ebenfalls
zum Anwalt dieser Forderung. Der Geschäftsführer dieser von der
Bundesregierung anerkannten, jedoch völlig unabhängigen Organisation sagte
am 26. November vor der Berliner Presse, es müsse darauf hingewirkt werden,
dass die Bundesbehörden Schritt für Schritt nach Berlin verlegt würden. Als
erste Etappe wurde vorgeschlagen, dass die Bundesministerien Vertretungen in
Berlin einrichteten, in der Art, wie die westdeutschen Landesregierungen
zurzeit in Bonn vertreten sind.  Die Übersiedlung des Postministeriums nach
Berlin erschien bereits als sicher. Und dass das Ministerium für
gesamtdeutsche Fragen mindestens mit der Mehrzahl seiner Dienststellen nach
Berlin gehört, erschien einfach selbstverständlich. 

Bedenken 
Gegen den Vorschlag des Kuratoriums erhob der Abgeordnete Kiesinger im Namen
der CDU-Bundestagsfraktion Bedenken. Bedenken, die an dieser Stelle bereits
erörtert wurden und die am 28. November zur Ablehnung des gesamten Planes
durch einen Beschluss des Bundeskabinetts führten. 

Auch der Bundeskanzler vertrat die Meinung, es sei unmöglich, die
Bundesregierung in eine Stadt zu verlegen, die sich mitten in einem von den
Sowjets besetzten Gebiet befindet und zudem dem Viermächtestatus unterliegt,
an dem man, im eigensten Interesse West-Berlins, nicht rütteln wolle. 

Diese Argumente haben etwas für sich, jedoch nur solange und soweit man
technische Hindernisse über politische Notwendigkeiten stellt und auf eine
Demonstration der Entschlossenheit verzichtet. Einmal, in einem kritischen,
entscheidenden Augenblick, hat der Westen anders gehandelt; hätten sich die
Vereinigten Staaten 1948 vor den riesigen technischen Schwierigkeiten und
dem politischen Risiko der Luftbrücke gescheut, gäbe es heute kein freies
West-Berlin und vielleicht auch keine freie Bundesrepublik mehr. 

Berlin antwortet 
Der Berliner Regierende Bürgermeister hat seiner Enttäuschung über den
Bonner Kabinettsbeschluss deutlich Ausdruck gegeben. Parlamentspräsident
Brandt brachte überzeugende Gegenargumente vor, und zwar dieselben, die das
Ostpreußenblatt damals gegen die Kritiker des nunmehr zu Fall gebrachten
Planes anführte. Vor allem, dass sich die Sowjets nicht gescheut hätten, ihr
SED-Regime in der Viermächtestadt unterzubringen. Im Kabinettsbeschluss hieß
es, die Regierung könne ihre Arbeit nur in einer Stadt ausüben, in der ihre
Souveränität ohne Einschränkung gesichert sei; dies Argument erklärte Brandt
für nicht stichhaltig, zumal kein Einspruch gegen eine Verlegung der
Bundesregierung und des Bundesparlaments nach Berlin seitens der drei
Westmächte zu erwarten gewesen sei. Was die praktischen Arbeitsmöglichkeiten
anbeträfen, erklärte Brandt: „Im Übrigen sind einige oberste Bundesbehörden
bereits in Berlin tätig, so dass die grundsätzliche Entscheidung darüber, ob
solche Organe in Berlin wirken können, schon gefallen ist“. 

Das Bedauerlichste sei, erklärte der Regierende Bürgermeister, dass der
Kabinettsbeschluss nicht einmal den Willen zum Handeln erkennen ließe. Das
ist im Namen aller Berliner gesprochen, und auch der vorsichtige Kommentator
des Berliner „Tagesspiegel", der die Bedenken der Bundesregierung voll
anerkennt, schließt seine Betrachtung mit der Forderung, es müsse dennoch
alles getan werden, um Berlin bereits jetzt als Hauptstadt Deutschlands
funktionsfähig zu machen. „Dazu gehört“, schreibt er, „nicht nur eine
weitere, immer engere Verklammerung Berlins mit dem Bund, sondern auch die
Verlegung aller Bundesinstanzen nach Berlin, die ohne weiteres, ohne dass
die politischen Bedenken der Bundesregierung hier durchschlagen, wirksam
werden können. Auf keinen Fall wird mehr die reine Demonstration genügen, an
deren Stelle im öffentlichen Bewusstsein schon längst etwas anderes getreten
ist; die Selbstverständlichkeit, mit der man von Berlin als der deutschen
Hauptstadt spricht“. 

In diesem Sinne ist der Berliner Senat entschlossen, keine der von hier aus
möglichen Vorbereitungen für die Aufnahme von Regierung und Parlament zu
stoppen, sondern diese nur noch zu verstärken. 

„Tapfere Ruine“ 
Es wundert uns nicht, dass die SED mit dem Kabinettsbeschluss zufrieden ist;
die Drohungen, die sie gegen den Berlin-Plan ausstieß, sind verstummt. Dass
Echo in Westdeutschland ist unterschiedlich. 

Die westdeutsche Stellungnahme ist wohl nicht von den Parteien aus zu
erklären — die Initiative für Berlin ging ja von Teilen der CDU-Fraktion
aus! —, sondern hier scheiden sich die Geister auch innerhalb der Parteien.
Auf der einen Seite die Wachen, Aktiven, auf der anderen Seite die Müden,
die Vorsichtigen. 

Die Müdigkeit, verbunden mit geschickt getarnter Berlin-Feindlichkeit
(„Berlin ist heute eine tapfere Ruine ...") kommt in einem Blatt wie dem
„Münchener Merkur“ zum Ausdruck, der die Initiative, Berlin faktisch zur
Hauptstadt zu machen, mit folgenden Worten beurteilt: „... naiv, falls sie
ehrlich gemeint ist, unverantwortlich und unlauter, falls sie etwa den Sinn
eines schäbigen Wahltricks hat“. „Man bedenke", heißt es dann weiter,
„Bundestag und Bundesregierung sollen bald in eine Stadt einziehen, die von
den Russen eingeschlossen ist, zu der der Landweg also nur so lange relativ
offensteht, als jene es gestatten, und zu der, falls sie wieder einmal zur
Blockade griffen, die Luftbrücke dann zwar ein höchst eindrucksvoller, doch
für den notwendigen Fluss der Regierungs- und Parlamentsgeschäfte mehr als
fragwürdiger Zugang wäre ... Eine Weile schien es, als ob der Bundestag
einer solchen Narrheit (!) fähig wäre ... Es drohte, ein verhängnisvoller
Mechanismus einzusetzen, dass zwar jeder die Sache für unsinnig hielt, der
„Optik“ wegen aber nicht gegen sie zu stimmen wagte“. 

Nichts wagen und weiterschlafen, lieber „Münchener Merkur", das ist der
rechte Weg zur Wiedervereinigung in Freiheit! Jeder zwölfjährige Berliner
Junge sieht klarer. Das Rad der Weltgeschichte könnte über uns hinweggehen,
wenn wir nicht den Versuch unternähmen, ihm in die Speichen zu fallen und
ihm die von uns gewünschte Richtung zu geben. Regierung und Parlament nach
Berlin zu bringen, das wäre ein solcher Versuch gewesen. Von keiner Seite
wird dem geholfen, der nicht auch selber handelt … 

Seite 3   Wolfgang Harich verhaftet. Er gilt als Sprecher der
intellektuellen Opposition.
Die sowjetzonale Generalstaatsanwaltschaft gab bekannt, dass als angebliche
„staatsfeindliche Elemente" der 34-jährige Dozent der Ostberliner
Humboldt-Universität, Professor Dr. Wolfgang Harich, und drei Ostberliner
Studierende überraschend verhaftet worden sind. Der Beauftragte der
berüchtigten Pankower „Justizministerin" Hilde Benjamin bezeichnet in seiner
Erklärung Harich, der bislang ein besonders bekannter Intellektueller der
sowjetzonalen Kommunistenpartei war, als Anführer einer „staatsfeindlichen
Gruppe". Es sei das Ziel Harichs und seiner Mitverhafteten gewesen, „die
kapitalistische Ordnung in der DDR zu restaurieren!" Selbstverständlich wird
auch wieder behauptet, der Kulturbolschewist Harich habe mit „westlichen
Geheimdienststellen" und dem „Ostbüro" der SPD zusammengearbeitet. Die
Pankower Generalstaatsanwaltschaft hielt aus diesem Anlass sogar eine
sogenannte Pressekonferenz ab, auf der betont wurde, dass die Untersuchungen
noch nicht abgeschlossen sind. Inzwischen sollen weitere Verhaftungen in
Ostberlin und einigen Universitätsstädten der Sowjetzone stattgefunden
haben. Auf der Ostberliner Pressekonferenz sagten die Vertreter der SED von
ihrem bisherigen Mitgenossen Harich: „Harich und die anderen Beschuldigten
stammen samt und sonders aus Kreisen, die dem Sozialismus und der
Arbeiterbewegung fremd gegenüberstehen“. Man nimmt in Berlin allgemein an,
dass es sich hier um eine Aktion des Ulbricht-Grotewohl-Regimes handelt, die
sich gegen die sogenannte „Intellektuelle Opposition" innerhalb der SED
richtet. 

Wolfgang Harich, der nun von den gleichen Leuten, denen er seit Jahr und Tag
in widerwärtigster Selbstentwürdigung und Unterwürfigkeit gedient hat, in
das Untersuchungsgefängnis des roten SSD verfrachtet wurde, ist den Lesern
des Ostpreußenblattes kein Unbekannter. Er ist der Sohn des einst recht
erfolgreichen Schriftstellers Dr. Walther Harich (1888 bis 1931) und ein
Enkel des langjährigen Verlegers und Hauptschriftleiters der Königsberger
Allgemeinen Zeitung, Dr. Alexander Wyneken. Der Familie Harich gehörte die
Allensteiner Zeitung. Der Vater von Wolfgang Harich war bis 1926 in
Königsberg als freier Schriftsteller tätig; er wurde vor allem durch eine
bedeutende Biographie E. T. A. Hoffmanns und durch mehrere Romane bekannt,
die sich zum Teil auch mit Stoffen der ostpreußischen Heimat befassten.
Walther Harich starb 1931 in Wuthenow bei Neuruppin. 

Der Sohn Wolfgang Harich erregte nach Kriegsende dadurch Aufsehen, dass er
von einer Westberliner Zeitung zur sowjetamtlichen „Täglichen Rundschau"
herüberwechselte und wegen seiner roten Linientreue bald in den Kreis der
prominentesten kommunistischen Intellektuellen der Zone aufrückte. Vom
Ulbricht-Regime wurde er wenig später — noch im Alter von etwa 28 Jahren —
mit einer Professur an der Ostberliner Universität bedacht; gleichzeitig
erhielt er das Amt eines Cheflektors beim kommunistischen Aufbau-Verlag. Als
er als echter Renegat 1950 in der Zeitschrift „Blick nach Polen" in der
widerwärtigsten Weise Hassgesänge gegen seine ostpreußische Heimat richtete
und die polnische Besetzung Ostpreußens feierte, haben ihn (in den Folgen 4
und 8 des Jahrganges 1950) unsere Landsleute G. Kraft und Bruno Braun in
aller Deutlichkeit gesagt, was die Ostpreußen von solch einer Erbärmlichkeit
halten. 

Wolfgang Harich hat sich bedenkenlos den roten Teufeln verschrieben. Sie
haben ihn benutzt für ihre Zwecke, und sie lassen ihn jetzt im Gefängnis
verschwinden, weil ihnen das zweckmäßig erscheint. Alle „klassentreuen"
Hymnen Harichs haben es nicht verhindern können, dass ihm Ulbricht heute
bescheinigt, er habe seit jeher „der Arbeiterbewegung fremd
gegenübergestanden". Auch hier heißt es: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit
getan ..." 

Zu der Verhaftung Harichs durch die Pankower „Staatssicherheitspolizei"
weist der Berliner „Tagesspiegel" darauf hin, dass Harich seit längerer Zeit
als Sprecher der intellektuellen Opposition unter den Kommunisten Pankows
gegolten habe. In den Kreisen von Ulbricht habe man es Harich vor allem
verübelt dass er sich als Leiter des kommunistischen Aufbauverlages um die
Herausgabe von Werken ungarischer Schriftsteller bemüht habe, die in der SED
als Verfemte gelten. Man vermute, dass das kommunistische Regime Harich in
einem Schauprozess hart bestrafen werde. Harich habe schon in jungen Jahren
erstaunlichste Wandlungen durchgemacht. Jahrelang habe er bei den Leuten in
Pankow als „intellektuelles Paradepferd" gegolten. Nach dem 17. Juni hätten
mehrere seiner Zeitungsartikel titoistische Tendenzen erkennen lassen.
Harich habe, so heißt es in einem anderen Bericht, sich schon vor einigen
Wochen darüber beschwert, dass die für ihn bestimmten Briefe vom roten
Staatssicherheitsdienst geöffnet werden. Harich habe im letzten Jahr einige
Male Ungarn besucht. So sei er wohl in den Verdacht geraten, in Verbindung
zu dem dortigen „Petöfi-Kreis", einer Gruppe von intellektuellen
kommunistischen jüngeren Leuten, gestanden zu haben. Harich sei kurz vor
Kriegsende als junger Soldat wegen Wehrkraftzersetzung ins Zuchthaus Torgau
gewandert. Er sei über den Katholizismus und den Buddhismus schließlich zum
Lininismus gekommen. Der Versuch, Harich als Mitarbeiter westlicher
Geheimdienste hinzustellen, sei eine allzu billige Methode der SED-Führung.
Harich sei früher als führender kommunistischer Intellektueller von der SED
gern herausgestellt worden. Nach dem 17. Juni habe er die Auflösung der
staatlichen Kunstkommission Pankows erreicht und später einen öffentlichen
Streit mit dem linientreuen kommunistischen Professor Havemann gehabt. 

Seite 3   Starker britischer Tobak. Weltpolitisches Geschehen — kurz
beleuchtet 
Über Mangel an Selbstbewusstsein auf politischem Gebiet haben die Engländer
bisher noch nicht zu klagen brauchen. Auch der so unselige Verlauf des
anglofranzösischen Suez-Abenteuers beweist wieder, dass sich an dieser
Tatsache bis heute nichts geändert hat. Es mutet doch einigermaßen seltsam,
um nicht zu sagen grotesk und verwirrend an, wenn auch jetzt wieder die
maßgebenden Londoner Politiker eine Tonart anschlagen, die in keinem Falle
zu ihrer wirklichen Situation passt. Was soll man davon sagen, wenn zum
Beispiel in diesen Tagen hundertdreißig konservative britische Abgeordnete,
also intime Parteifreunde des Ministerpräsidenten Eden, eine Entschließung
einbrachten, in der sie zwar Englands verhängnisvolle Aktion in Ägypten mit
keinem Wort erwähnen, zugleich aber den Vereinigten Staaten vorwerfen, diese
hätten durch ihre Haltung gegenüber England und Frankreich die atlantische
Allianz ernstlich gefährdet. Ein Land also, das durch seine Politik die Welt
hart an den Rand einer unvorstellbaren Katastrophe brachte und von seiner
Aktion in Ägypten seinem angeblich besten Verbündeten kein Wort sagte,
greift diesen Verbündeten an, weil er dafür sorgte, dass es nicht zu einem
dritten Weltkrieg kam! Ohne sich über sein eigenes Tun und Handeln
Rechenschaft abzulegen, versucht England sowohl die USA wie auch die ganze
Organisation der Vereinten Nationen als Sündenböcke abzustempeln. Der Ärger
darüber, dass die Amerikaner nicht auch bei der höchst fragwürdigen
Suez-Angelegenheit den Briten und Franzosen auf Gedeih und Verderb die
Stange hielten, wird überdeutlich geäußert. Die gleichen Engländer, die ja
im Orient wahrhaftig nicht etwa ideelle und kulturelle Belange vertreten,
sondern die Stützpunkte und Ölfelder behaupten wollen, sind dreist genug,
ihren amerikanischen Bundesgenossen vorzuwerfen, sie dächten eben nur an
ihre eigenen Wirtschaftsinteressen im Nahen Osten. Während sich die Londoner
Blätter in bissigen Bemerkungen gegenüber Washington und dem Präsidenten
Eisenhower gefallen, erklärt Edens Stellvertreter, der Abzug der englischen
Truppen aus Ägypten sei so lange undenkbar, als nicht eine ganze Menge
englischer Bedingungen erfüllt werden. Auf diesem Weg bemüht sich Mister
Butler, die von England und Frankreich geforderte hochpolitische Kontrolle
des Suez-Kanals doch noch durchzusetzen und den Vereinten Nationen weitere
Zugeständnisse abzuringen. England verlangt die sofortige Säuberung des
Suez-Kanals von den versenkten Schiffen vor der Zurücknahme seiner Truppen,
mit keinem Wort aber erwähnt man die Tatsache, dass im Suez-Kanal Schiffe ja
erst versenkt wurden und der Schiffsverkehr zum Stillstand kam, als die
britischen Bombengeschwader über Ägypten ihre tödliche Last abluden und die
anglofranzösischen Einheiten in Port Said im Schutze schwerer Geschütze an
Land gingen. 

Neuer Brandherd im Orient 
In den Tagen des letzten Suez-Konfliktes und des israelischen Vorstoßes nach
Ägypten haben die anderen arabischen Nachbarstaaten Israels bekanntlich
nicht in die Kämpfe eingegriffen, sondern sich im Wesentlichen aus Proteste
an England, Frankreich und Israel sowie auf Sympathiekundgebungen an die
Ägypter beschränkt. Heute deuten nun viele Zeichen darauf hin, dass vor
allem die Sowjetunion darum bemüht ist, ihren Einfluss in Syrien zu
verstärken. Es darf als ziemlich sicher gelten, dass nach Syrien in den
letzten Wochen von der Sowjetunion nicht nur Kampfflugzeuge, sondern auch
andere schwere und leichte Waffen samt Instruktionsoffizieren und
sogenannten „Technikern" und „Beratern" geschickt wurden. Zwischen Syrien,
dessen Staatspräsident in den Tagen des britisch-französischen Angriffes
noch Verhandlungen in Moskau führte, und dem benachbarten Königreich Irak
bestehen scharfe Spannungen, wobei beide Länder einander vorwerfen, man
plane einen bewaffneten Überfall. Der Irak hat zurzeit noch ein Regime, das
ziemlich eng mit den Briten zusammenarbeitet und dessen Sturz den übrigen
britenfeindlichen Arabern sehr willkommen wäre. Bemerkenswert ist die
Tatsache, dass nicht nur die Moskauer „Prawda", sondern auch alle Organe der
Satellitenkommunisten scharfe Angriffe gegen den Irak richten und
offenkundig bemüht sind, Syrien den Rücken zu stützen. Gleichzeitig hat der
neue Ministerpräsident von Jordanien erklärt, sein Land, das bisher noch
britische Zahlungen erhielt, wolle mit London brechen; man werde künftig die
arabischen Nachbarn um Unterstützungsgelder bitten. Jordanien wolle, so
sagte er weiter, seine Außenpolitik ganz auf die der englandfeindlichen
Länder Ägypten, Syrien und Saudi-Arabien abstimmen und baldigst Beziehungen
zur Sowjetunion aufnehmen. Jordanien zeigt sich auch entschlossen, den
baldigen Abzug der nach alten Verträgen immer noch in seinem Hoheitsgebiet
stehenden englischen Truppenformationen zu fordern. In Israel sieht man der
weiteren Entwicklung mit einiger Besorgnis entgegen. 

Sowjet - Marine holt stark auf 
Die Sowjetunion ist — wie das neue amtliche britische Flottentaschenbuch
bekanntgibt — heute zur zweitgrößten Seemacht der Welt geworden. In London
stellt man fest, dass die rote Marine die britische Flotte in den letzten
Jahren weit überholt hat und dass Russland seit 1945 mehr Kreuzer und
Zerstörer baute, als alle anderen Mächte der Erde zusammen. Der Bestand an
höchst aktionsfähigen Sowjet-Unterseebooten ist heute schon auf vierhundert
gestiegen und dürfte nach Ansicht der Engländer in zwei Jahren längst über
fünfhundert liegen. Die Seestrategie der Sowjetunion ziele eindeutig darauf
ab, die gesamten strategischen Verbindungen der westlichen Mächte in einem
Kriegsfall weitgehend lahmzulegen. Es steht fest, dass nach den Amerikanern
nun auch die Sowjets bereits Atomkraft-Unterseeboote entwickeln und
wahrscheinlich schon ein Versuchsboot in Betrieb haben. Sechzehn neue
Kreuzer, der Swerdlowsk-Klasse, werden 1957 fertiggestellt sein. Riesengroß
soll auch die Zahl der kleineren Einheiten der Sowjetflotte sein, zu denen
Minenräumboote, Landungsschiffe, Minenleger, Schnellboote usw. gehören. Man
ist davon überzeugt, dass die Sowjets auch heute noch ihre größten
Kriegsschiffsbestände in der Ostsee unterhalten und dass sie gerade in
diesen Gewässern, aber auch im Eismeer, im Schwarzen Meer und im Großen
Ozean pausenlos die ständig in voller Bereitschaft stehenden Verbände üben
lassen. Man erinnert daran, dass die Sowjets schon vor langer Zeit mit
Versuchen begonnen haben, ihre Kriegsschiffe auch mit Fernlenkwaffen und
Raketen-Abschussgeräten auszurüsten. Moskaus riesiges Flottenbauprogramm
habe auch die Vereinigten Staaten veranlasst, mit Hochdruck an den Bau
modernster Fernkampfschiffe und Atomeinheiten zu gehen. Die Engländer
stellen fest, dass ihre eigene Flottenbautätigkeit nach dem Kriege sehr
zurückgegangen sei, der Vorsprung der Sowjets werde immer größer. Chronist

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/11 23:38:01
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 4   Dulles: Stärkung der NATO 
Präsident Eisenhower und Außenminister Dulles konferierten in Augusta über
die internationale Lage. Dulles betonte in einer von Eisenhower gebilligten
Erklärung, das sowjetische Vorgehen in Osteuropa mache es zwingend
notwendig, die Nordatlantikpakt-Organisation zu stärken. Die Aussichten für
die Wiederherstellung des Friedens im Nahen Osten bezeichnete der
Außenminister als „verhältnismäßig gut". Die Kriegsgefahr im Nahen Osten sei
heute nicht mehr so groß wie noch vor einem Monat. Dulles teilte mit, dass
konkrete Schritte getan würden, um Polen zu helfen. Man erörtere gegenwärtig
die Art und Weise, in der eine wirtschaftliche Hilfe geleistet werden könne.
Dulles betonte abschließend, die Vereinigten Staaten glaubten, dass der
sowjetischen Herrschaft über die osteuropäischen Staaten ein Ende bereitet
werden könne und müsse. Dies sollte durch eine allmähliche Entwicklung und
nicht durch eine gewaltsame Revolution geschehen. 

Seite 4   Finsterste Gestalten. Die Helfershelfer der Unterdrückung in
Ungarn 
In Ungarn geht die Verhaftungswelle gegen alle Personen weiter, die der
sowjetischen Terrorherrschaft irgendwie missliebig und verdächtig
erscheinen. In den Städten Ungarns herrscht heute eine unheimliche Stimmung,
da niemand weiß, wann wieder Verhaftungskommandos durch die Häuser gehen.
Die russischen Unterdrücker haben als Helfershelfer für ihre Strafaktionen
jene ungarischen Kommunisten gewonnen, die sich schon früher als Henker und
Peiniger sowie als Spitzel im Dienst der früheren ungarischen Geheimpolizei
hervorgetan haben. Es handelt sich hier um sogenannte „Sonderabteilungen",
die sich aus den finstersten Gestalten zusammensetzen. Auch bei den
Verschleppungen und Entführungen spielen diese Kreaturen die Hauptrolle. Ihr
Chef ist der übelbeleumdete frühere „Innenminister" Piros, der den Russen
als sogenannter „Berater" dient und der selbst in den Kreisen seiner
kommunistischen Parteigenossen als der Mann gilt, der im Auftrage Moskaus
jedes Verbrechen begeht. Auch der stalinistische „Verteidigungsminister"
Münnich hat sich mit Genehmigung der Sowjets eine eigene Geheimpolizei
geschaffen. Seine Leute treten dann in Erscheinung, wenn man massenweise
Missliebige verhaftet, die nicht verschleppt, sondern zur Aburteilung in die
ungarischen Zuchthäuser gebracht werden sollen. Es hat sich inzwischen
herausgestellt, dass auch jene früheren Minister der Regierung Nagy, die
nach dem Verlassen der jugoslawischen Botschaft zunächst nur verhört und
später freigelassen wurden, inzwischen aus Budapest verschwunden sind. Man
nimmt an, dass man sie als Gefangene entweder nach Rumänien oder nach der
Sowjetunion gebracht hat. 

Seite 4   Über angebliche Streiks in zwei Moskauer Industriewerken will die
große französische Zeitung „Paris Soir“ nähere Einzelheiten erfahren haben.
Wegen unzureichender Löhne sei es sowohl in der großen Moskauer
Kugellagerfabrik wie auch in einem Waffenwerk zu Aufständen gekommen.

Seite 4   Die Entdeckung großer Diamantenvorkommen in Sibirien wurde von
sowjetrussischen Geologen in Moskau bekanntgegeben. Angeblich soll es sich
um Vorkommen handeln, die denen in Südafrika und Brasilien gleichwertig
sind. 

Seite 4   Die amerikanische Fernraketenwaffe ist nach einem Beschluss des
USA-Verteidigungsministers Wilson nunmehr endgültig der Luftwaffe
unterstellt worden. Bisher führten Armee und Luftstreitkräfte getrennt die
Versuche durch. 

Seite 4   „Automatisch" Pole geworden. Kommunistische „Arbeiterstimme"
bestätigt Zwangsoptionen. 
Das in Breslau in deutscher Sprache erscheinende polnische kommunistische
Organ „Arbeiterstimme" beschäftigt sich erneut mit „Fragen der deutschen
Bevölkerung". In einem längeren Aufsatz ihres Mitarbeiters Jan Bartosz
stellt die Zeitung fest, dass beim „Transfer" der deutschen Bevölkerung aus
den Oder-Neiße-Gebieten nach Mittel- und Westdeutschland die Bestimmungen
des Potsdamer Protokolls über eine humane Durchführung „in Hinsicht auf die
deutsche Bevölkerung verletzt wurden". Wer nicht nach Deutschland geflüchtet
sei, sei binnen der nächsten drei Jahre „mit Kind und Kegel" nach dem Westen
„abtransportiert" worden. Viele Deutsche seien aber auch zwangsmäßig
festgehalten worden, indem man sie in industriellen und landwirtschaftlichen
Betrieben als Arbeitskräfte einsetzte. 

In diesem Zusammenhang bestätigt Bartosz, dass durch „übereifrige
Funktionäre" diesen Deutschen häufig die polnische Staatsangehörigkeit
aufgezwungen worden ist und zitiert als Beweis einige Leserzuschriften. Sie
schrieb als Meister von den polnischen Behörden „reklamierter" Deutscher:
„Jetzt nach elf Jahren, als ich eine Bescheinigung von der Behörde brauchte,
dass wir als Deutsche hier leben, wurde mir diese verweigert und gesagt, es
gäbe keine Deutschen in Polen mehr. Alles, was hier lebe, sei automatisch
Pole geworden“. In einem anderen Brief an die „Arbeiterstimme" habe
gestanden: „Noch voriges Jahr waren wir, ich, meine Frau und Tochter, vor
den Staatsanwalt und dreimal vors Gericht geschleppt worden. Wir sollten den
„Dowod“ annehmen („Dowod" = polnischer Personalausweis. Die Red.). Weil wir
aber genug triftige Gründe hatten, stand das Gericht auf unserer Seite. Wir
haben nicht unterschrieben; denn wir besitzen die deutsche
Staatsangehörigkeitsurkunde und andere deutsche Dokumente“. 

Seite 4   „Massenrückkehr" der Ukrainer unerwünscht. Ein Beschluss der
„Woiwodschaft Lublin" 
Einem Bericht der Warschauer Zeitschrift „Zycie gospodarcze"
(Wirtschaftsleben) zufolge hat der „Volksrat" der Woiwodschaft Lublin sich
kürzlich mit der Frage der Rückkehr der zwangsweise in den polnisch
besetzten Gebieten jenseits von Oder und Neiße angesiedelten Ukrainer in
ihre im Bereiche der Woiwodschaft liegenden Heimatdörfer befasst und hierzu
beschlossen, dass eine vereinzelte Rückkehr genehmigt, eine „Massenrückkehr"
der Ukrainer aber verhindert werden soll. Der Volksrat zog dabei in
Betracht, dass „es in der Woiwodschaft Lublin noch viel unbestellten
Brachland-Boden gibt", während andererseits „die vorhandenen Gebäude alle
besetzt sind". So bestehe nur die Möglichkeit, zurückkehrende Ukrainer auf
den Staatsgütern oder auch in einigen Kolchosen unterzubringen. Allein bei
den Behörden des Kreises Tomaszow seien jedoch binnen vierzehn Tagen (vom
12. bis 26.09.1956) nicht weniger als fünfzig „Rückkehranträge" von
Ukrainern eingegangen, die jetzt in den Oder-Neiße-Gebieten wohnhaft sind. 

Hierzu schreibt „Zycie gospodarcze" des Weiteren: „Unter
volkswirtschaftlichem Gesichtspunkt betrachtet, wäre die Abwanderung der
vielen Tausende von Ukrainern aus den Westgebieten (Oder-Neiße-Gebieten)
eine unliebsame Erscheinung, denn wir dürfen die besondere Lage der
Westgebiete nicht übersehen. Unsere hauptsächliche Aufgabe während der
vergangenen zwölf Jahre war die Besiedlung der Westgebiete, und wir müssen
jetzt angesichts der Zunahme des deutschen Revisionismus unsere Wirtschaft
dort weiterhin stärken“. Die „historischen Tatsachen" machten somit eine
„Massenrückwanderung der Ukrainer unmöglich". Abschließend wird jedoch
betont, dass es „ein Zeugnis großer Heimatliebe" sei, wenn die Ukrainer
trotz aller Schwierigkeiten und „negativen Aussichten" in ihre eigene Heimat
zurückstrebten. 

Seite 4   Der Ostseekanal der Sowjetzone 
Über die Pläne des Pankower Regimes, durch den Bau eines großen Kanals von
der Elbe zur Ostsee nach Wismar den mitteldeutschen und tschechischen
Güterverkehr von Hamburg und den anderen westdeutschen Häfen abzuleiten,
bringt der Berliner Korrespondent der „Neuen Zürcher Zeitung" Einzelheiten.
Der geplante Schifffahrtsweg, der im Rahmen des Pankower zweiten
Fünfjahresplanes bis Ende 1960 fertiggestellt sein soll, wird von der Elbe
bei Wittenberge nach Grabow und dann durch das sogenannte
Elde-Wasserstraßensystem bis zur Einmündung des Störkanals sowie weiter über
den Störkanal und die Stör in den Schweriner See verlaufen. Von hier soll
die neue Wasserstraße ostwärts von Bad Kleinen längs des alten
Wallensteingrabens nach dem Hafen von Wismar führen. Es sind drei
Bauabschnitte vorgesehen, von denen der schwierigste und erste die etwa
fünfzehn Kilometer lange Kanalstrecke zwischen Wismar und dem Schweriner See
darstellt. Da auf dieser Strecke eine Höhendifferenz von fast 39 Meter zu
überwinden ist, sollen zwei Kammerschleusen und zwei Schachtschleusen gebaut
werden, deren Gefälle durch ein Wasserkraftwerk zur Erzeugung von
elektrischem Strom genutzt wird. Auf der Strecke zwischen dem Schweriner See
und der Stadt Grabow müssen ebenfalls fünf Schleusen gebaut werden. Im
Schweriner See selbst will man eine Fahrrinne von drei Meter Tiefe für die
Lastkähne ausbaggern. Der neue Kanal soll für Binnenwasserfahrzeuge bis zu
1000 Tonnen Ladevermögen benutzbar sein. 

Seite 4   Die Richtsätze bei der Fürsorge. Von unserem Bonner O. B. –
Mitarbeiter. 
Es war in einem früheren Aufsatz darauf hingewiesen worden, welche Bedeutung
für die Vertriebenen die Fürsorgerichtsätze besitzen. Denn nicht nur für den
Wohlfahrtsempfänger bedeuten sie die Grundlage seiner Existenz, sondern bei
vielen Leistungen an Geschädigte, wie zum Beispiel bei der Ausbildungshilfe
oder bei den Altmieten-Zuschüssen, ist Voraussetzung für den
Leistungsempfang ein geringeres Einkommen als der Fürsorgesatz oder ein
Mehrfaches desselben (bei der Ausbildungshilfe doppelter Fürsorgerichtsatz
plus tatsächlich gezahlte Miete, bei den Altmieten-Teuerungszuschüssen 110
Prozent des Fürsorgerichtsatzes plus tatsächlich gezahlter Miete). 

Im Nachstehenden sei eine Übersicht über die in den einzelnen Ländern
geltenden monatlichen Fürsorgerichtsätze veröffentlicht. 

Baden-Württemberg:
a) Haushaltsvorstand 60; Angehörige ab 14 Jahre 48; Angehörige ab 7 Jahre
42; Angehörige unter 7 Jahre 33; Alleinstehende 68.

b) Haushaltsvorstand 67; Angehörige ab 14 Jahre 54; Angehörige ab 7 Jahre
47; Angehörige unter 7 Jahre 35; Alleinstehende 75.

c) Haushaltsvorstand 72; Angehörige ab 14 Jahre 58; Angehörige ab 7 Jahre
51; Angehörige unter 7 Jahre 36; Alleinstehende 80.

Bayern:
m) Haushaltsvorstand 52; Angehörige ab 14 Jahre 42; Angehörige ab 7 Jahre
36; Angehörige unter 7 Jahre 27; Alleinstehende 58.

Berlin:
g) Haushaltsvorstand 62; Angehörige ab 14 Jahre 50; Angehörige ab 7 Jahre
44; Angehörige unter 7 Jahre 37; Alleinstehende 68.

Bremen:
g) Haushaltsvorstand 6“; Angehörige ab 14 Jahre 50; Angehörige ab 7 Jahre
43; Angehörige unter 7 Jahre 37; Alleinstehende 68.

Hamburg:
g) Haushaltsvorstand 62; Angehörige ab 14 Jahre 50; Angehörige ab 7 Jahre
43; Angehörige unter 7 Jahre 35; Alleinstehende 68.

Hessen:
a) Haushaltsvorstand 58; Angehörige ab 14 Jahre 47; Angehörige ab 7 Jahre
41; Angehörige unter 7 Jahre 32; Alleinstehende 64.

b) Haushaltsvorstand 60; Angehörige ab 14 Jahre 48; Angehörige ab 7 Jahre
42; Angehörige unter 7 Jahre 33; Alleinstehende 66.

Niedersachsen:
d) Haushaltsvorstand 56; Angehörige ab 14 Jahre 45; Angehörige ab 7 Jahre
40; Angehörige unter 7 Jahre 32; Alleinstehende 62.

e) Haushaltsvorstand 58; Angehörige ab 14 Jahre 47; Angehörige ab 7 Jahre
41; Angehörige unter 7 Jahre 33; Alleinstehende 64.

c) Haushaltsvorstand 60; Angehörige ab 14 Jahre 48; Angehörige ab 7 Jahre
42; Angehörige unter 7 Jahre 34; Alleinstehende 66.

Nordrhein-Westfalen:
m) Haushaltsvorstand 56; Angehörige ab 14 Jahre 45; Angehörige ab 7 Jahre
39; Angehörige unter 7 Jahre 34; Alleinstehende 62.

h) Haushaltsvorstand 60; Angehörige ab 14 Jahre 48; Angehörige ab 7 Jahre
42; Angehörige unter 7 Jahre 3(; Alleinstehende 69.

Rheinland-Pfalz:
a) Haushaltsvorstand 54 - 56; Angehörige ab 14 Jahre 27 - 28; Angehörige ab
7 Jahre 38 - 40; Angehörige unter 7 Jahre 44 - 45; Alleinstehende 60 - 62.

b) Haushaltsvorstand 60; Angehörige ab 14 Jahre 48; Angehörige ab 7 Jahre
42; Angehörige unter 7 Jahre 30; Alleinstehende 66.

Schleswig-Holstein:
a) Haushaltsvorstand 56; Angehörige ab 14 Jahre 45; Angehörige ab 7 Jahre
40; Angehörige unter 7 Jahre 32; Alleinstehende 62.

b) Haushaltsvorstand 58; Angehörige ab 14 Jahre 47; Angehörige ab 7 Jahre
41; Angehörige unter 7 Jahre 33; Alleinstehende 64.
 
a) gültig für Gemeinden unter 100 000 Einwohner, 
b) gültig für Gemeinden zwischen 100 000 und unter 500 000 Einwohner, 
c) gültig für Gemeinden ab 500 000 Einwohner, 
d) gültig für Gemeinden unter 10 000 Einwohner, 
e) gültig für Gemeinden zwischen 10 000 und unter 500 000 Einwohner, 
g) gültig in Gesamtgebiet, 
h) vorgeschriebene Höchstsätze, 
m) vorgeschriebene Mindestsätze. 

Die vorgenannten Richtsätze können um 20 Prozent erhöht werden bei Personen,
die das 65. Lebensjahr vollendet haben, bei Personen, die über zwei Drittel
erwerbsgemindert sind und bei alleinstehenden Müttern mit mindestens zwei
Kindern, die das schulpflichtige Alter noch nicht überschritten haben. 

Durch die Fürsorgerichtsätze sind abgegolten die Aufwendungen für Nahrung,
für Kochfeuerung, für Beleuchtung, für Instandhaltung von Kleidung, Wäsche,
Schuhwerk und Hausrat, für Beschaffung von Wäsche und Hausrat von geringerem
Anschaffungswert, für Körperpflege, für Reinigung und für kleinere
Bedürfnisse verschiedener Art (Schreibmaterial, Zeitungen, Rundfunkgebühr
Verkehrsausgaben, Genussmittel, Vereinsbeiträgen u. ä.). Der übrige Bedarf
wird durch Zuschläge zu den Fürsorgerichtsätzen befriedigt. Regelmäßig
erhöht sich der Fürsorgerichtsatz um den Bedarf für die Unterkunft. Als
Bedarf für die Unterkunft wird fast stets die tatsächlich gezahlte Miete
anerkannt. Wenn das Umziehen in eine billigere Wohnung gerechtfertigt
erscheint und ein Wohnungswechsel möglich ist, kann der Unterkunfts-Zuschlag
niedriger angesetzt werden als mit der tatsächlich gezahlten Miete. Es kann
aber auch dem Unterstützten die Abvermietung von Zimmern zugemutet werden
und insofern der Unterkunfts-Zuschlag geringer angesetzt werden als mit der
tatsächlich zu zahlenden Miete. Neben den Fürsorgerichtsätzen und dem
Mietzuschlag wird regelmäßig noch eine Beihilfe zur Beschaffung von
Winterfeuerung gewährt. Den Bedarf an Wäsche und Hausrat größeren
Anschaffungswertes sowie an Kleidung und Schuhwerk kann der
Fürsorgeempfänger durch Beantragung von Sonderbeihilfen decken. In manchen
Ländern, zum Beispiel in Hessen, gelten vollständige Schuhbesohlungen nicht
als im allgemeinen Fürsorgerichtsatz mitberücksichtigt; in diesen Ländern
kann auch für eine volle Schuhbesohlung eine Sonderbeihilfe beantragt
werden. 

Bezieht der Fürsorgeempfänger neben seiner Wohlfahrtsunterstützung noch
irgendwelche Erwerbseinkünfte, so erfolgt in der Regel keine volle
Anrechnung dieser Bezüge auf die Fürsorge. Die ersten 20 DM des
Nebenverdienstes eines Fürsorgeempfängers bleiben von der Verrechnung mit
der Fürsorgeunterstützung frei. Von dem Teil des Nebenverdienstes, der den
Betrag von 20 DM übersteigt, werden drei Viertel auf die Fürsorgeleistung
angerechnet, das heißt, die sich normal für den Wohlfahrtsempfänger
errechnete Fürsorgeunterstützung wird um jenen Betrag gekürzt. Bei der
Berechnung ist vom sogenannten Nettoeinkommen auszugehen. Bei ihm werden die
Aufwendungen an Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen, in gewissem Umfange
Privatversicherungsbeiträgen, Berufsverbandsbeiträgen, Arbeitskleidung,
Fahrtkosten zum Arbeitsort und dergleichen nicht mitgerechnet. Die nur
teilweise Anrechnung der Nebenverdienste erfolgt dann nicht mehr, wenn das
Erwerbseinkommen den doppelten Fürsorgerichtsatz eines Alleinstehenden
übersteigt. Einkünfte aus Renten, Pensionen und dergleichen werden auf die
Fürsorgeleistungen voll angerechnet. Das gilt auch für Einnahmen aus anderen
Quellen wie zum Beispiel Zinsen aus Sparguthaben oder aus Einnahmen aus leer
vermieteten Räumen. Bei möbliert vermieteten Zimmern wird der Teil der
Miete, der auf den Leerraum entfällt, voll von der Fürsorgeleistung in Abzug
gebracht; der weitere Teil der Untervermietungseinnahme wird nur mit 50 vom
Hundert angerechnet. 

Seite 4   Versicherungen nicht verfallen lassen. Von unserem Bonner O. B. -
Mitarbeiter 
Die große Reform der Invaliden- und Angestelltenversicherungsrenten, die
voraussichtlich am 1. Januar 1957 in Kraft treten wird, wird für die meisten
Rentenempfänger und künftigen Rentenempfänger recht bedeutende
Aufbesserungen ihrer Renten mit sich bringen. Umso wesentlicher ist es, dass
alle die Versicherten, die als freiwillige Mitglieder der Invaliden- oder
Angestelltenversicherung zugehören, ihre Anwartschaften in diesen
Versicherungen erhalten. Viele der freiwillig Versicherten (zum Beispiel
Weiterversicherten) pflegen ihre Beitragsmarken nicht im laufenden Jahre zu
kaufen, sondern erst nachträglich. Dies ist häufig gar nicht zu vermeiden,
weil die Markenhöhe sich nach den erzielten Einkünften richtet und das
Finanzamt den Steuerbescheid erst viele Monate nach Ende des
voraufgegangenen Jahres dem freiwillig Versicherten zusendet. Es muss jedoch
darauf geachtet werden, dass das Kleben für zurückliegende Jahre nur in
begrenztem Ausmaß gestattet ist. Es ist nur zulässig in den zwei nächsten
Jahren, die dem Jahre folgen, für das die Beiträge entrichtet werden sollen.
Bis zum 31. Dezember 1956 können also nur noch Beiträge für die Jahre 1955
und 1954 geklebt werden. Für die Erhaltung der Anwartschaft ist es
erforderlich, dass im Jahr mindestens sechs Monatsbeiträge entrichtet worden
sind; es sind nicht zwölf Monatsbeiträge erforderlich, über die Höhe der
erforderlichen Beiträge in Anbetracht der eigenen Einkünfte geben die
Postanstalten Auskunft; sie verkaufen auch die Beitragsmarken. Hausfrauen
und sonstige Personen ohne eigenes Einkommen haben stets Beitragsmarken der
Beitragsklasse II zu kleben, es sei denn, sie wünschen eine freiwillige
Höherversicherung. 

Seite 4   Kunstwerke bei der Schadensfeststellung 
Die Verwaltungsanordnungen des Bundesausgleichsamtes schreiben vor, dass
Kunstwerke, die von Malern, Bildhauern, Graphikern und Künstlern geschaffen
werden, für die Schadensfeststellung nicht in Betracht kommen, soweit sie in
größerer Zahl im Atelier der Künstler gelagert sind. Dies wird von den
freischaffenden Künstlern als eine unbillige Härte angesehen. Es gehört zur
Lebensnotwendigkeit eines freischaffenden Künstlers, dass er zahlreiche
Gemälde, Skulpturen, Plastiken und ähnliches in seinem Atelier zu seiner
Verfügung hat, denn nur dadurch, dass er die Möglichkeit hat, den an der
Kunst interessierten Abnehmern ein umfassendes Bild seines Schaffens
darzustellen, erhält er die Möglichkeit seinen Namen bekanntzumachen und
Verkäufe zu tätigen, die ihm ein auskömmliches Leben garantieren. Es hat
wohl kaum einen Künstler von Namen und Rang gegeben, der nur auf Bestellung
gearbeitet hat. Erst dadurch, dass die Maler, Bildhauer und Graphiker ihre
Werke in Kunstausstellungen — sei es in Kunsthallen oder Kunsthandlungen —
zur Schau stellen konnten, haben sie mit den Abnehmerkreisen die nötige
Verbindung erhalten und ihre Werke an die Interessenten absetzen können. Man
ist deshalb der Ansicht, dass alle Kunstwerke, die die freischaffenden
Künstler in ihrem Besitz hatten, als Gegenstände der Berufsausübung zu
betrachten und auf diesem Wege bei der Schadensfeststellung mit zu
berücksichtigen sind.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/11 23:38:52
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 5   Wie können wir unseren alten und einsamen Landsleuten helfen? Eine
Jugendgruppe verzichtet auf die Bewirtung bei der Adventsfeier –
„Heinzelmännchen“ für Alte und Kranke.
In der letzten Folge des Ostpreußenblattes berichteten wir über Besuche bei
alten und einsamen Landsleuten. Bereits in den ersten Tagen nach Erscheinen
dieser Nummer erreichten uns die ersten Anrufe und Briefe, die uns zeigten,
dass die Anregung auf praktische Hilfe für unsere Landsleute auf fruchtbaren
Boden gefallen war. Besonders stark fühlt sich unsere Jugend angesprochen.

„Wir wollen helfen, wo wir nur können!“ sagte uns die Leiterin einer
Mädchengruppe in Hamburg. „Wir haben uns sofort zusammengesetzt und
überlegt, was wir in unserem Bezirk tun können. Der Wunsch, zu helfen und
anderen Freude zu machen, ruht ja in jedem Jungen und in jedem Mädchen. Kann
es etwas Schöneres für uns junge Ostpreußen geben, als armen und einsamen
Landsleuten etwas Freude zu bringen, ihnen ihr schweres Los zu erleichtern?“

Die Bereitschaft zur Hilfe ist da, - das konnten wir den Stimmen entnehmen,
die uns erreichten. Und uns ist auch eine Reihe von praktischen Vorschlägen
zugegangen, wie diese Hilfe aussehen soll. Wir wollen diese Anregungen allen
Gruppen weitergeben, vor allem unseren Frauen, Kindern und Jugendlichen.

Eine Hamburger Jugendgruppe wird auf die vorgesehene Bewirtung bei der
Adventsfeier und auf die üblichen bunten Teller und kleinen Geschenke
verzichten. Von dem ersparten Geld sollen nützliche Dinge für unsere Alten
und Einsamen angeschafft werden. Außerdem werden die Mädchen kleine
Strohsterne basteln und verkaufen; der Erlös wird ebenfalls unseren
Landsleuten zugutekommen. In den Familien soll Strickwolle gesammelt werden;
manche einsame Frau wird Freude daran haben, sich daraus einen Schal oder
ein Paar warme Handschuhe selbst zu stricken. Am Goldenen Sonntag will die
Gruppe die Landsleute in Lagern und in ihren einsamen Stuben besuchen und
jedem von ihnen einen geschmückten Tannenzweig, eine Kerze und ein Päckchen
überreichen. Weihnachtslieder werden erklingen und den alten Menschen etwas
vom Zauber des Festes in ihre Einsamkeit bringen.

Bei den meisten unserer Besuche bei alten und einsamen Landsleuten hörten
wir den Wunsch nach Lesestoff. Wieviel Freude können wir mit Büchern
bereiten, vor allem mit solchen über die Heimat, mit Zeitschriften, mit
Folgen des Ostpreußenblattes. In vielen Fällen wird die Möglichkeit
bestehen, mit einem Abonnement für das Ostpreußenblatt für das ganze
kommende Jahr einen heimatlichen Gruß in die einsamen Stuben zu bringen.
Auch der Ostpreußenkalender mit seinen vielen Bildern und Geschichten aus
der Heimat bietet einen sehr umfangreichen heimatlichen Lesestoff. 

Die Räume und Unterkünfte, in denen unsere Landsleute leben müssen, sind
meist kahl und ohne jeden Schmuck. Ein Bild aus der Heimat — möglichst aus
der engeren Heimat des Betreffenden — müsste sich bei gutem Willen
beschaffen lassen und könnte die kahlen Wände beleben. Die Abteilung Jugend
und Kultur der Geschäftsführung gibt gern Rat und Auskunft darüber, wie
solche Fotos zu bekommen sind. Sie lassen sich auf Pappe aufziehen, und sie
können von den Jungen mit einem einfachen, selbstgebastelten Rahmen versehen
werden. Wir sollten bedenken, wieviel gerade den alten und einsamen
Landsleuten die Erinnerung an die Heimat bedeutet, dann werden wir auch
verstehen, welchen Wert gerade solche Geschenke für sie haben können. 

Auch bei der Weihnachtsbäckerei sollten wir daran denken, dass unsere alten
Landsleute nicht mehr die Möglichkeit haben, wir früher all die kleinen
heimatlichen Leckereien selbst zu backen, die doch für jeden Ostpreußen zum
Fest gehören. Auch von diesen schönen Dingen sollte etwas in unsere
Weihnachtsbäckerei kommen. 

Viele Familien werden die Möglichkeit haben, einsame Landsleute mit an den
weihnachtlichen Tisch zu bitten. Sie sollen teilhaben an unserer Freude, an
dem frohen Glanz in Kinderaugen, an dem Zauber des geschmückten Baumes. Sie
dürfen nicht ausgeschlossen sein, wenn wir im Kreis unserer Familie froh
beisammen sind. 

Das sind nur einige praktische Vorschläge, — die Möglichkeiten sind
unerschöpflich. Es gehört etwas Nachdenken, etwas Takt und
Einfühlungsvermögen dazu, um unseren alten und einsamen Landsleuten wirklich
ein wenig echte Weihnachtsfreude zu bringen. Niemals darf auch der Eindruck
entstehen, als kämen wir mit billigem Mitleid, um Almosen zu bringen. Unsere
Alten und Einsamen sind Landsleute wie wir alle. Haben wir vergessen, wie es
uns selbst vor mehr.als zehn Jahren, ging? Haben wir vergessen, wie oft wir
uns von dem „Besitzenden" vergessen und verlassen glaubten, wie kümmerlich
unsere kalten Wohnungen waren, wieviel ein warmes Kleidungsstück, ein gutes
Essen damals für uns bedeuteten? Wir Jüngeren, die jetzt wieder in warmen
Stuben am gedeckten Tisch sitzen können, die wir unsere Arbeit, unser
Auskommen, unsere Familien und Freunde haben, - wir haben meist einfach nur
mehr Glück gehabt, und es ist nicht immer unser Verdienst, wenn es uns
besser geht als jenen, die heute noch in Lagern und dürftigen Zimmern hausen
müssen. Auch sie hatten einmal ihr Zuhause, auch sie waren einmal geschützt
und geborgen wie wir es sind. Wir sollten dankbar sein für das, was wir
haben und unsere Herzen weit öffnen für unsere Landsleute, die unverdiente
Not und Einsamkeit ertragen müssen. 

Es wird nicht immer leicht sein, sie zu finden. Überall unter uns leben noch
Ostpreußen von denen wir nichts wissen. Wir können in vielen Fällen gar
nicht erwarten, dass sie von selbst den Weg zu unseren Gruppen, zu unseren
Zusammenkünften finden. Einsame Menschen werden oft verbittert, wenn sich
niemand um sie kümmert. Sie glauben, dass die anderen, die Jüngeren,
Glücklicheren, sie vergessen haben. Sie leben am Rande unseres oft
besprochenen „Wirtschaftswunders". Mit ihrer dürftigen Kleidung mögen sie
nicht unter gutangezogene Menschen gehn. Oft fehlen ihnen die Groschen für
das Fahrgeld und für andere Auslagen. Sie zu finden und sie ihrer Einsamkeit
und häufig auch ihrer Verbitterung zu entreißen, sollte unsere Aufgabe sein.

Wir müssen uns ihre Anschriften beschaffen. Wie wir das tun können, dafür
lassen sich keine allgemeinen Ratschläge geben, da die Verhältnisse an den
verschiedenen Orten sehr unterschiedlich sind. Bei Landsleuten, die sich in
einem Lager befinden, können wir die Namen und Daten über die Lagerleitung
oder die Fürsorgerinnen bekommen. Auch Behörden, Fürsorgeämter und ähnliche
Einrichtungen verfügen über die nötigen Unterlagen. Einige Anschriften
werden sich über die örtlichen Gruppen beschaffen lassen. Wenn unser Wunsch
zu helfen aus dem Herzen kommt, dann lassen sich auch die Wege dazu finden.

Unsere Anteilnahme darf sich aber nicht nur auf die Weihnachtszeit
beschränken. Das wäre zu wenig. Wenn wir erst einmal wissen, wo die Alten
und Einsamen unter unseren Landsleuten zu finden sind, dann ist es ein
Leichtes, sie auch weiter zu betreuen. Ein Geburtstagsbesuch mit einem
kleinen Blumenstrauß, ja schon ein herzlicher Brief kann für einen einsamen
Menschen so viel bedeuten. 

Wir sprachen mit einer Siebzigjährigen, die viele Male treppauf und treppab
in den Keller steigen muss, weil sie wegen ihres Leidens nicht mehr schwer
tragen kann. Jeder Eimer Kohlen bedeutet für sie eine schwere Last. Wie
leicht wäre es für einen jungen Menschen, der in der Nähe wohnt, ihr diese
Mühe abzunehmen! In manchen Städten haben sich in den letzten Jahren unter
den Einheimischen Gruppen von Schülern zusammengetan, um „Heinzelmännchen"
für Alte und Kranke zu spielen und ihnen etwas von der Mühsal ihres Alltags
abzunehmen. Dieser gute Gedanke, der der natürlichen Hilfebereitschaft jedes
jungen Menschen entgegenkommt, sollte sich doch in verstärktem Maße in
unseren Kinder- und Jugendgruppen verwirklichen lassen, um alten und
körperlich behinderten Landsleuten praktische Hilfe zukommen zulassen! Auch
für unsere Frauen gibt es hier ein reiches Feld der Betätigung. In manchen
örtlichen Gruppen wird in der Betreuung hilfsbedürftiger und einsamer
Landsleute viel getan, aber es gibt doch auch solche, in denen die
Zusammenkünfte nichts anderes sind als ein Kaffeekränzchen und wo die
Möglichkeiten zur Hilfe noch gar nicht genutzt worden sind. 

Oft sind es nur Gedankenlosigkeit, Bequemlichkeit und Selbstsucht, die uns
im Wege stehen. Fangen wir einmal zu Weihnachten damit an, auch an die zu
denken, die allein und  in Not sind. Wenn jede ostpreußische Familie, die
wieder in erträglichen Verhältnissen lebt, sich auch nur um einen unserer
alten und einsamen Landsleute kümmert, dann wird es keinen mehr geben, der
heute noch ausgeschlossen ist aus der großen Familie der Ostpreußen. Und
dann erst gehören wir auch wirklich zusammen.

Seite 5   Briefe an das Ostpreußenblatt
Strickjacke aus Zuckersäcken 
In der Folge 48 vom 1. Dezember 1956 berichteten wir über Besuche bei alten
und einsamen Landsleuten. Aus den Karten und Briefen, die uns in den ersten
Tagen nach Erscheinen des Berichtes erreichten, geben wir hier einige
Auszüge wieder. 

Frau Annemarie L. aus Hamburg-Alsterdorf schreibt: „Im Ostpreußenblatt vom
1. Dezember ist ein Artikel über alte und einsame Landsleute, der mir sehr
ans Herz gegriffen hat. Können Sie mir hier in Hamburg die Adresse eines
einsamen Landsmannes nennen?" 

Aus Bonn kam eine Karte von Frau H., in der es heißt: „Ich möchte gern der
alten Frau eine Freude machen. Können Sie mir die Anschrift mitteilen? Bald,
ja? Vielen Dank?" 

Eine Königsbergerin, Maria Sch. schreibt uns aus Bad Essen: „Unter dem
Stichwort ‚Strickjacke aus Zuckersäcken' schreiben Sie von einer alten
einsamen Frau aus dem Kreis Insterburg. Ich würde ihr gern einen
Weihnachtsgruß senden“. 

Aus Vechta kam ein Brief von Frau Frieda Sch., die uns ebenfalls um eine
Anschrift bittet: „In Folge 43 des Ostpreußenblattes las ich den Artikel
‚Wenn doch mal ein Landsmann käme'. Darin schildern Sie das Schicksal einer
Insterburgerin. Da ich dieser Frau zu Weihnachten gern etwas schicken
möchte, bitte ich Sie, mir ihre Adresse mitzuteilen“. 

Schwester Agnetha Gl. aus Schleswig-Holstein schreibt: „Da ich in meiner
Wohnung einen alleinstehenden Königsberger habe, der sich seit dem Tode
meines Vaters auch einsam fühlt, ich selber berufstätige Gemeindeschwester
bin und somit wenig daheim sein kann, wäre es mir lieb, wenn Sie eine Ihrer
im Ostpreußenblatt unter ‚Wenn doch mal ein Landsmann käme' erwähnten
Königsbergerin einladen würden, das Weihnachtsfest bei uns zu verleben.
Vielleicht findet sich eine bereit, für immer bei uns zu bleiben“. 

Wir sind selbstverständlich gern bereit, Anschriften von alten und einsamen
Landsleuten zu vermitteln. Da wir aber von Hamburg aus nicht die Möglichkeit
haben, Adressen aus anderen Teilen des Bundesgebietes zu beschaffen, raten
wir allen Landsleuten, die helfen wollen, sich mit den örtlichen Gruppen in
Verbindung zu setzen. Auch Fürsorgeämter und Sozialbehörden geben Auskunft.
In Orten mit Flüchtlingslagern wird es ratsam sein, sich an die Lagerleitung
oder an die Fürsorgerinnen zu wenden, um die Namen von alleinstehenden
Ostpreußen zu erfahren. 

Dank für wirksame Hilfe 
Darf ich herzlich bitten, diese Zeilen als Leserbrief zu bringen? 

Am 5. Oktober 1956 kam ich als Spätheimkehrerin mit einem Transport über das
Heimkehrerlager Friedland von Göttkendorf, Kreis Allenstein, zu meinen
Kindern in die Bundesrepublik. 

Ich möchte über unser Heimatblatt meinen herzlichsten Dank und meine größte
Verwunderung ausdrücken über den beispiellosen Empfang und über die
herzliche Betreuung im Lager Friedland. 

In meiner Wahlheimatstadt Hildesheim wurde mir vom Flüchtlingsamt Hildesheim
und den anderen städtischen Behörden sowie durch unsere Landsmannschaft die
erdenklichste Hilfe und Betreuung zuteil. Wir, die wir zwölf Jahre in
Ostpreußen unter den primitivsten Verhältnissen leben mussten, wissen es zu
schätzen und zu danken, wenn man uns in Westdeutschland so empfängt, hilft
und betreut und uns somit wieder ein Heimatgefühl gibt. Allen erwähnten
Behörden und den vorbildlichen Helfern nochmals meinen allerherzlichsten
Dank. 

Mögen unsere Landsleute die noch in der Heimat verbleiben mussten, recht
bald den Weg in die Freiheit antreten dürfen, und möge ihnen allen eine so
hilfreiche Hand entgegengestreckt werden, wie ich es hier erleben durfte. 

Allen meinen Bekannten und Landsleuten aus unserem Heimatkreis Allenstein
die besten Heimatgrüße. Maria Kannapin, geb. Zilinski 

Fein, dass einmal berichtet werden kann, wie die Behörden einer Stadt unsern
Ausgesiedelten helfen . . . 

Jeder muss mithelfen! 
Sind wir Ostpreußen uns eigentlich darüber klar, welche außerordentlich
starke Waffe uns in unserem Ostpreußenblatt zur Verfügung steht? Wissen wir,
wie sehr es geeignet ist, mit seinen Artikeln und Heimatbeiträgen nicht nur
uns selbst im Kampf um die schöne Heimat zu stärken, sondern auch die
Westdeutschen darüber aufzuklären, welche Schätze und Werte Ostpreußen ihnen
und ganz Europa zu geben hat? Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein,
dass heute jeder, der sich zu Ostpreußen rechnet, nun auch die große Zeitung
seiner Heimat liest.
 
Mir liegt es besonders am Herzen, unsere Landsleute hier wieder einmal
darauf hinzuweisen, dass sie mit ihrem Ostpreußenblatt den Kampf um die
Heimat auch über ihren eigenen Kreis hinaus wirksam führen können. Es
beginnt damit, dass wir und unsere ganze Familie jede Folge unserer
Heimatzeitung selbst aufmerksam lesen und uns der schönen Beiträge freuen.
Lest vor allem auch euern kleineren Kindern aus dem Ostpreußenblatt vor und
stärkt in ihnen so das Heimatbewusstsein. Wir sollten aber auch nach der
eigenen Lektüre die Folgen des Ostpreußenblattes nicht in eine Ecke legen,
sondern sie weiter wirken lassen. Haben unsere erwachsenen Kinder in
einheimische Familien eingeheiratet, so sollten wir diesen im Streifband das
Ostpreußenblatt weitersenden. Bald wird sich herausstellen, dass man auch
dort unsere Heimatzeitung mit immer wachsendem Interesse liest. Wir sprechen
oft mit Arbeitskameraden bei unserer Firma über unsere Heimat, geben wir
aber auch  ihnen regelmäßig das Ostpreußenblatt weiter. Unsere Landsleute
seien darauf hingewiesen, dass es auf sämtlichen Hochschulen, Fach- und
Berufsschulen Lesezimmer gibt, die meist nur Fachlektüre führen. Wir tun ein
gutes Werk, wenn wir auch hier unser Ostpreußenblatt auslegen. Es wird von
vielen jungen Menschen gelesen. Mancher Landsmann hat schon sein Heimatblatt
auch mit ins Wartezimmer des Arztes oder in ein Vorzimmer bei der Behörde
gebracht. Er sollte es ruhig dort liegenlassen, und er darf sicher sein, bei
manchen späteren Besuchern Interesse für Ostpreußen geweckt zu haben. 

Für jene Ostpreußen, die nach der Vertreibung heute eine Gaststätte führen,
muss es Ehrensache sein, dort auch das Ostpreußenblau auszulegen.
Schließlich ist es sehr wichtig, dass man allen Verwandten im Ausland nicht
nur Briefe, sondern auch die Heimatzeitung zusendet, damit sie auch dort mit
unseren Anliegen vertraut gemacht werden. 

