Monatsdigest

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/01 00:47:51
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Ostpreußenblatt
Folge 14 vom 07.04.1956

Seite 1   Foto: Aufn.: Horst Sack. Das Denkmal des Herzogs Albrecht.
Ostpreußen, der Eckpfeiler Deutschlands im Nordosten, hat eine reiche und
ruhmreiche Geschichte. Wir haben in der ersten Zeit des Bestehens dieser
Zeitung, in den Jahren 1949/1950 in zehn Folgen eine von Professor Dr. Bruno
Schumacher verfasste Übersicht über diese Geschichte gebracht. (Das große
Werk von Professor Schumacher ist leider vergriffen; inzwischen muss man
sich mit der kurzgefassten Übersicht begnügen, die er geschrieben hat; sie
ist im Verlag Gerhard Rautenberg in Leer erschienen und kostet gebunden.
3,50 DM.) Damit die Kenntnis über die geschichtlichen Ereignisse in unserer
Heimat erhalten bleibt, vor allem bei der Jugend, bringt das Ostpreußenblatt
seit Anfang dieses Jahres in jeder Folge in zwangloser Auswahl der Themen
historische Beiträge aus der Feder des früheren Direktors des Stadtarchivs
und des Stadtgeschichtlichen Museums von Königsberg, Dr. Fritz Gause, unter
der Sammelüberschrift „Blätter ostpreußischer Geschichte". 

In dieser Folge wird die Umwandlung des geistlichen Staates des Deutschen
Ritterordens in ein weltliches Staatswesen unter der Regierung des ersten
Herzogs, Markgraf Albrecht von Brandenburg, behandelt. 1894 wurde diesem
Fürsten in Königsberg ein Denkmal errichtet, das der Königsberger
Akademieprofessor Friedrich Reusch modelliert hatte. Die beiden mit Siegeln
versehenen Urkunden in der rechten Hand des Standbildes weisen auf zwei
bedeutsame Taten des Herzogs hin, auf die „Agenda 1525" — die Kirchenordnung
— und auf die „Albertina", die Universitätsgründung 1544. Das Denkmal
musste, aus Verkehrsgründen von seinem ursprünglichen Standort vor dem
Haberturm am Münzplatz weichen; es wurde — unser Bild, zeigt es an seinem
neuen Platz — an der Südwestecke des Schlosses, am Gesekusplatz,
aufgestellt. 

Seite 1   Das Ostpreußen-Memorandum. Der „Kongress der Amerika-Polen"
protestiert / Die Tätigkeit von Dr. Sollet 
Der „Pressedienst der Heimatvertriebenen" (hvp.) die Korrespondenz des
Göttinger Arbeitskreises, meldet aus Washington: 

„Der „Kongress der Amerika-Polen", die Dachorganisation der Verbände
amerikanischer Staatsbürger polnischer Herkunft, veröffentlichte eine
Protesterklärung gegen das von dem amerikanischen Kongressabgeordneten Reece
kürzlich im USA-Repräsentantenhaus verlesene „Memorandum of East Prussia",
das auch in dem amtlichen Kongressbericht „Congressional-Record" aufgenommen
wurde. In seiner Ansprache hatte der amerikanische Abgeordnete die
Regierungen der drei Westmächte aufgefordert, vor aller Welt erneut
darzutun, dass die fremder Verwaltung unterstellten deutschen Ostgebiete
jenseits von Oder und Neiße nach wie vor völkerrechtlich deutsches
Staatsgebiet sind. Der Abgeordnete Reece hatte dabei insbesondere auf die
Heimattreue, der, ihrer Heimat beraubten Ostpreußen, hingewiesen. 

Der „Kongress der Amerika-Polen" wendet sich in seiner Protesterklärung
zugleich gegen die Tätigkeit des Beauftragten der Landsmannschaft Ostpreußen
in den Vereinigten Staaten, Gesandtschaftsrat a. D. Dr. Sallet, der das dem
amerikanischen Kongress unterbreitete Ostpreußen-Memorandum verfasst hatte.
Es wird dabei darauf hingewiesen, dass Dr. Sallet zahlreiche Gespräche mit
einflussreichen amerikanischen Politikern und Journalisten geführt habe und
auch vom amerikanischen Außenminister Dulles empfangen worden sei. Es
handele sich um eine „deutsche Aktion" in der Frage der „wiedergewonnenen
polnischen Westgebiete", die besonders im Hinblick auf die nächsten Wahlen
in den Vereinigten Staaten gerade jetzt unternommen worden sei. Der
„Kongress der Amerika-Polen" ruft abschließend zu verstärkten Geldspenden
auf, die dazu dienen sollen, eine entsprechende „Gegenaktion" durchzuführen.


Die amerika- und exilpolnische Presse behauptet, dass Dr. Sallet vor allem
zu jenen amerikanischen Abgeordneten Verbindungen hergestellt habe, in deren
Wahlbezirken sich die Stimmberechtigten zu einem hohen Prozentsatz aus
Amerikanern deutscher Herkunft zusammensetzten. Die Mission Dr. Sallets
trage zwar keinen amtlichen Charakter, aber er führe seine Gespräche
nichtsdestoweniger auf hoher Ebene und gehe überhaupt — wie ausdrücklich
vermerkt wird — mit „Geschicklichkeit" vor.

Soweit die Meldung des hvp., die zweifellos starkes Interesse beanspruchen
darf. Die Amerika-Polenscheinen sehr erstaunt zu sein, dass sie in ihrer
geschichtsfälschenden Darstellung der deutschen Ostgebiete als urpolnischer
Lande jetzt gestört werden, so wie es durch die Verlesung des
Ostpreußen-Memorandums durch den Kongressabgeordneten Reece geschah (wir
haben den Inhalt des Memorandums seinerzeit veröffentlicht) und durch die
Tätigkeit von Dr. Sallet hoffentlich sehr nachdrücklich noch weiter
geschehen wird. „Noch ist Polen nicht verloren ..."Gewiss, aber die Polen in
Amerika — ob es nun Amerika-Polen sind oder Exilpolen —werden zur Kenntnis
nehmen müssen, dass auch wir Ostpreußen unsere Heimat nicht verloren geben.
Dass Ostpreußen niemals zu dem „nicht verlorenen Polen" gehört hat, — das
Wissen darüber kann nicht weit und nicht gründlich genug in der Welt
verbreitet werden.

Seite 1   Die große Gelegenheit 
Es hat zähen Ringens bedurft, ehe sich der Bundesfinanzminister als Hüter
des vielzitierten „Juliusturms" (in dem nach Ansicht der Finanzfachleute
heute etwa acht, vielleicht sogar neun Milliarden Steuergelder ruhen)
endlich bereitfand, einer seit langem geforderten Steuersenkung prinzipiell
zuzustimmen und auch der von parlamentarischen Kreisen erhobenen Forderung
nach wirkungsvoller Aufbesserung der Renten, nach der Bereitstellung von
Krediten und Hilfen etwa für notleidende Betriebe des gewerblichen
Mittelstandes, der Landwirtschaft und des Bergbaues mehr Verständnis
entgegenzubringen. Nicht bedingungslos und unbeschränkt wurde das Jawort
Schäffers gegeben. Die sogenannte „lineare" Senkung der Einkommensteuer, die
für die niedrigen und mittleren Einkünfte etwa eine Erleichterung um zehn
Prozent ausmachen würde, will der Minister auf zunächst zwei Jahre — ab 1.
Oktober 1956 — begrenzen, worauf dann die finanzielle Lage der
Bundesrepublik im Hinblick auf die wachsenden Ausgaben für Armee, Luftwaffe
und Marine überprüft werden soll. Der Staat rechnet sich theoretisch bei den
geplanten Steuererleichterungen einen Einnahmeausfall im Rechnungsjahr für
Bund und Länder von je etwa einer Milliarde Mark aus, wobei man allerdings
ziemlich sicher damit rechnen kann, dass davon in der Praxis nicht die Rede
sein kann. „Sozialprodukt" und Volkseinkommen werden nämlich auch weiter
bedeutsam steigen, und gerade eine Lockerung des Steuerdrucks kann
wesentlich dazu beitragen, dass auch bei niedrigeren Sätzen für öffentliche
Abgaben etwa die gleiche Summe, vielleicht sogar noch mehr an Steuergeldern
bei der Finanzverwaltung eingeht. Auch jene Summen, die zur Förderung der
wirtschaftlichen Produktion gegeben werden, müssen ja sehr entscheidend dazu
beitragen, bisher nur schwach fundierte oder geradezu notleidende
Unternehmen in sehr beachtliche Steuerzahler zu verwandeln. Man darf bei
normaler Entwicklung der Dinge damit rechnen, dass nach zwei Jahren eine
Steuererhöhung auch dann nicht notwendig sein wird, wenn die jährlichen
Wehrausgaben einmal über die heute vorgesehenen neun Milliarden
hinauswachsen. 

Die Stunde ist da, wo sich bei der heutigen Lage der öffentlichen Finanzen
eine große, ja einmalige Möglichkeit ergibt, die trotz allem lauten
„Wirtschaftswunder"-Gerede bei uns immer noch bestehenden sozialen Notstände
weitgehend zu beseitigen und endlich einmal die tiefe Kluft zwischen Reich
und Arm einigermaßen zu überbrücken. Der jetzige Bundestag wird in den
kommenden Monaten Gesetze und Regelungen zu beschließen haben, die — wenn
sie klug, umsichtig und weitschauend gefasst werden — die beste Krönung
seines Werkes sein werden. Wir sind uns alle klar darüber, dass schon eine
verhältnismäßig bescheidene Senkung der Lohn- und Einkommensteuersätze,
verbunden mit erhöhten Freibeträgen etwa für Kriegsopfer aller Art und für
Kinderreiche, für Millionen und Abermillionen eine durchaus spürbare
Entlastung im harten Lebenskampf bedeutet. Ebenso wichtig — sowohl
wirtschaftlich als auch politisch — aber ist die Verbesserung aller Renten
auf einen Stand, der einer wirklichen Versorgung im Alter und bei
Invalidität und unverschuldetem Siechtum entspricht. Denn es ist ein
skandalöser Zustand, dass Opfer des Krieges, der Gefangenschaft und der
Vertreibungen mit Beträgen von achtzig, neunzig und hundert DM je Monat
abgespeist werden, von denen niemand sein Dasein fristen, geschweige denn im
wahren Sinne des Wortes leben kann. Nun hat allerdings eine höchst
merkwürdige Verlautbarung des Bundesinnenministeriums vor einiger Zeit
behauptet, Fürsorgeempfänger könnten im Monat schon von einer
Mindestunterstützung von 57,32 DM „leben". Es wird hohe Zeit, dass man mit
solchen Rechnereien aufhört, die von den Fürsorgeempfängern und Rentnern
doch wirklich nur als eine Herausforderung empfunden werden können. Die
Bonner Rechenkünstler setzen für die Ernährung eines Fürsorgeempfängers —
angeblich nach den Durchschnittspreisen von 1954 — einen Betrag von 35,98 DM
an! Nun weiß aber jedes Kind, dass von solcher Summe bei uns in Deutschland
nicht einmal ein Hungerkünstler oder Einsiedler sein Dasein fristen könnte.
Bonn hat gemeint, für Kochfeuerung und Beleuchtung dürften monatlich bei
solchem Richtsatz 7,36 DM aufgewandt werden, während man für die
Instandhaltung von Wäsche und Hausrat 3,29 DM „zubilligt". Die Reinigung u.
Körperpflege soll von 3,71 DM bestritten werden. Die Beamten des
Innenministeriums bewilligen als monatliche Kost 700 Gramm Margarine (!),
120 Gramm Kaffee-Ersatz, 20 Gramm deutschen (!) Tee, drei Eier, 15 Kilo
Kartoffeln und zehn Kilo Mischbrot. An Fleisch und Wurstwaren könne sich ein
nach diesem Mindestsatz „Versorgter" 1250 Gramm in einem Monat leisten. 

Der „Bund für Sozialreform" hat die Bonner Rechenmeister daran erinnert,
dass sie zwar in der Fürsorge ein Minimum von noch nicht 58 DM monatlich
festsetzen, dass aber andererseits die monatliche Rente der Witwe eines
Ministerialdirektors etwa 1070 DM, die einer Ministerialratswitwe 720 DM
betrage, während wiederum die Witwe eines Dachdeckermeisters nur 83 DM im
Monat zugebilligt erhalte. Allein diese weltfremden Berechnungen für
Unterstützungen und Fürsorgebeträge beweisen schlagend, wie dringend
notwendig hier eine durchgreifende Reform ist. 

Es hat in diesen Wochen ein parlamentarischer Ausschuss darüber beraten, wie
der sogenannte „Kuchen", wie also die zweifellos verfügbaren Summen des
heute berstend vollen „Juliusturmes" zweckmäßig verwendet werden können. Er
hat dabei auf das Rentnerproblem ebenso hingewiesen wie auf die Förderung
der für uns entscheidend wichtigen eigenen landwirtschaftl. Produktion, des
Bergbaues und der Mittelstandsbetriebe. Wir wollen nur hoffen, dass neben
diesen zweifellos sehr wichtigen Dingen auch jenes Kapitel nicht übersehen
wird, das den Titel „Lastenausgleich" trägt. Zehntausende von
Heimatvertriebenen, die dem Vaterland die besten Dienste geleistet und Werte
geschaffen und betreut haben, die später dann alles verloren, sind heute
schon gestorben, ohne jemals auch nur einen Pfennig an wirklicher
Entschädigung erhalten zu haben. Selbst die so bescheidene Hausrathilfe ist
bekanntlich bisher nur einem Teil der Geschädigten und noch lange nicht
allen Anspruchsberechtigten gezahlt worden. Hat die nach langem Ringen den
besonders Hartbetroffenen zugebilligte „Unterhaltshilfe" jemals auch nur den
Sätzen einer bescheidenen echten Versorgung entsprochen? Kann man sie nicht
vielmehr bis heute oft nur als einen „Bettelgroschen" bezeichnen? (Wobei
feststeht, dass pfiffige Straßenbettler oft erheblich höhere Einkünfte als
Unterhaltshilfeempfänger haben.) Was haben — so müssen wir weiter fragen —
gerade jene Männer und Frauen, die vor zehn und elf Jahren nach Sibirien
verschleppt wurden und dort Unsägliches zu ertragen hatten, bisher wirklich
vom „Dank des Vaterlandes" verspürt? So gut wie nichts, muss die Antwort
lauten. Jede Reform, die diese außerordentlichen Notstände weiter
unberücksichtigt lässt, bleibt Stückwerk. 

Das deutsche Volk hat die feste Hoffnung, dass seine gewählten Vertreter die
Forderung der Stunde erkennen und nun unverzüglich an diese Arbeit gehen
werden. Sie ist wie keine andere geeignet, unserem jungen Staat ein
Fundament zu schaffen, dass keine politischen Stürme und Unwetter zerstören
können. Nur dort, wo jedermann Auskommen und Wohnstatt hat, wo Not und Elend
für alle beseitigt sind, wo im besten Sinne Gerechtigkeit herrscht, und
jedes wirkliche Verdienst anerkannt und belohnt wird, lebt man sicher. Es
entspricht gewiss preußischem Denken, dem Staat zu geben, was ihm gebührt.
Ebenso preußisch ist es aber auch, zu erwarten, dass dieser Staat die
öffentlichen Mittel klug und haushälterisch verwaltet, dass er nur fordert,
was er wirklich braucht, und dass er vor allem an jedes seiner Kinder denkt
und Notstände nirgendwo duldet. Es darf dem Staat nicht gleichgültig sein,
dass seine am schwersten geschädigten Bürger auf die ihnen seit vielen
Jahren zugesagte Entschädigung für ihre Verluste immer noch warten müssen,
und dass die ausreichende soziale Alterssicherung nur für einen Teil der
Deutschen verwirklicht ist. Eine große Gelegenheit ist gegeben, manches
besser zu lösen, was bis heute völlig unzulänglich und fragwürdig blieb.
Wird sie genutzt, dann werden wir spüren, welch segensreiche Wirkungen
dieses nicht nur für die unmittelbar Betroffenen, sondern auch für das ganze
Volk haben wird. Auch heute gilt noch das alte Wort, dass das allgemeine
Wohl das höchste Gesetz und die sicherste Grundlage eines Staates ist. 

Seite 1   Ägyptische Offiziere werden in Gdingen ausgebildet 
Über 200 Offiziere des ägyptischen Heeres, der Marine und der Luftwaffe
werden in der jetzt von den Polen besetzten Marinebasis Gdingen bei Danzig
heimlich von russischen Instrukteuren für die modernsten Waffen ausgebildet.
Sie lernten hier vor allem den Gebrauch russischer Radar-Einrichtungen,
Luftabwehrgeschütze, neuer Unterseeboote und sonstiger amphibischer Waffen.
Alle drei Monate werde die Hälfte der Ausbildungsgruppe durch junges
Personal abgelöst, so dass die gesamte Ausbildung etwa sechs Monate dauere.
Die weitere Ausbildung erfolge auf den scharf bewachten Flugfeldern und
Marineanlagen der Hafenstadt Alexandrien. Hier seien vor allem tschechische
Instruktionsoffiziere eingesetzt worden. Es verlaute, dass die ägyptische
Regierung des Oberst Nasser bis jetzt bereits vierzig russische Strahlbomber
vom Typ „lljuschin" sowie fünfunddreißig höchst moderne Düsenjäger vom Typ
Mig erhalten habe.

[OWP] Update Allensteiner u. a. Archive, Index der Standesamtsregister

Date: 2017/03/01 08:36:59
From: BernhardOstrzinski <bernhardostrzinski(a)web.de>

Hallo Forschende, Suchende, Findende und Hilfsbereite,

weitere Einträge wurden bereits in der letzten Woche aus Registern der
Standesämter Pillau I und Alt Pillau II, Bosemb, Glaubitten, Gross
Schiemanen, Regerteln und Seehesten dem Index zugefügt.  

Liebemühl und Widminnen wurde ergänzt und Lochstaedt korrigiert.

Das Standesamt der Festung Pillau ist bereits zur Erfassung vergeben.

Gillau, Fürstenau und Bischofsburg, Land suchen noch einen Bearbeiter.

Bei Interesse an der Bearbeitung bitte kurze Mail an mich direkt.

bernhardostrzinski(a)web.de <mailto:bernhardostrzinski(a)web.de> 

 

Ein Hinweis zu Gehsen.

Beim bisher als Standesamt Gehsen ausgewiesenen Sterberegister handelt sich
um kirchliche Aufzeichnungen

1877-1944 eines Sterbebuches indem der Nachweis des Standesamtlichen Eintrag
als Jahr und Reg. Nr. enthalten ist.

http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/skany.php?z=1745
<http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/skany.php?z=1745&s=1> &s=1

 

Da es sich um kein Standesamtsregister handelt wurde das Sterbebuch nicht
für das Projekt bearbeitet.

Enthalten sind neben Angaben zur Person der Verstorbenen auch Hinweise zu
den Registrierungen die beim Standesamt erfolgten (Jahr und Reg. Nr.).

 

Aktuell werden am Projekt umfangreiche Korrekturen (Doppelerfassungen und
Verlinkungen) vorgenommen.

 

 

Zugang zum Index:

< <http://www.vffow-buchverkauf.de/> http://www.vffow-buchverkauf.de/> 

Benutzer Gast

Passwort: vffow

 

Über die aktualisierte und überarbeitete Web Seite von Clemens Draschba

 

< <http://allenstein.draschba.de/> http://allenstein.draschba.de/> 

 

erhält man eine aktuelle komplette Übersicht über den Bestand an
Digitalisaten, nicht nur der Standesamtsregister, in verschiedenen Archiven
aus unserem Forschungsgebiet.

mit freundlichen Grüßen

Bernhard (Ostrzinski)

 

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/01 09:34:40
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 2   Was kostet eine Ostseeflotte? Zerstörer heute teurer als früher
Panzerschiffe! 
Die neue deutsche Bundesmarine, zu deren Aufgaben vor allem auch der Schutz
der deutschen Küsten an der Ostsee gehört, wird — wie wir von verlässlicher
Bonner Seite erfahren — bis Ende dieses Jahres einen Personalbestand von
etwa achttausend Mann und zweitausend Beamten und Angestellten haben. 

Schon mehrfach wurde aus Leserkreisen an uns die Frage gerichtet, was wohl
heute Kriegsschiffe, die für eine deutsche Ostseeflotte mit kleineren
Einheiten in Frage kommen, beim Neubau kosten. Hierzu ist zu sagen, dass
sich der ungeheure Fortschritt der Waffentechnik und die Fülle moderner und
sehr kostspieliger Einrichtungen auch im Preis der Kriegsschiffe sehr stark
auswirken. Die neue deutsche Flotte wird bekanntlich einstweilen weder
Flugzeugträger noch Schlachtschiffe oder Kreuzer erhalten. Zu den größten
Einheiten gehören die aus den Torpedobooten entwickelten Zerstörer. Die
„Wilhelmshavener Zeitung“ als Blatt mit alter Marinetradition nennt einige
Preise für die neuen Einheiten: ein Zerstörer wird zum Beispiel danach 85
Millionen DM kosten. Er stellt sich damit teurer als die früheren
Panzerschiffe. Für das bekannte Panzerschiff „Deutschland" mussten vor dem
Zweiten Weltkriege nämlich nur 80 Millionen Mark aufgewendet werden, von
denen allein 40 Millionen auf Waffen und Panzer kamen. Es sei noch erwähnt,
dass das sehr viel größere Schlachtschiff „Scharnhorst" 145 Millionen und
die fast 50 000 Tonnen große „Tirpitz" als größtes jemals fertiggestelltes
Kriegsschiff 183 Millionen gekostet hat. Zwei heutige Zerstörer von etwa
2500 bis 3000 Tonnen kosten also jetzt ebenso viel, wie ein solcher Gigant
der Vorkriegszeit. Die Geleitboote werden auf ebenfalls 45 Millionen je
Einheit, die kleinen Küstenminensuchboote bereits auf 9 Millionen
veranschlagt. Das vorgesehene Ausbildungsschiff wird auf 70 Millionen DM
kommen. Insgesamt ist für das Schiffbauprogramm die Summe von 6,2 Milliarden
vorgesehen. 

Der bekannte Bundestagsabgeordnete Vizeadmiral a. D. Heye, der Sohn des in
Ostpreußen so bekannten Generals Heye, hat betont, dass die ersten Mittel
für die Schiffsbauten bald zur Verfügung gestellt werden müssen, da alle
diese kleinen Typen für den Aufbau der Flotte sehr wichtig sind. Die ersten
bereits in diesem Frühjahr in Dienst zu stellenden Einheiten sind frühere
deutsche Minensucher und Räumboote, die bisher unter der amerikanischen
Flagge fuhren.

Seite 2   Ausgerechnet von Cube! Er soll Intendant des Bayerischen Rundfunks
werden. 
Nach dem plötzlichen Tode des bayerischen Rundfunkintendanten Rudolf Scholtz
betraute der Rundfunkrat den politischen Chefredakteur der bayerischen
Sender, nämlich Herrn Walter von Cube „bis zur Neuwahl des Intendanten" mit
der geschäftsführenden Wahrnehmung des leitenden Postens. Inzwischen ist
bekanntgeworden, dass es im Rundfunkrat starke Kreise gibt, die der Ansicht
sind, man solle ausgerechnet diesem Herrn von Cube endgültig das wichtigste
Amt des Bayerischen Rundfunks übertragen. 

Die heimatvertriebenen Deutschen und ebenso unsere Brüder jenseits der
Zonengrenze müssen in solchen Absichten eine eindeutige Herausforderung
erblicken. Ihnen ist nämlich seit vielen Jahren dieser Herr von Cube zu
einem Begriff geworden als Rundfunkkommentator, der wie kein zweiter die
entscheidenden deutschen Anliegen in einer Gehässigkeit, Verdrehung und
Verständnislosigkeit abgehandelt hat, die kein außerdeutsches Land auch nur
einen einzigen Tag bei Parallelfällen geduldet hätte. Zur Stärkung des
Gedächtnisses sei den verantwortlichen Politikern Bayerns, die ja in
erheblicher Zahl auch im Rundfunkrat von München vertreten sind, eine kleine
Auslese der Äußerungen dieses Mannes vorgelegt, die durchaus keinen Anspruch
auf Vollständigkeit macht:

Anno 1950 gab Walter von Cube, der nach 1945 von Nichtdeutschen auf seinen
wichtigen politischen Posten lanciert wurde, den „Rat", sie möchten doch
„nun endlich" den Eisernen Vorhang nach Mitteldeutschland zumachen und
Berlin wie auch die sowjetisch besetzte Zone mit rund zwanzig Millionen
Deutschen ihrem Schicksal überlassen! Man gehe sonst „am Humanismus
zugrunde". Was wäre wohl einem Briten und Franzosen geschehen, der seinem
Volk in einem ähnlich brennenden Anliegen derartiges vorgesetzt hätte? Nun,
Herrn von Cube geschah gar nichts, und so erlaubte er es sich drei Jahre
später von neuem, die Betreuung verfolgter und geflüchteter Deutscher aus
der Zone als „selbstmörderische Menschlichkeit" zu bezeichnen. 1954
bezeichnete von Cube dann ausgerechnet in einem „Osterkommentar" die vom
deutschen Volke gewählten Abgeordnetem als „gesamtdeutsche Illusionisten“,
wobei er dann gleich von der „pathetischen Deklamation" des Bundestages
sprach und ein „nationales Pathos wilhelminischer Rhetorik" in Bonn
feststellen wollte. Wen verwundert es nach diesen Kostproben angeblich
neutraler Rundfunkkommentierung, dass der gleiche Walter von Cube sich
berufen glaubte, vor jeder Aufnahme des Gesamtdeutschen Blocks in die
Münchener Regierung zu „warnen“ und dreist und unverdrossen behauptete, der
BHE könne sich nur einen „Wählerstamm von Berufsflüchtlingen konservieren.
Dass der Bundestag eine Anerkennung der von Moskau eingesetzten
Sklavenhalter in Pankow ablehnte, bewog diesen famosen Kommentator zu der
Bemerkung: das sei eine „feierliche Torheit". Dass er jede, aber auch jede
Gelegenheit wahrnahm, den vertriebenen Deutschen etwas am Zeuge zu flicken,
wird nach dieser Sammlung Cubescher Worte wohl niemand verwundern. In
welchem Takt das Herz, dieses zugewanderten Urbayern schlägt, das offenbarte
sich deutlich, als er den Amerikanern schwere Vorwürfe machte, weil sie
nicht sofort 1917 das bolschewistische Regime anerkannt hätten. Einem Sefton
Delmer und anderen deutschfeindlichen Auslandsjournalisten lieferte er in
seinen Reden oft genug „Material". Auf ihn konnten sie sich ja berufen, wenn
sie behaupteten, in Deutschland und Bayern werde die Demokratie angeblich
durch „deutschnationale und nazistische Elemente" in ihren Grundfesten
erschüttert. 

Die Forderung, einen solchen Mann umgehend seiner Funktionen als politischer
Chefredakteur eines der wichtigsten Sender zu entheben, ist oft genug
gestellt worden. Es hat auch bayerische Politiker gegeben, die offen
erklärten, dass seine Tätigkeit unerträglich werde. Herr von Cube hat sich
trotzdem nicht nur in diesem Amt halten können, er ist heute auch
geschäftsführender Intendant geworden und rechnet sicher damit, endgültig
die Spitzenposition des Bayerischen Rundfunks zu erhalten. Da muss nun mit
größtem Nachdruck betont werden, dass nicht nur die über zehn Millionen
Heimatvertriebenen und die heute über siebzehn Millionen Deutschen in der
Zone samt den Berlinern, sondern auch die übergroße Mehrheit der
Westdeutschen eine solche Bestallung des Herrn von Cube nicht hinnehmen
können und werden. Wir alle erwarten von den Vertretern der verschiedenen
bayerischen Fraktionen und von den berufenen Mitgliedern des Münchener
Rundfunkrates, dass sie hier beweisen, dass man nicht ungestraft das
verdrehen und beschimpfen darf, was für unser Volk das heiligste Anliegen
ist. Das Konto des Herrn Walter von Cube ist seit langem übervoll. Seine
Wahl zum Intendanten würde von uns allen als ein Schlag ins Gesicht
empfunden und entsprechend beantwortet werden. Darüber darf kein Zweifel
bestehen! 

Seite 2   Hunderttausend neue Moskau-Propagandisten jährlich.
Weltpolitisches Geschehen — kurz beleuchtet. 
Das offizielle Blatt der sowjetischen bolschewistischen Partei, die Moskauer
„Prawda", veröffentlichte kürzlich einen längeren Bericht über die Tätigkeit
der Partei im Sowjetstaat, der manche sehr beachtlichen Einzelheiten
aufweist. Es wird zum Beispiel nachgewiesen, dass die Moskauer Staatspartei
sich heute zu 73% aus den durchweg recht beachtlichen Mitgliedsbeiträgen
finanziert, während andererseits die Einnahmen aus den im Parteiregie
tätigen Verlagen in den Jahren von 1952 bis 1956 von zwölf auf
sechsundzwanzig Prozent gestiegen sind. Hierbei bekennt die „Prawda", dass
zwar die Moskauer Parteiblätter, deren Bezug für die Kommunisten vielfach
vorgeschrieben ist, ebenso wie die Buchverlage stets steigende Einnahmen
haben, dass aber fast die Hälfte der Provinzblätter, die gleichfalls alle
der Partei angehören, immer noch laufende Zuschüsse brauchen. Die Zahl der
aus der Partei wegen Nichtzahlung von Mitgliedsbeiträgen ausgeschlossenen
Bolschewisten sei beträchtlich. Es wird zugegeben, dass hohe
Parteifunktionäre in einer Reihe von Gebieten wie Gorki, Smolensk, Omsk und
Swerdlowsk Mitgliedsbeiträge in größerem Umfange veruntreut haben. 

Starke Beachtung verdienen die Feststellungen der „Prawda" über die
Ausbildung von Propagandisten und Agenten des Bolschewismus. Allein an den
Kurzlehrgängen und Seminaren werden auf der unteren Ebene jährlich 50 000
geschulte Propagandisten ausgebildet. Der Parteischulung dienen weiter 288
sogenannte marxistische Abenduniversitäten, die gegenwärtig von rund 150 000
jungen Männern und Mädchen besucht werden. Die Elite der Sowjet-Agitatoren
muss Dreijahreslehrgänge an den großen Parteischulen durchlaufen. Hier sind
in den letzten fünf Jahren weitere 34 000 Spitzenfunktionäre ausgebildet
oder „umgeschult" worden. Welche Vermögenswerte die bolschewistische
Staatspartei in Russland besitzt, wird dadurch erwiesen, dass allein
zwischen 1952 und 1956 756 neue Parteipaläste, Schulen und Wohngebäude für
Parteifunktionäre mit einem Wert von über 700 Millionen Rubel erbaut wurden.
Hier muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Partei bereits in den
allermeisten Städten schon 1952 über eine Riesenzahl von eigenen Gebäuden
verfügte. 

Falsche Blickrichtung 
An der Spitze der gegenwärtigen französischen Regierung steht bekanntlich
der Sozialistenführer Guy Mollet, früher Studienrat für den
Englischunterricht an einem Gymnasium. Er hat in der neugewählten
Nationalversammlung nur knapp ein Drittel der Abgeordneten hinter sich, und
er erhielt alle bisherigen Vertrauensvoten nur dadurch, dass auch die
Kommunisten – auf Befehl Moskaus – zunächst einmal für ihn stimmten, wobei
sie offenbar die Hoffnung haben, ihn trotz seiner bisherigen Absagen eines
Tages für die sogenannte „Volksfront" — also für einen Einzug
kommunistischer Minister — zu gewinnen. Seine eigene Partei verfügt ja nur
über 90 von annähernd 600 Sitzen; die Kommunistenfraktion ist fast doppelt
so stark als die der Sozialisten und würde also in einer reinen
Linkskoalition schon den Ton angeben. 

Mollet, der als erster französischer Ministerpräsident seit langem ein
hervorragendes Englisch spricht, was sich aus seinem Beruf erklärt, empfing
vor kurzem eine große Abordnung bekannter amerikanischer Redakteure, um
ihnen seinen Standpunkt in weltpolitischen Dingen klarzumachen. Dabei bewies
er dann wieder einmal, wie wirksam die Moskauer „Koexistenz“-Stimmungsmache
doch gerade bei den Franzosen ist. Er fühlte sich bewogen, zunächst einmal
den Amerikanern einige Belehrungen zu erteilen. „Als Freund" schätze er zwar
die amerikanische Finanz- und Rüstungshilfe — von der sein Frankreich ja
wahrlich nicht schlecht profitiert habe — aber er müsse Washington doch
darauf hinweisen, dass es auf das „Wie" des Schenkens ankomme. Nach seiner
Ansicht sollten sich die Amerikaner an der Geschicklichkeit der Sowjets im
Orient ein Beispiel nehmen. (Auf die so verheerende Auswirkung französischer
Kolonialpolitik gerade bei den Völkern des Nahen und Fernen Ostens ging
Monsieur Mollet nicht ein!) 

Die etwas verblüfften „amerikanischen Freunde" fragten darauf Mollet, was er
eigentlich über die fünf Millionen, kommunistischen Wähler in Frankreich
denke. Er tat das mit einer Handbewegung ab, leugnete — sicher zur Freude
der Moskauer — eine ernste Kommunistengefahr ab und meinte, im Grunde seien
nur etwa 200 000 Kommunisten in Frankreich! Die anderen würden brav andere
Parteien wählen, wenn sich erst seine — Mollets — Reformen auswirkten.
Hierauf versuchte dann Frankreichs Ministerpräsident den Argwohn der
Amerikaner nicht etwa gegen die Russen, sondern gegen die Deutschen zu
wecken. Ganz Frankreich fürchte, so meinte er, dass diese Deutschen sich mit
der Sowjetunion verbünden würden. Wörtlich schloss er: „Wir Franzosen
ängstigen uns, dass Ihr (also die Amerikaner) Euch dem neuen Deutschland
gegenüber nicht vorsichtig genug verhaltet“. Es wäre zu wünschen, dass die
deutschen Politiker sich diese Äußerungen Mollets merkten. Sie stammen nicht
etwa von irgendeinem Privatmann, sondern von dem verantwortlichen Chef der
französischen Regierung, die doch so manche Ansprüche bei dem deutschen
Bundesgenossen anmeldet und verficht.

Seite 2   Von Woche zu Woche 
Der deutsche Botschafter in Moskau, Dr. Haas, kam unmittelbar nach Ostern
zur Berichterstattung nach Bonn. Er wird in Ascona eine längere Unterredung
mit dem dort in Urlaub befindlichen Bundeskanzler haben. 

Die neuen Aufstellungsstäbe „Nord" und „Süd" der Bundeswehr haben vor
einigen Tagen ihre Arbeit aufgenommen. Ihnen unterstehen alle bereits
geschaffenen und noch aufzustellenden Lehrbataillone des Heeres. 

Die Stabsoffiziere der bekannten Pariser NATO-Akademie statteten erstmals
der Bundesrepublik einen Besuch ab, um sich über die politischen,
militärischen und wirtschaftlichen Probleme Westdeutschlands zu
unterrichten. 

Zwischen den Vorständen der SPD und des Verbandes deutscher Soldaten fand in
Bonn ein längeres Gespräch über Wehrfragen statt. An ihm nahmen u. a.
Ollenhauer, Mellies, Admiral Hansen und General Linde teil. 

Den Abzug weiterer französischer Truppenkontingente aus Europa verfügte das
Pariser Kabinett. Die zunächst geplante Einberufung von Reservisten wurde
auf Wunsch des Ministerpräsidenten Mollet zurückgestellt. 

Der frühere englische Ministerpräsident Winston Churchill wird am
Himmelfahrtstag in Aachen zur Entgegennahme des Karlspreises eintreffen. Am
folgenden Tage wird Churchill in Bonn Gast des Bundespräsidenten und des
Kanzlers sein. 

Zu einer Einheitsfront gegen den geplanten Mosel-Kanal forderte der
Wirtschaftsminister von Luxemburg die Bundesrepublik und Belgien auf. Er
sprach sich in einer Rede scharf gegen die französischen Wünsche für die
Moselkanalisierung aus. 

Der Bau von 1,8 Millionen Wohnungen in den nächsten sechs Jahren ist in dem
neuen Wohnungsbaugesetz vorgesehen, mit dessen Verabschiedung man bis zum 1.
Juli 1956 rechnet. Beim Bau von Familienheimen sollen vor allem die
kinderreichen Familien stark berücksichtigt werden. Staatliche Bauhilfen
erhalten Bauwillige, die als Alleinstehende nicht mehr als 750 DM monatlich
verdienen. Für jeden Familienangehörigen erhöht sich die Einkommensgrenze um
weitere 70 DM. 

Der Osterreiseverkehr war diesmal sehr stark. Die Interzonenzüge von und
nach Berlin waren teilweise schon am Gründonnerstag überbesetzt. Auf den
Autobahnen stieg der Verkehr um mehr als das Doppelte gegenüber den normalen
Tagen. Weit über 50 000 Berliner hatten bereits bis zum Karfreitag eine
kurze Besuchsreise nach der Bundesrepublik angetreten. 

Der Hamburger Polizeisenator von Fisenne ist im Zusammenhang mit einem
Untersuchungsverfahren gegen den Kriminaldirektor Breuer nach lebhafter
Debatte im Parlament zurückgetreten. Für einen Misstrauensantrag stimmten
diesmal auch einige Abgeordnete des Hamburg-Blocks, der seinerzeit den
Senator gestellt hat. 

350 000 Hektar deutscher Wald sind seit 1949 neu aufgeforstet worden. In
Westdeutschland waren im und nach dem Kriege etwa 450 000 Hektar Waldfläche
dem Raubbau zum Opfer gefallen.

Der Fischabsatz in der Bundesrepublik lässt noch zu wünschen übrig. Der
Frischfischabsatz je Kopf Bevölkerung sank in den letzten Jahren von
jährlich 15,2 auf 12,5 Kilo. Vor allem in den ländlichen Gemeinden muss man
sich noch um gesteigerten Absatz bemühen.

Die erste Parade der Sowjetzonen-Armee soll am 1. Mai in Ostberlin im
Lustgarten stattfinden. Die kommunistischen Blätter melden, dass dabei auch
sowjetzonale Militärorchester spielen würden.

Der erste französische Kreuzer für Fernlenkwaffen lief in Brest von Stapel
und erhielt den Namen des großen Staatsmannes Colbert. Frankreich will in
den nächsten Jahren u. a. drei Flugzeugträger, neunzehn Geleitschiffe und
viele U-Boote größeren Typs bauen. Alle Einheiten dieses Typs sind für die
neue deutsche Bundesmarine einstweilen nicht vorgesehen. 

Das neueste russische Düsen-Verkehrsflugzeug erreichte auf einem Flug von
Moskau nach London eine Höchstgeschwindigkeit von über 870
Stundenkilometern. Für den Rückflug nach Moskau brauchte die Maschine knapp
drei Stunden. 

Eine Kandidatur des früheren amerikanischen Präsidenten Truman hält man
jetzt in Washington bei den kommenden Wahlen für möglich. Der bisherige
aussichtsreichste demokratische Kandidat Stevenson hat bei zwei Vorwahlen im
Mittelwesten und an der Atlantikküste schlecht abgeschnitten. 

Seite 2   121 Millionen Kilogramm Spenden aus dreißig Ländern 
Das Hilfswerk der Evangelischen Kirche Deutschlands, das vornehmlich
Heimatvertriebene und Sowjetzonenflüchtlinge betreut, erhielt im letzten
Jahr doppelt so viel an ausländischen Spenden als in den beiden
vorhergehenden Jahren. Die aus aller Welt – insgesamt aus 30 Ländern –
eintreffenden Liebesgaben enthielten in erster Linie Textil- und
Ledererzeugnisse sowie Lebensmittel und betrugen 1955 15,2 Millionen
Kilogramm. Dieser Ertrag wurde nur 1948 durch Spenden von insgesamt 26,2
Millionen Kilogramm übertroffen. Seit Kriegsende hat das Hilfswerk der
Evangelischen Kirchen über 121 Millionen Kilogramm Spenden aus dem Ausland
erhalten, woran die Vereinigten Staaten mit über 87 Millionen kg, Schweden
mit 16,2 Millionen kg und die Schweiz mit 8 Millionen kg beteiligt sind.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/01 10:20:43
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 3   Zwei Fotos: Zwei Welten . . . 
Die beiden Aufnahmen zeigen auf den Straßenschildern Namen unserer
ostpreußischen Heimat, und doch sind es zwei Welten, die sich hier
gegenüberstehen. Das eine Foto, das linke, ist jetzt in Ostberlin gemacht
worden, in der alten Frankfurter Allee, die (wie lange noch?) Stalinallee
heißt. Von ihr geht die Tilsiter Straße ab. Im Hintergrund einer der
Propagandabauten, die in der Stalinallee errichtet worden sind. — Die
Aufnahme rechts: eine Ecke im Ostpreußenviertel im Grunewald, in dem die
Straßen die Namen ostpreußischer Städte tragen.

Seite 3   Schlagbäume zwischen Lebenden und Toten. Rückblick auf die
Berliner Feiertage. Von unserem Berliner M. Pf. – Mitarbeiter. 
Foto: In Ostberlin: Aus der Gumbinner Straße – der Name ist, wie man sieht,
auf dem Schild durchgestrichen – ist (nach irgendeiner kommunistischen
Größe) eine Anton-Sackow-Straße geworden.
Was Koexistenz bedeutet? Ein Bündel kluger Leitartikel ist nichts gegen ein
paar Tage Anschauungsunterricht in Berlin. Und das vergangene Osterfest bot
wiederum eine ganz besonders eindringliche Lektion. 

Ostern, das bedeutet für den arbeitenden Menschen drei, oft vier freie Tage,
und es ist mehr als nur Tradition, dass der Karfreitag den toten,
Ostersonntag und Ostermontag den lebenden Angehörigen und Freunden gehören,
stumme Zwiesprache am Grab und festliche Begegnung. Sein Ostern so gestalten
zu können, ist elementarstes Menschenrecht; es ihm zu verwehren schlimmer
als Barbarei. 

Karfreitag 
Über zehntausend Westberliner mögen es sein, die auf den schönen Friedhöfen
am Rande der Stadt, besonders in Staaken und Stahnsdorf, ruhen. Als man sie
dort bestattete, ahnte noch niemand, dass eine Macht der Welt sich einfallen
lassen könnte, vor ihren Gräbern Schlagbäume zu errichten. Vor vier Jahren
geschah es. 

Ein Westberliner kann nach Afrika reisen, um dort am Ehrenmal von Tobruk
eines Sohnes, Vaters oder Ehemannes zu gedenken, der im Wüstenkrieg sein
Leben ließ, er kann fahren, wann immer er will, und er wird bereitwillig ein
Visum erhalten. Aber er darf nicht nach Stahnsdorf, nach Staaken! Die
Ausnahmen, die das Pankower SED-Regime zulässt, unterstreichen nur das
Ungeheuerliche dieser Tatsache. 

Bußtag, Totensonntag und Ostern gibt es für Westberliner Passagierscheine zu
den am Stadtrand gelegenen Friedhöfen. Und wie jedes Mal, so geschah es auch
in der vergangenen Woche: die Ausnahme bot Pankow willkommenen Anlass zu
Schikanen und Demütigungen. Ein erschütterndes Bild, diese Tausende von
Menschen, die auf eine kurzfristige Ankündigung hin zu den Ostberliner
Passierscheinsteilen geeilt waren. Viele sahen wir, die angesichts der
wartenden Schlangen entmutigt umkehrten. 

Manch einer, nach stundenlangem Warten endlich an der Reihe, konnte die
verlangte Gräberbescheinigung nicht vorweisen, die „beglaubigte
Bescheinigung der zuständigen Kirchenbehörde über das persönliche Verhältnis
des Antragstellers zur Grabstelle". Da kannten die Ostberlinbeamten kein
Einsehen, kein Erbarmen. Aber auch, wer die Gräberbescheinigung hatte,
musste zweimal nach Ostberlin fahren, zweimal Schlange stehen; der Antrag
musste persönlich abgegeben, der Passierschein am folgenden Tag persönlich
abgeholt werden. Drei Westmark musste jeder zahlen, teures Geld für Rentner
und Arbeitslose, für manchen unerschwinglich. Und dann galt der Schein nur
einen Tag! Wer Karfreitag angegeben hatte und dann doch erst am ersten
Feiertag fahren konnte, den wies die Vopo am Grenzbahnhof zurück. 

Volkspolizisten wachten, dass keiner der Westberliner Friedhofsbesucher vom
direkten Weg zum Friedhof abwich, etwa um die Gelegenheit zu einer kurzen
Einkehr bei Bekannten zu benutzen. Es konnte doch sein, dass in Kränze
verborgene Geheimsender und Sprengmittel in die Zone geschmuggelt wurden!
Denn dies ist die irrwitzig lächerliche Begründung Pankows für die
Abschnürung Westberlins und dafür, dass selbst der Gang zum Grab eines
teuren Toten am Karfreitag durch Schikanen erschwert wird. 

Gerade jetzt wieder auf der Parteikonferenz der SED fiel das Wort von der
Milderung der Spannungen. Der Regierende Bürgermeister von Westberlin hat
darauf in einer Rundfunkansprache geantwortet, man möge den Anfang machen,
man möge zum Beispiel den Telefon- und Straßenbahnverkehr zwischen beiden
Teilen der Stadt wiederherstellen. Das Echo von drüben: das sei nicht
möglich, solange Westberlin ein „Agentennest" bleibe. Deshalb auch die
Schikanen für Witwen und Waisen, die am Karfreitag ein Grab besuchen wollten
. . . 

Ostern 
Ostern, sagten wir, gehörte aber auch den Lebenden. Der Reiseverkehr
übertraf selbst die Rekordziffern des Vorjahres. Mit dem Omnibus, dem
Privatauto, dem Flugzeug, der Eisenbahn, fuhren Westdeutsche nach Berlin. Da
bedurfte es keines Passierscheines, die Fahrkarte genügte. Aber wenn man die
Mutter in Erfurt den Bruder in Greifswald besuchen wollte? 

Wiederum zur Ostberliner Passierscheinstelle, und zwar mit Unterlagen.
Passbilder nicht vergessen, einen Fragebogen ausfüllen, der einer Partei
zugeführt wird, die der Staatssicherheitsdienst überprüft. Unterlagen?
Manchmal genügt ein amtlich nachgewiesener 75. Geburtstag, manchmal eine
Hochzeit, sicherer ist ein behördlich und ärztlich bestätigtes Telegramm,
das den Todesfall eines nahen Verwandten anzeigt oder wenigstens eine
schwere Erkrankung. Das sind die Unterlagen für einen Osterbesuch! 

So blieb meist nur eines, nämlich, dass man sich in Westberlin traf. Selbst
das war nicht einfach, denn die Kontrollen an den Grenzbahnhöfen wurden zum
Fest besonders scharf gehandhabt. Koffer und Handtaschen wurden durchwühlt.
Versuchte etwa jemand, illegal Eier aus dem Gebiet der „Deutschen
Demokratischen Republik" auszuführen? Für dies Verbrechen hatte die
Zonenjustiz kurz vor Ostern als warnendes Beispiel ein Zuchthausurteil
verhängt! Umgekehrt erlebten viele Bewohner aus Ostberlin und der
Sowjetzone, dass ihnen abgenommen wurde, was sie in Westberlin eingekauft
oder geschenkt bekommen hatten, und seien es nur ein paar leckere bunte
Ostereier aus Marzipan und Schokolade, die es im Osten nicht oder gar nur zu
Phantasiepreisen gibt. 

Trotz allem: die Sehnsucht der Menschen, zueinander zu kommen, erwies sich
als stärker. 

Wie viele improvisierte Nachtlager hat es in den Ostertagen in Westberlin
gegeben! Man rückte zusammen. Die Chemnitzer bekamen das Ehebett die Kölner
kampierten auf der Matratze auf dem Fußboden. Da haben sich Menschen
getroffen, die sich in normalen Zeiten nicht aufgemacht hatten, eigens um
des Wiedersehens willen. Der Eiserne Vorhang vielmehr gab den österlichen
Familientreffen Bedeutung der Atmosphäre wie nie zuvor. 

Dabei verlief das alles ganz unpathetisch. Man aß und trank gut und
reichlich, ging spazieren, tauschte Erinnerungen und Fotos aus, sprach
davon, dass Hilde bald heiraten würde, Dieter mit Ach und Krach versetzt
sei, Onkel Wilhelm die Operation gut überstanden habe, und so entdeckte man:
Wir sind ja gar nicht Angehörige zweier verschiedener Welten, die gleichen
Freuden und Sorgen bewegen uns, wir gehören zusammen, und die von einem
brutalen System aufgetürmten Hindernisse sind künstlich, widernatürlich,
unhaltbar! 

Beim Abschied Ostermontagabend oder Dienstagmorgen floss so manche Träne.
Wann werden wir uns wiedersehen? 

Von diesen Tränen scheint die große Politik nichts zu wissen, auf keiner
Konferenz wird ihrer gedacht. Aber wir sind sicher, nach diesem Osterfest
mehr denn je, dass sie in der Weltgeschichte eine Rolle spielen.

Seite 3   Elchdamm und Masurenstraße. Berliner Straßen, ostpreußisch
benannt.
Ein Stück Berliner Stadtgeschichte und sogar ein ganz unerwartetes Stück
Heimatgeschichte erlebten wir, als wir durch Ost- und Westberlin fuhren, um
Straßenschilder zu suchen, die an Ostpreußen erinnern . . . 

Aber bitte erst einmal tief Atem holen: Neuntausend Straßen ziehen sich
durch Berlin in einer Gesamtlänge von viertausendfünfhundert Kilometer, was
der Entfernung von Berlin bis Karachi, der Hauptstadt Pakistans entspricht.
Fast achthundert Straßen, besonders in den Außenbezirken, in den Bezirken
der Laubenkolonien tragen als Bezeichnung einfach nur eine Nummer, aber weit
über achttausend haben einen richtigen Namen. Arme Stadtväter! Ihre
Ur-Urahnen hatten es noch leicht, da gab es eben die Königstraße, die Breite
Straße, die Wallstraße, den Kupfergraben, den Mühlengraben, und die Straßen
zu den Stadttoren erhielten eben den Namen der Stadt, zu der der Reiseweg
durch das Tor führte. Dann aber wuchs Berlin. Siegreiche Schlachten,
Mitglieder des Königshauses gaben Namen her, eingemeindete Vororte brachten
die ihren mit, — daher die fast zwei Dutzend Berliner Straßen in Berlin,
denn natürlich hatte jedes der kleinen Dörfer, die heute längst im Stadtkern
aufgegangen sind, seine Berliner Straße. 

1871 wurde Berlin Reichshauptstadt; nun dehnte es sich gewaltig aus. Die
preußischen Provinzen und die übrigen deutschen Länder mussten herhalten mit
ihren Städten und Flüssen und ihren berühmten Männern, fremde Länder und
Hauptstädte kamen an die Reihe bis nach Argentinien und Island, es gibt
sogar ein Afrika-Viertel. Es gibt Viertel, nach Dichtern benannt, nach
Musikern, nach Blumen und nach Tieren. Und unter den Tieren wurden
eigentlich immer nur Vögel ausgewählt, Amsel-, Drossel-, Finkenwege gibt es
mehrfach, doch ist auch das heimische Wild, besonders das Reh, vertreten,
und eine Stadtrandsiedlung hat ihre Wege nach Käfern benannt, Junikäfer,
Goldkäfer, Marienkäfer. Andere Wohnsiedlungen tragen Gestalten aus den
Werken des plattdeutschen Dichters Fritz Reuter als Straßennamen, mehrere
Viertel Namen aus Wagneropern. Man könnte Bände darüber schreiben. 

Von der Frankfurter Allee aus
Auch unser Ostpreußen ist häufig vertreten, zerstreut, aber auch in zwei
geschlossenen Vierteln. Und diese beiden wollen wir uns zuerst ansehen. 

Eines, im jetzigen Ostberlin, wuchs von der Frankfurter Allee, (die heute
Stalinallee und, morgen vielleicht schon wieder anders heißt), bis hinauf
zum Stadtbahnhof Greifswalder Straße. 

Nehmen wir die Memeler Straße, heute nach einem polnischen Kommunisten,
Marchlewski, benannt. Sie ist eine der ältesten Straßen Berlins, hieß einmal
„Alte Frankfurter Kommunikation", weil sie die Wege zu beiden Seiten der
früheren Stadtmauer nah beim Frankfurter Tor verband. 1876 erhielt sie den
Namen Memeler Straße, die Königsberger Straße kreuzte sie, schon 1873 so
benannt, weil sie zum Ostbahnhof führte, von dem die Züge nach Königsberg
abgingen. Die Tilsiter Straße führt hinauf zur Landsberger (jetzigen Lenin-)
Allee, nördlich davon beginnt das eigentliche Ostpreußenviertel rechts und
links von der Danziger (heute Dimitroff-) Straße, mit der Braunsberger,
Allensteiner, Rastenburger, Wehlauer, Kurischen, Ermländischen, Goldaper und
der Pregelstraße. 

Architektonisch haben diese Straßen kein Gesicht, es sind Straßen der
Gründerzeit, der Jahrhundertwende, des Baufiebers, wenn sie auch nicht zu
den Ungesundesten jener Zeit zählen, etwa mit sechs oder sieben Hinterhöfen,
wie wir sie im Stadtteil Wedding finden. Neubauten aus den dreißiger Jahren,
im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, aber wiederaufgebaut finden wir am
Nordrand dieses Viertels an der Kurischen, Bartensteiner und der nach dem
kleinen Ostseebad Neukuhren benannten Straße. Sie alle sind von der
Ostberliner Stadtverwaltung noch nicht umgetauft bis auf die Gumbinner
Straße.
 
Die ostpreußischen Straßen im Stadtteil Pankow wollen wir uns zum Schluss
aufheben und zunächst einen Sprung nach dem Westen machen. Nach dem Ersten
Weltkrieg entstand an der nach Spandau führenden Heerstraße die Reihenhaus-
und Einfamilienhaussiedlung mit dem Soldauer Platz, der Soldauer, Lötzener,
Neidenburger, Kurländer Allee. Ein Stück weiter in den Grunewald hinein
hatten sich schon vor dem Krieg reiche Berliner ihre Villen an die
Johannisburger und Lyck-Allee gebaut. Dies Viertel vergrößerte sich mehr und
mehr; hier finden wir heute die Tannenberg-, Kranz- und Arysallee, die
Hohensteiner, Rauschener, Ortelsburger, Stallupöner, Ragniter, Heilsberger,
Sensburger, Pillkaller, Mohrunger und Insterburger Allee. Große alte,
vielfach durch Bomben zerstörte Villen finden wir hier, aber auch neuere bis
hin zu den ganz modernen Flachbauten, durch die sich besonders die
Stallupöner Allee auszeichnet; umso mehr überrascht die von Lauben
bestandene Tapiauer Allee in dieser Nachbarschaft. 

Ostpreußen beherrscht auch das Olympiagelände mit der am Stadion
vorbeiführenden und einen herrlichen Blick auf Charlottenburg gewährenden
Trakehner Allee, die sich in der Rominter Allee bis nach Ruhleben, dem Ort
der bekannten Trabrennen, fortsetzt. 

Zurück ins Stadtinnere. Der wichtige Straßenzug, der den Zoo mit dem
Reichskanzlerplatz verbindet, trägt ostpreußische Namen: Kantstraße, Neue
Kantstraße, Masurenallee. Jeder Berliner kennt die Kantstraße, die lebhafte,
wenn auch nicht elegante Geschäftsstraße; unablässig rauscht der Verkehr
über die Eisenbahnbrücke der Neuen Kantstraße zur Masurenallee — und niemand
weiß, dass sie Ostpreußenbrücke heißt! 

Nicolai, Corinth, Matkowsky 
In allen Stadtteilen verstreut finden wir ostpreußische Namen. Außer der
großen gibt es fünf weitere Kantstraßen und vier Herderstraßen meist in
geschlossenen Vierteln großer Männer. Wir finden in Steglitz die
Arno-Holz-Straße, im östlichen Vorort Mahlsdorf die Sudermann- und die
Paul-Wegener-Straße, im Bezirk Friedrichstraße die Matkowskystraße, die
Simon-Dach-Straße, die Kollwitzstraße und den Kollwitzplatz. Die jüngst nach
einem Ostpreußen umbenannte Straße ist die Corinthstraße zwischen Warschauer
Brücke und Ostkreuz; unser großer Maler befindet sich dort in Gesellschaft
der Malerin Modersohn, während unser großer Komponist Otto Nicolai sich in
Steglitz in der Nachbarschaft von Bruckner, Mozart und Cornelius befindet. 

Zweimal, im Osten und in Lichterfelde, findet sich der Name Kopernikus. Der
in Juditten bei Königsberg geborene für die Entwicklung der modernen
hochdeutschen Sprache bedeutungsvolle Gottsched hat seine Straße im Berliner
Norden.
 
Ostpreußen in Pankow 
Im nördlichen Vorort Pankow stoßen wir ganz isoliert auf zwei ostpreußische
Straßennamen, die Masurenstraße und die nur hundert Meter lange Samländische
Straße. Sie wurden 1906 angelegt, blieben jahrzehntelang unbebaut. In einem
alten Heimatbuch fanden wir die Notiz: „Diese beiden Straßen erhielten ihren
Namen auf Wunsch des Pankower Bürgermeisters Wilhelm Kuhr. Und dieser
Wilhelm Kuhr hat auch eine Straße in Pankow, die älteste, vor Jahrhunderten
ein Weide- und Triftweg der Bauern. Dieser Mann interessierte uns. Weshalb
gab er Pankow eine Masuren- und eine Samländische Straße? 

Und wir entdeckten, dass Wilhelm Kuhr im Jahre 1865 in Werden, Kreis
Heydekrug, geboren wurde, in Königsberg Jura studierte und Bürgermeister der
Stadt Burg bei Magdeburg wurde; 1906 wählte man ihn zum Bürgermeister von
Pankow. Er war der Schöpfer des Pankower Bürgerparks, Förderer von
Schulbauten Initiator des Baus eines großen Wasserkraftwerkes, ein
umsichtiger Stadtvater und sicher eine der markantesten Persönlichkeiten
unter den Berliner Bezirksbürgermeistern. In der Stiftungsurkunde der
Wilhelm-Kuhr-Stiftung für Kriegsinvaliden, Witwen und Waisen heißt es: 

„Einfach und schlicht war sein Wesen, der Ausdruck eines gütigen und
lauteren Herzens, klar war sein Verstand, der erst wägte, ehe er wagte, und
eine starke, zähe Energie ließ ihn sein Ziel auch dann nicht aufgeben, wenn
er zunächst auf scharfen Widerstand stieß . . ." 

1914 meldete sich der Neunundvierzig jährige freiwillig und fiel noch im
selben Jahr als Leutnant und Kompanieführer bei dem Sturm auf das Dorf Leng
in Polen. 

Wir wollen sie uns merken, die Wilhelm-Kuhr-Straße in Pankow als eine der
bemerkenswertesten unseres Streifzuges, trägt sie doch nicht nur einen
ostpreußischen Namen schlechthin, sondern den eines Mannes, der als
Ostpreuße in Berlin und für Berlin gewirkt hat. 

Eine Geschichte freilich hat jede der Straßen, die wir nannten. In
Chroniken, Archiven ist verzeichnet, wann sie angelegt wurde, wann sie ihren
Namen erhielt, wann sie bebaut wurde. Über einzelne Gebäude an diesen
Straßen ließe sich viel berichten. Nehmen wir nur das Rundfunkhaus an der
Masurenallee, das heute, sowjetisches Gelände in Westberlin, unbenutzt
dasteht und verkommt. Oder auch die Glasbläserei in der Wilhelm-Kuhr-Straße,
in der die Thermosflasche erfunden wurde. Oder das erste und einzige
Garagenhochhaus von Berlin in der Kantstraße! Das alles gesammelt, würde
einen stattlichen Band ergeben. 

Und so wollen wir zum Schluss nur noch einen Straßennamen nennen, den wir
hoch oben im nordwestlichen Vorort Heiligensee fanden, am Rand des Tegeler
Forstes, außer dem Grunewald und dem Spandauer Forst das einzige
Ausflugsgebiet, das den eingeschlossenen Westberlinern noch verblieben ist:
den Elchdamm. Heimatliches Zeichen, heimatlicher Klang . . . Martin
Pfeideler

[OWP] Suchanfrage

Date: 2017/03/01 11:49:07
From: Alfred Albrecht via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Liebe Listenmitglieder,

es geht im heutigen Fall um den Familienname " Fürst ".
Dieser Name ist sehr verbreitet, aber uns interessieren nur folgende
Kreisgebiete in Ostpreußen:

*Königsberg - Labiau - Wehlau*

In Verbindung mit den Familiennamen :

*May - Rogall - Geschke - Heydemann - Schibrowski*

Bitte um Rückmeldung wenn diese Namen in Ihrer Liste archiviert sind.



                                                            Herzliche Grüße

                                                                   Alfred
der Masure

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/01 12:53:03
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 4   Helfer, Lehrer, Forscher. Geheimrat Stoeckel, ein großer Sohn
unserer Heimat.
Foto zeigt Geheimrat Professor Dr. Walter Stoeckel. 
Fünfundachtzig Jahre alt? Nein, fünfzehn, zwanzig Jahre jünger könnte er
sein, dieser frische, lebhafte, so ganz und gar gegenwärtige alte Herr
hinter dem Schreibtisch. 

Und er ist ja ein Mann des Lebens. Weit über einhundertfünfzigtausend Kinder
erblickten unter seiner ärztlichen Aufsicht das Licht der Welt, Hunderten
bahnte er den Weg mit dem virtuos geführten Chirurgenmesser, unzähligen
Müttern rettete er das Leben, die Gesundheit. Gratulanten über 

Gratulanten suchten das Geburtstagskind auf, den Professor Dr. med. Dr. med.
h. c, Dr. jur. h. c, Geheimen Medizinalrat Mitglied zahlreicher
wissenschaftlicher Gesellschaften Walter Stoeckel, sie kamen aus Ost und
West, die Vertreter der Spitzen der Behörden, die Kollegen, die Presse. 

„Und Sie? Woher kommen Sie?" 

Ja, wir dürfen sagen, dass das Geburtstagskind sich besonders freute über
den Glückwunsch der Schriftleitung und der Leserschaft des Ostpreußenblattes
und darüber hinaus der ganzen Landsmannschaft. Denn Geheimrat Stoeckel
gehört im engeren Sinne uns, er ist Landsmann von Geburt und von ganzem
Herzen.

Der Lebensweg
Seinen Vater kennt jeder Pferdezüchter, denn er, Carl Moritz Stoeckel, war
es, der das ostpreußische Stutbuch gründete. Seine Idee war die Prüfung des
ostpreußischen Halbblutes, und er hat sie zusammen mit Burchardt von
Öttingen zur praktischen Durchführung gebracht. 

In Stobingen bei Insterburg wurde Walter Stoeckel geboren, dort wuchs er auf
und atmete mit der ostpreußischen Luft die Liebe zum Pferd ein. „Ich bin für
die Hippologie fast ebenso enthusiasmiert wie für die Geburtshilfe und
Gynäkologie", hat er uns jüngst in einem Brief geschrieben. Der Hippologie
ist das große Werk gewidmet, an dem er zurzeit arbeitet. Bis zu seinem
vierundsiebzigsten Lebensjahr hat er regelmäßig zu Pferde gesessen ... 

Walter Stoeckel ging in Insterburg zur Schule, um dann an den Universitäten
Leipzig, München, Jena und Königsberg zu studieren. Schon mit dreiunddreißig
Jahren (für einen Mediziner ganz außerordentlich) wurde er kommissarischer
Direktor der Universitätsfrauenklinik von Erlangen. Über Marburg, Kiel und
Leipzig führte sein Weg nach Berlin und dort hat er von 1926 bis 1950 als
Leiter der Universitätsfrauenklinik und ordentlicher Professor für
Geburtshilfe, Gynäkologie und gynäkologische Urologie gewirkt. 

Manch einer unserer Leser wird sich das gar nicht recht vorstellen können,
was es heißt: helfen, lehren und forschen zugleich. Von Bett zu Bett gehen,
von den Schwangeren bangend, hoffend erwartet; wo es sein muss, mit dem
blitzenden Messer dem neuen Leben den Eintritt in die Welt zu erzwingen; und
dies alles vor den Augen der wissensdurstigen kommenden Ärztegeneration.
Konsultationen im verschwiegenen Beratungszimmer: „Kann ich ein Kind
bekommen?" „Darf ich noch ein Kind bekommen?" Dann wieder am Pult im
Hörsaal, auf das sich Hunderte von erwartungsvollen Augenpaaren richten. Und
nachts, wenn die Bürger der Stadt längst schlafen, noch am Schreibtisch die
gewonnenen Erkenntnisse ordnen und niederlegen und nach neuen Wegen, neuen
Methoden sinnen, zu helfen, zu heilen. 

Walter Stoeckel wurde der Begründer der modernen Gynäkologie überhaupt,
indem er alle im Gefolge der Schwangerschaft auftretenden Erkrankungen der
Unterleibsorgane mit in ihren Bereich einschloss. Jede technische Neuerung
stellte er in den Dienst dieses neuen Zweiges der Medizin, stattete seine
Klinik mit den modernsten Einrichtungen aus. Er war es, der als Erster die
Bedeutung des Films für die Wissenschaft erkannte, seine Operationen von der
Kamera aufnehmen ließ. 

Ein reifes Lebenswerk 
Kein Frauenarzt kommt heute ohne Walter Stoeckel aus: von dem zwölfbändigen
Handbuch der Gynäkologie stammen allein drei Bände aus der Feder unseres
Landsmannes. 

Noch als Achtzigjähriger hat er mit seiner so sicheren und immer wieder
wegen ihrer Unfehlbarkeit und Eleganz gerühmten Hand operiert. Dann erst
trat er in den Ruhestand. Aber es ist nicht das, was wir unter Ruhestand
verstehen. Geheimrat Stoeckel hält noch regelmäßige Sprechstunden ab,
Berater und Helfer für Patienten und Kollegen für die kompliziertesten,
aussichtslosesten Fälle. 

Noch heute wohnt er in der Universitätsfrauenklinik in der ehemaligen
Ziegel- und heutigen Tucholskystraße, sein ureigenstes Werk. 1926 nach
seinen Angaben erbaut, im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, dann unter
seiner Leitung — und da war er vierundsiebzig Jahre alt! — abermals
aufgebaut. 

Das ist die Stätte, an der er einhundertfünfzigtausend Kinder zur Welt
brachte, eine Generation von Medizinstudenten ausbildete, unter denen sich
heute schon wieder bedeutende Namen befinden, an der er neue Wege für die
Heilkunde fand und zu allem noch einen bedeutenden Beitrag zur
Krebsbekämpfung leistete. 

Ost und West ehren ihn. Vor diesem überragenden Geist öffnen sich alle
Schlagbäume — ein Ostpreuße, auf den wir stolz sind. 

Seite 4   „Drippelt’s schon?“ Eine spaßige Denkmalsbetrachtung aus dem alten
Berlin.
Der allen Kunstleistungen gegenüber kritische Berliner hat niemals versäumt,
auch im Hinblick auf die Denkmäler seiner Stadt „sein' Senf dazu zu jeben".
So nannte er das Nationaldenkmal auf der Schlossfreiheit „Willem in de
Löwenjrube", während er die beiden Bronzebilder der Pferdebändiger vor dem
Schloss als den „jehinderten Fortschritt" und den „beförderten Rückschritt"
bezeichnete. Ebenso war der Begassche Brunnen auf dem Schlossplatz ein
Gegenstand steter Erheiterung des Berliners. Die Hauptfigur des Neptuns
nannte er respektlos „olla Meerjreis", am verwunderlichsten aber schien ihm,
dass die auf dem Brunnenrand sitzenden „Meechens" (die Verkörperung von
Rhein, Elbe, Oder und Weichsel) „den janzen Dach den Rand halten", das
heißt, den ganzen Tag schweigen. Die Siegesallee im Tiergarten hieß
allgemein „Puppenallee", die Siegessäule „Siejesspargel". 

Auffallend war die Vorliebe des Berliners, die Körperhaltung der auf den
Plätzen seiner Stadt aufgestellten Bildsäulen zu glossieren. Das Standbild
Blüchers auf dem Opernplatz hatte ein verhältnismäßig kleines Postament.
Daher unterlegte der Volksmund dem alten Haudegen die Worte: „Komm mir hier
keener ruff, uff meinen alten Ofen — ick habe kaum alleene Platz!" Aus einem
ähnlichen Grunde legte man dem Standbild des Freiherrn vom Stein auf dem
Dönhoffplatz die Worte in den Mund: „Noch een Schritt — un ick falle runta!"
Auf dem Leipziger Platz befanden sich die Standbilder von Wrangel und vom
Grafen Brandenburg. Der Berliner fand die Stiefel des letzteren so markant,
dass er ihn sprechen ließ: „Un wenn der Dreck noch so hoch is, mit die
Stiebeln komm ick doch durch!" Wrangels Armhaltung aber wurde gedeutet:
„Imma rechts jehn!" 

Die Statue Scharnhorsts am Kastanienwäldchen, welche die Hand nahe am Ohr
hatte, wurde mit dem Spiel der Wachtparade in Verbindung gebracht, das dort
oft erklang. Scharnhorst sagte also lauschend: „Hör mal die scheene Musike!"
Dagegen ließen die Berliner — wieder entsprechend der Handhaltung der
Bildsäule — Friedrich Wilhelm III. im Lustgarten ängstlich fragen:
„Drippelt's schon?" (Fallen bereits die ersten Regentropfen?) Schadows
Ziethen auf dem Wilhelmplatz, der die Hand am Kinn hatte, meinte überlegend:
„Ob ick mir wohl halbieren lasse?" 

Diese Art der Kunstbetrachtung scheint bereits der Berliner Jugend
wesensgemäß gewesen zu sein. So fragte ein kleines Mädchen, das zum ersten
Mal Schadows „Herkules mit dem nemäischen Löwen" auf der Herkulesbrücke sah,
besorgt: „Mutta, wat macht denn da der Zahnarzt mit den Pudel?" Als in der
Nationalgalerie der „Prometheus" von Eduard Müller ausgestellt worden war,
erklärte ein Vater seinem Sohne, dass der Adler dem Prometheus zur Strafe
alle Tage die Leber ausfresse. Darauf äußerte der Kleine mitleidsvoll: „Ach,
der arme Adler! — Alle Dage Leber!" 

Bis auf die Siegessäule findet der heutige Besucher Berlins von den hier
genannten Bildwerken und Baulichkeiten nichts mehr vor. Das Berliner Schloss
wurde gegen den Willen der Bevölkerung durch die Pankower Regierung
gesprengt und restlos abgetragen. Damit wurde ein wertvolles Kunstdenkmal
zerstört. Das Schloss war aus einem in den Jahren 1442 bis 1451 errichteten
fürstlichen Burgbau erwachsen, dessen letzter Rest, ein „grüner Hut
genannter Rundturm in den Schlossneubau miteinbezogen war. Kaspar Theyß, der
Schöpfer des Jagdschlosses Grunewald, erbaute das neue Schloss um 1540. Eine
spätere Erweiterung fügte im Renaissancestil die Schlossapotheke hinzu. 1694
bis 1716 gaben Andreas Schlüter und Freiherr von Eosander dem Bau die letzte
Gestalt.

Seite 4   Der Deibel 
Zwei Urberliner unterhalten sich in einer Kneipe.
Krause: Weest du, wat der Deibel is? 
Thiele: Nee. 
Krause: Willst du et wissen? 
Thiele: Ja. 
Krause: Wat krieje ich davor? 
Thiele: Ick lass dir eenen Koks einschenken. 
Krause: Jemacht. Nu jreif mir mal in de Tasche. Wat is da drin? 
Thiele: Nischt! 
Krause: Na siehste — det is eben der Deibel! 

Seite 4   Taktvoll 
Auf der Straße fällt ein Mann um und ist tot. Herzschlag. Aus den Papieren
werden Namen und Wohnung des Toten festgestellt, ein Droschkenkutscher
erklärt sich bereit, den Leichnam nach Hause zu fahren. Das Publikum
ermahnte den Kutscher, die Angehörigen schonend vorzubereiten. „Mach ick!“
sagt er und fährt los. Vor dem Haus angelangt, steigt er drei Treppen hinauf
und klingelt. Eine Frau öffnet. „Sind Sie vielleicht die Witwe Schulzen?'
fragt er. Die Frau: „Mein Name ist allerdings Schulze, aber Witwe bin ich
nicht“.

Seite 4   Ernst Wiechert im Haus der ostdeutschen Heimat 
Das Schauspielstudio Berliner Studenten bot im Haus der ostdeutschen Heimat
Ernst Wiecherts „Spiel vom deutschen Bettelmann". In knappen Bildern
beschwört der Dichter alles Leid der Kriegs- und Nachkriegszeit, Tod und
Verstümmelung, Flucht, Vertreibung und Hunger in einer Sprache, die an
mittelalterliche Totentänze, aber auch an Hugo von Hofmannsthals „Jedermann"
erinnert, ohne jedoch ihre Stärke und Ausdruckskraft zu erreichen. Wiechert
bietet uns keine Wahrheit, keinen Ausweg, und das ist die entscheidende
Schwäche seines Spiels. Daran ändert auch nichts die symbolhafte
Heranziehung des Alten und Neuen Testamentes. 

„Die Halbfertigen", so nennt sich das Studio der Studenten, und so durfte
man auch keine stilsichere Regie, keine darstellerisch überzeugende Leistung
erwarten. Dennoch fielen einige der Mitwirkenden durch schauspielerische
Begabung auf. Und die wenig geeignete Räumlichkeit sowie die bescheidenen
Möglichkeiten, mit Beleuchtungseffekten zu arbeiten, waren geschickt
ausgenutzt. Gern würde man diesen Studenten mit einem anderen Stoff einmal
wieder begegnen. 

In seinen einleitenden Worten gab Professor Zastrow eine kluge und klare
Charakterisierung Ernst Wiecherts. 

Seite 4   Veranstaltungen im Haus der ostdeutschen Heimat 
Im April werden im Haus der ostdeutschen Heimat, Berlin-Charlottenburg,
Kaiserdamm 83, die folgenden Veranstaltungen durchgeführt werden: 

Am Donnerstag, dem 12. April, findet um 20 Uhr eine Dichterlesung statt; Dr.
Robert Lindenbaum, Bayreuth, liest aus eigenen Werken; die Sudetendeutsche
Landsmannschaft zeichnet verantwortlich. 

„Im Zwieklang der Heimatglocken" ist eine Dichterlesung überschrieben, die
Jakob Wolf, Stuttgart, am Sonnabend, dem 14. April, um 20 Uhr, im Haus der
ostdeutschen Heimat durchführen wird; sie wird veranstaltet von der
Vereinigung der Deutschen aus Jugoslawien. 

„Eine ostdeutsche Frau berichtet von ihrer Arbeit" heißt das Thema einer
Veranstaltung, in der am Dienstag, dem 17. April, um 20 Uhr Hanna Wangerin
aus Hamburg sprechen wird; veranstaltet wird der Abend von der
Arbeitsgemeinschaft der Frauen im Berliner Landesverband der Vertriebenen.

Erik von Loewis liest unter dem Thema „Ernst und heiter“ ostdeutsche
Dichtung am Donnerstag, dem 19. April 1956, um 20 Uhr.

Einen Vortrag in Wort und Bild über Lovis Corinth und Käthe Kollwitz hält
Immanuel Meyer-Pyritz am Donnerstag, dem 26. April, um 20 Uhr.

Die Landsmannschaften im Berliner Landesverband der Vertriebenen und das
Haus der ostdeutschen Heimat laden alle Landsleute zu diesen Veranstaltungen
herzlichst ein. Unkostenbeiträge werden nicht erhoben.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/01 16:14:42
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 5   Der Lohnsteuer-Jahresausgleich. Von unserem Bonner O.B.-
Mitarbeiter. 
Eine meist nicht hinreichend bekannte Steuervorschrift ist der
Lohnsteuer-Jahresausgleich. Durch ihn sollen Steuerüberzahlungen, die durch
den automatischen Steuerabzug vom Arbeitslohn entstanden sind, nachträglich
ausgeglichen werden. Ein Lohnsteuer-Jahresausgleich kommt vor allem in
folgenden Fällen in Betracht: 

Ausgleich bei schwankenden Einkünften 
Schwankende Einkünfte sind insbesondere in saisonanfälligen Berufen häufig,
z. B. im Baugewerbe und im Gaststättengewerbe. In den Saisonmonaten mit
hohen Einkünften wurden verhältnismäßig viel Steuern gezahlt, weil der
Saisonarbeiter in die hohen Steuerstaffeln geriet. Durch den
Lohnsteuer-Jahresausgleich wird der Arbeitnehmer jetzt steuerlich so
gestellt, als hätte er alle zwölf Monate hindurch das gleiche
durchschnittliche Einkommen gehabt. (Beispiel: ein Lediger verdiente 6
Monate 400 DM, für die er monatlich 35 DM Lohnsteuer entrichtete, und 6
Monate 600 DM, für die er monatlich 76 DM Steuer zahlte. Er leistete also
insgesamt 676 DM an das Finanzamt. Im Lohnsteuer-Jahresausgleich wird ihm
alle zwölf Monate hindurch ein Lohn von 500 DM unterstellt; auf ihn entfällt
nur eine Jahres-Lohnsteuer von 653 DM. 23 DM werden also rückvergütet.) Ein
besonders krasser Fall der schwankenden Einkünfte ist dann gegeben, wenn ein
Arbeitnehmer mehrere Monate des Jahres arbeitslos war (Beispiel: 6 Monate
600 DM, darauf insgesamt entrichtete Steuer 456 DM, 6 Monate arbeitslos. Im
Jahresausgleich wird ein Monatseinkommen von stets 300 DM unterstellt.
Darauf Jahressteuer 215 DM. 241 DM werden zurückvergütet). 

Ausgleich für unrichtig gewordene Eintragungen in der Lohnsteuerkarte 
In der Lohnsteuerkarte waren die persönlichen Verhältnisse des Arbeitnehmers
eingetreten, die bei Beginn des Jahres 1955 bestanden. In der Regel wird es
sich um eine während des Jahres eingetretene Änderung der Steuerklasse
handeln. Wenn die Tatbestände, die eine günstigere Einstufung rechtfertigen,
mindestens vier Monate lang bestanden haben, wird die günstigere Klasse für
das ganze Jahr gewährt. In Betracht kommt insbesondere Heirat, Geburt eines
Kindes, Vollendung des 55. Lebensjahres bei einem Unverheirateten (mit
Erreichen des 55. Lebensjahres rücken Ledige, Verwitwete und Geschiedene in
die Steuerklasse II) und Austausch der Steuerklasse I innerhalb der
Ehegatten, sofern dies insgesamt zu günstigerer Besteuerung führt. Beispiel:
ein Steuerpflichtiger mit 600 DM Monatslohn heiratet am 31. August 1955.
Entrichtete Steuer 8 Monate lang als Lediger (608 DM) und 4 Monate lang als
Verheirateter (240 DM). Nach durchgeführtem Jahresausgleich braucht er für
alle 12 Monate nur die Steuer eines Verheirateten zu zahlen, insgesamt also
nur 720 DM. 128 DM werden zurückerstattet. 

Inanspruchnahme höherer Werbungskosten 
Als „Werbungskosten" gelten Beiträge zu Berufsständen und Berufsverbänden
(z. B. Gewerkschaftsbeitrag), Aufwendungen des Steuerpflichtigen für Fahrten
zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, Aufwendungen für Arbeitsmittel
(Werkzeuge und Berufskleidung). Bei der Berechnung der vom Arbeitslohn
abgezogenen Lohnsteuer wurden 26 DM monatlich als Werbungskostenaufwand
unterstellt. Ein Lohnsteuerjahresausgleich erfolgt nur dann, wenn die
Werbungskosten im Jahre 1955 insgesamt 312 DM überstiegen. Bei Benutzung
eines eigenen Kraftwagens werden arbeitstäglich für jeden Kilometer
Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte 0,50 DM als Werbungskosten
anerkannt, bei einem Motorrad oder Motorroller 0,22 DM und bei einem Fahrrad
mit Motor 0,12 DM. 

Inanspruchnahme höherer Sonderausgaben 
Als „Sonderausgaben" gelten Schuldzinsen (nicht Tilgungsleistungen),
Alimenten-Zahlungen, Beiträge und Versicherungsprämien zu Kranken-, Unfall-
und Haftpflichtversicherungen, zu den gesetzl. Rentenversicherungen und der
Arbeitslosenversicherung, zu Versicherungen auf den Lebens- oder Todesfall
und zu Witwen-, Waisen-, Versorgungs- oder Sterbekassen, Beiträge an
Bausparkassen, Beiträge auf Grund von Kapitalansammlungsverträgen
(Sparverträge), wenn die angesammelten Beträge auf sieben Jahre festgelegt
werden, gezahlte Kirchensteuer, gezahlte Vermögensteuer, Teile der
Lastenausgleichsabgaben. Bei der Berechnung der vom Arbeitslohn abgezogenen
Lohnsteuer wurden 52 DM monatlich als Sonderausgaben unterstellt. Ein
Lohnsteuer-Jahresausgleich erfolgt nur dann, wenn die Sonderausgaben im
Jahre 1955 insgesamt 624 DM überstiegen. 

Geltendmachung außergewöhnlicher Belastungen (§ 33 EStG) 
Hierher gehören in erster Linie die Aufwendungen für
Hausratwiederbeschaffungen. Monatelang war vom Bundesfinanzministerium den
Vertriebenen verwehrt worden, ihre Hausratwiederbeschaffungen über § 33 EStG
geltend zu machen. Die Hausratwiederbeschaffungen müssen durch Quittungen
belegt sein. Anerkannt werden auch nur solche Fälle, in denen derartige
Güter durch den Krieg verlorengingen. Personen, die 1945 noch Kinder waren,
werden also in der Regel Hausratwiederbeschaffungen nicht geltend machen
können. Außer den Hausratwiederbeschaffungen kommen als außergewöhnliche
Belastungen Aufwendungen für Krankheiten in Betracht.
Hausratwiederbeschaffungs- und Krankheitsaufwendungen werden nur insoweit
als außergewöhnliche Belastung anerkannt, als sie bei Personen der
Steuerklasse I (Ledige) 7%, bei Personen der Steuerklasse II (kinderlose
Verheiratete) 6%, bei Personen der Steuerklasse III mit einem oder zwei
Kindern 4% und bei Personen der Steuerklasse III mit drei und mehr Kindern
2% des Gesamteinkommens übersteigen. Bei Einkommensbeziehern mit weniger als
3000 DM sind die entsprechenden Prozentsätze 6%, 5%, 3%, und 0%. (Beispiel:
Jahreseinkünfte 4000 DM. Aufwendungen für Wiederbeschaffung von Hausrat 800
DM, für Krankheit 200 DM. Verheirateter ohne Kinder. Mindestbelastungsgrenze
demnach 6% von 6000 DM gleich 360 DM. Die außergewöhnliche Belastung beträgt
demnach 640 DM.) Als außergewöhnliche Belastung wird außerdem die
Berufsausbildung von Kindern, für die Kinderermäßigung nicht gewährt wird,
angesehen, ferner die Beschäftigung einer Hausgehilfin, sofern mindestens 3
Kinder vorhanden sind oder der Steuerpflichtige oder sein Ehegatte das 60.
Lebensjahr vollendet haben oder der Steuerpflichtige oder ein
Familienangehöriger pflegebedürftig sind. Für die Berufsausbildung wird ein
Pauschbetrag von 720 DM, bei auswärtiger Unterbringung des Kindes von 1200
DM, als außergewöhnliche Belastung anerkannt, für die Hausgehilfin ein
Pauschbetrag von 720 DM. 

Notopfer-Ausgleich 
Im Rahmen des Lohnsteuer-Jahresausgleichs wird auch durch schwankende
Beschäftigung zu viel gezahlte Notopfer-Abgabe ausgeglichen. 

Der Lohnsteuer-Jahresausgleich wird entweder durch den Betrieb oder durch
das Finanzamt durchgeführt. Es wird empfohlen, sich zunächst an den
Arbeitgeber zu wenden. Erklärt er sich nicht für zuständig, so muss ein
Antrag beim zuständigen Finanzamt eingereicht werden. Führt der Betrieb den
Jahresausgleich durch, so erfolgt Verrechnung der zu viel gezahlten
Lohnsteuer mit den laufenden Lohnsteuerzahlungen. Bei Durchführung des
Lohnsteuer-Jahresausgleichs durch das Finanzamt muss dem Antrag, der beim
Finanzamt kostenlos erhältlich ist, die Lohnsteuerkarte 1955 beigefügt
werden. Auf der Lohnsteuerkarte muss der im Jahre 1955 bezogene
Arbeitsverdienst eingetragen und vom Arbeitgeber bescheinigt sein. Dem
Antrag sind ferner die erforderlichen Quittungen (z. B. bei Geltendmachung
von Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen)
beizufügen. Der Antrag muss beim Finanzamt bis zum 30. April 1956
eingereicht worden sein. 

Seite 5   Die Kindergeldzuschläge 
Es ist im Allgemeinen übersehen worden, dass durch das im Dezember 1955
verkündete Kindergeldergänzungsgesetz auch eine Bestimmung des
Lastenausgleichsgesetzes abgeändert worden ist. Es handelt sich um die
Regelung, für Kinder welchen Alters bei der Unterhaltshilfe ein
Kinderzuschlag zu gewähren ist. Bisher galt die Vorschrift, dass der
Kinderzuschlag nur für solche Kinder zusteht, die das 15. oder, wenn sie
noch in Ausbildung stehen, das 19. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Durch das Kindergeldergänzungsgesetz ist die Zahl „15" in „18" und die Zahl
„19" in „25" umgewandelt worden. Die Kinderzuschläge waren bereits seit
Februar nach der neuen Regelung zu zahlen.

Seite 5   Heute in Ostpreußen. Das Absinken der Kartoffelernten Ein
aufschlussreicher Vergleich mit der Bundesrepublik. 
Obwohl Polen mit Ostpreußen und Ostpommern einst weltberühmte
Kartoffel-Anbaugebiete besetzt hat, sind die Kartoffelernten in Polen und
den polnisch besetzten deutschen Ostgebieten in den letzten Jahren so weit
abgesunken, dass die Warschauer Zeitschrift „Nowe rolnictwo" (Neue
Landwirtschaft) sich zu der Feststellung gezwungen sieht, die Ernteerträge
an Kartoffeln hätten „einen beunruhigend niedrigen Stand" erreicht. Während
1947 (als die hochkultivierten Agrargebiete des deutschen Ostens noch nicht
verwahrlost waren! Anm. d. Red.) ein Hektarertrag an Kartoffeln in Höhe von
134 Doppelzentner erzielt wurde, werden die Hektarerträge für die
Kartoffelernte 1955 auf nicht mehr als 100 Doppelzentner geschätzt. (1954:
131 Doppelzentner.) Zum Vergleiche wird in der polnischen Zeitschrift u. a.
der Hektarertrag an Kartoffeln in der Bundesrepublik für 1954 angegeben: 225
Doppelzentner. Es wird hierzu festgestellt, dass die polnischen
Hektarerträge an Kartoffeln weit niedriger sind als im Vorkriegspolen und
auch in der ersten Nachkriegszeit. Das Absinken der Kartoffelernten sei
insbesondere darauf zurückzuführen, dass „die Produktionsmethoden falsch
angewandt und die Kartoffeln unzureichend gegen Schädlinge und Krankheiten
gesichert wurden". Außerdem sei die Ernte nur sehr nachlässig eingesammelt
worden: „Die geringe Produktion an Kartoffeln resultiert dabei auch aus dem
Mangel an Arbeitskräften bei gleichzeitig nur ungenügend entwickelter
Mechanisierung“. So stünden auch Pflanzkartoffeln nur in sehr ungenügenden
Mengen zur Verfügung. 1955 seien nur 50 v. H. der geplanten Mengen an
Pflanzkartoffeln eingebracht worden. 

Wie die Verhältnisse sind, geht aus einem anderen polnischen Bericht über
die vorjährige Kartoffelernte auf dem Staatsgut „Zimowisak" hervor. Dort
wurde zu Beginn des Winters 1955/1956 von einer Kommission festgestellt,
dass über 2000 Zentner Kartoffeln einfach auf den Äckern liegengelassen
worden waren. Schließlich brachte man noch 200 Zentner davon ein, die
restlichen 800 Zentner wurden untergepflügt. 

Seite 5   „Scharfe Urteile" gefordert. Die zunehmende Abwanderung der
polnischen Neusiedler 
Das Warschauer Justizministerium hat in Rundverfügungen an die
„Woiwodschafts" und Kreisgerichte in den polnisch besetzten deutschen
Ostgebieten „scharfe Urteile" gegen diejenigen polnischen Bauern gefordert,
die angeklagt sind, die zugewiesenen Neusiedlerstellen in diesen Gebieten
verlassen zu haben. In der internen Rundverfügung wird auf die Bestimmungen
des Warschauer Ministerrates vom Februar 1952 verwiesen, die anordnen, dass
beim Verlassen der Siedlerstellen die gewährten Kredite sofort
zurückzuzahlen sind, wenn für die Aufgabe der Stellen keine „stichhaltigen
Gründe" angegeben werden können. Zahlreiche polnische Neusiedler, die dieses
„Verbrechens" angeklagt sind, befinden sich seit Sommer und Herbst
vergangenen Jahres in Untersuchungshaft und sollen in den nächsten Monaten
abgeurteilt werden. 

Die „Woiwodschafts- und Kreisgerichte wurden ferner darauf hingewiesen, dass
die Bestimmungen des neuen polnischen Strafgesetzbuches, das noch in diesem
Jahr in Kraft treten soll, bereits jetzt bei der Strafzumessung Anwendung
finden sollen, obwohl sie noch nicht rechtsgültig sind. Bei den
Verhandlungen gegen polnische Neusiedler, erklärt die Rundverfügung, ist bei
der Strafzumessung auch zu berücksichtigen, dass sich die Urteile nicht nur
auf das Verlassen der Siedlerstellen erstrecken, sondern gleichzeitig den
„Kreditbetrug" als „strafwürdiges Verbrechen" einbeziehen sollen. Es sei
festgestellt worden, dass keiner der festgenommenen polnischen Neusiedler
imstande sei, die gewährten Kredite sofort zurückzuzahlen. Damit sei
„bewiesen", dass der Staat „zweifach schwer geschädigt" worden sei: Erstens
durch das Verlassen der Siedlerstellen „ohne stichhaltige Gründe" und
zweitens durch die Nutzung des Kredites, der nun größtenteils
verlorengegangen sei. Die volkspolnischen Justizbehörden wurden auch
ermächtigt, bei den angeklagten Neusiedlern das gesamte Eigentum zu
beschlagnahmen. 

Seite 5   Dorschverträge verzehnfacht! Wie kommen Tintenfische in die
Ostsee?
Merkwürdige Vorgänge werden zurzeit von Meeresforschern in der Ostsee
beobachtet. Dort tauchen Fische und andere Meerestiere auf, die es früher in
diesem Randmeer nicht gegeben hat. Fischer finden in ihren Netzen
Seltenheiten wie kleine Tintenfische, die atlantische Meerbarbe und andere
Fremdlinge. Ein Forschungskutter entdeckte sogar erstmalig einige Exemplare
des seltsamsten aller Fische, des streichholzlangen „Lanzettfischchens", in
der Kieler Bucht. Für die Fischerei weit bedeutender ist jedoch die stete
Zunahme des Dorschbestandes in der Ostsee. Um fast das zehnfache sind die
jährlichen Dorscherträge der Ostseefischer in den letzten Jahren gestiegen. 

Wo liegen nun die Ursachen für diese merkwürdigen Erscheinungen? Während der
letzten 50 Jahre haben durch eine in ihren Ursachen noch ungeklärte
Klimaschwankung die Westwinde erheblich zugenommen. Wenn starke Westwinde
wehen, läuft die Nordsee mit ihrem stark salzhaltigen Wasser über. Die Winde
drücken es durch das Kattegatt ins Ostseebecken. Weil es schwerer ist, als
das Ostseewasser mit nur 10 bis 16 Promille Salzgehalt, sinkt es auf den
Grund. Bei nachlassendem Westwind fließt die angestaute Ostsee zurück. Da
jedoch vorwiegend das salzarme Oberflächenwasser durch Skagerrak und
Kattegatt in die Nordsee zurückströmt, verbleibt in der Ostsee ein
Salzgewinn. 

Dieser Salzgewinn ist mengenmäßig recht beträchtlich. Ein Meereskundler
berechnete, dass ein einziger Salzwassereinbruch der Ostsee einen Salzgewinn
von fast drei Milliarden Tonnen bringt. Das ist das Hundertfache von dem,
was die deutschen Salzbergwerke in einem Jahre fördern. Trotzdem hat der
Salzgehalt der Ostsee nur minimal zugenommen. Er erhöhte sich nur um rund
0,1 Promille. Seit Beginn der Salzwassereinbrüche erhöhte sich der
Salzgehalt dieses Randmeeres insgesamt um nur 1/20 Prozent. Diese minimale
Zunahme reicht nach Ansicht der Wissenschaftler jedoch voll aus, um
bedeutungsvolle biologische Folgen nach sich zu ziehen.

Seite 5   „Du süße Landruh, nimm mich an ...“ Simon Dach liebte die
natangische Landschaft / Von E. J. Guttzeit 
Simon Dach verließ selten Königsberg; seine Familie, seine Dienste und seine
Freunde ließen ihn nicht fort. Er ist aber gern aufs Land gegangen. Er
liebte seine ostpreußische Heimat über alles und gab seiner Liebe und
Anhänglichkeit auch in Versen Ausdruck. Nicht das ruhelose Getriebe der
Stadt, sondern der Frieden des Waldes, die Stille des Feldes und die Anmut
von Tal und Hügel, der liebliche Gesang der Vögel; sie zogen ihn an und
erfüllten ihn mit stiller Freude. Wenn er bei den Verwandten und Bekannten
in Heiligenbeil weilte, besuchte er gern die schöne Umgegend bei Wermten und
Gedilgen, wo die Bahnau und die Jarft reizvolle Talschluchten gebildet
haben. In einem Gedicht, von dem nur die Anfangsstrophen aufgefunden worden
sind, preist Dach die anmutige Landschaft bei dem Dorfe Wermten: 

„Du stiller Wald, von Anmut reich, 
Du ebnes Feld, du klare Quelle, 
Die wie Kristall und Bernstein helle; 
Ich halt' am besten es mit euch. 
Ihr reißt mich von dem Stadtgetümmel 
Und zeigt mir hier den freien Himmel. 

Hier herbergt Lieb und Sicherheit, 
Hier schlägt uns mehr des Höchsten Güte 
Als in den Städten zu Gemüte, 
Da falsche Gunst, geschminkter Neid, 
Stolz, Eigennutz und tausend Sünden 
Mit tausend Strafen sich verbinden. 

Du süße Landruh, nimm mich an, 
Hier will ich gern geruhig alten, 
Wo stets von meinem Wohlverhalten 
Selbst Luft und Himmel zeigen kann; 
In ärgerlichen Städten leben 
Ist zwischen Höll' und Himmel schweben“.
 
In der Stadt Heiligenbeil war Simon Dach mehrfach Gast bei den Familien
Oeder, Martini und Schulz, mit denen er verwandt war. Adam Oeder (gestorben
1642) war mit Regine Vogler verheiratet, die eine Tante Dachs war. In einem
Geburtstagsgedicht nennt sie der Dichter seine „Muhme". Ihr Bruder war der
Diakon Johann Vogler in Königsberg, bei dem Dach gewohnt hatte, als er die
Domschule besuchte. Der Heiligenbeiler Pfarrer Georg Martini war gleichfalls
mit einer Vogler verheiratet; er stammte aus Königsberg und wirkte von 1629
bis 1663 in Heiligenbeil. Bei der Taufe seiner Tochter Anna Maria am 25.
März 1631 war Dach zugegen, er hat das Kind „zur Tauf‘ allhie getragen". Und
als des Pfarrers Töchterlein am 4. Sonntag nach Trinitatis 1653 (6. Juli)
mit dem Heiligenbeiler Diakon Christoph Schultz getraut wurde, dichtete
Simon Dach das Hochzeitsgedicht. Es umfasst 23 Strophen und enthält einen
Lobgesang auf Heiligenbeil und seine Umgegend. 

Kurz vor seinem Tode dichtete Dach ein Gedicht von zwanzig Strophen zur
Hochzeit des Jakob Sahm mit Dorothea Wolder im Herbst 1658. 

Von einer Schlittenfahrt nach dem natangischen Fischerdorf Brandenburg
erzählt ein Gedicht, von dem Simon Dach in der Überschrift sagt, es „ward
von lieber Gesellschaft gesungen": 

„Wir fahren auf der Lust Geheiß 
Nach Brandenburg hin, übers Eis, 
Die Bahn ist gut und aus der Maßen, 
Drum haben wir der Sorgen Streit 
und allen Gram daheimgelassen 
Und führen mit uns, was erfreut“.

In dem großen Kirchdorf Bladiau amtierte von 1631 bis 1654 der Pfarrer
Magister David Dargatz; als er sich 1631 mit Maria Vogler vermählte, widmete
ihm der Dichter schöne Verse. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Simon Dach
auch Bladiau besucht hat. Nach dem Kirchenbuch ist sein Sohn Christian Dach
in Bladiau als Advokat verstorben und am 21. Oktober 1725 dort beigesetzt
worden. 

Der Kirchenliederdichter Valentin Thilo d. J. gehörte zum Freundeskreis
Simon Dachs. Thilo entstammt der Zintener Familie Thiel. So wanderten Dachs
Reime auch nach Zinten. Hier amtierte von 1662 bis 1685 der Pfarrer Magister
August Mauritius; er schloss seine Ehe 1676 mit der jüngsten Tochter Dachs,
Sophie. 

Mit dem ostpreußischen Adel war Simon Dach am kurfürstlichen Hofe bekannt
geworden, und mit einigen Familien scheint ihn ein vertrautes
Freundschaftsverhältnis verbunden zu haben. Vor allem hat er sich mehrfach
auf den in Natangen gelegenen Gütern Seepothen, Kobbelbude, Glauthienen
aufgehalten zu haben. Eins seiner Gedichte, „Heut‘ bin ich auf der Horst
gewesen", trägt die Überschrift „Anno 1647 5. Aug., alß ich zu Seepothen bei
der Fr. von Steinin war", und in einem andern aus dem gleichen Jahre, „Du
kühler Frisching, dessen Bach . . .", preist er die Landschaft Kobbelbude
und spricht von Freude und Zufriedenheit, die ihm hier das Herz erfüllten. 

In den Gedichten Simon Dachs spüren wir die treue, fromme Art seines stillen
Menschentums, seine starke Liebe zur ostpreußischen Heimat und die tiefe
Verbundenheit mit der „getreuen Mutter Erde", die ihn nun bald 300 Jahre
deckt; er starb am 15. April 1659. 

Du, o getreue Mutter Erde, 
Und wohl genährt, nimmst mein Gebein 
Vor meinen Kindern zu dir ein . . . 

Du, o getreue Mutter, Erde, 
Am allerbesten ist es doch, 
Dass auf des schweren Alters Joch 
Ein Mensch in dich verscharret werde 
Und schlafe stolz und ungeschreckt, 
Bis ihn der jüngste Tag erweckt“.

Seite 5   Ostpreußische Bürgermeisterketten
Sinnvoll für Ostpreußen, als die Fundstätte des „samländischen Goldes", war
die Sitte, Amtsketten aus Bernstein zu verwenden. So trugen z. B. bei
feierlichen Anlässen die Bürgermeister von Treuburg, Mühlhausen und
Bischofsburg Ketten aus Bernstein; auch der Rektor der Königsberger
Handelshochschule legte eine solche an. — Zu den merkwürdigsten Stücken, die
aus Bernstein hergestellt wurden, gehörte die Bernsteinflöte Friedrichs des
Großen.

Re: [OWP] Update Allensteiner u. a. Archive, Index der Standesamtsregister

Date: 2017/03/01 16:29:03
From: Alfred Steffens via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo Bernhard,

ich bin bereit für die Indexierung. Gib mir die Urkunden eines Ortes Deiner Wahl frei.

Gruß

Alfred



Am 01.03.2017 um 08:36 schrieb BernhardOstrzinski:
Hallo Forschende, Suchende, Findende und Hilfsbereite,

weitere Einträge wurden bereits in der letzten Woche aus Registern der
Standesämter Pillau I und Alt Pillau II, Bosemb, Glaubitten, Gross
Schiemanen, Regerteln und Seehesten dem Index zugefügt.

Liebemühl und Widminnen wurde ergänzt und Lochstaedt korrigiert.

Das Standesamt der Festung Pillau ist bereits zur Erfassung vergeben.

Gillau, Fürstenau und Bischofsburg, Land suchen noch einen Bearbeiter.

Bei Interesse an der Bearbeitung bitte kurze Mail an mich direkt.

bernhardostrzinski(a)web.de <mailto:bernhardostrzinski(a)web.de>

Ein Hinweis zu Gehsen.

Beim bisher als Standesamt Gehsen ausgewiesenen Sterberegister handelt sich
um kirchliche Aufzeichnungen

1877-1944 eines Sterbebuches indem der Nachweis des Standesamtlichen Eintrag
als Jahr und Reg. Nr. enthalten ist.

http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/skany.php?z=1745
<http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/skany.php?z=1745&s=1> &s=1

Da es sich um kein Standesamtsregister handelt wurde das Sterbebuch nicht
für das Projekt bearbeitet.

Enthalten sind neben Angaben zur Person der Verstorbenen auch Hinweise zu
den Registrierungen die beim Standesamt erfolgten (Jahr und Reg. Nr.).

Aktuell werden am Projekt umfangreiche Korrekturen (Doppelerfassungen und
Verlinkungen) vorgenommen.

Zugang zum Index:

< <http://www.vffow-buchverkauf.de/> http://www.vffow-buchverkauf.de/>

Benutzer Gast

Passwort: vffow

Über die aktualisierte und überarbeitete Web Seite von Clemens Draschba

< <http://allenstein.draschba.de/> http://allenstein.draschba.de/>

erhält man eine aktuelle komplette Übersicht über den Bestand an
Digitalisaten, nicht nur der Standesamtsregister, in verschiedenen Archiven
aus unserem Forschungsgebiet.

mit freundlichen Grüßen

Bernhard (Ostrzinski)

_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


---
Diese E-Mail wurde von Avast Antivirus-Software auf Viren geprüft.
https://www.avast.com/antivirus

[OWP] Danke

Date: 2017/03/01 19:54:29
From: Jana Tittle via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Liebe Listenmitglieder, liebe Zeitreisenden und Mitforscher	

Ich möchte mich für die vielen Antworten zu meiner Anfrage bezüglich Tyska, Sawitzki, Dragun bedanken.  Mit soviel Resonanz hätte ich jetzt nicht gerechnet.
Ein ganz besonderer Dank and Clemens Draschba, Peter Bork, und Marc Plessa.  Ohne euch wäre ich jetzt noch am Suchen.
Persönlich forsche ich eher im Pommerschen.  Sollte ich dort jemandem helfen können, immer her damit.

Einen schönen Abend euch allen noch.
Jana 




[OWP] REXIN, Burg Tapiau, Kreis Wehlau

Date: 2017/03/01 21:03:09
From: Jana Tittle via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Liebe Mitforscher,

Auf einer Nebenlinie verfolge ich den Namen REXIN.
Konkret bin ich auf der Suche nach der Sterbeurkunde von:

Michael REXIN, geb. 27.3.1854 in Stüblau, Pommern
kath.
eingeliefert in die Irrenanstalt Burg Tapiau, Kreis Wehlau, am 15.2.1927
dort verstorben am 29.9.1929

Wo könnte ich die Standesamtunterlagen finden?

Vielen Dank.
Jana




[OWP] Sterbeeintrag v. 1777 : Hilfe beim Entzi ffern bzw. Übersetzen

Date: 2017/03/01 21:13:16
From: Dietrich Klein <klein.kuentrop(a)live.de>

Liebe Forscherfreund/Innen,


ich habe aus dem kath. KB von Zippnow einen Sterbeeintrag vom 17. Juni 1777.

Rechts unten auf dem Bild, das ich bilateral schicken werde. Ich lese :


"Obiit Christianus KLUGH  annoru(m) 41  Morbo Epidemmid. restant., Catholicus

(Ort) Rederitz"

Meine (freie) Übersetzung : "Es starb Christianus Klugh, 41 Jahre an einer hartnäckigen ansteckenden Krankheit.  Katholik."

Stimmt das ??

Wer kann helfen ?

Danke im voraus !


Freundl. Gruß

Dietrich Klein

Re: [OWP] Sterbeeintrag v. 1777 : Hilfe beim Entzi ffern bzw. Übersetzen

Date: 2017/03/01 21:17:30
From: Dietrich Klein <klein.kuentrop(a)live.de>



________________________________
Von: Dietrich Klein <klein.kuentrop(a)live.de>
Gesendet: Mittwoch, 1. März 2017 21:11
An: Dietrich Klein
Betreff: AW: Sterbeeintrag v. 1777 : Hilfe beim Entziffern bzw. Übersetzen


Jetzt habe ich doch das Wort  TUNERIA vergessen. Damit konnte ich gar nichts anfangen !


________________________________
Von: Dietrich Klein <klein.kuentrop(a)live.de>
Gesendet: Mittwoch, 1. März 2017 21:08
An: OW-Preussen-L; Stolp-L
Betreff: Sterbeeintrag v. 1777 : Hilfe beim Entziffern bzw. Übersetzen


Liebe Forscherfreund/Innen,


ich habe aus dem kath. KB von Zippnow einen Sterbeeintrag vom 17. Juni 1777.

Rechts unten auf dem Bild, das ich bilateral schicken werde. Ich lese :


"Obiit Christianus KLUGH  annoru(m) 41  Morbo Epidemmid. restant., Catholicus

(Ort) Rederitz"

Meine (freie) Übersetzung : "Es starb Christianus Klugh, 41 Jahre an einer hartnäckigen ansteckenden Krankheit.  Katholik."

Stimmt das ??

Wer kann helfen ?

Danke im voraus !