Ich bilde mir nicht ein, hier schon alle Möglichkeiten der Werbung mit dem
Ostpreußenblatt und für das Ostpreußenblatt genannt zu haben. Mancher
Landsmann wird noch weitere nennen können. Vergessen wir aber nie, dass wir
auf diese Weise der Sache Ostpreußens ohne großen Aufwand einen äußerst
wichtigen Dienst leisten können. Franz von Hertzberg, Scharbeutz

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/12 10:00:28
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 5   Wie können wir unseren alten und einsamen Landsleuten helfen? Eine
Jugendgruppe verzichtet auf die Bewirtung bei der Adventsfeier –
„Heinzelmännchen“ für Alte und Kranke.
In der letzten Folge des Ostpreußenblattes berichteten wir über Besuche bei
alten und einsamen Landsleuten. Bereits in den ersten Tagen nach Erscheinen
dieser Nummer erreichten uns die ersten Anrufe und Briefe, die uns zeigten,
dass die Anregung auf praktische Hilfe für unsere Landsleute auf fruchtbaren
Boden gefallen war. Besonders stark fühlt sich unsere Jugend angesprochen.

„Wir wollen helfen, wo wir nur können!“ sagte uns die Leiterin einer
Mädchengruppe in Hamburg. „Wir haben uns sofort zusammengesetzt und
überlegt, was wir in unserem Bezirk tun können. Der Wunsch, zu helfen und
anderen Freude zu machen, ruht ja in jedem Jungen und in jedem Mädchen. Kann
es etwas Schöneres für uns junge Ostpreußen geben, als armen und einsamen
Landsleuten etwas Freude zu bringen, ihnen ihr schweres Los zu erleichtern?“

Die Bereitschaft zur Hilfe ist da, - das konnten wir den Stimmen entnehmen,
die uns erreichten. Und uns ist auch eine Reihe von praktischen Vorschlägen
zugegangen, wie diese Hilfe aussehen soll. Wir wollen diese Anregungen allen
Gruppen weitergeben, vor allem unseren Frauen, Kindern und Jugendlichen.

Eine Hamburger Jugendgruppe wird auf die vorgesehene Bewirtung bei der
Adventsfeier und auf die üblichen bunten Teller und kleinen Geschenke
verzichten. Von dem ersparten Geld sollen nützliche Dinge für unsere Alten
und Einsamen angeschafft werden. Außerdem werden die Mädchen kleine
Strohsterne basteln und verkaufen; der Erlös wird ebenfalls unseren
Landsleuten zugutekommen. In den Familien soll Strickwolle gesammelt werden;
manche einsame Frau wird Freude daran haben, sich daraus einen Schal oder
ein Paar warme Handschuhe selbst zu stricken. Am Goldenen Sonntag will die
Gruppe die Landsleute in Lagern und in ihren einsamen Stuben besuchen und
jedem von ihnen einen geschmückten Tannenzweig, eine Kerze und ein Päckchen
überreichen. Weihnachtslieder werden erklingen und den alten Menschen etwas
vom Zauber des Festes in ihre Einsamkeit bringen.

Bei den meisten unserer Besuche bei alten und einsamen Landsleuten hörten
wir den Wunsch nach Lesestoff. Wieviel Freude können wir mit Büchern
bereiten, vor allem mit solchen über die Heimat, mit Zeitschriften, mit
Folgen des Ostpreußenblattes. In vielen Fällen wird die Möglichkeit
bestehen, mit einem Abonnement für das Ostpreußenblatt für das ganze
kommende Jahr einen heimatlichen Gruß in die einsamen Stuben zu bringen.
Auch der Ostpreußenkalender mit seinen vielen Bildern und Geschichten aus
der Heimat bietet einen sehr umfangreichen heimatlichen Lesestoff. 

Die Räume und Unterkünfte, in denen unsere Landsleute leben müssen, sind
meist kahl und ohne jeden Schmuck. Ein Bild aus der Heimat — möglichst aus
der engeren Heimat des Betreffenden — müsste sich bei gutem Willen
beschaffen lassen und könnte die kahlen Wände beleben. Die Abteilung Jugend
und Kultur der Geschäftsführung gibt gern Rat und Auskunft darüber, wie
solche Fotos zu bekommen sind. Sie lassen sich auf Pappe aufziehen, und sie
können von den Jungen mit einem einfachen, selbstgebastelten Rahmen versehen
werden. Wir sollten bedenken, wieviel gerade den alten und einsamen
Landsleuten die Erinnerung an die Heimat bedeutet, dann werden wir auch
verstehen, welchen Wert gerade solche Geschenke für sie haben können. 

Auch bei der Weihnachtsbäckerei sollten wir daran denken, dass unsere alten
Landsleute nicht mehr die Möglichkeit haben, wir früher all die kleinen
heimatlichen Leckereien selbst zu backen, die doch für jeden Ostpreußen zum
Fest gehören. Auch von diesen schönen Dingen sollte etwas in unsere
Weihnachtsbäckerei kommen. 

Viele Familien werden die Möglichkeit haben, einsame Landsleute mit an den
weihnachtlichen Tisch zu bitten. Sie sollen teilhaben an unserer Freude, an
dem frohen Glanz in Kinderaugen, an dem Zauber des geschmückten Baumes. Sie
dürfen nicht ausgeschlossen sein, wenn wir im Kreis unserer Familie froh
beisammen sind. 

Das sind nur einige praktische Vorschläge, — die Möglichkeiten sind
unerschöpflich. Es gehört etwas Nachdenken, etwas Takt und
Einfühlungsvermögen dazu, um unseren alten und einsamen Landsleuten wirklich
ein wenig echte Weihnachtsfreude zu bringen. Niemals darf auch der Eindruck
entstehen, als kämen wir mit billigem Mitleid, um Almosen zu bringen. Unsere
Alten und Einsamen sind Landsleute wie wir alle. Haben wir vergessen, wie es
uns selbst vor mehr.als zehn Jahren, ging? Haben wir vergessen, wie oft wir
uns von dem „Besitzenden" vergessen und verlassen glaubten, wie kümmerlich
unsere kalten Wohnungen waren, wieviel ein warmes Kleidungsstück, ein gutes
Essen damals für uns bedeuteten? Wir Jüngeren, die jetzt wieder in warmen
Stuben am gedeckten Tisch sitzen können, die wir unsere Arbeit, unser
Auskommen, unsere Familien und Freunde haben, - wir haben meist einfach nur
mehr Glück gehabt, und es ist nicht immer unser Verdienst, wenn es uns
besser geht als jenen, die heute noch in Lagern und dürftigen Zimmern hausen
müssen. Auch sie hatten einmal ihr Zuhause, auch sie waren einmal geschützt
und geborgen wie wir es sind. Wir sollten dankbar sein für das, was wir
haben und unsere Herzen weit öffnen für unsere Landsleute, die unverdiente
Not und Einsamkeit ertragen müssen. 

Es wird nicht immer leicht sein, sie zu finden. Überall unter uns leben noch
Ostpreußen von denen wir nichts wissen. Wir können in vielen Fällen gar
nicht erwarten, dass sie von selbst den Weg zu unseren Gruppen, zu unseren
Zusammenkünften finden. Einsame Menschen werden oft verbittert, wenn sich
niemand um sie kümmert. Sie glauben, dass die anderen, die Jüngeren,
Glücklicheren, sie vergessen haben. Sie leben am Rande unseres oft
besprochenen „Wirtschaftswunders". Mit ihrer dürftigen Kleidung mögen sie
nicht unter gutangezogene Menschen gehn. Oft fehlen ihnen die Groschen für
das Fahrgeld und für andere Auslagen. Sie zu finden und sie ihrer Einsamkeit
und häufig auch ihrer Verbitterung zu entreißen, sollte unsere Aufgabe sein.

Wir müssen uns ihre Anschriften beschaffen. Wie wir das tun können, dafür
lassen sich keine allgemeinen Ratschläge geben, da die Verhältnisse an den
verschiedenen Orten sehr unterschiedlich sind. Bei Landsleuten, die sich in
einem Lager befinden, können wir die Namen und Daten über die Lagerleitung
oder die Fürsorgerinnen bekommen. Auch Behörden, Fürsorgeämter und ähnliche
Einrichtungen verfügen über die nötigen Unterlagen. Einige Anschriften
werden sich über die örtlichen Gruppen beschaffen lassen. Wenn unser Wunsch
zu helfen aus dem Herzen kommt, dann lassen sich auch die Wege dazu finden.

Unsere Anteilnahme darf sich aber nicht nur auf die Weihnachtszeit
beschränken. Das wäre zu wenig. Wenn wir erst einmal wissen, wo die Alten
und Einsamen unter unseren Landsleuten zu finden sind, dann ist es ein
Leichtes, sie auch weiter zu betreuen. Ein Geburtstagsbesuch mit einem
kleinen Blumenstrauß, ja schon ein herzlicher Brief kann für einen einsamen
Menschen so viel bedeuten. 

Wir sprachen mit einer Siebzigjährigen, die viele Male treppauf und treppab
in den Keller steigen muss, weil sie wegen ihres Leidens nicht mehr schwer
tragen kann. Jeder Eimer Kohlen bedeutet für sie eine schwere Last. Wie
leicht wäre es für einen jungen Menschen, der in der Nähe wohnt, ihr diese
Mühe abzunehmen! In manchen Städten haben sich in den letzten Jahren unter
den Einheimischen Gruppen von Schülern zusammengetan, um „Heinzelmännchen"
für Alte und Kranke zu spielen und ihnen etwas von der Mühsal ihres Alltags
abzunehmen. Dieser gute Gedanke, der der natürlichen Hilfebereitschaft jedes
jungen Menschen entgegenkommt, sollte sich doch in verstärktem Maße in
unseren Kinder- und Jugendgruppen verwirklichen lassen, um alten und
körperlich behinderten Landsleuten praktische Hilfe zukommen zulassen! Auch
für unsere Frauen gibt es hier ein reiches Feld der Betätigung. In manchen
örtlichen Gruppen wird in der Betreuung hilfsbedürftiger und einsamer
Landsleute viel getan, aber es gibt doch auch solche, in denen die
Zusammenkünfte nichts anderes sind als ein Kaffeekränzchen und wo die
Möglichkeiten zur Hilfe noch gar nicht genutzt worden sind. 

Oft sind es nur Gedankenlosigkeit, Bequemlichkeit und Selbstsucht, die uns
im Wege stehen. Fangen wir einmal zu Weihnachten damit an, auch an die zu
denken, die allein und  in Not sind. Wenn jede ostpreußische Familie, die
wieder in erträglichen Verhältnissen lebt, sich auch nur um einen unserer
alten und einsamen Landsleute kümmert, dann wird es keinen mehr geben, der
heute noch ausgeschlossen ist aus der großen Familie der Ostpreußen. Und
dann erst gehören wir auch wirklich zusammen.

Seite 5   Briefe an das Ostpreußenblatt
Strickjacke aus Zuckersäcken 
In der Folge 48 vom 1. Dezember 1956 berichteten wir über Besuche bei alten
und einsamen Landsleuten. Aus den Karten und Briefen, die uns in den ersten
Tagen nach Erscheinen des Berichtes erreichten, geben wir hier einige
Auszüge wieder. 

Frau Annemarie L. aus Hamburg-Alsterdorf schreibt: „Im Ostpreußenblatt vom
1. Dezember ist ein Artikel über alte und einsame Landsleute, der mir sehr
ans Herz gegriffen hat. Können Sie mir hier in Hamburg die Adresse eines
einsamen Landsmannes nennen?" 

Aus Bonn kam eine Karte von Frau H., in der es heißt: „Ich möchte gern der
alten Frau eine Freude machen. Können Sie mir die Anschrift mitteilen? Bald,
ja? Vielen Dank?" 

Eine Königsbergerin, Maria Sch. schreibt uns aus Bad Essen: „Unter dem
Stichwort ‚Strickjacke aus Zuckersäcken' schreiben Sie von einer alten
einsamen Frau aus dem Kreis Insterburg. Ich würde ihr gern einen
Weihnachtsgruß senden“. 

Aus Vechta kam ein Brief von Frau Frieda Sch., die uns ebenfalls um eine
Anschrift bittet: „In Folge 43 des Ostpreußenblattes las ich den Artikel
‚Wenn doch mal ein Landsmann käme'. Darin schildern Sie das Schicksal einer
Insterburgerin. Da ich dieser Frau zu Weihnachten gern etwas schicken
möchte, bitte ich Sie, mir ihre Adresse mitzuteilen“. 

Schwester Agnetha Gl. aus Schleswig-Holstein schreibt: „Da ich in meiner
Wohnung einen alleinstehenden Königsberger habe, der sich seit dem Tode
meines Vaters auch einsam fühlt, ich selber berufstätige Gemeindeschwester
bin und somit wenig daheim sein kann, wäre es mir lieb, wenn Sie eine Ihrer
im Ostpreußenblatt unter ‚Wenn doch mal ein Landsmann käme' erwähnten
Königsbergerin einladen würden, das Weihnachtsfest bei uns zu verleben.
Vielleicht findet sich eine bereit, für immer bei uns zu bleiben“. 

Wir sind selbstverständlich gern bereit, Anschriften von alten und einsamen
Landsleuten zu vermitteln. Da wir aber von Hamburg aus nicht die Möglichkeit
haben, Adressen aus anderen Teilen des Bundesgebietes zu beschaffen, raten
wir allen Landsleuten, die helfen wollen, sich mit den örtlichen Gruppen in
Verbindung zu setzen. Auch Fürsorgeämter und Sozialbehörden geben Auskunft.
In Orten mit Flüchtlingslagern wird es ratsam sein, sich an die Lagerleitung
oder an die Fürsorgerinnen zu wenden, um die Namen von alleinstehenden
Ostpreußen zu erfahren. 

Dank für wirksame Hilfe 
Darf ich herzlich bitten, diese Zeilen als Leserbrief zu bringen? 

Am 5. Oktober 1956 kam ich als Spätheimkehrerin mit einem Transport über das
Heimkehrerlager Friedland von Göttkendorf, Kreis Allenstein, zu meinen
Kindern in die Bundesrepublik. 

Ich möchte über unser Heimatblatt meinen herzlichsten Dank und meine größte
Verwunderung ausdrücken über den beispiellosen Empfang und über die
herzliche Betreuung im Lager Friedland. 

In meiner Wahlheimatstadt Hildesheim wurde mir vom Flüchtlingsamt Hildesheim
und den anderen städtischen Behörden sowie durch unsere Landsmannschaft die
erdenklichste Hilfe und Betreuung zuteil. Wir, die wir zwölf Jahre in
Ostpreußen unter den primitivsten Verhältnissen leben mussten, wissen es zu
schätzen und zu danken, wenn man uns in Westdeutschland so empfängt, hilft
und betreut und uns somit wieder ein Heimatgefühl gibt. Allen erwähnten
Behörden und den vorbildlichen Helfern nochmals meinen allerherzlichsten
Dank. 

Mögen unsere Landsleute die noch in der Heimat verbleiben mussten, recht
bald den Weg in die Freiheit antreten dürfen, und möge ihnen allen eine so
hilfreiche Hand entgegengestreckt werden, wie ich es hier erleben durfte. 

Allen meinen Bekannten und Landsleuten aus unserem Heimatkreis Allenstein
die besten Heimatgrüße. Maria Kannapin, geb. Zilinski 

Fein, dass einmal berichtet werden kann, wie die Behörden einer Stadt unsern
Ausgesiedelten helfen . . . 

Jeder muss mithelfen! 
Sind wir Ostpreußen uns eigentlich darüber klar, welche außerordentlich
starke Waffe uns in unserem Ostpreußenblatt zur Verfügung steht? Wissen wir,
wie sehr es geeignet ist, mit seinen Artikeln und Heimatbeiträgen nicht nur
uns selbst im Kampf um die schöne Heimat zu stärken, sondern auch die
Westdeutschen darüber aufzuklären, welche Schätze und Werte Ostpreußen ihnen
und ganz Europa zu geben hat? Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein,
dass heute jeder, der sich zu Ostpreußen rechnet, nun auch die große Zeitung
seiner Heimat liest.
 
Mir liegt es besonders am Herzen, unsere Landsleute hier wieder einmal
darauf hinzuweisen, dass sie mit ihrem Ostpreußenblatt den Kampf um die
Heimat auch über ihren eigenen Kreis hinaus wirksam führen können. Es
beginnt damit, dass wir und unsere ganze Familie jede Folge unserer
Heimatzeitung selbst aufmerksam lesen und uns der schönen Beiträge freuen.
Lest vor allem auch euern kleineren Kindern aus dem Ostpreußenblatt vor und
stärkt in ihnen so das Heimatbewusstsein. Wir sollten aber auch nach der
eigenen Lektüre die Folgen des Ostpreußenblattes nicht in eine Ecke legen,
sondern sie weiter wirken lassen. Haben unsere erwachsenen Kinder in
einheimische Familien eingeheiratet, so sollten wir diesen im Streifband das
Ostpreußenblatt weitersenden. Bald wird sich herausstellen, dass man auch
dort unsere Heimatzeitung mit immer wachsendem Interesse liest. Wir sprechen
oft mit Arbeitskameraden bei unserer Firma über unsere Heimat, geben wir
aber auch  ihnen regelmäßig das Ostpreußenblatt weiter. Unsere Landsleute
seien darauf hingewiesen, dass es auf sämtlichen Hochschulen, Fach- und
Berufsschulen Lesezimmer gibt, die meist nur Fachlektüre führen. Wir tun ein
gutes Werk, wenn wir auch hier unser Ostpreußenblatt auslegen. Es wird von
vielen jungen Menschen gelesen. Mancher Landsmann hat schon sein Heimatblatt
auch mit ins Wartezimmer des Arztes oder in ein Vorzimmer bei der Behörde
gebracht. Er sollte es ruhig dort liegenlassen, und er darf sicher sein, bei
manchen späteren Besuchern Interesse für Ostpreußen geweckt zu haben. 

Für jene Ostpreußen, die nach der Vertreibung heute eine Gaststätte führen,
muss es Ehrensache sein, dort auch das Ostpreußenblau auszulegen.
Schließlich ist es sehr wichtig, dass man allen Verwandten im Ausland nicht
nur Briefe, sondern auch die Heimatzeitung zusendet, damit sie auch dort mit
unseren Anliegen vertraut gemacht werden. 

Ich bilde mir nicht ein, hier schon alle Möglichkeiten der Werbung mit dem
Ostpreußenblatt und für das Ostpreußenblatt genannt zu haben. Mancher
Landsmann wird noch weitere nennen können. Vergessen wir aber nie, dass wir
auf diese Weise der Sache Ostpreußens ohne großen Aufwand einen äußerst
wichtigen Dienst leisten können. Franz von Hertzberg, Scharbeutz

Seite 6   Aus den ostdeutschen Heimatkreisen …
Königsberg-Stadt
Duisburgs Oberbürgermeister Seeling wiedergewählt 
Der im Oktober neugewählte Rat der Stadt Duisburg bestätigte einstimmig
Oberbürgermeister August Seeling, der dieses Amt seit 1948 innehat und für
zwei weitere Jahre den Vorsitz im Rat übernommen hat. Oberbürgermeister
Seeling setzt sich mit warmem Herzen für die Pflege des Patenschaftsbundes
Duisburg — Königsberg ein. Zum 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters
wurde Bürgermeister Dr. Leo Storm (CDU), zum 2. stellvertretenden
Bürgermeister Wilhelm Mues (SPD) gewählt. 

Auf der Ratsversammlung am 12. November, dem Tage seiner Wiederwahl,
gedachte Oberbürgermeister Seeling in einer auf die zukünftige Arbeit des
Rates eingehenden Ansprache auch der Königsberger: „Der Rat der Stadt grüßt
in dieser Stunde die Bürger unserer Stadt und bittet um eine vertrauensvolle
und verständnisvolle Mitarbeit. Er grüßt auch die Bürger der im weiten Land
verstreuten alten Stadt Königsberg, für die Duisburg die Patenschaft
übernommen hat“. 

Bürgermeister Dr. Storm überreichte im Jahre 1952, Konsul Bieske in
Vertretung des in Urlaub befindlichen Oberbürgermeisters, die
Patenschaftsurkunde für die Stadt Königsberg. Konsul Bieske, der der
Ratsversammlung am 12. November beiwohnte, führte in diesen Tagen
Besprechungen mit Oberstadtdirektor Seydaak und Stadtkämmerer Dr. Giere über
Angelegenheiten der Patenschaft. Was Duisburg bisher für die Gemeinschaft
der Königsberger getan hat, wurde in Folge 43 (Ausgabe vom 27. Oktober) in
einem Bericht gewürdigt. Noch zu verwirklichen ist die Einrichtung eines
Königsberger Hauses, für das bereits Pläne vorliegen. Inzwischen ist ein
Verein zur Förderung der Beziehungen der Städte Königsberg und Duisburg
gegründet worden, dessen Vorsitzender Konsul Bieske ist und der die
Durchführung des Baues des Königsberger Hauses betreiben wird. Das Gelände
wird die Stadt Duisburg voraussichtlich kostenlos zur Verfügung stellen.
Vorgesehen sind hierfür stadteigene Grundstücke im Kantpark. Die endgültige
Beschlussfassung ist Sache des Rates der Stadt Duisburg. 

1000 „Ehemalige" des Körte-Oberlyzeums 
Als Oberstudiendirektorin v. Frankenberg 1932 mit Erreichung der
Altersgrenze in den Ruhestand trat, leitete Oberstudienrat Klingenberg bis
1934 die Anstalt; ihm folgte Oberstudiendirektor König, der 1944 in den
Ruhestand trat und als seinen Nachfolger wieder Oberstudienrat Klingenberer
sah. Das Körte-Oberlyzeum, seit 1934 in Körte-Oberschule umbenannt, blühte
weiter, so dass die Schulleitung im Einvernehmen mit der Stadt beschloss,
der Schule einen hauswirtschaftlichen Zweig anzugliedern, dessen Leitung die
Oberin Fräulein Liedtke erhielt. Ein großzügiger Neubau war geschaffen
worden, der gleichzeitig sechs hauswirtschaftliche Oberstufenklassen
beherbergte. Großen Zuzug erhielt die Schule aus der Provinz, so dass oft
neunzig Schülerinnen „auswärtig" waren, das heißt mehr als 10 v. H. 

Fast 90 v. H. aller ostpreußischen Referendarinnen gingen durch die
Körte-Oberschule und verdanken ihr einen Teil ihrer Ausbildung. Das Wappen
der Schule trug den Spruch: „Leben und Streben dem Vaterland“. Geist und
Körper wurden gleichmäßig geschult – es herrschte ein froher,
kameradschaftlicher Ton zwischen Lehrern und Schülern.

Die Elternschaft, die sich mit der Schule eng verbunden fühlte, sah die
sportlichen Leistungen ihrer Töchter auf dem großen Sportfest in Wilky, das
jährlich zur Erinnerung an die Befreiungsschlacht von Tannenberg gefeiert
wurde. Im Rasen- und Rudersport holten die „Körtianer" manchen Preis.
Ferienfernfahrten zu den Kulturstätten Deutschlands wurden seit 1926
regelmäßig unternommen, und ihre Berichte gaben eine ansehnliche Bücherei
ab. Auf sozialem Gebiet wurde für begabte, minderbemittelte Schülerinnen gut
gesorgt. Die Auswahl hierzu und die Höhe der Erziehungsbeihilfe lag allein
in der Hand der Gesamtkonferenz; die reichlichen Mittel dazu und für eine
umfassende Schüler- und Hilfsbücherei stellte die Stadtverwaltung großzügig
zur Verfügung.

Dichterlesungen, Handarbeitsausstellungen, Weihnachtsfeiern, Theaterabende
und eine Webestube brachten Anregung und Abwechslung in das schulische
Einerlei. Die Erziehung der ostpreußischen Mädchen war damals durchaus
modern, vielgestaltig und umfassend. 

Wie dankbar die ehemaligen Schülerinnen ihrer Schule für die empfangene
Ausbildung waren, beweist ihre Anhänglichkeit; haben sich doch fast tausend
ehemalige Körteschülerinnen zu einem großen Kreis zusammengeschlossen, der
weit über Deutschland, Europa bis nach Südafrika und Amerika reicht. 

Bei der Patenschaftsübernahme der Körte-Schule durch die
Käthe-Kollwitz-Schule in Duisburg konnte Oberstudiendirektorin Meurer fast
hundert Ehemalige, darunter fünf Lehrkräfte, begrüßen, die gekommen waren,
um an diesem feierlichen Akt teilzunehmen, der wohl allen Anwesenden
unvergesslich bleiben wird. 

Sinn dieser Patenschaft soll sein, die Tradition und den Geist der
Körteschule so lange zu bewahren, bis es wieder ein deutsches Königsberg
geben wird. H. K.

Hufenoberschule. Die von Oberstudiendirektor Wallsdorf verfasste
Schulgeschichte der Hufenoberschule, der zehn Bilder der alten Schule
beigegeben sind, kann von Oberschullehrerin H. Schmidt, Soest (Westfalen),
Wilhelm-Morgner-Weg 16, gegen Nachnahme von 8,80 DM bezogen werden. 

Wehlau 
Landrat a. D. Wrede 75 Jahre alt 
Am 1. Dezember 1956, beging der frühere Landrat des Kreises, Dr. Julius
Wrede-Kletzke, seinen 75. Geburtstag. Der Beginn seiner Amtszeit fiel in die
Zeit des Ersten Weltkrieges, der seiner Verwaltung zusätzliche Aufgaben und
ein Maß an Mehrarbeit brachte. Aber auch die Zeit nach Beendigung des
Krieges erforderte viel Umsicht und Tatkraft, um die aus dem Gleis gekommene
menschliche Ordnung und Wirtschaft wieder in geebnete Bahnen zu lenken. Dank
seiner Umsicht, seines Weitblicks und vor allem seines Einfühlungsvermögens
normalisierte sich das Leben im Kreise recht schnell. 

Die Kreisbevölkerung gedenkt in Dankbarkeit und Verehrung ihres früheren
Landrats, der für ihre Sorgen und Nöte stets ein williges Ohr und eine
helfende Hand hatte, und wünscht ihm von Herzen, es möge ihm vergönnt sein,
die von uns allen erhoffte Wiedergewinnung der Heimat in Frieden und
Freiheit zu erleben. Herr Dr. Wrede-Kletzke lebt bei seinen Kindern in (22a)
Dinslaken, Marthastraße 41. 
Namens der Kreisvertretungen des Kreises Wehlau, Strehlau, Kreisvertreter 

Labiau 
Wer kann Auskunft geben über folgende Personen: 
1. Gesucht werden aus Liebenfelde, Bahnhofstraße: 

Robert Halm, 
Friedrich Halsinger,
Gustav Balasus, 
Otto Neumann,
Franz Kuckereit, 
Gustav Brost, 
Franz Füllhause, 
Berta Junius. 
Ferdinand Waikinat, 
A. Lehmann, 
E. Reimann. — 

2. Wer kennt aus Labiau, Angehörige eines Karl oder Karol Recteschach, geb.
1904 in Labiau? Die Eltern hießen Friedrich und Augustine Recteschach,
wohnhaft in Labiau. — 

3. Gesucht wird Frau Erna Schories, geborene Böhnke, geb. 29.10.1904 aus
Löwenberg. 

Anschriften oder Angaben über den Verbleib erbeten an Kreiskartei Labiau in
(24b) Elpersbüttel über Meldorf. — 

4. Gesucht wird Ernst Ullrich, aus Beerendorf bei Markthausen. Ullrich ist
1945 mit dem Treck bis Tapiau, Leipener Forst, gekommen und seitdem
verschollen. 

Mitteilung erbeten an den Kreisvertreter, Landwirtschaftsrat W. Gernhöfer,
Lamstedt (N.E.). 

Memel-Land 
Folgende Landsleute aus dem Landkreis Memel werden gesucht. 

Aus Grabben: 
1. Walter Kurt Neumann, geboren 04.04.1913; 

2. Johann Skroblies und Ida Skroblies. — 

Aus Graumen: 
Georg Atts, geb. 07.01.1900 in Klein-Jagschen. — 

Aus Hohenflur, Ortsteil Purmallen: 
1. Johanne Bliesze, geb. 17.03.1895 und Sohn; 

2. Horst Johnke; 

3. Ignaz Kaluza. — 

Aus Iszlusze : 
Ludwif Jagello, Frau Maria und Tochter Magdalena. — 

Aus Jankeiten: 
Karl Robert Böttcher, geb. 26.01.1868. — 

Aus Jodicken: 
1. Emma Jurgeit, geborene Nelaimischkies, geb. etwa 1900; 

2. Gustav Meikies und Frau Meikies, geborene Wallat sowie fünf Kinder; 

3. Schneider, Schachtmeister. — 

Aus Kairinn : 
1. Gisela Gelszus, geb. 22.06.1943; 

2. Marie Tendies, geborene Kossack, geb. 06.01.1880; 

3. Franz Preuß und Trude Preuß, geborene Truschies. — 

Aus Kalwen: 
Johann Berteit. — 

Aus Kantweinen: 
1. Emil Gawehn; 

2. Wilhelm Kurschat; 

3. Johann Meikies und Frau Marie Meikies, geborene Laukstien. — 

Aus Karkelbeck:
1. Michel Naujoks, geb. 14.10.1906; 

2. Siegfried Patra; 

3. Georg Szillis, geb. 02.08.1896. — 

Aus Kebbeln:
Heinrich Awischus, geb. 1877. — 

Aus Kepal-Klaus: 
Georg Jurgeit, geb. 1896 und Katharina Jurgeit, geborene Gulbies. — 

Aus Kerndorf: 
1. Georg Karallus, geb. 06.06.1913 und Familie; 

2. Michel Karallus, geb. 14.05.1904 und Familie; 

3. Willi Schmidt, (aus Ortsteil Ilgegahnen). — 

Aus Kettwergen: 
Willy Lieweries, geb. 19.11.1925 in Terrauben. — 

Aus Kindschen-Bartel: 
Johann Szabries, geb. 03.09.1898 in Kairinn. — 

Aus Kissinnen: 
1. Else Kossack, geb. 1882 und Sohn; 

2. Maria Schwerter, geborene Matschkus; 

3. Adam Truschies,  geb. 25.04.1899. — 

Aus Kojellen: 
1. Horst Treptau, geb. 22.08.1927 (Pflegesohn von Emil Harner); 

2. Erich Schenk.  — 

Aus Kollaten: 
1. Martin Trakies; 

2. Jakob Bertschies. — 

Aus Kunken-Görge: 
Michel Schlasza. — 

Aus Lankuppen: 
Lisbeth Wingendorf und Familie. — 

Aus Lankutten: 
Martin Jaguttis, geb. März 1881. — 

Aus Leisten: 
Johann Heinrich Purwins, geb. 23.12.1926. — 

Aus Lingen: 
Familie Kalkowski. — 

Aus Löllen: 
August Sturm, Polizei-Wachtmeister und Frau Elsa. — 

Aus Margen: 
1. Grete Kreszies, geb. 22.12.1921; 

2. Emma Schacknies, geb. Kausch, geb. 16.12.1892,. — 

Aus Martinsdorf: 
Martin Bruszus. — 

Aus Mellneraggen: 
1. Helmut Dietrich, geb. 27.01.1924; 

2. Jolanda Strauß, geborene Grabowski und Tochter Monika; 

3. Franz Kirklies; 

4. Martha Kiupos, etwa 30 Jahre alt; 

5. Wolfgang Kronsbein, Kunstmaler; 

6. Alfred Kuljurgies. — 

Aus Miszeiken: 
Hilde Skrandies, geb. 04.09.1927. — 

Aus Nidden: 
Johann Foege II und Familie. — 

Aus Nimmersatt: 
Großmutter von Dieter Krieger, geb. 04.02.1941 in Memel. — 

Aus Paaschken: 
1. Michel Adomeit, geb. 07.11.1892; 

2. Anna Burkandt, geborene Klumbies, 

3. Wilhelm Jaknus und Madline und sechs Kinder; 

4. Michel Kairies; 

5. Katharina Mauritz, geborene Meikies, geb. 22.10.1903. 

Lötzen 
Nachdem wir in den letzten Ausgaben des Ostpreußenblattes Namen von
gesuchten Personen aus der Stadt Lötzen veröffentlicht haben, setzen wir
unsere Suchaktion fort und bringen Namen aus unserem Kreise. Wir bitten,
stets den Heimatwohnort zu benennen, da die Kartei nach Heimatwohnorten
geordnet ist. 

Gesucht werden 
aus: Adlersdorf: 
Johannes Behrendt;
Hans Conrad; 
Ernst Czekay; 
Marta Czepluch; 
Otto Holz; 
Heinz Höhner; 
Gertrud Klein;
Johann Klimmek; 
Hanni Platzek;
Emil Schütz. — 

Aus Aloenbruch: 
Emma Koszioll; 
Frieda Koszioll;
Edeltraut Putz; 
Erna Rykeit; 
Gertrud Slomianka; 
Paul Strach; 
Wilhelm Willamowski. — 

Antonsdorf: 
Willy Czepluch; 
Wilhelm Raaser. — 

Arlen: 
Franz Aleoschat; 
Koppenhagen, Vorname unbekannt;
Herrmann Lukau; 
Herrmann Zachris. — 

Balzhöfen: 
Karl Mozarski; 
Otto Pedak. -

Bergwalde: 
August Schiewe;
Elisabeth Wanagat. — 

Berghof: 
Otto Jakobi. — 

Birkfelde: 
Gottlieb Ullrich. — 

Brassendorf: 
Willi Boelk; 
Willy Böhmfeld; 
Paula Chlebowitz; 
Gertrud Glombowski; 
Otto Henke; 
Marie Kuwerski; 
Wilhelm Nagel; 
Erich Warda. — 

Dankfelde: 
Auguste Gusek; 
Martha Hein; 
Alfred Jodeleit; 
Willi Skrotzki; 
Herta Schachtschneider. — 

Dannen: 
Erna Willutzki. — 

Eisermühl: 
Friedrich Drawert; 
Paul Göhring; 
Elfriede Hemme; 
Helmut Matte; 
Emma Naporra; 
Heinz Pruß. — 

Freihausen: 
Hermann Bauer; 
Drosella, Vorname unbekannt; 
Herta Sommer. — 

Freiort: 
August Willuda. — 

Funken: 
Herta Beindorf; 
Berta Bergen; 
Emma Grigo; 
Johann Jatzo; 
Ferdinand Knetsch;
Henriette Koloska; 
Edith Krause; 
Else Luxa; 
Maria Matteika; 
Emil Senk; 
Robert Skirlo. — 

Gneist: 
Elisabeth Maschlanka. — 

Goldensee: 
Kaffka, Vorname unbekannt; 
Bruno Kolwe;
Gustav Kowalewski; 
Fritz Kuklik; 
Karl Lauff; 
Johanna Mekelburg;
Anna Pietrass; 
Franz Politt; 
Emil Skrotzki; 
Freinogga, Vorname unbekannt. — 

Graiwen: 
Gustav Krokosch; 
Ruth Krokotsch. — 

Gregerswalde: 
Helene Marczinzick; 
Fritz Slomzinski. — 

Groß-Gablick: 
Ilse Bausemir; 
Karl Gandraß; 
Herta Jenzewski; 
Kyck. Vorname unbekannt; 
Hermann Ludwig;
Anna Roweck; 
Kurt Schleif; 
Otto Sczepanski; 
Franz Ullisch; 
Gottlieb Wiczorreck. — 

Groß-Jauer: 
Emil Bialluch;
Karl Dzienus; 
Friedrich Gosetzki; 
Bruno Gosetzki; 
Ruth Klein; 
Friedrich Klein; 
Lothar Schubert; 
Johann Weiß. — 

Groß-Krösten: 
Majora, Vorname unbekannt; 
Emilie Hirsch. — 

Groß-Stürlack: 
Thea Belgard; 
Paul Czygan; 
Erna Demke; 
Ernst Doerr; 
Arnold Eisen; 
Horst Exner; 
Magdalene Gutt; 
Franz Jatzkowski; 
Maria Jeromin; 
Max Kaminski; 
Wilhelm Kamutzki; 
Gerhard Kessel; 
Marianne Kosublie; 
Gustav Krutschinski; 
Erich Mäkelburg; 
Gustav Nagelski; 
Helmut Oberger; 
Gustav Plewe; 
Erich Richer; 
O. Sawzuck; 
Ernst Skopnick; 
Christel Schmörer; 
Walter Templin; 
Anna Termin; 
Walter Wieske; 
Marie Zachries. 

Meldungen erbeten an die Geschäftsstelle in Neumünster, Königsberger Straße
72. 
Curt Diesing, Karteiführer Neumünster, Königsberger Straße 72

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/12 12:32:44
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Fortsetzung Seite 6. Seite 5 ausversehen doppelt gemailt. Bei der zweiten
Mail von Seite 5 ist der Anfang von Seite 6.

 

Johannisburg 

„Unbekannt verzogene" Landsleute des Kreises Johannisburg: 

Gertrud Kalinowski , aus Rosensee, zuletzt wohnhaft gewesen in Hilden,
Rhld.;

 

Frieda Kankeleit, aus Johannisburg, zuletzt in Münster, Westfalen; 

 

Emilie Kantorzik, aus Möwenau, zuletzt in Hamm, Westfalen, Straßenangabe
fehlt; 

 

Alois Karzewski, aus Rosensee, zuletzt in Paderborn; 

 

Otto Kaczinski,  aus Ottenberge, zuletzt in Bochum, Westfalen; 

 

Friedrich Karkoska, aus Seegutten, zuletzt in Haus Alster, Post Röttgen,
Bonn; 

 

Heinrich Karrasch, aus Johannisburg, zuletzt in Dortmund; 

 

Ludwig Kaleyta, aus Gentken, zuletzt in Hilden, Rheinland; 

 

Fritz Kakillus, aus Gehlenburg, zuletzt in Oldenburg (Oldbg.); 

 

Herta Karpinski, aus Gusken, zuletzt in Mannheim, Straßenangabe fehlt; 

 

Anna Kasprzyk, aus Balzershausen, zuletzt in in Hemmerden, Rheinland; 

 

Erwin Karow, aus Johannisburg, zuletzt in Hannover; 

 

Walter Kendziorra, aus Jakubben, zuletzt in Mörs (Rhein); 

 

Karl Kelbassa, aus Kölmerfelde, zuletzt in Herne, Westfalen; 

 

Wilhelm Kendziorra, aus Paulshagen, zuletzt in Mörs (Rhein); 

 

Rudolf Kerschek sen., aus Arys, zuletzt in Hamburg-Bergedorf; 

 

Elly Keydel, aus Johannisburg, zuletzt in Lübeck; 

 

Gertrud Kerstedt, aus Arys, zuletzt in Rendsburg; 

 

Inge Kern, aus Arys, zuletzt in Kiel, Metzstraße; 

 

Gerhard Kienitz, aus Johannisburg, zuletzt in Detmold; 

 

Erich Kimmritz, aus Arys, zuletzt in Lübeck; 

 

Gerda Kischko, aus Dimussen, zuletzt in Wiesbaden-Delsheim; 

 

Ulla Kirstein, aus Johannisburg, zuletzt in Göttingen; 

 

Theodor Kirsch, aus Reitzenstein, zul. in Dortmund-Lütjendortmund; 

 

Inge Kirckhoff, aus Sadunen. zuletzt in Räppke; 

 

Erwin Kielmann, aus Mittel-Pogauen, zuletzt in Oldenburg (Oldbg.); 

 

Käthe Kielisch, aus Johannisburg, zul. in Geesthacht (Elbe); 

 

Emmy Kirchner, aus Kölmerfelde, zuletzt in Dachau; 

 

Otto Klimmek, aus Mittenheide, zuletzt in Brabun; 

 

Friedrich Klimmek, aus Abbau Kurwien, zuletzt in Hetterscheidt; 

 

Otto Kleinhans, aus Dimussen, zuletzt in Burg auf Fehmarn; 

 

Henriette Kleinhans, aus Dimussen, zuletzt in Burg auf Fehmarn; 

 

Reinhold Klapper, aus Weissuhnen, zuletzt in Bochum; 

 

Johann Klein, aus Königstal, zuletzt in Herne-Sodingen; 

 

Walter Klein, Zollsekretär, Soldahnen, zuletzt in Höhne; 

 

Paul Klischat, Maurer, aus Johannisburg, zuletzt in Celle (Hannover); 

 

Edith Klimmek, aus Mittenheide, zuletzt in Garbow/Dannenberg; 

 

E. Klimaschewski, aus Eckersberg, zuletzt in Düsseldorf-Unterrath; 

 

Margarete Klischewski, aus Johannisburg, zuletzt in Eckernförde; 

 

Emil Klimaschewski, aus Schützenau, zuletzt in Bottrop, Westfalen; 

 

Luise Kloß, aus Kreuzofen, zuletzt, in Altduvenstedt/Rendsburg; 

 

Gustav Klein, aus Reihershorst, zuletzt in Marl-Hüls, Straßenangaben fehlen;


 

Otto Klein, aus Talau zuletzt in Benrath/Köln; 

 

Hermann Knop, Baurat. Johannisburg, zuletzt in Bad Segeberg; 

 

Horst Knapps, aus Ublick (?), zuletzt in Dortmund-Hörde; 

 

Berta Kowallik, aus Gr.-Kessel, zuletzt in Kiel-Wellingsdorf; 

 

Kurt Kordass, aus Gr.-Rogallen, zuletzt in Hamburg-Volksdorf; 

 

Wilhelm Kowalewski, aus Maldaneien, zul. in Itzehoe, Holstein; 

 

Hedwig Konstanty, aus Paasken, zuletzt in Fürth, Bayern; 

 

Elfriede Konstanty, aus Paasken, zuletzt in Fürth, Bayern;

 

Wilhelm Koslowski, aus Erdmannen, zuletzt in Bad Orb; 

 

Waltraut Koebnick, aus Johannisburg, zuletzt in Satrup; 

 

August Kowalewski, aus Ottenberge, zuletzt in Kasmark/Eckernförde; 

 

Konstanty, aus Sernau, zuletzt in Herten, Westfalen; 

 

Auguste Kordaß, aus Arys, zuletzt in Neumünster; 

 

Otto Kosziol, aus Arys. zuletzt in Holzheim bei Neuß; 

 

Adolf Koslowski, aus Steinfelde, zuletzt in Homberg; 

 

Emil Koslowski, Tischlermeister, aus Johannisburg, zuletzt in Kästorf: 

 

Adolf Konstanty, aus Brödau, zuletzt in Bremen-Blumenthal; 

 

Emil Kossakowski, aus Arnswalde, zuletzt in Sohlde; 

 

Walter Kostrzewa, aus Kurwien, zuletzt in Palfrath, Berg.-Gladbach; 

 

Rudolf Kordaß, aus Kölmerfelde,. zuletzt in Mülheim (Ruhr); 

 

Günther Koslowski, aus Steinfelde, zuletzt in Hamburg-Hochheide; 

 

Kochanski Erich, aus Johannisburg, zuletzt in Andernach/Köln; 

 

Ernst Korzonnek, aus Schützenau, zuletzt in Wanne-Eickel; 

 

Ernst Kornatzki, aus Woinen, zuletzt in Börstel; 

 

Friedrich Korth, Bahnbeamter, Johannisburg, zuletzt in Schwelm; 

 

Minna Kosnietzki, aus Johannisburg, zuletzt in Orbke; 

 

Wilhelm Koslowski, Angestellter, Gehlenburg, zuletzt in
Wilhelmshaven-Voslap; 

 

Paul Kruglow, aus Brodau, zuletzt in Fehn bei Gettorf; 

 

Edith Krause, aus Wagenau, zuletzt in Reinbek, Bezirk Hamburg; 

 

Krix, Gend.-Meister, aus Eckersberg, zuletzt in Burg auf Fehmarn; 

 

Krauthammer, Klempnermeister, aus Kurwien. zul. in Großenrade; 

 

Wilhelm Krispin, aus Kurwien, zuletzt in Schwinge über Stade; 

 

Adam Kruppa., aus Gehsen, zuletzt in Wadersleben; 

 

Metha Kruppa, aus Gehlenburg, zuletzt in Gütersloh, Westfalen; 

 

Sieglinde von Krogh, aus Kullik. zuletzt in Reinbek, Bezirk Hamburg; 

 

Otto Kruschinski, aus Ludwigshagen, zuletzt in Marl-Drewer; 

 

Krafft, sen., aus Arvs. zuletzt in Kiehhammelwarden; 

 

Hildegard Krafzewitz, aus Drigelsdorf. zuletzt in Hildesheim; 

 

Horst Krause, aus Johannisburg, zuletzt in Hamburg 1; 

 

Albert Krüger, aus Lupken, zuletzt in Mülheim (Ruhr); 

 

Gottfried Ksonsko, aus Arys. zuletzt in Neumünster; 

 

Ewald Kuliga, aus Dünen, zuletzt in Uttfort bei Moers; 

 

Auguste Kudruß, aus Altwolfsdorf, zuletzt in Oldenburg, Holstein; 

 

Ilse Kublinski, aus Arys, zuletzt in Hamburg; 

 

Erich Kunz, aus Sadunen, zuletzt in Soltau (Hannover); 

 

Herbert Kukies, aus Morgen, zuletzt in Hannover; 

 

Hans Kutzinski, aus Siegmunden, zuletzt in Nordholz; 

 

Viktor Knehn, Pfarrer, aus Gr.-Rosen, zuletzt in Verden (Aller); 

 

Max Kuschmierz, aus Ludwigshagen, zuletzt in Castrop-Rauxel; 

 

Robert Kudruß, aus Altwolfsdorf, zuletzt in Oldenburg, Holstein; 

 

Fritz Kupies, Bauer, aus Lupken, zuletzt in Augustendorf; 

 

Johann Kwiatkowski, aus Stollendorf, zuletzt in Kirchlengern 366. 

 

Außerdem werden vordringlich auf Wunsch von Landsleuten gesucht:

Martha Kowalzik, geborene Turowski, aus Schwiddern; 

 

Horst Knorr, Kaufmann aus Dünen, zuletzt in Karlsruhe, Weinbrennerstraße 31;


 

Max Konopka, Bauer, aus Gr.-Kessel, zuletzt in Bielefeld, Wichernstraße 14. 

 

Liebe Landsleute, helft mit, die vorstehend genannten unbekannt  Verzogenen
ausfindig oder sie auf die Suchanzeige aufmerksam zu machen. Mit
heimatlichem Gruß, F. W. Kautz, Kreisvertreter, Altwarmbüchen bei Hannover 

 

Neidenburg 

Die Jugendwoche 1957 wird in der Zeit vom 22. bis 27. Juli in Bochum im
Hedtbergheim stattfinden. Einzelheiten enthält der in Kürze erscheinende
Weihnachts-Heimatbrief Nr. 23. 

Wagner, Kreisvertreter, Landshut B II. Postfach 2 

 

Allenstein Land 

Wie wir erst jetzt erfahren, ist der langjährige Bürgermeister der Gemeinde
Groß-Bartelsdorf, Bauer Josef Hartel, im Alter von 66 Jahren in Eckernförde
verstorben. Nach der Vertreibung hat Landsmann Hartel sich trotz seiner
Krankheit selbstlos in den Dienst der landsmannschaftlichen Arbeit gestellt
und sich als Ortsvertrauensmann unermüdlich für die Mitglieder seiner
Heimatgemeinde eingesetzt. Die Kreisgemeinschaft wird dem Verstorbenen ein
ehrendes Andenken bewahren. 

Egbert Otto, Kreisvertreter Hamburg 13, Parkallee 86 

 

Osterode 

Beschlüsse des Kreistages 

Auf der Sitzung des Kreistages am 10. und 11. November in Lübeck wurden
folgende Punkte beraten bzw. zum Beschluss erhoben: 

 

1. Bericht über die Sitzung der Landesvertretung in Hamburg am 3. und 4.
November; 

 

2. Vorplanung des Haushaltsetats der Kreisgemeinschaft für 1956/1957 und
entsprechende Antragstellung an den Patenkreis und die Patenstadt; 

 

3. Aufstellung von Richtlinien für Kassenprüfer; 

 

4. Festlegung einer Anweisung zur Gestaltung der Kreistreffen; 

 

5. Geplante Kreistreffen 1957. Die genauen Daten werden rechtzeitig im
Ostpreußenblatt bekanntgegeben und richten sich nach der Saalbeschaffung.
Vor Juni findet mit Rücksicht auf das beabsichtigte Bundestreffen der
Ostpreußen, das voraussichtlich im Mai in Bochum veranstaltet wird, kein
Kreistreffen statt. 

 

6. Die Paketaktion für Landsleute nach Ostpreußen kann bei der großen Anzahl
der Anmeldungen nur in Form von Päckchen erfolgen. Etwa hundert Päckchen im
Werte von etwa 1000 DM wurden bis zum 20. November abgeschickt. Die
zahlreichen Anmeldungen nach diesem Termin können erst bei einer späteren
Gelegenheit Berücksichtigung finden. 

 

7. Im Jahre 1957 sollen zwei Jugendfreizeiten in der Patenstadt Osterode
(Harz) abgehalten werden. Dauer jeder Tagung acht Tage. Die Durchführung
wird durch Fräulein Kowalski erfolgen, die Aufforderung für Meldungen wird
rechtzeitig bekanntgegeben werden. — An der Sitzung nahmen sämtliche
Mitglieder bis auf eines, das entschuldigt war, teil. 

 

Ersatzeinheitsbewertung abgeschlossen 

Die Ersatzeinheitsbewertung für die Landwirtschaft des Heimatkreises, die in
dreizehn Sitzungen durch Vertrauensmänner des Kreises auf der
Heimatauskunftstelle in Lübeck erarbeitet wurde, ist nunmehr abgeschlossen.
Den interessierten Landsleuten wird dringend empfohlen, bei den zuständigen
Ausgleichsämtern festzustellen, ob die durch die Gemeindearbeitskreise
festgelegten Ersatzeinheitswerte bei der Schadensfeststellung Anwendung
gefunden haben. Anderenfalls steht jedem das Beschwerderecht auf dem
zuständigen Ausgleichsamt zu. 

 

Dr. Kowalski, (24) Schülp bei Nortorf, Kreis Rendsburg, nimmt bis zum 10.
Dezember noch Bestellungen für den Kreisrundbrief Weihnachten 1956 von allen
denen entgegen, die bisher die Rundbriefe nicht erhalten haben. 

 

Gesucht: 

Friedrich Eisermann, Osterode; 

Frau Retzlaff, Gut Bergung; 

Revierförster Sesse und Ehefrau, aus Schwederich; 

Herbert Sildattke, Osterode; 

Franz Cheronka, früher bei der „Osteroder Zeitung"; 

Max Borken-Borkowski, aus Buchwalde; 

Amtsgerichtsrat Rothe, aus Osterode. 

 

Meldungen erbeten an v. Negenborn-Klonau, Kreisvertreter Lübeck, Alfstraße
35 

 

Seite 6   Treffen ostpreußischer Sägewerker und Holzhändler 

Für den 28. und 29. Dezember ist ein Treffen aller ostpreußischen Sägewerker
und Holzhändler geplant. Treffpunkt ist die Holzfachschule in Bad Wildungen
(Hessen), die ihre Räume sowie Unterkunft und Verpflegung gegen geringes
Entgelt zur Verfügung stellen wird. Inzwischen ist der Kreis der Teilnehmer
auf alle Holzfachleute der deutschen Ostgebiete und der sowjetisch besetzten
Zone ausgedehnt worden. Anmeldungen mit Adressenangabe schnellstens erbeten
an Walter Fest, Holzmakler, Antfeld über Bestwig an der Ruhr (früher Rößeler
Säge- und Hobelwerk). Anmeldeschluss ist der 18. Dezember.

 

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/12 18:12:05
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 7   Die Todeserklärung wird widerrufen. Eine ostpreußische Familie
findet nach zwölf Jahren wieder zusammen.
Wenn zwei Menschen, die zusammen gehören, Jahre hindurch einander suchen,
sich an alle erreichbaren amtlichen Stellen wenden, um sich wiederzufinden,
dann sollte man doch  meinen, dass sie einmal Erfolg haben müssten, selbst
wenn einer von ihnen im Westen, der andere jenseits des Eisernen Vorhangs
lebt. Bei der Familie Dina, aus Gerdauen, bedurfte es eines seltsamen Umwegs
über ein amtliches Stück Papier, eine Todeserklärung, ehe das Schicksal die
Wege dieser Landsleute nach zwölf Jahren wieder zusammenführte.

(Die Zentralkartei des Deutschen Roten Kreuzes prüft, wo der Fehler liegt,
der die beiden Ehepartner trotz aller Suchanträge nicht zusammenfinden
ließ.)

Emil Dina geriet bei Kriegsende in sowjetische Gefangenschaft. Er war völlig
entkräftet, als endlich im Jahre 1947 die Tore des Lagers sich für ihn
öffneten. In Frankfurt an der Oder fand er Arbeit in der Forstwirtschaft und
später im Tiefbau. Gewiss, er hatte wieder ein Unterkommen und seinen
Verdienst. Aber der Gedanke an das Schicksal seiner Familie seiner Frau und
der fünf Kinder ließ ihn nicht los. Was mochte aus ihnen geworden sein?
Voller Hoffnung im Herzen fuhr er zu einem Ostpreußentreffen nach
West-Berlin. Er suchte und forschte, fragte alle Landsleute nach seiner
Familie, — es war alles vergebens. Auch bei seinen Besuchen beim Deutschen
Roten Kreuz konnte man ihm keinen Anhaltspunkt geben. So gingen zwischen
Hoffen, Verzweiflung und ständigem Suchen die Jahre dahin. Nach allem, was
er gehört hatte, glaubte Emil Dina schließlich, dass seine Familie beim
Untergang der „Wilhelm Gustloff" den Tod gefunden habe. 

Lange hat Emil Dina gezögert. Als die letzte Hoffnung auf ein Wiedersehen
endgültig in ihm erloschen war, beantragte er schließlich in diesem Jahr bei
den Behörden seines Wohnortes in der sowjetisch besetzten Zone, seine Frau
Anna und die fünf Kinder für tot zu erklären. Im Oktober hielt er ein
Dokument des Kreisgerichts Eberswalde mit den Namen seiner Lieben in der
Hand, da stand es schwarz auf weiß: Für tot erklärt. 

Kurze Zeit später folgte ein zweites amtliches Schreiben. Emil Dina glaubte
seinen Augen nicht zu trauen, als er die wenigen Zeilen las: „Die
Todeserklärung des Gerichts wird zurückgenommen, da die weiteren
Ermittlungen ergeben haben, dass Frau Anna Dina in Wardenburg, Kreis
Oldenburg-Land, Westdeutschland, lebt“. Dem einsamen Mann kamen die Tränen.
Immer wieder las er die nüchternen Worte; die Buchstaben tanzten vor seinen
Augen. Die Seinen lebten, er würde sie wiedersehen!

Der kurze erschütternde Brief ihres Mannes, der Frau Anna Dina im
Oldenburger Land dann erreichte, brachte auch ihr die Gewissheit, dass ihr
langes verzweifeltes Suchen doch einen Sinn gehabt hat. Frau Dina war im
Jahre 1947 mit ihren Kindern aus der Heimatstadt Gerdauen nach dem Westen
ausgesiedelt worden. Von ihrem Mann wusste sie nur, dass er 1946 noch in
einem sowjetischen Kriegsgefangenenlager in Mecklenburg gewesen war. Sie
stellte einen Suchantrag beim Deutschen Roten Kreuz und fragte und forschte
bei allen erreichbaren Stellen. Jedes Mal, wenn sie von einem
Heimkehrertransport hörte, glomm ein neues Fünkchen Hoffnung in ihrem Herzen
auf. Die Kinder heirateten und bauten sich selbst ein neues Leben auf. Frau
Dina aber wartete von einem Jahr zum anderen. Bis an jenem Novembertag die
gerichtliche Todeserklärung in der sowjetisch besetzten Zone die
Ermittlungen noch einmal verstärkte und die Gründlichkeit der Behörden eine
Brücke schlug von dem einsamen Mann drüben zu seiner Familie. 

Nun ist Emil Dina wieder bei seiner Frau; seine Kinder wohnen in der Nähe.
Zwölf Jahre des gemeinsamen Lebens haben die Eheleute dahingehen müssen,
aber nun sind sie endlich beisammen. Die Kinder, die sich inzwischen selbst
heraufgearbeitet haben, wollen alles tun, um ihren Eltern die kommenden
Jahre zu verschönen und sie die bittere, verzweifelte Zeit der Trennung
vergessen zu lassen. 

Emil Dina, der heute 61 Jahre alt ist, ist trotz allem Schweren, das er
durchmachen musste, kein alter, gebrochener Mann. Kaum war die erste
Wiedersehensfreude verklungen, da fragte er schon: „Und wo kann ich morgen
anfangen zu arbeiten?" Seine Kinder meinten, er solle sich doch erst einmal
ausruhen. „Ausruhen? Das wäre ja noch schöner! Ich muss wieder was zu tun
haben. Jetzt erst recht!“ M. J.

Seite 7   Industrie zeigt formschönes Gerät 
Die Hamburger Weihnachtsmesse der Kunsthandwerker, die vom
Kunstgewerbe-Verein zu Hamburg betreut wird, findet auch in diesem Jahr bis
zum 23. Dezember im Museum für Kunst und Gewerbe statt. Der Schau — sie gibt
einen guten Überblick über den hohen Stand unseres Kunsthandwerks — ist
angeschlossen die Ausstellung „Form — Farbe — Fertigung" des Verbundkreises;
in ihm haben sich acht Industrie-Firmen zusammengeschlossen, die sich
bemühen, ihren Erzeugnissen ehrliche und schöne Formen und Farben zu geben,
die unserer Zeit entsprechen und die als praktisch empfunden werden. 

Es sei hier genannt die Radio- und Elektro-Fabrik Max Braun in Frankfurt am
Main, deren Gründer vor etwa, mehr als dreißig Jahren aus Ostpreußen nach
Frankfurt zog und dort den Grundstein zu dem heute so bedeutenden
Unternehmen legte. Die Fabrik ist in der letzten Zeit besonders bekannt
geworden durch ihre sauber und sachlich gestalteten Radiogeräte. Dem
Verbundkreis gehört auch die weltbekannte Württembergische Metallwarenfabrik
in Geislingen an, deren Besteckmuster, Gläser und Tafelgeräte das Praktische
mit dem Formschönen verbinden. — Die Wanderausstellung ist so eindrucksvoll,
dass sie ihren Zweck, für die gute Form zu werben und ihr so größere
Verbreitung zu geben, sicher erfüllen wird. 

Seite 7   Vermisst, verschleppt, gefallen, gesucht …
Es liegen Nachrichten vor 
Über nachstehend aufgeführte ehemalige Wehrmachtangehörige aus Ostpreußen
liegen Nachrichten vor; die Angehörigen werden gesucht. Der jeweilige
Heimatsort ist den Bekanntgaben vorangesetzt. Die einstigen Soldaten stammen
aus: 

Ostpreußen: Edwin oder Erwin Frühling, geb. etwa 1899/1900, Landwirt. 

Ostpreußen: Heinrich, Vorname unbekannt, Oberleutnant. 

Ostpreußen: Alexander Hinz oder Hintz, geb. etwa 1926/1927, ledig, Student,
Soldat. 

Ostpreußen: Fritz Huber, geb. etwa 1918, SS-Unterscharführer. 

Ost- oder Westpreußen: Escherich, Vorname unbekannt, geb. etwa 1925/1926,
ledig, vermutlich landwirtschaftlicher Arbeiter, Soldat. 

Ost- oder Westpreußen: Kurt Fandrey, geboren etwa 1918/1919, Landwirt.

Ost- oder Westpreußen: Fick, Vorname unbekannt, geb. etwa 1899/1904,
Gefreiter. 

Allweien, Kreis Sensburg: Dudek, Vorname unbekannt, geb. etwa 1928 in
Allweien, Praktikant, zuletzt vermutlich in der Hindenburgkaserne
Allenstein. 

Heydekrug bei Tilsit: Lorenz, Vorname unbekannt, geb. etwa 1915,
verheiratet, Gefreiter bei der A-Komp. des Sturmpionier-Bat.,
Panzer-Armee-Oberkommando. 

Insterburg: Süring, Vorname unbekannt, geboren etwa 1897/1900, verheiratet,
Inspektor, Hauptmann im Fort 5 „König Friedrich Wilhelm III“. 

Umgebung von Königsberg: Arndt, Vorname unbekannt, geb. etwa 1905,
verheiratet, Obergefreiter bei der Einheit FPNr. 01 447. 

Königsberg: Gierke, Vorname unbekannt, ledig, Oberleutnant bei einer
Volksgrenadier-Division. 

Königsberg: Klein, Vorname unbekannt, geb. etwa 1900 1903, verheiratet,
Polizeiwachtmeister. 

Königsberg: Herbert Kloss, geb. etwa 1910/1915, vermutlich in Königsberg,
Polizei-Hauptwachtmeister bei der Volksgrenadier-Division 712. 

Königsberg oder Tilsit: Schuster, Vorname unbekannt, geb. etwa 1905/1907,
verheiratet, Unteroffizier beim Luftwaffen-Einsatzbat. Haye, Samland. 

Memel: Behnke, Vorname unbekannt, verheiratet, Hauptmann beim
Grenadier-Ersatz-Bataillon 356. 

Mohrungen: Fuge, Vorname unbekannt, geb. etwa 1926, ledig, Gefreiter bei der
561. Volksgrenadier-Division. 

Ortelsburg: Ernst Kohnke, geb. 1909, verheiratet, Berufssoldat, Feldwebel. 

Umgebung von Tilsit: Herbert Scheffler, geb. etwa 1909 bei Tilsit, ledig,
Berufssoldat. 

Treuburg: Smora, Vorname unbekannt, geb. etwa 1895/1900, verheiratet, zwei
oder drei Kinder, Landwirt, Gefreiter beim Landesschützen-Bat. 207. 

Ostpreußen: Buchholz, Vorname unbekannt, geb. etwa 1909/1911,
Stabsfeldwebel. 

Ostpreußen: Kascha, Vorname unbekannt, geboren 1904, verheiratet, Schlosser,
Gefreiter bei der FPNr. L 62 951. 

Vermutlich Ostpreußen: Franz Sabotka, Gefreiter beim Stab des Pionier-Regts.
z. b. V. 103, FPNr. 09 719. 

Samland: Mayer, Vorname unbekannt, geb. etwa 1915, ledig, Stabsgefreiter. 

Zuschriften unter Su/Mü 9/56 an die Geschäftsführung der Landsmannschaft
Ostpreußen, Hamburg 13, Parkallee 84/86. 

ÜUber nachstehend aufgeführte Landsleute liegen Nachrichten vor. Die
Angehörigen werden gesucht: 
Erich Sczesny, geb. am 11.10.1921 in Babrosten; gesucht wird Wilhelmine
Sczesny, aus Babrosten, Kreis Johannisburg. 