Freundl. Gruß

Dietrich Klein

[OWP] Sterbeeintrag- /Register 1933

Date: 2017/03/01 21:29:02
From: papr <paprnh(a)gmx.de>

   Hallo Forschende und Listenmitglieder,

   ich versuche die Kopie des Sterbeeintrages / Sterbeurkunde eines
   Vorfahren zu bekommen.
   Friedrich Wilhelm Poburski +04.09.1933 in Lindenau (Lipowka) bei
   Rauschken (Ruszkowo) Kreis Osterode.
   Ich habe schon vor gearaumer Zeit die Standesaemter Dzialdowo und
   Osterode sowie die Archive Warschau, Allenstein und Mlawa
   angeschrieben, da mir die Zustaendigkeiten nicht bekannt sind.
   Hat jemand Erfahrungen mit den Zeitspannen von Anfrage bis
   Beantwortung? Bis bis Heute habe ich von Keinem eine Antwort erhalten.
   Habt Ihr vielleicht Input, liege ich mit den Angeschriebenen falsch?
   Dann haetten sie aber doch eine negative senden koennen.

   Herzliche Gruesse
   Paul Preuss

[OWP] Wahrscheinlich Namensänderung eines der be iden Brüder: Grzewanna = Germar

Date: 2017/03/01 22:43:34
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Gesucht wird der ehemalige Oberleutnant und Regimentsadjutant im A-R. 244
Walter Germar, aus Ostpreußen. Ein Bruder des Gesuchten war Pfarrer und trug
den Namen Grzewanna. Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der
Landsmannschaft Ostpreußen in Hamburg 13, Parkallee 86

Re: [OWP] Sterbeeintrag- /Register 1933

Date: 2017/03/01 22:43:38
From: Pet <prubow(a)gmx.de>

Hallo Herr Preuss,

haben Sie auf deutsch geschrieben? Soweit ich weiß, werden nur Briefe in polnischer Sprache beantwortet.

Gruß

Petra Rubow


Am 01.03.2017 um 21:29 schrieb papr:
    Hallo Forschende und Listenmitglieder,

    ich versuche die Kopie des Sterbeeintrages / Sterbeurkunde eines
    Vorfahren zu bekommen.
    Friedrich Wilhelm Poburski +04.09.1933 in Lindenau (Lipowka) bei
    Rauschken (Ruszkowo) Kreis Osterode.
    Ich habe schon vor gearaumer Zeit die Standesaemter Dzialdowo und
    Osterode sowie die Archive Warschau, Allenstein und Mlawa
    angeschrieben, da mir die Zustaendigkeiten nicht bekannt sind.
    Hat jemand Erfahrungen mit den Zeitspannen von Anfrage bis
    Beantwortung? Bis bis Heute habe ich von Keinem eine Antwort erhalten.
    Habt Ihr vielleicht Input, liege ich mit den Angeschriebenen falsch?
    Dann haetten sie aber doch eine negative senden koennen.

    Herzliche Gruesse
    Paul Preuss
_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/01 22:45:39
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 6   Foto: „Hiev hoch!" im Königsberger Hafen 
Am Hafenbecken II werden Kalksäcke der Baumaterialienfirma Honig an Bord
eines Schiffes genommen. Die Einführung der Elektrokarren, die die Säcke
unmittelbar zum Kai rollten, brachte eine erhebliche Erleichterung der
Arbeit. Der vom Oberhaberberg stammende Stauer-Vormann Albert Eichenbrodt
(vorne vor dem Karren) schreibt: „Vorher mussten wir jeden Sack auf dem
Puckel tragen. Junge, Junge, das hat Beine gekostet! Aber wir waren diese
schwere Arbeit gewohnt; verdient haben wir gut, und wir konnten dem Körper
was bieten: zum zweiten Frühstück ein halbes Pfund Rohgehacktes und einen
kräftigen ‚Kornus‘ dazu. Da wurden die Muskeln hart wie Eisen und Stahl ...
— Die Halle links ist der Verladeschuppen; weiter nach links lagerte
„Luisenkohle" die Vorräte, an 20 000 bis 30 000 Tonnen Kohle. In der Mitte
des Hintergrundes ist der Gruppenspeicher sichtbar. Die Kräne rechts dienten
zum Entladen von Kohlendampfern; hier wurde in Tag- und Nachtschichten
gearbeitet. Ein großer Ladekran fasste 70 bis 90 Zentner Kohlen; er langte
vom Dampfer bis weit auf den Ladeplatz.

Seite 6   Aus der landsmannschaftlichen Arbeit in …
BERLIN
Vorsitzender der Landesgruppe Berlin: Dr. Matthee, Berlin-Charlottenburg,
Kaiserdamm 83, „Haus der ostdeutschen Heimat". 
14. April, 16 Uhr, Heimatkreis Bartenstein Kreistreffen Lokal: Vereinshaus
Heumann. Berlin N 65, Nordufer 15, S-Bahn Putlitzstraße, Bus A 16. 

15. April, 15 Uhr, Heimatkreis Darkehmen Kreistreffen, Vorstandswahl, Lokal:
Zum Landsknecht, Berlin NW 21, Stephanplatz Ecke Haverberger Straße, S-Bahn
Putlitzstraße, Str.-Bahn 2, 23, 25, 35, 44, Bus A 16 

15. April, 15 Uhr. Heimatkreis Insterburg Kreistreffen Lokal:
Grunewaldkasino, Bln.-Halensee, Hubertusbader Straße 7 - 9. 

15. April, 15 Uhr, Heimatkreis Neidenburg Kreistreffen mit
Lichtbildervortrag Lokal: Ideal-Klause, Bln.-Neukölln, Mareschstraße 14,
S-Bahn Sonnenallee, Bus A 4. 

15. April. 15.30 Uhr, Heimatkreis Johannisburg Kreistreffen Lokal: Wilks,
Bln.-Neukölln, Nogatstraße 50, S-Bahn Neukölln, U-Bahn Karl-Marx-Straße. 

15. April, 16 Uhr, Heimatkreis Königsberg Kreistreffen Lokal: Lichterfelder
Festsäle, Bln.-Lichterfelde-West, Finkensteinallee 39. 

22. April, 15 Uhr, Heimatkreis Goldap Kreistreffen Lokal: Vereinshaus
Heumann, Berlin N 65, Nordufer 15, S-Bahn, Putlitzstraße. Bus A 16. 

22. April, 16 Uhr, Heimatkreis Heiligenbeil Kreistreffen Lokal: Zum
Burggrafen, Bln.-Steglitz, Liliencronstraße 9. Eingang auch Albrechtstraße
Nr. 72/73, S-Bahn Südende, Bus 32 und 17. 

22. April, 16 Uhr, Heimatkreis Heilsberg Kreistreffen Lokal:
Hansa-Restaurant, Berlin NW 87, Alt-Moabit 47/48, Str.-Bahn 2, 3, 23, 25, 35
und 44. 

22. April, 17 Uhr, Heimatkreis Mohrungen Kreistreffen Lokal: Pilsner
Urquell, Bln.-Wilmersdorf, Bundesplatz 2, Str.-Bahn 44, 77, 74, Bus A 16,
48. 

BAYERN 
Vorsitzender der Landesgruppe Bayern: Dr. Thieler, München; Geschäftsstelle
der Landesgruppe: Lothar Polixa, München 5, Rumfordstraße 40, Telefon 29 35
94. 

Aschaffenburg. Auf dem monatlichen Heimatabend im Lohrer Hof berichtete der
2. Vorsitzende Walter Buchholz, der als Delegierter an der Tagung der
Landesgruppe in Nürnberg teilgenommen hatte, über diese Versammlung. — Am 6.
Mai wird das erste Treffen der Unterfränkischen Bezirksgruppe in Lohr/Main
stattfinden. Der Fahrpreis mit Omnibus nach Lohr wird 2 DM (für Landsleute
als Gäste 2,80 DM) für Kinder einheitlich 1,50 DM betragen. Letzter
Meldetermin zur Fahrt ist der 11. April. Fahrtausweise sind bei Landsmann
Wiegratz, Weißenburger Straße, in der Geschäftsstelle der Leonberger
Bausparkasse täglich in der Zeit von 8 bis 19 Uhr zu haben. Im Schaufenster
dieser Bausparkasse kündigt ein Aushang alle Veranstaltungen der Gruppe und
der Jugendabteilung an. — Der nächste Heimatabend ist für Mittwoch, den 11.
April, 20 Uhr, im Lohrer Hof vorgesehen. 

Bad Wiessee. Auf der Jahreshauptversammlung erstattete der Vorsitzende K.
Jurgeleit einen ausführlichen Bericht über die geleistete
landsmannschaftliche Arbeit. Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Erster Vorsitzender Kurt Jurgeleit. Zweiter Vorsitzender Willi Ehlert,
Kassenwart Erich Hildebrand, Schriftführer Walter Hagenau, Erster
Kassenprüfer und Beisitzer Adolf Ka????? (unlesbar), Zweiter Kassenprüfer
und Beisitzer Bernhard Boettcher. 

BADEN/WÜRTTEMBERG 
1. Vorsitzender: Hans Krzywinski, Stuttgart-W. Hasenbergstraße Nr. 43 
Reutlingen. Die Kreisgruppe hat einen Bildwerfer erworben. Sie ist in der
Lage, bei den Gruppen des Kreises und auch der angrenzenden Kreise Vorträge
durchzuführen. Anforderungen sind an den Vorsitzenden der
landsmannschaftlichen Gruppe Reutlingen, Betzenriedstraße 68 zu richten, der
auch Auskunft über die vorhandenen Lichtbildreihen gibt. Kosten: Erstattung
der Fahrkosten ab Reutlingen und zurück, 10 DM für Leihmiete und Porto. —
Die Jugendgruppe Metzingen steht den Gruppen des Kreises sowie auch den
angrenzenden Kreisen zur Programmgestaltung von Heimatabenden zur Verfügung.


HESSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Hessen: Konrad Opitz. Gießen. Grünberger
Straße 194.
Erbach. In der Jugendherberge wurden kürzlich Heimatfilme gezeigt. Die
Herbergseltern, das Ehepaar Gronau, wird demnächst eine Tätigkeit bei der
Inneren Mission in Karlsruhe antreten. Da sie die Anreger des hiesigen
ostpreußischen Kreises waren, wird die Lücke, die durch ihren Fortzug
entsteht, kaum zu schließen sein. Am 22. April soll noch einmal ein
Ostpreußenabend stattfinden, — zwangsläufig der letzte für eine unbestimmte
Zeit. 

NORDRHEIN-WESTFALEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen: Erich Grimoni. (22a)
Düsseldorf 10, Am Schein 14. Telefon 6 24 14. 
Regierungsbezirkstreffen in Aachen 
Am 12. und 13. Mai wird in Aachen ein Treffen aller Ost- und Westpreußen im
gesamten Regierungsbezirk Aachen stattfinden. Es dürfte das bisher größte in
diesem Gebiet werden, und es werden alle Landsleute hiermit aufgefordert,
recht zahlreich zu erscheinen und sich bei den örtlichen Gruppen und
Kreisgruppen zur Teilnahme an der Gemeinschaftsfahrt rechtzeitig zu melden.
Am Sonnabend, dem 12. Mai, 20 Uhr, wird in der Technischen Hochschule,
Hörsaalgebäude (Auditorium maximum) in der Wüllnerstraße ein großer
Kulturabend unter dem Motto veranstaltet werden: „Von Aachen bis
Königsberg“. Der Sonntag wird mit einem evangelischen Gottesdienst in der
Dreifaltigkeitskirche, Ecke Zollnernstraße/Herzogstraße und mit einem
katholischen Gottesdienst (Betsingmesse) in der Kirche St. Adalbert am
Kaiserplatz um 10 Uhr eingeleitet werden. Im Anschluss daran wird ein
Platzkonzert des Musikzuges der LM der Siebenbürger Sachsen
(Trachtenkapelle) unter Mitwirkung von einem Chor und Volkstanzgruppen
unserer Jugend die Landsleute erfreuen. Ein offenes Singen wird den
Vormittag beenden. Am frühen Nachmittag wird der Sprecher unserer
Landsmannschaft, Dr. Gille, MdB, auf einer Großkundgebung für unsere
Heimatprovinzen Ost- und Westpreußen eine Rede halten. Das Treffen wird mit
einzelnen Heimattreffen, geordnet nach den alten Regierungsbezirken und
Kreisen, in verschiedenen Lokalen der Stadt ausklingen. — Nähere Auskünfte
erteilen die einzelnen örtlichen Gruppen und die Leitung des Treffens:
Anschrift: Horst Foerder, Aachen, Südstraße 26/I. 

Düsseldorf. Der 1. Vorsitzende Dr. Walter Müller erstattete auf der
Jahreshauptversammlung einen eingehenden Bericht über die Ereignisse im
Arbeitsjahr 1955/1956, insbesondere über die kulturellen Veranstaltungen und
die Tätigkeit der Frauen- und Kindergruppe. Die Neuwahl des Vorstandes hatte
folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Amtsgerichtsrat Budinski, 2.
Vorsitzender Hoffbauer, 1. Schriftführer Hoelzner, 2. Schriftführer
Albrecht, 1. Kassierer Schaar, 2. Kassierer Wedig, 3. Kassierer Packroff, 1.
Beisitzer Grimoni, 2. Beisitzer Rechtsanwalt Hosmann, 3. Beisitzer
Kirschner, Jugendreferent Lettau. Der bisherige 1. Vorsitzende Dr. Müller
hatte sich aus Gesundheitsrücksichten nicht zur Wiederwahl gestellt. Der
Abend wurde durch Heimatlieder unseres Ostpreußenchors verschönt. —
Veranstaltungen im Monat April: 10. April Treffen der Frauengruppe im Lokal
„Treuer Husar", gegenüber dem Polizeipräsidium (Linie 9). — 13. April
Familienabend im gleichen Lokal. — Montag, 30. April, das traditionelle
Maisingen, diesmal im Haus Colvenbach, Stoffeler Kapellenweg 188: zu
erreichen mit den Linien 1, 6 und 4 bis Stoffeler Kapellchen, und mit den
Linien 10 und 18 bis Stoffeler Straße; Beginn 20 Uhr. Die Hauskapelle wird
spielen, und der Chor Frühlings- und Heimatlieder singen. Um 24 Uhr Zug mit
Lampions zum Volksgarten. 

Rheydt. Der Kulturreferent der Landesgruppe, Dr. Heincke, gab auf einem
Heimatabend gut ausgewählte Leseproben aus Werken ostpreußischer
Schriftsteller. — Am 28. April, 20 Uhr, wird gemeinsam mit den Pommern und
den Sudetendeutschen das fünfjährige Stiftungsfest dieser Landsmannschaften
im großen Saale der Stadthalle begangen werden. Näheres ist zu erfahren in
der Geschäftsstelle der Vereinigten Landsmannschaften, Limitenstraße 159,
täglich 17 - 19 Uhr. 

Merkstein-Herzogenrath. Am Sonntag, dem 8. April, wird im Restaurant Gradel,
Merkstein, Hauptstraße, um 20 Uhr ein mit Musik umrahmter Lichtbilderabend
stattfinden, auf dem Aufnahmen von der Kurischen Nehrung gezeigt werden. —
Landsleute, die am 12. und 13. Mai an dem Ost- und Westpreußen-Treffen des
Regierungsbezirks Aachen in Aachen teilnehmen wollen, werden gebeten, sich
bis zum 15. April bei der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen, Gruppe
Merkstein-Herzogenrath, Merkstein, Hauptstraße 140, zu melden. 

Warendorf. Die Frauengruppe wird sich am Mittwoch, 11. April, 15 Uhr, bei
Porten-Leve treffen. 

Borghorst. Am Sonnabend, 14. April, 19 Uhr, wird die Jahreshauptversammlung
mit Neuwahl des Vorstandes in der Gaststätte Tümler, Emsdetter Straße,
stattfinden. Es werden Heimatfilme vorgeführt werden. Die neue Anschrift der
Geschäftsstelle und des 1. Vorsitzenden, Lehrer A. Panske lautet: Hagenbrook
17: dort werden auch Neuanmeldungen angenommen. 

Münster. Die nächste Versammlung wird am 4. April, 20 Uhr, im Ägidiihof
stattfinden. 

Bielefeld. Auf der Jahreshauptversammlung im Freibadrestaurant erklärte der
1. Vorsitzende Fritz Michelau, dass die Arbeit der Landsmannschaft nur
sichtbar werde, soweit es sich um Veranstaltungen handele. Das größere
Arbeitsgebiet — die Betreuung der Mitglieder — sei dagegen nicht von außen
her erkennbar. Es hätte mehr geleistet werden können, wenn sich mehr
Landsleute zur Mitarbeit, insbesondere für die Kultur- und Jugendarbeit, zur
Verfügung gestellt hätten. In den Vorstand wurden gewählt: 1. Vorsitzender
Fritz Michelau, Stellvertretende Vorsitzende Karl Olivier (Ostpreußen und
Bruno Pohl (Westpreußen), Schriftführerin Frau Charlotte Lingat, Kassenwart
Walter Harder, Beisitzende Robert Bilitewski (Ostpreußen) und Walter Bethke
(Westpreußen), als Kassenprüfer Otto Heisel und Rudolf Kopetsch. Der 1.
Vorsitzende forderte die Landsleute auf, mitzuarbeiten. Er schloss mit einem
Wort des verstorbenen Ehrenpräsidenten unserer Landsmannschaft,
Staatssekretär a. D. Dr. Ottomar Schreiber: „Die Rückgabe unserer Heimat
wird nicht davon abhängig sein, ob wir, mehr oder weniger laut, diese
verlangt haben, sondern ob wir die von der Heimat überlieferten Werte uns in
Treue erhalten haben“.
 
Vlotho. Auf dem Jugendhof Vlotho führte der Verband der ostdeutschen Chöre
im Regierungsbezirk Detmold seinen sechsten Chorleiterlehrgang zusammen mit
der DJO durch. Wilhelm Scholz, Vlotho, leitete das erste gemeinsame Singen
(Volkslied und Kanon) sowie Spiel und Tanz. Gerd Ziemann, Gütersloh, hielt
nach seinem Vortrag „Stammescharakter der deutschen Volkslieder" mit den
Chorleitern praktische Dirigierübungen ab. Am zweiten Tage sprach Wolfgang
Stumme, Espelkamp-Mittwald, zwischen praktischen Übungen über die Einbuße,
die alte Volkslieder durch verkünstelte Tonsätze erleiden. — Am 16. und 17.
Juni wird in Espelkamp-Mittwald ein Verbandstreffen stattfinden. 

NIEDERSACHSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen: Helmut Gossing, Hannover,
Anzeiger Hochhaus, Goseriede 5/6. 
Stellvertretender Vorsitzender H. L. Loeffke, Lüneburg, Vor dem neuen Tore
12. „Meyers Garten". 

Osnabrück. Die Mitgliederversammlungen werden an jedem dritten Sonnabend im
Monat im „Grünen Jäger" (nicht mehr in der Bergquellschänke) stattfinden;
die nächste ist für den 21. April, 20 Uhr, vorgesehen. Die Frauengruppe
trifft sich an jedem ersten Mittwochnachmittag im Monat im Lokal Bellevue. 

Oldenburg. Auf der Hauptversammlung wurde der bisherige Vorstand
wiedergewählt: 1. Vorsitzender Lehrer Wilhelm Grabowski, Noackstraße 14,
Kassierer Walther Hoffmann, Haarenufer 30, und Schriftführer Herbert Görke,
Cloppenburger Straße 302 b. Es wurde ein umfangreiches Programm für das
laufende Jahr festgelegt. Die nächste Zusammenkunft ist für den ersten
Donnerstag im Mai geplant. 

Oldenburg. In einer gut besuchten Versammlung der Landsleute aus den
Memelkreisen machte der Vorsitzende Görke Ausführungen über die so wichtige
„Erfassung", durch welche die Verluste der deutschen Bevölkerung aus den
Vertreibungsgebieten festgestellt werden soll. Im Zusammenhang mit dieser
Aktion kam er auf die Landsleute in der alten Heimat und in Sibirien zu
sprechen. Er verlas den Bericht eines Rücksiedlers aus Sibirien, aus dem
viel Not spricht, aber in dem auch viel von der guten Kameradschaft erzählt
wird. Der Vorsitzende gab dann Erfahrungen und Berichte aus der laufenden
Arbeit der Geschäftsstelle der Memelkreise. Anschließend wurden drei Filme
gezeigt, die von Landsmann Motritsch unter Mitarbeit von Landsmann Lorat
aufgenommen und zusammengestellt worden sind. Der erste Film zeigte Bilder
vom letzten großen Treffen der Memelkreise in Mannheim, der zweite hatte
unser Bernstein zum Thema, während der dritte „Jenseits der Memel — die
Nehrung" zeigt, wie ein Vater der Tochter die Heimat schildert und mit ihr
dabei Bilder der Heimat betrachtet. So wie in diesem Film, so sollten alle
Eltern ihren Kindern von der Heimat immer wieder erzählen. 
Quakenbrück. Die dem Verband der Landsmannschaften angeschlossenen
Ortsgruppen des Kreises Bersenbrück traten am 10. März zu einer
außerordentlichen Delegiertentagung zusammen. Das Hauptreferat hielt
Landwirtschaftsrat Woelke (Göttingen). — Am Sonnabend, 5. Mai, wird das
Jahrestreffen der Ostpreußen, des Kreises Bersenbrück in Quakenbrück
stattfinden; die Stadt Quakenbrück hat durch Ratsbeschluss die
Schirmherrschaft über diese Veranstaltung übernommen. Das Treffen wird am
Nachmittag um 16 Uhr mit einem feierlichen Akt im Rathaussaal eröffnet
werden. Für die Abendveranstaltung sind das gesamte Musikkorps der
ehemaligen 37-er und ein Spielmannszug gewonnen worden. Den Abschluss des
offiziellen Teils wird der Große Zapfenstreich bilden. 

Bramsche. Bei einer Versammlung im Lokal „Schweinebörse" erntete die von
Fräulein Bressem geleitete Jugendgruppe viel Beifall. – zu dem am 7. April
im Lokal „Wiederhall“ stattfindenden 1. Stiftungsfest ist die ostpreußische
Künstlergruppe „Die Pawelleks“ gewonnen worden.

Sulingen. Das Monatstreffen im April fällt aus. Beim nächsten Treffen im Mai
wird ein Lichtbildervortrag gezeigt werden.

HAMBURG
Vorsitzender Landesgruppe Hamburg: Hans Kuntze, Hamburg-Bergedorf;
Geschäftsstelle: Hamburg 13, Parkalle 86, Postscheckkonto: Hamburg 96 05. 
Am 17. April, 20 Uhr, wird in der Aula der Hochschule für bildende Kunst,
Lerchenfeld, ein Agnes-Miegel-Abend stattfinden. Näheres in den nächsten
Ausgaben des Ostpreußenblattes. 

Bezirksgruppenversammlungen 
Es wird gebeten, zu allen Bezirksgruppenversammlungen die Mitgliedsausweise
mitzubringen. 
Elbgemeinden: Nächster Heimatabend am Sonnabend, 7. April, um 19.30 Uhr, im
Parkhotel Johannesburg, Blankenese, Elbchaussee. 566. Lesung des Schauspiels
von Max Halbe „Die Ordensritter". 

Harburg-Wilhelmsburg: Am Sonnabend, 7. April, um 19.30 Uhr in Harburg, Lokal
Wiedemann, Winsener Straße 21 (Ecke Reeseberg), Heimatabend. Es spricht der
2. Landesvorsitzende Landsmann Elbe über „Menschenrecht und Menschlichkeit,
mit den Augen eines Ostvertriebenen und Russlandheimkehrers gesehen". — Die
Jugendgruppe trifft sich jeden Mittwoch um 19.30 Uhr im Jugendheim
Harburg-Wilstorf, Winsener Straße 72 a (Straßenbahnlinie 13 bis Heckengang).
Alle Jugendlichen sind herzlich dazu eingeladen. Anfragen an H. Henke,
Harburg, Höpenstraße 25. 

Eimsbüttel: Am Sonnabend, 14. April, ab 19 Uhr in der Gaststätte Steenbock
(Schultheiß), Hamburg 13, Beim Schlump 29. 

Wandsbek: Der nächste Heimatabend findet aus organisatorischen Gründen erst
in der zweiten Aprilhälfte statt. Anmeldungen für die Jugendgruppe (bis zum
21. Lebensjahre) werden umgehend durch Postkarte an den Bezirksobmann
Herbert Sahmel, Hamburg 26. Burggarten 17, erbeten. 

Fuhlsbüttel: Zur Beachtung! Die Kinderstunde beginnt ab Montag, 16. April,
erst 17.30 Uhr und findet bis auf weiteres alle acht Tage statt. 

Kreisgruppenversammlungen 
Insterburg: Am Sonnabend 7. April, 20 Uhr, in der „Alsterhalle", An der
Alster 83. 

Lyck: Sonnabend, 7. April, 19 Uhr, in der „Alsterhalle", An der Alster 83. 

Treuburg: Sonnabend, 14. April, ab 19 Uhr, in der Gaststätte Steenbock
(Schultheiß), Hamburg 13, Beim Schlump 29. 

Goldap: Am Sonnabend 21. April, 20 Uhr, in der „Alsterhalle", An der Alster
83, Vortrag mit ostpreußischen Filmen. 

Ostpreußische Jugend in Hamburg in der DJO 
Montag, 9. April, 20 Uhr, Volkstanz, Schule Winterhuder Weg: Donnerstag, 12.
April, 20 Uhr, Heimspiele im „Heim der offenen Tür", Hamburg 43, Lothringer
Straße 18; Donnerstag, 12. April, 20 Uhr, Wir nähen unsere Tracht bei
Brunhilde Plauschinat, Hamburg 28, Packersweide 2; Montag, 16. April, 20
Uhr, Volkstanz, Schule Winterhuder Weg: Mittwoch, 18. April, 19.30 Uhr,
Musischer Kreis bei Egon Bannis, Hamburg 24, Kuhmühle 4 a: Mittwoch 18
April, von 16 bis 18 Uhr Mädelnachmittag bei Ilse Bannis, Hamburg 24,
Kuhmühle 4 a. 

SCHLESWIG HOLSTEIN
Vorsitzender der Landesgruppe Schleswig-Holstein: Fritz Schröter, Kiel,
Holstenstraße 46, II. 
Flensburg. Die einzigartige Schönheit der Kurischen Nehrung veranschaulichte
ein ausgezeichneter Lichtbildervortag, den Dr. Martin Kob in der Aula der
Mädchen-Mittelschule hielt. Er zeigte etwa neunzig Lichtbilder dieser
wunderschönen Landschaft. Der Vorsitzende, Schulrat a. D Babbel, hatte
einleitend dem Herzenswunsch aller Ostpreußen Ausdruck gegeben, dass die
Bundesregierung sich zum überzeugten Sprecher und Anwalt für die Rückgabe
der Ostgebiete machen möge auf dass die Episode „Kaliningrad" alsbald
abgelöst wird durch einen neuen Abschnitt in der Geschichte der Stadt
Königsberg und eines deutschen Ostpreußen. 

Schleswig. Eine hoffnungsstärkende belebende Kraft ging von dem
Lichtbildervortrag „Das Ordensland zwischen Weichsel und Narwa" aus, den
Hubert Koch auf einem Heimatabend der landsmannschaftlichen Gruppe in einer
Aula hielt. Der Raum war bis auf den letzten Platz besetzt; auch die
Baltendeutschen nahmen geschlossen an dieser Veranstaltung teil. Der Vortrag
mutete wie ein hohes Led auf unsere Heimat an. Ehrlichen Herzens stimmten
alle Zuhörer der Dankesrede zu,die der Vorsitzende der baltendeutschen
Gemeinschaft in einem Schlusswort an Hubert Koch richtete. Die Veranstaltung
wurde durch Darbietungen einer Kapelle der Heimatvertriebenen musikalisch
umrahmt. (Die starke Wirkung der Vorträge von Hubert Koch hat das
Ostpreußenblatt bereits mehrfach gewürdigt. An anderer Stelle dieser Folge
bringen wir einen Bericht über einen Vortrag, den er in Hamburg hielt).

Rendsburg. Der Vorsitzende der örtlichen Vereinigung der Pillauer,
Polizeimeister Friedrich Schreiber, erstattete auf der
Jahreshauptversammlung den Jahresbericht, wobei er den Tag der Aufstellung
des Denkmals des Großen Kurfürsten in Eckernförde hervorhob. Der bisherige
Vorstand wurde wiedergewählt. 

Reinbek. Der Vorsitzende W. Neumann hielt auf der Jahreshauptversammlung im
Hotel „Zur Schmiede" eine Rückschau auf die Arbeit der Gruppe, die 265
Mitglieder zählt. Auf Antrag der landsmannschaftlichen Vereinigung wurden
sechs Straßen im neuen Stadtgebiet nach ostdeutschen Städten benannt. Der
gesamte Vorstand wurde wiedergewählt: 1. Vorsitzender W. Neumann, 2.
Vorsitzender W. Schwarz, Schriftführer F. Sander, Rechnungsführer W. Hintze,
Beisitzer Frau Balszuweit, Frau Becker und die Landsleute Marter und E. F.
Kaffke, Kassenprüfer Fräulein Gerda Kimitta und M. Schwedland. Mit
steigernder Begeisterung wurde der Lichtbildervortrag „Deutsche Heimat im
Osten" aufgenommen, den der ostdeutsche Landsmann Pusewey hielt. 

Niendorf/Ostsee. Auf der Jahreshauptversammlung berichteten der 1.
Vorsitzende E. Essner und die Schriftführerin Frau Kowalleck über die im
vergangenen Jahr geleistete Arbeit. Die Gruppe wirkte bei der Gestaltung des
Festes „Hundert Jahre Ostseebad Niendorf" mit; vierzig ältere Landsleute und
etwa achtzig Kinder wurden bei der Weihnachtsfeier beschert. Der Vorstand
setzt sich aus den folgenden Landsleuten zusammen: 1. Vorsitzender E.
Essner; 2. Vorsitzender P. Schirrmacher; Kassenführer C. Reese; Vertreter H.
Broese; Schriftführer Schneidereit: Beisitzer Hoffmann (Sozialbetreuer),
Frau Wischnat, Frau Kellmer, Frau Dagott (Kulturabteilung). 

Seite 6   Wer war der Stutenbesitzer? Mitteilung des Trakehner-Verbandes 
In dem bekannten Dressurstall der Frau Springer-Hamburg befindet sich der
1947 geborene braune Wallach „Bento". Sein Vater ist der Holsteiner Hengst
„Lodi". Die Mutter war eine dunkelbraune ostpreußische Stute mit Stern, bd.
Hfsl. w. mit dem Stutbuchbrand auf Schenkel und Hals, etwa 1939 geboren. Sie
wurde von ihrem Besitzer, einem ostpreußischen Heimatvertriebenen, der aus
der Gegend von Rastenburg oder Ortelsburg stammen soll, im Jahre 1945 an
Herrn Johann Ledtje in Schulendorf, Kreis Lauenburg, abgegeben. Wer ist
dieser Landsmann und wer kann uns Angaben über die Abstammung von „Bento"
machen? 

Zuschriften erbittet Dr. Schilke, Geschäftsführer des Verbandes der Züchter
des Warmblutpferdes Trakehner Abstammung e. V., Hamburg-Farmsen,
August-Krogmann-Straße 194 (Telefon Hamburg 63 11 71). 

Seite 6   „Kamerad, ich rufe dich!" Kameradentreffen III./I. R. 2 — Standort
Lötzen. 
Am 5. Mai, 19 Uhr, wird in Wuppertal-Oberbarmen, Sternstraße 32,
„Schuberthaus", ein Wiedersehen der Angehörigen des ehemaligen III /I. R. 2
– Standort Lötzen, stattfinden. Kameraden aus dem Raum Hamburg und
Schleswig-Holstein melden sich zur Teilnahme an einer verbilligten
Gesellschaftsfahrt Hamburg – Wuppertal - Oberbarmen und zurück bei Kamerad
W. Bannuscher. Anmeldungen und Auskunft bei den Kameraden Erwin Paul (11.
02.), Wesseling, Bez. Köln, Odenwaldstraße 8, und W. Bannuscher (09.02.),
Hamburg-Harburg, Hoppenstedtstraße 57

Die ehemaligen Tilsiter „Prinz-Albrecht-Dragoner“ (Drag.-Regt. 1) werden
sich in diesem Jahre in Hamburg treffen. In Aussicht genommen sind der 7.
Und 8. Juli, fals zu diesem Zeitpunkt ein Lokal zur Verfügung stehen sollte.
Anfragen sind zu richten an Franz Barkam, (21a) Lübbecke/Westfalen,
Bergertorstraße 16

Gesucht wird der ehemalige Oberleutnant und Regimentsadjutant im A-R. 244
Walter Germar, aus Ostpreußen. Ein Bruder des Gesuchten war Pfarrer und trug
den Namen Grzewanna. Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der
Landsmannschaft Ostpreußen in Hamburg 13, Parkallee 86

Re: [OWP] Sterbeeintrag- /Register 1933

Date: 2017/03/01 22:46:24
From: Pet <prubow(a)gmx.de>

PS: Datenschutz fällt mir noch ein, die Sperrfrist ist - glaube ich - 110 Jahre.


Am 01.03.2017 um 22:43 schrieb Pet:
Hallo Herr Preuss,

haben Sie auf deutsch geschrieben? Soweit ich weiß, werden nur Briefe in polnischer Sprache beantwortet.

Gruß

Petra Rubow


Am 01.03.2017 um 21:29 schrieb papr:
    Hallo Forschende und Listenmitglieder,

    ich versuche die Kopie des Sterbeeintrages / Sterbeurkunde eines
    Vorfahren zu bekommen.
    Friedrich Wilhelm Poburski +04.09.1933 in Lindenau (Lipowka) bei
    Rauschken (Ruszkowo) Kreis Osterode.
    Ich habe schon vor gearaumer Zeit die Standesaemter Dzialdowo und
    Osterode sowie die Archive Warschau, Allenstein und Mlawa
    angeschrieben, da mir die Zustaendigkeiten nicht bekannt sind.
    Hat jemand Erfahrungen mit den Zeitspannen von Anfrage bis
Beantwortung? Bis bis Heute habe ich von Keinem eine Antwort erhalten.
    Habt Ihr vielleicht Input, liege ich mit den Angeschriebenen falsch?
    Dann haetten sie aber doch eine negative senden koennen.

    Herzliche Gruesse
    Paul Preuss
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Re: [OWP] http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=6384

Date: 2017/03/01 22:47:27
From: Jutta Hoffmann via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo Jana, 
meinst du das Stüblau in Westpreußen?
http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=6384

Auch ich habe Rexin, allerdings evangelisch...
bei ptg:http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/searchB 
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Liebe GrüßeJutta ______________________________________________ Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen...

[OWP] Kartenmeister Facebook

Date: 2017/03/02 02:21:03
From: Uwe Krickhahn <ukrickha(a)memlane.com>

Hallo


Have just created a Facebook site for Kartenmeister.com


Jetzt auch Kartenmeister.com bei Facebook.


Uwe




Uwe-Karsten Krickhahn
Medicine Hat, Alberta
Canada.
www.kartenmeister.com
 
Permanent search for Detlefs ( Iowa and Heide, Holstein), Krickhahn, Praust WP.
 
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Re: [OWP] http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=6384

Date: 2017/03/02 08:45:12
From: Jana Tittle via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Ja, Jutta.  Da ist mir wohl ein Fehler unterlaufen.


Kind regards/ Gruß
Jana 




> Am 01.03.2017 um 22:11 schrieb Jutta Hoffmann via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>:
> 
> Hallo Jana, 
> meinst du das Stüblau in Westpreußen?
> http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=6384
> 
> Auch ich habe Rexin, allerdings evangelisch...
> bei ptg:http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/searchB 
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> Liebe GrüßeJutta ______________________________________________ Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen...
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[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/02 08:53:57
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 7   Sparbücher 
Für folgende Landsleute liegen Sparbücher vor: 

Anna Poetsch, aus Braunsberg, Kreissparkasse Braunsberg; 

Minna Baethke, aus Wandlaudschen, Kreis- u. Stadtsparkasse Gumbinnen; 

Grete Zomm, aus Johannsdorf, Kreissparkasse der Elchniederung in
Heinrichswalde , Hauptzweigstelle Neukirch; 

Charlotte Pendzich, aus Insterburg, Stadtsparkasse Insterburg; 

Gertrud Jedanzik, aus Johannisburg, Kreissparkasse Johannisburg; 

Ernst Hamann, aus Topprienen. Kreissparkasse Pr.-Eylau; 

Christoph Broszehl, aus Wischwill, Kreissparkasse Tilsit-Ragnit, Zweigstelle
Wischwill;

Anton Moritz und Johanna Moritz, aus Allenstein, Stadt- und Kreissparkasse
Allenstein.  

Erika Gutzeit, aus Kl.-Plauen. Kreissparkasse zu Wehlau, Hauptzweigstelle
Allenburg. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen in
Hamburg 13, Parkallee 86

Seite 7   Schloßberg (Pillkallen). 
Freizeitlager in Winsen vom 1. bis 3. Juni 1956
Es liegen bis jetzt, rund fünfzig Anmeldungen vor. Aus Passau, aus
Tegernsee, vom Rhein, aus Ostfriesland, aus Flensburg, aus allen Teilen des
Bundesgebietes einschließlich Berlin, und wo sonst auch Jugendliche im Alter
von sechzehn bis dreißig Jahren unseres Heimatkreises leben, werden sich
diese zu einer frohen Freizeitgestaltung treffen. Aus allen Zuschriften geht
hervor, dass man in froher Erwartung nach Winsen kommt, um Heimatkameraden
kennenzulernen. Keine Reisekosten werden gescheut, und Urlaub genommen, da
alle im Beruf oder in der Ausbildung stehen. So kommen nur junge Menschen
zusammen, die die Verbindung mit der Heimat aus reinem Idealismus suchen.
Dieses scheint uns besonders wertvoll und verdient hervorgehoben zu werden.
So werden wir in Winsen einen Kreis gleichgesinnter und für die Heimat
aufgeschlossene junge Menschen versammeln. 

Nachstehend der vorgesehene Ablauf der Tage: Freitag, den 1. Juni, bis 14
Uhr Eintreffen in Winsen/Luhe; 15.00 Kaffeetafel, anschl. Begrüßung durch
Kreisvertreter und Patenkreis Harburg; die Teilnehmer stellen sich vor.
18.00 Vortrag über den Patenkreis Harburg-Land von OKD Dr. Dehn oder
Stellvertreter: 19.00 Abendessen; 20.00 Lichtbildervortrag Georg Hoffmann,
Syke „Eine Reise durch Ostpreußen". — Sonnabend, den 2. Juni. 8.30 Es
spricht Superintendent Grothe, Winsen; 9.30 „Die Jugend in der
Landsmannschaft", Bundesjugendwart Hermann und Bundesjugendwartin Hanna
Wangerin: 11.00 Geführte Unterhaltung: nach dem Mittagessen, H.30, Landsmann
Turner jr. „Ostpreußen der Eckpfeiler Europas, kulturell und wirtschaftlich
gesehen"; 17.00 Lichtbilder Kreis Schloßberg; 20.00 Ostpreußenabend (Lokal
wird noch bekanntgegeben), Begrüßung und einleitende Worte; Aus der Arbeit
einer Jugendgruppe, Ostpreußengruppe Hamburg; „Teure Heimat Ostpreußen" und
„Lachendes Ostpreußen", Marion Lindt, anschließend Tanz. Dazu werden geladen
die Winsener Jugendgruppen, unsere Landsleute, die schon am Sonnabend
eintreffen, und Gäste des Patenkreises. — Sonntag, den 3. Juni, 8.00 - 10.00
Rundgang durch die Stadt Winsen und Besichtigung des Schlosses in zwei
Gruppen unter sachkundiger Führung; ab 11.00 Teilnahme am Kreistreffen im
Schützenhaus. Es wird besonders darauf geachtet werden, dass zwischen den
Vorträgen genügend Zeit für Aussprache und Unterhaltung bleibt. Um die
Unkosten für den „Ostpreußen-Abend" zu decken, muss ein kleiner Beitrag
erhoben werden. Die Karte gilt gleichzeitig für das Kreistreffen. Unterkunft
in der Jugendherberge und Verpflegung für alle Lagerteilnehmer stellen der
Patenkreis und die Patenstadt Winsen. 

Um die Verbreitungen rechtzeitig treffen zu können und einen reibungslosen
Ablauf der Tage zu sichern, müssen wir als letzten Meldetermin den 15. April
festsetzen. Alle Anmeldungen bitte zu richten an: F. Schmidt, (23) Sulingen,
Bassumer Straße 42. — Anfang Mai erhalten alle Teilnehmer nochmals Nachricht
mit allen Hinweisen. 

Ferienlager in Undeloh vom 23. Juli bis 4. August und vom 4. bis 16. August 
Allen bisher Angemeldeten ist die Teilnahme gesichert. Es sind für beide
Lager noch einige Plätze frei und werden noch Anmeldungen bis 15. April
angenommen. Folgende Angaben werden erbeten: Vor- und Zuname, Geburtsdatum,
jetziger Wohnsitz, frühere Heimatanschrift, Beruf des Vaters jetzt und in
der Heimat, zuständige Krankenkasse der Eltern. Alter der Kinder 12 bis 15
Jahre. 
Die Kinder müssen gesund sein und dürfen nicht in ärztlicher Behandlung
stehen. Die ersten 10 DM Reisekosten müssen die Eltern übernehmen, nur für
aus Berlin kommende Kinder werden die ganzen Reisekosten ersetzt. Im Übrigen
verweisen wir auf unsere früheren Bekanntmachungen im Ostpreußenblatt folgt;
7. Der Eingang der Anmeldungen entscheidet über die Teilnahme, wenn die
Plätze nicht ausreichen. Auch diese Anmeldungen bitte an Fr. Schmidt,
Sulingen, Bassumer Straße 42, zu richten. 
Die Eltern erhalten Ende April Nachricht. Die Einberufung mit allen
Einzelheiten erfolgt durch den Patenkreis im Juni/Juli. Sammeltransporte
lassen sich leider nicht zusammenstellen, wir wohnen zu zerstreut. 
Es liegen Anmeldungen und Anfragen aus anderen Kreisen vor. Wir bedauern,
die Aufnahme dieser Kinder ablehnen zu müssen, da die Plätze alle durch uns
belegt werden. Wir empfehlen, sich an den jeweils zuständigen Kreisvertreter
zu wenden. 

Das Hauptkreistreffen findet in Winsen/Luhe am Sonntag, dem 3. Juni, statt 
Alle Teilnehmer, die schon am Sonnabend, dem 2. Juni, eintreffen, um an dem
Ostpreußen-Abend teilzunehmen, richten ihre Quartierwünsche an Albert
Fernitz, Winsen/Luhe, Ilmerweg 8. Soweit noch Betten in der Jugendherberge
frei sind, stehen diese gegen geringes Entgelt zur Verfügung. Auch diese
Anmeldungen bitte möglichst bald abzusehen. Somit tragen wir auch dem
Wunsche vieler Landsleute Rechnung, die sich schon am Tage vor dem Treffen
sehen und sprechen wollen. Weitere Treffen sind Ende August für
Nordrhein-Westfalen in Bochum und Mitte September für Süddeutschland in
Stuttgart in Vorbereitung. Weitere Bekanntmachungen zu folgen. Dr. E.
Wallat, Kreisvertreter

Seite 7   Aus den ostpreußischen Heimatkreisen …
Königsberg Stadt
Treffen der „Löbenichter" in Bonn 
In Bonn fand ein Treffen der ehemaligen Lehrer und Schüler des
Löbenichtschen Realgymnasiums statt, zu dem sechs ehem. Lehrer und 65
Schüler erschienen waren. Unter ihnen befand sich der jetzt 78 Jahre alte
Professor Heincke, der vor kurzem aus der sowjetisch besetzten Zone nach
Düsseldorf umgesiedelt ist; vorbereitet war das Treffen von Horst Jukat. Der
Vorsitzende des Löbenichter Vereins, Oberstudienrat Dr. Kröhnert, hob in
einer Ansprache die Werte des Heimatgedankens hervor und warnte von Kleinmut
und Resignation. Er berichtete ferner über die Zusammenarbeit mit der
Patenschule, dem Steinbart-Gymnasium in Duisburg. — Am Vorabend vereinigten
sich zu einer Wiedersehensfeier im „Bergischen Hof" drei Angehörige des
„goldenen" Abiturientenlehrgangs 1906 und zehn von den zwölf noch lebenden
Angehörigen des „silbernen" Abiturientenlehrgangs 1931 (Von den damaligen 23
Abiturienten starben drei vor dem Kriege, sechs fielen als Soldaten:
ungeklärt ist das Schicksal, von zwei Klassengefährten) Studienrat Dr. Nitz
erinnerte an besinnliche Erlebnisse in der Schulzeit; gedacht wurde auch an
das einstige Landschulheim in Garbseiden. 

Ruder-Club „Germania" 
Die Aufforderung, die 60-Jahr-Feier des Ruder-Clups „Germania" Pfingsten
1956 in Hamburg festlich zu begehen, hat ein gutes Echo gefunden. Es liegen
schon jetzt viele Zusagen vor. Die Quartierfrage bleibt dadurch unberührt;
jedes Mitglied und seine Frau werden gut und billig untergebracht werden.
Die für Pfingstsonntag geplante Ausfahrt mit Booten auf der Alster wird
durch die große Teilnehmerzahl zu einem Bekenntnis zur „Germania" und zum
ostdeutschen Rudersport werden. Rennruderer, Jugendruderer und Wanderruderer
werden — soweit dies möglich sein wird — in der früheren Besetzung fahren. —
Das Programm sieht vor: Pfingstsonnabend, 19. Mai, 19 Uhr: Feierstunde der
Mitglieder und eingeladenen Gäste. Pfingstsonntag, 20. Mai, 10 Uhr: Ausfahrt
in Booten auf der Alster; 16 Uhr: Kaffeetafel, Vorträge, Tanz — Weitere
Anmeldungen zur Teilnahme sind an die Geschäftsstelle Hamburg 22, Weizenkamp
2, zu richten. Mitglieder anderer ost- und westpreußischer Rudervereine, die
an den Veranstaltungen teilnehmen wollen, werden gebeten, ebenfalls an die
Geschäftsstelle zu schreiben, woraufhin eine persönliche Einladung erfolgen
wird. 

Steindammer Knaben-Mittelschule 
Auf unsere letzte Veröffentlichung hin haben sich mehrere ehemalige Schüler
gemeldet, so dass unsere Kartei etwa hundert Namen umfasst. Manche Anfragen
konnten nicht zufriedenstellend beantwortet werden, weil viele Anschriften
ehemaliger Schüler und Lehrer hier noch nicht vorliegen. Es ergeht daher
nochmals die Bitte, die jetzigen Anschriften an die Geschäftsstelle in
Hannover zu senden. — Unser diesjähriges Treffen wird am 1. Pfingstfeiertag,
20. Mai, 12 Uhr, in Dortmund, Hansastr. 101/105, Restaurant „Zum Schwarzen
Raben", stattfinden. Es wird gebeten, die Teilnahme baldmöglichst
mitzuteilen. Helmut Preikschat, Hannover, Rampenstraße 5 

Berufsfeuerwehr — Königsberg 
Treffpunkt am 3. Juni in Hamburg um 14 Uhr im Restaurant Feldeck, Feldstraße
6, Ecke Karolinenstraße, etwa fünf Minuten von der Ernst-Merck-Halle
entfernt. Anmeldungen der Teilnehmerzahl und Übernachtungswünsche bis 15.
Mai an Otto Stolzke, Hamburg 26, Süderstraße 347, erbeten. 

Labiau 
Wer kann Auskunft geben über das Schicksal von Wilhelm Parakenings, geb.
03.12.1896 in Karlsrode, Kreis Labiau? Er wurde am 4. Oktober 1948 aus
Nemonien von den Russen abgeholt und er ist seitdem verschollen. Nachricht
wird an den unterzeichneten Kreisvertreter erbeten.

Wir begrüßen in unserer Kreisgemeinschaft Wilhelm Strupat, geb. 18.06.1896
in Gertlauken und Frau Emma Strupat, geb. Nauruhn, die am 10. Februar aus
Pommern ausgesiedelt worden sind. 
W. Gernhöfer, Kreisvertreter, (24a) Lamstedt-NE 

Heydekrug 
Für die Aufstellung der Seelenliste der Stadt Heydekrug werden die
Anschriften folgender Landsleute aus Heydekrug gesucht bzw. wird um Auskunft
über deren Verbleib gebeten: 

Bertuleit, Stellmacher, und Familie, Lüderitzstraße; 

Marta Blasinski, geb. Trumpa und Sohn, Stockmannstraße; 

Adam Birbinschus und Familie, Gerichtsbeamter; 

Frau Dommasch (von Albert Dommasch), und Kinder;

Heckendorf; Inspektor auf Adl. Heydekrug, und Familie; 

Bruno Kahmann und Familie, Gartenstraße; 

Kilian, Uhrmachermeister, und Frau; 

Hermann Kloweit und Familie, Justizwachtmeister; 

Georg Krumat und Frau, Postbeamter, Bauernstraße 22; 

Otto Krink und Familie, Schmiedemeister, Bergstraße: 

Otto sen. und jun. und Familien, Gerichtsbeamte; 

Alice Redweik, Lindenallee; 

Max Runde und Familie, Kürschnermeister; 

Karl Seidler und Familie, Selterfabrikant; 

Schiewe und Familie, Tischlermeister, Tilsiter Str.; 

Schlenther und Familie, Tischlermeister, Memeler Straße; 

Schmidt, Regierungsrat, Landrat in Heydekrug; 

Heinrich Schneider und Familie, Kaufmann, Am Markt 5; 

Sittkus und Familie, Strickerei; 

Frl. Stepuhn, Wirtin bei Julius Lamprecht, Waldstraße; 

Tautrim und Frau, Hausbesitzer, Bauernstraße; 

Taurien und Familie, Am Fischmarkt; 

Michel Tumeleit und Frau Natalie, Möbelgeschäft,. 

Nachrichten werden umgehend an den Unterzeichneten erbeten. W. Buttkereit,
Kreisvertreter (24b) Eckernförde, Lindenweg 11 

Elchniederung 
Heimattreffen in Kiel 
Bei dem gemeinsamen Treffen der Kreise Tilsit-Stadt, Tilsit-Ragnit und
Elchniederung am 6. Mai in der Ostseehalle in Kiel finden in einem
besonderen Raum des Hallenbaues auch mehrere Lichtbildvorführungen der
Elchniederunger Heimatbildreihe statt. Dabei werden auch die Aufnahmen von
der feierlichen Patenschaftsübernahme im Vorjahr gezeigt. 

Am Vorabend findet ein Sondertreffen aller ehemaligen Schüler und
Schülerinnen der Elchniederunger Schulen in einem Lokal der Kieler
Innenstadt, das auch verkehrsmäßig günstig gelegen ist, statt. Näheres wird
noch mitgeteilt. Es ergeht aber schon jetzt der Ruf an die jungen
Elchniederunger, recht zahlreich zu diesem Sondertreffen zu erscheinen. Wir
hoffen, dass vor allem auch unsere Lehrer und Lehrerinnen diesem Ruf folgen.


Von Hamburg aus findet, ebenso wie von mehreren anderen Städten, eine Fahrt
mit Sonderomnibussen statt. Es wird gebeten, wegen dieser Fahrtmöglichkeiten
zu stark verbilligtem Preis die große Bekanntmachung in der vorigen Folge zu
beachten Rechtzeitige Anmeldung zur Teilnahme an einer dieser Sonderfahrten
wird dringend erbeten. Das ursprünglich für den 6. Mai vorgesehene
Elchniederunger Kreistreffen in Lübeck ist auf einen späteren Zeitpunkt
verlegt worden. Johannes Klaus, Kreisvertreter, (24b) Husum, Woldsenstraße
34 

Landesverband Ostpreußischer Schafzüchter 
Der Landesverband Ostpreußischer Schafzüchter wird nach mehrjähriger
Unterbrechung eine ordentliche Mitgliederversammlung am 16. April, 16.30 Uhr
in Kassel, Ratskeller, Trinkstube, abhalten. Die Tagesordnung lautet: 1.
Jahresbericht für die Jahre 1953/1955, 2. Kassenbericht für die Jahre
1953/1955. 3. Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung, 4. Wahl
des Vorsitzenden und des stellvertretenden Vorsitzenden gemäß § 7 der
Satzung. 5. Wahl des erweiterten Vorstandes (Beirat) gemäß § 8, 6. Wahl der
Rechnungsprüfer für die Jahre 1954 bis 1957 gemäß § 10, 7. Verschiedenes. 
v. Elern, Vorsitzender Dr. Truckenbrodt, Geschäftsführer
 
Ebenrode (Stallupönen) 
Gesucht werden: 
Hartmann-Scharfeneck (Gawehnen) und 
Gustav Schorellis, aus Pötlau (Pötschlauken), die zusammen in Memel gewesen
sind; 

Margarete Sabrowski, Eydtkau, Schönstraße; 

Frieda Hardtke, Eydtkau, Hindenburgstraße; 

Wulf-Dieter Grunewald, Eydtkau, Kochstraße; 

Otto Siebert, Siedler, Amalienau, früher Stobern; 

Bauer Emil Theophil und Frau Maria sowie Maria Theophil, geb. Kaul, aus
Packern; 

Wilhelm Schlaf, Erlenhagen; 

Martin Marschinkowski, Eichkamp; 

Hans Schneppat, Noreitschen; 

Landwirt Gustav Nietz, Baringen; 

Franz Mann, Mühlengarten; 

Frau Helene Dalgas, Gr.-Degesen; 

Ferdinand Fritz, Siedler, Neuhof,; 

Franz Embacher, Siedler, Neuhof, und Siedler Franz Gerhardt, Neuhof (Neuhof
gehörte früher zum Gut Tarpupönen, lag aber im Kreise Pillkallen). 
de la Chaux, Kreisvertreter (16) Wiesbaden, Sonnenberger Straße 67 

Gumbinnen 
Kreistreffen in München am Sonntag, 6. Mai 
Das angekündigte Treffen in München findet am 6. Mai im „Salvator-Keller",
München-Giesing, statt. Das Tagungslokal ist vom Hauptbahnhof mit der
Straßenbahn 7 zu erreichen und ist ab 8 Uhr geöffnet. Wünsche für das
Treffen und Anmeldungen bitte ich umgehend an Ingenieur Walter Gruber,
München 9, Weyarner Straße Nr. 21, zu richten. Vormittags Gottesdienst und
Ansprache des Kreisvertreters, nachmittags gemütliches Zusammensein mit
Tanz. Ich hoffe recht viel Gumbinner aus der näheren und ferneren Umgebung
begrüßen zu können. Auf gesundes Wiedersehen hoffend Hans Kuntze,
Kreisvertreter Hamburg-Bergedorf, Kupferhof 4 

Insterburg Stadt und Land 
Aus russischer Gefangenschaft kehrten aus dem Kreise Insterburg folgende
Landsleute heim: 

Hans-Jürgen Eckert, geb. 22.03.1929, aus Saalau: 
Isolde Ebinger, geb. 10.03.1925, aus Insterburg; 
Brigitte Spielmann, geb. 13.02.1927, aus Insterburg; 
Ernst Rettig, geb. 1909, aus Insterburg; 
Magda Boll, geb. 19.05.1906, aus Insterburg: 
Friedrich Schüssler, geb. 02.07.1900, aus Insterburg: 
Walter Sudau, geb. 22.01.1905, aus Insterburg; 
Heinz Wollert, geb. 26.06.1906, aus Aulenbach; 
Willi Urbigkeit, geb. 11.11.1924, aus Neuendorf; 
Otto Hecht, geb. 23.07.1904, aus Insterburg; 
Ernst Hoffmann, geb. 24.05.1913, aus Falkenreut; 
Otto Heuer, aus Insterburg; 
Erich Babiel, geb. 17.09.1923, aus Norkitten; 
Hugo Redmann, geb. 12.07.1912, aus Horstenau; 
Herbert Bendig, geb. 17.03.1917, aus Insterburg; 
Franz Rodde, geb. 23.01.1906, aus Neuwalde; 
Paul Hozzel, geb. 16.10.1910 in Hamburg, später Insterburg;
Fritz Kannocher, geb. 19.04.1899, aus Insterburg; 
Karl Rosener, geb. 26.01.1905, aus Insterburg; 
Fritz Lepenies, geb. 12.11.1922, aus Insterburg; 
Inge Gerda Hesse, geb. 10.10.1930, aus Insterburg; 
Richard Engelhardt, geb. 24.01.1897, aus Striegengrund; 
Ingo von Collanie,  geb. 24.09.1900, aus Insterburg; 
Emilie Kolm, geb. 06.10.1903, aus Insterburg; 
Bruno Volgmann, geb. 17.05.1939, aus Norkitten; 
Renate Volgmann, geb. 26.07.1944, aus Norkitten. 

Viele Jahre haben wir alle mit Sehnsucht auf Eure Heimkehr gewartet, und wir
freuen uns aufrichtig, dass auch Ihr nun wieder in der deutschen Heimat
seid. Wir alle wollen Euch helfen, Euch zurechtzufinden und die neue
Wirklichkeit zu begreifen. Vor allen Dingen hoffen wir, dass Ihr Euch recht
bald von den schweren Jahren der Entbehrungen und der Not erholt und
wünschen Euch für die Zukunft von ganzem Herzen alles Gute. 
Die heimattreuen Insterburger aus Stadt und Land Fritz Padeffke,
Geschäftsführer 

Angerburg 
Ferienplätze für Angerburger Kinder im Kreise Rotenburg (Hann.) 
Unser Patenkreis stellt auch in diesem Jahre Ferienfreiplätze für
erholungsbedürftige Kinder im Alter von sechs bis vierzehn Jahren in
ausgesuchten Pflegestellen zur Verfügung. Bevorzugt werden diesmal
Angerburger Kinder aus Nordrhein-Westfalen. Ich bitte von diesem
Entgegenkommen unseres Patenkreises regen Gebrauch zu machen und
erholungsbedürftige Kinder im genannten Alter bis spätestens 1. Mai
unmittelbar an den DRK-Landesverband Nordrhein in Düsseldorf, Rosenstraße
20, zu melden. Die Kinder müssen frei von ansteckenden Krankholten sein;
auch Bettnässer können nicht aufgenommen werden. Die Ferienfreiplätze werden
voraussichtlich im Juli/August besetzt. Wahrscheinlich erfolgt
Sammeltransport ab Düsseldorf, bis dahin müssen die Kinder von den Eltern
gebracht werden. Weitere Mitteilungen erhalten die Eltern zu gegebener Zeit.

Unser Hauptkreistreffen findet am 23. und 24. Juni in (23) Rotenburg (Hann.)
statt. Näheres wird im Ostpreußenblatt bekanntgegeben werden. Hans Priddat,
Kreisvertreter, (16) Homburg v. d. Höhe, Seifgrund 15 

Angerapp 
Folgende Kreistreffen sind bis jetzt in diesem Jahre vorgesehen: Anfang Juni
in Mettmann; Mitte Juli in Hannover; Anfang August in Hamburg. Falls auch
für Süddeutschland ein Treffen gewünscht wird, bitte ich mir Vorschläge zu
machen. Weitere Einzelheiten werden laufend bekanntgegeben. 

Gesucht wird: 
Fritz Zigahn, früher Bahnstation Kl.-Beynuhnen, Fernmeldebauzug. Nachricht
erbeten an Wilhelm Haegert, Kreisvertreter, Düsseldorf. Zaberner Straße 42. 

Gerdauen 
Liebe Landsleute! Unser erstes diesjähriges Heimattreffen findet am 13. Mai
in Düsseldorf im Union-Hotel, Witzelstraße, statt. Ich bitte schon heute,
sich diesen Tag für das Treffen freizuhalten, damit ich wieder recht viele
Heimatfreunde begrüßen kann. Weitere Treffen sind vorgesehen am 8. Juli in
Hamburg und am 12. August in unserer Patenstadt Rendsburg. Gleichzeitig
erinnere ich noch einmal an die Anmeldung der Kinder für unser Ferienlager
im Waldheim Brahmsee. Die näheren Bedingungen waren in Folge 12 des
Ostpreußenblattes bekanntgegeben worden. Franz Einbrodt, Kreisvertreter,
Solingen, Lützowstraße 93 

Pr.-Eylau 
Gemeinsam mit den Kreisen Fischhausen, Königsberg-Land und Labiau findet in
Ulm zu Pfingsten ein Treffen statt. Näheres wird rechtzeitig bekanntgegeben.
v. Elern-Bandels, Kreisvertreter (22c) Königswinter, Siebengebirgstraße 1 

Braunsberg 
110. Geburtstag der Elisabeth-Schule 
Am Pfingstsonntag, 20. Mai, wird In Münster/Westfalen, im Kaiserhof,
gegenüber dem Bahnhof, ein Treffen der einstigen Angehörigen der
Elisabeth-Schule stattfinden. — Am Sonnabend, 19. Mai, ab 18 Uhr,
Zusammenkunft der bereits Eingetroffenen. — Pfingstsonntag, 9 Uhr:
Ermländisches Hochamt mit Predigt im Mutterhaus der Katharinerinnen,
Grevener Straße 306. Omnibus dorthin ab 8.30 Uhr vom Bahnhof. 11 Uhr:
Feierstunde im Kaiserhof, gestaltet von früheren Lehrerinnen und
Schülerinnen, danach gemeinsames Mittagessen und frohes Beisammensein. —
Übernachtungen im Kaiserhof sind unter dem Kennwort „Elisabeth-Schule" zu
bestellen. Es wird gebeten, Anmeldungen für ein Eintopf- oder sonstiges
Mittagessen, sowie Anfragen bis zum 5. Mai an Studienrätin i. R. Germer,
Herne/Westfalen. Herderstraße 8, zu richten. 

1. Alle Landsleute aus dem Kreis Braunsberg, die der Meinung sind, noch
nicht in der Kartei erfasst zu sein, werden gebeten, ihre Anschriften dem
Karteiführer der Kreisgemeinschaft Braunsberg, Franz Grunenberg, (21a)
Hiltrup i. W., Nordstraße 10, mitzuteilen. Außerdem bitten wir
Anschriftenänderungen dem Karteiführer bekanntzugeben. Bei Anfragen bitten
wir stets Porto für Rückantwort beizulegen. Für Wohnsitzbescheinigungen
erbitten wir Einsendung von 2,-- DM.

2. Das diesjährige Treffen der Kreisgemeinschaft Braunsberg findet am 22.
Juli, wiederum in Münster i. W. statt. 

3. Gesucht werden: 
Angehörige von Richard Bleistein, Geburtstag und -ort unbekannt, vermutliche
Heimatanschrift Wormditt. — 

Angehörige von Gustav Eckelt, Geburtstag und -ort unbekannt, Angehörige:
Frau Katharina Eckelt, Braunsberg/Ostpreußen, Fließ 8. — 

Josef Hopp, geb. 27. oder 29.03.1891 in Open bei Wormditt, im Februar 1945
verschleppt. Gesucht von Elfriede Reichert, geb. Hopp, (13a) Ochsenfurt
Badgasse 1. —

Friedrich Schilfert, geb. 20.02.1906, und Ehefrau Ursula Schilfert,
Frauenburg, Revier-Försterei. — 

Hermann Schlegel, geb. 23.07.1872, Steuerberater, Braunsberg, Seeligerstraße
56. — 

Familie Krischick aus Braunsberg, Eltern: Felix Krischick und Agnes
Krischick, Kinder Elisabeth, Josef, Anton, Paul und Bruno. — 

Familie Franz Kowski, aus Karschau. — 

Familie August, aus Vierzighuben. –

Familie Otto Poschmann, aus Vierzighuben, -

Familie Witwe Rosa Lange, aus Vierzighuben.

Franz Grunenberg, Kreiskarteiführer, (21a) Hiltrupm Nordstraße 10

Pr.-Holland
Um unseren Landsleuten im Bezirk Nordrhein-Westfalen Gelegenheit zu einem
Treffen zu geben, findet am Sonntag, dem 3. Juni, ein Kreistreffen in Hagen,
Westfalen, statt. Das Programm für diesen Tag wird noch bekanntgegeben. Wir
bitten schon jetzt alle in diesem Bezirk wohnenden Landsleute auf dieses
Kreistreffen hinzuweisen, damit ein recht zahlreicher Besuch gewährleistet
wird. Das diesjährige Haupttreffen findet wieder in Hamburg — am Sonntag,
dem 5. August, Elbschloßbrauerei — statt. Ein weiteres Treffen ist im
September/Oktober in Hannover vorgesehen. 

Gesucht werden: 
August Guskofski, Döbern; 
Frau Berta Wunder, geb. Schubert, Hirschfeld; 
Familie Bernhard, Eichholz, Borchertsdorf; 
Eheleute Paul Harnau und Maria Harnau, geb. Fox, Mühlhausen; 
Frau Anna Ziemke, geb. Hinzmann, geb. 23.01.1895, aus Mühlhausen und deren
Kinder Magdalene, geb. 13.01. 924, Elisabeth, geb. 16.12.1930, und Maria,
geb. 23.12.1933; 
Gustav und Anna Müller, Pr.-Holland. 

Wer kann Auskunft geben über Frau Therese Schliffke, geb. am 10.03.1875, aus
Spandau bei Döbern? Frau Schliffke soll auf der Flucht in Pommern verstorben
sein. — 

Sanitätsobergefreiter Walter Schwensitzki, geb. 17.06.1906, Davids, letzte
Feldpostnummer 26 558. 
Zuschriften erbitte ich an meine Anschrift: G. Amling, stellv.
Kreisvertreter Pinneberg, Richard-Köhn-Straße 2 

Mohrungen
Am 26. Februar tagte der Kreisausschuss, wie immer zu Beginn eines neuen
Jahres, in Hamburg. Der Kreisvertreter erstattete den Bericht über das
vergangene Jahr. Danach berichtete Kreissachbearbeiter Berg über die weitere
Entwicklung der Kreiskartei. Etwa Zweidrittel der Kreiseingesessenen sind
erfasst. Landsmann Schwesig äußerte seine Wünsche zur Errichtung des
Kreisarchivs. Die dazu erforderlichen Mittel werden durch Spenden
aufgebracht. 

Für 1956 sind drei Kreistreffen geplant: In Hamburg am 8. Juli, wie üblich
in der Elbschloßbrauerei in Hamburg-Nienstedten, im Raum Duisburg am 2.
September und in der Patenstadt Gießen am 7. Oktober. Gemäß der Verfügung
der Landesvertretung Ostpreußen wurde eine Satzung für die Kreisgemeinschaft
Mohrungen entworfen. Die danach erforderlichen Wahlen für Kreistag und
Kreisausschuss und Kreisvertreter werden durch einen Wahlausschuss
durchgeführt. Vorschläge für diese Gremien sind durch den Kreisausschuss
festgelegt. Die Kassenprüfer Tischtau und Schilling prüften die
Jahresrechnung für 1955. Beanstandungen ergaben sich nicht. Dem Kassenführer
wurde Entlastung erteilt. 

An den Kreisvertreter ist der Wunsch herangetragen worden, an geeignetem Ort
eine Gedenkstätte für Gefallene und Verstorbene des Kreises Mohrungen zu
errichten, die durch den Krieg und die Vertreibung ihr Leben lassen mussten.
Insbesondere soll dabei der Familien gedacht werden, die durch das Inferno
der Heimat ausgelöscht sind. Ich bitte, mir zu schreiben, ob dieser Wunsch,
allgemeines Interesse begegnet. Die Gedenksteine müssen natürlich von den
Angehörigen auf ihre Kosten errichtet werden. 
Reinhold Kaufmann, Kreisvertreter, Maldeuten, jetzt Lübeck, Geniner Straße
20  


[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/02 09:36:19
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 8   Glockenspiel mit Ostpreußenlied 
Die ostfriesische Stadt Leer hat sich vor einiger Zeit für den
wiederhergestellten schönen Turm ihres im Kriege schwer beschädigten
Rathauses aus den Niederlanden ein Glockenspiel gekauft. Alltäglich
erklingen von diesem Glockenspiel die Weisen bekannter deutscher
Volkslieder. Für den Februar 1956 wählte man als Monatslied die
ostpreußische Weise ist „Land der dunklen Wälder". Die Ortspresse
veröffentlichte für ihre Leser den gesamten Text unseres Heimatliedes. Es
sei hervorgehoben, dass das Leerer Glockenspiel zum ersten Mal eine
ostdeutsche Weise spielt. 

Seite 8   Tote unserer Heimat 
Rektor Neubacher, aus Korschen verstorben.
Am 23. März 1956 starb im 70. Lebensjahre Rektor Ewald Neubacher, aus
Korschen. 25 Jahre hindurch leitete er die dortige Schule, deren großzügiger
Neubau in seiner Amtszeit entstand. Sie wurde täglich von sechshundert
Schülern besucht. Manche von ihnen werden sich gerne der sommerlichen
Radausflüge ins Oberland und nach Masuren, und an die Schlittenfahrten durch
den Schönfließer Wald entsinnen, zu denen Rektor Neubacher Pferde und
Schlitten bei den Bauern erbat. Er war ein Jugenderzieher, der seine Schüler
zu freien, fröhlichen Menschen heranbildete. Nach der Vertreibung sammelte
er die Korschener. Seine hinterlassenen schriftlichen Aufzeichnungen sind
ein wertvolles, geschichtliches Dokument für den Heimatort.

Seite 8   Amtliche Bekanntmachungen
11 II 4/56 —T—         Aufgebot
Die Frau Emma Mattke, geb. Kaslowski, wohnhaft in Hamburg-Altona,
Daimlerstraße 2 II, hat beantragt, ihren verschollenen Ehemann, den Kaufmann
Franz Gustav Adolf Mattke, geboren am 29. November 1888 in Königsberg Pr.,
zuletzt wohnhaft gewesen in Königsberg Pr., für tot zu erklären. Der
vorstehend bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in
dem auf den 25. Mai 1956, vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht
in Hamburg-Altona, Allee 125/131, Zimmer 171, anberaumten Aufgebottermine zu
melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, die
Auskunft über Leben und Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht
die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermin dem Gericht Anzeige zu
machen. 
Hamburg-Altona, den 9. März 1956. Das Amtsgericht, Abteilung 11 Seiler,
Amtsgerichtsrat

Rest der Seite, Stellenangebote, Stellengesuche, Verschiedenes, Unterricht

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/02 10:15:26
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 9   Zwei Fotos. Aufnahmen: Maslo.
In Masuren 
Wie viele Aufnahmen haben wir im Laufe der Jahre nicht schon aus Masuren
gebracht, und wie viele könnten wir nicht veröffentlichen, ohne dass wir
müde werden würden, sie zu betrachten und uns an ihnen zu freuen! Sieglinda
Broscheit erzählt in dem schönen Aufsatz, den sie in dem Wettbewerb der
Schulen von Schleswig-Holstein geschrieben hat, von Masuren, und zwar auf
Grund der Schilderungen eines Onkels und einer Tante, und das ist ein
Anlass, hier wiederum zwei Fotos aus Masuren zu bringen. Die Aufnahme links
zeigt einen Blick über den Löwentinsee auf Lötzen, die rechte einen Blick
auf den Dobensee — er liegt südwestlich vom Mauersee, nordwestlich von
Lötzen — vom südlichen Ufer von Kühnort aus.

Seite 9   Meine Verwandten erzählen aus meiner Heimat Ostpreußen. Von
Sieglinda Broscheit.
In der letzten Folge berichteten wir ausführlich über den
Aufsatz-Wettbewerb, der in den Schulen von Schleswig-Holstein durchgeführt
worden ist; etwa dreißigtausend Schüler haben dabei Themen des deutschen
Ostens behandelt. Einer der besten Aufsätze ist der, den Sieglinda Broscheit
(Klasse 9 einer Volksschule in Rendsburg) über ihre ostpreußische Heimat
geschrieben hat; wir bringen ihn hier im Wortlaut. 

Meine Großmutter besaß bei Osterode in Ostpreußen einen schönen Hof, den sie
1945 verlassen musste. Mein Onkel und meine Tante, die auch aus Ostpreußen
stammen, hatten einen Besitz in dem schönen Masuren. Auch sie wurden
ausgewiesen. Vor einiger Zeit waren sie zum Besuch bei uns. Da gab es viel
zu erzählen! An manchen Abenden saßen wir gemütlich beisammen und dann
gingen unsere Gedanken in die Vergangenheit zurück. Bei unseren Gesprächen
erkannten wir so recht, dass unsere Liebe zur fernen Heimat und die
Erinnerung daran unauslöschbar sind. Mein Onkel begann eines Abends
Erlebnisse aus seiner Jugend zu erzählen:

„Meine Heimat hat viel dazu beigetragen, dass ich eine schöne und glückliche
Kindheit verleben konnte. Die Sommerferien meines letzten Schuljahres sind
mir bis heute eine der schönsten Erinnerungen meines Lebens. Wir hatten
damals Besuch aus dem „Reich“ von meinem Vetter, der mit mir meine Heimat
durchstreifen und kennenlernen wollte. An einem der schönen Hochsommertage
brachen wir früh auf.

Mit dem Paddelboot wollten wir in das Seenparadies Masurens gelangen. Mein
Vetter war begeistert von der herrlichen Natur, die sich uns in ihrer
ganzen, geheimnisvollen Schönheit offenbarte. In einer stillen Bucht legten
wir an. Hier wollten wir unser Zelt aufschlagen. Das Landschaftsbild war
hier besonders einladend. Zwischen den blauen Seen erhoben sich die
bewaldeten Moränenhügel, welche das Werk der Eiszeit sind. Unvorstellbare
Schuttmassen haben die Gletscher hier zusammengeschoben. So entstanden diese
Kuppen und Hügel. Aber nicht nur hier in Ostpreußen breitet sich dieser
sogenannte Baltische Landrücken aus, sondern er zieht sich durch die Länder
an der Ostsee bis in die Ostholsteinische Schweiz hinein“, so erklärte uns
mein Onkel.

„Ja, Ostpreußen ist wirklich, wie es in dem Liede heißt, das Land der
dunklen Wälder und kristallnen Seen“, meinte meine Mutter …

„Wenn wir dann mit unserm Boot das Wässer; durchschnitten", fuhr mein Onkel
fort“, „so sahen wir durch das blaue Wasser bis auf den Grund. Oft
erblickten wir dann langsam dahinziehende, große Fische. Dann vermeinten wir
den ,Stinthengst' mit der goldenen Krone auf dem Haupte, wie er in der
ostpreußischen Sage bekannt ist, zu erkennen. Doch, war das Wetter grau und
trübe, dann blickten die sonst so hellen Waldseen traurig und schwarz in den
Himmel, ob nicht bald ein kleiner Sonnenstrahl ihr Antlitz erhellen würde.
Eifrig durchstreiften wir beide unsere Gegend, soweit sie uns zugänglich
schien. Als wir eines Nachmittags am andern Ufer unseres Sees anlegten,
vermeinten wir den Ruf eines Seeadlers vernommen zu haben. Und richtig, wir
hatten uns nicht getäuscht. Zweimal durften wir diesen königlichen Vogel,
der in Ostpreußen sehr selten geworden ist, beobachten. Einmal, als er, die
Beute in seinen Fängen haltend, die Bucht überflog. Ein andermal, wie er aus
großer Höhe auf einen Fisch herabstieß, um ihn gleich darauf in seinen Horst
zu entführen. 

Auch uns deckte Mutter Natur reichlich den Tisch. Besonders mit den
Schleien, von denen mein Vetter behauptete, noch nirgends solche
schmackhaften gegessen zu haben. Als wir uns am Abend zur Nachtruhe begaben,
brauchten wir keine Sorge um das Verschlafen zu haben. Kuckuck und Wiedehopf
waren immer der pünktlichste Wecker. Eine kleine Zeit noch lauschten wir den
einzelnen Tierlauten des nächtlichen Waldes, dann übermannte uns der Schlaf.
Nachts jedoch wurde unsere Ruhe durch ein Rascheln an der Zeltwand gestört.
Mein Vetter entdeckte den Störenfried beim Aufblitzen seiner Taschenlampe.
Unser später Gast war eine Schildkröte. Am andern Morgen, als wir
frühstücken wollten, bemerkten wir, dass unsere Verpflegung zur Neige ging.
Also sahen wir uns gezwungen, die nächste Stadt aufzusuchen, um uns neu zu
versorgen. Durch ein masurisches Straßendorf, dessen Häuser größtenteils aus
Blockhäusern bestanden, gelangten wir in die nächste Kleinstadt. Es war
gerade Markttag, und das war uns recht. Ein Duft von erdigen Kartoffeln,
vermischt mit dem starken Geruch der verschiedenen Kräuter und dem Hafer der
gefüllten Pferdekrippen, wehte uns entgegen. Eine dicke. Fischerfrau, die
ebenso dicke Fische verkaufte, rief uns zu und pries ihre Ware an: .Mannche,
frische, gute, billige Maränche! Lachend erwiderte ich: „Von der Sorte haben
wir genug, vielen Dank!“ Verwundert und erstaunt blickte sie uns nach und
schimpfte wie ein Rohrspatz. Nachdem wir unsere Einkäufe erledigt hatten,
machten wir uns auf den Weg zu unserer stillen, schönen Bucht. Es dämmerte
schon, als wir unser Zelt erreichten. Das Quaken und Trompeten der Frösche
empfing uns. Die Rohrdommel und der Regenpfeifer ließen sich aus dem nahen
Moor hören. Auch Kraniche vermuteten wir dort. Die Waldvogel schienen schon
zu träumen. Und auch wir begaben uns gleich darauf zur Nachtruhe, denn am
nächsten Morgen wollten wir uns aufmachen, eine andere Gegend zu
durchstreifen. 

So verbrachten wir unsere Sommerferien mit Wanderungen und Fahrten durch
unsere schöne Heimat, erzählte mein Onkel. „Hier draußen in der Natur,
meinte mein Vetter einen Tag vor seiner Abreise, habe ich es recht erfahren
und gesehen, welche Schönheiten das Land der dunklen Wälder birgt." 

„Ich ließ es mir am andern Tage nicht nehmen, ihn bis Elbing zu begleiten.
Die Bahn brachte uns nach Osterode. Hier bestiegen wir ein Motorboot und
gelangten dann durch einige Seen und Kanäle in den Oberländischen Kanal.
Hier erlebten wir eine besondere Merkwürdigkeit. Der Kanal hörte plötzlich
auf. Ihn lösten zwei Schienenstränge ab, die über einen Hügel hinwegführten.
Inzwischen rollte unser Motorboot auf einen der Schienenstränge. Die dicken
Seile zu beiden Seiten waren in Tätigkeit, und wir fühlten uns emporgezogen.
Auf dem zweiten Schienenstrang kam uns ein anderes Fahrgestell mit einem
Segelschiff entgegen. Ein kurzes Grüßen und Winken, dann waren wir
aneinander vorüber. Die Höhe war erreicht. Etwas langsamer rollte das Boot
wieder ins Wasser hinein. Dort löste sich unser Motorboot von seiner
Unterlage. ‚Hier wurden die Schiffe aus dem niedrigen Flussbett auf
Schienenstränge in ein höheres befördert. Mit solchen schiefen Ebenen
ersetzt man dreißig kurze Schleusen', erklärte uns der Bootsmann. Wir fuhren
weiter. Leise plätscherte das Wasser, sonst umgab uns sommerliche Stille.
Lastkähne und Boote begegneten oder überholten uns. Es war eine herrliche
Fahrt. In Elbing musste ich von meinem Vetter Abschied nehmen. Noch einmal
beteuerte er mir, dass dies bis jetzt seine schönste Reise gewesen sei“. 

Mein Onkel hatte seine Erzählung beendet. Gespannt .hatten wir zugehört und
uns dabei in die Naturschönheiten unserer Heimat versetzt.

„Ja", begann nun meine Tante, „aber nicht, nur die Sommer, unseres
Masurenlandes waren schön, sondern auch die kalten klaren Winter. Davon
möchte ich euch jetzt erzählen. An einem Wintertage, als ich damit
beschäftigt war, den Kühen Futter in die Krippen zu legen, rief mich meine
Mutter. Dem Vater sollte das Essen auf den See hinausgebracht werden. Hier
war er mit einigen Männern beim Eisfischen. Eilig schnallte ich meine
Schlittschuhe unter, nahm die Linsensuppe, welche Mutter mit einer Wolldecke
umwickelt und in einen Korb gestellt hatte und sauste über die spiegelglatte
Fläche des Eises dahin. Der eisige Ostwind hatte allen Schnee hinweggefegt.
Man musste die Augen fast zukneifen, wenn man über den bläulichen Spiegel
hinwegsah. Am linken Ufer des Sees lag ein einsames, hölzernes Masurenhaus,
welches von dichtem Wald mit dicken vereisten Kiefern umgeben und geschützt
war. Ich ließ meine Augen weiter am Ufer entlang schweifen, ob nicht
irgendwo das Gehöft meiner Schulfreundin zu sehen sei. Wie bedauerte ich sie
immer wegen ihres weiten Schulweges! Im Sommer kam sie mit dem Boot über den
See, im Winter auf Schlittschuhen. Doch wenn das Eis im Winter zu tauen
begann und große Eisschollen umhertrieben, konnte sie weder auf
Schlittschuhen noch mit dem Boot ihren Schulweg zurücklegen. Dann musste sie
weite Wege gehen. Plötzlich wurde ich durch ein Knacken und Bersten der
Eisdecke aus meinen Gedanken gerissen. Zu fürchten brauchte ich aber nichts,
denn mein Vater hatte ja vor einigen Tagen den Durchmesser von einem Meter
in der Eisdecke testgestellt. Also konnte ich meinen Weg fortsetzen. Bald
kam ich an eine der ersten ‚Wunen', welche die Männer in das Eis geschlagen
hatten, um hier das Netz ins Wasser gleiten zu lassen.
 
Die offenen Stellen waren durch Stangen bezeichnet. Nachdem ich an einigen
Wunen vorüber war, kam ich zur Hauptstelle. Mein Vater und einige Männer
zerrten mit langen Stangen und Haken das Netz aus dem Wasser. Es war prall
mit zappelnden Fischen angefüllt. Den Männern gelang es mit einiger
Anstrengung, das Netz auf die Eisdecke zu bringen. Das gab ein Spritzen,
Klatschen und Schlagen! Rotglänzende Barsche, silbrige Brassen, Maränen und
Schleie schwabbten über die spiegelglatte Fläche. Eiligst wurden sie nun von
den Männern in Körben und Kisten verpackt. Erst jetzt hatte mein Vater Zeit
für mich. Wir setzten uns in den großen Lastschlitten, und Vater löffelte
die noch warme Linsensuppe aus. Dabei wies er lächelnd und mit den Augen
zwinkernd auf einen Korb unmittelbar in unserer Nähe. Neugierig blickte ich
hinein, fuhr aber erschreckt zurück. Ein eineinhalb Meter langer Wels lag
wie ein breiter Ring darin. Vorsichtig tastete ich über sein breites Maul
und seine langen Bartfäden. Vater packte mir noch einige Barsche in den
Korb, und gleich darauf begab ich mich auf den Heimweg. Mit der Vorfreude
auf das schöne Abendgericht, die gebratenen Fische, war ich bald wieder am
Ufer angelangt. Hier waren einige Männer bei der Eisernte. Mit einer großen
Eissäge wurden große, viereckige Blöcke krächzend und knarrend aus der
Eisdecke geschnitten. Diese wurden dann auf langen Brettern in die
bereitstehenden Lastschlitten befördert. Dann wurden sie in das nächste
Kühlhaus gebracht, wo sie bis zum Sommer aufgespeichert wurden. Strenge
Winter und heiße Sommer gehören zum Masurenland, genauso wie die weiten
Wälder, die vielen Seen und die ärmlichen Heiden", schloss meine Tante ihre
Erzählung von einem ostpreußischen Wintertage. Als wir dann zur Ruhe
gegangen waren, dachte ich noch immer an die leise plätschernden Seen und
die rauschenden, dunklen Wälder meiner lieben Heimat. Wie sehr wünschte ich,
dass sie uns einmal wieder erschlossen werden, und dass auch ich die
Schönheiten Ostpreußens kennenlernen kann! 

Seite 9   Beim Bernsteinstechen. Foto: Aufnahme: Paul Raabe 
Die Mengen, die beim Bernsteinstechen — der Suche nach dem auf dem klaren
Grund der Ostsee liegenden Bernstein — erbeutet wurden, spielten gegenüber
denen, die man im Bergbau, in Palmnicken gewann, praktisch überhaupt keine
Rolle, so gering waren sie. Aber dafür hatte diese Art der Suche nach dem
leuchtenden Stein einen abenteuerlichen Reiz, und wenn der einzelne Fischer
dabei auch, im Ganzen genommen, nicht viel gewinnen konnte, so fand er
manchmal doch einen bescheidenen Nebenverdienst. 

Unser Landsmann — auf diesem Foto — watet in langen Stiefeln mit Schaufel
und Forke an einem Tag Ende März im ruhigen und klaren Wasser der
Samlandküste. Er betrachtet ein Bernsteinstück, das er gerade gehoben hat. 

Seite 9   Liebe Leser!
Selten haben wir einen Beitrag so gerne und mit solcher Freude
veröffentlicht wie auf dieser Seite den Aufsatz, den die ostpreußische
Volksschülerin Sieglinda Broscheit geschrieben hat. Sie ist ein seht
begabtes Mädel und sie weiß gut zu erzählen, aber noch wichtiger ist es, wie
sie zu ihrem Stoff gekommen ist und wie sie ihn in sich aufgenommen und
verarbeitet hat. 

Als Sieglinda mit ihrer Mutter fliehen musste, war sie erst vier Jahre alt.
Sie hat also keine Erinnerungen an ihre ostpreußische Heimat, und aus
eigener Anschauung konnte sie einen Aufsatz über ihr Zuhause nicht
schreiben. Sie will aber auch nicht wiedergeben, was sie gelesen hat, sie
packt das volle Menschenleben, und das sind diesmal ein Onkel und eine
Tante, die höchst lebendig zu erzählen wissen. Was sie hört, das – man spürt
es  — saugt sie förmlich in sich hinein, und dann stellt sie es plastisch
hin, und aus einprägsamen Einzelheiten formt sich ein anschauliches Bild. 

Und die Moral von der Geschichte? Wir alle wohl — nun, sagen wir: fast alle
— sind doch nur zu bereit, von anderen etwas zu erwarten, wenn es um unsere
Heimat geht; wir sträuben auch alle Stachel — und mit Recht; wenn man
abträglich von ihr spricht und schreibt. Aber versäumen wir selbst nicht
unendlich viel zu Hause, in unseren vier Wänden, in unserer Familie? Gewiss,
es wird nicht viel geklagt und gejammert, — aber darüber, dass das Leben
fest angepackt wird, im Beruf und im Haushalt, darüber fällt doch vieles von
der geistigen Kost unter den Tisch, die unsere Kinder ebenso nötig haben wie
das tägliche Brot: das Wissen um die Heimat, das Wissen, das zur Liebe
führt. Es gibt unzählige Möglichkeiten, es zu fördern und zu mehren; eine
davon, nur eine, zeigt uns der Aufsatz von Sieglinda Broscheit. Die
Redaktion.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/02 11:34:51
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 10   Die Bräuche und Lieder der Heimatvertriebenen. Forscher trafen
sich in Freiburg. Ostdeutsche Volkstumsforschung wird verstärkt.
Die ostdeutsche Volkstumsforschung, die sich mit dem Sammeln und Sichten des
Volksgutes der aus Ostdeutschland und den osteuropäischen Siedlungsgebieten
stammenden Heimatvertriebenen befasst, soll in Zukunft stärker mit der
ganzen deutschen Volkskunde verbunden werden. Auf einer Tagung in
Freiburg/Br. sprachen sich die Leiter der einzelnen Landesstellen für
ostdeutsche Volkskunde in diesem Sinne für eine engere Zusammenarbeit und
eine Konzentration ihrer Forschungstätigkeit aus. Das Treffen fand bei der
„Zentralstelle für Volkskunde der Heimatvertriebenen" statt, die Professor
Dr. Johannes Künzig gründete und leitet. Sie hat seit Jahren wertvolles
Material fetter die reichen volkskundlichen Überlieferungen der
Heimatvertriebenen gesammelt und besondere Forschungsmethoden erarbeitet.
Dabei ist das Phonogrammarchiv mit vielen hundert ostdeutschen
Tonbandaufnahmen besonders wichtig. Diese Sammelarbeit dokumentarischer
Selbstzeugnisse, bei der Sonderausprägungen in Volkssprache, Brauchtum, Lied
und Erzählgut besonders berücksichtigt wurden, ist für die Forschung und für
die Erhaltung des noch lebensfähigen Volksgutes sehr wertvoll, weil die
Erfahrung gezeigt hat, dass die oft bis zur völligen „Atomisierung"
reichende Auflösung alter Siedlungsgebiete und der Einfluss der westlichen
Lebensformen und des Berufslebens die ostdeutsche Volkskultur immer mehr in
den Hintergrund drängen. Die Forschungsarbeit konzentriert sich deshalb
heute nicht auf Motivsammeln, Statistiken und Befragungen, sondern geht
bewusst vom Menschen und seinem Lebenskreis aus. Dazu gehört auch die
Herkunftsforschung, die freilich mit „Sippenforschung alten Stils" nichts zu
tun hat. Wichtige Hilfsmittel des Institutes sind ferner genaue und
möglichst vollzählige Literaturnachweise, Karten und Bildmaterial. 

Selbständige Landesstellen für ostdeutsche Volkskunde bestehen in Dortmund
für Nordrhein-Westfalen und in Hannover für Niedersachsen. Neuerdings wurde
auch eine solche Forschungsstelle in Berlin gegründet. Bei den Landesstellen
für einheimische Volkskunde in Stuttgart (für Württemberg) und in Freiburg
(für Baden) sind eigene ostdeutsche Abteilungen eingerichtet worden; in
Bayern nimmt das Institut für Kultur- und Sozialforschung ähnliche Aufgaben
wahr. Aber auch in den anderen Bundesländern sollen allmählich derartige
Stellen geschaffen werden. Wegen der großen Aufsplitterung der früheren
Siedlungsgemeinschaften will man darauf verzichten, die einzelnen
Landesstellen für bestimmte Siedlungsräume zu spezialisieren. Das
Forschungsmaterial soll auf Tonband und auf Mikrofone aufgenommen und bei
der „Zentralstelle für Volkskunde der Heimatvertriebenen" in Freiburg nach
einheitlichen Gesichtspunkten archiviert und für die Auswertung vorbereitet
werden. 

Seite 10   Australien fehlte 
Die beiden Löwen an der Freitreppe, die zum Haupteingang der Börse in
Königsberg führte, hielten in ihren Klauen das Wappen der Stadt Königsberg
und das Wappen der Kaufmannschaft. Die Figurengruppen hoch oben am Dach
beachtete man weniger. Sie stellten vier Erdteile dar: Europa, Asien, Afrika
und Amerika. Da sie an den vier Ecken postiert waren, ergab sich kein Platz
mehr für Australien. Erbaut wurde die Börse in den Jahren von 1870 bis 1873
nach Plänen des Architekten Müller. Der Börsensaal, die Stätte mancher
lustigen Kostümfeste, war mit 35 Metern Länge und zwanzig Metern Breite bei
zwanzig Metern Höhe einer der größten Räume in der Provinz. An den Wänden
lief eine Galerie mit doppelter Säulenstellung entlang, von der man einen
schönen Überblick über den Saal hatte. 

Seite 10   Bernstein, das Gold der Ostsee. Ein Gespräch mit einer Wespe, die
vor vielen Jhrtausenden lebte. Von Elke Dallmann, Volksschule Plön, Kl. 9b
Bei dem Aufsatz-Wettbewerb der Schulen von Schleswig-Holstein war bei den
einheimischen Schülern das Bernsteinthema besonders beliebt. In welch
ansprechender Weise es behandelt wurde, zeigt dieser Aufsatz von Elke
Dallmann. 

Neulich war ich bei einer alten Dame, die aus Ostpreußen stammt. Während
unserer Unterhaltung überreichte sie mir ein Mahagonikästchen. Ich schloss
es auf und gewahrte, in blauen Samt eingebettet, einen eigroßen, gelben
Stein. Ich fragte, ob ich ihn herausnehmen dürfte. Freundlich nickte sie.
Ich nahm das kostbare Stück in die Hand. Die natürliche, ovale Form wurde
durch den Sternenschliff noch vervollkommnet. Glasklar war er, so dass die
Farbe meiner Haut hindurchschimmerte. Die Sonnenstrahlen fielen durch die
Gardine auf meinen Schoß. Das Licht brach sich in den wundervollen Flächen,
dass der Stein mir selbst wie eine Sonne vorkam. „Bernstein", dachte ich,
„Bernstein, wertvoller und herrlicher noch als Gold; wo Metall kalt und
lieblos ist, erscheinst du wie Leben. Man kann durch viele von dir
hindurchsehen, gleich einem klaren Gebirgswasser." 

Ein Insekt lag eingeschlossen in der Mitte des Kleinodes. Das abwechselnde
Gelb und Schwarz (die Farben konnte ich ahnen) ließen das Tierlein als Wespe
erkennen. Der winzige Körper war etwas gekrümmt. Die Beinchen waren an den
Leib gepresst. Wie der goldene Sarg waren auch die Flügel, so hauchdünn wie
ein Schleier. Das Köpfchen lag in einer Stellung, als trauerte das zierliche
Geschöpf. Es war gebeugt, wie unter einer schweren Last. 

Mit Versunkenheit betrachtete ich den Stein und ließ die Sonnenpfeile,
darüber gleiten. „Hättest du, gedacht kleines Insekt, dass du nach
unzähligen Jahrtausenden in diesem Kleinod fortleben würdest? Wie war es
doch damals? Oh, bestimmt, ich kann es mir gut vorstellen. Du flogst von
Blume zu Blume. Ich weiß nicht, ob es vor so ungeheurer Zeit schon die
heutigen Pflanzen gab. Vielleicht lockten dich die blauen Wegwarten oder die
feinen, weißen Winden mit ihrer makellosen Schönheit. Der Blütennektar
machte taumelig. Trunken schwirrtest du den Düften entgegen. Welch seltsamen
Geruch empfanden deine Sinne? Aus dem Tannenwald, dicht vor dir, kam er, und
du flogst dem Unwiderstehlichen entgegen. An einem Stamm ließest du dich
nieder. Da lag er vor dir, ein riesiger Tropfen Harz. Gegen deine Gestalt
nahm er sich wie ein Felsblock aus. Er kam auf dich zu und goss sich zur
Hälfte über dich — keine Luft — kein Leben mehr. Nicht einmal zappeln
konntest du. Der Tropfen löste sich und fiel. Aber er tropfte nicht auf die
Erde, sondern auf einen zweiten Harzkloss. Daher mag es kommen, dass deine
Flügel noch gespreizt sind und eine feine Maserung durch den Stein läuft.
Der Klumpen rann vom Baumfuß hinunter. Laub und Nadeln bedeckten ihn. 

Die Zeit verging. Die Masse wurde fest. Doch bald kamen Geröll und
Wassermassen. Die Bäume wurden von ihnen gestürzt und begraben. Dunkelheit
kam über dein Dasein. Ein Zeitgefühl gab es nicht. Nacht, tiefes Schwarz um
dich her — Ewigkeiten. Eines Tages oder nachts, irgendwann in dieser
zeitlosen Welt, verspürtest du Unruhe. Du konntest nicht wissen, dass ein
Meer entstanden war, welches wühlte, dein Grab aufriss und deinen goldenen
Sarg an sich nahm. Nun begann deine Wanderung. Das Meer spielte mit dir.
Endlich gelangtest du aus seinem Bereich und wurdest am Strand von einem
Knaben gefunden. Du sahst, wie er ein Jüngling wurde, als Mann heiratete und
als Greis starb. Du erlebtest die Schicksale vieler Generationen und gingst
als Erbstück von Mensch zu Mensch. Du wusstest nichts von dem großen
Weltgeschehen, von Krieg und Flucht. Eine Frau barg dich an ihrem Leibe und
nahm dich als Erinnerungsstück an die Heimat mit. Du wirst die Zeit
überdauern und Zeuge des Reichtums eines verlorenen Landes sein“.

Seite 10   Blätter ostpreußischer Geschichte. 
Foto: Aufn.: Zinnall. Das Vorbild für die Albertennadeln. 
In die graue Außenmauer der Alten Königsberger Universität auf der
Kneiphofinsel war dieses farbig und golden bemalte Porträtrelief des Herzogs
Albrecht eingelassen. Er gründete 1544 die Universität, die als „Alberina"
seinen Namen erhielt. Nach diesem Bildnis des Stifters sind die
Albertennadeln geformt, die auch heute noch dem ostpreußischen Abiturienten
nach einer alten Sitte verliehen werden.

Der Friede zu Krakau 1525 
Als der Hochmeister Albrecht am 8. April 1525 in Krakau mit dem Polenkönig
Sigismund Frieden schloss, ging ein bedeutsamer Abschnitt der preußischen
Geschichte zu Ende, und ein neuer begann. Zu Ende ging nach fast
dreihundertjähriger Dauer die Herrschaft des Deutschen Ordens, dieser
geistlich-ritterlichen Korporation, die so sehr Ausdruck ihrer Zeit — des
hohen Mittelalters — war, dass sie nicht länger dauern konnte als diese. Es
gab jetzt keinen Hochmeister mehr auf dem Schloss zu Königsberg, keine
Komture mit ihren Konventen auf den Burgen des Landes. Ein Herzog regierte
jetzt das Herzogtum mit seinen Amtshauptleuten. An die Stelle des weißen
Mantels mit dem schwarzen Kreuz trat die höfische Tracht der Edelleute im
Stil der Renaissance. Es gab keine Bischöfe mehr mit ihren Domkapiteln (das
Bistum Ermland gehörte nicht zum Gebiet des Herzogtums Preußen. Anm. der
Redaktion), keine Messe mehr und keine Fronleichnamsprozession. Neue
Prediger verkündeten von den Kanzeln das Evangelium nach der Lehre Luthers.
Nur wenig trauerten dem Alten nach. Eine Woge frischer Hoffnung ging durch
das ganze Volk. Man spürte den Anbruch einer neuen Zeit und strebte
zuversichtlich nach neuen Ufern. 

Es gibt aber nur sehr selten einen vollkommenen Bruch im Gang der
Geschichte. Ihr Faden reißt nur dann ab, wenn er mit Gewalt durchschnitten
wird. Im Allgemeinen ist es so, dass das Neue sich schon im Alten entwickelt
hat wie die Blüte in der Knospe und dann aufbricht, wenn seine Zeit gekommen
ist. So findet der Historiker in den Jahrzehnten vor 1525 schon manches
vorgebildet, was dem Krakauer Frieden den Charakter eines revolutionären
Aktes nimmt. 

Seit Friedrich von Sachsen (1497) waren nicht mehr im Dienste des Ordens
bewährte Komture und Gebietiger Hochmeister geworden, sondern deutsche
Fürstensöhne, die weltliche Räte und Beamte nach Preußen mitgebracht und
einen weltlichen Hof an ihrer Residenz eingerichtet hatten, Sie hatten das
Lebensgefühl und den Lebensstil der Menschen der Renaissance und des
Humanismus; sie dachten und handelten als Reichsfürsten. Auch das innere
Gefüge des Ordensstaates hatte sich längst gewandelt. Neben das Regiment des
Hochmeisters war das Mitbestimmungsrecht des Adels und der Städte getreten.
Landesgesetze kamen nur durch das Zusammenwirken von Orden und Landtagen
zustande. Der weltliche fürstliche Ständestaat war unter der Hülle des
Ordensstaates sozusagen schon fertig. Es war nur noch nötig, dass aus dem
Hochmeister Albrecht ein Herzog Albrecht wurde, aus den Komturen
Amtshauptleute. Gesetze und Verwaltung blieben im Herzogtum unverändert.
Selbst die schwarz-weißen Farben blieben erhalten, da sie zugleich die
hohenzollernschen Wappenfarben waren. 

Natürlich hat der 8. April 1525 unserer Heimat auch viel Neues gebracht, und
es wäre falsch, es zu verkleinern. Denn das Neue war mehr als ein neues
Kleid; es ging in die Tiefe des Volksempfindens. Da war zuerst die
Reformation. Luthers Lehre ist zwar von Deutschland her nach Preußen
getragen worden; denn alle preußischen Reformatoren waren Ausländer, das
heißt sie waren nicht in Preußen geboren. Ihre Lehre fiel aber auf einen
Boden, der für sie bereit war. Das Volk war schon lutherisch, ehe der
Hochmeister sich entschloss, das auch nach außen hin zu bekunden. 

Mit der Reformation kam ein neues Element in das Herzogtum: die Frau. Es hat
wohl kaum jemals einen so männlichen Staat gegeben wie den Ordensstaat. Er
war von einem ritterlichen Männerbund aufgebaut worden und wurde von ihm
regiert. Jetzt traten Frauen an die Seite der Männer, die Frauen der
Pfarrer, der Amtshauptleute, der herzoglichen Beamten und die Herzogin
Dorothea als Landesmutter mit ihrem Hofstaat. Es waren keine politischen
Frauen aber ihr stiller Einfluss auf das politische Klima des Landes ist
doch spürbar. Offenkundiger war er auf dem Felde gesellschaftlichen Lebens
das dem Orden verschlossen gewesen war. Mode und Tanz, höfischer Prunk und
höfische Kunst fanden jetzt Eingang in die Burgen des Landes, in denen
bisher die keiner Mode unterworfenen Ordensritter in einer frauenlosen
Gemeinschaft ein streng geregeltes Leben geführt hatten. 

Das Folgenreichste an dem Krakauer Vertrag war ein außenpolitisches Faktum.
Der Herzog musste am 10. April dem polnischen König, der übrigens sein Oheim
war, den bisher verweigerten Lehnseid leisten, aber im Spiel der inneren
Kräfte, das die historische Entwicklung stärker bestimmt als die äußere
Form, bedeutet das Jahr 1525 eine Annäherung an Deutschland. Preußen war
jetzt ein Ständestaat, ein weltliches Herzogtum wie die andern deutschen
Territorien auch. An seiner Spitze stand ein Herzog, der ein Reichsfürst war
und als solcher handelte, der einem der angesehensten deutschen
Fürstengeschlechter angehörte und das Recht hatte, sein Land an seine
Nachkommen zu vererben. 

Der 8. April 1525 ist der Wendepunkt gewesen, an dem die Geschichte unserer
Heimat eine andere Richtung einschlug als der Inländische Teil des
Ordensstaates, den Weg einer immer fester werdenden Verbindung mit dem
deutschen Mutterland. Dr. Fritz Gause 

Seite 10   Kulturnotizen. 
Kunst und Kultur des deutschen Ostens. Ausstellungen In Darmstadt.
Die Künstlergilde e. V. als Gesamtverband der aus dem deutschen Osten und
der sowjetisch besetzten Zone stammenden Künstler für die Bundesrepublik und
Berlin eröffnete, in Zusammenarbeit mit dem einladenden Magistrat der Stadt
Darmstadt, am 29. März auf der Mathildenhöhe zwei Ausstellungen, die den
Höhepunkt der Jahresarbeit und der bisherigen Bemühungen darstellen. Die
Ausstellung „Ostdeutsche Künstler im zwanzigsten Jahrhundert“ umfasst
Gemälde, Graphik und Plastik der lebenden Zeitgenossen und eine Gedenkschau,
die die Entwicklung der letzten fünfzig Jahre seit Käthe Kollwitz, Lovis
Corinth, Otto Mueller, Max Pechstein, Paul Holz, Franz Metzner usw. an
Beispielen aufzeigen soll. In den Austeilungsräumen der Deutschen Akademie
für Sprache und Dichtung wird die Schau „Das Antlitz des deutschen Theaters
im Osten" gezeigt, die durch Fotos, Theaterzettel, Bühnenbilder, Graphik,
verschiedene Dokumente und Literaturerzeugnisse auf die große Bedeutung der
über 80 einst deutschen Bühnen zwischen Riga und Hermannstadt hinweist.
Beide Ausstellungen sind vom 30. März bis zum 1. Mai geöffnet. 

Zweites Ostseminar der Hochschule für politische Wissenschaften. 
Unter der Leitung von Prof. Dr. Hans Koch hält die Hochschule für Politische
Wissenschaften vom 6. bis 8. April in München ihr zweites Ostseminar ab.
Dabei werden Prof. Dr. Pratt (USA) über „Die Frage der deutschen Ostgrenzen
von Teheran bis Potsdam", Dr. Dr. Rabl (München) über „Die völkerrechtliche
Lage der deutschen Ostgebiete heute", A. Dalma (München) über
„Zwischeneuropa in der Politik des Westens seit 1938" und Dr. Bauer
(Kroatien) sowie Dr. Figol (Ukraine) über „Probleme der deutsch-slawischen
Nachbarschaft" sprechen. Ferner referiert K. Greiner (Slowakei) über
„Ordnungskategorien in Ostmitteleuropa: Nationalstaatliches Prinzip oder
übernationaler Staat", und Prof. Dr. Matl (Österreich) befasst sich mit dem
Thema „Die Slawen im Europabild der Gegenwart“.

 
Prof. Dr. Max Hildebert Boehm, der Leiter der Ostdeutschen Akademie in
Lüneburg, erhielt anlässlich seines 65. Geburtstages vom Bundespräsidenten
das Bundesverdienstkreuz verliehen. 

Prof. Dr. Rudolf Laun, der bekannte sudetendeutsche Staats- und
Völkerrechtler, erhielt durch den Dekan der Juristischen Fakultät der
Universität Wien, Prof. Dr. Pütz, sein Goldenes Doktordiplom überreicht.
Prof. Laun, welcher jetzt in Hamburg lebt, hatte vor fünfzig Jahren in Wien
promoviert. Nach diesem Krieg nahm sich der Jubilar auch der
wissenschaftlichen Darstellung des „Rechtes auf Heimat" an. 

Der Chordirigent Otto Groke 
Otto Groke konnte im März dieses Jahres auf eine 45-jährige Tätigkeit als
Chordirigent zurückblicken. Er leitete in Königsberg den DHV-Männerchor, der
sich später vom Deutschen Sängerbund löste und sich dem Lobeda-Bund
anschloss, dessen zweiter Bundesdirigent Otto Groke wurde. Mit diesem Chor
hat er in Dresden, München und im Salzburger Mozarteum erfolgreich
konzertiert. Die Leistungsfähigkeit dieses Chores bewog Hermann Scherchen
während seiner Königsberger Tätigkeit, Groke mit der Chorarbeit in der
Musikalischen Akademie zu betrauen. Er hatte die weniger dankbare, als
verdienstvolle Aufgabe, die Aufführungen, die Scherchen leitete,
vorzubereiten. Diesen Auftrag führte er gewissenhaft durch. Die Arbeit
begann mit der Königsberger Erstaufführung des Oratoriums „König David" von
Arthur Honegger. Es folgten Beethovens „Missa solemnis" und die „Neunte",
Mozarts „Vesperkantate", das „Deutsche Requiem" von Brahms und die
Adventskantate von Otto Besch. Beim 60. Tonkünstlerfest des Allgemeinen
deutschen Musikvereins gelangte unter Otto Grokes Leitung der „Tod des
Ödipus" von Konrad Beck mit großem Erfolg zur Uraufführung. — Erst 1948
verließ Otto Groke Königsberg. In Lemgo an der Lippe baute er sich ein neues
Arbeitsfeld auf. Mit seiner dortigen Chorgemeinschaft hat er sechs Jahre
hindurch alte und neue Chormusik aufgeführt; er musste diese Arbeit aus
gesundheitlichen Gründen kürzlich unterbrechen. 

Herbert Marzian: „Friedrich der Große". I
n der bekannten „Schriftenreihe" des Göttinger Arbeitskreises über alle
Lebensgebiete des deutschen Ostens erschien soeben als Heft 47 eine kleine
Biographie über „Friedrich den Großen" von Herbert G. Marzian. Der Verfasser
stellt die staatsmännische Entwicklung und das politische Wirken des Königs
in den Mittelpunkt der Betrachtung, wobei insbesondere auf das Verhältnis
zwischen Politik und Kriegsführung sowie auf die Maßnahmen zur Sicherung
Preußens als östlichster deutscher Staat eingegangen wird. Die Biographie
umfasst 72 Seiten.

[OWP] Sterbeeintrag- /Register 1933

Date: 2017/03/02 11:41:06
From: papr <paprnh(a)gmx.de>

   Hallo Frau Rubow,

   nein, ich schreibe prinzipiell in drei Sprachen, Polnisch, Deutsch u.
   Englisch.
   Und so viel, wie mir bekannt, sind die Sterbeeintraege nach 30 Jahren
   fuer Jedermann offen.
   fuer mich nicht zutreffend, da Verwandter in Linie und der Tod liegt
   laenger zurueck.

   Gruesse
   Paul Preuss

Re: [OWP] Sterbeeintrag- /Register 1933

Date: 2017/03/02 11:45:07
From: Siegfried Keuchel <siegfried.keuchel(a)gmx.de>

Hallo in die Runde,

mein Kenntnisstand sieht so aus, dass seit 2015 die Sperrfristen in Polen
verkürzt wurden.
Geburtsurkunden wie bisher 100 Jahre, Heirats- und Sterbeurkunden 80 Jahre.
Ich kenne besonders das Staatsarchiv in Allenstein. Eine Anfrage kann in
deutscher Sprache gestellt werden,
die Antwort erfolgt allerdings in polnischer Sprache.

Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Keuchel

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Pet
Gesendet: Mittwoch, 1. März 2017 22:46
An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Betreff: Re: [OWP] Sterbeeintrag- /Register 1933

PS: Datenschutz fällt mir noch ein, die Sperrfrist ist - glaube ich - 
110 Jahre.


Am 01.03.2017 um 22:43 schrieb Pet:
> Hallo Herr Preuss,
>
> haben Sie auf deutsch geschrieben? Soweit ich weiß, werden nur Briefe 
> in polnischer Sprache beantwortet.
>
> Gruß
>
> Petra Rubow
>
>
> Am 01.03.2017 um 21:29 schrieb papr:
>>     Hallo Forschende und Listenmitglieder,
>>
>>     ich versuche die Kopie des Sterbeeintrages / Sterbeurkunde eines
>>     Vorfahren zu bekommen.
>>     Friedrich Wilhelm Poburski +04.09.1933 in Lindenau (Lipowka) bei
>>     Rauschken (Ruszkowo) Kreis Osterode.
>>     Ich habe schon vor gearaumer Zeit die Standesaemter Dzialdowo und
>>     Osterode sowie die Archive Warschau, Allenstein und Mlawa
>>     angeschrieben, da mir die Zustaendigkeiten nicht bekannt sind.
>>     Hat jemand Erfahrungen mit den Zeitspannen von Anfrage bis
>>     Beantwortung? Bis bis Heute habe ich von Keinem eine Antwort 
>> erhalten.
>>     Habt Ihr vielleicht Input, liege ich mit den Angeschriebenen falsch?
>>     Dann haetten sie aber doch eine negative senden koennen.
>>
>>     Herzliche Gruesse
>>     Paul Preuss
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[OWP] Fotos

Date: 2017/03/02 12:06:48
From: H.W. Boogaard <h.w.boogaard(a)hccnet.nl>

Guten Tag Frau Barfels,
Wir, meinen Mann und ich, Gertrud Schönfeld, Geb 14-07-1928 in Tilsit-Ragnit , verheiratet und wohne in Holland.

Wir sehen jeden Tag Ihre Berichten , mit Vermeldung von den Text FOTOS. Aber können Sie mir vielleicht berichten

who ich die Fotos finden kann.

Herzlichen Dank für Ihren Mitteilung. Und schöne Grüssen aus Holland

[OWP] Kartenmeister.com Issues

Date: 2017/03/02 15:10:04
From: RainerIbowski <mail(a)ibowski.ca>

The homepage of Kartenmeister.com seems to be not available. My problem --
or is there a general issue with this site?

Rainer Ibowski

-----Original Message-----
From: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] On Behalf Of Uwe Krickhahn
Sent: Donnerstag, 2. März 2017 02:21
To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Subject: [OWP] Kartenmeister Facebook


Hallo


Have just created a Facebook site for Kartenmeister.com


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Uwe




Uwe-Karsten Krickhahn
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Re: [OWP] Kartenmeister.com Issues

Date: 2017/03/02 15:48:09
From: Jana Tittle via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

I seem to have the same issue.  I thought it might be my VPN connection but even without…nada.
The search works if you have some remnant of a browser history for the site.



Kind regards/ Gruß
Jana




> Am 02.03.2017 um 14:48 schrieb RainerIbowski <mail(a)ibowski.ca>:
> 
> The homepage of Kartenmeister.com seems to be not available. My problem --
> or is there a general issue with this site?
> 
> Rainer Ibowski
> 
> -----Original Message-----
> From: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
> [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] On Behalf Of Uwe Krickhahn
> Sent: Donnerstag, 2. März 2017 02:21
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Subject: [OWP] Kartenmeister Facebook
> 
> 
> Hallo
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> Uwe
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> Permanent search for Detlefs ( Iowa and Heide, Holstein), Krickhahn, Praust
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> Ban one way Plastic bags.
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Re: [OWP] Kartenmeister.com Issues

Date: 2017/03/02 16:10:03
From: Uwe Krickhahn <ukrickha(a)memlane.com>

Hallo Rainer


Mein In-House  Server kann die Flut von Besuchern mitunter nicht schaffen.  Mit bis zu 1200 Besuchern pro Tag geht er immer mal in die Knie. 


Er braucht eine Programm Änderung und einen neuen Rechner.


Also es braucht etwas Geduld von Euch.  Ausserdem  bin ich eingespannt als Rotary Club President, unsere 100 Jahre Feier dafür und unser 62th Rotary Music Festival. Tag hat nur 24 Stunden.


Mit 82 ist man eben keine D-Zug mehr.


Uwe



Uwe-Karsten Krickhahn
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> From: RainerIbowski <mail(a)ibowski.ca> 
> To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net> 
> Date: 03/02/17 06:48 
> Subject: [OWP] Kartenmeister.com Issues 
> 
> The homepage of Kartenmeister.com seems to be not available. My problem --
> or is there a general issue with this site?
> 
> Rainer Ibowski
> 
> -----Original Message-----
> From: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
> [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] On Behalf Of Uwe Krickhahn
> Sent: Donnerstag, 2. März 2017 02:21
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Subject: [OWP] Kartenmeister Facebook
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> Hallo
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> Uwe
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Re: [OWP] Kartenmeister.com Issues

Date: 2017/03/02 16:11:27
From: Jana Tittle via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Uwe, deine Webseite ist ein gutes Recherchetool.  Ich danke dir für deine Arbeit und Mühe.


Kind regards/ Gruß
Jana Tittle




> Am 02.03.2017 um 16:09 schrieb Uwe Krickhahn <ukrickha(a)memlane.com>:
> 
> 
> Hallo Rainer
> 
> 
> Mein In-House  Server kann die Flut von Besuchern mitunter nicht schaffen.  Mit bis zu 1200 Besuchern pro Tag geht er immer mal in die Knie. 
> 
> 
> Er braucht eine Programm Änderung und einen neuen Rechner.
> 
> 
> Also es braucht etwas Geduld von Euch.  Ausserdem  bin ich eingespannt als Rotary Club President, unsere 100 Jahre Feier dafür und unser 62th Rotary Music Festival. Tag hat nur 24 Stunden.
> 
> 
> Mit 82 ist man eben keine D-Zug mehr.
> 
> 
> Uwe
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> Uwe-Karsten Krickhahn
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> Permanent search for Detlefs ( Iowa and Heide, Holstein), Krickhahn, Praust WP.
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>> From: RainerIbowski <mail(a)ibowski.ca> 
>> To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net> 
>> Date: 03/02/17 06:48 
>> Subject: [OWP] Kartenmeister.com Issues 
>> 
>> The homepage of Kartenmeister.com seems to be not available. My problem --
>> or is there a general issue with this site?
>> 
>> Rainer Ibowski
>> 
>> -----Original Message-----
>> From: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
>> [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] On Behalf Of Uwe Krickhahn
>> Sent: Donnerstag, 2. März 2017 02:21
>> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
>> Subject: [OWP] Kartenmeister Facebook
>> 
>> 
>> Hallo
>> 
>> 
>> Have just created a Facebook site for Kartenmeister.com
>> 
>> 
>> Jetzt auch Kartenmeister.com bei Facebook.
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>> 
>> Uwe
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>> Uwe-Karsten Krickhahn
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Re: [OWP] Kartenmeister.com Issues

Date: 2017/03/02 16:25:57
From: Mark F Rabideau <genealogy(a)eirenicon.org>

It is just you... in the future you can use this site to verify:

http://downforeveryoneorjustme.com/

Pax Vobiscum,
...mark (Mark Rabideau)

*ManyRoads* <http://many-roads.com/> Family Genealogist (Rabideau-Henss Family); *Professional Genealogist *
*Snail mail at: *711 Nob Hill Trail - Franktown,CO USA - 80116-8717
*phone:* +1.303.660.9400 *fax:* +1.303.660.9217
*member:* National Genealogical Society
____________________________________________________________________
*"It’s always useful to know where a friend-and-relation is, whether you want him or whether you don’t."*

Rabbit, Pooh’s Little Instruction Book (Winnie the Pooh)

On 03/02/2017 06:48 AM, RainerIbowski wrote:
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Rainer Ibowski

-----Original Message-----
From: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] On Behalf Of Uwe Krickhahn
Sent: Donnerstag, 2. März 2017 02:21
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Subject: [OWP] Kartenmeister Facebook


Hallo


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[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/02 16:43:14
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 11   Bild der Marienburg in Rom.
Über diesem mit genauer Beachtung der architektonischen Einzelheiten und der
perspektivischen Verkürzungen gemalten Bild der Marienburg kreist das Spiel
von Licht und Schatten. Es gehört zu einem Zyklus von Wandgemälden, die
Professor von Luschkow-Lapat vor kurzem für das Deutsch-ungarische
Jesuiten-Colleg in Rom malte. Von der Hand dieses Malers stammen ferner neun
Fresken für das Collegium Germanicum in der Ewigen Stadt. — Professor von
Luschkow-Lapat wurde in Luschkowko, Westpreußen, geboren. Er unternahm nach
seiner Studienzeit in München und Düsseldorf große Auslandsreisen nach Süd-
und Osteuropa. 1932 erhielt er den Rom-Dürer-Preis. Bei Kriegsende 1945
stand er als Offizier in Jugoslawien; er fand nach einem abenteuerlichen,
gefahrvollen Weg Zuflucht im Kapuzinerkloster Meran. Heute lebt er in Rom.

Seite 11   Das Widerstandsrecht im Ordensland. Ein neues Werk von
Oberarchivrat Dr. Erich Weise.
Unser Landsmann Dr. Erich Weise, der viele Jahre am Königsberger
Staatsarchiv tätig war und jetzt Oberarchivrat in Hannover ist, ist einer
der besten Kenner der Geschichte des Deutschen Ritterordens und seines
preußischen Staates. Er hat diese Kennerschaft in einer großen
Quellenpublikation „Die Staatsverträge des Deutschen Ordens in Preußen im
15. Jahrhundert" erwiesen, deren erster Band noch 1939 in Königsberg, der
zweite vor wenigen Wochen in Marburg erschienen ist. Das, sowohl inhaltlich
wie editionstechnisch, musterhafte Werk, ist von der Historischen Kommission
für ost- und westpreußische Landesforschung, die jetzt ihren Sitz am
Herderinstitut in Marburg hat, herausgegeben. Eine Frucht dieser
Quellenarbeit ist das Buch „Das Widerstandsrecht im Ordenslande Preußen und
das mittelalterliche Europa", das im Verlag Vandenhoeck und Ruprecht in
Göttingen soeben erschienen ist. Die niedersächsische Archivverwaltung, die
die Ostforschung auch sonst tatkräftig fördert, hat es in die Reihe ihrer
Veröffentlichungen als Heft 6 aufgenommen. 

Das Widerstandsrecht ist das Recht der Untertanen, sich einer gesetzwidrigen
Ausübung der Staatsgewalt durch die Obrigkeit zu widersetzen. Es wurzelt in
der germanischen Auffassung des Herrscheramts und war im ganzen Abendland
verbreitet. Es bedeutet also nicht Gewalt und Revolution, sondern lag in der
polaren Spannung von Rechten und Pflichten, die Obrigkeit und Untertanen
verbanden. Die historische Forschung hat dieses Recht schon oft untersucht,
dabei aber die Verhältnisse im Ordensland kaum berücksichtigt. Das
Weise‘sche Buch füllt also hier eine Lücke aus. 

Es ist aber nicht eine rechtshistorische oder rechtsphilosophische Studie,
sondern indem der Verfasser die Formen und Grenzen des Widerstandsrechts in
Preußen untersucht, kommt er zu einer Darstellung der Geschichte des
Ordensstaates von seiner Begründung bis zu seinem Ende. Sie unterscheidet
sich von früheren dadurch, dass in den Verhandlungen, die zum Beispiel auf
dem Konstanzer Konzil und vor dem Kaiser geführt wurden, der Ideengrund
sichtbar gemacht wird, aus dem der Streit zwischen dem Orden und seinen
Untertanen erwuchs, und dieser Streit dadurch aus der Niederung von Macht-
und Interessenfragen, von menschlichen Gefühlen und Leidenschaften auf eine
höhere sittliche Ebene gehoben wird. 

Obgleich die beiderseitigen Anklage- und Verteidigungsschriften sorgfältig
analysiert und auch die lateinischen Fachausdrücke auf ihre damalige
Bedeutung untersucht werden, ist das Buch keineswegs graue Theorie; denn
Weise versteht die seltene Kunst, auch schwierige Gedankengänge klarzumachen
und die handelnden Personen mit knappen Strichen plastisch zu
charakterisieren. So entstehen vor dem Leser eindrucksvolle Bilder vom Glanz
des Ordens und seines Staates, von der Krise nach der Niederlage von
Tannenberg, von Männern wie Plauen und Küchmeister, von der Entstehung des
Preußischen Bundes vom Dreizehnjährigen Kriege und dem schmählichen Verkauf
der Marienburg durch tschechische Söldner. Wir erleben es als ein Drama, wie
beide Parteien trotz wohlgemeinter Versuche zu gemeinsamer Arbeit am
gemeinsamen Staat verhängnisvoll auseinandertreiben, wie Hitzköpfe auf
beiden Seiten die Besonnenen überspielen, wie eine entschlossene Minderheit
der Bündischen die Führung an sich reißt und die Mehrheit auf den Weg der
Gewalt, führt. Das alles stellt Weise objektiv und doch mitfühlend dar nach
dem schönen Wort, das er sich selbst zur Richtschnur gemacht hat: „Wir
wollen niemandes Richter, allen aber Anwalt sein“.

Weise hat das Widerstandsrecht nicht nur in Preußen selbst untersucht,
sondern es in den europäischen Zusammenhang hineingestellt. Das war auch
anders gar nicht möglich. Dass die Geschichte unserer Heimat immer mehr
gewesen ist als Territorialgeschichte, liegt in ihren Anfängen begründet.
Preußen war nicht zu vergleichen mit Brandenburg oder Pommern. Wie der
Ritterorden die höchsten Tugenden mittelalterlichen Menschentums
verkörperte, so war sein Staat ein Kind des christlichen Abendlandes von
seiner Entstehung bis zu seinem Ende. Deshalb haben sich Päpste und Kaiser,
Konzilien und Reichstage seiner angenommen. Wenn auch im zerfallenden
mittelalterlichen Europa ihre Kräfte nachließen und ihren Bemühungen der
Erfolg versagt blieb: das Bewusstsein, dass es in Preußen um Europa ging,
war doch lebendig. 

Schließlich sei noch eines hervorgehoben. Geschichte kann missbraucht werden
als Arsenal für den politischen Tageskampf. Sie kann aber auch in
vergleichenden Einsichten die Gegenwart erhellen. Solche Einsichten gibt uns
Weise an einigen Stellen. Am stärksten berührt uns Ostvertriebene eine
Eingabe der Stände des Kulmer Landes vom Jahre 1437, in der es heißt: „Wir
sind ausgeplündert, wir sind abgebrannt. Unsere Frauen sind geschändet, die
armen Leute zu Boden getreten. Hinter Zäunen haben wir gelegen mit Weib und
Kind, haben uns mit faulem Stroh zudecken müssen und doch getreulich bei
Euch ausgehalten“.

Seite 11   Heimatliches Kunterbunt
Meirahn und der alte griechische Dichter Homer — wie reimt sich das
zusammen? In dieser Plauderei über heimatliche sprachliche Ausdrücke
‚Heimatliches Kunterbunt' wird die Erklärung gegeben. Sie setzt die Reihe
dieser Beiträge fort. Der letzte erschien in Folge 53 des vorigen Jahrganges
(Ausgabe vom 31. Dezember 1955). 

Meirahn 
Zur Füllung einer guten Bratgans gehören neben Äpfeln auch ein Büschel
Meirahn — auf hochdeutsch: Majoran. Auch an einem Erbsengericht, am
Schalchen Fleck und an der Wrukensuppe würde uns etwas fehlen, käme kein
Meirahn hinzu; es gab auch der guten Landleberwurst den geschätzten,
würzigen Geschmack. In den Bauern- und Schrebergärten wurde das Kraut nicht
vergessen; vor der Blüte wurde es abgeschnitten, und man konnte dann noch
einen zweiten Schnitt ernten. In großen Bündeln hing es oben auf der Lucht,
wo es gut austrocknete. — Schon im Hause des „göttlichen Dulders" Odysseus
wurde Majoran verwandt. Homer berichtet, wie die am Spieß gedrehten
Hammelbraten für die schmarotzenden Freier mit amärakos bestreut wurden. Auf
den Rezepten der römischen Köche wandelte sich das Wort in amaräcus und im
Mittellateinischen in majoräkus, majoräna. Bedenkt man, dass die Wünsche der
Ostpreußen manchen Kaufmann in Westdeutschland veranlassten, Majoran als
Ware bereitzuhalten, so ergibt sich, dass die Ostpreußen einem alten,
klassischen Gewürz hier im Westen wieder zu größerem Ansehen verhalfen. 

Nuscheljehr 
Wer kennt dieses Wort noch? Im Zeitalter des Motors, in dem die Straßen den
dahinrasenden Autos gehören, fahren keine Journalieren rnehr. Als Großvater
und Großmutter jung waren, mieteten Familien, Vereine und studentische
Korporationen jene Wagen. Der Stamm des Namens —„jour" (französisch: Tag) —
lässt erkennen, dass sie für Tagesausflüge bestimmt waren. Sie konnten viele
Fahrgäste aufnehmen, die rechts und links auf den zu beiden Längsseiten
angebrachten Sitzbänken Platz nahmen. Vor unliebsamen Regenschauern schützte
sie ein Leinendach. Fröhlicher Gesang erklang zu dem Getrappel der
Pferdehufe, wenn der Wagen aus Königsberg durch die schöne samländische
Landschaft rollte. Bevor die Cranzer Bahn gebaut wurde, brachten nämlich
Journalieren die Badelustigen an den Strand. Die Aussprache des Fremdwortes
war den Königsbergern aber zu unbequem, und der Volksmund taufte daher die
Jounaliere in „Nuscheljehr" um. — „Genuschelt" wurde in ihnen nicht, denn
nuscheln bedeutet langsam arbeiten, und wer „nur so herumnuschelt" 
bringt nichts fertig. Lediglich die Lautverdrehung schuf die scherzhafte
Bezeichnung „Nuscheljehr". 

Oap 
Oap, wat kickst?" Freundlich hört sich diese Frage nicht an, und sie war
auch nicht schmeichelhaft gemeint, genau so wenig wie der Zuruf: „ol
Oapekopp!" Verwunderlich erscheint es, dass beide oft gebraucht wurden, ja
volkstümlich waren, obwohl es in Ostpreußen — abgesehen von den im
Königsberger Tiergarten gehaltenen — keine Affen gab. Gelegentlich schleppte
ein Leierkastenmann wohl auch einen kleinen Affen mit, der mit einem bunten
Röckchen bekleidet war und der zu den Walzerweisen der quietschenden
Drehorgel tanzen musste. Die Kinder strömten dann herbei, und ihnen gefiel
das mit scheuen Äuglein um sich blickende, possierliche Tier, das Gaben
heischen und drollige Diener machen konnte. Es hätte eher Mitleid verdient.
Dass solche Schaustellungen die Kreatur der Schöpfung erniedrigen, kam den
kleinen Jungen und Marjellchen gar nicht in den Sinn. Etwas von dieser
Empfindung schwang aber in der Redensart mit: „Wi stoahne hier wi de Oape .
. ." Womit gesagt werden sollte, dass man unbeachtet auf einen hohen Herrn
warten musste, die Vernachlässigung auch merkte und als kränkend empfand. 

Plachandern 
„De Frueslüd plachandere", riefen die Schwalben, die alles meldeten, was auf
dem Hofe vor sich ging, und der Kurrhahn bestätigte polternd mit hochrotem
Kopf: „anne Plomp, anne Plomp (Pumpe) ..." In allen Ländern, von Island bis
hinunter nach Südafrika, schwatzen die Frauen gerne über Tagesereignisse,
und warum sollten sie in einem ostpreußischen Dorf nicht auch ein bisschen
plachandern? Deswegen brauchte eine Frau nicht gleich ein „plachandriges
Frauenzimmer" zu sein, das von Haus zu Haus ging, um über den lieben
Nächsten zu schänden und um neuen Klatsch zu hören, den es weitertragen
könnte. Das männliche Gegenstück war der Plachander (im Ermland auch:
Plakander oder Plakader), der Zwischenträger und Verleumder. Als Lumpenkerl
und Herumtreiber wurde er missachtet, und doch gelang ihm manche böse
Einflüsterung. Am klügsten war es, ihn gar nicht erst ins Haus zu lassen.
Böswilliger Klatsch kann wie ein übles Geschwür wirken und alte
Freundschaften vergiften. Aber das gemütliche Plachandern ist nichts weiter
als Anteilnahme an den Freuden, Leiden und Hoffnungen der Menschen, die man
kennt. Ein bisschen Neugierde schwingt wohl mit, doch ohne sie wäre das
Leben recht öde und langweilig. 

Quitschen
Sowie der Roggen in die Scheunen gefahren war, zeigten sich bald die roten
Fruchtdolden an den Zweigen der Ebereschen, die in der langen Reihe der
Chausseebäume standen. „Quitschen" nannten wir sie, und die Bezeichnung
Quitschenboom war den ostpreußischen Landkindern geläufiger als das
hochdeutsche Wort Eberesche. Gewandt wie die Eichhörnchen kletterten die
Jungen den glatten Stamm empor und holten die lockenden Früchte herunter,
aus denen die Marjellen „Perlen" zur Kette aufreihten. Sie sahen auch hübsch
aus, und es regte sich die kleine Eva, wenn eine Perlenträgerin ihren
„Schmuck" mit dem der Freundin verglich. „Quitsche" ist ein eigentümlich
ostpreußisches Wort, denn in den anderen niederdeutschen Mundarten heißt die
gleiche Frucht Quitze, ursprünglich Queckbeere. Hergeleitet wird dieser Name
von quicklebendig, nach der lebhaften roten Farbe der „Quitsche". Erst mit
zwanzig Jahren wird der Baum blühbar. Im Mai entfalten sich seine Blüten; es
sind Zwitterblüten in Trugdolden, die den Insekten reiche Nahrung bieten.
Die Beeren schmausen die Vögel gerne, und daher heißt der Quitschenboom in
manchen Gegenden Deutschlands Vogelbeerbaum. 

Reester 
Die Schuhe, die der Landmann zum Kirchgang oder zur Fahrt in die Stadt
anzog, waren ihm für den Alltag zu schade. Bei der Arbeit bevorzugte er den
bequemen kurzen, bis zur halben Wade reichenden Schaftstiefel, der beim
Pflügen auch die zweckmäßigste Fußbekleidung war. Wurde das Oberleder
schadhaft, so konnte es mit einem Reester (in Westpreußen Riester) geflickt
werden. Der Stiefel brauchte dann noch lange nicht zu sterben, denn später
erbte der Pracher solche Stiefel oder Schuhe, in denen er gemächlich von Hof
zu Hof ging, wo ein Stückchen Speck immer für ihn abfiel. „Eine Sache
bereestern" heißt— im übertragenen Sinne angewandt — eine brüchige
Angelegenheit wieder zusammenzuflicken, sie zu bereinigen. Unsere
westpreußischen Landsleute nennen dies „ausriestern". Bei jedem Streit ist
ein vernünftiger Vergleich anzuraten; doch manchmal kann er leider auch in
Tätlichkeiten ausarten. „Eck geff em e Reester", bedeutet nämlich, dass der
Berichtende seinen Widersacher tüchtig verhauen hatte; Reester hat ja auch
den Sinn: Schelte, Prügel. 


Schlubberchen 
Bei schubbrig machenden Wetter tut ein gut gemischtes Glas Grog sehr gut.
Der Krugwirt brachte uns den Rum in einem kleinen Dreikant-Fläschchen, das
ein Glasstöpsel verschloss, neben heißem Wasser, dem bauchigen Glas und der
Zuckerdose. Mit dem Ersten Weltkriege versanken die goldenen Zeiten, in
denen — wie etwa in der Pillauer Ilskefalle — die volle Flasche Rum zur
gefälligen Selbstbedienung großzügig auf den Tisch gestellt wurde. Nur zu
gerne hätte man während der vielen Tage in diesem langen, kalten Winter, an
denen das Quecksilber im Thermometer unter zehn Grad sank, auf das bewährte
Erwärmungsrezept zurückgegriffen: Rum muss, Zucker kann sein, Wasser ist
nicht unbedingt nötig, — wenn nur die Dittchen zahlreicher in der „Fupp"
geklimpert hätten. — Schlubbern bedeutet mit Genuss, etwa schlürfend
trinken. Vom geräuschvollen Essen sagt man schlabbern, und die Mutter ruft
mahnend: „Beschlabber di man nich!", wenn eines der Kinder ungeschickt den
Löffel zu Munde führt. War das kleine Plappermaul allzu redselig, so sagt
sie wohl auch: „Schlabber nicht so väl!, weil Schlabbern ebenfalls
gedankenloses Daherreden bezeichnen kann. 

Tuntel 
„Ein großer Giebel ziert das Haus, ein kleiner sieht nach gar nichts aus“.
Auf diesen Spruch können alle hinweisen, denen die Natur eine Tuntel, eine
besonders große Nase bescherte, sagt man von einem eifrigen Zecher „He hefft
seck de Tuntel begoate (begossen)", so meint man, er habe so tief ins Glas
gesehen, dass er sich die Nase benetzt habe. — Vielerlei Bedeutungen ranken
sich um das Wort tunteln: sich verwickeln, ineinander schlingen — sich
aufhalten, zögern — Tabak schnupfen. Unter sich „betunteln" kann verstanden
werden: sich betun, sich um jemand lebhaft bemühen, ihn verzärteln — und
auch sich zieren, vornehm tun; was freilich einer richtigen „Tuntel" (einem
dicklichen, plapperhaften Frauenzimmer) nie gelingen wird. Im Gegensatz zu
ihr hat eine saubere hübsche Marjell die besten Aussichten, sich bald zu
vertunteln — zu verloben. Und da diese Betrachtung mit einem Reim begann,
soll ein anderer sie beschließen; und zwar ein einst sehr bekannter
Schlagertext aus einer Operette unseres Neidenburger Landsmanns Walter
Kollo: 

„Was nützt denn dem Mädchen die Liebe, 
Sie nützt nichts und bringt auch nichts ein 
Wenn ohne Verlobung sie bliebe, 
Denn geheirat', geheirat' muss sein!" 

Umzech 
Hohe, weithin hallende Töne schrillen im gleichmäßigen Takt auf, wenn in
einer Straße ein neues Kopfsteinpflaster gelegt wird: der Stein klingt unter
dem Schlag des Eisens. Umzech — immer einander abwechselnd — rammen die
Steinsetzer mit ihrem Gerät die Steine in den Boden. In Ostpreußen stand
ihnen das vorzügliche Material zur Verfügung, das zumal in Masuren in den
reichhaltigen Steinlagern eingebracht und in großen Betrieben für den
Gebrauch verarbeitet wurde. Umzech fuhren die zu einer Gemeinde gehörenden
Bauern das Holz aus dem staatlichen Forst zur Dorfschule. Saß man in froher
Runde im Dorfkrug beisammen, so mussten wohl auch umzech die Tischgenossen
eine kleine lustige Geschichte oder ein Späßchen zum Besten geben. „Umzech"
bedingt also stets das Bestehen einer Gemeinschaft, in der der einzelne —
sei es durch Arbeitsleistung oder zur launigen Unterhaltung — etwas tun
muss. — Ein schönes Zeichen der Verbundenheit ist der heute gepflegte Brauch
von Angehörigen einer Kreisgemeinschaft oder alten Gemeinde, umzech Päckchen
an die Landsleute zu schicken, die in der Heimat bittere Not leiden oder die
das Schicksal in die sowjetisch besetzte Zone verschlug. 

Verknusen 
„Eck kann dem Kerl nich verknuse!" Mit dieser Begründung, den von der
Tochter bevorzugten Freier nicht ausstehen zu können, weigerte sich mancher
Bauer alten Schlages, ihn anzuerkennen. Was der Tochter an dem flotten
jungen Mann gefiel, verdross den Vater, dem alles zu forsche Gehabe nur
Argwohn einflößte. Zu verdenken war ihm dies nicht, denn ein echter
ostpreußischer Bauer dachte zunächst an die Zukunft des Hofes, auf dem die
Sicherung der Familie beruhte. Das Ansinnen, die schöne mit Vieh und
Inventar gut ausgestattete Wirtschaft zu übergeben und sich aufs Altenteil
zurückzuziehen, erfreute ihn durchaus nicht. Wollte der Bewerber die Meinung
des sehr genau beobachtenden Bauern umstimmen und sein Vertrauen erringen,
so musste er beweisen, dass er zupacken kann und nicht „doa am leewste
bohrte, wo de Brett am dönnste ös", also sich nur die leichteste Arbeit
aussuchte, und die schwere mied. — Auf berechtigte Besorgnis begründete
Abneigung gegen einen anderen Menschen ist nichts weiter als eine Regung der
Vorsicht. Häufig beruht das „Nicht-verknusen-können" jedoch nur auf einem
unbilligen Vorurteil, das willentlich genährt wird. Johann Gottfried Herder
bemerkte mit Recht: „Durch das Vergrößerungsglas betrachtet man die Vorzüge
derer, die man liebt, und die Fehler derer, die man nicht liebt“.
 
Wutschen 
Wie heißt es doch so schön in den Rezepten? ... „Man nehme . . ." Aber die
Hausfrau hat nicht immer die Zutaten zur Hand, die nun einmal notwendig
sind, um schnell einen Kuchen zu backen, wenn sich unverhofft Besuch
angesagt hat. Zum langen überlegen bleibt ihr keine Zeit; der Teig muss
bereitet, Eiweiß zu Schnee geschlagen, Fett schaumig gerührt werden. Eine
halbe Stunde Backzeit im Ofen muss man auch rechnen. Es gilt nun rasch,
alles Fehlende heranzuholen. Mit der Aufforderung „wutsch mal schnell über
die Straße und hol drei Eier, einen halben Liter Milch, ein Pfund Farin und
ein Päckchen Backpulver", sendet die Mutter den Jüngsten zum Kaufmann. Flink
wie ein Wiesel saust der Junge davon, um das Gewünschte zu besorgen. — Wer
seine Beine gut gebrauchen kann, ist immer im Vorteil, zum Beispiel bei
einem missglückten Besuch der Apfelbäume in Nachbars Garten. Wer hierbei
ertappt wird, muss hurtig sein, um dem Verfolger „wegzuwutschen", (Schlimm
wurde es nur, wenn dieser ein Hund war.) 

Zagel 
Zagel, plattdeutsch Zoagel oder Toagel, ist der Schwanz; auch das Ende, das
nachkommt. „Die Sache hat noch einen langen Zagel", lässt darauf schließen,
dass die Angelegenheit sich noch lange hinziehen kann. Ermunternd ist der
Zuspruch gemeint: „Kömmst äwer dem Hund, kömmst äwer dem Zoagel": wenn du
die Hauptsache geschafft hast, wirst du auch den Rest bewältigen. Allerlei
Vergleiche ringeln sich um den Schwanz der Katze. „Je mehr ena (einer) dem
Koater (Kater) striejelt, je mehr hefft (hebt) he dem Toagel", sagt man,
wenn man vergebens jemand durch freundliches Zureden zur Einsicht bringen
will; er sich aber nur umso wichtiger dünkt. Ist auf einem Felde wenig
gewachsen, so urteilt der Bauer: „Dat kann de Katz oppem Zoagel wegdroage“.
In der Umgangssprache des Viehhandels spielte der Zagel auch eine Rolle. So
erhielt der Viehpfleger beim Verkauf aus dem Stall für jedes Stück Vieh vom
Käufer ein Zagelgeld. „Zagelreißer", lautete der Spottname für einen
Fleischer, der nur minderwertige Rinder kaufen und schlachten konnte. „Wem
de Koh geheert, da mott se ok bi em Zoagel foate (fassen)", das hieß: wer
eine Pflicht hat, muß sie auch angreifen und erfüllen. — Herumzageln
bedeutet viel hin- und herrennen. Die Mutter ruft ärgerlich den Kindern zu:
„Was ist das nur für ein ewiges Gezagel?" Das gleiche Wort kann auch für ein
überflüssig erscheinendes, großes Gefolge gelten: „Nun kommt sie gar mit dem
ganzen Gezagel!", entsetzt sich der Hausvater über den angekündigten Besuch
einer Tante, die ihre Nichten und Neffen mitbringen will. „Du brauchst mir
nicht immer nachzuzageln", rüffelt schnippisch ein junges Mädchen dem
lästigen Verehrer, den es loswerden will. — Und zum Schluss wollen wir noch
ein altes ostpreußisches Rätsel aufgeben: 
Häst all emoal e Oadeboa möttem Zoagel gesehne: (Nä‘ mötte Ooge)

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/02 16:44:10
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 12   Briefe an das Ostpreußenblatt.
Einsicht in die Friedhofsbücher nehmen! 
Viele Angehörige von gefallenen Soldaten, wissen nicht, wo der Sohn, der
Gatte, der Bruder zur letzten Ruhe gebettet wurde. In den einstigen
Frontgebieten des östlichen Kriegsschauplatzes ist es nicht oder doch nur
schwer möglich, Nachforschungen anzustellen, doch im Bereich der
Bundesrepublik bereitet dies weniger Schwierigkeiten. Hierbei können die
landsmannschaftlichen Gruppen mithelfen, und ermitteln, ob ostpreußische
Soldaten auf den örtlichen Friedhöfen ruhen. Wie das möglich ist, zeigt die
Zuschrift des Zweiten Vorsitzenden der Gruppe Aschaffenburg, Walter
Buchholz: 

„Ich erwarb das vom ‚Main-Echo‘ herausgegebene Dokumentarbuch über die Stadt
Aschaffenburg. In diesem waren u. a. die Verluste der Zivilbevölkerung
während der letzten Bombenangriffe 1944/1945, sowie die Verluste unter den
kämpfenden Soldaten bei den letzten Kriegshandlungen im Januar/Februar 1945
aufgezeichnet. Beim Lesen des Welkes fielen mir neben den Namens- und
Altersangaben der Toten auch ostpreußische Ortsnamen als Heimat von
Landsleuten auf. Hierüber unterrichtete ich sogleich den Suchdienst unserer
Landsmannschaft in Hamburg. Es handelte sich um einen Arnold Grabst, aus
Memel, und einen Erich Rentel, aus Heiligenbeil. Von den Angehörigen des
gefallenen Erich Rentel wurde ich gebeten, weitere Ermittlungen anzustellen.
Mit Hilfe der Aschaffenburger Friedhofsverwaltung konnte ich feststellen,
dass die beiden Vermissten in einem Heldengrab auf dem Schweinheimer
Friedhof, zwei Kilometer entfernt von Aschaffenburg, ruhen. Innerhalb einer
würdigen Grabanlage, in der unter einem großen Grabkreuz die unbekannten
Soldaten und rechts und links davon die namentlich ermittelten Kameraden
unter einer großen Steinplatte ruhen, sind die Namen der Soldaten
eingemeißelt. Es gelang auch, die Eltern des Erich Grabst, die nach Kanada
ausgewandert sind, zu ermitteln. Sobald das Wetter günstiger ist, sollen
Aufnahmen der Heldengrabstätte angefertigt und den Angehörigen übersandt
werden. 

Erschütternd wirkt die große Anzahl der in den Friedhofsbüchern vermerkten,
unbekannten Soldaten. Zu empfehlen wäre es allen Vorständen der
landsmannschaftlichen Gruppen, Einsicht in die örtlichen Friedhofsbücher zu
nehmen. So wie in den geschilderten Fällen, könnten vermutlich noch viele
Namen bisher vermisster Kameraden ermittelt und ihre Angehörigen
benachrichtigt werden. 

Unverständlich ist die Nachlässigkeit vieler Landsleute bei der Ausfertigung
der ihnen zugestellten Personal-Fragebogen. Entweder werden diese nicht zur
Weiterleitung zurückgegeben, oder es heißt: ich suche niemand. Wie viele
Schicksale könnten jedoch geklärt und wie vielen Landsleuten könnte auch in
anderen Angelegenheiten geholfen werden, wenn ihre Personalien dem
Suchdienst und dem Kreiskarteiführer bekannt sind!" 

Seite 12   Für unsere Hausfrauen. Von Margarete Haslinger.
Der lange schwere Winter hat unerwartete Kohlenmengen und — unser Geld
gefressen, und er lässt uns nach Gerichten suchen, die sowohl billig sind
als auch die nötige innere Heizkraft aufbringen. Wir haben darin ja von zu
Hause her einige Übung, also kramen wir ein bisschen in unserem Gedächtnis. 

Angebote von Grauen Erbsen sind selten, aber vielleicht hat der eine oder
der andere Kaufmann diese Hülsenfrucht: „Grue Arfte mött Späck" — ein
herrliches Gericht! Wenn Sie Erbsen nicht auftreiben können, tun's
schließlich auch die teureren Linsen oder die weißen Bohnen. Die Zubereitung
ist die gleiche; nur kochen wir die Grauen Erbsen mit viel Wasser, das
nachher abgegossen wurde, während Linsen und Bohnen im Einweichwasser dick
gekocht werden. Zu einer braunen Specksoße brät man Speckspirkel und
Zwiebelwürfel braun, fischt sie aus dem Fett heraus, bräunt Mehl darin,
löscht mit Wasser ab, lässt sehr sämig kochen, schmeckt mit braunem Sirup
(Zucker genügt auch, die Soße muss nur schön braun werden), Essig und Salz
ab und gießt die Soße über die weichen Grauen Erbsen oder die Linsen oder
Bohnen, zuletzt die knusprigen Spirkel. Fast noch lieber war mir zu Grauen
Erbsen eine Mischung von gehacktem Salzhering mit Margarine, etwa im
Verhältnis zwei Heringe auf 125 Gramm Fett. Alle Hülsenfrüchte schlucken
bereitwillig jede Fettmenge, ihr Sättigungswert ist dementsprechend hoch. 

Bei solchen Gerichten empfiehlt sich die Zugabe von etwas Frischkost: vorher
einen Apfel oder eine Apfelsine, Salate aus rohem Sauerkohl, Möhren, Rote
Beeten oder dergleichen mit und ohne Zugabe von Zitronensaft, Joghurt oder
geriebenen Äpfeln. 

Kräftige Soßen ohne Fleisch 
Mit einigen kräftigen Soßen kann man auch allerlei Nahrhaftes zusammenfügen.
Die gleiche braune Specksoße geht auch zu Kartoffelkeilchen jedem Ostpreußen
lieblich ein; einfache Pellkartoffeln passen gleichfalls dazu. Vielfach
haben die Kartoffelzufuhren unter dem strengen Frost sehr gelitten. Die
Kartoffeln sind vor allem wahnwitzig teuer geworden, da sind
Trockenkartoffeln wie „Pfanni" eine gern verwendete Aushilfe. Auch
Meerrettich - und Heringssoße schmecken zu den verschiedensten Klößen und
Kartoffelgerichten; auf das teure Fleisch kann man dann leichter verzichten.
Meerrettich am warmen Herd gerieben (falls man es nicht mit einem der
Reibegeräte tun kann), lässt uns die Augen weniger tränen. Eine weiße
Mehlschwitze mit Wasser oder Brühe gelöscht, mit wenig Milch angegossen, mit
Salz und Zucker abgeschmeckt, fünf Minuten eine Handvoll Korinthen darin
leise ziehen (nicht mitkochen!) lassen, zuletzt den Meerrettich dazu, der
natürlich erst recht nicht kochen darf und der die Soße nach Geschmack mehr
oder weniger schärft, — bis zum Fließen der Tränen. 

Es gibt auch kalte Meerrettichsoßen, entweder mit Glumse, Zitronensaft und
Zucker verrührt zu Kochfisch, oder man reibt den Rettich, rührt ihn mit
Zitronensaft oder Essig an, reibt zwei bis drei Äpfel hinein, Zucker, Salz,
Korinthen und nimmt ein paar Löffel Büchsenmilch hinzu. Ohne Salz ist diese
Soße gut für Diätnahrung, bei der oft herzhafte Sachen gesucht werden. Eine
kalte Meerrettichsoße schmeckt zu trocknem Schwarzbrot vortrefflich.

Zur Heringssoße bräunen wir zwei Esslöffel Mehl im Fett (vielleicht schon
Zucker mitbräunen), löschen mit einem halben Liter Brühe, schmecken mit
Zwiebel, Zucker, Essig und Maggi ab und geben zuletzt einen kleinen
gehackten Hering dazu, der aber nicht mitkochen darf, sonst wird die Soße
ranzig.

Bechamellsoße gibts zu Fischen, gekochtem Rindfleisch oder zu
Bechamellkartoffeln. Wir schneiden 125 Gramm geräucherten Bauchspeck klein,
lassen ihn aus, fünfzig Gramm Margarine dazu, feingeschnittenes Suppengemüse
und Zwiebel darin durchrösten, soviel Mehl wie Masse aufnimmt, leicht
bräunen und mit Wasser und einem halben Liter Buttermilch auffüllen mit
einem Gewürzkorn, einem halben Lorbeerblatt, zwei Pfefferkörnern und Salz
kochen und durchgießen. Pellkartoffeln heiß schälen, ziemlich klein
schneiden und mit der Bechamellsoße durchziehen lassen. Es soll eine gut
gebundene Masse sein, zu der Räucherfisch passt! 

Schweineohren mit Sauerkohlsalat 
Billigstes Schweinefleisch liefern Schweineohren und -schnauzen, die man
säubert und anderthalb Stunden im gut schließenden Topf sieden lässt unter
Zugabe von einer Zwiebel und einem Teelöffel Majoran; die Brühe wird mit
Kartoffelmehl gebunden; Sauerkohlsalat dazu oder in der letzten halben
Stunde Sauerkraut gleich mit dem Fleisch mitkochen. Wenn man teureres
Schweinefleisch nimmt, empfiehlt sich frischer Bauchspeck. 

Kennen Sie Blindhuhn? 
Für vier Personen rechnen Sie 250 Gramm weiße Bohnen, 250 Gramm grüne Bohnen
(in dieser Jahreszeit Gefrierbohnen oder Konserven), 250 Gramm nicht zu
klein geschnittene Kartoffeln, 375 Gramm geräucherter Bauchspeck, 250 Gramm
Möhren, zwei große Äpfel oder zwei bis drei Birnen, je nach der Jahreszeit,
Salz, Pfefferkraut. Die Bohnen über Nacht mit einem halben bis dreiviertel
Liter Wasser einweichen, anderthalb Stunden kochen, alle anderen Zutaten
dazu, weitere dreißig Minuten kochen. Ein sehr sättigender Eintopf kommt
dann auf den Tisch. 

Was man in Westdeutschland gar nicht in unserem Sinne bekommt, ist
Grützwurst, es sei denn in Hamburg, wo aber — Rosinen im Teig sind. Man kann
sich aber sowohl Grützwurst, wie billige Blutwurst selbst herstellen; die
Hauptschwierigkeit liegt in der Beschaffung der Grütze. Wir scheinen für
solche einfachen, billigen Dinge schon zu fein geworden zu sein…
 
Selbstbereitete Grützwurst
750 Gramm grobe Grütze, drei Liter Wasser, 500 Gramm frischen Speck, ein
Liter Schweineblut, pulverisiertes Gewürz, Pfeffer, zwei Teelöffel Majoran,
zwei Teelöffel Bohnenkraut, Salz und etwa fünf Meter Schweinedarm. Die
Grütze in Wasser ausquellen, zum Auskühlen ausschütten. Den Speck kochen,
auskühlen, danach in Würfel schneiden, zu der Grütze geben. Das Blut durch
ein Sieb dazu, mit den Würzen abschmecken. Die Masse soll nicht zu lose sein
und wird in die Därme gefüllt, die nur zu dreiviertel voll sein dürfen. Die
Wurstringe in kochendes Wasser legen und dreißig bis vierzig Minuten leise
ziehen lassen. Die Würste werden mit Schmalz und Zwiebeln gebraten und mit
Apfelmus gegessen. Wenn man die Wurst nicht in die Därme füllen will, gibt
man die Masse in eine tiefe Schüssel, die man bei nicht zu großer Hitze für
eine Stunde in den Backofen stellt. Zum Gebrauch schneidet man von dieser
Schüsselwurst Scheiben und bratet sie auf. 

Genau so kann man es mit Blutwurst halten. Man nimmt dazu einen
Schweinekopf, es kann natürlich auch weniger sein, dreiviertel bis ein Liter
Blut, vier Löffel geriebene Semmel, Salz, zwei Teelöffel Majoran, einen
Teelöffel pulverisiertes Gewürz, zwei Teelöffel Bohnenkraut, eine Prise
Pfeffer. Der Schweinekopf wird mit einer Gewürzdosis gekocht, Brühe abgießen
(sie soll gallertartig werden), Fleisch und Schwarte nach dem Abkühlen von
den Knochen suchen, klein schneiden oder durch den Wolf drehen. Reibbrot und
etwas heiß gemachte Brühe dazu, mit den pulverisierten Gewürzen abschmecken,
zuletzt das Blut hinzutun. Man verbilligt die Masse, wenn man statt des
Reibbrotes 250 Gramm Gerstengrütze in einem Liter Kochbrühe ausquillt und zu
der Wurstmasse gibt. Nach dem einstündigen Backen kann man die Wurst kalt
essen oder in Scheiben aufbraten. 

Denken Sie auch an Fleck? 
Es lohnt sich sehr, sich in den verschiedensten Läden umzusehen und da zu
kaufen, wo es am billigsten ist; man kann in der gleichen Straße die
erstaunlichsten Preisunterschiede erleben. Beachten Sie, dass überall die
Preisauszeichnungspflicht besteht!

Re: [OWP] Neue Digitalisate aus dem Staatsarchiv Allenstein

Date: 2017/03/02 17:32:55
From: Clemens Draschba <ahnen(a)draschba.de>

Werte Mitleser,

nachdem bereits vorgestern Digitalisate des Standesamtsbezirks Bischofsburg-Land vom Staatsarchiv Allenstein online gestellt wurden, sind auch heute wieder neue Urkunden erschienen:

42/1862 Standesamt zu Rosengarth (Kreis Heilsberg), 677 Scans in 28 Einheiten 42/1856 Standesamt zu Rössel - Freiheit (Kreis Rössel), 76 Scans in einem alphabetischen Registerband

Die Links finden sich hier: http://allenstein.draschba.de/neues.php

Viele Grüße
Clemens (Draschba)

Am 28.02.2017 um 16:37 schrieb Clemens Draschba:
Werte Mitleser,

heute wurden vom Staatsarchiv in Allenstein Digitalisate aus dem Bestand:

* 42/1855 Standesamt zu Bischofsburg-Land (Kreis Rössel) bestehend aus 3037 Scans in 18 Verzeichniseinheiten

veröffentlicht. Die Daten findet man unter: http://allenstein.draschba.de/neues.php


Re: [OWP] Fotos

Date: 2017/03/02 18:45:53
From: Dieter Sommerfeld <info(a)sommerfeldfamilien.net>

Hallo und MOIN, MOIN, nach Holland !

Im Zusammenhang mit den von Inge Barfels veröffentlichten
Texten meint Ihr sicher solche Textstellen z.B. aus dem
OSTREUSSENBLATT  ("Seite 11 Bild der Marienburg in Rom").
Solche Fotos sind sicherlich nur als Abbildung auf der jeweiligen
Zeitungsseite (z.B. OSTPREUSSENBLATT) zu sehen, nicht aber auf
den von Inge Barfels dankenswerterweise mitgeteilten Texten.

Gruß, Dieter Sommerfeld. Hamburg

--

Am 02.03.2017 um 11:52 schrieb H.W. Boogaard:
Guten Tag Frau Barfels,
Wir, meinen Mann und ich, Gertrud Schönfeld, Geb 14-07-1928
in Tilsit-Ragnit , verheiratet und wohne in Holland.

Wir sehen jeden Tag Ihre Berichten , mit Vermeldung von  den Text
FOTOS. Aber können Sie mir vielleicht berichten who ich die Fotos
finden kann.

Herzlichen Dank für Ihren Mitteilung. Und schöne Grüssen aus Holland

Re: [OWP] Kartenmeister.com Issues

Date: 2017/03/02 20:31:07
From: RainerIbowski <mail(a)ibowski.ca>

Karsten Krickhahn sieht dies aber anders.

Rainer Ibowski

-----Original Message-----
From: ow-preussen-l-bounces+mail=ibowski.ca(a)genealogy.net [mailto:ow-preussen-l-bounces+mail=ibowski.ca(a)genealogy.net] On Behalf Of Mark F Rabideau
Sent: Donnerstag, 2. März 2017 16:04
To: OW-Preussen-L
Cc: becky(a)pep-inc.com
Subject: Re: [OWP] Kartenmeister.com Issues

It is just you... in the future you can use this site to verify:

http://downforeveryoneorjustme.com/

Pax Vobiscum,
...mark (Mark Rabideau)


Re: [OWP] Fotos

Date: 2017/03/02 21:24:56
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>

   Liebe Familie Boogaard,

       wenn im Betreff z. B. "Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04.1956"
       steht, kann man über die Seite "Chronologisches Archiv"
       http://www.ostpreussen.de/textarchiv/chronologisches-archiv.html
       das Jahr anklicken - hier "1956" - und dann auf der sich
       öffnenden Seite "Folge 14", worauf sich dann die gesamte Zeitung
       vom 7. April 1956 als PDF aufbaut, die natürlich auch die Fotos
       enthält.

   Viel Freude und beste Grüße aus dem Weserbergland in die Niederlande
   Joachim Rebuschat

Am 02.03.2017 um 18:45 schrieb Dieter Sommerfeld:
Hallo und MOIN, MOIN, nach Holland !

Im Zusammenhang mit den von Inge Barfels veröffentlichten
Texten meint Ihr sicher solche Textstellen z.B. aus dem
OSTREUSSENBLATT  ("Seite 11 Bild der Marienburg in Rom").
Solche Fotos sind sicherlich nur als Abbildung auf der jeweiligen
Zeitungsseite (z.B. OSTPREUSSENBLATT) zu sehen, nicht aber auf
den von Inge Barfels dankenswerterweise mitgeteilten Texten.

Gruß, Dieter Sommerfeld. Hamburg

--

Am 02.03.2017 um 11:52 schrieb H.W. Boogaard:
Guten Tag Frau Barfels,
Wir, meinen Mann und ich, Gertrud Schönfeld, Geb 14-07-1928
in Tilsit-Ragnit , verheiratet und wohne in Holland.

Wir sehen jeden Tag Ihre Berichten , mit Vermeldung von  den Text
FOTOS. Aber können Sie mir vielleicht berichten who ich die Fotos
finden kann.

Herzlichen Dank für Ihren Mitteilung. Und schöne Grüssen aus Holland


[OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapitän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13 .10.1931 Brieg

Date: 2017/03/02 22:32:34
From: Gerd Rudolf Scholz <gerdscholz(a)gmx.de>

Hallo,
bisher habe ich überwiegend in Schlesien geforscht, die 
Familie meiner Cousine führt mich nun nach Danzig.
Wie groß ist die Chance, diese Geburt zu finden?
Vielen Dank!
Gerd Rudolf Scholz

Re: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapi tän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 B rieg

Date: 2017/03/02 23:02:38
From: Wolfgang Naujocks <Wolfgang(a)Naujocks.com>

Schönen guten Abend,

die Chancen sind groß. Und noch viel größer werden sie, wenn evtl. bekannt ist wann und wen er heiratete, ob er direkt in Danzig oder in einem Stadteil lebte, welche Religion er hatte, wer der Vater war...

Schöne Grüße aus dem Danziger Werder
Wolfgang (Naujocks)

> Betreff: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapitän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 Brieg
> Wie groß ist die Chance, diese Geburt zu finden?

Re: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapitän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13 .10.1931 Brieg

Date: 2017/03/03 00:04:55
From: gerdrudolfscholz <gerdrudolfscholz(a)t-online.de>

Hallo Wolfgang,
vielen Dank für die schnelle Antwort! Bernhard MIELKE war schon sehr früh in Schlesien. Die Hochzeit mit Auguste GERLACH (*5.7.1875 in Breslau) hat vor dem 6.11.1896 stattgefunden. Vermutete Hochzeitsorte
Breslau, Oppeln und Ratibor. Nachforschungen blieben bisher erfolglos.
Irgendwelche Daten aus Danzig sind nicht vorhanden.
Viele Grüße
aus Ritterhude bei Bremen
Gerd (Scholz)

-----Ursprüngliche Nachricht----- From: Wolfgang Naujocks
Sent: Thursday, March 02, 2017 11:02 PM
To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Subject: Re: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapitän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 Brieg

Schönen guten Abend,

die Chancen sind groß. Und noch viel größer werden sie, wenn evtl. bekannt ist wann und wen er heiratete, ob er direkt in Danzig oder in einem Stadteil lebte, welche Religion er hatte, wer der Vater war...

Schöne Grüße aus dem Danziger Werder
Wolfgang (Naujocks)

Betreff: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapitän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 Brieg
Wie groß ist die Chance, diese Geburt zu finden?
_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

Re: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapi tän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 B rieg

Date: 2017/03/03 08:19:43
From: Wolfgang Naujocks <Wolfgang(a)Naujocks.com>

Schönen guten Morgen Gerd,

die meisten evangelischen und katholischen Danziger Kirchenbücher aus dieser Zeit sind als Zweitschriften über http://metryki.genbaza.pl/ kostenlos einsehbar. Die Anmeldeprozedur ist zwar sprachbedingt recht umständlich, aber dort wird man wahrscheinlich fündig werden wenn der Gesuchte in Danzig geboren und getauft wurde. Etwas einfacher recherchieren kann man (kostenpflichtig) bei https://www.archion.de wenn der Gesuchte evangelisch war, da dort die Benutzerführun nicht nur deutsch ist sondern für viele Kirchen auch Indexregister vorhanden sind.

Schöne Grüße aus dem Danziger Werder
Wolfgang (Naujocks)


> Betreff: Re: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapitän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 Brieg
> [...] Die Hochzeit
> mit Auguste GERLACH (*5.7.1875 in Breslau) hat vor dem 6.11.1896 
> stattgefunden. Vermutete Hochzeitsorte
> Breslau, Oppeln und Ratibor. Nachforschungen blieben bisher erfolglos.
> Irgendwelche Daten aus Danzig sind nicht vorhanden.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/03 09:28:57
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 13   Vermisst, verschleppt, gefallen, gesucht …
Auskunft wird gegeben über ... 
... Franz Böhnke, geb. am 26.06.1911 in Eckersdorf, Kreis Mohrungen. Gesucht
wird Frau Frieda Böhnke, aus Königsberg, Schrebergarten Glückauf Nr. 195

… Fritz Kelch, geboren am 06.03.1917 in Allenburg bei Wehlau. Gesucht wird
Frau Anny Kelch, aus Osusken bei Mulden, Kreis Lyck.

… Heinz Pape, geboren etwa 1918. Heimatanschrift: Ragnit/Ostpreußen. Gesucht
werden die Angehörigen.

… Witold Kurkletis, geboren am 04.12.1927 in Kauen/Litauen. Gesucht werden
die Eltern: Wilhelm Heidrich und Frau Helene Heidrich, geborene Petrat, aus
Kobeln, Post Kiwitten, Kreis Heilsberg. Letzte bekannte Heimatanschrift:
Scharfenwiese v.-Küchler-Straße 9 (Sohn heißt Kurkletis, Eltern Heidrich und
geborene Petrat) daher von mir ein ?

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
Hamburg 13, Parkallee 86

Auskunft wird erbeten über …
… Martin Mikalauski, geb. 10.10.1909 in Grabsten, Kreis Memel, 1942 als
Gefreiter bei Stalingrad vermisst. 

… Eva Rudgalwies, geborene Mikalauski, geboren am 03.11.1910. 1945 im Kreise
Samland verschollen.

… Urte Mikalauski, geb. 21.11.1919, 1945 im Kreise Samland verschollen. 

… Werner Treppner, geb. 13.02.1925, aus Imten bei Taplau, Feldpostnummer 37
044 A, Einheit Götz v. Berlichingen. Er soll im Februar 1945 im Raum von
Bietsch oder Saargemünde verwundet worden sein (letzte Nachricht vom
02.01.1945). 

... Frau Tratz, aus Bergfriede, Kreis Osterode. 

… Frau Maria Kroske, geb. Raphael, geb. 09.02.1868 in Rastenburg. 

… Gustav Kossak, geb. 28.10.1905 in Duttken, Kreis Treuburg. 

... Obergefr. Ewald Seidler, geb. 12.06.1907 in Wolfshagen bei Drengfurt,
Kreis Rastenburg, Gärtner in Fürstenhof bei Drengfurt! Letzte Anschrift
(17.01.1945): Landesschützen-Wachbat. I/Il Weißuhnen über Niedersee.

... Frau Johanne Nitsch, aus Königsberg-Ponarth, Jägerstraße 21
(Korschen-Haus). Sie wurde zuletzt in Löwenhagen gesehen. 

… Otto Scheidt, heute etwa 73 Jahre alt und Maria Scheidt, heute etwa 69
Jahre alt, beide aus Nemmersdorf, Kreis Gumbinnen. 

… Walter Tetzlaff, verheiratet, zuletzt Stettin, Wiesenstraße 17. 

… Hermann Bohler, verheiratet, zuletzt Stettin, An der Oelmühle.

... Frau Behrend, in Wolfsdorf, Kreis Heilsberg, Hebamme gewesen. 

... Hildegard Ursula Rohde, geb. Rödder, geb. 03.02.1917 in Bartenstein,
zuletzt wohnhaft in Königsberg Pr., Hindenburgstraße 27. 

… Charlotte Minna Rödder, geb. 25.05.1921 in Karlshöfchen, Kreis Pr.-Eylau,
zuletzt wohnhaft in Königsberg Pr., Hindenburgstraße 27. 

... Elsa Helene Guseck, geb. Katzoreck, geb. 01.04.1917 in Rastenburg,
zuletzt in Elbing wohnhaft. 

... eine Familie Sadewasser aus Ostpreußen. Der letzte Heimatwohnort ist
leider nicht bekannt. S. ging als Oberwachtmeister der Schutzpolizei Stettin
etwa 1928/1929 mit seiner Familie als Gendarm nach Ostpreußen. Die Ehefrau
heißt Ursula Sadewasser; sie ist eine geborene Hinz, aus Stettin; Alter etwa
vierzig Jahre.

... Adolf Morr, geb. 06.07.1894, aus Königsberg-Charlottenburg. Letzte
Nachricht vom 070 2.1945 aus Wargen (Samland), wo er zusammen mit etwa
dreihundert Zivilisten zum Abtransport aufgestellt wurde. 

... Willi Plohnke und Elisabeth Plohnke, aus Königsberg, Liebigstraße 6. 

… eine Familie Schulz, die in einem Nachbardorf von Groß-Baum wohnte. Der
Name des Ortes ist dem Suchenden entfallen. Die Tochter hieß Erna Schulz,
und sie war 1948 etwa 16 bis 18 Jahre alt. 

… Walter Arthur Pfund, geb. am 17. Oktober 1908, zuletzt wohnhaft gewesen in
Friedland, Abbau III, Kreis Bartenstein. Die Ehefrau Erna Pfund, geborene
Skirde, wurde am 10. Februar 1945 von ihrem Ehemann getrennt und hat bis
jetzt über seinen Verbleib nichts in Erfahrung bringen können. 

… Uffz. Wilhelm Gruber, geb. 26.02.1909 in Altkrug, Kreis Gumbinnen,
Feldpostn. 48 098, letzte Nachricht vom 12.01.1945 aus der Nähe von
Warschau. 

… Obergefr. Franz Gruber, geb. 10.01.1911 In Altkrug, Feldpostnummer 43 267
C, Panzerabwehr, letzte Nachricht 04.03 1945 aus dem südlichen Polen. 

… Gerda Lange, geb. am 16.11. 1926 in Bergesruh, Kreis Goldap, seit Februar
1945, Gegend Insterburg von den Russen verschleppt. 

… Gefr. Harry Endrejat, geb. am 09.09.1925 in Tilsit. Heimatanschrift:
Tilsit, Garnisonstraße 32. Zivilberuf: Büroangestellter. Letzte Feldpost-Nr.
33 210 E. Truppenteil 6. Komp. Gren.-Regt. Nr. 1077. Letzte Nachricht aus
Königsberg vom 07.02.1945. Seitdem fehlt jede Spur.

Otto Welsch, geb. 07.04.1868 in Papuschienen, aus Sandfelde, Kreis
Tilsit-Ragnit. 

Landwirt Walter Mertins, aus Romahnshof, Kreis Gerdauen. Er soll am
23.01.1945 in Landsberg von den Russen verschleppt worden sein. 

Hildegard Jeskolka, geb. Heller, geb. 26.10.1914 in Tannenberg, und ihren
Sohn Günther Jeskolka, geb. 18.07.1939, aus Tannenberg, Kreis Osterode. 

Gert Tetzlaff und Christel Gerth, geborene Tetzlaff, aus Königsberg,
Hufenallee 57/59. 

Erwin Kalwies, aus Königsberg, Altroßgärter Predigerstraße 41, seit 1944 bei
Witebsk vermisst.

Wilhelm Parakenings, geb. 03.12.1896 in Karlsrode, aus Elschtal, Kreis
Labiau. Er soll am 04.10.1948 von den Russen aus Nemonien, Kreis Labiau,
verschleppt worden sein. 

Polizeileutnant Karl Preising, Konrektor Führer, Schmiedemeister Szittke und
Karl Schwedass (oder Schwedap), Bauer Hardteck (Gr.-Rominten), Kreis Goldap 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
(24a) Hamburg 13, Parkallee 86. 

Die Angehörigen werden gesucht: 
Über nachstehend aufgeführte ehemalige Wehrmachtsangehörige aus Ostpreußen
liegen Nachrichten vor; die Angehörigen werden gesucht. 

1. Arys: Vorname unbekannt, Voelkner, Oberfeldwebel bei der 1. Kompanie,
Bau-Bataillon 321, Feldpost-Nr. 08 117. 

2. Goldensee, Kreis Lötzen: Fritz Zielewskl, verh., Beruf: Müller,
Oberwachtmeister bei der Luftschutzpolizei Lötzen. 

3. Vermutlich Gumbinnen: Walter Mäser, Unteroffizier. 

4. Insterburg: Fritz Neubacher, geb. etwa 1906, verh., Beruf: Sattler,
Obergefreiter, Feldpost-Nr. 25 017 A. 

5. Königsberg: Vorname unbekannt, von Negendank, geb. etwa 1905/10, ledig,
Dozent, Hauptmann bei der Feldpost-Nr. 11 067 B. 

6. Königsberg: Paul Hermann, geb. am 21.11.1897, verh., Werkmeister,
Unteroffizier. 

7. Königsberg: Vorname unbekannt, von Steinke, geb. etwa 1927, Panzerschütze
beim Feld-Ersatz-Bataillon Goldingen (Kurland). 

8. Königsberg: Fritz Wittke, Hausmeister, Unterfeldwebel. 

9. Neidenburg: Vorname unbekannt, Galanek, verh., Stabsgefreiter bei der 2.
Kompanie, Nachrichten-Abteilung 217, Feldpost-Nr. 25 440 

10. Ragnit: Kurt Singelmann, geb. 1920 in Ragnit, Hindenburgstraße 

11. Schloßberg: Heinz Jung,  geb etwa 1925, led., vermutlich Arbeiter,
Obergefreiter bei einer Nachrichten-Staffel. 

12. Stallupönen/Ebenrode: Gustav Hochmann, geb. etwa 1899, verh., zwei
Kinder, Beruf: Zimmerer, Unteroffizier beim Volkssturm im
Reichs-Sonder-Einsatz. 

13. Tilsit: Willi Mett.

14. Vermutlich Ostpreußen: Vorname unbekannt, Buttgereit, Feldwebel bei der
2. Kompanie, Panzer-Pionier-Bataillon 59, Feldpost-Nr. 03 157. 

15. Ostpreußen: Vorname unbekannt, Müller, Obergefreiter bei der gemischten
Flak-Abteilung 190 (v), Mährisch-Ostrau. 

16. Ostpreußen: Kurt Preil oder Prell, Oberwachtmeister bei der 1. Batterie,
Artillerie-Regiment 57 der 21. Infantrie-Division, Feldpost-Nr. 07 890 B. 

17. Ostpreußen: etwa 3 km von Breitlinde: Vorname unbekannt, Zollands, geb.
etwa 1920/1925, zuletzt bei der 13. Kompanie, Infanterie-Regiment 432 der
131. Infanterie-Division. Feldpost-Nr. 59 817. 

18. Memelland: Vorname unbekannt, Endrolis, geb. im Memelland, verh., Bauer.


Zuschriften unter Su/Mü 5/56 an die Geschäftsführung der Landsmannschaft
Ostpreußen, Hamburg 13, Parkallee 86. 

Über nachstehend aufgeführte Landsleute liegen Nachrichten vor; die
Angehörigen werden gesucht. 

1. Hubert Roth, geb. am 06.06.1925 in Blankerberg; gesucht wird Viktor
Bludau, aus Altwartenburg, Kreis Allenstein. 
2. Wolfgang Schimmelpfennig, geb. am 09.01.1925 in Angerapp; gesucht wird
Eduard Schimmelpfennig, aus Angerapp, Geidwaller Straße 28. 

3. Martin Schernus, geb. am 28.11.1926 in Neusaß-Skories; gesucht wird
Martin Schernus, aus Auritten, Kreis Heydekrug. 

4. Heinz Schröder, geb. am 05.04.1907 in Königsberg; gesucht wird Monika
Schröder, aus Bartenstein, Erich-Koch-Straße 11a, bei Scheel. 

5. Heinz Scharein, geb. am 10.03.1922 in Rosewitz: gesucht wird Familie
Scharein, aus Dittersdorf. 

6. Paul Schilling, geb. am 25.01.1918 in Preußisch-Mark; gesucht wird
Familie Schilling, aus Geuden, Kreis Mohrungen. 

7. Fritz Schaukat, geb. am 06.09.1901; gesucht wird Elisabeth Schaukat, aus
Groß-Laschaninkau, Kreis Insterburg. 

8. Viktor Schipper, geb. am 03.10.1914 in Sternsee; gesucht wird Rosa
Schipper, aus Groß-Parleese, Kreis Rößel. 

9. Eduard Schikowsky, geb. am 14.06.1907 in Groß-Purden; gesucht wird
Familie Schikowsky, aus Groß-Purden, Kreis Allenstein. 

10. Kurt Schintenings, geb am 07.12.1922 in Komzszowilken; gesucht wird
Martha Schintenings, aus Groß-Schwaraunen. 

11. Fritz Schakat , geb. am 30.07.1903 in Gumbinnen: gesucht wird Familie
Schakat, aus Groß-Wohnsdorf, Kreis Bartenstein. 

12. Walter Schillumeit, geb. am 20.01.1909 in Weißweinen: gesucht wird
Familie Schillumeit, aus Gudgaller, Kreis Tilsit. 

13. Kurt Schliewski , geb. am 14.01.1920 in Grünhagen: gesucht wird
Wilhelmine Schliewski, aus Klein-Hauswalde, Kreis Mohrungen. 

14. Gerhard Scherwitz, geb. am 05.04.1917 in Königsberg: gesucht wird Franz
Scherwitz, aus Königsberg, Bismarckstraße 10a. 

15. Eckard Schimmelpfennig, geb. am 29.01.1922 in Königsberg: gesucht wird
Susanne Schimmelpfennig, aus Königsberg, Gerhardstraße 4. 

16. Erich Wohlgemuth, geb. am 22.11.1912 in Schaaksvitte; gesucht wird Ernst
Volkmann, aus Königsberg, Heumarkt 4. 

17. Kurt Schaak, geb. am 08.01.1921 in Heinrichswalde: gesucht wird Familie
Schaak, aus Königsberg, Mozartstraße 23. 

18. Waldemar Schikorra, geb. am 12.03.1907 in Königsberg: gesucht wird
Auguste Schikorra, aus Königsberg, Sternwartstraße 53/54. 

19. Heinz Schink, geb. am 22.04.1922 in Königsberg; gesucht wird Gustav
Schink , aus Königsberg, Vorstädtische Langgasse 90. 

20. Louis Schablowski, geb. am 27.03.1890 in Kellerischken; gesucht wird
Familie Schablowski, aus Kreywöhnen, Post Kampsoowilken. 

21. Otto Schneider, geb. am 19.04.1912 in Langellen; gesucht wird Frieda
Schneider, aus Lindwehr, Kreis Insterburg. 

22. Wilhelm Schill, geb. am 23.08.1897 in Jungferndorf: gesucht wird Gertrud
Schill, aus Löwenhagen, Kreis Königsberg. 

21. Franz Scheffler, geb. am 27.01.1902 in Ischogruben: gesucht wird Franz
Scheffler, aus Loschken über Bokellen bei Insterburg.

 24. Alfred Schielion, geb. am 16.11.1925 in Allenstein; gesucht wird Gustav
Schielion, aus Moitinen. 

25. Max Schneider,  geb.  am 20.12.1920 in Kauno; gesucht wird Otto
Schneider, aus Neudamm bei Königberg, Königsberger Straße 6. 

26. Otto Schneider, geb. am 05.06.1908 in Turschinen; gesucht wird Georg
Schneider, aus Oppen, Kreis Wehlau. 

27. Konrad Schirrmacher, geb. am 07.04.1908 in Königsberg; gesucht wird
Charlotte Schirrmacher, aus Preußisch-Eylau, Schlachthof.

 28. Helmut Schlagonski, geb. am 05.11.1927 In Argeldorf; gesucht wird
Albert Schlagonski, aus Projestitten, Kreis Samland. 

29. Kurt Schell, geb. am 27.03.1915 in Wolfseck; gesucht wird Maria Schell,
aus Reichenbach, Kreis Preußisch-Holland. 

30. Heinz Stenzel , geb. am 10.11.1919 in Rastenburg; gesucht wird Helene
Stenzel, aus Rößel, Fischerstraße 5b. 

31. Franz Schikowski, geb. am 17.04.1901 in Klawsdorf; gesucht wird Maria
Schikowski, aus Rößel, Lindenweg 2. 

32. August Schirrmacher, geb. am 31.12.1896 in Rositten; gesucht wird
Familie Schirrmacher, aus Rositten, Kreis Preußisch-Eylau. 

33. Emil Schneider, geb. am 17.08.1918 in Fürstenfeld; gesucht wird Rahel
Schneider, aus Salzbach 4. 

34. Ernst Schippel, geb. am 18.09.1908 in Kaltenbach; gesucht wird Anna
Schippel, aus Satticken, Kreis Treuburg. 

35. Otto Stengel, geb. am 06.10.1905 in Hermsdorf; gesucht wird Familie
Stengel, aus Schalau, Kreis Tilsit-Ragnit. 

36. Wilhelm Schossky, geb. am 08.09.1915 in Panzerei; gesucht wird Auguste
Schossky, aus Schildeck, Kreis Osterode. 

37. Paul Schimanski, geb. am 20.02.1925 in Schlodien; gesucht wird Felix
Schimanski, aus Schlodien, Kreis Preußisch-Holland. 

38. Willibald Schendra oder Schlendra, geb. am 16.09.1921 in Karlowitz;
gesucht wird Josef Schlendra oder Schendra, aus Schlodrau, Kreis
Preußisch-Holland. 

39 August Scherschenewitz, geb. am 11.07.1918 in Schönfelde; gesucht wird
Josef Scherschenewitz, aus Schönfelde, Kreis Allenstein. 

40. Egon Scherhaus, geb. am 07.01.1916 in Schönlinde; gesucht wird Fritz
Scherhaus, aus Schönlinde, Kreis Gerdauen 

41. Franz Schimikowski, geb. am 25.08.1915 in Achslau; gesucht wird Familie
Schimikowski, aus Seeresen. 

42. Otto Schiemann, geb. am 04.03.1919 in Sensburg; gesucht wird Elise
Augustin, aus Sensburg, Strandstraße 1. 

43. Alfred Woischwill, geb. am 02.10.1912 in Tilsit; gesucht wird Gertrud
Felknyer, aus Tilsit, Philosophiengang 26.

44. Walter Schiwkowski, geb am 15.01.1924 in Alt-Galbutz; gesucht wird Herr
Schiwkowski, aus Waldburg, Kreis Ortelsburg. 

45. Wassili Schabeka, geb. am 08.01.1926 in Mogilew; gesucht wird Alex
Schabeka, aus Widminnen, Kreis Lötzen. 

46. Karl Schöttke, geb. am 11.07.1909 in Zimmerbude; gesucht wird Frieda
Schöttke, aus Zimmerbude, Kreis Samland. 

Zuschriften unter Nr. Su. Mü 4/56 an die Geschäftsführung der
Landsmannschaft Ostpreußen, Hamburg 13, Parkallee 86. 

Über nachgenannte ehemalige Wehrmachtsangehörige und die Arbeitsmaid Ursula
Thimm, aus Ostpreußen liegen Nachrichten vor; die Angehörigen, werden
gesucht. 

1. Goldap: Karl Schururowski oder Sczurowske, geb. etwa 1907/1908, ledig.
Drogist. — 

2. Großherzogswalde bei Deutsch-Eylau: Walter Lütke, Uffz. — 

3. Gumbinnen: Vorname vermutlich Otto Polixa, Müllermeister, zuletzt beim
Baubataillon XX/VI. — 
4. Königsberg: Erich Flint, geb. etwa 1891, verh., Berufssoldat,
Stabsfeldwebel bei der Marine-Artillerie-Abt. 530, Feldpostnummer 34 839. — 

5. Königsberg: Vorname unbekannt, Grahl oder Graf, geb. etwa 1896/1898,
verh., Gefreiter bei der 10. Festungs-Pak. –

6. Königsberg: Albert Lorenz, geb. etwa 1900, verheiratet, Werkmeister,
Zugführer beim Befehlsstand der Volkssturmgruppe Nord, Feldpostnummer 36
100/W. –

7. Lötzen: Vorname unbekannt, Siebert, Volkssturmmann beim Volkssturm
Lötzen. — 

8. Riesigswalde bei Gerdauen: Kurt Scheffler, geb. 12.07.1923 in
Kohlswerdau, Obergefreiter beim Panzer-Pionier-Bataillon 40, FPNr. 02 097. —


9. Aus der Gegend von Tilsit (Elchniederung?): Vorname unbekannt, Wibbat,
geb. etwa 1927 in der Gegend von Tilsit, Gefreiter und Kradfahrer bei der
Heeres-Panzer-Artillerie-Brigade 88, FPNr. 10 413/ A. — 

10. Ostpreußen: Arthur Blewe, geb. etwa 1905 in Ostpreußen, verh., zwei
Kinder, Gefreiter beim Bewährungs-Bataillon 500. — 

11. Ostpreußen: Friedrich Kaiser, geb. in Ostpreußen, verh., Landwirt,
Gefreiter beim 301. Regiment der 206. Division. — 

12. Ostpreußen: Bruno oder Paul Schinkowski, zuletzt bei der 290.
Infanterie-Division. — 

13. Hans Kollin, geb. etwa 1910, verh., aktiver Offizier, Leutnant beim
Grenadier-Regiment 21 oder 55. — 

14. Vermutlich Ostpreußen: Hermann Wrobel, verh., SS-Unterscharführer bei
der 7. Kompanie SS-Panzer-Grenadier-Regt. 38. — 

15. Ostpreußen: Vorname unbekannt, Ziznianskae,. — 

16. Allenstein: Vorname vermutlich Valentin Sender, verh., Stabsgefreiter
bei der 1. Kompanie Divisions-Kampfschule der 349. Volksgrenadier-Division.
— 

17. Elisenhof (Kreis Allenstein): Otto Weiß, geb. etwa 1910, verh.,
vermutlich Arbeiter, Obergefreiter bei der Kampfgruppe Dehn. — 

18. Kreis Angerburg-Gerdauen: Alfred Wölk, geb. etwa 1924/1927, ledig,
Obergefreiter bei der Kampfgruppe Hauptmann Koch, Flieger-Division Kurland.
— 

19. Deutsch-Eylau: Karl-Heinz Droß oder Troß oder Droste, geb. 1928 in
Deutsch-Eylau, ledig, kaufmännischer Lehrling, Soldat beim
Infanterie-Ersatz-Bat. in Marienburg. — 

20. Fließdorf (Kreis Lvck): August Brzoska, verh., Soldat. — 

21. Goldap: Heinz Skroblin, geb. etwa 1923, ledig, Landwirt, Soldat bei der
Arbeits-Abteilung der Waffen-SS. — 

22. Umgebung von Insterburg: Kurt Ballat, geb. etwa 1909, ledig,
Fleischergeselle, Obergefreiter. — 
23. Insterburg: Kurt Büchler, geb. etwa 1912. verh., Lokomotivführer,
Volkssturmmann. — 

24. Königsberg: Vorname unbekannt, Abeld, verh., Lehrer. — 

25. Umgebung von Königsberg: Anton Burkert, geb. etwa 1926/1927 in der
Umgebung von Königsberg, ledig, Landarbeiter, Schütze. — 

26. Königsberg: Vorname unbekannt, Grell, geb. etwa 1905, verh., eine
Tochter, Schmied bei der Schichau-Werft, Obergefreiter bei einem
Infanterie-Regiment der 561. Infanterie-Division. — 

27. Königsberg: Vorname unbekannt, Jeschke, geb. etwa 1925, ledig,
Unteroffizier beim Regiment 956 der 362. Infanterie-Division, FPNr. 57 301.
— 

28. Königsberg: Vorname unbekannt, Ludwig, verh., Klempnermeister. — 

29. Königsberg: Vorname unbekannt, Werner, verheiratet, zwei Kinder, aktiver
Soldat, Hauptwachtmeister beim Artillerie-Regiment 533. — 

30. Kulk, Kreis Ortelsburg: Ursula Thimm, ledig, Arbeitsmaid. —

 31. Lichtenfeld: Horst Müllendorf, geb. unbekannt. — 

32. Neukirch, Kreis Elchniederung: Kurt Damm, geb. etwa 1912 in Sachsen,
verh., Beruf: Former, Obergefreiter bei der Brückenkolonne 401 (mot), FPNr.
29 030. — 

33. Ragnit, Kreis Tilsit: Vorname unbekannt, Palapies, geb. etwa 1878 in
Ragnit, verh., zuletzt beim Volkssturm. — 

34. Sensburg: Vorname unbekannt, Weiß, geb. 1899, verh., Unteroffizier. — 

35. Walter Kott, geb. etwa 1913, ledig, Maschinenmaat bei der 3. Kompanie
Marine-Schützen-Bataillon 315. — 

36. Tilsit: Erich Kügler, geb. etwa 1911/1912, verh., Beruf: Kaufmann.
Unteroffizier beim Festungskabel-Feldzug 766, FPNr.. 65 638. — 

37. Tilsit: Willi Schäfer, geb. etwa 1913, ledig, Beruf: Fleischer. — 

38. Ostpreußen: Horst Balkum oder ähnlich, geb. etwa 1926/1927 in
Ostpreußen, ledig, Landwirtssohn. — 

39. Ostpreußen: Karl Carch oder Karch, geb. etwa 1905. — 

40. Ostpreußen: Arthur Jekstat, geb. etwa 1913/1914 in Ostpreußen, verh.,
Stabsgefreiter bei der 7. Batterie Artillerie-Regiment 161. — 

41. Ostpreußen: Vorname unbekannt Lehmann, geb. etwa 1907, Obergefreiter bei
der FPNr. L 52 499. — 

42. Ostpreußen: Ludwig Neujahr , geb. etwa 1908, verh., Postangestellter,
Obergefreiter. — 

43. Ostpreußen: Vorname unbekannt, ???ern (unlesbar), geb. etwa 1915, verh.
Feldwebel bei der Gemischten Flakabteilung 254 der ?? (unlesbar)
Flak-Division Königsberg. –

44. Ostpreußen: Fritz Ruschkowski, Obergefreiter bei der Feldpostnummer 24
826 E. –

45. Ostpreußen: Georg Schüschel oder Schuschel, geb. etwa 1923 in
Ostpreußen, ledig. Landarbeiter. 

Zuschriften unter Su/Mü 6/56 an die Geschäftsführung der Landsmannschaft
Ostpreußen, Hamburg 13, Parkallee 84/86.

Landsleute aus Stadt und Land Insterburg werden gesucht. 
Nachstehend aufgeführte Landsleute aus Stadt und Land Insterburg werden
gesucht: 

1. Willi Ziegler, Vater Fritz Ziegler war Bahnwärter im ersten
Bahnwärterhaus auf der Strecke Insterburg-Königsberg, Bruder Fritz Ziegler
war Lokführer und hat in Insterburg gewohnt.

2. Berta Hirscher, geb. etwa 1886, wohnte bei ihrem Vetter Emil Eckert in
Dittlacken. 

3. Ludwig Dietrich, Insterburg, Cecilienstraße 3a, geb. am 21.01.1902. D.
war Soldat in Russland und lag 1944/1945 mit einer Verwundung im Lazarett in
Gütersloh. 

4. Gerhard Heigel , geb. am 04.10.1920, Insterburg, Feldpost-Nr. 02 219,
vermisst in Estland. 

5. Irmgard May, Tochter der Frau Frieda Wagner, geschiedene May. Die Mutter
wohnte in der Gartenstraße und war zuletzt mit einem Tischlermeister Wagner
verheiratet. Fräulein M. war bei der Deutschen Bank in Insterburg
beschäftigt. 

6. Anna Gieger, Insterburg, Hindenburgstraße 5, 

7. Walter Schäfer, geb. etwa 1905, sowie Frau Maria Schäfer, geb. Perl, geb.
etwa 1911, mit Kindern Waltraut und Horst, aus Ernstfelde. 

8. Maria Rabaschus, Insterburg, Reuterstraße. 1. 

9. Elsa Klaus, geb. Beikmann, Insterburg, Göringstraßa; Eugenie Krahn, geb.
Neumann, , Insterburg, Memeler Straße; Hildegard Müller, Insterburg,
Graudenzer Straße; Frau Kaptuller und Fräulein Reuser, aus Insterburg,
Göringstraße, im Hause des Hausfrauenvereins. 

10. Familie Singel, aus Insterburg, Spritzenstraße 16. 

11. Familie Dornke, aus Insterburg. 

12. Ernst John, Insterburg, Hoteldiener vom Rheinischen Hof. 

13. Gertrud Matzat, Insterburg, Thorner Straße 5 oder 9. 

14. Maria Schinz, geb. Schnepel, aus Kl. Gauden. 

15. Carl Wallkewitz und Frau Toni, Norkitten. Herr Wallkewitz war Lehrer und
Standesbeamter. 

16. Luise Kleschewsky, , Insterburg, Friedrichstraße 3, Pensionsinhaberin. 

17. Horst Dietrich, Gefreiter, Feldpost-Nr. 16 650 B, zuletzt südlich vom
Ladogasee gekämpft, früher wohnhaft gewesen in Insterburg, Cecilienstraße
3a. 

18. Franz Koch, geb. am 27.10.1903 in Gr. Gaudischkehmen, Kreis Gumbinnen,
wohnhaft gewesen in Insterburg, Pregelstraße 34, Beruf Bauarbeiter. 

19. Erich Eberlein, bis zur Vertreibung in Insterburg, beschäftigt gewesen
beim Grundbuchamt. 

20. Meta Berkowski, geb. 1920, Insterburg. 

21. Gustav Hein, Insterburg. Generalstraße 6, Kassierer der Stadtwerke. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
Hamburg 13, Parkallee 86. 

Nachstehend aufgeführte Landsleute aus Stadt und Land Insterburg werden
gesucht: 

1. Günther Kluschke, geb. am 25.03.1926, letzte Nachricht als Soldat am
15.01.1945, aus Schloßberg, Feldpost-Nr. 64 228 D. 

2. Gustav Waldau und Familie, aus Insterburg, Karl-Hecht-Straße. 

3. Liesbeth Opolka nebst Mutter, Inhaberin eines Lebensmittelgeschäftes aus
Insterburg, Dienergasse 2. 

4. Familie Bierkant, aus Norkitten. 

5. Fritz Gropp oder Geschwister Gropp aus Gr.-Jägersdorf. 

6. Einwohner des Hauses Insterburger Straße 8, aus Aulenbach: Richard
Gronau, Richard Laurien, Emil Wieprecht, ohne Vorname Netz, Ferdinand
Maletzki, ohne Vorname Grumball,  ohne Vorname Klebon. 

7. Folgende Landsleute aus Norkitten: Frau Mahler, Krau Grigat, Herr Hinz
Soldat, Beruf, unbekannt, Maurer Sawitzki, Frau Schmitt. Sämtliche
Landsleute haben in dem Hause des Herrn Karl Fillun gewohnt.

8. Fritz Klein, Lehrer, Luisenberg, oder die Anschrift seines Sohnes Günter.


9. Anna Hagen, Insterburg, Kornstraße 2. 

10. Christel Klamm, geb. am 27.12.1930 in Soldanen, Kreis Angerburg, zuletzt
wohnhaft gewesen in Insterburg, Deutsche Straße 1. 

11. Graap, geb. Weber, ca. 39 Jahre alt, Beruf Hebamme. 

12. Berta Schweinberger, aus Insterburg. 

13. Landrat Lührmann, aus Insterburg. 

14. Frieda Grau, geb. Schikorra, geb. ca. 1912, wohnhaft gewesen in
Insterburg, Quandelstraße 1, oder deren Vater, Oberpostschaffner Schikorra,
aus Insterburg. Bunte Reihe 6 

15. Schandau, Ehefrau des Rechtsanwalts Schandau, aus Insterburg, oder deren
Sohn. 

16. Alle Einwohner der Kehrwiedergasse in Insterburg werden gebeten, ihre
jetzigen Anschriften mitzuteilen. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
Hamburg 13, Parkallee 86, unter der Kennummer: Inst 23/56/Sachgebiet H." 

Nachstehend aufgeführte Landsleute aus Stadt und Land Insterburg werden
gesucht: 

1. Ida Hermann, geb. Thiel, Insterburg, Teichgasse. Der Ehemann war Tischler
bei der Stadtgärtnerei, im Kriege bei der Wehrmacht. Frau H. ist etwa 50
Jahre alt und hatte drei Kinder. 

2. Gertrud Stakowski, geb Ballast, geb. am 30.09.1903, und Tochter Christel,
geb. am 10.02.1927, aus Erdmannsruh. Fritz Stakowski, geb. in Neu-Stobingen,
und Franz Stakowski, aus Tammau, Otto Naujoks, Erdmannsruh, Franz Girod,
Erdmannsruh. 

3. Lina Frischbier, Insterburg, Augustastraße 22. Hedwig Eckert, Insterburg,
Schlageterstraße 6. 

4. Aus Aulenbach: Familie Gronau (Ehefrau war Hebamme), Familie Hohnwald. 

5. In einer Nachlassangelegenheit werden Verwandte eines Georg Goertz, geb.
in Schadwalde, Kreis Marienburg, gesucht. Die Eltern waren Ernst Goertz und
Frau Clara Goertz, geb. Nagelbrecht. Die Ehefrau stammt aus Insterburg. 

6. Otto Heisel, Eisenbahnschaffner, Insterburg, Friedrichstraße 9 und Frau
Margarete. 

7. Erhard Kabusch, geb. am 11.11.1911, Insterburg, Heinz Lunau, Timberquell.


8. Rudolf Hoppe, Sattlermeister, Insterburg, Stallgasse 5. 

9. Max Paulun und Frau Gertrud, Insterburg, Quandelstraße 4/6, Georg Kirsch,
Insterburg, Hindenburgstraße. 

10. Familie Kaupat, aus Staggen oder Wasserlacken. 

11. Spill, beschäftigt bei der Firma Heiser, später Magistrat Insterburg.
Bürgermeister von Sprindt, Habedank, Hermann, Pferdehändler, Insterburg,
Moltkestraße. 

12. Bruno Skepeneit, Georgenburg. S. war in Königsberg kaufm. Leiter bei der
Firma Gamm & Sohn. 

13. Frieda Fels, geb. Rappold, Insterburg, Abbau Hehlert. Fritz Rappold,
Polsterer und Sattler, Insterburg, zuletzt bei der Wehrmacht. 

14. Paul Perkuhn , geb. 1929/1930, aus Insterburg. 

15. Pakull, Gärtnereibesitzer und Familie, aus Insterburg, Pregeltor. 

16. Einwohner des Haues Insterburg, Generalstraße 7 (Horst-Wessel-Straße). 

17. H. Müller,Familie, Insterburg, Jordanstraße 40. 

18. Familie Litzmann, aus Dittlacken. 

19. Alice-Irene Gronau, geb. etwa 1920 - 1925, aus Kl.-Georgenburg, letzte
Anschrift 1947 Hackkaten/Holst., bei Bauer Thomsen 

20. Paul Krohn, Insterburg, Birkenstraße 3. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
Hamburg 13, Parkallee 86 unter der Kennnummer: „Inst. 24/56/Sachgeilet H“. 

Kinder aus Ostpreußen die von Angehörigen gesucht werden 

1. Aus Altkirch, Kreis Heilsberg, werden die Geschwister Kretschmann,
Eva-Marie Kretschmann, geb. am 01.04.1937 in Sauerschienen, Friedel
Kretschmann, geb. am 23.04.1939 in Altkirch, Manfred-Heinrich Kretschmann,
geb. am 30.03.1941, und Elsa-Luise Kretschmann, geb. am 21.08.1944, gesucht
von ihrem Vater Willy Kretschmann, geb. am 23.08.1915. 

2. Aus Arnau, Kreis Samland, wird Christel Schweingruber, geb. am 27.02.1937
in Arnau, gesucht von Edith Lewandowski, geborene Look, geb. am 17.09.1916. 

3. Aus Balz, Kreis Sensburg, werden die Geschwister Gründer, Paula Gründer,
geb. etwa 1937 in Balz, Manfred Gründer, geb. etwa 1939 in Balz, Ursula
Gründer, geb. etwa 1941 in Balz, Hannelore Gründer, geb. etwa 1942 in Balz,
gesucht von Johanna Grabosch, geborene Gründer, geb. am 09.09.1916. 

4. Aus Braunswalde, Kreis Allenstein, wird Otto Bartsch, geb. am 26.03.1934
in Braunswalde, gesucht von seinem Vater Otto Bartsch, geb. am 28.02.1909. 

5. Aus Eydtkau, Kreis Ebenrode (Stallupönen) wird Erich Waldemar Räder, geb.
am 26.08.1935 in Insterburg, gesucht von seiner Mutter Charlotte Schulz,
geborene Räder, geb. am 02.05.1914. 

6. Aus Freimarkt, Kreis Heilsberg, werden die Geschwister Busch, Ursula
Busch, geb. am 08.03.1937 in Guttstadt, und Alfred Busch, geb. am 18.06.1938
in Sommerfeld, gesucht von Erna Busch, geb. am 08.09.1927. 

7. Aus Gedaithen, Kreis Allenstein, wird Hedwig Chojnowski, geb. etwa 1937,
gesucht von ihrem Onkel Josef Chojnowski. 

8. Aus Gottken, Kreis Allenstein, weiden die Geschwister Krakau, Alois
Krakau, geb. am 17.08.1937 in Gottken, und Waltraut Krakau, geb. am
20.08.1940 in Gottken, gesucht von ihrer Tante Anna Korinth,. geborene
Warserzier, geb. am 04.04.1888. 

9. Aus Grenzheide, Kreis Schloßberg, wird Lilly Teppke, geb. am 25.12.1939
in Grenzheide, gesucht von ihrem Onkel Adolf Siemonszent, geb. am
22.11.1902. 

10. Aus Heimtal Nr. 18, Kreis Samland, werden die Geschwister, Inda Rose,
geb. am 29.08.1942 und Adolf Rose, geb. am 12.06.1943, gesucht von ihrem
Vater Arnold Rose, geb. am 09.08.1910. 

11. Aus Königsberg-Ponarth, An den Birken 29, bei Großvater August Behrendt,
wird Helga Behrendt, geb. am 13.05.1938 in Pinna, gesucht von ihrer Mutter
Erna Netz, geborene Salewski, geb. am 07.05.1916. 

12. Aus Königsberg Pr., Bismarckstraße 10 a, werden die Geschwister Manfred
Ziffus, geb. am 12.03.1940 in Königsberg, Helga Ziffus, geb. am 19.01.1942
in Königsberg, und Gisela Ziffus, geb. am 23.09.1943 in Königsberg, gesucht
von ihrer Großmutter Anna Ziffus, geborene Lonkonkowski, geb. am
22.05.1881und von ihrer Tante Gerda Hüner , geborene Weber, geb. am
02.04.1922. 

13. Aus Königsberg Pr., Karlstraße 3, wird, Christa Biermann , geb. am
16.12.1938 in Königsberg, gesucht von ihrer Tante Agnes Biermann, geb. am
01.08.1895. Christa Biermann soll zuletzt in einem Waisenhaus in Tilsit
gewesen sein. 

14. Aus Kuckerneese, Kreis Elchniederung, Mittelstraße 9, wird Anneliese
Jogmen, geb. am 07.09.1937 in Kuckernese, gesucht von ihrer Großmutter
Martha Prussnat, geborene Jogmen, geb. am 13.07.1892. 

15. Aus Kuckerneese, Kreis Elchniederung, wird Erwin Schulz, geb. am
24.03.1939, gesucht von seinem Vater Franz Schulz, geb. am 19.08.1900. 

16. Aus Medenau, Kreis Samland, wird Hans-Joachim Buchholz, geb. am
14.02.1939 in Medenau, gesucht von seiner Mutter Charlotte Weisbrich,
geborene Buchholz, geb. am 07.12.1919. 

17. Aus Milchhof, Kreis Elchniederung, wird Ingrid Dallmann, geb. am
26.06.1938 in Milchhof, gesucht von ihrem Vater Reinhold Dallmann, geb. am
10.10.1907. 

18. Aus Nassenfelde, Kreis Elchniederung, wird Edeltraud Pusbatzkies, geb.
am 16.02.1934 in Seckenburg, gesucht von ihrer Pflegemutter Lucie Friedritz.


19. Aus Norgehnen, Kreis Samland, werden die Geschwister, Ruth Ruppel, geb.
etwa 1935. Paul Ruppel, Gerhard Ruppel, geb. etwa 1935 in Norgehnen und
Klaus Ruppel, geb. etwa 1937 in Norgehnen, gesucht von ihrem Onkel Max
Heldt, geb. am 23.03.1898 

20. Aus Petershausen, Kreis Schloßberg (Pillkallen) werden die Geschwister,
Kurt Rebner, geboren etwa 1935 im Kreise Schloßberg, und Herta Rebner, geb.
etwa 1937 im Kreise Schloßberg, gesucht von ihrem Vater Albert Rebner. 

21. Aus Rautenburg, Kreis Elchniederung, wird Irmgard Schleiwies, geb. am
22.04.1942 in Rautenburg, gesucht von Ihrem Vater Max Schleiwies, geb. am
31. 07.1907. 

22. Aus Schakendorf, Kreis Elchniederung, wird Gerald Raudszus, geb. am
22.04.1937 in Schakendorf, gesucht von seinem Vater Emil Raudszus, geb. am
04.04.1906. 

23. Aus Sommerhöfen, Kreis Elchniederung, wird Siegfried Bertulies, geb. am
30.05.1938 in Sommershöfen, gesucht von Ida Bertulies, geborene Matties,
geb. am 26.07.1901. 

24. Gesucht wird Frau Ella Naujoks, geborene Böttcher, geb. am 14.11.1917,
mit ihrem Sohne Reinhold Naujoks, geb. etwa 1943. Von Preußenhof, Post
Weidenau, Kreis Tilsit-Ragnit. wurde die Gesuchte 1944 evakuiert nach
Friedrichstein, Samland. Im November 1944 bekam Frau Nauioks eine Tochter.
Die Großmutter des Kindes. Frau Szaguhn, verw. Naujoks aus Pakamonen bei
Stonischken (Memelgebiet), befand sich ebenfalls in Friedrichstein. 

Aus Ellernbruch werden die Geschwister, Brunhilde Graffke, geb. am 04.05.
1939 in Ellernbruch, und Gerhard Graffke, geb. am 02.04.1941 in Ellernbruch,
gesucht von ihrem Vater Bauer Robert Graffke, aus Ellernbruch. Die Kinder
verblieben in Ostpreußen im Kreis Gerdauen und waren zuletzt in Gr.-Karpauen
im Kolchose-Lager. Nach dem Tode der Mutter mit Fräulein Edith Heinrich
angeblich nach Litauen. Umgegend von Kowno, gefahren etwa im Jahre 1945 oder
1946. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
Hamburg 13, Parkallee 86

[OWP] Das 12. Regionaltreggen Brandenburg f. Heimat- und Familiengeschichtsforscher

Date: 2017/03/03 09:59:12
From: Mario Seifert AGoFF\) <Mseifert(a)agoff.de>


 REGIONALTREFFEN BRANDENBURG
 f. Heimat und Familiengeschichtsforscher
====================================

Liebe Familiengschichtsforscher und Interessierte

Am 22. April 2017 ist es wieder soweit.
An diesem Tag werden wir unser Regionaltreffen Brandenburg fuer Heimat- und
Familiengeschichtsforscher - http://12.regionaltreffen-brandenburg.de
in der Zeit von 09:00 - 16:00 Uhr ausrichten.

Hierzu laden wir Sie / Euch recht herzlich ein.

Das Programm kann direkt unter
http://regionaltreffen-brandenburg.de/index.php?title=Programmablauf_f%C3%BCr_2017
eingesehen werden.

Wir koennen besser mit dem Platz und der Verköstigung planen und freuen uns
daher ueber Ihre Anmeldung auf:

Wir freuen uns, Sie / Euch - bei freiem Kaffee - begruessen zu koennen.

Freundliche  Grüße übermittelnd

Joerg (Schnadt) / Mario (Seifert)

Regionaltreffen Brandenburg
Postfach 60 03 13
D-14403 Potsdam
Kontakt(a)regionaltreffen-brandenburg.de
http://12.regionaltreffen-brandenburg.de

Die E-Mail wurde mit Hilfe eines Sprachausgabe-Computers f. Blinde
Personen erstellt. resultierende Fehler  bitte ich zu  entschuldigen.

Erhalten Sie diese  E-Mail irrtümlich, bitte ich diese zu loeschen

Re: [OWP] Kartenmeister.com Issues

Date: 2017/03/03 11:46:48
From: Erika-Marta Mlodoch via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo Uwe,
 
Ich gratuliere! Mit 82 schaffst Du eine Menge.
 
Bleib yung, Gruesse Erika (77)
 
 
In a message dated 02/03/2017 19:57:57 GMT Standard Time,  
ukrickha(a)memlane.com writes:


Hallo Rainer


Mein In-House  Server kann  die Flut von Besuchern mitunter nicht schaffen. 
 Mit bis zu 1200  Besuchern pro Tag geht er immer mal in die Knie. 


Er braucht  eine Programm Änderung und einen neuen Rechner.


Also es braucht  etwas Geduld von Euch.  Ausserdem  bin ich eingespannt als 
 Rotary Club President, unsere 100 Jahre Feier dafür und unser 62th Rotary  
Music Festival. Tag hat nur 24 Stunden.


Mit 82 ist man eben keine  D-Zug mehr.


Uwe



Uwe-Karsten Krickhahn
Medicine  Hat, Alberta
Canada.
www.kartenmeister.com

Permanent search  for Detlefs ( Iowa and Heide, Holstein), Krickhahn, 
Praust  WP.

Ban one way Plastic bags.


-----Original  Message----- 
> From: RainerIbowski <mail(a)ibowski.ca> 
> To:  OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net> 
> Date: 03/02/17  06:48 
> Subject: [OWP] Kartenmeister.com Issues 
> 
> The  homepage of Kartenmeister.com seems to be not available. My problem 
--
>  or is there a general issue with this site?
> 
> Rainer  Ibowski
> 
> -----Original Message-----
> From:  ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
>  [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] On Behalf Of Uwe  Krickhahn
> Sent: Donnerstag, 2. März 2017 02:21
> To:  ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Subject: [OWP] Kartenmeister  Facebook
> 
> 
> Hallo
> 
> 
> Have just  created a Facebook site for Kartenmeister.com
> 
> 
> Jetzt  auch Kartenmeister.com bei Facebook.
> 
> 
> Uwe
>  
> 
> 
> 
> Uwe-Karsten Krickhahn
> Medicine  Hat, Alberta
> Canada.
> www.kartenmeister.com
>  
> Permanent search for Detlefs ( Iowa and Heide, Holstein),  Krickhahn, 
Praust
> WP.
>  
> Ban one way Plastic  bags.
>  
> 
>  _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing  list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
>  http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
> 
>  _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing  list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
>  http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

_______________________________________________
OW-Preussen-L  mailing  list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

Re: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapi tän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 B rieg

Date: 2017/03/03 13:01:42
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Gerd,


Soweit Namensverzeichnisse der Kirchen in Danzig bei archion.de da sind, habe ich eine Taufe des Bernhard Mielke indes nicht gefunden. Von daher muss man alle Duplikate in den betreffenden Jahrgängen (+1) durchsehen (s. mail von Wolfgang Naujocks).

Die Heirat zwischen dem Bernhard Ludwig Engelbert MIELKE und der Auguste GERLACH hat am 1.2.1896 in Oppeln stattgefunden.
Die Heiratsurkunde kann bei ancestry.de herunter geladen werden:

http://interactive.ancestry.de/60749/45209_srep100%5E046449-00023/4174795?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_db%26new%3d1%26rank%3d1%26msT%3d1%26gsfn%3dbernhard%26gsfn_x%3d1%26gsln%3dmielke%26gsln_x%3d1%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

Seine Eltern leben da in Thorn, die Mutter der Braut ist bereits (in Breslau) gestoren, der Vater lebt in Oppeln.
Auguste Gerlach geb. Bartus + 20.5.1882 in Breslau, die Sterbeurkunde hier:

http://interactive.ancestry.de/60749/42895_srep100%5E007591-00081/785340?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsfn%3dauguste%26gsfn_x%3dNN%26gsln%3dgerlach%26gsln_x%3dNN%26msddy%3d1885%26msddy_x%3d1%26msddp%3d10%26msdpn__ftp%3dbreslau%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

Gustav Gerlach hat erneut geheiratet (Emma Bendig), er stirbt 27.3.1911 in Oppeln:

http://interactive.ancestry.de/60749/45209_srep100%5E046547-00193/4183256?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsfn%3dgustav%26gsfn_x%3dNN%26gsln%3dgerlach%26gsln_x%3dNN%26msdpn__ftp%3doppeln%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

die Ehefrau stirbt 1922 in Oppeln:
http://interactive.ancestry.de/60749/45209_srep100%5E046572-00219/4094229?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsfn%3demma%26gsfn_x%3dNN%26gsln%3dbendig%26gsln_x%3dNN%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults


Gruss, Henry (Lange)

Re: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapi tän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 B rieg

Date: 2017/03/03 13:29:25
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Gerd,
noch ein Nachtrag:
auch die Geburtsurkunde der Auguste GERLACH geb 1875 in Breslau findet sich bei ancestry

http://interactive.ancestry.de/60749/42895_srep100%5E007119-00152/764532?backurl=http%3a%2f%2fsearch.ancestry.de%2fcgi-bin%2fsse.dll%3fdb%3dEasternPrussiaCivilReg%26gss%3dsfs28_ms_r_db%26new%3d1%26rank%3d1%26gsfn%3dauguste%26gsfn_x%3dNN%26gsln%3dgerlach%26gsln_x%3d1%26msbdy%3d1875%26msbdy_x%3d1%26MSAV%3d1%26uidh%3dib6&backlabel=ReturnSearchResults

Gruss, Henry (Lange)

Re: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapi tän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 B rieg

Date: 2017/03/03 14:01:58
From: Wolfgang Naujocks <Wolfgang(a)Naujocks.com>

Schönen guten Nachmittag,
hallo Gerd,

in der Heiratsurkunde wird als Beruf des Vaters "Schiffer" angegeben. In den Einwohner-/Adressbüchern der Stadt Danzig ist er nicht aufgeführt. Auch der Mädchenname der Mutter (Grandke) kam in Danzig nicht vor. Da er auch nicht, obwohl evangelisch, in den Indexregistern der ev. Kirchen aufgeführt ist, kann es sein, dass er in Danzig an Bord eines Schiffes geboren wurde. Möglicherweise war Heimathafen (und Taufort) das ebenfalls an der Weichsel gelegene Thorn, der Wohnort der Eltern bei Heirat ihres Sohnes.