Otto Schikorra, geb. am 02.07.1917 in Dippelsee; gesucht wird Johann
Schikorra, aus Dippelsee, Kreis Lyck. 

Helmut Skrieboleit, geb. am 13.06.1920 in Baletten; gesucht wird Friedrich
Skrieboleit, aus Dittersdorf, Post Schnellwalde, Kreis Mohrungen, bei
Familie Scherlach. 

Franz Müller, geb. am 13.11.1911 in Rosenbeck; gesucht wird Frau Müller, aus
Freimarkt, Kreis Heilsberg. 

Sochowitzki, Vorname unbekannt, geb. am 16.10.1927; gesucht wird
Sochowitzki, aus Großgarten, Kreis Angerburg. 

Alfons Swierczynski, geb. am 14.08.1913 in Jaselo-Schwetz; gesucht wird
Martha Swierczynski, aus Grodek. 

Walter Skiba, geb. am 07.05.1925 in Klein-Osterode; gesucht wird Familie
Skiba, aus Klein-Pötzdorf, Kreis Osterode. 

Heinz Reuter, geb. am 28.01.1922 in Königsberg; gesucht wird Paul Reuter,
aus Königsberg, An der alten Bastion 6. 

Siegfried Slomienka, geb. am 19.04.1924 in Königsberg; gesucht wird Franz
Slomienka, aus Königsberg, Steindammer Wall 23 a 

Ernst Sobulewski, geb. am 17.10.1923, gesucht wird Auguste Sobulewski, aus
Lötzen, Wasserturmstraße 8. 

Ernst Slomzinski, geb. am 04.10.1911 in Milken; gesucht wird Amanda
Slomzinski, aus Milken, Kreis Lötzen. 

Erich Schnatzki, geb. am 07.09.1910 in Pulfeik; gesucht wird Edith
Schnatzki, aus Mohrungen, Gartenstraße 11. 

Bernhard Slodowski, geb. am 22.10.1906 in Morainen; gesucht wird Maria
Slodowski, aus Morainen, Kreis Stuhm. 

Hans Sochies, geb. am 28.02.1915 in Ortelsburg; gesucht wird Familie
Sochies, aus Ortelsburg, Ernst-May-Straße 31. 

Hermann Schoek, geb. am 25.07.1899 in Gr.-Kuhren; gesucht wird Frau Schoek,
aus Peyse, Samland. 

Ulrich Meyer, geb. am 06.10.1924 in Königsberg; gesucht wird Franz Meyer,
aus Praschnitz, Horst-Wessel-Straße 3. 

Josef Skrowonski, geb. am 06.12.1912 in Sauerbaum; gesucht wird Familie
Skrowonski, aus Sauerbaum, Kreis Rößel. 

Fritz Willi Schlösser, geb. am 010.9.1925 in Trunweiden; gesucht wird
Familie Schlösser, aus Schweizertal, Kreis Gumbinnen. 

Gustav Salewski, geb. am 13.04.1906 in Lindenhof; gesucht wird Maria
Salewski, aus Selbongen, Kreis Sensburg. 

Günther Schlesies, geb. am 23.11.1925 in Aust; gesucht wird Minna Lubjuka,
aus Siegetvochen, Kreis Goldap. 

Paul Slaby, geb. am 02.02.1923 in Eckersdorf; gesucht wird Gottlieb Slaby,
aus Skomanten, Kreis Lyck. 

Walter Schittenhelm, geb. am 08.02.1919 in Steffenswalde; gesucht wird Marie
Schittenhelm, aus Steffenswalde, Kreis Osterode. 

Johannes Stark, geb. am 10.12.1906 in Niederhaslau; gesucht wird Familie
Stark, aus Wilken, Kreis Haslau, Kunzer Straße 5. 

Gustav Schlenger, geb. am 08.04.1899 in Zinten; gesucht wird Maria
Schlenger, aus Zinten, Kreis Heiligenbeil, Siedlung II. 

Zuschriften unter Su/Mü 10/56 an die Geschäftsführung der Landsmannschaft
Ostpreußen, Hamburg 13, Parkallee 84/86. 

Auskunft wird erbeten über …
Frau Auguste Canderan, aus Königsberg, Hochmeisterstraße, und deren Kinder
Primo, Umberto und Gino sowie Italia Marks, geborene Canderan. 

Hilde Emmersleben, Gemeindeschwester in Burdungen. Letzte Post im Januar
1945 aus Allenstein erhalten. Seitdem fehlt jede Spur.

Gefr. Hans Kabbeck, geb. am 10.09.1927 in Königsberg-Quednau. Letzte FPNr.
46 459 D, Feld-Ers.-Bat. 349 AOK 4. Seit 22.07.1944 vermisst bei Lomscha.
Wer weiß etwas über den Verbleib?

Lehrer Fritz Klein und Familie, aus Luisenberg, Kreis Insterburg. 

Frau Melcher, aus Königsberg, Jägerstraße 41 a. 

Emma Milautzkl oder Malewski, geborene Wiete, geb. am 18.12.1901 in Tilsit.
Letzter Wohnort: Nähe von Heinrichswalde, Kreis Elchniederung. Aus Pogegen
(Memelland) umgesiedelt worden. Wer weiß etwas über den Verbleib?

Marie Schinz, geborene Seidler, geb. am 17.12.1887 in Schönwalde, Kreis
Wehlau. Fritz Eduard Schinz, geb. am 16.09.1894 in Königsberg, Ernst Schinz,
etwa 55 Jahre alt, Ida Schinz, etwa 60 Jahre,  Meta Schinz, etwa 55 Jahre
alt, Martha Schinz, etwa 55 Jahre alt, Elisabeth Schinz, etwa 45 Jahre alt
und Ruth Edeltraut Schinz, geb. am 08.06.1928, letzter Wohnort: Königsberg.

Lena Nickel, geborene Schinz, etwa 60 Jahre alt, Irmgard Schinz, etwa 33
Jahre alt, Ursel Schinz, etwa 30 Jahre alt und Manfred Schinz, etwa 28 Jahre
alt. 

Albert Seidler, geb. 1884 in Schönwalde, Kreis Wehlau. Letzter Wohnort:
Puschdorf, Kreis Wehlau.

Maria Wenzeck, geb. Naujoks, geb. 29.11.1891 in Balschkehmen, aus
Königsberg, Leutweinstr. 13. Sie soll 1946 in Königsberg, Steffecksiedlung,
Willmannstraße 47, gewohnt haben.

Zollassistent Borowski, der im Jahre 1934 bei der Zollgrenzaufsichtsstelle
Gingen, Kreis Lyck, beschäftigt gewesen ist. Wer weiß etwas über seinen
Verbleib? 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
(24a) Hamburg 13, Parkallee 86

Seite 7   Amtliche Bekanntmachungen
3 II 61/56     Aufgebot 
Der Fabrikarbeiter Paul Graw in Solingen, Richard-Wagner-Str. Nr. 42, hat
beantragt, seine verschollene Ehefrau Agathe Graw, geborene Burchert, geb.
31. Dezember 1905 in Rosengart. Kr. Braunsberg, Ostpreußen, zuletzt wohnhaft
gewesen in Rosengart, Kreis Braunsberg, Ostpreußen, für tot zu erklären. Die
bezeichnete Verschollene wird aufgefordert sich spätestens in dem auf den
15. Januar 1957, 9.15 Uhr, vor dem Amtsgericht in Solingen, Wupperstraße 32,
Zimmer 37, anberaumten Aufgebotstermin, zu melden, widrigenfalls die
Todeserklärung erfolgen wird. An alle welche Auskunft über Leben und Tod der
Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im
Aufgebotstermin dem Gericht Anzeige zu machen. Solingen den 29. Oktober
1956. Das Amtsgericht

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[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/12 19:09:15
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 8   Suchanzeigen
Zwei Kindersteckbriefe mit Fotos. 
Name: fraglich ob Lassino 
Vorname: Arno 
geboren: etwa 1942 
Augen: blau 
Haare: blond 

Name: fraglich ob Russiner 
Vorname: Hans 
geboren: etwa 1943 
Augen: blau 
Haare: blond 
Die beiden Knaben wurden durch ein Gutachten eines Instituts für
Humangenetik mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit als Blutsverwandte angesehen.
Ob beide Knaben Brüder sind, steht nicht ganz fest. 
Es ist möglich, dass die Knaben aus Ostpreußen, Westpreußen oder Pommern
stammen. 
Arno, der ältere Knabe, erzählt, dass seine Eltern einen Bauernhof hatten,
ebenfalls eine Wiese mit einem Fischteich. Es ist möglich, dass die Mutter
mit den Kindern auf einem Schiff geflohen ist und auf der Flucht verstarb.
Anscheinend sind beide Namen nicht ganz richtig, trotzdem der kleinere
„Hansi" auf einem Umsiedlungspass als Russiner geführt wurde. 
Nachricht erb. unter Nr. 68 066 Das Ostpreußenblatt. Anz.-Abt., Hamburg 13. 

Mit Foto. Heimkehrer! Wer kann Auskunft geben über den Verbleib meines seit
April 1944 in Russland (Narwa) vermissten Sohnes, Soldat Walter Lupp, geb.
24.03.1925 in Prostken, Ostpreußen, letzte FPNr. 29 174 B? 

Mit Foto. Am 9. Februar 1945 wurde meine Tochter Waltraut Lupp, geb. am
07.08.1929 in Prostken, Ostpreußen, auf der Nehrung kurz vor Kahlberg von
uns getrennt. Zuletzt gesehen mit Frl. Lisbeth Flakowski, aus Mensguth bei
Bischofsburg. Wer kennt Lisbeth Flakowski? Um Nachr. bittet Karl Lupp,
Mülheim (Ruhr), Feldstraße 59.

Wer kann Ausk. geben über den Verbleib unserer Tochter Sabine Krause, geb.
24.09.1941 in Königsberg Pr., Altroßg. Kirchenstraße Nr. 10/11, letzter
Aufenthalt Norgehnen bei Waldau, Kr. Königsberg, bei Bauer Behring. Nachr.
erb. Frz. Krause, Gelsenkirchen, Tannenbergstraße 28. 

Wer kann mir Ausk. geben über den jetzigen Aufenthalt, bzw. den Verbleib des
Steuerberaters Heinrich Konditt, früher wohnhaft Königsberg Pr.,
Tamnaustraße 3 – 4? Ich benötige H. Konditt für einige Auskünfte für meine
LAG-Anträge. Ernst Betke, Köln-Ehrenfeld, Iltisstraße Nr. 13 I links.

Wer kann Ausk. geben über meine Tochter Edith Näth, geb. am 25.01.1930,
Königsberg, Alter Garten Nr. 61? Sie lag am 23. März 1945 in Oxhöft bei
Gotenhafen im Lazarett. Ich bin für jede kleinste Nachr. dankbar. Frau
Therese Näth, geb. Heidmann, Gladbeck, Westf., Heinrichstr. 3a

Gesucht wird Fritz Kosemund, Obergefreiter, Feldpostnummer 02 097 D, geb.
27.06.1911, aus Pillau, wo er auch bei der Einnahme mit 2 Kameraden in den
Festungskasematten zuletzt gewesen sein soll. Wer kennt die beiden Kameraden
u. deren Verbleib? Nachr. erb. Walter Kosemund, Clausthal-Zellerfeld 2,
früher Pillau 2. 

Wer kann Ausk. geben über meinen Sohn Fritz Tertel, geb. 03.01.1913 in
Deutscheck, Kr. Treuburg, Ostpreußen? Beruf Zimmermann. Unteroffizier in der
Einheit 19 438 D, letzte Nachr. v. 11.01.1945, Kampfraum Gumbinnen,
Ostpreußen. Durch Nachricht von Feldwebel Heinz Jordan, Lauenburg,
Klaus-Groth-Str. 23, ist die Einheit aufgelöst und im Kessel Heiligenbeil
verteilt worden. Von hier fehlt bis heute jede Nachr. Ausk. erb. Auguste
Tertel, Orsayerberg, Kreis Moers, Rheinld., Feldmarkt 62 a. Unkosten werden
erstattet.

Wer kann Auskunft geben über den Verbleib meiner Mutter Anna Michaelis, geb.
Schlekies, geb. am 26.10.1889 und meiner Schwester Gertrud Michaelis, geb.
am 06.07.1901 in Memel, zul. wohnhaft Königsberg Pr., Friedländer Torplatz 3
III? Nachr. erb. Walter Michaelis, Frankfurt - Heddernheim, Antoniusstr. 18
I, bei Jäger. 

Suche die Malermeister Schindel, Schäfer, Kelch, Enders und Tybus, sämtl.
aus Rastenburg, Ostpreußen. Sie sollen bestätigen, dass mein Mann Fritz
Grodde bei ihnen als Maler gearbeitet hat. Hildegard Grodde, geb. Idel,
Unterzeitlbach über Aichach, frühwe Königsberg Pr., Kreuzstraße 33/34

Achtung! Wer kann Auskunft geben über Gerhard Fischer, geb. 06.01.1928 in
Powunden, Kr. Königsberg Pr., zuletzt RAD-Abt. 4/381. Anfang Mai 1945
eingesetzt gewesen in Melnik (Böhmen), seitdem verschollen? Nachricht erb.
Familie Fischer, Erding, Obb., Albertstr. 4. 

Gesucht werden: Ernst Waschull, verheiratet in Königsberg, Wilhelm Waschull,
verheiratet in Königsberg, Schönfließ. Allee. Hans Waschull,
Stalingradkämpfer. Nachr. erb. Karl Waschull, Tündern, Lange Straße 53 a
(Hameln). 

Achtung, Litauenheimkehrer! Wer kennt oder ist mit meinem Sohn zusammen
gewesen? Heinz Jürgen Marienfeld, geb. am 30.11.1932 in Königsberg Pr.,
Selkestr. Nr. 7. Mein Sohn soll sich zu einer Rot-Kreuz-Schwester nach dem
Tode seiner Mutter und Schwester im September 1947 geäußert haben, dass er
nach Litauen gehen will. Nachr. erb. sein Vater Bernhard Marienfeld,
Duisburg-Meiderich, Bahnhofstr. 28. Unkosten werden sofort erstattet.

Wer kann Auskunft geben über Fleischermeister Paul Heydasch, Rößel,
Ostpreußen, Markt 3? Letzter Aufenthalt bei der Wehrmacht: Uffz. 1.
Luftnachr.-Flugmelde-Regt. 91. Flugwache Rößel. Nachr. erbittet Günter
Muhlack, Solingen-Wald, Heukämpchenstraße 17.
 
Suche Familie Wedler oder Girgsdies. Helene Brandenburg – Enseleit, Ovendorf
bei Travemünde.

Seite 8   Familienanzeigen
Klaus, geboren am 16.11.1956. Sybil und Wolfgang haben ein Brüderchen
bekommen. Irmgard Dombrowski, geborene Bethke. Werner Dombrowski,
Regierungsamtmann. Schofhütten, Kreis Neustettin. Gr.-Mischen, Samland,
jetzt Dedelstorf über Wittingen (Hannover) 

Ihre Vermählung geben bekannt: Werner Klein, Gailingen, Büsinger Straße 6,
früher Pillau, Ostpreußen, Gutstraße 169. Ursula Klein, geb. Wiedemann,
Wolfenweiler, Hauptstraße 29. 1. Dezember 1956

So Gott will, begehen wir am 12. Dezember 1956 den Tag unserer Silbernen
Hochzeit. Wir grüßen hiermit alle lieben Verwandten und Bekannten. Kurt
Eisenblätter und Frau Charlotte Eisenblätter, geb. Schulz. Königsberg Pr.,
Rennparkallee Kleingarten Borkenhof. Jetzt (22c) Imgenbroich 83, Kr.
Monschau, Rhld. 

Meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Oma, Schwester, Tante und Schwägerin,
Frieda Muhlack, geb. Jorzig, ist am 12. November 1956 nach langjähriger
Krankheit im Alter von 55 Jahren von uns gegangen. In stiller Trauer im
Namen aller Hinterbliebenen: Familie Paul Muhlack. Rößel, Ostpreußen. Jetzt
Solingen-Wald, Heukämpchenstraße 17 

Am 27. November 1956, feierten wir unsere Silberhochzeit und grüßen alle
Bekannten und Verwandten. Ernst Rausch und Frau Helene Rausch, geb.
Kettrukat. Bublauken, Kr. Insterburg. Schillen, Kr. Tilsit, jetzt Stadorf,
Post Ebstorf, Kr. Uelzen (Hannover) 
 
Am 26. November 1956 feierten wir unsere Silberhochzeit, grüßen dabei
herzlich alle Verwandten und Bekannten der alten Heimat mit Ps. 73, 23 - 26.
Otto Kloß und Frau Marie Kloß, geb. Grudda. Hammerbruch.,Kr. Sensburg, jetzt
Recklinghausen, Surmannskamp 32

Für die zahlreichen Glückwünsche zur Goldenen Hochzeit danken wir allen
Verwandten, Bekannten und Freunden herzlichst. Friedrich Dorka und Frau.
Gelsenkirchen-Hüllen, Liegnitzstraße 8 

Nach einem arbeitsreichen Leben entschlief unsere liebe treusorgende Mutter,
Schwiegermutter und Omi, Marie Sablotny, geb. Kerski, im Alter von 89
Jahren. In stiller Trauer: Ernst Grommek und Frau Frida Grommek, geb.
Sablotny und alle Angehörigen. Thyrau bei Osterode, Ostpreußen. Jetzt
Aumühle bei Hamburg, Sachsenwaldstraße 6 

Fern der lieben Heimat verschied am 30. Oktober 1956 plötzlich und
unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater,
Bruder, Schwager und Onkel, Landwirt Franz Samland, Major der Reserve, im
Alter von 58 Jahren. In tiefer Trauer: Erna Samland, geb. Erdtmann, Kinder
und Enkelkinder. Drugthenen, Kreis Samland, Ostpreußen, jetzt Bösinghoven
bei Krefeld, Hannenhof 

Am 29. November 1956 entschlief plötzlich und unerwartet infolge Herzschlags
mein lieber guter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Opa,
Bruder, Onkel und Schwager, Steueramtmann i. R. Arthur Rauch, im Alter von
82 Jahren. In stiller Trauer: Ella Rauch, geb. Kalau vom Hofe. Gerhard Rauch
und Frau Felizitas Rauch, geb. Scheffler. Hildegard Lippitz, geb. Rauch. Dr.
Johannes Lippitz, drei Enkelkinder. Früher Königsberg Pr., Schrötterstraße
5, jetzt Hannover-Waldheim, Roßkampstraße 9 

Nach langem schwerem Leiden, im festen Glauben an den allmächtigen Gott,
verstarben unsere lieben Schwestern, Berta Dausend, geb. Ogerzey, im Alter
von 81 Jahren am 24. Oktober 1956 und Maria Kinschorra, geb. Ogerzey, im
Alter von 52 Jahren am 31. Oktober 1956. Früher Karlshof bei Rastenburg,
Ostpreußen, jetzt Langenberg, Hüser Str. 23. In tiefer Trauer für alle
Verwandten: Lina I.ischkoweit, geb. Ogerzey. Gieleroth über Altenkirchen
(Westerwald)

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[OWP] Datenfreigabe

Date: 2017/09/12 19:38:30
From: Jürgen Wedig via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo Listenmitglieder, 


bei meiner Recherche im Traubuch Frankenau von 1646 – 1846 habe ich parallel dazu 

Heiraten der männlichen Personen rausgeschrieben, die außerhalb wohnhaft, im Kirchspiel

Frankenau geheiratet haben. 

Sie sind unter folgendem Link zu finden:
www.homepage-andreas-meininger.de/Frankenau.pdf



 Viele Grüße

Jürgen (Wedig)

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/13 09:31:21
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 9   Zwei Fotos. In Pillau
Die beiden Aufnahmen zeigen Teile von Pillau, wie es einst war. Die Stadt
ist so breit gelagert und der Hafen ist so weiträumig, dass Aufnahmen immer
nur begrenzte Ausschnitte geben können. Das Foto links zeigt einen Blick auf
den Seglerhafen und das Tief, das die Verbindung zwischen dem Frischen Haff
und der Ostsee darstellt. Das Land, das sich im Hintergrunde dunkel nach
rechts vorschiebt, ist die Spitze der Frischen Nehrung, weiter im
Hintergrund ist die Ostsee erkennbar. — Die Aufnahme rechts gibt einen Blick
auf den „Kanal", in den gerade eines der Schiffe des Seedienstes Ostpreußen
einläuft

Seite 9   Pillau heute, von einem Landsmann gesehen. Immer liegen zahlreiche
Kriegsschiffe im Hafen / Auch Zivilpersonen kommen in die Stadt / Manchmal
fuhr in drei Tagen kein Handelsschiff nach Königsberg.
Pillau ist diejenige ostpreußische Stadt, von der wir bisher am wenigsten
eine Vorstellung hatten, wie es heute dort aussieht. Die letzte zuverlässige
Nachricht von dort brachten in den Jahren 1946 bis 1948 ausgesiedelte
Landsleute, dann ehemalige deutsche Kriegsgefangene, die Aufräumungsarbeiten
verrichten mussten, und schließlich ein Seemann, dem es in jenen Jahren noch
gelungen war, in die Stadt zu kommen.

Was man nach 1948 von Pillau hörte war nur, dass die Stadt ein großer
Stützpunkt der sowjetischen Kriegsflotte geworden sei, ein Kriegshafen, der
eine verbotene Zone darstelle, die Zivilisten überhaupt nicht und selbst
hohe Offiziere der Roten Armee nur mit einem Sonderausweis betreten dürften.
Es schien aussichtslos zu sein, weitere Nachrichten über Pillau zu erhalten,
und so bildete, was die Kenntnis von den heutigen Zuständen in unserer
Heimat anbetrifft, die Stadt Pillau mit ihrer näheren Umgebung einen weißen
Fleck auf der Karte. 

Jetzt sprachen wir einen jungen Landsmann, der zwei Jahre hindurch in Pillau
gelebt hat und zwar vom Herbst 1951 bis zum Dezember 1953. Er arbeitete auf
einem Bagger, der vor Pillau und im Seekanal in Betrieb war; er durfte
jederzeit ungehindert auch in Pillau an Land. Leider kannte er die Stadt
nicht von früher. Wenn ihm so auch die Vergleichsmöglichkeiten fehlten, so
konnte er doch zahlreiche Einzelheiten berichten, aus denen wir uns doch ein
Bild von der Lage in Pillau machen können. 

Sowjetische Flottenbasis 
An der Spitze aller Feststellungen gehört die Tatsache, dass Pillau — die
Russen nennen es Baltijsk — wirklich ausschließlich Kriegshafen für die
sowjetische Marine ist, und zwar ein recht bedeutender. 

Die meisten Ostpreußen kennen die Stadt und den Hafen aus der Zeit vor dem
Beginn des letzten Krieges. Aber in den Jahren vor 1939 und im Kriege selbst
hat der Hafen von Pillau durch sehr umfangreiche Anlagen, die von der
deutschen Kriegsmarine gebaut wurden, ein ganz neues Bild erhalten. Das
gewaltige Gelände des Kolk am Eingang zum Seekanal wurde aufgespült; dieses
Bauvorhaben wurde 1938 beendet. Zunächst entstand hier ein Flugplatz, aber
er verschwand, als im Kriege in Neutief auf der Frischen Nehrung ein neuer
Seeflughafen angelegt wurde. Auf dem ehemaligen Kolkgelände wurde ein
Kriegshafen gebaut. Hafenbecken wurden angelegt und Liegestellen für große
Kriegsschiffe wurden geschaffen. Auch an anderen Stellen wurde der Hafen
erweitert und modernisiert, es wurden lange Kais errichtet. 

Diese von der deutschen Kriegsmarine errichteten Anlagen werden natürlich
von den Russen sachgemäß genutzt. Die sowjetische Flotte ist die
zweitstärkste der Welt, und in Pillau ist es durchaus zu sehen, dass ein
großer Teil davon in der Ostsee stationiert ist. Es sollen und können hier
keinerlei Nachrichten gebracht werden, die für irgendwelche
Nachrichtendienste interessant sein könnten, denn weder hat unser
Gewährsmann auf diese militärischen Dinge besonders geachtet, noch hat er
die Kenntnisse, um genaue und einwandfreie Angaben zu machen, — es soll hier
nur ein ganz allgemeines Bild von Pillau gegeben werden. 

Stets liegen zwei bis drei Schwere Kreuzer in Pillau. So waren hier
stationiert die „Ordjonikidze" (15 000 t) auf der Bulganin und Chruschtschow
nach London gefahren sind, die der gleichen Klasse angehörende „Alexander
Newsky" und die 8800 t großen Kreuzer „Maxim Gorki" und „Molotow". Die
Kreuzer legen ebenso wie die zahlreichen Zerstörer vom Typ Sorky (2411 t) an
den modernen langen Kais an, die von der deutschen Kriegsmarine gebaut
worden sind. Die leichten Torpedoboote liegen in großer Zahl im Innenhafen
(auch Kanal genannt) und im „Graben". Besonders hoch ist die Zahl der
Schnellboote und Kleinkampfschiffe. In dem halbkreisförmigen Becken des
Hafens von Kamstigall sieht man bis zu siebzig dieser mit zwei Torpedos
ausgerüsteten Boote, die etwa fünfzehn Mann Besatzung haben; etwa zwanzig
bis dreißig liegen zur Reparatur auf Land. 

Dann gibt es in Pillau zahlreiche Hilfs- und Versorgungsschiffe der
Kriegsflotte. Sie bringen Treibstoff und Nachschub für die Kriegsschiffe und
die Garnison, verrichten Bugsierdienste für die Kreuzer, schleppen
Schießscheiben auf See und bergen Wracks. Die Offiziere dieser
Kriegshilfsflotte gehören zur Kriegsmarine, während die Besatzung einen
zivilen, aber marineähnlichen Charakter hat. Die jungen Männer brauchen
nicht mehr eine Militärdienstzeit abzuleisten, die Arbeitszeit auf diesen
Kriegshilfsschiffen wird ihnen als Dienstzeit angerechnet. Es wird eine
strenge Auslese getroffen, auch ist die Disziplin sehr streng, genauso wie
bei der Marine. Die Löhnung ist recht gut, ebenso die Verpflegung. 

In den Straßen der Stadt 
Das Straßenbild wird, das ist nach dem hier Gesagten ja selbstverständlich,
von den Angehörigen der Kriegsmarine und der Kriegshilfsflotte beherrscht.
Aber neben den Matrosen in den dunkelblauen Jacken über den
blau-weißgestreiften Hemden sieht man auch zahlreiche Rotarmisten in
erdbraunen Uniformen, denn in Pillau gibt es auch Formationen der Roten
Armee, dann auch Baubataillone. 

Als Kriegshafen und Garnisonstadt wird Pillau ganz besonders gut versorgt;
nimmt da gegenüber allen anderen Städten im russisch besetzten Ostpreußen
eine Ausnahmestellung ein. So hat unser Gewährsmann in den beiden Jahren, in
denen er in Pillau arbeitete, niemals Schlangen gesehen, die etwa nach Brot
oder Zucker und Butter anstanden, so wie das ja in den anderen Orten immer
die Regel ist. Es gab diese Dinge in Pillau immer zu kaufen. Schwieriger war
allerdings die Versorgung mit Fleisch; vor den Fleischereien standen auch in
Pillau Schlangen. Unser Landsmann hatte zeitweise die Verpflegung auf dem
Bagger, auf dem vierzig bis fünfzig Mann beschäftigt waren, unter sich, und
wenn es in den Proviantlagern nicht genügend Butter zu bekommen gab, dann
hat er ohne Schwierigkeiten zusätzlich manchmal zehn bis zwanzig Kilo Butter
im Geschäft hinzugekauft, überhaupt, — die Angehörigen der Kriegsmarine, der
Kriegshilfsflotte, der Baubataillone und der staatlichen Betriebe, die mit
dem Hafen zu tun hatten, konnten zu ihrer Verpflegung in den Kantinen noch
genügend hinzukaufen. Auf der Werft arbeiteten viele Asiaten. Sie verdienten
recht gut, bekamen auch noch Unterstützung von zu Hause — die Eltern hatten
meist große Obstgärten —, und so waren sie in der Lage, sich in den Kantinen
Wurst, Butter und Süßigkeiten zu kaufen. 

Mädchen von der Fischfabrik 
Es ist keineswegs so, dass Pillau für Zivilisten vollkommen gesperrt wäre.
Einmal haben zahlreiche Offiziere ihre Familien in der Garnison, bei sich,
so dass man auf den Straßen Offiziersfrauen begegnet, dann gibt es die
Angestellten und Verkäuferinnen in den Geschäften, und schließlich hat
Pillau auch eine Zivilverwaltung. Auch eine Polizei ist vorhanden, wenn sie
auch mehr in den Hintergrund tritt. Aber auch von außerhalb der Stadt kommen
Zivilisten nach Pillau. Zwischen der Stadt und Königsberg besteht ein
Zugverkehr, und zwar fährt jeden Tag zwei- bis dreimal ein einfacher
Personenzug, der ziemlich gut besetzt ist, meist allerdings mit Militär.
Natürlich werden die Insassen der Züge scharf kontrolliert. 

Auch Bauern von den nächstgelegenen Kolchosen kommen in die Stadt, aber der
Markt ist recht klein. Selbst am Sonntag, dem größten Markttag, sind meist
nicht mehr als nur zwanzig Bauernwagen auf dem Markt. 

Der Verkehr in der Stadt ist an den Wochentagen nicht groß, abends wird er
etwas stärker, wenn die Matrosen Landgang haben. Lebhafter Betrieb ist in
der Stadt vor allem an den Tagen, an denen die Matrosen zum größten Teil
Urlaub bekommen, also vor allem an den Festen, und da geht es in den
Gaststätten hoch her. Ohne Wodka, das steht ja fest, gibt es für den Russen
keine richtige Feier. Billig ist der Schnaps nicht, ein Liter kostet 45
Rubel, aber da das Geld immer zuerst in Schnaps angelegt wird, wird er in
Mengen getrunken. Nicht selten kommt es zu Prügeleien, zwischen Soldaten und
Matrosen. Streifen der Kriegsmarine und der Roten Armee greifen
Randalierende und Betrunkene auf. In betrunkenem Zustand wird niemand auf
das Schiff gelassen; manchmal schlafen auf der Kommandantur dreißig bis
vierzig Matrosen ihren Rausch aus. 

Den Matrosen und Seeleuten steht das Gebäude des Matrosenklubs zur
Verfügung. Es spielen drei Kinos. Auf dem Sportplatz finden Fußballspiele
und leichtathletische Kämpfe zwischen einzelnen Schiffsbesatzungen und auch
zwischen der Marine und Einheiten der Roten Armee statt. Es werden auch
Konzerte und Varieté - Abende veranstaltet. Die Konzerte finden im Sommer in
dem 1934 erbauten Schützenhaus in der Plantage statt. Im Winter geben
Schauspieltruppen Gastspiele im Offiziersklub, einem hohen Haus mit
Vorgarten Ecke Hindenburg- und Sudermannstraße. Auch das Philharmonische
Orchester aus Riga erschien zu Gastspielen, und es treten auch Artisten aus
Leningrad und Moskau auf. 

Die Plantage ist zu dem von den russischen Städten bekannten Kulturpark
umgewandelt worden. Im Sommer wird hier auf einer gedielten Fläche im Freien
getanzt, und da es in der Garnisonstadt natürlich an Frauen mangelt, kommen
oft fünfzig, sechzig Mädchen auf einem Motorschiff von der Fischfabrik Peyse
nach Pillau zum Tanz; in Peyse besteht — davon wird noch die Rede sein — ein
großes, modern eingerichtetes Fischkombinat. 

Der Seekanal befahrbar 
Die Russen bauen den Hafen Pillau weiter aus, und zwar als Kriegshafen; mit
einem Handelsverkehr hat Pillau nicht das Geringste zu tun, niemals legt ein
Handelsschiff an den Kais an. 

Der Hafen ist auf die entsprechende Tiefe gebracht worden, und dazu gehört
auch, dass er von Wracks geräumt wird. Im Kriegshafen — vor dem
Schwalbenberg — versperrte in zwei Metern Tiefe ein gesunkenes deutsches
U-Boot die Fahrrinne; es wurde im Sommer 1952 gehoben. Dieses U-Boot war
nicht das einzige Wrack im Pillauer Hafen. Es wurde eine ganze Anzahl
weggeräumt und an Land geschafft, — kleine Schiffe, Boydacks und Schlepper.
Aus einem Hafenbecken ragte 1953 noch das Oberdeck eines ganzen Schiffes
heraus. Unser Landsmann kann nicht sagen, um was für ein Schiff es sich
gehandelt hat; es könnte das am 9. März 1945 durch einen Bombenangriff
gekenterte Lazarettschiff „Meteor" oder die am 13. April 1945 mit
Achterschiff ebenfalls durch Bomben auf Grund gesetzte „Weserstein" sein.
Der Schiffsrumpf wurde durch Stahltrosse, die an — auf dem Lande
eingerammten — eisernen Pfählen befestigt waren, gehalten. 

Unser Landsmann hat von der Besatzung eines Baggers gehört, der zwei Jahre
hindurch im Pillauer Hafen und im Seekanal gearbeitet hat. Der Bagger war
einer der Spezialfahrzeuge der staatlichen technischen Ostseeflotte (diese
war nicht ein Bestandteil der Kriegsmarine), die Arbeiten an der Küste und
in den Häfen der Ostsee ausführte und die aus Baggern, Hochseeschleppern,
Schuten und Prähmen besteht. Das Zentralkontor dieser Flotte befindet sich
in Leningrad, die Leitstelle der Unterabteilung in Riga. Von dort aus werden
auch die in ostpreußischen Gewässern beschäftigten Fahrzeuge dirigiert. 

Der Schiffsverkehr durch den Seekanal war schon damals in den Jahren 1951
bis 1953 möglich. Im Seekanal sind dauernd Bagger in Tätigkeit, er ist auf
eine Tiefe von acht Metern gebracht worden. Es kann also wieder ein normaler
Schiffsverkehr nach Königsberg vor sich gehen, aber der Verkehr von
Seedampfern ist außerordentlich schwach. Manchmal kam drei bis vier Tage
hindurch nicht ein einziger Dampfer; in der Woche fuhren durchschnittlich
etwa drei Schiffe durch den Kanal nach Königsberg. Es handelte sich dabei um
russische und ab und an um polnische Dampfer. Die Schiffe holen meist
Getreide. Ob sie etwas nach Königsberg bringen, ist schwer zu sagen; es war
zu hören, dass sie Maschineneinrichtungen mitbringen. Niemals war ein
deutsches Schiff zu sehen, und man hat auch nicht gehört, dass ein solches
jemals nach Königsberg gegangen wäre. Wesentlich größer, etwa drei- oder
viermal so groß, ist der Handelsschiffsverkehr in Memel. 

Auf dem Bagger 
Unser Landsmann — er galt als staatenlos — verdiente auf dem Bagger für
russische Verhältnisse nicht schlecht. Zu dem Lohn von 550 Rubeln brutto kam
noch der Lohn für Überstunden — es waren täglich meist vier —, so dass er
monatlich nach den Abzügen durchschnittlich achthundert Rubel erhielt, dazu
freie Verpflegung. Wenn der Plan erfüllt wurde, dann gab es für ein Prozent
über den Plan hinaus drei Prozent des Lohnes. Um ein Übersoll zu machen,
wurden von manchen Besatzungen Leistungen oft vorgetäuscht. So lassen zum
Beispiel die Spezialschiffe für den Abtransport des herausgebaggerten Sandes
ihre Ladung nachts, wenn sie nicht beobachtet werden können, ins Haff
sinken, anstatt sie in die Ostsee zu bringen. Es wird dadurch erstens mehr
„geschafft", zweitens spart man Treibstoff, und drittens kann die Besatzung
länger schlafen. 

Wurde der Lohn ausgezahlt, dann ruhte oft der Betrieb, weil einige der
jungen Männer sich sofort betranken oder an Land gingen. Mitunter konnte die
Wache nicht abgelöst werden und musste einen ganzen Tag stehen, weil die
Ablösung betrunken war oder vom Landausflug nicht zurückkehrte. Die Strafe
für solche Vergehen wurde mit Gleichmut hingenommen, übrigens wurde aus
solchen Vorkommnissen meist nicht viel gemacht; Schiffsführung und Besatzung
halten „nach oben" dicht; den Sündern geschieht nicht viel. 

Bei den sehr langwierigen Ausbaggerungen am Schwalbenberg — hier wurde ein
Becken vertieft — förderten die Bagger oft Bernsteinstücke zutage. Unser
Landsmann stand damals neben den Eimern an der Winsche, und wenn die Eimer
kamen, sah man manchmal Stücke oben im Sand liegen. Es waren meist kleinere
Stücke, aber einmal fand er ein großes Stück, etwa fünfhundert Gramm schwer.
Er hat dafür in der Bernsteinfabrik in Memel hundert Rubel bekommen. Eine
Bestimmung, den Bernstein, der beim Baggern gefunden wurde, abzuliefern,
bestand nicht; der übrigen Mannschaft war der Wert des Bernsteins nicht
bekannt! 

Hoch auf dem Rathaus
Welche Teile von Pillau zerstört worden sind, was blieb und was neu gebaut
wurde, darüber kann unser Landsmann kaum etwas sagen, da er Pillau von
früher her nicht kannte. Wir wissen, dass der am Hafen gelegene Teil der
Stadt vom Kriege hart getroffen wurde, viele Häuser sanken hier in Asche.
Der schöne Leuchtturm, dessen Riss aus der Werkstätte von Schinkel stammt,
ist stehen geblieben. „Hoch auf dem Rathaus dreht sich der Stör und leuchtet
hinaus auf das Baltische Meer ..." so heißt es in dem Pillau gewidmeten Lied
von Hans Parlow. Doch dieses Wappentier der Seestadt sah unser Landsmann
nicht mehr auf dem Rathaus; in dem ausgebrannten, aber wiederhergestellten
Gebäude ist die Miliz untergebracht. In den Straßen wurden zwar neue Häuser
gebaut, unser Landsmann meint, dass die Bautätigkeit recht rege ist, doch
gibt es noch viele Baulücken und längst nicht alle Trümmer auf den
Grundstücken wurden beseitigt. Pillau II ist besser davongekommen; es stehen
dort der Wasserturm, die Gasanstalt, die Siedlung. Auch die in der Nähe des
Friedhofs gelegenen Wohnblocks der Wehrmacht und die Marinesiedlung
Kamstigall sind zum größten Teil erhalten. 

Fischereikombinat Peyse
Die breite Landzunge, die sich am Nordufer des Frischen Haffs in das Wasser
schiebt, wird nach dem südlichsten Ort „Peyser Haken" genannt. Peyse nahm
vor dem Kriege eine ständige wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung, was sich
auch in der wachsenden Zahl der Einwohnerschaft zeigt. Um die
Jahrhundertwende betrug sie um sechshundert, im Jahre 1939 war sie auf 2196
gestiegen. 

Der Hafen von Peyse ist stark belegt. Motorisierte Seekutter fahren von hier
zum Fang auf die Ostsee. Manchmal bleiben sie eine Woche lang auf See;
Dampfer sammeln den Fang ein. Die Kutter sind mit Radar und Sprechfunk
ausgerüstet. 

Der gesamte Fang der Ostsee- und Haffkutter wird in der Fischfabrik Peyse
verarbeitet, während die Fischfabrik in Königsberg die Fänge der
Hochseefischereiflotte erhält, die von Königsberg bis zu den Gründen bei
Island fährt. 

Unmittelbar am Peyser Hafen stehen Baracken, in denen die eingebrachten
Fische verarbeitet werden. Je nach der Saison werden hier einige hundert
Menschen, vorwiegend junge Mädchen, beschäftigt. Für die verheirateten
Arbeiter, für die Fischerfamilien und für die Angehörigen der Königsberger
Hochseefischereiflotte wurden in Peyse zahlreiche kleine Holzhäuser gebaut. 

Eine starke Belegschaft arbeitet für das zwischen Peyse und Zimmerbude
gelegene Elektrizitätswerk. Die erforderliche Kohle, bringen Seeleichter von
Stettin über die Ostsee; bis zu dem großen pommerschen Hafen wird sie von
den oberschlesischen Gruben befördert. Diese Seeleichter sehen äußerlich wie
große Frachtschiffe aus; sie haben aber keine Maschinen, der Laderaum ist
daher größer als bei den Dampf- oder Motorschiffen. Gezogen werden sie von
Seeschleppern. 

Für Pillau, das kann abschließend festgestellt werden, trifft also am
ehesten zu, was vom russisch besetzten nördlichen Ostpreußen immer wieder
gesagt wird, dass es nämlich zu einer einzigen sowjetrussischen Militärbasis
geworden sei, — es dient, ganz im Gegensatz zu seiner bisherigen Geschichte,
tatsächlich nur militärischen Zwecken.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/13 10:27:40
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 10   Der Königsberger Seekanal. Diese Schifffahrtsstraße war die
Lebensader des Hafens. Von Dr. Herbert Kirrinnis. 
Skizze
Die Entwicklung des Königsberger Wirtschaftslebens im 20. Jahrhundert ist
undenkbar ohne die Umgestaltung des Pregelunterlaufs und ohne den
Königsberger Seekanal. Wohl erreichten Frachtdampfer durch die vielen
Pregelschlingen Tapiau etwa in einem halben Tag, wohl hatte Insterburg schon
seinen Hafen, wenn auch der Pregel auf dieser Strecke stark unter
Schwankungen des Wasserspiegels zu leiden hatte, — nicht übersehen durfte
man den Wasserweg durch die Deime über das Kurische Haff in das untere
Memelstromgebiet, — alle Wasserstraßen Ostpreußens aber reichten in ihrer
wirtschaftlichen Bedeutung nicht heran an den Pregellauf in Königsberg und
den Seekanal durch das nördliche Frische Haff zum Pillauer Tief. Wenn die
alten Hansestädte Königsberg, Elbing und Braunsberg in früherer Zeit nur
schwer mit Danzig, Stralsund oder Rostock wetteifern konnten, so waren die
Hauptursachen ohne Zweifel ihre abseitige Lage und die unzureichende
Wassertiefe des Frischen Haffs. 

Zwar hatte das Maschinenzeitalter sich hier schon 1826 mit dem Dampfschiff
„Copernicus" angekündigt. Mit der zunehmenden Vergrößerung der Schiffe
genügte aber die Strömung des Pregels nicht mehr, eine noch ausreichende
Fahrrinne nach Königsberg zu garantieren. Die Frachten wurden daher in
Pillau auf Leichter, meist flachbodige, schwer zu steuernde Reisekähne
umgeladen. In den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden etwa
siebenhundert solcher Leichterfahrten durchgeführt; später stieg die Zahl
mitunter um das Doppelte. Da die Pillauer Bahn noch nicht existierte, wurden
im Winter die Frachten auf vielen, in langen Reihen fahrenden Schlitten nach
Königsberg gebracht. Der Schlittweg selbst war durch Bäume abgesteckt, und
Kamstigall, Peyse und Pokaiten waren die Haltepunkte der Fuhrleute. Die
Kaufleute zogen es mitunter vor, ihre Waren über das Eis nach Wolittnick zu
schaffen, um sie dort auf die Bahn nach Königsberg zu verladen. 

Der Bau des Königsberger Seekanals wurde in rund zwölfjähriger Bauzeit (1889
bis 1901) durchgeführt. Freilich ergaben sich in dieser Zeit noch mancherlei
Schwierigkeiten. Die größten Bedenken hatte man gegen die Abschnürung der
Fischhausener Wiek, die als das beste Laichgebiet des Frischen Haffes galt.
Tatsächlich sind auch in diesem Teil des Haffs die Fänge zurückgegangen.
Ebenso musste man die nicht durch Hochwasser bedingten Schwankungen der
Wasserstände im Haff berücksichtigen, die im nördlichen Teil 80 bis 100
Zentimeter betragen. 

Die Ausführung des Kanalbaus übernahm der Staat. Kamstigall, Zimmerbude und
Gr.-Heydekrug waren die Arbeitshäfen, die, später als Fischereihäfen
ausgebaut, auch für diese Ortschaften bedeutungsvoll wurden. Die Kosten
betrugen für einen Kanalkilometer rund 300 000 Mark und für den Meter
Kanaldamm etwa 85 Mark. 

Am 15. November 1901 wurde der Königsberger Seekanal dem öffentlichen
Verkehr übergeben. Damit war ein großes Ziel der Königsberger Kaufmannschaft
erreicht. Die Stadt Königsberg hatte ihre wichtigste Verbindung zur Ostsee
und zum Weltmeer. 

1929: Vertiefung auf acht Meter 
Durch die Vergrößerung der durchschnittlichen Schiffstonnage wurden bald
Erweiterungsbauten notwendig; 1929 waren sie beendet. Dadurch erreichte der
Königsberger Seekanal eine Tiefe von acht Metern und eine Sohlenbreite von
47,50 Meter. Ferner wurde der Kanal zu einem zweischiffigen; nur größere
Schiffe waren gezwungen, die gleichfalls erweiterten Ausweichstellen
anzulaufen. Einen wichtigen Fortschritt bedeutete ferner die Anlage einer
Befeuerung des Seekanals. Siebzig Leuchtfeuer ermöglichten den Schiffen auch
das Anlaufen Königsbergs bei Nacht, und im Winter konnte durch den Einsatz
von Eisbrechern der Kanal immer offen gehalten werden. 

Als Fortsetzung der Pregelwasserstraße weist der Königsberger Seekanal vom
Holländerbaum bis Pillau eine Länge von 33 Kilometern auf. Er führt am
Nordrande des Frischen Haffs entlang, doch in diesem selbst. Er hatte bei
der Fertigstellung 1901 eine Tiefe von 6,5 Metern und eine Sohlenbreite von
dreißig Metern, an der offenen Wiekstrecke (vier Kilometer lang), eine
solche von 75 Metern. Als ursprünglich einschiffiger Kanal hatte er drei
Ausweichstellen bei Wehrdamm, Gr.-Heydekrug und Peyse. Besonders
charakteristisch und allgemeines Kennzeichen für die Führung des Kanals ist
der 26 Kilometer lange südliche Steindamm, der, im Haff gebaut, eine Breite
von 1,50 Metern aufweist und mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt ist. Er
überragt den gewöhnlichen Haffspiegel um 80 Zentimeter. Für die Fischerboote
hat man rund dreißig Meter breite Durchlässe bei Nautzwinkel, Margen,
Caporn, Heydekrug, Widitten und Zimmerbude offen gehalten. Der Steindamm
schützt den Kanal selbst vor Verschlammung durch die Strömungen und die
Schiffe vor den Haffwinden. Vor dem Steindamm, also in Richtung Haff, wurde
das Baggergut abgelagert, mit Weiden, Rohr und Schilf bepflanzt, so dass
sich auf diese Weise lange, schmale Inseln in Ost-West-Richtung entwickelten
und mit der Steinmauer dem Kanal noch einen Schutz verliehen. 

Neben den Vorteilen, die der Königsberger Seekanal im Wesentlichen der
Provinzialhauptstadt direkt brachte, standen auch Nachteile. Aus Pillauer
Sicht musste man mit Recht feststellen, dass der Kanal „eine schwere, kaum
wieder gut zu machende Schädigung von Pillau bedeute" (K. Haberland). Diese
alte, traditionsreiche Seestadt musste auf anderen Gebieten einen Ausgleich
suchen. 

Stettiner, Hamburger und Bremer Schiffe 
Selbstverständlich übertraf der Schiffsverkehr auf dem Königsberger Seekanal
den aller anderen ostpreußischen Wasserstraßen bei weitem. Aus dem Reich
waren, im allgemeinen die Stettiner, Hamburger und Bremer Schiffe am
stärksten vertreten; in beträchtlichem Abstand folgten solche aus den
Oldenburger und Emshäfen. In den Jahren 1932 bis 1937 betrug die Zahl der
ausländischen Schiffe nur einen geringen Bruchteil der deutschen. Unter den
fremden Flaggen waren die dänische, niederländische und schwedische weitaus
am zahlreichsten, während die norwegische, französische und britische erst
in weitem Abstand folgten. Vergleicht man den Güterverkehr zwischen
Königsberg - Pillau, Danzig, Gdingen und Memel in den zwanziger und
dreißiger Jahren, so ist festzustellen, dass Königsberg - Pillau von Danzig
und später dazu noch von Gdingen weit übertroffen wurde, während Memel um
ungefähr ein Drittel bis ein Viertel Königsberg - Pillau nachstand. Durch
den Seekanal wurden nach ausländischen Häfen vorwiegend Getreide und
Hülsenfrüchte, Zellstoff und Mehl, nach den deutschen die gleichen Produkte,
dazu noch Milcherzeugnisse versandt, während umgekehrt aus dem Auslande
Steinkohlen, Papierholz und chemische Erzeugnisse und aus deutschen Häfen
gleichfalls Steinkohlen, dazu Braunkohlen und Kalk eingingen. 

(Literaturhinweise: Oskar Schlicht: Das westliche Samland, 1. Bd., Dresden
1922; Ernst Bluhm: Königsberg Pr. Veröffentlichung des Geographischen
Instituts an der Alb.-Univ. zu Königsberg, Leipzig 1930; Konrad Haberland:
Die Seestadt Pillau und ihre Garnison, Pillau 1936. Statistisches Handbuch
für die Provinz Ostpreußen, hrsg. vom Stät. Amt der Provinz Ostpreußen 1938
Schloßberg (Ostpreußen) und Leipzig.

Seite 10   Blätter ostpreußischer Geschichte. Die Bordingsschifffahrt Pillau
– Königsberg. 
Wer den Königsberger Hafen gekannt hat, weiß, dass Seeschiffe von
beträchtlicher Größe in ihn einlaufen und an den Kais festmachen konnten.
Dies war nicht immer möglich gewesen. Anfangs konnten wohl alle Schiffe bis
zur Grünen Brücke und zur altstädtischen Lastadie fahren, und der Pregel war
voll von ihnen, namentlich im Winter, wenn die Seefahrt geschlossen war, und
die Schiffe ohne Masten und Takelage am Kai lagen, im Eis eingefroren. Als
die Schiffe größer wurden und das Haff vermutlich auch flacher, konnten nur
noch kleinere Schiffe bis nach Königsberg kommen. Die größeren blieben in
Pillau, das sich allmählich zu dem Vorhafen Königsbergs entwickelte. Dort
wurden die Schiffe entladen und die Waren von nachgehenden Kähnen
übernommen. Diese Leichter hießen Bordinge. 

Es gab damals drei Arten von Schifffahrt in Königsberg: die Seeschiffahrt,
die Flussschifffahrt auf Schmaken, Wittinnen und „Fischsäuen", und eben die
Bordingsfahrt. Die Bordingsreeder schlossen sich 1647 zu einer Zunft
zusammen und erhielten eine Rolle mit 61 Artikeln. Diese sind noch ganz von
mittelalterlichem Geist erfüllt. Jedem sollte die „Nahrung" gesichert
werden, keiner sollte mehr verdienen als der andere. An diesem an sich
sozialen Gedanken hielt man auch fest, als er missbraucht wurde und in
Kastengeist und Privilegienwirtschaft ausartete. Die Bordingreeder waren
nicht mehr Schiffer, sondern Schiffsbesitzer, die von ihrem Kapital eine
Rente erwarteten. Da die Zunft das Privileg auf die Bordingfahrt hatte, war
ihnen ein Verdienst sicher, auch wenn die Schiffe alt und schadhaft waren.
Die Kapitäne und Reeder der Seeschiffe klagten, dass sie oft wochenlang auf
die Bordinge warten müssten, dass sie unter ihnen nicht die besten auswählen
könnten, sondern sie nehmen müssten, wie sie kämen. 

Der Große Kurfürst versuchte das Privileg, das er in den ersten Jahren
seiner Regierung der Zunft gegeben hatte, zu brechen, da der Königsberger
Handel im ganzen Schaden erlitt. Er beseitigte die sogenannte Reihefahrt und
führte die freie Fahrt ein, das heißt, die Kapitäne der Seeschiffe durften
sich die Bordinge aussuchen, denen sie ihre Fracht anvertrauen wollten. Er
ließ sogar von einem holländischen Schiffszimmermann Bordinge auf eigene
Rechnung bauen, wollte also mit einer eigenen Reederei die Macht der
Zünftler brechen. Es gelang ihm nicht. 

Ein paar Jahre später legte der kneiphöfsche Ratsherr Lorenz Göbel, ein
weitblickender Kaufmann, der kurfürstlicher Kommissar für die Schifffahrt
und die Kommerzien war, einen Treideldamm auf dem rechten Pregelufer an und
ließ die Fahrrinne im Haff zwölf Fuß tief baggern, so dass auch voll
beladene Schiffe nach Königsberg kommen konnten. Die Bordingsreeder sahen in
diesem Unternehmen, das doch der ganzen Stadt und dem preußischen Handel
überhaupt nur Vorteil brachte, nur einen Angriff auf ihr Privileg und
erreichten es tatsächlich, dass die Fahrrinne nicht erhalten blieb und
allmählich wieder verschlammte. 

Kurfürst Friedrich III. versuchte 1691 wieder einmal, die Zunft der
Bordingsreeder zu sprengen, indem er ihr auferlegte, von der Lizenzkammer
geprüfte Seeleute auch ohne Eintrittsgeld aufzunehmen, denn die Zunft hatte
sich durch ein hohes Eintrittsgeld von 100 Talern gegen unerwünschte
Eindringlinge gut abgeschirmt. Nur ein halbes Jahr blieb diese Bestimmung
bestehen, dann setzten die Reeder ihre Aufhebung durch. Bis zur Einführung
der Gewerbefreiheit blieb die Zunft bestehen. Um 1800 gab es noch 44
Bordinge in Königsberg. Dr. Gause 

Seite 10   Bücherschau 
Sehen durch Vergleichen 
Die prächtigen Kunstbände von Wilhelm Müseler (erschienen im Safari-Verlag,
Berlin) haben einen beherrschenden Gedanken gemeinsam, den nämlich, dass man
Kunstkenner weniger durch das Lesen langwieriger Stilbeschreibungen wird,
sondern viel wirksamer durch die vergleichende Betrachtung der einzelnen
Kunstwerke. So ist in Müselers Werken der Bildteil das wichtigste. Müseler
stellt das Danziger Grüne Tor neben das Bamberger Neue Rathaus, und der
Stilunterschied zwischen Renaissance und Barock wird augenfällig. Durch
diese Methode werden die Kunstbände vor allem für den Laien wertvoll, der
bisher vor den Kunstgeschichten mit ihrer Überfülle von Namen, Jahreszahlen
und Fachausdrücken zurückschreckte. Dass nebenher die Werke von Müseler auch
dem Kenner manches Neue bringen oder manches Alte in neuer Sicht zeigen,
erhöht ihren Reiz. In dem Band „Deutsche Kunst im Wandel der Zeiten" (32
Seiten Text, 284 Abbildungen, 12,50 DM) werden Bauten, Plastik und Malerei
der vier großen Stilepochen von der romanischen Kunst bis zum Barock
nebeneinander gestellt, während in den Werken „Europäische Kunst" (32 Seiten
Text, 366 Abbildungen, 14,80 DM) und „Europäische Malerei" (48 Seiten Text,
422 Abbildungen, 18,50 DM) Müseler die vom Motiv und Stil her ähnlichen
Kunstwerke verschiedener europäischer Länder herausgreift und vergleichend
gegenüberstellt. Der Band über die europäische Malerei, wie auch die anderen
mit einem umfassenden Register versehen, führt über das Barock bis zum
Expressionismus und Kubismus. Der letzte Band „Die Kunst der Welt (56 Seiten
Text, 329 Abbildungen, 15,80 DM) bringt die Kunst der alten Kulturen, Werke
aus Ägypten, Indien, Vorderasien, aus China, Japan, dem alten Amerika und
Südeuropa. 

In der von Leo Bruhns herausgegebenen Reihe „Die Meisterwerke" (Im Verlag E.
A. Seemann, Köln) erschien wieder der ausgezeichnete Band über die
italienische Renaissance, in dem der Leser einen guten Überblick über die
Baumeister, Maler und Bildhauer Italiens erhält. (312 Seiten mit 137 Abb.,
12,-- DM.) 

Ein umfassendes Bild der modernen Malerei vermittelt „Knaurs Lexikon
Moderner Kunst" (Knaur Verlag, München, 336 Seiten mit 321 meist farbigen
Abb., 9,80 DM), das in knappen Abhandlungen und Bildbeispielen die
wesentlichsten Merkmale der neuen Kunst aufzeigt. „Der Walchensee" ist als
typisches Werk des großen ostpreußischen Malers Lovis Corinth abgebildet,
dem ein längerer Artikel gewidmet ist. 

Bücher ostpreußischer Autoren 
Curt Elwenspoek, der vielen Landsleuten vom Königsberger Sender und jetzt
vom Südwestfunk bekannte Rundfunksprecher, hat in seiner „Hauspostille des
Herzens" (Verlag Herder, Freiburg, 228 Seiten, 9,80 DM) die schönsten und
nettesten seiner unter diesem Titel bekanntgewordenen Sendungen
zusammengestellt. Als väterlicher Freund plaudert er hier über diese und
jene menschliche Eigenheit; er hat immer ein gutes Wort oder einen
hilfreichen Rat bereit. Ein Lesebuch, das man gern immer wieder zur Hand
nehmen wird. 

Walter Sperling bat sich durch seine Spiel- und Bastelbücher schon so manche
Freunde geschaffen, vor allem unter Kindern, die sich begeistert, mit
seinen-netten Zauberkunststückchen, und Knobeleien beschäftigen. Aber auch
viele Erwachsene werden, wie an seinen vier früheren Büchern, so auch an dem
neuen „Ich zeig Euch was!" (Paulus Verlag, Recklinghausen, 160 Seiten, 8,60
DM) und „Papier-Spiele" (Kemper-Verlag, Heidelberg, 132 Seiten) ihre helle
Freude haben. Nette Weihnachtsgeschenke für Alt und Jung. 

Georg Hermann: Ein Berliner Roman. Verlag Kiepenheuer und Witsch,
Köln-Marienburg. 460 Seiten, DM 10,80. 
Nach vielen Jahren liegt endlich wieder eine Neuausgabe eines im alten
Preußen besonders gern gelesenen Berliner Romans aus der Biedermeierzeit
vor. Dr. Paul Fechter und andere führende Kritiker haben schon vor vielen
Jahrzehnten darauf hingewiesen, dass dieses Werk Hermanns, in dem gerade das
Berlin aus den Tagen Friedrich Wilhelms III. und Friedrich Wilhelms IV. mit
seinen Freuden und Leiden so lebendig wird, eine echte Lücke zwischen den
Fontaneschen Werken aus der Zeit der Befreiungskriege und aus denen des
jungen Kaiserreiches schließt. Vieles heute schon leider fast Vergessene
wird wieder lebendig, wenn man die Geschichte der Familie Gebert und ihrer
Freunde liest. Man meint geradezu wieder die Glocken der Altberliner
Parochialkirche zu hören, meint wieder in jenen noch bis in unsere Tage so
romantischen alten Straßen um das alte Berliner Königsschloss zu stehen.
Alle Freunde Berlins werden sich freuen, dass das selten gewordene Buch
Hermanns nun wieder greifbar ist. 
 
Eduard Plietzsch: Heiter ist die Kunst. Verlag C. Bertelsmann, 287 Seiten,
Preis 12,-- DM. 
Der Inhalt dieser Erinnerungen des kenntnisreichen und vielgereisten
Kunsthändlers und Galerieleiters bietet weit mehr, als es der nicht gerade
glücklich gewählte Titel des Buches andeutet. (Oft verhält es sich anders!)
Persönlichkeiten aus dem zur Weltstadt aufgestiegenen Berlin, die eine
hervorragende Stellung als Künstler, Museumsleiter oder als Männer der Feder
in den vergangenen fünfzig Jahren einnahmen, werden hier treffend
geschildert; Lovis Corinth, Charlotte Behrend, Alfred Partikel sowie die
Schauspieler Paul Wegener und Adalbert Matkowsky gehören zu ihnen. Großartig
ist die Würdigung Wilhelm von Bodes, der mit genialer Meisterschaft die
Museen der Reichshauptstadt in eine Ebene mit den altberühmten europäischen
Sammlungen erhob. Köstlich sind der Witz und manche in humorvolle
Betrachtungen gekleideten Urteile des Verfassers. 
 
Herta Burmeister: „Ostseekinder". Herta Burmeister ist Baltendeutsche. In
diesem Buch schildert sie die Erlebnisse von jungen Menschen auf einer
Ferienreise durch die deutschen Lande an der Ostsee bis ins Baltikum und
Finnland. Die Marienburg, Königsberg, die Samlandküste, die Kurische Nehrung
und Memel werden hierbei berührt. Im zweiten Teil wird das Schicksal der
Herangewachsenen im Krieg und nach der Vertreibung behandelt. Das Buch kann
von der Autorin, Münster in Westfalen, Sauerländerweg 23, bezogen werden.
(309 Seiten mit mehreren Landschafts- und Städteaufnahmen. Gebunden 9,60 DM;
broschiert 7,80 DM.)

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/13 21:07:25
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 11   Erste Goldmedaille für heimatvertriebene Ostdeutsche 
Nach dem so schönen Erfolg unserer ostpreußischen Ruderer Arndt und von
Groddeck im olympischen Wettstreit konnte in Melbourne eine ostdeutsche
Heimatvertriebene auch die erste Goldene Medaille für Deutschland holen. Die
31-jährige Hausfrau und Mutter Ursula Happe, die im 200-Meter-Brustschwimmen
gegen schärfste Konkurrenz die höchste olympische Ehrung erhielt, stammt aus
Danzig. Sie ist die Tochter des Bademeisters Krey, der seinem Kind schon mit
vier Jahren in der Danziger Kampfbahn Niederstadt das Schwimmen beibrachte.
Sie hat vor dem Kriege viele Jahre erfolgreich an den Wettstreiten der
Jugend im Danziger Schwimmverein „Neptun" teilgenommen. In den Tagen der
deutschen Katastrophe flüchtete Ursula Krey mit ihrer Familie über Schnee
und Eis nach Pommern und weiter nach Schleswig-Holstein. Ursula lebte einige
Jahre auf der Ostseeinsel Fehmarn und wurde später Landarbeiterin. Mit der
Mutter und drei Geschwistern wohnte sie in einem einzigen winzigen
Zimmerchen. Den Schwimmsport konnte sie viele Jahre wegen der schweren
Arbeit nicht betreiben. Nach ihrer Übersiedlung nach Kiel, wo sie in einer
Meierei tätig war, trat sie dem dortigen Schwimmverein „Neptun" bei; sie
gewann 1949 in Peine zum ersten Mal die deutsche Meisterschaft. Dabei lernte
sie ihren Mann kennen, der heute als Steuerbeamter in Dortmund tätig ist.
Nach der Geburt ihres ersten Kindes schien ihre Schwimmerlaufbahn zunächst
beendet, aber die junge Frau hatte so viel Freude am Sport, dass sie das
Training wieder aufnahm. In den letzten Jahren ist sie oft schon um sechs
Uhr früh ins Schwimmbad gefahren. Sie radelte dann nach Hause, um ihre
beiden Kinder und ihren Haushalt zu versorgen. In Melbourne stand die junge
Danzigerin in scharfer Konkurrenz mit der bedeutenden ungarischen
Schwimmerin Szekely und der Leipzigerin Eva-Maria ten Elsen. Sie war sehr
glücklich, als sie den Sieg davontrug. Zu ihren Ehren ertönte im
Olympia-Stadion erstmals Beethovens „Hymne an die Freude", auf die man sich
für die gesamtdeutsche Mannschaft geeinigt hat, weil in der sowjetisch
besetzten Zone von den Pankower Machthabern das Deutschlandlied nicht als
Hymne zugelassen wurde. Als man Frau Happe fragte, woran sie in der Stunde
ihres Sieges gedacht habe, sagte sie: „An meine Kinder“. 

Seite 11   Sie schlugen sich tapfer. Der Olympiasieg der beiden jungen
Ostpreußen.
Foto: Unsere Aufnahme zeigt, wie Karl Heinrich von Groddeck (in der Mitte),
Horst Arndt und Rainer Borkowsky (ganz links) nach ihrem glänzenden
Abschneiden im Zweier mit Steuermann auf der olympischen Ruderregatta die
Silbermedaille erhalten. United Press Foto.

Die hervorragende Leistung der beiden jungen ostpreußischen Ruderer Horst
Arndt und Karl Heinrich von Groddeck bei dem olympischen Ruderwettstreit in
Melbourne hat sowohl in Deutschland wie auch in der ausländischen Presse
eine eindrucksvolle Würdigung erfahren. In Wiesbaden und Biebrich sprach
sich die Nachricht von der Silbermedaille für Arndt und von Groddeck rasch
herum, nachdem die örtlichen Zeitungen sogar Extrablätter verteilt hatten.
Die Mitglieder der Rudergesellschaft Wiesbaden-Biebrich sind auf ihre beiden
Kameraden besonders stolz. Der Wiesbadener Oberbürgermeister Dr. Mix und die
Hessische Staatsregierung sandten ebenso wie zahlreiche Freunde der beiden
Ostpreußen schon nach Melbourne herzliche Glückwünsche. Dr. Mix betonte,
dass die ganze Wiesbadener Bürgerschaft die Freude an dem Erfolg teile. Die
Mannschaft wird in Wiesbaden am 11. Dezember zurückerwartet und dann vom
Magistrat feierlich, nach altem olympischem Brauch, im Rathaus empfangen.
Hierbei sollen Ehrengeschenke überreicht werden. Die Wiesbadener sind
entschlossen, die so erfolgreiche Mannschaft auch im kommenden Jahr an einer
Reihe von international berühmten Regatten, zum Beispiel Henley in England
teilnehmen zu lassen. Zuerst sollen Karl Heinrich von Groddeck, Horst Arndt
und der kleine Borkowsky zur Erholung in den Wintersport geschickt werden.
Dann wollen ihnen die Wiesbadener einen anderen lang geäußerten Wunsch
erfüllen: die Olympiasieger dürfen ihren Führerschein machen. Für Horst
Arndt hat man noch ein besonderes Geschenk in Vorbereitung. Er bekommt in
Biebrich eine eigene Wohnung, damit er nicht gezwungen ist, fortzuziehen.
Bisher wohnte er bei seinen Eltern in Untermiete. 

Unter den fachkundigen Kritikern des Entscheidungskampfes in Melbourne sei
zunächst der bekannte Olympiaveteran Professor Dr. Carl Diem genannt, der in
der Frankfurter Allgemeinen Zeitung den ausgezeichneten Geist der
Olympiaruderer würdigt. Im olympischen Dorf der Ruderer, einem ehemaligen
Flüchtlingslager, habe eine Kameradschaft geherrscht, wie sie im Alt-Olympia
auch nicht besser hätte sein können. Diem weist darauf hin, dass von den
Wettkampfteilnehmern Leistungen verlangt wurden, von denen sich die meisten
keine Vorstellung machen könnten. Von Groddeck, Arndt und Borkowsky hätten
in ihrem vielbestaunten neuartigen Zweier einen zähen und tapferen Kampf
gegen die stärkeren Amerikaner geliefert. Die Leistung der drei sei auch in
der australischen Presse gewürdigt worden. 

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung selbst stellt in einem Eigenbericht fest,
dass der Trainer Rübsamen der Mannschaft die Anweisung gab, nach Möglichkeit
einen Vorsprung gegen die Amerikaner heraus zu rudern, bei denen von
vornherein mit einem starken Endspurt gerechnet werden musste. In diesem
Rennen sei für die Deutschen die Erringung auch schon eines zweiten Platzes
zweifellos ein ganz großer Erfolg gewesen. Auch die Hamburger „Welt"
erklärt, die Leistung von Groddecks und Arndts verdiene größte Anerkennung
und sei ein beachtlicher Erfolg. Der Berliner „Tagesspiegel" erinnert daran,
dass die ostpreußischen Ruderer aus Wiesbaden in den ausgesiebten und seit
vielen Jahren hervorragend geschulten amerikanischen Studenten einen denkbar
starken Widersacher hatten. Auch die Russen hätten sehr kraftvoll gerudert,
so dass die Silbermedaille nicht leicht zu erringen war. Die „Süddeutsche
Zeitung" in München stellt in einem Sonderbericht aus Melbourne fest, dass
den drei Ruderern die Sympathien des internationalen Publikums von
vornherein gewiss waren. Besonders freute man sich darüber, wie völlig
unbekümmert und fröhlich der vierzehnjährige Rainer Borkowsky seine letzten
Vorbereitungen traf. Die olympische Atmosphäre habe ihn nicht im Geringsten
beeindruckt. Das Münchener Blatt weiß offenbar nicht, dass Arndt und von
Groddeck Ostpreußen sind, denn es bezeichnet sie kurzerhand als „die
Süddeutschen". Der „Münchener Merkur" sagt: „Die Europameister von Groddeck,
Arndt und der kleine Steuermann Borkowsky fuhren ein prächtiges Rennen. Sie
konnten mit dem zweiten Platz sehr zufrieden sein und ihre Medaillen auf dem
Zielboot mit berechtigtem Stolz in Empfang nehmen“. Auch ein großes
holländisches Blatt, der Amsterdamer „Volkskrant“ findet die deutsche
Leistung sehr beachtlich: Die breitschultrigen amerikanischen Studenten, die
ein eisernes Training für die Olympiade hinter sich haben, hätten sich in
diesem Fall sehr anstrengen müssen, um die Deutschen auf den zweiten Platz
zu verweisen.

Seite 11   Und der Kurrhahn war schuld. Eine Erzählung aus Masuren / Von
Hedy Groß.
Helfen musste einer dem andern, und die Ahne Samusch wäre eine schlechte
Christin gewesen, wenn sie ihrem Enkel Hans Samusch verwehrt hätte, den
beiden verwaisten Frauen auf dem Hofe des verstorbenen Nachbarn August
Duscha beizustehen. Und doch, jeden Morgen, wenn er schnell mal hinüber
musste, um drüben anzuordnen, was so den Tag über gearbeitet werden sollte,
damit alles im Fluss blieb, kam sie ihm mit ihren Litaneien: „Und schon
wieder zu Duschas Zeit versäumen, wird mir das immer weiter so gehen, wenn
doch diese Trude sich verheiraten möcht, jeden Tag könnt sie heiraten son
Mädchen mitem Hof, da hätten sie doch en Mann zum Wirtschaften. Und was ich
dir noch sagen wollt, sieh zu, dass auch ne Frau ins Haus bringst, aber noch
bald, meine alten Knochen können nu nich mehr, seit deine Mutter tot is, is
das hier sowieso keine Wirtschaft mehr, ich will jetzt meine Ruh in meiner
Stube. Oder setzt der Trude noch immer Rosinen in Kopp?" 

Und jeden Morgen antwortet der Hans zärtlich und störrisch zugleich: „Aber
Großka allerliebste Großka, ich heirat doch selbst die Trude, wir warten
doch nur noch, bis ihr . . ." 

„Na, denn wartet man auf meinen Tod, denn solang ich leb kommt mir hier
keine Duscha ins Haus. Du bist noch zu jung, mein liebes Jungchen, du kannst
es nich begreifen, aber der Vater möcht sich ja im Grab umdrehen, nei, aus
dem wird nichts“. 

Und die sonst so liebe weise Ahne bekam wieder das harte Gesicht wie aus dem
hellen Birkenstamm geschnitten, und die blauen Augen darin fingen an grell
zu leben und traten direkt wieder aus ihren Höhlen heraus, in die sie sich
schon lange zurückgezogen hatten, und grausam schloss sich der schmale Mund
über den zurückweichenden Kiefern. Dagegen konnte kein Mensch etwas tun. 

Und drüben bei Duschas war es bis vor kurzer Zeit nicht viel anders gewesen.
Aber die Not hatte manches verändert. Seit der Vater tot war, hatte die
Mutter, die aus weicherem Stoff war, sich darein geschickt, die
bereitwillige Hilfe des jungen Hans anzunehmen, und sie hatte auch nichts
mehr gegen eine Heirat, nur bitten würde sie die Großka drüben darum
wirklich nicht, nie. 

Das waren die Folgen dieser alten Geschichten, die doch damals mit dem Gulan
angefangen hatten. Aber was heißt dabei schon angefangen, das Ganze brachte
es so mit sich. Zu Großvaters Zeiten fand der alte Duscha, dem damals alle
drei Höfe gehörten: Duscha, Samusch und Duscha im Dorf, das dies für einen
viel zu viel wäre. Er teilte deshalb das Land auf dem Abbau, das bis zur
Gieser Grenze reichte, unter seine beiden jüngeren Söhne, jeder bekam so
seine dreihundert Morgen, Arbeit genug für alle. Und alles wurde schön
verbrieft und besiegelt, wie es der Brauch war. Und er baute ihnen auch zwei
Höfe, rechts und links von der Grenze, durch die er den Besitz geteilt
hatte. Er baute sie nebeneinander Wand an Wand, die beiden Brüder sollten
nicht einsam sein, soweit vom Dorfe abgebaut und zusammenleben wie auf dem
Hofe beim Vater. 

Es wäre auch sicher alles gut gegangen, wenn es in der Verwandtschaft
geblieben wäre, obwohl die Leute nachher sagten, auch Brüder wandeln sich,
wenn die Schwägerinnen sich nicht vertragen. Hier aber starb der jüngste,
kurz nachdem er sich verheiratet hatte, und seine noch jüngere Frau
verheiratete sich bald wieder auf einen andern Hof und verkaufte den ihren.
Und nun lebten ganz fremde Menschen so dicht nebeneinander in dieser
weltabgeschiedenen Einsamkeit, und konnten jede Bewegung des Nachbarn
wahrnehmen und sich darüber ärgern, wenn sie, einen Übergriff in die eignen
Rechte bedeutete. Abwechslung gab es wenig so auf dem Abbau, da waren die
mannigfache Arbeit und die Freude am Gedeihen. Es machte des Bauern Herz
weit und glücklich, wenn er auf hohen Heuwagen durch seine Felder
kutschieren konnte. Aber was sah er da? Der Haferschlag des Nachbarn stand
ja viel besser als seiner, da hatte sicher das Geflügel des Nachbarn in
seinem gehaust. Und abends, wie herrlich, den See zu durchschwimmen nach
getaner Arbeit. Aber was sah er da? Das Gras auf der Wiese war ja zertreten,
die Nachbarn hatten wieder auf der Seite gefischt, wo sie nichts zu suchen
hatten. Na, und da musste dann dieser Gulan kommen. Gulan? Galan? Ja, sicher
Galan, kleine masurische Lautverschiebung, jedenfalls war es der Kurrhahn,
oder noch offizieller: der Truthahn. 

Man stelle sich vor: eine grüne Grenze — rechts ein weites Stoppelfeld mit
einer großen Putenherde, links ein Stoppelfeld mit einer nicht minder großen
Schar, und der Gulan-Galan von rechts erblickt links ein besonders prächtig
schimmerndes Putenfräulein. Was schert so einen schon die grüne Grenze? Man
weiß ja, wie er auf Farben fliegt. Ein tolles Rad geschlagen, ein paar
lockende Kurrhahntöne, viele harte rrrr, ein paar schmelzend tönende us
dazwischen, ein heller Schrei, und schon ist er drüben, aber so zehn,
zwanzig Damen aus dem eignen Stall flattern ihm natürlich aufgereizt nach.
Ach, er ahnt nicht, was so ein Grenzübertritt bedeutet, wenn man es will:
einen Flurschadenprozess. Auf einem Stoppelfeld? Ja, wozu gibt es denn
Grenzen! Soll man auch jetzt noch das fremde Geflügel mit durchfüttern, wo
es doch bestimmt unertappt schon die halbe Ernte vernichtet hat. Und wenn
der Gulan dann kurz darauf auch noch verschwindet, Kurrhähne mit ihren
Putenfräulein gehen seltsame weite Wege, ja, er vergaß sicher abends auf
einen Baum zu klettern, blieb schön am Boden mit seiner Liebsten, da fraß
ihn der schleichende Fuchs auch mitten in der Nacht. Aber wer konnte das
wissen, sicher hatte ihn doch der neidische Nachbar gestohlen, oder geraubt.
„Na, gleich Beraubung?" Gefahr für Leib und Leben? Na ja, für den Gulan
bestimmt. 

Aber sowas muss ja bewiesen werden, wenn nicht, folgt hinterher ein langer
Beleidigungsprozess, erste Instanz, zweite Instanz, öffentliche Buße, aber
inzwischen sind ja schon die Fohlen ausgebrochen und haben jenseits der
Grenze ein Weizenfeld verwüstet, also gehen die Prozesse weiter. Und so
fahren die Duschas und die Samuschs hintereinander zum Termin viele Jahre
lang, die Rechtsanwälte müssen schließlich auch leben. Wenn aber Frau Duscha
und Frau Samusch nicht bei ihrer Heirat jede ihre fünftausend Taler in bar
mit ins Grundstück gebracht hätten, dann wäre es gar nicht gegangen. So
aber: vormittags Termin, nachmittags steht Duscha in einem Gasthaus und
Samusch im andern mit der Peitsche in der Hand vor der Theke, haut auf den
Tisch und erzählt im Halbkreis: „Und da sag ich, Herr Rechtsanwalt . . ." 

Und die Leute flüstern: „Es ist noch immer wegen des Gulan“. 

Und als sie dann nichts mehr fanden, da hatte der eine dem andern das Vieh
behext, man hatte ihn in der Johanninacht alle Grenzen abschreiten gesehen.
Aber darauf konnte sich natürlich kein Richter einlassen, das gehörte schon
in andre Sphären, und so hatten die Prozesse damit wenigstens einmal ein
Ende. Und die Duschas und die Samuschs waren auch wohl ihrer müde geworden,
und der Hans und die Trude wollten die alten Geschichten auch ganz und gar
begraben und die grüne Grenze auslöschen, aber da war noch der strengste
Richter, die Großka, und die sagte: „Nein“. 

Und dabei hatte doch der Hans schon als die Trude das erste Mal zur Schule
kam, beim Mittagstisch vor allen erklärt: „Und die Trude, die heirat nachher
ich, die hat die besten Zöpfe von allen, wo zur Schule anfingen“. Man
schätzte die langen Zöpfe der Mädchen damals sehr beim Pferdchenspielen, sie
machten die Leine. 

Ja, und im Wäldchen hinter den Höfen hat er sie auf dem gemeinsamen Schulweg
denn ja auch immer eingeholt, und zum Unterricht sind sie zusammen gelaufen,
während die Eltern zum Termin fuhren, damals sagten sie auch nicht viel
dazu, denn das hätte dem Pfarrer nicht gefallen, aber dann später, da
machten sie ihnen das Leben schon schwer, sie mussten dreist mal schnell ins
dritte Gasthaus schlupfen, um mal miteinander zu reden. Und die Duschas
schickten die Trude bei den Verwandten herum, damit sie sich da verheiratete
oder einen Bräutigam mitbrachte. Ja, so einfach wie der Kurrhahn hatten die
beiden es nicht, aber der wurde ja auch vom Fuchs gefressen. 

Da half denn alles nichts, es musste schließlich der Himmel selbst
eingreifen. Es war in diesem furchtbaren Dürrejahr damals, die Weiden waren
gelb, das Getreide klebte an der Erde, die Kartoffeln hatten die Größe von
Taubeneiern, und kein Tropfen Regen fiel seit Wochen und Wochen. Und dann in
einer Nacht nach vielen Stunden grollenden Donners entlud sich über dem
ausgedörrten Land ein fürchterliches Gewitter. Und einer der ersten
Blitzschläge traf Samuschs Scheune, das Strohdach brannte auf wie Zunder,
und der Sturm trieb die Flammen auf die andern Gebäude, ehe die Feuerwehr
kam. Der Bärek, der Feuerwehrhauptmann, hatte sowieso fest geschlafen, und
nachher konnte er die Tute nicht finden, weil die Kinder am Tage damit
gespielt hatten, so dauerte es sehr lange, bis sie kamen. Als sie dann
endlich heranjagten, waren die Samusch schon so gut wie abgebrannt, und die
Duschas wären mit verbrannt, denn zum Löschen war kein Tropfen Wasser im
Teich bei dieser Dürre, aber der Wind blies von ihrer Seite, und dann ging
ein nie erlebter heftiger Prasselregen herunter und ließ die sich etwa
verirrenden Funken auf den triefenden Dächern nicht mehr zünden. Und da
haben sie die Großka nicht gefragt, sondern trieben an Vieh, Pferden und
Schweinen, was sie fassen konnten zu Duschas rüber und sperrten alles in
Scheunen und Ställe, denn die Tiere rannten geblendet und halb wahnsinnig
vor Angst in die Flammen zurück. Nein, sie fragten die Großka nicht, und
zuletzt nahm einer der Knechte auch sie unter den Arm und führte sie weg von
dem brennenden Haus, aus dem sie noch immer versuchte, selbst schon halbtot,
Sachen herauszuzerren. Und er führte sie zu Duschas in die Stube, und sie
weigerte sich nicht, obwohl sie dazu noch Kräfte genug gehabt hätte, nein,
sie reichte ihnen die Hand und sagte: „Das bezahl euch der liebe Gott“. 

Ja, was ist da noch zu erzählen? Die grüne Grenze wurde ausgelöscht, die
Ahne lebte noch lange, aber nicht im Hause der Duschas, aus solchem Holz war
sie nicht gemacht. Sie zog wieder in ihr Heimatdorf, wo eine ihrer
Schwestern noch lebte, und wenn der Hans und die Trude ihr alle paar Wochen
das Ausgedinge brachten, wurden sie in Ehren und mit Achtung empfangen, aber
sie selbst machte ihnen keinen Gegenbesuch, ihre Füße waren viel zu steif,
um auf einen Wagen zu steigen.

Seite 11   Zwei neue Bücher über Masuren 
Der Gräfe und Unzer Verlag, München, legt einen Band „Stille Seen — dunkle
Wälder" vor. Die 48 Bilder, die sich mit den Beiträgen in Prosa und in
Versen die Anzahl der Seiten des Buches ziemlich genau teilen, zeigen Motive
aus Masuren und dem Oberland. Sie sind schön, noch eindrucksvoller aber ist
der von Hansgeorg Buchholtz zusammengestellte Textteil. Den Beginn macht das
Masurenlied von Dewischeit, den Schluss das Gedicht „Masurische Landschaft"
von Fritz Kudnig, dazwischen stehen so schöne Beiträge wie der von Buchholtz
selbst über Masuren; es ist eine Freude, ihn zu lesen, so sehr ist er mit
Phantasie und dichterischer Kraft gestaltet und so sehr glüht in ihm die
Liebe zu dem Land, dessen Zauber er fast magisch beschwört. Dann finden wir
Auszüge aus Werken von Dichtern und Schriftstellern, so etwa von Ernst
Wiechert (aus den „Jerominkindern") und Robert Budzinski (aus „Entdeckung
Ostpreußens"), aber auch weitere Originalbeiträge wie den von Georg Hoffmann
„Die Gefiederten des Seegebietes" und Walter von Sanden „Die Wildschwäne des
Guja-Sees". Gedichte vervollständigen das Bild. („Stille Seen — dunkle
Wälder". In Ganzleinen gebunden 11,80 DM, Halbleder mit Karton 15,50 DM.
Gräfe und Unzer Verlag, München und Bad Wiessee.) 

Ganz anders angelegt ist „Masuren in 144 Bildern", das der Verlag Gerhard
Rautenberg in Leer herausgebracht hat. Auch dieses Buch bringt eine glänzend
geschriebene Darstellung über Masuren, die Verfasserin ist Ruth Geede, aber
das Gewicht in diesem Buch ist darauf gelegt worden, Masuren in allen seinen
Teilen und seinen Lebensäußerungen vor allem in einer Fülle von Bildern
erscheinen zu lassen. Die Aufnahmen, die es zeigt, sind oft von bestechender
Schönheit wie etwa die vom Mauersee, von der Maränenfischerei, von den
Eissegelregatten. Schon die Zahl 144 zeigt, dass nicht nur sogenannte schöne
Aufnahmen gebracht werden sollten, sondern dass die Menschen, die dort
lebten, auch ihre Städte wiedersehen sollten, die Städte mit den Burgen, den
Marktplätzen, den Straßen und Schulen und den Rathäusern. So findet wohl ein
jeder, dem Masuren Heimat ist, vieles, was ihm besonders am Herzen liegt. In
den Unterschriften zu den einzelnen Bildern wird das Wesentliche gesagt.
(„Masuren in 144 Bildern". In Ganzleinen gebunden 9,80 DM, kartoniert 7,50
DM, Verlag Gerhard Rautenberg, Leer/Ostfriesland.) 

So verschieden sie auch sind, beide Bücher haben ihren großen Wert als
Quellen, aus denen sich die Erinnerung neu belebt, und zugleich sind sie
eine weitere Mahnung, unsere schöne Heimat nicht zu vergessen. Denen aber,
die Ostpreußen nicht kennen, werden sie eine Anschauung geben können, welch
einen besonderen Zauber Masuren ausstrahlt

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/13 21:08:22
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 12   Aus der landsmannschaftlichen Arbeit in …
BERLIN 
Vorsitzender der Landesgruppe Berlin: Dr. Matthee, Berlin-Charlottenburg,
Kaiserdamm 83. „Haus der ostdeutschen Heimat". 

Mitgliederversammlung der Landsmannschaft Ostpreußen 
Einladung an alle Mitglieder der Landsmannschaft Ostpreußen e. V. in Berlin
(Bund der vertriebenen Ostpreußen). 
Laut § 12 der Satzung der Landsmannschaft Ostpreußen e. V. in Berlin (Bund
der vertriebenen Ostpreußen) vom 10. Dezember 1952 wird die
Mitgliederversammlung für Freitag, den 21. Dezember, um 19.30 Uhr in der
Aula der Schillerschule, Berlin-Charlottenburg 2, Schillerstraße 125,
einberufen. Tagesordnung: Satzungsänderung. Dr. Matthee, 1. Vorsitzender 

15. Dezember, 16.30 Uhr. Heimatkreis Pr.-Eylau, Weihnachtsfeier: Lokal:
Lindenhof, Berlin-Schulzendorf, S-Bahn Schulzendorf. Bus A14. 

16. Dezember, 15 Uhr, Heimatkreis Allenstein, Weihnachtsfeier; Lokal:
Hansa-Restaurant, Berlin NW 87, Alt-Moabit 47/48. Straßenbahn 2, 3, 23, 25,
35 und 44. 

16. Dezember, 15 Uhr, Heimatkreis Gerdauen. Weihnachtsfeier: Lokal: Leopold,
Berlin-Zehlendorf, Fischerhüttenstraße 113. U-Bahn Krumme Lanke. 

16. Dezember, 15 Uhr, Heimatkreis Stallupönen, Weihnachtsfeier; Lokal:
Vereinshaus Heumann, Berlin N 65, Nordufer 15, S-Bahn Putlitzstraße, Bus A
16. 

16. Dezember. 15 Uhr, Heimatkreis Heiligenbeil. Weihnachtsfeier: Lokal: „Zum
Burggarten", Berlin-Steglitz, Liliencronstraße 9, S-Bahn Südende. Bus A 32. 

16. Dezember, 16 Uhr, Heimatkreis Mohrungen. Weihnachtsfeier: Lokal: Pilsner
Urquell. Berlin-Wilmersdorf, Bundesplatz 2. S-Bahn Wilmersdorf, Bus A16,
Straßenbahn 44. 

16. Dezember, 16 Uhr, Heimatkreis Lötzen. Weihnachtsfeier: Lokal:
Ideal-Klause, Berlin-Neukölln, Mareschstraße 14, S-Bahn Sonnenallee, Bus A
4. 

16. Dezember, 16 Uhr, Heimatkreis Rößel. Weihnachtsfeier: Lokal: Klubhaus am
Fehrbelliner Platz. Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm Nr. 185. 

16. Dezember, 16 Uhr, Heimatkreis Königsberg. Weihnachtsfeier: Lokal:
Lichterfelder Festsäle. Berlin-Lichterfelde-West, Finkensteinallee 39. 

19. Dezember, 16 Uhr, Heimatkreis Bartenstein. Weihnachtsfeier; Lokal:
Vereinshaus Heumann, Berlin N 65, Nordufer 15, S-Bahn Putlitzstraße, Bus A
16. 

Die Weihnachtsfeier der Königsberger in Berlin 
Wie alljährlich, so veranstaltet auch in diesem Jahre wieder der Kreis
Königsberg der Berliner Landsmannschaft seine große repräsentative
Weihnachtsfeier in den Lichterfelder Festsälen am 16. Dezember, um 16 Uhr.
Auf dieser Feier pflegen sich rund tausend Landsleute, darunter fast die
Hälfte aus Ostberlin und der Zone, zu treffen. Neben der üblichen
Kinderbescherung ist auch diesmal wieder besonders an die Landsleute
gedacht, die von jenseits des Eisernen Vorhanges nun schon traditionsgemäß
jedes Jahr zu dieser heimatlichen Weihnachtsfeier herüberkommen. 

HAMBURG
Vorsitzender Landesgruppe Hamburg: Hans Kuntze, Hamburg - Bergedorf;
Geschäftsstelle: Hamburg 13, Parkallee 86: Postscheckkonto Hamburg 96 05. 

Bezirksgruppenversammlungen 
Es wird gebeten, zu allen Bezirksgruppenversammlungen die Mitgliedsausweise
mitzubringen. 

Eimsbüttel: Sonntag, 9. Dezember, 16 Uhr, im Lokal Heusshof. Fruchtallee 136
a, Adventsfeier. Bitte Kuchen für gemeinsame Kaffeetafel und ein kleines
Geschenk für den Julklapp mitzubringen. Das Programm mit Liedern, Gedichten
und einem Laienspiel wird von einer Hamburger Schulklasse gestaltet. Um
pünktliches Erscheinen wird gebeten. 

Altona: Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, im Hotel „Stadt Pinneberg",
Königstraße 260, Elternabend der Kindergruppe mit Gästen. 

Elbgemeinden: Sonnabend, 22. Dezember, 18 Uhr, in der Johannesburg,
Blankenese, Elbchaussee 566, Weihnachtsfeier. Die in unserem Bezirk
wohnenden Landsleute werden gebeten, ihre beabsichtigte Teilnahme auf dem
ihnen mit Rundschreiben zugehenden Formular rechtzeitig — bis spätestens 14.
Dezember — anzumelden. 

Fuhlsbüttel: Sonntag, 23. Dezember, ab 16 Uhr im Landhaus Fuhlsbüttel,
Fuhlsbüttel, Brombeerweg Nr. 1, Weihnachtsfeier unter dem Motto: „Kinder
laden ihre Eltern ein“. Teilnahmeberechtigt sind nur Kinder, die nach dem 1.
August 1956 an Veranstaltungen der Kindergruppe teilgenommen haben. 

Kreisgruppenversammlungen 
Treuburg: Sonnabend. 8. Dezember, 19 Uhr, im Lokal Steenbuck, Hamburg 13,
Beim Schlump 29, Adventsfeier mit gemeinsamer Kaffeetafel. 

Gerdauen: Sonntag, 9. Dezember, 16 Uhr, im Lokal Heusshof, Fruchtallee 136
a, Adventsfeier. Bitte Kuchen für gemeinsame Kaffeetafel und ein kleines
Geschenk für den Julklapp mitzubringen. Das Programm mit Liedern, Gedichten
und einem Laienspiel wird von einer Hamburger Schulklasse gestaltet. Um
pünktliches Erscheinen wird gebeten. 

Lyck: Freitag, 14. Dezember, 19 Uhr, in der Alsterhalle, An der Alster 83,
Adventsfeier. Bitte Kuchen für gemeinsame Kaffeetafel mitzubringen. 

Heiligenbeil: Sonntag. 16. Dezember, 16 Uhr, in der Alsterhalle, An der
Alster 83. Adventsfeier mit gemeinsamer Kaffeetafel. Wir bitten, wie immer,
ein Austauschpäckchen mitzubringen. 

Insterburg: Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr. Weihnachtsfeier in der
Alsterhalle, An der Alster 83.

Memelkreise: Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, im Winterhuder Fährhaus (Kleiner
Saal), Hudtwalckerstraße. Vorweihnachtsfeier. Die Ausgestaltung hat
Landsmann Elbe mit seiner Schulklasse übernommen. Soweit Anschriften bekannt
sind, ergehen Einladungen. Im Übrigen werden die Landsleute gebeten, ihre
Anschriften mitzuteilen an die Schriftführerin, Fräulein E. Brokoff, Hamburg
13, Parkallee 86. Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen. 

Gumbinnen: Sonntag, 23. Dezember, 16 Uhr, in der Gaststätte Bohl, Hamburg
21, Mozartstraße 27. Vorweihnachtsfeier mit gemeinsamer Kaffeetafel.
Austauschpäckchen im Werte bis 2 DM bitte mitbringen. Zur Verlosung auch
Gegenstände erbeten. Ertrag für Landsleute in der Sowjetzone. Ebenso werden
die Jugendlichen gebeten, recht zahlreich zu kommen. 

Unsere Jugend trifft sich 
Altona: Jugendgruppe: Heimabend alle vierzehn Tage Mittwoch, 19.30 bis 21.30
Uhr. Jugendheim Altona, Bahrenfelder Straße 131. Nächstes Treffen am 12.
Dezember. Kindergruppe: Heimabend jeden Donnerstag um 16 Uhr im Jugendheim
Altona, Bahrenfelder Straße 131. 

Barmbek: Jugendgruppe: Heimabend jeden Donnerstag von 18.30 bis 20.30 Uhr im
Jugendheim Wittenkamp 17 a. 

Billstedt: Jugendgruppe: Heimabend jeden Donnerstag von 20 bis 22 Uhr im
Jugendheim Horner Brückenweg 24. 

Eimsbüttel: Kindergruppe: Heimabend jeden Mittwoch ab 16 Uhr im Heim der
offenen Tür, Bundesstraße 101. 

Eppendorf-Eimsbüttel: Jugendgruppe: Jeden Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr
im GorchFock-Heim, Loogestraße 21 (U-Bahnhof Kellinghusenstraße). 

Elbgemeinden: Unsere Kinder und Jugendlichen schließen sich den
Veranstaltungen in Altona an. 

Fuhlsbüttel: Kindergruppe: Jeden Montag von 17.30 bis 19.30 Uhr in der
Schule Rathsmühlendamm. 

Harburg-Wilhelmsburg: Jugendgruppe: Mittwoch, 12. Dezember, 19.30 Uhr, in
der Schule Eissendorfer Straße 26; Mittwoch, 19. Dezember, ab 19.30 Uhr im
Jugendheim Winsener Straße 72 a, dann weiter jeden Mittwoch abwechselnd im
Jugendheim bzw. in der Schule Eissendorfer Straße. Kindergruppe: Jeden
Freitag von 16 bis 18 Uhr in der Schule Eissendoifer Straße 26. 

Wandsbek: Jugendgruppe: Heimabend am Sonnabend, 15. Dezember, um 17 Uhr in
der Schule Bovestraße 10, Baracke Hilfsschule (Hof). 

Treffen der Ermländer 
Am Bußtag trafen sich Landsleute aus den ermländischen Kreisen in Hamburg.
In der Kirche St. Marien feierte Kapitularvikar Prälat Arthur Kather ein
Hochamt mit anschließender ermländischer Vesper; die Kirche fasste kaum die
große Zahl der Gläubigen. 

Danach kamen die Landsleute im Curio-Haus zusammen. Der große Saal war
überfüllt. Landsmann Rudolf Schwarz begrüßte vor allem die Landsleute, die
aus der sowjetisch besetzten Zone gekommen waren. Prälat Kather betonte in
seiner Ansprache, dass Heimatliebe und Heimattreue mit dem Ja zum Opfer und
mit der selbstlosen Hingabe an den Nächsten verbunden sein müssten. Treue zu
Glauben und Heimat, wie sie die Ungarn uns in jüngster Zeit vorgelebt haben,
sollte uns den Weg weisen. Das Ermlandlied wurde zum Abschluss dieser zu
Herzen gehenden Ansprache gesungen. Die Tonbandaufnahme einer von
Bernhard-Maria Rosenberg zusammengestellten Sendung des Westdeutschen
Rundfunks wurde den Anwesenden vorgespielt. Es erklang das Geläut der
größten Glocke der Kirche St. Katharina, Braunsberg, die heute im
Cornelimünster bei Aachen die Gläubigen zur Andacht ruft. (Das
Ostpreußenblatt berichtete über die Glocke von St. Katharina in der Folge 26
vom 30. Juni 1956.) Feierliche Gesänge des Knabenchors des Cornelimünsters
erinnerten an die seit Jahrhunderten in Braunsberg geübten Andachten.
Ergriffen lauschten die Anwesenden den vertrauten Gesängen. 

Einige lustige Geschichten aus der Heimat leiteten zum frohen Beisammensein
über. Besonderer Dank gebührt Herrn Reinhard Brockhagen, der, obwohl er
durch Krankheit am Erscheinen verhindert war, sich um die Vorbereitung des
Treffens verdient gemacht hat. R. Sch. 

SCHLESWIG-HOLSTEIN
Vorsitzender der Landesgruppe Schleswig-Holstein: Fritz Schröter, Kiel,
Holstenstraße 46 II. 

Kiel. Adventsfeier für die Landsleute aus dem Kreise Heiligenbeil mit ihren
Kindern, Sonnabend, 15. Dezember, um 16 Uhr im Restaurant „Jahn",
.Jahnstraße 8 - 10. Gebäck zur Kaffeetafel bitte mitbringen. Musik-, Lied-
und Gedichtvorträge werden Alt und Jung erfreuen. 

Lübeck. Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung am Sonntag, dem 16. Dezember,
im Haus „Deutscher Osten"; Kinderbescherung 15.30 Uhr, Erwachsene 19.30 Uhr.
— Die gut besuchte Jahreshauptversammlung im Haus „Deutscher Osten" wurde
vom 1. Vorsitzenden, Meding, eröffnet. Nach dem ausführlichen Bericht über
den Vertretertag in Hamburg und der Verlesung des Jahres- und
Kassenberichtes wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt. Die
Neuwahl hatte folgendes Ergebnis: Kreisobmann und 1. Vorsitzender Robert
Meding, stellvertretender Kreisobmann Erich Weber, 2. Vorsitzender Heinrich
Pillosas. Schriftführer Paul Engel. Kassenführer Robert Reichert. 

Mölln. Bei der Weihnachtsfeier am 26. Dezember, wird die Gruppe Fey ein
Weihnachtsmärchen aufführen. — Auf der letzten Monatsversammlung gedachte
der 1. Vorsitzende, Piontek, der Toten beider Weltkriege und der Opfer des
ungarischen Freiheitskampfes. Er rief zu einer Kleiderspende für die
Landsleute in der sowjetisch besetzten Zone auf. Kreisgeschäftsführer
Frenzel führte Tonfilme aus den deutschen Ostgebieten vor. — Am 22. und 24.
November wurden die gleichen Tonfilme vor etwa tausend Schülern der Volks-
und Mittelschulen gezeigt und von den Kindern mit großer Begeisterung
aufgenommen. 

Ahrensburg. Am 9. Dezember wird für die über 65 Jahre alten Mitglieder eine
Adventsfeier im „Lindenhof" stattfinden. — Weihnachtsfeier für die Kinder am
15. Dezember, 15 Uhr, für die erwachsenen Mitglieder am gleichen Tage um 20
Uhr, beide im „Lindenhof". — Der Heimatverein der Ost- und Westpreußen
veranstaltete am 15. November einen Heimatabend mit Liedern, gesungen vom
Ostpreußen-Chor, Gedichten in heimatlicher Mundart, Volkstänzen und
Kurzszenen. 

NIEDERSACHSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen- Arnold Woelke, Göttingen,
Keplerstraße 26, Telefon 24701; Geschäftsstelle: Hannover. Humboldtstraße
21/22 (Hofgebäude), Tel. 13 221. 

Landestreffen in Hannover 
Der erweiterte Vorstand der Landesgruppe trat am 24. November zu seiner
ersten Sitzung nach der Neuwahl zusammen. Es wurden wichtige Beschlüsse zur
Aktivierung der weiteren Arbeit gefasst, unter anderem wurde beschlossen, im
Sommer 1957 in Hannover ein Landestreffen abzuhalten. 

Göttingen. Adventsfeier, Sonntag, 9. Dezember, 17 Uhr, in der Aula der
Oberschule für Jungen, Böttinger Straße. Die Ansprache wird Pastor
Westréen-Doll (früher Elbing) halten. Unter anderem wird der Ostpreußenchor
Northeim mitwirken. Der Eintritt ist frei.

Hannover. Die Landsleute aus den Memelkreisen werden sich am Sonntag, 9.
Dezember, um 15 Uhr, bei Noltemeyer, Podbielskistraße, zu einer
Vorweihnachtsfeier treffen. Zu den Kindern wird der Nikolaus mit bunten
Tüten kommen. Damit auch die Erwachsenen nicht leer ausgehen, wird gebeten,
dass jeder ein kleines Päckchen (Höchstwert 1 DM) mitbringen möge.
 
Goslar. Auf dem letzten Heimatabend im „Hamburger Hof" gedachten die
Anwesenden der Opfer des ungarischen Freiheitskampfes. Eine Geldsammlung
erbrachte einen namhaften Betrag von dem hochwertige Lebensmittel beschafft
und dem deutschen Aufnahmelager für Ungarnflüchtlinge übersandt werden
sollen. Der Vorsitzende Rohde dankte den Ratsherren Schilinski und Dr Werner
für ihre Tätigkeit im Rat der Stadt und beglückwünschte Dr. Werner zur
Wiederwahl. Frau Fahlke (Seesen) wurde für ihre Vorträge in ostpreußischer
Mundart als Anerkennung ein Ölbild aus der gleichzeitig gezeigten
Ausstellung von Heimatbildern überreicht. — Am Volkstrauertag hatten sich
Angehörige der Landsmannschaft am Ostdeutschen Mahnmal bei der Kaiserpfalz
versammelt, wo der 1. Vorsitzende, ein Blumengebinde niederlegte. 

Hildesheim. Auf der letzten Monatsversammlung hielt Landsmann Markwald einen
Lichtbildervortrag. Mehrere Landsleute traten als Mitglieder der Gruppe bei.
Die Sammlung zu Gunsten der Opfer des Ungarnaufstandes brachte das
beachtliche Ergebnis von 101 DM, die dem Deutschen Roten Kreuz überwiesen
wurden. 

Seesen. Mit der Adventsfeier am 15. Dezember wird eine Verlosung von
Königsberger Randmarzipan verbunden sein. — Zur Ergänzung der bunten Tüten
bei der Vorweihnachtsfeier der Ostpreußenkinder am 16. Dezember hat
Fleischermeister Kussat (Königsberg) 120 Paar Würstchen gespendet. 

Hameln. 5. Dezember, ab 20 Uhr, Treffen im Klubzimmer der Gastwirtschaft
„Speisewagen", Centralstraße. — 6. Dezember, 15 Uhr, Saal von Thiemanns
Hotel, Adventsfeier und Kaffeetafel für die siebzigjährigen und älteren
Mitglieder und deren Betreuer. — 15. Dezember, 15 Uhr, in der Turnhalle der
Pestalozzi-Schule. Adventsfeier für die vier- bis vierzehnjährigen Kinder
der Mitglieder. — 15. Dezember, 20 Uhr, im Kleinen Haus der
Weserbergland-Festhalle Adventsfeier. — Auf dem letzten Heimatabend zeigte
Hubert Koch hervorragende Lichtbilder zu seinem Vortrag „Der Väter Land
zwischen Weichsel und Memel". 

Stadtoldendorf. Dezember - Zusammenkunft mit Adventsfeier Dienstag, 18.
Dezember, bei Glowatzki und Gattermann. 

Fallingbostel. Adventsfeier am Dienstag, 11. Dezember, 20 Uhr, im
Bahnhofshotel. — Beim letzten Heimatabend hielt Willi Damaschke einen
Vortrag mit Lichtbildern über Ostdeutschland. Alte Landkarten, Dokumente und
Bilder vertieften den Eindruck des Gehörten. Ein weiterer Lichtbildabend mit
Willi Damaschke ist vorgesehen. 

Bad Gandersheim. Auf dem Heimatabend am 24. November, den Konrektor Gröger
mit einem heimatpolitischen Vortrag einleitete, brachten Kreisobmann
Papendick und Lina Fahlke aus Seesen ostpreußische Mundartdichtungen zu
Gehör. Nach Heimatliedern eines von Lehrer Reuter geleiteten Schülerchors
sprach der Kreisobmann über den Neuaufbau der Landesgruppe Niedersachsen und
über politische Tagesfragen. 

Westerstede. Mindestens einmal in jedem Vierteljahr werden fortan Heimat-
und Kulturabende veranstaltet werden. Zu dem ersten Abend im Bahnhofshotel,
der von der landsmannschaftlichen Gruppe der Ost- und Westpreußen und den
Danzigern gemeinsam vorbereitet worden war, waren auch viele Einheimische
gekommen. Bei der Totenehrung gedachte der Obmann, der Ostpreußen, Richard
Malzahn, auch der Opfer des ungarischen Freiheitskampfes. Studienrat
Binnewies sprach zu dem Film „Trakehnen", der an einem anderen Tage den
Schülern des Gymnasiums vorgeführt wurde. Rechtsanwalt Dr. Hoepfner
schilderte in einem Vortrag die Entwicklung Königsbergs. Für die aus
gesundheitlichen Gründen ausscheidende Vertreterin der Westpreußen und
Danziger, Frau Scharping, wurde Alfred Kowalke gewählt. Die Jugendgruppe,
der auch im Ammerland geborene Jugendliche beigetreten sind, übt eifrig
unter der Leitung von Studienrat Groß und Fräuiein Koch für einen
„Altchenabend" im Dezember. 

Sulingen. Vorweihnachtsfeier am Sonntag, dem 16. Dezember, um 19 Uhr im
Lindenhof. 

HESSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Hessen: Konrad Opitz, Gießen, Grünberger
Straße 144. 

Kassel. In einer Ostpreußen-Feierstunde am Volkstrauertag gedachte
Kulturreferent Siedler der Gefallenen, Toten und Vermissten sowie der Opfer
des Freiheitskampfes in Ungarn. Anschließend sprach er über den
ostpreußischen Beitrag zur abendländischen Kultur. Musikalische Vorträge von
Frau Siedler-Reuter, ihrer Tochter Irene und der Singgruppe Kirchditmold
verschönten die Feierstunde. 

Offenbach. Für die Adventsfeier am 8. Dezember im Kolpinghaus bereitet die
Jugendgruppe unter der Leitung von Helga Naussed und Erich Raudszus ein
gediegenes Programm vor; unter anderem ist die Aufführung eines
Weihnachts-Festspieles vorgesehen. — Die landsmannschaftliche Gruppe, die
seit nahezu sechs Jahren von Landsmann Oschlies (früher Nemmersdorf und
Insterburg) geleitet wird, hat stets notleidende Mitglieder zu Weihnachten
unterstützen können. Mit Hilfe von Landsmann Borries wurden jedes Mal über
vierzig Zentner Kohlen verteilt, die frei ins Haus geliefert wurden. An dem
reichhaltigen Veranstaltungsprogramm hat die Jugendgruppe regen Anteil, die
sich auch beim Landestreffen in Bad Homburg durch ihre Darbietungen
auszeichnete. — Dem Deutschen Roten Kreuz wurde eine Ungarnspende von 50 DM
überwiesen. 

Bad Homburg v. d. H. Auf allgemeinen Wunsch der Landsleute verzichtet die
Gruppe auf die für Mitte Dezember geplante Adventsfeier; sie hat den dafür
vorgesehenen Betrag von 50 DM für die Ungarnhilfe gespendet. 

Wächtersbach. Auf den Wächtersbacher Messen sind stets Arbeiten des
Holzschnitzers Max Stephan, aus Königsberg, zu sehen. Er nahm das
Schnitzmesser erst nach der Vertreibung zur Hand, und er schnitzte kostenlos
Holzkreuze für den Friedhof der Gemeinde Wittgenborn, in der er jetzt wohnt.
Der Landrat des Kreises Gelnhausen beauftragte ihn, das Siegel der Stadt
Gelnhausen in Holz zu schneiden. 

BADEN-WÜRTTEMBERG 
Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg: Hans Krzywinski,
Stuttgart-W, Hasenbergstraße 43. Zweiter Vorsitzender: Regierungsrat de la
Chaux, Reutlingen, Karlstraße Nr. 19. 

Arbeitstreffen der DJO In Jebenhausen 
Aus siebzehn Jugendgruppen der Landesgruppe waren siebenundfünfzig
Teilnehmer zu dem Arbeitstreffen im DJO-Heim Jebenhausen vom 16. bis 18.
November gekommen. Leiter des Lehrganges war Landesgruppenwart Otto Manneck.
Die Berichte ergaben, dass die Arbeit in den ost- und westpreußischen
Jugendgruppen in der letzten Zeit gut vorangekommen ist. Einige neue Gruppen
sind entstanden. Ein „Halbstarken"-Problem gibt es für diese Jugend nicht.
Esther Berendt sprach über das reichhaltige Liedgut der Heimat. Die
Geschäftsführerin der Landesgruppe der DJO, Fridel Geyer, behandelte das
Thema „Landsmannschaftliche und überlandsmannschaftliche Gruppen". Hanna
Wangerin, aus Hamburg, die bei ihrem Eintreffen herzlich begrüßt wurde, gab
den Teilnehmern Ratschläge für die Gestaltung der Heimatabende. Ein
Lichtbildervortrag von Dr. Schienemann (Tuttlingen) „Deutschland zwischen
Ost und West“ und seine Ausführungen über die gesamteuropäischen Beziehungen
fanden rege Aufmerksamkeit. Am Abend wurde zu alten ostpreußischen Tänzen
aufgespielt und die Jungen und Mädel blieben lange fröhlich beisammen. Am
Sonntag kamen Vertreter der Landesgruppe zu Besuch. Der 1. Voristzende,
Krzywinski, übergab in einer Feierstunde vier schöne Aufnahmen aus
Ostpreußen als Schmuck für das DJO-Heim. Das Ergebnis dieses
Wochenendlehrganges wird den einzelnen örtlichen Jugendgruppen zugutekommen.

Weitere Berichte aus der landsmannschaftlichen Arbeit auf Seite 14

Seite 13   Bestätigungen
Rentensache! Wer kann bestätigen, dass der Kranführer Karl Karioth oder
Karjoth, Königsberg Pr. – Liep, Iglauer Weg 52, von 1937 bis zur Einberufung
1945 als Kranführer bei F. Schichau. Königsberg, beschäftigt war? Nachr.
erb. Fr. Penkwitt, Bippen über Quakenbrück. Unkosten werden erstattet. 

Achtung! Wer kann es bestätigen, dass ich mit meinem Sohn Franz in der Zeit
von 1945 bis 1948 in Pillkallen, Ostpreußen, interniert war? Frau Konstantia
Scherwenings, Mengsberg, Kreis Ziegenhain, Bezirk Kassel.

Seite 13   Verschiedenes
Einwohner Grundstück Königsberg Pr., Bülowstr. 10, werden gebeten, bis Ende
August 1944 gezahlte Mieten (Erbangelegenheit — Ausgleichsamt) anzugeben;
bitte zu richten an lnval. Fr. Penkwitt, Bippen über Quakenbrück. Unkosten
werden erstattet.

Rest der Seite: Bekanntschaften, Unterricht, Werbung, Verschiedenes,
Stellenangebote

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/13 23:30:08
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 14   Aus der landsmannschaftlichen Arbeit
NORDRHEIN-WESTFALEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen: Erich Grimoni, (22a)
Düsseldorf 10, Am Schein 14. Telefon 6 24 14. 

Ostdeutsche Chöre im Regierungsbezirk Düsseldorf 
Die Chorleiterinnen und Chorleiter der Ostdeutschen Chöre des
Regierungsbezirkes Düsseldorf trafen sich auf Einladung des
Kulturausschusses des Bezirksvertriebenenbeirates am 10. und 11. November zu
einer Arbeitstagung in der Schulungsstätte Hassels bei Düsseldorf. Der
Vorsitzende des Bezirksvertriebenenbeirates, Pfarrer Wohl, ermutigte sie,
ihre Kräfte auch weiterhin in den Dienst der Heimat zu stellen. Dr.
Schnabel, der Vorsitzende des Verbandes der Ostdeutschen Chöre im VdL
Nordrhein-Westfalen, berichtete, dass in diesem Lande über hundert Chöre
bestehen, und es erweise sich ein enger Zusammenschluss als notwendig. Der
Vorsitzende bat um Vorschläge zur Einteilung der Chöre (für den
Regierungsbezirk Düsseldorf) in Untergruppen mit dem Ziel der Durchführung
von Gemeinschaftskonzerten und der Mitwirkung bei Großveranstaltungen. Es
entstanden vier Gruppen mit den Hauptsitzen in Viersen, Düsseldorf, Essen
und Solingen. Nach dem Abendbrot sangen die Teilnehmer unter Leitung von
Landeskirchenmusikdirektor Gerhard Schwarz aus dessen Liederzyklus „Stimme
der Heimat" nach Gedichten von Friedrich Bischoff. Daran schloss sich ein
Referat des Komponisten über das Thema: „Pflege heimatlicher Musik und die
Gegenwart“. Die Chorleiter erkannten die Aufgabe, sich mit Werken lebender
Komponisten auseinanderzusetzen, um sie dem Publikum zugänglich zu machen. 

Der zweite Tag begann mit einem Vortrag von Studienrat Th. Eistert (früher
Musikdozent an der Pädagogischen Hochschule in Beuthen), über das Thema:
„Stimmbildung und Lautbildung in unserer Chorarbeit“. Der Redner zeigte an
praktischen Beispielen immer wieder auftretende Fehler und wie diese behoben
werden können. Am Nachmittag sprach Dr. Schnabel über Chorwerke, die den
ostdeutschen Chören empfohlen werden. In gemeinsamer Arbeit mit Dozent
Gerhard Speer hat er ein Verzeichnis dieser Werke zusammengestellt. Es sind
darin Chorwerke verschiedener Schwierigkeitsgrade enthalten, so dass jeder
Chorleiter die seinem Chor zumutbaren Lieder auswählen kann. Mit einer
Aussprache über die an beiden Tagen angeschnittenen Probleme schloss die
Tagung. 

Die an diesen beiden Tagen vereinbarten Arbeitsthemen lassen sich nur
durchführen, wenn dem Verband der Ostdeutschen Chöre die bestehenden Chöre
aller ostdeutschen Vereinigungen bekannt sind. Es wäre daher wünschenswert,
wenn sich die Leiter der bisher nicht erfassten Chöre oder Singkreise bei
den jeweiligen Bezirksvorsitzenden melden. Für den Regierungsbezirk
Düsseldorf: Studienrat Dr. Schnabel, Viersen, Bismarckstraße 29. Für den
Regierungsbezirk Arnsberg: Otto Weber, Herne, Amalienstraße 11. Für den
Regierungsbezirk Köln: Walter Mahnke. Köln-Riehl, Barbarastraße. Für die
Regierungsbezirke Münster und Aachen liegen die Anschriften der
Bezirksleiter noch nicht fest. — Die nächste Tagung des Landesverbandes der
Ostdeutschen Chöre in Nordrhein-Westfalen für den Regierungsbezirk Arnsberg
wird Anfang März 1957 in Herne, Westfalen, stattfinden. 

Rheydt. Adventsfeier am Sonnabend, 8. Dezember, 20 Uhr, im Gasthaus Köllges,
Ecke Wickrather Straße — Oberheydener Straße. 

Wuppertal. Adventsfeier der Memellandgruppe am Sonnabend, dem 8. Dezember,
20 Uhr, im Saal der Gaststätte „Zur Gilde", Wuppertal-Barmen, Haspeler
Straße 214. Musikdarbietungen und vorweihnachtliche Geschichten werden bei
Kaffee und Kuchen den Abend verschönen. Kuchen bitte mitbringen.
Unkostenbeitrag 1 DM. Alle Memelländer von Wuppertal und Umgebung werden
hierzu herzlich eingeladen. 

Essen-Rütenscheid. Montag, 10. Dezember, 19 Uhr, Kinderadvent. — Mittwoch,
12. Dezember, 20 Uhr, Adventsfeier für alle. 

Witten. Monatsversammlung am 8. Dezember, 20 Uhr, im Joseph-Saal. Alle
Landsleute sind herzlich eingeladen. 

Groß-Dortmund. Weihnachtsfeier am Sonntag, 16. Dezember, 18 Uhr, Hotel
Industrie. Anmeldung der Kinder bis spätestens 10. Dezember bei Landsmann
Wischnat, Carl-Holtschneider-Straße 2. — Auf der Novemberversammlung, die
ausnahmsweise im Hotel „Deutscher Hof" stattfand, hielt Jugendleiter Horst
Pietzarka einen Vortrag zu Lichtbildern von Burgen in Ostpreußen. 

Warendorf. Adventsfeier am Sonntag, dem 9. Dezember, 15 Uhr, bei Höner,
Münsterstraße. Alle Ostpreußen aus dem Kreisgebiet sind herzlich eingeladen.
— Am Mittwoch, dem 12. Dezember, um 15 Uhr wird sich die Frauengruppe zu
einer Weihnachtsfeier bei Porten-Leve, Freckenhorster Straße, treffen. 

BAYERN 
Vorsitzender der Landesgruppe Bayern e V.: Rechtsanwalt Heinz Thieler,
München 23, Trautenwolfstraße 5/0, Telefon 33 85 60, Postscheckkonto-Nr. 213
96 PSA München. 

Augsburg. 8. Dezember, Mitgliederversammlung und Nikolausabend (Blut- und
Leberwurstessen mit Suppe nach ostpreußischer Art). — 14. Dezember,
Sprechtag des Hauptausschusses der Flüchtlinge um 20 Uhr im „Blauen Krügle".
— 16. Dezember, Weihnachtssingen des Chores in der Moritzkirche und der
Barfüßerkirche um 17 und 19.30 Uhr. — 22. Dezember, 16 Uhr, Weihnachtsfeier,
Bescherung der Kinder und Weihnachtsfilm. 

Gundelfingen a. d. D. 23. Dezember, 16 Uhr, Weihnachtsfeier mit
Kinderbescherung und Kaffeetafel in der Bahnhofswirtschaft. —
Jahreshauptversammlung mit Rechenschaftsbericht und Neuwahlen am 12. Januar,
20 Uhr, in der Bahnhofswirtschaft. — Die Gruppe führt gegenwärtig eine
Sammlung für die Ungarnhilfe durch. 