Schöne Grüße aus dem Danziger Werder
Wolfgang (Naujocks)

> Betreff: Re: [OWP] Bernhard MIELKE, *20.08.1863 Danzig, Kapitän eines Regierungsdampfers in Brieg, +13.10.1931 Brieg
>
> Soweit Namensverzeichnisse der Kirchen in Danzig bei archion.de da sind, 
> habe ich eine Taufe des Bernhard Mielke indes nicht gefunden.

[OWP] Trauung 1839: Kielbasa / Wienchol in Schwieben oder Wischnitz

Date: 2017/03/03 15:50:31
From: U.N. <uli0107member(a)gmx.de>

   Hallo liebe Listenteilnehmer,

   Ich suche einen Traubucheintrag vom 28. Mai 1839 (vermutlich in
   Schwieben/Wischnitz):

   Adalbert Kielbasa (*1801 in Schwieben)
   mit
   Maria Wienchol (*1818 in Schwieben)

   Der Eintrag soll auf einem Mikrofilm der Mormonen enthalten sein,
   konnte aber keine Filmnummer ermitteln.
   Ggf. stimmt die Schreibweise der Namen nicht?

   Besten Dank fuer weiterfuehrende Ideen?

   Viele Gruesse,

   Ulrich

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/03 16:05:48
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 14   Bestätigungen
Wer kann bestätigen, dass der Bauarbeiter Fritz Thurau, früher wohnhaft
gewesen in Königsberg-Ratshof und Moditten, von 1924 bis 1925 und von April
1926 bis März 1927 bei der Firma Franz Dramekehr in Königsberg, Nasser
Garten 4, und im März 1925 bis Oktober 1925 für Notstandsarbeiten bei der
Stadtverwaltung Königsberg tätig gewesen ist? 

Es werden Landsleute gesucht, die über die Arbeitsverhältnisse der Frau
Franziska Maria Wiese, geschiedene Tannenberger, geb. Bloszyk, geb am
20.03.1902, zuletzt wohnhaft gewesen in Königsberg, Schrötterstraße 188,
Auskunft geben können. Frau W. war in Königsberg als Reinmachefrau tätig.
Wurden während der Zeit der Tätigkeit ordnungsgemäß Beiträge zur
Invalidenversicherung abgeführt? 

Es werden Landsleute gesucht, die bestätigen können, dass Johann Schwedas,
geb. am 25.08.1897, wohnhaft gewesen in Schackeln, Kreis Goldap, von 1921
bis 1924 als Vorarbeiter bei Gutsbesitzer Maul in Ballupönen, und von 1924
bis 1928 als Arbeiter beim Straßenbauamt in Goldap tätig gewesen ist. Wer
kann die Namen der Arbeitgeber angeben, die den Landsmann Schwedas seit
seiner Schulentlassung im Jahre 1911 bis etwa 1921 als Landarbeiter
beschäftigt haben? 

Es werden Landsleute gesucht, die über die Dienstlaufbahn, sowie über die
Militärdienstzeit des Meisters der Schutzpolizei Gustav Berwing , geb. am
25.04.1891, aus Gumbinnen, Auskunft geben können. 

Wer kann bestätigen, dass Wilhelm Schumann, geb. am 07.10.1905, wohnhaft
gewesen in Wehlau, bei Wermter in Wehlau, Am Markt, als Lkw-Beifahrer und
bei Klempnermeister Lau in Wehlau als Arbeiter tätig gewesen ist und dass
während der Zeit seiner Tätigkeit ordnungsgemäß Beiträge zur
Invalidenversicherung abgeführt wurden? 

Es werden Landsleute gesucht, die über die Dienstlaufbahn und die
Besoldungsmerkmale des ehemaligen Stadtsekretärs beim Magistrat Königsberg,
Alfred Schwede, geb. am 07.10.1876 Auskunft geben können. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen in
Hamburg 13, Parkallee 86. 

Wer kann bestätigen, dass . . . 
Erna Ruffing, geb. Trzaska, geb. 06.09.1923, bis Januar 1945 in Pustnick,
Kreis Osterode, wohnhaft war und durch Kriegsereignisse Möbel für Küche,
Schlafzimmer, Wohnzimmer und Esszimmer verloren hat? 

Hildegard Lydorf, geb. Norra, geb. 09 .03.1922 in Mensguth, Kreis
Ortelsburg, in Königsberg-Metgethen, Seeweg 4, wohnhaft gewesen ist und
Möbel für Küche und Schlafzimmer durch Kriegsereignisse verloren hat. Frau
Lydorf soll in der Gaststätte Bahnhof Metgethen gearbeitet haben. 

Alfred Schönfeld, geb. 22 .05.1926 in Elbing, gemeinsam mit seinen
Geschwistern Waltraud Schönfeld und Heinz Schönfeld in Braunsberg, Langgasse
21, wohnhaft gewesen ist. Die gemeinsame Wohnung bestand aus Küche, zwei
Schlafzimmern und einem Wohnzimmer.

Hedwig Emma Müller, geb. Klautke, geb. 05 .07.1905 in Bischofstein, Kreis
Rößel, durch Kriegsereignisse in Bischofstein, Bartensteiner Straße 12,
Möbel für Küche, zwei Schlafzimmer, Wohnzimmer, Esszimmer und Herrenzimmer
verloren hat. 

Es werden Landsleute gesucht, die bestätigen können, dass Fritz Warstat, aus
Braunsberg seit dem Jahre 1931 bis Ende August 1939 als Eisenflechter im
Baugeschäft von Kulmig in Braunsberg, Bahnhofstraße, beschäftigt gewesen ist
und während dieser Zeit ordnungsgemäß Beiträge zur Invalidenversicherung
abgeführt wurden. 

Es werden Landsleute gesucht, die bestätigen können, dass Richard von
Oppenkowski im Jahre 1943 bei der Firma Ludwig & Co, als Reisender tätig
gewesen ist. Wo befindet sich der frühere Vertreter Wolki aus Allenstein,
Liebstädter Straße? 

Es werden Landsleute gesucht, die bestätigen können, dass Gisela Eichler,
geb. Riemann, geb. am 01.11.1930, aus Abbau Schuditten, sich infolge der
Strapazen beim Einmarsch der Russen bzw. der Ausweisung und Verschleppung
aus ihrem Heimatort Abbau Schuditten schwere gesundheitliche Schäden
zugezogen hat. 

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
Hamburg 13, Parkallee 86

Seite 14   Wir gratulieren …
zum 95. Geburtstag 
am 31. März 1956, Frau Wilhelmine Walendy, aus Lyck, jetzt in (14 b)
Mepstetten, Kreis Balingen, Pfarrhaus.

 am 4. April 1956, Frau Meta Trost, geb. Bock, aus Königsberg, jetzt bei
ihrer Tochter Gerta Steiner in Berlin, Joachim-Friedrich-Straße 5. Der
älteste Sohn der Jubilarin lebt in den USA, der zweite fiel 1945 in
Ostpreußen, der jüngste 1915 an der Ostfront. 

zum 94. Geburtstag 
am 12. März 1956, der Hebamme i. R. Marie Wallner, geb. Klein, aus Wabbeln,
Kreis Ebenrode, jetzt in (24 b) Burg i. Dithm., Kreisaltersheim. 

zum 91. Geburtstag 
am 15. April 1956, Frau Johanna Bressem, aus Königsberg, Karl-Baer-Straße 7,
jetzt bei ihren Kindern Bruno und Maria in Augsburg-Hochzoll,
Untersbergstraße 9. 

zum 90. Geburtstag 
am 7. April 1956, Tischlermeister und Bürgermeister Fritz Kuthning, aus
Gr.-Bubainen, Kreis Insterburg, jetzt bei seinen Kindern in der sowjetisch
besetzten Zone. Er ist durch seinen Neffen Willi Kuthning,
Berlin-Mariendorf, Königstuhlweg 6, zu erreichen.

am 10. April 1956, der Obermusikmeisterwitwe Johanna Schley, aus Insterburg,
Schloßstraße 18, jetzt mit zwei Töchtern in Offenbach/Main, Grenzstraße 51.
 
zum 89. Geburtstag 
am 14. April 1956, dem Maurer und Landwirt Richard Paschke, aus Schönwalde,
Kreis Heiligenbeil, jetzt bei seiner Tochter Gerda in Hildesheim, Waldstraße
181. 

zum 88. Geburtstag 
am 14. Februar 1868, Ludwig von Drygalski, der zu Königsberg als Sohn des
damaligen Direktors des Kneiphöfschen Gymnasiums geboren wurde. (Die Familie
war früher im Besitz von Drygallen (Drigelsdorf.) Er ist der Bruder des
berühmten ostpreußischen Geographen Professor Erich von Drygalski, der 1903
die „Gauß"-Expedition leitete. (Wir berichteten darüber in Folge 1 vom 5.
Januar 1953, aus Anlass der fünfzigsten Wiederkehr dieser
Antarktis-Expedition.) Der Jubilar, der der Älteste der früheren Schüler des
Kneiphöfschen Gymnasiums ist, lebt im Johannesstift in Berlin-Spandau,
Luther-Haus, Schönwalder Allee. 

am 22. April 1956, Frau Minna Eglinsky, geb. Mentz, aus Langenweiler, Kreis
Gumbinnen, jetzt in (24 b) Burg i. Dithm., Hafenstraße 4, bei ihrer Tochter,
Frau Neuhaus. 

zum 86. Geburtstag 
am 6. April 1956, Landsmann Karl Reimann, aus Maggen, Kreis Heiligenbeil,
jetzt bei seiner Tochter Therese Schwarzenberger in Immensee Nr. 35 a, Kreis
Burgdorf/Hannover. 

am 7. April 1956, Frau Wilhelmine Wenzel, aus Willenberg. Kreis Ortelsburg,
jetzt bei ihrer Tochter Erika Gewitsch in Loose bei Eckernförde, 

zum 85. Geburtstag 
am 7. April 1956, Frau Luise Korinth, geb. Bouvain, aus Königsberg
Wilhelmstrae 8, jetzt in Dinslaken Nordrhein, Grabenstraße 166 I. 

am 14. April 1956, Lehrer i. R. Emil Spangehl, zuletzt tätig gewesen in
Pianken, Kreis Johannisburg. Nach seiner Pensionierung lebte er in Lötzen;
jetzt wohnt er mit seinen beiden Töchtern in Kiel-Wik, Scherlager. 

am 16. April 1956, Landsmann Andreas Materna, aus Dietrichswalde, Kreis
Allenstein. Er lebt heute noch in der Heimat und ist durch Alfons Materna,
Bexten-Gut Venhaus über Salzbergen, Kreis Lingen, zu erreichen. 

zum 84. Geburtstag 
am 1. April 1956, Landsmann August Finkhäuser, aus Treuburg, jetzt in
Berlin-Halensee, Lietzenstraße 9. 

am 10. April 1956, Frau Anna Gerlach, aus Trinkheim bei Uderwangen, jetzt
bei ihrer Tochter Hertha Koegel in Braunschweig, Cyriaksring 14. 

zum 83. Geburtstag 
am 31. März 1956, Frau Martha Schwarz, aus dem Kreise Treuburg, jetzt mit
ihrem Ehemann, Gastwirt Hugo Schwarz, bei ihrem Verwandten Otto Meyer in
Neustadt/Holstein, Schlesierweg 23. 

zum 82. Geburtstag 
am 19. März 1956, der Witwe Berta Werner, geb. Gedigk, aus Rosengarth, jetzt
in Heide/Holstein, Marschstraße 17. 

am 4. April 1956, Postbetriebsassistent i. R. Johann Kolada, aus Fließdorf,
Kreis Lyck, jetzt in Lockfeld über Bad Oldesloe, 

zum 80. Geburtstag 
am 12. April 1956, Landsmann Gottlieb Kowallek, aus Prostken, jetzt in
Süderholm über Heide/Holstein. 

am 14. April 1956, Frau Anna Schlicht, aus Uderwangen, Kreis Pr.-Eylau,
jetzt in der sowjetisch besetzten Zone. Sie ist durch Frau Martha Redetzky,
BerlinSteglitz, Munsterdamm 30, zu erreichen, 

zum 75. Geburtstag 
am 1. April 1956, Gastwirt und Bauer Fritz Bojahr, aus Krummendorf, Kreis
Sensburg, jetzt mit seiner Ehefrau in Reinsdorf über Dahlenburg, Kreis
Lüneburg 

am 2. April 1956, Frau Klara Schmidt, geborene Ratschat, aus Insterburg,
Schulstraße 1, jetzt mit ihrem Ehemann in (24a) Neddernhof über Tostedt.

am 2. April 1956, Steuersekretär a. D. Franz Prothmann, (Straubendorf,
Marienburg und Königsberg, Reiherweg 7), jetzt in Hittfeld 148 über
Hamburg-Harburg.

am 3. April 1956, Regierungsoberinspektor a. D. Oskar Günther, aus
Königstal, Kreis Johannisburg, jetzt Bad Harzburg, Am Stadtpark 8. 1920
leitete er die Abstimmungsarbeiten für Ostpreußen in Berlin-Charlottenburg.
Er gründete hier die Bezirksgruppe heimattreuer Ostpreußen e. V., deren
Vorsitzender er viele Jahre war. 1921 leitete er auch die
Abstimmungsarbeiten für Oberschlesien der Bezirksgruppe heimattreuer
Oberschlesier e. V. in Berlin-Charlottenburg. Nach 1945 war er in
Messenkamp, Kreis Springe, in der Flüchtlingsbetreuung bis zu seiner
Umsiedlung nach Bad Harzburg im Juli 1953 tätig. 

Goldene Hochzeiten 
am 26 März 1956, feierten das Fest der Goldenen Hochzeit Landsmann Karl Gnoß
und seine Ehefrau Berta Gnoß, geb Springer, aus Hoofe, Kreis Pr.-Eylau,
jetzt bei ihrem Sohn Paul in Weisenbach, Kreis Rastatt, Bergstraße. 

Bundeswagenmeister a. D. Wilhelm Lackner und seine Ehefrau Marie Lackner,
geb. Amenda, aus Osterode, Fischerstraße 1, begehen am 16. April 1956, das
Fest der Goldenen Hochzeit. Anschrift: Cuxhaven, Brucknerstraße 4. 

am 17. April 1956, begehen das Fest der Goldenen Hochzeit Landsmann Joh.
Petereit und seine Ehefrau Maria Petereit, geb. Willumat, aus Bönick, Kreis
Schloßberg. Anschrift: Gr.-Fullen bei Meppen/Ems. 

Jubiläen 
Polizei-Obermeister Franz Endrulat aus Tilsit, Grünwalder Straße 108, jetzt
in Stade, Pommernstraße 14, begeht am 9. April 1956, sein 40-jähriges
Dienstjubiläum. 

Oberwerftbuchhalter (z. Wv.) Bruno Goerth, aus Pillau, jetzt
Uelzen/Hannover, Gr.-Liederner-Straße Nr. 23, beging am 24. Februar 1956,
sein vierzigjähriges Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst. Der Jubilar, der
nach Beendigung des Ersten Weltkrieges beim Marine-Ausrüstungs- und
Reparaturbetrieb Pillau tätig war, ist seit 1945 bei der Bundesbahn in
Uelzen beschäftigt. 

Lokomotivführer Fritz Neumann, aus Tapiau, Kreis Wehlau, begeht am 15. April
1956, sein 40-jähriges Dienstjubiläum. Er war von 1916 ab bei der
Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft in Heydekrug, Kolleschen und Memel tätig.
Nach 1945 kam er nach Soest/Westfalen, wo er bei der Bundesbahn als
Schlosser beschäftigt wird. Er ist durch die landsmannschaftliche Gruppe in
Soest, Kölner Ring 67, zu erreichen. 

Die Volksschullehrerin Helga von Mirbach, aus Cremitten wurde auf fünf Jahre
an eine deutsche Schule nach Natal (Südafrikanische Union) verpflichtet. Sie
unterrichtete an der Volksschule in Burg in Dithmarschen. 

Landwirtschaftsrat z. Wv. Dr. Pohlmann aus Sensburg, jetzt in Bremen,
Kirchbachstraße 215 a, ist in den Ruhestand getreten. Im Herbst 1923
übernahm er die Leitung der Landwirtschaftsschule und der
Wirtschaftsberatungsstelle Sensburg. Ihm oblag in der Zeit der
landwirtschaftlichen Krise die Um- und Entschuldung landwirtschaftlicher
Betriebe seines Wirkungskreises. 1945 wurde er Direktor der
Landwirtschaftsschule in Bremen, die mit der Gartenbaulichen Berufsschule
unter der Bezeichnung Landwirtschaftliche Bildungsanstalten zu einem
einheitlichen Schulwesen zusammengefasst wurde.

Prüfungen 
Ilse Grünberg, Studienrätin an Handelsschulen, Tochter des gefallenen
Rektors Eduard Grünberg aus Gehlenburg, hat an der Hamburger Universität zum
Doktor promoviert. Anschrift: Hamburg-Bergedorf, Wentorfer Straße 108 b. 

Diplomchemiker Wolfgang Jahns, aus Königsberg, Rossittener Weg 10, hat an
der Universität zum Dr. rer. nat. promoviert. Anschrift: Wiesbaden,
Nerobergstraße 4. 

Ingeburg Klein, Tochter des Rektors i. R. Ernst Klein (Heinrichswalde und
Goldap), jetzt in Dillenburg (16), Heinrichstraße 3, bestand ihr Examen als
Studienreferendarin. 

Heinz Funk, Sohn des Lehrers Fritz Funk, aus Schrengen, Kreis Rastenburg,
jetzt Farnewinkel/Holstein, bestand an der Technischen Hochschule in Aachen
sein Diplom-Hauptexamen für Hüttenkunde. 

Martin Liedtke, Sohn des Landwirts Paul Liedtke, aus Pötschendorf, Kreis
Rastenburg, jetzt in Wuppertal-Cronenberg, Oberkohlfurth 11, bestand vor der
Industrie- und Handelskammer Solingen die Prüfung als Industriekaufmann. 

Ruth Schröter, Tochter des gefallenen Lehrers Fritz Schröter, aus
Palmnicken/Samland, hat an der Pädagogischen Hochschule für Gewerbelehrer
Wilhelmshaven die staatliche Prüfung für das Gewerbeehramt bestanden.
Anschrift: Braunschweig, Hamburger Straße 73, VII. 

Gerda Spingat, Tochter des Postsekretärs M. Spingat, aus Rucken, Kreis
Heydekrug, jetzt Hannover, Dürerstraße 9, bestand an der Pädagogischen
Hochschule für Gewerbelehrer in Wilhelmshaven die staatliche Prüfung für das
Gewerbelehramt. Sie erhielt die Anstellungsfähigkeit als
Gewerbeoberlehrerin. 

Lieselotte Grabowski, Tochter des Lehrers Wilhelm Grabowski, aus Grabenhof,
Kreis Sensburg, jetzt Oldenburg i. O., Noackstraße 14, hat ihre zweite
Lehrerprüfung bestanden. 

Dora Bartel, Tochter des verstorbenen Mittelschulrektors Otto Bartel, aus
Neukirch, Kreis Elchniederung, hat am landwirtschaftspädagogischen Institut
n gießen die 1. Staatsprüfung für das Lehramt der landwirtschaftlichen
Haushaltungskunde bestanden. Anschrift: Escheberg bei Zierenberg, Bezirk
Kassel. 

Liselotte Luckenbach, Tochter des verstorbenen Oberstudienrates Walther
Luckenbach, aus Rastenburg, jetzt in Kiel, Amselstieg 6, bestand an der
Friedrich-Junge-Schule, zweite Lehrerprüfung.

Kurt Rogowski, aus Treuburg, Schloßstraße 21, jetzt in Rethen/Aller 233, hat
auf der Bundesfachschule Karlsruhe die staatliche Prüfung als
Heizungstechniker und die Meisterprüfung im Heizungsbau bestanden.

RK-Schwester Charlotte Kapps, aus Raudohnen, Kreis Stallupönen, bestand an
der Hebammenlehranstalt der Universitäts-Frauenklinik Göttingen ihr
Hebammen-Examen mit „Sehrgut“. Sie wird im Krankenhaus Sanderbusch/Oldenburg
tätig sein.

Dorothea Marklein, Tochter des Bauingenieurs Emil Marklein, aus Bartenstein,
Mark 24, jetzt in Iburg, Kreis Osnabrück, Robertskamp 17, hat am Städt.
Kindergärtnerinnen- und Hortnerinnen-Seminar Osnabrück die staatliche
Abschlussprüfung als Kindergärtnerin und Hortnerin bestanden.

Seite 14   Für Todeserklärungen
Hans-Jürgen Hellwig, geb. 20.01.1934, aus Königsberg, Sackheimer
Kirchenstraße 21, ist am 10.02.1948 in Dommelkeim, Kreis Fischhausen,
verstorben. Es werden Augenzeugen gesucht, die seinen Tod bestätigen können.

Zuschriften erbittet die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
Hamburg 13, Parkallee 86.

Seite 14   Glückliche Abiturienten 
Das Abitur bestanden: 
Claus Funk, Sohn des Lehrers Fritz Funk, aus Schrengen, Kreis Rastenburg,
jetzt Farnewinkel/Holstein, an der Gelehrtenschule Meldorf. — 

Bärbel Graupe, Tochter des nach Russland verschleppten Bauführers Johannes
Graupe, aus Korschen, Kreis Rastenburg, am Städt. Gymnasium Geesthacht.
Anschrift: Geesthacht, Heidestraße 15. — 

Fritz-Helmut Heisrath, Sohn des Tierarztes Dr. Fritz Heisrath aus,
Gumbinnen, jetzt Süderhastedt/Holstein, an der Gelehrtenschule Meldorf. –

Wulfram oder Wolfram (schlecht lesbar)Hoffmann, Sohn des Steuerinspektors
Hellmut Hoffmann, aus Insterburg, Gustav-Lindenau-Straße 9, jetzt
Heide/Holst., Joh.-Hinr.-Fehrs-Straße 68, am Gymnasium Heide. — 

Heidelore Klessen, Tochter des Landsmanns Paul Klessen ,aus Mohrungen, jetzt
Leichlingen, Ostlandweg 4, am Neusprachlichen Gymnasium Opladen. Im
vergangenen Jahr bestand seine Tochter Rosemaria Klessen die
Verwaltungsprüfung. 

Rüdiger Baruth, ältester Sohn des Mittelschullehrers Hans Baruth, aus
Königsberg, Hammerweg 117, jetzt in Gütersloh/Westf., Brockhägerstraße 167,
an der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule/Bethel bei Bielefeld. — 

Winfried von Breitenstein, aus Insterburg, gegenwärtig in Hohenlimburg,
Kaiserstraße 17, Sohn des Studienrats P. von Breitenstein. — 

Dietmar Hensch, Sohn des Kreisbaurats Werner Hensch, aus Gumbinnen, jetzt
Celle, Trift 26, am Ernestinum Celle. — 

Diethelm Hopp, Sohn des verstorbenen Lehrers Hans Hopp, aus Waplitz, Kreis
Osterode, am Mariengymnasium Jever. Anschrift: Hohenkirchen, Kreis
Friesland/O. — 

Dietmar Kriesell, Sohn des Reg.-Oberbauinspektors Kurt Kriesell aus
Trakehnen (Hauptgestüt), jetzt Verden/Aller, Burgberg 25, am Dom-Gymnasium
Verden. 

Reinhard Faßbinder, Sohn des Vorschlossers Otto Faßbinder, aus Königsberg,
Alter Garten 59 c, jetzt Neumünster, Gutenbergstraße 11, an der
Holstenschule. — 

Günter Preuß, Sohn des Regierungsoberinspektors a. D. Otto Preuß, aus
Insterburg, Memeler Straße 12, jetzt Villingen/Schwarzwald, Friedrichstraße
21, am Gymnasium Villingen. 

Dieter Falkenhof, Sohn des 1944 gefallenen Polizeihauptmanns Paul Falkenhof
(Szislo) aus Rhein, Kreis Lötzen, an der Halepagen-Oberschule Buxtehude.
Anschrift: Buxtehude, Winterstr. 35. — 

Gert Sengbusch, Sohn des Landsmanns Willi Sengbusch, aus Königsberg, Kalth.
Straße 15, an der Dahlmannschule Bad Segeberg. Anschrift dort: Hamburger
Straße 39.

Ludwig-Ferdinand Angerer, Sohn des Diplom-Landwirts Dr. Heinz Angerer, aus
Cäsarsruhe, Kreis Schloßberg, jetzt Hannover, Kestnerstraße 28, an der
Tellkampfschule. — 

Ruth Gily, Tochter der Ärztin Dr. Meta Gily, aus Tilsit-Kallwen, jetzt in
Visselhövede, an der Oberschule für Mädchen in Verden. –

Annemarie Plaumann, Tochter des Landesinspektors Ernst PIaumann, aus
Königsberg, Rennparkallee 66, jetzt Oldenburg i. O., Arp-Schnitger-Straße 6,
an der Graf-Anton-Günther-Schule, Oldenburg. — 

Lothar Schwatlo, Sohn des Vermessungstechnikers Schwatlo, aus Sensburg,
Ordensritterstr. 45, jetzt Oldenburg i. O., Eichenstr. 68, an der
Hindenburgschule Oldenburg. — 

Heinrich Spilgies, Sohn des Landwirts und Molkereibesitzers Heinrich
Spilgies, aus Adelshof, Kr. Tilsit, jetzt Dörverden, Kreis Verden, am
Domgymnasium Verden. — 

Lothar Teyke, Sohn des Bankbeamten Erich Teyke, aus Königsberg, Nelkenweg
12, jetzt Düsseldorf, Luisenstraße 1 a, am Humboldt-Gymnasium Düsseldorf. 

Gert Behrendt, Sohn des Landsmanns Ernst Behrendt, aus
Heiligenbeil-Rosenberg, jetzt Hannover-Bothfeld, Fasanenhain 2, an der
Leibnitzschule Hannover. — 

Marianne Forstreuter, Tochter des in Russland vermissten Elektro-Ingenieurs
Willi Forstreuter, aus Königsberg, am staatl. Gymnasium Speyer. Anschrift:
Fuchsweiherstraße 1, Speyer/Rh. —

Helga Kempas, Tochter des Betriebsbeamten Kempas, aus Insterburg, jetzt in
Geismar bei Göttingen, an der Oberschule für Mädchen. — 

Monika Pätzold, Tochter des Amtsgerichtsrat Pätzold, aus Treuburg, jetzt
Göttingen, Zeppelinstraße, an der Oberschule für Mädchen. — 

Christa Peschel, Tochter des Bundesverwaltungsoberrates Martin Peschel, aus
Königsberg, Brahmsstraße 38, jetzt Berlin-Wannsee, Hohenzollernstraße 9, an
der Friedrich-Ebert-Oberschule Wilmersdorf. — 

Dorit Reinhardt, Tochter des Kreisoberinspektors Reinhardt, aus Osterode,
Hindenburgstraße 46, jetzt Geismar bei Göttingen, an der Oberschule für
Mädchen. — 

Alfred Schulz, aus Bartenstein, Heilsberger Straße 32, jetzt in Bremen,
Bornstraße 25, an der Oberschule Bremen. 

Ulrich Appel, Sohn des verstorbenen Oberförsters Appel, aus Gr.-Gertlauken,
Kreis Labiau, am Mariengymnasium Anschrift: Jever i. O., Terrasse 9. — 

Ulrich Hüttche, zweiter Sohn des gefallenen Konrektors Bruno Hüttche, aus
Allenstein, Kurfürstenstraße 4. Anschrift: Wangen/Allgäu, Paracelsusweg 3. —


Klaus Jortzig, Sohn des Polizei-Obermeisters Fritz Jortzig, aus Insterburg,
Ziegelstraße 8, jetzt Hann.-Münden, Gimterstraße 4, am Gymnasium
Hann.-Münden. 

Frithjof-Armin Koch, Sohn des Bakteriologen und Mikrobiologen Dr. Max Koch,
aus Königsberg, Luisenallee 4, jetzt Berlin SW 29, Hasenheide 92, an der 4.
Oberschule (Gymnasium) Berlin-Neukölln. —

Helga Schmidt, Tochter des Landgerichtsrats Arthur Schmidt, aus Königsberg,
gegenwärtig Bremervörde, Mozartstraße 12, an der Pestalozzi-Oberschule
Bremerhaven. — 

Wolfgang Zerlin, Sohn des Lehrers Georg Zerlin, aus Sensburg, jetzt
Meckelfeld, Schulstraße 42, über Hamburg-Harburg, an der Wissensch.
Oberschule Harburg. — 

Klaus Alshuth, Sohn des verstorbenen Kaufmanns Karl Alshuth, aus
Fischhausen/Pillau, am Neusprachl. Gymnasium in Hausach. Anschrift: (17 b)
Wolfach/Schwarzwald, Ostlandstr. 23. — 

Heidrun Vogel, Tochter des Turn- und Sportlehrers Rudolf Vogel, aus
Fischhausen, Freiheitstraße 26, jetzt Diepholz/Hann., Mittelschule,
Schloßgärten, an der Frauenlob-Schule Mainz. — 

Elisabeth Deutschmann, Tochter des Maschinenbaumeisters Walter Deutschmann,
aus Tapiau, jetzt in Düsseldorf, Münsterstraße Nr. 302, an der Goethe-Schule
I, Düsseldorf. 

Rainer Wagner, Sohn des verstorbenen Lehrers Josef Wagner, aus Lotterbach,
Kreis Braunsberg, an der Oberschule Salzgitter-Bad. Anschrift: (20 b)
Salzgitter-Bad, Fuldastraße 16. — 

Sieglinde Anders, Tochter des verstorbenen Stabsfeldwebels Kurt Anders, aus
Bartenstein, Yorckstraße 3, an der Elsa-Brandström-Schule in Elmshorn.
Anschrift: Tornesch verl. Friedrichstraße.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/03 16:57:39
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 15   Suchanzeigen
Mit Foto: Ein namenloser Knabe, etwa 1941 geboren, blond und blauäugig, der
wahrscheinlich aus Ostpreußen stammt, sucht seine Eltern. Der Junge glaubt,
Herbert zu heißen. Er will sich erinnern, dass er mit der Großmutter
zusammen in einem Haus gelebt zu haben, vor dem zwei größere Bäume standen.
An die Mutter kann er sich nur wenig erinnern, wohl aber an den Vater, der
hin und wieder gekommen war und einmal einen weißen Hund mitbrachte. Er weiß
auch, dass die Einwohner des Ortes, in dem er wohnte, sehr viel auf die
Anweisungen und die Ratschläge des Vaters hörten und denselben auch Folge
leisteten. War der Vater zu Haus, so kamen viele Leute zu ihm, und Herbert
musste dann auf dem Flur spielen. Der Vater hat mit diesen Leuten dann oft
gesungen. 

Der Knabe will wissen, dass die Großmutter und er zusammen krank wurden und
in ein Krankenhaus kamen. Als die Großmutter gesund war und entlassen wurde,
musste er noch im Krankenhaus bleiben und wurde dann in ein anderes
Krankenhaus verlegt. Er meint, damals ein weißes Mäntelchen angehabt und
auch ein Spielzeug bei sich gehabt zu haben. Vom zweiten Krankenhaus aus
wurde er dann wahrscheinlich Flüchtlingen übergeben, da er von einem Treck
sprach. Er will viel Wasser gesehen haben und auch unter eine große Brücke
gekommen sein. 
Nachr. erb. unter Nr. 62 618 Das Ostpreußenblatt, Anz.-Abt., Hamburg 13. 

Wer kann Auskunft geben über Maria Fallaschek, geboren in Allenstein,
Wadanger Straße, etwa 50 Jahre; vor und im Kriege Hausangestellte in
Stuttgart-Bad Cannstatt? Dr. Stutzki, Tierarzt Gars (Inn), Obb. 

Kindersteckbrief mit Foto. (Wurde auch in der Ostpreußen-Warte
veröffentlicht)
Name: Nieth 
Vorname: Manfred 
geb.: 16.07.1940 
Augen: blau 
Haar: blond 
Manfred Nieth stammt aus Schillfelde, Kr. Schloßberg. November 1944 lebte er
in Bartenhof, Kr. Wehlau. 

Januar 1945 ging er mit seiner Mutter Helene Nieth und seinen Großeltern
Hermann Nieth und Charlotte Nieth auf die Flucht. Er trug eine blaue
Trainingshose mit Bluse, eine Ski-Mütze und hohe Schuhe. 

Während der Flucht saß er mit seinen Angehörigen zuerst auf einem
Pferdewagen. Man fuhr in Richtung Königsberg. Unterwegs jedoch wurde bei
einem Bauern Halt gemacht, da es der Mutter und den Großeltern nicht gut
ging. Frau Helene Nieth erwartete ein Kind. Es ist möglich, dass die
gesuchten Personen bis Bartenhof mit den anderen Leuten aus Schillfelde
zusammen gewesen sind. 
Nachr. erb. u. Nr. 62 617 Das Ostpreußenblatt, Anz.-Abt., Hamburg 13. 

Königsberger! Wer kann mir Auskunft geben über das Schicksal meines Mannes,
George Goldau, der bis zum Zusammenbruch als Abteilungsleiter bei der Firma
Tetzlaff & Wenzel in Königsberg Pr. tätig gewesen und seitdem verschollen
ist? Zuschr. erb. Gertrude Goldau, geb. Führer, Königsberg, Alter Garten 8,
jetzt Kettenbach, Bahnhof, über Bad Schwalbach. 

Wer kann Auskunft geben über Stabsfeldwebel Emil Gribbe, geb. 05.08.1901 in
Königsberg, Zivilberuf Postschaffner in Domnau, Adolf-Hitler-Straße 16, Anna
Gribbe, geb. Sedlatzek, geb. 23.08.1907, die Kinder Gerda Gribbe, Manfred
Gribbe und Irene Gribbe? Nachricht erb. Frau Elise Kähler, Husbergermoor
über Neumünster, Holst., früher Königsberg, Altroßgärt. Kirchenstr. 6. 

Mit Foto: Wer kann Auskunft geben über meinen Bruder Ernst Mattern, geb.
31.07.1889 in Wilkusmühle, Kreis Angerburg? Volkssturm, Feldpostnummer 11
928 d, August/September 1946 in Angerburg (Gärtnerei) gesehen worden.
Nachricht erbittet Luise Schnoeberg, Wächtersbach, Kreis Gelnhausen,
Poststraße 40.

Gesucht wird Martha Adomeit, geboren am 17.12.1891, verheiratet, Name
unbekannt, zuletzt wohnhaft gewesen in Königsberg. Ihr Vater war in den
Jahren 1908 bis nach 1912 Schiffskapitän auf dem Dampfer „Rapid“
Königsberg-Tilsit. Richard Schurwin, Kulpin bei Ratzeburg (i. Lbg.)

Meine ehemaligen Gehilfen S. Neufang, W. Braun, L. Thiel, bitte
Lebenszeichen. F. Fehrmann, Tapeziermeister, früher Königsberg Pr., jetzt
Versmold, Westf., Thingstraße 9

Seite 15   Familienanzeigen
Armin, geboren am 13.03.1956. Die Geburt eines gesunden Jungen zeigen wir
hiermit in dankbarer Freude an: Monika Rogalla von Bieberstein, geb. Freiin
von Dungern. Kuno Rogalla von Bieberstein. Bremen, Richard-Wagner-Straße 36,
z. Z. Uhland-Klinik 

Anläßlich meines 80. Geburtstages am 19. April 1956, gedenke ich all meiner
lieben Verwandten und Bekannten aus Königsberg und grüße sie herzlich. Frau
Anna Millaschewski, geb. Ebner. Freiburg (Brsg.), Elsäßer Straße 2 I, bei
ihrer Tochter, Frau Erna Pflaumbaum 

Die glückliche Geburt unseres 3. Kindes Barbara, geben in dankbarer Freude
bekannt. Karen Traube, geb. Spickschen, Woydiethen, Ostpreußen. Gerhard
Traube, Salzgitter-Bleckenstedt
 
Als Vermählte grüßen. Guenter C. Berken und Ruth A. Berken, geb. Gross.
Cleveland/Ohio, 4. Februar 1956. Früher Damerau/Neu-Zimmau, Ostpreußen.

Ihre Verlobung geben bekannt, Otti Wendler, Ingelheim (Rhein), Altengasse.
Reinhold Pauleit, Birstonischken, Kr. Tilsit-Ragnit, jetzt Nannhausen üb.
Simmern (Hunsrück) 

Als Verlobte grüßen Ilse Barwig, Danzig, jetzt Itzehoe. Erwin Podszuweit,
Lübeck, Kantstraße 8, früher Tilsit/Königsberg Preußen, Hans-Sagan-Straße
23. Ostern 1956

Ihre Vermählung geben bekannt. Dietrich Rohse, früher Königsberg,
Ostpreußen, Hagenstraße 9, jetzt Kempten (Allgäu) Braut- und Bahrweg 18.
Hildegard Rohse geb. Seifried, früher Jüterbog, jetzt Konstanz a. B.
Jahnstraße 14

Am 8. April 1956 feiert unsere liebe Mutter Johanna Koob geb. Diekert, aus
Mülsen, Ostpreußen, jetzt wohnhaft in Volmarstein, Steinstraße 17, ihren 70.
Geburtstag. Es gratulieren herzlichst und wünschen weiterhin gute
Gesundheit: Fritz Koob z. Z. sowj. bes. Zone. Walter Koob. Hildegard Jung,
geb. Koob. z. Z. Volmarstein Steinstraße 17 

Am 8. April 1956, feiert unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater,
Johann Ziegler, früher Nautzwinkel, Kr. Samland, jetzt Kiel, Jungmannstraße
68, seinen 70. Geburtstag. Es gratulieren, herzlichst und wünschen weiterhin
gute Gesundheit Kinder und Enkelkinder. Augsburg, Kiel, Bochum 

Heute Nacht entschlief sanft nach kurzer Krankheit unser lieber Vater,
Großvater, Urgroßvater, Bruder und Onkel; Gustav Feyerherd im gesegneten
Alter von 93 Jahren. In stiller Trauer. Emma Feyerherd: Familie Fritz
Feyerherd. Karl Feyerherd und Frau. Familie Erich Feyerherd, sowj. bes.
Zone, 1. März 1956, früher Tilsit, Ostpreußen, Heinrichswalder Straße 3 

Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Fern der Heimat entschlief
sanft nach langem schwerem Leiden am 9. März 1956, viel zu früh und
unerwartet, unser liebes Mamachen, unsere liebe Schwester, Schwiegermutter
und Omi, Elise Müller, geb. Rödiger, früher Königsberg Lochstädter Straße
39, im 70. Lebensjahre. In stiller Trauer: Martha Müller. Hildegard Arnold,
geb. Müller. Erich Arnold. Erika Mueller, geb. Müller. Margarethe Müller,
geb. Schieweck und 6 Enkelkinder. Dortmund, im März 1956, Meißener Str. 8 

Am 8. Februar 1956 entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit unsere
liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma, Bertha Schulz, geb. Kühn, früher
Lüdtkenfürst Kr. Heiligenbeil, Ostpreußen, im 83. Lebensjahre. Ferner
gedenken wir unseres lieben Vaters, Schwiegervaters und Opas, des Bauern
Hermann Schulz, verstorben am 5. Mai 1945 in Kopenhagen (Dänemark) im 72.
Lebensjahre. Im Namen aller Hinterbliebenen: Erna Dzwonkowski, geb. Schulz,
jetzt Altenbögge-Bönen, Heinrich-Heine-Straße 13 

Gott der Herr nahm völlig unerwartet nach kurzem Krankenlager unsere liebe
Schwester, Schwägerin und Tante, Ottilie Urbanek, Königshagen, Kr.
Neidenburg, Ostpreußen, zuletzt sowj. bes. Zone, im Alter von 61 Jahren, am
15. Januar 1956 zu sich.In stiller Trauer: Adolf Urbanekund Lucie Urbanek
und Kinder, Datteln, Westf., Fränskamp 6. Emilie Zbikowski, geb. Urbanek und
Kinder, sowj. bes. Zone 

Am 20. März 1956 verstarb mein lieber Vater Hans Treichel, im 90.
Lebensjahre. Er folgte seiner treuen Ehegefährtin Martha Treichel, geb.
Kuhm, gest. 24.01.1955, heim in Gottes Frieden. Ursula Treichel, Königsberg
Pr. Hindenburgstraße 37. Lüdenscheid Humboldtstraße 23 

Zum Gedenken Am 6. April 1956 jährte sich zum vierten Mal der Todestag
meiner lieben Schwester und Tante, Berta Krüger, geb. Saga. Ihr Mann, Willi
Krüger, folgte ihr am 5. November 1953. Witwe G. Rodenhorst, geb. Saga.
Insterburg, Ostpreußen, jetzt Eckernförde, Domstag 43 

Nach schwerer Krankheit entschlief unsere geliebte Schwester, Schwägerin und
Tante, Eva Scheduikat, im 61. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Karl Scheduikat
und Frau Scheduikat, geb. Henningsen. Jochen, Henning und Margret.
Schwanewede, d. 23. März 1956 Flensburg, Norderstraße 37. Die Beerdigung hat
in Schwanewede stattgefunden. 

Rest der Seite: Reklame und Bekanntschaften

[OWP] Ziegelei Spullen

Date: 2017/03/03 17:57:30
From: Hans-Detlef Grüber <hansdetlef-grueber(a)web.de>

Hallo,

Ein Großvater und Urgroßvater von mir haben zu Beginn des 20. Jhdts. (1911 / 1915) in der Ziegelei in Spullen, Kspl. Kussen, Kreis Pillkallen gearbeitet. Hat jemand ein Foto dieser Ziegelei oder weiß, wo ich ein Foto bekommen kann? Wer hat einen Hinweis, wo ich noch Infos über diesen Betrieb bekommen kann?

Vielen Dank
Liebe Grüße
Detlef (Grüber)

Re: [OWP] http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=6384

Date: 2017/03/03 18:34:28
From: Wolfgang Braatz <WolfgangBraatz(a)gmx.de>

   Hallo zusammen,
   wo finde ich die Kirchenbuchseiten in ptg.dga.pl von

   [1]Czersk 1818 W206 152 64  Michaelis  Joannis Bratz Marianna
   [2]Czersk 1820 W206 166 125 Christliba Johann  Bratz Anna

   [3]Bordzichow 1882 1980/26 10_1980_0_26_0008 7 Friedrich Wilhelm
   Behrendt Auguste Albrecht
   10_1980_0_26_0009
   [4]Bordzichow 1897 1980/71 10_1980_0_71_0017 16 Johann Berendt Anna
   Lampkowski
   10_1980_0_71_001
   [5]Wojtal - USC 1886 3260/4 10_3260_0_4_0007 11 Max Ferdinand Friedrich
   Braatz Anna Mielenz
   [6]Wojtal - USC 1892 3260/13 10_3260_0_13_0010 17 Arthur Friedrich
   Friedrich Braatz Anna Mielenz
   In
   http://metryki.genealodzy.pl
   finde ich die
   Buch Aufname Nr. Nummer
   W206             152                                 64
   nicht.
   Gruss Wolfgang Braatz         wolfgangbraatz@ gmx.de

   Gesendet: Mittwoch, 01. Maerz 2017 um 22:11 Uhr
   Von: "Jutta Hoffmann via OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
   An: "OW-Preussen-L(a)genealogy.net" <OW-Preussen-L(a)genealogy.net>
   Betreff: Re: [OWP]
   http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=6384
   Hallo Jana,
   meinst du das Stueblau in Westpreussen?
   [7]http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=638
   4
   Auch ich habe Rexin, allerdings evangelisch...
   bei ptg:[8]http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/searchB
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   Liebe GruesseJutta ______________________________________________ Wege
   entstehen dadurch, dass wir sie gehen...
   _______________________________________________
   OW-Preussen-L mailing list
   OW-Preussen-L(a)genealogy.net
   [9]http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

References

   1. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   2. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   3. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/349
   4. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/349
   5. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/614
   6. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/614
   7. http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=6384
   8. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/searchB
   9. http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

Re: [OWP] Ziegelei Spullen

Date: 2017/03/03 19:02:41
From: Ahnenforschung . Stuertz <Ahnenforschung.Stuertz(a)web.de>

Hallo Detlef,

in der Chronik von Kussen (herausgegeben vom Heimatkreis Schloßberg) ist eine Postkarte abgedruckt, welche u.a. die Ziegelei zeigt. Die Chronik ist leider ausverkauft, aber vielleicht kann der Heimatkreis (Rote-Kreuz-Straße 6, 21423 Winsen/Luhe)eine Kopie der Postkarte anfertigen. 

Der Ort Spullen wird in der Chronik über mehrere Seiten beschrieben. Auf der Postkarte steht übrigens "Ziegelei Walter Buechler". In der Chronik wird de Betrieb Buechler beschrieben, aber wenn ich das eben richtig gesehen habe, scheint es sich ausschließlich um einen landwirtschaftlichen Betrieb zuhandeln, somit nicht um die Ziegelei.

Dich scheint hauptsächlich die Zeit 1911-1915 zu interessieren, richtig? Spullen scheint Anfang des ersten Weltkrieges ebenfalls teilweise zerstört worden zu sein, wie auch andere Orte des Kirchspieles Kussen.

In der Chronik ist übrigens auch ein Lageplan des Ortes abgedruckt.

Ich denke, dass Dir der Heimatkreis sicherlich auch bei Fragen behilflich ist. Und der ein oder andere Forscher aus dem Kreis Pillkallen/Schloßberg liest hier auch mit und wird sich sicherlich noch melden! ;)

Viele Grüße

Inke (Stuertz)



> Gesendet: Freitag, 03. März 2017 um 17:57 Uhr
> Von: "Hans-Detlef Grüber" <hansdetlef-grueber(a)web.de>
> An: OW-Preussen-L <OW-Preussen-L(a)genealogy.net>
> Betreff: [OWP] Ziegelei Spullen
>
> Hallo,
> 
> Ein Großvater und Urgroßvater von mir haben zu Beginn des 20. Jhdts. 
> (1911 / 1915) in der Ziegelei in Spullen, Kspl. Kussen, Kreis Pillkallen 
> gearbeitet.
> Hat jemand ein Foto dieser Ziegelei oder weiß, wo ich ein Foto bekommen 
> kann? Wer hat einen Hinweis, wo ich noch Infos über diesen Betrieb 
> bekommen kann?
> 
> Vielen Dank
> Liebe Grüße
> Detlef (Grüber)
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>

Re: [OWP] http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=6384

Date: 2017/03/03 19:15:46
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Wolfgang Braatz,

<<<wo finde ich die Kirchenbuchseiten in ptg.dga.pl von>>>

die finden Sie nur im Archiv in Pelplin, das Projekt PTG hat "nur" die Bücher indiziert.

http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18

Anders könnte es sein mit den Standesamts-Registern von Wojtal (USC), da diese im Archiv in Danzig sind. Ein Teil der Standesämter ist online unter der Seite http://metryki.genbaza.pl/ die aber im Momnent nicht erreichbar ist.
Standesamt Bordzichow ist ebenfalls dort einsehbar.

Sie können, wenn Sie sich einmalig für den Zugang bei dieser Seite angemeldet haben, direkt aus dem Ortsverzeichnis bei westpreussen.de (bei den Hinweisen zu dem betreffenden Ort) zu den Registereinträgen navigieren.

Gruss Henry (Lange)

[OWP] Braatz Einträge

Date: 2017/03/03 19:30:24
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

So,

nachdem genbaza.pl wieder (bei mir) geht...

die Geburtsurkunden des StA Wojthal sind abrufbar.


3]Bordzichow 1882 1980/26 10_1980_0_26_0008 7 Friedrich Wilhelm
Behrendt Auguste Albrecht
das ist eine Heiratsurkunde, aber die Mutter des Bräutigam hiess nicht Bratz sondern BARTZ

[4]Bordzichow 1897 1980/71 10_1980_0_71_0017 16 Johann Berendt Anna
Lampkowski
das ist auch eine Heiratsurkunde.

Gruss, Henry (Lange)

[OWP] metryki.genbaza.pl

Date: 2017/03/03 19:59:12
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Forscher,

weil mir das eben erst aufgefallen ist, man kann ja bei genbaza.... die Urkunde über den Button "Pobierz zdjecie" speichern.

Allerdings ist diese Möglichkeit augenscheinlich beschränkt auf wenige Scans (pro Tag ?).

Wie kann man diese Berechtigung erweitern ? Muss man sich dazu anders anmelden, ist dies dann kostenpflichtig ?

Gurss, Henry (Lange)


Re: [OWP] Ziegelei Spullen

Date: 2017/03/03 20:07:03
From: Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>

Detlef, die Inke hat Dir ja schon einige Tipps gegeben, wo Du etwas bekommen
kannst. Ich scanne Dir noch die beiden Seiten zum Thema Ziegeleien aus dem
Standardwerk zum Kreis Schloßberg von Mietzner (aus dem Göttinger
Arbeitskreis 1962).
Und irgendwo habe ich noch Fotos aus der jüngeren Vergangenheit, der
Schornstein stand da noch. Wenn das interessiert, dann melde Dich bitte.
Und wenn ich mich recht erinnere, dann gibt es in Reppenstedt bei Lüneburg
einen Gedenkstein an Marie Buechler. Sie stammt aus der Eigentümerfamilie
und hat über die Flucht von Spullen nach Lüneburg einen mehrseitigen Bericht
geschrieben. Den findest Du auch im Band 2 der Kirchspielchroniken der
Kreisgemeinschaft Schloßberg.
Gruß - Martin K.

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces+martin.kunst=t-online.de(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces+martin.kunst=t-online.de(a)genealogy.net] Im
Auftrag von Hans-Detlef Grüber
Gesendet: Freitag, 3. März 2017 17:58
An: OW-Preussen-L
Betreff: [OWP] Ziegelei Spullen

Hallo,

Ein Großvater und Urgroßvater von mir haben zu Beginn des 20. Jhdts.
(1911 / 1915) in der Ziegelei in Spullen, Kspl. Kussen, Kreis Pillkallen
gearbeitet.
Hat jemand ein Foto dieser Ziegelei oder weiß, wo ich ein Foto bekommen
kann? Wer hat einen Hinweis, wo ich noch Infos über diesen Betrieb bekommen
kann?

Vielen Dank
Liebe Grüße
Detlef (Grüber)
_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


---
Diese E-Mail wurde von Avast Antivirus-Software auf Viren geprüft.
https://www.avast.com/antivirus

[OWP] Traueranzeigen mit Elchschaufel

Date: 2017/03/03 20:11:22
From: Egon Stelljes <e.stelljes(a)ewetel.net>

Inge Marie Choina, geb. Symanek
https://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/IngeMarie-Choina


Bruno Tratz
https://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Bruno-Tratz


Hans Eberhard Razio
http://trauer.brv-zeitung.de/nachruf/hans-eberhard-radzio/49148089


Erika Bange, geb. Paulat
http://www.cn-memoriam.de/traueranzeige/erika-bange/49252522


Erwin Jankowski
http://www.cn-memoriam.de/traueranzeige/erwin-janko-jankowski/49311748


Hans Joachim Szameitat
https://trauer.kreiszeitung.de/Traueranzeige/HansJoachim-Szameitat


Martin Mathiszik
https://trauer.kreiszeitung.de/Traueranzeige/Martin-Mathiszig


Christel Wälz, geb. Arndt
https://trauer.kreiszeitung.de/Traueranzeige/Christel-Waelz

Gruß Egon





[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 14 vom 07.04. 1956

Date: 2017/03/03 21:32:58
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 16   Traueranzeigen
Nach langem schwerem, mit Ergebung getragenem Leiden nahm Gott der Herr
heute meinen lieben Mann, meinen guten treuen Vater und Schwiegervater,
meinen sehr lieben Opa, lieben Bruder und Onkel, Wilhelm Meier,
Postinspektor i. R. im Alter von 77 Jahren zu sich in sein himmlisches
Reich. In tiefem Schmerz: Anna Meier, geb. Lindenau: Obermedizinalrat Dr.
med. Horst Meier. Herta Meier, geb. Danielzick. Wolfgang Meier. Früher
Königsberg Pr., Am Stadtgarten 73. Nürnberg, den 13. März 1956,
Schedelstraße 67 

Nach kurzer Krankheit nahm Gott der Herr unseren lieben guten Onkel und
meinen besten Lebenskameraden Landwirt Ernst Moldenhauer, aus Wilkendorf, im
81. Lebensjahre, fern seiner geliebten Heimat, zu sich in sein Reich. Die
trauernden Hinterbliebenen: Margarete Morgenroth, Margarete Newiger. Walter
Wosgien nebst Frau. Garßen bei Celle. Alvern bei Celle. Blumberg (Baden),
Hauptstraße 98 

Fern seiner geliebten unvergesslichen Heimat verstarb nach einer schweren
Operation mein über alles geliebter einziger Sohn, unser lieber Neffe,
Vetter und Onkel Landwirt Kurt Kröhnert, früher Schönwiese, Kr.
Elchniederung, im 50. Lebensjahre. In tiefem Schmerz im Namen aller
Angehörigen: Paula Engelke, verw. Kröhnert, geb. Barleit, sowj. bes. Zone 

Heute schloss seine lieben Augen nach längerer Krankheit für immer mein
innig geliebter Mann und herzensguter Vater, Schwager und Onkel, Kurt
Sender, Rechtsanwalt und Notar im 66. Lebensjahre. In tiefem Leid: Hildegard
Sender, geb. Rosenfeld. Christel Sender. Pinneberg, den 28. März 1956,
Bahnhofstraße 5 
 
Am 3. März 1956 um 3.30 Uhr entschlief nach kurzer schwerer Krankheit mein
lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater und Großvater, Eduard
Wydra, fern seiner geliebten Heimat, im Alter von 68 Jahren. In stiller
Trauer: Erika Wydra, geb. Pihsowotzki. Gerhard Wydra und Frau Christel
Wydra, geb. Stuckard. Siegfried Wydra und Frau Irmgard Wydra, geb. Bachmann.
Horst Wydra. Manfred Wydra, vier Enkelkinder und alle Anverwandten.
Johannisburg, Stadtrand 44, jetzt Lengerich, Westf., Aldrup 27 

Am 20. März 1956 entschlief plötzlich und unerwartet meine liebe Frau und
Mutter, Großmutter und Urgroßmutter, Terese Kowalkowski, im 76. Lebensjahre.
In stiller Trauer: Karl Kowalkowski. Karl Kowalkowski und Frau. Marta Tresp,
geb. Kowalkowski. Günther Tresp und Frau. Dieter, Renate, als Enkelkinder.
Sabine, als Urenkel. Osterode, Ostpreußen, Albertstraße 12, jetzt Börry 23,
Kr. Hameln 

Nach langen Jahren der Ungewissheit erhielten wir nun die schmerzliche
Nachricht, dass unser lieber unvergesslicher Sohn, mein guter Bruder,
Obergefr. (R.O.B.) Wolfgang Schaul, Anwärter des höheren Forstdienstes im
jugendlichen Alter von 22 Jahren, am 20. Januar 1945 in Grünacker,
Ostpreußen, den Heldentod gestorben ist. In stiller Trauer: Richard Schaul,
Oberförster a. D. Elisabeth Schaul, geb. Kanit. Burchard Schaul,
Bauingenieur. Oberförsterei-Launau, Kr. Heilsberg, jetzt Paderborn,
Josefstraße 21 I, über Schötmar (Lippe) 

Am 18. März 1956 entschlief sanft mein lieber Mann, mein guter Vater, der
Landwirt August Urbschat, geb. 18. April 1870 in Plicken, Kr. Stallupönen.
In stiller Trauer: Johanna Urbschat, geb. Stutzke. Dr. Jobanna Urbschat.
Pinneberg, Immanuel-Kant-Straße 12. Die Einäscherung fand am 23. März 1956
in Hamburg-Ohlsdorf statt. 

Zum Gedenken. Vor zehn Jahren starb nach Gottes heiligem Ratschluss im
Gefangenenlager Pr.-Eylau, Ostpreußen, mein lieber guter Mann, der geliebte
Vater seiner Kinder, Bruder, Schwager und Onke, Gustav Klein, Reichsb.-Insp.
geb. 31.08.1890, gest. 1. April 1946. Immer werden wir seiner in inniger
Liebe gedenken. Elise Klein, geb. Breuer. Rudi und Frau Ruth, geb. Voß.
Siegfried und Frau Inge, geb. Kühn. Arnold Jörgens und Frau Lieselotte, geb.
Klein und sechs Enkelkinder. Königsberg Pr., Schillerstraße 15 a, jetzt
Bielefeld, Schildesche Heidestraße 7 

Zum stillen Gedenken. Einst waren wir glücklich und hatten ein Heim, jetzt
sind wir vertrieben, verlassen, allein. Das Liebste entrissen, zerstört
alles Glück, das kehrt nun nie wieder zu uns zurück. Zum zehnjährigen
Todestage gedenken wir, fern der Heimat, in Liebe und Wehmut meines lieben
Mannes, Vaters und Opas, des Altbauern Emil Rosenbaum, früher Tiefensee Kr.
Heiligenbeil, Ostpreußen, gestorben am 9. April 1946 in Stolp, im Alter von
67 Jahren. Beweint von seiner Gattin: Anna Rosenbaum, Kindern u.
Enkelkindern. Dirmerzheim, Kr. Euskirchen, Bez. Köln 

Fern seiner geliebten Heimat entschlief nach langem und schwerem Leiden im
57. Lebensjahre am 18. März 1956 mein lieber und unvergesslicher Mann, unser
lieber Bruder, Schwager und Onkel, Willy Nieswand, zuletzt Radolfszell,
früher Friedenberg, Kr. Gerdauen, Ostpreußen. Ferner gedenken wir unserer
lieben Eltern, Heinrich Nieswand, verst. am 18.03.1945; Auguste Nieswand,
verst. Am 20.09.1945; und unserer lieben Geschwister, Arthur Nieswand,
verst. am 13.01.1946; Franz Nieswand, verst. am 13.06.1953; Anna Doliwa,
geb. Nieswand, verst. am 10.07.1955; Frieda Tausendfreund, geb. Nieswand,
noch vermisst. Marie Nieswand mit Irma und Doris, verstorben 1945. In tiefer
Trauer seine Gattin: Gertrud Nieswand, geb, Mollenhauer sowie alle seine
Geschwister und Angehörigen. Radolfszell a. B., Mooser Str. 1 

An den Folgen eines Schlaganfalles entschlief, fern der Heimat, am 20. März
1956 mein lieber Mann, unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Vetter,
Baumeister Fritz Sauerbaum, im Alter von 62 Jahren. Er war der liebevollste
Vater unseres in Russland verschollenen einzigen Sohnes Horst, auf dessen
Heimkehr er immer noch gehofft hat. In tiefem Leid im Namen aller
Angehörigen: Hertha Sauerbaum, geb. Alshuth. Allenstein, Soldauer Straße 20
a, jetzt Detmold, Teichstraße 32 

Es ist bestimmt in Gottes Rat, dass man vom Liebsten, was man hat, muss
scheiden. Am 29. Februar 1956 verschied plötzlich und unerwartet, infolge
eines Herzschlages, mein lieber Mann, unser treusorgender Vater,
Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel, der Oberschrankenwärter a. D.
Friedrich Gellesch, früher Kanitz, Kr. Angerburg, Ostpreußen, im fast
vollendeten 65. Lebensjahre. Sein Leben war ausgefüllt mit Liebe und Sorge
für die Seinen. In tiefer Trauer: Gertrud Gellesch, geb. Pulwer, nebst
Kindern u. Angehörigen, jetzt Wellingholzhausen 144, Kr. Melle 

Am 17. März 1956 entschlief nach kurzer Krankheit, fünf Tage nach ihrem 85.
Geburtstage, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma, Johanna Jessat,
geb. Stangenberg, früher Pillkallen. In stiller Trauer im Namen aller
Hinterbliebenen: Helene Laukhuf, geb. Jessat. Hermann Laukhuf und Kinder.
Neckargemünd, Hollmutstraße 79
 
Fern ihrer geliebten Heimat entschlief sanft nach kurzer Krankheit am 10.
März 1956 unsere liebe Schwägerin, Tante und Großtante, Minna Pilzecker,
geb. Knappke, im Alter von 75 Jahren. Im Namen aller Verwandten: Charlotte
Urmoneit, geb. Pilzecker. Ivenberg, Kr. Schloßberg, Ostpreußen, jetzt
Altersheim Schacht-Audorf bei Rendsburg, Schlesw.-Holst. 

Heute früh 5 Uhr nahm Gott der Herr nach langer schwerer Krankheit meine
liebe teure Frau, unsere teure liebe Mutter, Großmutter, Schwiegermutter,
Scwester, Schwägerin, Base und Tante, Frau Maria Alshuth, geborene
Kreutzberger, im Alter von nahezu 74 Jahren zu sich in sein himmlisches
Reich. In tiefer Trauer: Waldemar Alshuth, Gestütsoberrentmeister a. D.
Gertrud Goronzy, geborene Alshuth. Pfarrer Harry Gorony. Zwei Enkel: Marin
und Gerhard. Franziska Gerlach, geborene Alshuth. Drei Enkel: Heidede,
Hildegard und Monika. Studienrat Fritz Alshuth und Frau Helene Alshuth,
geborene Strenger. Vier Enkel: Dietger, Ulrich, Ulrike und Sylke-Maria. Bad
Oldesloe, Holstein. Korbach, Strother Straße 9, den 26. März 1956. Früher
Hauptgestüt Trakehnen. Die Beerdigung war am Donnerstag, dem 29. März 1956,
um 15 Uhr auf dem Friedhof in Korbach.

Nach Gottes heiligem Willen entschlief sanft am 12. Januar 1956, fern ihrer
geliebten ostpreußischen Heimat, unsere innig geliebte treusorgende
herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, 
Martha Tuppeck, geb. Gandras, im gesegneten 80. Lebensjahre. In stiller
Trauer, Liebe und Dankbarkeit, Geschwister Tuppeck. Borkenwalde, Kr.
Angerburg, Ostpreußen. Lyck, Ostpreußen, Königin-Louise-Platz 9, jetzt (13a)
Coburg-Neuses, Glender Straße 3 

Am 15. März 1956 entschlief sanft nach kurzer schwerer Krankheit unsere
einzige geliebte Tochter Asta Podoll, im Alter von 33 Jahren. Die
tieftrauernden Eltern: Eduard Podoll und Frau Ida Podoll, geb. Maibaum,
früher Pr.-Holland, Ostpreußen, Fleischerstraße 18. Die Beisetzung fand am
21. März 1956, 14 Uhr, auf dem Ahrensburger Friedhof statt. 

Nach kurzem Krankenlager entschlief heute plötzlich und unerwartet meine
liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, gute Schwiegermutter und Oma,
Ottilie Born, geb. Kukat, im 70. Lebensjahre. Ihr Leben war sorgende Liebe.
In tiefer Trauer: Oskar Born. Dr. Gerhard-Born. Hildegard Meyer-Born. Ursula
Born. Dr. Meyer-Born. Christiane, Regina, Thomas und Matthias.
Kemnade-Bodenwerder, den 22. März 1956, früher Bialla, Ostpreußen,
Königsberg Pr. 

Am 28. Februar 1956 erlöste Gott der Herr von seinem langen schweren Leiden,
das er sich im Kriege zugezogen hatte, meinen innig geliebten Mann, meinen
treuen Lebenskameraden, unseren lieben Bruder, Schwager und Onkel,
Obersteuersekretär Hugo Kaftan, Königsberg Pr. Finanzamt-Süd, im Alter von
54 Jahren. In stiller Trauer im Namen aller Angehörigen: Helene Kaftan, geb.
Engel. Königsberg Pr., Hans-Sagan-Straße 110. Landsberg, Ostpreußen, jetzt
Stade Süd 14 

Kurz nach Vollendung ihres 64. Lebensjahre entschlief heute nach langem
schwerem Leiden meine liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwester und gute Omi,
Frau Ella Rott, geb. Klein, Gumbinnen Ostpreußen. Fern ihrer unvergessenen
ostpreußischen Heimat fand sie ihre letzte Ruhestätte. 
Dr. Heinz Rott. Dr. Lise-Lotte Rott, geb. Nautsch. Fam. Otto Klein. Enkel:
Thomas. Frau Lucie Nautsch. Mayen, Koblenzer Straße 29. Die Beisetzung fand
am 29. März 1956 in Mayen statt.

Re: [OWP] Ziegelei Spullen

Date: 2017/03/03 21:46:14
From: Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>

Detlef, falls Du es noch nicht selbst gefunden haben solltest, bei Genwiki
gibt es auch schon einen Beitrag zu Spullen, siehe hier
http://wiki-de.genealogy.net/GOV:Object_396561 
Und melde Dich gerne, ich habe in meinem Fundus noch mehr entdeckt. Und nun
gehe ich auf die Suche nach den Fotos.
Gruß - Martin



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Martin Kunst
Gesendet: Freitag, 3. März 2017 20:07
An: 'OW-Preussen-L'
Betreff: Re: [OWP] Ziegelei Spullen

Detlef, die Inke hat Dir ja schon einige Tipps gegeben, wo Du etwas bekommen
kannst. Ich scanne Dir noch die beiden Seiten zum Thema Ziegeleien aus dem
Standardwerk zum Kreis Schloßberg von Mietzner (aus dem Göttinger
Arbeitskreis 1962).
Und irgendwo habe ich noch Fotos aus der jüngeren Vergangenheit, der
Schornstein stand da noch. Wenn das interessiert, dann melde Dich bitte.
Und wenn ich mich recht erinnere, dann gibt es in Reppenstedt bei Lüneburg
einen Gedenkstein an Marie Buechler. Sie stammt aus der Eigentümerfamilie
und hat über die Flucht von Spullen nach Lüneburg einen mehrseitigen Bericht
geschrieben. Den findest Du auch im Band 2 der Kirchspielchroniken der
Kreisgemeinschaft Schloßberg.
Gruß - Martin K.

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces+martin.kunst=t-online.de(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces+martin.kunst=t-online.de(a)genealogy.net] Im
Auftrag von Hans-Detlef Grüber
Gesendet: Freitag, 3. März 2017 17:58
An: OW-Preussen-L
Betreff: [OWP] Ziegelei Spullen

Hallo,

Ein Großvater und Urgroßvater von mir haben zu Beginn des 20. Jhdts. 
(1911 / 1915) in der Ziegelei in Spullen, Kspl. Kussen, Kreis Pillkallen
gearbeitet.
Hat jemand ein Foto dieser Ziegelei oder weiß, wo ich ein Foto bekommen
kann? Wer hat einen Hinweis, wo ich noch Infos über diesen Betrieb bekommen
kann?

Vielen Dank
Liebe Grüße
Detlef (Grüber)
_______________________________________________
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http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


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Re: [OWP] Braatz Einträge

Date: 2017/03/03 22:29:19
From: Wolfgang Braatz <WolfgangBraatz(a)gmx.de>

   Wo finde ich die Kirchenbuchseiten auf wechem Link?

   [1]Czersk 1829 W207 211 5.V Anna Joannis Braca Marianna Filckowa
   [2]Czersk 1829 W207 211 31.V ? Joannis Braca Marianna Bucholka
   [3]Czersk 1831 W207 226 4.XII Andreas Franciscus Braca Marianna
   [4]Czersk 1762 W205 20 63 Dorothea Ma? Brasa Constantia
   [5]Czersk 1815 W206 138 75 Carolus Gotlib Andreas Bratz Marianna
   [6]Czersk 1815 W206 139 91 Gotlieb Friderich Joannis Bratz Agnetis
   [7]Czersk 1817 W206 147 101 Anna Dorothea Michaelis Bratz Xtina
   [8]Czersk 1818 W206 152 64 Michaelis Joannis Bratz Marianna
   [9]Czersk 1820 W206 166 125 Christliba Johann Bratz Anna
   [10]Czersk 1865 W209 232 270 Johann Anton Bratz Francisca Sarnowska
   [11]Czersk 1868 W210 44 170 Joseph Anton Bratz Franciszka Sarnowska
   [12]Czersk 1870 W210 72 90 Franz Anton Bratz Francisca Sarnowska
   [13]Czersk 1872 W210 109 214 Antonia Anton Bratz Francisca Sarnowska
   [14]Czersk 1874 W210 140 183 Marianna Anton Bratz Francisca Sarnowska
   [15]Czersk 1876 W210 177 262 Maximilian Anton Bratz Franciska Sarnowska

   Gesendet: Freitag, 03. Maerz 2017 um 19:30 Uhr
   Von: "Henry Lange" <henry.lange(a)berlin.de>
   An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
   Betreff: [OWP] Braatz Eintraege
   So,
   nachdem genbaza.pl wieder (bei mir) geht...
   die Geburtsurkunden des StA Wojthal sind abrufbar.
   3]Bordzichow 1882 1980/26 10_1980_0_26_0008 7 Friedrich Wilhelm
   Behrendt Auguste Albrecht
   das ist eine Heiratsurkunde, aber die Mutter des Braeutigam hiess nicht
   Bratz sondern BARTZ
   [4]Bordzichow 1897 1980/71 10_1980_0_71_0017 16 Johann Berendt Anna
   Lampkowski
   das ist auch eine Heiratsurkunde.
   Gruss, Henry (Lange)
   _______________________________________________
   OW-Preussen-L mailing list
   OW-Preussen-L(a)genealogy.net
   [16]http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

References

   1. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   2. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   3. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   4. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   5. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   6. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   7. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   8. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
   9. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
  10. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
  11. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
  12. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
  13. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
  14. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
  15. http://www.ptg.gda.pl/index.php/certificate/action/showinfo/parishId/18
  16. http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

Re: [OWP] Ziegelei Spullen

Date: 2017/03/03 23:18:36
From: C. Hartmann via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Guten Abend,

Ein Foto findet sich bei Flickr:
https://www.flickr.com/photos/27639553(a)N05/18961159208

Viele Grüße,
Clara

Am 3. März 2017 um 21:46 schrieb Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>:

> Detlef, falls Du es noch nicht selbst gefunden haben solltest, bei Genwiki
> gibt es auch schon einen Beitrag zu Spullen, siehe hier
> http://wiki-de.genealogy.net/GOV:Object_396561
> Und melde Dich gerne, ich habe in meinem Fundus noch mehr entdeckt. Und nun
> gehe ich auf die Suche nach den Fotos.
> Gruß - Martin
>
>
>
> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
> [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Martin Kunst
> Gesendet: Freitag, 3. März 2017 20:07
> An: 'OW-Preussen-L'
> Betreff: Re: [OWP] Ziegelei Spullen
>
> Detlef, die Inke hat Dir ja schon einige Tipps gegeben, wo Du etwas
> bekommen
> kannst. Ich scanne Dir noch die beiden Seiten zum Thema Ziegeleien aus dem
> Standardwerk zum Kreis Schloßberg von Mietzner (aus dem Göttinger
> Arbeitskreis 1962).
> Und irgendwo habe ich noch Fotos aus der jüngeren Vergangenheit, der
> Schornstein stand da noch. Wenn das interessiert, dann melde Dich bitte.
> Und wenn ich mich recht erinnere, dann gibt es in Reppenstedt bei Lüneburg
> einen Gedenkstein an Marie Buechler. Sie stammt aus der Eigentümerfamilie
> und hat über die Flucht von Spullen nach Lüneburg einen mehrseitigen
> Bericht
> geschrieben. Den findest Du auch im Band 2 der Kirchspielchroniken der
> Kreisgemeinschaft Schloßberg.
> Gruß - Martin K.
>
> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: ow-preussen-l-bounces+martin.kunst=t-online.de(a)genealogy.net
> [mailto:ow-preussen-l-bounces+martin.kunst=t-online.de(a)genealogy.net] Im
> Auftrag von Hans-Detlef Grüber
> Gesendet: Freitag, 3. März 2017 17:58
> An: OW-Preussen-L
> Betreff: [OWP] Ziegelei Spullen
>
> Hallo,
>
> Ein Großvater und Urgroßvater von mir haben zu Beginn des 20. Jhdts.
> (1911 / 1915) in der Ziegelei in Spullen, Kspl. Kussen, Kreis Pillkallen
> gearbeitet.
> Hat jemand ein Foto dieser Ziegelei oder weiß, wo ich ein Foto bekommen
> kann? Wer hat einen Hinweis, wo ich noch Infos über diesen Betrieb bekommen
> kann?
>
> Vielen Dank
> Liebe Grüße
> Detlef (Grüber)
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>

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 15 vom 14.04. 1956

Date: 2017/03/04 10:15:24
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Ostpreußenblatt
Folge 15 vom 14.04.1956

Seite 1   Foto: Einsamer Feldweg im April. 
Eine Aufnahme, die bei Jakunowken im Kreis Angerburg gemacht worden ist. Das
Bild ist aber so charakteristisch für unsere ostpreußische Heimat, in ihm
liegt so sehr Weite und Größe, dass viele von uns, ob wir aus dem Ermland
kommen oder von der Memel oder aus dem Samland, glauben werden, diesen Weg
schon oft, sehr oft gegangen zu sein. „Weite Fluren, großflächige Städte —
In Ostpreußen kannte man keine Enge", — das ist ein Thema, das in
dieser-Folge (auf Seite 9) behandelt und mit einer Fülle interessanter
Zahlen dargestellt wird.

Seite 1   Kein Friede ohne Einheit! 
Am 18. April werden Chruschtschow und Bulganin mit einem großen Stab
sowjetischer Diplomaten und Wirtschafts- und Finanzfachleuten zu einem etwa
zehntägigen Besuch in England eintreffen. Es handelt sich hier nicht etwa
nur um einen der üblichen Staatsbesuche, sondern es werden geheime
politische Gespräche geführt werden. Wenn der Kreuzer der Roten Marine die
wichtigsten Männer des Kreml nach Russland zurückgebracht hat, wird man in
Moskau die letzten Zurüstungen für den Besuch des Ministerpräsidenten und
des Außenministers von Frankreich getroffen haben, deren Ankunft in der
Sowjethauptstadt auf Mitte Mai festgelegt ist. Mollet und Pineau haben die
Einladung seinerzeit freudig aufgenommen, und jedermann weiß, dass auch die
französischen Vertreter die Moskaureise nicht antreten, um die Paläste der
alten Zarenburg, die Theater und Museen zu besichtigen. Vor dem Hintergrund
dieser beiden von den Sowjetregisseuren aufs Sorgfältigste vorbereiteten
Begegnungen wollen die politischen Ereignisse dieser Wochen und Monate
gesehen werden. Gerade wir Deutschen haben Anlass, die Entwicklung, die sich
hier anbahnt, höchst wachsam zu verfolgen. 

Musik für Moskaus Ohren 
Zweimal innerhalb Monatsfrist haben die beiden leitenden Außenpolitiker
Frankreichs, die im Mai nach der Sowjetunion reisen werden, sich in
aufsehenerregenden Erklärungen zu den größten und wichtigsten Problemen der
Weltpolitik geäußert. Nachdem schon vorher Pineau, der Außenminister, eine
„Politik ganz neuen Stiles" des Westens gegenüber Moskau gefordert und dabei
erhebliche Kritik an den eigenen Bundesgenossen — vor allem an Amerika —
geübt hatte, schlug in seinem Interview mit der Washingtoner „US News and
World Report" Ministerpräsident Mollet ganz ähnliche Töne an. Beide
erklärten zwar, dass Frankreich nach wie vor zu seinen
Bündnisverpflichtungen stehe und gaben wortreiche Versicherungen des guten
Willens ab, sie äußerten dann aber recht deutlich ihr Missvergnügen über die
bisherige Taktik des Westens gegenüber Moskau und glaubten sich berufen,
neue Wege weisen zu müssen. Was schon Pineau angedeutet hatte, fasste Mollet
noch deutlicher in dem Vorschlag zusammen, man solle doch, wenn es um die
drei großen Anliegen Wiedervereinigung, Abrüstung und europäische Sicherheit
gehe, die Frage der deutschen Einheit erst einmal aufs Nebengleis abstellen
und sich zuerst und vor allem darum bemühen, mit den Sowjets ein
Abrüstungsabkommen abzuschließen. Sei das erreicht, schaffe man weiter das
ja auch von Moskau so dringend geforderte „europäische Sicherheitssystem",
dann könne man ja auch einmal die deutschen Dinge besprechen. Er, Mollet,
sei davon überzeugt, dass eine Einigung über die Abrüstung unter den Großen
— zu denen er natürlich auch Frankreich rechnet — dazu helfen könne,
Deutschland leichter in Europa einzugliedern und eine Lösung des deutschen
Problems zu finden, „ganz gleich ob Deutschland dann wiedervereinigt ist
oder nicht“. 

Gerade die letzte Redewendung zeigt eindeutig, wohin dieser Vorschlag zielt:
der leitende Staatsmann eines Landes, das seit jeher einer echten deutschen
Wiedervereinigung nur mit großem Missbehagen, teilweise sogar mit direkter
Ablehnung gegenübersteht, wünscht zuerst eine Einigung der Großmächte über
Abrüstung und Sicherheit unter Ausklammerung Deutschlands und somit auf
dessen Kosten. Mollet hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er auch eine
Versteinerung der deutschen Teilung für erträglich hält, wenn er und die
Angelsachsen mit den Russen sonst zum Abschluss kommen. 

Man braucht sich nicht zu wundern, dass dieses Interview den stärksten
Beifall gerade im Kreml und in der gesamten Kommunistenpresse gefunden hat.
Was kann Chruschtschow und Bulganin am Vorabend ihrer Londoner Reise
besseres geschehen, als dass der französische Regierungschef — genau dem
Moskauer Wunschzettel entsprechend — die untrennbare Verbundenheit des
deutschen Problems mit denen der Abrüstung und Sicherheit preisgibt und die
sowjetische Reihenfolge annimmt? Parteichef Chruschtschow war denn auch der
Erste, der Mollet für seine Pläne freimütig die Zensur „Gut" erteilte. In
bester Laune versicherte er auf einem Moskauer Bankett, so etwas höre er
gern. Man könne sich einen Frieden ohne Wiedervereinigung durchaus
vorstellen, und der Weg zur Lösung des deutschen Problems nach Moskauer
Geschmack sei ja bekannt: Bonn solle das mit Pankow aushandeln . . . 

Späte Antwort aus Bonn 
Wir alle hatten wohl erwartet, dass die in ihrer wahren Grundtendenz so
völlig eindeutige Erklärung Mollets, die am 1. April 1956 in der
amerikanischen Presse erschien, auf der Stelle von der Bundesregierung die
gebührende Antwort erhalten würde. Wenn schon ausländische Blätter sofort
erklärt hatten, Mollet wolle offensichtlich das Pferd beim Schwanz
aufzäumen, indem er die eigentliche Ursache der Friedlosigkeit in Europa,
nämlich die deutsche Teilung und Zerreißung, beiseiteschieben wolle, so
musste doch wohl das Bonner Echo noch um vieles kräftiger und eindeutiger
sein. Leider erschien die Erklärung des deutschen Auswärtigen Amtes erst in
den Morgenblättern des 6. April. Erst sie stellte klar, dass keine deutsche
Regierung bereit ist, jemals Vorschläge zu diskutieren, die die Entspannung
zwischen den Völkern auf der Grundlage einer auch nur vorübergehenden
Anerkennung oder stillschweigenden Hinnahme der Teilung Deutschlands
bewirken wollten, erst sie hob hervor, dass nur Wiedervereinigung und
Sicherheitssystem die Grundlagen für wirklich fruchtbare Abrüstungsgespräche
schaffen können. Bis dahin waren von Leuten der zweiten oder gar dritten
Garnitur völlig unzureichende und unklare Kommentare erfolgt. 

Warum aber mussten mehrere Tage bis zur wirklichen Antwort aus Bonn
verstreichen? Mit Staunen und Befremden vernahm die Öffentlichkeit, dass am
Tage, als die Äußerungen Mollets in Bonn bekannt wurden, nicht etwa nur der
Kanzler und der Außenminister, sondern auch die für eine amtliche
Stellungnahme in ihrer Abwesenheit allein zuständigen Männer, nämlich die
Staatssekretäre Hallstein und Globke samt dem Direktor der Politischen
Abteilung des Auswärtigen Amtes, fern der vorläufigen Bundeshauptstadt
weilten. Nun erkennt gewiss jeder an, dass gerade auch die verantwortlichen
Staatsmänner und höchsten Beamten Erholung und Ausspannung brauchen, und
doch haben sich wohl alle gefragt, ob gleichzeitig sämtliche zuständigen
Männer in Urlaub und Erholung fahren können, wenn man doch damit rechnen
muss, dass sich in der Außenpolitik täglich Überraschungen ereignen werden.
Schließlich will Bonn heute ja nun einmal das politische Zentrum
Deutschlands sein und nicht etwa eine idyllische Fürstenresidenz im Rokoko
wie zur Zeit der Kölner geistlichen Kurfürsten. Einen guten Eindruck hat
jedenfalls diese offensichtliche Panne weder im In- noch im Ausland gemacht.


Hintergründe 
Das Interview des französischen Regierungschefs wurde gegeben, als bereits
der sogenannte Moskauer Abrüstungsplan vorlag. Dieser fordert praktisch eine
völlige Neutralisierung Deutschlands bei Aufrechterhaltung des Pankower
Regimes. Man hat den „Edenplan" über die Rüstungsbegrenzung und die dauernde
Militärkontrolle in Deutschland, den sogar neutrale Blätter einst das
„Kuckucksei der Genfer Konferenzen" nannten, geschickt aufgegriffen und so
zurechtfrisiert, dass eine Annahme des Moskauer Planes unweigerlich das
geteilte Deutschland nicht nur beibehalten, sondern auch noch die
Bundesrepublik in ein schutzloses Vorfeld der Ostblockarmeen verwandeln
würde. Der sonst so gesprächige französische Ministerpräsident hat
bezeichnenderweise mit keinem Wort diesen Plan als nicht zumutbar
zurückgewiesen. Man darf sogar annehmen, dass es französische und vielleicht
auch englische Kreise gibt, die eine solche „Lösung" annehmbar fänden, wenn
nur sie bei ihren eigenen Anliegen mit den Sowjets zu einer Einigung kommen.
Alles deutet darauf hin, dass Bulganin und Chruschtschow mit einem ganzen
Arsenal lockender finanzieller und wirtschaftlicher Angebote nach London
fahren werden, um auch den Briten ein Umschwenken verlockend zu machen. Die
gesamte Presse Moskaus trieft zurzeit von Wohlwollen gegenüber Paris und
London, wobei man hier mit wirtschaftlichen Ködern, dort mit dem Angebot des
„historischen" russisch-französischen Bündnisses lockt. Eine für die
westliche Diplomatie bestimmte Zeitschrift des Kreml versichert den
Franzosen unermüdlich, nichts könne ihnen die Allianz mit Moskau ersetzen;
sie allein schütze Frankreich vor dem „deutschen Militarismus". 

Solche Töne finden in Paris bei vielen Leuten und auch bei zahlreichen
Politikern offene Ohren. Auch Mollets Erklärungen zeugen davon. Die Moskauer
Regisseure kennen genau die Stellen, wo sie auch in, England ansetzen
müssen. Wer zweifelt daran, dass sie ihr Spiel nicht mit höchster Raffinesse
vorantreiben werden, wenn sie nach dem Besuch bei Königin Elisabeth hinter
verschlossenen Türen mit den britischen Ministern zusammensitzen? 

Handeln tut not! 
Es stellt sich die Frage, wie wir den Gefahren, die hier auf uns zukommen,
begegnen müssen. Wir sind uns einig darüber, wie grundsätzlich falsch die
Ansicht des Herrn Mollet und Gleichgestimmter ist, man könne die
Friedlosigkeit der Welt und Europas dadurch beenden, dass einige Großmächte
Abrüstungsabkommen schließen und die eigentliche Krebsgeschwulst, die erst
einmal die schwere Erkrankung heraufbeschwor, übersehen. Kein fressendes
Leiden wird beseitigt, wenn man nicht den Herd entfernt. Ein Arzt, der an
Symptomen herumdoktert und nicht an die Wurzeln einer Krankheit greift, ist
ein Scharlatan. Die versteinerte Trennung Deutschlands bedeutet nicht nur
für uns, sondern für alle die Verewigung und Verschlimmerung der Spannungen.
Sowohl das deutsche Problem als auch die Abrüstung und die Frage der
europäischen Sicherheit wollen gemeinsam gemeistert sein, weil hier eines
mit dem anderen eng verflochten ist. Wir dürfen aber nicht glauben, dass man
jenseits der deutschen Grenzen diese Zusammenhänge stets so sieht wie bei
uns. Eine amtliche Klarstellung des deutschen Standpunktes ist gewiss
wichtig und wertvoll in diesem Fall, aber sie reicht nicht aus, die Dinge in
der richtigen Weise voranzutreiben. Die Forderung, dass die in letzter Zeit
allzu geruhsame Außenpolitik der Bundesregierung in Zukunft weit mehr
Initiative ergreifen, dass sie alle Möglichkeiten eines souveränen Staates
ausspielen muss, wird immer lauter erhoben; sie darf nicht mehr überhört
werden. Das Ringen um die deutsche Wiedervereinigung, um die Verwirklichung
unserer Lebensforderungen kann nur erfolgreich sein, wenn es weder bei der
Regierung noch beim Volk als Routinearbeit auf lange Sicht verstanden wird.
Ohne leidenschaftlichen Einsatz geht es nicht! Alle Welt muss bald wissen,
dass die Deutschen nicht nur gefährliche Pläne anderer unter allen Umständen
ablehnen, sondern auch eigene Gedanken vorzubringen haben, wie alle die
großen Schicksalsfragen gelöst werden können. Mit halbem Herzen und allein
im Kielwasser anderer Mächte hat noch nie ein Volk seine Lebensfragen lösen
können. Nur eine aktive und einfallsreiche deutsche Außenpolitik kann den
drohenden Gefahren begegnen.

Seite 1   Erst in vier Jahren Schutz? Gefährdete Verteidigung des Westens.
Dass die Verteidigungskraft Westeuropas heute im Vergleich mit dem riesigen
Militäraufgebot des Ostblocks noch völlig unzulänglich ist, empfindet man in
weitesten Kreisen. Es muss darum gerade die Deutschen schwer beunruhigen,
wenn auch der Oberbefehlshaber der atlantischen Truppen in Europa selbst,
der amerikanische General Gruenther, dieser Tage vor Pressevertretern
erklärte, er glaube, dass man erst in drei bis vier Jahren so weit sein
werde, das gesamte westeuropäische Gebiet vor dem Überrannt werden zu
schützen. Er könne zwar versichern, dass die vorhandenen NATO-Streitkräfte
in einem Ernstfall hart und tapfer um jedes von einem Angriff bedrohte
Gebiet Westeuropas kämpfen würden, man sei aber sicher noch nicht stark
genug, um garantieren zu können, dass bis zur Aufstellung der zwölf
deutschen Divisionen Westeuropa einem Angriff großen Stils erfolgreich
widerstehen könne. 

Es wurde aus Gruenthers Äußerungen mehr als deutlich, welche Schwächung es
für die Verteidigungskraft des westlichen Bündnisses bedeutet, dass
Frankreich heute schon, also noch vor der Aufstellung einer deutschen
Bundeswehr, alle irgendwie tauglichen Divisionen nach Nordafrika geworfen
hat und in Westdeutschland lediglich zweitrangige Einheiten stationierte,
zum Teil sogar Truppen, die als unzuverlässig gelten. 

Die Feststellung Gruenthers, dass die Amerikaner hofften, auf die Dauer in
jedem Fall einen sowjetischen Angriff meistern zu können, ist für die
Deutschen und auch für die Holländer und andere Nationen vor dem Eisernen
Vorhang in Wahrheit nur ein unzureichender Trost. Die „Neue Ruhrzeitung"
veröffentlichte vor einigen Tagen ein angebliches Gruenther Interview,
wonach dieser sogar gesagt haben soll, der Westen sei nicht stark genug, die
Front in Europa zu halten und müsse sich zunächst im Hinterland
(Westfrankreich) verteidigen. Das deutsche Bundesgebiet werde in einem
Ernstfall wohl aufgegeben werden müssen, es könne natürlich „hinterher
wieder befreit" werden. Gruenther hat inzwischen dementiert, das Interview
in dieser Form gegeben zu haben. Die Behauptung, man werde sich erst in
Westfrankreich verteidigen, sei unsinnig. 

Immerhin wird auch durch spätere Erklärungen des Generals die Unterredung
nur zum Teil richtig gestellt. Er selbst hat ja klar zum Ausdruck gebracht,
dass die Hoffnung auf einen erfolgreichen Widerstand in der vorderen Linie,
das heißt in Deutschland und in Holland, bei den heute und in den nächsten
Jahren verfügbaren Streitkräften nur sehr gering ist. Wie die Holländer, so
möchten auch die Deutschen bei dieser Gelegenheit betonen, dass sie voller
Sorge der heutigen Situation gegenüberstehen. Wer da weiß, wie vernichtend
heute kriegerische Angriffe sein müssen, der findet wenig Trost in den
Worten, man könne auch nach einem Überrollen noch an eine „Befreiung"
denken. Was sollte in solch einem Fall eigentlich noch befreit werden? 

Seite 1   Der verschwundene Morgenthauplan 
Der Washingtoner Ausschuss für die Rückgabe des deutschen und japanischen
Eigentums will von dem früheren amerikanischen Oberkommissar in der
Bundesrepublik MacCloy erfahren haben, dass das Original des seinerzeit von
Churchill und Roosevelt unterschriebenen Memorandums der Konferenz von
Quebec mit dem so umstrittenen Morgenthauplan verschwunden ist. Die
Washingtoner Politiker erklärten, man müsse damit rechnen, dass der
Morgenthauplan in seinem Original noch in den Tagen des Präsidenten
Roosevelt und wahrscheinlich in dessen Auftrag von einem Beamten des Weißen
Hauses vernichtet wurde. 

Der amerikanische Senator Langer hatte am 1. Februar 1956 die Vorlage des
Morgenthauplanes gefordert, um festzustellen, wer für die Nachkriegspolitik
der Beschlagnahme des deutschen Privateigentums in den Vereinigten Staaten
verantwortlich sei. MacCloy, der 1944 Staatssekretär im amerikanischen
Kriegsministerium war, wurde von dem Vermögensausschuss um Auskunft gebeten.
Er schrieb hierauf an den Ausschuss: „Ich hörte, dass versucht wurde, das
unterschriebene Schriftstück zu finden. Aber es konnte nicht aufgefunden
werden. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass irgendwer im Weißen Hause (im
Büro des amerikanischen Präsidenten) das Original vernichtet hat, nachdem
Kritik an der Politik in den Zeitungen laut wurde“. MacCloy erklärte weiter,
nach seiner Ansicht habe nicht Roosevelt selbst das Original vernichtet.
Morgenthaus in Quebec unterbreiteter Vorschlag habe auch nichts über eine
Einziehung des deutschen Eigentums im Ausland enthalten. Auf diese Erklärung
des früheren Oberkommissars MacCloy meldete sich abermals Senator Langer zum
Wort. Er erklärte, ein Buch Morgenthaus enthalte eine angebliche Fotokopie
des Quebec-Memorandums. In dieser sei aber von der Beschlagnahme des
deutschen Eigentums im Ausland sehr wohl die Rede gewesen.

[OWP] Traueranzeigen

Date: 2017/03/04 12:34:33
From: Brigitta Seidel <seidel.pellworm(a)t-online.de>

 
Dietmar Hoeckrich
http://trauer.shz.de/traueranzeige/dietmar-hoeckrich/49383196
<http://trauer.shz.de/traueranzeige/dietmar-hoeckrich/49383196>
 
 
Dr. med. Jutta Frieda Hantschmann
http://trauer.shz.de/traueranzeige/dr-med-jutta-frieda-hantschmann/49260521
<http://trauer.shz.de/traueranzeige/dr-med-jutta-frieda-hantschmann/49260521>
 
Mit Gruß Brigitta


[OWP] Researching LEOPOLD Kremzow,Stargard, Pommern

Date: 2017/03/04 19:03:20
From: rickydb <rickydb(a)bigpond.com>

Greetings to the List,
Would there be more information of this LEOPOLD family Please.

5 Kinder all born Kremzow [Cremzow] Stargard Pommern
Carl Friedrich Leopold born 1819 died 1865 Cremzow
Carl August Leopold born 1822
Familysearch says 
Mr LEOPOLD 1793 deceased
MRS LEOPOLD 1797 deceased
I am sure this is an error and should say BORN
Appreciate any information at all 
Thankyou
Rick in Australia

Re: [OWP] Researching LEOPOLD Kremzow,Stargard, Pommern

Date: 2017/03/04 19:10:03
From: Juergen Spoida <Juergen.Spoida(a)web.de>

Hi RIck,

for me it looks almost fine. Either there is a 2nd LEOPOLD family. OR these are the grandparents of C.F. and C.A.
Please double check it.

Greetings from Berlin,
     - Juergen

---------------------------------------------------
Am 04.03.2017 um 19:03 schrieb rickydb(a)bigpond.com:
Greetings to the List,
Would there be more information of this LEOPOLD family Please.

5 Kinder all born Kremzow [Cremzow] Stargard Pommern
Carl Friedrich Leopold born 1819 died 1865 Cremzow
Carl August Leopold born 1822
Familysearch says
Mr LEOPOLD 1793 deceased
MRS LEOPOLD 1797 deceased
I am sure this is an error and should say BORN
Appreciate any information at all
Thankyou
Rick in Australia
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[OWP] Verein zur Instandsetzung der Plaschker Kirche

Date: 2017/03/04 20:03:23
From: Norman U. Baltrusch <nbaltrusch(a)t-online.de>

 
 
 
Hallo Ihr Lieben,
 
heute in 4 Wochen findet die Gründungssitzung des "Verein zur 
Instandsetzung der Plaschker Kirche e.V." statt.
 
Einige von Ihnen/Euch haben sich schon zwecks Mitgliedschaft bei mir 
gemeldet. Gerne nehme ich noch weitere Anträge entgegen :-)
 
Die Aufnahmegebühr und der Jahresbeitrag werden an litauischen 
Einkommensverhältnissen gemessen werden und daher für deutsche Verhältnisse 
sehr gering ausfallen. Werde sofort nach der Sitzung berichten. Ihr könntet 
dann immer noch den Antrag zurückziehen. Würde Ihre /Eure Anträge aber gern 
zur Organisation der Sitzung schon jetzt in der Vorbereitungsphase 
einsteuern.
 
Die Vereinsstatuten habe ich mittlerweile ins Deutsche übersetzt 
(sinngemäß, rechtlich unverbindlich) und werde sie dann nach der 
Gründungssitzung den Mitgliedern zur Verfügung stellen. Die Statuten sind 
sehr allgemein gehalten und werden vom litauischen Registeramt jedem Verein 
standardisiert vorgegeben.
 
Allgemeine Neuigkeiten werde ich auch immer auf der Projektseite bei 
Facebook platzieren:
 
https://www.facebook.com/Plaschken/ <https://www.facebook.com/Plaschken/>
 
Besondere Neuigkeiten dann per Email direkt an Euch/Sie.
 
Herzliche Grüße
Norman (Baltrusch)
 
 


[OWP] Vorstellung / FN Rogahn, Pufahl, Nimtz

Date: 2017/03/04 22:25:01
From: Evelyn Rumstedt, Hamburg <vorfahren(a)rumstedt-familie.de>

Guten Abend,

mein Name ist Evelyn Rumstedt aus Hamburg und ich habe mich neu auf dieser Liste angemeldet.

Zu meinen Verwandten in Westpreußen habe ich bisher kaum recherchiert und die Datenlage ist noch sehr dünn.


Mein Ururgroßvater:

Friedrich Wilhelm ROGAHN
* 12.11.1869 Damerau, Kr. Flatow
+ 1939 Schleswig, Sohn des Wilhelm ROGAHN (Wohnort im Jahr 1897: Schönhorst) und Wilhelmine PUFAHL
oo 1897 Flensburg
Wiebke KOCK


Großvater meines Mannes:

Hermann Emil Otto NIMTZ
* 18.07.1910 Briesnitz, Kr. Schlochau
+ 1976 Soltau, Sohn des Hermann NIMTZ und Maria NN
oo 1937 Thurow, Kr. Neustettin
Erna Maria STEUCK


Mit besten Grüßen
Evelyn Rumstedt

www.rumstedt-familie.de
https://www.facebook.com/Evi.auf.Ahnensuche/

[OWP] FN Kraf(f)t - Alterin

Date: 2017/03/04 22:30:07
From: bärbelbiel <baerbelbiel(a)gmx.de>

Liebe Listenteilnehmer, ich suche die Daten von Johann Christian KRAFFT
*09.02.1764 in Leegen, KS Mehlkehmen, Ostpreußen, oo 1764 mit Elisabeth
ALTERIN, von der ich keine Daten habe.

Weiß jemand, ob es noch Tauf- und Traubücher von Mehlkehmen aus diesem
Zeitraum gibt?

Vielen Dank im Voraus Bärbel (Biel)

 

Re: [OWP] Vorstellung / FN Rogahn, Pufahl, Nimtz

Date: 2017/03/05 09:22:56
From: Peter Pankau <owp.liste(a)s442128912.online.de>

   Guten Morgen Frau Rumstedt,
   Damerau Kreis Flatow gehoerte zur Koschneiderei - siehe auch
   www.koschneiderei.de. Von dort stammen auch meine Vorfahren her. Der
   Name Rogahn ist mir dort jedoch noch nie begegnet. Ein Blick in die
   Taufregister der katholischen Pfarrei Kamin fuer Nov. - Dez. 1869 zeigt
   keine Taufe eines Friedrich Wilhelm Rogahn. Also war er wohl
   evangelisch.
   Die Webseite poznan-project.psnc.pl/ zeigt die Heirat von Wilhelm
   Rogahn und Henriette Pufahl im Jahre 1864 in der evangelischen Kirche
   von Zempelburg. Die Vaeter sind angegeben, die Muetter nicht. Eine
   Kopie dieses Heiratseintrag sollte ueber www.ezab.de beschaffbar sein.
   Bei www.archion.de ist Zempelburg noch nicht vorhanden; Kamin ist
   teilweise vorhanden.
   Viel Erfolg bei der weiteren Suche.
   Gruss von Peter Pankau
   > "Evelyn Rumstedt, Hamburg" <vorfahren(a)rumstedt-familie.de> hat am 4.
   Maerz 2017 um 22:19 geschrieben:
   >
   >
   > Guten Abend,
   >
   > mein Name ist Evelyn Rumstedt aus Hamburg und ich habe mich neu auf
   > dieser Liste angemeldet.
   >
   > Zu meinen Verwandten in Westpreussen habe ich bisher kaum
   recherchiert
   > und die Datenlage ist noch sehr duenn.
   >
   >
   > Mein Ururgrossvater:
   >
   > Friedrich Wilhelm ROGAHN
   > * 12.11.1869 Damerau, Kr. Flatow
   > + 1939 Schleswig, Sohn des Wilhelm ROGAHN (Wohnort im Jahr 1897:
   > Schoenhorst) und Wilhelmine PUFAHL
   > oo 1897 Flensburg
   > Wiebke KOCK
   >
   >
   > Grossvater meines Mannes:
   >
   > Hermann Emil Otto NIMTZ
   > * 18.07.1910 Briesnitz, Kr. Schlochau
   > + 1976 Soltau, Sohn des Hermann NIMTZ und Maria NN
   > oo 1937 Thurow, Kr. Neustettin
   > Erna Maria STEUCK
   >
   >
   > Mit besten Gruessen
   > Evelyn Rumstedt
   >
   > www.rumstedt-familie.de
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Re: [OWP] Vorstellung / FN Rogahn, Pufahl, Nimtz

Date: 2017/03/05 10:14:39
From: Evelyn Rumstedt, Hamburg <vorfahren(a)rumstedt-familie.de>

Guten Morgen Herr Pankau,

herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung! Die Seite poznan-project war mir noch nicht bekannt. Aber ich bin in Sachen Westpreußen ja auch noch ein Neuling :-)

Ihr Hinweis bringt mich hoffentlich ein kleines Stückchen weiter.

Beste Grüße
Evelyn Rumstedt




Am 05.03.2017 um 09:22 schrieb Peter Pankau:
Guten Morgen Frau Rumstedt,

Damerau Kreis Flatow gehörte zur Koschneiderei - siehe auch
www.koschneiderei.de. Von dort stammen auch meine Vorfahren her. Der
Name Rogahn ist mir dort jedoch noch nie begegnet. Ein Blick in die
Taufregister der katholischen Pfarrei Kamin für Nov. - Dez. 1869 zeigt
keine Taufe eines Friedrich Wilhelm Rogahn. Also war er wohl evangelisch.

Die Webseite poznan-project.psnc.pl/ zeigt die Heirat von Wilhelm Rogahn
und Henriette Pufahl im Jahre 1864 in der evangelischen Kirche von
Zempelburg. Die Väter sind angegeben, die Mütter nicht. Eine Kopie
dieses Heiratseintrag sollte über www.ezab.de beschaffbar sein. Bei
www.archion.de ist Zempelburg noch nicht vorhanden; Kamin ist teilweise
vorhanden.

Viel Erfolg bei der weiteren Suche.
Gruß von Peter Pankau

"Evelyn Rumstedt, Hamburg" <vorfahren(a)rumstedt-familie.de> hat am 4.
März 2017 um 22:19 geschrieben:


Guten Abend,

mein Name ist Evelyn Rumstedt aus Hamburg und ich habe mich neu auf
dieser Liste angemeldet.

Zu meinen Verwandten in Westpreußen habe ich bisher kaum recherchiert
und die Datenlage ist noch sehr dünn.


Mein Ururgroßvater:

Friedrich Wilhelm ROGAHN
* 12.11.1869 Damerau, Kr. Flatow
+ 1939 Schleswig, Sohn des Wilhelm ROGAHN (Wohnort im Jahr 1897:
Schönhorst) und Wilhelmine PUFAHL
oo 1897 Flensburg
Wiebke KOCK


Großvater meines Mannes:

Hermann Emil Otto NIMTZ
* 18.07.1910 Briesnitz, Kr. Schlochau
+ 1976 Soltau, Sohn des Hermann NIMTZ und Maria NN
oo 1937 Thurow, Kr. Neustettin
Erna Maria STEUCK


Mit besten Grüßen
Evelyn Rumstedt

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[OWP] Edelgard Gütter?

Date: 2017/03/05 10:23:22
From: Evelyn Rumstedt, Hamburg <vorfahren(a)rumstedt-familie.de>

Liebe Liste,

im Jahre 2006 hatte ich kurz Kontakt zu Frau Edelgard Gütter, die auch den FN PUFAHL in ihrer Ahnenliste hatte. Leider hatte ich zu diesem Zeitpunkt den Kopf voll mit anderen Dingen und keine Zeit für Ahnenforschung.

Ich habe nun versucht, Frau Gütter wieder zu kontaktieren, leider ohne Erfolg.

Kennt jemand eine aktuelle E-Mail-Adresse von ihr oder liest sie vielleicht sogar in dieser Liste mit?


Beste Grüße
Evelyn Rumstedt

Re: [OWP] Böhnke-Glede, Ostpreussen

Date: 2017/03/05 11:23:38
From: M ichael La binsky_ AF <mlgen(a)labinsky-achenbach.de>


hallo Karl

bei so vielen Namen in der hintersten "Ecke"
850,
kann man n schon mal einen Name vergessen.
jetzt wieder entdeckt:auch bei mir gibt es eine Frau Boenke-verh. Glede,

bitte schicke mir den Artikel

mit freundlichem Gruss
Michae (Labinsky)

Am 19.02.2016 um 17:11 schrieb Karl Müschenborn:
Hallo in die Runde,

ich habe aus dem Ostpreussenblatt von 1949-1955  37 Artikel,
in denen der  sehr häufig vorkommende Name Böhnke vertreten ist.
Vielleicht ist ja für den Einen oder Anderen etwas Passendes dabei.
Bei Interesse bitte melden. Die Artikel kommen dann umgehend per Anhang.

mit freundlichen Grüßen

Karl (Müschenborn)


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[OWP] Neuvorstellung: KOSCHINSKI & FRIDRISCYK aus Willenberg (Kreis Ortelsburg)

Date: 2017/03/05 14:13:24
From: Christoph Betke <betke-online(a)gmx.de>

   Liebe Listenmitglieder,
   vielen Dank fuer die Aufnahme. Nachdem ich hier nun schon interessiert
   mitgelesen haben, moechte ich mich als neues Listenmitglied noch ein
   wenig vorstellen.
   Ich heisse Christoph Betke, bin 31 Jahre alt und wohne im
   ostwestfaelischen Bad Oeynhausen. Das "Fieber" der Ahnenforschung
   packte mich 2001, als ich ein Computer-Programm erwarb, mit dem ich
   erstmals meinen eigenen Stammbaum zusammenstellen konnte. Die Freizeit
   neben der Arbeit nutze ich nun groesstenteils fuer mein Hobby der
   Ahnenforschung. Die Nachforschungen haben mich muetterlicherseits nach
   Ostpreussen gefuehrt (die Familennamen samt Wohnorten habe ich unten
   aufgelistet). Die Geagno (Historische Masurische Vereinigung) konnte
   mir hier auch schon gut weiterhelfen. Danke noch einmal fuer die
   bisherige Hilfe!