Seite 14   Wir gratulieren …
zum 90. Geburtstag 
am 12. Dezember 1956, Hegemeisterwitwe Emma Domscheit, aus Sensburg,
Erich-Koch-Straße 13, jetzt bei ihrem Schwiegersohn Gerhard Hoffmann,
Försterei Ehrhorn über Soltau (Hann.). Die Jubilarin ist geistig noch sehr
rege. 

zum 89. Geburtstag 
am 5. Dezember 1956, Frau Elise Becker, geb. Boenke, aus Eydtkuhnen, jetzt
bei ihrer Schwiegertochter in der sowjetisch besetzten Zone. Ihr einziger
Sohn Max verstarb im Oktober 1956. Sie ist durch Familie Hochmann, (13 b)
Passau-Hacklberg, Fürstenweg 10, zu erreichen. 

zum 88. Geburtstag 
am 5. Dezember 1956, Pensionär Adolf Seeck, aus Deutsch-Bahnau bei
Heiligenbeil, jetzt bei seiner Tochter Gertrud Hentschel in Mörsbach bei
Zweibrücken (Pfalz), Höhenstraße 18. 

am 8. Dezember 1956, Frau Marie Schmielewski, aus Allenstein, Langgasse 6,
jetzt bei ihrer Tochter, Frau von Wackenitz, (17 a) Pforzheim, Strietweg 32.


am 9. Dezember 1956, Landwirt Johann Dignaß, aus Rumau, Kreis Ortelsburg. Er
wohnt zusammen mit seiner Tochter Emma noch auf dem Grundstück seines Sohnes
und ist durch Paul Dignaß, Waldwiel, Eicken 30, zu erreichen. 

zum 87. Geburtstag 
am 4. Dezember 1956, Landsmann Gustav Thomas, aus Lötzen, Neundorfer Straße
59, jetzt bei seinen Kindern in Rheinhausen (Rheinland), Langemarckstr. 8.
 
zum 86. Geburtstag 
am 4. Dezember 1956, Frau Wilhelmine Prickler, geb. Malinka, aus Sawadden
(Herbsthausen), Kreis Angerburg, jetzt bei ihrer Tochter Elfriede Müller in
Besenfeld, Kreis Freudenstadt, Schwarzwald. 

am 10. Dezember 1956, Frau Auguste Gajewski, geb. Czechleba, aus
Bieberswalde, Kreis Osterode, jetzt in Bomlitz bei Walsrode. 

zum 85. Geburtstag 
am 24. November 1956, Frau Wilhelmine Schlicht, aus Tharau, zuletzt
Fischhausen. Sie lebt heute bei Familie Mombrei in Oyten, Kreis Verden. 

am 5. Dezember 1956, Landsmann Eduard Maertz, aus Bärwalde (Samland), jetzt
mit seiner Ehefrau in (20a) Aligse über Lehrte (Hannover). 

am 11. Dezember 1956, Fräulein Elise Symanowski, aus Rauschen, jetzt in
einem Altersheim in der sowjetisch besetzten Zone. Sie war Verwalterin des
Erholungsheimes „Pestalozzihaus" in Rauschen. Erst 1948 kam sie aus der
Heimat. Zu erreichen ist die Jubilarin durch Rektor i. R. Gustav Klugmann,
Bad Salzuflen, Schießhofstraße 32. 

am 15. Dezember 1956, Oberstraßenmeister i. R. Otto Deiwick, aus
Hohensalzburg, Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt bei seiner ältesten Tochter in
Stuttgart-W, Herweghstraße 1. 

zum 84. Geburtstag 
Frau Johanna Reimann, aus Gr.-Lüdtkenfürst, Kreis Heiligenbeil, jetzt in
Stuttgart 13, Libanonstr. 68 A. 

am 28. November 1956, Landsmann August Rudnick, aus Lyck, Ludendorffstraße,
jetzt bei seiner Tochter Heta Müller in der sowjetisch besetzten Zone. Er
ist durch die Familie Holzlehner, Hamburg, Billwerder 4, zu erreichen. 

am 1. Dezember 1956, Frau Anna Naujoks, geb. Wannagat, aus Tilsit,
Waldstraße 43 a, jetzt bei ihrer Tochter Ida Schröder in Braunschweig,
Kruppstraße 24. 

am 5. Dezember 1956, Frau Maria Tiedtke, geb. Hülse, aus Bönkenwalde, Kreis
Heiligenbeil, jetzt bei ihrer Tochter Martha Gnoza in Opladen (Rheinland),
Königsberger Straße 5. 

am 8. Dezember 1956, Landsmann Friedrich Böhm, aus Königsberg-Ratshof,
Gerlachstraße 100 d, jetzt bei seiner verheirateten Tochter Gertrud in der
sowjetisch besetzten Zone. Er ist durch Frau Elisabeth Böhm, Itzehoe,
Holstein, Brückenstraße 8, zu erreichen. 

zum 83. Geburtstag 
am 29. November 1956, Frau Anna Völker, aus Sensburg, Ordensritterstraße 4,
jetzt in Lübeck, Tulpenweg 2. 

am 6. Dezember 1956, Frau Maria Fox, geb. Schwarz, aus Wormditt, Witwe des
1951 verstorbenen Landsmanns Eduard Fox, ehemals Eigentümer eines
Grundstücks in Plaswich, zu dem auch ein Wassermühlenbetrieb gehörte.
Heutige Anschrift: Altersheim Rosenhöhe in Brackwede. Die Jubilarin würde
sich über Lebenszeichen früherer Bekannter freuen. 

am 9. Dezember 1956, Witwe Ida Kopist, aus Allenstein, Kopernikusstraße 6,
jetzt in Berlin-Lichterfelde-West, Carstenstraße 38 a. 

am 9. Dezember 1956, Frau Marie Neumann, aus Tilsit, Landwehrstraße 24,
jetzt bei ihrem Sohn Fritz in Berlin-Charlottenburg 1, Richard-Wagner-Straße
39. 

am 10. Dezember 1956, Frau Charlotte Schruba, geb. Royla, aus Draheim, Kreis
Treuburg. Sie wurde im Mai 1947 aus der Heimat ausgewiesen und lebt seit
Januar 1948 bei ihren Kindern in den USA. Anschrift: Springfield Center, Box
17, Otsego Conty, New York, bei Frau Emma Klenner, geb. Schruba. 

zum 82. Geburtstag 
am 29. November 1956, Bauer Rudolf Brasch, aus Waltersdorf, Kreis
Heiligenbeil, jetzt mit seiner Ehefrau in (24b) Hohenlockstedt, Holstein,
Schäferweg. Landsmann Brasch war in der Heimat als Rennreiter und
Hengstzüchter bekannt. 

am 7. Dezember 1956, Frau Auguste Deuter, geb. Koselowski, jetzt bei ihrem
ältesten Sohn in Cadenberge NE., Mühlenweg 4. 

am 9. Dezember 1956, Frau Marie Milkereit, geb. Gawens, aus Memelwalde,
Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt mit ihrem Ehemann bei dem jüngsten Sohn Erwin in
(21 b) Espei, Post Valbert, Westfalen. 

am 11. Dezember 1956, Konrektorin i. R. Luise Schweiger. Sie wohnt jetzt in
der sowjetisch besetzten Zone und ist durch ihre ehemalige Schülerin, Frau
H. Schulz, früher Königsberg, (20 a) Hannover, Eckerstraße 8, zu erreichen. 

am 11. Dezember 1956, Landsmann Ewald Stantien, aus Kuckerneese, Kreis
Elchniederung, jetzt in Schildesche bei Bielefeld, Johannesstift. 

am 15. Dezember 1956, Gestütsbeamter i. R. Otto Fischer, aus Georgenburg,
jetzt mit seiner Ehefrau und seiner jüngsten Tochter in Göttingen (Hann.),
Beekweg 68. 

am 15. Dezember 1956, Lokomotivführer a. D. Eduard Schischke, ehemals
Haffuferbahn Braunsberg-Elbing, jetzt in Seesen (Harz), Bornhäuser Straße 4.


zum 81. Geburtstag 
ohne Datum. Landsmann Gustav Gromball, aus Königsberg, jetzt mit seiner
Ehefrau Therese Gromball, geb. Possekel, die am 30. November 1956, ihren 78.
Geburtstag feiern konnte, im Altersheim Bramsche, Niedersachsen. 

am 3. Dezember 1956, Witwe Justine Haak, aus Maibaum, Kreis Elbing, jetzt
bei ihren Kindern in (21 a) Mettingen-Schlickelde 114, Kreis Tecklenburg,
Westfalen. 

am 6. Dezember 1956, Gärtner Karl Pfeffer, aus Lyck-Rothof, jetzt in (24)
Negernbötel, Kreis Segeberg. 

zum 80. Geburtstag 
am 28. November 1956, Gendarmeriemeister i. R., Leutnant a. D. Franz
Broszeit, seit elf Jahren in (13 b) Untergriesbach, Kreis Wegscheid. Seine
Ehefrau konnte am 2. November 1956, ihren 75. Geburtstag feiern. Kurz zuvor
ging der sehnlichste Wunsch der betagten Eltern in Erfüllung, ihren Sohn
Franz, der aus politischen Gründen in der sowjetisch besetzten Zone zu einer
vieljährigen Zuchthausstrafe verurteilt worden war, wiederzusehen. Er wurde
vorzeitig entlassen. 

am 2. Dezember 1956, Frau Martha Augustin, geb. Serreck, aus Wehlau, jetzt
bei ihrer Tochter Else Naujoks in Hamburg-Hausbruch, Talweg 34. 

am 4. Dezember 1956, Witwe Berta Wolter, aus Königsberg, Gr. Sandgasse 21,
jetzt bei ihrer Tochter Martha Pohl in (21 a) Eisbergen, Bezirk Minden 2,
Nr. 395. 

am 10. Dezember 1956, Frau Hedwig Piehl, geb. Willmann, aus Bischofswerder,
zuletzt in Germau, Samland. Die Jubilarin ist in den Kreisen der
Molkereifachleute sehr bekannt. Die Molkereien Dakau, Gr.-Teschendorf,
Stangenwalde, Kreis Rosenberg, Gr.Triaken (Kreis Insterburg), und Germau
sind mit ihrem Namen eng verbunden. Ihre einzige Tochter, Frau Ruth Bartels,
aus Königsberg, lebt in Brasilien. Anschrift: Geislingen/Steige, Rorgensteig
24. 

am 11. Dezember 1956, Witwe Erdmuthe Schneidereit, geb. Schmidt, aus Gilge,
Kreis Labiau, jetzt mit ihrer Tochter Emma, die am gleichen Tage 50 Jahre
alt wird, in Oxstedt Nr. 6, bei Cuxhaven. 

am 13. Dezember 1956, Schneidermeister August Fallet, aus Gumbinnen,
Ernst-Moritz-Arndt-Straße 1, jetzt in (22 b) Mayen (Rheinland), Westbahnhof
2. 

am 13. Dezember 1956, Frau Maria Supplieth, geb. Neumann, aus Königsberg,
Klapperwiese 12/13, jetzt bei ihrer Tochter Dr. med. Erika
Purrmann-Supplieth in der sowjetisch besetzten Zone. Die Anschrift liegt der
Redaktion vor. 

zum 75. Geburtstag 
ohne Datum. Reichsbahnbeamter Karl Langhein, aus Rastenburg, jetzt in Berlin
SW 29, Böckhstraße 11. 

am 26. November 1956, Witwe Luise Grönik, aus Honigbaum bei Schippenbeil,
jetzt bei ihrer Tochter in Herne-Horsthausen, Westfalen, Yorckstraße 5. 

am 27. November 1956, Frau Anna Schimmelpfennig, aus Bladiau, Kreis
Heiligenbeil, jetzt in Lübeck, Rosengarten 2. 

am 3. Dezember 1956, Bauer Otto Jodszuweit, aus Kleeburg, Elchniederung,
jetzt in (17 b) Strittmatt über Albbruck, Kreis Säckingen, Baden. 

am 4. Dezember 1956, Frau Luise Brieskorn, aus Gerthen, Kreis Rößel, dann
Bischofstein. Anschrift: Niederdollendorf am Rhein, Königswinterer Straße
57. 

am 5. Dezember 1956, Sägewerksarbeiter und Rentner Johannes Armenat, aus
Ebenrode, Bergstraße 2, jetzt bei seinem Schwiegersohn Alfred Petczelies in
(23) Zeven, Bezirk Bremen, Heinrichstraße 43. 

am 8. Dezember 1956, Kaufmann Gustav Lumma, aus Ortelsburg (Gaststätten- und
Speisewirtschaftsbetrieb am Markt), jetzt mit seiner Ehefrau in Oldenburg i.
O., Peterstraße 40. Er ist der Gründer des Vereins ehemaliger Jäger und
Schützen. 

am 8. Dezember 1956, Oberlokomotivführer i. R. Adolf Berger, aus Königsberg,
Philosophendamm 10, jetzt in Bremen, Gösselstraße 115. 

am 9. Dezember 1956, Schuhmachermeister und Schuhwareneinzelhändler Emil
Schupp, aus Gumbinnen, jetzt in Marne, Holstein, Schuhgeschäft. 

am 9. Dezember 1956, Landsmann Bernhard Geißler, aus Königsberg,
Beethovenstraße 63, jetzt in Arnsberg in Westfalen, Ringstraße 126. Der
Jubilar gehörte viele Jahre dem Kirchenvorstand der Propsteigemeinde
Königsberg an. Er würde sich über Lebenszeichen alter Bekannter freuen. 

am 9. Dezember 1956, Gestütswärter i. R. Nikolaus Urbaniak vom Landgestüt
Georgenburg bei Insterburg, gegenwärtig bei seinem Sohn, Lehrer Gerhard
Urbaniak, in (20 a) Belsen, Kreis Celle. 

am 10. Dezember 1956, Landwirt Willy Andres, aus Wiesenblick, Kreis
Insterburg, jetzt in Kappelrodeck, Kreis Bühl, Baden. 

am 11. Dezember 1956, Landsmann August Zanger, aus Lindenhaus, Kreis
Schloßberg, jetzt in (24) Munster-Lager (Hanlolager), Baracke 4, Hauptm. 

am 12. Dezember 1956, Landsmann Adam Jeworowski, jetzt in (20b) Osterode
(Harz), Pommernweg 15. Er kam erst am 5. November 1956 aus Johannisburg. 

am 13. Dezember 1956, Bauer Emil Aßmann, aus Lomp, Kreis Pr.-Holland, jetzt
mit seiner Ehefrau und seiner Tochter Ursula in Weilmünster im Taunus,
Marktplatz 13. Landsmann Aßmann hat in der Heimat bis zu seiner Vertreibung
das Amt eines Bürgermeisters versehen und sich stets für seine Landsleute
eingesetzt. Die ehemaligen Angehörigen seiner Heimatgemeinde gratulieren
herzlich. 

am 14. Dezember 1956, Frau Amalie Baumgart, geb. Platzek, aus Sensburg,
Witwe des Regierungsober Sekretärs Gustav Baumgardt (Landratsamt), jetzt in
Bielefeld, Rolandstraße 20. 

Goldene Hochzeiten 
Waagenbauer Gustav Krück und Frau Minna Krück, geb. Rohde, aus Insterburg,
Ziegelstraße 20, jetzt in der sowjetisch besetzten Zone, feierten am 6.
Oktober 1956, ihre Goldene Hochzeit. Das Ehepaar ist durch Frau Grete
Metschulat, Lambrecht, Pfalz, Sonnenberg 17, zu erreichen. 

Die Eheleute Wilhelm Hoffmann und Marie Hoffmann, geb. Schmidt, aus Memel,
Tilsiter Straße 14, jetzt in Lübeck, Geverdesstraße 3, feierten am 17.
November 1956, ihre Goldene Hochzeit. 

Landsmann Rudolf Doerk und Frau Elisabeth Doerk, geb. Parplies, aus
Hasenberg, Kreis Wehlau, jetzt in der sowjetisch besetzten Zone, feierten am
19. November 1956, das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Jubilar war
Jahrzehnte auf der Besitzung des Rittmeisters Raetgen in Hasenberg als
Melkermeister tätig. Auch heute arbeitet das betagte Ehepaar noch in der
Landwirtschaft. Es ist über Werner Doerk, Bruchsal, Baden, Moltkestraße 21,
zu erreichen. 

Am 29. November 1956, feierten ihre Goldene Hochzeit die Eheleute Franz Kühn
und Henriette Kühn, geb. Höltke, aus Ragnit, Schulstraße 3, jetzt in
Lübeck-Herrenwyk, Gichterstraße 107. 

Bauunternehmer Hermann Albrecht und seine Ehefrau Madline Albrecht, geb.
Bridszin, aus Iwenheide, Kreis Elchniederung, feierten am 30. November 1956,
das Fest der Goldenen Hochzeit. Das noch sehr rüstige Ehepaar lebt zusammen
mit seinem Schwiegersohn in Schwarzenbek im Hause Düsternhorst 3, das der
Jubilar selbst erbaut hat. 

Tischlermeister i. R. Fritz Romeikat und seine Ehefrau Berta Romeikat, geb.
Kohn, aus Laugszargen, Kreis Tilsit, feierten am 1. Dezember 1956, im
Beisein ihrer Kinder und Enkel das Fest der Goldenen Hochzeit. Anschrift:
Marburg (Lahn), Knutzbach 26. 

Die Eheleute Wilhelm Bahlo und Frau Anna Bahlo, geb. Duda, aus Goldensee,
Kreis Lötzen, jetzt in Dochtmissen, Kreis Burgdorf, feiern am 7. Dezember
1956, ihre Goldene Hochzeit. 

Am 9. Dezember 1956, feiern ihre Goldene Hochzeit die Eheleute Robert
Isigkeit und Frau Johanna Isigkeit, geb. Klingberg, aus Tapiau, jetzt in
Lübeck, Uhlandstr. Nr. 32. Das Ehepaar würde sich über Lebenszeichen von
ehemaligen Bekannten freuen. 

Das Ehepaar Franz Kuffner und Frau Maria Kuffner, geb. Thielert, aus
Nassawen bei Mehlkehmen, Kreis Stallupönen, jetzt in Gingen a. d. Brenz,
Talstraße Nr. 11, feiert am 9. Dezember 1956, das Fest der Goldenen
Hochzeit. 

Prüfungen 
Norbert Helwig, ältester Sohn des Amtsgerichtsrats a. D. Robert Helwig, aus
Pr.-Holland, jetzt in Bonn, An der evangelischen Kirche 4, bestand an der
Universität Kiel das Diplomexamen als Physiker mit „gut". 

Jubiläen 
Postbetriebsassistent Paul Hildebrand, tätig gewesen bei den Postämtern
Lindenau, Kreis Braunsberg, und Heiligenbeil, begeht am 1. Dezember 1956,
sein 40-jähriges Dienstjubiläum beim Postamt Bordesholm. Am 1. Februar 1957
tritt er in den Ruhestand. Der Jubilar erhielt im Ersten Weltkrieg mehrere
Auszeichnungen. 

Tote unserer Heimat  
Am Tage der Goldenen Hochzeit gestorben 
Für zwei Eheleute, die ein halbes Jahrhundert hindurch Freud und Leid
teilten, bedeutet die Goldene Hochzeit mehr als nur einen Ehrentag. Für sie
ist dieser Tag die Offenbarung des Bibelspruches: „Die Liebe höret nimmer
auf . . ." 

In der Schwarzwaldgemeinde Glatten, Kreis Freudenstadt, rüsteten die
Einwohner zu einem Fest, zu der am 18. November 1956 bevorstehenden Goldenen
Hochzeit der Landsleute August Schröder und seiner Ehefrau Maria Schröder,
geb. Wieder, aus Kuppen bei Saalfeld im ostpreußischen Oberland. In der
Frühlingsstraße hatten sie endlich nach der Vertreibung, der Internierung in
Dänemark und Aufenthalten in zwei anderen Orten in Westdeutschland ein Heim
gefunden. 

Die vier Kinder des Ehepaares wollten am Tag der Goldenen Hochzeit bei den
Eltern sein. Dieser Freudentag wurde zu einem Trauertag, denn am Tag der
Goldenen Hochzeit starb Landsmann August Schröder, der kurz zuvor einen
Schlaganfall erlitten hatte, an einer Lungenentzündung. August Schröder
hatte in seiner Geburtsstadt Saalfeld das Gerberhandwerk erlernt. Nach dem
Tode des Schwiegervaters übernahm er dessen landwirtschaftlichen Besitz in
Kuppen bei Saalfeld. In der Schlacht bei Tannenberg ritt der gediente
Leibhusar die Attacke bei Waplitz mit. An der Westfront wurde Landsmann
Schröder durch Bombeneinwirkung schwer verschüttet, und infolge seiner
Kriegsbeschädigung konnte er den erlernten Beruf nicht mehr ausüben. Die
beiden Söhne des Ehepaares gehörten im Zweiten Weltkriege der gleichen
Flakbatterie an. Einer erhielt einen Kopfschuss und geriet in englische
Kriegsgefangenschaft, den anderen verschlug das Schicksal in die sibirischen
Gefangenenlager. In Kamplinfort am Rhein verdient jetzt der Älteste sein
Brot als Zentralheizungsbauer; der Jüngere, der den Beruf des Vaters wählte,
wohnt in Glatten. Die älteste Tochter ist in Berlin verheiratet. Der Mann
der zweiten Tochter fiel im Kriege; sie lebt in der sowjetisch besetzten
Zone. 

Viele Landsleute werden Anteil nehmen an der Trauer von Frau Maria Schröder,
die gerade am Tag der Goldenen Hochzeit ihren Mann verlieren musste.
(Anschrift: Glatten, Kreis Freudenstadt Frühlingsstraße 298.)

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/14 13:18:04
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 15   Familienanzeigen
Im Oktober 1956 erhielten wir die schmerzliche Nachricht, dass mein lieber
Mann, unser guter Vater, mein einziger Sohn, Enno Plagemann, Leutnant Ing.,
geb. 03.11.1920, im April 1947 in Königsberg Pr. in russischer
Gefangenschaft gestorben ist. Annemarie Plagemann, geborene Semlies. Karin
Plagemann, Jutta Plagemann. Gertrud Plagemann. Am 16. Juni 1956, starb nach
der Geburt eines gesunden Jungen, meine liebe Frau, unsere jüngste Tochter
und Schwester, Renate Heier, geborene Semlies, im Alter von 36 Jahren.
Schmerzlich vermisst von: Egon Heier. Lydia Semlies. Ursula Meyer, geborene
Semlies. Annemarie Plagemann, geborene Semlies. Jürgen Semlies. Kiel, den 1.
Dezember 1956, Arndtplatz 3. Früher Tilsit, Magazinstraße 21

Statt Karten. Am 17. November 1956 nahm Gott der Herr nach kurzer schwerer
Krankheit meinen lieben Vater, Schwiegervater und Bruder, unseren guten
Großvater, den Rittergutsbesitzer Johannes Woller, im Alter von 80 Jahren,
zu sich in die Ewigkeit. In stiller Trauer: Edith Gastell, geb. Woller. Dr.
Helmut Gastell. Ida Cammeratt, geb. Woller. Martin Gastell. Dorothee
Gastell. Friedrich Gastell. Hans Gastell, als Enkel und alle Verwandten.
Wulferdingsen über Bad Oeynhausen.,Westfalen 

Fern der geliebten Heimat entschlief am 21. November 1956 mein lieber Mann
und guter Vati, 
Malermeister Paul Packhäuser, früher Neuhausen, Ostpreußen, im Alter von 69
Jahren. In tiefer Trauer im Namen aller Hinterbliebenen: Frida Packhäuser,
geb. Mielke. Gerda Petzelberger, geb. Packhäuser. Bruno Petzelberger.
Düsseldorf, Hammer Dorfstraße 87, Schinkelstraße 79 

Im gesegneten Alter von 81 Jahren entschlief sanft unsere liebe Omi,
Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Anna Pucknat, geb.
Pallagst, aus Cranz, Ostseebad. Sie folgte ihrem geliebten Sohn, dem
Diplom-Chemiker Dr. Max Pucknat, gestorben am 9. April 1945 in Königsberg
Pr., in die Ewigkeit. In stiller Trauer: Gertrud Pucknat, geb. Eggert und
Angehörige. Königsberg Pr., Hindenburgstraße 28 a, jetzt Quelle bei
Bielefeld, Robertstraße 552 

Am 18. Oktober 1956 entschlief nach Krankheit meine liebe Frau und und
tapfere Lebensgefährtin, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Maria Gedell, geb. Weiß, fern
der Heimat Althof-Insterburg, Ostpreußen. In tiefer Trauer: Emil Gedell und
die Angehörigen,  jetzt Oldenburg i. O., Leuchtenburger Straße 40

Am 4. November 1956 erlöste Gott meine herzensgute treusorgende Mutti, Emma
Okat, geb. Waldmann, im Alter von 67 Jahren. In tiefer Trauer: Georg Okat.
Elly Okat. Wietzheim, Kreis Schloßberg. Jetzt Soltau, im November 1956,
Lüneburger Straße 18 

Nach kurzer schwerer Krankheit entschlief am 27. November 1956 mein lieber
guter Mann, unser bester Vater, Groß- und Schwiegervater, Bruder, Schwager
und Onkel, Albert Jablonski, im Alter von 58 Jahren. In tiefer Trauer:
Helene Jablonski, geb. Gorycki. Herbert Jablonski und Frau Annegund
Jablonski, geb. Müller. Heinz Jablonski und Frau Theresia Jablonski, geb.
Hoyer. Margarete Krause, geb. Jablonski. Erhard Krause.
Rastenburg.,Ostpreußen, Sembeckstraße 34, jetzt Herzogenaurach (Ofr.),
Welkenbacher Kirchweg 20 

Am 24. November 1956 entschlief plötzlich und unerwartet unser lieber Onkel
und Großonkel, Emil von Lojewski in Hachenburg. Im Namen aller Angehörigen:
Erna Suck, geb. Krakau. Lambrecht (Pfalz), Östl. Luhrbachstraße 54 

Fern ihrer ostpreußischen Heimat verstarb nach einem arbeitsreichen und
aufopferungsvollen Leben, nach langer schwerer Krankheit, meine liebe Frau
und treue Lebenskameradin, unser liebes herzensgutes Muttchen,
Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante,
Frau Maria Jakubaßa, geb. Benedeit, im 83. Lebensjahre, wohlversehen mit den
letzten Gnadenmitteln unserer Kirche. In tiefer Trauer: Franz Jakubaßa.
Herta Jakubaßa. Franz Jakubaßa und Frau Frieda Jakubaßa, geb. Wolff,
sowjetisch besetzte Zone. Hanny Weirowski, geb. Jakubaßa, Saarbrücken. Erich
Jakubaßa und Frau Maria Jakubaßa, geb. Dellinger, Helvesiek (Hannover).
Heinrich Jakubaßa und Frau Hedwig Jakubaßa, geb. Blaschy, Waldorf am Rhein.
Paul Jakubaßa und Frau Lisbeth Jakubaßa, geb. Stachel, Lübeck. Hans Jakubaßa
und Frau Edith Jakubaßa, geborene Retinsky, Berlin-Neukölln. Ernst Jakubaßa
und Frau Liselott Jakubaßa, geborene Strauß, München. Gertrud Schulz, geb,
Jakubaßa und Verlobter Horst Bohl, Pönitz, Holstein. Albert Jakubaßa,
München. 23 Enkelkinder und Urenkel. Gleschendorf, Holstein, den 17.
November 1956, früher Königsberg Pr. Auf dem Friedhof in Gleschendorf haben
wir die liebe Entschlafene am 22. November 1956 zur ewigen Ruhe gebettet. 

Am 15. November 1956 verstarb in der sowjetisch besetzten Zone nach schwerer
Krankheit unsere liebe unvergessliche Mutter, Großmutter und Schwester,
Agathe Sonntag, geb. Seehaus, im 74. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Agathe
Kranz, geb. Sonntag. Dr. Herbert Kranz, Stade, Karl-Kühlcke-Straße. Lothar
Sonntag, Hilgen, Dünweg. Grete Sonntag, geb. Spaner. Gerda Sturmhöfel, geb.
Sonntag. Horst Sturmhöfel, Berg. Gladbach, Hexenweg und dreizehn
Enkelkinder. Früher Königsberg Pr., Neue Dammgasse 28 

Am 22. November 1956 entschlief nach längerem Leiden und doch unerwartet
meine geliebte Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Omi, Margarete
Weller, geborene Naussed.  In tiefer Trauer: Wilhelm Weller. Eva Weller.
Käthe Hoberg, geb. Weller. Carl-Heinz Hoberg. Martin Weller. Charlotte
Weller, geb. Pillokat. Gerhard Weller. Heidenheim (Brz.), Hochbergweg 22,
früher Königsberg Pr., Hindenburgstraße 34 

Am 18. November 1956 entschlief in Himmelpforten.,Kr. Stade, unsere liebe
Tante, Großtante und Schwägerin, Marie Augustin, geb. Matern, früher
Rosenberg, Kr. Heiligenbeil, im Alter von 85 Jahren. In stiller Trauer auch
im Namen der Verwandten: Käte Lust, Hannover, Rehbergstraße 3 

In der Hoffnung, unsere Heimat wiederzusehen, starb fern von ihr völlig
unerwartet, am 28. November 1956, unsere innigst geliebte Mutter, Schwester,
Schwiegermutter und Großmutter, Hedwig Blumenthal, geb. Wossidlo, früher
Horst bei Löwenhagen, Ostpreußen, jetzt Grunbach, Kr. Waiblingen,
Württemberg. In tiefer Trauer: Hanswerner Blumenthal und alle Angehörigen.
 
Nach einem arbeitsreichen Leben, fern seiner geliebten Heimat, entschlief am
16. November 1956 nach kurzer schwerer Krankheit mein innig geliebter Mann,
mein treusorgender lieber Vater und Schwiegervater, mein lieber Opa, Bruder,
Schwager und Onkel, Bauer Adolf Wagner, früher Ladmannsfelde, Kreis
Pillkallen, im 75. Lebensjahre. In stiller Trauer: Minna Wagner, geb.
Hotopp. Horst Wagner. Gertrud Wagner, geb. Butzlaff. Wolfgang Wagner und
alle Anverwandten. Tornesch, Pracherdamm 14, Holstein 

Heute wurde nach hartem arbeitsreichen Leben und qualvoller langer
Krankheit, unsere liebe Mutter, Großmutter und Uroma, Clara Binkowski, geb.
Ott, aus Lyck, im 81. Lebensjahre, bis zum letzten Atemzuge besorgt um ihre
Angehörigen, erlöst. Wir werden sie sehr vermissen. Im Namen aller
Angehörigen: Marlis Wegler, geb. Gedig. Hamburg-Barsbüttel, Birkenweg 10,
den 12. November 1956 

Am 6. November 1956 entschlief plötzlich und unerwartet, unsere liebe
Mutter, Schwiegermutter, Groß- und Urgroßmutter, Elisabeth Pallulat, geb.
Lingsminat, früher Kassuben, Kreis Stallupönen, Ostpreußen, im Alter von 73
Jahren. In stiller Trauer: Fritz Pallulat uns Frau Frieda Pallutat, geb.
Spies. Fritz Woska, in Russland vermisst, und Frau Helene Woska, geb.
Pallulat . Herbert Freytag und Frau Minna Freytag, geb. Pallulat, vier Enkel
und zwei Urenkel. Rastede i. O., Bahnhof 

Du hast den Frieden, wir den Schmerz; ruhe sanft, lieb' Mutterherz. Am 6.
November 1956 verstarb nach kurzer Krankheit, im Alter von 76 Jahren, unsere
liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Omi, Schwester und Tante, Anna Günther,
geb. Schwarm. In tiefer Traue: Herta Jaehnke, geb. Günther. Elli Arndt, geb.
Günther. Kurt Günther, Simbach am Inn. Bruno Günther und Frau Elsa Günther,
geb. Holtz, Hamburg-Gr.-Flottbek, Uhdeweg 17 und Enkelkinder. Königsberg
Pr., Friedmannstraße 42, jetzt Simbach am Inn, Adolf-Kolping-Straße 3 1/2 

Am 27. November 1956 starb im Alter von 80 Jahren, unsere liebe gute Mutter,
Schwiegermutter und Großmutter, Anna Isakowski, geb. Preuß, geb. 11. Oktober
1876. Sie folgte als letzte ihren in Ostpreußen bei der Vertreibung und an
den Folgen der Notjahre verstorbenen Schwestern, Elise Preuß, geb.
19.04.1869, gest. 18.02.1945, Heiligenbeil. Margarete Preuß, geb.
18.12.1874, gest. 09.02.1945, Heiligenbeil. Antonie Preuß, geb. 30.06.1879,
gest. März 1943, Pörschken. Helene Stolzenwald, geb. Preuß, geb. 16.05.1882,
gest. 02.01.1946, Zinten. In trauernder Erinnerung: Die Hinterbliebenen.
Zinten, Ostpreußen, jetzt Kassel-Ki, Am Diedichsborn 14 

Die Todesstunde schlug zu früh, doch Gott der Herr bestimmte sie. Am 13.
November 1956 verloren wir durch einen Unfall unseren lieben letzten Sohn,
Bruder, Schwager und Onkel, Helmuth Amberger, im Alter von 29 Jahrwn. Er
folgte seinen lieben gefallenen Brüdern, Max Amberger und Rudi Amberger
sowie Schwager Willi Fehrke und dem verstorbenen Schwager Kurt Hundertmark.
In stiller Trauer: Hermann Amberger. Lina Amberger, geb. Seifert. Otto
Hundertmark. Charlotte Hundertmark, geb. Amberger und fünf Neffen, Horst,
Hans-Günther, Uwe, Manfred und Walter. Ella Hundertmark, geb. Amberger.
Erwin Steppke. Waltraut Steppke, geb. Amberger. Früher Wehlau, Ostpreußen,
jetzt Neersen bei Krefeld, Virmondstraße 47 

Am 16. 11. 1956 entschlief sanft und unerwartet, mein lieber Mann, guter
Vater, Schwiegervater und Großvater, der Fleischermeister Ernst Werning,
früher Gumbinnen, Ostpreußen, im 69. Lebensjahre. 
In stiller Trauer: Frieda Werning, geb. Benz. Ursula Brosius, geb. Werning.
Willy Brosius und Renate. Bln.-Neukölln, Weisestr. 41. Bad Godesberg,
Gotenstr. 143 a 

Allen Freunden und Bekannten aus der Heimat möchte ich Kenntnis geben vom
Ableben meines unvergesslichen Mannes, Wirtschaftstreuhänder Richard
Hufenbach, geb. 21.07.1881 Königsberg/ Pr., gest. 28.12.1954
Herford-Sundern. Er hat den Verlust der Heimat nicht verwunden, die
Strapazen der Flucht und die zweijährige Internierung in Dänemark hatten
seine Gesundheit untergraben. Er folgte unserm geliebten Sohn Hans-Ulrich,
geb. 18.09.1927 Allenstein, gest. 22.02.1945 Lazarett Danzig, der sein
junges Leben im Kampf um die bedrohte Heimat lassen musste. Vermisst ist
noch unser geliebter Sohn, Günther, geb. 18.06.1925 Allenstein, seit Sommer
1944 auf dem Kriegsschauplatz Rumänien, Feldpostnummer 58 302. Heimkehrer,
die etwas über den Verbleib der Formation wissen, werden um Nachricht
gebeten. Unkosten werden erstattet. Witwe Hanna Hufenbach, geborene Schulte.
Herford-Sundern 173, November 1956 

Zum zweijährigen Todestage meines lieben unvergesslichen Mannes, unseres
guten treusorgenden Vaters, Bruders und Onkels, Bernhard Ehlert, geb.
15.01.1898, gest. 25.11.1954 und elfjähriger Verschollenheit meines lieben
Sohnes und Bruders, Hansgeorg, Uff.-Schüler, Freiberg, Sachsen, geb.
20.10.1927, verschollen 15.01.1945. Wer weiß etwas über seinen Verbleib? In
stiller Trauer: Maria Ehlert, geb. Bartsch und Kinder. Gr.-Rautenberg, Kreis
Braunsberg, jetzt Oberbreisig-Heiligenthal, Kreis Ahrweiler 

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgange unserer lieben
Entschlafenen sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. Otto Skierlo und
alle Angehörigen. Walmsburg, im November 1956 

Herzlichen Dank sage ich allen, die mir beim Tode meines lieben Mannes ihre
Anteilnahme erwiesen haben. In heimatlicher Verbundenheit: Auguste Mallon.
Hildesheim, Einumer Str. 41, den 29. November 1956

[OWP] Warum wird meine Nachricht nicht veröffentli cht?

Date: 2017/09/14 16:54:39
From: H.W. <ha_we_(a)t-online.de>

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin über Ihr Verhalten mir gegenüber stark verwundert:
In der Listen-Mail vom 10.09. um 12:00 gab es als einzige Nachricht die mit folgendem Titel: *Fwd: [SACHSEN-L] Weiterleitung an O/W-Preußenliste (Tom Nissel via OW-Preussen-L).* Am 10.09. abends um 20:55 hatte ich darauf geantwortet. Daraufhin bekam ich die Meldung, dass meine Nachricht zurückgehalten werde. Von den beiden genannten Optionen  - die Nachricht wird veröffentlicht oder ich werde über eine Nicht-Veröffentlichung informiert - ist keine eingetreten. Deswegen habe ich am 12.09. um 12:29 erneut an Sie geschrieben mit der Bitte, mir den Grund der Zurückhaltung mitzuteilen. Auch hierauf gab es keine Antwort von Ihnen. Haben Sie mich schlichtweg vergessen? Passte Ihnen etwas inhaltlich nicht? War das Format falsch? Ich weiß es nicht und würde sehr gerne meine Nachricht veröffentlicht wissen! Es ist für mich absolut unbefriedigend, dermaßen ignoriert zu werden. Auch der Forscherkollege, der um Hilfe bat, wird sich evtl. über die vermeintliche HilfsUNbereitschaft wundern.

Ich bitte Sie hiermit erneut und ausdrücklich um Veröffentlichung meiner Antwort vom 10.09.2017!

Mit freundlichen Grüßen,
Heike Wessel


-------- Weitergeleitete Nachricht --------
Betreff: 	Re: OW-Preussen-L Nachrichtensammlung, Band 156, Eintrag 25
Datum: 	Sun, 10 Sep 2017 20:55:56 +0200
Von: 	H.W. <ha_we_(a)t-online.de>
An: 	ow-preussen-l(a)genealogy.net



Hallo Jürgen,

ich suche auch direkt in Schulitz, allerdings nach anderen Namen.
Folgende Seiten kann ich sehr empfehlen:

Allgemeine erste Informationen findet man hier:
http://www.westpreussen.de/cms/

Standesamtsunterlagen aus Schulitz sind hier online:
https://www.genealogiawarchiwach.pl/#query.city=Solec+Kujawski&query.suggestion=false&query.thumbnails=false&query.facet=true&query.sortMode=DEFAULT&goComments=false&searcher=big&query.query
Dort kann man die einzelnen Jahrgänge durchsehen, sortiert nach
Geburten, Heiraten und Taufen ('Unterserie' Akta urodzen, Akta malzenstw
und Akta zgonow), verfügbar von 1874 bis 1910

Hier finden sich evangelische und katholische Einträge mit Scans:
http://szukajwarchiwach.pl/search?q=solec%20kujawski%20XSKANro%3At&order=

Auf der folgenden Seite kann man Heiraten im 19. Jahrhundert finden,
sofern Mitglieder sie eingestellt haben, und im besten Fall auch die
Namen der Eltern: http://poznan-project.psnc.pl/

Adressbücher für Bromberg nebst Vororten findet man hier:
http://stary.genpol.com/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&p=8958#8958
Allerdings waren früher nicht so viele Leute verzeichnet. Nur wer ein
Geschäft hatte oder eine Praxis, Kanzlei oder ähnliches, stand in den
Verzeichnissen. So ist zumindest meine bisherige Erfahrung.

Ganz wichtig in Schulitz ist natürlich auch die Seite von Julia Meyer,
vor allem, da sie selbst auch die alten katholischen Kirchenbücher
verkartet: http://genealogie-meyer.de/Home

Welcher Konfession gehörten die Vorfahren denn an? Eine evangelische
Kirche gab es in Schulitz erst recht spät. Bis dahin sind die Bewohner
entweder nach Bromberg oder Gurske (Kreis Thorn, auf dem
gegenüberliegenden Ufer der Weichsel) gefahren oder doch zur
katholischen Gemeinde gegangen. Eine katholische Kirche gab es in
Schulitz schon länger.

In Schulitz und Umgebung suche ich nach FN DIRKS (auch DERKS; DERX;
DIERKS), BETTIN, GOLNIK / GOLNICK, MENZ, PANSEGRAU, PANKRATZ, RADTKE,
KRÜGER, LEICHNITZ, RICHERT / RICKERT, WITT, GUTT, OTT, HOFFMANN, HEISE,
KOLLMANN (alles direkte Vorfahren).

So, das wär`s erst einmal. Ich hoffe, es hilft deinem Bekannten weiter!
Er kann sich auch gerne direkt bei mir melden: heike.wessel(a)t-online.de
Viele Grüße,
Heike (Wessel)


Message: 1
Date: Sun, 10 Sep 2017 11:41:41 +0200
From: "Tom Nissel via OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Subject: [OWP] Fwd: [SACHSEN-L] Weiterleitung an O/W-Preußenliste
To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID:
	<CAMbApBoyNuyLEA3BvE0BysY+0NxwkaqwdZ_nAEvyBuSyx5wM7w(a)mail.gmail.com>
Content-Type: text/plain; charset="UTF-8"

Eine Weiterleitung
---------- Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: "Jürgen Schäfer" <jes09(a)t-online.de>
Datum: 10.09.2017 9:13 vorm.
Betreff: [SACHSEN-L] Weiterleitung an O/W-Preußenliste
An: "Sachsen-L" <sachsen-l(a)genealogy.net>
Cc:

Liebe Listenleser,

würde mir bitte jemand diese Anfrage an o. g. Liste weiterleiten?

Ein guter Bekannter, der keiner Liste angehört, sucht nach seinen Ahnen in
*Schulitz* (Solec Kujawski) bei *Bromberg* (Bydgoszcz)- Westpreußen.

Gesucht wird die Familie der *Henriette verh. Schulz. *Sie soll 7 bis 9
Kinder gehabt haben, von denen eine Tochter *Minna* hieß.

Die Familie ist dort um 1918 weggezogen.

Hat jemand Kenntnis, ob es dort Kirchenbücher bzw. standesamtliche
Unterlagen aus dieser Zeit gibt? Wenn ja, wo sind diese gelagert?

Gibt es online Register über evtl. vorhandene Unterlagen?

Kann man evtl. herausfinden, in welchem Haus/Gehöft die Familie gewohnt hat?

Ich bedanke mich für die Weiterleitung und hoffe auf den einen oder anderen
Hinweis

Viele Grüße

Jürgen (Schäfer)


Nachricht des Listenverwalters vom 10.09.2017 20:55


Ihre Mail an 'OW-Preussen-L' mit dem Subject/Betreff

    Re: OW-Preussen-L Nachrichtensammlung, Band 156, Eintrag 25

wird zurueckgehalten, bis der Listenmoderator Ihre E-Mail genehmigt.

Der Grund, weshalb eine Genehmigung erforderlich ist:

    Der Header der Nachricht traf auf ein Filterkriterium aus
"bounce_matching_headers" zu.

Entweder wird Ihre E-Mail in Kürze freigegeben und über die Liste
verteilt, oder Sie erhalten eine Mitteilung über eine Ablehnung durch
den Moderator.

Sie können diese E-Mail*zurückziehen*, solange sie noch nicht
verteilt worden ist. Wenn Sie NICHT mehr verteilt werden soll,
besuchen Sie den folgenden Link:

http://list.genealogy.net/mm/confirm/ow-preussen-l/34cf15130d957858340c53e99d769a5dbaad3efb

Re: [OWP] Warum wird meine Nachricht nicht veröffentli cht?

Date: 2017/09/14 17:46:37
From: rpp <pcperrey(a)t-online.de>

Hallo Heike,

dies ist mir auch gerade in der Pommern-Liste passiert. Ich habe mir überlegt, dass es nichts mit Zensur, Ignorieren oder Ähnlichem zu tun hat sondern mit der Angewohnheit mancher User (besonders amerikanischer, wie in meinem Fall) vorherige Fragen und Antworten nicht zu löschen sondern immer wieder zu "recyclen". Dadurch entstehen Datenmengen, für die das System nicht eingerichtet ist.

So habe ich vor dieser Antwort an Dich auch erst mal den vorher entstandenen Rattenschwanz an Hin und Her gelöscht, in der Hoffnung, dass sich nun keine automatische Blockade ergibt.

Gruß

Rolf-Peter


On 14.09.2017 16:54, H.W. wrote:
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin über Ihr Verhalten mir gegenüber stark verwundert:
In der Listen-Mail vom 10.09. um 12:00 gab es als einzige Nachricht die mit folgendem Titel: *Fwd: [SACHSEN-L] Weiterleitung an O/W-Preußenliste (Tom Nissel via OW-Preussen-L).* Am 10.09. abends um 20:55 hatte ich darauf geantwortet. Daraufhin bekam ich die Meldung, dass meine Nachricht zurückgehalten werde. Von den beiden genannten Optionen  - die Nachricht wird veröffentlicht oder ich werde über eine Nicht-Veröffentlichung informiert - ist keine eingetreten. Deswegen habe ich am 12.09. um 12:29 erneut an Sie geschrieben mit der Bitte, mir den Grund der Zurückhaltung mitzuteilen. Auch hierauf gab es keine Antwort von Ihnen. Haben Sie mich schlichtweg vergessen? Passte Ihnen etwas inhaltlich nicht? War das Format falsch? Ich weiß es nicht und würde sehr gerne meine Nachricht veröffentlicht wissen! Es ist für mich absolut unbefriedigend, dermaßen ignoriert zu werden. Auch der Forscherkollege, der um Hilfe bat, wird sich evtl. über die vermeintliche HilfsUNbereitschaft wundern.

Ich bitte Sie hiermit erneut und ausdrücklich um Veröffentlichung meiner Antwort vom 10.09.2017!

Mit freundlichen Grüßen,
Heike Wessel


[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 49 vom 08.12. 1956

Date: 2017/09/14 19:20:51
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 16   Familienanzeigen
Am 26. November 1956 verstarb im Kreiskrankenhaus in Eschwege mein lieber,
stets treusorgender Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Bruder und
Großvater, Hauptlehrer i. R. Otto Schwarzien, 
früher Kerkutwethen, Memelland, im 77. Lebensjahre. Auch fern der von ihm
erforschten und beschriebenen memelländischen Heimat setzte er bis zuletzt
seine heimatkundlichen Arbeiten fort. In ihnen wird er für uns und viele
Memelländer weiterleben. In stiller Trauer: Emma Schwarzien, geb. Günther.
Gerda Sauer, geb. Schwarzien. Senatspräsident Otto Sauer. Gerhard
Schwarzien. Ingrid Schwarzien, geb. Simon. Carl Schwarzien. Eckart Sauer.
Birgit Schwarzien. Darmstadt. München. St. Louis (USA). Heinrichstraße 142.
Er ruht auf dem Waldfriedhof in Darmstadt. 

Nach Gottes heiligem Willen, ist heute, am 22. November 1956, mein innigst
geliebter Mann, mein lieber Schwager, mein lieber Onkel, Professor Richard
Schulz, Studienrat i. R., früher Insterburg, Ostpreußen, im 84. Lebensjahre
nach längerer Krankheit, doch plötzlich und unerwartet, von uns gegangen. In
tiefer Trauer: Toni Schulz, geb. Doering. Helene Alsleben, geb. Doering.
Carl Doering, Hannover. Münster, Westfalen, den 22. November 1956,
Norbertstraße 13 

Nach einem arbeitsreichen Leben entschlief am 13. November 1956 nach kurzer
schwerer Krankheit plötzlich und unerwartet an einem Herzinfarkt, fern
seiner geliebten Heimat, mein lieber herzensguter Mann, unser treusorgender
Vater, Schwiegervater und lieber Opa, mein guter Bruder, unser lieber
Schwager und Onkel, Kaufmann Albert Neumann, im Alter von 63 Jahren. Liebe
und Sorge für die Seinen waren seine Lebensaufgabe. In tiefer Trauer: Anna
Neumann, geb. Nikolai. Gretel Ferber, geb. Neumann. Alfred Ferber. Alfred
Neumann. Elli Neumann, geb. Klimaschewski. Astrid als Enkelkind. Johanne
Wolter, geb. Neumann nebst allen Verwandten. Kehlen, Kreis Angerburg,
Ostpreußen, jetzt Hannover, Kolonie Silbersee 1, Seitenweg 24 

Wenn Liebe könnte Wunder tun und Tränen Tote wecken, dann würde auch dich
ganz gewiss nicht kühle Erde decken. Nach Gottes, heiligem Willen entschlief
am 28. Mai 1956 nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, mein über
alles geliebter Mann, lieber Vater, unser lieber guter Opi und Onkel, der
Eisenbahnzugschaffner i. R. Gustav Paries. In unaufhörender Liebe und tiefem
Herzeleid gedenken wir seiner am 3. Dezember, seinem 71. Geburtstag; immer
noch hoffend auf ein Wiedersehen mit seinem Sohn Heinz, der im März 1944 in
Russland vermisst wurde. Wer weiß etwas über sein Schicksal? In tiefer
Trauer: Anna Paries, geb. Hafke und Sohn Werner. Königsberg Pr.,
Oberhaberberg 88, jetzt Uetze bei Hannover, Kaiserstraße 15, Kreis Burgdorf
 
Durch einen Verkehrsunfall verstarb plötzlich und unerwartet am 24. Oktober
1956 mein liebes letztes einziges Kind, Fritz Karl Adolf Fernitz, im
blühenden Alter von 20 ½ Jahren und vier Tagen. Gleichzeitig gedenken wir
seines lieben Papas, meines lieben Mannes, Sohnes, Bruders, Neffen, Onkels
und Cousins, des Bauunternehmers Fritz Karl Fernitz, früher Ebenrode,
Ostpreußen, Gartenstraße 1und unserer lieben drei Kinder Horst, Gertraud und
Manfred, die auf der bösen Flucht vor elfeinhalb Jahren, den Tod fanden, mit
denen er nun vereint ist. In stiller Trauer: Gertrud Fernitz, geb. Knaak.
Die 82-jährige Großmutter Luise Fernitz, geb. Maurischat. Familie Franz
Fernitz, sowjetisch besetzte Zone. Familie Ewald George und Frau Luise
George, geb. Fernitz und alle Anverwandten. Säckingen am Rhein, Baden, den
20. November 1956 

Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen, zwei nimmermüde Hände ruhn
für immer aus. Nach einem von unendlicher Liebe und Güte erfüllten Leben hat
es Gott, dem Herrn über Leben und Tod gefallen, unsere über alles geliebte
herzensgute Muttel, Schwieger-, Groß- und Urgroßmutter, Schwester und Tante,
Karoline Dammin, geb. Moritz, früher Eydtkau, Ostpreußen, im 84.
Lebensjahre, zu sich in seinen Frieden zu nehmen. In tiefer Trauer: Erich
Dammin und Familie, Berlin N 113, Isländische Straße 14. Artur Dammin und
Familie, sowjetisch besetzte Zone. Max Dammin und Familie, Kaiserslautern,
Daennerstraße 3. Fritz Dammin und Familie, Braunschweig, Eichtalstraße 4 b.
Siegfried Dammin, Hamburg 26, Marienthaler Straße 20. Beerdigung Freitag,
den 7. Dezember 1956, um 10 Uhr, von der Kapelle 4 des Friedhofes Ohlsdorf
aus. 

Wir betrauern den Heimgang unserer lieben Bundesbrüder Fritz Kolbe,
Schriftleiter. Dr. med. Bruno Kienapfel. Mit ihnen haben wir zwei liebe gute
Freunde und Bundesbrüder verloren. Sie werden uns unvergessen bleiben.
Landsmannschaft Hammonia - Marko Natangia im C..C. Heinrich Wendt,
Vorsitzender des AHV. 

Nach langem schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief am 25.
November 1956, mein lieber herzensguter Mann, unser lieber Bruder, Schwager
und Onkel, der Fleischermeister Kurt Bartke, früher Fleischerobermeister und
Stadtrat in Königsberg, im Alter von 57 Jahren. In stiller Trauer im Namen
aller Angehörige: Lotte Bartke, geb. Raudszus. Hamburg 33, Dieselstraße,
Parzelle 13 

Am 19. November 1956 entschlief mein lieber Mann und bester Lebenskamerad,
unser lieber Schwager und Onkel, Alfred Bauszus, Revierförster a. D., im 85.
Lebensjahre. In stiller Trauer im Namen der Hinterbliebenen: Charlotte
Bauszus, geb. Korneffel. Königsberg-Metgethen, Franz-Seldte-Weg 1, jetzt
Braunschweig, Zimmerstraße 9 

Fern seiner ostpreußischen Heimat ist am 18. November 1956 mein geliebter
Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager, Onkel,
Vetter und Neffe, Bauer Richard Preuß, früher Königsblumenau, Kr.
Pr.-Holland, nach langer schwerer Krankheit, im 75. Lebensjahre sanft
entschlafen. Im Namen der Trauernden: Berta Preuß, geb. Völkner. Wir haben
ihn am 22. November 1956 auf dem Friedhof in Hittfeld zur letzten Ruhe
gebettet.
 
Plötzlich und unerwartet nahm Gott nun meine geliebte Frau, unser
treusorgendes Mütterlein und unsere gute Oma, Helene Dautert, geb. Mietzner,
aus Goldbach, Kreis Wehlau, am 15. Oktober 1956, im Alter von 62 Jahren, zu
sich in die Ewigkeit. Sie war uns ein Vorbild in Liebe, Demut und
Pflichterfüllung. Fern der lieben Heimat findet sie ihre letzte Ruhe auf dem
Friedhof in Straußberg. 
In tiefer Trauer: Karl Dautert, sowjetisch besetzte Zone. Margarete Heymuth,
geb. Dautert. Walter Heymuth und Jürgen, sowjetisch bes. Zone. Hildegard
Lowski, geb. Dautert. Alfred Lowski, Hans-Georg und Heidemarie, Ulm.
Königsberg Pr., jetzt Ulm (Donau), Stifterweg 114 

Am 15. November 1956 - vierzehn Tage vor Vollendung seines 80. Lebensjahres
-  ging mein geliebter Mann, unser lieber guter Vater, Groß- und
Urgroßvater, Hermann Richard Joppien, für immer von uns. In stiller Trauer:
Frieda Joppien, geb. Staerker. Charlotte Kleemann, geb. Joppien. Edith
Lüdtke, geb. Joppien. Eva Sandring, geb. Joppien. Ursula Liermann, geb.
Joppien. Professor Dr. Otto Kleemann, Bonn. Professor Dr. Heinz Lüdtke,
Freiburg. Otto Sandring, Freiburg. Studienrat Werner Liermann, Bremen, zehn
Enkel und drei Urenkelkinder. Fischhausen, Ostpreußen, Freiheitstraße 25,
jetzt Bad Godesberg am Rhein, Kurfürstenstraße 10 

Am 5. November 1956 verstarb im 70. Lebensjahre an den Folgen des dritten
Schlaganfalles, mein lieber Mann, mein treuer Lebenskamerad, unser lieber
Schwager und Onkel, der Bauer Albert Staschullis, aus Hohenberge, Kreis
Elchniederung. Ferner gedenke ich in Wehmut meines einzigen Sohnes Gerhard,
der mit kaum 18 Jahren im Frühjahr 1945 im Samland an die Front musste. Wer
weiß etwas über sein Schicksal? Dieses zeigt an die vereinsamte trauernde
Gattin und Mutter, Lydia Staschullis, geb Bellmann. Bremerhaven-Lehe,
Johannisburger Straße 24. Nach elf Tagen folgte seinem Bruder Albert sein
letzter Bruder, Otto Staschullis, im 67. Lebensjahre. Ein schweres
Herzleiden machte seinem Leben im Krankenhaus ein Ende. Die Beerdigung hat
in aller Stille stattgefunden. 

Völlig unerwartet und für uns alle unfassbar entschlief nach kurzer schwerer
Krankheit, mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater, unser
Bruder, Schwager und Onkel, Fleischermeister Alfred Wieczorreck, früher
Sensburg, Ostpreußen, im 50. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Luise
Wieczorreck, geb. Hildebrandt. Als Kinder: Konrad Wieczorreck und Frau Lydia
Wieczorreck, geb. Wenzel. Helmut Wieczorreck und Herta Graf als Verlobte.
Edith und Hubert sowie alle Verwandten. Geesthacht, den 26. November 1956,
Schlesierweg 16 

Von ihrem schweren Leiden erlöste Gott durch einen sanften Tod, unsere liebe
Schwester, chwägerin, Tante und Großtante, Frida Borchert, Lehrerin i. R.,
in ihrem 67. Lebensjahre. In stiller Trauer im Namen aller Angehörigen:
Dorothea Borchert. Hamburg 23, den 23. November 1956, Rückertstraße 14,
früher Königsberg Pr., Hufenallee 37 

Plötzlich und unerwartet entschlief heute früh unser einziges Kind, Irene
Leitmeyer, an den Folgen ihres langjährigen Herzleidens, im 42. Lebensjahre.
Pflichterfüllung war ihr Leben. In stillem Leid: Walter Leitmeyer und Frau
Elisabeth Leitmeyer, geb. Mydenowitz. Barten, Ostpreußen, jetzt
Bremen-Oberneuland, den 26. November 1956, Bahnhof. Die Trauerfeier fand am
Donnerstag, dem 29. November 1956, 14 Uhr, in der Kirche zu Oberneuland
statt. 

Heute Morgen ist unsere liebe treusorgende Mutter, Schwester, Schwägerin und
Tante, Frau Alma Holm, geb. Walpuski, im Alter von 73 Jahren für immer
eingeschlafen. In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen: Elise Holm und
Lotte Holm. Hildesheim, v.-Voigts-Rhetz-Straße 34, den 14. November 1956,
früher Osterode, Ostpreußen, Hindenburgstraße 22

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 50 vom 15.12. 1956

Date: 2017/09/14 23:39:00
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Ostpreußenblatt
Folge 50 vom 15.12.1956

Seite 1   Foto: Am Landgraben in Königsberg (Winteraufnahme)

Seite 1   Im roten Teufelskreis
Die Geschichte lehrt, dass politische Regime, die sich stark und
unerschüttert wissen davon nach außen, wenig Aufhebens machen. Der wirklich
Mächtige und auch innerlich absolut Sichere braucht auf diese seine Stärke
nicht unablässig und mit vielen Worten hinzuweisen. Wer dauernd in die Welt
hinausschreit bei ihm seien alle Probleme gelöst und bei ihm sei das
politische System gegen alle Stürme und Wandlungen der Zukunft für immer
gesichert, gerät leicht in den Verdacht, mit großem Stimmenaufwand eine
innere Unsicherheit übertönen zu wollen. Legt man diese alte und vielfach
erprobte historische Erfahrung zugrunde bei der Beurteilung des
sowjetrussischen Verhaltens in den letzten Wochen und Monaten, dann kann man
daraus beachtliche Rückschlüsse ziehen. Angefangen von den polternden
Rüpeleien eines Chruschtschow bis zu den „markigen" Äußerungen anderer
Kremlgrößen („Wir sind stärker und geschlossener denn je". „Wir werden euch
begraben" usw.) und bis zu den Kraftmeiereien eines Ulbricht und Girnus
vernehmen wir hier genau jene „starken Töne", die immer dann gebraucht
werden, wenn man anderes übertönen, wenn man vom Eigentlichen ablenken will.
Seit die so gefährlich lockenden Flötenklänge der „Koexistenzmusik" jäh
abgerissen sind, seit sich die Fratze der roten Tyrannei und
Völkerversklavung der Welt wieder völlig ungeschminkt und demaskiert zeigt,
werden die ältesten, verkratzten Platten der Sowjetdrohungen aus der
Stalinzeit wieder aufgelegt. Man schimpft sich aus, man poltert und prahlt,
lässt die Blitze auf irgendwie verdächtige Mitgenossen niederzüngeln, man
verhaftet und man verschleppt und gibt der angeblich doch schon
abgeschafften roten Geheimpolizei mit ihren Spitzeln und Zuträgern reichlich
zu tun. Die Furcht vor den roten Zwingherren soll sich wieder verbreiten,
die Sowjetbesatzungstruppen bei den Trabanten werden in ständiger
Alarmbereitschaft gehalten und durch weitere Unterdrücker-Einheiten
womöglich noch verstärkt. „Seht ihr, so mächtig und unwiderstehlich sind die
Sowjets", sollen die anderen denken. 

Der Ruf nach Freiheit 
Fühlt sich nun die Moskauer Führungsgruppe wirklich so sehr souveräner Herr
der Lage, wie sie sich nach außen den Anschein gibt? Gewiss, die dreihundert
schwergerüsteten roten Divisionen der Sowjetmarschälle sind heute so gut
eine Tatsache wie vor einigen Monaten. Im Bereich der Satelliten haben ihre
Truppen in Wahrheit noch keine einzige Stellung geräumt. Die Sprache ihrer
Panzer und Geschütze in Ungarn war unmissverständlich. Wo immer sich Völker
um die Lockerung ihrer Sklavenketten bemühten, packte die Sowjetfaust hart
zu. Nie und nirgends hat man sich bis heute zu solchen Zugeständnissen
bereitgefunden, die eine auch nur teilweise Beseitigung der sowjetischen
Kontrolle und Oberherrschaft bedeutet hätten. So könnte es denn scheinen,
dass nach dem Geschmack der Kremlgrößen für sie „alles in bester Ordnung"
sei. 

Wie kommt es, dass dennoch in Moskau unbestreitbar alles andere als eine
„fröhliche Siegerstimmung" herrscht, dass auch die massivsten Äußerungen und
Reden dort so hohl und unglaubwürdig klingen? Das halbe oder ganze Dutzend
der in der Sowjetunion heute entscheidenden Machthaber fühlt es recht
deutlich, dass sie, die sich so gern immer als die einzigen
Weltrevolutionäre, die großen Umstürzer und Verwandter fühlten, einer ganz
neuen Sachlage gegenüberstehen. In ihrem weiteren Machtbereich zeigen sich
Bewegungen und Entwicklungen, die nicht mehr in das starre System ihres
Denkens und politischen Wollens passen und von denen sie nicht wissen, wohin
sie schließlich führen werden. Es hat echte Volksaufstände und Empörungen
gegeben, die sich diesmal nicht mehr gegen „bürgerliche Reaktionäre",
sondern gegen den kommunistischen Zwang und gegen die erbarmungslose rote
Sklaverei wenden. Der Ruf nach Freiheit, nach Menschenrecht und
Menschenwürde erscholl aus Gebieten, die Moskau bis heute als seine
ausschließliche Machtdomäne ansieht, und die ihn erhoben, waren nicht etwa
„kapitalistische Diversanten und Agenten", sie waren Arbeiter, Bauern, arme
Studenten und Jugendliche, denen doch nach Ansicht des Kreml der
kommunistische Staat das wahre Paradies auf Erden bedeuten sollte. Nicht
überall vollzog sich dieses seelische und geistige Aufbäumen gegen den roten
Terror so offenkundig und so dramatisch wie in Ungarn. Der Vulkan brach dort
mit Elementargewalt los. Anderswo grollt er bis heute nur, aber dass er auch
dort arbeitet, kann kein Sowjetprominenter mehr leugnen. 

Neue Kräfte 
Man kann sich in Moskau nicht darüber täuschen, dass allein schon die Bilanz
der ungarischen Erhebung für die Sowjets alles andere als glänzend oder auch
nur befriedigend gewesen ist. Man hat die Städte in Trümmer geschossen und
viele Tausende von Arbeitern und Bauern getötet. Man hat eine erbärmliche
Trabanten-„Regierung" aus den letzten noch verfügbaren und kriminell
besonders belasteten kommunistischen Handlangern gebildet. Man hat zugleich
aber ein ganzes Volk für immer und unwiderruflich verloren und draußen in
der Welt auch bei jenen den letzten Kredit eingebüßt, die immer noch den
Biedermannstönen von der Moskwa gläubig gelauscht hatten. Man hat zum ersten
Mal widerwillig erkennen müssen, dass hier im Vorland des Sowjetstaates
Kräfte in Bewegung gekommen sind, die man weder mit Panzern noch mit
Massenverschleppungen ausrotten und aus der Welt schaffen kann. Wenn die
heutigen Kremlgewaltigen weniger „Apparatschiks" und Funktionäre und mehr
wirkliche Erben einer Revolution wären, müssten sie aus der Geschichte —
auch der der Arbeiterbewegung — wissen, dass echten neuen Ideen eine Kraft
innewohnt, die sich auch gegen die schlimmste Tyrannei durchsetzt. Man kann
gewiss mit roher Waffengewalt und polizeilichem Terror benachbarte Länder
eine Zeitlang unterjochen und versklaven, gewinnen aber kann man sie damit
nicht. Es wird sicher im Kreml auch Realisten geben, die sich heute schon
eingestehen, dass das ganze Regiment im Satellitenbereich nur noch auf den
Bajonetten und Panzern der Roten Armee „ruht" und dass das wahrlich keine
solide Grundlage für eine dauerhafte Herrschaft ist. Andere, wie etwa ein
Molotow und vielleicht heute auch schon wieder ein Chruschtschow und
Bulganin, werden eine Wiederaufrichtung des „stählernen" Herrschaftssystems
des kaukasischen Diktators empfehlen und für ein brutales Ersticken jeder
selbständigen Regung eintreten. Auch sie aber werden es erleben, dass man
auch im Osten die Uhren nicht einfach zurückstellen kann und dass größerer
Druck aus der Moskauer Richtung unweigerlich verstärkter Gegendruck
hervorrufen wird. 

Nochmals Stalins Kurs? 
Es liegt vielleicht eine bezeichnende Symbolik darin, dass zur Zeit wieder
einmal das sogenannte bolschewistische „Heiligtum", die Gruft Lenins und
Stalins, aus nicht genannten Gründen „für unbestimmte Zeit" dem russischen
Publikum verschlossen wurde. Als Chruschtschow vor dem 20. Parteitag der
Bolschewiki seine große Anklagerede gegen seinen Herrn und Meister gehalten
hatte, war ganz Moskau davon überzeugt, dass in wenigen Wochen die
einbalsamierte Leiche Stalins sang- und klanglos verschwinden würde.
Tatsächlich wurde auch schon damals das Mausoleum vorübergehend „wegen
Überholungsarbeiten" zugesperrt. Als es dann wieder geöffnet wurde, lag
Stalin immer noch in seinem Glassarg, und man erzählte sich in Moskau, sehr
maßgebende Mitglieder des Parteipräsidiums hätten sich gegen eine
Überführung des vielgeschmähten „Chefs" nach Kaukasien gewandt. Um die
„Abrechnung mit Stalin" ist es sehr still geworden, in Moskau wie auch in
Pankow wurde in den letzten Monaten sogar manches Lobeswort für den „großen
Genossen" gesprochen. Man darf daraus ohne weiteres schließen, dass auch im
engsten Rat der „Kremlgötter", die ja selbst in der jüngsten Vergangenheit
so hundertprozentig stalinistisch handelten, eine „neue Sicht" über Stalin
befohlen worden ist. Bei der abermaligen Wiederöffnung des Mausoleums wird
sich zeigen, welche Machtgruppe gesiegt hat. Ein neuer Totenkult für den
Kaukasier würde deutlich machen, in wessen Geist oder Ungeist die
Kremlpolitik zunächst weitergeführt werden soll. 

Wie lange noch? 
Der rote Teufelskreis, in dem sich seit nun fast vierzig Jahren die
Sowjetpolitik abspielt und in den dann später auch die unterjochten
Trabantenländer gezwungen wurden, ist von Lenin und von Stalin gezeichnet
worden. In ihm sollte – so verhießen die beiden – das Paradies der Arbeiter
und Bauern, die „Diktatur des Proletariats“ geschaffen werden, ein
Musterstaat, nach dessen Herrlichkeit sich alle anderen Völker sehnen
würden. Verwirklicht wurde die schlimmste Tyrannei der Erde, die Ausrottung
des freien Bauerntums und die erbarmungslose Unterdrückung und Ausbeutung
gerade auch der Arbeiterschaft. Menschenwürde, Persönlichkeit und Recht sind
nirgends sonst so schamlos missachtet und niedergetreten worden wie hier, wo
schon der erste Alleinherrscher fast acht Millionen Menschen ausrotten ließ.
Die Väter dieses Systems verhießen der ganzen Menschheit die Befreiung von
Not und Elend und schufen die größte Sklaverei. 

Moskau hat bis heute immer an der Vorstellung festgehalten, dass die
bolschewistische Weltrevolution zugleich die letzte und entscheidende sei
und dass sie alle Probleme lösen werde. Was sich gegen sie regte, meinte es
immer als „Konterrevolution" und „Reaktion" abtun zu können. Hört man Reden
Ulbrichts oder Chruschtschows aus dem Dezember 1956, so findet man in ihnen
ausnahmslos die Phrasen und Redewendungen wieder, die seit mehr als dreißig
Jahren von den Kommunisten ständig gebraucht werden. In einer Zeit, wo sich
sehr bedeutsame neue Ideen regen, wo gewaltige Ströme aufbrechen, stellt so
das angeblich so fortschrittliche Sowjetregime in Wahrheit die starrste
Reaktion dar. Sie kennt bis heute nur eine Sprache, — die der nackten,
ideenlosen Gewalt. Nach außen gibt man sich forsch und unbeirrbar und mag
dennoch wohl spüren, dass man recht einsam ist und dass man so der Geister
nicht mehr Herr wird, die sich zum Worte melden. Man gebietet heute noch
allen, die in den Satellitenländern ein Neues anstreben, Schweigen, man
möchte auch die kritischen Stimmen im eigenen Lande ersticken und ahnt doch,
dass man den Gang der Geschichte nicht aufhalten kann, so gerne man das Rad
zurückdrehen möchte. Noch hält der Teufelskreis. Wie lange noch?