   Ich wuerde mich freuen, wenn es mit dieser Mailingliste klappen wuerde,
   weitere Anknuepfungspunkte mit anderen Forschern finden zu koennen.
   Daher stelle ich meine Forschungsschwerpunkte nacheinander vor und
   nicht alle auf einmal, damit man nicht gleich den Ueberblick verliert.
   Heute bin ich konkret auf der Suche nach den Vorfahren von:
   Johann Kosienski (Koschinski), evangelisch, Losmann, Eigenkaethner,
   geboren zu Kollodzeygrund-Werder ( Krs. Ortelsburg) am 31.03.1810,
   gestorben zu Klein Schiemanen (Krs. Ortelsburg) vor 1890
   Ehe in Willenberg (Krs. Ortelsburg) um das Jahr 1837 mit
   Caroline Fridriscyk, evangelisch, geboren zu Willenberg am 06.08.1813,
   gestorben zu Klein Schiemanen, Krs. Ortelsburg vor 1890

   Die Daten habe ich einem Ariernachweis entnehmen koennen, der mir von
   einer anderen Familienforscherin zu Verfuegung gestellt wurde, da die
   Kirchenbuecher von Willenberg fuer diese Zeit leider nicht mehr
   existieren.
   Ich wuerde mich ueber Anknuepfungspunkte freuen.
   Einen schoenen Restsonntag und viele Gruesse,
   Christoph (Betke)



   Gesuchte Namen mit Wohnort/Genealogy names and areas/:

   OSTPREUSSEN:
   - Anuss (Gross Jerutten)
   - Bespiesny ( Georgensguth, Kr. Ortelburg)
   - Broszi (Schwirgstein, Kr. Ortelsburg)
   - Fridriscyk (Willenberg)
   - Galla (Schwirgstein, Kr. Ortelsburg)
   - Grabowski (Kutzburg)
   - Kadlubowski (Wichrowitz)
   - Kolodziej (Gross Jerutten)
   - Koschinski (Willenberg)
   - Loch (Wallendorf)
   - Losch (Beutnerdorf)
   - Neumann alias Bienken (Schwirgstein, Kr. Ortelsburg)
   - Maroska (Georgensguth, Kr. Ortelburg)
   - Nikutta (Scheufelsdorf, Kr. Ortelsburg)
   - Patscha (Olschoewken, Lehmanen)
   - Pietrucha (Beutnerdorf?)
   - Przylutzki (Michelsdorf)
   - Rogowski (Zielonken, Krs. Ortelsburg)
   - Simanski (Narthen, Jedwabno/Gedwangen)
   - Stach ( Balden, Krs. Neidenburg)
   - Stasch (Beutnerdorf?)
   - Stephan (Gross-Jerutten/Klein Jerutten)
   - Stoppa (Gross Schoendamerau, Krs. Ortelsburg)
   - Willam (Georgensguth, Kr. Ortelsburg)
   - Wygonowski (Wichrowitz)
   - Wyzolmierski (Michelsdorf, Kr. Ortelsburg)
   - Ziemek (Dombrowken/ Keykuth, Krs. Ortelsburg)

[OWP] Zuständigkeit Standesamt oder Archiv

Date: 2017/03/05 14:43:55
From: papr <paprnh(a)gmx.de>

   Hallo Listenteilnehmer,

   vielleicht koennt Ihr mir ja weiter helfen?

   Weiss jemand, wen ich anmorsen muss, wenn ich die Kopie einer
   Sterbeurkunde aus dem Jahr 1933 beziehen moechte?
   Der Sterbeort war Lindenau (Lipowka) bei Rauschken (Ruszkowo) Krs.
   Osterode.
   Wuerde mich sehr freuen, wenn mich jemand aufs richtige Pferd setzen
   kann.

   Herzlichste Gruesse
   Paul

   P.S.: Wie antwortet "Re:" man eigentlich auf eine, in der Liste
   veroeffentlichten Beitrag?

[OWP] Pobethen

Date: 2017/03/05 15:41:33
From: Uli <UBudler(a)gmx.de>

Liebe Listenteilnehmer,
hat schon einmal jemand mit den Kirchenbüchern von Pobethen im Samland beschäftigt??

Ich habe gelesen, dass es Buch von 1673 an geben soll- wie gut sind sie lesbar?



Und noch eine Frage: 
In welche Kirche gingen Einwohner, wenn sie in Wargienen (heute wohl Darien) lebten??

Liebe Grüße 
Uli

Re: [OWP] Zuständigkeit Standesamt oder Archiv

Date: 2017/03/05 15:56:08
From: Pet <prubow(a)gmx.de>

Hallo Paul,

es ist das Standesamt. Allerdings greift der Datenschutz, nur bei berechtigtem Interesse wird Auskunft an nahe Angehörige gegeben. Ab Jahrg. 1906 lockert sich die Vorschrift.

Gruß

Petra


Am 05.03.2017 um 14:43 schrieb papr:
    Hallo Listenteilnehmer,

    vielleicht koennt Ihr mir ja weiter helfen?

    Weiss jemand, wen ich anmorsen muss, wenn ich die Kopie einer
    Sterbeurkunde aus dem Jahr 1933 beziehen moechte?
    Der Sterbeort war Lindenau (Lipowka) bei Rauschken (Ruszkowo) Krs.
    Osterode.
    Wuerde mich sehr freuen, wenn mich jemand aufs richtige Pferd setzen
    kann.

    Herzlichste Gruesse
    Paul

    P.S.: Wie antwortet "Re:" man eigentlich auf eine, in der Liste
    veroeffentlichten Beitrag?
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Re: [OWP] Böhnke-Glede, Ostpreussen

Date: 2017/03/05 18:05:29
From: Barbara Böhnke <barbaraboehnke(a)gmx.de>

Hallo Karl, 

Ich suche auch zu Familie Böhnke und bin für Unterlagen sehr dankbar

BARBARA A. Boehnke



 

Von meinem iPad gesendet

> Am 05.03.2017 um 11:23 schrieb M ichael La binsky_ AF <mlgen(a)labinsky-achenbach.de>:
> 
> 
> hallo Karl
> 
> bei so vielen Namen in der hintersten "Ecke"
> 850,
> kann man n schon mal einen Name vergessen.
> jetzt wieder entdeckt:auch bei mir gibt es eine Frau Boenke-verh. Glede,
> 
> bitte schicke mir den Artikel
> 
> mit freundlichem Gruss
> Michae (Labinsky)
> 
>> Am 19.02.2016 um 17:11 schrieb Karl Müschenborn:
>> Hallo in die Runde,
>> 
>> ich habe aus dem Ostpreussenblatt von 1949-1955  37 Artikel,
>> in denen der  sehr häufig vorkommende Name Böhnke vertreten ist.
>> Vielleicht ist ja für den Einen oder Anderen etwas Passendes dabei.
>> Bei Interesse bitte melden. Die Artikel kommen dann umgehend per Anhang.
>> 
>> mit freundlichen Grüßen
>> 
>> Karl (Müschenborn)
>> 
>> 
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>> OW-Preussen-L mailing list
>> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
>> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
> 
> 
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[OWP] Ergänzung / Vorfahren von Friedrich Wilhelm Rogahn

Date: 2017/03/05 19:01:10
From: Evelyn Rumstedt, Hamburg <vorfahren(a)rumstedt-familie.de>

Guten Abend,

nachdem mir auf dieser Liste heute so gut geholfen wurde, kann ich die Angaben zu meinen ROGAHN-Vorfahren wie folgt ergänzen:

Vorfahren von
Friedrich Wilhelm ROGAHN, *12.11.1869 Damerau, Kr. Flatow,
† 1939 Schleswig

Eltern:
Wilhelm ROGAHN, *um 1828, †?, Schäfersknecht zu Zahn
oo 03.07.1864 Zempelburg
Henriette Wilhelmine PUFAHL, *um 1844 Zahn, Kreis Flatow, †?,
Tochter des Daniel PUFAHL und Eva Rosine KLUG

Großeltern:
Ferdinand ROGAHN, *um 1808 in Sydow bei Pollnow, Kr. Schlawe,
† 30.08.1878 Gersdorf, Kreis Konitz
oo Caroline KUHN (oder KAUN), *?, † nach 30.08.1878

Urgroßeltern:
Carl ROGAHN, Holzwärter, *?, †?
oo NN


Beste Grüße
Evelyn Rumstedt

[OWP] Ost-West-Radio - Ausgabe März 2017

Date: 2017/03/05 19:02:37
From: Werner Schuka <Schuka.EDV(a)t-online.de>

Hallo,

der März-Beitrag aus dieser Senderreihe ist im Netz bereitgestellt:
Siehe: http://www.lo-nrw.de/Audiothek/Antenne/


Antenne Münster - "Ost-West-Radio" - 05.03.2017 - Ausgabe Februar / März 
------------------------------------------------------------------------ 
Diese Sendung enthält folgende Beiträge:
1: ab Min. 03:45
   Ein Nationalschatz der Danziger: 
   "Das Jüngste Gericht" von Hans Memling. 
   Dazu gab es im  Westpreußischen Landesmuseum 
   einen Vortrag von Georgios Paroglou B.A., Münster.
   Das Gemälde hängt heute im Nationalmuseum von Danzig. 
2: ab Min. 24:40
   Dokumentarfilm: "Wir sind Juden aus Breslau".
   Dazu ein Interview mit dem Regisseur Dirk Szuszies.
   (Siehe auch: NDR-Berichterstattung zum Film)
      
Sendung hören - 51 Min. - (48,2 MB) ... 
http://www.lo-nrw.de/Audiothek/Antenne/2017/#03

Mit freundlichen Grüßen
Werner Schuka

Re: [OWP] Böhnke-Glede, Ostpreussen

Date: 2017/03/05 19:06:17
From: Frank Kopanka <Kopanka(a)web.de>

Hallo Karl,

Ich suche ebenfalls nach Böhnke. Hauptsächlich im Kr. Johannisburg

Gruß
Frank (Kopanka)

Am 5. März 2017 um 11:23 schrieb M ichael La binsky_ AF <
mlgen(a)labinsky-achenbach.de>:

>
> hallo Karl
>
> bei so vielen Namen in der hintersten "Ecke"
> 850,
> kann man n schon mal einen Name vergessen.
> jetzt wieder entdeckt:auch bei mir gibt es eine Frau Boenke-verh. Glede,
>
> bitte schicke mir den Artikel
>
> mit freundlichem Gruss
> Michae (Labinsky)
>
> Am 19.02.2016 um 17:11 schrieb Karl Müschenborn:
>
>> Hallo in die Runde,
>>
>> ich habe aus dem Ostpreussenblatt von 1949-1955  37 Artikel,
>> in denen der  sehr häufig vorkommende Name Böhnke vertreten ist.
>> Vielleicht ist ja für den Einen oder Anderen etwas Passendes dabei.
>> Bei Interesse bitte melden. Die Artikel kommen dann umgehend per Anhang.
>>
>> mit freundlichen Grüßen
>>
>> Karl (Müschenborn)
>>
>>
>> _______________________________________________
>> OW-Preussen-L mailing list
>> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
>> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>>
>
>
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>

[OWP] Pobethen und Powunden

Date: 2017/03/05 19:21:19
From: Viktor Haupt via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

 Hallo Uli,

ich kenne das KB Pobethen in Auszügen, nicht alle Jahrgänge. Es ist durchschnittlich gut/schlecht lesbar, hat aber vor allem im frühen 18. Jh. recht schwierige Passagen. Ich habe mich im 18. Jh. mühsam zurechtfinden können, weil ich im Kirchspiel fast alle Cöllmerfamilien und deren Wohnorte und Familienverhältnisse schon einigermaßen kannte. Es gibt jedoch Kirchenbuchlücken im 18. Jh., die einen Anschluss an Zeiten vor 1700 sehr erschweren bis unmöglich werden lassen. 

Wargienen/Darienen gehörte zur Kirche Powunden! Der Ort wurde im späten 19. Jh. umbenannt, um Verwechslungen mit anderen gleichnamigen Orten zu vermeiden. 

Grüße aus Berlin
Viktor


-----Ursprüngliche Mitteilung----- 

Message: 3
Date: Sun, 5 Mar 2017 15:41:47 +0100
From: "Uli" <UBudler(a)gmx.de>
Subject: [OWP] Pobethen
To: "Ostpreussen" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID: <65BADA4FD2114DF4BAEA7598A522F051(a)Uli>
Content-Type: text/plain;	charset="iso-8859-1"

Liebe Listenteilnehmer,
hat schon einmal jemand mit den Kirchenbüchern von Pobethen im Samland beschäftigt??

Ich habe gelesen, dass es Buch von 1673 an geben soll- wie gut sind sie lesbar?



Und noch eine Frage: 
In welche Kirche gingen Einwohner, wenn sie in Wargienen (heute wohl Darien) lebten??

Liebe Grüße 
Uli

 

 

 




Re: [OWP] Pobethen und Powunden

Date: 2017/03/05 19:29:51
From: Uli <UBudler(a)gmx.de>

Lieber Viktor,
wenn ich richtig informiert bin, dann sind für Wargienen bzw. Powunden die Kirchenbücher nur bis Anfang der 1730er Jahre vorhanden, oder?? Also ist mit der Forschung erst einmal Sendepause, da die familie nur Instleute stellte. Also kein Landbesitz und keine Prästationstabellen oder, oder.
Vielen Dank für deine Infos.
Liebe Grüße
Uli

-----Ursprüngliche Nachricht----- From: Viktor Haupt via OW-Preussen-L
Sent: Sunday, March 5, 2017 7:21 PM
To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Subject: [OWP] Pobethen und Powunden


Hallo Uli,

ich kenne das KB Pobethen in Auszügen, nicht alle Jahrgänge. Es ist durchschnittlich gut/schlecht lesbar, hat aber vor allem im frühen 18. Jh. recht schwierige Passagen. Ich habe mich im 18. Jh. mühsam zurechtfinden können, weil ich im Kirchspiel fast alle Cöllmerfamilien und deren Wohnorte und Familienverhältnisse schon einigermaßen kannte. Es gibt jedoch Kirchenbuchlücken im 18. Jh., die einen Anschluss an Zeiten vor 1700 sehr erschweren bis unmöglich werden lassen.

Wargienen/Darienen gehörte zur Kirche Powunden! Der Ort wurde im späten 19. Jh. umbenannt, um Verwechslungen mit anderen gleichnamigen Orten zu vermeiden.

Grüße aus Berlin
Viktor


-----Ursprüngliche Mitteilung-----
Message: 3
Date: Sun, 5 Mar 2017 15:41:47 +0100
From: "Uli" <UBudler(a)gmx.de>
Subject: [OWP] Pobethen
To: "Ostpreussen" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID: <65BADA4FD2114DF4BAEA7598A522F051(a)Uli>
Content-Type: text/plain; charset="iso-8859-1"

Liebe Listenteilnehmer,
hat schon einmal jemand mit den Kirchenbüchern von Pobethen im Samland beschäftigt??

Ich habe gelesen, dass es Buch von 1673 an geben soll- wie gut sind sie lesbar?



Und noch eine Frage:
In welche Kirche gingen Einwohner, wenn sie in Wargienen (heute wohl Darien) lebten??

Liebe Grüße
Uli










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[OWP] Ziegelei Schönberg/Schöneberg bei Nikol aiken, Krs. Sensburg, Ostpr.

Date: 2017/03/05 23:26:31
From: David Schwesig via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Hallo liebe Listenmitglieder,

angeregt durch die kürzlich hier gepostete Frage nach einer Ziegelei möchte
ich auch fragen,
ob jemand Details zu der Ziegelei Schönberg oder Schöneberg hat, die im 19.
Jhdt. in der Nähe von Nikolaiken (Kreis Sensburg) betrieben wurde. Nach
meinem Kenntnisstand müsste es sich dabei um einen Vorort von Nikolaiken
handeln, ca. 3 km südöstlich der Stadt, dort wo der heutige Ort Stawki
liegt, ca bei den folgenden Koordinaten (google-maps Format: 53.790041,
21.603666).
Einer meiner Vorfahren hat dort zusammen mit seinem Bruder als
"Ziegelstreicher" gearbeitet.
Es wäre toll, wenn jemand Hintergrundinfos, Bilder etc. zu dieser Ziegelei
hätte.

Besten Dank und Gruß

D. Schwesig

[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/06 00:48:40
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 2   „Weitere große Getreidelieferungen Kanadas an den Sowjetblock
wurden jetzt vereinbart.  Die Tschechoslowakei will mindestens eine Million
Doppelzentner Kanadaweizen übernehmen. Ungarn wünscht eine Lieferung von
eineinhalb Millionen Doppelzentnern. Mit der Sowjetunion selbst wurden
bereits früher Lieferungsverträge über vier Millionen Doppelzentner
vereinbart.

Seite 2   Auswanderung ins Weltall …
Dass noch nicht alles auf Erden zum Besten bestellt ist, dürfte wohl
ziemlich unbestritten sein. Trotz aller Fortschritte in Wissenschaft und
Technik ist es der Menschheit bisher noch nicht gelungen, auch nur
einigermaßen Ordnung auf unserem Globus zu schaffen. Noch ist auch nicht
abzusehen, wie das einmal geschehen sollte, es sei denn, die Politiker
würden, wenn sie von Abrüstung sprechen, nicht an Aufrüstung denken und die
UNO würde eines Tages zu wirklich Vereinten Nationen werden. Aber selbst
wenn dieses Wunder einmal geschehen sollte, wäre eine Ordnung auf Erden
immer noch nicht garantiert. 

„Es gibt bei weitem zu viele von uns“, sagte dieser Tage der Raketen-Experte
Dr. Fritz Zwicky vom Technologischen Institut in Kalifornien, „und in der
Zukunft wird es damit noch viel schlimmer werden“. Mit den „zu vielen von
uns" meinte er die Übervölkerung, die in der Tat immer größer zu werden
droht. Um diesem offenbaren Übelstande entscheidend abzuheilen, schlägt der
Raketenforscher vor, das ganze Weltall oder zunächst dessen uns am nächsten
gelegenen Teil von Grund auf umzugestalten. Wenn eine Erde für eine
überquellende Menschheit nicht mehr reicht, dann gebietet die simple Logik
einige neue Erden zu schaffen. Das mag sich früher phantastisch angehört
haben, aber nach Dr. Zwicky ist das heute kein Problem mehr. Die
Wasserstoffbombe, so meint er, braucht nicht unbedingt ein Instrument zur
Ausrottung des Menschen zu sein, richtig angewandt, kann sie auch seine
Rettung bedeuten. Man braucht nämlich „nur", immer nach Dr. Zwicky, mit
ihrer Hilfe größere Teile aus den größeren Planeten, wie etwa dem Jupiter,
Saturn oder Neptun, gewissermaßen herauszuschießen und diese Teile dann auf
kleinere Planeten zu transportieren, deren Bahn dann so zu ändern wäre, dass
sie sich so wie die Erde um die Sonne bewegten. Auf diese Weise hätten die
neuen Planeten so ungefähr dasselbe Klima wie Erde Nummer Eins und wären
somit das ideale Auswanderungsziel einer überdrüssigen und überschüssigen
Menschheit. 

Dieses Verfahren ist sicherlich einleuchtend. Nachdem wir auf unserer Erde
ohnehin keine Ordnung schaffen können, sollten wir in der Tat einmal
versuchen, wenigstens etwas Ordnung in das chaotische Weltall zu bringen. Es
kann einen doch wirklich jammern, wenn man sieht, wieviel ungenutztes
Brachland so durch die Weltgeschichte kreist und noch dazu auf Bahnen, die
kaum sinnvoll ausgedacht sind. Es war wirklich höchste Zeit, dass die
Atomzertrümmerung gelang und die Wasserstoffbombe erfunden wurde, damit ein
neues Sonnensystem geschalten werde, unter dem wir alle und noch viel mehr
von uns ach so glücklich werden müssten.

Seite 2   Von Woche zu Woche
Eine zweite Liste von tausend deutschen Zivilverschleppten wird Botschafter
Haas Ende April 1056 der Sowjetregierung überreichen. Der DRK-Suchdienst hat
mitgeteilt, dass er inzwischen weitere Listen zusammenstellt. 

Der Vorsitzende des Verbandes der Landsmannschaften, Baron
Manteuffel-Szoege, hatte in diesen Tagen eine informatorische Aussprache mit
dem deutschen Botschafter in Moskau, Haas, der gegenwärtig in Bonn weilt.

Vor den in Strafanstalten der Bundesrepublik inhaftierten ausländischen
Flüchtlingen haben nur insgesamt 51 ihre Repatriierung in die Sowjetunion
beantragt, teilte die Bundesregierung der sowjetischen Regierung in einer
Note mit. Die in der Bundesrepublik lebenden heimatlosen Ausländer und
ausländischen Flüchtlinge lebten hier aus freiem Willen und könnten
jederzeit in ihre Heimatländer zurückkehren, wenn sie dies wünschten.
Gleichzeitig mit der Versicherung, dass in der Bundesrepublik kein Mensch
unter Zwang zurückgehalten werde, machte die Bundesregierung die sowjetische
Regierung darauf aufmerksam, dass in der Sowjetunion elf Jahre nach Ende des
Krieges immer noch eine außerordentlich hohe Zahl von Deutschen gegen ihren
Willen an der Rückkehr in die Heimat gehindert werde. 

Zur Frage der Stationierungskosten der alliierten Truppen überreichte die
Bundesregierung den Botschaftern der drei Westmächte eine neue Note. Bonn
vertritt darin weiter den Standpunkt, dass die Bundesrepublik nach dem 5.
Mai keine Finanzbeiträge für die alliierten Einheiten zahlen kann. Die
Alliierten könnten nach diesem Zeitpunkt nur noch Werk- und Sachleistungen
in Anspruch nehmen. 

Kiel soll wieder führender Marinestützpunkt der Ostsee werden. Der Kieler
Oberbürgermeister gab bekannt, dass man damit rechnet, dass etwa zehntausend
Marineangehörige in Kiel stationiert werden. 

Eine Reihe hoher Offiziere des Bundesverteidigungsministeriums nahm in der
letzten Woche erstmals an den amerikanischen Flottenmanövern im Mittelmeer
teil. Unter den deutschen Vertretern befanden sich die Generale Heusinger
und Lägeler sowie Admiral Wagner. 

Die Übernahme von Grenzschutzverbänden in die neue Bundeswehr soll in den
nächsten acht Wochen beginnen. 

Ein Landesverband Saar des Gesamtdeutschen Blocks soll demnächst gebildet
werden. Einige Mitglieder des Bundesvorstandes des BHE sind mit den
Vorbereitungen beschäftigt. 

Ein außerordentlich starker Rückgang der Arbeitslosigkeit war im März in der
Bundesrepublik zu verzeichnen. Die Zahl der Arbeitslosen sank zum ersten Mal
seit 1945 in einem Monat um 808000 auf 1,02 Millionen. 

Die Kassenguthaben der Bundesrepublik belaufen sich nach einer Erklärung des
Finanzministers Schäffer zur Zeit auf rund 6,4 Milliarden DM. Schäffer
sagte, diese Guthaben seien nicht durch ständige Steuerüberschüsse
entstanden. Der Bund verfüge über kein Geld, für das er nicht bereits
Verpflichtungen eingegangen sei. 

Die Zahl der Sowjetzonen-Flüchtlinge steigt ständig. In Westberlin meldeten
sich im März etwa 15 000 Bewohner der Zone und Ostberlins. Damit wurde die
Zahl des Vormonats um 3500 überstiegen. 

Der sowjetische Marinechef Admiral Kusnezow ist überraschend von seinem
Posten abgelöst worden. Zum neuen Oberbefehlshaber wurde Admiral Gorschkow
ernannt. Kusnezow war von Stalin mit 37 Jahren zum Admiral ernannt worden.
Er ist beim letzten Parteikongress nicht wieder in das Zentralkomitee
gewählt worden. Gorschkow gilt als besonderer Schützling Chruschtschows. 

Die sozialistische Internationale hat auf ihrer Londoner Tagung das Moskauer
Ersuchen um eine Zusammenarbeit mit den Kommunisten scharf abgelehnt und
gleichzeitig darauf hingewiesen, dass alle Sozialistenparteien Osteuropas
von Moskau zwangsweise verschmolzen oder auf andere Weise vernichtet wurden.
Moskau sei keine Volksdemokratie sondern eine Diktatur. 

Ein historisches Ereignis in Madrid war die Unterzeichnung des Abkommens,
wonach Spanien Marokko die volle Selbständigkeit einschließlich der
Verteidigung und Außenpolitik gewährt hat. Bei den Verhandlungen zwischen
General Franco und dem Sultan ging Spanien weit über die französischen
Zugeständnisse hinaus. 

In Algerien wurden wieder blutige Kämpfe ausgefochten. Allein am letzten
Wochenende wurden rund 250 Menschen getötet — eine der höchsten Zahlen seit
Beginn des Aufstandes in Algerien. Seit Beginn der französischen Offensive
gegen die rund 15 000 Aufständischen in Algerien am 27. März sind in diesem
Gebiet etwa 700 Menschen ums Leben gekommen. 

UN-Generalsekretär Hammarskjöld begann in der libanischen Hauptstadt Beirut
seinen Vermittlungsversuch im Nahen Osten in einer außerordentlich
gespannten Atmosphäre. Seit Tagen kommt es an der israelisch-ägyptischen
Grenze im Gebiet um Gaza immer wieder zu Blutvergießen. 

Der Chef der Waffenstillstandskommission der Vereinten Nationen,
Generalmajor Burns, richtete an den ägyptischen Ministerpräsidenten Nasser
eine eindringliche Warnung vor der Fortsetzung der Aktionen ägyptischer
„Selbstmordkommandos“, die in den letzten Tagen in verschiedenen Gebieten
Israels Sabotageakte verübten. Burns forderte die „bedingungslose
Einstellung“ dieser Unternehmungen, wenn Ägypten vermeiden wolle, als
Angreifer gebrandmarkt zu werden.

Seite 2   „Aus unterrichten Kreisen“. Die Presse im psychologischen Krieg.
Wir stehen in einer gefährlichen Phase der neuen Form des kalten Krieges,
dem psychologischen Krieg. 

Schonungslos ausgesprochen, ist die Situation doch die: Millionen von
Wählern der freien Welt, weit ab vom Schuss, aber selbst auch in der Nähe
des Eisernen Vorhangs, sehen keine zwingende Notwendigkeit für die
Wiedervereinigung Deutschlands; immerhin bekennen sie sich gegen den Terror
und wünschen die Befreiung der siebzehn Millionen in Mitteldeutschland. Wenn
man ihnen aber glaubwürdig versichert, Moskau und also auch Pankow seien
liberal geworden oder auf dem besten Wege, es zu werden, dann gibt es für
sie keine deutsche Tragik mehr, ihre Gewissen beruhigen sich. 
Diese Art Entspannung wünscht Moskau, eine Entspannung, die ihm seinen Raub
belässt und den Ausgangspunkt für neue Raubzüge schafft. Um dieses Zieles
willen spielte Moskau die gewagte Komödie von der Ächtung Stalins. 

Goldgräber 
Wer glaubte, diese Komödie würde in der freien Welt überall hohnlächelnd
durchschaut, hat sich leider geirrt. Moskau hat sogar im Westen Verbündete
gefunden, die gewollt oder fahrlässig sein Spiel mitspielen. Wir bitten dazu
auch diejenigen unserer Leser, die „prinzipiell" keinen Leitartikel lesen,
den Artikel auf der ersten Seite „Kein Friede ohne Einheit" gründlich zu
studieren. Aber es geht nicht nur um Mollet. Überall haben sich ähnlich wie
im vergangenen Sommer Politiker und Publizisten aufgemacht, um, Goldgräbern
gleich, östliches Gold zu suchen, den Gesinnungswandel nämlich, der die
Gewissen beruhigen würde und die Spaltung Deutschlands zunächst tragbar
erscheinen ließe. „Wird die Sowjetunion liberaler?" Auch das Fragezeichen
hinter dieser Schlagzeile ändert nichts, sie tut ihre Wirkung. 

Ein weiteres Beispiel, wie man sich fahrlässig an Moskaus Spiel beteiligen
kann, bot jüngst eine große westdeutsche Zeitung mit der Hauptschlagzeile
„Räumen die Sowjets die mitteldeutsche Zone?" Ja, sie planen die Räumung,
wusste man darunter aus „gut unterrichteten Kreisen" zu melden. Aber es gibt
im bolschewistischen Machtbereich keine „gut unterrichteten Kreise", nie
wurden die wahren poetischen Schachzüge so geheim gehalten wie jetzt! Die
fragliche Mitteilung wurde vielmehr von einem hohen „bürgerlichen"
Regierungsfunktionär der Zone auf höheren Befehl als psychologischer
Störballon abgefeuert. Andere Zeitungen sind nicht darauf hereingefallen.
Aber stellen wir uns doch einmal vor, überall sprängen uns Schlagzeilen wie
diese in die Augen: Abzug der Sowjettruppen — Revision der Terrorurteile —
Ulbricht lädt SPD zu Gesprächen ein — Freimütige Kritik in der Volkskammer
—. Von da ist es doch nur noch ein Schritt zu der Forderung, Bonn müsste
sich eiligst nach Pankow begeben, an einen Tisch mit Pieck, Ulbricht und
Grotewohl. Das aber will Moskau zunächst erreichen, nichts kann ihm
willkommener sein, als wenn die Blätter des Westens alle unangenehmen
Meldungen auf der dritten und vierten Seite verstecken. 

Was nach vorn gehört 
Welche Meldungen aber sind es, die in dieser kritischen Phase ganz nach vorn
gehören, optisch und ins Bewusstsein der politisch gleichgültigen
Wählermassen? 

Die bündige Erklärung der „Prawda" zum Beispiel dass die Kritik an Stalin
keineswegs bedeute, dass nun etwa auch an der Partei und ihrem
Zentralkomitee Kritik geübt werden dürfe. Unterrichtung über die
Verschärfung des Kirchenkampfes in der Sowjetzone, über den verschärften
Druck auf die letzten Privatbetriebe, über den Fortgang der Kollektivierung
der Landwirtschaft. Vor allem aber Berichte wie der des SED-Zentralorgans
„Neues Deutschland" von voriger Woche über eine Zusammenkunft von
Mitgliedern des Politbüros mit westdeutschen angeblichen Sozialdemokraten. 

Im Rahmen dieses Gesprächs bestätigte Grotewohl das Fortbestehen des
politischen Terrors in der Zone. Spione, Diversanten und Saboteure, so
stellte er fest, würden weiterhin zum Tode verurteilt werden. Und was sie
darunter verstehen, wir wissen es nur zu gut. Nie darf uns das Todesurteil
aus dem Gedächtnis schwinden, ausgesprochen gegen einen Mann, der angeblich
Arbeitskollegen überredet haben sollte, in den Westen zu gehen! Die
Zuchthausurteile, laufend wegen des gleichen „Verbrechens" verhängt, gehören
nach vorn und immer wieder die Erinnerung daran, dass sich noch
zwanzigtausend politische Häftlinge in Zuchthäusern der Sowjetzone befinden.


Es sind mindestens zwanzigtausend, denn die westlichen Stellen zählen nur
die, die von Angehörigen und Freunden namentlich und glaubhaft gemeldet
werden. Zwanzigtausend, die vor oder nach dem Tode Stalins, ja auch noch
nach dem Moskauer Parteikongress im Februar verurteilt worden sind,
Mitteldeutsche, Heimatvertriebene, unter ihnen auch viele ostpreußische
Landsleute. 

Bei der Zusammenkunft, von der das „Neue Deutschland" berichtete, wurde auch
nach ihrem Schicksal gefragt. Grotewohl leugnete das Vorhandensein von
Konzentrationslagern. „Wo sind die Zwanzigtausend?", sagte er wörtlich. „Ich
will euch etwas sagen: wenn wir alle Leute, die wir in unseren Zuchthäusern
haben, morgen entlassen würden, ich garantiere euch, übermorgen ginge es
wieder los, dass gesagt wird: und die anderen zwanzigtausend haben sie nicht
herausgelassen“. 

Das ist eine lächerliche, unglaublich freche Ausrede. Dazu ist zu bemerken,
dass die bolschewistischen Machthaber nach ihrem Sprachgebrauch in der Tat
keine politisch Inhaftierten kennen. Sie bezeichnen es als Spionage, wenn
Else Müller ihrer Freundin von ihrer Arbeit in einer volkseigenen
Marmeladenfabrik erzählt. Als Spionage, wenn jemand das Gebäude der
SED-Kreisleitung fotografiert (wofür jüngst in Potsdam ein Zuchthausurteil
erging), als Sabotage, wenn sich jemand über unzulängliche
Lebensmittelversorgung oder mangelnde Sicherheitsvorrichtungen am
Arbeitsplatz beschwert. Von der wahrhaft grotesken Erfindung des Verbrechens
der „Abwerbung" gar nicht zu reden. Zusammengenommen nennen wir das in
unserem Sprachgebrauch eben Terror, gleich ob die Opfer mit oder ohne
Haftbefehl abgeführt werden. 

Und was weiter nach vorn gehört? Das wären die privaten und politischen
Lebensläufe der Chruschtschow und Serow, der Ulbricht, Grotewohl, Wollweber?
die lückenlos geführte Chronik der Urteile sowohl des Obersten Zonengerichts
als auch des kleinsten SED-Amtsgerichts; das wäre ein prägnanter Abriss des
Leninismus, der nun auf einmal so harmlos sein soll, oder aber auch eine
Fibel der Dialektik, die es westlichen Lesern möglich machte, östliche
Verlautbarungen ihrem Sinne nach zu verstehen, ein Wörterbuch, das vor allem
in die Hände ahnungsloser Politiker, Kaufleute und Zeitungsredakteure
gehörte. 

Oft ist es nur ein winziger Schritt von sachlicher Information zur
fahrlässigen Unterstützung Moskaus im psychologischen Krieg . . . 

Seite 2   Die Antwort 
In der geheimen Sitzung des 20. Parteikongresses, in der Mikojan die
bekannten Erklärungen über Stalin machte, wurde diesem, wie der britische
„Economist" berichtet, ein Zettel auf das Rednerpult heraufgereicht. Warum
habe er, las Mikojan auf dem Zettel, Stalin nicht während dessen Lebzeiten
kritisiert? „Ich werde es Ihnen sagen", rief Mikojan. „Nur möchte ich vorher
wissen, wer diese Frage an mich richtet?" — Tödliches Schweigen breitete
sich im Saale aus. „Da haben Sie die Antwort", sagte Mikojan.

[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/06 00:50:58
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 3   Mit Foto. Ein herzlicher, hilfreicher Empfang. Für den
Spätheimkehrer Paul Pasternack aus dem Kreise Lötzen. 
Zehn, elf Jahre Kriegsgefangenschaft nach der Vertreibung, Krankheit und
Not, zehn, elf Jahre Ungewissheit über das Schicksal der Familie, — das ist
ein Los, schwer genug zu tragen. Niemand kann es ungeschehen machen, aber
Hilfsbereitschaft und Herzlichkeit können es einem Spätheimkehrer doch
leichter machen, über das schwere Erleben hinwegzukommen. 

Auf wie vorbildliche Art das geschehen kann, das zeigte der Empfang, den die
Stadt Gladbeck in Westfalen einem ostpreußischen Spätheimkehrer in diesen
Tagen bereitete, unserem aus dem Kreise Lötzen stammenden 54 Jahre alten
Landsmann Paul Pasternack. Unser Bild zeigt ihn hier in der Mitte bei dem
offiziellen Empfang, zu dem die Stadt ihn und seine Frau (ganz links auf dem
Bild) geladen hatte. Oberbürgermeister Lange (rechts von Paul Pasternack)
hieß ihn herzlich willkommen. Verwaltungsdirektor Griese (ganz rechts auf
dem Foto), übergab ihm 1100 DM in bar als städtische Beihilfe und einen
Scheck über 5880 DM, die Entschädigung nach dem Kriegsgefangenengesetz, dazu
einen Gutschein für einen siebentägigen Erholungsurlaub in Kärnten, ein
Geschenk der Kärntener, die vor kurzem in Gladbeck weilten. Diese
Kärnten-Reise des Ehepaares Pasternack wird wahrscheinlich auf fünf Wochen
ausgedehnt werden können, da man den Vierwochen-Erholungsurlaub für
Heimkehrer gleich mit „anhängen" will. 

Die Familie hat schwere Jahre durchlebt. Seit 1939 eingezogen, konnte Paul
Pasternack auf dem Rückzug im März 1945 noch einmal zu Hause sein. Er machte
mit seiner Familie den Treck nach Westen mit, wurde aber von den Russen
überrollt und gefangengenommen. Zwei Jahre lang kamen seine Briefe in der
Heimat nicht an. Über Verwandte erfuhr er, dass seine Familie im März 1946
aus Ostpreußen ausgewiesen worden war. Später schrieb er regelmäßig aus dem
Gefangenenlager, seine Post erreichte seine Frau jedoch nicht. Erst 1951
bekam sie die erste Nachricht von ihm, und bis zur Heimkehr kam zweieinhalb
Jahre hindurch wieder keine Post. 

Seine beiden Kinder, ein Zwillingspärchen, waren erst dreizehn Jahre, als
der Vater für so lange Jahre von ihnen Abschied nehmen musste. Sein jetzt
vierundzwanzigjähriger Sohn ist infolge des Russeneinmarsches in Ostpreußen
dauernd arbeitsunfähig geworden; die Zwillingsschwester ist glücklich
verheiratet und hat ein zehn Monate altes Kind. 

Paul Pasternack war sehr gerührt, dass die Stadt ihn so herzlich empfing; er
fand keine Worte und drückte dem Oberbürgermeister als Zeichen innigen
Dankes die Hand. 

Seite 3   Das starke Anwachsen des Flüchtlingsstromes aus der Sowjetzone
zeigt sich darin, dass in den drei ersten Monaten dieses Jahres nicht
weniger als 70 338 Flüchtlinge das Notaufnahmeverfahren beantragten. Über
1200 Personen haben zum zweiten Mal die Zone verlassen. 69 Prozent der
Flüchtlinge waren Arbeiter.

Seite 3   Über 800 000 Deutsche leben, jenseits von Oder und Neiße. Zahlen,
die falsche Darstellungen widerlegen. 
Das „Bulletin" des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung
veröffentlicht die folgende Darstellung: 

Der Bundesminister für Gesamtdeutsche Fragen teilt mit: 

In verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften sind in der letzten Zeit
Artikel von Immanuel Birnbaum erschienen, und es sind Vorträge gehalten
worden über die Familienzusammenführung von Deutschen, die noch in den
Reichsgebieten, die zurzeit unter fremder Verwaltung stehen, leben. In einem
solchen Artikel heißt es beispielsweise: 

„Verhandlungen des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes in Warschau haben
dazu geführt, dass nach einer langen Pause die Übersiedlung von Deutschen
aus Polen nach der Deutschen Bundesrepublik wieder in Gang kommt. Bis etwa
1950 war den deutschen Einwohnern von Schlesien und Ostpommern, von Danzig
und dem südlichen Ostpreußen in großer Zahl die Übersiedlung nach den
Gebieten westlich der Oder ermöglicht worden, wobei sie sich in der Regel
selbst auf Grund von Familienbeziehungen die Besatzungszone aufsuchen
durften, nach der sie gehen wollten . . . Anfang 1950 musste der Schweizer
Rot-Kreuz-Delegierte Polen verlassen, und die ganze Rückführungsaktion blieb
stecken. Wenn sie jetzt wieder in Gang kommt, ist das wohl mit einer
Erwartung auf Besserung der Beziehungen auch zwischen Bonn und Warschau zu
erklären. 

Es ist umstritten, wie viele Deutsche, die sich selbst als solche ansehen,
noch in Polen leben. Die niedrigsten Schätzungen sprechen von rund 45 000,
während die höchsten bis zu 150 000 nennen. Fast eine Million ehemalige
deutsche Reichsangehörige in Polen und im polnisch verwalteten Gebiet haben
es vorgezogen, sich selbst zu Nationalpolen zu erklären, um in der Heimat
bleiben zu können. Es handelt sich dabei meist um zweisprachige
Oberschlesier, Masuren, Hinterpommern mit mehr oder weniger slowenischen
Namen und ähnliche Grenzlandbewohner, deren Familien im Laufe der letzten
hundert Jahre verschiedene nationale Zurechnung erfahren hatten. Die älteren
unter ihnen können in der Regel auch heute noch schlecht Polnisch, was aber
nicht in jedem Falle ein Beweis von deutscher Gesinnung sein muss; die
jüngere Generation ist bereits durch polnische Schulen gegangen. Diese von
Warschau als „slawische Autochthonen" bezeichneten Bevölkerungssplitter
werden vom deutschen Volkstum abgebucht werden müssen, doch wenn sich unter
ihnen gelegentlich Unzufriedenheit mit dem Regime des jetzigen Wohnstaates
regt …“
 
Höchst bedenkliche Formulierungen 
Formulierungen und Angaben dieses Beitrags können nicht unwidersprochen
bleiben. Bedenken sind schon gegen die Überschrift zu erheben. In dem
Aufsatz wird die Frage der Familienzusammenführung der in den unter
polnischer Verwaltung stehenden Ostgebieten und zu einem kleinen Teil auch
in Polen lebenden Deutschen behandelt. In der Überschrift wird ganz
allgemein von „Polen" und statt von „Familienzusammenführung" von
„Rückführung" gesprochen, indem so die sowjetpolnische Ausdrucksweise
angewendet wird. Tatsächlich wird aber fast niemand von den Deutschen, die
jetzt den polnischen Machtbereich verlassen dürfen, „rückgeführt", sondern
sie verlassen ihre Jahrhunderte alte Heimat, um mit den schon seit der
Vertreibung im Westen lebenden Familienangehörigen Zusammensein zu können.
Dass alle diese Deutschen die Zusammenführung seit langem ersehnen, ist
sicher, aber das liegt an den unerträglich gewordenen Verhältnissen in ihrer
Heimat und hat mit „Rückführung" nach Westdeutschland, in dem der größte
Teil dieser Menschen noch nie gewesen ist, nichts zu tun. 

Auch die Darstellung der bisherigen Aussiedlungsaktionen ist nicht ganz
zutreffend. Die „Aktion Link", mit der 44 000 Menschen in die Bundesrepublik
und etwa eben so viel in die sowjetische Besatzungszone kamen, lief nicht
bis 1950, sondern bis zum April 1951. Vom Februar 1952 bis Ende Dezember
1954 kamen im Verlauf einer weiteren Aktion 13 000 bis 14 000 Menschen in
die sowjetische Besatzungszone, und vom 16. Dezember 1954 bis Ende Dezember
1955 gelangten acht kleinere Transporte in die Bundesrepublik, die insgesamt
732 Personen umfassten. Auch nach der Abreise des Vertreters des
Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, Ehrenhold, sind also weitere, wenn
auch kleinere Zusammenführungsaktionen möglich gewesen. 

Deutsche Ostgebiete oder Polen? 
Bedenklich ist der Satz über die Zahl der Deutschen in Polen, „die sich
selbst noch als solche ansehen": „Die niedrigsten Schätzungen sprechen von
rund 45 000, während die höchsten bis zu 150 000 nennen“. Wahrscheinlich
sind hier nicht die in Polen lebenden Deutschen gemeint, denn für diese
lauten die höchsten Schätzungen auf etwa 40 000, sondern gemeint sind die
Deutschen in den deutschen Ostgebieten und in Polen. Für diese treffen aber
die hier genannten Zahlen beide nicht zu. Wenn man auch, wie in dem Aufsatz
weiter ausgeführt wird, geteilter Meinung darüber sein kann, wie viele von
den objektiv als Deutsche anzusehenden Menschen sich selbst als Deutsche
betrachten und sich auch in Zukunft betrachten wollen, so kann doch kein
Zweifel darüber bestehen, dass zumindest alle diejenigen unter die
„bewussten Deutschen" fallen, die sich für die Familienzusammenführung
gemeldet haben. Das aber waren nach Mitteilung des Deutschen Roten Kreuzes
beim Abstoppen der Zusammenführung im Frühjahr 1951 noch 175 000. Die
letzten Zahlen des Deutschen Roten Kreuzes sprechen öfter von 140 000 bis
170 000, wobei die Differenz wahrscheinlich durch einige inzwischen in die
Sowjetzone gegangene Transporte und auch durch den Tod mancher
Zusammenführungswilliger in den letzten Jahren erklärt wird. Dies ist die
sichere Mindestzahl. 

Es kann auch nicht so argumentiert werden, dass unter den
Zusammenführungswilligen auch zahlreiche Personen sind, die gar nicht der
deutschen Sprache mächtig sind; die Zahl der Zusammenführungswilligen, sei
also größer als die der Deutschen. Dieses Argument passt nun gar nicht zu
dem Satz des Verfassers, dass schlechte Kenntnisse des Polnischen noch nicht
ein Beweis von deutscher Gesinnung sein müssen. In dem einen Fall genügt
dann also das Bekenntnis ohne Rücksicht auf die Sprache, im anderen aber
müssen zum Bekenntnis auch die objektiven Merkmale der Sprache usw. kommen. 

Wer konnte sich melden? 
Davon abgesehen aber ist ja bekannt, dass nur ein Teil der in den deutschen
Ostgebieten lebenden Deutschen die Möglichkeit erhielt, sich für die
Zusammenführung zu melden, nämlich im allgemeinen nur diejenigen, die
tatsächlich nähere Angehörige in der Bundesrepublik oder in der sowjetischen
Besatzungszone haben. Bei großen Gruppen, vor allem in Oberschlesien und
Masuren, trifft das aber nicht zu, und auch solche, die Angehörige im Westen
hatten, haben sich in vielen Fällen nicht gemeldet oder nicht melden können,
weil keine Verbindung zwischen ihnen und diesen Angehörigen bestand. Der
Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes ist sehr bemüht, weitere Angehörige
in Westdeutschland zu finden, und auf Grund seiner Ergebnisse werden noch
ständig weitere Ausreisewillige bekannt. Die Zahl der Deutschen jenseits von
Oder und Neiße ist also nicht kleiner, sondern größer als die der
Zusammenführungswilligen. Diese Gesamtzahl kann freilich nicht genau
ermittelt, sondern nur geschätzt werden, wobei die Unterschiede zwischen den
Schätzungen erheblich sind, doch liegen sie in jedem Fall weit über den vom
Verfasser angegebenen Zahlen. Die Mindestschätzungen belaufen sich auf 200
000 bis 250 000 (der Warschauer AP-Korrespondent Tom Reedy in einer Meldung
vom 1. Oktober 1955). Die Höchstschätzungen aber gingen zeitweilig bis auf
eine Million hinauf. In der Zeitschrift für Ostforschung, Jahrgang 2, 1953,
Seite 371 - 388 („Die Deutschen im Osten nach 1945") hat G. Rhode versucht,
auf Grund der polnischen Statistiken möglichst genaue Schätzungen
anzustellen und ist zu folgendem Ergebnis gekommen: 

In Südostpreußen 130 000 (davon 80 000 Masuren) 
In Pommern 40 000 
In Ostbrandenburg 2 000 
In Niederschlesien 60 000 
In Oberschlesien 550 000 
In Danzig und Polen 42 000 
ohne die Oberschlesier und Masuren aber 194 000. 

Verfälschte „Abbuchungen“ 
In letzter Zeit hat der Leiter des Kirchendienstes Ost in Berlin, Professor
Kruska, die Gesamtzahl auf 800 000 geschätzt, von denen 500 000 deutsche
Katholiken auf Oberschlesien entfallen. Veith kommt in mehreren
Presseaufsätzen im November 1955 bei seinen Schätzungen auf fast die gleiche
Zahl wie Rhode, nämlich 823 000. 

Die große Frage ist dabei stets die Haltung der Oberschlesier. Hier schätzen
aber die jetzt in Westdeutschland lebenden schlesischen Priester die Zahl
der katholischen Deutschen in Oberschlesien sogar auf 700 000 (DPA-Meldung
vom 30. Juli 1955). Immanuel Birnbaum scheint demgegenüber der Meinung zu
sein, dass von den Oberschlesiern überhaupt niemand mehr dem Deutschtum
zugerechnet werden kann. Dagegen spricht aber mit Sicherheit die Zahl von 60
000 beim Deutschen Roten Kreuz aus Oberschlesien gemeldeten
Zusammenführungswilligen, die jedenfalls als Mindestzahl zu betrachten ist. 

Wie wenig die in dem zitierten Artikel genannten Mindest- und Höchstzahlen
mit den Schätzungen der letzten Jahre übereinstimmen, zeigt übrigens auch
die Tatsache, dass die in Breslau erscheinende kommunistische
„Arbeiterstimme" im Juni 1955 die Zahl der in und um Breslau lebenden
Deutschen mit 80 000 angab. Damit liegt also eine sowjetpolnische Angabe für
ein Teilgebiet weit über der im Aufsatz angegebenen Mindestzahl. Bedenken
muss man schließlich gegen die Formulierung erheben, dass „fast eine Million
ehemalige deutsche Reichsangehörige es vorgezogen haben, sich selbst zu
Nationalpolen zu erklären, um in der Heimat bleiben zu können". 

Der sehr vielschichtige Vorgang, der bei den verschiedenen Gruppen ganz
verschiedenartig verlief, teilweise unter starkem Druck und unter Drohungen,
ist hier ganz vereinfacht und verallgemeinert worden, so dass die wirklichen
Vorgänge nicht mehr erkannt werden können. Tatsächlich handelt es sich doch
bei den sogenannten „Autochthonen" zumindest um vier verschiedene Gruppen: 

1. um Angehörige der früheren polnischen Minderheit in Deutschland, also um
Nationalpolen; 

2. um Menschen sogenannten „schwebenden Volkstums", die bewusst zum Polentum
übergegangen sind; 

3. um Menschen „schwebenden Volkstums", die aus reinen Opportunitätsgründen
heute unter Druck als Polen gelten, ohne sich innerlich als solche zu
fühlen; 

4. um Deutsche, die unter Zwang und gegen ihren Willen die polnische
Staatsbürgerschaft angenommen haben. 

In jedem Falle aber handelt es sich um Menschen, die nicht nur äußerlich
viel Schweres, sondern auch schwere innere Konflikte erleben mussten. Sie
alle verdienen unser Verständnis und unsere Anteilnahme; mit
Verallgemeinerungen und „Abbuchungen" aber wird man ihrem Schicksal nicht
gerecht. 

Soweit die Darstellung des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen im
„Bulletin", die zeigt klar und überzeugend, wie falsch und irreführend die
Artikel von Immanuel Birnbaum und die anderer Leute sind, welche die Lage so
darstellen wollen, als wenn es sich bei den Deutschen, die heute noch in den
polnisch besetzten deutschen Ostgebieten leben, um eine verhältnismäßig
geringe Zahl handele, und die darüber hinaus auch noch geflissentlich die
Grausamkeit übersehen, die darin liegt, dass es nun schon seit zehn Jahren
den Angehörigen von Zehntausenden von Familien verwehrt wird, zueinander zu
kommen.

[OWP] Westpreußenkartei online zur Bearbeitung

Date: 2017/03/06 05:32:44
From: Andreas Rösler via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Liebe Mitforscher,

nach langen Vorarbeiten und Tests ist unser Indexierungsprogramm, finanziert
durch einen Spender, nun in der Lage vorhandene Datenbestände indexieren zu
lassen. Begonnen wird mit der Westpreußenkartei . Diese wurde 2014 und 2015
von den letzten Bearbeitern, Klaus-Dieter Kreplin und Hans Jürgen Kappel,
der AGoFF geschenkt, mit der Vereinbarung, dass sie der Allgemeinheit
zugänglich sein wird.  

Die Kartei mit 284 000 Karteikarten wird in dem Projekt indexiert und nach
Abschluss der Arbeiten allgemein und ohne Einschränkungen zugänglich sein.

Wir laden Sie herzlich dazu ein an der Bearbeitung dieser wichtigen Quelle
mitzuarbeiten. Je mehr Bearbeiter sich beteiligen, desto schneller können
wir das Projekt abschließen und den gesamten Datenbestand für alle
interessierten Forscher freischalten.

Sie erreichen die Kartei über
http://www.agoff.de/?p=87120  bzw. http://des.agoff.de/index.php  

Bitte melden Sie sich bilateral bei mir, Sie erhalten dann die notwendige
Zugangskennung für den Zugang zum Bearbeitungsbereich.

Andreas Rösler


Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V.
Stellvertretender Vorsitzender
Stellvertretender Schriftführer
Forschungsstelle Schlesien
Andreas Rösler
Kaskelstr. 33
10317 Berlin

schlesien(a)agoff.de  
www.agoff.de  


[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/06 10:37:56
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 4   „Stalins Haupthenker“ Polengeneral Bor über die Rolle des Moskauer
Parteichefs.
In einem offenen Brief an den Londoner „Daily Telegraph" befasst sich der
frühere polnische General Bor-Komorowski, der einstige Befehlshaber der
polnischen Untergrundarmee im Zweiten Weltkriege, und Leiter des Warschauer
Aufstandes, mit den Versuchen Chruschtschows, alle Schuld für die zahllosen
Hinrichtungen und Bluttaten des Sowjet-Regimes auf Stalin zu schieben. Bor
erklärt: „Wer die wahren Verhältnisse kennt, weiß, dass Chruschtschow mit
vollem Recht seit langem den Beinamen des „Henkers der Ukraine" erhalten
hat. Nur dieser Mann trägt die Hauptverantwortung für den Tod von vielen
tausend von Bauern in West-Russland und in der Ukraine. 1938 erhielt
Chruschtschow von Stalin den Auftrag, die Ukraine zu „säubern". Im Kriege
selbst ließ er ungezählte sogenannte „Kollaborateure" in der Ukraine
umbringen. Chruschtschow hat sich nie gesträubt, diesen Auftrag zu
übernehmen, er hat ihn mit gnadenloser Wildheit ausgeführt. Auch Polen hat
die Hand dieses Stalin-Chefhenkers verspürt. Er war nämlich die höchste
politische Autorität in Ostpolen in den Jahren der russischen Besetzung von
1939 bis 1941. Er trägt die volle Verantwortung für ungezählte Hinrichtungen
und für die Verschleppung von mindestens eineinhalb Millionen polnischen
Männern, Frauen und Kindern nach den Sklavenlagern der Sowjetunion“.
 
General Bor betont weiter, auch Bulganin, der seit 1917 im Dienst der
berüchtigten Tscheka gestanden hat, könne sich nicht von den Verbrechen
reinwaschen. Auf dem Gebiet des politischen Terrors habe er, der
Parteimarschall, eine hervorragende Rolle gespielt. Für Stalin besorgte er
als politischer Oberkommissar der roten Wehrmacht das Bespitzeln der
russischen Kommandeure. Bulganin war der Mann, der die rotpolnische
Marionettenregierung in Lublin ins Leben rief. Er hat mit dafür gesorgt,
dass auf Befehl Stalins während des polnischen Aufstandes von 1944 dem
kämpfenden Warschau keine Sowjethilfe gebracht wurde. 

Er trägt sehr wesentlich mit, die Schuld an der Zerstörung Warschaus. 

Seite 4   „Koexistenz" mit — Wodka! 
Der Sowjetbesuch in London wirft seine Schatten voraus — sogar in den
Geschäftsanzeigen. Die Züricher .Tat" schreibt dazu ironisch: 

Malenkow in London, Chruschtschow und Bulganin mit Reisevorbereitungen
beschäftigt — was für schöne Aussichten für die Londoner Saison! Im „Evening
Standard" kündet ein großes Inserat an: „Es ist elegant, Wodka auf mehr als
eine Weise zu trinken“. Man kann den betreuenden Wodka in zwei Stärken
haben, mit 65,5 und 80 Grad Alkohol, je nachdem, wie weit die elegante Welt
die Verbrüderung treiben will. Mit jeder Flasche wird ein Büchlein
geliefert, in dem Rezepte für das Mischen von eleganten
Verbrüderungsgetränken enthalten sind. Als erstes und offenbar durchaus
sinniges Beispiel, als ein köstlicher west-östlicher Scherz, wird ein
Getränk empfohlen, das den Namen „blutige Maria" trägt. Es besteht aus
eiskaltem Tomatensaft, einem generösen Schluck Wodka, einem Spritzer
Worchester Sauce und einigen Tropfen Zitronensaft. Der Genfer Geist im
Cocktailglas! Wer dieses schluckt, wird alles schlucken! 

Ein Nachteil der „blutigen Maria" sind natürlich die roten Flecken, die sie
verursachen kann. Aber wie man schmutzige Westen reinigt, das wird von den
russischen Besuchern der Welt gerade jetzt aufs schönste vorgemacht. 

Seite 4   „Souveränität" im Baltikum 
Die liberale schwedische Zeitung „Stockholms Tidningen" berichtet, dass die
Moskauer Machthaber beabsichtigen, für die drei baltischen Sowjetrepubliken
Estland, Lettland und Litauen eine Art Scheinsouveränität zu verkünden. Es
handele sich hier offenbar um einen Schachzug der Sowjetunion, die durch
eine formelle Souveränitätserklärung den Westmächten vorgaukeln wolle, dass
die drei baltischen Staaten wieder völlig selbständig geworden seien. Die
anhaltende Kritik der Amerikaner und Briten an der völligen Entrechtung der
ehemals freien baltischen Staaten durch die Bolschewisten habe Moskau
offenbar auf den Gedanken gebracht, den Status von Estland, Lettland und
Litauen rein formell zu ändern, wobei sich selbstverständlich an der
wirklichen Sowjetisierung der baltischen Länder in der Praxis nichts ändern
würde. Ein entsprechender Beschluss sei, wie das schwedische Blatt erfahren
haben will, bereits während des XX. Kommunistischen Parteikongresses in
Moskau gefasst worden. Die oberste Leitung der lettischen Kommunistischen
Partei in Riga habe man im März vertraulich über die geplante Maßnahme
unterrichtet. 

Seite 4   Mohammedanische Freiwilligen-Brigaden der Sowjetunion werden, wie
aus den Ostblockländern gemeldet wurde, zurzeit von Moskau aufgestellt. Man
nehme an, dass solche Formationen im Falle eines Konfliktes zwischen Israel
und den arabischen Ländern von Moskau eingesetzt werden sollen. 

Seite 4   Der Bau eines großen indischen Stahlwerkes durch die Sowjetunion
wurde zwischen der Regierung in Delhi und dem stellvertretenden Moskauer
Ministerpräsidenten Mikojan beschlossen. Die Sowjets haben inzwischen auch
mit dem kleinen arabischen Königreich Jemen in, Kairo einen sogenannten
Freundschaftsvertrag abgeschlossen; sie wollen dorthin vor allem
Landwirtschaftsgeräte und Industriegüter liefern.

Seite 5   Ostpreußen, die in Friedland eintrafen.
Wir brachten in Folge 13 vom März die Namen von 123 Ostpreußen, die am 24.
März 1956 als Aussiedler aus den polnisch besetzten deutschen Ostgebieten im
Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen eingetroffen sind. Außerhalb
der Aussiedlertransporte trafen im März Landsleute noch als Einzelreisende
aus unserer ostpreußischen Heimat oder aus Pommern, wo sie in den letzten
Jahren lebten, in Friedland ein. Hier folgen die Namen (der Wohnort vom 1.
September 1939 ist in Klammern gesetzt): 

1. Ernst Benke, geboren 14.02.1928 in Insterburg (Arnau/ Samland), kommt
jetzt aus Kolberg in Pommern. — 

2. Lutgat Buttler, geboren 28.08.1929 in Grammen (Grammen, Kreis
Ortelsburg), kommt jetzt aus Grammen. — 

3. Johanna Felcowicz, geb. Fischer, geboren 24.06.1927 in Neu-Schiemanen
(Ortelsburg), kommt jetzt aus Stolp/Pommern. — 

4. Helene Felcowicz, geboren 14.01.1950 in Stolp/Pommern). — 

5. Agnes Gand, geb. Tresp, geboren 03.09.1916 in Steinberg (Rastenburg),
kommt aus Steinberg. — 

6. Dietmar Gand, geboren 10.01.1944 in Steinberg, kommt aus Steinberg. — 

7. Helga Gierth, geb. Purwien, geboren 07.12.(Geburtsjahr kein Eintrag) in
Dünen (Ibenhorst), kommt aus Bartenstein. — 

8. Maria Heppner, geb. Kozella, geboren 03.08.1881 in Bischofsburg
(Bischofsburg), kommt aus Bischofsburg. — 

9. Klara Hohmann, geb. Koreikowski, geboren 17.10.1887 in Groß-Bartelsdorf
(Sensburg-Rößel), kommt aus Pommern. — 

10. Purwien, geboren 25.05.1951 in Bartenstein, kommt aus Bartenstein. — 

11. Ottilie Reddig, geb. Urbanowski, geb. 17.11.1892 in
Stabigotten/Allenstein (Kranz/ Allenstein), kommt aus Kranz. — 

12. Katharina Rutkowski, geb. Sombetzki, geboren 01.12.1880 in
Braunswald/Braunsberg (Allenstein), kommt aus Allenstein. — 

13. Charlotte Soldanski, geb. Orlowski, geboren 23. 10. 76 in Willenberg
(Rodefeld /Ortelsburg), kommt aus Rodefeld/Ortelsburg. — 

14. Dorothea Weichert, geb. Holzmann, geboren 08.02.1874 in Tekse
(Parowolk/Osterode), kommt aus Parowolk/ Osterode. 

Heimkehrer 
Im Monat März 1956 sind aus der Sowjetunion und aus Strafanstalten der
Sowjetzone eine Reihe von Landsleuten als Einzelreisende im
Grenzdurchgangslager Friedland eingetroffen. Wir bringen hier ihre Namen
(der Wohnort von 1939 ist in Klammern gesetzt):

1. Fritz Beckmann, geboren am 01.03.1903 in Laugszargen/Tilsit (Lompönen). –

2. Siegfried Buchholz, geboren am 08.10.1927, in Heinrichswalde (Tilsit). –

3. Gustav Grall, geboren am 01.04.1944 in Wirballen (Wirballen). –

4. Emma Grall, geborene Preuß, geboren 19.12.1923 in Wirballen (Wirballen).—


5. Hans Naddig, geboren 29.09.1931 in Gudschallen (Gudschallen/Wehlau). — 

6, Alex Neumann, geboren in Königsberg (Königsberg). — 

7. Georg Reisgies, geboren 02.07.1879 in Heydekrug (Heydekrug). — 

8. Elisabeth Reisgies, geb. Feldhof, geboren 10.10.1878 in Brockhausen
(Heydekrug), — 

9. Franz Thurau, 12.07.1883. in Hasselberg (Eisenberg/Heiligenbeil).

Seite 5   Transporte nach Fürstenwalde. Familienzusammenführung auch nach
der Sowjetzone erweitert.
Auf Grund eines Abkommens zwischen dem Roten Kreuz der Sowjetzone und dem
Polnischen Roten Kreuz ist die Aktion „Familienzusammenführung" von
Deutschen aus den deutschen Ostgebieten nach der Sowjetzone in den
vergangenen Wochen erweitert worden. Vor kurzem traf wiederum ein
Umsiedlertransport aus Stettin im sowjetzonalen Lager Fürstenwalde ein, dem
220 Deutsche aus Oberschlesien, Pommern und Ostpreußen angehörten. 32 der
zurückgekehrten Deutschen wurden zu ihren Familienangehörigen nach
Westberlin geleitet. Wie verlautet, beabsichtigt die Umsiedlungskommission
des Polnischen Roten Kreuzes diejenigen Deutschen aus den deutschen
Ostgebieten, deren Familienangehörige in Westberlin ansässig sind, nicht
über das Lager Friedland, sondern mit den angelaufenen Umsiedlertransporten
nach der Sowjetzone über das Lager Fürstenwalde nach Westberlin zu bringen.
Bisher wurden zwei Gruppen zurückgekehrter Deutscher, 65 Männer, Frauen und
Kinder, über das Lager Fürstenwalde nach Westberlin gebracht, wo sie von
Vertretern des Deutschen Roten Kreuzes und des Westberliner Senats empfangen
und begrüßt wurden. 

Seite 4   70 v. H. Deutsche im Kreis Sensburg. „Forcierte Kaderarbeit" im
Bibliothekswesen.
Durch „forcierte Kaderarbeit" sei es den neu errichteten polnischen
Bibliotheken gelungen, im Kreise Sensburg die Quote der ausgeliehenen
polnischen Bücher wesentlich zu erhöhen, berichtet das Warschauer
Weisungsorgan für die örtlichen Volksräte „Rada Narodowa“. Diese „Forcierung
des Bibliothekswesens sei im Kreise Sensburg besonders wichtig, da es sich
um einen Kreis mit „70 v. H. Autochthonen" handele, seien doch in diesem
Kreise zwanzig Gemeinden rein „autochthonisch" (das heißt von Deutschen
bewohnt. Anm. d. Red.). Man habe „gut ausgebildete Bibliothekare" angesetzt
und daher die Zahl der Benutzer durch entsprechende Maßnahmen so weit
erhöht, dass sie 16 v. H. der Gesamtzahl der Bewohner des Kreises betrage,
bei einem Durchschnitt für die „Woiwodschaft" Allenstein von 14,1 v. H. Weit
zurück liege dagegen der Kreis Bartenstein, wo nur 7,1 v. H. der Bevölkerung
zu den Benutzern der Bibliotheken gehören. Dieses Zurückbleiben des Kreises
sei vor allem ein „Kaderproblem", stellt „Rada Narodowa" fest. 


Seite 4   Schlechte Ernte 1955. Im südlichen Ostpreußen Warschau
veröffentlichte Zahlen.
Die Warschauer Presse veröffentlichte erstmals konkrete Zahlenangaben über
die schlechte Ernte des Vorjahres im südlichen Ostpreußen. Danach wurden in
der „Woiwodschaft Allenstein" im Vorjahre nur folgende Hektarerträge
erzielt: An Winterweizen 12,4 dz, an Sommerweizen 11,3 dz, an Winterroggen
13,5 dz, an Sommergerste 11,6 dz, an Wintergerste 12,8 dz, an Hafer 11,5 dz.
(Anm. d. Red.: Im Durchschnitt der Jahre 1935/1939 betrugen die
Hektarerträge im deutschen Osten: An Roggen 16,7 dz, an Weizen 21,1 dz, an
Gerste 21,3 dz und an Hafer 19,5 dz.) 

Als Gründe für die schlechte Ernte 1955 werden in der polnischen Presse
angegeben: „Abneigung gegen moderne Wirtschaftsmethoden", „mangelhafte
Feldbestellung", „Mangel an Arbeitskräften", „Nichteinhaltung der Termine,“,
usw. 

Gleichzeitig wird es als „beunruhigend" bezeichnet, dass bis jetzt, da doch
die Frühjahrsbestellung bereits im vollen Gang sein sollte, der Drusch der
Vorjahrsernte noch nicht einmal beendet ist. Besonders rückständig in der
Druscharbeit ist der Kreis Neumark in Westpreußen, wo man nur das Getreide
drosch, das man in die Scheunen gebracht hatte, das im Freien gestapelte
Getreide aber liegen ließ, bis „das Wetter den Drusch verhinderte". Ebenso
sei „die erforderliche Menge an Saatgut nicht vorhanden", wofür insbesondere
die Staatsgüter verantwortlich zu machen seien, die bisher allgemein nur 45
v. H. der geplanten Mengen geliefert hätten. Außerdem hätten die
Prüfungskommissionen „eine große Menge Saatgetreides zurückgewiesen, weil es
zu stark verunreinigt war und keine Keimkraft besaß". Die
Ausschussproduktion der Staatsgüter habe der Landwirtschaft im Ermlande und
Masuren somit bereits jetzt wieder schweren Schaden zugefügt. 

Seite 4   12000 Hektar Brachland.
Einer Meldung der Warschauer Wochenschrift „Robotnik rolny" (Der
Landarbeiter) zufolge, wurde von dem zuständigen Warschauer Ministerium
festgestellt, dass allein auf den Staatsgütern etwa 12 000 Hektar zur
Bearbeitung zugeteiltes und vorgesehenes Ackerland nicht bestellt worden
sind. 

Seite 4   London wünschte die „harte Faust". Weltpolitisches Geschehen —
kurz beleuchtet.
Die Briten sind dem amerikanischen Präsidenten Eisenhower gram, weil er auf
Englands neueste Orientpläne bisher so sauer reagiert hat. Ministerpräsident
Sir Anthony Eden — dem selbst die Londoner „Times" für das erste Jahr seiner
Amtsführung eine ganze Liste unkluger politischer Handlungen und offenbarer
Versager präsentiert hat — wollte jetzt Washington dazu bewegen, gemeinsam
mit den Briten im arabischen Raum eine „Politik der festen Hand" in Szene zu
setzen, deren Planung von vornherein einen stark imperialistischen Charakter
getragen hätte. Die Absetzung des Britengenerals Glubb Pascha in Jordanien
und die schwere Krise auf Zypern wurmt die Engländer sehr, und so kamen
offenbar gewisse Londoner Politiker aus der Umgebung Edens auf den Gedanken,
man könne den schwindenden Einfluss Großbritanniens im Orient dadurch
verstärken, dass sowohl die Briten wie auch die Amerikaner dort größere
Truppen einsetzen. Die 1950 nach der Gründung des Staates Israel
beschlossene Garantieerklärung Englands, Amerikas und Frankreichs wieder auf
den Tisch gelegt, verkündeten Londoner Blätter, man werde der Politik des
ägyptischen Ministerpräsidenten Nasser und anderer führender Araber nicht
mehr zusehen und — nach alten Vorbildern aus den Tagen des „British Empire"
— mit angelsächsischen Truppen dort Ordnung schaffen. Wo denn nun eigentlich
diese angloamerikanische „Ordnungshüter" Standorte erhalten sollten, war
nicht ganz klar. Jordanien würde zu solchem Einmarsch kaum seine Zustimmung
geben, und selbst bei dem allein noch wirklich verbündeten Königreich Irak
würde man kaum ein begeistertes Ja erhalten. 

Die Briten, die sich wenig darum kümmerten, dass heute allein schon die
Besetzung der eigentlichen NATO-Verteidigungslinie im Westen einigermaßen
mager ist, hielten es für durchaus möglich, dass die Amerikaner Divisionen
für diese Machtdemonstration im Orient abzweigen könnten. Washington hat
dazu — was nur zu verständlich ist — höflich aber bestimmt ein Nein
gesprochen. Die Lust, den Briten irgendwelche erhofften Kastanien aus dem
Feuer zu holen und die ganze arabische Welt, in der die USA riesige
Erdölbetriebe unterhalten, in Brand zu setzen, hat kein Amerikaner.
Eisenhower hat sehr energisch erklärt, er denke gar nicht daran, ohne eine
Zustimmung seines Parlaments amerikanische Soldaten nach dem Orient zu
werfen. Und die Briten müssen zu Kenntnis nehmen, dass die Tage, wo sei im
Stile einer Kitchener, Gordon und anderer Generale dem Orient ihre
Forderungen aufzwangen, lange vorüber sind.

Wird Island herausgebrochen?
Unter den Mitgliedstaaten der NATO ist heute die Inselrepublik Island im
Atlantischen Ozean der einzige, der selbst keine eigene Wehrmacht besitzt.
Fast genau auf der Mitte des Luftweges zwischen Amerika und Moskau im
Weltmeer gelegen, stellt er lediglich der amerikanischen strategischen
Luftwaffe in Keflavik das Gelände für einen großen und immer noch sehr
bedeutsamen Stützpunkt zur Verfügung. In einem Lande, das selbst nur 150 000
Einwohner hat, obwohl es wesentlich größer als Bayern ist, sind bisher
ständig etwa 12 000 bis 15 000 Amerikaner stationiert, an denen übrigens die
Isländer nicht schlecht verdienen. Der Inselstaat bekommt nämlich jährlich
einige hundert Millionen für Dienstleistungen an die USA, die man durch
eigene Exporte schwerlich hereinbekommen würde. Mit amerikanischen Geldern
sind die meisten neuen Einrichtungen finanziert worden, die man zur
Entwicklung Islands in der Fischerei, bei der Viehzucht und bei der
Erschließung von Landflächen schaffen konnte. 

So musste es denn für den Außenstehenden einigermaßen verwunderlich
erscheinen, dass sich das Parlament von Island kurz vor der Neuwahl noch mit
31 gegen 18 Stimmen für eine Änderung des bisherigen Stützpunktvertrages
aussprach und dabei recht deutlich seinem Wunsch nach Abzug der Amerikaner
Ausdruck verlieh. Nachdem schon früher neben den isländischen Kommunisten
auch eine kleine „Volksschutzpartei" zur Freude Moskaus gegen das Bestehen
amerikanischer Natobasen Stimmung gemacht hatte, schwenkten nun —
wahrscheinlich vor allem aus wahltaktischen Gründen — auch die Sozialisten
und eine bäuerliche „Fortschrittsgruppe" auf diesen Kurs ein. Nach ihrem
Wunsch sollte Island in Friedenszeiten ebenso wie Norwegen sein Gebiet
fremden Garnisonen völlig verschließen, wobei man allerdings formell noch
beim westlichen Bündnis bleiben könnte. 

Die Bedeutung der Riesenbasis Keflavik ist nun — nachdem sich die Amerikaner
inzwischen neue Stützpunkte auf Grönland und im Polargebiet geschaffen haben
— nicht mehr so groß wie vor einigen Jahren. Ein Herausbrechen Islands aus
dem Verteidigungsgürtel der freien Welt wäre dennoch, zumal bei weiteren
Erfolgen der Neutralisierungsbemühungen der Sowjets in Skandinavien, für den
Westen bestimmt ein Verlust, der ins Gewicht fällt. Da Island  — wie gesagt
— selbst völlig wehrlos ist, könnte sich in jedem Ernstfall geradezu ein
Wettrennen östlicher und westlicher Luftflotten und Marinen dorthin ergeben.
Dass sich die so selbstbewussten 150 000 Isländer damit aber in eine
besonders heikle Lage bringen würden, kann kaum übersehen werden. Sie würden
nicht nur in einem Kriege vogelfrei sein, sondern auch im Frieden schon das
Versiegen der Dollarhilfen bald verspüren.

Re: [OWP] Westpreußenkartei online zur Bearbeitung

Date: 2017/03/06 10:58:11
From: Uli Hanke <ahnen(a)hanke1.de>

Sehr geehrter Herr Rösler,
ich betreibe unter anderem Familienforschung im Kreis Preußisch Holland und Elbing. Gehe ich richtig in der Annahme das der Kreis zu Westpreußen gehört? Nach welchen Kriterien wird die Indexierung vergeben? Ich hätte begrenzt Zeit dort mitzuwirken.

Mit freundlichen Grüßen,
Ulrich Hanke

Am 06.03.2017 um 05:32 schrieb Andreas Rösler via OW-Preussen-L:
Liebe Mitforscher,

nach langen Vorarbeiten und Tests ist unser Indexierungsprogramm, finanziert
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lassen. Begonnen wird mit der Westpreußenkartei . Diese wurde 2014 und 2015
von den letzten Bearbeitern, Klaus-Dieter Kreplin und Hans Jürgen Kappel,
der AGoFF geschenkt, mit der Vereinbarung, dass sie der Allgemeinheit
zugänglich sein wird.

Die Kartei mit 284 000 Karteikarten wird in dem Projekt indexiert und nach
Abschluss der Arbeiten allgemein und ohne Einschränkungen zugänglich sein.

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mitzuarbeiten. Je mehr Bearbeiter sich beteiligen, desto schneller können
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http://www.agoff.de/?p=87120  bzw. http://des.agoff.de/index.php

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Andreas Rösler


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[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/06 11:02:39
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 5   Amtliche Bekanntmachungen
Aufgebot. 
Die Witwe Martha Kretschmann in Emmeln, Kr. Meppen, hat beantragt, ihre
Tochter, die verschollene Margarethe Kretschmann, geboren am 24. Oktober
1923 in Blumenau, Kr. Heilsberg, zuletzt wohnhaft in Blumenau, Kr.
Heilsberg, Dorfstraße, für tot zu erklären. Aufgebotsfrist: 20. Mai 1956.
Amtsgericht Meppen (3 II 9/56), den 7. März 1956

II 30/56       Aufgebot 
Fräulein Louise Henriette Margot Günther, geboren am 22. Oktober 1899 in
Gr.-Grobienen, Kreis Darkehmen, Ostpreußen, ledig, ohne Beruf, zuletzt
wohnhaft In Darkehmen, Lindenstraße 173, soll auf Antrag ihres Bruders Hans
Günther, techn. Angestellter In Bayreuth, Köllestraße 9, für tot erklärt
werden. Margot Günther war nach Kriegsende in Ostpreußen zurückgeblieben und
soll im Frühjahr 1947 in Ströpken verstorben sein. Eine standesamtliche
Beurkundung des Todesfalles ist nicht nachgewiesen. Die Verschollene wird
aufgefordert, sich bis 15. Juni 1956 zu melden, widrigenfalls ihre
Todeserklärung erfolgen kann. Alle, die Auskunft über die Verschollene geben
können, werden aufgefordert, dies dem Amtsgericht Bayreuth anzuzeigen.
Bayreuth, den 26. März 1956. Amtsgericht gez. Hoepfel, Oberamtsrichter

Aufgebot 
Die gerichtliche Todeserklärung der nachstehend bezeichneten vermissten
Person ist beantragt worden. Die bezeichnete Person wird hiermit
aufgefordert, sich zu melden, widrigenfalls sie für tot erklärt werden kann.
Alle, die Auskunft über die bezeichnete Person geben können, werden hiermit
aufgefordert, bis zum Ende der Aufgebotsfrist bei dem unterzeichneten
Amtsgericht Anzeige zu machen. Die Buchstaben bedeuten: a) Anschrift am
letzten bekannten Wohnsitz, b) letzte bekannte Truppenanschrift, c)
zuständiges Amtsgericht und dessen Aktenzeichen, d) Ende der Aufgebotsfrist,
e) Name und Anschrift des Antragstellers. Rumold (vielleicht eher Reinhold?)
Pochert, 01.07.1885, Labuhnken, Kr. Stargard, Holzkaufmann, Gefreiter, a)
Dt.-Eylau, Westpreußen, Saalfelder Straße 21, b) Volkssturmbaubat., 2.
Komp., c) Walsrode, 1 II 46/55, d) 16.07.1956, e) Reinhold Pochert,
Uetzingen 5 über Walsrode. Amtsgericht Walsrode, 6. April 1956

Seite 5   Suchanzeigen
Als Generalbevollmächtigte der Firma Oster & Co. K.G. Chemische Fabrik für
Sauerstoff, Kohlensäure, Bierdruckapparate, früher Königsberg Pr.,
Weidendamm 10/12 erbitte ich Auskunft über das Schicksal von folgenden
ehemaligen Betriebsangehörigen: 
1. Willi Baumdicker, , geb. 29.11.1913 
2. Willy Bludau, geb. 04.05.1907 
3. Fritz Faroß, geb. 06.10.1890 
4. Benno Falk, geb. 05.11.1897 
5. Franz Göbel, geb. 07.02.1887 
6. Heinz Muisus, geb. 04.11.1918 
7. Erika Olivier, geb. 08.04.1908 
8. Hedwig Puschke, geb. 18.03.1901 
9. Fritz Rehberg, geb. 16.08.1909 
10. Franz Seidler, geb. 13.07.1889 
11. Fritz Sprung, geb. 26.12.1903 

Mit Hilfe von geretteten Akten und Personalverzeichnissen bin ich in der
Lage, eidesstattliche Erklärungen für die Angestellten- und
Invalidenversicherung abzugeben. 
Frau Gisela-Ruth v. Zur-Mühlen, verw. Toussaint, Bielefeld, Am Stadtholz 75 

Gerdauer! Wer kann Auskunft geben über meine Frau Marie Kaminski, geb.
Tiefensee, u. Tochter Henny, aus Altendorf? 22.01.1945 abends mit
Wehrmacht-Auto in Richtung Königsberg geflüchtet. Angeblich hat man sie im
Herbst 1945 in einem Lazarett in Krasnowodsk am Kaspischen Meer gesehen.
Nachricht erbittet Oskar Kaminski, Hamburg-Sasel, Hohensasel 9. 

Wer weiß etwas über den Verbleib meines Bruders, des Obergefr. Ernst
Frunder, aus Groß-Jägersdorf, Kr. Insterburg, Ostpreußen, FPNr. 13 040,
letzte Nachricht vom Jan. 1945? Nachr. erb. Frau Ella Frunder,
Wuppertal-Cronenberg, Hahnenberger Straße 273. 

Ich suche Fräulein Julie Zacharias, Herrn Stud.-Rat Neumann, Herrn Stud.-Rat
Malies, alle in Lyck wohnhaft gewesen. Wer kennt die Adressen dieser drei
Personen? Nachricht erb. Lehrer Erwin Jansohn, Weindorf Rauenthal über
Eltville (Rhein). 

Gesucht wird Hptm. Wolf Funk, aus Königsberg Pr. von Hptfw. Heinr. Haas,
Münster, Westfalen, Taubenstraße 3. 

Ich suche und bitte um Auskunft über Julius Dangeleit, aus Gerdauen,
Ostpreußen, geb. 02.07.1882 in Grünhagen. Er soll im Jahre 1945 in ein
Danziger Krankenhaus gekommen sein. Wer ist mit ihm zusammen gewesen u. weiß
etwas über das weitere Schicksal meines Mannes? Fr. Maria Dangeleit,
Winnemark, Kreis Eckernförde.

Wer kann Auskunft geben über meinen Sohn Frank Toussaint, geb. am 01.08.1929
in Königsberg, zuletzt gesehen worden 1945 im Lager Pr.Eylau, von dort
fortgekommen? Nachricht erb. die Mutter Edith Toussaint, Hamburg 13,
Oberstraße Nr. 14 c.

Rest der Seite: Stellenangebote, Stellengesuche, Reklame, Unterricht,
Bekanntschaften

[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/06 13:49:59
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 6   Am Schicksal zerbrochen. Otto Lau, Vater von acht Kindern, ging in
den Tod.
„Zwei Frauen und acht Kinder warten", das war die Überschrift zu einem
Bericht, den wir in Folge 12 veröffentlichten. Seit dem 13. März 1956, so
wurde in ihm gesagt, ist der 54 Jahre alte Maurer Otto Lau — er ist am 26.
Oktober 1901 in Domnau in Ostpreußen geboren — aus Bad Oldesloe
(Schleswig-Holstein) verschwunden. Am Morgen waren seine Arbeitsjacke mit
einer leeren Lohntüte und sein Arbeitsbeutel am Ufer der Trave gefunden
worden. Es entstand damals die Frage, ob Otto Lau freiwillig aus dem Leben
geschieden ist, weil er mit seinem Schicksal nicht mehr fertig werden
konnte. Otto Lau hatte, so stellte sich damals plötzlich heraus, zwei
Familien, — zwei Frauen und acht Kinder. 

Jetzt, am letzten Sonntag, ist das Rätsel um sein Verschwinden gelöst
worden. Nur sechzig Meter flussabwärts von der Stelle, an der am 13. März
die Jacke des Vermissten lag, fanden zwei Müllergesellen die Leiche von Otto
Lau in einem Schutzgitter des Mühlenwehres. 

Seit 1947 hatte Otto Lau — nach seiner Entlassung aus russischer
Kriegsgefangenschaft — in Bad Oldesloe mit der heimatvertriebenen Adele
Jürgens zusammengelebt, mit der er vier Kinder von jetzt drei bis acht
Jahren hatte. Als er sie heiraten wollte, stellte sich heraus, dass seine
Frau mit ihren vier Kindern in Neheim (Nordrhein-Westfalen) lebt; sie hatte
ihn 1952 für tot erklären lassen. Otto Lau war fest davon überzeugt, dass
seine Frau mit den Kindern auf der Flucht aus Ostpreußen ums Leben gekommen
sei; Landsleute hatten ihm es erzählt. 

Von seiner Ehefrau in Westfalen erhielt er nun einen Brief mit der
Aufforderung, zu seiner Familie zurückzukehren. Die Frau schrieb ihm, dass
die Stadt alles für seinen Empfang vorbereitet habe und dass er in dem
Betrieb, in dem sein einundzwanzigjähriger Sohn beschäftigt sei, auch einen
Arbeitsplatz erhalten werde. Otto Lau erklärte aber, dass er bei der Mutter
seiner Kinder in Bad Oldesloe bleiben wolle. „Ich gehöre doch zu meinen
kleinen Kindern", sagte er, „eher gehe ich in die Trave". 

Otto Lau war so verwirrt, dass er drei Tage lang im Bett blieb und stumpf
vor sich hin grübelte. Am 13. März stand er dann zur gewohnten Zeit gegen
sechs Uhr auf. „Auf Wiedersehen", sagte er zum Abschied zu Adele Jürgens.
Die junge Frau schaute ihm nach und sah, wie er noch einmal lange auf das
Häuschen zurückblickte, in dem sie wohnten. Sie bekam es mit der Angst zu
tun und lief Otto Lau nach, aber sie traf ihn weder auf der Arbeitsstelle
noch bei seinem Meister. Wenige Stunden später fand man am Ufer der Trave
die Jacke von Otto Lau. Es wurde sofort nach der Leiche gesucht, aber
vergeblich, und so tauchte das Gerücht auf, Otto Lau habe einen Selbstmord
nur vorgetäuscht, um irgendwo ein „drittes Leben" zu beginnen. Sein
achtjähriger Sohn suchte nun täglich stundenlang das Ufer ab, allerdings
immer vergeblich. Jetzt überbrachte die Polizei Frau Adele Jürgens die
Nachricht, dass Otto Lau gefunden worden ist. „Nun weiß ich wenigstens, wo
mein Otto ist", sagte sie schluchzend und umarmte ihre vier kleinen Kinder. 

Seite 6   Bestätigungen
Wer kann bestätigen, dass Bruno Wolkowski, geboren am 15.10.1906, früher
wohnhaft gewesen in Braunsberg, Wasserstraße 5, bei Tischlermeister Hermann
Grunwald in Mühlhausen, Kreis Preußisch Holland, in den Jahren 1921 bis 1927
als Tischlerlehrling und später als Geselle tätig gewesen ist? Ferner von
1927 und von 1934 bis 1938 bei Tischlermeister Nadolny in Braunsberg, 1929
in Frankfurt a. d. Oder in der Fenster- und Türenfabrik Herbert Brogulla,
1930, 1938 und 1941 im Baugeschäft Vollmer in Braunsberg, in der Staatsforst
Federsdorf arbeitete, von 1939bis 1941 Soldat, von 1941 bis 1943 bei der OT,
eingesetzt in Russland (Nordabschnitt), 1943 in Schröttersburg war und von
dort als Infanterist zum Einsatz nach Russland kam.

Es werden Landsleute gesucht, die über die Beschäftigungsverhältnisse des
Walter Orzelak, geboren am 11.10.1900, Auskunft geben können. Orzelak soll
nach Aussagen seiner Ehefrau bis zum Jahre 1935 in Bischofstein, Kreis
Rößel, und in der Umgebung auf Bauernhöfen als landwirtschaftlicher Arbeiter
tätig gewesen sein.

Wer kann bestätigen, dass Gustav Gritzkat, geboren am 22.07.1890, früher
wohnhaft gewesen in Gumbinnen, von 1908 bis etwa 1910 in Goldap beim
Militärbauamt tätig gewesen ist und in der Zeit von 1913 bis 1914 beim
Militärbauamt Arys als Bauregistrator war? Wo befindet sich der
Hilfsregistrator Czwalinna, aus Arys? 

Wer kann bestätigen, dass Charlotte Ulack, geborene Maitre, früher wohnhaft
gewesen in Insterburg Pregelstraße 32, am 07.06.1932 schuldlos von Emil
Ulack geschieden wurde, der für den Unterhalt von Frau und Kindern
aufzukommen hatte? Wo befindet sich der Leiter des Städtischen Jugendamtes
Insterburg, Fischer? 

Nachricht erbeten, an die Geschäftsführung der Landsmannschaft Ostpreußen,
Hamburg 13, Parkallee 86. 

Seite 6   Tote unserer Heimat 
Rechtsanwalt Dr. Hans Friese verstorben
74-jährig ist Dr. Friese einem Herzschlag erlegen. Mit ihm ist ein Mann von
geradezu faszinierender Geistes- und Arbeitsbesessenheit, ein Mensch voll
Lauterkeit und einem Aufopferungswillen, wie er heute ganz selten ist,
dahingegangen. Noch am Abend vor seinem Tode hatte er, obwohl schon
unpässlich, zahllose Blätter zu einem neuen Vortrag für den Bayerischen
Rundfunk, bei dem er seit langem Mitarbeiter war, fertiggestellt viele
juristische Kommentare, sowie Essays für führende juristische Zeitschriften
haben seinen Namen im ganzen Bundesgebiet bekanntgemacht. Vor dem Krieg
hatte Dr. Friese eine große Praxis in Königsberg. Daneben war er Notar und
Dozent an der dortigen Handelshochschule, welche ihm die Professur
zusicherte. Der Krieg zerschlug das Projekt. Nach schweren Fluchtjahren
gründete sich Dr. Friese mit seiner bekannten immensen Energie eine neue
Existenz, zuerst in Wasserburg am Inn, dann in München. Sein Start war dort
wie hier erfolgreich. Immer neue Aufgaben traten an ihn heran. So sollte er
den bekannten Kommentar Lange-Wulf neu herausbringen. Dr. Friese kam nicht
mehr dazu. Der Tod riss ihn mitten aus reich gesegnetem Schaffen, zugleich
aus jahrzehntelanger glücklichster Ehe mit seiner über alles, geliebten
Frau. Seiner Bescheidenheit und ständigen Hilfsbereitschaft, seines sonnigen
humorvollen Wesens werden alle gedenken, die ihn kannten. Rechtsanwalt
Hauschild 

Robert Riechert verstorben 
Am 23. März 1956 ist Robert Riechert, früher Memel, im 81. Lebensjahre in
Lüdenscheid, Westfalen, gestorben. Als er im vorigen Jahre achtzig Jahre alt
wurde, da sprachen wir — in Folge 38 vom 17. (Tagschlecht lesbar) September
1955 — von seinem Lebenswerk. Er hatte als Polizeifachmann im Memelgebiet
gewirkt, und er hat sich von 1925 bis 1935 auch als Mitglied des
Memelländischen Landtages unermüdlich für die die Autonomie des
Memelgebietes eingesetzt. Auch nach der Vertreibung hat sich Landsmann
Riechert für seine Heimat eingesetzt. Er war in Lüdenscheid in verschiedenen
Organisationen tätig; in welchem Ausmaß, davon zeugt die Tatsache, dass er
Ehrenvorsitzender der Gruppe Lüdenscheid in der Landsmannschaft Ostpreußen
war und Ehrenmitglied der Kreisgruppe Lüdenscheid des Bundes Deutscher
Osten. 

Stadtrat Alphons Schmidt verstorben.  Ein hervorragender Pferde-Fotograf. 
Im 86. Lebensjahre starb am 10. März 1956 in Weidenbach der frühere Stadtrat
von Insterburg und Obermeister der Fotografeninnung, Hoffotograf Alphons
Schmidt. In Würdigung seiner Verbundenheit mit der ostpreußischen
Pferdezucht widmet ihm der bekannte Züchter Rudolf Plock-Sechserben (heute
Obernburg über Korbach, Bezirk Kassel) den folgenden Nachruf: 

. . . Die Mitteilung vom Tode des alten Herrn wird bei einem großen Teil der
ostpreußischen Pferdezüchter und Pferdefreunde herzliche Anteilnahme für die
Hinterbliebenen und Trauer um den Heimgegangenen erweckt haben. Es werden
wohl nur wenige der ostpreußischen Züchter und Aufzüchter sein, die Alphons
Schmidt nicht kannten und mit ihm oft zu tun hatten. Alphons Schmidt war ein
gottbegnadeter Pferdefotograf. Man kann dieses nur verstehen und begreifen,
wenn man wirklich weiß, was dazu gehört, edle, lebhafte Pferde, Fohlen,
Stuten, Hengste mit Kennerblick auf die Platte zu bringen. Vollkommene
Kenntnis des Pferdes und unendliche Geduld gehören dazu, um ein gutes Foto
von einem Pferd zu schaffen, und diese Eigenschaften hatte Alphons Schmidt
in Vollkommenheit. 

Er fehlte wohl auf keinem der größeren Turniere und Hengstmärkte sowie
Pferdeausstellung in unserer Heimat, insbesondere in Insterburg, Trakehnen
und Königsberg. Woh alle berühmten Springpferde und ihre Reiter, die über
die ostpreußischen Sprünge gingen, hat er im Bild festgehalten. Unvergessen
wird es demjenigen sein, die es miterlebten, als bei einem der Reit- und
Fahrturniere in Insterburg, Anfand der zwanziger Jahre, Herr Schmidt dem in
voller Fahrt längs der Tribüne galoppierenden herrlichen Sechserzug
„Dunkelbrauner“ des Rittmeisters Erich Schulz-Wilhelmssorge entgegenlief, um
eine gute Aufnahme zu machen, aber dann von den Pferden umgestoßen wurde und
mit seiner großen Kamera in weitem Bogen durch die Luft flog; er kam fast
ohne Schaden davon. Seine große Kartothek Pferdebilder wurde ihm durch die
Russen zerstört. Alle, die wir Alphons Schmidt kannten, werden ihm ein
ehrendes und dankbares Andenken bewahren, und wir werden ihn nicht
vergessen.

Sparkassendirektor a. D. Paul Bartlewski verstorben.
Am 14. März 1956 starb in Jülich Sparkassen- und Bankdirektor a. D. Paul
Bartlewski. Er wurde am 6. Januar 1888 in Bischofsburg geboren. 1916
übernahm er die Leitung der Sparkasse in der Kreisstadt Rößel. 1918 war er
Revisionsleiter des Sparkassen- und Giroverbandes für Ost- und Westpreußen,
auch war er Leiter der Sparkasse in Bischofsburg. 1921 bis 1933 war er
Leiter der Kreissparkasse in Dt.-Krone, wo er die Kreisbank aufbaute. 1933
wurde er seines Amtes durch das national-sozialistische Regime enthoben.
Nach 1945 konnte er die erworbenen Kenntnisse als Direktor der Kreis- und
Sparkasse in Jülich zum Besten für die zu 98 Prozent zerstörte Stadt
verwenden. Es gelang ihm durch seine ständigen Bemühungen, die für den
Wiederaufbau notwendigen finanziellen Mittel zu beschaffen und sie richtig
zu verteilen. Daher klang es nicht übertrieben, als bei seinem Heimgange in
der Presse aller Parteien und in sämtlichen Reden Paul Bartlewski als der
„Erbauer Jülichs“ gewürdigt wurde.

Seite 6   Aus den ostpreußischen Heimatkreisen …
Tilsit -Stadt, Tilsit-Ragnit, Elchniederung 
Liebe Landsleute aus den drei Heimatkreisen Tilsit-Stadt, Tilsit-Ragnit und
Elchniederung! 
Zum letzten Male weisen wir darauf hin, dass unser gemeinsames großes
Heimatkreistreffen am 5. und 6. Mai in Kiel in der „Ostseehalle"
stattfindet. 
In Folge 13 vom 31. März gaben wir bekannt, von welchen Städten des
Bundesgebietes aus zu mäßigen Preisen Sonderomnibusse nach Kiel fahren
werden. Wir kündigten in diesem Artikel bereits an, dass am Vorabend, also
am 5. Mai, in verschiedenen Gaststätten der Stadt Kiel auf vielfachen Wunsch
Schultreffen stattfinden werden, zu denen alle ehemaligen Lehrkräfte,
Schüler und Schülerinnen aller Jahrgänge hiermit herzlich eingeladen werden:


Tilsit-Stadt: 
Von Herrn Dr. med. Günther Ruhnke, Kiel, Holtenauer Straße 312, für das
Staatliche Gymnasium. Tilsit, Oberst-Hoffmann-Straße, in das Klubzimmer von
Höllgers Bierstuben, Kiel, Lehmberg 22. 

Vor Herrn Dr. Friedrich Weber, (24b) Marne in Holstein, Bäckerstraße 7, für
das Realgymnasium und die Oberrealschule (Oberschule für Jungen), Tilsit,
Überm Teich, in den großen Saal von Höllgers Bierstuben, Kiel, Lehmberg 22. 

Von Herrn Horst Mertineit. (24b) Meldorf in Holstein, Danziger Straße 2, für
die Herzog-Albrecht-Schule, Tilsit, in den Saal der Gaststätte „Zum
Magdeburger", Kiel, Muhliusstraße 36 a. 

Von Frau Annemarie Plagemann, geb. Semlies, (24b) Kiel, Arndtplatz 3,
Telefon 4 91 96, und von Fräulein Gertrud Mosenthin, (24b)
Kiel-Welling-Havemeisterstraße 17, bei Fröhlich, für die
Königin-Luise-Schule, Tilsit, in das Klubzimmer des Gewerkschaftshauses,
Kiel, Legienstraße 22/24. 

Stadt Ragnit: 
Von Landwirtschaftsrat Dr. Emil Sinz, (20a) Ahnsen Nr. 97, Kreis Gifhorn,
für die Landwirtschaftsschule Ragnit, in den großen Saal von Klahns Hotel,
Kiel, Kl. Kuhberg, und sämtliche anderen Schulen der Stadt Ragnit in den
unteren Gasträumen von Klahns Hotel, Kiel, Kl. Kuhberg. 

Kreis Elchniederung: 
Von Herrn Lehrer i. R. Otto Lepenies, (24b) Kiel, Gravelottestraße 8, für
die Heinrichswalder Schulen und ebenfalls für die Schulen des Kreises
Elchniederung (Neukirch und Kaukehmen) in Hausmanns Bier- und Weinstuben,
Kiel, Ecke Muhlius-/Legienstraße. 

Kreisverwaltung Tilsit-Ragnit (Landratsamt): 
Von Landrat Dr. Brix, der sein Erscheinen zugesagt hat, für die ehemaligen
Beamten und Angestellten der Kreisverwaltung Tilsit-Ragnit in das Klubzimmer
der Gaststätte Siechenbräu," Kiel, Willestraße (in nächster Nähe des
Rathauses). 
Alle diese am Vorabend stattfindenden Treffen beginnen um 20 Uhr. Für
Übernachtungsmöglichkeiten sorgt der Kieler Verkehrsverein, (24b) Kiel,
Rathaus, Verkehrsbüro, der, wenn Sie sich mindestens zehn Tage vorher an ihn
wenden, Zimmer in allen Preislagen vermitteln kann. 
So zahlreich wie zur 400-Jahr-Feier im Jahre 1952 in Hamburg wollen wir uns
1956 in Kiel treffen! 

Bis dahin grüßen Sie in heimatlicher Verbundenheit Ernst Stadie,
Kreisvertreter für die Stadt Tilsit (24b) Kiel, Bergstraße 26. 
Dr. Hans Reimer Kreisvertreter für den Kreis Tilsit-Ragnit (24a) Lübeck,
Glashüttenweg 36. 
Johannes Klaus, Kreisvertreter für den Kreis Elchniederung (24b) Husum,
Woldsenstraße 34 

Ebenrode (Stallupönen) 
Ehemalige Stallupöner Realgymnasiasten und Luisenschülerinnen Sonnabend, 12.
Mai 1956, wird ab 15 Uhr in Kassel, Restaurant Regenbogen, 400 Meter vom
Hauptbahnhof entfernt, ein Jahrestreffen und die Hauptversammlung
stattfinden. Besondere Mitteilungen werden an alle Ehemaligen in den
Postbezirken 16, 20 und 21 ergehen. Wer aus anderen Bezirken teilnehmen
will, wende sich umgehend an Walter Gudladt, (16) Kirchbauna über Kassel,
Frankfurter Str. Nr. 1. 
Dr. Kurt Stahr, Marburg, Rückertweg 4 

Gumbinnen. Heimatbuch Kreis und Stadt Gumbinnen 
Wie schon angekündigt, soll in diesem Jahre ein Heimatbuch „Kreis und Stadt
Gumbinnen" erscheinen. In Kurzartikeln wird die Geschichte des Kreises und
der Stadt Gumbinnen und vieles andere behandelt werden. Im Inhalt und in den
Bildern werden wir ein Wiedersehen mit der alten Heimat feiern. Der
Einwanderung der Schweizer und Salzburger wird in besonderen Artikeln
gedacht. Das Heimatbuch darf in keinem Gumbinner Haushalt fehlen. Der Preis
wird 4,-- DM betragen (Selbstkostenpreis). Deshalb die Bitte an alle
Gumbinner und Salzburger Heimatfreunde: Senden Sie Ihre Bestellung per
Postkarte an meine Anschrift: 

Heimat-Archiv der Gumbinner und Salzburger 
Durch glückliche Fügung bin ich wieder in den Besitz meiner Heimatbücher
gekommen. Sie waren zum Teil ausgelagert und sind mir auf Umwegen zugesandt
worden. So besitze ich jetzt fast sämtliche über Gumbinnen herausgegebene
Literatur, Adressbücher, Statistiken über Einwohnerbewegung, Bodenerhebung,
Viehzählung, Wetterkunde u. a. sowie Aufzeichnungen und Zeitungsausschnitte
heimatkundlicher Art, sehr viel Material, das ich mit Heimat- und
Sippenforscher Schütz zusammen bearbeitet habe. Das Gumbinner Heimatarchiv
umfasst rund 100 Bände Heimatliteratur, 30 Ordner mit Aufzeichnungen, 1000
Bilder aus dem Kreise und der Stadt Gumbinnen. 

Das Gumbinner Heimatarchiv wird mit dem Salzburger Heimatarchiv zusammen
geführt. 
Dieses Heimatmaterial ist eine unerschöpfliche Quelle. Vielen Eltern habe
ich für Abschlussarbeiten ihrer Kinder auf Ober- und Mittelschulen
heimatkundliches Material zur Verfügung stellen können, vielen Salzburger
Familien die verlorengegangene Ahnentafel ergänzen können. 

Das Gumbinner Heimatarchiv soll noch mehr als bisher allen Gumbinnern und
Salzburgern zur Verfügung stehen. 
Ich bitte die Eltern, im Hinblick auf die ostpreußische Heimat, ihren
Kindern nahezulegen, Abschlussarbeiten in den Schulen über Gumbinnen und
auch über die Salzburger zu wählen. Gerne gebe ich Auskünfte und stelle
Material zur Verfügung. Gegen Selbstkostenpreis werden Bilder geliefert und
auch Vergrößerungen bestellt. 

Es ist wahrscheinlich, dass bei manchen unserer Gumbinner Landsleute noch
Urkunden, Bücher, Karten und Heimatandenken lagern. Ich darf bitten, Ihren
Bestand einmal zu sichten und mir Entbehrliches zuzusenden. Die Sachen
werden im Archiv gewertet und gezeichnet und liegen dann alten Gumbinner und
Salzburger Heimatfreunden auf unseren Treffen zur Einsicht vor. 
Otto Gebauer (24) Heide, Holstein, Joh.-Hinr.-Fehrstraße 68 

An die ehemaligen Lehrkräfte der Volksschulen 
Verehrte Kolleginnen, liebe Kollegen! 
In der Folge 13 des Ostpreußenblattes hat unser Kreisvertreter für die
Haupttagung der Kreisgemeinschaft am 23. und 24. Juni 1956 in unserer
Patenstadt Bielefeld ein Sondertreffen der Gumbinner Lehrer angekündigt. Ich
wende mich nun mit der Bitte an Sie, in großer Zahl daran teilzunehmen. Wir
wollen uns zusammensetzen, ganz nahe aneinanderrücken, Erinnerungen
austauschen und die Heimat in uns lebendig werden lassen. Wir wollen uns
darüber aussprechen, wie wir das Wissen unserer Schuljugend über den
deutschen Osten am besten vertiefen. Wir wollen uns über die Mitarbeit der
Lehrerschaft in den Ortsgruppen unserer Landsmannschaft unterhalten. Jede
Anregung, jeder diesbezügliche Gedanke ist außerordentlich wertvoll. Kommen
Sie deswegen nach Bielefeld, wenn die Verhältnisse es irgend gestatten. Auch
die aus Gumbinnen stammenden jungen Lehrkräfte sind herzlich eingeladen.
Treffpunkt und Uhrzeit werden noch mitgeteilt. — Ihr Otto Pietsch (22a)
Mettmann, Rhld., Am Sonnenhang 38 

Rektor Pietsch hat es übernommen, die Lehrkräfte in der Kreisgemeinschaft zu
sammeln. Mögen seiner Bitte, zum Treffen nach Bielefeld zu kommen, eine
große Zahl folgen! 
Hans Kuntze, Hamburg-Bergedorf, Kupferhof 4 

Pr.-Eylau 
Am 12. April 1956 wurde Tischlermeister Carl Schaff, aus Canditten, jetzt
wohnhaft Gaushorn über Heide, Holstein, 70 Jahre alt. Bereits in der Heimat
hat er stets hilfsbereit denen zur Seite gestanden, die seines klugen Rates
bedurften. Nach der Vertreibung war er einer der ersten, der die Anschriften
der Vertriebenen sammelte: in Zusammenarbeit mit Superintendent Freyer hat
er für das Kirchspiel und besonders für das Dorf Canditten eine vorbildliche
Kartei eingerichtet. Als Bezirksbeauftragter für den Bezirk Wildenhof und
als Ortsbeauftragter für Canditten hat er unermüdlich für den Zusammenhalt
der Vertriebenen Sorge getragen. Auf den Kreistreffen konnte immer erneut
beobachtet werden, wie fest, dank der Arbeit des Landsmannes Schaff, der
Zusammenhalt unter den Einwohnern von Canditten ist. 

Leider ist sein Gesundheitszustand in der letzten Zeit nicht immer
zufriedenstellend gewesen. 

Der Kreis Pr.-Eylau wünscht dem in der- Heimat und in der Fremde stets
bewährten Kameraden baldige völlige Wiederherstellung der Gesundheit und
einen geruhsamen Lebensabend. 
v. Elern-Bandels, Kreisvertreter Königswinter, Siebengebirgstraße 1 

Bartenstein 
Die deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der Angehörigen von
Gefallenen der Wehrmacht sucht Erna Perlmann, aus Bartenstein, Memelstraße
20, oder Anschriften von Angehörigen oder Nachbarn. Zweckdienliche Angaben
erbittet Zeiß, Kreisvertreter (20a) Celle Hannoversche Straße 2 

Rastenburg 
In jede Rastenburger Familie gehört die Chronik von Kreis und Stadt
Rastenburg. Sie ist, wie Zuschriften aus allen Erdteilen bezeugen, das
geeignete Mittel, den Gedanken an die Heimat wachzuhalten. Solange der
Vorrat reicht, Bestellungen an Reg.-Baumeister a. D. Martin Modricker, Senne
1, Post Windelsbleiche bei Bielefeld, Jahnstraße 1322 

Johannisburg 
Über sechstausend Rundbriefe sind an unsere Landsleute verschickt worden.
Mögen die Rundbriefe den Zusammenhalt unserer Kreisgemeinschaft noch mehr
vertiefen. 
Jetzt ist es Zeit, zu den Treffen am 29. April 1956 in Düsseldorf und am 6.
Mai in Frankfurt Verabredungen zu gemeinsamen Gesellschaftsfahrten mit Bus
oder Bahn zu treffen, um die Fahrten zu den Treffen möglichst billig zu
gestalten. 
Erfreulicherweise sind mit den letzten Transporten mehr Landsleute aus der
Heimat gekommen, die ich alle herzlichst begrüße. Mögen die schweren
körperlichen und seelischen Leiden aller dieser Menschen durch die Liebe der
Angehörigen und die Fürsorge des Bundes bald überwunden werden. 

Unsere ersten diesjährigen Kreistreffen: Sonntag, 29. April, in Düsseldorf,
den altbekannten Union-Betrieben, und am Sonntag, dem 6. Mai, in Frankfurt
am Main in dem zentral gelegenen Restaurant „Gutshof Schönhof". Zuständig
für Düsseldorf Landsmann Carl Bongarts in (22) Korschenbroich, Kr.
Grevenbroich, Heidsmühle; für Frankfurt Landsmann Otto Tiburcy, Frankfurt,
Haltsteiner Straße 11. Ferner treffen sich, wie schon bekanntgegeben, die
Lehrerschaft und die ehemaligen Schüler der Johannisburger Oberschule am
Sonntag, dem 29. April, auf dem Düsseldorfer Treffen. 
Zuschriften an Landsmann Harold Oeding in Neuwied am Rhein. Rheinstraße 16. 

Gesucht werden: 
Max Zielasko, Textilkaufmann, und Ehefrau, Johannisburg; 
Karl-Heinz Schoenfeld, und Jakob Faltin, aus Johannisburg; 
Otto Thim, Schlagakrug; 
Otto Schack, Zollbeamter, Richtwalde. 
Fr. W. Kautz, Kreisvertreter (20) Altwarmbüchen (Hann.) 

Allenstein-Stadt 
Am 14. März 1956 ist in der Geschäftsstelle „Patenschaft Allenstein",
Gelsenkirchen, Dreikronenhaus, ein Einbruch verübt worden, bei dem u. a.
auch Anfragen von Allensteiner Landsleuten sowie von Behörden, die sich noch
in der Bearbeitung befanden, entwendet wurden. 
Falls nach angemessenem Zeitablauf an die einzelnen Interessenten kein
Bescheid ergeben sollte, wird deshalb eine Wiederholung der Anfragen
angeraten. 
H. L. Loeffke. Stadtvertreter von Allenstein 
P. Tebner, Geschäftsführer der Stadt Allenstein 

Neidenburg 
Der Vertrauensmann des Bezirks 4 (Burgstraße ohne Kurze Straße am
Schloßhotel, Brückenstraße, Straßen nach Robertshof und Bartzhof),
Malermeister Siekierski, ist verstorben. Bis zur Neuwahl verwaltet der
Vertrauensmann des Bezirks o. Herr Verwaltungsdirektor Wilhelm Losch,
München, Oettingerstraße 56, kommissarisch den Bezirk 4.
Wagner, Kreisvertreter Landshut, Bayern, Postfach 

Osterode 
Wie auch in den letzten Jahren, findet am ersten Maisonntag ein Kreistreffen
der Osteroden für den süddeutschen Raum in Frankfurt a. M statt. Das
Versammlungslokal ist in Frankfurt a. M. der „Ratskeller". Saalöffnung am 6.
Mai, 9 Uhr. Es wird um Weiterbreitung und zahlreiches Erscheinen gebeten.
Besonders ist darauf hinzuweisen, dass die ehemaligen Lehrer und Schüler des
Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums sich dort in größerer Zahl zusammenfinden werden;
u. a. werden Dr. Kowalski und Joachim Schubert anwesend sein. 

Gesucht werden: 
Fritz Joachim Jürgens, geb. 20.12.1907 in Hohenstein, zuletzt wohnhaft in
Praschnitz als Polizei-Hauptwachtmeister bzw. bei einer Polizei-Einheit
FPNr. 6223—04 644; 

Ernst Görke, zuletzt wohnhaft in Salewen; 

Emilie Gawe, geb. Kowakowski, geb. 13.11.1895, ebenfalls Salewen; 

Paul Jacobowski und Familie, Pächter von Collishof; 

Gustav Skubs, Gatterführer, zuletzt wohnhaft in Barwiese; 

Fritz Oleschkewitz, Zollbeamter, wohnhaft Osterode, Kaiserstraße 7 oder 10; 

Ida Böhnke, geb. Hildebrand, Liebemühl; 

Hans Severin und Dorothea Severin. Kinder des Bürgermeisters Karl Severin,
aus Hohenstein, geb. 1903 und 1906; 

Paul Müller, Obersteuersekretär, später Zollinspektor, Osterode, geb. etwa
1898 oder 1899; 

Anna Entz oder Angehörige, aus Thomascheinen, zwecks Überlieferung von
Nachlasssachen des Gefallenen Willi Entz; 

Müllermeister August Pallasch, Kl.-Pötzdorf; 

Die Mutter des Bruno Kowalski, aus Freiwalde; 

Hilde Elvenspoek, Osterode. 

Meldungen erbeten an v. Negenborn-Klonau, Kreisvertreter Hamburg,
Schrötteringksweg 14 

Rößel 
Kurz vor dem Osterfest sind 123 ostpreußische Landsleute aus den polnisch
besetzten deutschen Ostgebieten in Friedland eingetroffen. Mit welcher
Freude und Hoffnung werden sie nach den vergangenen schweren Jahren wieder
hier in deutschen Landen die Osterglocken und die Verkündigung der
Osterbotschaft vernommen haben! Ihnen allen unseren herzlichen Gruß und
beste Wünsche für ein gutes Einleben in der neuen Heimat. 
Namens der Kreisgemeinschaft Rößel begrüße ich besonders herzlich die aus
unserem Heimatkreis stammenden Landsleute:

Martha Bartlewski, aus Bischofsburg; 
Hugo Fox und Edeltraut Fox, aus Neudims; 
Valentin Hahn ,aus Bischofsburg;
Martha Kurzbach, aus Bischofsburg; 
Anna Lompa, aus Bischofsburg; 
Martha Oppenkowski, aus Sauerbaum;
Maria Piech, aus Bischofsburg; 
Minna Rembitzki, aus Bischofsburg; 
Anna Scheiba, aus Schwanau-Rößel; 
Rosa Tietz, aus Bredinken; 
Johanna Urmonowski, aus Sauerbanm; 
Martha Weinert, aus Bredinken; 
Martha Welk, aus Bischofsburg; 
Martha Wiwiorra, aus Bischofsburg. 
Franz Stromberg, Kreisvertreter Hamburg 13, Armbruststraße 27 

Braunsberg 
Der Ehemann war Zugführer i. R. 
Pastor Weber, (24a) Glashütte, Bezirk Hamburg, sandte an den Kreisvertreter
diese Mitteilung: 

„Eine Flüchtlingsfrau aus Ostpreußen, wohnhaft in meiner Gemeinde, erzählte
mir unlängst Näheres über ihren Fluchtweg. Dabei erwähnte sie ein Ehepaar,
dessen Namen sie nicht mehr angeben konnte (bei Namensnennung würde sie sich
allerdings erinnern), aus Braunsberg, Ostpreußen, das nach der Besetzung
Pommerns durch die sowjetischen Streitkräfte in Quakenburg, Kreis Stolp, im
Jahre 1946 gestorben ist. Die Frau starb im Frühjahr 1946; der Mann starb
zwei Monate später. Von Beruf war der Mann pensionierter Zugführer. Äußere
Erscheinung: große hagere Gestalt, großer Schnurrbart. Ein Sohn war bei
Kriegsende vermisst, zwei weitere Söhne waren als Soldaten im Einsatz. Das
Ehepaar besaß in Braunsberg einen Schrebergarten. — Ich halte es für
angebracht, diese Mitteilung weiterzugeben. Es könnte ja sein, dass die
Söhne, soweit sie noch leben, von dem Schicksal ihrer Eltern nichts mehr
gehört haben. — Die hiesige Flüchtlingsfrau war mit dem Ehepaar immer
zusammen und hat sich um die beiden alten Menschen bis zu deren Tode
gekümmert, so dass durch sie der Ort der letzten Ruhe der Heimgegangenen
eindeutig bekannt ist“. 
Grunenberg, Kreisvertreter Münster, Westf., Kinderhauser Straße 6

Re: [OWP] Ziegelei Schönberg/Schöneberg bei Nikola iken, Krs. Sensburg, Ostpr.

Date: 2017/03/06 14:58:59
From: Sieglinde Rüters <linda1004(a)hotmail.de>

Hallo liebe(r) D. Schwesig,

seit Wochen suche ich das für mich "richtige" Schönberg, da einer meiner 
Vorfahren Mitte des 19. Jh. Ziegler war und seine Frau aus Schönberg 
stammte.
Vor einer Woche fand ich auch im Netz eine wunderbare Karte, in der dieses 
Schönberg sogar eingezeichnet war. Leider kann ich sie nicht
wiederfinden.
Meine Recherchen ergaben aber, dass es wohl das heutige Piekna Gora ist und 
in der Nähe von Lötzen liegt (Landkreis Lötzen).
Die Kirchenbücher und Standesamt - Bücher müßten zum Landkreis Lötzen 
gehören. Leider sieht es hier nicht besonders gut aus. Vielleicht
kommt auch noch das Standesamt Kamionken in Betracht ? Wie es mit der 
Ziegelei beschaffen war, entzieht sich meiner Kenntnis.

Viele Grüße
Sieglinde Rüters


-----Ursprüngliche Nachricht----- 
From: David Schwesig via OW-Preussen-L
Sent: Sunday, March 05, 2017 11:26 PM
To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Subject: [OWP] Ziegelei Schönberg/Schöneberg bei Nikolaiken, Krs. Sensburg, 
Ostpr.

Hallo liebe Listenmitglieder,

angeregt durch die kürzlich hier gepostete Frage nach einer Ziegelei möchte
ich auch fragen,
ob jemand Details zu der Ziegelei Schönberg oder Schöneberg hat, die im 19.
Jhdt. in der Nähe von Nikolaiken (Kreis Sensburg) betrieben wurde. Nach
meinem Kenntnisstand müsste es sich dabei um einen Vorort von Nikolaiken
handeln, ca. 3 km südöstlich der Stadt, dort wo der heutige Ort Stawki
liegt, ca bei den folgenden Koordinaten (google-maps Format: 53.790041,
21.603666).
Einer meiner Vorfahren hat dort zusammen mit seinem Bruder als
"Ziegelstreicher" gearbeitet.
Es wäre toll, wenn jemand Hintergrundinfos, Bilder etc. zu dieser Ziegelei
hätte.

Besten Dank und Gruß

D. Schwesig
_______________________________________________
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http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l 

[OWP] Mitarbeit bei Indexierung

Date: 2017/03/06 15:18:24
From: 57nbws46sl <57nbws46sl(a)web.de>

   Guten Tag Herr Roesler,
   an diesem Projekt wuerde ich gerne mitarbeiten.
   Taeglich habe ich zwar nicht Zeit, aber ca. 20 Stunden pro Woche
   koennte ich mitarbeiten.
   Sie muessten mir aber schon erklaeren was ich wie erfassen soll und
   wie ich an die Daten komme.
   Willi (Stein)

[OWP] Suche nach Wilhelm Jan Zeitel

Date: 2017/03/06 16:05:36
From: Roland Völkel <REVoelkel(a)gmx.de>

   Liebe Forschergemeinde,
   ich moechte noch einmal einen Versuch unternehmen, um einen Todpunkt zu
   ueberwinden.
   gesucht wird der Geburtsort/ zustaendige Kirche.
   nach nicht bestaedigten Informationen soll  Wilhel Jan Zeitel etwa oo
   1797 im westpreussisch/pommerschen Gebiet, Nowa Wies / Konarzyny
   geboren sein.
   *geheiratet hat er in Konarzyny am 27.01.1823----------Marianna Zmuda
   Trzebiatowska (1794-1853). Kinder: Wilhelmina Fryderyka;Justyna,
   Jan(1.), Bogumil Anton.
   Wilhel Jan Zeitel ist ca 1837 verstorben.
   Da er wahrscheinlich konvertierte von evangel/lutherisch zu rk,
   verliert sich die Spur seiner Geburt.
   Forscht jemand zufaellig auch in diesem Gebiet oder kann einen Hinweis
   geben,wo ich noch suchen kann ?

   R.Voelkel

[OWP] Böhnke

Date: 2017/03/06 16:17:03
From: Barbara Böhnke <barbaraboehnke(a)gmx.de>

liebe Liste,

vor einigen Tagen hat jemand Artikel zu Familie Böhnke angeboten. Ich hatte mich gemeldet und bin für Kopien sehr dankbar. Da ich von einem anderen Computer aus geschrieben hatte, kam als Fehlermeldung ich bin nicht in der Liste.

Ist es bitte möglich das der nette Forscher sich bei mir per email meldet? Tausend Dank, Barbara A. Böhnke

[OWP] Traueranzeige Wilhelm Badorrek

Date: 2017/03/06 17:02:22
From: Alfred Steffens via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Im Kölner Stadt Anzeiger Ausg. Rhein Berg erschien am 3.3.217 folgende Anzeige mit Elchschaufel:

In tiefer Trauer und voller Dankbarkeit nehmen wir Abschied von

    Wilhelm Badorrek, geb. 13.07.1928, gest. 27.02.2017

Gabi und Peter, Frank und Irmgard, Rainer, Sabine und Kurt, Dirk und Silvia, Enkel und Urenkel

Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 7. März 2017 um 14:00 Uhr inder ev. Kirche Hohnrath statt. Anschließend ist die Urnenbeisetzug auf dem Stadtfriedhof Lohmar-Hohnrath.

Anzeige kann bei Bedarf als Scann bis zum 13.3. geliefert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Alfred (Steffens)


---
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Re: [OWP] Kolodziey (Kreis Ortelsburg)

Date: 2017/03/06 17:26:38
From: Mechthild Sieg <eckard.sieg(a)t-online.de>

Hallo Christoph,
falls noch nicht bekannt:
Ewa Kolodziey (auch Kolodzien) * ca. 1752, aus Groß Jerutten,
keine weiteren Angaben

oo 22.11.1769 Klein Jerutten

Andreas Makowka, * ca. 1742, aus Klein Jerutten, + 14.11.1802, Sohn von Jan
Makowka

Viele Grüße aus dem Sauerland
Mechthild (Sieg)



  Gesuchte Namen mit Wohnort/Genealogy names and areas/:

  OSTPREUSSEN:
  - Anuss (Gross Jerutten)
  - Bespiesny ( Georgensguth, Kr. Ortelburg)
  - Broszi (Schwirgstein, Kr. Ortelsburg)
  - Fridriscyk (Willenberg)
  - Galla (Schwirgstein, Kr. Ortelsburg)
  - Grabowski (Kutzburg)
  - Kadlubowski (Wichrowitz)
  - Kolodziej (Gross Jerutten)
  - Koschinski (Willenberg)
  - Loch (Wallendorf)
  - Losch (Beutnerdorf)
  - Neumann alias Bienken (Schwirgstein, Kr. Ortelsburg)
  - Maroska (Georgensguth, Kr. Ortelburg)
  - Nikutta (Scheufelsdorf, Kr. Ortelsburg)
  - Patscha (Olschoewken, Lehmanen)
  - Pietrucha (Beutnerdorf?)
  - Przylutzki (Michelsdorf)
  - Rogowski (Zielonken, Krs. Ortelsburg)
  - Simanski (Narthen, Jedwabno/Gedwangen)
  - Stach ( Balden, Krs. Neidenburg)
  - Stasch (Beutnerdorf?)
  - Stephan (Gross-Jerutten/Klein Jerutten)
  - Stoppa (Gross Schoendamerau, Krs. Ortelsburg)
  - Willam (Georgensguth, Kr. Ortelsburg)
  - Wygonowski (Wichrowitz)
  - Wyzolmierski (Michelsdorf, Kr. Ortelsburg)
  - Ziemek (Dombrowken/ Keykuth, Krs. Ortelsburg)
_______________________________________________

Re: [OWP] Suche nach Wilhelm Jan Zeitel

Date: 2017/03/06 18:14:34
From: Peter Pankau <owp.liste(a)s442128912.online.de>

Guten Abend Herr Völkel,
im Heiratsregister der kath.Pfarrei Konarzyn steht: 
Joannem Wilhelmum Zeitel Juvenem Anno 26 de Nowa Wies Parochie Bublieensis Lutheranum
also Johann Wilhelm Zeitel, Junggeselle 26 Jahre alt aus Neues Dorf, ev. Pfarrei Bublitz

Gruß von Peter Pankau


> Roland Völkel <REVoelkel(a)gmx.de> hat am 6. März 2017 um 16:05 geschrieben:
> 
> Liebe Forschergemeinde,
>  ich moechte noch einmal einen Versuch unternehmen, um einen Todpunkt zu
>  ueberwinden.
>  gesucht wird der Geburtsort/ zustaendige Kirche.
>  nach nicht bestaedigten Informationen soll Wilhel Jan Zeitel etwa oo
>  1797 im westpreussisch/pommerschen Gebiet, Nowa Wies / Konarzyny
>  geboren sein.
>  *geheiratet hat er in Konarzyny am 27.01.1823----------Marianna Zmuda
>  Trzebiatowska (1794-1853). Kinder: Wilhelmina Fryderyka;Justyna,
>  Jan(1.), Bogumil Anton.
>  Wilhel Jan Zeitel ist ca 1837 verstorben.
>  Da er wahrscheinlich konvertierte von evangel/lutherisch zu rk,
>  verliert sich die Spur seiner Geburt.
>  Forscht jemand zufaellig auch in diesem Gebiet oder kann einen Hinweis
>  geben,wo ich noch suchen kann ?
> 
> R.Voelkel
> 
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] Anfrage zu verschiedenen Familien

Date: 2017/03/07 00:17:26
From: Christian Kirchner via OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

Liebe Forscherfreunde!

Unser Verein bekam eine Anfrage von einem ostpreußischen Forscher. Einige Daten konnte ich finden, vielleicht hat noch jemand einen Tip.

1. Bruno Kurt Vorrath
geb. 09.12.1914 Königsberg i. Pr.
gest. 10.04.1990

2. Otto Vorrath
geb. 30.10.1878 Uderwangen
gest. ?
getr. 14.10.1902 Königsberg i.Pr. (Ancestry)
3. Minna Konrad
geb. 01.03.1878 Wilhelmberg Krs. Preußisch-Eylau
gest. ?

4. Gottlieb Rudolf Vorrath
geb. 14.12.1844 Bönkeim (OFB Almenhausen - dort auch viele Vorfahren)
gest. 04.02.1916 Königsberg i. Pr. (Ancestry)
getr. ?
5. Auguste Amalie Gallmüller
geb. 24.08.1849 Klein-Lindenau Krs. Königsberg (Archion)
gest. 04.10.1923 Königsberg i.Pr. (Ancestry)

6. Carl Konrad - Eigenkästner
gest. nach 1902 Hoppendorf Krs. Preyßisch-Eylau
getr.
7. Johanna Korinth
gest. nach 1902 Hoppendorf Krs. Preyßisch-Eylau

10. Johann Gottfried Gallmüller
geb. 03.11.1825 Borchersdorf
gest. ?
getr. 13.11.1848 Groß Ottenhagen
11. Caroline Wilhelmine Gramowsky
geb. 1826
gest. ?

20. Jacob Gallmüller
geb. 1801
gest. 04.10.1829 Borchersdorf
getr. 29.10.1820 Borchersdorf (OFB Stockheim)
21. Anna Regina Brausewetter
geb. 1794/98
gest. 30.12.1845 Schönfließ (Archion)

22. Carl Gramowsky
gest. vor 1848

40. Anton Gallmüller/Gallmeyer - Hirte


Viele Grüße

 
Christian Kirchner 
Dipl.-Archivar (FH) 
Vorsitzender/ordförande AGT
Mitglied im DAGV-Vorstand/medlem i styrelsen av Tysklands Släktforskningsförbund
Mitglied/medlem AGT, GFF, AGoFF, CompGen, g-gruppen, Genealogiska Föreningen
Burgstädter Straße 7 
09212 Limbach-Oberfrohna 
www.genealogie-thueringen.de
--
15.03.2017 35. Genealogiestammtisch "Limbacher Land"
Thema: Eisenbahnen im Limbacher Land
Ref. Wolfgang Ziemert
--
05-07.05.2017 Genealogisches Wochenende mit JHV der AGT in Schmalkalden

[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/07 00:32:09
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 7   Christel und der Polartaucher. Eine Cranzer Erinnerung, erzählt
von Alfred Gloede.
Bei einer vogelkundlichen Tagung lernte ich einen ostpreußischen Fachmann
kennen. Wir hatten einen Film über Tauchervögel gesehen, der das seltsame
Balzspiel des Haubentauchers in wundervollen Aufnahmen vom Niedersee zeigte.
Als wir bei einem Glase Bier nach der Tagung zusammensaßen, erzählte er
diese Geschichte hier: 

Der Polartaucher ist fast doppelt so groß als unser Haubentaucher. Auf der
Ostsee kommt er vor, seltener im Binnenland. Einmal sah ich einen in
Freiheit. Aber frei war er eigentlich nicht, er traute sich nur nicht
wegzufliegen, weil er, wie alle Tauchervögel, ungern fliegt und nur schwer
vom Wasser hochkommt. 

Damals saß ich nach dem Staatsexamen den Winter über in Cranz bei Verwandten
und wartete auf meine Anstellung. Im Winter war in Cranz nichts los. Die
Hotels standen leer, ihre breiten Glasfronten waren mit Holzverschlägen
abgedichtet. Auf der menschenleeren Promenade saßen die Möwen auf dem
Geländer und warfen sich mit heiserem Geschrei in den Wind, wenn man ihnen
zu nahe kam. An den Sonntagnachmittagen traf sich hier die Jugend. Die Alten
standen an einer windgeschützten Ecke und klönten. Da traf ich Christa
wieder, mit der ich einmal auf einem Vereinsvergnügen getanzt hatte.
Christas Brüder waren Fischer, der Vater war tot. Mit ihrer kleinen
Schwester kam sie über die Promenade. Wir erneuerten unsere Bekanntschaft.
Wir trafen uns öfter, dort, wo die Dünen anfingen und wo an einer freien
Stelle zwischen Weidengebüsch und niedriger Krüppelkiefern Netze trockneten.


Christa roch immer ein bisschen nach Holzfeuerrauch und nach Fisch. Vom
Flundernräuchern. Ihre breitgeschwungenen, vom Seewind etwas rissigen Lippen
schmeckten nach Salzwasser. 

Einmal brachte sie in einem Korb etwas mit, einen großen Vogel, den der
Bruder beim Flundernfang lebend erbeutet hatte. Meist ertranken die Taucher,
wenn sie sich in den weitmaschigen Flundernetzen fingen. Dieser war mit dem
Netz hochgekommen oder er hatte sich gerade gefangen, als die Fischer
einholten. Das war der Polartaucher. 

„Den setzen wir in den Teich an der Plantage", sagte Christa, „da kann er
nicht weg“. „Aber du musst ihn füttern, den Teich hat er bald
leergefressen", wandte ich ein. 

Christa ließ ihre Netze an den Stangen und kam mit. Einmal öffneten wir den
Deckel des Korbes ein wenig, um den Vogel zu betrachten, da fuhr der spitze
Schnabel so rasch gegen die Öffnung, dass wir kaum gerieten, den Deckel zu
schließen. 

„Er ist böse, weil er gefangen ist", meinte das Mädchen. 

Am Teich kippte ihn Christa mit einem Schwung und abgewandten Gesicht ins
Wasser. Es gab einen gewaltigen Plansch, als der große Vogel ins Wasser
schoss. Sofort tauchte er weg. Am anderen Ende des Teichs, nach einer ganzen
Weile, kam er hoch, um bei unserm Anblick sofort wieder zu verschwinden. Wir
ließen ihn in Ruhe und gingen durch den Wald zu den Netzen zurück. 

„Du wirst mir so lange treu bleiben, als der Taucher da ist“. Treuherzig
fragend sah sie mir mit ihren graublauen Kinderaugen ins Gesicht. Ich
lachte, fasste sie mit der Rechten um das rote Kopftuch und küsste sie auf
den Mund. Sie schmeckte nach Seewind und Jugend. Der Wind brauste gewaltig
über die Düne, es ging auf März. 

Damals fingen die Segelflieger an, weiter hinten, auf der Nehrung, nach
Rossitten zu. Der Wind stand ständig von See her gegen die Düne. Meist war
es sonnig und klar. 

Eines Nachmittags waren wir wieder bei den Netzen. Die kleine Schwester war
mitgekommen. „Da seht doch, der gelbe Vogel in der Sonne", zeigte die
Kleine, „ein Segelflieger!" 

Ruhig und lautlos zog das Flugzeug seine Bahn, die Nehrung entlang, in
mäßiger Höhe. Er setzte zu einem Gleitflug an und kam tiefer, fing sich dann
wieder, deutlich hörte man das Sausen des Windes in den Drähten. Jetzt sahen
wir auch den Kopf des Fliegers. Es rauschte auf da oben, er stieg wieder
hoch, wie ein Stoßvogel, der seine Beute verfehlt hat. 

„Der Taucher, seht doch den Taucher", schrie Christa und fasste meinen Arm.
Über den Kiefern, in angstvollem, schnell flatterndem Entenflug strebte
unser Taucher zur freien See. Er war noch keine hundert Meter über freiem
Wasser, da schoss er schon schräg herunter in sein Element, dass es
aufschäumte. Wir sahen ihn noch einmal, als ihn ein Wellenberg hochhob, dann
war er verschwunden. 

„Nun müssen wir gehen", sagte Christa zögernd, nahm die Schwester an die
Hand und gab mir die Linke zum Abschied. Sie sah zur Seite. 

In den nächsten Tagen kam meine Einberufung. Ich blieb nicht länger in
Cranz. Ich bin nie mehr hingekommen . . . 

Wir sahen vor uns hin. Eigentlich fehlte der Geschichte ein Abschluss. Aber
das ist manchmal so im Leben.

Seite 7   Ostpreußische Späßchen
Die Einrichtung 
Unser Jüngster machte einst im dritten Schuljahr mit seiner Klasse von
Königsberg aus einen Ausflug nach der Marienburg. Als er am Abend
zurückkehrte, fragten wir ihn natürlich, wie ihm denn nun die schöne Burg
des Deutschen Ordens gefallen hätte. Darauf meinte er mit todernstem
Gesicht: „Die Burg ist ja ganz schön, aber es sind man wenig Möbel drin!" E.
B. 

Der tüchtige Paul 
Frau R. suchte einst für ihren Sohn Paul eine Lehrstelle und kam zum
Malermeister unseres Dorfes. Sie sagte: „Meisterche, mechte Se nich minem
Paul bi en inne Lehr nehmen? Der striekt en de Gebider (Häuser) forts blank
wie lackeert. Wenn de Jung noch strieken kunn (Striche ziehen), mecht er gar
nich inne Lehr koame“. Lachend meinte darauf der Meister: „Na kloar, Fru, so
e tüchtigem Jung nähm eck ömmer!" U.S. 

Das Dampfross 
Der junge Bauer war zum Markt nach Gumbinnen gefahren. An dem
Eisenbahnübergang an der Darkehmer Straße hatte er die Eisenbahn gesehen,
die an diesem Tage zum ersten Mal von Königsberg nach Eydtkuhnen fuhr.
(Woraus man sieht, dass diese Geschichte sich vor vielen, vielen Jahrzehnten
ereignet hat.) Wieder zu Hause angekommen, erzählte er seinen staunenden
Zuhörern von dem fauchenden Dampfross wie von einem Weltwunder. Nur Ohm
Buttgereit schüttelte ungläubig den Kopf: „Wenn öck alles glow, aber dat
glow öck nich. Ohne Peerd geiht et nich!" — „Ohm, öck war di wat segge",
antwortete der Bauer, „wenn öck nächste Woch önne Stadt foahr, kömmst mött
un sittst di dat sölwst an!" 
Gesagt, getan. Ohm Buttgereit fuhr mit in die Stadt. Zu zweit begaben sie
sich an den Bahnübergang. Es dauerte auch gar nicht lange, da fuhr der Zug
von Königsberg gemächlich in den Bahnhof ein. Vorn die Lokomotive, dahinter
einige Personenwagen, aus denen lachend und scherzend die Fahrgäste winkten.
Ohm Buttgereits Augen wurden immer größer. Wie es damals üblich war,
bildeten den Abschluss des Zuges einige Güterwagen. Plötzlich verbreitete
sich ein Grienen über Ohm Buttgereits Gesicht. Voller Genugtuung zeigte er
auf den letzten Güterwagen, aus dem zwei Pferde die Köpfe heraussteckten:
„Sittst, Jung, wat säd öck di, ös alles Bedrug — ös alles Bedrug, de Peerd
sönn hinde!" K. B. 

Im Dreivierteltakt 
Auch im Ersten Weltkrieg hatte die ostpreußische Jugend natürlich viel
versäumt. Die jungen Männer, die draußen im Felde gewesen waren, und die
Mädchen, die zu Hause schwer zu arbeiten hatten, konnten in jenen Jahren
selbstverständlich nicht ans Tanzen denken. Das holte man dann später nach.
Auf unserer Dorfwiese wurde in den ersten Nachkriegsjahren oft zum Klang
einer Quetschkommode getanzt. Nicht allen gingen die neuen und alten Tänze
leicht ein. Unsere Marie zum Beispiel quälte sich ehrlich mit ihrem Karl ab,
um ihm den Walzer beizubringen. Eine Freundin beobachtete sie bei einem der
Tänze und rief ihr zu: „Mensch, du tanzt ja falsch“. Hierauf gab Marie stolz
zurück: „Loat de späle wat se wölle, eck danz ömmer Walzer!" E. S. 

Es reicht 
Maurer S. war in unserem Heimatdorf in der Elchniederung ein bekannter Mann.
Als er einst bei der Bauernfamilie T. einen kleinen Stall baute, wurde er
zur Frühstückszeit von der Hausfrau gerufen: „Meisterche, koame Se
frehstöcke!" Das ließ sich Herr S. natürlich nicht zweimal sagen. Frau T.
leistete ihm Gesellschaft und sah ihm beim Essen zu. S. war nun beim
Brotschmieren keineswegs ängstlich. Er strich die Butter fingerdick auf, so
dass Frau T. bald entsetzt meinte: „Meisterche, Se schmeere good!" Hierauf
S.: „Joa, doarin proahlt mi jeder, gelehrt is gelehrt!" Durch das Geschabber
von Frau T. ließ er sich auch weiter nicht stören, und er schmierte tapfer
weiter. Hierauf meinte Frau T. warnend: „Meisterche, so e Pundke Botter kost
jetz twintig Dittchen!" Der Maurer: „Dat ös se ok wert, et ös goode Botter!"
Nach einiger Zeit war auf dem ganzen Teller nur noch „e Klacksche" vom
ganzen Pfund zu finden. Darauf meinte Frau T. jammernd: „Meisterche, dat is
min letztes Pundke Botter!" S. beruhigte sie: „Ver mi ward lange, Fru T.,
eck si all ziemlich satt." U.S. 
Stichelei 
Der sonst recht gutmütige, aber gegen Wild- und Holzdiebe recht strenge alte
Förster J., der schon manchem Frevler zu einer Ladung feinen Schrots
verholfen hatte, steht auf dem Jahrmarkt in T. vor einer kleinen Zirkusbude,
neben der auch ein Kamel zu sehen ist und bewundert das „Wüstenschiff". Da
schleicht sich von hinten an den Hüter der Wälder der als Wilderer bekannte
Jons heran, klopft dem alten J. leise auf die Schulter, zeigt auf das Kamel
und meint! „Da, Menschke, das is Rehbock, bloß Flinte fehlt"! Ehe Vater J.
seiden dicken „Waidmannsheil" (Eichenstock) richtig gefasst hatte, war Jons
auch bereits entschwunden. W. D. 

Mit Humor geht alles besser... 
Unser alter Kantor nahm einst in der Religionsstunde die Kirchenlieder
durch. Fritzchen zeigte wenig Interesse und trieb mit seinem Nachbarn
allerlei sträflichen Unsinn. Plötzlich wurde er von dem Kantor, der schon
mit dem Rohrstock winkte, nach vorn gerufen. Langsam erhob sich Fritzchen
und raunte dabei seinem Bankkameraden zu: „Mache dich, mein Geist,
bereit..." B. L. 

Seite 7   Giselas Beichte. Müssen Ehefrauen resignieren und zu Mauerblümchen
werden? 
Gisela bewies, dass es mit ein wenig Tatkraft auch anders ging. 
„Ich verstehe dich gar nicht! Schließlich seid ihr ja noch nicht im
Greisenalter, dass ihr euch kein Vergnügen mehr gönnt“. 

Immer wieder musste Gisela an die Worte ihrer Freundin denken. Ingrid hatte
damit ja soo recht. Seitdem hat sie sich auch nicht wieder gemeldet. 

Im Grunde genommen war Gisela noch immer dieselbe, so lebenslustig wie zur
Schulzeit. Nur dass es so ganz anders gekommen war. In den ersten Jahren
ihrer Ehe waren sie noch manchmal ins Theater gegangen oder hatten im
Freundeskreis ein nettes Tanzvergnügen veranstaltet. Dann wurde es still um
sie. Zuerst wunderten sich ihre Freundinnen noch. Später blieben sie einfach
weg. Die letzte und anhänglichste, das war noch Ingrid gewesen. 

Gisela kam nicht los von ihren Gedanken. Eigentlich waren es zwei Gründe,
weshalb sie aus ihren vier Wänden nicht herauskam. Wenn Heinz aus dem Büro
nach Hause kam, war er abgespannt und reizbar. Er schaffte es einfach nicht
mehr. Deshalb war er menschenscheu geworden, und manchmal hatte er geradezu
Komplexe. Dabei war er keineswegs dumm. Dann hätte sie ihn bestimmt nicht
geheiratet. Im Gegenteil, er konnte nur nichts aus sich machen. Immer waren
es andere in diesem Büro, die beim Chef besser angeschrieben waren und
befördert wurden. 

Ja, und das liebe Geld. Als sie heirateten, war Heinz ein kleiner
Angestellter in einer Armaturenfabrik. Sein Chef mochte ihn, und er hatte
gute Aussichten. So machte er sich Hoffnungen, als sein Abteilungsleiter
ausschied. Doch ein anderer Kollege machte das Rennen. Er konnte keineswegs
mehr. Aber er verstand es eben besser, sein bisschen Wissen und Können im
richtigen Augenblick einzusetzen. So blieb Heinz auf seinem Gehalt sitzen. 

Heinz war ehrlich, auch zu sich selbst, und eines Abends hatte er
resignierend gesagt: „Ich glaube, ich schaff es nicht mehr“. 

Weil er oft müde war, konnte er sich nicht mehr so leicht auf seine Arbeit
konzentrieren. Sein Gedächtnis spielte ihm geradezu einen Streich, wenn es
darauf ankam. Aus jedem kleinsten Kurzschluss wurde eine Panne. Und es gab
entsprechenden Krach. 

Sein Chef fragte ihn auch immer weniger. Wenn er aber einmal mit seinem Chef
sprach, hatte er bestimmt viele gute Ideen. Aber meistens erst hinterher. Er
schaltete einfach zu langsam. Deshalb traute er sich immer weniger zu. Sagte
schließlich gar nichts mehr. Und fing schon an, an sich selbst zu zweifeln. 

Gisela seufzte und blätterte in der Zeitung. Da stand doch die kleine
Anzeige wieder, die eines Tages die gute Fee für sie beide gespielt hatte. 

Gisela liebte ihren Heinz. Sie wusste auch, dass er sich alle Mühe gab, um
vorwärtszukommen. Aber 
immer wieder kam ihm ein anderer zuvor und schnappte ihm so beinahe die
Butter vom Brot weg. 

Deshalb fing Gisela an, a
uf Abhilfe zu sinnen. Ihr fiel nur nicht das Richtige ein. Bis sie eines
Tages in der Zeitung darauf stieß: KARRIERE! — „Ja, das war es, worauf es
ankam“. 

Sie las weiter: „Konzentrationsschwäche, Gedankenablenkung, Zerstreutheit“.
— Alles Dinge, die es Heinz ja so schwer machten. Gedächtnisschwäche, Unlust
und Hemmungen — alles sind immer nur Mangelsignale des Gehirns. 

Ein namhafter Professor erzählte von seinen Versuchen und bewies: Genau so,
wie der Körper für seine Organe Vitamine braucht, genau so braucht auch das
Gehirn seine Spezial-Nährstoffe. Andernfalls leidet es Mangel, und da es
seinen Hunger nicht einfach, wie der Magen, durch Knurren meldet, reagiert
es anders, jedoch auf genauso deutliche Weise. 

An vielen Versuchen an erschöpften Nachtarbeitern und Menschen, die geistig
viel leisten müssen, bewies dieser Professor: Bessere Gehirnernährung
bewirkt bessere Gehirnleistungen, und ausreichende Gehirn-Ernährung sorgt
dafür, dass die Nervenleitungen gut geschmiert sind und alle Gedanken
zünden. 

Das war eigentlich ganz einleuchtend für Gisela. Ihr Entschluss stand rasch
fest. Sie schrieb an die Firma Energlut nach Hamburg. Der erste Versuch
kostet nichts. Sie ging also gar kein Risiko ein. 

Auch hatten viele andere Ärzte und Wissenschaftler bewiesen, dass diese
neuartige Gehirn-Direktnahrung nicht schädlich ist. Weil sie aus ganz
natürlichen Nährstoffen bestand. Vielleicht war es das, was ihrem Heinz
fehlte. 

Erst wollte sie, ihrem Mann die Pastillen einfach stillschweigend ins Essen
rühren. Doch dann schämte sie sich und zeigte Heinz einfach den Prospekt.
Heinz tippte nur mit dem Finger gegen die Stirn. Das war auch eine Unart,
die sie gar nicht mochte. Aber sie vermied den Streit, weil Heinz nur zu oft
enttäuscht war. 

„Dafür hast Du Geld weggeschmissen?" 
„Wo doch sogar Ärzte behaupten, dass es hilft!" 
„Alles Schwindel! Es ist noch nie jemand schlauer geworden, und schon gar
nicht durch Pillen!" 
Sie stritten sich. Er hätte ja wenigstens versuchen können. Gisela fing an
zu weinen. Da wurde Heinz weich. Er machte dann nicht nur den Versuch.
Sondern hielt die Kur eisern durch. 

Gestern war es gewesen. Heinz war überraschend früh nach Hause gekommen.
Gisela musste ihr bestes Kleid anziehen. Und dann waren sie in ein Lokal
essen gegangen. Wie noch zu der Zeit, als sie erst verlobt waren. Heinz
hatte ganz geheimnisvoll getan. Sie war richtig neugierig geworden. 

„Ich musste heute zum Chef hinein. Er meinte, ich wäre seit einiger Zeit
ganz verändert. Wie umgewandelt. Und dann meinte er noch, er hätte sich wohl
doch nicht in mir getäuscht. Jeder Mensch hat einmal eine schwache Zeit.
Aber dann zeigt sich, was in dem Menschen drinsteckt und wie er auch mit
seinen Schwächen fertig wird. So bin ich Abteilungsleiter geworden.
Natürlich mit dem entsprechenden Gehalt dazu“. 

Gisela strahlte. Es war beinahe ein Wunder, wie es sonst nur in Märchen oder
bei den Reichen vorkommt. 

Anschließend waren sie tanzen gewesen, bis spät in die Nacht. Es war
wunderschön. Auch wenn einem am nächsten Morgen das Aufstehen schwerfiel.
Aber Heinz konnte ja als neuer Abteilungsleiter nicht gleich zu spät kommen.


Gisela trat ans Fenster. Da kam ja ihre Freundin Ingrid bereits zum Kaffee.
Die würde sich wundern, was sich bei ihnen getan hatte. Bei ihnen herrschte
jetzt wieder Schwung, und damit würden sie auch weiterhin Erfolg haben. 

Dabei hätte ihre Ehe beinahe einen Knacks bekommen. 

Wenn — ja — wenn nicht die kleine Anzeige für Gisela und Heinz Schicksal
gespielt hätte. Wenn sie nicht gleich auf diese Anzeige geschrieben hätte.
Sie sollten es deshalb lieber gleich tun. Es lohnt sich. Auch für Sie. Weil
bessere Gehirn-Ernährung mit den nötigen Nährstoffen die beste Voraussetzung
ist, mehr zu leisten und auch etwas zu erreichen. 
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[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/07 00:33:05
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 8   Familienanzeigen
Ludwig-Hubert, geboren am 21.02.1956. Die Geburt eines Stammhalters zeigen
in großer Freude an: Hubert Thater und Frau Anni Thater, geb. Leinsing.
Neudims, Kr. Rößel, Ostpreußen, jetzt Klosterbeuren (Schw.) über Memmingen,
Ziegelei 

Jutta, geboren am 17.02.1956. Die Geburt unseres ersten Kindes geben wir in
dankbarer Freude bekannt. Hannelore Schultz, geb. Plotzki. Kurt Schultz.
Hamburg-Altona, Donnerstraße 14 II. Früher Ortelsburg, Ostpreußen.
 
Die Verlobung unserer Tochter Christel Marhold mit Herrn Gerichtsreferendar
Hans-Georg Pietsch, Dortmund, geben wir bekannt. Bankvorstand a. D. Ernst
Marhold und Frau Else Marhold, geb. Albrecht. Bartenstein, Ostpreußen, jetzt
Dortmund, von-der-Tann-Straße 30 

Wir grüßen als Verlobte: Christel Marhold. Hans-Georg Pietsch 

Statt Karten! Die Verlobung unserer Tocher Bergild mit Herrn Thomas Neary,
geben wir hierdurch bekannt. Erich Spickschen-Woydethen. Gerda Ursula
Spickschen, geborene Dietrich. Dannenfels, Rheinpfalz, im März.

Ihre Verlobung geben bekannt: Gisela Pautzke, München 13, Rankestraße 9.
Viktor Kajnath, früher Tapiau. Ostern 1956 

Am 4. April 1956, feierten ihre Silberhochzeit Fritz Neumann und Frau Martha
Neumann, geborene Kummetat. Königsberg Pr., Manteuffelstraße 8, jetzt
Ehrsberg, Post Häg über Zell i. W. 

Ihre Vermählung geben bekannt: Heinrich Schlüter, Wohlenhausen.Erika
Schlüter geb. Heinrich, früher Buchwalde, Kr. Pr.-Holland, Ostpreußen,
Wohlenhausen, 22. März 1956 

Als Vermählte grüßen: Hans Ohlendorf, Altmühle, Kreis Elchniederung,
Ostpreußen. Dorothea Ohlendorf geb. Reich, Rößel, Ostpreußen, Torstraße 25.
Jetzt Oberhausen-Sterkrade, Buschmannsfeld 9.      7. April 1956 

Am 20. April 1956 feiern unsere lieben Eltern, Karl Massurim und Frau Marie
Massurim, geb. Grinnus, aus Gilge. Kr. Labiau, jetzt Dutenhofen, Kr.
Wetzlar, das Fest der Goldenen Hochzeit. Es gratulieren herzlichst die
Kinder

Für die vielen Glückwünsche anlässlich unserer Goldenen Hochzeit danken wir
allen Freunden und Landsleuten recht herzlich. Karl Gnoss und Frau Berta
Gnoss, geb. Springer. Weisenbach, den 1. April 1956

Am 12. April 1956, feierte unsere liebe Mutter, Frau Elise Bahl, geb. May,
Rastenburg, Schützenstr. 19, jetzt Reutlingen, Dürerstraße 61, ihren 60.
Geburtstag. Es gratulieren herzlichst ihre Tochter Else und Schwiegersohn
Willi  

Herr Dr.-Ing. Ferdinand Platzmann, der von 1926 bis 1937 als Landesbaurat
der Provinz Ostpreußen in Königsberg wirkte, begeht am 14. April 1956 in
Greding (Mfr.) seinen  79. Geburtstag. Acht Kinder und neunzehn Enkelkinder
sowie sein großer Verwandten- und Bekanntenkreis wünschen ihm zu diesem
Ehrentage weiterhin beste Gesundheit und Wohlergehen. 
Im Namen der Familie: Heidi Meinhold, geb. Platzmann. Greding (Mfr.) über
Roth bei Nürnberg

Für die zahlreichen Glückwünsche zum 82. Geburtstage danke ich auf diesem
Wege allen lieben Gratulanten herzlichst. Arthur Beckmann. Speicherstraße 6,
Frankfurt am Main 

Aus Anlass meines 80. Geburtstages sind mir aus nah und fern von lieben
Verwandten, Freunden und Bekannten so viele Glück- und Segenswünsche
zugegangen, dass es mir persönlich nicht möglich ist, jedem einzelnen meinen
Dank u. herzliche Anteilnahme auszusprechen. Besonders danke ich auf diesem
Wege allen meinen lieben ehem. Gendarmerie- und Pionierkameraden. Ganz
besonders danke ich meinem ehem. Vorgesetzten, Herrn General a. D. Dr. W.
Grosse für "'die gut gemeinten Glück- und Segenswünsche und rufe allen ein
herzliches Lebewohl zu mit dem Ausdruck des ehem. Militärmarsches „Alte
Kameraden". Fritz Schröter, Leutnant der Gendarm, a. D. 

Am 19. April 1956 feiert unser lieber Vater, Schwiegervater und Opa, der
Justizinspektor i. R. Rudolf Neumann, früher Königsberg Pr. Kunckelstraße
12, jetzt Bramsche bei Osnabrück, Lessingstraße 3, seinen 80. Geburtstag.
Wir gratulieren herzlichst und wünschen weiterhin Gottes Segen. Sohn Alfons
Neumann. Schwiegertochter Waldtraut Neumann, geb. Klatt. Enkel Rainer,
Renate, Traugott, Christiane und Ulrike

Am 16. April 1956 feiert unser lieber Vater und Opi, Otto Engelke, aus Inse,
Kr. Elchniederung, jetzt Elsfleth (Weser) seinen 70. Geburtstag. Es
gratulieren, herzlichst und wünschen alles Liebe und Gute seine drei Mädels
Schwiegersöhne und Enkel 

Für die zahlreichen Glückwünsche und Ehrungen zu meinem 70. Geburtstage
danke ich auf diesem Wege allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten
recht herzlich. Paul Baransky, früher Malermeister. Königsberg Pr.,
Kronprinzenstraße 14, jetzt (20) Uelzen (Hann.) 

Der Schülervereinigung Oberschule Schloßberg sage ich auf diesem Wege
herzlichsten Dank für die guten Wünsche zu meinem Eintritt in den Ruhestand
sowie für das Bild unserer alten Schule. Dr. Georg Ziemann,
Oberstudiendirektor i. R. Hamburg 19, Lappenbergsallee 12 b 

Herzlichen Glückwunsch zum 25-jährigen Ingenieurjubiläum am 18. April 1956
meinem lieben Schwager, Hans Klein, Installateurmeister, aus Königsberg Pr.,
Walsche Gasse 7/10, jetzt Düsseldorf, Schirmerstraße 16. Th. Fritz Meitz,
Minden, Stiftstraße 1 

Am Ostersonntag entschlief ganz unerwartet mein lieber Mann, unser Vater,
Schwiegervater, Opa, Bruder, Schwager und Onkel, der Maschinenbaumeister
Julius Guddusch, aus Schillen, Ostpreußen, im Alter von 67 Jahren. In
stiller Trauer: Emma Guddusch und Angehörige. Bremen 8, Margaretenweg 20.
Wir haben ihn am 5. April 1956 auf dem Waller Friedhof zur letzten Ruhe
gebettet. 

Ruhe sanft, geliebtes Mutterherz, Du hast den Frieden, wir den Schmerz. Am
Ostersonntag 1956, 5 Uhr morgens, entschlief plötzlich und unerwartet
infolge eines Herzschlages unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma,
Amalie Pohlmann, geb. Alsdorf, früher Waldau, Kr. Tilsit-Ragnit, Ostpreußen,
im Alter von 76 Jahren. Ihr Leben war ausgefüllt mit Liebe und Sorge für die
Ihren. In tiefer Trauer: Familie Oppermann. Familie Pohlmann. Jetzt
Rendsburg in Holstein, Königsberger Straße 10

Am 31. März 1956 entschlief nach kurzer Krankheit meine liebe Mutter,
Schwiegermutter und Tante, Frau Auguste Schaar, geb. Matzat, im 85.
Lebensjahre. In tiefer Trauer: Gustav Höllger und Frau Meta Höllger, geb.
Schaar. Tilsit, Königsberger Str. 34, jetzt Kaiserslautern, Kennelstraße 14 

Unsere liebe Schwägerin und Tante, Berta Fröhlich, geb. Müller, früher
Gumbinnen, Poststraße 20, ist am 23. Februar 1956 in der sowj. bes. Zone, im
83. Lebensjahre, sanft entschlafen. In stiller Trauer: Frau Emma Fröhlich,
Konstanz. Frau Waldtraut Fröhlich und Sohn Klaus, Remscheid. Joachim
Fröhlich und Familie, Regensburg 

Fern ihrer geliebten ostpreußischen Heimat entschlief plötzlich und für uns
unerwartet unsere liebe herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Oma, Johanna
Büttner, geb. Neidhardt, früher Königsberg Pr., Große Sandgasse 22. In
stiller Trauer: Willi Groß und Frau Margarete Groß, geb. Büttner früher
Königsberg Pr., Alte Pillauer Landstraße 18. Erwin Stück und Frau Elsa
Stück, geb. Büttner, früher Königsberg Pr., Schützenstraße 5. Elisabeth
Büttner, geb. Störmer, früher Königsberg Pr.- Schönfiieß, Werksiedlung.
Ulrich Groß, Hartmut Stück, Brigitte Büttner und Manfred Büttner, als Enkel.
Jetzt Frankfurt a. M., Gr., Seestr. 5, Industriehof, Block XIV, Nr. 41.
Bracht, Kr. Kempen/Krefeld, Hendrick-Goltzius-Straße 14 

Nach kurzer schwerer Krankheit entschlief am Karfreitag 1956 unsere liebe
treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Groß- und Urgroßmutter, Frau Martha
Stürzebecher, geb. Räther, im 87. Lebensjahre. In stiller Trauer: Familien
Walter Stürzebecher und Kurt Stürzebecher, Elmshorn, Steindamm 47, früher
Memel, Kallwehlen. Die Beisetzung fand am 3. April 1956 statt. 

Es ist der Herr, Er tue, was Ihm wohlgefällt. 1. Sam. 3, 18    Unsere
Freunde und Bekannten setzen wir tief erschüttert davon in Kenntnis, dass es
dem Herrn in Seinem unerforschlichen Ratschluss gefallen hat, unsere liebe
Schwester, Schwägerin und Tante, die Diakonisse Minna Horn 
im Alter von 50 Jahren am Palmsonntag durch einen tödlichen Unfall in die
Ewigkeit abzuberufen. 
Am Gründonnerstag haben wir sie auf dem Schwesternfriedhof in Holzminden zur
letzten Ruhe gebettet. In stiller Trauer: Elise Horn und Maria Horn,
Mengsberg. Familie Laps, Rommershausen über Treysa. Mengsberg über Treysa,
Bez. Kassel, früher Schwaighöfen, Kreis Schloßberg, Ostpreußen. 

Am 28. März 1956 entschlief sanft nach einer schweren Operation, fern ihrer
geliebten ostpreußischen Heimat, meine liebe Mutti, Tochter, Schwester,
Schwägerin, Tante und Nichte, Frau Lieselotte Grigat, früher Tilsit,
Sudermannstr. 5, im Alter von 47 Jahren. Ferner gedenken wir unserer lieben
Mutter und Großmutter, Anna Zinnau, geb. Oswald, verstorben 1945 in
Göttingen. In tiefer Trauer: 
Hildegard Grigat. Anna Grigat, Witwe. Günter Grigat und Marion Grigat und
Kinder, Mannheim. Werner Grigat und Ilse Grigat und Kinder. Rumbeck, Kreis
Rinteln, Meeräckerstr. 20

Am 18. März 1956 entschlief im Krankenhaus Speyerershof zu Heidelberg, Frau
Martha von Karczewski, Witwe des Bauinspektors Erich von Karczewski, aus
Königsberg Pr., im Alter von 75 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Otto
Werner Dabinnus, Wiesbaden, Cauber Str. 12. Ingrid Engel, geb. Dabinnus.
Prof. Dr. Robert Engel und zwei Urenkelkinder Ilja und Jascha. Luxembourg,
28 Bvd. Gr.-Duchesse Charlotte 

Fern ihrer geliebten Heimat entschlief nach längerem Leiden völlig
unerwartet unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter und
Schwiegermutter, Witwe Eva Ferenz, geb. Gayk, im gesegneten Alter von 86
Jahren. Im Namen aller Angehörigen: Marie Rapp, geb. Ferenz. Malga, Kreis
Neidenburg, Ostpreußen, jetzt Ründeroth, Rhld. Ostern 1956 

Fern ihrer unvergesslichen Heimat verstarb am 14. März 1956 nach kurzer
schwerer Krankheit |meine liebe Schwester, Martha Kohts, im 79. Lebensjahre.
In stiller Trauer: Amanda Giese, geb. Kohts. Königsberg Pr., Kaiserstr. 43,
jetzt Stuttgart, Gaußstraße 41 

Nach langer, mit Geduld ertragener Krankheit entschlief am 3. April 1956,
unsere liebe Mutter, Schwester und Oma, Martha Lilienbeck, geb. Krüger, aus
Pillau, im 73. Lebensjahre. In stiller Trauer: Herbert Lilienbeck, als Sohn
und Familie, Flensburg, Apenrader Str. Nr. 17. Alfred Krüger, als Bruder und
Frau, Laboe, Dellenberg 5 

Danksagung. Da ich durch Krankheit verhindert war, möchte ich jetzt auf
diesem Wege allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die überaus
reichliche Teilnahme am Heimgange meines Mannes Karl Schmidt herzlich
danken. Anna Schmidt, Tilsit, Anger 3 a. Jetzt Haseldorf 

Statt Karten. Für die Beweise herzlicher Teilnahme zum Heimgange meiner
geliebten Frau, unserer herzensguten Mutter, Schwieger- und Großmutter, Frau
Ida Schachtner, geb. Katzmann, früher Springen, Kr. Gumbinnen, danken wir
allen herzlich. Im Namen aller Hinterbliebenen: Fritz Schachtner, Lehrer i.
R., Kiel-Holtenau, Gravensteiner Straße 49

[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/07 00:34:19
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 9   Weite Fluren und großflächige Städte. In Ostpreußen kannte man
keine Enge.
Zahlenreihen regen im Allgemeinen nicht gerade zum Lesen an, denn eine Zahl
ist ein nüchternes, stummes Zeichen. In Verbindung mit Begriffen, die uns
sehr nahestehen, kann die Zahl jedoch sprechen; sie wird zu einer
zuverlässigen Stütze des Wissens, zu einer Brücke für das Verständnis, ja zu
einer Aussage. Einen besonderen Wert haben für uns Ostpreußen die Ergebnisse
der Volkszählung vom 17. Mai 1939, als der letzten Schätzung — dieses
vertraute Wort aus dem Lukas-Evangelium ist hier durchaus berechtigt — der
Bevölkerung von Ostpreußen. Es ist hierbei zu berücksichtigen, dass zu jenem
Zeitpunkt das Memelland nicht einbezogen war, und dass der westpreußische
Regierungsbezirk Marienwerder zum Gebiet der Provinz Ostpreußen gehörte. Die
nachstehenden Ausführungen beruhen auf Angaben der Statistischen Jahrbücher
Deutscher Gemeinden 1940 und 1941, sowie des Jahrbuches des Statistischen
Bundesamtes. Wir tun gut daran, einige dieser Zahlen uns und unseren Kindern
ins Gedächtnis zu prägen! 

Ostpreußen war 1939 einschließlich des Regierungsbezirkes Marienwerder in
vier Regierungsbezirke, fünf Stadt- und 36 Landkreise gegliedert mit einer
Gesamtfläche von 36 992 Quadratkilometer. Dies ergab bei einer
Wohnbevölkerung von 2 488 100 Personen eine Bevölkerungsdichte von 67,3
Einwohnern auf einen Quadratkilometer. Diese Angaben gelten ohne das
Memelland, in dem die Volkszählung so kurze Zeit nach der am 22. März 1939
erfolgten Wiedervereinigung mit dem Deutschen Reiche noch nicht durchgeführt
werden konnte. Durch die Nachkriegsereignisse, hauptsächlich durch den
Zustrom der Vertriebenen, erhöhte sich die Bevölkerungsdichte im Westen
unseres Vaterlandes nach 1945 erheblich. Gegenüber 160 Einwohnern je
Quadratkilometer nach dem Stande der Volkszählung 1939 betrug die
durchschnittliche Bevölkerungsdichte für das Gebiet der heutigen
Bundesrepublik nach der im Jahre 1950 durchgeführten Volkszählung 194
Einwohner je Quadratkilometer. Für Schleswig-Holstein stieg sie auf 166 und
für Nordrhein-Westfalen auf 389 Einwohner je Quadratkilometer. Dies bedeutet
für unsere durch die Vertreibung nach Nordrhein-Westfalen verschlagenen
Landsleute, dass sie um ungefähr das Sechsfache enger zusammenrücken
mussten, als sie es daheim gewohnt waren. Wir erkennen an diesem Vergleich
die Weiträumigkeit, die unsere Heimat als besonderen Vorzug ihren Kindern
bot, so dass sie nicht ständig befürchten mussten, bei dem Nachbarn
anzuecken. Und in dieser Weiträumigkeit war die Ruhe, die behagliche Breite
und die Friedfertigkeit des ostpreußischen Wesens begründet. Dieser
Vergleich bestärkt ferner die Einsicht, dass es auch vom Standpunkt einer
gesunden Bevölkerungspolitik unerlässlich ist, auf der Forderung nach
Rückgabe der uns geraubten Gebiete zu beharren. 

Hinweise gibt die Feststellung, dass Ostpreußen am 17. Mai 1939 eine
„ständige Bevölkerung" von 2 413 400 Einwohnern zählte. In dieser Zahl sind
zum Beispiel zum Unterschied von der vorher erwähnten „Wohnbevölkerung" von
2 488 100 nicht die Soldaten enthalten, die in Ostpreußen in Garnison
standen. So ergibt die Differenz von 74 700 die Zahl der im Mai 1939 in
Ostpreußen ihrer Dienstpflicht nachkommenden Soldaten und der Angehörigen
des Arbeitsdienstes. Sie betrug etwa 3 v. H. der Wohnbevölkerung. 

Die Zahlen der ostpreußischen Landkreise veranschaulicht übersichtlich die
nachstehende Tabelle:

Regierungsbezirk Königsberg
Bartenstein: 88 055 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 50
448. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 57,3.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 48 696, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 42,7

Braunsberg: 94 634 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 62 317.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 65,9. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 60 051, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 37,1

Gerdauen: 84 441 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 35 013.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 41,5. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 34 664, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 56,1

Heiligenbeil: 90 786 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 53
207. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 58,6.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 51 105, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 45,1

Heilsberg: 109 564 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 56 214.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 51,3. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 55 057, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 51,9

Labiau: 106 565 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 51 885.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 48,7. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 50 585, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 54,7

Mohrungen: 126 536 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 56 255.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 44,5. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 55 046, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 52,3

Pr.-Eylau: 122 849 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 56 385.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 45,9. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 53 209, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 51,8

Pr.-Holland: 85 828 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 37
492. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 43,7.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 37 447, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 54,6

Rastenburg: 87 108 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 57 223.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 65,7. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 53 860, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 40,8

Samland: 192 292 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 120 246.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 62,5. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 114 794, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 41,5

Wehlau: 106 727 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 50 236.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 47,1. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 49 127, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 40,5

Regierungsbezirk Gumbinnen
Angerapp: 75 949 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 31 549.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 41,5. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 31 177, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 60,1

Angerburg: 92 928 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 42 744.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 46,0. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 41 527, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 48,0

Ebenrode: 70 390 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 41 265.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 58,6. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 40 823, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 52,0

Elchniederung: 100 312 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 55
376. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 55,2.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 53 889, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 56,6

Goldap: 99 334 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 45 825.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 46,1. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 44 275, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 47,9

Gumbinnen: 73 061 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 55 272.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 75,7. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 52 824, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 37,5

Insterburg: 116 083 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 43
224. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 37,2.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 43 028, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 62,6

Schloßberg: 105 940 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 42
656. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 40,3.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 42 428, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 59,5

Tilsit-Ragnit: 110 045 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 56
117. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 51,0.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 56 084, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 53,6

Treuburg: 85 581 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 37 998.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 44,4. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 37 998, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 57,8

Regierungsbezirk Allenstein
Allenstein: 130 267 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 57
150. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 43,9.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 57 077, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 55,6

Johannisburg: 168 402 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 53
089. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 31,5.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 52 672, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 50,3

Lötzen: 89 738 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 50 012.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 55,7. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 47 681, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 42,9

Lyck: 111 508 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 56 417.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 50,6. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 56 129, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 48,3

Neidenburg: 114 611 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 39
730. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 34,7.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 39 486, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 55,1

Ortelsburg: 170 284 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 73
442. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 43,1.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 72 146, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 48,3

Osterode: 153 625 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 81 513.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 53,1. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 75 879, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 45,8

Rößel: 85 084 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 51 832.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 61,0. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 51 086, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 43,3

Sensburg: 123 153 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 54 443.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 44,2. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 52 746, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 49,3

Regierungsbezirk Westpreußen
Elbing: 48 299 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 28 149.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 58,3. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 26 992, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 44,4

Marienburg: 22 566 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 39 073.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 173,1.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 37 711, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 20,5

Marienwerder: 55 570 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 44
813. Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 85,2.
Ständige Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 44 014, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 38,9

Rosenberg: 103 831 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 63 368.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 61,0. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 61 439, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 41,2

Stuhm: 62 260 ha, am 17.05.1939. Wohnbevölkerung am 17.05.1939: 40 453.
Bevölkerungsdichte: auf 1 qkm kommen Einwohner am 17.05.1939: 65,0. Ständige
Bevölkerung am 17.05.1939: insgesamt 40 222, davon in Land- und
Forstwirtschaft beschäftigt v. H. 45,6

Mit 31,5 Einwohnern auf einen Quadratkilometer hatte der Landkreis
Johannisburg die weitaus geringste Bevölkerungsdichte; ein großer Teil der
Kreisfläche wird ja von dem nicht besiedelten, ausgedehnten Waldgebiet der
Johannisburger Heide eingenommen. 

Es darf ferner nicht übersehen werden, dass bei vielen der in den
Regierungsbezirken Allenstein und Königsberg gelegenen Kreise (darunter auch
Johannisburg) die Flächen der Masurischen und Oberländischen Seen in den
Flächenangaben der Kreise mitenthalten sind und zu den niedrigen
Bevölkerungsdichten beitragen. 

Die stärkste Bevölkerungsdichte bei kleinster Fläche — beides allerdings die
Folgen der unglücklichen Grenzziehung durch das Versailler Diktat — hatte
der Landkreis Marienburg. Der größte Landkreis Ostpreußens war der aus dem
einstigen Landkreis Königsberg und dem früheren Kreis Fischhausen
neugebildete Kreis Samland. 

Die fünf kreisfreien Städte (ohne Memel mit 43 285 Einwohnern) waren:

Königsberg: Wohnbevölkerung 372 164. Fläche in Hektar 19 276
Elbing: Wohnbevölkerung 85 952. Fläche in Hektar 3 067
Tilsit: Wohnbevölkerung 58 468. Fläche in Hektar 5 902
Allenstein: Wohnbevölkerung 50 396. Fläche in Hektar 5 313
Insterburg: Wohnbevölkerung 48 711. Fläche in Hektar 4 411

Damit hatte Königsberg bei einer um rund 100 000 niedrigeren Einwohnerzahl
die anderthalbfache Fläche von Hannover aufzuweisen; es war noch um 800
Hektar größer als der Stadtstaat Bremen. Tilsit war flächenmäßig größer als
die 162 000 Einwohner zählende Stadt Aachen oder Halle mit 220 000
Einwohnern. Die Fläche der Stadt Insterburg entsprach der von Hindenburg mit
126 000 Einwohnern.

Dieser Zahlenspiegel wäre unvollständig, wären in ihm nicht, auch die
Größenverhältnisse und Einwohnerzahlen der kreisangehörigen Städte
aufgezeigt, also der Städte, die bereits in den Zahlen der Landkreise
gebracht worden sind, bis zur Größenklasse von 10 000 Einwohnern. Mit
zusammen 276 537 Einwohnern vereinigten sie 11,1 v. H. der ostpreußischen
Wohnbevölkerung in ihren Mauern. 

Marienburg: 27 318 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 2 811 Fläche in Hektar am
17.05.1939. 
Gumbinnen: 24 534 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 1 281 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Braunsberg: 21 142 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 5 089 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Marienwerder: 20 484 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 1 997 Fläche in Hektar
am 17.05.1939.
Rastenburg: 19 634 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 3 098 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Osterode: 19 519 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 2 141 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Lyck: 16 482 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 3 371 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Lötzen: 16 288 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 4 290 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Ortelsburg: 14 234 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 3 878 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Dt.-Eylau: 13 922 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 2 288 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Bartenstein: 12 912 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 1 804 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Goldap: 12 786 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 2 961 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Pillau: 12 379 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 1 752 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Heiligenbeil: 12 100 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 2 128 Fläche in Hektar
am 17.05.1939.
Angerburg: 10 922 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 3 122 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Heilsberg: 11 787 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 3 946 Fläche in Hektar am
17.05.1939.
Ragnit: 10 094 Wohnbevölkerung am 17.05.1939; 2 292 Fläche in Hektar am
17.05.1939.

Diese Zahlenangaben berücksichtigen — wie eingangs erwähnt — nicht die durch
„Verordnung über die Gliederung des Memellandes in Stadt- und Landkreise"
vom 24. August 1939 bedingten Veränderungen (Memelland rund 153 000
Einwohner, ein Stadt- und zwei Landkreise, davon Stadtkreis Memel nach dem
Stande vom 01.01.1940, 43 285 Einwohner und 2 959 Hektar Fläche). 

Siebzehn Jahre trennen uns von der Zeit, in der die letzte Volkszählung in
Ostpreußen vor sich ging. Eine kurze Spanne im Leben der Völker! Uns
Zeitgenossen jedoch erscheint sie, gemessen an den umwälzenden Ereignissen,
die wir erlebten, wie eine Ewigkeit. Möge der Tag nicht mehr fern sein, an
dem eine neue Volkszählung in unserer Heimat wieder ausgeschrieben werden
kann! Richard Lindenau

Seite 9  
Foto: Einer der tausend Seen …
Foto: … eine fleißige Stadt
Foto: … das Gymnasium neben der Burg
Aufnahmen, die im Bild viel von dem zeigen, was in dem nebenstehenden
Beitrag gesagt wird. Oben der Goldaper See, in der Mitte die Stadt Sensburg
und unten Rößel mit seiner Burg und (links) seinem Gymnasium

[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/07 09:53:52
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 10   Ein Mann von besonderer Art. Bei den ostpreußischen
Schmetterlingsforschern / Von Ernst Gerwien.
In den Erinnerungen an seine Jugendzeit (Folge 50 des Ostpreußenblattes,
Ausgabe vom 11. Dezember 1954) nennt Paul Wegener seinen Mitschüler Ernst
Pietsch, „der später Arzt wurde“, seinen „besten Freund". Zur rechten Stunde
fällt mit der Veröffentlichung ein Lichtstrahl auf diesen „Unbekannten",
dessen Ungewöhnlichkeit es rechtfertigt und lohnt, dem Versinken im Dunkel
der Zeit noch einmal entrissen zu werden. 

In den neunziger Jahren des vorigen Jahrhundert entdeckte der Medizinstudent
Richard Sturmhoefel auf dem Zehlaubruch, das in den Kreisen Pr.-Eylau und
Friedland liegt, einen bemerkenswerten Schmetterling mit Namen „Oenëis
jutta", der bis dahin nur aus weit nördlicher gelegenen Gebieten bekannt
war, sich aber auf dem kühlen Hochmoor als Überbleibsel der Eiszeit hatte
halten können. Damit wird Ostpreußen zoogeographisch interessant. Bald nach
der Jahrhundertwende bringt daraufhin der junge Dr. Speiser, später
Kreisarzt des Landkreises Königsberg, eine fleißige zoogeographische Arbeit
über die Schmetterlingsfauna Ost- und Westpreußens heraus, die zur Ergänzung
anregt. Es folgt eine rege Sammel- und Forschertätigkeit der im
Entomologischen Kränzchen zusammengeschlossenen Naturfreunde und -forscher
Königsbergs und Ostpreußens. 

Im Jahre 1910 kam ich in diesen Kreis. An jedem Sonnabend versammelten sich
zehn bis zwanzig Mitglieder im Hinterzimmer von Carl Kreutz in der
Tragheimer Kirchenstraße zum Austausch ihrer Erfahrungen. Mit erfrischendem,
ostpreußisch getöntem Humor leitete der Naturwissenschaftler,
Gymnasialprofessor Gustav Vogel, die Versammlungen. Namen, die vielen
Landsleuten noch Begriffe sein werden, waren in der Tischrunde vertreten:
Hagen, der Hofapotheker, dem reiche Mittel es gestatteten, seiner Sammlung
auch kostspielige Exoten einzufügen; Geheimrat Dr. Schellong, der
gelegentlich seiner ärztlichen Tätigkeit in Neu-Guinea nicht nur das
Volksleben der Papuas erforscht, sondern auch Schmetterlinge gesammelt
hatte; Amtsgerichtsrat Arthur Warda, der feine, gütige Mensch, allgemein
bekannt durch seine Sammlung der Briefe Hamanns, Professor Unterberger, der
regelmäßig den „Bremsenklub" aufsuchte; Stringe, der Mühlenfachmann, der
seine sorgfältig präparierte Sammlung ostpreußischer Schmetterlinge dem
„Kränzchen" testamentarisch vermacht hatte; Dr. med. Alfred Weiß vom
Steindamm, der auch im Kaukasus und bei seiner Internierung im Ersten
Weltkrieg in Spanien sammelte; Pascal du Bois-Reymond, der Schauspieler, der
in der Provinz Schmetterlinge sammelte, wie Rektor Kemsat Käfer. Ernst
Zobel-Osterode war der erfolgreichste Sammler im südlichen Ostpreußen, der
zahlreiche für die Provinz neue Arten nachweisen und bis 1945 die
umfangreichste Schmetterlingssammlung der Provinz zusammenbringen sollte. Im
Winter war Professor Thienemann-Rossitten oftmals Gast. Die
wissenschaftliche Entomologie im Kränzchen vertrat ein junger Balte aus
Reval, der unermüdlich tätige Assistent am Zoologischen Museum in
Königsberg, Dr. Alphons Dampf, später Professor und Staatsentomologe bei der
Universität Mexico. 

Es war ein anregender Kreis für mich, den damals noch jungen Mann, der
faszinierendste Geist darin aber, immer von geheimnisvoller Ungewöhnlichkeit
umgeben, war der Oberarzt Ernst Pietsch von der Landes-, Heil- und
Pflegeanstalt Tapiau. Die Bedachtsamkeit seiner geistvollen Rede, die
gewählte Diktion, seine Verwurzelung im Ästhetischen, der sarkastische
Humor, mit dem er das empfindsame Innenleben gegenüber der Umwelt
abzuschirmen verstand, seine Augen, die wie aus der Tiefe heraus — vom
Tagesgeschehen unbeeindruckt — das Unwandelbare zu schauen schienen,
verliehen seinem Wesen eine bezwingende Anmut. 

War Paul Wegener, sein Freund, in Königsberg, so eilte auch Pietsch dorthin,
und die beiden Freunde — Psychologen von Beruf beide —, der vitale
Charakterdarsteller, der fünfmal sich ehelich binden sollte, und der
Psychiater, der die Ehe als Fessel jedes Strebens ablehnte, machten dann die
Nacht zum Tage, bis der Morgenzug Pietsch wieder in seine Tapiauer Klause
zurückführte. 

Nach einem fast vollendeten philologischen Studium war Pietsch zur Medizin
übergewechselt —, faustischer Drang zur Allwissenheit, der sein tragisches
Schicksal war. Nicht leicht wurde, diesem sensiblen Menschen, das Leben. In
seinem Beruf als Psychiater stets in Berührung mit den Grenzformen
menschlicher Seele, von den „normalen" Bürgern häufig nicht verstanden, gab
es für ihn Zeiten schwerer seelischer Depression. Aber ein gutes Geschick
schenkte ihm in der Beschäftigung mit der systematischen
Schmetterlingskunde, der er sich mit der ihm eigenen Besessenheit — einer
behutsamen, vornehmen, beherrschenden —, hingab, in der von menschlicher
Qual unberührten Natur den notwendigen Ausgleich. Wissenschaftliche
Beobachtungsgabe, hingebende Ausdauer und Sorgfalt und ein vorzügliches
Gedächtnis machten ihn zu dem wohl kenntnisreichsten Schmetterlingsforscher
Ostpreußens. Seine große Sammlung, in gewissen Gattungen von einmaliger
Vollständigkeit, wurde durch Testament der Entomologischen Gesellschaft in
Berlin-Dahlem überwiesen. 

Vielleicht erinnert sich mancher ältere Königsberger noch seiner geschätzten
Vorträge im Goethebund, meist aus dem Gebiet psychologischer Forschung, aber
auch über mancherlei andere Themen des Geisteslebens, die er, völlig frei
von einem Manuskript, in vollendet ausgewogener Rede darbot. Aber sie sind
vorübergegangen, ohne ein bleibendes Zeugnis von diesem bedeutenden Mann zu
hinterlassen. 

Vor sechsundzwanzig Jahren, am 29. Dezember 1929, starb Pietsch im Alter von
annähernd sechzig Jahren. 

Retter des Tapiauer Corinth-Bildes 
Tapiau, am 28./29. August 1914 . . . 
Es liegt ein Bericht aus der Feder von Ernst Pietsch vor —, in einer
ostpreußischen Zeitung nach seinem Tode abgedruckt. Pietsch war als einziger
Arzt in der Anstalt zurückgeblieben mit zehn Pflegern, acht Pflegerinnen und
gegen fünfhundert nicht abtransportierbaren Geistesgestörten. Bei der
Beschießung der Anstalt wurden elf Kranke getötet, zwanzig wurden schwer
verletzt, die Nahrungsmittelvorräte und Versorgungseinrichtungen zerstört.
Es ist erstaunlich, mit welch ruhiger Umsicht dieser hochgeistige Ästhet in
dem Inferno von Zerstörung praktisch disponiert. 

Aber — wovon er in seinem Bericht nichts erwähnt: In der Kirche der Stadt
befand sich das große dreiteilige Altarbild „Golgatha", von Lovis Corinth.
Die Fenster der Sakristei, an deren Längswand das Tryptichon untergebracht
war, sprangen von der Glut eines Brandes. In nächtlicher Dunkelheit, die nur
durch sprühenden Funkenregen erhellt wurde, schnitt Pietsch mit Erlaubnis
des Superintendenten Kitthaus die Leinwand mit seinem Taschenmesser aus dem
Holzrahmen, rollte sie zusammen und schleppte sie auf der Schulter in die
Heil- und Pflegeanstalt —, so war sie für damals gerettet. 

Wenige Monate danach besuchte ich ihn in seiner Tapiauer Gelehrtenstube. Wir
sprachen über Schmetterlinge, über Kunst. Die kriegerischen Ereignisse und
seine Taten erwähnte er mit keinem Wort, sie waren eine Episode gewesen, für
ihn nicht mehr wichtig.

Seite 10   Blätter ostpreußischer Geschichte. Hugenotten wurden treue
Ostpreußen.
Foto: Die Französische Straße in unseren Tagen. Die einstige Burggasse, in
der sich die Hugenotten ansiedelten, hatte sich zu einer Geschäftsstraße
entwickelt. Im zweiten Hause rechts (Französische Straße Nr. 25) wurde am
24. Januar 1776 der Dichter und Komponist E. T. A. Hoffmann geboren. Eine
von Professor Stanislaus Cauer geformte Gedenktafel wies hierauf hin; man
sieht sie auf diesem Foto zwischen den Fenstern des ersten Stacks etwas
rechts von den Buchstaben PK. Im Hintergrund der Aufnahme ist der
Schlossturm sichtbar.

Verbreitet ist das Wissen darüber, dass gut ostpreußische Namen wie Caillée,
Francois, Gervais, L'Estocq, Sauvant, Toussaint und andere französischen
Ursprungs sind, und dass ihre ersten Träger Hugenotten waren; Reformierte
(Anhänger der reformatorischen Lehre Calvins), die nach der Aufhebung des
Ediktes von Nantes durch Ludwig XIV. auf Einladung des Großen Kurfürsten
(Edikt von Potsdam 8. November 1685) nach Preußen kamen. Weniger bekannt
ist, dass schon vor 1685 einzelne Franzosen in Königsberg ansässig gewesen
sind. Sie waren Krämer, Sprachlehrer und Perückenmacher, und auch der
Pächter des alten herzoglichen Ballhauses in der Junkergasse, das im Laufe
der Zeit zu einer Gaststätte geworden war, war ein Franzose, ebenso seine
Marqueurs (Kellner), Königsberg hat eben zu allen Zeiten Fremde angezogen
und ihnen Arbeit und Brot gegeben. Die Bürgerschaft allerdings, Kaufleute
wie Handwerker, war bestrebt, sich gegen Fremde abzuschließen, weil sie in
ihnen unbequeme Konkurrenten sah, doppelt dann, wenn diese Fremden
Calvinisten waren, die in den Augen der strengen Lutheraner damals nicht
viel besser waren als Ketzer und Türken. Im Gegensatz zu der Volksmeinung
hatten die Herzöge und Kurfürsten die Fremden beschützt und gefördert. In
den drei Teilstädten Königsberg wurde ihnen die Ansiedlung verwehrt, nicht
aber auf den „kurfürstlichen Freiheiten" Tragheim, Roßgarten, Sackheim und
auf der Burgfreiheit. So war es früher Holländern, Engländern und Schotten
ergangen und nachher den Franzosen. 

Den Franzosen kam der Zeitgeschmack entgegen. Die französische Sprache
drängte das Latein in der internationalen und gesellschaftlichen Geltung
zurück. Die französische Kultur verbreitete sich über ganz Europa.
Umgangsformen und Sitten, Kleidung und Schmuck, Literatur, Tanz und
Kochkunst der Franzosen wurden überall geschätzt, begehrt und nachgeahmt.
Die Königsberger machten darin keine Ausnahme. 

Als nach 1685 die Refugiés (Glaubensflüchtlinge) in größerer Zahl nach
Preußen kamen, wurden sie von den kurfürstlichen Behörden mit den bewährten
Methoden preußischer Siedlungstradition auf den Freiheiten angesetzt.
Besonders viele machten sich in der alten Burggasse wohnhaft, die dann nach
ihnen Französische Straße genannt wurde. Die Franzosen waren Städter, und
sie blieben deshalb auch in den Städten. Eine gewisse Ausnahme machte Jean
Lacarrière, der als Kaufmann kein Glück hatte, in den Staatsdienst ging und
sich als Inspektor der Schweizer Kolonie im Amt Insterburg große Verdienste
erwarb. Die meisten Franzosen in Königsberg übten modische Handwerke aus.
Sie waren Perückenmacher und Friseure, Posamentierer, Hutmacher, Parfumiers,
Tabakspinner, Köche, ferner Tanzlehrer, Sprachlehrer und auch Kaufleute. Sie
versorten ihre ostpreußischen Kunden also mit allen modischen Dingen, und
sie waren deshalb — obwohl sie Calvinisten waren — wohl gelitten, auch die
Kaufleute, sofern sie in ihren Buden französische Kramwaren, Spitzen,
Bänder, Seidenwaren, Schmuck oder Bücher feilhielten. 

Anders stand es um die französischen Großkaufleute und Bankiers, die mit
Geld, Wagemut und einer die alten Zunftgesetze sprengenden
Wirtschaftsgesinnung den etwas schläfrigen und kleinlichen einheimischen
Kaufleuten bedrohliche Konkurrenz machten. Mit ihnen gab es mancherlei
Streit, aber gerade sie waren es, mit denen die Kurfürsten und Könige die
neue merkantilistische Wirtschaftspolitik betrieben. Pierre Pellet, Paul
Lafargue, Jean de Nun, Paul la Fasque, Etienne Neuville, Bellon, Collin,
Sarry, Lejuge, Toussaint sind Namen, die heute vergessen sind, die aber in
der Wirtschaftsgeschichte unserer Heimat einen guten Klang gehabt haben. 

Die Hugenotten hielten nicht nur gesellschaftlich eng zusammen; sie bildeten
eine Kolonie im Rechtssinne, eine Körperschaft mit eigener Verfassung,
Selbstverwaltung und Gerichtsbarkeit, eine eigene Kirchengemeinde mit einer
Schule und vielen sozialen Einrichtungen. Sio hielten strenge Disziplin; der
Besuch des Theaters wurde zum Beispiel mit dem Ausschluss vom Abendmahl
bestraft. 

Der preußische Staat war weitherzig genug, die französische Kolonie nicht
nur zu dulden, sondern sie sogar zu unterstützen. Der sonst so sparsame
König Friedrich Wilhelm I. gab 12 000 Taler zum Bau der Kirche in der
Königstraße, Ecke Landholmeisterstraße und ließ die Pläne für den Bau von
seinem Oberbaudirektor Schultheiß von Unfried ausarbeiten; eine Kirche für
etwa fünfhundert Menschen, denn stärker ist die Kolonie nicht gewesen. Trotz
dieser Förderung konnte es nicht ausbleiben, dass die Hugenotten im Laufe
der Generationen ihre französische Sprache aufgaben, und durch Heiraten in
dem deutschen Gastvolk aufgingen. Man kannte damals keinen Volkstumskampf.
Ungezwungen sind die Franzosen zu Ostpreußen geworden, unsere Stammesart um
einen neuen Einschlag bereichernd, und nur die fremd anmutenden
Familiennamen lassen noch ihre Herkunft erkennen. Dr. Fritz Gause

Seite 10   Ostdeutscher Kulturrat in Berlin.
Der Ostdeutsche Kulturrat wird in Zukunft Berlin in seine Arbeit einbeziehen
und versuchen, die Vertriebenen der Sowjetzone an den Kulturveranstaltungen
teilnehmen zu lassen. Das erklärte der Präsident des Kulturrates, Dr. Graf
Henckel von Donnersmarck, anlässlich der ersten Kulturveranstaltung des
Kulturrates in Berlin. Der Kulturrat werde öfter nach Berlin mit
Veranstaltungen kommen. Er werde sich dafür einsetzen, dass die Ostdeutschen
Kulturtage 1957 in Berlin stattfinden. Berlin müsse der Sache des deutschen
Ostens den rechten Schwung geben, da man im Westen in Gefahr sei nicht nur
satt zu sein, sondern auch dick zu werden. Berlin sei auch der Ort, an dem
ein Zusammentreffen mit den Vertriebenen in der Sowjetzone möglich sei. 

Graf Henckel von Donnersmarck umriss dann die Aufgabe des Kulturrates.
Dieser wolle an der geistigen Vorbereitung der Wiedervereinigung
Deutschlands mitarbeiten und die Forderung nach Rückgabe der deutschen
Ostgebiete durch den Nachweis ihrer jahrhundertelangen kulturellen
Zugehörigkeit zum deutschen Volk legitimieren und weiter dadurch, dass die
ungebrochene kulturelle Leistungskraft der Ostdeutschen der Öffentlichkeit
vor Augen geführt wird. 

In der ersten kulturpolitischen Veranstaltung des Ostdeutschen Kulturrates
in Berlin sprach der Präsident des Rates, Dr. Graf Henckel von Donnersmarck,
im Auditorium Maximum der Freien Universität zum Thema „Über die Freiheit
des Menschen". In seiner Auseinandersetzung mit dem dialektischen
Materialismus hob der Redner den grundsätzlichen Unterschied im Menschenbild
des demokratischen und des kommunistischen Staates hervor. Die
Fragwürdigkeit des Freiheitsbegriffes im Kommunismus zeigte der Redner mit
einem Zitat aus einer Konferenz in Ostberlin, in der die kommunistische
Dialektiker festlegten: „Der Inhalt des Begriffes Freiheit ist veränderlich,
entsprechend der Veränderlichkeit der gesellschaftlichen Verhältnisse“. Die
Idee des Menschen als würdiger sittlicher freier Persönlichkeit halte der
Idee des Ostens durchaus stand. Der Redner schloss: Es gilt das große Wort:
„Die Wahrheit wird Euch freimachen"! Ringen wir ehrlich um die Erkenntnis
der Wahrheit und haben wir den Mut, die sich daraus ergebenden Folgerungen
zu ziehen, dann braucht uns um die Zukunft nicht bange zu sein. Dann werden
auch die wildesten Schlagworte und die raffiniertesten, angeblich
wissenschaftlichen Manöver uns nicht verwirren können. In echter bewusster
Toleranz, in der Achtung des Menschen als freie sittliche Persönlichkeit
werden wir der Wahrheit dienen, und so werden wir im öffentlichen wie im
privaten Leben klug und gerecht, aber auch tapfer und doch maßvoll des
Menschen Freiheit für das deutsche Volk bewahren und, soweit es noch unter
dem Joche sowjetischer Gewaltherrschaft steht, in zäher, geduldiger Arbeit
erringen. W. B.
 
Seite 10   Bücherschau. Wolfgang Braunfels: Meisterwerke europäischer
Malerei. Safari Verlag, Berlin, 1955. 203 Seiten mit 231 Kunstdrucktafeln,
darunter acht Farbige, 19,80 DM. 
Jede der reichen und bedeutenden Kunstgalerien der Welt zeichnet sich durch
besonders gute und umfassende Sammlungen verschiedener Stilepochen aus; das
schlechthin vollkommene Museum, das sämtliche Höhepunkte europäischen
Kunstschaffens in seinen Mauern birgt, gibt es jedoch bis heute nicht und
kann es auch wohl niemals geben. Auch der Pariser Louvre, der Prado in
Madrid oder die Berliner Galerien können nicht als das schönste und das
reichste Museum gelten. Der Aachener Kunsthistoriker Wolfgang Braunfels
schuf nun aus diesem Gedanken heraus mit dem vorliegenden Werk einen Entwurf
zu einer solchen idealen Galerie, und man kann ihm bestätigen, dass er diese
problematische Aufgabe mit ordentlichem Geschick zu lösen versucht hat. Es
wird dabei natürlich stets umstritten bleiben, ob dieses oder jenes Bild in
ein Idealmuseum gehört. Sehr wertvoll in diesem Werk sind die knappen,
treffenden Einführungstexte vor den einzelnen Bildgruppen; und neben den zum
Teil großformatigen, technisch gut gelungenen Abbildungen auch die im Anhang
zusammengefassten Bilderläuterungen mit kurzen Hinweisen auf die vertretenen
Maler. Insgesamt ein hervorragend geglücktes Werk, das durch seine
Preiswürdigkeit geeignet ist, weiten Kreisen den Zugang zu den Meisterwerken
europäischer Malerei zu erschließen, aber auch eine Gabe, die jedem
Kunstkenner sehr willkommen sein wird. 
 
Fischer-Bücherei. Je Band DM 1,90. Fischer-Verlag, Frankfurt. 
Die reichhaltige Fischer-Bücherei, die zusammen mit der Rororo-Serie das
weite Feld der Tatsachenbuchreihen nach Menge wie Qualität mit bedeutendem
Vorsprung anführt, konnte unlängst ein eindrucksvolles Jubiläum feiern: die
Ausgabe des hundertsten Titels. Mit dem Jubiläumsband, der von Wilhelm G.
Hertz sehr schön ausgeführten Neuübertragung der „Göttlichen Komödie"
Dantes, bereitete sie ihren zahlreichen Freunden eine wahrhaft würdige
Festgabe, die gleichzeitig das Gesicht der gehaltvollen Reihe treffend
widerspiegelt. Der angesehene Verlag hat mit seiner Taschenbücherei eine
kulturelle Leistung vollbracht, die man nicht hoch genug einschätzen kann. 

Im Rahmen der Reihe erschienen in letzter Zeit der Venedig-Roman „Königin
der Meere" von Marianne Langewiesche; drei Porträts des großen Albert
Schweitzer „Genie der Menschlichkeit, dargestellt von seinen Freunden Stefan
Zweig, Feschotte und Grabs; die köstliche Erzählung „Herr und Hund“ von
Thomas Mann; eine von Friedrich Heer besorgte Auswahl aus den Werken des
Philosophen Hegel; die Lehren des Laotse, herausgegeben von Lin Yutang;
Manfred Hausmanns Jugendroman „Abel mit der Mundharmonika“; Karl Jaspers
„Vom Ursprung und Ziel der Geschichte"; Chestertons amüsante
Kriminalerzählungen „Das Geheimnis des Paters Brown", ein Konzertführer
durch die neue Musik, Edzard Schapers „Leben Jesu"; Platons „Mit den
Augendes Geistes", vier Gespräche des Sokrates; Friedrich von Bodelschwingh
in der Darstellung seines Sohnes; Rilkes Vortrag über Rodin und die Briefe
des Dichters an den Bildhauer und schließlich (Band 103) die „Bekenntnisse"
des Augustinus.

[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/07 10:47:50
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 11   „Grüner Plan" für die vertriebenen Bauern. 
Das Wirtschaftskabinett hat unter Vorsitz von Vizekanzler Blücher
beschlossen, dass die zuständigen Bundesministerien (Ernährung, Finanzen und
Vertriebene) entsprechend dem vom Bundestag einstimmig gebilligten „Grünen
Bericht" für die Landwirtschaft einen langfristigen Plan für die
Eingliederung der vertriebenen und geflüchteten Bauern erarbeiten. Die
Federführung ist inzwischen von den zuständigen Bundesministerien dem
Ernährungsminister übertragen worden. Wie wir hören, ist beabsichtigt,
bereits in den nächsten Monaten den langfristigen Plan vorzulegen. 

Wir begrüßen diesen Beschluss der Bundesregierung und sehen darin eine
Erfüllung der seit Jahren gestellten Forderung auf Aufstellung eines
langfristigen Siedlungsprogramms. Wir begrüßen es weiter, dass der
Bundesernährungsminister die Federführung übernommen hat, zumal dadurch auch
die Verzahnung mit dem „Grünen Plan" und den darin vorgesehenen Maßnahmen
zur Verbesserung der Agrarstruktur und Ansiedlung der vertriebenen Bauern
enger ausgestaltet werden kann. 

Der erweiterte Vorstand des Bauernverbandes der Vertriebenen beschäftigte
sich auf einer Tagung in München vor allem mit den Ausführungen des
Bundesvertriebenenministers zum Siedlungsproblem in der „Großen
Vertriebenendebatte" des Bundestages. Bei voller Würdigung der nunmehr in
der Siedlungspolitik für die vertriebenen Bauern in Aussicht genommenen
Maßnahmen wurde aber das Siedlungsprogramm für 1956 scharf kritisiert, das
an Stelle der im Bundesvertriebenengesetz für Vertriebenen- und
Flüchtlingsbauern verankerten rund 20 000 Siedlerstellen nur 14 600
vorsieht. Es wurde der Beschluss gefasst, sich in die Arbeit an dem neuen
Plan weitgehend einzuschalten und noch im Laufe des Monats April unter
Verwendung der bereits erarbeiteten Unterlagen vonseiten des Bauernverbandes
der Vertriebenen einen eigenen langfristigen Plan und die dazu notwendigen
Maßnahmen der Bundesregierung vorzulegen. 

Damit scheint sich nun endlich die Siedlungspolitik in Bewegung zu setzen,
nachdem zur Rettung wertvollen ostdeutschen Bauerntums sehr viel kostbare
Zeit nicht genützt worden ist. Die bisherigen Maßnahmen waren immer nur
Stückwerk mit unzureichenden Mitteln ohne einheitliches System. Sie konnten
keinen durchschlagenden Erfolg haben, weil die Ziele nicht den
Notwendigkeiten der Zeit entsprechend gesteckt waren und zudem die
Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten der beteiligten Bundesministerien
und der durchführenden Zwischeninstanzen vielfach nicht klar lagen. 

Nachdem nunmehr die große Bedeutung der Frage der Wiederansetzung der
ostvertriebenen Bauern — vor allem durch die unermüdliche Tätigkeit des
Bauernverbandes der Vertriebenen, die besondere Würdigung verdient — auch an
höchster Stelle erkannt zu sein scheint, ist zu hoffen, dass wir statt Reden
und Kompetenzstreitigkeiten jetzt endlich in dieser Hinsicht zielklare
Beschlüsse und Taten sehen werden. Allerdings ist durch den Zeitverlust, der
nicht notwendig gewesen wäre, ein großer Teil siedlungsfähiger, tüchtiger,
ostdeutscher Bauern inzwischen unter dem Zwang der Verhältnisse in andere
Berufe abgewandert oder im Elend umgekommen. 

Staatssekretär Dr. Nahm hat über den Sender Frankfurt zu dem obigen Thema
folgendes ausgeführt: 

„Am 27. Februar 1956 hat sich der unter dem Vorsitz des Herrn Vizekanzlers
stehende Kabinettsausschuss auch mit der Ansiedlung der heimatvertriebenen,
und geflüchteten Bauern befasst. Dem Ausschuss lag der Bundessiedlungsplan
für 1956 vor, der fast 15 000 neue Siedlerstellen für Vertriebene und
Flüchtlinge vorsieht. Der Siedlungsplan des Bundes setzt sich aus den
Siedlungsplänen der Länder zusammen. Drei Länder, zu denen auch Hessen
gehört, haben die zu versiedelnde Fläche erhöht. Die anderen haben sie
vermindert. Der außerordentliche Unterschied der Entwicklung, der sich ans
dem Vergleich der einzelnen Länderpläne ergibt, lässt vermuten, dass
hauptsächlich Länder, in denen die auslaufenden Höfe und die Unrentabilität
des landwirtschaftlichen Zwergbesitzes eine große Rolle spielen, noch
Reserven haben, die in eine vorsichtige Planung nicht eingesetzt werden,
weil ja eine vorsichtige Planung sich nur auf Tatsachen und nicht auf
Vermutungen stützen darf. Es steht allerdings zu erwarten, dass das Angebot
an auslaufenden Höfen steigt. Denn die Besitzer dieser Höfe haben in Zukunft
die Möglichkeit, zwischen dem gewöhnlichen Verkauf und einer von der
Siedlungsbank garantierten Verwendung zu wählen, und zwar in der Form, dass
sie Wohnrecht, sowie eine Geld- und Naturalrente, etwa in Form des üblichen
Altenteils auf Lebenszeit vereinbaren.

Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf die große Anfrage der CDU/CSU
hervorgeht, wird die deutsche Siedlungsbank zwischen den Siedlern und den
zur Abgabe bereiten Bauern eingeschaltet. Der Siedler bringt auf dem
Kreditwege seine Leistung in die Siedlungsbank ein, welche ihrerseits die
Auszahlung der Rente übernimmt und damit verbürgt. Dieses Verfahren wurde in
einem Bundesland bereits erprobt. Hierbei ergab sich in relativ kurzer Zeit
ein Landanfall, der die Errichtung von 23 Vollbauernstellen und 135
Nebenerwerbsstellen ermöglichte. Da etwa 90 Prozent der auslaufenden
Betriebe in der Größenklasse unter fünf Hektar liegen, müssen die
Siedlungsgesellschaften in vielen Fällen vor Ansetzung des Siedlers eine
Zusammensetzung der Parzellen vornehmen. Der Bundeslandwirtschaftsminister
hat den Ländern die gesammelten Erfahrungen dieses Systems in Form einer
Empfehlung zugehen lassen. Es ist anzunehmen, dass aus den 129 000 Höfen
ohne Erben eine starke Landreserve zugunsten eines höheren Siedlungserfolges
gewonnen werden kann. Länder, Gemeinden und Verbände werden gebeten, das
neue System bekanntzumachen und dadurch zu fördern. 

Dabei möchte ich schon jetzt darauf hinweisen, dass die Ansiedlung der
vertriebenen und geflüchteten Bauern nicht nur unter dem Gesichtspunkt des
materiellen Nützlichkeitseffektes für die westdeutsche Wirtschaft betrachtet
werden sollte. Wir werden auch in dieser Frage der gesamtdeutschen
Verpflichtung den Vorrang einräumen müssen“. 

Wir sind Staatssekretär Dr. Nahm ganz besonders für den im letzten Absatz
seiner Rundfunkrede enthaltenen Hinweis dankbar, bedauern aber, dass diese
Erkenntnis leider reichlich spät kommt. Wenn man von dem Gesichtspunkt der
gesamtdeutschen Verpflichtung schon vor zehn Jahren ausgegangen wäre, hätte
die Bundesregierung das Eingliederungsproblem der vertriebenen Bauern heute
wahrscheinlich längst gelöst. Die Versäumnisse lassen sich heute, selbst
wenn schnell gehandelt wird, nur noch zum Teil nachholen.

Seite 11      Die düngende Beregnung. Neuzeitliche Methode zur Anwendung von
Handelsdüngern in Kleinbetrieben.
Foto: Einfaches Beregnungsgerät für Kleinbauern- oder Gartenbaubetrieb.
Foto: Beregnungsgerät im Einsatz
Nährstoffvorrat und Wasserhaushalt des Bodens bestimmen die
landwirtschaftliche Produktion. Hand in Hand mit der Intensivierung der
Landwirtschaft geht das Bemühen, durch geeignete Maßnahmen diese beiden
Faktoren in günstiger Weise zu beeinflussen. Die Feldberegnung erweist sich
daher dort, wo günstige Wasserverhältnisse die notwendigen Voraussetzungen
für die Anwendung dieses Verfahrens schaffen, als Schrittmacher eines
modernen Landbaues. Mit der nunmehr erfolgten Kombination von Düngung und
Beregnung wird dem fortschrittlichen Landwirt eine Möglichkeit geboten, die
neuesten Erkenntnisse über die Bedeutung des Verlaufes der Nährstoffaufnahme
durch entsprechenden Einsatz der „düngenden Beregnung" praktisch zu
verwerten. 

Es sind Geräte auf dem Markt, die in idealer Weise den gestellten
Anforderungen entsprechen: einfach in der Konstruktion, leicht zu handhaben
und erschwinglich im Preis. Diese Geräte sind in der Lage, die
erforderlichen Düngemittel in jeder beliebigen Menge, Zusammensetzung und
Konzentration unabhängig vom Stand der Kulturen auszubringen. Ohne
Flurschaden und ohne die bei Verabreichung trockenen Handelsdüngers mitunter
zu befürchtenden Blattverbrennungen, werden die gelösten Düngemittel in
flüssiger Form gleichmäßig verteilt. Das Weiterregnen mit Klarwasser reinigt
die Pflanzen von anhaftender Düngerlösung und wäscht die Nährstoffe in den
Boden ein, wo sie den Wurzeln in sofort aufnehmbarer Form zur Verfügung
stehen. 

Unseren Landsleuten, in deren Betrieben günstige Voraussetzungen für den
Einsatz eines solchen Gerätes vorliegen, wird empfohlen, sich mit der
zuständigen Wirtschaftsberatungsstelle der Landwirtschaftskammer in
Verbindung zu setzen. Wir warnen aber vor übereilten Entschlüssen, da selbst
bei voraussichtlich guter Rentabilität die Frage sehr eingehend geprüft
werden muss, ob ein Kauf auf Kredit — besonders auf Wechselkredit —
gerechtfertigt ist. Wir nehmen dabei auf den umseitigen Artikel Bezug:
„Keine Rentabilität ohne Liquidität“. 

Seite 11   Grüppenräumung maschinell.
Foto: Neuzeitliche Grüppenfräse räumt und verteilt in einem einzigen
Arbeitsgang.
In Ostfriesland, Oldenburg und auch in Schleswig - Holstein wird das
Grünland mit Wasserfurchen entwässert. Bisher war das die ständige
Winterarbeit unserer Bauern und ihrer Hilfskräfte. Nachdem nun auch auf dem
Lande sich der Mangel an Hilfskräften bemerkbar macht, bleiben diese
Wasserfurchen, die das Oberflächenwasser sammeln und in die Gräben führen
sollen, ungereinigt liegen. Da kommt uns neuerdings eine neuzeitliche
Grüppenfräse zu Hilfe, die von den Wissenschaftlern in Völkenrode als
Anhängegerät für einen mittelschweren Schlepper konstruiert ist und von
einer Hamburger Firma gebaut wird. Diese Grüppenfräse hat sich in
Schleswig-Holstein bereits bestens bewährt und ist auch in diesem Frühjahr
mit gutem Erfolg in Ostfriesland eingesetzt worden. Auch die Sowjetzone hat
dafür großes Interesse und hat bereits 75 Aggregate gekauft. Die
Grüppenfräse wird durch Zapfwellen angetrieben und hydraulisch eingesetzt
und ausgehoben. Sie arbeitet bis zu einer Tiefe von 50 cm. Die Breite der
Gräben ist oben 50 bis 60 cm, unten 30 cm. Zwei große kreissägenähnliche
Messer schneiden sehr sauber das seitliche Profil. Eine Schar stellt die
Sohle in gewünschter Tiefe her. Das anfallende Material an Erde, Gras und
Binsen wird von einer Fräse erfasst und nach rechts und links auf drei Meter
verteilt. Die Maschine liefert also in einem Arbeitsgang eine fertige
Arbeit. Sie kann auch so eingestellt werden, dass der Aushub rechts und
links abgelegt wird. Das kommt in Frage, wenn die Maschine zur Hilfe beim
drainieren eingesetzt wird. Bisher war es üblich, die Grüppenräumung von
Hand auch im Akkord zu vergeben. Man zahlte dann 15 Pfennig für den
laufenden Meter. Die Maschine macht dieselbe Arbeit besser und billiger, den
laufenden Meter für 8 Pfennig, neue Gruppen ziehen für 10 Pfennig. Man kann
mit bestem Gewissen sagen: neu und beachtenswert, eine Maschine, die wir
auch gebrauchen können, wenn wir wieder einmal den heimatlichen Boden in
Ordnung bringen müssen. Oberlandw.-Rat . Dr. habil. Schwarz, Friedeburg.

Seite 11   Der Trakehner-Verband. Maßnahmen zur Rettung der Trakehner
Warmblutzucht.
(Aus dem Geschäftsbericht von Dr. Schilke, gegeben auf der
Mitgliederversammlung des Trakehner-Verbandes am 23.03.1956 in Hamburg
anlässlich des zehnjährigen Bestehens.) 

Als nach dem Zusammenbruch der Gedanke aufgenommen wurde, wieder Stuten zu
sammeln, um mit ihnen die Zucht zu beginnen, kam es vor allen Dingen darauf
an, Plätze zu schaffen, an denen wertvolle Stuten gehalten werden können. In
Niedersachsen halfen uns der damalige Landstallmeister Dr. Heling und auch
Fürst zu Dohna, der Beziehungen zu den Engländern hatte, maßgeblich dabei,
dass es gelang, ein Ostpreußengestüt in Hunnesrück einzurichten, dessen
Kosten von Niedersachsen übernommen wurden. Nach Auffassung von Dr. Heling
sollte diese Stätte in erster Linie die Aufgabe haben, Beschälernachwuchs zu
züchten. Es war somit klar, dass die besten Stuten für diesen Zweck genommen
werden mussten. Landstallmeister v. Warburg und Dr. Schilke wurden
beauftragt, Stuten zu mustern und auszusuchen und zwar nur von Vertriebenen,
die selbst keine Möglichkeit hatten, die Stuten zu halten und mit ihnen
planmäßige Zucht zu betreiben. 

Von den Nachzuchten dieser Stuten durften bis zu zwölf pro Jahrgang in
Hunnesrück zwecks Aufzucht bleiben, einmal um einen Ersatz für die alternden
Stuten zu bilden, zum anderen, um junge Hengste für spätere Beschälzwecke
bereitstellen zu können. Die Auswahl der Fohlen, die in Hunnesrück
verbleiben können, erfolgt gemäß dem Vertrag mit dem Land Niedersachsen
durch eine Kommission, sie besteht aus einem Vertreter des Niedersächsischen
Ernährungsministeriums, dem Landstallmeister von Celle und einem Vertreter
des Verbandes, also eine neutrale Kommission, in welcher die staatlichen
Organe die Entscheidung haben. 

Wenn sich durch diese Auswahl der Fohlen nach rein sachlichen
Gesichtspunkten ein Übergewicht für gewisse Stuten, Stutenlinien oder
Gestüte ergeben hat, so ist das die natürliche und rein züchterisch auch
gewollte Folge einer positiven Auslese. 

Der gegenwärtige Bestand an Stuten in Hunnesrück, ohne die dreijährigen,
beträgt 44. Am 1. April treten dazu aber zwölf Stuten, so dass wir auf einen
Bestand von 56 Stuten kommen, während wir nur 50 Stuten dort halten dürfen. 

Es gelang dem Trakehner-Verband, neben Hunnesrück noch zwei Vertragsgestüte
auf rein privater Basis in Schleswig-Holstein einzurichten. Hierbei hat Herr
Arno Tummescheit einen wesentlichen Anteil an der Vorbereitung. Es wurden
Verträge abgeschlossen mit der Kurhessischen Hausstiftung in Schmoel und mit
Graf Baudissin in Rantzau. Für beide Gestüte wurden keine staatlichen
Zuschüsse gezahlt, aber es unterliegt keinem Zweifel, dass die Halter
jährlich erhebliche finanzielle Lasten auf sich nehmen mussten, die indirekt
— ähnlich wie in Hunnesrück — den Stutenbesitzern direkt der Zucht
zugutegekommen sind. In diesen Privatgestüten haben die Pferdebesitzer den
Vorteil, dass praktisch alle geborenen Fohlen aufgezogen werden und zwar
nach dem System der Patenschaftsverträge. Somit brauchen sich die Züchter
nicht, wie in Hunnesrück, darüber Sorgen zu machen, was mit den Fohlen
geschieht, die ausgemerzt werden. 