Seite 1   Das Ziel: Niederhaltung Deutschlands. Warschau und polnisches Exil
fordern gemeinsam: der Westen soll die Oder-Neiße-Linie als „Grenze"
anerkennen.
Sowohl die in den westeuropäischen Ländern erscheinenden exilpolnischen
Organe wie auch die Warschauer nationalkommunistische Presse fordern
übereinstimmend die Westmächte auf, die Oder-Neiße-Linie nunmehr als
„endgültige deutsch-polnische Grenze" anzuerkennen. Gleichzeitig stellt die
Warschauer Presse fest, dass das „brüderliche Bündnis" Warschaus mit der
Sowjetzonenrepublik und mit Moskau auch dann aufrechterhalten werde, wenn
Bonn diplomatische Beziehungen zu Warschau aufnehmen werde, da es darum
gehe, den jetzt bestehenden Zustand in Europa aufrechtzuerhalten und den
Wiederaufstieg Deutschlands zu verhindern. 

Der in Lens in Frankreich erscheinende „Narodowiec" schreibt hierzu,
Pommern, Schlesien und Ostpreußen seien „seit Jahrhunderten polnisch, sowohl
geistig wie leiblich, Blut vom polnischen Blut, Leib vom polnischen Leib".
Daher müsse der Westen in einer „allgemeinverständlichen Tat" die
Oder-Neiße-Linie als „Grenze" anerkennen. Der Londoner „Orzel Bialy" weist
darauf hin, dass bis zur „Moskauer Deklaration" allein die
Sowjetzonen-Republik die Oder-Neiße-Linie als polnisch-deutsche Grenze
anerkannt habe, während nunmehr auch die Sowjetunion selbst diese
Anerkennung ausgesprochen habe. Immerhin sei es immer noch möglich, dass
Moskau einen „Weg zur Verständigung mit Deutschland auf Kosten Polens"
suchen werde. Um dies zu verhindern, sei eine Anerkennung der
Oder-Neiße-Linie als deutsch-polnische Grenze durch die Westmächte
„notwendig". Der Londoner „Dziennik Polski" meint, es gelte, nunmehr die
Oder-Neiße-Grenze „unsichtbar" zu machen. 

Die Warschauer Zeitung „Trybuna Ludu" fragt gleichzeitig: „Warum erkennen
die Westmächte nicht die Oder-Neiße-Grenze an? Warum können sie sich nicht
zu dieser Propagandageste aufraffen?", um sich sodann in einem weiteren
Aufsatz mit der Frage der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Bonn
und Warschau zu befassen. Wenn man die Beziehungen zwischen Bonn und
Warschau normalisieren wolle, so „wären wir alle einig: die Bundesrepublik,
Polen und die Sowjetunion". Eine Lockerung der Beziehungen zwischen Warschau
und Moskau komme aber nicht in Frage, ebenso wie es einen „Mangel an
Realismus" darstelle, wenn „manche Kreise in der Bundesrepublik die Tendenz
verfolgen, das brüderliche Bündnis Polens zur Deutschen Demokratischen
Republik lockern zu wollen". Sowohl die „DDR" wie auch die Sowjetunion
hätten die Oder-Neiße-„Grenze" anerkannt, und schon deshalb sei es abwegig,
von der Erwartung auszugehen, dass beispielsweise Polen die Nachbarschaft
eines „freien Deutschlands" (Anführungsstriche im polnischen Text!) der
Nachbarschaft der DDR vorziehen werde. Es entstehe die Frage, „ob nicht
einige Bonner Kreise nur verschiedene Mittel und Wege suchen, um die
Stellung Polens zu schwächen und es sich später unterzuordnen“. 

Die Warschauer Zeitung „Slowo Powszechne" führt aus, der Westen solle „es
sich aus dem Kopfe schlagen", Polen zu einer antisowjetischen Position
machen zu wollen. Die Beziehungen zwischen Warschau und Moskau hätten in der
Oder-Neiße-Frage „nur eine Klammer", während es in Wirklichkeit um noch weit
mehr gehe: Durch das Zusammenwirken von Warschau und Moskau solle vielmehr
überhaupt der gegenwärtige Zustand in Europa aufrechterhalten bleiben und
verhindert werden, dass „das deutsche Volk seine Großmachtstellung
wiedergewinnt". Das polnische Volk erkenne „intuitiv", dass dieses das
eigentliche Fundament des polnisch-sowjetischen Bündnisses darstelle, jenes
Bündnisses, das nun in Moskau ausgebaut worden sei. 

Seite 1   Polnische „Kontakte" zu Bundesländern... 
Ein Sprecher der polnischen Militärmission in West-Berlin bestätigte
gegenüber dem „Pressedienst der Heimatvertriebenen" die Meldung einer
Frankfurter Zeitung, nach der sich der Leiter der Militärmission, Czeslaw
Urbaniak, mit einigen Mitarbeitern zu einem als „inoffiziell" bezeichneten
Besuch in Hamburg aufgehalten hat. Das Frankfurter Blatt veröffentlichte
eine Meldung seines Hamburger Korrespondenten, in der es heißt, bei den
Gesprächen, „die die polnischen Besucher mit Vertretern des Senats, der
Wirtschaft und der Presse in Hamburg geführt haben", sei das „beiderseitige
Interesse an einer Intensivierung der Kontakte" betont worden. In der
Meldung hieß es ferner, „bereits seit längerer Zeit" beständen zwischen der
polnischen Militärmission in West-Berlin und einzelnen Bundesländern
Kontakte, zum Beispiel bei der Erteilung von Sichtvermerken an deutsche
Reisende und auf dem Gebiet der Rechtshilfe; Zweck des polnischen Besuches
sei eine „Intensivierung" dieser Kontakte. Abschließend gibt das Frankfurter
Blatt die Meinung der „polnischen Gäste" wieder, nach der „sich in der
Bundesrepublik wie in Polen in zunehmendem Maße eine realistischere
Betrachtungsweise" durchsetze, die den „bisherigen Zustand der
beiderseitigen Beziehungen als unbefriedigend" ansehe. Die Errichtung von
Handelsmissionen" könne als ein Schritt zur Normalisierung der Beziehungen
begrüßt werden", schreibt das Blatt über die „Meinung der polnischen Gäste".

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 50 vom 15.12. 1956

Date: 2017/09/14 23:40:42
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 2   Ein Schritt vom Wege? Die Ernennung polnischer Generalvikare in
den deutschen Ostgebieten.
Die Ernennung polnischer Generalvikare im Bischofsrang für die Verwaltung
der ostdeutschen katholischen Bistümer hat im In- und Ausland ein lebhaftes
Echo gefunden. Auch schweizerische und holländische Blätter betonen, dass
die Beschlüsse des Vatikans in den Kreisen der ostdeutschen Katholiken Grund
zu einigen Besorgnissen gäben, obwohl der päpstliche Stuhl nachdrücklich
betont habe, sie seien nicht etwa als erster Schritt zu einer Anerkennung
der Oder-Neiße-Linie als Grenze oder zur Umbildung deutscher Diözesen zu
werten. Die „Neue Zürcher Zeitung" veröffentlicht eine Meldung der
britischen Reuter-Agentur, in der es heißt, man könne die Ernennung
polnischer Generalvikare doch immerhin als eine „teilweise Anerkennung der
Angliederung deutscher Gebiete an Polen" ansehen. Ganz allgemein wird darauf
hingewiesen, dass die Aufsicht des polnischen Kardinalprimas sich für die
praktische Seelsorge in den ostdeutschen Bistümern nunmehr voll auswirke.
Die vier Generalvikare im Bischofsrang seien faktisch die Beauftragten des
Kardinals Wyschinski und lösten die dort bisher tätigen polnischen
apostolischen Administratoren ab. Diese Administratoren, die den Kommunisten
recht nahegestanden hätten, seien vom Vatikan immer abgelehnt worden. Rom
habe bekundet, dass es auch in den ostdeutschen Bistümern für die
Notwendigkeiten der Seelsorge Sorge tragen müsse, dass es sich aber die
Entscheidung über die Zugehörigkeit der Diözesen zum deutschen oder zum
polnischen Episkopat vorbehalte. Der römische Korrespondent der „Frankfurter
Allgemeinen Zeitung" erinnert daran, dass die Polen stets auf die sogenannte
„endgültige Regelung" gedrungen hätten. Dem angekündigten Besuch des
Kardinals Wyschinski beim Papst wird einige Bedeutung beigemessen. Der
Vatikan habe keinen Zweifel daran gelassen, dass für ihn heute und in
Zukunft von einer Koexistenz mit den Kommunisten nicht die Rede sein könne.
Die neue Verfolgung von Geistlichen sowohl in Ungarn als auch in Bulgarien
werde in Rom nicht übersehen. 

Nach Ansicht in- und ausländischer Zeitungen hat übrigens der Fortbestand
des in der Hitlerzeit abgeschlossenen Reichskonkordats auch für die Frage
der ostdeutschen Bistümer neue und sehr aktuelle Bedeutung erlangt. Von
deutscher Seite habe der päpstliche Stuhl bisher immer noch keine bindende
Antwort erhalten, ob nach Ansicht der deutschen Länder das Konkordat gelte,
oder nicht. Die „Frankfurter Allgemeine, Zeitung" weist in einem Bericht aus
Rom darauf hin, dass man in vatikanischen Kreisen bisher stets die
Gültigkeit des Reichskonkordates betont habe. Wenn Polen bisher Forderungen
stellte, habe der päpstliche Stuhl darauf hingewiesen, dass er wegen des
Fehlens eines Friedensvertrages und wegen des Konkordats nicht in der Lage
sei, einer Neubesetzung der Bistümer zuzustimmen. Würde nun das Konkordat
als ungültig angesehen, so fielen auch für Rom damit bestimmte
Verpflichtungen fort. Die Polen würden ohne Zweifel das Erlöschen des
Konkordats zum Anlass nehmen, um sofort neue Forderungen vorzubringen. 

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes hat erklärt, bei der Ernennung von
Generalvikaren in den polnisch verwalteten deutschen Ostgebieten handele es
sich um Maßnahmen administrativer und personeller Art, durch die der seit
1945 bestehende provisorische Zustand nicht verändert werde. Insbesondere
sei wichtig, dass die Bistümer von Breslau und Ermland nach wie vor
unbesetzt und die Diözeseneinteilung unverändert blieben. Das Problem der
deutsch-polnischen Grenze werde durch die Ernennungen in keiner Weise
berührt. Der Vatikan habe immer nur Grenzen zugestimmt, die in einem frei
ausgehandelten Friedensvertrag zustande gekommen seien und die freie
Zustimmung der Vertragspartner gefunden hätten. 

Der Sprecher wies darauf hin, dass das Bestehen des Reichskonkordates für
den Vatikan eine „zusätzliche rechtliche Bindung" in dieser Angelegenheit
darstelle. Wenn das Reichskonkordat einmal nicht mehr gültig wäre, würden
auch für den Vatikan „veränderte Bedingungen" gegeben sein. 

Der Sprecher des Auswärtigen Amtes gab seine Auskünfte, nachdem nunmehr die
Berichterstattung der deutschen Botschaft beim Vatikan über die Ernennungen
in Bonn vorliegt. Wie von anderer Seite zu erfahren war, hat der polnische
Kardinal Wyschinski die Ernennung der Generalvikare vorgenommen, ohne die
Zustimmung des Vatikans einholen zu müssen. Eine Frage auf der
Pressekonferenz nach dem Stand des Karlsruher Prozesses, bei dem es um die
Gültigkeit des Reichskonkordates von 1933 geht, blieb unbeantwortet. 

„Vorläufige Zwischenlösung" sagt der Vatikan 
„In dem Umstand, dass der Ordinarius von Warschau mit der Jurisdiktion über
die deutschen Ostgebiete betraut worden ist und nicht an Ort und Stelle
residierende Ordinarien, ist der Zustand einer vorläufigen Zwischenlösung
anders als bisher, aber ebenso deutlich zum Ausdruck gebracht worden“. Diese
Erklärung wurde von zuständiger vatikanischer Seite zu der vom Vatikansender
verbreiteten Nachricht, über die Weihe von Weihbischöfen und deren Ernennung
zu Generalvikaren in den unter polnischer Verwaltung stehenden deutschen
Ostgebieten abgegeben. Von zuständiger Seite im Vatikan wird weiter erklärt:
„Zu der politischen Frage, wem diese Gebiete zugehören sollen, hat der Hl.
Stuhl mit der neuen Regelung keinerlei neue Stellung bezogen, die etwa im
Gegensatz zu seiner bisherigen steht“. Es wird betont, dass es sich bei der
Meldung des Vatikansenders nicht um eine vatikanamtliche Meldung gehandelt
habe. Von katholischer Seite in Bonn wird eine Erklärung zu der Tatsache
erwartet, dass die jüngste Regelung in Polen vom Vatikan in Zusammenhang mit
der ungeklärten Frage der Gültigkeit des Reichskonkordates gebracht .wurde“.

Das polnische Echo. „Beendet den provisorischen Status der Kirche". 
Zur Ernennung der Weihbischöfe zu Generalvikaren für die polnisch
verwalteten deutschen Ostgebiete schreibt die Warschauer Zeitung „Zycie
Warszawy": „Dies ist eine Handlung von großer Bedeutung sowohl vom
Gesichtspunkt der lebenswichtigen Interessen des polnischen Staates wie auch
vom Gesichtspunkt des Wohls der Kirche und der katholischen Einwohner
unserer Westgebiete. Die Ernennung beendet den provisorischen Status der
Kirche in den Westgebieten. Die polnische Öffentlichkeit sieht darin eine
wichtige Maßnahme der Normalisierung und Bestätigung der Unverletzlichkeit
der Grenzen der Republik an der Oder, der Neiße und der Ostsee. Vom
internationalen Gesichtspunkt ist dies zweifellos eine Tatsache, die der
Sache des Friedens dient“.
 
Seite 2   Diesen Ruf will keiner hören... „Diskriminierung der Autochthonen"
dauert an. 
Berlin. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Zahl der Anträge auf Aussiedlung
nach Westdeutschland befasst sich die polnische Presse eingehend mit der
Frage, welche Gründe die „autochthone Bevölkerung" (die Deutschen in den
polnisch besetzten deutschen Ostgebieten) veranlassen, die Umsiedlung in die
Bundesrepublik zu beantragen. Polnische Berichterstatter, welche zu den
Antragstellern entsandt wurden, stellen dabei übereinstimmend fest, dass es
vor allem „die noch andauernde Diskriminierung" der deutschen Bevölkerung
sei, welche sie zwinge, die Heimat zu verlassen. In der in Allenstein
erscheinenden polnischen Zeitung „Glos Olsztynski" schreibt deren Redakteur
T. Z. Willan: „Mit Schmerzen sehen wir stets den abfahrenden Transporten
nach; denn wir wissen, dass unsere Landsleute dann im Auslande das Heimweh
überfallen wird“. Man müsse ihnen zurufen: „Siedelt nicht um, sondern kommt
zurück!", aber man müsse zugleich feststellen, dass „diesen Ruf keiner hören
will". Kürzlich habe eine Konferenz in Warschau stattgefunden, in der die
„tragische Lage der Bevölkerung im Ermland und in Masuren" erörtert worden
sei, und der stellvertretende. Ministerpräsident Stefan Ignor habe auch
„eine radikale Änderung der bisherigen Politik im Sinne einer Besserung der
Lage dieser Bevölkerung" in Aussicht gestellt. 

Die in Stettin erscheinende Zeitung „Glos Szczecinski" befasst sich in einem
„An die Adresse des Innenministeriums" gerichteten Artikel ebenfalls mit der
Lage der Deutschen in der „Woiwodschaft Stettin" und bemerkt hierzu, dass
die große Zahl der Aussiedlungsanträge darauf zurückzuführen sei, dass
„keinerlei Betreuung" der Deutschen stattgefunden habe. Des Weiteren seien
„Nationalitätendiskriminierungen der Grund für den Unwillen, den die
deutsche Bevölkerung gegenüber der polnischen Regierung empfindet". 

Auch das Zentralorgan der volkspolnischen Jugendorganisation, die Warschauer
Zeitung „Sztandar Mlodych" stellt fest, dass „eine Atmosphäre der
Diskriminierung diese Menschen umgibt" und bemerkt hierzu: „Es gibt so
schmerzliche Dinge, dass man sich fürchten muss, sie einzugestehen“. Der
Bericht schildert das Schicksal einer „autochthonen" Familie, die sich für
Polen erklärt und bereits während des Krieges den polnischen Arbeitern in
Schlesien zur Seite gestanden habe. Nach der Übernahme Schlesiens in
polnische Verwaltung sei aber dieser Familie „Furchtbares zugefügt worden".
„Rohlinge und Verbrecher" hätten sie beraubt, bedroht und beschimpft, und
die Töchter hätten sich aus Furcht vor Vergewaltigungen wochenlang verborgen
halten müssen. Der Vater der Familie sei vor Kummer verstorben, selbst sein
Grab habe man noch geschändet. Nun aber bemühe sich diese Familie um die
Aussiedlung nach Westdeutschland, was nach alledem, was ihr zugefügt wurde,
zu verstehen sei. 

Seite 2   4412 Sowjetzonenflüchtlinge haben in der vergangenen Woche in der
Bundesrepublik und in Westberlin die Notaufnahme beantragt. 

Seite 2   Von Woche zu Woche 
Italiens Staatspräsident Gronchi stattete zusammen mit dem Außenminister
Martino, Deutschland einen mehrtägigen Besuch ab. Er hatte eingehende
Gespräche mit Bundespräsident Heuss, dem Kanzler und mit Mitgliedern des
Bundeskabinetts. 

Bundeskanzler Dr. Adenauer wird in Zukunft regelmäßig alle zwei Wochen
Pressekonferenzen abhalten. Ständige Pressebesprechungen wird auch der
Oppositionsführer und SPD-Vorsitzende Ollenhauer einfuhren. 

Der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer berichtete nach seiner Rückkehr von
einer siebenwöchigen Reise durch die Länder Asiens, dass er mit allen
Politikern dort das Problem der deutschen Wiedervereinigung behandelt habe.

Der Passzwang zwischen Frankreich und Deutschland ist ab 15. Dezember
aufgehoben worden.

Barspenden in Höhe von über acht Millionen DM waren für die Ungarnhilfe des
Roten Kreuzes in der Bundesrepublik bereits Ende letzter Woche eingegangen.
Die Verteilung der Sachspenden geht flott weiter. Das DRK hat die
Bevölkerung gebeten, in der nächsten Zeit vor allem warme Unterkleidung,
Schlafdecken und Toilettegegenstände zu spenden. Für die Flüchtlingskinder
sind vor allem Schokolade und Süßigkeiten in der Weihnachtszeit besonders
erwünscht. 

Das Wehrdienstgesetz wurde vom Bundestag auch in zweiter Lesung gegen die
Stimmen der SPD angenommen. Es sieht eine zwölfmonatige Dienstzeit vor. 

Mit der Ernennung von drei Unterstaatssekretären im
Bundesverteidigungsministerium rechnet man in Bonn. Einer dieser
Unterstaatssekretäre soll ein General, wahrscheinlich Heusinger, werden, dem
dann alle militärischen Abteilungen unterstehen würden. 

Mit der Führung des zweiten Korps der Bundeswehr, dessen Bereich große Teile
von Süddeutschland umfasst, ist Generalmajor Förtsch beauftragt worden. 

138 Kasernen für die Bundeswehr sollen nach Bonner Mitteilung im
Rechnungsjahr 1957 gebaut werden. 

Die Zahl der Wehrdienstverweigerer ist nach Meldung der
Wehrbereichskommandos sehr gering. In Nordrhein-Westfalen betrug die nur
0,15 Prozent; sie lag nirgends über 0,5 Prozent. 

Eine amtliche Bewirtschaftung von verknappten Gütern in Notfällen sieht ein
Sicherstellungsgesetz vor, das nach einer heftigen Bundestagsdebatte vom
Parlament beschlossen wurde. 

Die Beratung der Rentenreform in den Bundestagsausschüssen wird nach einer
Erklärung des Kanzlers bis zum 21. Dezember abgeschlossen sein. Die
Versicherungen könnten dann sofort mit der' Berechnung der neuen Renten
beginnen. Es seien etwa drei Monate bis zum Funktionieren des Gesetzes
erforderlich. Die Rentner sollten dadurch keinen Schaden erleiden. Die
Dezembervorauszahlung sei bereits beschlossen worden. 

Die Zahl der Arbeitslosen im Bundesgebiet ist im November um rund 215 000
auf 641 373 gestiegen. Infolge der Witterung stieg die Erwerbslosigkeit
saisonmäßig besonders bei den Bauberufen und in der Landwirtschaft. 

Rund zehntausend Tonnen deutsches Erdöl werden jetzt täglich gewonnen. In
der letzten Zeit sind neue Erdölquellen im südlichen Oldenburg sowie am
Oberrhein erschlossen worden, die allein täglich zusammen etwa achthundert
Tonnen Öl liefern. 

Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne und Stockholm haben die
deutschen Sportler insgesamt sechs Goldmedaillen, dreizehn Silbermedaillen
und sieben Bronzemedaillen gewonnen. Die nächsten Olympischen Spiele sollen
1960 in Rom stattfinden. 

Eine Großtat deutscher Bergarbeiter war die Rettung zweier Bergleute, die in
einer Zeche bei Wattenscheid nach einem Gesteinseinbruch 238 Stunden
eingeschlossen waren. Die Geretteten waren Familienväter. 

Der 1945 verhaftete Bischof von Danzig, Dr. Karl Maria Splett, ist nach
zuverlässigen Meldungen aus dem Gefängnis entlassen worden. Er hat sich, wie
die Katholische Nachrichtenagentur berichtet, inzwischen nach Deutschland
begeben. 

Ein großes polnisches Internierungslager für Ordensschwestern wurde auf
Veranlassung des Regimes Gomulka aufgelöst. Die etwa tausend inhaftierten
Schwestern konnten nach Oberschlesien zurückkehren. 

Mit dem Besuch des polnischen Kardinals Wyschinski beim Papst rechnet man in
vatikanischen Kreisen für die Weihnachtszeit. Auch die Warschauer Presse
kündigt die Romreise an. 

Zu einem Sitzstreik kam es in Moskau in der Kaganowitsch-Kugellagerfabrik.
Hier protestierten 12 000 Arbeiter gegen die Normenvorschriften und die
unzulänglichen Löhne. Der Betrieb galt bisher als ein
Sowjetmusterunternehmen. 

Israel stellt neue Bedingungen für den Abzug seiner Truppen. Die Regierung
in Jerusalem teilte mit, man fordere die Zusicherung, dass Ägypten nicht
wieder Stützpunkte auf der Halbinsel Sinai anlege. Gleichzeitig wurde
angedeutet, dass Israel den sogenannten Gaza-Streifen einstweilen nicht
räumen will. 

Zum stellvertretenden amerikanischen Außenminister hat Präsident Eisenhower
den Gouverneur Christian Herter ernannt. Er löst Herbert Hoover junior in
seinem Amt ab. 

Die Aufnahme von 21 500 ungarischen Flüchtlingen durch die Vereinigten
Staaten hat Präsident Eisenhower angeordnet.


[OWP] Ein Japaner und seine Zuneigung zu Preußen

Date: 2017/09/15 12:38:06
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>


   Ein Japaner und seine Zuneigung zu Preußen
   http://www.geocities.jp/h_gustav/essay.htm

       Preußenländer: http://www.geocities.jp/h_gustav/Katalog2.htm
       Westpreußen / Ostpreußen:
       http://www.geocities.jp/h_gustav/katalog5.htm
       Inhalt: http://www.geocities.jp/h_gustav/index.htm
       bei "Facebook": https://www.facebook.com/medienweltweit/
       mehr zu Preußen: http://www.myheimat.de/2747889 > Preußen

   Viele Grüße zum Wochenende

       Joachim Rebuschat

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 50 vom 15.12. 1956

Date: 2017/09/15 20:08:35
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 4   Osthandel und Wiedervereinigung. Weltpolitisches Geschehen — kurz
beleuchtet.
Die politische Problematik der Wirtschaftsbeziehungen der Bundesrepublik mit
der Sowjetunion, den Ostblockstaaten und Rotchina wurden in einer Beratung
des Bundestages deutlich. Außenminister von Brentano hat bei dieser
Gelegenheit erklärt, dass nach seiner Ansicht gerade aus politischen
Erwägungen der Abschluss von Handelsverträgen mit den erwähnten Staaten des
Ostens einstweilen noch nicht in Frage kommen könne. Es sei allerdings
durchaus möglich, dass sich die Lage hier und dort schneller ändern werde,
als man heute erwarte. Brentano betonte, die deutsche Politik könne nicht
allein um der wirtschaftlichen Interessen wegen geführt werden, man müsse
sich die Bedeutung der Aufnahme von Beziehungen für die Politik durchaus
klarmachen. Heute liegt, wie der Minister sagte, der Tatbestand vor, dass
von 93 Staaten der Welt nur elf die Sowjetzone als „souveränen Staat"
anerkannt haben. Es sei also ein ziemlich schwerwiegender Entschluss, wenn
wir dazu unter Umständen beitragen sollten, dass es morgen nicht mehr elf,
sondern vielleicht zweiundneunzig seien. Auch politische Erwägungen könnten
eine Aufnahme von Beziehungen zu den Ostblockstaaten zu gegebener Zeit
veranlassen. Man dürfe aber auch nicht den Eindruck erwecken, als ob wir mit
einem solchen Schritt das Interesse an einer bestimmten inneren Entwicklung
von Staaten bekundeten. An jeden einzelnen Staat, mit dem wir Abkommen
abschließen, hätten wir die Frage zu richten, ob er es für recht halte, dass
siebzehn Millionen Deutsche daran gehindert werden, sich mit uns in Freiheit
zusammenzuschließen. Ob man nur Handelsbeziehungen aufnehme oder
diplomatische Beziehungen herstelle, das laufe auf die gleiche politische
Entscheidung hinaus. 

Brentano gab bei dieser Gelegenheit einen immerhin interessanten Überblick
über die nicht unbeachtliche Entwicklung des heute bereits bestehenden
Außenhandels der Bundesrepublik mit den Ostblockstaaten. Während dieser
Handel sich 1950 auf eine Summe von 710 Millionen DM belief, stieg er 1955
auf nahezu 1,4 Milliarden und erreichte bereits in den ersten zehn Monaten
dieses Jahres einen Umfang von 1,77 Milliarden DM, so dass man 1956 sicher
auf nahezu zwei Milliarden DM kommen wird. 

Es ist in der weiteren Öffentlichkeit wohl wenig bekannt, dass die deutsche
Bundesrepublik heute bereits im Außenhandel mit China, Ungarn und der
Tschechoslowakei an erster Stelle, in Polen und Rumänien an zweiter Stelle
und in der Sowjetunion an vierter Stelle unter den Ländern des Westens
liegt. Der Gesamtumfang des deutschen Außenhandels nach den Oststaaten
betrug im Friedensjahr 1937 nur 1,56 Milliarden Reichsmark, ist also heute
bereits erheblich überschritten worden. 

Brentano äußerte Zweifel daran, ob eine Ausweitung des Osthandels die
deutsche Wirtschaft krisenfester machen werde. In der Aussprache forderte
der Abgeordnete Dr. Gile eine genaue Erörterung der Beziehungen zu Rotchina.
Er trat dafür ein, dass trotz allem, was geschehen sei, auch die Frage des
Handelsvertrages mit Moskau ernsthaft angefasst werde. Der SPD-Abgeordnete
Kalbitzer betonte, es gehe nicht darum, die Bundesregierung in Verlegenheit
zu bringen, die große Anfrage der Sozialdemokraten wolle Bonn lediglich aus
der Lethargie aufrütteln. Die Politik der wirtschaftlichen Abschnürung habe
keinen politischen Nutzen gebracht. Ein Sprecher der FDP sprach sich für
eine Legalisierung der vom Ostausschuss der deutschen Wirtschaft mit
Missionen der Ostblockstaaten getroffenen Abmachungen durch die Regierung
aus. Auch die deutschen Seehäfen hätten ein echtes Interesse an verstärkten
wirtschaftlichen Beziehungen nach Osten. 

Suez gefährdet Englands Währung 
Ein richtiger Katzenjammer herrschte im britischen Unterhaus, als in diesen
Tagen der Schatzkanzler dem englischen Volk die sehr ernste Situation der
britischen Währung und der Staatsfinanzen vor Augen hielt. Man erfuhr von
offizieller Seite, dass allein das verunglückte Militärunternehmen gegen
Ägypten eine Summe gekostet hat, die nahe an zwei Milliarden Mark
herankommt. Damit ist der ganze Schaden aber noch nicht erfasst. Die enormen
Summen, die England bei der Zerstörung von Ölleitungen und anderen wichtigen
Einrichtungen sowie durch den Ausfall der Produktion und die unheimlich
gestiegenen Kosten für Öl und anderem Treibstoff erlitten hat, müssen im
Ausmaß von vielen hundert Millionen hinzugerechnet werden. 

Schatzkanzler McMillan wies seine Landsleute darauf hin, dass die Verluste
an Dollars und Gold im November alle Erwartungen übertroffen haben. Sie
erreichten die Summe von mehr als 279 Millionen Dollar, also von fast 1,25
Milliarden Mark. Die Gold- und Dollarbestände des britischen Sterlingsblocks
sind seit langer Zeit zum ersten Mal unter zwei Milliarden Dollar gesunken.
McMillan musste etwas kleinlaut zugeben, dass diese enorme Einbuße doch in
erster Linie auf das Suez-Abenteuer zurückzuführen sei. Die britische
Währung gerate in ernste Gefahr, wenn sich das Land nicht zu eiserner
Sparsamkeit entschließe. Seine Regierung werde nicht zögern, die ohnehin
beträchtliche englische Einkommensteuer bald heraufzusetzen. Als Notmaßnahme
wurde auch ein wesentlich erhöhter Einfuhrzoll für Benzin und Dieselöl
mitgeteilt. Es steht außer Zweifel, dass sich eine solche Erhöhung der Zölle
und Steuern ohne weiteres wieder auf ein Steigen der Preise und vermutlich
auch der Löhne auswirken wird. 

England hat sich veranlasst gesehen, die Amerikaner zu bitten, die am 31.
Dezember fälligen Zinsen auf die Dollaranleihen erst einmal zu stunden. Zu
diesem Zeitpunkt müsste England normalerweise über 175 Millionen Dollar an
die USA und Kanada überweisen. Kanada will seinem Mutterland entgegenkommen
und auf die Zinszahlung vorübergehend verzichten. In Amerika hat das
Parlament darüber zu befinden, ob man den britischen Antrag annehmen wird.
Die Londoner Regierung hat sich schließlich bereiterklärt, einen Teil der in
ihrem Besitz befindlichen amerikanischen Wertpapiere von 750 bis 1000
Millionen Dollar abzustoßen. Man ersieht daraus, wie ernst man in London die
eigene finanzielle und währungspolitische Situation ansieht. Chronist 

Seite 4   Kriegsverurteilte im Osten. Heimkehr im nächsten Jahr sicher? 
Die noch in den Ostblockstaaten zurückgehaltenen deutschen
Kriegsverurteilten und Gefangenen werden bestimmt im nächsten Jahr
heimkehren. Dies erklärte der Leiter des Suchdienstes des Deutschen Roten
Kreuzes, Dr. Wagner. Vor Weihnachten sollen aus der Tschechoslowakei 80
Gefangene freikommen. 

Dr. Wagner nannte einige unbestrittene Zahlen über verurteilte Soldaten: 

Sowjetunion: 70, 
Polen: 570, 
Tschechoslowakei: 176, 
Rumänien: 76, 
Ungarn: 89. 

Außerdem gibt es in den Ostblockstaaten zahlreiche Deutsche, die bisher
nicht ausreisen konnten, weil ihre Staatsangehörigkeit bestritten wird. 

In der Sowjetunion: rund 100 000 (namentlich und mit dem Wohnort bekannt), 
Polen: rund 22 000, 
Tschechoslowakei: rund 9000. 

Ungeklärt ist das Schicksal von 1 230 000 in Russland vermisster Soldaten
und von 3 200 000 Zivilisten. Die meisten sind mit Sicherheit nicht mehr am
Leben, doch müsse man die Überlebenden finden. 

Seite 4   „Jederzeit zum Gespräch bereit“. Der Kanzler zu Fragen der
Ostpolitik und zu Berlin.
In der ersten seiner neuen Pressekonferenzen betonte der Bundeskanzler, dass
die Bonner Regierung eine Fortsetzung des diplomatischen Gesprächs mit der
Sowjetunion über die großen Probleme der deutschen Wiedervereinigung für
wünschenswert halte. Er werde sich freuen, wenn der neue sowjetische
Botschafter in Bonn in dieser Frage an die Bundesregierung heranträte. Die
Vorgänge sowohl in Moskau wie im Ostblock zwängen zu sehr großer
Zurückhaltung. Entwicklungen, die sich abzeichneten und die für Berlin, die
Zone, Europa und den Frieden der Welt wichtig werden könnten, dürften nicht
gestört werden. Alles, was als Versuch einer Beeinflussung gedeutet werden
könne, müsse vermieden werden. Unter diesem Gesichtspunkt wollte der Kanzler
auch den Beschluss der Bundesregierung in der Frage einer Übersiedlung nach
Berlin gewertet wissen. 

Dr. Adenauer erinnerte an die neuerlichen Schwierigkeiten im Verkehr der
Alliierten nach Berlin. Wenn auch die Amerikaner wegen ihrer früheren
Abmachungen mit den Sowjets keine Untersuchung ihrer Transporte zuzulassen
brauchten, so würde doch die Bundesregierung eine Untersuchung der Züge und
des Postverkehrs nach Berlin nicht ablehnen können. Es müsse sowohl dafür
gesorgt werden, dass die Deutschen in der Zone nicht den Mut verlören, wie
auch dafür, dass sie ruhig blieben. Der Kanzler meinte, die Forderung, jetzt
nach Berlin zu gehen, sei kein Dienst an Berlin und an der sowjetischen
Zone. Die baulichen Vorbereitungen in Berlin würden planmäßig fortgesetzt.
Für Bundesbauten in West-Berlin würden jährlich weit über hundert Millionen
DM ausgegeben. 

Seite 4   Kirchenabkommen in Warschau 
Zwischen dem rotpolnischen Staat und den Beauftragten der katholischen
Bischöfe wurde in Warschau ein Abkommen getroffen, in dem die
kommunistischen Minister die angebliche „volle Freiheit des religiösen
Lebens" zusichern und die kirchlichen Kreise dem Regime Gomulka
Unterstützung und Verständnis zusagen. Das Abkommen wurde nach mehrwöchigen
Verhandlungen getroffen. Beide Partner ersuchen die Regierung um die
Aufhebung des Erlasses von 1955, in dem, dem kommunistischen Staat,
entscheidende Rechte bei der Besetzung kirchlicher Posten zugesichert
wurden. Über das Mitspracherecht des Staates und die Erfordernisse der
kirchlichen Rechtsprechung bei der Besetzung geistlicher Ämter solle ein
neues Gesetz geschaffen werden. Die Wiedereinführung eines
Religionsunterrichtes „mit freiwilliger Beteiligung" ist angeblich für die
verschiedenen polnischen Schulen zugestanden worden, ebenso die Tätigkeit
der Geistlichen in den Krankenhäusern und Gefängnissen. Nach dem Abkommen
soll es allen Priestern und Nonnen, die 1953 aus ihren Heimatorten,
insbesondere in den deutschen Ostgebieten, ausgewiesen wurden, freistehen,
dorthin wieder zurückzukehren Man habe sich auch über die fünf neuen
Bischöfe geeinigt, die der Vatikan als Generalvikare in den ostdeutschen
Gebieten eingesetzt hat. 

Seite 4   Standrecht über Ungarn. Kadar kündigte schärfste Unterdrückung an.
Die Situation in Ungarn hat sich abermals außerordentlich verschärft. Das
kommunistische Marionettenregime Kadar kündigte nach längerer
Nachrichtensperre am Sonntag plötzlich die Einführung des Ausnahmezustandes
und die Verhängung des Standrechtes an. Die örtlichen Arbeiterräte wurden
auch formell aufgelöst, nachdem schon in den vorangegangenen Tagen die
ungarischen Kommunisten und ihre Hintermänner Massenverhaftungen und
Verschleppungen im ganzen Lande durchgeführt hatten. Der zentrale
Arbeiterrat hatte aus Protest gegen das Wüten der Bolschewisten zu einem
48-Stunden-Generalstreik aufgefordert. Wie es heißt, wird in vielen
Betrieben des Landes schon jetzt nicht gearbeitet. Polizisten drangen in das
Gebäude des Budapester Arbeiterrates ein, und Angehörige der gefürchteten
Roten Geheimpolizei zogen als Wache vor den wichtigsten Betrieben auf. Die
Telefonverbindungen mit dem Ausland und innerhalb Ungarns wurden
unterbrochen. Kadar hat allen Ungarn, die sich noch im Besitz von Waffen
befinden, mit der sofortigen Hinrichtung gedroht. Die Standgerichte nahmen
zwei Tage nach der Verkündung der Regierung ihre blutige Arbeit auf. 

Sehr bezeichnend ist es wohl, dass Kadar und seine Genossen behaupten, die
von der Arbeiterschaft selbst gewählten Räte seien, „gegen den Rat und den
Willen der Regierung", gebildet worden. Neue Zusammenstöße werden aus den
verschiedensten Gegenden des Landes gemeldet. In den Bergen Nordostungarns
sollen noch mindestens 25 000 bewaffnete ungarische Freiheitskämpfer stehen,
die viele Haupteisenbahnlinien und Landstraßen unter ihrer Kontrolle haben
und eine Reihe von Transporten mit Verschleppten aufhielten. Die Russen
haben daraufhin Gefangene zum Teil mit Flugzeugen und auf Umwegen über
Rumänien in die Sowjetunion gebracht. 

Seite 4   Die Forderungen der Geschädigten. Die Änderungswünsche zum
Lastenausgleichsgesetz. Von unserem Bonn er O. B. – Mitarbeiter. 
Zum ersten Mal seit 1951 fand am 4. Dezember eine gemeinsame Veranstaltung
aller Geschädigtenverbände auf Bundesebene statt. Die Veranstaltung sollte
die Öffentlichkeit über den Standpunkt der Geschädigten zur Neuordnung des
Lastenausgleichs unterrichten. Auf der in der Bonner Universität
abgehaltenen Kundgebung sprachen der Vorsitzende des VdL, Dr. Baron
Manteuffel, der Vorsitzende des BvD, Dr. Linus Kather, der geschäftsführende
Vorsitzende des Zentralverbandes der Fliegergeschädigten, Dr. Herdach, und
der Vorsitzende des gemeinsamen Lastenausgleichsausschusses, Dr. Neuhoff. 

Die Tatsache eines gemeinsamen Auftretens der Geschädigtenverbände hat die
Öffentlichkeit aufhorchen lassen. Wenn auch die Sachkundigen bisher immer
schon wussten, dass in der Klammer des Lastenausgleichsausschusses alle
Vertriebenenverbände gemeinsam beieinander sitzen, so zeigte die
Veranstaltung in der Bonner Universität, dass auch die Verbandsvorstände in
der sachlichen Arbeit miteinander gehen. Wie sehr Einigkeit von Nutzen ist,
erwies die Tatsache, dass die Bundesregierung bereit war, in die
Veranstaltung einen Bundesminister, einen Staatssekretär, fünf
Ministerialdirigenten und zahllose Ministerialräte fast aller Ministerien zu
entsenden; bei einer anderen Großveranstaltung in Bonn, bei der es an der
Einmütigkeit der Verbände ermangelte, war kürzlich die Regierung durch einen
einzigen Ministerialrat vertreten. Entsprechend der Beachtung der
Veranstaltung durch die Bundesregierung war auch der Besuch seitens der
Bundestagsabgeordneten, die den Standpunkt der Geschädigten kennenlernen
wollten. 

Dr Kather ging vor allem auf die Entwicklung des Lastenausgleichs seit der
Unterhaltshilfezeit ein. In den Jahren 1950 bis 1952 war Kather bekanntlich
der parlamentarische Hauptverfechter der Interessen der Geschädigten im
Lastenausgleich. Er war daher auch der entscheidend Beteiligte an dem
Kompromiss von 1952, auf Grund dessen die Geschädigtenverbände ja zum
damaligen Lastenausgleichsgesetz sagten. Eine der Absprachen dieses
Kompromisses, so hob Dr. Kather in seiner Rede hervor, war die Festlegung
einer Besserungsklausel, nach der 1957 noch einmal die Gesetzgebung zum
Lastenausgleich grundlegend überprüft werden muss. Diesen „Besserungsschein“
präsentierte der BvD-Vorsitzende auf der Veranstaltung der
Geschädigtenverbände. 

Dr. Baron Manteuffel unterstrich in seinen Ausführungen, dass die Leistungen
des Lastenausgleichs schneller und wirkungsvoller als bisher erfolgen
müssten. 700 000 Geschädigte sind seit 1949 verstorben, ohne in den Genuss
einer Entschädigung gekommen zu sein. Angesichts des ständig steigenden
Wohlstandes in Westdeutschland haben die Geschädigten kein Verständnis
dafür, wenn das Leistungsvolumen des Lastenausgleichs nicht gesteigert würde
und die Hauptentschädigung nicht früher zum Zuge käme als 1952 vorgesehen.
Möglichkeiten hierzu ergäben sich durch Vorfinanzierung. Der
VdL-Vorsitzende, der bis 1952 Präsident des Hauptamtes für Soforthilfe war,
verwahrte sich abschließend mit Nachdruck dagegen, dass der
Lastenausgleichsfonds für Zwecke missbraucht werden könnte, die mit
Lastenausgleich nichts zu tun haben. — Dr. Herdach sprach über einige
Sonderprobleme der Kriegssachgeschädigten. 

Dr. Neuhoff hielt das Hauptreferat der Veranstaltung und trug die einzelnen
Änderungswünsche zum Lastenausgleichsgesetz vor, die von allen
Geschädigtenverbänden gemeinsam vorgebracht werden. 

Das Schwergewicht der Ausführungen lag bei der Hauptentschädigung, die die
Vergütung für die verlorenen Vermögen darstellt. Es wurde für Verluste bis
zu 5000 RM hundertprozentige Entschädigung gefordert, da auch das erhalten
gebliebene Vermögen bis zu dieser Höhe abgabefrei bleibt. Für größere
Schäden wird ein bis auf 6,5 Prozent herabsinkender Entschädigungssatz
hingenommen (gegenwärtig sind es 2 Prozent); 6,5 Prozent ist die niedrigste
in anderen Gesetzen zugestandene Umstellungsquote. Da bei den
Besatzungsgeschädigten vom 2. Bundestag der Grundsatz der vollen
Entschädigung sogar unbegrenzt anerkannt wurde, ist die Forderung der
Vertriebenen und Kriegssachgeschädigten maßvoll. 

Weiterhin wurde unterstrichen, dass zur Fortsetzung der
Eingliederungsdarlehen künftig Bundeshaushaltsmittel bereitgestellt werden
müssen. Nach geltendem Recht darf der Lastenausgleichsfonds Aufbaudarlehen
nur bis 1956 ausschütten. 1957 beginnt die Ausbezahlung der
Hauptentschädigung, daher sind im Ausgleichsfonds für Aufbaudarlehen Mittel
nicht mehr vorhanden. Damit die Eingliederung nicht zum Erliegen kommt, ist
die Weiterführung der Aufbaudarlehen durch den Haushalt erforderlich. 

Nachhaltig unterstrich Dr. Neuhoff, dass eine Heraufsetzung der
Unterhaltshilfe um 20 bis 25 Prozent notwendig ist. Gegenwärtig liegen die
Unterhaltshilfen nur noch zwei Prozent über den Fürsorgeleistungen. 

Aus den insgesamt zwölf Forderungen, die der
Lastenausgleichsausschussvorsitzende vortrug, sei nur noch eine
herausgestellt: Die jetzigen Sätze der Hausratentschädigung gestatten in der
Normalstufe gerade die Anschaffung von zwei Bettgestellen mit Betten und
Bettzeug. Die geforderte Aufstockung der Hausratentschädigung um 400 DM muss
in Anbetracht dessen als ein Mindestmaß gelten. 

Zur Durchführung des von den Geschädigten geforderten
Neugestaltungsprogramms werden jährlich vom Bundeshaushalt 650 Millionen DM
für Eingliederungsdarlehen und 100 Millionen DM für Aufbesserungen der
Unterhaltshilfen benötigt. Da im Sommer 1956 für die Aufbesserung der
Kriegsbeschädigtenleistungen 750 Millionen DM bewilligt wurden, sind die
Erwartungen der Geschädigten angemessen. Von den Ländern fordern die
Geschädigten, wie auch im Regierungsentwurf vorgesehen, neue Jahreszuschüsse
in Höhe von 400 Millionen DM. 

Dr. Neuhoff schloss mit dem Hinweis, dass es den Geschädigten darum gehe,
Recht und Gerechtigkeit untereinander und gegenüber den Nichtgeschädigten
herzustellen. Wie soll der Glaube an Recht und Gerechtigkeit in der Welt,
auf den allein die Hoffnung auf Rückkehr in die Heimat sich stützt, bei den
Vertriebenen erhalten bleiben, wenn ihnen Recht und Gerechtigkeit im eigenen
Lande versagt werden!

Seite 4   Marx und Panslawismus 
Vor hundert Jahren, am 21. April 1855, schrieb Karl Marx, der Urvater des
Kommunismus, auf den sich der Kreml auch heute noch beruft, in der
„Oderzeitung" in einem Artikel: 

„Der Panslawismus setzt es sich zum Ziel, das zu vernichten, was in
Jahrtausenden geschaffen wurde. Dieses Ziel kann er aber nur erreichen, wenn
er die Türkei, Ungarn und einen Teil Deutschlands von der Landkarte Europas
ausradiert. Es bleibt uns da nur die Alternative: Entweder unterwerfen wir
uns einer slawischen Sklaverei oder wir müssen für immer das Zentrum dieser
Offensive zerstören, nämlich Russland“.

So schrieb der Prophet der Weltrevolution Karl Marx. Er konnte allerdings
nicht ahnen, dass seine Weltrevolution in dem von ihm gehassten und
bekämpfton Panslawismus münden und eine „slawische Sklaverei" über die
betrogenen Völker heraufbeschwören würde.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 50 vom 15.12. 1956

Date: 2017/09/15 20:08:35
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 3   Verzweifeltes Mitteldeutschland. Von unserem Berliner M.
Pf.-Korrespondenten.
 Stalin ist in der Sowjetzone wieder auferstanden! In einer Form, wie wir
sie doch nicht erwartet haben, auch nachdem am 4. November, dem Tag des
brutalen, verräterischen Überfalls der Sowjets auf Ungarn, die Hoffnungen
von siebzehn Millionen zwischen Elbe und Oder auf eine Wendung auch für sie
zusammenbrachen.

Die Zulassung von Arbeiterkomitees, von Ulbricht verkündet, hatte uns kleine
Konzessionen erwarten lassen, eine vorsichtige Innenpolitik, ein gewisses
Nachgeben, das notwendig erschien in der schwierigen Lage, in der sich die
Zonenmachthaber jetzt befinden – zwischen dem freien Westen und kämpfenden
aufbegehrenden Ostblockstaaten.

Aber die vergangenen vierzehn Tage haben im Gegenteil die Rückkehr zum
Terror zu totaler Zensur, zu Betrug und Unterdrückung gebracht. 

Die Arbeiterkomitees – ein Betrug, denn ihre Gründung wurde in die Hände der
SED und des FDGB gelegt. Verschärfte Zensur hat der Presse die bisher
errungenen bescheidenen Freiheiten einer gewissen Kritik wieder genommen.
Schlagartig wurde verboten, selbst im Rahmen des Systems dies und jenes zu
diskutieren. Kleinste „Abweichungen" werden wie in den schlimmsten
stalinistischen Zeiten mit Kerker bestraft. 

Fall Harich 
Die Verhaftung des kommunistischen Professors Wolfgang Harich und dreier
seiner Freunde dürfte nur ein Auftakt sein. Und dabei war Harich durchaus
nicht das Haupt einer Verschwörergruppe, wie es die Anklage ihm vorwirft. Er
hatte sich lediglich im Bereich seiner Arbeit, der Philosophie, eine kleine
idealistische Abweichung von der stur materialistischen Parteilinie
geleistet und zwar seit längerer Zeit, und niemand hatte ihm das übel
genommen. Und er war mit führenden ungarischen Literaten befreundet, mit
Männern, die von fast allen Vertretern der „Sowjetzonenintelligenz"
geschätzt und geachtet waren — bis zum 4. November, bis zu jenem Tag, da
diese Ungarn sich endgültig für ihr Vaterland und gegen die sowjetische
Unterdrückung bekannten. Seitdem dürfen so bekannte Namen wie Julius Hay und
Georg Lukacs nicht mehr genannt werden; Briefe von ihnen zu besitzen, ist
plötzlich ein Verbrechen. In der Wohnung eines gleichfalls verhafteten
Mitarbeiters Harichs wurde ein solcher Brief von Georg Lukacs gefunden, in
dem dieser der Hoffnung Ausdruck gibt, dass auch in der „DDR" der
Stalinismus liquidiert werden möge. 

Aber Stalin wurde bereits im „Neuen Deutschland" wieder achtungsvoll
erwähnt, und das Wort „Titoist" hat bereits wieder einen unheilvollen Klang
bekommen. 

Alle anderen Anklagen gegen Harich und seine Freunde sind läppisch und an
den Haaren herbeigezogen. Das Schicksal des kommunistischen Professors muss
als Alarmsignal gewertet werden. 

Brodelnde Unruhe 
Ulbricht hat Angst, ohne Zweifel. Aus Angst schlägt er sinnlos zu, wie im
Fall Harich. Es gibt jedoch noch ernstere Gefahrenzonen. Unruhe unter der
abermals betrogenen Arbeiterschaft. Unter den Hausfrauen, die in weiten
Teilen der Zone kaum noch ihre Karten beliefert bekommen. Unter der Armee
von Funktionären, die nicht mehr wissen, was sie sagen sollen. Ulbricht rief
ihnen auf jüngsten Konferenzen beschwörend zu, die Lage sei äußerst ernst,
jetzt gelte es nicht mehr, zu diskutieren, jetzt müsse man den Massen die
Politik von Partei und Regierung offensiv „erläutern und allen feindlichen
Auffassungen und Verleumdungen sofort energisch entgegentreten. 

Unruhe an den Universitäten, die deutlich in einer Entschließung Leipziger
Studentenfunktionäre zum Ausdruck kommt, in der es heißt: „Wir verurteilen
die Tätigkeit des sogenannten Petöfi-Kreises, der Teile, der ungarischen
Intelligenz, besonders auch der studentischen Jugend, durch die Verbreitung
einer dem Sozialismus feindlichen Ideologie und durch zersetzende Kritik,
die ideologisch die Konterrevolution vorbereitete und organisierte. Wir
wenden uns entschieden gegen solche, die unter gleichen und ähnlichen
Losungen bei uns versuchen, die Einheit der fortschrittlichen Kräfte zu
zersetzen“. 

Unruhe auch unter den Redakteuren der SED-Presse. Sie waren gewohnt, zu
lügen, doch was ihnen jetzt zugemutet wird das wird manchem zu viel. Bereits
jetzt sind aufsässige Redakteure ihrer Posten enthoben worden oder - wie
Franz Xaver Philipp, der Wiener Korrespondent des „Neuen Deutschland von
selbst abgesprungen. 

Wochenpost-Informationen 
Zu einer kleinen Rebellion war es innerhalb der Redaktion der „Wochenpost“
gekommen. Das ist ein geschickt aufgemachtes Blättchen, das viel scheinbar
unpolitische Unterhaltung bringt und die auch ihm befohlene bolschewistische
Propaganda ein wenig versteckt. Chefredakteur ist Rudi Wetzel (SED),
zugleich Vorsitzender des Sowjetzonen-Presseverbandes. Ihm und seinen
ausschließlich der SED angehörenden Kollegen hatte seit Beginn der
Ereignisse in Polen das journalistische gewissen geschlagen. Und so hatten
einige Redakteure des Blattes begonnen, Auszüge aus polnischen Zeitungen und
Zeitschriften übeisetzen und vervielfältigen zu lassen. Diese Auszüge wurden
als „Wochenpost-lnformationen" verbreitet. Auf einer Anfang Dezember von
Ulbricht einberufenen Konferenz der Chefredakteure wurde dies Unternehmen
liquidiert, alle Beteiligten erhielten zunächst scharfe Rügen. Weitere
Maßnahmen gegen sie sind im Gange. Politbüro-Mitglied Schirdewan erklärte,
die Partei denke nicht daran, sich durch einige Journalisten in eine
Situation hineinmanövrieren zu lassen, aus der, wie Polen und Ungarn gezeigt
haben, nur für den Aufbau des Sozialismus schädliche Ergebnisse erwachsen. 

Nach Polen blicken 
Das ist Stalinismus in Reinkultur. Kulturminister Becher schweigt dazu, die
führenden Intelligenzler des Systems wagen nicht, für das winzige bisschen
Freiheit, das errungen schien und ihnen nun wieder genommen ist,
einzutreten. Im Gegenteil, die Anna Seghers, Arnold Zweig, die Renn, Bredel,
Hermlin haben wie Becher selbst, dem Mord an Ungarn öffentlich Beifall
gespendet und sich nun, nach der Verhaftung ihres Kollegen Harich zu
ausgesprochenen widerwärtigen Treuekundgebungen für Ulbricht hergegeben. 

Heute ist es nur noch die evangelische Kirche, die durch den Mund einiger
mutiger Geistlicher unbeirrt — wenn auch in den ihnen gesetzten Grenzen —
aussprechen, was gut und was böse ist. Soeben kommen wir von einem Besuch
bei einem ihrer Unerschrockensten, dem Generalsuperintendenten Jacob in
Cottbus. Dieser Besuch gab Hoffnung. Aber die Kirche will kein politisches
Widerstandszentrum sein und muss unsere Brüder und Schwestern in
Mitteldeutschland, auch wenn sie sie aufrichtet und stärkt, im politischen
Kampf allein lassen. 

Tausende von SED-Funktionären gibt es, die heute nach Polen und Ungarn
blicken und in denen jetzt etwas zerbricht. Deutsche Kommunisten sind es,
die bisher stets das bolschewistische System über das Wohlergehen ihres
Vaterlandes und seiner Bürger stellten und die in blindem Gehorsam selbst
noch die Ächtung ihres Idols Stalin hinnahmen. Sie erzittern jetzt
angesichts der Worte und Taten ihrer polnischen und ungarischen Genossen! 

Wie sehr das Politbüro diese Gefahr spürt, zeigen die wütenden,
undisziplinierten Schimpfkanonaden des Chefredakteurs des „Neuen
Deutschland", Axen, gegen die scharfen und doch ironisch überlegenen
Angriffe der polnischen Anti-Stalinisten gegen die SED. 

Einst Linientreue sind es, aus deren Mund wir in Berlin hörten, dass
Ulbricht und der Stalinismus für sie „erledigt" sind. Man sucht Nachfolger,
die die Sache des Sozialismus noch retten könnten, und der Eindruck
entsteht, dass sich gerade unter dem verschärften stalinistischen Druck
jetzt auch in der Sowjetzone Männer zusammenfinden könnten, die entschlossen
sind, einen dem polnischen ähnlichen Weg zu gehen. 

Es läge nicht in unserem Interesse und im Interesse der Wiedervereinigung
Deutschlands, eine solche Entwicklung zu stören. 

Seite 3   Auf den Feldern liegen geblieben. Kartoffelerträge auf unter 100
Doppelzentner je Hektar abgesunken 
Auch der Einsatz von Militär reichte nicht aus, um den Arbeitskräftemangel
bei der Kartoffelernte in den polnisch besetzten deutschen Ostgebieten
auszugleichen, geht aus einem Bericht des rotpolnischen Organs „Robotnik
rolny" (Der Landarbeiter) hervor. Die allgemeine katastrophale Lage sei
darauf zurückzuführen, stellt das Blatt fest, dass sich die verantwortlichen
Stellen nicht der Tatsache bewusst gewesen seien, dass zum Beispiel
gegenwärtig auf den Staatsgütern „weniger Arbeiter vorhanden sind als im
vergangenen Jahre". Es sei damit zu rechnen, dass auf den Feldern
durchschnittlich 15 bis 20 Doppelzentner Kartoffeln je Hektar liegen
geblieben sind. Da die Erträge gerade in den wichtigsten Anbaugebieten, zu
denen insbesondere Ostpommern gehört, auf weniger als 100 Doppelzentner pro
Hektar zurückgegangen sind, müsse mit einer sehr schlechten Ernte gerechnet
werden. Vor 1939 betrug der durchschnittliche Ernteertrag an Kartoffeln in
Ostpommern je Hektar 174,2 Doppelzentner. 

Seite 3   Panikartige Auflösung der Kolchosen in Polen 
Im Warschauer Landwirtschaftsministerium wird jetzt offen zugegeben, dass
von den bis zum Sommer bestandenen rund zehntausend Kolchosen wenigstens
fünfzig bis siebzig Prozent nicht freiwillig, sondern unter nachdrücklicher
Mitwirkung der Partei- und Regierungsstellen zustande gekommen sind.
Andererseits ist man jedoch bemüht nachzuweisen, dass nicht das System der
landwirtschaftlichen Genossenschaften falsch ist, sondern dass die
Landwirtschaftspolitik in Polen bisher grundsätzlich nur von Leuten gemacht
wurde, die nichts von diesen Dingen verstanden. Plötzlich erkennt man auch,
dass die Verteilung enteigneten deutschen Grundbesitzes auf einige Dutzend
polnischer Landarbeiter noch keine Produktionsgenossenschaft ergeben kann,
und ist entschlossen, aus den begangenen Fehlern die Lehre zu ziehen. 

Inzwischen soll sich nach Berichten, für die vorerst eine amtliche
Bestätigung nicht zu erhalten ist, etwa die Hälfte dieser Genossenschaften
„panikartig" aufgelöst haben. Der Auflösungsprozess ist in den meisten
Fällen so rasch abgelaufen, dass bereits ein Großteil des lebenden Inventars
verkauft oder in private Ställe umgesiedelt war, bevor Regierungsbeauftragte
für eine statutenmäßige Abwicklung der Auflösung sorgen konnten. An
zuständigen Stellen, wo man ebenfalls noch keinen völlig klaren Überblick
über den augenblicklichen Stand der Dinge zu haben scheint, rechnet man
damit, dass jetzt noch etwa fünf bis sechs Prozent der gesamten
landwirtschaftlichen Anbaufläche Polens von Genossenschaften bewirtschaftet
werden. 

Seite 3   Warschau verschweigt deutsche Getreidelieferungen 
Die polnische Presse in Polen und den polnisch besetzten deutschen
Ostgebieten verschweigt in ihren Berichten über die kürzlich erfolgte
Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen der Bundesrepublik und Polen
für die Zeit vom 01.07.1956 bis 31.12.1957 den Import von insgesamt 300 000
Tonnen Getreide aus der Bundesrepublik, die neben Getreidelieferungen aus
anderen westlichen Staaten die bevorstehende Versorgungskrise in Polen und
den polnisch besetzten deutschen Ostgebieten abwenden sollen. In den
Meldungen heißt es, Polen beziehe aus der Bundesrepublik „vor allem
Industrieerzeugnisse, Eisen und Stahl, Maschinen und Industrieausrüstungen,
chemische und pharmazeutische Artikel". Auch der in Westberlin erscheinende
„Pressedienst" der polnischen Militärmission verschweigt die Getreideimporte
Polens aus der Bundesrepublik. 

Seite 3   Große Versorgungsschwierigkeiten der Sowjetzone wurden jetzt auch
in Pankow zugegeben. Neben allen landwirtschaftlichen Erzeugnissen zeigen
sich auch bei der Fischversorgung und der Industrie große
Mangelerscheinungen. 

Seite 3   Von der Kornkammer zum Zuschussgebiet. Das Ergebnis von elf Jahren
polnischer Verwaltung jenseits von Oder und Neiße. 
Zwei Skizzen: Vom Export zum Import von Getreide (Einst: Überschuss! Jetzt:
Mangel!) 
 
In den deutschen Ostgebieten jenseits von Oder und Neiße wurde im
Durchschnitt der Jahre vor 1939 ein Getreideüberschuss - Gesamtproduktion
abzüglich Eigenbedarf der Bevölkerung, Saatgut usw. - von jährlich rund 1,25
Mill. Tonnen erzielt. In Polen betrug der jährliche Überschuss im gleichen
Zeitraum durchschnittlich 0,2 Mill Tonnen. Gegenwärtig herrscht nach elf
Jahren polnischer Verwaltung in den polnisch besetzten deutschen Ostgebieten
und in Polen ein erheblicher Mangel an Getreide. Die einstigen reichen
Überschussgebiete müssen nunmehr Getreide einführen. Im kommenden Jahr
werden allem aus der Sowjetunion 1,4 Mill. Tonnen und aus der Bundesrepublik
0,3 Mill. Tonnen Getreide eingeführt. Hierzu kommen überseeische Importe u.
a. aus Kanada. 


Seite 3   Heimat in Frieden und Freiheit! Eine notwendige
Auseinandersetzung. Von Dr. Eduard Jennicke 
In der Schweizer Zeitung „Die Tat" erschien dieser Tage ein Artikel von
Gösta von Uxkull, der sich mit dem Thema der „deutschen Ostpolitik" befasste
und dabei Ausführungen enthält, von denen selbst die Redaktion des Schweizer
Blattes einleitend feststellt, sie würden wohl „kaum in allen Teilen den
Beifall aller unserer Leser finden“. 

Der Artikel enthält Behauptungen und Anwürfe, die von den Betroffenen nicht
anders aufgefasst werden können, als dass hier zu erlittenem Leid noch
blutiger Hohn gefügt wird, und dies geschieht in diesem Artikel, insofern er
sich mit dem Recht der vertriebenen Deutschen auf ihre angestammte Heimat
befasst. Hier wird zunächst behauptet, dass „Zehntausende von Volksdeutschen
in den baltischen Ländern und in Bessarabien mit erstaunlicher
Bereitwilligkeit" ihr Heimatrecht als Recht auf Haus und Hof und Herd
aufgegeben hätten, „als das andere Heimatrecht in Gestalt eines
großdeutschen Reisepasses winkte“. Dazu heißt es des Weiteren, es scheine
„daher nicht grausam und ungerecht, auch bei den jetzigen Tränen deutscher
Ostvertriebener zwischen echten Tränen und Krokodilstränen zu
unterscheiden“. Und dies schließt mit den Worten: „Wer seine Heimat wirklich
liebt, der wird auch in ihr leben wollen, wenn in seiner Hauptstadt eine
andere Sprache gesprochen wird als seine Muttersprache und wenn ein anderes
Volk die Mehrheit der Staatsbürger stellt“. Verhandlungen zwischen
Deutschland und Polen müssten also auf die Gleichberechtigung aller
Staatsbürger abzielen, nicht unmittelbar auf ein Grenzabkommen. 