Der Vertrag mit Schmoel ist am 15. November 1948 abgeschlossen, beginnend am
01.01.1949 auf zehn Jahre, er endet also am 31.12.1958. Wir haben ein
Interesse daran, den Vertrag zu verlängern und müssen somit auf genaue
Einhaltung der Vertragsbedingungen bedacht sein. 

Der Vertrag über Rantzau wurde am 23. April 1948 geschlossen und sah vor, zu
ähnlichen Bedingungen wie in Schmoel, die Haltung von ein bis zwei Hengsten
und bis zu 20 Stuten mit entsprechenden Nachzuchten. Die Fohlen wurden auch
hier nach dem Patenschaftssystem, also unter Aufteilung zu fünfzig Prozent
an Eigentümer und Halter aufgezogen. 

Allmählich wurde dieser Bestand von 20 Stuten entsprechend dem Wunsch der
Verwaltung niedriger gehalten, denn der Vertrag mit der Gutsverwaltung
Rantzau war nur auf drei Jahre, also bis zum 31.03.1951 abgeschlossen. Von
da an ist er stillschweigend freiwillig auf Grund des guten Einvernehmens
zwischen dem Verband und Graf Baudissin verlängert worden, obgleich die
Haltung von etwa 50 bis 70 Pferden natürlich auch eine Belastung für den
Betrieb darstellt, besonders, weil in der Aufzucht anfängliche
Schwierigkeiten zu überwinden waren, weil von der Nachzucht nur fünfzig
Prozent an die Gutsverwaltung fielen und weil ein Teil der Nachzucht
überhaupt dazu benutzt werden musste, die alternden Stuten zu ersetzen, also
gar nicht zum Verkauf kamen. Infolgedessen musste den Wünschen von Rantzau
auf Einschränkung des Stutenbestandes nachgegeben werden, wenn man den
Vertrag als solchen überhaupt retten wollte. 

Die Gestütseinrichtungen, sowohl Hunnesrück, als auch Schmoel und Rantzau
haben entschieden wesentlich dazu beigetragen, dass wir in der
Qualitätszucht weitergekommen sind, aber sie sind auch propagandistisch für
uns von allergrößtem Wert. An diesen Plätzen sehen auch die Presseleute,
Rundfunk, Film und zahlreiche andere Besucher — die zu Tausenden in
Hunnesrück zählen — etwas, nehmen gute Eindrücke von diesen Stellen mit und
helfen das Ansehen der Zucht zu verbreiten und zu stärken! 

Weiterhin ist im Interesse der weiteren Zucht sehr erfreulich, dass es vor
kurzem dem Trakehner-Verband gelungen ist, unter zufriedenstellenden
Bedingungen das Gut Rantzau zu pachten und in eigene Regie zu nehmen.
Nunmehr hat der Verband auch ein eigenes Gestüt, in dem er selbst Herr im
Hause ist. Aus diesem Anlass darf nicht übersehen werden, dass die Trakehner
Zucht dem Grafen Baudissin viel Dank schuldig ist. 

In diesem Jahr wurden im März in der Dortmunder Westfalenhalle durch den
Trakehner-Verband die zum Verkauf bestimmten Pferde bereitgestellt. Obwohl
den Züchtern des edlen Warmblutpferdes Trakehner Abstammung keine eigenen
Verkaufsställe, Reitinstitute, Ausbildungsstätten usw. zur Verfügung stehen,
war es doch erstmalig gelungen, alle Auktionspferde vier Wochen vor dem
Termin in Dortmund zusammenzuziehen, um sie reiterlich vorzubereiten. Dieses
Bemühen lohnte sich; denn in knapp zwei Stunden wechselten am Tag der
Auktion 37 Pferde zu einem Durchschnittspreis von 3520 DM den Besitzer. Der
Spitzenpreis lag bei 8000 DM, 10 Pferde erzielten Preise über 5000 DM. Das
Ausland war auf der stark besuchten Veranstaltung mit Käufern aus 7 Nationen
vertreten. 

Mit dieser 35. Ostpreußen-Auktion, die — ursprünglich als Bestandteil der
Berliner Grünen Woche aufgezogen — nach dem Kriege zuerst in Wickrath dann
in Düsseldorf und jetzt in Dortmund abgehalten wurde, hat sich gezeigt, dass
die Zucht des Warmblutpferdes Trakehner Abstammung auch in Westdeutschland
Fuß gefasst hat. 

Fern der angestammten Heimat ist es gelungen, einen Stamm der Trakehner
Pferdezucht zu erhalten, der nicht allein sein altes Ansehen wiedergewonnen
hat, sondern durch seinen züchterischen Hochstand auch befruchtend auf
andere Zuchtgebiete ausstrahlt.

[OWP] Ostpreußenblatt,Folge 15 vom 14.04.1 956

Date: 2017/03/07 12:03:36
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 12   Neue ERP-Bürgschaften für Kleinbauern.
Um kleinen bäuerlichen Familienbetrieben (Eigentümer und Pächter),
einschließlich des Garten- und Weinbaues, sowie Gemeinschaftseinrichtungen
dieses Personenkreises die Aufnahme von Darlehen bei Kreditinstituten zu
ermöglichen, werden diese Darlehen zu Lasten des ERP-Sondervermögens bis zu
einer Gesamtsumme von 10 Mill. DM verbürgt. Es werden Bürgschaften für neu
zu gewährende Kredite übernommen, die der betrieblichen Rationalisierung und
der Steigerung der Produktivität dienen. Kredite für Betriebsaufstockungen
bis zu einer Größe, die dem Inhaber bzw. Pächter und seiner Familie eine
auskömmliche Existenz sichert, können auch berücksichtigt werden.
Gleichfalls können Kredite an Gemeinschaftseinrichtungen, die sich
überwiegend auf kleine bäuerliche Familienbetriebe erstrecken, in die
Bürgschaftsaktion einbezogen werden. 

Es werden nur solche Kredite verbürgt, für die keine ausreichenden
banküblichen Sicherheiten gestellt werden können. Der Höchstbetrag der zu
verbürgenden Kredite beträgt bei Einzelbetrieben 10 000 DM (in
Ausnahmefällen 20 000 DM), bei Gemeinschaftseinrichtungen 20 000 DM (in
Ausnahmefällen 25 000 DM). Die Laufzeit der Kredite soll acht Jahre nicht
überschreiten. Der Antrag auf Übernahme einer Bürgschaft ist von dem
Kreditnehmer bei dem Institut einzureichen, das den Kredit gewähren soll
(Hausbank). Die Richtlinien für die Durchführung dieses Bürgschaftsprogramms
sind im Bundesanzeiger vom 29. Februar 1956 — Nr. 42 — veröffentlicht. Die
Kreditanstalt für Wiederaufbau ist durch den Bundesminister für
wirtschaftliche Zusammenarbeit zur Übernahme globaler Rückbürgschaften
gegenüber den Zentralinstituten bereits ermächtigt worden. Somit ist
sichergestellt, dass das Bürgschaftsprogramm, das ausschließlich durch die
Kreditinstitute und ohne Einschaltung öffentlicher Stellen abgewickelt wird,
unverzüglich anlaufen kann. 

Der Bauernverband der Vertriebenen hat sich in diese Kreditaktion
eingeschaltet, damit die wiederangesetzten heimatvertriebenen Bauern
entsprechende Berücksichtigung finden. Da wir fürchten, dass die Hausbanken,
bei denen die Anträge einzureichen sind, an derartigen Kreditgeschäften
teilweise wenig Interesse zeigen werden, empfehlen wir unseren Landsleuten,
sich in gegebenen Fällen bei auftretenden Schwierigkeiten mit den
zuständigen Landesverbänden des Bauernverbandes der Vertriebenen in
Verbindung zu setzen. 

Nachstehend eine Liste der Landesverbände des BdV. (Stand: März 1956) 

Baden-Württemberg: 
BvD, Landesverband — Landvolkabteilung — Vorsitzender: U. Rogalla,
Stuttgart, S., Charlottenplatz 17/II, Tel. 24 11 25. 

Bayern: 
Arbeitsgemeinschaft der heimatvertriebenen Bauern in Bayern, Vors.: Karl
Haas, München, Wagmüllerstraße 20, Tel. 2 84 21. 
Referat Eingliederung, Flü-Abt. des Bayr. Bauernverbandes, Geschäftsführer:
Graf, München, Max-Josef-Straße 3, Tel. 5 24 21. 

Berlin: 
Berliner Landesverband der Heimatvertriebenen e. V. (BLV) — Agrarreferat —
Vors.: Schmidt-Pappelhof, Berlin-Charlottenburg, Kaiserdamm 83, Tel. 92 01
91 

Bremen: 
Landesverband Bremen der vertriebenen Deutschen im BvD —
Landwirtschaftsreferat — Vors.: J. Waschkies, Geschäftsführer: Dittmar,
Bremen, Schwachhauser Heerstr. 4, Tel. 2 51 02. 

Hamburg: 
Landesverband der vertriebenen Deutschen in Hamburg e. V., — Agrarausschuss
— Vors.: Claus Neubert,. Geschäftsführer; Fritz Scholz, Hamburg 13,
Rothenbaumchaussee 80. Tel. 44 30 54. 

Hessen: 
BvD, Landesverband Hessen — Landvolkabteilung — Vors.: Lothar Kunz MdB.,
Geschäftsführer: Wenzel Fischmann, Wiesbaden, Marktstraße 34/11, Tel. 2 45
40. 

Niedersachsen: 
BvD, Landesverband Niedersachsen — Landvolkabteilung — Vors.: Georg Baur.
Geschäftsführer: Landw.-Rat Moehrl, Hannover, Anzeiger-Hochhaus, Tel. 2 35
30. 

Nordrhein-Westfalen: 
BvD, Landesverband Nordrhein-Westfalen, — Landvolkabteilung — Vors.: Ferd.
Steves. Geschäftsführer: Karl Axmann, Düsseldorf, Marienstraße 41, Tel, 2 14
14. 

Rheinland-Pfalz: Bauernverband der Vertriebenen in Rheinland-Pfalz, Vors.:
Fritz Feller. Geschäftsführer: Schulz, Mainz, Im Zollhafen II. Stock, Tel.
56 95.

Schleswig-Holstein
Landesverband der vertriebenen Deutschen — Vereinigte Landsmannschaften
Schleswig-Holstein — Landvolkabteilung — Vors.: K. A. Knorr.
Geschäftsführer: Fritz Schröter, Kiel, Holstenstraße 46/II, Tel. 4 75 94. 

Diese Aufstellung kann auch in anderer Hinsicht für die vertriebenen Bauern
interessant sein, da die Landesverbände nicht nur in Kreditangelegenheiten,
sondern auch in allen anderen Fällen zur Verfügung stehen, wenn Rat und
Hilfe gebraucht wird.

Seite 12   Keine Rentabilität ohne Liquidität 

In heutiger Zeit wird für Intensivierung, Mechanisierung und Technisierung
der bäuerlichen Betriebe viel Propaganda gemacht. In vielen Fachartikeln
wird nachgewiesen, dass die Nutzung technischer Errungenschaften
wirtschaftliche Erleichterungen, Ertragssteigerungen und bessere
Rentabilität zur Folge hat. Die Richtigkeit solcher Empfehlungen soll
grundsätzlich nicht in Zweifel gezogen werden, sie hat aber eine wichtige
Voraussetzung, nämlich, dass trotz der Investierung finanzieller Mittel die
Liquidität der Betriebe unbedingt erhalten bleibt. Bei vielen Landwirten hat
eine überspitzte Intensivierung zum Ruin geführt. Gerade den
wiederangesetzten heimatvertriebenen Bauern sollten bei ihrer starken
Verschuldung solche Beispiele zu denken geben. Bei Käufen auf Wechsel ist
ganz besondere Vorsicht geboten. Naturgemäß ist es vollkommen falsch,
beispielsweise beim Bezug von Handelsdüngern zu sparen, und wir wenden uns
auch keinesfalls grundsätzlich gegen jede weitere Intensivierung der
Betriebe, aber das Ausmaß der Intensivierung ist unter allen Umständen nicht
so weit zu treiben, dass die Liquidität der Betriebe dadurch gefährdet wird.
Unter diesen Gesichtspunkten ist der nachstehende Artikel gerade für die
heimatvertriebenen Bauern von besonderem Interesse. Die Schriftleitung. 

Mit zunehmendem Kreditverkehr in der Landwirtschaft taucht in der
wirtschaftspolitischen Auseinandersetzung ebenso in betriebswirtschaftlichen
Überlegungen häufiger der Liquiditätsbegriff auf. Man spricht bei
Betrachtungen über die finanzielle Lage der Landwirtschaft von der
bedrohlichen „Illiquidität", in die einige Betriebe, besonders solche, die
schnell investiert haben, geraten seien. 

Sicherlich erfordert diese Frage Aufmerksamkeit 
Im Folgenden soll daher der Liquiditätsbegriff geklärt und Regeln für die
Erhaltung der erforderlichen „Liquidität", d. h. steter
Zahlungsbereitschaft, mitgeteilt werden. 

Auch ein Landwirt muss auf seine Zahlungsbereitschaft achten, wenn er auf
die Dauer rentabel wirtschaften will. Zwar wäre es überspitzt, wollte man an
die Zahlungsbereitschaft eines Landwirtes die gleichen strengen Maßstäbe
anlegen, wie sie für ein Kreditinstitut notwendig sind. Einem normalen
Bauernbetrieb nimmt es niemand besonders übel, wenn er eine fällige
Lieferantenrechnung erst mit einiger Verspätung reguliert, während der
gleiche Vorgang bei einem Bankinstitut bereits kritisch vermerkt würde. Aber
je mehr sich ein Landwirt in die Geld- und Kreditwirtschaft hineinbegibt, je
stärker er mit dem Markt verflochten und in seinem Wirtschaftserfolg darauf
angewiesen ist, ständig günstige Einkaufs- und Verkaufsmöglichkeiten
wahrzunehmen, desto höher sind auch die Anforderungen, die an seine
Liquidität gestellt werden. 

Dies trifft besonders dann zu, wenn ein Landwirt sich dazu entschließt —
weil es ihm aus irgendwelchen anderen Gründen vorteilhaft und vertretbar
erscheint —, Lieferungen von Düngemitteln oder anderen Bedarfsartikeln, wie
Landmaschinen u. a. m., durch Wechsel zu bezahlen. 

Liquidität besitzen, heißt so zahlungsbereit sein, dass selbst
überraschende, durch unvorhergesehene Umstände eintretende finanzielle
Anforderungen an den Betrieb ohne ungewöhnliche Anstrengungen und Maßnahmen
doch prompt erfüllt werden. Eine derartige Zahlungsbereitschaft lässt sich
nicht von heute auf morgen herbeizaubern, sondern bedarf einer sorgsamen
Pflege, d. h. alle betriebswirtschaftlichen Vorhaben von irgendwelcher
finanziellen Auswirkung, sei es bei einem Verkauf, sei es bei einer
Investitionstätigkeit, müssen von vornherein so getroffen werden, dass die
finanzielle Zahlungsbereitschaft nicht gefährdet wird. 

Immer zahlungsfähig bleiben! 
Oberste Regel ist vor allem, dass die flüssigen Mittel des Betriebes nie
vollkommen in Investitionen, und wenn sie noch so rentabel erscheinen,
festgelegt werden dürfen. Führt man mit kurzfristigen Bankkrediten Bauten
oder langfristige Investitionen aus, so ist das beinahe so leichtsinnig, als
wenn man unüberlegt Wechsel unterschreibt. Es darf nie so weit kommen, dass
der Betrieb zwar bestens ausgerüstet, aber trotzdem von allen flüssigen
Mitteln entblößt ist, so dass ihn bereits die kleinste bare
Zahlungsanforderung in Verlegenheit bringt oder dass er aus Mangel an
finanzieller Bewegungsfreiheit eine sich bietende besonders preiswerte
Einkaufsmöglichkeit nicht wahrnehmen kann. Es kommt daher nicht nur darauf
an, das Verhältnis des Vermögens zu den Schulden laufend zu überwachen,
sondern ebenso wichtig ist es, ein angemessenes Verhältnis zwischen
festliegendem Vermögen und konsolidierten Schulden einerseits und zwischen
den flüssigen Betriebsmitteln und den kurzfristigen Verpflichtungen
andererseits herzustellen. 

Sich flüssig halten bedeutet aber keineswegs, dass man in der
Wirtschaftskasse oder auf seinem Bankkonto dauernd übermäßig hohe Bestände
oder Guthaben unterhalten müsste. Wer verkaufsreife, jederzeit marktgängige
Vorräte auf seinem Speicher hat, kann mit geringeren Barmitteln oder
Guthaben auskommen. Ähnliches gilt dann, wenn eine enge Verbindung mit einer
zuverlässigen und leistungsfähigen Hausbank besteht und diese Hausbank in
verbindlicher Weise eine Kreditlinie eingeräumt hat, die es dem Landwirt
gestattet, erforderlichenfalls im Kontokorrentverkehr vorübergehend
erheblich ins Debet zu gehen, um saisonal und konjunkturell bedingten
Schwankungen im Betriebsmittelbedarf gerecht zu werden. 

Je intensiver und marktverbundener ein Betrieb geführt wird, desto
weitgehender ist die Erzielung einer nachhaltigen Rentabilität von der
Aufrechterhaltung einer steten Zahlungsbereitschaft abhängig. Es gibt keine
dauerhafte Rentabilität ohne Liquidität! Dr. Steding, Bonn

Seite 12   Die Landflucht - eine politische Gefahr! Von Paul Tischel,
Sprakensehl.
Das vertriebene ostdeutsche Landvolk verfolgt mit größter Sorge den
Untergang seines Berufsstandes. Besonders erschreckend ist die
Berufsentfremdung unserer Landjugend. Wir stehen machtlos einer Entwicklung
gegenüber, die unter dem Zwang der Verhältnisse die Wiedergewinnung unserer
ostdeutschen Heimat mehr und mehr abschreibt! In Gesprächen mit ehemaligen
ostdeutschen Bauern hat sich die bittere Auffassung immer wieder in den
Worten gezeigt: „Noch einmal zehn Jahre weiter und unsere Kinder wird dann
kein Mensch mehr bewegen, den Arbeitsplatz in der Stadt mit dem verwilderten
Acker der alten Heimat zu vertauschen“. Verbittert fördern die alten Bauern
die Bestrebungen ihrer Kinder, in städtischen Berufen unterzukommen. Dazu
mehren sich die Fälle der zwangsweisen Wohnungsräumung wegen „Eigenbedarf"
und Unterbringung der italienischen Landarbeiter. Es gibt nur noch wenige
vertriebene Bauern, die sich einen ihrer Söhne als Landarbeiter auf einem
Hof eines verständigen einheimischen Bauern erhalten konnten.
 
Eine heikle Frage — soll mein Junge unter den augenblicklichen Verhältnissen
Landarbeiter werden?

Es ist nicht leicht, diese Frage für alle interessierten Kreise befriedigend
zu beantworten, denn es ist nicht eine sachlich-nüchterne Fach- oder
Berufsfrage, sondern eine Lebensfrage des deutschen Landvolkes schlechthin.
Ja, im Zeitalter der Auseinandersetzung zweier Welten ist diese Frage —
besonders für das deutsche Volk - eine Frage von politischer Bedeutung und
größter Tragweite! 

Für die Zwingherren des sowjetischen „Kollektivs" ist die Landarbeiterfrage
eine Angelegenheit, der brutalen Gewalt. 

Am Anfang des russischen Bolschewismus stand die Lüge von der
Bauernbefreiung mit dem Schlachtruf: „Freiheit!". Als die roten Herren aber
erst ihre Macht gefestigt hatten, zeigten sie ihr wahres Gesicht: Der Bauer
ist ein Kapitalist! Kampf den Kulaken! Das Kollektiv ist die
fortschrittliche Form des revolutionären Dorfes! — Die Erfinder dieser neuen
Weisheit waren scheinbar ganz zufrieden, dass sich die russischen Bauern dem
kollektivistischen „Glück" widersetzten, denn auf diese Weise gab das
russische Landvolk ein fast unerschöpfliches Depot für die Heere der
Zwangsarbeiter sibirischer Bergwerke, Kanalbauten, Rüstungszentren und
anderer Objekte. Das Los, Zwangsarbeiter im Kollektiv zu bleiben, war um
vieles aussichtsreicher, das nackte Leben zu retten, als in der
Marschkolonne der Deportierten zu verschwinden. Deshalb nur fügten sich auch
die letzten Dörfer dem Befehl des Kreml. Die in den Steppen Russlands
exerzierten Methoden haben sich bewährt: Die Angst vor Sibirien lässt die
Bauern Europas erzittern — soweit sie jenseits des Eisernen Vorhangs leben
müssen — und „begeistert" fassen sie den Entschluss, im neuen Dorfkollektiv
zu arbeiten. Einfach und „schmerzlos" hat Iwan die Landarbeiterfrage gelöst.
Wenn es sich bestätigen sollte, dass für die alten ausgedienten Landarbeiter
der Sowjosen und Kolchosen eine wesentliche Besserstellung in der
Altersversicherung geplant ist, dann wissen wir, dass dieser Schritt mit dem
bekannten schrägen Blick über den „Vorhang" geschieht. 

Es wäre allerdings traurig um die Behandlung der Landarbeiterfrage bestellt,
wenn wir dieselbe in Westdeutschland nicht einer allseitig befriedigenden
Lösung entgegenführen würden. Diese Frage muss so gelöst werden, dass der
Bauer seinem zweiten oder dritten Sohn zumuten kann, den Landarbeiterberuf
zu ergreifen. Er lehnt es heute ab! — Ich hatte vor wenigen Wochen eine sehr
interessante Unterhaltung mit zwei einheimischen Bauern über dieses Problem.
Der eine sagte mir: „Ich würde mich im Grabe umdrehen, wenn ich meinen Sohn
als Landarbeiter wüsste“. Der zweite meinte: „Eine Zeitlang vielleicht —
aber lebenslänglich — nein! Generationen waren wir freie und selbständige
Menschen“. Es ist keine „Verbohrtheit" und kein „Dünkel", was meine
Gesprächspartner da offenbarten. Es ist vielmehr die naturgewachsene
Überzeugung freier Menschen. Wer könnte auch freier sein, als der Bauer auf
seiner eigenen Scholle? — Allerdings, es wird nichts an Freiheit geschenkt.
Täglich muss er sich seine persönliche Freiheit und seine wirtschaftliche
Selbständigkeit neu erarbeiten. Eine kluge Staatsführung — ganz gleich
welcher politischen Prägung — wird deshalb auch immer darauf bedacht sein
müssen, sich die Zuneigung und Staatstreue seiner freien Bürger zu erhalten.
Andererseits sollte sich aber gerade der freie Bauer auch täglich vor Augen
halten, dass trotz all seines Fleißes seine Freiheit gefährdet ist, wenn die
materiellen Dinge des Lebens ungerecht verteilt sind. Gerade die gefährliche
Nähe der Zwingherren des Kollektivismus sollte ihn mahnend daran erinnern,
wie kurz der Weg vom freien Bauern zum Landarbeiter des Kollektivs ist.
Leider ist die Zahl der nachdenklichen Menschen unter den glücklichen immer
sehr gering, sonst würde man, den ehemaligen Ostbauern, der heute auf dem
Hofe - manchen Tag stumm mit seinem Schicksal hadernd — den Rest seines
Lebens als Landarbeiter dahinvegetiert, oft mit anderen Augen betrachten.
Jeder vertriebene Ostbauer sollte seinem glücklichen Berufskollegen mehr
sein als ein Arbeiter auf dem Hofe, — er ist die lebende Fackel eines
entfachten Weltbrandes! 

Doch nun fragen wir unseren Jungen selbst, ob er Landarbeiter werden will. 

Wir werden erstaunt und erschreckt sein über seine Antwort. — Der Vater, der
seinen Sohn etwa zwingen wollte, seinen (des Vaters) gewünschten Beruf zu
erlernen, würde genauso verkehrt handeln, wie jener verblendete Vater, der
aus seinem Sohn mindestens einen Regierungsrat machen will, weil er selbst
es bis zum Obersekretär gebracht hat. Fast jeder von uns kennt Beispiele der
gescheiterten väterlichen Erziehungsgewalt. — Nicht nur in Hamburg strengen
hunderte von Eltern Verwaltungsgerichtsklagen an, weil ihre Sprösslinge bei
der Aufnahmeprüfung zur Oberschule durchgefallen sind. — Es geht wie ein
krankhafter Zug durch unsere Zeit, voller Stolz einen Abiturienten der
Familie aufzuweisen — koste es was es wolle. Alle Achtung vor allen Eltern,
die sich das Letzte vom Munde absparen, um ihrem Kinde einen angenehmeren
Weg ins Leben zu bahnen, als es der eigene war; so sollten sie aber doch
daran denken, dass trotz aller menschlichen Auswahl und Erziehungskunst der
Lebensweg und der Lebenserfolg eines jeden Menschen in erster Linie von der
Fähigkeit und der Tüchtigkeit bestimmt wird. 

Wer nun von uns aus dem bäuerlichen Leben kommt, der sollte trotz aller
Widerwärtigkeiten doch den Ehrgeiz aufbringen, wenigstens einen seiner Söhne
zu einem Bauern zu geben, der aber neben den fachlichen auch menschliche
Qualitäten aufweist. Eine abgeschlossene Landarbeitslehre bei einem guten
„Bauern-Lehrmeister" gibt dem Jungen oft eine bessere Grundlage für sein
späteres Leben, wie eine schlechte Mittelschulbildung. Er mag später eine
„Berufsumstellung" vornehmen, so haben wir doch den Grundstock zu einem
Bauern gelegt, der einmal da sein wird, wenn vielleicht die Heimaterde nach
ihm ruft. Auf jeden Fall nehmen wir alten ostpreußischen Landarbeiter für
uns dasselbe Recht in Anspruch, wie die oben zitierten beiden Bauern:
Landarbeiter ja — aber nicht „lebenslänglich". 

Am Ende dieses schweren und entsagungsvollen Berufsweges sollte gerade in
Westdeutschland ein gesicherter Lebensabend stehen. 

Wenn schon für sehr wenige Landarbeiter der mühevolle Aufstieg zum kleinen
„Kuhbauern" hie und da möglich ist, so besagt das gar nichts in unserem
zusammengepressten Klein-Deutschland. Wo Gunst und Gnade dem „Kleinen" nicht
ein Stückchen Land zukommen lassen, da sind selbst die Bemühungen von
Ministern ein Kampf gegen Windmühlenflügel. — Erst wenn die Leute im harten
Winter frieren, kommen sie zu der Einsicht, dem Bergmann den Spitzenlohn
zuzuerkennen. Will man bei der Lösung der Landarbeiterfrage warten, bis die
Herzen der jungen wie der letzten alten Landarbeiter zu Eis gefroren sind? 

Die Lösung der gerechten Entlohnung allein bliebe ein Stückwerk. Die
Altersrente muss beim Landarbeiter mindestens beim sechzigsten Lebensjahr
einsetzen. Die magere Rente sollte durch eine vom Bund gewährte
„Ehrenpension" aufgestockt werden — gestaffelt — für jeden Alten, der
mindestens 20 Dienstjahre als Landarbeiter auf seinem Rücken hat. Die
Feierabendglocke sollte endlich für den Mann des „Fünften Standes" einen
sinnvollen und melodischen Klang bekommen.

Seite 13   Aus der landsmannschaftlichen Arbeit in …
BERLIN
Vorsitzender der Landesgruppe Berlin: Dr. Matthee, Berlin Charlottenburg,
Kaiserdamm 83, „Haus der ostdeutschen Heimat“.

Re: [OWP] Anfrage zu verschiedenen Familien

Date: 2017/03/07 12:49:02
From: agrunw <agrunw(a)gmx.de>

"Eigenkästner" = Eigenkäthner bzw. Eigenkätner.

MfG
A. Grunwald.
 

Gesendet: Dienstag, 07. März 2017 um 00:17 Uhr
Von: "Christian Kirchner via OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Betreff: [OWP] Anfrage zu verschiedenen Familien
Liebe Forscherfreunde!

Unser Verein bekam eine Anfrage von einem ostpreußischen Forscher. Einige Daten konnte ich finden, vielleicht hat noch jemand einen Tip.

[...]

6. Carl Konrad - Eigenkästner
gest. nach 1902 Hoppendorf Krs. Preyßisch-Eylau
[...] 

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 15 vom 14.04. 1956

Date: 2017/03/07 16:49:34
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 13   Aus der landsmannschaftlichen Arbeit in …
BERLIN
Vorsitzender der Landesgruppe Berlin: Dr. Matthee, Berlin Charlottenburg,
Kaiserdamm 83, „Haus der ostdeutschen Heimat“.
29. April, 15 Uhr: Heimatkreis Wehlau/Tapliau. Kreistreffen, Lokal
Vereinshaus Heumann, Berlin N 65, Nordufer 15, S-Bahn Putlitzstraße, Bus A
16. 

29. April, 15 Uhr: Heimatkreis Allenstein, Kreistreffen, Lokal
Hansa-Restaurant, Berlin NW 87, Alt-Moabit 47/48, Straßenbahn 2, 3, 23, 25.
35 und 44. 

29. April, 16 Uhr: Heimatkreis Braunsberg, Kreistreffen, verbunden mit
Frühlingsfest, Lokal Pilsner Urquell, Berlin-Wilmersdorf, Bundesplatz 2,
S-Bahn Wilmersdorf, Bus A 16 und 25, Straßenbahn 44, 77 und 74. 

29. April. 16 Uhr: Ostpreußengottesdienst in der Kirche zu Schlachtensee,
Matterhornstraße, mit Pfarrer George. 

BAYERN
Vorsitzender der Landesgruppe Bayern: Dr. Thieler, München; Geschäftsstelle
der Landesgruppe: Lothar Polixa, München 5, Rumfordstraße 40, Telefon 29 35
94. 

Nürnberg 
Die Jahreshauptversammlung wählte zu ihrem neuen Vorsitzenden Walter
Boehnke, zum Stellvertreter Bruno Breit. Ferner gehören dem Vorstand an:
Debler, Schriftwart; Lippert, Beitragswart; Teschner, Organisation.
Wiedergewählt wurden die Landsleute Grotthaus, Kassierer; E. Th. Koerner,
Karteiwart; Frau Zimmer, Sozialwart. Der von der Jugendgruppe zu ihrem
Leiter gewählte Landsmann Erich Preuß wurde durch die Versammlung bestätigt.
— Die Berichte zu den einzelnen Sachgebieten gaben insgesamt das Bild einer
erfreulichen Aufbauarbeit, an der auch der Veranstaltungsausschuss, der
Frauenausschuss und der Mitgliederbeirat erheblichen Anteil haben. Die
Mitgliederzahl hat sich während des dreieinhalbjährigen Bestehens der Gruppe
— bei einem Stand von 834 — fast verzehnfacht. Trotz beträchtlicher
Aufwendungen für notwendige Anschaffungen, für Veranstaltungen und auf dem
Gebiete der Sozialhilfe geht die Gruppe auch in dieser Hinsicht gut
gesichert an die Aufgaben eines neuen Jahres heran, die vor allem auf
heimatpolitischem Gebiete liegen sollen. Die Jugendgruppe, erstmals in ihren
neuen Trachten auftretend, bereicherte den Abend durch Liedvorträge. Dem
nach Frankfurt ziehenden Landsmann Tomerius widmete Landsmann Boehnke
herzliche Worte des Dankes für seine Tätigkeit als Vorsitzender seit
Gründung der Gruppe. 

HESSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Hessen: Konrad Opitz, Gießen, Grünberger
Straße 194.
 
Marburg. 
Am Sonntag, 15. April, wird in Marburg das erste Danzig-westpreußische
Heimattreffen nach folgender Ordnung stattfinden: Frühmorgens
Kranzniederlegung an den Ruhestätten Hindenhurgs und seiner Gemahlin und am
Denkmal Emils von Behrings: 8.30 Uhr: Katholischer Gottesdienst in der
Kugelkirche (Pfarrer Degenhardt); 10 Uhr Evangelischer Gottesdienst in der
Universitätskirche (Oberkonsistorialrat Gülzow); 11.15 Uhr Feierstunde in
der Universitätsaula mit Festvortrag von Prof. Dr. Erich Keryser, Direktor
des Herder-Instituts in Marburg; von 15 Uhr an geselliges Beisammensein in
den Terrassengaststätten Bopp, Markees und Vetter. Ferner 16 Uhr
Lichtbildervortrag im Hörsaal 6 des Landgrafenhauses; 17 Uhr Führung durch
die Elisabethkirche und die Deutschordens-Häuser. — Die ostpreußischen
Landsleute sind in heimatlicher Verbundenheit zu den Veranstaltungen des
Treffens herzlich willkommen. 

Arolsen. 
Die landsmannschaftliche Gruppe hat zurzeit 171 Mitglieder. Ihr bisheriger
Vorstand wurde auf der Jahreshauptversammlung im Café Stöcker wiedergewählt:
1. Vorsitzender Dr. Zachowski, Stellvertreter Rechtsanwalt Kuttner, 3.
Vorsitzender Albert Schleiermacher, Kassenwart Ernst Nitzbon, Kulturwart
Erika Schulte, Schriftführerin Frida Bock. In seinem Tätigkeitsbericht wies
Dr. Zachowski besonders auf die von Erika Schulte gegründete Kindergruppe
hin. Begrüßt wurde die aus der Heimat zu ihrer Tochter gekommene Frau
Ragnitz. — Für den 1. Mai ist eine Feier im „Fischhaus" geplant. 

Wellburg (Lahn)
Auf der Jahreshauptversammlung wurde der alte Vorstand wiedergewählt:
Traugott Pohlenz 1. Vorsitzender, Paul Krüger 2. Vorsitzender, Dorothea
Steinweg Schriftführerin und Kassiererin, Walter Joost und Hugo Manske
Beisitzer. Im Arbeitsjahr 1965 wurden sechs Versammlungen abgehalten, in
denen die Verbundenheit mit der Heimat in Wort, Lied und Bild gepflegt
wurde. In diesem Jahre fanden bisher drei Veranstaltungen statt, darunter
eine Feierstunde am 17. Januar, um der Geburtsstunde Preußens zu gedenken.
Während der Sommermonate werden die Treffen ausfallen.  
RHEINLAND-PFALZ 
Vorsitzender der Landesgruppe: Dr. Deichmann, Koblenz, Simmerner Straße 1,
Ruf 7408. Geschäftsführung und Kassenleitung: Walter Rose, Neuhäusel
(Westerwald), Hauptstraße 3. 

Koblenz. 
Beim Monatstreffen am 15. April, 16 Uhr, im Haus Metternich in Koblenz, Am
Münzplatz, wird u. a. der Film „Land der Stille" gezeigt werden. 

Benndorf. 
Die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen wird am 15. April, 15 Uhr. im
Gasthaus „Zur guten Quelle" stattfinden. Es werden Lichtbilder der Heimat
gezeigt werden. Der Landesgruppenvorsitzende Dr. Deichmann hat sein
Erscheinen zugesagt. 

NORDRHEIN-WESTFALEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen: Erich Grimoni. (22a)
Düsseldorf 10, Am Schein 14. Telefon 6 24 14. 

Das Regierungsbezirkstreffen in Aachen 
Die Ost- und Westpreußen aus dem Regierungsbezirk Aachen und den
nahegelegenen Orten der Nachbarbezirke werden sich am 12. und 13. Mai in
Aachen erstmalig zu einem großen Regierungsbezirkstreffen versammeln. Es
werden die folgenden Veranstaltungen stattfinden: Sonnabend, 12. Mai: 20 Uhr
Kulturabend (Feierstunde) im Hörsaalgebäude der Technischen Hochschule
(Auditorium Maximum), Wüllnerstraße. Es wirken Aachener und Kräfte unserer
Landsmannschaft mit. — Sonntag, 13. Mai: 10 Uhr Evangelischer Gottesdienst
in der Dreifaltigkeitskirche. Es predigt der ostpreußische Pfarrer Grunwald.
— 10 Uhr Katholischer Gottesdienst mit Kaplan von Issum in der Kirche St.
Adalbert. — 11 bis 12 Uhr: Platzkonzert des Musikzuges (Trachtenkapelle) der
Siebenbürger Sachsen unter Mitwirkung von Volkstanz- und Singegruppen der
ostpreußischen Jugend. Anschließend Zug zum Kundgebungsplatz. — 13.30 Uhr
Großkundgebung im Kurpark in der Monsheimallee. — Die anschließenden
Heimatkreistreffen finden in folgenden Räumen statt: Regierungsbezirk
Königsberg und Gumbinnen im „Alten Kurhaus", Regierungsbezirk Allenstein im
„Waldkaffee Lindenhof“, Ronheide. Die westpreußischen Landsleute treffen
sich im „Forsthaus Siegel". Die Festschrift bringt genaueste Angaben mit
Straßenbezeichnung, Anschlüssen u. a. m. Alle Landsleute aus dem
Regierungsbezirk Aachen werden gebeten, bei diesem Treffen zu erscheinen. Es
sei darauf hingewiesen, dass Aachen und seine Umgebung Sehenswürdigkeiten
besitzt, die es wert sind, dass man sie in Augenschein nimmt. Nähere
Auskunft erteilt die des Treffern: Horst Foerder, Aachen. Südstraße 26/I.
und Felix Viehoefer, Aachen, Kurfürstenstraße 27/III. 

Landestagung der Jugend in Düsseldorf 
Vom 29. März bis zum 1. April fand in Heiligenhaus bei Düsseldorf eine
Landestagung der ostpreußischen Gruppenführer und -Führerinnen unter Leitung
unseres Landesjugendreferenten Hans Herrmann statt. Die 108 Anmeldungen zu
diesem Treffen waren ein sichtbarer Beweis für das Interesse an der
Jugendarbeit der ostpreußischen Jugendgruppen im Lande Nordrhein-Westfalen.
Wegen des beschränkten Raumes in Heiligenhaus mussten viele Absagen
erfolgen, so dass wir schließlich noch 67 Teilnehmer waren. Der Tagungsplan
war äußerst reichhaltig und umfasste folgende Gebiete: 1. Liedgut: Ostpr.
Lieder, Wander- und Fahrtenlieder; 2. Stegreifspiele, Scharaden,
Laienspiele; 3. Basteln, Werken und Weben; 4. Volkstänze; 5. Ostpr.
Jungenschaften in der DJO; 6. Ostpr. Jugendleitsätze. Die Zusammenfassung
des Erarbeiteten der einzelnen Arbeitskreise ergab zufriedenstellende
Ergebnisse. Weiter wurde für die Sommerarbeit, für Lehrgänge und Fahrten
geplant. Bundeskulturwart und Landesvorsitzender Erich Grimoni sprach über
die Notwendigkeit der Jugendarbeit in der Landsmannschaft Ostpreußen und gab
uns wichtige Hinweise in Bezug auf Arbeitsmaterial. Mit Hans Herrmann
erlebten wir einen gemeinsamen Feierabend, in dem wir über Kameradschaft,
Freundschaft und Gemeinschaft sprachen. Diese drei Begriffe wurden uns dann
in den morgendlichen Feierstunden durch kleine Lesungen sehr nahegebracht.
Der Heimatabend mit Herrn Schukat, der aus eigenen Werken in unserem
heimatlichen Platt las, fand dankbare Zuhörer. Es hat jeder, der Augen und
Ohren offen hatte, nicht nur neue Anregungen für seine Gruppenarbeit mit
heimgenommen, sondern auch neue Kraft und innere Bereitschaft zum Dienst an
unserer ostpreußischen Heimat. Hans Herrmann hat bei der schlichten
Schlussfeier fühlen dürfen, wie dankbar seine Jugendarbeit von uns allen
anerkannt wird. 
 
Aachen. 
Die Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Vorstandes wird am 14. April, 20
Uhr, im „Alten Zollhaus", Ecke Burtscheiderstraße/Reumontstraße stattfinden.


Essen-West. 
Die Monatsversammlung der Bezirksgruppe wird am 14. April, um 20 Uhr im
Lokal „Dechenschenke", Essen-West, Dechenstraße, beginnen. 

Essen-Rüttenscheid. In der Monatsversammlung am Mittwoch, 18. April, 20 Uhr,
die erstmals im Kegelklubhaus „Weißes Rößl", Rüttenscheider Straße 119,
stattfinden wird, wird eine Ergänzungswahl des Vorstandes durchgeführt und
über die Umgestaltung der Jugendarbeit berichtet werden. 

Recklinghausen. 
Am Sonnabend, dem 14. April, 20 Uhr, treffen sich die Ostpreußen der Stadt
Recklinghausen in der Gaststätte Hennig am Neumarkt zum Heimatabend. Die
ostpreußische Vortragskünstlerin Frau Ruth-Luise Schimkat ist bei uns; es
wird ein stimmungsvoller Abend. Es wirken ferner mit der Ostlandchor und
eine Ostpreußenkapelle. 

Recklinghausen-Altstadt. 
Auf dem letzten Heimatabend wurden herrliche Aufnahmen von der Kurischen
Nehrung gezeigt. Zum Abschluss der Feierstunde spielte der Musizierkreis der
Jugendgruppe, der reichlichen, verdienten Beifall erntete. Der 1.
Vorsitzende Hans Frick gab das Programm für die Veranstaltungen in den
nächsten Monaten bekannt. — Der nächste Heimatabend wird am Sonnabend, 21.
April, im „Handelshof", Holzmarkt 1, stattfinden. Das Thema lautet:
„Königsberg in Wort, Bild und Mundart". 

Gr. - Dortmund. 
Auf der letzten gut besuchten Monatsversammlung wurden drei Filme aus
Ostpreußen mit großem Beifall aufgenommen: „Königsberg", „Masuren", „Land
und Leute in Ostpreußen". Der lebhafte Wunsch, auf einem zweiten Abend
weitere Filme zu sehen, soll bald erfüllt werden. — An jedem letzten
Dienstag im Monat findet bekanntlich immer eine Mitgliederversammlung statt.
Auf der nächsten, also am Dienstag, dem 24. April, wird die Jugendgruppe
mitwirken, und im Anschluss wird man zusammen mit der Hauskapelle gemütlich
beisammen sein. 

Groß-Dortmund.
Auf der nächsten Mitgliederversammlung am Montag, 30. April, 20 Uhr, im
Hotel „Industrie", Mallinckodtstraße 210/214, wird die Jugendgruppe eine
Agnes-Miegel-Feierstunde gestalten. Ein „Tanz in den Mai" wird sich
anschließen; die Polizeistunde ist auf 3 Uhr festgesetzt. Mitglieder können
Karten im Vorverkauf zum Preise von --,50 DM und Gäste zum Preise von 1,--
DM erhalten. An der Abendkasse wird von Mitgliedern gegen Vorlage der
Mitgliedskarte 1,-- DM und für Gäste 1,50 DM erhoben, Vorverkauf bei Frau
Bodenbinder, Dortmund, Bornstraße 143, Telefon 34 504, und Herrn Haase,
Dortmund, Haydnstraße 68, Telefon 35 234. — Die Frauengruppe der
Landsmannschaft hat ihre nächste Kaffeestunde am Montag, dem 16. April, um
15 Uhr im Hotel „Industrie". In Anbetracht der Maifeier fällt die für den
30. April vorgesehene Kaffeestunde der Frauengruppe aus. 

Wuppertal. 
Der nächste Stammtischabend für die Ortsteile Wuppertal-Barmen, Oberbarmen,
Hatzfeld-Rott und Wichlinghausen wird am Dienstag, dem 17. April, ab 20 Uhr
im Bremme-Bräu, Wuppertal-Barmen, an der Werther Brücke, stattfinden. 

Merkstein -Herzogenrath. 
Landsleute, die an dem großen landsmannschaftlichen Treffen für den
Regierungsbezirk Aachen in Aachen am 12. und 13. Mai teilnehmen wollen (das
Programm ist bereits veröffentlicht worden), werden gebeten, bis spätestens
30. April dies bei den Landsleuten Erich Fege, Merkstein, Hauptstraße 140,
und Heinz Zanft, Merkstein, Streiffelder Straße 26, anzumelden. 

Ammern. 
Am Sonnabend, 14. April, 18.30 Uhr, wird im Saal Lennartz, Dorfstraße, die
landsmannschaftliche Gruppe ihres fünfjährigen Bestehens gedenken. Die
Kindergruppe und der Gemischte Chor werden bei der Feier mitwirken. 

Burgsteinfurt. 
Die Vorstandswahlen auf der Jahreshauptversammlung im Parkhotel Möller
hatten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Gemballa, 2. Vorsitzender Münch,
1. Kassierer Richter, 2. Kassierer Bartschat, 1. Schriftführer Szortek,
Beisitzer der Westpreußen Dr. Kriedtke, Kassenprüfer Klein. Der Vorsitzende
bezeichnete als wichtigste Aufgabe die Betreuung der Jugend. Geplant ist die
Gründung einer Frauengruppe, die sich der älteren und bedürftigen Landsleute
annehmen soll. Mit Beifall wurde die Vorführung eines Filmes von Trakehnen
aufgenommen, der neben anderen gezeigt wurde. 

Soest. 
Mit Rücksicht auf die Landsleute aus dem Kreisgebiet ist die nächste
Zusammenkunft auf Sonntag, 15. April, festgesetzt worden. Sie wird im
Centralhotel, Brüderstraße 45 (etwa fünf Minuten vom Hauptbahnhof),
stattfinden. Oberstudiendirektor Dr. Nowak, Weidenau (Sieg), wird einen
Lichtbildervortrag über den Ordensstaat halten. Auch die Jugend ist hierzu
herzlich eingeladen. Sollte es sich erweisen, dass die Versammlung am
Sonntag Anklang findet, so werden die Treffen fortan an Sonntagen abgehalten
werden. 

Bünde. 
Am Sonntag, 15. April, 16 Uhr, wird im Lokal Sieker, Bünde, Neue Straße, das
nächste Treffen der Gruppe mit Vorstandswahl stattfinden. 

Alsdorf. 
Am 15. April wird auf einem Heimatabend im Saale Plum, Kirchstraße 12, der
2. Vorsitzende der Landesgruppe, Poley (Duisburg), sprechen, Es werden die
Filme „Masuren", „Jagd in Trakehnen" und „Kopernikus" gezeigt werden.
Volkstänze, heimatlicher Humor und die Trachtenkapelle der Siebenbürger
Sachsen Setterich werden zur Unterhaltung beitragen; Unkostenbeitrag 50
Pfennig. 

Detmold. 
Die nächste Zusammenkunft der landsmannschaftlichen Gruppe wird am Sonntag,
29. April, 17 Uhr, im Hotel „Stadt Frankfurt", Lange Straße, stattfinden. —
Father Reichenberger wird am Himmelfahrtstag auf einer Großkundgebung in
Detmold sprechen. 

NIEDERSACHSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen: Helmut Gossing, Hannover,
Anzeiger Hochhaus, Goseriede 5/6. 
Stellvertretender Vorsitzender H. L. Loeffke, Lüneburg, Vor dem neuen Tore
12. „Meyers Garten". 

Salzgitter. 
Stützpunktleiter Erich Bohle und der Vorsitzender der Kreisgruppe
Salzgitter-Nord. Gerhard Staff, gedachte auf einem Heimatabend, in der
Gastwirtschaft Keune, Gebhardshagen, der unter dem Leitgedanken „Unser Erbe
ist unser Schicksal“ stand, der Abstimmung in Oberschlesien vor 35 Jahren.
Die Jugendgruppe erfreute die Landsleute durch die Vorführung von
Volkstänzen und durch Vorträge. — Beim Fest der „Heimatverbliebenen und
Heimatvertriebenen" am 21. April, 20 Uhr, im Gästehaus werden die DJO, die
ostpreußische Jugendgruppe, eine Kinder-Akkordeongruppe und der Conférencier
Karl Ball mitwirken; anschließend Tanz; Eintritt 1,50 DM.-- „Johann
Gottfried Herder — ein Diener und Dichter Gottes aus Ostpreußen" wird das
Thema des Abends der Kreisgruppe am 28. April, 20 Uhr, im Musiksaal der
Schule am Ostertal sein. Professor D. Dr. Johannes Hempel wird einen Vortrag
halten; der Posaunenchor wird Choräle von ostpreußischen Dichtern und
Komponisten spielen. Verbunden mit dieser Veranstaltung ist die erste
Ausstellung des Heimatarchivs der Landsmannschaft. 

Bornhausen. 
Mit einem der letzten Aussiedlertransporte traf aus Osterode die 73-jährige
Frau Ottilie Seratzki hier in der Familie ihres Sohnes ein. Sie wurde im
Rahmen einer heimatpolitischen Feierstunde der landsmannschaftlichen Gruppe
durch Kreisobmann Papendick unter Überreichung eines Geschenkkorbes herzlich
begrüßt. Ihr Sohn, Major z. Wv. Seratzki, schilderte die Wandlungen in
Stüdostpreußen während der letzten elf Jahre. 

HAMBURG
Vorsitzender Landesgruppe Hamburg: Hans Kuntze, Hamburg-Bergedorf;
Geschäftsstelle: Hamburg 13, Parkalle 86, Postscheckkonto: Hamburg 96 05. 

Am Dienstag, 17. April, findet um 20 Uhr in der Aula der Hochschule für
bildende Künste, Hamburg 24, Lerchenfeld 2, ein Agnes-Miegel-Abend statt.
Frau Annemarie Marcks-Rocke liest aus den schönsten Werken unserer
Heimatdichterin. Die Feierstunde wird umrahmt von Liedern, gesungen vom
Ostpreußenchor Hamburg. Eintritt frei. Am Montag, dem 30. April, um 20 Uhr
veranstaltet die Bezirksgruppe Elbgemeinden zusammen mit dem Bund der
Danziger und der Landsmannschaft Westpreußen ein Frühlingsfest an der Elbe
(Tanz in den Mai) im großen Saal der Elbschloß-Brauerei,
Hamburg-Nienstedten. Karten im Vorverkauf 1,-- DM, an der Abendkasse 1,50
DM. 

Bezirksgruppenversammlungen 
Es wird gebeten, zu allen Bezirksgruppenversammlungen die Mitgliederausweise
mitzubringen. 
Eimsbüttel. Am Sonnabend, 14. April, ab 19 Uhr in der Gaststätte Steenbock
(Schultheiß), Hamburg 13, Beim Schlump 29. Da die Gründung einer
Jugendgruppe erfolgen soll, sind die Jugendlichen und die Eltern unserer
Kinder besonders eingeladen. Außerdem Lichtbildervortrag von Landsmann
Gröbe: „Memel", ein Streifzug durch Landschaft und Geschichte der ältesten
ostpreußischen Stadt. 
Fuhlsbüttel: Zur Beachtung! Die Kinderstunde beginnt am Montag, 16. April,
erst um 17.30 Uhr im „Landhaus Fuhlsbüttel", Brombeerweg 1, und findet bis
auf weiteres alle acht Tage statt. 
Wandsbek: Nächster Heimatabend (zugleich Jahresmitgliederversammlung) am
Sonntag, 29. April, 19 Uhr, im Bezirkslokal Lackemann, Wandsbek, Hinterm
Stern 4. 
Hamburg-Wilhelmsburg: Die Jugendgruppe lädt alle Landsleute zu einer
Wanderung zum „Tag des Baumes" am Sonntag, 15. April, ein. Treffpunkt:
Appelbüttel Endstation, Linie 44, um 8 Uhr. 

Kreisgruppenversammlungen 
Treuburg: Am Sonnabend, 14. April, ab 19 Uhr in der Gaststätte Steenbock
(Schultheiß), Hamburg 13, Beim Schlump 29. 

Goldap: Am Sonnabend, 21. April, 20 Uhr, in der „Alsterhalle", An der Alster
83. Vortrag mit ostpreußischen Filmen. 

Gumbinnen: Am Sonntag, 22. April, um 16 Uhr bei Bohl, Hamburg 21,
Mozartstraße 27. Beschlussfassung über die Fahrt nach Bielefeld 23./24.
Juni. 
	
Ostpreußische Jugend in Hamburg in der DJO 
Montag, 16. April, 20 Uhr, Volkstanz, Schule Winterhuder Weg. — Mittwoch,
18. April, 19.30 Uhr, Musischer Kreis bei Egon Bannis, Hamburg 24, Kuhmühle
4 a. — Mittwoch, 18. April, von 16 bis 18 Uhr Mädelnachmittag bei Ilse
Bannis, Hamburg 24, Kuhmühle 4 a. — Sonntag, 22. April, 8 Uhr: Wir wandern
in die Harburger Berge; Abfahrt 8.14 Uhr ab Hauptbahnhof, Fahrkarte bis
Hausbruch lösen; Treffpunkt 8 Uhr Stadtplan in der Wandelhalle. 

SCHLESWIG-HOLSTEIN	
Vorsitzender der Landesgruppe Schleswig-Holstein: Fritz Schröter, Kiel,
Holstenstraße 46, II. 

Ostdeutsche Ausstellung in Elmshorn 
Vom 15. bis 21. April werden die dem Ortsverband angeschlossenen
Landsmannschaften in der Aula der Kreisberufsschule Langelohe in Elmshorn
eine Ausstellung „Deutsche Heimat im Osten" zeigen, auf die besonders die
Jugend aufmerksam gemacht wird. Die Ausstellung wird am Sonntag, dem 15.
April, von 12 bis 18 Uhr und an den Wochentagen in der Zeit von 9 bis 12 Uhr
und von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Der Eintrittspreis wird für Erwachsene
--,20 DM und in deren Begleitung befindliche Kinder --,10 DM betragen. Die
Schulklassen haben vormittags freien Eintritt. An den Nachmittagen zwischen
16 und 18 Uhr werden Darbietungen der Elmshorner Schulen mit Gesang und
Volkstänzen stattfinden, die Schüler werden außerdem Bastelarbeiten, Modelle
und Zeichnungen ausstellen. Folgende Veranstaltungen werden in der Aula der
Bismarckschule erfolgen: Sonntag, 15. April, 20 Uhr, Hubert Koch:
Lichtbildervortrag „Der Väter Land"; Sonnabend, 21. April, 20 Uhr, Prof. Dr.
Günther Grundmann: Lichtbildervortrag „Deutsche Kulturleistungen im Osten".
Eintrittspreis zu diesen Veranstaltungen 1,-- DM, Erwerbslose und Rentner
--,50 DM. — Dienstag, 17. April, 20 Uhr, Lichtspieltheater Astoria,
Elmshorner Speeldeel: „Revolutschon in Rixdörp". — Veranstaltungen der
Elmshorner Schulen; Montag, 16. April, Mittwoch, 18. April, Donnerstag, 19.
April, jeweils 16 Uhr in der Kreisberufsschule. 

Flensburg. 
Zu einer Versammlung der Landsleute aus den Memelkreisen in der Ostdeutschen
Heimatstube, Große Straße 12, waren sechzig Landsleute erschienen; unter
ihnen befanden sich der aus Russland gekommene Landsmann Benno Kairies
(früher Saugen) sowie das hochbetagte Ehepaar Boje, das regelmäßig von
Apenrade, Dänemark, aus die Treffen besucht. Die Gruppe der Memelländer
hielt im Jahre 1954 drei und im Jahre 1955 vier Versammlungen ab. In den
Vorstand wurden wiederum gewählt: Walker, Finsterwalter und Rietenbach.

Seite 13   Jubiläum im Lötzener Mutterhaus. Pfarrer Kueßner 25 Jahre
Vorsteher. 
Am 15. April 1931 — vor nunmehr 25 Jahren — übernahm Pfarrer Theodor Kueßner
das Vorsteheramt des Diakonissen-Mutterhauses Bethanien in Lötzen, das in
Quakenbrück nach der Vertreibung eine neue Wirkungsstätte fand (vergl. den
Bericht in Folge 3 des Jahrganges 1953, Ausgabe vom 25. Januar). 

Pfarrer Theodor Kueßner wurde am 19. Dezember 1896 in Schaaken, Kreis
Königsberg, geboren; sein Vater amtierte damals als Pfarrer in dem nahe dem
Kurischen Haff gelegenen Kirchspiel. Der Sohn studierte ebenfalls Theologie
an der Albertus-Universität in Königsberg und wirkte dann an der
Theologischen Schule in Bethel bei Bielefeld. Den Ersten Weltkrieg machte er
als Offizier mit. Während seiner Amtszeit als Leiter des
Diakonissen-Mutterhauses Bethanien in Lötzen erweiterte er die Anstalt durch
die Einrichtung eines Kindergärtnerinnen- und Hortnerinnen-Seminars. Trotz
der Hemmnisse durch das nationalsozialistische Regime gelang es ihm, die
Selbständigkeit des Mutterhauses zu erhalten. Im Zweiten Weltkriege wurde er
zeitweise zum Wehrdienst einberufen. Nach dem Zusammenbruch erwirkte er mit
Unterstützung seiner engsten Mitarbeiter, dass das Mutterhaus in
Quakenbrück, Niedersachsen, eine neue Heimstätte erhielt. So wie diese dem
Dienste am Mitmenschen geweihte Anstalt einst von Lötzen aus das südliche
Ostpreußen durch die Entsendung von Diakonissen als Gemeindeschwestern und
durch die Übernahme von Krankenhäusern betreute, erfüllt sie heute die
gleiche segensreiche Aufgabe von Quakenbrück aus. Ihr unermüdlicher,
umsichtiger Leiter erfreut sich großer Liebe und Verehrung bei allen, die
ihn kennen. 

Am Sonntag, dem 15. April 1956, wird in einer Feier im Mutterhaus das
Jubiläum von Pfarrer Kueßner begangen werden.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 15 vom 14.04. 1956

Date: 2017/03/07 16:50:25
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 14   Wir gratulieren …
zum 91. Geburtstag 
am 14. April 1956, Schuhmachermeister Eduard Tischhäuser, aus Tuppen, Kreis
Schloßberg, jetzt bei seinem Schwiegersohn Fritz Knocks in (20 a)
Gifhorn/Hannover, Fischerweg 37. 

zum 90. Geburtstag 
am 13. April 1956, Landwirt Friedrich Strauß, aus Hagenau, Kreis Mohrungen,
jetzt in Bielefeld, Adalbert-Stift-Straße 14, bei seinem Schwiegersohn Ewald
Rietz. 

zum 88. Geburtstag 
am 1. April 1956, Frau Lina Drath, geb. Diegnatz, aus Ortelsburg,
Passenheimer Straße 17, jetzt in München-Untermenzing, Allacher Straße 218,
bei Motzer. 

am 10. April 1956, Frau Karoline Nowotka, aus Neidenburg, Sattlerstraße,
jetzt in einem Altersheim in Berlin-Reinickendorf. 

am 17. April 1956, Frau Luise Zander, geb. Moysiszik, aus Lyck,
Kaiser-Wilhelm-Straße, jetzt in Heide/Holstein, Mittelstraße 5, bei ihrer
Tochter, Witwe Helene Schulz, 

zum 86. Geburtstag 
am 20. April 1956, Frau Bertha Kleist, geb. Olivier, aus Königsberg,
Steindamm 65, jetzt mit ihrer Tochter Elsa Kreft in Duisburg-Meiderich,
Horststraße 49. 

zum 85. Geburtstag 
am 6. April 1956, Frau Lina Isekeit, aus Altsauswalde, Kreis Angerapp, jetzt
bei ihrer Tochter Meta Albat in Gammertingen, Kreis Sigmaringen, Alte Steige
Nr. 218. 

am 13. April 1956, Fräulein Elisabeth Dembowski, aus Klein-Bajohren, Kreis
Gerdauen, jetzt bei ihrem Neffen B. Hundrieser in Westberlin-Reinickendorf
I, Winterstraße 10, gegenwärtig in Oldenburg i. O., Graf-Spee-Straße 17. 

am 13. April 1956, der Predigerwitwe Auguste Wieczorek, geb. Pokorra, aus
Altkirchen (Schwentainen), Kreis Ortelsburg, jetzt bei ihrer Tochter Hedwig
Przygodda in Haste bei Hannover, Am Bahnhof. 

am 14. April 1956, Müllermeister Fritz Dittombée aus Gumbinnen, Grünstraße
16, jetzt in Frörup über Flensburg. Er war in der Mühle Krieg in Ohldorf
tätig. 

am 21. April 1956, Landsmann Eduard Rudat, aus Bitterfelde, Kreis Labiau,
jetzt bei seinem Sohn Artur in Neheim-Hüsten II, Baumbach 35. 

zum 84. Geburtstag 
am 8. April 1956, Regierungsinspektor i. R. Alwin Hellwich, aus Königsberg,
zuletzt Kuckerneese, Kreis Elchniederung. Er wohnt in Hoyel über Herford. 

am 15. April 1956, Frau Elisabeth Wolfram, geb. Genditzki, aus Krebsfelde,
Kreis Elbing, zuletzt in Königsberg. Sie wohnt bei ihrem Sohn Gustav in
Oberhausen, Osterfelder Straße 84. 

am 19. April 1956, der Fleischermeisterwitwe Julianne Goerke, geb. Brassat,
aus Tilsit, Friedrichstraße 64, jetzt in Lübbecke/Westfalen, Friedhofstraße
23. 

zum 83. Geburtstag 
am 30. März 1956, Frau Anna Arndt, geb. Trosiener, aus Königsberg,
Hagenstraße, jetzt bei ihrer Tochter Grete in (22 c) Bonn-Duisdorf,
Klosterstraße 7. 

am 7. April 1956, Frau Berta Stuhlemmer, geb. Kaldzun, aus Peterlauken,
Kreis Stallupönen, jetzt in (23) Riepe über Emden, Ostfriesland. 

am 15. April 1956, Landsmann Johann Poepping, aus Prassen, Kreis Rastenburg,
jetzt mit seiner Frau und Tochter in Altena/Westf., Wilhelmstraße 69. Von
1907 bis zu seiner Vertreibung Ende Januar 1945 war er als Revierförster und
Fischereizuchtmeister in Metgethen bei Königsberg tätig, 

zum 82. Geburtstag 
am 11. April 1956, Landsmann Gottlieb Lumma, Kaufmann aus Gr.-Schöndamerau,
Kreis Ortelsburg, jetzt in Oldenburg i. O., Gaststraße 22. 

am 13. April 1956, Frau Johanna Hochfeld, geb. Rakowski, aus
Königsberg-Ratshof, Kaporner Straße Nr. 17 a, jetzt mit ihrer Tochter Berta
in Tuttlingen/Württ., Am Soltenbach 1. 

zum 81. Geburtstag 
am 8. April 1956, Molkereibesitzer Walter Stadie, aus Grünhausen
(Jodgallen), Elchniederung, jetzt in der sowjetisch besetzten Zone. Er ist
durch Zahnarzt Dr. F. Weber, (24 a) Marne/Holstein, Bäckerstraße 7, zu
erreichen. 

am 15. April 1956, Frau Luise Beyer, geb. Brehm, aus Königsberg, jetzt in
Wahnbek über Oldenburg/Old. Ihr Sohn Erich ist in Russland vermisst, 

zum 80. Geburtstag 
am 22. März 1956, Seilermeister Eduard Salomo, aus Labiau, jetzt in
Eutin-Neudorf, Plöner Straße 124. 

am 26. März 1956, Rentier Arthur Blumenthal, zuletzt Viehhändler in
Heiligenbeil, Markt 10, jetzt in der sowjetisch besetzten Zone. Er ist durch
Lena Engelbrecht, Steltau bei Stapelfeld, Bezirk Hamburg-Rahlstedt, zu
erreichen. 

am 2. April 1956, Frau Magdalene Kühn, aus Gumbinnen, jetzt mit ihrem
Ehemann, Maurerpolier Otto Kühn, in Plön/Holstein, Hans-Adolf-Straße 31. 

am 7. April 1956, Kreisobersekretärwitwe Hedwig Lablack, geb. Becker, aus
Königsberg, jetzt bei ihrer Nichte Gertrud Schiller in (24 a) Mölln Lbg.,
Goethestraße 17. 

am 12. April 1956, Fräulein Wilhelmine Regge, aus Gumbinnen, jetzt mit ihrer
Schwester, Schneidermeisterin Frau Susanne Gramstedt, in Herne Westf.,
Wiescherstraße 125. 

am 12. April 1956, Landsmann Friedrich Hartmann, aus Königsberg, Tragheimer
Mühlenstraße 20, jetzt in Langenburg/Württ., Marktplatz 127. 

am 12. April 1956, Kaufmann Karl Kutschenreiter, aus Schloßberg, Tilsiter
Straße, jetzt im Altersheim Hohenwestedt/Holstein, Friedrichstraße. 

am 21. April 1956, Frau Lina Riehl, aus Goldap, Darkehmer Chaussee 1, jetzt
Berlin - Lichterfelde - Ost, Schillerstraße 34. 

am 21. April 1956, Maler und Bühnenbildner Theodor Philipp, aus Elbing,
Heilige-Geist-Straße, jetzt mit seiner Ehefrau in Tübingen, Schmiedtorstraße
2. 

zum 75. Geburtstag 
am 1. April 1956, Oberlandwirtschaftsrat Otto Poganski, aus Allenstein,
jetzt in Friedrichshafen-Manzell, Marktdorfer Straße 32. 

am 3. April 1956, Frau Monika Witt, geb. Riedel, aus Lindenort, Kreis
Ortelsburg, jetzt in Pinneberg/Holstein, Hebbelstraße 22. 

am 10. April 1956, Frau Käthe Fasbinder, aus Breitenhof (Oschweningken),
jetzt in Hamburg 33, Elise-Heusing-Weg 2. 

am 12. April 1956, Frau Anna Albien, geb. Rohloff, aus Gauleden, Kreis
Samland, jetzt in Halle/Westfalen, Werther Straße 2. 

am 14. April 1956, der Witwe Luise Schön, geb. Stegmann, aus Königsberg,
jetzt bei ihrer Tochter Elsa Altmann in Hamburg 19, Heußweg 51. 

am 15. April 1956, Gas- und Wasserwerksbetriebsleiter i. R. Otto Kaufrinder,
aus Goldap, jetzt mit seiner Ehefrau in der Nähe seiner Kinder in (24 a)
Harburg, Marienstraße 53. 

am 16. April 1956, Frau Marie Hoffmann, geb. Bischoff, aus Allenstein,
Grünberger Weg, jetzt mit ihrem Ehemann bei ihrem Sohn in Köln-Lengerich,
Lengericher Hauptstraße 87. 

am 20. April 1956, Frau Auguste Grabau, jetzt mit ihrem Ehemann, Landwirt
August Grabau, aus dem Kreise Labiau, in Quisdorf/Weddeln, Kreis Eutin. 

am 22. April 1956, Landwirt August Tupath aus Lauknen (Hohenbruch), Kreis
Labiau, jetzt mit seiner Ehefrau in Hamburg-Wilhelmsburg, Zeidlerstraße 36. 

Goldene Hochzeiten 
Der Pensionär Hugo Wermbter und seine Ehefrau Berta Wermbter, aus Lötzen,
jetzt in Eutin-Neudorf, Plöner Straße 188, begingen am 9. April 1956,das
Fest der Goldenen Hochzeit. 

Landsmann August Urban und seine Ehefrau Wilhelmine Urban, geb. Jeworutzki,
aus Samplatten, Kreis Ortelsburg, bis 1944 in Wappendorf, Kreis Ortelsburg,
begingen am 12. April 1956, das Fest der Goldenen Hochzeit. Anschrift: (lü)
Korbach, Hannoversche Straße 17. 

Postinspektor a. D. Otto Stroetzel und seine Ehefrau Grete Stroetzel, geb.
Biernetzky, aus Königsberg, jetzt in Fischingen/Hohenzollern über Sulz am
Neckar, begehen am 17. April 1956, das Fest der Goldenen Hochzeit. 

Postassistent i. R. Hermann Sellogat und seine Ehefrau Minna Sellogat, geb.
Rothkamm, aus Ebenrode, jetzt in Kaiserslautern, Kugellenweg 28, feiern am
20. April 1956, das Fest der Goldenen Hochzeit. 

Das Fest der Goldenen Hochzeit begehen am 20. April 1956, der Kaufmann Otto
Schlicht und seine Ehefrau Elise Schlicht, geb. Canuel, aus Königsberg,
Viktoriastraße 4, jetzt in Hamburg 33, Emil-Janssen-Straße 8. 

Am 22. April 1956, feiern das Fest der Goldenen Hochzeit Landsmann Friedrich
Laschewski und seine Ehefrau Amalie Laschewski, geb. Behrendt, aus
Schwenkendorf, Kreis Mohrungen, jetzt in Buchen 63, Kreis Hoya/Weser. Das
Ehepaar war von 1923 bis zu seiner Ausweisung 1949 auf dem Gut Schwenkendorf
tätig. Von seinen elf Kindern sind noch sieben am Leben. 

Jubiläen 
Lehrer Fritz Neumann, aus Schönfeld, Kreis Heiligenbeil, trat am 31. März
1956, in den Ruhestand. Im Dezember 1955 konnte er sein 45-jähriges
Dienstjubiläum begehen. Von 1919 bis 1945 war er Leiter der Volksschule in
Schönfeld. Seit 1950 wirkte er als Leiter der evangelischen Volksschule in
Kapellen/ Arft, Kreis Grevenbroich. 

Stadtkassenbuchhalter Karl Radmacher, aus Labiau, seit 1946 bei der
Stadtkasse in Göttingen, beging am 16. Februar 1956, sein vierzigjähriges
Dienstjubiläum. Anschrift: Göttingen, Pfalz, Grona-Breite 29. 

Am 28. März 1956, beging der stellvertretende Revierleiter des
Polizei-Reviers Bad Pyrmont, Polizei-Obermeister Ernst Matzigkeit, aus
Insterburg, sein 40-jähriges Dienstjubiläum. 

Prüfungen 
Hans Peter Schmauch, Studienrat in Kaufbeuren, Hirschzeller Straße 20, der
älteste Sohn des Studienrats i. R. Dr. habil. Hans Schmauch (bis 1945 in
Marienburg, kürzlich von Kaufbeuren nach Ingelheim a. Rh., Grundstraße 8,
verzogen), ist mit einer Dissertation über „Christoph von Stadion, Bischof
von Augsburg (1517 – 1543), und seine Stellung zur Reformation“ an der
Universität München bei Professor Dr. Schnabel mit dem Prädikat „summa cum
laude“ zum Dr. phil. Promoviert worden.

Winfried Rockel, Sohn des Justizoberinspektors i. R. Erich Rockel, aus
Ortelsburg, jetzt Kiel, Schillerstraße 22 hat an der Universität Kiel das
philologische Staatsexamen bestanden.

Hans-Dieter Fischer, Sohn des Rektors E. Fischer, aus Treuburg und Eydtkau,
jetzt Bunde/Ostfriesland, hat am Zahnärztlichen Institut in Hamburg sein
Staatsexamen bestanden.

Günther Aßmus, gegenwärtig in Kirchlinteln, Kreis Verden, Sohn des
Administrators Aßmus, hat an der Tierärztlichen Hochschule zu Hannover die
Tierärztliche Staatsprüfung bestanden.

Wolfgang Papendick, Sohn des Oberstfeldmeisters a. D. Walter Papendick, aus
Zichenau, hat an der Textilingenieurschule M.-Gladbach seine
Ingenieurprüfung bestanden. Sein Bruder Horst Papendick, bestand am
Werner-von Siemens-Gymnasium in Gronau/Westf., das Abitur. Anschrift:
Ahaus/Westf., Sonderhausstraße 106

Rudolf Masurat, Sohn des Landsmann Emil Masurat, aus Sprakten, Kreis
Insterburg, hat die Prüfung als Geigenbauer auf der Staatlichen
Geigenbauschule in Mittwald bestanden. Gegenwärtig ist er bei einem
Geigenbaumeister in Stockholm. Anschrift: Riedhirsch-Rothenbach, Kreis
Lindau/Allgäu 

Horst Krause, Sohn des Lehrers Kurt Krause, aus Gr -Weißensee, Kreis Wehlau,
jetzt in Espelkamp-Mittwald/Westf., Isenstedter Straße 32, hat an der
Milchwirtschaftlichen Lehr- und Untersuchungsanstalt der
Landwirtschaftskammer Rheinland in Krefeld, die Molkerei-Meisterprüfung
bestanden. 

Elfriede Olschewski, aus Lyck, jetzt in (23) Wursterheide, Kreis Wesermünde,
hat ihr Staatsexamen als Krankenschwester bestanden. 

Christel Lindenau, Tochter des Bauern Robert Lindenau, aus Adamswalde, Kreis
Gerdauen, bestand am Städt. Krankenhaus W.-Barmen das
Säuglingsschwester-Examen. Anschrift: Siedlung Heiderhof bei Angermund,
Kreis Düss.-Mettmann. 

Rotraut Springer, Tochter des Schulleiters Walter Springer, aus
Gr.-Blumenau, Kreis Fischhausen, jetzt Havighorst K.O. über Bad
Oldesloe/Holstein, bestand an der Frauenfachschule Lübeck das Staatsexamen
in der Hauseirtschaft.

Ilse Schiemann, Tochter des verstorbenen Landwirts Robert Schiemann, aus
Kattkeim bei Rastenburg, bestand das Examen als staatlich geprüfte
Krankenpflegerin. Anschrift: Bigge/Ruhr, Schellenstein, bei Hans Fest.

Helga Herrmann, Tochter des vermissten Landwirts Gustav Herrmann, aus
Lisken, Kreis Lyck, bestand an der Fachschule für Frauenberufe Bremen das
Staatsexamen als Kindergärtnerin. Anschrift: Oyten 362, Kreis Verden. 

Ute Wischemann, Tochter des Lehrers i. R. Walter Wischemann, aus Königsberg,
Mozartstraße 34, jetzt in Ahlen/Westf., Sandfortskamp 8, bestand in Hamm die
Prüfung als Kindergärtnerin. 

Gisela Grabowski, Tochter des gefallenen Kaufmanns Hermann Grabowski, aus
Neidenburg, Kurze Straße 8, hat am Seminar in Großburgwedel ihr Staatsexamen
als Kindergärtnerin und Hortnerin bestanden. Anschrift: Hameln/Weser, Am
Ring 8. 

Renate Heß, Tochter des Landwirts Alfred Heß, jetzt in Kolmar, Deichreihe,
Kreis Steinburg, hat am Fröbelseminar Hamburg die staatliche Prüfung als
Kindergärtnerin bestanden.

Seite 14   Verschiedenes
Königsberger! Wer kennt das Grundstück Oberhaberberg, Blücherstraße 17?
Auskunft erbittet für Behörde, Kosten werden vergütet. Frau Leitner, Marburg
(Lahn), Wilhelm-Roser-Straße 13.

[OWP] Todesanzeige TRESP aus Allenstein/Ostpreußen

Date: 2017/03/07 17:14:51
From: WPallasch <wpallasch(a)t-online.de>

Hallo Listenmitglieder,

heute ist diese Anzeige in der Zeitung DIE RHEINPFALZ erschienen:

Anton TRESP
* 1.8.1928 Allenstein/Ostpreußen
+ 21.2.2017 Bad Homburg v.d. Höhe

Ort der Urnenbeisetzung: Birkenhördt; die Anzeige wurde offenbar aus
Oberursel aufgegeben.

Bei Interesse kann ich einen Scan schicken.

Viele Grüße

Waltraud (Pallasch)

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 15 vom 14.04. 1956

Date: 2017/03/07 21:12:21
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 15   Todesanzeigen
Nach Gottes Ratschluss entschlief heute kurz voll Vollendung seines 87.
Lebensjahres unser lieber Vater und Großvater, Siegfried Graf von Lehndorff,
Landstallmeister a. D., nach einem arbeitsreichen, erfüllten Leben. Er
folgte unserer Mutter und unseren vier Brüdern in die Ewigkeit. Dr. med.
Hans Graf von Lehndorff. Marie Agnes Gräfin v. d. Groeben, geb. Gräfin von
Lehndorff. Margarete Gräfin von Lehndorff, geb. Gräfin von Finckenstein.
Karl Konrad Graf v. d. Groeben und vier Enkelsöhne. Bad Godesberg, am 5.
April 1956, Beethovenstraße 36. Die Trauerfeier fand am 9. April 1956 auf
dem Friedhof am Hochkreuz statt. 

Nach langer schwerer Krankheit, immer auf Genesung hoffend, entschlief am 6.
April 1956 mein lieber Mann, mein guter Vater, Schwiegervater, Opi, Sohn,
Bruder, Schwager und Onkel, Kaufmann Paul Boettcher, früher Johannisburg,
Ostpreußen, im 58. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Martha Boettcher, geb.
Skrodzki. Günther Boettcher und Frau Edith Boettcher, geb. Schneidereit.
Joachim sowie alle Verwandten. Köln-Buchheim, Arnsberger Straße 10 

Nach einem arbeitsreichen Leben wurde unsere innig geliebte herzensgute
Mutter und Großmutter, Frau Elise Boeckmann, geb. Kleinke, am 17. März 1956
im Alter von 63 Jahren nach schwerem Leiden durch einen sanften Tod erlöst.
Sie folgte ihrem ältesten Sohn, unserem lieben Bruder Walter Boeckmann,
gefallen im Oktober 1941 auf der Krim, in die Ewigkeit. Ferner gedenken wir
in Liebe und Trauer unseres guten Vaters Wilhelm Boeckmann, der seit Januar
1945 in Ostpreußen verschollen ist. In tiefem Schmerz: Hildegard Jacob, geb.
Boeckmann. Kurt Boeckmann, Neustadt (Weinstraße). Alfred Boeckmann, z. Z.
Leeds, England. Heinz Boeckmann, Kaiserslautern und Familien. Ortelsburg,
Heimstraße 10 und Labiau, Stettiner Straße 7, jetzt Kaiserslautern,
Schützenstraße 22 

Sein Abend war gekommen, vollendet war sein Tun, wie wird er bei den Frommen
nun sanft und selig ruhn. Am 10. Februar 1956 entschlief sanft nach längerem
Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und
Onkel, Landwirt Otto Kutz, Heidenberg, Kr. Angerburg, Ostpreußen, im 80.
Lebensjahre. In stiller Trauer: Martha Kutz, geb. Molks. Franz Wnuck und
Martha Wnuck, geb. Kutz. Ida Kutz. Artur Kutz und Frieda Kutz, geb. Anders.
Willy Kutz und Frida Kutz, geb. Sobottka. Herta Hartmann, geb. Kutz. Adolf
Rasch und Erna Rasch, geb. Kutz. Ernst Röcher und Margarete Röcger, geb.
Kutz und elf Enkelkinder. Kuden bei Burg in Dithmarschen 

In der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit ihren Kindern entschlief am
6. April 1956 in unserer lieben ostpreußischen Heimat nach längerem, mit
Geduld getragenem Leiden im Alter von fast 70 Jahren meine treue
Lebensgefährtin, unsere liebe gute Mutti, Schwiegermutter und Oma, Martha
Schekatz geb. Lasarzik. In tiefer Trauer: Gottlieb Schekatz, Mertlnau, Kr.
Sensburg, Ostpreußen. Max Schekatz und Frau Hanni Schekatz, geb. Tischler,
Teschendorf über Wittingen (Hann.). Kurt Stadie und Frau Käthe Stadie, geb.
Schekatz Wittingen (Hann.), Bromerstraße 23. Richard Aßmann und Frau Irmgard
Amann, geb. Schekatz, Wuppertal-Elberfeld, Hombüchel 39 und fünf
Enkelkinder. Früher Diebauen, Kr. Treuburg, Ostpreußen
 
In Deine Hände befehle ich meinen Geist, Du hast mich erlöst, Herr, Du
treuer Gott. Psalm 31, 6   Am 16. März 1956 nahm Gott der Herr nach langem,
sehr schwerem, in stiller Zufriedenheit getragenem Leiden meinen innig
geliebten herzensguten lieben Mann, unseren lieben Schwager und Onkel,
Stellmachermeister Friedrich Kunst, im 77. Lebensjahre zu sich in die
himmlische Heimat. In stiller Trauer: Minna Kunst, geb. Mauer.
Gr.-Warningken, Kreis Pillkallen, Ostpreußen, jetzt Borgdorf u. Nortorf,
Holstein 

Am Ostermontag verstarb unsere liebe Mutter, Großmutter, Urgroßmutter,
Schwester und Tante, Frau Minna Arndt, geb. Stöpke Ehefrau des Malermeisters
Adolf Arndt, aus Heiligenbeil, Ostpreußen (früher Braunsberg) im Alter von
81 Jahren. Fritz Arndt, Geesthacht (Elbe). Willy Arndt, Bendorf (Rhein).
Elsa Schäfer, verw. Grimm, geb. Arndt. Emil Arndt, Bendorf (Rhein), früher
Heiligenbeil, Ostpreußen. Bendorf (Rhein), den 4. April 1956, Engerser
Straße 12 

Am 26. März 1956, 18 Uhr, erlöste Gott meine liebe treusorgende Pflegemutter
und Tante, unsere herzensgute Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Frieda
Ziesmer, geb. Stramm geboren in Leschaken, Kreis Osterode, Ostpreußen, im
Alter von 72 Jahren von ihrem schweren Leiden. In tiefer Trauer: Hanna
Menke. Familie Kurt Stramm. Bernhard Steinberg und Frau Alice Steinberg,
geb. Stramm und Anverwandte. Marienburg, Westpreußen, jetzt Lägerdorf in
Holstein, den 27. März 1956 Theodor-Storm-Straße 9
 
Am zweiten Ostertag entschlief sanft unsere geliebte Mutter,
Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Schwester, Anna Hotop, geb.
Marquardt, früher Domäne Buylien, Kreis Gumbinnen, jetzt Schwartenbek bei
Kiel, im 85. Lebensjahre. Im Namen aller Angehörigen: Dr. Gerhard Hotop,
Essen, Ruhrallee 28 

Meine liebe Frau, unsere gute Stiefmutter, Omi und Schwester, Gertrud
Kurschat, geb. Jurkschat. Insterburg, Wassergasse 1, ist am 29. März 1956,
einen Tag vor ihrem 52. Geburtstag, durch Gehirnschlag in Gottes Frieden
eingegangen. In tiefer Trauer: Leo Kurschat, Pillkallen. Margarete Eretier,
geb. Jurkschat, Insterburg. Jetzt Osnabrück, Koksche Straße 96 

Zum zehnjährigen Gedenken Roswitha Engelien, geb. 07.04.1938, gest.
11.04.1946. Sie musste sterben an den Folgen russischer Misshandlungen und
ruht in heimatlicher Erde. In stillem Leid um unser Heideblümchen: Benno
Engelien und Frau. Hanna Engelien, als Schwesterlein. Syndau, Kr. Samland,
jetzt (20) Helberg über Walsrode 

Am 19. März 1956 entschlief nach einem arbeitsreichen Leben unsere liebe
Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Marie Rietzke,
geb. Rudzik, früher in Sensburg, zuletzt in Mannheim J 6. 10., im 81.
Lebensjahre. In stiller Trauer die Kinder: Familie Kurt Rietzke, sowj. bes.
Zone. Familie Hans Rietzke, in Hamburg. Irma Rietzke, sowj. bes. Zone.
Familie H. Schellhammer in Mannheim J 6. 10. 

Fern der ostpreußischen Heimat entschlief am 17. März 1956 plötzlich und
unerwartet unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter,
Schwester und Tante, Auguste Kowalewski, geb. Gronski, im 82. Lebensjahre.
Im Namen aller trauernden Angehörigen: Familie Otto Kowalewski. Regeln, Kr.
Lyck, jetzt Hausberge a. d. Porta, Sprengelweg 11 

Am 29. Februar 1956 entschlief sanft nach langer schwerer, mit so viel
Geduld ertragener Krankheit mein innig geliebter Mann und treuer
Lebenskamerad, unser herzensguter treusorgender Vater, unser guter
unvergessener Bruder, lieber Schwager und Onkel, Erich Goldbach, früher
Gastwirt in Schlobitten, Ostpreußen, im 56. Lebensjahre. In tiefem Leid:
Frieda Goldbach, geb. Lerbs. Erika, Hildegard, Ingrid, Waltraud, Eckhard,
Eberhard, als Kinder, sowj. bes. Zone. Familie G. Goldbach,
Hamburg-Lohbrügge. Familie M. Tichelmann, Frankfurt a. M. und alle
Verwandten.
 
Am 26. März 1956 verstarb kurz vor Vollendung seines 87. Lebensjahres nach
langem Leiden, jedoch unerwartet, mein lieber Mann, unser lieber Vater,
Schwiegervater und Großvater, Katasterinspektor a. D. Franz Sperling, früher
Königsberg Pr. In stiller Trauer: Käthe Sperling, geb. Rehberg. Dr. med.
Wera Dengler, geb. Sperling. Dr. med. Th. Dengler. Erika Dengler. Hennef
(Sieg), Kurhausstr. 22. Die Beisetzung fand am Karfreitag statt. 

Fern seiner ostpreußischen Heimat schloss am 18. März 1956 nach langer
schwerer Krankheit unser lieber unvergesslicher Sohn, Bruder, Schwager und
Onkel, Herbert Oltersdorf, im 28. Lebensjahre, für immer seine Augen. In
tiefer Trauer: Gustav Oltersdorf und Frau Auguste Oltersdorf, geb. Klein.
Heinz Oltersdorf u. Familie, sowj. bes. Zone. Ursula Batteiger, geb.
Oltersdorf, u. Familie. Gisela Oltersdorf. Hermann Hoffmann. Neffe und
Nichten. Königsberg Pr., Friesestr. 18, jetzt Ludwigshafen (Rh.)
Rohrlachstraße 24 

Am 29. März 1956 verstarb in Villingen (Schwarzwald) meine liebe Tochter,
Schwester, Schwägerin und Tante, Frl. Frieda Talaszus, nach kurzer
qualvoller Krankheit im Alter von 48 Jahren. In stiller Trauer: Gustav
Talaszus. Meta Perkuhn, geb. Talaszus. Erwin Perkuhn. Unge und Elfi.
Tricken, Kr. Insterburg. Jetzt Hohenfelde über Schönberg, Kr. Plön
 
Nach kurzer schwerer Krankheit entschlief plötzlich und unerwartet am 29.
März 1956 unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Verlobter, der
Kaufmann Gustav Cherubin, früher Lyck, Ostpreußen, jetzt Kiel, im blühenden
Alter von 46 Jahren. In tiefer Trauer: Auguste Cherubin. Günther Holldack
und Frau Gertrud Holldack, geb. Cherubin. Armin Holldack. Anni Uhlmann, als
Verlobte. Neuharmhorst, Kreis Plön, den 30. März 1956 

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt! Hiob 19, Vers 25    Fern ihrer geliebten
ostpreußischen Heimat entschlief plötzlich und unerwartet am 4. März 1956,
meine liebe treusorgende Mutter und Oma, unsere liebe unvergessliche
Schwester, Schwägerin und Tante, Martha Lyzewski, geb. Brejora, früher Lyck,
Ostpreußen, im Alter von 61 Jahren. In tiefer Trauer: Willi Brejora. Gangelt
bei Geilenkirchen, Bezirk Aachen.
 
Am Gründonnerstag, dem 29. März 1956, entschlief sanft nach geduldig
ertragener Krankheit mein lieber Mann, herzensguter Stiefvater und
Schwiegervater, unser lieber Opa und Uropa, der frühere Landwirt Mathes
Wiemer, im 80. Lebensjahre. In stiller Trauer: Minna Wiemer, verw. Kubin,
geb. Braatz. Else Igogeit, geb. Kubin. Eduard Igogeit und Kinder. Kiesdorf,
Kr. Schloßberg, Ostpreußen. Jetzt Fallersleben, Kr. Gifhorn, Bebelstraße 8 

Am 29. Februar 1956 entschlief sanft meine über alles geliebte treusorgende
Mutter, unsere herzliebe Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Elisabeth
Nagorr, geb. Zahlmann, im Alter von 54 Jahren. In tiefem Leid: Hans-Georg
Nagorr, Sohn. Frieda Semerak, geb. Zahlmann, u. Kinder. Fritz Zahlmann und
Familie. Neuburg a. d. Donau, Münchener Straße D 286, den 31. März 1956

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 15 vom 14.04. 1956

Date: 2017/03/07 22:18:39
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 16   Todesanzeigen
Mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater, Robert Riechert, ist am
23. März 1956 nach einem reichen, erfüllten Leben im gesegneten Alter von 80
Jahren sanft entschlafen. Johanna Riechert, geb. Stuhlert. Forstmeister
Walter Riechert (vermisst) und Frau Christel Riechert, geb. Koeck.
Kreisvermessungsrat Gerhard Riechert und Frau Milli Riechert, geb. Koch.
Studienrat Helmut Riechert und Frau Beate Riechert, geb. Franke. Dipl.-Ing.
Egon Henrich und Frau Hildegard Henrich, geb. Riechert. Dr. med. Friedrich
Otto Radler und Frau Ursula Radler, geb. Riechert und vierzehn Enkelkinder.
Lüdenscheid (Carl-Berg-Weg 6), Altena und Arnsberg, im März 1956. Die
Beerdigung hat am Montag, dem 26. März 1956, auf dem evangelischen Friedhof
in Lüdenscheid stattgefunden. 

Mitten aus segensreichem Schaffen verstarb heute an einem Herzschlage mein
geliebter treusorgender Mann, unser gütiger Vater, Dr. med. Friedrich Kroll,
ehem. Chefarzt des Städt. Krankenhauses zu Tilsit, im 62. Lebensjahre. Sein
vorbildliches Denken und Handeln wird uns immer Vorbild und Verpflichtung
sein. In tiefer Trauer im Namen aller Angehörigen: Charlotte Kroll, geb.
Döring. Klaus, Dieter, Axel, Sabine. Schmalenbeck, den 28. März 1956, Sieker
Landstraße 179 a. Die Beisetzung fand am 4. April 1956 um 14 Uhr auf dem
Waldfriedhof in Schmalenbeck statt. 

Fern, seiner über alles geliebten Heimat entschlief heute mein sehr
verehrter Chef und väterlicher Freund, der Kgl. Preuß. Oberamtmann Robert
Totenhöfer-Wandlacken, nach einem schicksalsreichen Leben im 89.
Lebensjahre. Nach 33-jährigem Beisammensein in tiefer Dankbarkeit und großer
Trauer: Margarete Kieke, Domäne Wandlacken, Kreis Gerdauen, Ostpreußen,
jetzt Hannover-Wülfel, den 5. April 1956, Hildesheimer Chaussee 154. Die
Beerdigung in Hannover fand am 9. April 1956, 12.30 Uhr, auf dem Engesohder
Friedhof statt. 

Nach einem Leben voller Tatkraft, selbstloser Liebe und Aufopferung
verschied im 74. Lebensjahre ganz plötzlich und unerwartet am 24. März 1956,
6.30 Uhr, mein herzensguter Mann, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und
Großonkel, Vermessungsamtmann i. R. Stadtrat Peter Naumann. Im Namen der
trauernden Hinterbliebenen: Charlotte Naumann, geb. Braun. Königsberg Pr.,
Nachtigallensteig 16, jetzt Friedberg (Hessen), den 24. März 1956 

Zum zehnjährigen Gedenken. Am 16. April 1956 jährt sich zum zehnten Male der
Tag, an dem mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater,
Bruder und Schwager, der Hauptlehrer und Präzeptor Emil Kiupel, aus
Herdenau, Kreis Elchniederung nach qualvollem Leiden in den himmlischen
Frieden eingegangen ist. Er starb im Alter von 58 Jahren in russischer
Kriegsgefangenschaft an Flecktyphus und ist auf dem Friedhof in
Breitenstein, Ostpreußen, beigesetzt. Im Namen aller Angehörigen: Alice
Kiupel, geb. Dommasch. Früher Herdenau, Kreis Elchniederung, jetzt
Gelnhausen, Karlsbader Straße 28 

Nach langem, mit Geduld ertragenem schwerem Leiden entschlief unser lieber
Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, Ulrich Goerke, im Alter von 19 Jahren. In
stiller Trauer: Emil Goerke. Martha Schaal, als Pflegemutter. Familie Fritz
Goerke. Familie Klaus Goerke. Familie Hans Rielke. Grasdorf-Hannover, den
19. März 1956, Langer Brink 28, früher Robitten, Kr. Heiligenbeil,
Ostpreußen.

Erst jetzt erhielt ich die traurige Nachricht, dass mein herzensguter innig
geliebter Mann, der treusorgende Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder,
Schwager und Onkel, der Lehrer und Hauptmann d. Res. a. D. Walter Sand, im
fast vollendeten 58. Lebensjahre im Juni 1945 im russ. Gefangenenlager
Georgenburg, Ostpreußen, gestorben ist. Er folgte seinem Sohne Fl.-Ing.
Heinz Sand, der am 5. Mai 1945 sein junges hoffnungsvolles Leben hingeben
musste. In tiefer Trauer im Namen aller Angehörigen: Anna Sand, geb.
Behrendt. Königsberg Pr., Ritterstraße 28, jetzt Kiel, Wrangelstraße 30 

Zum zehnjährigen Todestag. Am 2. April gedenken wir in inniger Liebe meines
herzensguten Mannes und treusorgenden Vatis, Schwagers, Onkels und
Schwiegersohnes, stellvertret. Abteilungsleiter in der Graph. Kunstanstalt,
Emil Klein, geb. 18.04.1902, zu Königsberg Pr. Er ruht auf dem Gräberfeld in
Pr.-Eylau. Geliebt, beweint und unvergessen. In stillem Gedenken: Maria
Klein, geb. Domscheit. Hansgeorg Klein und Verwandte. Königsberg Pr.,
Wiebestraße 85, jetzt (17b) Wiechs / Schopfheim / Südbaden 

Zum zehnten Todestag. Tiefbewegt und schmerzerfüllt gedenke ich meines
lieben unvergesslichen Lebenskameraden, Stadtamtmann Ernst Beyer, geb.
14.10.1888, der am 15. April 1946 im russ. Gefangenenlager Preußisch-Eylau,
Ostpreußen, verstarb. Er folgte unseren hoffnungsvollen lieben Söhnen
Oberleutnant und Batterieführer Horst Beyer geb. 25.06.1920, gefallen
21.01.1945 an der Ostfront. Obergefr. und stud. Ing. Werner Beyer, geb.
06.12.1921 vermisst seit 17.10.1944 in Ostpreußen, in die Ewigkeit. Ferner
gedenke ich meines lieben Schwagers, Stadtinspektor Paul Beyer, geb.
05.04.1881, gest. 09.03.1946, als russ. Gefangener in Königsberg Pr. und
meiner lieben Schwägerin, Maria Beyer, geb. Schlicht, geb. 29.10.1887, gest.
14.07.1950 in Hennigsdorf bei Berlin, beide zuletzt wohnhaft in Königsberg
Pr., Caubstr. 10. In stiller Trauer und Ergebenheit: Johanne Beyer, geb.
Büttner. Königsberg Pr., Domhardtstraße 25, jetzt (24a) Hamburg 34, Horner
Stieg 2 pt. 

Am 17. März 1956 verstarb nach kurzem Leiden unser lieber Vater,
Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel, der Landwirt
Karl Schulz, aus Hoppendorf, Kreis Preußisch Eylau, Ostpreußen, im 86.
Lebensjahre. In stiller Trauer: Minna Neumann, geborene Schulz und Paul
Neumann, sowj. bes. Zone. Martha Schulz, Reutlingen, Württemberg, Albstraße
93. August Schulz und Frau Anna, Niebüll, Schleswig, Risumer Weg 5. Marie
Behring, geborene Schulz, Reutlingen, Württemberg, Negelerstraße 39. Hugo
Schulz und Frau Berta, Köln-Kalk, Loestraße 9. Walter Schulz und Frau Erna,
Niebüll, Schleswig, Westersteig 30. Gustav Kreuzer, Schwiegersohn, Hersel
bei Bonn, Gartenstraße 52 und Enkel und Urenkel.

Zum stillen Gedenken.Vor elf Jahren starb nach Gottes heiligem Ratschluss in
Dänemark mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger- und Großvater, Karl
Raeder, früher Lauken, Kreis Ebenrode, geb. 25.03.1876, gest. 17.04.1945.
Ferner gedenke ich meiner beiden Söhne, unserer guten Brüder, Schwager und
Onkel, Fritz Raeder und Willy Raeder, die 1942 in Russland gefallen sind. Um
ihren Verlust trauert im Namen aller Angehörigen: Minna Raeder, geb.
Koebbel. Dortmund, Mallinckrodtstraße 194 

Wir hofften auf ein Wiedersehen, doch Gottes Wille ist geschehen. In ihrer
Heimat entschlief am 20. Februar 1956 unsere liebe, allzeit für uns sorgende
Mutter und Großmutter, Anna Schukies, geb. Kallwellis, geb. 15.01.1879. Sie
wurde in Minge, Kreis Heydekrug, von ihren Verwandten zur letzten Ruhe
gebettet. Gleichzeitig gedenken wir unseres lieben Vaters und Großvaters,
August Schukies, geb. 01.03.1874, der auf der Flucht am 17. April 1945 in
Möwe an der Weichsel verstorben ist. In tiefer Trauer: Erich Schukies und
Frau Erika Schukies, geb. Gedicks. Fritz Schukies und Frau Emmy Schukies,
geb. Radscheit. Elsa Schukies. Eva Diezel, geb. Schukies. Emil Diezel.
Martha Brodehl, geb. Schukies. Edmund Brodehl. Christel und Renate, als
Enkelkinder und alle Verwandten. Hamburg-Wandsbek, Kelloggstraße 94 (Schule)


Müh' und Arbeit war Dein Leben, treu und fleißig Deine Hand, Ruhe hat Dir
Gott gegeben, Denn Du hast sie nie gekannt. Wir konnten Dich mit nichts mehr
erfreuen, als der Herr erfasste Deine Hand. Schlaf wohl, lieb Mütterlein,
wir kommen all‘ ins Heimatland. Fern ihrer ostpreußischen Heimat entschlief
am 23. März 1956, nach längerem Leiden im 82. Lebensjahre unser liebes
Muttchen, Hedwig Rohdmann, geborene Wormuth, Rastenburg, Ostpreußen. In
tiefer Trauer: Hilde Wilfert, geborene Rohdmann. Willy Rohdmann. Ernst
Wilfert und Verwandte. Stolberg-Münsterbusch, Prämienstraße 139. Wir haben
sie am 28. März 1956, 14 Uhr, auf dem Friedhof zu Stolberg-Münsterbusch zur
letzten Ruhe begleitet.

Heute Nachmittag, 16.30 Uhr, holte Gott der Herr, sein treues Kind, meine
liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Omi, Henriette
Gruschkus, geborene Rogowski, früher Sonnau bei Lyck, Ostpreußen, im
vollendeten 71. Lebensjahre nach schwerem Leiden zu sich in die ewige
Heimat. In stiller Trauer: Gottlieb Gruschkus. Max Gruschkus und Frau Magda,
geborene Beyer, Karlsruhe. Erika Schulz, geborene Gruschkus und Rüdiger,
Kaltenkirchen. Jetzt Kaltenkirchen, Holstein, Bahnhofstraße 12, und Haus
Stolp, den 3. April 1956. Die Beisetzung fand am Freitag, dem 6. April 1956,
von der Friedhofskapelle in Kaltenkirchen aus statt.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/08 09:26:43
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Ostpreußenblatt
Folge 16 vom 21.04.1956

Seite 1   Foto: Frauenburg am Frischen Haff. Aufnahme: Paul Raabe.
Dieser Blick vom Glockenturm des Domhofes von Frauenburg auf die Domburg und
das Frische Haff gehört zu den schönsten und eindrucksvollsten, die unsere
ostpreußische Heimat bieten kann. Auf einer steilen, an drei Seiten
geschützten und landschaftlich hervorragend gelegenen Erhebung wurde – im
Anklang an die Anlagen des Deutschen Ordens – die Domburg errichtet. Der im
vierzehnten Jahrhundert erbaute Dom, der inmitten des rechteckigen Hofes
steht, gilt als das bedeutendste Werk der kirchlichen Baukunst Ostpreußens.
An den inneren Mauern des Domhofes liegen die Wohnungen der Domkapitulare –
Einzelhäuser statt der sonst üblichen klosterartigen Gemeinschaftsräume -;
die beiden Domherrnkurien im Bild links enthalten jetzt das polnische
Coppernicus-Museum. Der Glockenturm, von dem die Aufnahme gemacht wurde,
wirft den Schatten seiner Spitze gerade auf die Szembeksche Kapelle am Dom.
– Von dem Schicksal der Domburg nach dem Kriege, von dem Frauenburg von
heute, berichten in dieser Folge Domvikar Parschau, der vor kurzem aus
russischer Gefangenschaft entlassen wurde, und Dr. Anneliese Triller, die
Leiterin des Diözesanarchivs Frauenburg.

Seite 1 und 2   Ostpreußische Landesvertretung tagte. Dr. Gille über die
heimatpolitische Lage – Der Bundesvorstand wiedergewählt.
Am 14. und 15. April fand in Hamburg die erste Tagung der ostpreußischen
Landesvertretung im Jahre 1956 statt. Zwei Tage war man beisammen, um in dem
Geiste der Verantwortung gegenüber unserer unvergessenen Heimat über
wichtige heimatpolitische Fragen zu beraten und Beschlüsse zu fassen, die
für die weitere Arbeit der Landsmannschaft Ostpreußen von Bedeutung sind.
Vorweg sei gesagt, dass die Landesvertretung Sprecher und Bundesvorstand
wiederwählte, ein Zeichen für das Vertrauen, das sie sich in den letzten
Jahren durch ihre Arbeit erworben haben. 

Im Mittelpunkt der Tagung stand der Bericht über die Lage, den der Erste
Sprecher unserer Landsmannschaft, Bundestagsabgeordneter Dr. Gille, gab. 

Er betonte, dass sich unser gesamtes Denken und Handeln heute und in Zukunft
auszurichten hat nach der großen Frage: Was führt zur heißersehnten
staatlichen Einheit Deutschlands und was kann sie hindern? Er erinnerte
daran, dass in der Frage des größten und entscheidenden deutschen Anliegens
die Genfer Konferenz keinen Fortschritt brachte. Als Positivum konnte dort
nur gewertet werden, dass alle drei Minister der Westmächte betonten, eine
echte Entspannung sei ohne gleichzeitige Wiedervereinigung Deutschlands
undenkbar. Gerade auch der damals amtierende Außenminister Frankreichs hat
das in sehr eindrucksvollen Erklärungen bekräftigt. Es ergab sich also zu
jenem Zeitpunkt eine erfreuliche völlige Gleichheit der Interessen. Man
bekannte sich dort erneut zu den Feststellungen der Pariser Schlussakte. 

Manches, was sich in den folgenden Monaten dann ereignete, veranlasst uns zu
der besorgten Frage, ob sich diese notwendige und wünschenswerte
Einmütigkeit im Sturm und Wetter politischen Geschehens auch weiter
behaupten wird. Dr. Gille erinnerte daran, dass das vielbesprochene
Interview des neuen französischen Ministerpräsidenten Mollet selbst bei
vorsichtiger Bewertung zweifellos eine klare Abweichung vom bisherigen Kurs
bedeutet. Ohne vorherige Konsultation der Verbündeten vertrat hier der heute
leitende Pariser Staatsmann den Standpunkt, man solle sich zunächst mit dem
Abschluss eines Abrüstungsabkommens befassen und erst später dann auch die
Frage der deutschen Wiedervereinigung beraten. Selbst wenn man davon
ausgehe, dass Mollet in den Tagen der EVG-Pläne und auch später bei den
Beratungen über die Pariser Abkommen sich positiv für die gemeinsame Sache
eingesetzt habe, so bleibe doch zweifellos eine starke psychologische
Auswirkung seiner neuen Äußerungen, die bekanntlich auch die Bonner
Bundesregierung zu einer Stellungnahme veranlasst haben. Wer die Situation
genau beleuchte, müsse feststellen, dass seit einem halben Jahr nicht
sichtbar geworden sei, wo vonseiten Deutschlands und seiner Verbündeten der
nächste Schritt getan werden solle. Dabei dürfen wir keinen Augenblick
übersehen, dass die Gegenseite — nämlich die Sowjets — eine große Regsamkeit
entfalten, um ihre Planungen voranzutreiben. 

Es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass heute mehr denn je für uns
höchste Wachsamkeit geboten ist. Es gibt viele Beispiele dafür, dass das
sowjetische Drohen und Locken, dass die raffinierte Propaganda des Ostens
auch bei einer Reihe von Deutschen Eindruck gemacht hat. Das in unserer
Situation so dringend erforderliche politische Fingerspitzengefühl muss man
oft vermissen. Bedenklich muss das Fehlen eines geschlossenen deutschen
Geschichtsbildes als Grundlage des echten Staatsbewusstseins bei so vielen
Deutschen stimmen. Dr. Gille erinnerte daran, welche große
Verständnislosigkeit und Begriffsverwirrung über die historische Rolle und
Bedeutung Preußens heute oft etwa in so manchen Zeitungs- und
Rundfunkkommentaren, aber auch im privaten Kreise zutage tritt. Da äußern
sich einmal jene Leute, die heute immer noch mit den allzu billigen und
völlig falschen Argumenten der Preußenhetze nach 1945 operieren, zum anderen
aber auch Persönlichkeiten, die sich zwar weitgehend zu den unbestreitbaren
historischen Leistungen und Tugenden des alten Preußen in der Vergangenheit
bekennen, aber den Standpunkt vertreten, an eine Wiederherstellung des
Landes Preußen sei für die Zukunft nicht zu denken, weil das die Erreichung
der Wiedervereinigung erschweren werde. Der Sprecher erinnerte daran, wie es
nach dem Gebot der Siegermächte zur Auflösung eines Staates kam, der durch
die Jahrhunderte in der deutschen Geschichte die ehrenvollste und wichtigste
Rolle gespielt hat. In enger Zusammenarbeit mit den besten Kennern der
preußischen und deutschen Geschichte muss hier für völlige Klarstellung der
Wahrheit gesorgt werden. Dr. Gille wies in diesem Zusammenhang darauf hin,
dass heute die Kernlande Preußens nicht zur Bundesrepublik gehören, da sie
nach 1945 entweder zur sowjetisch besetzten Zone geschlagen oder als
ostdeutsche Provinzen einstweilen von den Polen und Russen militärisch
besetzt wurden. Bei der nach dem Grundgesetz vorgesehenen Möglichkeit der
Neugliederung der nach 1945 geschaffenen westdeutschen Ländergrenze kann
deshalb heute diese Frage noch nicht gelöst werden. 