Es erscheint geradezu unglaublich, dass angesichts des Flüchtlingsstromes
sowohl aus der sowjetischen Besatzungszone wie auch aus Ungarn nach dem
Westen rückschauend von einer „erstaunlichen Bereitwilligkeit" der Balten-
und Bessarabiendeutschen zum Verlassen ihrer Heimat gesprochen wird. Der
Grund dafür, dass die Deutschen jene Gebiete im Nordosten und am
Karpatensaum verließen, war damals kein anderer als der, dass bereits deren
Übernahme durch die Sowjetmacht bekannt war, und so schlossen sich auch
zahlreiche Esten, Letten und Litauer den Trecks an: In der klaren Erkenntnis
dessen, was ihnen drohte. 

Keine Volksgruppe verlässt ohne Not ihre Heimat, und der Umfang der
„Abwanderung" ist ein Maßstab der Gefährdung der Freiheit und des Lebens
eines jeden einzelnen. Wer dieses verkennt, beweist nur, dass die
entsetzlichen Geschehnisse der letzten Jahrzehnte ihn nicht einmal so tief
bewegten, dass er nur den Versuch gemacht hätte, sich in die Lage derer zu
versetzen, die ihre Heimat verließen, vor allem auch um ihrer Alten und
Kranken, Frauen und Kinder willen, denen ein Schicksal drohte, das nicht
einmal ungewiss war. 

Was aber die Vertriebenen anlangt, die unter Begleitumständen von
unvorstellbarer Grausamkeit in den ersten Nachkriegsjahren aus der Heimat
ihrer Väter verjagt — oder wie man in Gleichsetzung von Waren und Menschen
sagte: „transferiert" — wurden, so bleibt nur festzustellen, dass nun auch
nicht mehr das Leid und die Tränen geachtet werden, die diese Menschen um
ihre Heimat vergossen haben und die in stillen Stunden immer wieder in ihre
Augen treten, wenn sie der fernen, geraubten Heimat gedenken. Überhaupt
davon auszugehen, dass es sich angesichts des unendlichen Elends und
Schmerzes der Austreibungen um heuchlerische Tränen handeln könnte, ist so
außer aller Vorstellung, dass es sich erübrigt, hierüber auch nur ein
einziges weiteres Wort zu verlieren. 

Dabei wäre es völlig unnötig gewesen, in offene Wunden die ätzende Lauge des
Spottes zu gießen, nur um darauf zu fordern, die Vertriebenen sollten also
zurückkehren in ein fremdverwaltetes Gebiet, in dem sie — was dazu noch
ausdrücklich zugegeben wird — in steter Gefahr der Unterdrückung stehen.
Auch dieser „Vorschlag" zeigt schon, mit welch völliger Verständnislosigkeit
gewisse Kreise auch der „freien Welt" dem Geschehen und den Folgen der
Massenaustreibung und Massenflucht von Millionen Menschen gegenüberstehen. 

Die Erwiderung ist ebenso schlüssig wie eindeutig: Heimat und Freiheit
gehören zusammen, wie ein Land nur dann wahrhaft Heimat sein oder wieder
werden kann, wenn dort Freiheit — und das bedeutet zugleich: das Recht —
herrschen. Es ist des Weiteren selbstverständlich, dass Freiheit und Recht
auch gewährleistet sein müssen, und so kann man es den Ostvertriebenen nicht
verdenken, wenn sie darauf drängen, dass ihre Heimatgebiete zunächst in
deutsche Verwaltung zurückgegeben werden, zumal es sich um völkerrechtlich
deutsches Staatsgebiet handelt. 

Eines kann von den Heimatvertriebenen unmöglich angenommen werden: Dass sie
um der Heimat willen ihre Freiheit aufgeben zur gleichen Zeit, da
Hunderttausende von Menschen ihre Heimat verlassen eben um der Freiheit
willen. Die Heimatvertriebenen haben es immer und immer wieder zum Ausdruck
gebracht, dass sie in Frieden und Freiheit in ihre Heimat zurückkehren
wollen und dass sie auch jedes Ansinnen, das darauf hinausläuft, um
„nationaler Ziele" willen die Freiheit zu opfern, als Ausdruck eines
chauvinistischen Prinzips ablehnen. Möge anderswo der Besitz okkupierter
Gebiete wichtiger erscheinen als die Freiheit, die deutschen
Heimatvertriebenen — wie das deutsche Volk überhaupt — haben gelernt, dass
die Freiheit auf dieser Erde keinen Preis hat.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 50 vom 15.12. 1956

Date: 2017/09/15 20:09:35
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 5   Blätter ostpreußischer Geschichte. Vom „Bryffstall" bis zur
Briefmarke. (Foto)
Bereits der Deutsche Ritterorden unterhielt eine Briefpost, freilich nicht
für die damalige Siedlerbevölkerung, sondern für eigene, also amtliche
Zwecke. Bei jedem Ordenshaus befand sich ein sogenannter „Bryffstall", eine
Art Poststube, und ein „Bryffswoykenstall" (Swoyken — Schweiken hießen die
Postpferde). Den Dienst verrichteten hier die „Bryffjongen, Ordensdiener in
besonderer blauer Tracht, die zu jeder Tages- oder Nachtzeit eilige Post zu
Pferde befördern mussten. Bei längeren Strecken wurden auf der nächsten
Burg, die ebenfalls eine solche Poststelle besaß, Reiter und Pferde
gewechselt. Briefe von besonderer Wichtigkeit, vergleichbar den „GKdoS"
(Geheime Kommandosache) der früheren Wehrmacht, beförderten die „Withinge",
freie Grundbesitzer, die mit eigenen Pferden für diese Zwecke zur Verfügung
stehen mussten. 

Der Ordensbriefpost folgte die „Ämter- und Schulzenpost", die amtliche wie
auch private Postgüter beförderte. Aber auch angesehene Bürger wurden vom
Landesherrn gegen Besoldung mit der Postbeförderung- betraut. Daneben
richtete der Große Kurfürst in Ostpreußen 1657 noch die „Dragonerpost" ein,
eine von Dragonerstafetten zweimal wöchentlich unterhaltene Postverbindung
zwischen Königsberg und Warschau. 

König Friedrich Wilhelm I. hob alle Ämter und Schulzenposten auf und schuf
ein ausgedehntes Netz von Reit- und Fahrposten, das die ganze Provinz vom
Süden bis nach Memel im Norden durchzog. Bei schlechten Wegstrecken wurde
der sonst verwendete leichte Postwagen durch ein stärker gebautes Gefährt,
die sogenannte „Klunkerkutsche" ersetzt, die sich für grundlose Wege
zweckmäßiger erwies. 

Unter der Regierung von Friedrich II. wurde 1772 die Poststrecke nach Berlin
eingerichtet. Die Linie führte über Küstrin (Oder), Dirschau (Weichsel) und
zuletzt über Heiligenbeil und Brandenburg am Frischen Haff zu unserer
Provinzhauptstadt. Von 1850 ab verließ zweimal in jeder Woche die bekannte
gelbe Postkutsche den Königsberger Posthof und erreichte nach einer
ununterbrochenen Fahrt von fünf Tagen und vier Nächten — natürlich bei
entsprechendem Pferdewechsel — ihr Ziel. Fürwahr eine Leistung auch für die
Reisenden, die dieses Wagnis auf sich nahmen! 

Durch den Bau der Ostbahn wurde diese Postverbindung überflüssig. Fahrposten
konnten sich nur auf Nebenstrecken halten. Der weitere Ausbau des Bahnnetzes
machte schließlich auch diesen Nebenlinien der Fahrpost den Garaus, doch
wurde erst 1926 der letzte Postillion in Ostpreußen abgebaut. 

Bis gegen das Jahr 1850 wurde in Deutschland das Porto in bar entrichtet;
als erster deutscher Staat führte Bayern 1849 Briefmarken ein. 

Manche Königsberger mögen einst Briefsachen oder Postkarten gesammelt haben,
auf die Briefmarken der „Privatpost Hansa" geklebt waren. Es handelte sich
hierbei um ein — wie in anderen Großstädten Deutschlands — neben der
Reichspost privat betriebenes Unternehmen. Man hatte sich eine Lücke im
Postgesetz nutzbar gemacht, wobei es allerdings fraglich blieb, ob die
Unternehmer damit ein gutes Geschäft machen konnten. Mussten sie doch einen
eigenen Zustelldienst unterhalten mit eigenen Postbriefkästen und Boten, und
sie durften zudem die allgemeinen Postgebührensätze, zum Beispiel für eine
Karte im Ortsverkehr drei Pfennige vorsahen, nicht überschreiten. Durch
Gesetz musste auch die Königsberger Hansapost, die 1894 gegründet wurde, zum
31. März 1900 ihren Betrieb einstellen. Dr. R. Pawel 

Seite 5   Bücherschau 
Große Preußen — große Deutsche 
Das Denken in weiten Räumen ist für uns heute eine Selbstverständlichkeit.
Das Streben der europäischen Völker geht auf einen politischen
Zusammenschluss. Welche Bedeutung also kann in unserer Zeit ein Werk haben,
das in vier dickleibigen Bänden unter dem Titel „Die großen Deutschen" (im
Propyläen-Verlag bei Ullstein Berlin, Band 1 636 Seiten mit 83 Abbildungen,
8 Farbtafeln und 5 Faksimile, Band II 582 Seiten mit 80 Abbildungen, 4
Farbtafeln und 12 Faksimile, je Band 34 DM) Biographien bedeutender Menschen
versammelt, die aus dem deutschen Sprach- und Kulturraum stammen? War es
klug, jetzt an die Neubearbeitung eines Werkes zu gehen, das zu Beginn der
dunklen Epoche deutscher Geschichte, vor zwanzig Jahren, mit eindeutiger
politischer Ausrichtung zum ersten Mal erschienen war? Theodor Heuss, der
Bundespräsident, mit dem Historiker Professor Heimpel und dem
Kunstgeschichtler Benno Reifenberg, Herausgeber dieses Werkes, gibt in
seiner Einführung Antwort. Zu unserem von Scham beschwerten Stolz auf die
großen Menschen unseres Volkes trete auch der Trost hinzu, dass es die
„großen Deutschen" gegeben habe, und dass in der Fülle ihrer Leistungen sich
die Vielfalt deutscher Möglichkeiten spiegele, als Erbe und Verpflichtung.
So verstanden ist diese deutsche Biographie, vom Verlag repräsentativ
ausgestattet, in den Einzeldarstellungen, etwa 170 an Zahl, durchweg
fundiert, unterrichtend und auch für den unvorgebildeten Leser leicht lesbar
geschrieben, ein bedeutendes Ereignis im geistigen Leben Deutschlands.
Bisher erschienen Band I und II — von „Karl dem Großen bis Andreas Schlüter"
und von „Gottfried Wilhelm Leibniz bis Karl Friedrich Schinkel". Bezeichnend
für die Relativität geschichtlicher Größe: den großen Deutschen der tausend
Jahre von 800 bis 1800 wird nur der gleiche Platz eingeräumt wie denen der
letzten einhundertfünfzig Jahre. 

Auch manche große Ostpreußen, große Preußen sind in die deutsche Biographie
eingegangen. Hermann Heimpel gibt ein Lebensbild Hermann von Salzas, der,
selber aus Sachsen-Thüringen stammend, das deutsche Ordensland nie betreten
hat und dessen Lebenswerk doch die geniale Gründung dieses Ordensstaates
war. Im ersten Band begegnen uns dann auch Nicolaus Copernicus und der Große
Kurfürst. Der zweite Band enthält — neben Darstellungen anderer bedeutender
Deutscher — Würdigungen Friedrich des Großen und der drei großen Ostpreußen
Hamann, Herder und Kant. Vornehmlich das Leben und Wirken des „großen
Anregers" Johann Gottfried Herder wird in der ausgezeichneten Darstellung
von Ernst Benz sehr lebendig, aber auch die anderen Biographien sind sehr
lesenswert. 

Mit dieser „Deutschen Biographie" — nunmehr schon bis zur Hälfte gediehen —
entsteht so ein großartiges Gesamtbild deutscher Leistung in den
Jahrhunderten, eine Leistung, die fast immer über die Grenzen hinausstrahlte
und zu europäischer und zu weltweiter Geltung aufstieg, sich dieses Erbes
bewusst zu sein und es zu bewahren, ist eine Aufgabe, die sich immer wieder
von neuem stellt. 

Fritz Kudnig: Land der tausend Seen. Gräfe und Unzer Verlag, München. Mit
acht Lichtbildern, kartoniert 2,80 DM, in Leinen 4,25 DM. 
Selten hat jemand Masuren so liebevoll deutend dargestellt wie der Ostpreuße
Fritz Kudnig in diesem seinem Buch. Er lässt Wälder und Wasser, Wolken und
Tiere wie bewusste Wesenheiten von ihrer Schönheit und von ihres Schöpfers
Größe und Weisheit sagen und singen. Dabei ist die Sprache des Dichters nie
dunkel und gesucht; sie ist schlicht, klar, innig, und immer von seliger
Naturfrömmigkeit. Wieder gewahrt man wie in allen anderen Werken Kudnigs,
den Gottsucher, der ehrfürchtig staunend ein von Menschen noch nicht aus
seiner Harmonie gebrachtes Urland schaut, das er in anschaulichen, beseelten
Wortbildern gestaltet. Wir sehen Wälder und Seen, freundliche Dörfer
zwischen Hügeln und Wasserbreiten, wandernde Wolken über fruchtenden Feldern
im Frühlicht, im Sommerglanz, in Abendröten und vom Monde versilbert, im
Herbstgold und im Winterschnee liegen, träumen und — auf uns warten. Dem
Verlag Gräfe und Unzer, der dies lange vergriffene Werk neu erstehen ließ,
gebührt der Dank aller Masurenfreunde. Den Älteren wird es ein liebes
Erinnerungsbuch sein, der Jugend ein lockendes Bild unserer gottgegebenen
herrlichen Heimat, für deren Wiedergewinn wir beten und wirken. W. Sch. 

Hermann Huttel: Hochwild zieht durch die Wälder. Safari-Verlag, Berlin,
1955. 228 Seiten mit 74 Abbildungen, DM 12,50. 
Der bekannte Jagdschriftsteller Hermann Huttel erzählt in seinem neuen Buch
von den Lebensgewohnheiten unseres Hochwildes, von Bären, Hirschen, Sauen
und Elchen. Aus den farbigen, anschaulichen Berichten, die den Lebenslauf
dieser Tiere im Kreislauf von der Geburt bis zum Tode schildern, spricht ein
tiefes, unmittelbares Erleben und Verstehen der Natur und ihrer Geschöpfe.
Huttels meisterhafte Darstellung beschwört zusammen mit den prächtigen
Tierfotos noch einmal ein großartiges Stück Natur.

Seite 5   Amtliche Bekanntmachungen
Aufgebot 
Die gerichtliche Todeserklärung der nachstehend bezeichneten vermissten
Personen ist beantragt worden. Die bezeichneten Personen werden hiermit
aufgefordert, sich zu melden, widrigenfalls sie für tot erklärt werden
können. Alle, die Auskunft über eine der bezeichneten Personen geben können,
werden hiermit aufgefordert bis zum Ende der Aufgebotsfrist bei dem
unterzeichneten Amtsgericht Anzeige zu machen. Die mit Buchstaben
bezeichneten Angaben bedeuten: a) Anschrift am letzten bekannten Wohnsitz,
b) letzte bekannte Truppenanschrift, c) zuständiges Amtsgericht und dessen
Aktenzeichen, d) Tag des Beschlusses, e) Zeitpunkt des Todes. 

Frieda Bienert, geb. Baltruschat, 10.06.1894, Königsberg Pr., Hausfrau, a)
Königsberg Pr., Sprosserweg 97, c) Walsrode, 1 II 69/56, d) 15.02.1957, e)
(meine Bemerkung: hier steht der Name der Person, die die Todeserklärung
beantragt hat). Ehefrau Erna Straach, geb. Bienert, Walsrode, Moorstraße 74.
(Zeitpunkt des Todes fehlt, wahrscheinlich 31.12.1945, 24 Uhr) 

Durch Gerichtsbeschluss ist der Tod und der Zeitpunkt des Todes der
nachstehend bezeichneten Person festgestellt worden: 

Klaus Düsing, 29.01.1925, Kraam, Ostpreußen, Landwirtschaftslehrling,
(Grenadier), a) Kraam, Kreis Samland, Ostpreußen, b) FPNr. 15 208 D, c)
Walsrode, 1 II 50/56, d) 22.11.1956, e) 31.12.1945, 24 Uhr. Amtsgericht
Walsrode 

3 II 61/56    Aufgebot 
Der Fabrikarbeiter Paul Graw in Solingen, Richard-Wagner-Straße 42 hat
beantragt, seine verschollene Ehefrau, Agathe Graw, geb. Burchert, geb. 31.
Dezember 1905 in Rosengart, Kreis Braunsberg, Ostpreußen, zuletzt wohnhaft
gewesen in Rosengart, Kreis Braunsberg, Ostpreußen, für tot zu erklären. Die
bezeichnete Verschollene wird aufgefordert sich spätestens in dem auf den
15. Januar 1957, 9 1/4 Uhr, vor dem Amtsgericht in Solingen, Wupperstraße
32, Zimmer 37, anberaumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die
Todeserklärung erfolgen wird, An alle, welche Auskunft über Leben und Tod
der Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung spätestens
im Aufgebotstermin dem Gericht Anzeige zu machen. Solingen, den 29. Oktober
1956   Amtsgericht 

Öffentliche Aufforderung: 
Am 16. September 1956 verstarb in Stade, seinem letzten Wohnsitz, der
Kraftfahrer Bruno Heinz Sachs, geboren am 23. Oktober 1920 in Tapiau, Kreis
Wehlau, Ostpreußen. Als gesetzlicher Erbe zu ½ kommt sein Vater, der Melker
Karl Sachs, in Betracht, dessen Anschrift seit dem Jahre 1930 nicht mehr
bekannt ist. Sollte Karl Sachs vor dem Erblasser verstorben sein, so treten
seine ehelichen Abkömmlinge an seine Stelle. Herr Karl Sachs bzw. seine
ehelichen Abkömmlinge werden aufgefordert, sich unter genauer Darlegung des
Verwandtschaftsverhältnisses binnen acht Wochen ab Veröffentlichung beim
Amtsgericht Stade zu melden, andernfalls ein Erbschein ohne Berücksichtigung
ihrer Erbrechte erteilt wird. 5 VI 241/56   Amtsgericht Stade

Seite 5   Suchanzeigen
Foto: Wer kann Auskunft geben über den Verbleib meines Mannes Bruno Hippel,
geb. 03.07.1913 in Lichtenfeld, wohnhaft gewesen in Königsberg,
Krönchenstraße 7/8. Reichsbahnassistent i. Betriebsamt 1 b. d. Zugleitung i.
Königsberg, von wo aus ich die letzte Nachricht am 20.03.1945 erhielt.
Nachr. erb. Paula Hippel, Mainz, Barbarossaring Nr. 15 V. r.

Wer kann Auskunft geben über meine Söhne Gefr. Paul Eising, geb. 11.06.1924,
FPNr. 32 966 B, letzte Nachricht 25.12.1944 aus d. Raum Insterburg,
Ostpreußen; Fallschirm-Pionier Erich Eising, geb. 11.07.1926, beide in
Samrodt geboren, 1. Fallschirm-Pionier-Ers.- u. Ausb.-Bataillon Ütersen,
Holst., lt. Nachricht 10.02.1945, soll b. Stettin zum Einsatz gekommen sein;
über meinen Bruder, Tischlermeister Gustav Roßmann, geb. 16.02.1895, zuletzt
wohnh. i. Elbing; über meinen Onkel August Roßmann, zuletzt wohnh. in
Weinings, Kr. Pr.-Holland? Nachr. erb. Fr. Lina Eising, Götzberg über
Ulzburg, Holstein, früher Freiwalde, Kr. Mohrungen, Ostpreußen. 

Wer kann Ausk. geben über den Verbleib meines Mannes Eduard Scharfenort,
geb. 20.08.1893 zu Fischhausen, Ostpreußen, letzte Wohnung Allenstein,
Ostpreußen, Trautzig, Usp.-Werk AEG? Wer war mit ihm 1946 - 1947 zusammen?
Nachr. erb. Frau Gertrud Scharfenort, Dillenburg, Hessen, Johannstr., Nr.
17, bei Priebe.

Wer könnte mir Nachricht geben über meine Familie Prof. Karl Ziegler und
Frau, Königsberg. Dürerstraße 48? Für jede Nachricht wäre dankbar, Frau
Julie Ziegler z. Z. Wuppertal – Ronsdorf, Monschaustraße 57
 
Erben gesucht: 
a) von Georg Heske, geb. 1888 in Tilsit, starb 1945. Verheiratet mit
Engländerin, b

) wo Nachkommen vom Schuster Aug. Albrecht u. Pauline Albrecht, geb. Krause,
Heirat 1874 in Tilsit. Jüngste Tochter Lina, geb. 1880. 
(Fall Kroll restlos geklärt.) Erbenforscher Bode, Hamburg-Rahlstedt,
Postfach 6. 

Bartener! Gesucht werden Augenzeugen, die mir den Tod meiner Mutter, Frau
Auguste Katschinski, geb. am 24.09.1881, aus Barten, Hauptstr. 10, Kreis
Rastenburg, Ostpreußen, bestätigen können. Werner Katschinski,
Köln-Dellbrück, Strünker Straße 6.

Emil Grodd, geboren 29.02.1916 in Rastenburg, Ostpreußen, Unteroffizier auf
der Kommandantur Posen, wird wegen wichtiger Nachricht gesucht von Johannis
Wenig. (16) Bebra, Kreis Rotenburg a. d. F., Wittstraße 50, pt. 1 

Zwecks Heimkehrerentschädigung suche ich Personen, die mit mir im Lager
Pr.-Eylau, Lag.-Nr. 7533 und; im Lager Kaleningken 7445/12 zusammen waren.
Nachr. erb. Elisabeth Nischik, Hückeswagen-Dörpersteeg 257, früher Walddorf,
P. Wiartel, Kreis Johannisburg, Ostpreußen.  

Achtung. Heimkehrer! Wer kann Ausk. geben über meinen Bruder, Obergefr. Otto
Horch, geb. 08.04.1903 in Schenkendorf, Kreis Labiau, Ostpreußen? Er war bis
Februar 1945 in Festg. Königsberg, Fort 9, seitdem keine Nachr. Nachr. erb.
Fritz Horch, Essen-Ost, Wörthstr. Nr. 49. 

Welcher Stalingradheimkehrer kann mir Auskunft geben über meinen Sohn Bruno
Budning, geb. 14.03.1909 in Althof, Insterburg, Ostpreußen? Hatte in
Insterburg, Königsberger Chaussee, eine Gärtnerei. Sämtl. Unkosten werden
erstattet. Fr. Lina Budning, Bremerhaven-Surheide, Isarstr. 12. 

Suche Bekannte aus Heiligenbeil, Ostpreußen. Wer kennt Kraftfahrer August
Neumann, Heiligenbeil, Mauerstraße 74, jetzt Frankfurt/Main, Unterer Atzemer
8? 

Kameraden, die mit mir in Kalvarin, Litauen 1941/192 bei der OT zusammen
waren, werden gebeten, sich zwecks Rentenangelegenheit zu melden. Heinrich
Sprenger, Gerdauen, Ostpreußen, jetzt Uttenreuth 31, Kreis Erlangen. 

Wer kann Auskunft geben über den Verbleib meiner Frau Anna Rodowski, geb.
Uldack, geb. 08.03.1899 in Kl.-Goldbach, und Sohn Siegfried Rodowski, geb.
28.03.1939 Mettkeim, beide zul. wohnhaft in Mettkeim, P. Nautzken, Kreis
Labiau? Nachr. erb. u. Nr. 68 201 Das Ostpreußenblatt. Anz.-Abt., Hamburg
13.

Rest der Seite: Werbung, Unterricht

[OWP] Weiterleitung an Sachsen-Liste (an Jürgen Schäfer)

Date: 2017/09/15 21:39:20
From: H.W. <ha_we_(a)t-online.de>

Liebe Listenleser,
würde mir bitte jemand diese Anfrage an die Sachsen-Liste weiterleiten, da ich auf eine Anfrage von dort antworte?

Hallo Jürgen,

ich suche auch direkt in Schulitz, allerdings nach anderen Namen.
Folgende Seiten kann ich sehr empfehlen:

Allgemeine erste Informationen findet man hier:
http://www.westpreussen.de/cms/

Standesamtsunterlagen aus Schulitz sind hier online:
https://www.genealogiawarchiwach.pl/#query.city=Solec+Kujawski&query.suggestion=false&query.thumbnails=false&query.facet=true&query.sortMode=DEFAULT&goComments=false&searcher=big&query.query
Dort kann man die einzelnen Jahrgänge durchsehen, sortiert nach
Geburten, Heiraten und Taufen ('Unterserie' Akta urodzen, Akta malzenstw
und Akta zgonow), verfügbar von 1874 bis 1910

Hier finden sich evangelische und katholische Einträge mit Scans:
http://szukajwarchiwach.pl/search?q=solec%20kujawski%20XSKANro%3At&order=

Auf der folgenden Seite kann man Heiraten im 19. Jahrhundert finden,
sofern Mitglieder sie eingestellt haben, und im besten Fall auch die
Namen der Eltern: http://poznan-project.psnc.pl/

Adressbücher für Bromberg nebst Vororten findet man hier:
http://stary.genpol.com/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&p=8958#8958
Allerdings waren früher nicht so viele Leute verzeichnet. Nur wer ein
Geschäft hatte oder eine Praxis, Kanzlei oder ähnliches, stand in den
Verzeichnissen. So ist zumindest meine bisherige Erfahrung.

Ganz wichtig in Schulitz ist natürlich auch die Seite von Julia Meyer,
vor allem, da sie selbst auch die alten katholischen Kirchenbücher
verkartet: http://genealogie-meyer.de/Home

Welcher Konfession gehörten die Vorfahren denn an? Eine evangelische
Kirche gab es in Schulitz erst recht spät. Bis dahin sind die Bewohner
entweder nach Bromberg oder Gurske (Kreis Thorn, auf dem
gegenüberliegenden Ufer der Weichsel) gefahren oder doch zur
katholischen Gemeinde gegangen. Eine katholische Kirche gab es in
Schulitz schon länger.

In Schulitz und Umgebung suche ich nach FN DIRKS (auch DERKS; DERX;
DIERKS), BETTIN, GOLNIK / GOLNICK, MENZ, PANSEGRAU, PANKRATZ, RADTKE,
KRÜGER, LEICHNITZ, RICHERT / RICKERT, WITT, GUTT, OTT, HOFFMANN, HEISE,
KOLLMANN (alles direkte Vorfahren).

So, das wär`s erst einmal. Ich hoffe, es hilft deinem Bekannten weiter!
Er kann sich auch gerne direkt bei mir melden: heike.wessel(a)t-online.de
Viele Grüße,
Heike (Wessel)


Message: 1
Date: Sun, 10 Sep 2017 11:41:41 +0200
From: "Tom Nissel via OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Subject: [OWP] Fwd: [SACHSEN-L] Weiterleitung an O/W-Preußenliste
To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID:
	<CAMbApBoyNuyLEA3BvE0BysY+0NxwkaqwdZ_nAEvyBuSyx5wM7w(a)mail.gmail.com>
Content-Type: text/plain; charset="UTF-8"

Eine Weiterleitung
---------- Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: "Jürgen Schäfer" <jes09(a)t-online.de>
Datum: 10.09.2017 9:13 vorm.
Betreff: [SACHSEN-L] Weiterleitung an O/W-Preußenliste
An: "Sachsen-L" <sachsen-l(a)genealogy.net>
Cc:

Liebe Listenleser,

würde mir bitte jemand diese Anfrage an o. g. Liste weiterleiten?

Ein guter Bekannter, der keiner Liste angehört, sucht nach seinen Ahnen in
*Schulitz* (Solec Kujawski) bei *Bromberg* (Bydgoszcz)- Westpreußen.

Gesucht wird die Familie der *Henriette verh. Schulz. *Sie soll 7 bis 9
Kinder gehabt haben, von denen eine Tochter *Minna* hieß.

Die Familie ist dort um 1918 weggezogen.

Hat jemand Kenntnis, ob es dort Kirchenbücher bzw. standesamtliche
Unterlagen aus dieser Zeit gibt? Wenn ja, wo sind diese gelagert?

Gibt es online Register über evtl. vorhandene Unterlagen?

Kann man evtl. herausfinden, in welchem Haus/Gehöft die Familie gewohnt hat?

Ich bedanke mich für die Weiterleitung und hoffe auf den einen oder anderen
Hinweis

Viele Grüße

Jürgen (Schäfer)

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 50 vom 15.12. 1956

Date: 2017/09/16 10:57:25
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 6   Aus den ostpreußischen Heimatkreisen …
Königsberg-Stadt
RC. Germania und Asco zusammen . . .
Mit ihren Angehörigen begingen Mitglieder des Ruderclubs Germania und des
Asco in dem geräumigen Heim der Hamburger Rudergesellschaft Hansa eine
besinnliche Adventsfeier. Nach dem herzlichen Willkommensgruß des
Vorsitzenden des RC. Germania, Kroll — der ein sehr innig empfundenes
Schreiben des früheren Vorsitzenden Mittelschulrektor Kaszemek verlas -,
sprach Landsmann Rump namens des Asco und überreichte dem RC. Germania ein
Elchbild. Herzlich begrüßt wurde der Gründer des Sportclubs Ostpreußen,
Alfred Hirsch. Im Jahre 1902 bildete sich diese Vereinigung, die sich 1919
mit dem Akademischen Sportclub zum Asco vereinigte; zugegen war auch der
heutige Betreuer des Asco im Bundesgebiet und Berlin, Schemionek. Viele der
Anwesenden waren zu dieser Zusammenkunft eigens nach Hamburg gekommen. Unter
ihnen befand sich Frau Dr. Fuehrer, die am Krankenhaus der Barmherzigkeit
tätig war und heute in Braunschweig praktiziert. Sie leitete 1948 den
letzten Krankentransport aus Königsberg nach dem Westen. Ein Zeuge der
Kapitulationsverhandlungen (vergl. unsere Verwahrung zu einem Hörspiel des
NDR „Legendenbildung um Königsberg?" in Folge 47, Ausgabe vom 24. November)
war Bankvorstand i. R. Georges, einst Bank der Ostpreußischen Landschaft. Er
unternahm mit zwei Kameraden den gefährlichen Gang im heftigsten Feuer der
sowjetischen Kampftruppen an dem verhängnisvollen 9. April 1945 als
Parlamentär. Die Freude, wieder unter Landsleuten zu weilen, genoss Kapitän
Horst Witt (Sohn des Getreidekaufmanns Erich Witt), mit seinem
8000-Tonnen-Schiff „May Rickmers" ging er am übernächsten Tag zu einer
sechsmonatigen Reise nach Ostasien in See. Bereits 1939 fuhr dieser
ostpreußische Seemann in jenen fernen Gewässern, und er musste bis 1945
schwere Jahre in Internierungslagern in Malaya und Japan durchstehen. — Zur
Unterhaltung trugen Liedvorträge von Frau Schulz-Radzun (einst Opernhaus
Königsberg) und humorvolle Darbietungen bei. 
45. Amtsjubiläum und 70. Geburtstag von Pfarrer Schliewe Pfarrer Willy
Schliewe, der kürzlich sein 

45. Amtsjubiläum und 70. Geburtstag von Pfarrer Schliewe.
Pfarrer Willy Schliewe, der kürzlich sein 45. Amtsjubiläum begehen konnte
und noch sehr rüstig in seiner jetzigen Gemeinde Weimar bei Kassel wirkt,
wird am 21. Dezember 1956, sein 70. Lebensjahr vollenden. Viele seiner alten
Gemeindeglieder der Christuskirche in Königsberg-Ratshof, sowie manche
ostpreußische Gemeinde, der er durch Evangelisationen diente, wissen sich an
diesem Tage herzlich mit Pfarrer Schliewe verbunden. Seine vielen
Gottesdienstbesucher, ehemaligen Konfirmanden und Brautpaare sowie die große
Ratshöfer Frauenhilfe werden seiner besonders herzlich und dankbar gedenken.

Wehlau 
Arbeitsprogramm des Kreisausschusses 
Wie schon in der Folge 46 vom 17. November des Ostpreußenblattes erwähnt
wurde, war der Kreisausschuss am Sonntag, dem 4. November, in Hamburg
gelegentlich einer landsmannschaftlichen Tagung zusammengekommen, um unter
anderem auch unser künftiges Arbeitsprogramm abzustecken. Hierbei konnte
berichtet werden, dass unser Landsmann Oberbaurat Dieckert,
Hannover-Waldheim, Tewesweg 5, sich der mühevollen Arbeit unterziehen wird,
uns eine Kreischronik zu schreiben. Unsere herzliche Bitte, dem Landsmann
einschlägiges Material für seine keineswegs leichte Aufgabe ausfindig und
zugänglich zu machen, wird daher auch heute wiederholt. Im Verlauf der
Erörterungen stand die Frage: „Freizeitgestaltung für unsere Jugend", im
Mittelpunkt. Diese wichtige Aufgabe zu lösen, bedarf es stärkerer Schultern,
und deshalb wurde allseitig der Wunsch laut, hierfür unsern Patenkreis um
dessen Mithilfe zu bitten. Dieses Anliegen fand volles Verständnis und
bereitwilliges Entgegenkommen, wie der Vorsitzende des Kreisausschusses in
einer bald darauf stattgefundenen Rücksprache beim Patenkreis in Syke
feststellen konnte. Die näheren Einzelheiten hierzu bringen wir zu gegebener
Zeit. Auch eine Bitte, der Berliner Gruppe zu Weihnachten zusätzlich zu
helfen, fiel auf fruchtbaren Boden.

Bei einem gelegentlichen Zusammensein mit Vertretern unserer im Rheinland
lebenden Landsleute wurden deren Sorgen und Nöte bekannt. 

Zum Schluss, liebe Landsleute, bitten wir Sie immer wieder, sich zur
Eintragung in die Kreiskartei — Landsmann Poepping, Hamburg 19, Heussweg 82
— zu melden, denn ohne eine lückenlose Seelenliste bleibt unsere Arbeit nur
ein Stückwerk. Auch wird, wie schon so oft, daran erinnert, dass bei
Anfragen stets die Heimatanschrift anzugeben ist. Also, liebe Landsleute,
unterziehen Sie sich dieser selbstverständlichen Pflicht, und wir bitten Sie
auch unser Ostpreußenblatt zu halten, in dem Sie alle Bekanntmachungen der
Kreisgemeinschaft lesen können. 


Gesucht werden: 
August West, Sechshuben; 
Liesbeth Kaiser, Stampelken; 
Rudolf Schwarz, Stellmachermeister in Kapkeien; 
Karl Gronwald, Wehlau, G. war beim Amtsgericht Wehlau beschäftigt; 
Frau Gruber, Ehefrau des Majors der Gendarmerie in Goldbach; 
Franz Amberger, Goldbach; 
Familie Horn, Garbeningken bei Goldbach; 
Günther Diekmann, Weißensee. 

Namens des Kreisausschusses, Strehlau, Kreisvertreter, Karlsruhe,
Hertzstraße 2 

Memel-Land 
Gesucht werden aus: 
Paupeln-Peter: 
1. Anna Aschmann und Tochter; 
2. Michel Backschas. — 

Piaulen; 
Willi Gruschies, geb. 12.11.1926 in Schwenzeln. — 

Piktaszen; 
Hermann Weiß und Annicke. — 

Plicken: 
1. Heinrich Domres, geb. 10.09.1899; 
2. Julius Rein und Anna Rein, geborene Rainies. — 

Pöszeiten: 
1. Emma Köhnert, geborene Kausch, geb. 30.04.1898; 
2. Familie Schernus, aus Ortsteil Posingen. — 

Preil: 
Johann Albert Schmidt, geb. 09.07.1905 in Nidden — 

Prökuls: 
1. Frau Dollhasz und Tochter Hilde; 
2. August Joneleit, Textilkaufmann; 
3. Frau Jurgeleit, Erziehungsanstalt Gropischken; 
4. Niklaus, Fleischermeister; 
5. Gerda Schakuleit; 
6. Tennigkeit, Amtsgerichtsrat; 
7. Vogel, Apotheker; 
8. Leo Wiegratz, Friseur, geb. 10.03.1917. — 

Raischen-Jedkandt: 
Familie Prischmann. — 

Rooken: 
Johann Laß. — 

Sakuthen: 
1. Artur Schwirblies, geb. 27.08.1916; 
2. Heinz Skwirblies, geb. 30.11.1923; 
3. Martin Heinrich Schmidt, geb. 26.09.1905 in Deegeln. — 

Schäferei: 
1. Willi Masuhr. geb. 17.02.1927; 
2. Max Naujoks. — 

Schernen: 
Ernst Scharfenorth. — 

Schilleningken: 
1. Friedrich Groeger, Anna Groeger und Tochter Anneliese; 
2. Anna Paszehr, geborene Knoch und Ehemann; 
3. Maria Reisgies, geb. Gelgus; 
4. Bauer Rohde und Familie. — 

Schlappschill: 
Lena Kioschus und Lisbeth Kioschus. — 

Schudebarsden:
Martin Schweistries, Marie Schweistries und Kinder Ruth, Anni und Helga. — 

Schudnaggen: 
Anna Kairies. — 

Schwarzort: 
1. Anna Kairies; 
2. Eva Kurschat, geborene Wilks. — 

Schwenzeln: 
1. Familie Anduleit; 
2. Eva Harner und Sohn Martin. — 

Schweppeln: 
Else Dudjons. — 

Stankeiten: 
Wilhelm Strasdas. — 

Stoneiten: 
Emil Lehnert, geb. 22.06.1883. — 

Stragnar: 
1. Bruno Preuß; 
2. Willi Strangalies, geb 15.02.1924. — 

Thaleiken-Jakob: 
1. Frau Gitzel und Tochter Hildegard, geb. 09.03.1923; 
2. Horst Rautenberg und Bruder. — 

Truschen: 
1. Urte Jakuszeit, geborene Alksnies, geb. 22.07.1888 und Töchter; 
2. Purwins. Johann, geb. 8.7. 1883 in Liewern. — 

Truschellen: 
1. Fräulein Bendiks und Pflegekind Ruth Schudnagies, geb. 19.06.1933; 
2. Gertrud Kreszies; 
3. Josef Turowski, Albertine und Richard, geb. 01.09.1911. — 

Wannaggen: 
1. Martin Mertineit; 
2. Georg Wannags. — 

Wensken : 
1. Marie Juraschka, geborene Plewe. geb. 11.02.1890; 
2. Herbert Meier, geb. 30.07.1927, aus Ortsteil Meeszeln. — 

Wilkieten: 
1. Georg Herzam, geb. in Ruß. Marie Herzam, geborene Preikschas, geb.
16.11.1902, und Tochter Helene; 
2. Max Neubacher, Fleischermeister; 
3. Gertrud Potegewski; 
4. Waldemar Schmidtke. — 

Wittauten: 
Grete Kurmis und Mutter. 

Zuschriften erbittet die Arbeitsgemeinschaft der Memelkreise,
Geschäftsstelle, Oldenburg (Oldbg.), Cloppenburger Straße 302 b. 

Insterburg 
Landsleute aus Stadt und Land Insterburg werden gesucht 
Nachstehend aufgeführte Landsleute aus Stadt und Land Insterburg werden
gesucht: 
1. Gerda Denkmann, Berufsschullehrerin, geb. etwa 1904, aus Insterburg,
Albrechtstraße 14 b, sowie Mutter Ida Denkmann und Bruder Eberhard. — 

2. Paul Singer, geb. 19.04.1921, aus Insterburg. Beruf: Sattler; Singer soll
sich mit seiner Familie in Mecklenburg aufhalten. — 

3. Emma Oschlies, geb. 1907, aus Zwion. Kreis Rendsburg; drei Kinder. — 

4. Martha Kassing, geb. 1925 in Saalau, aus Insterburg. Beruf:
Hausangestellte. — 

5. Emil Grundwald und Ehefrau Berta, Insterburg-Sprindt, Siedlung. — 

6. Schwarz Magdalene, geb. 09.03.1892, aus Insterburg, Lindenstraße 11. — 

7. Dachdeckermeister Bolz und Julius Hopp, aus Insterburg. — 

8. August Eidinger, geb. 1901, aus Insterburg, Bergstraße 10. — 

9. Theweleit, aus Insterburg, Rathausstraße 4. — 

10. Johanna Gallinat, aus Insterburg, Hindenburgstraße 11. — 

11. Erna Toussaint, geb. 22.071917, aus Insterburg, Friedrichstraße 4. — 

12. Henriette Paprottka und zwei Töchter, aus Insterburg; Otto Paprottka war
Lehrer in Feldeck und ist verstorben. — 

13. Julius Neumann, zuletzt wohnhaft in Adl. Abschruten. — 

14. Angehörige des Kindes Margitte Bleihöfer, geb. 02.04.1942. — 

15. Fritz Teweleit, Unteroffizier, Flugplatz Insterburg, soll im Landkreis
beheimatet gewesen sein. — 

16. Anna Gefeller, aus Insterburg, Hindenburgstraße 63. — 

17. Dr. Winski, Rechtsanwalt, angeblich aus Insterburg. — 

18. Emma Kuszat oder Kuscat, aus Insterburg; das Ehepaar wurde nach der
Stadt oder dem Kreis Mohrungen evakuiert. — 

19. Frau Schimmelpfennig, Insterburg, Albert-Stadie-Straße oder Nähe:
Ehemann war Beamter. Behörde unbekannt. — 

20. Dieter Thielke, aus Insterburg. Oberstabsgefreiter bei der Kriegsmarine
9. Räumungsflottille. — 

21. Werner Figgel, geb. 03.05.1914, vermisst seit 1944 auf dem Rückzug aus
Russland; Vater: Gärtnereibesitzer aus Insterburg, Siehrstraße. — 

22. Arthur Kownatzki und Frau Else und Tochter, aus Insterburg, Danziger
Straße. —

 23. Geschwister Stampke, zwei Jungen und ein Mädchen, Alter zwischen 20 und
25 Jahren, aus Insterburg, Cecilienstraße 4; Mutter war wieder verheiratet
und hieß Piontek. — 

24. Reinhold Brassat, geb. 21.08.1930, aus Tammau, Kreis Insterburg. — 

25. Klein, aus Insterburg. Guttmannstraße 14 a, sowie andere Einwohner des
Hauses. — 

26. Else Kuchenberger, beschäftigt bei der Fahrkartenausgabe, und Maria
Ritter, geborene Hardt, beide aus Insterburg. — 

27. Liesbeth Strasdat, geb. 03.04.1904, aus Insterburg, Simon-Dach-Straße 6.
— 

28. Emil Kühn, aus Norkitten, beschäftigt bei der Firma Heiser in
Insterburg. — 

29. Ballendat, Hausmeister aus Striegengrund, Kreis Insterburg: 1942/1943
beim Forstamt Wallily, Kreis Bialystok, beschäftigt und wurde dort zum
Forstwart befördert: etwa 1912 geboren. — 

30. Anna Uschkoreit, geb. Pusch, aus Insterburg, Stadtrandsiedlung 1. — 

31. Ida Pusch, geboren in Norkitten, war lange in der Konditorei Dünckel In
Insterburg tätig. — 

32. Gerda Schimnik, von 1936 bis 1941 im Baugeschäft Max Lohr in Insterburg
als Kontoristin tätig gewesen. 

Nachricht, erbeten an die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
Hamburg 13, Parkallee 86, unter der Kenn-Nummer „Inst. 26/56/Sachgebiet H".

Lötzen 
Landrat von Herrmann verstorben.
In der Nacht vom 25. zum 26. November 1956, entschlief in (13b) Reiterhof,
Post Schaftlach, Oberbayern, unser früherer Landrat Ludwig von Herrmann nach
einem arbeitsreichen Leben im 68. Lebensjahre. 

Er stand an der Spitze der Kreisverwaltung unseres Kreises Lötzen von 1923
bis 1933 und war Nachfolger des den älteren Lötzenern noch bekannten
Landrats von Tyszka. Landrat von Herrmann übernahm die Kreisgeschäfte unter
schwierigsten finanziellen Verhältnissen. Dank der Tatkraft und der reichen
Kenntnisse auf wirtschaftlichem und finanziellem Gebiet konnte er die
Kreisfinanzen in kurzer Zeit wieder festigen. Damit war dann auch der Weg
wieder frei für eine geordnete, sparsame und doch produktive
Kreiswirtschaft. 

Auf allen Gebieten der Kreisverwaltung war der Entschlafene der
verantwortungsbewusste Leiter und der pflichtgetreue Beamte im Sinne
altpreußischer Tradition. Mit seltener Tatkraft hat er sich auch auf dem
Gebiete des Verkehrswesens und der Landeskultur eingesetzt. Die Waldarmut
des Kreises ließ ihm keine Ruhe, und es ist sein Verdienst, dass vom Jahre
1926 an, sein großzügiges Aufforstungsprogramm Wirklichkeit wurde. Unter
seiner Amtsführung wurden, im Kreisgebiet verteilt, rund 3000 Morgen
ackerunwürdiger Boden aufgeforstet und die bisherigen Grundeigentümer auf
ertragreichere Böden umgesiedelt. 

Seinem Vorbilde eiferten auch alle Kreisbeamten, Angestellten und Arbeiter
in treuer Gefolgschaft nach, so dass die Amtszeit des allseits verehrten
Landrats auch eine wirtschaftliche Blütezeit des Kreises bedeutete. 

Landrat von Herrmann musste leider 1933 aus politischen Gründen sein Amt
aufgeben. Nicht nur bei der Kreisgefolgschaft, sondern auch bei der älteren
Generation der Kreiseingesessenen wird der Verstorbene unvergessen bleiben. 

Für seine Mithilfe bei den Archivarbeiten bis in letzter Zeit sagt auch die
Kreisgemeinschaft Lötzen in der Landsmannschaft Ostpreußen e. V. dem lieben
Entschlafenen herzlichsten Dank. Ehre seinem Andenken! Wallschläger,
Kreisältester. Guillaume., Kreisvertreter 

Lyck 
Oberstudienrat Arthur Holz 80 Jahre 
Am 8. Dezember 1956, vollendete unser verehrter Oberstudienrat Holz bei
seinem Sohn in Karlsruhe, Friedensstraße 79, das 80. Lebensjahr. In Lötzen
geboren, unterrichtete er von 1902 bis 1939 am Gymnasium Lyck in Deutsch,
Latein, Religion und Kunstgeschichte, sowie Hebräisch. Er hat sich die Liebe
seiner Schüler in reichem Maße erworben, die sich alle herzlichst den
Glückwünschen der Kreisgemeinschaft und des Sängerkränzchens der Lycker
Prima (1830) anschließen. 
Otto Skibowski, Kreisvertreter Kirchhain, Bezirk Kassel 

Am 16. Dezember 1956, feiert der Oberlehrer Otto Hagen, Lyck, Goetheschule,
seinen 75. Geburtstag. Er wohnt jetzt in Ellwangen bei Stuttgart, wo auch
seine Tochter als Zahnärztin Aufenthalt gefunden hat. Otto Hagen hat sich um
das Musikleben der Stadt Lyck so große Verdienste erworben, dass sein Name
auf immer mit Lyck verbunden bleiben wird. Als Musiklehrer an der Oberschule
für Mädchen (Goetheschule) hat er die Liebe zur Musik bereits in junge
Herzen gepflanzt. Der Männer-Gesangverein „Concordia" aber hat unter seiner
Stabführung unübertreffliche Konzerte gegeben. Mit den Tausenden von
Schülerinnen gedenken daher die alten Sangesbrüder ihres Konzertmeisters und
Zehntausende danken ihm für die Stunden schönsten Genusses an deutscher
Musik. 

Gesucht werden: 
Tiefbaunternehmer Mecklenburg, Lyck; 
Hans Pisawotzki, Blücherstraße; 
Otto Saat, Richard Wauskuhn und Johann Salz, aus Petersgrund; 
F. Redzio und J. Leskowski, aus Zappeln; 
F. Joswig, aus Lübeckfelde; 
Familie Wendt, aus Dreimühlen; 
Angehörige des Oberleutnants der Feldgendarmerie Kliemann. 

Der neunte Hagen-Lycker-Brief ist im Druck und kommt in dieser Woche zum
Versand. Alle, die mit richtigen Anschriften in der Kartei enthalten sind,
erhalten ihn zugeschickt. Adressenänderungen daher schnellstens — mit Angabe
des Heimatortes — melden. 

Das Lycker Heimatbuch wird gegen Voreinendung von 3,30 DM auf das
Postscheckkonto 1828 20 Frankfurt, Kreisgemeinschaft Lyck, Kirchhain,
zugesandt. 
Otto Skibowski, Kreisvertreter, Kirchhain, Bezirk Kassel 

Allenstein Stadt 
Pfarrer Finger 75 Jahre alt 
Am 12. Dezember 1956, beging Pfarrer Finger, Mitglied des Allensteiner
Stadtvorstandes, in Hildesheim, Sedanstraße 33, seinen 75. Geburtstag. Dem
verehrungswürdigen Jubilar hat die Allensteiner Stadtvertretung die
herzlichsten Glückwünsche übermittelt. H. L. Loeffke, Stadtvertreter von
Allenstein 

Die „Geschichte der Stadt Allenstein“ zu Weihnachten 
Das risikoreiche Unterfangen der Stadt Allenstein, fern der Heimat die
Stadtchronik des verewigten Allensteiner Ehrenbürgers, Rektor Anton Funk,
gerade jetzt vor einem Jahr herauszubringen, war von Erfolg gekrönt. Die
zuständigen Bundesstellen haben die Anerkennung für diese heimatpolitisch
und heimatkulturell bedeutsame Tat ausgesprochen. Das Ostpreußenblatt hatte
am 19. November vorigen Jahres auf Seite 10 ausführlich Inhalt, Gehalt und
Ausführung gewürdigt. Die Stadt Allenstein hat von allen ostdeutschen
Kommunen die bisher umfangreichste und umfassendste Stadtchronik im Exil
herausgebracht. Das Buch ist mit seinen fast 600 Seiten im Großformat 18 x
24 cm kein trockner „Wälzer", sondern ist in durchaus aufgelockerter Form
geschrieben. Es bietet für jedes Interessengebiet sowie jedem Geschmack
genügendes Material in ansprechender Form: „Wer vieles bringt, wird manchen
etwas bringen!" Das Großbild des Verfassers. Rektor Funk, acht weitere
Stadtbilder sowie der Stadtplan bringen Leben und Farbe in das Buch. Die
Stadtvertretung hat in voller Absicht eine beschränkte Anzahl von Exemplaren
zurückgehalten, um dieses Allensteiner „Hauptbuch" gerade an die
Allensteiner Mitbürger von Zeit zu Zeit — so gerade jetzt zu Weihnachten —
abgeben zu können, obwohl Bibliotheken, Dienststellen die Restexemplare
erwerben wollten. Die Allensteiner Stadtgeschichte kann sofort ausgeliefert
werden. Der Preis stellt sich auf 18,-- DM zuzüglich 1,60 DM Versandspesen
und Verpackungskosten. 

Das Buch wird nur unter Nachnahme von 19,60 DM versandt. Bestellungen werden
erbeten an die „Geschäftsstelle Patenschaft Allenstein. Gelsenkirchen,
Hans-Sachs-Haus“. 
H. L. Loeffke. Stadtvertreter von Allenstein 

Pr.-Holland 
Durch den Tod des bisherigen Orts- und Bezirksvertreters der Heimatgemeinde
Ebersbach ist für die Neubesetzung des Amtes eine Neuwahl erforderlich. Alle
wahlberechtigten Landsleute der Heimatgemeinde Ebersbach werden hiermit —
gemäß unserer Satzung — aufgefordert, bis zum 25. Dezember für die
Neubesetzung Vorschläge an den Unterzeichneten einzureichen. Sollte nur ein
Wahlvorschlag eingehen, so gilt der Vorgeschlagene als gewählt. 

Gesucht werden: 
Karl Kömmler und Frau, geb. Radau, Mühlhausen, Teichstraße; 
Förster Alfred Rösler und Familie, Reichenbach, sowie 
Ernst Schulz, Mühlhausen, Bahnhofs-Siedlung. 

Es werden ferner dringend Anschriften von (hier fehlt Text), aus Amalienhof.
auch, soweit diese in der sowjetisch besetzten Zone wohnen, gesucht. — 

Wer kann Auskunft geben über die 
Eheleute Otto und Anna Kamps, Mühlhausen, Tannenbergplatz 7? Nach
unbestätigten Mitteilungen sollen sie einige Tage nach dem Einzug der
Besatzungsmacht als Leichen aus ihrer Wohnung herausgetragen worden und in
einem Massengrab von 14 Personen beerdigt sein. 
G. Amling, stellvertr. Kreisvertreter Pinneberg, Richard-Köhn-Straße 2 

Heiligenbeil 
Am 10. Dezember 1956, feierte unser Baron von Buddenbrock (Doesen) mit
seiner Gattin, das Fest der Goldenen Hochzeit. Wir Heiligenbeiler wissen
alle, was wir unserem guten Baron von Buddenbrock zu verdanken haben. Die
Kreisgemeinschaft Heiligenbeil wünscht dem Jubelpaare für die weitere
Zukunft alles erdenklich Gute. Das Jubelpaar verlebt diesen Tag bei seinem
Sohn Erich in Garath über Düsseldorf. Der Jubilar ist genauso wie in der
Heimat heute noch in der kleinen Landwirtschaft seines Sohnes von früh bis
spät tätig. 
Karl August Knorr, Kreisvertreter Bad Schwartau, Holstein, Alt-Rensefeld 42 

Mohrungen 
Zur Zustellung von Nachlasssachen des gefallenen Gustav Teichert, geb. am
02.04.1912 in Kuppen, Kreis Mohrungen, werden von der deutschen Dienststelle
für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der
ehemaligen deutschen Wehrmacht nächste Anverwandte gesucht. Ich bitte diese,
sich unverzüglich bei mir zu melden. Weiter bin ich für jeden Hinweis
dankbar, der in Bezug auf Ehefrau, Kinder, Eltern oder Geschwister zu einer
Ermittlung der jetzigen Anschriften führt. 
Kreisvertreter Reinhold Kaufmann (Maldeuten). Jetzt Lübeck, Geniner Straße
20

Foto: Ein vorweihnachtlicher Tag in Tilsit. Die Aufnahme zeigt den
Schenkendorfplatz, so wie wir ihn einst kannten, mit dem Denkmal des
Dichters Max von Schenkendorf und der weihnachtlichen Tanne vor dem Rathaus.

[OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen

Date: 2017/09/16 12:07:45
From: Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>

Im Hinblick auf die vom Bundestag beschlossene einmalige Entschädigung der
Wolfskinder, Kinderheiminsassen und Zwangsarbeiter der Nachkriegsjahre in
Ostpreußen hat die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (Göttingen) ein
PDF-Dokument veröffentlicht unter dem Link

https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch%C3%BC
reWolfskinder052017.compressed.pdf . Dort gibt es auf den Seiten 41 und 42
eine Namenliste der Wolfskinder in Litauen, mit alten und neuen Namen,
Geburtstag, Geburtsort. Dass diese Liste nicht vollständig sein kann, ist
verständlich (auch mir sind aus den Arbeiten von Inge Barfels solche offenen
Fälle bekannt, wie die Brüder Saunus aus Insterburg).



Ich möchte trotzdem hier auf dieses Thema hinweisen, selbst auf die Gefahr
hin, dass ich damit in der OWP-Liste zu spät komme, weil ich mal etwas
übersehen habe.



Allen ein schönes Wochenende – Martin Kunst





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[OWP] Erich Schneider, aus Mulden, Ostpreuße n. Todesanzeige mit Elchschaufel

Date: 2017/09/16 13:24:34
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Mittwochsblatt.
Wenn die Kraft versiegt, die Sonne nicht mehr wärmt, dann ist der ewige
Frieden eine Erlösung.
In Liebe und Dankbarkeit nehmen wir Abschied von unserm guten Vater,
Schwiegervater, Opa, Schwager und Onkel, Erich Schneider, geboren am
19.11.1932 in Mulden, Ostpreußen, gestorben am 12.09.2017 in Stade. Wir
werden Dich sehr vermissen. Thomas. Stephan und Tanja. Hannes und Jana. Lena
und Jana sowie alle Angehörigen. 21680 Stade, Grazer Platz 12. Die
Trauerfeier und Beisetzung finden im engsten Familienkreis statt.

[OWP] Wolfgang R. Thun: wolfusa2000(a)netzero.net

Date: 2017/09/16 13:56:38
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>

   Liebe Teilnehmer, liebe Moderatoren,

   gibt es in unserer Liste noch Wolfgang R. Thun aus den USA, fr.
   @-Adresse: wolfusa2000(a)netzero.net ???

   Nachricht an ihn ist zurückgekommen, weshalb ich um Hilfe bitte, am
   besten direkt an j.rebuschat(a)web.de

   Vielen Dank und freundliche Grüße
   Joachim Rebuschat

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 50 vom 15.12. 1956

Date: 2017/09/16 14:02:08
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 7   Aus der landsmannschaftlichen Arbeit in …
BERLIN 
Vorsitzender der Landesgruppe Berlin: Dr. Matthee, Berlin-Charlottenburg,
Kaiserdamm 83, „Haus der ostdeutschen Heimat“

16. Dezember 1956, 16 Uhr, Heimatkreis Lyck, Weihnachtsfeier, Lokal:
Konditorei Bolt, Bln, SW61, Yorckstraße 80/81, S-Bahn Yorckstraße, U-Bahn
Mehringdamm, Straßenbahn 2, 3, 95 und 96

16. Dezember 1956, 16 Uhr. Weihnachtsfeier der Gruppen Tegel und
Waidmannslust, im Vereinslokal Schloss-Café Peter Engel, Berlin-Tegel,
Schloßstraße 1. Gäste herzlich willkommen.

22. Dezember 1956. Heimatkreis Insterburg. Weihnachtsfeier. Lokal:
Grunewaldkasino, Bln.-Grunewald, Hubertusbader Straße 7 – 9, S-Bahn
Halensee, Bus A10

22. Dezember 1956, 19 Uhr. Heimatkreis Angerburg. Weihnachtsfeier, Lokal:
Hansa-Restaurant, Berlin NW 87, Alt-Moabit 47/48, Straßenbahn 2, 3, 23, 25,
35 und 44

23. Dezember 1956, 15 Uhr. Heimatkreis Tilsit/Tilsit-Ragnit/Elchniederung.
Weihnachtsfeier. Lokal: Reinickendorfer Festsäle, Bln.-Reinickendorf,
Alt-Reinickendorf 32

23. Dezember 1956, 15 Uhr. Heimatkreis Pillkallen. Weihnachtsfeier, Lokal:
Vereinshaus Heumann, Berlin N 65, Nordufer 15, S-Bahn Putzlitzstraße, Bus
A16

23. Dezember 1956, 15.30 Uhr. Heimatkreis Osterode. Weihnachtsfeier, Lokal:
Sportkasino, Berlin-Charlottenburg, Kaiser-Friedrich-Straße 63, S-Bahn
Charlottenburg. Straßenbah 3, 44, 60

23. Dezember 1956, 15.30 Uhr. Heimatkreis Treuburg. Weihnachtsfeier. Lokal:
Domklause, Berlin-Wilmersdorf, Hohenzollerndamm 32. S-Bahn Hohenzollerndamm.

Veranstaltungen im Haus der ostdeutschen Heimat.
Im Haus der ostdeutschen Heimat, Berlin-Charlottenburg, Kaiserdamm 83,
werden im Dezember folgende Veranstaltungen stattfinden: Montag 17.
Dezember, 20 Uhr: Alle Jahre wieder … vorweihnachtliche Stunde.
Weihnachtsmusik — Weihnachtssprüche aus der schlesischen Heimat. „Der kleine
Weihnachtsengel" (Trickfilm) — „Die Weihnachtsgeschichte" (Schattenspiel von
Karl-Heinz Rhinow). Es singt die Waldenburger Jugendgruppe — Mittwoch, 19.
Dezember, 20 Uhr: Weihnachtliche Stunde, Weihnachtsmusik. Solo-Quartett der
Deutschen Jugend des Ostens. Krippenspiel (Rorate Coell) Jungmannschaft-Ost,
Mädchengruppe der DJO.

Ausstellung „Weihnachten in Europa" 
Die Arbeitsgemeinschaft der Berliner Frauenorganisationen wird vom 7. bis
20. Dezember in den Messehallen am Funkturm (Eingang Messedamm) eine
Ausstellung „Weihnachten in Europa" mit den Abteilungen „Europäische
Weihnachtsstuben". „Paradies der Kinder" (Lesestube und Bastelwerkstatt).
„Weihnachten in der Kunst", „Weihnachten im Buch" und anderen veranstalten.
Nachmittags Vorführungen von weihnachtlichen Filmen und von Laienspielen
sowie Weihnachtslieder-Singen Berliner Chöre. — Eintritt frei. 

HAMBURG 
Vorsitzender Landesgruppe Hamburg: Hans Kuntze, Hamburg - Bergedorf;
Geschäftsstelle: Hamburg 13, Parkallee 86: Postscheckkonto Hamburg 96 05. 

Bezirksgruppenversammlungen 
Es wird gebeten, zu allen Bezirksgruppenversammlungen die Mitgliedsausweise
mitzubringen. 
Bergedorf: Sonnabend, 15. Dezember, 16 Uhr, im Lokal Holsteinischer Hof
(Filmeck). Weihnachtsfeier für unsere Kinder. Kinder bis zu 14 Jahren, die
an der Feier teilnehmen wollen, bitte sofort bei Landsmann Franz Schauka
anmelden. Um 20 Uhr geselliges Beisammensein der Erwachsenen. 

Altona: Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, im Hotel Stadt Pinneberg. Altona,
Königstraße 260. Elternabend der Kindergruppe mit Gästen. 

Elbgemeinden: Sonnabend, 22. Dezember, 18 Uhr, In der Johannesburg,
Blankenese, Elbchaussee 566 Weihnachtsfeier. Die Landsleute werden gebeten,
sich hierzu auf dem ihnen mit Rundschreiben zugehenden Formular rechtzeitig
— bis spätestens 14. Dezember — anzumelden. 

Fuhlsbüttel: Sonntag, 23. Dezember, ab 16 Uhr im Landhaus Fuhlsbüttel,
Fuhlsbüttel, Brombeerweg Nr. 1, Weihnachtsfeier unter dem Motto: „Kinder
laden ihre Eltern ein“. Teilnahmeberechtigt sind nur Kinder, die nach dem 1.
August 1956 an Veranstaltungen der Kindergruppe teilgenommen haben. 

Kreisgruppenversammlungen 
Lyck: Freitag, 14. Dezember, 19 Uhr, in der Alsterhalle, An der Alster 83,
Adventsfeier. Bitte Kuchen für gemeinsame Kaffeetafel mitbringen.

Heiligenbeil: Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, in der Alsterhalle. An der
Alster 83. Adventsfeier mit gemeinsamer Kaffeetafel. Wir bitten, wie immer
ein Austauschpäckchen mitzubringen. 

Insterburg: Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr. Weihnachtsfeier in der
Alsterhalle, An der Alster 83. 

Memelkreise: Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, Weihnachtsfeier in der
Alsterhalle, An der Alster Nr. 83. 

Memelkreise: Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, im Winterhuder Fährhaus (Kleiner
Saal), Hudtwalckerstraße. Vorweihnachtsfeier. Die Ausgestaltung hat
Landsmann Elbe mit seiner Schulklasse übernommen. Soweit Anschriften bekannt
sind ergehen Einladungen. Im Übrigen werden die Landsleute gebeten, ihre
Anschriften mitzuteilen an die Schriftführerin, Fräulein E. Brokoff, Hamburg
13, Parkallee 86. Freunde und Bekannte sind herzlich eingeladen. 

Gumbinnen: Sonntag, 23. Dezember, 16 Uhr, in der Gaststätte Bohl. Hamburg
21, Mozartstraße 27, Vorweihnachtsfeier mit gemeinsamer Kaffeetafel.
Austauschpäckchen im Werte bis 2 DM bitte mitbringen. Zur Verlosung werden
auch kleine Geschenke erbeten. Der Ertrag ist für Landsleute in der
sowjetisch besetzten Zone bestimmt. Auch die Jugendlichen werden gebeten,
recht zahlreich zu kommen. 

Unsere Jugend trifft sich 
Altona: Jugendgruppe: Heimabend alle 14 Tage Mittwoch, 19.30 bis 21.30 Uhr.
Jugendheim Altona, Bahrenfelder Straße 131. Nächstes Treffen am 9. Januar
1957. — Kindergruppe: Heimabend jeden Donnerstag um 16 Uhr im Jugendheim
Altona, Bahrenfelder Straße 131. Nächstes Treffen am 3. Januar. 

Barmbek: Jugendgruppe: Heimabend jeden Donnerstag von 18.30 bis 20.30 Uhr im
Jugendheim Wittenkamp 17 a. 

Billstedt: Jugendgruppe: Heimabend jeden Donnerstag von 20 bis 22 Uhr im
Jugendheim Horner Brückenweg 24. 

Eimsbüttel: Kindergruppe: Heimabend jeden Mittwoch ab 16 Uhr im Heim der
offenen Tür, Bundesstraße 101. 

Eppendorf-Eimsbüttel: Jugendgruppe: Jeden Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr
im Gorch-Fock-Heim, Loogestraße 21 (U-Bahnhof Kellinghusenstraße). 

Elbgemeinden: Unsere Kinder und Jugendlichen schließen sich den
Veranstaltungen in Altona an. 

Fuhlsbüttel: Kindergruppe: Jeden Montag von 17.30 bis 19.30 Uhr in der
Schule Rathsmühlendamm. 

Harburg - Wilhelmsburg: Jugendgruppe: Mittwoch, 19. Dezember, ab 19.30 Uhr,
im Jugendheim, Winsener Straße 72 a. — Kindergruppe: Jeden Freitag von 16
bis 18 Uhr in der Eissendorfer Straße 26. 

Wandsbek: Jugendgruppe: Heimabend am Sonnabend, 15. Dezember, um 17 Uhr in
der Schule Bovestraße 10, Baracke Hilfsschule (Hof). 

SCLESWIG-HOLSTEIN
Vorsitzender der Landesgruppe Schleswig-Holstein: Fritz Schröter, Kiel,
Holstenstraße 46 II. 

Am 1. Dezember tagten die Kreisgruppenvorsitzenden zusammen mit dem Vorstand
der Landesgruppe. Nach einem Zwischenbericht des Vorsitzenden gab Landsmann
Schoepffer einen ausführlichen Bericht über eine Tagung in der Evangelischen
Akademie in Loccum. Ausführungen amerikanischer, englischer und
französischer Redner, sowie Äußerungen zur Lage in Europa und Deutschland,
u. a. von einem siamesischen Teilnehmer, hatten starkes Interesse gefunden. 

Auf vielfachen Anregungen aus der Versammlung gab der Vorsitzende bekannt,
dass er Verbindung mit den in Schleswig-Holstein ansässigen Vertretern der
Heimatkreise aufnehmen wolle, um die Frage einer engeren Zusammenarbeit auf
regionalem Gebiet zu prüfen. 

Rendsburg. Weihnachtsfeier der Pillauer am 15. Dezember, 19.30 Uhr, im Lokal
„Bürgerbräu". Es wird gebeten, kleine Päckchen mitzubringen. 

Tornesch. Bei einer besinnlichen Adventsfeier in dem Trefflokal Café Fregin.
wurden an der Kaffeetafel Gedichte vorgetragen und Lichtbilder aus dem
südlichen Ostpreußen gezeigt. Der Vorsitzende Robert Bluhm, fordert alle
noch fernstehenden Landsleute auf, an den Veranstaltungen der Gruppe
teilzunehmen. 

Mölln. Am 26. Dezember, 19 Uhr, Weihnachtsfeier im „Kolosseum". Die
Marionettenbühne Fey wird ein Weihnachtsmärchen aufführen. 

NIEDERSACHSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen: Arnold Woelke, Göttinnen,
Keplerstraße 26. Telefon 2 47 01; Geschäftsstelle: Hannover, Humboldtstraße
21/22 (Hofgebäude), Tel. 13 221. 

Wilhelmshaven. Jahreshauptversammlung am 7. Januar, verbunden mit einem
Fleckessen. Im Februar voraussichtlich wird Charlotte Keyser aus ihren
Werken lesen. Im März soll ein „Heiterer Abend" veranstaltet werden. — Zu
einer vorweihnachtlichen Stunde bei Kerzenschein fand sich die Gruppe bei
Dekena zusammen. Der 1. Vorsitzende, Obermedizinalrat Dr. Zürcher, hatte für
diesen Abend Gedichte und Prosa von Agnes Miegel, Werner Bergengruen,
Gertrud Papendick, Ernst Wiechert, Max von Schenkendorf und Erminia von
Olfers-Batocki ausgewählt. Frau Grandowskv (Klavier) spielte Werke von
Beethoven und Schubert. 

Vechta. Adventsfeierstunde am Sonnabend, dem 15. Dezember, 19 Uhr, im
Clubhaus des Tennisvereins. Kaffeegebäck bitte mitbringen. 

Bramsche. Am 1. Advent war der Saal der Gaststätte „Wiederhall" mit 500
Besuchern geradezu überfüllt. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden. Heinz
Kollberg, und Darbietungen der Jugendgruppe, erfreute Ruth-Luise Schimkat
die Landsleute durch den Vortrag von Geschichten und Plaudereien über eigene
Erlebnisse. 

Diepholz. Am ersten Advent versammelten sich im Bahnhofshotel zahlreiche
Landsleute bei flimmernden Adventskerzen. Nach herzlichen Worten der
Begrüßung sprach der Obmann der Landsmannschaft. Mittelschullehrer Guttzeit.
über ost- und westpreußisches Brauchtum in der Vorweihnachtszeit. Nach
gemeinsam gesungenen Advents- und Weihnachtsliedern löste eine
Marzipanverlosung und -Versteigerung durch Landsmann Laws viel Freude aus.
Ein ansehnlicher Betrag konnte der Ungarnhilfe überwiesen werden. — Die
nächste Zusammenkunft wird voraussichtlich am 20. oder 27. Januar
stattfinden. 

Sulingen. Vorweihnachtsfeier am Sonntag, dem 16. Dezember, um 19 Uhr, im
Lindenhof. Die Schüler der Mittelschule werden die Feier ausgestalten.
Anschließend gemeinsame Kaffeetafel. Gebäck bitte mitbringen. 

Quakenbrück. Eine in Verbindung mit den Schulen des Kreises von dem
Kreisvorstand durchgeführte Kulturveranstaltung erzielte einen großen
Erfolg. Der Farbtonfilm „Land unter dem Kreuz" brachte in den Städten
Quakenbrück, Fürstenau, Bramsche, Ankum und Bersenbrück eine Besucherzahl
von etwa 5000. Den Auftakt der einzelnen Veranstaltungen bildete ein auf
Ost- und Westpreußen eingehendes Vorprogramm in den Schulen. Ermutigt durch
die begeisterte Aufnahme beschloss der Kreisvorstand, die Reihe der
Kulturveranstaltungen im Januar fortzusetzen. Der Farblichtbildervortrag von
Otto Storck wird am 11. und 12. Januar in zwei Städten des Kreises
Bersenbrück gehalten werden. 

Einbeck. Weihnachtsfeier am 16. Dezember, um 20 Uhr, im Rheinischen Hof. Die
Landsleute werden gebeten, Kuchen mitzubringen sowie ein kleines
Geschenkpäckchen. 

NORDRHEIN-WESTFALEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen: Erich Grimoni, (22a)
Düsseldorf 10, Am Schein 14. Telefon ? 24 14 

Aachen-Stadt. Die Kreisgruppe lädt zu der Vorweihnachtsfeier am Sonnabend,
dem 22. Dezember, 19 30 Uhr, im Gasthaus Kommer (Aachen Forst), Neuhaus 4,
herzlich ein. 

Gladbeck. Weihnachtsfeier der Kreisgruppe am 23 Dezember, 16 Uhr, im Lokal
Voerste. Alle Ostpreußen und Westpreußen sind herzlich eingeladen. Im
Anschluss an die Feierstunde Kaffeetafel und Bescherung für die Kinder der
Mitglieder. Die Teilnehmer werden gebeten, Tassen und eventuell Kuchen
mitzubringen. 

Köln. Am Vormittag des ersten Adventssonntags erfreute die Jugendgruppe etwa
zweihundert Insassen eines Pflegeheimes für Männer in den Riehler
Heimstätten. Unter den Pfleglingen befinden sich viele Heimatvertriebene.
Advents- und Heimatlieder, Gedichte und Zwischenmusik der kleinen Kapelle
brachten eine vorweihnachtliche Stimmung in das Heim. 

Duisburg. Adventsfeier. Sonntag, 16. Dezember, 18.30 Uhr, im
Landfehrmann-Gymnasium, Mainstraße 10, mit dem Ostpreußenchor, dem
Knabenchor und der Instrumentalgruppe der Knaben-Realschule Wacholderstraße,
sowie der Jugend- und Kindergruppe Nord mit einem Weihnachtsspiel von Traute
Köppen. Unkostenbeitrag: Mitglieder 0,50 DM, Nichtmitglieder 1 DM. Kinder
bis zu 14 Jahren frei. 

Recklinghausen-Altstadt. Am 15. Dezember, 18 Uhr, im Handelshof, Holzmarkt
1, Advents- und Weihnachtsfeier mit Bescherung der Kinder. — Dienstag, den
18. Dezember, 20 Uhr, ebenfalls im Handelshof, Vereinszimmer. Adventsund
Weihnachtsfeier der Frauengruppe. Kaffeekarten sind bei den Kassierern und
bei der Frauenreferentin, Frau Böhnke, Hertener Straße 27, erhältlich. 

Münster. Kinderweihnachtsfeier am 16. Dezember, 15 Uhr, im Aegidiihof. —
Frauenversammlung am 18. Dezember, 15.30 Uhr, bei Hemsath, Königstraße 49. —
Generalversammlung am 5. Januar — Die letzte Mitgliederversammlung des
Jahres stand im Zeichen des Advents: der Saal war mit Tannengrün und Kerzen
festlich geschmückt. Herr Todt und Landsmann Neumann trugen Gedichte und
Erzählungen ostpreußischer Dichter vor, welche sich auf die Advents- und
Weihnachtszeit bezogen; der Ostdeutsche Heimatchor sang Adventslieder. 

Burgsteinfurt. Sonntag, den 16. Dezember, 16 Uhr, im Parkhotel Möller,
vorweihnachtliche Feier für alle Kinder mit ihren Eltern. Auch die übrigen
Mitglieder sind herzlich eingeladen. Die Kindergruppe unter der Leitung von
Frau Richter und die Instrumentalgruppe der DJO, unter der Leitung von Frau
Ober, werden mitwirken. — Am 21. Dezember, 20 Uhr, im großen Saal des
Lugwigshauses, Feierstunde aller landsmannschaftlichen Gruppen. 

Detmold. Weihnachtsfeier am Sonntag, 16. Dezember, 17 Uhr, im Hotel „Stadt
Frankfurt". Gesangliche und musikalische Einzelvorträge. Darbietungen
unserer Jugend und ein froher Ausklang werden unsere Feier in ostpreußischer
Art verschönern. 

Leichlingen. Sonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, Vorweihnachtsfeier mit Kindern
im Café Büchel, Bahnhofstraße (1. Stock). 

Borghorst. Weihnachtsfeier am 23. Dezember, 17 Uhr, im Westfälischen Hof,
Emsdetter Str. Es wirken mit: die verstärkte Sing- und Spielschar unter
Leitung von Lehrer Panske, ferner ein Streichertrio und ein Posaunenchor.
Für Mitglieder und deren Frauen wird unentgeltlich eine gemeinsame
Kaffeetafel mit Gebäck gedeckt. — Bunter Heimatabend, verbunden mit einem
heimatlichen Essen, am 26. Januar im Westfälischen Hof. 

HESSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Hessen: Konrad Opitz, Gießen, Grünberger
Straße 144. 

Darmstadt. Weihnachtsfeier am 22. Dezember, 20 Uhr, im Lachschen Saal,
hinter der Heimstättensiedlung. Es spricht der 1. Vorsitzende der
Landesgruppe, Studienrat Konrad Opitz, Gießen. Die Festrede wird ein
ostpreußischer Pfarrer, halten. 

Hofgeismar. Auf der Adventsfeier der Gruppe gedachte Kreisobmann Herbert
Fahrenholtz all derer, die zu Weihnachten keine Kerzen brennen können. Seine
Adventserzählung fand starken Anklang bei den Zuhörern. Mit dem gemeinsamen
Gesang- von Adventsliedern klang die schöne Feier aus. 

BADEN -WÜRTTEMBERG 
Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg: Hans Krzywinski,
Stuttgart-W. Hasenbergstraße 43. Zweiter Vorsitzender: Regierungsrat de la
Chaux, Reutlingen, Karlstraße Nr. 19. 

Reutlingen. Fleckessen am Freitag, 28. Dezember, 20 Uhr, im Lokal „Goldener
Schlüssel", Lindachstraße. Anmeldungen bis zum 20. Dezember bei
Uhrmachermeister Kriese. Karlstraße 26, erbeten. — Voraussichtlich am 6.
Januar Feier zum Jahresbeginn. — Bei der Totengedenkfeier der Gruppe hielt
Pfarrer Leitner die Ansprache. Er mahnte die Anwesenden, über den Toten
nicht die Lebenden zu vergessen, denn der tiefste Sinn des Lebens sei die
Bereitschaft zum Opfer. Der 1. Vorsitzende, Plümicke, dankte
Oberbürgermeister Kalbfell für die Unterstützung und Förderung der Gruppe.
Das Schülerorchester des Friedrich-List-Gymnasiums unter Leitung von
Studienrat Gross wirkte bei der Feier mit. Der Ertrag einer Sammlung unter
den Anwesenden ist für die Ungarn-Hilfe bestimmt. 

BAYERN
Vorsitzender der Landesgruppe Bayern e V.: Rechtsanwalt Heinz Thieler,
München 23, Trautenwolfstraße 5/0, Telefon 33 85 60, Postscheckkonto-Nr. 213
96 PSA München. 

München, Gruppe Nord/Süd. Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Vorstandes
am Sonnabend, dem 5. Januar. — Bei der Adventsfeier am 2. Dezember sprach
Diakon Nolde. Die Jugendgruppe führte ein Spiel von Hans-Joachim Runge auf:
der Singkreis brachte weihnachtliche Lieder aus der Heimat zu Gehör. 

Bayreuth. Auf der Adventsfeier der Gruppe sprach Pfarrer Flotow über die
Bedeutung der Adventszeit in Ostpreußen. Er würdigte insbesondere das Wirken
des Pfarrers Weissel von der Altroßgärter Kirche in Königsberg, der außer
anderen Chorälen den Text zu dem überall gesungenen Adventslied „Macht hoch
die Tür" schrieb. (Über Georg Weissel brachten wir in Folge 48 des
Ostpreußenblattes eine Erzählung.) 

Erlangen. Die Monatsversammlung fällt im Dezember aus. — Am 16. Dezember, ab
13 Uhr, (nur für Mitglieder), Vorweihnachtsfeier mit Kindern im Altstädter
Schießhaus, Bergstraße 12. 

Wellheim, Auf der Adventsfeier der Kreisgruppe im Oberbräu, die gemeinsam
mit der pommerschen Gruppe begangen wurde, sprach der 1. Vorsitzende
Ketelhut über den tiefen Sinn der Vorweihnachtszeit. Die Leiterin der
Frauensrupne. Frau Bogs-Polling, hatte das Programm für die Feier
zusammengestellt. 

Marktredwitz. In einer würdigen Feierstunde wurde am 2. Dezember ein
Ehrenmal der Heimatvertriebenen für ihre Toten auf dem Stadtfriedhof
eingeweiht. Der granitene Gedenkstein trägt die Inschrift: „Die Toten sind
in des Herrn Hand. — Über Welten und Zeiten den Toten der Heimat“. Als
Vertreter der Heimatvertriebenen übergab Alfred Ruhnau das Mahnmal in die
Obhut der Stadt. Oberbürgermeister Dr. Holzberger führte in seiner Rede aus,
dass dieses Ehrenmal eine Mahnung an alle Lebenden sei, fest
zusammenzustehen. Pfarrer Siegfried Pisarski hielt eine Weiherede als
Vertreter der evangelischen Kirche. Katechet Georg Kick sprach für die
katholische Kirche. Die Gedenkrede für die Toten der Heimat hielt
Stadtrechtsrat Hans Losse, der wenige Tage vorher von einer Reise in den
Osten, Heimaterde mitgebracht hatte, die er an dem Gedenkstein niederlegte.
An den Wappensteinen der Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Schlesien,
Pommern, Brandenburg und Sudetenland legte eine Kindergruppe Tannengebinde
nieder. 

Treffen ostpreußischer Sägewerker und Holzhändler 
Wir weisen noch einmal auf das Treffen der ehemaligen ostpreußischen
Sägewerker und Holzhändler am 28. und 29. Dezember in der Holzfachschule Bad
Wildungen hin. Der Teilnehmerkreis ist inzwischen auf alle Holzfachleute der
deutschen Ostgebiete und der sowjetisch besetzten Zone ausgedehnt worden.
Auf dem Programm stehen u. a. Vorträge von Dr. Wegelt über „Die Lage am
inländischen Holzmarkt am Jahresschluss 1956" und von Georg Anders, Hamburg
(früher Niedersee) über „Importfragen um die Jahreswende". Die Veranstalter
rufen nochmals zu reger Teilnahme an diesem Treffen auf, das die
ostdeutschen Holzfachleute zum ersten Mal nach der Vertreibung
zusammenführen soll. Anmeldungen schnellstens erbeten an die Holzfachschule,
Bad Wildungen, Hessen, oder an Walter Fest, Holzmakler, Antfeld über Bestwig
an der Ruhr. 

Bestätigungen 
Wer kann bestätigen, dass August Reski, geb. 23.10.1900, von April 1933 bis
Juni 1933 im Sägewerk Hintmann in Wieps und von Juni 1933 bis September 1936
bei Bauer Witt in Neufreudenthal, Kreis Angerburg beschäftigt gewesen ist?
Ab 1936 in Ridbach bei Bischofsburg wohnhaft und bis 1939 in der Kaserne
gearbeitet. I

n der Rentensache der Frau Regehr, werden Damen des Wahlbüros des Stät.
Amtes Königsberg 1914/1918 gesucht. Wo befindet sich Frau Fueßner, 1914 bei
der Firma Jontofsohn und Grozin in Königsberg als Buchhalterin beschäftigt
gewesen? 

Wer kann bestätigen, dass Frau Schiewg, geb. Beer, gesch. Meyer, gesch.
Sagasser, geb. 17.10.1893 in der Zeit von März 1942 bis Dezember 1944
folgende Arbeitsverhältnisse hatte: als Oberkellnerin im Bahnhofshotel
Allenstein und Tannenberg-Krug in Hohenstein: als Serviererin in Kückens
Pschorrhaus; bei der Mitropa Hauptbahnhofswirtschaft in Königsberg und als
Büfettier bei der Reichsbahnhof-Gaststätte Holländerbaum in Königsberg? 

Es werden Landsleute gesucht, die Reg.-Sekretär Herbert Wiesenberg, geb. am
07.07.1909 von der Regierung Königsberg (Güternahverkehr), gekannt haben und
Angaben über seine Dienstlaufbahn und die Besoldung machen können. 

Wer kann bestätigen, dass Gustav Neidhardt, aus Königsberg in den Jahren
1945 bis 1947 in Königsberg wegen offener Drüsen-Tuberkulose und
Schüttellähmung behandelt worden ist? Gesucht wird Dr. Steinböck, aus
Österreich, der in Schönfließ und später als Fabrikarzt in der Firma Büssing
tätig war. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
(24a) Hamburg 13, Parkallee 86

Rest der Seite: Wir hören Rundfunk

Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen

Date: 2017/09/16 14:57:42
From: P.Lambernd <p.lambernd(a)gmx.net>

Sehr geehrter Herr Kunz,
der angegebene Link lässt sich leider nicht öffnen (nur Anzeige ERROR wird angezeigt.

Viele Grüße 

Petra Lambernd

Von meinem iPhone gesendet

> Am 16.09.2017 um 12:07 schrieb Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>:
> 
> Im Hinblick auf die vom Bundestag beschlossene einmalige Entschädigung der
> Wolfskinder, Kinderheiminsassen und Zwangsarbeiter der Nachkriegsjahre in
> Ostpreußen hat die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (Göttingen) ein
> PDF-Dokument veröffentlicht unter dem Link  
> 
> https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch%C3%BC
> reWolfskinder052017.compressed.pdf . Dort gibt es auf den Seiten 41 und 42
> eine Namenliste der Wolfskinder in Litauen, mit alten und neuen Namen,
> Geburtstag, Geburtsort. Dass diese Liste nicht vollständig sein kann, ist
> verständlich (auch mir sind aus den Arbeiten von Inge Barfels solche offenen
> Fälle bekannt, wie die Brüder Saunus aus Insterburg). 
> 
> 
> 
> Ich möchte trotzdem hier auf dieses Thema hinweisen, selbst auf die Gefahr
> hin, dass ich damit in der OWP-Liste zu spät komme, weil ich mal etwas
> übersehen habe. 
> 
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> 
> Allen ein schönes Wochenende – Martin Kunst
> 
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Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen

Date: 2017/09/16 15:39:02
From: Fritz Loseries, Lorsch <fritz(a)ahnen-spuren.de>

Da einige vielleicht Probleme mit dem Link über zwei Zeilen haben, hier der Link in HTML verpackt

"Deutschlands vergessene Wolfskinder <https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch%C3%BCreWolfskinder052017.compressed.pdf>"

Herzliche Grüße,

    Fritz (Loseries)

Im Hinblick auf die vom Bundestag beschlossene einmalige Entschädigung der
Wolfskinder, Kinderheiminsassen und Zwangsarbeiter der Nachkriegsjahre in
Ostpreußen hat die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ (Göttingen) ein
PDF-Dokument veröffentlicht unter dem Link

https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch%C3%BC
reWolfskinder052017.compressed.pdf . Dort gibt es auf den Seiten 41 und 42
eine Namenliste der Wolfskinder in Litauen, mit alten und neuen Namen,
Geburtstag, Geburtsort. Dass diese Liste nicht vollständig sein kann, ist
verständlich (auch mir sind aus den Arbeiten von Inge Barfels solche offenen
Fälle bekannt, wie die Brüder Saunus aus Insterburg).

Ich möchte trotzdem hier auf dieses Thema hinweisen, selbst auf die Gefahr
hin, dass ich damit in der OWP-Liste zu spät komme, weil ich mal etwas
übersehen habe.

Allen ein schönes Wochenende – Martin Kunst

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[OWP] Wolfgang R. Thun: wolfusa2000(a)netzero.net

Date: 2017/09/16 15:42:21
From: Uwe Krickhahn <ukrickha(a)memlane.com>

Hallo Joachim


Versuche es mal mit wolfusa(a)netzero.com


Habe ich ausser der anderen auch gelistet.


Uwe



Uwe-Karsten Krickhahn

Medicine Hat, Alberta

Canada.

www.kartenmeister.com

 

Permanent search for Detlefs ( Iowa and Heide, Holstein), Krickhahn, Praust WP.

 

Ban one way Plastic bags.

 

-----Original Message----- 
> From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de> 
> To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net> 
> Date: 09/16/17 05:56 
> Subject: [OWP] Wolfgang R. Thun: wolfusa2000(a)netzero.net 
> 
> Liebe Teilnehmer, liebe Moderatoren,
> 
>     gibt es in unserer Liste noch Wolfgang R. Thun aus den USA, fr.
>     (a)-Adresse: wolfusa2000(a)netzero.net ???
> 
>     Nachricht an ihn ist zurückgekommen, weshalb ich um Hilfe bitte, am
>     besten direkt an j.rebuschat(a)web.de
> 
>     Vielen Dank und freundliche Grüße
>     Joachim Rebuschat
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Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen

Date: 2017/09/16 15:50:36
From: Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>

Danke, Fritz, aber wie es aussieht, gibt es da wirklich ein Problem mit dem Aufrufen des Links im Internet (es erscheint unmittelbar die PDF-Datei beim Anklicken). Besser geht es über die Homepage https://www.gfbv.de , dann in das Suchfeld Wolfskinder eingeben, es erscheint ein ganzes Menü zum Thema.
Gruß - Martin

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Fritz Loseries, Lorsch
Gesendet: Samstag, 16. September 2017 15:39
An: OW-Preussen-L; VFFOW-L
Betreff: Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen

Da einige vielleicht Probleme mit dem Link über zwei Zeilen haben, hier der Link in HTML verpackt

"Deutschlands vergessene Wolfskinder
<https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch%C3%BCreWolfskinder052017.compressed.pdf>"

Herzliche Grüße,

     Fritz (Loseries)

> Im Hinblick auf die vom Bundestag beschlossene einmalige Entschädigung
> der Wolfskinder, Kinderheiminsassen und Zwangsarbeiter der
> Nachkriegsjahre in Ostpreußen hat die „Gesellschaft für bedrohte
> Völker“ (Göttingen) ein PDF-Dokument veröffentlicht unter dem Link
>
> https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch
> %C3%BC reWolfskinder052017.compressed.pdf . Dort gibt es auf den
> Seiten 41 und 42 eine Namenliste der Wolfskinder in Litauen, mit alten
> und neuen Namen, Geburtstag, Geburtsort. Dass diese Liste nicht
> vollständig sein kann, ist verständlich (auch mir sind aus den 
> Arbeiten von Inge Barfels solche offenen Fälle bekannt, wie die Brüder
> Saunus aus Insterburg).
>
> Ich möchte trotzdem hier auf dieses Thema hinweisen, selbst auf die 
> Gefahr hin, dass ich damit in der OWP-Liste zu spät komme, weil ich 
> mal etwas übersehen habe.
>
> Allen ein schönes Wochenende – Martin Kunst

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Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen + weitere Hinweise zum Thema

Date: 2017/09/16 15:52:42
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>

   Guten Tag Frau Lambernd,

       notfalls muß die ganze Adresse

         * <
           https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch%C3%BCreWolfskinder052017.compressed.pdf
            >

       kopiert und insgesamt in den "Browser" eingestellt werden.
       Bei dieser Gelegenheit übermittle ich Ihnen auch meine
       Zusammenstellung zu Thema "Wolfskinder" zum Anklicken:

         * https://www.myheimat.de/2698711

   Freundliche Grüße
   Joachim Rebuschat
   https://www.myheimat.de/profile/31227


Am 16.09.2017 um 14:57 schrieb P.Lambernd:
Sehr geehrter Herr Kunz,
der angegebene Link lässt sich leider nicht öffnen (nur Anzeige ERROR wird angezeigt.
Viele Grüße
Petra Lambernd

Von meinem iPhone gesendet

... Link

https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch%C3%BC
reWolfskinder052017.compressed.pdf . Dort gibt es auf den Seiten 41 und 42
eine Namenliste der Wolfskinder in Litauen, mit alten und neuen Namen,
Geburtstag, Geburtsort. ...

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 50 vom 15.12. 1956

Date: 2017/09/16 16:14:10
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 8   Familienanzeigen
Erengard, geboren am 26.10.1956. Gottes Güte schenkte uns ein gesundes
Töchterchen. In dankbarer Freude: Eberhard Rachny und Frau Gertrud Rachny,
geborene Aue. Farienen, Kreis Ortelsburg, jetzt Steinach, Kreis Straubing.

Als Verlobte grüßen, Anneliese Seiler, Oedt/Krefeld, früher Altkrug bei
Gumbinnen. Manfred Koenig, Mühlheim (Ruhr), Winkhauser Weg 35, früher
Finkenhagen, Kreis Tilsit-Ragnit. 4. Advent 1956

Wir wurden am 6. Dezember 1956 getraut. Heinz Küspert, Rothenburg (Tauber),
Nuschweg 9. Irmgard Küspert, geborene Jamm. Rothenburg (Tauber), Kappenplatz
7. Früher Kattenau, Kreis Ebenrode, Ostpreußen.

Ihre Vermählung geben bekannt: Heinz Gröger, Göttchendorf, Kreis
Preußisch-Holland. Anne-Louise Gröger, geb. Zachau. Früher Wehlau, Große
Vorstadt 19. Sutthausen bei Osnabrück, Damenweg 7. 8. Dezember 1956 

Am 13. Dezember 1956 begeht Herr Schneidermeister August Fallet, seinen 80.
Geburtstag. (22 b) Mayen (Rhld.), Westbahnhofstraße 2. Früher Gumbinnen,
Ostpreußen, Ernst-Moritz-Arndt-Straße 1

So Gott will, feiern am zweiten Weihnachtsfeiertag 1956, unsere lieben
Eltern Kaufmann Max Gudat und Frau Louise Gudat, geb. Padubrin, früher Inse,
Kr. Elchniederung, jetzt Wilstedt, Kr. Bremervörde, das Fest der Goldenen
Hochzeit. Dies zeigen erfreut an die dankbaren Kinder 

Wir gratulieren zum 70. Geburtstag, am 19. Dezember 1956, Landsmann Richard
Haus, früher Oberzugführer bei der Deutschen Bundesbahn in Königsberg Pr.,
jetzt in Gelsenkirchen, Florastraße 85, wohnhaft. Seine Ehefrau,
Pflegetochter, Schwiegersohn und Enkel Michael, seine Schwiegertochter und
Enkel Peter. Sein einziger Sohn Fritz, ist noch in Russland vermisst. 

Allen lieben Verwandten und Bekannten aus der Heimat danken wir herzlichst
für ihre lieben Wünsche zu unserer Goldenen Hochzeit. Hermann Schulz u.
Frau, Gabditten, Kr. Heiligenbeil, jetzt Osterholz-Scharmbeck, Koppelstraße
40 

Unsere lieben Eltern, Friedrich Jegszenties und Marie Jegszenties, geb.
Heinrich, feiern am 26. Dezember 1956 ihre Goldene Hochzeit. Dieses teilen
allen alten Freunden und Bekannten aus der Heimat mit, die dankbaren Kinder.
Jetzt: Solingen-Landwehr, Feldhausen 34. Früher Schanzenort, Kreis
Stallupönen, Ostpreußen 

Herzlichen Glückwunsch „Weihnachten — Zweitfeiertag, feiern unsere lieben
Eltern, Gustav Strauß und Frau Marta Strauß, geb. Kluw, früher Friedland,
Ostpreußen, Schippenbeiler Weg 11, jetzt (24 b) Waldstedt-Waldesruh, Kreis
Bad Segeberg, das Fest der Goldenen Hochzeit. Es grüßen das Jubelpaar und
wünschen weiterhin gute Gesundheit und Gottes Segen, die dankbaren Kinder
und 20 Enkelkinder. Wahlstedt-Waldesruh. Kanada. Dortmund-Asseln. Darmstadt.
Berlin. Bremen. Zeven. Wolfsburg. Lübeck  

Nach langem schwerem Herzleiden, nahm Gott zu sich in die ewige Heimat,
meinen geliebten Mann, unseren herzensguten treusorgenden Vater und
Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, Kurt Haeling, Baurat i. R. In stiller
Trauer: Herta Haeling, geb. Margull. Paul Kedziora und Frau Brigitte
Kedziora, geb. Haeling, Woodstock, Ont., Kanada. Dieter Haeling und Frau
Cläre Haeling, geb. Ruppel, Hamburg. Heide, Holstein, Hindenburgstraße 1c,
den 13. November 1956 

Ihr wart so jung und musstet fort. Gott aber bestimmte diesen Ort. Zum
vierzehnjährigen Todestag meines lieben Mannes und lieben unvergesslichen
Papa, Ewald Anton, geb. 21.12.190, gefallen 22.10.1942 vor Moskau. Er fiel
an seinem Urlaubstag. Er folgte meinem lieben Bruder und Onkel, Walter
Mielke, geb. 14.11.1914, gefallen 10.09.1939 in Polen und meinen lieben
Eltern, Hermann Mielke, geb. 01.03.1876, Johanna Mielke, geb. Quedenau, geb.
13.11.1878. Beide starben im Abstand von einer halben Stunde im Frühjahr
1947 an Hungertyphus in der geliebten Heimat Königsberg-Ratshof. In stiller
Ergebenheit in das Schicksal gedenken ihrer: Margarete Anto, geb. Mielke,
als Gattin, Tochter und Schwester. Seine lieben Kinder, Enkelkinder und
Neffen, Heinz-Dieter und Wolfgang. Königsberg, Steindammer Wall 19, jetzt
Bremen, In der Vahr 315 

Nach schwerem Kampf bist du geschieden, du gingest ein ins Vaterhaus. Du
ruhest nun in seligem Frieden, von allem Leid in fremder Erde aus. Nach mehr
als zehnjähriger Ungewissheit erhielten wir heute die tieftraurige
Nachricht, dass unser lieber guter Sohn, Bruder und Schwager, Erwin Bock, im
blühenden Alter von 23 Jahren, bereits am 12. April 1946 in russischer
Gefangenschaft verstorben ist. In unseren Herzen lebt er unvergessen — bis
wir droben vereint werden.Friedrich Bock und Frau, als Eltern. Gertrud Bock,
als Schwester. Familie Fritz Bock, Duisburg, Eigenstr. Nr. 16. Königsberg,
Ostpreußen, Rehsteg Nr. 22, jetzt Kappelrodeck. Baden, Waldulmer Straße Nr.
67 

Nach kurzem schwerem Leiden entschlief am 20. November 1956, mein lieber
Mann, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und
Onkel, Fritz Banetscher, im 67. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Meta
Banetscher, geb. Schnur und Kinder. Tilsit, Stolbecker Straße 41, jetzt
Rosenheim, Austraße 11 a 

Am 1. Advent 1956, entschlief nach kurzer Krankheit, meine liebe Schwester,
unsere gute Tante, Auguste Ahn, kurz vor Vollendung Ihres 82. Lebensjahres.
In tiefer Trauer: Karl Ahn. Christel Ahn. Else Ahn. Erich Mertiens. Albert
Kruppke. Drengfurt, Kreis Rastenburg. Ebingen, Württemberg,
Friedrich-List-Straße 44 

Am 3. Dezember 1956 ging unser lieber Vater, Post-Betr.-Ass. a. D. Adolf
Kugenbuch, Heilsberg, im Alter von 71 Jahren, für immer von uns. In tiefem
Schmerz für alle Angehörigen: Ursula Kugenbuch. Gaggenau/Murgtal,
Ludwig-Uhland-Weg 3 

Nach kurzem schwerem Leiden verstarb am 10. November 1956, mein lieber guter
Mann, unser herzensguter Papa, Sohn, Schwiegersohn, Onkel und Schwager,
Willy Kuhrau, im Alter von 50 Jahren. In stiller Trauer: Lotte Kuhrau, geb.
Wolk. Martin und Klaus, als Söhne. Berlin-Zehlendorf, Fischerhüttenstraße
20, den 5. Dezember 1956. Früher Rastenburg, Ostpreußen, Pieperweg 2 

Fern der Heimat entschlief am 17. September 1956, mein geliebter Mann, unser
guter Vater und Schwiegervater, der Wagenmeister der Bundesbahn i. R. Willy
Frank, im Alter von 69 Jahren. In stiller Trauer: Elisabeth Frank, geb.
Jeremias und Kinder. Königsberg Pr., Schreberstraße 15, jetzt Ahrweiler
(Ahr), Bachemerstraße 43 

Nach langer schwerer Krankheit verschied am 26. November 1956, fern der
Heimat, mein lieber guter Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Opa,
Schmiedemeister Karl Gollub, früher Antsodehnen, Kreis Stallupönen, jetzt
sowj. bes. Zone, im Alter von 73 Jahren. Dieses zeigt schmerzerfüllt an im
Namen der Hinterbliebenen: Otto Gollub. Ladbergen in Westfalen, Hölter 3 a 

Nach einem voll erfüllten Leben ist unsere geliebte Mutter, Groß-, Urgroß-,
Ururgroßmutter und Schwiegermutter, Ottilie Stanislawski, geb. Komossa,
früher wohnhaft Osterode, Ostpreußen, kurz nach Vollendung ihres 75.
Lebensjahres, nach kurzem hartem Kampf, heute sanft entschlafen. Walter
Blumberg und Frau Anna Blumberg, geb. Stanislawski, Düsseldorf,
Krahnenburgstraße 44. Margarete Lenz, geb. Stanislawski. Willi Borowski und
Frau Helene Borowski, geb. Stanislawski sowie 11 Enkelkinder und 8 Urenkel.
Düsseldorf, den 3. Dezember 1956 

Am 30. Oktober 1956 starb unerwartet im Alter von 48 Jahren nach einer
Operation, meine liebe Frau, unsere gute Tante Lene, Schwester, Mutter,
Schwiegermutter, Schwägerin und Omi, Helene Urmoneit, geb. Pfuhl. Im Namen
der Hinterbliebenen: Franz Urmoneit, Stabsfeldwebel a. D. Königsberg Pr.,
Robert-Koch-Straße 12, jetzt Berlin-Charlottenburg, Rocherstraße 17 

Plötzlich und unerwartet entschlief am 22. November 1956 an einem
Herzleiden, meine gute Frau, unsere liebe Mutter und Großmutter, Margarete
Bauschat, geb. Leidereiter, im Alter von 54 Jahren. 
In tiefer Trauer: Max Bauscha. Renate Müller, geb. Bauschat. Gisela Winte,
geb. Bauschat. Schwiegersöhne und Enkelkinder. Rössing, Post Elze (Hann.),
früher Schwalbental, Kreis Insterburg 

Am 26. November 1956 entschlief ganz unerwartet, meine liebe treusorgende
Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Omi, Helene Moeller, geb. Bahlo, kurz
vor Vollendung ihres 69. Lebensjahres.In tiefer Trauer: Ulrich Moeller. Lisa
Moeller.Ulrike und Michael, zurzeit Montevideo, Uruguay. Käthe Bahlo.
Wilhelmshaven, Kniprodestraße 14

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Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen

Date: 2017/09/16 19:56:14
From: Fritz Loseries, Lorsch <fritz(a)ahnen-spuren.de>

Lieber Martin,

ja, so ist es noch besser.

Hast Du schon mal auf die neuen Funktionalitäten im Portal bei der Ortssuche geschaut ?

Herzliche Grüße,

    Fritz

Danke, Fritz, aber wie es aussieht, gibt es da wirklich ein Problem mit dem Aufrufen des Links im Internet (es erscheint unmittelbar die PDF-Datei beim Anklicken). Besser geht es über die Homepage https://www.gfbv.de , dann in das Suchfeld Wolfskinder eingeben, es erscheint ein ganzes Menü zum Thema.
Gruß - Martin

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Fritz Loseries, Lorsch
Gesendet: Samstag, 16. September 2017 15:39
An: OW-Preussen-L; VFFOW-L
Betreff: Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen

Da einige vielleicht Probleme mit dem Link über zwei Zeilen haben, hier der Link in HTML verpackt

"Deutschlands vergessene Wolfskinder
<https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch%C3%BCreWolfskinder052017.compressed.pdf>"

Herzliche Grüße,

      Fritz (Loseries)

Im Hinblick auf die vom Bundestag beschlossene einmalige Entschädigung
der Wolfskinder, Kinderheiminsassen und Zwangsarbeiter der
Nachkriegsjahre in Ostpreußen hat die „Gesellschaft für bedrohte
Völker“ (Göttingen) ein PDF-Dokument veröffentlicht unter dem Link

https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch
%C3%BC reWolfskinder052017.compressed.pdf . Dort gibt es auf den
Seiten 41 und 42 eine Namenliste der Wolfskinder in Litauen, mit alten
und neuen Namen, Geburtstag, Geburtsort. Dass diese Liste nicht
vollständig sein kann, ist verständlich (auch mir sind aus den
Arbeiten von Inge Barfels solche offenen Fälle bekannt, wie die Brüder
Saunus aus Insterburg).

Ich möchte trotzdem hier auf dieses Thema hinweisen, selbst auf die
Gefahr hin, dass ich damit in der OWP-Liste zu spät komme, weil ich
mal etwas übersehen habe.

Allen ein schönes Wochenende – Martin Kunst


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Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen

Date: 2017/09/16 22:32:30
From: Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>

Hm - klär mich doch mal bitte bilateral auf, was Du damit meinst.
Grüße - Martin


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Fritz Loseries, Lorsch
Gesendet: Samstag, 16. September 2017 19:56
An: OW-Preussen-L
Betreff: Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen

Lieber Martin,

ja, so ist es noch besser.

Hast Du schon mal auf die neuen Funktionalitäten im Portal bei der Ortssuche geschaut ?

Herzliche Grüße,

     Fritz

> Danke, Fritz, aber wie es aussieht, gibt es da wirklich ein Problem mit dem Aufrufen des Links im Internet (es erscheint unmittelbar die PDF-Datei beim Anklicken). Besser geht es über die Homepage https://www.gfbv.de , dann in das Suchfeld Wolfskinder eingeben, es erscheint ein ganzes Menü zum Thema.
> Gruß - Martin
>
> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
> [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Fritz
> Loseries, Lorsch
> Gesendet: Samstag, 16. September 2017 15:39
> An: OW-Preussen-L; VFFOW-L
> Betreff: Re: [OWP] Liste der Wolfskinder in Litauen
>
> Da einige vielleicht Probleme mit dem Link über zwei Zeilen haben,
> hier der Link in HTML verpackt
>
> "Deutschlands vergessene Wolfskinder
> <https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosch%C3%BCreWolfskinder052017.compressed.pdf>"
>
> Herzliche Grüße,
>
>       Fritz (Loseries)
>
>> Im Hinblick auf die vom Bundestag beschlossene einmalige
>> Entschädigung der Wolfskinder, Kinderheiminsassen und Zwangsarbeiter
>> der Nachkriegsjahre in Ostpreußen hat die „Gesellschaft für bedrohte
>> Völker“ (Göttingen) ein PDF-Dokument veröffentlicht unter dem Link
>>
>> https://www.gfbv.de/fileadmin/redaktion/Reporte_Memoranden/2017/Brosc
>> h %C3%BC reWolfskinder052017.compressed.pdf . Dort gibt es auf den
>> Seiten 41 und 42 eine Namenliste der Wolfskinder in Litauen, mit
>> alten und neuen Namen, Geburtstag, Geburtsort. Dass diese Liste nicht
>> vollständig sein kann, ist verständlich (auch mir sind aus den
>> Arbeiten von Inge Barfels solche offenen Fälle bekannt, wie die
>> Brüder Saunus aus Insterburg).
>>
>> Ich möchte trotzdem hier auf dieses Thema hinweisen, selbst auf die
>> Gefahr hin, dass ich damit in der OWP-Liste zu spät komme, weil ich
>> mal etwas übersehen habe.
>>
>> Allen ein schönes Wochenende – Martin Kunst
>

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[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 50 vom 15.12. 1956

Date: 2017/09/16 22:58:19
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 9   Warum ich Ostpreußen lieben lernte. Ein Sudetendeutscher erzählt /
Von Dr. Ullrich
Foto: In einem Beitrag auf dieser Seite erzählt ein Sudetendeutscher, wie er
Ostpreußen kennenlernte und dabei den ostpreußischen Menschen liebgewann.
Zwar ist nicht auf allen Gebieten und in allen Dingen des Lebens eine genaue
Kenntnis auch immer ein Weg zur Liebe, aber was unsere Heimat angeht, so
können die Vorurteile nur durch eine geduldige Aufklärung beseitigt werden
und dadurch, dass man ihr unverfälschtes Gesicht zeigt. Es gibt hundert und
aber hundert Möglichkeiten auf diesem Weg, und gute Helfer sind dabei auch
die zahlreichen Bildbände, die im Laufe der letzten Jahre vor allem in den
beiden Verlagen Gräfe und Unzer in Bad Wiessee und Gerhard Rautenberg in
Leer erschienen sind; sie zeigen allen, die unsere Heimat nicht kennen, den
besonderen Charakter ihrer Landschaften und den Zauber, der über ihnen
liegt. 

Auf einer leichten Anhöhe an einem masurischen See sitzen ein Junge und ein
Mädchen und schauen auf das weit entfernte jenseitige Ufer, über dessen
Wäldern die Sonne untergeht, — eine Aufnahme (sie ist das Umschlagbild des
im Verlag Gerhard Rautenberg erschienenen Bildbandes „Masuren in 144
Bildern"), in der so viel von dem liegt, was uns alle bewegt, wenn wir
unsere Heimat sehen, nun nicht mehr in der Wirklichkeit wie diese beiden
Kinder, sondern nur noch im Bild.

Es war am vergangenen Adventssonntag. Eine kleine Gesellschaft von zwei
Ostpreußen, zwei Rheinländern und mir als Sudetendeutschen sah nach den
Rundfunknachrichten nachdenklich in das friedliche Licht der
Vorweihnachtszeit.

Meine Frau reichte die Schale mit Königsberger Marzipan herum, und dabei
fiel das Stichwort dieses Artikels, das unbesonnene Wort von der „kalten
Heimat“.

Sie setzte die Schale etwas hart auf den Tisch zurück. Ich wusste, was in
ihr vorging. Gleich würde sie sich heftig gegen die lieblose Bezeichnung
wehren, um ihre Heimat Ostpreußen, diese jetzt so wehrlose Heimat, zu
verteidigen. Doch da solche Selbstverteidigung leicht subjektiv wirkt,
besonders, wenn sie mit heißem und verwundetem Herzen geschieht, kam ich ihr
zuvor und wandte mich an den einheimischen Bekannten.

„Lieber Freund“, sagte ich, „du kennst uns jetzt seit fast zehn Jahren. Nur
selten haben wir mit dir über unsere ferne Heimat gesprochen. Anfangs tat es
zu weh, und es hätte den notwendigen Willen, neu zu beginnen, hemmen können.
Außerdem war der Begriff ‚Flüchtling' allmählich mit so viel ungerechtem
Vorurteil belastet, dass die meisten von uns sich vornahmen, durch Taten und
nicht mehr durch verteidigende Worte ihren Wert zu beweisen. Aber dieses
Wort von der ‚kalten Heimat', das du eben ausgesprochen hast, war schon vor
dem Kriege ein gefährliches Schlagwort“. 

Er hob abwehrend beide Hände. „Ich wollte euch nicht beleidigen. Solche
Schlagworte benutzt man — vielleicht aus geistiger Bequemlichkeit, weil sie
glatt und rund und immer pointiert sind — in diesem Falle doch wohl mehr als
Scherz denn als Kränkung! und gefährlich, — das halte ich für übertrieben“.

 „Nein! Diese Aussage solcher Schlagworte ist zumindest immer einseitig.
Darin liegt ihre für den Augenblick bestehende, scheinbare Wahrheit. Sei
ehrlich! Welche Vorstellung löst der Begriff ‚kalte Heimat' in dir aus,
sibirische Kälte, endlose Weite, streunende Wölfe, sture, unzugängliche
Menschen, viel Schnaps — und wenig Zivilisation!" 

Er nickte zögernd und lächelte verlegen. 

„Und das sollte", so fuhr ich fort, „nicht gefährlich sein für ein deutsches
Gebiet, das sich gerade jetzt in so umstrittener politischer Lage befindet
und heute leider in einigen Punkten dieser Schilderung sehr nahe kommt? 

Ich will dir zu beweisen versuchen, aus eigener Erfahrung, wie viele
Vorurteile gegen Ostpreußen schon vor dem Kriege in einem großen Teil der
deutschen Bevölkerung vorhanden waren. Ich selbst stand als Sudetendeutscher
dieser Landschaft ganz unbefangen gegenüber. Für mich war alles gut und
schön und richtig, was zu Deutschland gehörte, aus jener alten Sehnsucht
aller Auslandsdeutschen heraus. 

Zu Anfang des letzten Krieges kam ich als Soldat nach Dresden und genoss die
Zeit in dieser kunstfreudigen Stadt. Hier erreichte mich mein
Versetzungsbefehl nach Königsberg. Und jetzt hörte ich zum ersten Male das
Wort von der ‚kalten Heimat'. Die Kameraden bedauerten mich und
veranstalteten — wie zu meinem Troste — ein Fest, ein Abschiedsfest von
aller Zivilisation. Ich habe diese Einstellung auch in vielen Gesprächen
nach dem Kriege öfters bestätigt bekommen. Wenn ich heute bedenke, dass sie
fast alle höhere Schulen oder Hochschulen besucht hatten, die deutsche
Soldatenuniform trugen und teilweise Offiziere waren, glaube ich mich
berechtigt, jenes Schlagwort als gefährlich bezeichnen zu müssen. 

Ich kam damals nicht auf den Gedanken, einen von ihnen zu fragen, ob er
Ostpreußen überhaupt persönlich kenne. Aus späterer Erfahrung kann ich
sagen, dass jeder, der dieses Land und seine Leute selbst erlebte, seine
Vorurteile ablegte. 

Mit sehr gemischten Gefühlen fuhr ich Königsberg entgegen, in kürzester Zeit
aber fühlte ich mich in Ostpreußen wie zu Hause. 

Warum? Bei mir war es in erster Linie der ostpreußische Mensch, dem ich
dieses heimische Gefühl verdankte. Wohl konnte auch ich mich nicht dem Reiz
der ostpreußischen Landschaft entziehen, — ich war überwältigt von der Weite
des Himmels, von der Ruhe über den Sanddünen der Nehrung, von der Majestät
eines einsamen Elches am abendlichen Haff, mich entzückte die liebliche
Seen- und Hügelwelt Masurens, doch bin ich zu sehr der Bergwelt meiner
Heimat verbunden, um mich in dieser anderen Landschaft ganz zu Hause zu
fühlen. Doch der Mensch, dieser ostpreußische Mensch, eroberte mich. Er
lebte an der Grenze und kannte die Not und Gefahr der Grenze, wie wir
daheim. 

Sie lag ihm, wie uns, seit Generationen im Blut, sie ließ ihn jeden, der als
Soldat zur Verteidigung dieser Grenze zu ihm kam, wie einen Bruder
aufnehmen. Was habe ich bis zum bitteren Ende des Krieges während meiner
ärztlichen Tätigkeit an freiwilliger Hilfsbereitschaft der ostpreußischen
Bevölkerung erlebt! Mit welch offenen Herzen und Händen empfing man zu
Kriegsbeginn die Soldaten, die aus dem ‚Reich' kamen. Diese Begeisterung des
ostpreußischen Bekenntnisses zu Deutschland lehrte mich meinen alten Vater
verstehen, der uns mitten im Sudetenland an jedem Heiligen Abend ‚Die Mette
von der Marienburg' von Felix Dahn vorlas. Jene Ballade, der ihm gänzlich
unbekannten ostdeutschen Burg, jenes Gedicht, das ihn verwandtschaftlich
anrührte, weil es den Konflikt eines deutschen Einzelschicksals im Zwist
zwischen Deutschtum und Slawentum schildert. 

Die zweite ostpreußische Eigenschaft, die mich persönlich diese Menschen
lieben lehrte, ist die Gastfreundschaft. Sie lernte ich nach Versetzungen in
der ländlichen Umgebung von Marienburg und in Masuren in einmaliger
Großzügigkeit kennen. 

Es ist schwer, diese selbstverständliche, familiäre Aufnahme zu schildern,
die dir widerfährt, wenn du — eingeführt durch einen Bekannten des Hauses
oder Hofes — zum ersten Male als Gast erscheinst. Beim, nächsten Besuch
kannst du selbst gern einen neuen Gast mitbringen, denn du wirst inzwischen
als Bürge für ihn betrachtet. Nie sah ich eine ostpreußische Hausfrau nervös
werden, wenn sich die Zahl ihrer Gäste unerwartet verdoppelte, oder gar,
weil der eben beendete Hausputz durch die vielen beschmutzten Schuhe nach
dem Gang durch Stall und Feld wiederholt werden musste. Sie tischte auf, was
Küche und Keller hergaben, und so dankbare Esser wie ich waren die
beliebtesten Gäste. Und wenn ich nach dem dritten Kasslerkotelett wirklich
streiken musste, legte man mir kategorisch das vierte auf den Teller, goss
die fette Soße eigenhändig über die Kartoffeln und beantwortete mein
entsetztes Stöhnen nur mit der verschmitzten Frage: „Na, Ihnen schmeckts
wohl nich bei uns, Doktorchen?“

Diese Gastfreundschaft war nicht nur ein Zeichen des Wohlstandes. Man fand
sie in allen Bevölkerungsschichten, und sie war auch nach der Vertreibung
nicht auszurotten. Das rührendste Beispiel dafür ist jene masurische
Kätnersfrau, die meine Frau und ich 1946 im Flüchtlingslager besuchten. Sie
weinte vor Wiedersehensfreude, zwischen allen glücklichen Erinnerungen aber
kam immer wieder das Unbehagen hoch, dass sie uns nichts anbieten konnte.
Unsere abwehrenden Einwände beruhigten sie nicht, und zum Abschied steckte
sie meiner Frau ein Päckchen Vanillepudding zu mit den Worten: „Kochen kann
ich ihn nicht. Kein Feuer, keine Milch, kein Zucker, gar nichts mehr. Aber
kochen Sie ihn sich selbst!“ Sie fühlte sich sichtlich erleichtert nach
dieser wenigstens teilweise erfüllten Pflicht gegen die Gastfreundschaft. 

Wer aber je eine ostpreußische Hochzeit, eine Taufe oder eine Konfirmation
miterlebte und sich im Schoße eines solchen Familienfestes noch in der
‚kalten Heimat' fühlte, ist selbst ein Eisklotz. Bei solchen Gelegenheiten
nämlich kommt die dritte mir so liebenswerte Eigenschaft der Ostpreußen
besonders zum Vorschein: ihr Humor. Ein kräftiger, auch derber Witz wird
gern erzählt und gehört ohne zur Zote zu werden, da man ihn mit der
Unbefangenheit eines natürlichen Menschen aufnimmt und belacht. In fast
jeder Familie oder Gesellschaft gibt es einen Talentierten, der mit
ostpreußischer Ruhe die Situation komisch-köstlicher Erzählungen ausspinnt,
ohne dass die Zuhörer ungeduldig werden. 

Ich machte die Feststellung, dass viele ostpreußische Späße nur von eigenen
Landsleuten oder solchen, die die ostpreußische Art kennen, wirklich
verstanden werden. Die anderen spüren nicht immer den Witz, weil er oft
keine Lachexplosion, sondern nur ein Schmunzeln herausfordert.

„Du hast, recht!" Hier schaltete sich der Landsmann meiner ostpreußischen
Frau ein. „Ich kann ein Beispiel dafür sagen — den Witz, über den du immer
wieder von neuem lachen kannst. In meinem Betrieb jetzt erzählt, hatte aber
gar keine Wirkung. Also: Kasernenhof, Sommerhitze! Dösende Rekruten, die
schon stundenlang zwecks einer Registrierung in der Sonne warten. Ein
Feldwebel kommt mit einer Liste alphabetisch geordneter Namen auf eine
Gruppe ländlicher Rekruten zu und brüllt sehr dienstlich: „Ist hier noch
einer mit P.?" Einer fährt aus seinem Traum vom heimatlichen Dorfe hoch und
brüllt zackig: „Jawoll, Herr Feldwebel!" „Wie heißen Sie?" „Kono—p—atzki!" 

„Wie aber ist es möglich, dass vielerorts ein so falsches Bild über
Ostpreußen entstehen konnte?" fragte der zweite Rheinländer. „Wir waren wohl
immer ein bisschen das Stiefkind Deutschlands", antwortete meine Frau. „Zur
Selbstreklame haben wir kein Talent, und an die ostpreußische Treue zu
Deutschland war man seit Jahrhunderten gewöhnt. Ich erinnere an die
Strafversetzungen von Beamten aus dem ‚Reich‘ nach Ostpreußen, sie dürften
dem Ruhm unserer Provinz bestimmt nichts genützt haben. Uns liebt man erst
auf den zweiten Blick, weil die glänzende Fassade fehlt. Unser Boden bringt
Korn und nicht das in aller Welt begehrte Erz oder die Kohle. Unsere
baulichen Denkmäler sind von herber Schönheit; in einem Land, das immer auf
Vorposten stand und wo es nicht zu überflüssigem Reichtum kommen konnte, da
konnte sich natürlich auch nicht jene bestechende Pracht etwa der bayrischen
Schlösser oder der rheinischen Dome entfalten. Unsere berühmten Söhne nahm
man in den Kreis der großen Deutschen auf, ohne sich später bei allen noch
allzu sehr an ihre ostpreußische Herkunft zu erinnern. Als wir in
allerletzter Minute diese Heimat verließen, um das nackte Leben zu retten,
war in uns Flüchtenden das dumpfe, aber sichere Gefühl: jenseits der
Weichsel liegt die größere Heimat. Deutschland, dort ist die letzte Rettung
für uns. Nur wer es selbst erlebte, kann ermessen, was es bedeutet, wenn man
bei einer solchen „Heimkehr" mit Fremdarbeitern aus dem Ural verwechselt
wird, weil das äußere Erscheinungsbild vom Grauen und der Not der Flucht
geprägt wurde. Manches Vorurteil gegen Ostpreußen hat zu diesen
schmerzhaften Missverständnissen beigetragen. Niemals aber sollte man heute
vergessen, mit welchem Vertrauen diese Menschen in die große Schutzburg des
restlichen Deutschland flüchteten, als sie ihre Heimat aufgeben mussten“. 

Ich hob mein gefülltes Glas. Der Wein vom Rheine leuchtete auf im Schein der
Kerzen, trinken wir auf diese warmherzige „kalte Heimat!" sagte ich. 

Unsere Gläser klangen gut zusammen.

Seite 9   Begegnung im Advent / Von Gertrud Papendick
Von der großen, hochgelegenen Gaststätte überm Jungfernstieg hat man den
Blick über die Alster, auf die Lombardsbrücke mit den durchfahrenden weißen
Dampfern und in den grauen Hamburger Himmel über allem. 

An den vielen kleinen Tischen ringsum drängte sich die kauflustige
Menschheit mit Paketen und prallgefüllten Netzen zu einer kurzen Rast in all
der Aufregung, und auch ich hatte den Ertrag meiner Einkäufe auf einem Stuhl
versammelt und saß da ein bisschen verloren und sehr weit fort. 

Die Menschen kamen und gingen, und ich sah die zwei Damen in Schwarz, die
auf der Suche nach zwei freien Stühlen ihren Weg durch das Gedränge machten.
Sie sahen in Kleidung und Haltung ein wenig wie Schwestern aus; aber sie
waren es nicht, denn ich erkannte sofort die Gesichter unter den feschen
schwarzen Kappen und dachte im Glück einer jähen Erinnerung an den Schiefen
Berg in Königsberg und an den Steindamm. Und schon stand ich auf und redete
sie an. 

Es ergab sich, dass bei mir gerade zwei Plätze frei wurden, und so saßen
wir, drei Frauen aus unserer alten Stadt im Osten, hier an einem Tisch der
Fremde, mitten im hektischen Gewühl der Vorweihnachtszeit einer Weltstadt.
Aber das wurde dann nun doch ein richtiger Advent. 

Mit dem Schiefen Berg, das war schon richtig, da hatte das große Haus der
Druckerei gestanden, zu dem die eine von ihnen gehörte, und ich war ein Kind
aus der Tuchmacherstraße und hatte sie schon als ganz kleines Ding von
Angesicht gekannt. Und wie oft war ich der andern und ihrem Mann auf dem
Steindamm begegnet, wo sich ihre Apotheke befand. 

Wir saßen und aßen und redeten, eine Welle von Heiterkeit umfloss dieses
Gespräch mit den vielen Gedanken an einst und den Berichten von jetzt trotz
allem, was dazwischenlag an Verlust und Leid, Not und Vereinsamung. Diese
beide ostpreußischen Frauen — zwei Frauen von Welt bei alledem —, es war
ihnen nicht anzumerken, was das Schicksal auch ihnen getan hatte, man musste
es nur wissen, aber sie hatten es überstanden und lebten von neuem. 

Und nun stellte es sich heraus, dass die eine von ihnen am Tag vorher
achtzig Jahre alt geworden war und die andere kurz vor dem achtzigsten
Geburtstag stand. Bei Gott, man sah es ihnen nicht an. 

„Wir sind zweiundsiebzig Jahre befreundet", erzählte meine Bekannte vom
Schiefen Berg, und danach lobte sie die Königinpastete, die wir alle drei
bestellt hatten: „Wirklich ausgezeichnet! Ja, in Königsberg waren wir jeden
Tag zusammen, das geht nun leider nicht mehr; aber wir sehen uns trotzdem
noch oft“. 

Sie hatte eine Wohnung in Hannover und war gerade einige Zeit bei ihrer
Freundin in der Nähe von Kiel gewesen. Aber als dann der ac