In großer Schau gab der Sprecher einen Überblick über die verschiedensten
politischen Probleme, die heute auf uns zukommen und über die wir uns
Gedanken machen müssen. Er wies darauf hin, dass zum Beispiel der Aufbau
einer neuen Wehrmacht ein Anliegen ist, das auch den heimatvertriebenen
Deutschen ganz persönlich angeht. So ist denn auch die Frage „Wehrpflicht
oder Berufsheer" nicht nur eine rein militärtaktische oder militärpolitische
Angelegenheit. Die Ostpreußen sind sich darüber klar, wie wichtig es ist,
die neue Bundeswehr von vornherein richtig aufzubauen und zu fundamentieren.
Dazu sei es erforderlich, alles wirklich Gute und Bewährte aus der
Geschichte und Tradition zu retten und für die neue Wehrmacht nutzbar zu
machen. 

Bei seiner Würdigung der vielseitigen heimatpolitischen Arbeit, die heute
und in Zukunft durch die Landsmannschaft zu leisten ist, äußerte Dr. Gille
seine besondere Genugtuung darüber, dass die Entsendung des Landsmannes Dr.
Sallet nach den Vereinigten Staaten zur Aufnahme wichtiger Kontakte geführt
hat. Wie im Ostpreußenblatt berichtet, hat darauf bereits der amerikanische
Kongressabgeordnete Reece in einer sehr eindrucksvollen Rede vor dem
Parlament der USA den eindeutig deutschen Charakter Ostpreußens und das
Unrecht der Vertreibung unterstrichen und die Regierungen der Westmächte
geradezu aufgefordert, die Zugehörigkeit unserer Heimat zu Deutschland
abermals feierlich zu betonen. Ein Memorandum über die ostpreußischen
Probleme wurde von ihm dem Repräsentantenhaus überreicht, und man darf
sicher sein, dass es seine Beachtung bei den Mitgliedern des heute sicher
bedeutendsten und einflussreichsten Parlaments der freien Welt finden wird.
Der Vorstand der Landsmannschaft Ostpreußens hat bekanntlich dem
Abgeordneten Reece von Tennessee den Dank für seine vorbildliche Initiative
ausgesprochen. Die Landesvertretung nahm mit Genugtuung Kenntnis davon, wie
hier und auf so vielen anderen Gebieten in aller Stille gearbeitet wird, um
der ganzen Welt die Anliegen Ostpreußens klarzumachen, Richtlinien für die
politische Arbeit der Zukunft auszuarbeiten und den verfälschten
Darstellungen einer instinktlosen und schädlichen Publizistik
entgegenzuwirken. 

Eine überaus lebendige Aussprache schloss sich dem mit großem Beifall
aufgenommenen Lagebericht an und brachte viele fruchtbare Anregungen und
Gedanken. Graf zu Eulenburg-Wicken unterstrich dabei nachdrücklich die
Hinweise des Sprechers auf so viele verantwortungsvolle Kommentare des
Rundfunks und einzelner Presseorgane zu den ureigensten Anliegen
Deutschlands. Er wandte sich besonders scharf gegen die Äußerungen des im
Bayerischen Rundfunk immer noch so mächtigen Walter von Cube und betonte,
dass eine Berufung dieses Mannes zum Intendanten eines der wichtigsten
westdeutschen Sender für die Heimatvertriebenen und die geflüchteten
Deutschen der Zone schlechthin unerträglich sein müsse. Es gelte auch sonst,
wachsam zu sein und energisch und aktiv allen Verfälschungen
entgegenzutreten. Eine Reihe anderer wichtiger Anliegen auf dem
heimatpolitischen Gebiet wurden u. a. von den Landsleuten Otto, Grimoni und
Polixa angesprochen.

Zu Beginn der Sitzung begrüßte der Sprecher unserer Landsmannschaft,
Bundestagsabgeordneter Dr. Gille, die Mitglieder der ostpreußischen
Landesvertretung, besonders den Vorsitzenden der Landesgruppe Bayern, Dr.
Thieler, und den Vorsitzenden der Landesgruppe Bremen, Dr. Prengel, die vor
kurzem zu Vorsitzenden ihrer Gruppen gewählt worden sind und zum ersten Mal
an einer Tagung der Landesvertretung teilnahmen. 

Der 1. Stellvertretende Sprecher Strüvy dankte für die Glückwünsche zu
seinem 70. Geburtstag. Die Verleihung des Großen Verdienstkreuzes fasse er
nicht als eine Hervorhebung seiner persönlichen Verdienste auf, sondern er
habe diese Auszeichnung für die Landsmannschaft Ostpreußen erhalten. 

Die Tagung brachte, wie schon gesagt, die Wiederwahl des Bundesvorstandes. 

Dieser setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Gille, Sprecher; Strüvy, 1.
Stellv. Sprecher; Otto, 2. Stellv. Sprecher; Dr. Matthee, 3. Stellv.
Sprecher Jahn, Wagner, Teichert, Naujoks, Parschau, Grimoni, von Elern,
Bieske und Dr. Deichmann Beisitzer. Der 2. Stellv. Sprecher, Egbert Otto,
wurde außerdem zum Geschäftsführenden Vorstandsmitglied gewählt; er
übernimmt die Leitung der Bundesgeschäftsführung und des Heimatpolitischen
Referates. Zum Bundesschatzmeister wurde das Mitglied des Bundesvorstandes
Jahn wiedergewählt. 

Die Rechnungsprüfungskommission wurde ebenfalls wiedergewählt. Sie besteht
aus den Herren Zeiß, Treffenfeld und Padeffke. 

Dem Organisationsausschuss gehören an die Herren Schröter und von
Schlenther. Der Agrarausschuss besteht aus Herrn Strüvy als Vorsitzenden und
den Herren von Saint Paul, Knorr, von Schroetter, von Elern und Tischel.
	
Geschäftsführer Müller gab den Geschäftsbericht für 1956. 
Das herausragende Ereignis im äußeren Ablauf ist die Tatsache, dass eine
Weiterbenutzung der Baracke, in welcher die Bundesgeschäftsführung bisher
untergebracht war, nicht mehr möglich war, da sie jetzt abgerissen wird; es
soll an dieser Stelle eine Schule errichtet werden. Schriftleitung, Vertrieb
und Anzeigenabteilung des Ostpreußenblattes und die Bundesgeschäftsführung
haben jetzt in einem von der Landsmannschaft angekauften Haus in der
Parkallee Nr. 86 ihre Unterkunft gefunden. 

Die Zahl der bei dem Suchdienst eingegangenen Anfragen ist keineswegs
geringer geworden. Es ist anzunehmen, dass die Heimkehrertransporte viele
Landsleute veranlasst haben, ihre bereits aufgegebenen Nachforschungen nach
Familienangehörigen wieder aufzunehmen. Es konnten dabei vom Suchdienst der
Landsmannschaft sehr gute Erfolge erzielt werden. Die Beratung unserer
Landsleute in Fragen der Ausreise aus Ostpreußen in die Bundesrepublik nimmt
einen immer größeren Raum ein, das gleiche gilt für Anfragen über die
Möglichkeit von Besuchsreisen nach Ostpreußen. 

Die Zahl der von der Landsmannschaft betreuten örtlichen Gruppen hat
weiterhin zugenommen, sie beträgt zurzeit 1362.  Einen bemerkenswerten
Aufschwung hat die Abteilung der betreuten Jugend- und Schülergruppen ist
von 427 im Jahre 1954 auf 521 im Jahre 1955 gestiegen. Auch die
Lichtbildreihen und die Bilderkästen dieser Abteilung werden für
Veranstaltungen aller Art stark in Anspruch genommen. Eine stärkere Arbeit
war auch beim Heimatpolitischen Referat zu verzeichnen. 

Abschließend wurde mitgeteilt, dass im Jahre 1955 insgesamt 490 Ostpreußen
aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt sind, zu denen noch 123
Zivilheimkehrer kommen, und zwar 45 aus der Sowjetunion und 78 aus den
polnisch verwalteten deutschen Gebieten. 

Kreisvertreter Zeiß gab den Bericht der Rechnungsprüfungskommission, aus dem
hervorging, dass ordnungsgemäß gewirtschaftet worden war; die von der
Kommission beantragte Entlastung des Vorstandes wurde erteilt.
Bundesschatzmeister Jahn sprach über die Bilanz und über die Gewinn- und
Verlustrechnung. 

Seite 2   Die Lage in Berlin
Aus den Berichten, welche die Vorsitzenden der Landesgruppen gaben, verdient
besonders hervorgehoben zu werden der über die Lage in Berlin. 

Dr. Matthee, der Vorsitzende der Landesgruppe, dankte für die Pakete und die
Geldspenden zu Weihnachten. Nachdem er darauf hingewiesen hatte, dass auf
einen Antrag der Landesgruppe hin im Februar der Austritt der
Landsmannschaften aus dem BvD erfolgte, so dass endlich eine reinliche
Scheidung erfolgt sei, kam er auf die besondere Bedeutung Berlins für die in
Ostberlin und in der Sowjetzone wohnenden Landsleute zu sprechen. Die Kreise
halten in Westberlin fast in jedem Monat ein Treffen ab, zu dem die
Landsleute aus dem Ostsektor von Berlin und aus Mitteldeutschland in großer
Anzahl kommen. Die Landesgruppe in Berlin sei jetzt noch kaum in der Lage,
das Problem zu lösen, das mit der Betreuung dieser Landsleute bei ihren
Besuchen in Westberlin verbunden sei. Auf einen Antrag von Dr. Matthee
beschloss die Landesvertretung, einen ausreichenden Betrag für die Betreuung
zur Verfügung zu stellen. 

Das Mitglied des Bundesvorstandes Wagner berichtete, dass vor einem
Vierteljahr das Referat Patenschaft aufgehört hat zu bestehen, da bis auf
zwei noch nicht abgeschlossene Patenschaftsübernahmen sämtliche
Patenschaften begründet sind. Es sei nicht leicht gewesen, bei den einzelnen
Städten und Kreisen nun immer auch das Verständnis für die Bestrebungen in
der Landsmannschaft und für die Bedeutung der Patenschaft zu finden, aber
schließlich habe sich diese Arbeit doch gelohnt und die Patenschaften haben
einen sehr schönen Erfolg gebracht. 

Bundesjugendwart Herrmann schilderte die Lage der ostpreußischen Jugend. Es
ist doch so, so führte er unter anderem aus, dass wir die jungen Menschen in
unserer Gemeinschaft nicht mehr haben. Die ostpreußische Jugend sei nicht
mehr die, die sie zu Hause war, das sei bedingt durch das Erleben, das diese
jungen Menschen hatten; sie mussten schon in der frühen Kindheit auf die
Flucht gehen. Dreizehn- bis Fünfzehnjährige müssen heute oft für die Familie
aufkommen. Hier im Westen sind andere Jugendverbände an sie herangetreten.
Diese haben „ihre Köpfe aus Ostpreußen bezogen", das heißt aus der
ostpreußischen Jugend, und diese sind jetzt dort so verwachsen, dass das
Ostpreußische nicht von durchschlagendem Erfolg ist. „Wir müssen das
Fundament auf die Allerjüngsten legen“. Die Vorsitzenden der örtlichen
Gruppen können manchmal auch nicht das richtige Verhältnis zu den jungen
Menschen finden. Die Erwachsenen müssten sich mehr um die jugendlichen
Menschen kümmern. Vor allem müssten Kindergruppen gegründet werden, und in
den ostpreußischen Familien muss mehr von der Heimat gesprochen werden. Er
bitte die Kreisvertreter und die Vorsitzenden der Landesgruppen, in
Zusammenarbeit mit der DJO in diesem Jahr Sommerfreizeiten für Jugendliche
Ostpreußen im Alter von zehn bis vierzehn Jahren durchzuführen. 

Nach einer längeren Diskussion wurden zu diesem Punkt zwei Anträge
angenommen. Der erste lautet: „Der Vertretertag hat davon Kenntnis genommen,
dass die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen das Jahr 1956 zum Jahr der
ostpreußischen Jugend in ihrem Arbeitsbereich erklärt und Weisungen für
seine Durchführung herausgegeben hat. Der Vertretertag begrüßt diese
Initiative, dankt für die Anregung und empfiehlt allen anderen Landesgruppen
und Heimatkreisen, im gleichen Sinne im Jahre 1956 sich die Förderung der
Schaffung von Kinder- und Jugendgruppen angelegen sein zu lassen“. Es wurde
weiter beschlossen, dass einmal im Monat im Ostpreußenblatt eine Jugendseite
gebracht wird. 

Graf zu Eulenburg-Wicken regte an, die ostpreußischen Mundarten auf Tonband
festzuhalten. Es wurde festgestellt, dass bei verschiedenen Stellen
entsprechendes Material vorhanden ist, und es wurde beschlossen, dass die
Landsmannschaft sich bemühen soll, ein eigenes Archiv von Schallplatten und
Tonbändern der ostpreußischen Mundarten aufzubauen; es sollen auch die
Stimmen von Persönlichkeiten festgehalten werden, die für uns von besonderer
Bedeutung sind. 

Seite 2   Pläne für Zwischeneuropa
Wie in den vergangenen Jahren, so wurde auch diesmal wieder die Tagung der
Ostpreußischen Landesvertretung mit einem grundsätzlichen Referat von
wissenschaftlicher und zugleich heimatpolitischer Bedeutung abgerundet. 

Professor Dr. Dr. Koch, der Leiter des Osteuropa-Instituts in München und
Sprecher der Landsmannschaft Weichsel-Warthe, war als hervorragender
Sachkenner für einen Vortrag über das für alle Ostdeutschen so wichtige
Thema „Föderations- und Neuordnungspläne für Zwischeneuropa" gewonnen
worden, das er sehr lebendig zu behandeln wusste. Professor Koch, der
mehrere Jahre auch Professor in Königsberg war, gehörte im vorigen Jahr der
deutschen Delegation an, die den Kanzler nach Moskau begleitete. 

Die eigenartige Struktur und Problematik jenes Raumes, den die Forschung
„Zwischeneuropa" nennt, ist wohl den meisten noch nie so bewusst geworden
wie bei diesem Vortrag. Zwischen den Deutschen und den Ostslawen findet man
in diesem Ostmitteleuropa etwa zwei Dutzend verschiedener Nationen oder
Nationalitäten in einem Gebiet mit rund hundert Millionen Bewohnern, von
denen u. a. die Esten, Letten, Litauer, Polen, Tschechen, Slowaken, Ungarn,
Serben, Kroaten, Slowenen, Bulgaren, Montenegriner, Bosniaken und Rumänen
genannt wurden. Hinzukommen die hier auch noch siedelnden Albanesen, Finno
Karelier und Griechen und einige andere Völker. Professor Koch schilderte
eingehend die überaus wechselvolle Geschichte dieses Raumes und seiner
Völkerschaften und wies nach, wie sowohl vom Westen wie auch vom Osten
versucht wurde, Einfluss auf diese Gebiete zu gewinnen und eine höhere
Ordnung zu schaffen. Er erinnerte daran, wie stark sich historisch die
Tatsache auswirkte, dass es in diesem Raum kein echtes Zentrum gab, welch
große Bedeutung auch die religiösen Spannungen durch die Einwirkungen einmal
von Byzanz/Moskau, zum anderen von Rom und schließlich auch durch die
Reformation erlangten. 

Nach eingehender Würdigung der deutschen Ostkolonisation über Preußen, der
sächsischen und österreichischen Bemühungen in späterer Zeit sowie der
entsprechenden Versuche vom Osten her behandelte der Vortragende die jetzige
Situation, die dadurch gekennzeichnet wird, dass die Sowjetmacht heute an
der Linie Stettin—Triest, an der eigentlichen „Wespentaille" Europas, steht.
Der Gelehrte beleuchtete in großen Zügen alle Möglichkeiten und Vorschläge,
hier eine Fülle von schwerwiegenden Problemen anzupacken und zu lösen. Wer
da weiß, wie unendlich schwer es angesichts der gegenwärtigen politischen
Lage ist, auch nur schrittweise dem Ziele näherzukommen, für Zwischeneuropa
einen Zustand zu schaffen, der Frieden und echten Ausgleich an die Stelle
verhängnisvoller machtpolitischer Fehllösungen zu setzen wird erkennen, wie
wenig hier „Patentmedizinen" vorgeschlagen werden können. Dass zwischen den
ostdeutschen Anliegen und der künftigen Situation Ostmitteleuropas viele
Verknüpfungen bestehen, wird niemand übersehen können. Umso wichtiger war
es, dass hier die Vertreter der Landsmannschaft Ostpreußen einmal
Gelegenheit hatten, aus berufenstem Munde sehr wichtige Dinge über diese
Problematik zu erfahren. Die lebhafte Anteilnahme und der herzliche Beifall,
den seine Ausführungen fanden, bewiesen Professor Dr. Koch, wie sehr eine
solche grundsätzliche wissenschaftliche Behandlung eines keineswegs
einfachen Themas erwünscht war.

Re: [OWP] Kolodziey (Kreis Ortelsburg)

Date: 2017/03/08 09:55:39
From: Christoph Betke <betke-online(a)gmx.de>

   Hallo Mechthild,

   danke fuer den Tipp!

   Ich schreibe demnaechst zu Kolodziey noch mal eine E-Mail an die
   Verteilerliste.

   Viele Gruesse aus Bad Oeynhausen,
   Christoph (Betke)

   ____________________________________________________

   Gesendet: Montag, 06. Maerz 2017 um 17:26 Uhr
   Von: "Mechthild Sieg" <eckard.sieg(a)t-online.de>
   An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
   Betreff: Re: [OWP] Kolodziey (Kreis Ortelsburg)
   Hallo Christoph,
   falls noch nicht bekannt:
   Ewa Kolodziey (auch Kolodzien) * ca. 1752, aus Gross Jerutten,
   keine weiteren Angaben
   oo 22.11.1769 Klein Jerutten
   Andreas Makowka, * ca. 1742, aus Klein Jerutten, + 14.11.1802, Sohn von
   Jan
   Makowka
   Viele Gruesse aus dem Sauerland
   Mechthild (Sieg)
   Gesuchte Namen mit Wohnort/Genealogy names and areas/:
   OSTPREUSSEN:
   - Anuss (Gross Jerutten)
   - Bespiesny ( Georgensguth, Kr. Ortelburg)
   - Broszi (Schwirgstein, Kr. Ortelsburg)
   - Fridriscyk (Willenberg)
   - Galla (Schwirgstein, Kr. Ortelsburg)
   - Grabowski (Kutzburg)
   - Kadlubowski (Wichrowitz)
   - Kolodziej (Gross Jerutten)
   - Koschinski (Willenberg)
   - Loch (Wallendorf)
   - Losch (Beutnerdorf)
   - Neumann alias Bienken (Schwirgstein, Kr. Ortelsburg)
   - Maroska (Georgensguth, Kr. Ortelburg)
   - Nikutta (Scheufelsdorf, Kr. Ortelsburg)
   - Patscha (Olschoewken, Lehmanen)
   - Pietrucha (Beutnerdorf?)
   - Przylutzki (Michelsdorf)
   - Rogowski (Zielonken, Krs. Ortelsburg)
   - Simanski (Narthen, Jedwabno/Gedwangen)
   - Stach ( Balden, Krs. Neidenburg)
   - Stasch (Beutnerdorf?)
   - Stephan (Gross-Jerutten/Klein Jerutten)
   - Stoppa (Gross Schoendamerau, Krs. Ortelsburg)
   - Willam (Georgensguth, Kr. Ortelsburg)
   - Wygonowski (Wichrowitz)
   - Wyzolmierski (Michelsdorf, Kr. Ortelsburg)
   - Ziemek (Dombrowken/ Keykuth, Krs. Ortelsburg)
   _______________________________________________
   _______________________________________________
   OW-Preussen-L mailing list
   OW-Preussen-L(a)genealogy.net
   [1]http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

References

   1. http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] Suche W.J.Zeitel

Date: 2017/03/08 10:16:44
From: Roland Völkel <REVoelkel(a)gmx.de>

   Lieber Peter Pankau,
   vielen dank fuer die prompte Auskunft.Ich habe mich natuerlich gleich
   versucht, etwas neues herauszufinden.
   Ueber den Pommerschen Greif bekam ich jedoch die Aussage, das die
   erforderlichen KB von Bublitz im Zeitraum um 1790-1810 nicht mehr
   vorhanden sind. Sehr schade ! Sollte noch jemand eine Idee haben, wo
   ich noch etwas finden kann, waere ich sehr dankbar !

   Mfg R.Voelkel

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/08 15:57:02
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 1 und 2   Frühlingsmüdigkeit? Von unserem Berliner M.
Pf.-Korrespondenten.
Hier, liebe Leser, spricht wieder einmal Berlin zur Lage. Westberlin, das
Stadtfragment, das vor Jahren einst dem Zugriff der Sowjets entrissen wurde.
Durch Stärke! Man hat auch verhandelt, aber erst, nachdem wir ihnen die
Zähne gezeigt hatten. Und dann hatte das Verhandeln Erfolg. Vor sieben
Jahren wurden die „Verkehrsbeschränkungen", wie Moskau die tödliche Blockade
zu nennen beliebte, aufgehoben. 

Das ist so lange her, dass man es fast nicht mehr glaubt. Die Luftbrücke war
eine Aktion der Defensive. Doch gegen das, was der Westen heute auf der
Arena der Weltpolitik bietet, war sie eine herrliche Offensive. Soweit wir
darunter eine geschlossene Verteidigung nach außen verstehen, befindet sich
Westeuropa noch nicht einmal mehr in der Defensive. Denn wo ist die
Geschlossenheit, die erst die Voraussetzung wäre für eine Verteidigung gegen
die prahlerisch siegesgewisse „Weltbewegung des Sozialismus"? 

Rot marschiert 
Was wir noch bei Ausbruch des Koreakrieges besaßen, ist verlorengegangen,
abhandengekommen, und genau vermag niemand zu sagen, wie und wieso. Wenn wir
uns wenigstens entschuldigen könnten, einer hochraffinierten Politik zum
Opfer gefallen zu sein! Aber so raffiniert ist die Sowjetpolitik ja gar
nicht, im Gegenteil, sie verfolgt noch immer die Holzhammertaktik, mit
Phrasen garniert. Oder wurden wir erfolgreich infiltriert, gelang es, Terror
zu entfachen? Oder haben sich Agenten in Schlüsselstellungen eingeschlichen?
Lassen wir den erbärmlichen Fall John beiseite: Nein! Die kommunistische
Untergrundarbeit konnte keine wesentlichen Erfolge erzielen, die
kommunistische Propaganda blieb wirkungslos, und wer Frankreich und Italien
kennt, wird wissen, dass diese Feststellung auch für diese Länder gilt,
trotz der zahlenmäßigen Stärke ihrer kommunistischen Parteien.

Und doch: sie marschieren, die Roten. Sie marschieren zum Moskauer
Flugplatz, um Gäste aus aller Welt abzuholen. Sie marschieren – nachdem
vorgeblich die schweren Stalinbibeln weggeworfen sind – mit leichtem Gepäck
in die weit geöffneten Ministerien und Präsidentenpalais der ganzen Welt.
Zurzeit ist Großbritannien an der Reihe.

Und es wird bei uns allmählich unfein, von der Politik der Stärke zu
sprechen. Wahrscheinlich können Chruschtschow und Bulganin es selber noch
nicht fassen, was sie alles mit ihren für Schwachsinnige berechneten Tricks
geschafft haben.

Auf leisen Sohlen
Sie hätten es auch gar nicht damit geschafft, wenn wir nicht müde geworden
wären. Wenn wir nicht Phantomen nachjagten, weil Phantome weniger
anstrengend sind als die Wirklichkeit. Denn nicht, anders sind die
Äußerungen des französischen Ministerpräsidenten Mollet zu werten, die bis
vorige Woche so viel Staub aufwirbelten: erst Abrüstung und dann,
vielleicht, irgendwann einmal, Wiedervereinigung. Heute ist äußerlich
freilich alles wieder in Ordnung. Wir wollen gerechterweise notieren, was
Mollet vor dem Amerikanischen Club in Paris sagte: „Der Erfolg des vereinten
Europa hängt von einer engen Zusammenarbeit zwischen Frankreich und
Deutschland ab . . ." und: „Gerade wegen seiner Freundschaft zu den USA
lässt sich der Franzose gern zu Kritik an ihnen hinreißen . ." und: „Es ist
die ständige Sorge Frankreichs, dass die Westmächte in allen Teilen der Welt
ihre Einheitsfront festigen, dass sie überall zu einer gemeinsamen Politik
kommen und dass sie jedes Mal, wenn in einem Gebiet die Spannung steigt,
solidarisch auftreten“. 

Und was wird Mollet im Mai in Moskau sagen? Nur eines ist erkennbar: Nur
niemandem wehe tun, Moskau nicht, aber natürlich auch nicht Washington oder
Bonn. Frühlingsmüdigkeit? Wir fanden sie auch in Bonn, wo Außenminister
Brentano auf der Pressekonferenz vom letzten Wochenende das Hauptanliegen
der deutschen Politik gewissermaßen auf leisen Sohlen vertrat, mit Wendungen
wie: „. . . es ergibt sich von selbst ...",„... im Zusammenhang diskutiert
..." und „Wir werden laufend bestens informiert . . ." Man wundert sich,
dass tatsächlich der deutsche Standpunkt in der Frage der Wiedervereinigung
in Moskau vorgelegt werden soll. So schnell schon? 

Verfilzt ... 
Niemandem wehe tun und nicht sagen, was man denkt, das ist der Eindruck, den
man gewinnt, wenn man die Äußerungen höchster Stellen über Wiedervereinigung
und Abrüstung hört. Nebeneinander, nacheinander, gleichzeitig mit Vorrang
der Wiedervereinigung, gleichzeitig mit Vorrang der Abrüstung, — und dies
alles nun innenpolitisch noch mit der Frage der westdeutschen
Wiederbewaffnung, Berufsheer, allgemeine Wehrpflicht, verfilzt! Wenn nun
doch allgemein abgerüstet wird, wozu dann überhaupt noch eine deutsche
Aufrüstung? Man möchte es nicht glauben, aber es sind wirklich keine
unmündigen Kinder, die solches verkünden! Oder: Im Zeitalter des Atoms sind
Heere sowieso überflüssig. Oder: Nur keine Wehrpflicht, das könnte die Kluft
zwischen Ost und West nur noch vertiefen, und dann bekommt Pankow doch einen
Vorwand, die Wehrpflicht ebenfalls einzuführen! Ahnungslose Engel, wisst ihr
nicht, dass Pankow seit vier Jahren seine wachsende Streitmacht mit- der
„Remilitarisierung Westdeutschlands" begründet? Ist es nicht vielmehr so,
dass jene Pankower Streitmacht solange eine reale Bedrohung darstellt, als
es keine bundesrepublikanische Armee gibt, und dass sie sofort ihren realen
und moralischen Wert verliert, wenn es diese bundesrepublikanische Armee
gibt! 

Aber von Stärke zu sprechen ist unfein. Kommen wir wehrlos, so hofft man,
dann wird uns der gute Feind nichts tun, ja er wird uns sogar all unsere
Wünsche erfüllen. O, ihr wackeren, liebenswerten Spießbürger diesseits und
jenseits des Rheins! Als die Roten noch an keiner Konferenz teilnahmen, sich
im Kreml verschanzten, als ihre Reisekoffer noch verstaubt auf dem Boden
lagen und die westeuropäischen Staatsmänner den Roten Platz nur aus dem
Bilderbuch kannten, da hattet ihr Angst, und in dieser Angst wäret ihr
bereit, gewisse Opfer zu bringen und sogar gewisse nationale Belange mit den
Erfordernissen einer gemeinsamen Abwehrfront in Einklang zu bringen. Da hieß
es nicht, die Wiedervereinigung Deutschlands sei nur eine Sache der
Deutschen, da saht ihr ein, dass das Krebsgeschwür der Teilung aus Europa
herausoperiert werden müsse. Aber heute? 

Das ist das Rätsel. Es gibt nicht eine einzige politische Tatsache, die man
als Beweis ernsthaften sowjetischen Friedenswillen anführen könnte. Es ist
vielmehr erwiesen, dass die Sowjets überall dort, wo Unruhe schwelt, Öl ins
Feuer gießen. Die Ketten, an denen die Satellitenstaaten liegen, sind um
nichts gelockert, im Gegenteil, mit der befohlenen Ächtung Stalins verlangt
Moskau ein geradezu groteskes Maß an Gehorsam. Und doch ist die
Defensivfront des Westens aufgeweicht, moralisch und militärisch. Der
Rücktritt des Oberbefehlshabers der europäischen Atlantikstreitkräfte,
General Gruenther, ist ein Symptom, ja ein Warnsignal, vor allem für uns
Deutsche. Denn Gruenther war es, dessen Pläne sich auf eine starke
westdeutsche Bodentruppe gründeten.

Seite 2   Von Woche zu Woche 
Die Amerikareise des Bundeskanzlers ist nunmehr auf Mitte Juni festgelegt
worden. Am 12. und 13. Juni wird Dr. Adenauer in Washington Aussprachen mit
Präsident Eisenhower und Außenminister Dulles haben. Die Begegnung des
Kanzlers mit dem französischen Regierungschef Mollet wurde für Ende Mai —
nach dem Moskaubesuch der französischen Minister - vereinbart. 

Bundespräsident Heuss wird nach seinem dreiwöchigen Urlaub in Bad
Mergentheim m einem Staatsbesuch nach Griechenland reisen. 

Mit der Neubesetzung wichtiger deutscher Botschafterposten rechnet man in
Bonn für die nächsten Wochen. Botschafter müssen unter anderem für Amerika,
Madrid, Rom und Buenos Aires ernannt werden. 

Für eine baldige Rückgabe der beschlagnahmten deutschen Vermögen in den USA
sprachen sich die Bundestagsabgeordneten bei der Verabschiedung des Handels-
und Freundschaftsvertrages zwischen der Bundesrepublik und Washington aus.
Staatssekretär Hallstein erklärte, es sei außerordentlich bedauerlich, dass
man in der Freigabefrage noch nicht weitergekommen sei. 

Für eine Wehrdienstpflicht von achtzehn Monaten hat sich das Bonner
Bundeskabinett abermals ausgesprochen. Der Bundesrat hatte sich für eine
verkürzte Dienstzeit von zwölf Monaten eingesetzt. In den Kreisen der
Koalitionsparteien gehen die Meinungen hierüber erheblich auseinander. Der
SPD-Sicherheitsausschuss lehnte die Wehrpflicht erneut ab und forderte ein
kleineres Berufsheer. 

Der erste Flottenverband der neuen Bundesmarine wird aus 44 Minensuchbooten
und Mutterschiffen gebildet, die bisher unter amerikanischer Flagge fuhren.
Der Verband wird wahrscheinlich in Wilhelmshaven stationiert werden. 

Für die Aufgaben des Bundesministeriums für Atomfragen werden im kommenden
Rechnungsjahr wahrscheinlich etwa fünfzig Millionen DM angefordert werden.
Von diesem Betrag sollen auch erhebliche Summen für den Bau eines
Atomreaktors in Karlsruhe und für die Förderung des wissenschaftlichen
Nachwuchses in der Atomforschung zur Verfügung gestellt werden. 

Die Aufbesserung der Kriegsopferrenten soll nach einem Beschluss des Bonner
Kriegsopferausschusses erst vom 1. Juli und nicht rückwirkend vom Januar
erfolgen. Die SPD kündigte an, dass sie im Parlament für eine rückwirkende
Rentenverbesserung eintreten wird. 

Das neue Ordensgesetz der Bundesrepublik ist im Kabinett verabschiedet
worden. Der Inhalt wird vor einer Stellungnahme des Bundespräsidenten nicht
offiziell bekanntgegeben. Man erwartet, dass alle Orden des Ersten
Weltkrieges zugelassen werden. Bei Kriegsauszeichnungen aus den Jahren 1939
bis 1945 soll wahrscheinlich das Hakenkreuz durch ein Eichenblatt oder ein
Eisernes Kreuz ersetzt werden. 

Den Landesvorsitz des BHE in Niedersachsen übernahm jetzt
Wirtschaftsminister Ahrens, der nach dem Verzicht des Ministers von Kessel
auf dieses Amt 161 von 189 Stimmen auf dem Parteitag in Hameln erhielt. Von
Kessel will sich vor allem den Aufgaben des Bundesvorsitzenden des Blocks
widmen. 

Fast 1100 Sowjetzonenflüchtlinge kamen an jedem Tage der letzten Woche nach
Westberlin und der Bundesrepublik. In den drei Lagern Berlin, Gießen und
Uelzen sind zusammen über 7700 Männer, Frauen und Kinder eingetroffen. 

Über 500 Lehrer aus der sowjetisch besetzten Zone und Ostberlin sind in den
letzten drei Monaten in die Bundesrepublik geflüchtet. Im Jahr 1955
verließen rund 1600 Lehrkräfte die Zone. 

Zum CDU-Landesvorsitzenden für Berlin ist abermals der Bundestagsabgeordnete
Lemmer gewählt worden. Die Berliner Parteiorganisation will ihn auch als
Kandidaten für ein geplantes Direktorium der Gesamt-CDU benennen. 

Die Stadt Kattowitz erhält am 1. Mai wieder ihren alten Namen. Die
rotpolnische Regierung hatte sie in „Stalinograd" umgetauft. 

Als erster Ministerpräsident eines Ostblock-Staates seit der Verurteilung
des Stalinkults ist der bulgarische Ministerpräsident Tscherwenkoff gestürzt
worden. Das bulgarische Parlament hat das Rücktrittsgesuch Tscherwenkoffs
angenommen. Tscherwenkoff galt als besonders treuer Anhänger Stalins. 

Das Wiener Börsengebäude, ein Prachtbau der österreichischen Hauptstadt, ist
durch einen Großbrand völlig zerstört worden. Der Schaden beläuft sich auf
viele Millionen. 

Die Gesamtverluste bei dem Aufstand in Algerien sind nach französischer
amtlicher Mitteilung auf über sechstausend Tote gestiegen. 

Die sofortige Einberufung von 75 000 französischen Reservisten wurde vom
Pariser Kabinett gebilligt. Mollet wurde die Ermächtigung erteilt, für
Algerien insgesamt bis zu 200 000 Reservisten zu den Fahnen zu rufen.

Das allerschnellste Verkehrsflugzeug der Welt wird die amerikanische
„Himmelslerche“ („Skylark“) sein, die jetzt in Serienproduktion gegeben
wird. Die Maschine erreicht eine Stundengeschwindigkeit von tausend
Kilometern; sie kann den Atlantik in etwa sechs Stunden überqueren.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/08 16:22:47
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 3   Zwei Fotos: Zwei ostpreußische Schimmel. Aufnahme: Menzendorf.
 Unsere Aufnahmen zeigen ostpreußische Schimmel, die auf der letzten Auktion
des ostpreußischen Warmbluts in Dortmund verkauft wurden; beide sind von
vertriebenen Züchtern aufgezogen worden. Diese Pferde sind ein Beispiel
dafür, in welch vollendeter Harmonie und Schönheit das edle ostpreußische
Pferd wiedererstanden ist. Links: „Altpreuße", Züchter: von Lenski-Tenever
bei Bremen, wurde für 5000 DM verkauft. Rechts: „Silberling", Züchter:
Haasler-Alpen, Kreis Moers, erhielt den Zuschlag bei 6000 DM. 

Seite 3   Das baltische Gaukelspiel Weltpolitisches Geschehen — kurz
beleuchtet. 
Über Helsinki und Stockholm treffen jetzt die ersten näheren Angaben ein,
wie die Sowjetunion die bereits vor einiger Zeit angekündigte
„Souveränitätserklärung" für die bisher dem sogenannten „Verband der
großrussischen Sowjetrepubliken" eingegliederten baltischen Gebiete von
Litauen, Lettland und Estland in Szene setzen will. Es steht fest, dass die
Verkündigung dieser scheinbaren „Selbständigkeit der baltischen Länder" in
langen Geheimberatungen des letzten Moskauer Kongresses von den leitenden
Männern der bolschewistischen Partei auf Vorschlag des allmächtigen
russischen Politbüros beschlossen wurde. Dabei dürften Chruschtschow und
seine Leute betont haben, dass eine formelle Souveränitätserklärung für die
baltischen Sowjetstaaten im Hinblick für die kommenden internationalen
Gespräche recht zweckmäßig sein werde. Da gerade die Amerikaner und Briten
immer wieder darauf hinwiesen, dass die ehemals freien baltischen Republiken
(deren Ausscheiden aus dem russischen Staatsverband u. a. auch von Lenin
anerkannt wurde), durch die Sowjetbesetzung vergewaltigt worden sind, so
würden durch eine formelle „Souveränitätserklärung" die Moskauer
Unterhändler eine Waffe in die Hand bekommen. Sie könnten dann immer wieder
versichern, Lettland, Estland und Litauen seien ebenso wie etwa Rotpolen
oder die kommunistisch regierte Tschechoslowakei „freie Mitglieder des
Ostblocks", die nicht mehr bloße Teilrepubliken Groß-Russlands darstellten. 

Um diesem Gaukelspiel nach außen einen vertrauenswürdigeren Anstrich zu
geben, hat der Kreml bereits den im Baltikum tätigen großen russischen
Stäben der Partei und der Sowjetregierung die Anweisung gegeben, künftig in
Riga, Reval und Wilna die repräsentativsten Stellen ausschließlich mit
lettischen estnischen und litauischen verlässlichen Kommunisten zu besetzen
und einen Teil der Russen nach Moskau zurückzuschicken. Wie aus Riga
verlautet, hat Moskau die Funktionäre im Baltikum weiter davon unterrichtet,
dass die innere Struktur der drei baltischen Sowjetrepubliken sich in keiner
Weise verändern solle. Die in Lettland, Estland und Litauen geschaffenen
Kolchosen zum Beispiel würden nach wie vor bestehen bleiben. Man rechnet
auch damit, dass sich an der sowjetrussischen Militärbesetzung praktisch
kaum etwas ändern dürfte, selbst wenn man formell — etwa nach Warschauer
Muster — eine besondere lettische, estnische oder litauische Rote Armee in
den Vordergrund rückt; alle Kontrollposten würden von Russen besetzt sein. 

Moskau wird nach der Durchführung dieses Scheinmanövers sicher sehr bald
versuchen, eine besondere Anerkennung der „souveränen baltischen Staaten"
sowjetischer Prägung bei den Vereinten Nationen und bei den westlichen
Staaten zu erreichen. Wie es heißt, wollen Chruschtschow und Bulganin
bereits während des Londoner Besuches versuchen, mit dem Hinweis auf diese
„Selbständigkeit" bei den Briten eine Herausgabe der nach London gebrachten
Gelder der freien baltischen Republiken „anzuregen". 

Chruschtschows Außenpolitik 
In einem gemeinsamen Aufruf der Sowjetregierung und der bolschewistischen
Partei an alle Kolchosenbauern und Landarbeiter der Union wurde erstmals
indirekt zugegeben, dass gerade in jenen sibirischen und mittelasiatischen
Gebieten, in denen der Parteichef Chruschtschow den Getreideanbau mit allen
Mitteln verstärken wollte, im letzten Jahre eine ausgesprochen schlechte
Ernte zu verzeichnen war. Das Moskauer Politbüro und die Sowjetregierung
schieben die Schuld an den geringen Erträgen in Kasakstan und Westsibirien
allein der großen Dürre des Sommers 1955 zu. In den älteren Anbaugebieten
sei die Getreideernte wesentlich höher gewesen. Die Ernten an Baumwolle und
Kartoffeln könne man nicht als befriedigend bezeichnen. Die Freunde
Chruschtschows fordern von der Landarbeiterschaft und vor allem von den
Kolchosen und Staatsgütern eine erheblich verstärkte Produktion von
landwirtschaftlichen Erzeugnissen; die Sowjetunion könne sonst den
wachsenden Bedarf der Bevölkerung an Lebensmitteln nicht befriedigen. Die
Sowjetunion brauche in den nächsten Jahren nicht nur erheblich höhere Ernten
an Brotgetreide, Mais und Kartoffeln, sondern vor allem auch an Gemüse. Die
Leiter der Kolchosen und Staatsbetriebe sollen einer verschärften Kontrolle
unterstellt werden. Mit keinem Wort geht der Aufruf der Moskauer Machthaber
auf die Erfolge — besser gesagt: der Misserfolge — der von Chruschtschow mit
schärfsten Mitteln betriebenen Aktion „Jungfräuliches Land" in Mittelasien
und Sibirien ein. Die Parteileitung hatte bekanntlich auf Wunsch
Chruschtschows angeordnet, dass möglichst viel junge Leute und auch alle
irgendwie überzähligen Staatsbediensteten nach Kasakstan und Westsibirien
geschickt werden sollten. Wie wenig sich bisher die Hoffnungen auf eine
ungeheure Produktionsverstärkung durch diesen Neuanbau erfüllt haben, zeigt
sich unter anderem darin, dass die Sowjetunion allein in Kanada 400 000
Tonnen Weizen bestellt hat, weil ihre eigenen Vorräte nicht ausreichten.
Auch die Absetzung des „Chefberaters" Lyssenko und des Ministers Lobanow in
der Moskauer Landwirtschaftsverwaltung deutet auf erhebliche Sorgen des
Kreml hin. 

Schwere Asien-Sorgen der Briten 
Der Ausgang der Parlamentswahlen auf der großen, Indien vorgelagerten Insel
Ceylon wird gerade von den Engländern, die so viele Jahrzehnte hindurch nach
den Portugiesen und Holländern Herren dieses Gebietes waren und auch nach
der Errichtung eines selbständigen Staates im britischen Reichsverband dort
noch große und wichtige Stützpunkte besitzen, als schwere Schlappe
empfunden. Die absolute Mehrheit im neuen Inselparlament fiel nämlich der
sogenannten „Vereinigten Volksfront" des Dr. Bandaranaike zu, von der man
weiß, dass sie die Zugehörigkeit Ceylons zum angloamerikanischen
„Südostasienpakt" scharf ablehnt und sogar ein völliges Ausscheiden aus der
britischen Staatengemeinschaft wünscht. Der bisherige Ministerpräsident
Kotelawala, der stets für ein enges Bündnis mit dem Westen eintrat und den
Neutralismus eines Nehru ablehnte, erlitt eine schwere Niederlage und musste
bereits abtreten. Sein Nachfolger wird der Volksfrontführer Bandaranaike,
der unter seinen Anhängern auch viele Kommunisten hat und der noch vor der
Übernahme der Regierungsgeschäfte erklärte, er wünsche wie sein indischer
Nachbar eine „Politik völliger Neutralität und Unabhängigkeit vom Westen" zu
führen und werde die Frage der britischen Marine- und Luftwaffenbasen sofort
„ernsthaft prüfen". Dass er gleichzeitig die Verstaatlichung der privaten
britischen Teeplantagen — allerdings gegen Entschädigung — ankündigte, hat
das Unbehagen der Engländer noch erheblich verstärkt. Als Ironie des
Schicksals darf man es bezeichnen, dass gerade Bandaranaike, der zusammen
mit dem jetzigen britischen Ministerpräsidenten Eden in Oxford Staatsrecht
studierte, nun offenbar das Band Ceylons mit England nicht nur erheblich
lockern, sondern wahrscheinlich ganz lösen wird. Man muss damit rechnen,
dass der von Washington geschaffene südostasiatische Verteidigungsbund in
Colombo, Trinkomalee und an anderen Plätzen wichtige Basen verliert.
Gleichzeitig wird sich die Front der neutralen Asienstaaten weiter
verstärken. 

Fast gleichzeitig mit dieser bitteren Pille wurde den Engländern übrigens
die Forderung des persischen Kaiserreiches überreicht, das britische
Protektorat der Bahrein- Inseln im Persischen Golf an den Iran
zurückzugeben, dem einst viele Jahrhunderte hindurch diese Eilande gehörten.
Heute befindet sich dort eine der größten Erdölraffinerien für die
arabischen Produktionsgebiete, und so wird London diesem Ersuchen bestimmt
nicht stattgeben. Dass aber ein schroffes englisches Nein die Beziehungen zu
den asiatischen Staaten bestimmt nicht verbessert, wird den Briten klar
sein. 

Seite 3   Über Königsberg und Pillau! Bulganin und Chruschtschow reisten
über Ostpreußen nach London 
Auch in britischen Kreisen ist man der Ansicht, dass es ausgesprochen
politische Erwägungen waren, die den Sowjetministerpräsidenten Marschall
Bulganin und den Moskauer Parteichef Chruschtschow bewogen, ihre
Englandreise nicht auf dem viel schnelleren Luftwege, sondern auf einem der
modernsten Schweren Kreuzer der roten Sowjetmarine, der „Ordschonikidse"
anzutreten und dabei als Einschiffungshafen nicht einen baltischen Platz,
sondern unser ostpreußisches Pillau zu wählen. 

Schon bei der Krönung der britischen Königin entsandte die Sowjetunion einen
hochmodernen Kreuzer zur englischen Parade, um damit die Stärke der Sowjets
auch in maritimer Beziehung zu beweisen. Die „Ordschonikidse" gehört
gleichfalls zu den neuesten Einheiten der Sowjetflotte. Moskau hat gerade
seine Kriegsmarine in den letzten Jahren außerordentlich erweitert. Der
russische Bestand von wahrscheinlich vierhundert U-Booten und U-Kreuzern ist
größer als der aller anderen Flottenmächte. Ebenso ist der Bestand an
Schweren Kreuzern und Zerstörern in den letzten Jahren sehr gewachsen. Die
Entsendung des Kreuzers soll also zweifellos eine gewisse Demonstration
darstellen. 

Zu der Reise der beiden Sowjetmachthaber und ihres großen Beraterstabes über
Ostpreußen erfahren wir, dass Bulganin und Chruschtschow am letzten
Sonnabend Moskau verließen, wobei sie vom gesamten diplomatischen Korps und
allen führenden Mitgliedern der Sowjetregierung, darunter auch von dem
zurückbleibenden Außenminister Molotow, verabschiedet wurden. 

Am Sonntag traf der Sonderzug in Königsberg ein. Hier hatte die russische
Besatzung unserer ostpreußischen Hauptstadt alle verfügbaren Funktionäre
aufgeboten. Bulganin und Chruschtschow wurden am Königsberger Hauptbahnhof
von den regionalen kommunistischen Parteichefs aus Estland, Lettland,
Litauen und Ostpreußen begrüßt. Tausende von Russen aus dem sowjetisch
besetzten Gebiet Nordostpreußens waren gleichfalls angetreten. Mit dem Auto
fuhren Bulganin und der Parteichef nach dem im Kriege fast völlig zerstörten
und inzwischen in sowjetischem Stil wiederaufgebauten Pillau, wo der 12 000
Tonnen große Kreuzer „Ordschonikidse" bereits wartete. 

Es war das erste Mal, dass sowjetische Führer ihr Land auf einem
Kriegsschiff verließen. Im Vormast des Kreuzers wurde übrigens sofort der
persönliche Stander des Sowjet-Ministerpräsidenten und Marschalls Bulganin
gehisst. Der Kreuzer legte in Pillau wenig später ab. Am Montagmittag hatte
er bereits den Großen Belt zwischen den dänischen Inseln Fünen und Seeland
passiert. Man vermied die Passage durch den Sund und damit die Vorbeifahrt
an Kopenhagen. Der Kreuzer setzte dann die Reise nach Portsmouth im
Englischen Kanal fort, wo die sowjetischen Politiker britischen Boden
betraten. 

Für den Besuch sind von der englischen Polizei die denkbar größten
Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Die in Großbritannien lebenden
etwa 180 000 Flüchtlinge aus Osteuropa werden während des Sowjetbesuches
besonders scharf überwacht. Die Polen in England beschlossen, am Sonntag in
London einen Schweigemarsch zur Erinnerung an die in Katyn von den Sowjets
ermordeten vielen tausend Offiziere durchzuführen.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/08 20:54:53
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 4   Deutscher Schritt in Moskau. Keine zweiseitigen Verhandlungen,
aber Klarlegung des deutschen Standpunktes 
Die Ankündigung des Bundesaußenministers von Brentano, dass die
Bundesregierung schon bald der sowjetischen Regierung den deutschen
Standpunkt zur Frage der Wiedervereinigung vortragen werde, hat im In- und
Ausland erhebliches Interesse gefunden, Der Außenminister hat mitgeteilt,
dass der zur Zeit in der Bundesrepublik weilende deutsche Botschafter in
Moskau, Dr. Haas, in etwa zwei bis drei Wochen, „mit entsprechendem Material
versehen", das Moskauer Außenministerium aufsuchen werde, um dieses über den
deutschen Standpunkt zu den wichtigsten internationalen Anliegen, der
Wiedervereinigung und der Abrüstung, zu unterrichten. Wie es heißt, soll
dabei nicht die Form eines direkten Notenwechsels, sondern die der
Überreichung eines Memorandums gewählt werden. Brentano hat ausdrücklich
betont, dass hier nicht von einem Kurswechsel der Bonner Außenpolitik die
Rede sein könne und dass auch an zweiseitige deutsch-sowjetische
Verhandlungen nicht gedacht werde. Die letzte Entscheidung des Kabinetts
über Inhalt und Form des geplanten Schrittes wird noch getroffen werden. Von
Bonner offiziellen Kreisen wurde in diesem Zusammenhang auch hervorgehoben,
dass die Bundesregierung auch bei den westlichen Partnern immer wieder auf
eine Lösung der Wiedervereinigungsfrage drängen werde. 

Vor der Presse nahm Außenminister von Brentano auch zu der Frage Stellung,
ob nicht für die Aufstellung der Bundeswehr auch eine geringere Zahl als 500
000 Soldaten in Frage komme. Brentano erklärte hierzu, er wolle keinen
Soldaten mehr, als wir unbedingt nötig hätten, um Sicherheit zu besitzen.
Die Frage nach der Größenordnung des deutschen Beitrages zur Verteidigung
des Westens könne jedoch erst dann gestellt werden, wenn ein Abrüstungsplan
vorliegt. Er erinnerte daran, dass die Zahl von 500 000 Mann in
Vereinbarungen festgelegt wurde. Diese Zahl könne nur im gegenseitigen
Einverständnis nach oben oder unten geändert werden. Er selbst bekenne sich
als Anhänger der allgemeinen Wehrpflicht und vertrete den Standpunkt, dass
man in einem demokratischen Staat kein Freiwilligenheer haben solle. Er
erinnere daran, dass alle Partner der Verträge die Wehrpflicht eingeführt
hätten. 

Zu der von der SPD erhobenen Forderung, Botschafter Haas solle im Kreml
nicht nur den deutschen Standpunkt vortragen, sondern wirklich in
Verhandlungen mit Moskau eintreten, erklärte kurz darauf der Außenminister,
er fordere die Sozialdemokraten auf, nicht nur von der Bundesregierung neue
Pläne zu verlangen, sondern auch selbst einmal einen vollständigen und auch
einigermaßen aussichtsreichen Plan vorzulegen.

Seite 4   Warum geht Gruenther? 
Die Rücktrittserklärung des atlantischen Oberbefehlshabers in Europa,
General Alfred Gruenther, vor dem NATO-Rat hat in der ganzen Welt
Überraschung hervorgerufen, obwohl Gruenther schon vor geraumer Zeit erklärt
hatte, er wolle in etwa ein bis zwei Jahren jüngeren Männern Platz machen.
Auch jetzt hat der atlantische Oberkommandierende seinen Entschluss damit
begründet, man solle den verantwortungsvollen Posten einem jüngeren Mann
übertragen und auch neuen strategischen Ideen Raum schaffen. Gruenther wird
noch bis zum November dieses Jahres die Geschäfte weiterführen und dann
durch den 49-jährigen amerikanischen Luftwaffen-General Laurids Norstad
ersetzt werden, dem bisher die gesamten europäischen Luftstreitkräfte des
westlichen Verteidigungsbündnisses unterstanden. 

Französische, britische und neutrale Blätter stellen sich die Frage, ob
Gruenthers Entschluss zur Demission auch mit militärischen und strategischen
Erwägungen zusammenhängt. Es stehe fest, dass Gruenther bisher das besondere
Vertrauen des Generals Eisenhower genossen habe, dessen Stabschef er im
Zweiten Weltkrieg war und mit dem er gemeinsam das NATO-Hauptquartier
aufbaute. Gruenther selbst habe auf Rückfragen immer wieder betont, es lägen
nur rein persönliche Erwägungen für seinen Entschluss vor. Man weist darauf
hin, dass nach Eisenhower, Ridgway und Gruenther, die sämtlich Armeegenerale
waren, zum ersten Mal ein hoher Luftwaffenoffizier mit einem so wichtigen
Kommando betraut werde. Der General Norstad, ein Pastorensohn, sei im
Zweiten Weltkrieg infolge hervorragender Leistungen vom Hauptmann bis zum
Generalmajor aufgestiegen. Die große Bedeutung der strategischen Luftwaffe
für die westliche Verteidigung dokumentiert sich nach Ansicht vieler
neutraler Beobachter und Blätter in der Ernennung Norstads zum neuen
NATO-Oberbefehlshaber.

Seite 4   Der ägyptische Regierungschef Nasser hat die Einladung zu einem
offiziellen Besuch in Moskau angenommen. Sein Pressechef teilte mit, dass
Nasser entgegen den Meldungen britischer Blätter keinen Besuch in London
plant.

Seite 4   Ein Griff in den Ausgleichsfonds. Mehr als hundert Millionen DM
sollen fortgenommen werden - Was macht der Bundesvertriebenenminister? Von
unserem Bonner O.-B.-Mitarbeiter.
Nun streckt Herr Schäffer seine Finger auch noch nach dem
Lastenausgleichsfonds aus. Durch Schreiben vom 5. April teilte die
Bundesregierung dem Bundesausgleichsamt mit, dass sie ihre Kreditzusagen
insofern widerrufe, als aus den Ausgleichsabgaben mehr aufkomme wie
ursprünglich im Wirtschaftsplan geschätzt. Nutznießer des westdeutschen
Wirtschaftsaufschwunges soll also an Stelle des Ausgleichsfonds der
Bundesfinanzminister werden. 

Die Vertriebenen hätten noch Verständnis für die Haltung des genialen
Finanzministers, wenn er selbst in Geldnöten wäre. Tatsächlich hat jedoch
Herr Schäffer nicht nur erhebliche Reserven, sondern die Bundesregierung
schickt sich sogar an, die Einkommensteuer und die Umsatzsteuer zu senken.
Beide Steuersenkungen gehen in erster Linie zu Nutzen der „Kapitalisten" und
des Mittelstandes. Es ist wahrlich eine starke Zumutung, dass die
Steuersenkungen bei Personen, die es kaum nötig haben, finanziert werden
sollen durch Einkürzung der Vorfinanzierungsmittel des Bundes an den
Ausgleichsfonds. Die Ärmsten sollen also die Wahlgeschenke der Reichen
bezahlen. 

Es lässt sich zwar noch nicht übersehen, welchen Umfang das Mehraufkommen an
Ausgleichsabgaben annehmen wird; es dürfte sich jedoch um einige hundert
Millionen DM handeln. Diese Mittel waren vom Kontrollausschuss und Beirat
zusätzlich für die Hausrathilfe vorgesehen worden. 

Es ist uns fast unvorstellbar, dass der Bundesvertriebenenminister auf
dieser in Abwesenheit des Bundeskanzlers abgehaltenen Kabinettssitzung
anwesend gewesen ist; denn es ist undenkbar, dass ein Minister sich in solch
einer Frage überstimmen lässt, ohne zurückzutreten. Wir erwarten jedoch vom
Vertriebenenminister, dass er, sobald er vom Urlaub zurückkehrt und auch der
Kanzler wieder zurück ist, im Hinblick auf den Kreditrestriktionsbeschluss
der Bundesregierung die Kabinettsfrage stellt. 

Es ist fast ebenso unfasslich, dass der Präsident des Bundesausgleichsamtes,
es hat dahin kommen lassen, dass dem Ausgleichsfonds diese mehr als hundert
Millionen DM fortgenommen werden. Spätestens seit dem 22. März übersah er
die günstige Finanzlage des Fonds, und seit Wochen hat er den Rat des
Kontrollausschusses, bis zum 31. März noch zusätzliche hundert Millionen zur
Verteilung als Hausrathilfe anzuweisen. Hätte er rechtzeitig die Anweisung
gegeben, wäre der Griff des Finanzministers in die Kasse des Ausgleichsfonds
ins Leere gegangen. Seine zaudernde Haltung muss dem
Bundesausgleichspräsidenten als ein schweres Versagen zur Last gelegt
werden. Es gibt in Bonn Leute, die vermuten, dass in dieser Frage Präsident
Dr. Kühne mit Bundesfinanzminister Schäffer unter einer Decke gesteckt
haben. 

Seite 4   Hilfe für die Spätaussiedler. Eine gesetzliche Regelung
ausgearbeitet. Von unserem Bonner O.B.-Mitarbeiter. 
Es ist im Ostpreußenblatt mehrere Male darauf hingewiesen worden, dass die
jetzt im Bundesgebiet eintreffenden Spätaussiedler — vom Lastenausgleich
abgesehen — hier im Bundesgebiet fast rechtlos sind. Sie erhalten nichts aus
dem Häftlingshilfegesetz, und sie erhalten nichts aus dem Heimkehrergesetz.
Auch das Bundesversorgungsgesetz ist ihnen in der Regel verschlossen. Dieser
Zustand hat unter den Spätaussiedlern mit Recht größte Verbitterung
hervorgerufen. Das Ostpreußenblatt hatte bereits in einem Aufsatz Novellen
zu allen diesen Gesetzen gefordert, die eine Einbeziehung der Spätaussiedler
in diese Gesetze ermöglichen. 

Monate sind seitdem hingegangen. Der Bundesvertriebenenminister hatte
zugesagt sich dem Problem der Spätaussiedler besonders anzunehmen. Ereignet
hat sich allerdings nichts. Wie bekannt wurde, hat jedoch vor kurzem der
Sozialausschuss des BvD und der Landsmannschaften den Entwurf eines Gesetzes
über Hilfsmaßnahmen für Personen, die nach Abschluss der allgemeinen
Vertreibungsmaßnahmen aus den Vertreibungsgebieten ausgesiedelt wurden
(Aussiedlergesetz) ausgearbeitet und an die Fraktionen des Bundestages
herangetragen. Durch dieses Gesetz sollen die Aussiedler, die Angehörigen
Heimatverbliebener und die Hinterbliebenen von Heimatverbliebenen Leistungen
entsprechend den Bestimmungen des Häftlings-Hilfegesetzes, des
Bundesversorgungsgesetzes und des Heimkehrergesetzes erhalten, und es sollen
in den Sozialversicherungen die für diesen Personenkreis entstandenen
besonderen Härten behoben werden. Auch das Problem der Dänemark-Internierten
soll gelegentlich dieses Gesetzes einer Regelung zugeführt werden. Über die
parlamentarischen Aussichten dieses Gesetzentwurfes ist noch nichts bekannt.

Seite 4   69 Ostpreußen eingetroffen 
In der Nacht zum letzten Montag traf auf dem Bahnhof Buchen bei Hamburg bei
heftigem Schneetreiben ein Transport mit 219 Aussiedlern ein. Unter diesen
befanden sich 69 Ostpreußen, die aus dem Regierungsbezirk Allenstein kommen.
Die übrigen Aussiedler kommen aus Pommern und Schlesien.

Seite 4   Die Frühjahrsbestellung in Ostpreußen. Unzureichendes Saatgut,
wenig Düngemittel, Mangel an Maschinen. 
Die polnische Presse berichtet aus allen Landesteilen der polnisch besetzten
deutschen Ostgebiete — von Ostpreußen bis Oberschlesien — über große
Hemmnisse für die Durchführung der Frühjahrsbestellung. Die Versorgung mit
Saatgut stellt das ernsteste Problem dar, wurden doch bis Ende März nur etwa
50 v. H. des benötigten Saatgetreides geliefert, davon wiederum waren
erhebliche Prozentsätze von außerordentlich schlechter Qualität. Besonders
schlecht ist bisher die Zuteilung an Saatgetreide in den ostpreußischen
Kreisen Rößel, Allenstein und Sensburg, die durch die Rayons-Saatgutzentrale
Bischofsburg versorgt werden sollten. Statt 13,5 Tonnen Weizen, 8 Tonnen
Gerste und 19 Tonnen Hafer lieferte Bischofsburg aber nur 9 Tonnen Weizen.
Der Hafer wurde als unbrauchbar gemeldet. Saatgut für Gerste ist nicht
vorhanden. Ähnlich liegen die Verhältnisse in der Belieferung mit
Düngemitteln. Die Staatsgutverwaltung Rößel erhielt bis Ende März nicht ein
Kilogramm Kunstdünger. 

Außerdem sind die Sämaschinen von den Maschinen-Traktoren-Stationen zum
großen Teile nicht rechtzeitig instandgesetzt worden. Wie hoch der
Prozentsatz der ausgefallenen Maschinen ist. geht aus einem Bericht von
„Rada narodowa" aus dem Landbezirk Danzig hervor. Hier haben 46 Kolchosen
nicht eine einzige Maschine repariert, weil es keine Ersatzteile gibt. Die
Maschinen-Traktoren-Stationen meldeten Maschinen als repariert, „obgleich in
Wirklichkeit gar keine Reparaturen vorgenommen wurden“. Daraufhin
entschlossen sich die Dörfer, die zur Abholung gemeldeten Sämaschinen gar
nicht erst von den Maschinen-Traktoren-Stationen abzuholen. 

Demgegenüber wurde der Landkreis Allenstein zum „Schwerpunkt der
Frühjahrsbestellung" erklärt, da dort wegen der Nähe der
„Woiwodschafts-Hauptstadt" auf den Dörfern die Brachlandflächen beseitigt
werden sollen, die insgesamt fünftausend Hektar umfassen. Zu diesem Zwecke
wurden dem Landkreis Allenstein dreißig Traktoren zur Verfügung gestellt.
Allein in der Staatsgutgemeinschaft Willenberg sollen zweitausend Hektar
meist zusammenhängenden Brachlandes beseitigt werden. Die hierzu
abgestellten Arbeitskräfte wurden in sogenannten „Landarbeiterheimen"
untergebracht. Aber der Landkreis Allenstein verfügt nicht über die
zugesagten Mengen an Saatgut. 

Seite 4   Westpreußen. Eine Entschließung der Landsmannschaft. 
Der Bundesvorstand und die Landesobmänner der Landsmannschaft Westpreußen
fassten auf ihrer Arbeitstagung in Hannover folgende Entschließung: 

„Wir Westpreußen wenden uns erneut gegen das starre Beharren auf den
„Grenzen von 1937“ und die dadurch sich ergebende Verleugnung unserer
Heimatprovinz Westpreußen als deutsches Land, wie dies im Sprachgebrauch der
Bundesregierung, in den Atlanten, Schulbüchern und sonstigen
Veröffentlichungen immer noch zutage tritt. 

Westpreußen ist ein historisch gewachsener Teil Deutschlands. Westpreußen,
das Land zu beiden Seiten der unteren Weichsel, ist das Kernland des
Deutschen Ritterordens und damit Preußens. Westpreußen ist die Heimat
Hunderttausender noch lebender Deutscher, die ebenso wie alle anderen
Menschen ein unveräußerliches Recht auf ihre Heimat haben. 

Wir Westpreußen fordern daher, dass die beauftragten Vertreter des deutschen
Volkes sich unsere Auffassung zu ihrer eigenen machen und sie in Wort,
Schrift und Bild öffentlich vertreten“.

Seite 4   Spätheimkehrer in Bautzen entlassen. 
Wie das Deutsche Rote Kreuz meldete, ist die überwiegende Mehrzahl der
Spätheimkehrer, die die Sowjetunion im Dezember vergangenen Jahres den
Behörden der Sowjetzone als nicht amnestierte „Kriegsverurteilte" übergeben
hatte, jetzt entlassen worden. In der Mitteilung des DRK wurde gesagt, dass
etwa 120 der Freigelassenen in der Sowjetzone bleiben während 79 in die
Bundesrepublik und 29 nach Westberlin zurückkehren dürfen. Im sowjetzonalen
Zuchthaus Bautzen sollen danach nur noch etwa 35 Heimkehrer zurückgeblieben
sein. 

Seite 4   110 000 Doppelzentner Liebesgaben 
Amerikanische Wohlfahrtsorganisationen haben in den ersten drei Monaten
dieses Jahres bereits 110 000 Doppelzentner Liebesgaben für die westdeutsche
Bevölkerung gespendet, teilte die Transportleitstelle der freien
Wohlfahrtsverbände in Bremen mit. 

Seite 4   Brauchen wir noch Soldaten? 
Mit den heute so aktuellen weltpolitischen Problemen Deutschlands befasst
sich in der Hamburger Zeitung „Die Welt" der neue Militärmitarbeiter dieses
Blattes. Wie die Zeitung betont, handelt es sich hier um einen nicht
genannten besonders bekannten militärischen Führer der alten Wehrmacht. 

Der Mitarbeiter der „Welt" geht von der, viel gestellten Frage aus, ob es im
Zeitalter der Atom- und Wasserstoffwaffen noch einen Sinn habe, Streitkräfte
herkömmlicher Art aufzustellen. Man habe darauf hingewiesen, dass man doch
nicht Armeen, Divisionen und Korps aufzustellen brauche, wenn eine
Wasserstoffbombe genüge, in wenigen Minuten eine ganze Division
auszulöschen. Die Praxis zeige, dass bisher kein Land, das herkömmliche
Streitkräfte besitze, an deren Abschaffung denke. Das könne wohl kaum allein
darauf zurückzuführen sein, dass die Soldaten allzu lange am Überkommenen
festhielten. So lange Mächte, die als eventuelle Angreifer in Frage kämen,
über derartige Streitkräfte in großer Zahl verfügten, könnten die westlichen
Länder auf Truppen dieser Art nicht verzichten. Zugleich hege man die
Hoffnung, dass mindestens Erwägungen der Vernunft die Lenker der Westmächte,
die allein über Atomwaffen verfügten, hindern würden, diese Kampfmittel
einzusetzen, deren Verwendung die Verwandlung des Krieges als eines immerhin
„herkömmlichen" Mittels der Politik in den „Völkermord" bedeuten würde. Je
mehr die Sowjetunion den Vorsprung der USA auf diesem Gebiete aufholen
werde, desto sicherer sei es, dass eine uneingeschränkte Verwendung der
neuen Waffen für beide Teile dem Selbstmord gleichkommen würde. 

Der militärische Mitarbeiter der „Welt" weist darauf hin, dass gerade heute
die Weltmächte darum bemüht sein könnten, Konflikte, die irgendwo in der
Welt auftreten, nach Möglichkeit zu lokalisieren und sich selbst aus diesen
herauszuhalten, um dem Zwang, jene Vernichtungswaffen einzusetzen, zu
entgehen. Lokalisierte Konflikte aber dürften — wenn überhaupt kriegerisch —
dann mittels „herkömmlicher" Streitkräfte ausgetragen werden. Diese Lage
könne zumal dann eintreten, wenn etwa die Sowjetunion zum Beispiel in Europa
ihre Satelliten zunächst allein in den Kampf schicken würde. In Bezug auf
die Möglichkeit eines Einsatzes von atomaren Kampfmitteln sieht der
Militärexperte zwei Gefahrenmomente. Das erste sei, dass eine der beiden
Weltmächte glauben könne, durch einen überraschenden Schlag mit atomaren
Waffen die Vorhand in solchem Maße zu gewinnen, dass sie für sich selbst
nicht mehr allzu viel zu fürchten habe. Für eine Demokratie wie die USA
dürfte dieser Weg jedoch ungangbar sein. Für eine Macht wie die Sowjetunion
wäre er denkbar, es bleibe aber die Frage, ob ein erster Überraschungsschlag
bereits so entscheidende tödliche Wirkung haben könne, dass der Gegner nicht
mehr in der Lage sei, zurückzuschlagen. Die Aussicht eines vernichtenden
Überraschungsschlages bleibe angesichts der vielen Richtungen, aus denen
eine massive Vergeltung seitens der USA geführt werden könne, zweifelhaft. 

Das zweite Gefahrenmoment liege in der vorerst bestehenden militärischen
Schwäche der NATO gerade auf dem spannungsreichsten Felde, in Europa. Eine
solche Schwäche könne aber angesichts der erdrückenden Überlegenheit des
Ostblocks an herkömmlichen Streitkräften die NATO geradezu zwingen,
Atomwaffen einzusetzen, wenn sie das freie Europa nicht preisgeben wolle.
Gerade eine vorerst unzureichende Stärke der freien europäischen Länder
könne also eine Verwandlung des Krieges in einen Völkermord
heraufbeschwören. Entbehrlich seien herkömmliche Streitkräfte so lange
nicht, als die Sowjetunion nebst ihren Satelliten derartige Einheiten in
überwältigender Stärke bereithalte. Der Mitarbeiter erinnert daran, dass die
bolschewistische Ideologie und der jahrhundertealte Expansionsdrang der
russischen Nation auch dann eine dauernde Gefahr für die freien Völker
bedeuten, wenn eine Periode der Koexistenz die derzeitige Spannung
vorübergehend in den Hintergrund treten lassen sollte. Er betont weiter,
dass zwar im Zeitalter der Atomwaffen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung —
einen gleich wichtigen Teil der Landesverteidigung — wie die Aufstellung von
Verteidigungskräften, dass sie diese aber nicht ersetzen können: „Alle
Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung können bestenfalls das Überleben
ermöglichen. Die Freiheit sichern können sie nicht!" 

Abschließend betont der Militärmitarbeiter der „Welt", dass er in keiner
Weise einem Wettrüsten der freien Welt mit dem autoritären Machtblock das
Wort reden wolle, es komme allein darauf an, dass die freien Völker Europas
sich aus eigenen Kräften, wozu sie nach Menschenzahl und Potential durchaus
in der Lage wären, das unerlässliche Maß an Sicherheit schaffen. Dazu sei es
keineswegs erforderlich, mit der Sowjetunion und den anderen Ostblockstaaten
hinsichtlich des Ausmaßes der „herkömmlichen“ Streitkräfte gleichzuziehen,
wenn sich aber die freien Völker Europas im Wesentlichen nur auf den Schutz
durch die amerikanischen Atomwaffen verlassen wollten, dann würden sie
selbst dazu beitragen, das Unheil des Kampfes mit Atomwaffen
heraufzubeschwören.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/08 20:55:54
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 5   Die Schatzsucher. Erzählung aus Königsbergs jüngster Vergangenheit
von Peter Koehne.
Foto: Zeichnung: Peter Koehne. Sie begann zögernd in den Heften zu blättern,
ihre Rechte suchte schon spielerisch eine Melodie. 
Eigentlich müsste diese Geschichte Paul erzählen, — Paulchen Steppat, mit
dem ich die Jahre in Königsberg teilte. Denn für ihn wurde es ein
weitreichendes Erlebnis. 

Ich lernte ihn 1948 kennen, als das Tilsiter Kriegsgefangenenlager aufgelöst
wurde, weil die vielen Österreicher nach Hause fahren durften. Wir, die
„Preußen", wurden auf die übrigen Lager Ostpreußens verteilt, mit dreißig
Gefährten kam ich nach Königsberg. Bei der Arbeitseinteilung dort hatte ich
Glück, wie sich bald herausstellte; ich kam zum „Ruinenkommando". 

Und dort traf ich Paulchen, er war der „Brigadier", der Führer einer
Arbeitskolonne. 

Er war mir auf Anhieb sympathisch. Seine kurz angebundene Art, sein breiter
ostpreußischer Dialekt waren eine Wohltat in einer Zeit, in der auch
erwachsene Männer zuweilen bewegt zu jammern verstanden. Paulchen war nicht
für das Sentimentale, das machte uns rasch zu Freunden. 

Morgens, wenn „Ruinenkommando" gerufen wurde, passierten wir das Lagertor am
Nordbahnhof, überquerten den Hansaring und bogen in den ausgestorbenen
Steindamm ein. Unsere Aufgabe war es, in der schweigenden Innenstadt nach
alten Badewannen und noch vorhandenen Dachrinnen zu suchen, die für die
neuen sowjetischen Offiziers- und Beamtenwohnungen dringend benötigt wurden.


Hatten wir die immer noch ausgestorbene Innenstadt erreicht, auf deren
Trümmergebirgen sich allerlei Gräser und Sträucher anzusiedeln begannen,
machte Paulchen eine einladende Handbewegung über das triste Panorama hinweg
und sagte: „Ich bin hier zu Hause . . ." 

Das stimmte zwar nur zum Teil; aufgewachsen war er in Schippenbeil, aber
hier war er aufs Gymnasium gekommen. „Gymnasium …“, meinte Paulchen, und zog
die Schultern zweifelnd hoch: „Sechs Jahre Latein, und gebraucht wird jetzt
russisch . . ." 

Und er spuckte aus, dem Posten fast vor die Füße. Paulchen spuckte auf die
ganze Bildung. 

Das „Ruinenkommando“ war besser als sein Name. Wir waren weniger unter
Aufsicht wie die Gefährten auf den Baustellen und in der Fabrik. Für uns gab
es keine Normen, wir pfiffen auf Prozente und Sollerfüllung, wir waren
Freibeuter in dem wilden Steinmeer dieser Stadt, in deren Klippen und
Fassaden wir alltäglich zu tun hatten. Und eine schmale Illusion von
Freiheit gab es außerdem, hier war es besser als in der stickigen Enge des
Lagers. 

Der Posten, der uns begleitete, war ein gutmütiger Trottel, der uns gewähren
ließ. Was sollte er sonst auch machen? Schließlich konnte er uns nicht auf
jede Ruine folgen bei unseren gewagten Bergsteigereien. Wenn wir
beispielsweise in den obersten Etagen von Häusern, in denen die
Treppenaufgänge eingestürzt waren, komplette Kücheneinrichtungen entdeckten,
die in einsamer Höhe und unter freiem Himmel ein vergessenes Dasein führten.


Wir waren eine merkwürdige Expedition Überlebender, die in den guten Stuben
unserer bürgerlichen Vergangenheit herumstöberte, in deren tapezierte Wände
kreischend die Granaten gefahren waren. Wir waren die Lumpensammler dieser
schweigenden Stadt, aber wir lebten davon. Und leben wollten wir; wir
wollten lebend eines Tages heim. 

Und Paulchen, stiller Herrscher unseres Kommandos, sortierte mit den Augen
die zusammengetragene Tagesbeute, denn nicht alle Stücke wanderten den
vorgeschriebenen Weg der Ablieferung an unsere russischen Herren. Ein
halbwegs gutes Plätteisen, ein Sortiment noch eben brauchbarer Kochtöpfe
wanderten später auf den Hof der alten Wrangelkaserne, dem schwarzen Markt
der Stadt. Dort auf dem Basar wurde manches verhandelt von Deutschen und
Russen, was dem Untergang der Stadt entgangen war. 

Denn die Sieger waren einst nur mit Brotbeuteln angekommen und wohnten jetzt
in Häusern. 

Manches verkauften wir so zum eigenen Nutzen, und der Posten nickte
gehorsam. Paulchen gab ihm seinen Teil. Er bekam Prozente, die er in Wodka
anlegte, Zinsen, die er flüssig machte auf seine Weise. Wir kauften Brot und
ab und an ein Stück Butter, welches die litauischen Bäuerinnen bis hierher
handelten in die verödeten Landschaften Ostpreußens. 

Unsere Tätigkeit war oft gefährlich, und die tote Stadt barg manches, was
den Lebenden verschlossen blieb. Und als einmal ein Major uns besuchte, ein
russischer Major vom Ministerium des neuen „Kaliningradski Oblast", und am
Schlossturm auf eine einsame Glocke zeigte, die da hoch oben noch hing,
schüttelten wir den Kopf. 

Der Major versprach viele Rubel, wenn wir die Glocke herunterholen würden,
aber Paulchen schüttelte den Kopf. Die Glocke war unerreichbar, das
Treppenhaus des aufgerissenen Schlossturmes war eingestürzt, die Glocke hing
in vierzig Meter Höhe auf der äußersten Spitze des geborstenen Mauerwerks.
Und Paulchen, der die Geschichte der Stadt kannte, belehrte den Major
lediglich, dass diese Glocke sogar ein Geschenk der großen Katharina sei an
die Preußenkönige, die hier in der Schlosskirche sich einst krönen ließen. 

Diese Mitteilung versetzte den Major in noch größere Aufregung, er sah die
Glocke schon im Leningrader Museum, aber die Glocke hing unerreichbar hoch,
und Paulchen grinste schadenfroh. 

Manchmal besann sich Paulchen eben doch auf seine Bildung. Eben in diesen
Tagen machten wir übrigens einen anderen Fund, der uns erreichbarer schien
wie die Glocke. In der Tragheimer Kirchenstraße, nahe dem Paradeplatz,
entdeckten wir in den Ruinen der alten Bank der Ostpreußischen Landschaft
einen halbverschütteten Tresor. — 

Wir besorgten uns Werkzeuge im Lager, und nach acht Tagen heimlicher
Schufterei und mit Hilfe einer Sprengladung, die der Posten besorgen musste,
verschloss sich der Tresor nicht länger unseren Bemühungen. Die Spannung war
groß, ebenso groß wie die gleich darauf folgende Enttäuschung. 

Der Tresor war leer. Er war sozusagen bis zum Rande angefüllt mit Leere. Der
Posten löste eine Serie von Flüchen aus dem Innern seiner russischen Seele,
aber der Tresor blieb leer. Er mochte Geldscheine enthalten haben und
einiges an Schmuckstücken, ein paar Perlen fanden sich, die durch den Brand
Glanz und Wert eingebüßt hatten. Der Brand hatte den Stahlschrank in einen
glühenden Tiegel verwandelt, denn ein Geldschrank ist schließlich kein
Eisschrank zugleich. 

Aber zwei Tage später, als der Posten in einem verwilderten Hofe schlief,
rief uns Paulchen zwinkernd zusammen, und zog ein paar schmutzige,
schwärzliche Stangen aus seiner Tasche. Er begann mit seinem Messer an der
Oberfläche einer Stange zu schaben, darunter schimmerte es metallisch.
Paulchen, den die Enttäuschung nicht ruhen ließ, hatte noch einmal den
Tresor privat untersucht und dabei jene Stangen aus den schmalen Rillen der
einzelnen Stahlfächer zutage gefördert. Als die Hitze den Inhalt des Tresors
zerfließen ließ wie Butter, hatte sich das geschmolzene Gold von
Schmuckstücken in den Rillen angesammelt. Daher die jetzige Form. 

Dieser Fund veränderte unsere Situation erheblich und gestattete uns, einige
Zeit ohne Hunger zu leben. 

Das Gold wanderte in kleinen Stücken und auf verschwiegenen Kanälen in die
Hände eines Königsberger Zahnarztes, der in der Stadt verblieben war und der
ein „reißendes“ Geschäft betrieb, indem er den Russen kerngesunde Zähne
herausriss. Sie wollten es so. Generale, hohe „Natschalniks" und die
staatlichen Direktoren der Werft und von der Sackheimer Zellulosefabrik
waren seine Kunden. Sie ließen sich an Stelle der gesunden Zähne goldene
einsetzen, die geheimnisvoll und wohlhabend glänzten. 

„Dass Ihr mir den Mund haltet", ermahnte Paulchen, wenn wieder ein Stück des
guten Metalls in die Hände, unseres verbündeten Zahnarztes wanderte. So kam
es, dass zwar keiner von unserem geheimen Fund wusste, obwohl er schließlich
buchstäblich in aller Munde war . . . 

Wir ließen uns Zeit bei unseren Streifzügen, legten uns faul in verwilderte
Gärten der Geisterstadt, eine zaghafte Frühjahrssonne stand am Himmel und
mit ihr, neue Hoffnung. Wir begannen in verrotteten Büchern zu lesen, die
rings verstreut lagen, die Tage wurden wärmer. Durch unsere Finger glitten
verblichene Fotos aus Familienalben, über die Schnee und Regen der
Jahreszeiten hinweggegangen waren. Da waren sie abgebildet, die einstigen
Bewohner dieser Stadt, wie sie Hochzeit feierten oder Kindtaufe oder auf
Ferienbildern am Strande lagen von Neukuhren und Rauschen oder in den Dünen
des Samlandes, wo der Bernstein bei bewegter See an den Strand gespült wird.


Wir streiften müßig durch die tote Stadt, standen auf der Kneiphofinsel vor
dem Kantgrab und blickten im Schlosshof in den dunklen Kellereingang, der
einst das „Blutgericht" beherbergte. 

Zwischen zerstörten Pakgeschützen und hüfthohen Gräsern erinnerten Berge von
Flaschenscherben an bessere Zeiten, und Paulchen träumte vom „Blutgericht
Nr. 7", einem einst sehr beliebten, gehaltvollen Rotwein. Paulchen, der auf
die Bildung gespuckt hatte, wurde offensichtlich zum Träumer. Er fand dicke
Bücher in der zerstörten Universität, ständig staken ein paar gefundene
Exemplare in der Kapuze seiner Tarnjacke auf dem Rücken. Er glich einem
merkwürdigen Beuteltier. 

Eines Tages entdeckte ich bei Paulchen ein neues Buch, in dem er fortwährend
las und das ihn noch träumerischer zu machen schien. Er trug es ständig mit
sich herum, es hatte einen weichen Ledereinband, der übliche aufgedruckte
Titel fehlte. Es war ein Buch ohne Namen. Und als ich ihm einmal über die
Schulter blickte, was er ärgerlich vermerkte, sah ich, dass dieses Buch auch
gar keines war im üblichen Sinne. Es war handgeschrieben, die Tinte der
Eintragungen war teilweise durch Nässe verlaufen, manche Seiten waren sogar
verklebt oder hatten Schimmel angesetzt. 

„Komisch", sagte Paulchen eines Tages, als er meine Neugierde nicht gut
länger übersehen konnte, und hob den schmalen Lederband: „Das hier sagte mir
mehr als so manches Gedruckte. Dabei ist es nur das Tagebuch eines jungen
Madchens. Irgendeines Mädchens“. 

Später gab er es auch mir zu lesen, es war ein gewisser Beweis unserer
Freundschaft. Ich lag im Grase und wendete die verklebten Seiten. Aus den
Schulschriftzeilen des Mädchens kehrte die Vergangenheit wieder, Kindheit,
Schulzeit und frühe Träume, — all das, was bei uns selbst verschüttet schien
und begraben durch den Einsturz der letzten Jahre. Aus den verwaschenen
Zeilen wuchs die kleine Welt eines jungen Mädchens. 

Da war kein Tag ohne Ereignis, Erlebtes stand neben Erträumtem, und über
allen Zeilen lag jener Schimmer einer Erwartung, den nur die Jungen kennen.
Da war die Schilderung eines Theaterbesuchs, ein Sonntagsausflug nach Cranz,
ein verschämtes Gedicht über den abendlichen Schlossteich und die erregende
Frage der Kleiderwahl für die erste Tanzstunde. Und natürlich war auch das
Geständnis einer ersten schüchternen Liebe den Seiten anvertraut. Aber
gerade an jener Stelle war die Witterung der letzten Jahre
dazwischengetreten und hatte mit einem diskreten Regenschleier, oder was es
gewesen sein mochte, jene Seiten unleserlich gemacht. Was Paulchen und ich
stillschweigend bedauerten . . . 

Später wurden die Eintragungen sachlicher, und am Schluss fanden sich sogar
lange Aufsätze, aus denen hervorging, dass die unbekannte Schreiberin ein
Studium begonnen hatte. Das kleine Lederbuch begleitete Paulchen weiterhin,
und es kam soweit, dass wir beide so gründlich mit dem aufgezeichneten Leben
dieses unbekannten Mädchens vertraut wurden, dass wir es bereits seit langem
zu kennen glaubten. Auf unseren täglichen Streifzügen zeigten wir uns
Straßenschilder, die jenes Buch erwähnte. Wir hatten lange Streitgespräche,
was für eine Haarfarbe sie wohl gehabt haben mochte und was für eine Stimme.


Zum Schluss begannen wir sorgsam an jenem Ort, wo sich ihr Buch gefunden
hatte, nach weiteren Stücken ihrer Existenz zu suchen. Wir durchschaufelten
den Schutt, bis wir schwitzten wie die Affen, und Paulchen hoffte heimlich
auf eine Fotografie zu stoßen. Wir stülpten alles um, der Posten vermutete
schon einen neuen Tresor, wir waren wahrhaftige Narren. 

Aber außer einigen Notenheften — es waren Klavierauszüge, in denen ihr Name
stand (es war die gleiche Schrift und daher kein Zweifel) — fanden wir
nichts. Paulchen drehte nachdenklich die Hefte: „Das ist auch so etwas, was
keiner kaputt machen kann“. Er steckte sie zu sich; später gab er sie
unseren Musikern im Lager, die immer auf alte deutsche Partituren aus waren.
Und bald darauf spielte die Lagerkapelle auch einiges daraus. 

Das Tagebuch behielt er für sich. Er versenkte es in seinem Strohsack im
Lager, denn alles Schriftliche fiel den Kontrollen der Russen rasch zum
Opfer. Soviel schien gewiss, der unsentimentale Paul hatte sich ein wenig in
die unbekannte Schreiberin verliebt. 

Die Frage, welche Haarfarbe die Schreiberin jenes Tagebuches wohl habe,
blieb ungeklärt, und unser Ruinenkommando wurde aufgelöst. Paulchen verlor
ich aus den Augen, ich kam zum Ernteeinsatz auf eine litauische Kolchose. 

An einem Sonntag im Spätherbst war ich wieder im Lager. Paulchen und ich
klopften uns auf die Schultern, dass der Staub aus unseren Röcken stieg. Wir
kletterten zusammen auf den „Dachgarten", denn unser Lager war ein einziges
großes Haus, das frühere Ostpreußenwerk nahe dem Hansaring. 

Wir lehnten uns auf das Geländer, hinter uns wehten schmutzig-weiße Hemden
zum Trocknen, und blickten über die geisterhafte Stadt, in der wir viele
Winkel kannten von unseren Streifzügen her nach alten Badewannen. Zu unseren
Füßen kreischten die alten Straßenbahnen über die Litzmannstraße, die jetzt
„Sowjetski-Prospekt" hieß. Dicke Menschentrauben hingen an der Außenseite
der Wagen, an der Haltestelle vor dem Neuen Amtsgericht gab es jedes Mal
erbitterte Kämpfe unter den Aus- und Zusteigenden. Gegenüber lagen die
verlassenen Gleisanlagen des Nordbahnhofs, und an der Einmündung zum
Hansaring gab es plötzlich eine Schlägerei. Ein paar angetrunkene Matrosen
begannen Streit mit einigen Rotarmisten. Der Schnapskiosk ließ rasselnd
seine Läden herunter, ehe es Scherben gab. Ein paar schmutzige Kinder boten
mit monotoner Stimme Bonbons zum Verkauf, und unter uns in den kleinen
Wachttürmen, die unser Hochhaus umfriedeten, dösten die Posten. Alle halbe
Stunde aufgeschreckt durch den Kontrollruf, der, weitergegeben, von Turm zu
Turm wanderte. 

Paulchen drehte eine Zigarette, sah scharf auf die Straße hinunter und
meinte: „Sie hat übrigens doch braune Haare . . ." 

Ich sah ihn verständnislos an. Er brachte ein Lächeln zuwege: „Du weißt
doch, unser Mädchen, dessen Tagebuch ich im Sommer fand“. Und er deutete
nach unten, ich folgte der Richtung seiner Hand. Auf der gegenüberliegenden
Straßenseite löste sich die schlanke Gestalt eines Mädchens aus dem trägen
Strom der Passanten und trat an die Bordschwelle. Sie hob den Arm,
beschattete die Augen gegen das sinkende Sonnenlicht und winkte mit der
Linken langsam zu uns herauf. 

Paulchen richtete sich auf, seine Hand schwenkte weit über das Panorama
Königsbergs, er winkte zurück wie ein glücklicher Sieger. 

Die beiden hatten eine Art Zeichensprache, in der sie sich signalisierend zu
unterhalten schienen. Dann zeigte Paulchen auf mich, das Mädchen unten
nickte und winkte auch mir. Paulchen hatte mich vorgestellt. 

Als sie gegangen war, verschluckt von der einbrechenden Dämmerung, erzählte
Paulchen, über das Geländer gelehnt, die seltsame Geschichte dieser
Begegnung mit einer Unbekannten, die er schon so gut kannte, ehe er sie
kennen lernte. 

Während ich in Litauen war, hatten die Musiker des Lagers eines Tages Paul
mit dem begabten Spürsinn gebeten, Ausschau zu halten nach einigen
Klaviersaiten, die dem gebrechlichen Lagerklavier fehlten. Paulchen, in
einem neuen Außenkommando in der Stadt beschäftigt, hatte eine Werkstätte
ausfindig gemacht, in der alte deutsche Klaviere zu Dutzenden repariert
wurden. 

Er traf einen alten Königsberger Klavierbauer und jenes Mädchen. Sie
beklebte gerade beschädigte Klavierhämmerchen mit neuen Filzpolstern. Auch
ein gutmütiger Russe war vorhanden als Chef, die Musik schien hier alle
versöhnend zu verbinden. Irgendwo hatte er das Mädchen aufgelesen, die den
Untergang der Stadt überlebte. 

Paul erzählte: „Ihr Vater war als Militärarzt irgendwo im Westen. Die Mutter
überlebte den ersten Hungerwinter nicht“. 

Er fuhr fort nach einer Pause: „Als ich ihr zum ersten Mal begegnete,
betrachtete sie mich beinahe feindlich. Sie schien kein Deutsch mehr zu
verstehen, oder vielleicht wollte sie nicht mehr. Ich hielt sie fast für
eine Russin. Kein Wunder, denn auch ihre Welt war ja zusammengebrochen,
diese heitere Welt ihres Tagebuches. Sie hatte sich zugeriegelt gegen alles
Außenstehende“. 

Paulchen wandte sich mir zu mit einem halben Lächeln: „Ihr Herz schien
dreifach verschlossener als unser Tresor seiner Zeit . . . Natürlich ahnte
ich nicht, dass sie die Schreiberin jenes Buches war aus den Ruinen, ich
hätte es nie vermutet“. 

Paul schwieg einen Augenblick … „Am folgenden Tage erhielt ich die
benötigten Klaviersaiten. Sie beachtete mich kaum und stimmte gerade ein
Instrument. Ich hatte ein paar Notenhefte ausgeliehen im Lager und stellte
sie ihr, hinter ihr stehend, auf das Klavierpult. Ich wollte ihr eine Freude
machen. Sie begann zögernd in den Heften zu blättern, ihre Rechte suchte
schon spielerisch auf den Tasten eine Melodie. Sie schlug ein weiteres Heft
auf, und ihr leises Spiel brach plötzlich ab. Ich stand hinter ihr und sah,
wie es in ihren Schultern stoßweise zu zucken begann unter einer inneren
Erregung. Auf dem aufgeschlagenen Notenheft stand in sauberer
Schulmädchenschrift ihr Name. Ich erfuhr es, als sie sich beruhigt hatte“. 

Paulchen starrte in die anbrechende Nacht. „Du erinnerst Dich, es war eins
der Hefte, die wir damals den Musikern brachten“. 

Vom Hansaring her setzte mit knackendem Geräusch ein Pilzlautsprecher ein.
Irgendein schwermütiges Hirtenlied aus Usbekistan hallte durch den Abend,
die fremde Melodie verirrte sich ohne Echo in der schweigenden Steinwüste. 

„Sie hat Schweres durchgestanden", sagte Paulchen neben mir in der
Dunkelheit. Seine Stimme klang ausgetrocknet: „Sie hatte so ziemlich an
allem den Glauben verloren. Nun, lassen wir das . . ." 

„Auch Sie hatte einen Strich gemacht unter die Vergangenheit. Unter
Kindheit, Elternhaus und Jugend. Als ich ihr dann am folgenden Tag das
Tagebuch ihrer Jugend wiedergab, versuchte ich ihr klar zu machen, es sei
wohl gut, dass ihr einer dieses Buch in die Hände wieder lege. In die Hände,
die es selbst geschrieben hatten“. 

Paulchen räusperte sich ärgerlich: „Jetzt werde ich auch noch lyrisch. Aber
dann erzählte ich ihr, wie ihr Buch uns geholfen habe, der eigenen Kindheit
und Vergangenheit zu erinnern. Und ich sagte wohl etwa, dass man alles
verlieren könne, Besitz und all den Krempel, den wir ja eines Tages doch
nicht mitnehmen können. Aber die Kindheit darf man nicht verlieren.
Verlieren wir sie und die Erinnerung daran, sind wir selbst verloren und
verlieren die Heimat des Menschlichen. 

Das sah sie denn wohl auch ein. Ihr eigenes Büchlein war für sie eine Art
Rettung. Sie schien gerettet durch sich selbst“.

Im Hof unter uns begann es zu läuten zum abendlichen Zählappell. Paulchen
steckte sich seine Zigarette wieder an, im Schein des Streichholzes glänzte
ein schmaler Ring an seiner Hand. Er sah meinen Blick, lächelte etwas
verlegen und glücklich zugleich. 

Wir gingen. Paulchen tippte auf den Ring. „Ich habe ihn selbst gemacht. Von
unserem letzten Tresorgold. Du weißt schon, von unserer Goldreserve. Ich
habe zwei gemacht. Den anderen trägt sie . . ."

[OWP] Standesamt Heilsberg Tote 1914 online

Date: 2017/03/08 22:13:31
From: Andreas Meininger <a.meininger(a)freenet.de>

Weitergeleitete Nachricht:

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: mecklenburg-l-bounces+a.meininger=freenet.de(a)genealogy.net
[mailto:mecklenburg-l-bounces+a.meininger=freenet.de(a)genealogy.net] Im
Auftrag von Susanne Wischhöfer
Gesendet: Mittwoch, 8. März 2017 21:59
An: FamNord <famnord(a)genealogy.net>; Mecklenburg-Liste
<mecklenburg-l(a)genealogy.net>
Betreff: [M-L] Zufallsfund Staatsarchiv Allenstein FN Wilck / FN Weinschenk

Guten Abend, liebe Mitforscher,

habe eben folgenden Zufallsfund gemacht:

http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/skany.php?z=634&s=67

Archiwum Państwowe -
olsztyn.ap.gov.pl<http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/skany.php?z=634&s=67>
olsztyn.ap.gov.pl
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Vielleicht hilft es ja jemandem.

Viele Grüsse aus Hamburg

Susanne (Wischhöfer)
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Re: [OWP] Standesamt Heilsberg Tote 1914 online

Date: 2017/03/08 22:40:50
From: Clemens Draschba <ahnen(a)draschba.de>

Sehr geehrter Herr Meininger,

der Bestand 42/634/0/-/67 "Standesamt zu Heilsberg , Sterbe-Neben-Register Nr 1-174 (1914)" ist gar nicht "so zufällig". Die Digitalisate wurden vom Staatsarchiv in Allenstein bereits letztes Jahr am 22.04.2016 als Ergänzung zu den anderen Verzeichniseinheiten aus dem Bestand veröffentlicht:
http://allenstein.draschba.de/bestand.php?aid=42&id=634

Viele Grüße
Clemens Draschba

Am 08.03.2017 um 22:10 schrieb Andreas Meininger:
Weitergeleitete Nachricht:

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: mecklenburg-l-bounces+a.meininger=freenet.de(a)genealogy.net
[mailto:mecklenburg-l-bounces+a.meininger=freenet.de(a)genealogy.net] Im
Auftrag von Susanne Wischhöfer
Gesendet: Mittwoch, 8. März 2017 21:59
An: FamNord <famnord(a)genealogy.net>; Mecklenburg-Liste
<mecklenburg-l(a)genealogy.net>
Betreff: [M-L] Zufallsfund Staatsarchiv Allenstein FN Wilck / FN Weinschenk

Guten Abend, liebe Mitforscher,

habe eben folgenden Zufallsfund gemacht:

http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/skany.php?z=634&s=67

Archiwum Państwowe -
olsztyn.ap.gov.pl<http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/skany.php?z=634&s=67>
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Viele Grüsse aus Hamburg

Susanne (Wischhöfer)

[OWP] Lessen Ostpreußen

Date: 2017/03/09 10:14:34
From: Dr. Wolfgang Milkowski <wolfgang.milkowski(a)t-online.de>

Liebe Mitforscher
Ich suche Kirchenbücher um 1800 – 1850 aus Lessen Kreis Niederburg in Ostpreußen. Es liegt ja heute in der russischen Provinz Königsberg (Kaliningrad Oblast) in der Nähe von Neukirch mit dem heutigen russischen Namen Timirjazevo. Gibt es Hinweise, ob man diese Kirchenbücher einsehen kann oder Archive anschreiben kann? Für Hinweise bin ich sehr dankbar. Ich suche die Familien Garczynski und Melkowski. 
Grüße Wolfgang (Milkowski)

E-Mail: Wolfgang.milkowski(a)t-online.de




Re: [OWP] Lessen Ostpreußen

Date: 2017/03/09 10:35:58
From: Uli Hanke <ahnen(a)hanke1.de>

Hallo Wolfgang,

Schau mal hier: http://wiki-de.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_Quellen/Kirchbuchbest%C3%A4nde_Kreis_Elchniederung_(Niederung)

Viele Grüße,
Uli (Hanke)


Am 09.03.2017 um 10:14 schrieb Dr. Wolfgang Milkowski:
Liebe Mitforscher
Ich suche Kirchenbücher um 1800 – 1850 aus Lessen Kreis Niederburg in Ostpreußen. Es liegt ja heute in der russischen Provinz Königsberg (Kaliningrad Oblast) in der Nähe von Neukirch mit dem heutigen russischen Namen Timirjazevo. Gibt es Hinweise, ob man diese Kirchenbücher einsehen kann oder Archive anschreiben kann? Für Hinweise bin ich sehr dankbar. Ich suche die Familien Garczynski und Melkowski.
Grüße Wolfgang (Milkowski)

E-Mail: Wolfgang.milkowski(a)t-online.de




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[OWP] Namensänderung: Aus Korytkowski wurde Ko rff

Date: 2017/03/09 15:39:08
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Aus einem Ostpreußenblatt von 1956
Bezirk Herzogskirchen: 19. Max Korff, (früher Korytkowski), Landwirt aus
Herzogskirchen, (24a) Neumünster, Klosterstraße 11

Re: [OWP] Lessen Ostpreußen

Date: 2017/03/09 15:48:34
From: Uwe Krickhahn <ukrickha(a)memlane.com>

Hallo Wolfgang


Besuche mal www.kartenmeister.com   und gibt dort Neukirch ein. Es war die zuständige Kirche für Lessen. In Lessen suchen 4 Forscher die Du erstmal anschreiben kannst.


Vielleicht auch Deine Email und Personen nach denen Du suchst in Lessen hinterlassen.


Good Luck. 


Uwe



Uwe-Karsten Krickhahn
Medicine Hat, Alberta
Canada.
www.kartenmeister.com
 
Permanent search for Detlefs ( Iowa and Heide, Holstein), Krickhahn, Praust WP.
 
Ban one way Plastic bags.
 

-----Original Message----- 
> From: "Dr. Wolfgang Milkowski" <wolfgang.milkowski(a)t-online.de> 
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net 
> Date: 03/09/17 02:14 
> Subject: [OWP] Lessen Ostpreußen 
> 
> Liebe Mitforscher
> Ich suche Kirchenbücher um 1800 – 1850 aus Lessen Kreis Niederburg in Ostpreußen. Es liegt ja heute in der russischen Provinz Königsberg (Kaliningrad Oblast) in der Nähe von Neukirch mit dem heutigen russischen Namen Timirjazevo. Gibt es Hinweise, ob man diese Kirchenbücher einsehen kann oder Archive anschreiben kann? Für Hinweise bin ich sehr dankbar. Ich suche die Familien Garczynski und Melkowski. 
> Grüße Wolfgang (Milkowski)
>


[OWP] Lesehilfe

Date: 2017/03/09 19:20:21
From: Bert Uckermark <uckermark(a)t-online.de>

Hallo Liste,

habe da eine Eintrag bei Ancestry gefunden, den ich nicht umfänglich lesen kann.
Könnte ein kundiger Lesehilfe geben ?
Vorab Danke.

http://uckermarck.de/Lesehilfe/Lesehilfe%20Uckermark_Burmeister.htm
Eintrag Nr.110
Anna Elisabeth Burmeister … mit Johann
Friedrich Uckermarck ein ? ………

…. den 11. Juny geb. Sohn Wilhelm Martin Friederich

………..

LG
Bert Uckermark

Re: [OWP] Lesehilfe

Date: 2017/03/09 19:40:37
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Bert,

ich lese:

ihr mit Johann Friedrich Uckermarck, ein Holländer Knecht, unverheir(atet) [oder: unehelich] gezeugter den 11. Juny geb(orener) Sohn....

Gvtt. (Gevattern=Taufpaten): es folgen die Namen

und er ist Mittwoch den 13. Juni getauft worden.

Gruss, Henry (Lange)


Am 09.03.2017 um 19:26 schrieb Bert Uckermark:
Hallo Liste,

habe da eine Eintrag bei Ancestry gefunden, den ich nicht umfänglich lesen kann.
Könnte ein kundiger Lesehilfe geben ?
Vorab Danke.

http://uckermarck.de/Lesehilfe/Lesehilfe%20Uckermark_Burmeister.htm
Eintrag Nr.110
Anna Elisabeth Burmeister … mit Johann
Friedrich Uckermarck ein ? ………

…. den 11. Juny geb. Sohn Wilhelm Martin Friederich

………..

LG
Bert Uckermark
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Re: [OWP] Lesehilfe

Date: 2017/03/09 19:47:51
From: Bert Uckermark <uckermark(a)t-online.de>

vielen Dank.
Ich hatte auch Holländer gelesen, aber war mir unsicher; der Name Uckermark ist eher ein Durchzugsname in Richtung Ostpreussen.
Und dort wurden die erste Vorkommen als deutsche Siedler geführt.

-Ursprüngliche Nachricht----- From: Henry Lange
Sent: Thursday, March 09, 2017 7:40 PM
To: OW-Preussen-L
Subject: Re: [OWP] Lesehilfe

Hallo Bert,

ich lese:

ihr mit Johann Friedrich Uckermarck, ein Holländer Knecht,
unverheir(atet) [oder: unehelich] gezeugter den 11. Juny geb(orener)
Sohn....

Gvtt. (Gevattern=Taufpaten): es folgen die Namen

und er ist Mittwoch den 13. Juni getauft worden.

Gruss, Henry (Lange)


Am 09.03.2017 um 19:26 schrieb Bert Uckermark:
Hallo Liste,

habe da eine Eintrag bei Ancestry gefunden, den ich nicht umfänglich lesen kann.
Könnte ein kundiger Lesehilfe geben ?
Vorab Danke.

http://uckermarck.de/Lesehilfe/Lesehilfe%20Uckermark_Burmeister.htm
Eintrag Nr.110
Anna Elisabeth Burmeister … mit Johann
Friedrich Uckermarck ein ? ………

…. den 11. Juny geb. Sohn Wilhelm Martin Friederich

………..

LG
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[OWP] KUMMETSCHEN -Kreis Pilkallen - FN DUWE

Date: 2017/03/09 21:52:21
From: Bernd Stein <xxx-steiner(a)gmx.de>

Hallo zusammen,


ich bin auf der Suche nach dem Familienname DUWE aus dem Raum Kummetschen.

Es geht um Auguste Minna Duwe *08.04.1894

Kann mir jemand bitte weiterhelfen, wie ich hier weiterforschen kann?

Wo kann ich Suchanfragen stellen.

Vielen Dank im Voraus.


Bernd



Re: [OWP] Forschung in polnischen Archiven, Behörden , Pfarreien, Museen, etc.

Date: 2017/03/09 22:03:55
From: Bernd Stein <xxx-steiner(a)gmx.de>

Hallo Andreas,


ich hätte Interesse daran die beiden zu beschäftigen :)

Kannst du mir die Kontaktdaten geben?

Gruß

Bernd



Am 03.01.2017 um 20:20 schrieb duxsiles(a)online.de:
Liebe Mitforscher,

wünsche Euch ein erfolgreiches und glückliches neues Jahr!!!

Nachdem Irek und Kazimierz nun beinahe alle Forschungsaufträge aus dem vergangenem Jahr abgeschlossen haben, baten mich beide in der Liste anzufragen, ob jemand wieder an ihren Diensten interessiert ist.

Sie übernehmen jegliche Forschungsaufträge in allen polnischen Archiven, Behörden, Pfarreien, Museen, etc.

Dazu gehören u.a.:
- Suche nach bestimmten Familien/Namen in den Kirchenbüchern (bei den Mormonen, in den Kirchenarchiven, in den Pfarrhäusern)
- Abfotografieren kompletter Kirchenbücher
- Suche nach bestimmten Familien/Namen in standesamtlichen Unterlagen (Staatsarchive, Standesämter)
- Abfotografieren kompletter standesamtlichen Unterlagen in den Staatsarchiven (soweit nicht bereits digitalisiert)
- Abfotografieren jeglicher für die Familien- oder Ortsgeschichtsforschung relevanter Bestände, z.B.: Karolinische Kataster von 1723, Generalkommission Schlesien (Rezesse aus der Mitte des 19. Jahrh), Grundbücher, Grundbuchakten….
- Abfotografieren kompletter Zeitschriften, Lokalzeitungen, Blättchen, Heimatkalender, etc. die in der Uni Bibliothek Breslau vorhanden sind (bei bereits mikroverfilmten Beständen dürfen Fotos nur von den Mikrofilmen angefertigt werden)
- Forschung / Anfertigung von Fotos in allen möglichen zugänglichen Beständen, je nach Wunsch….

Viele Grüße vom Deutschen Eck!
Andreas
Andreas(a)Smarzly.de
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[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/09 22:51:48
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 6   Aus den ostpreußischen Heimatkreisen …
Heimattreffen
29. April: Kreis Johannisburg in Düsseldorf, Union-Betriebe, Witzelstraße. 
5. und 6. Mai: Tilsit-Stadt, Tilsit-Ragnit, Elchniederung in Kiel
(Patenstadt von Tilsit), Ostseehatte. 
6. Mai: Kreis Osterode in Frankfurt a. M., Ratskeller. 
Kreis Johannisburg in Frankfurt a. M., Restaurant „Gutshof Schönhof". 
Kreis Gumblnnen in München-Giesing, Salvatorkeller. 
12. und 13. Mai: Kreis Ebenrode (Stallupönen) in der Patenstadt Kassel,
Nordischer Hof. 
Regierungsbezirkstreffen in Aachen. 
13. Mai: Kreis Gerdauen in Düsseldorf. Union-Betriebe, Witzelstraße. 
20. Mai: Kreis Ortelsburg in Hannover. Wülfeler Biergarten, Hildesheimer
Chaussee 73. 
Pr.-Eylau, Königsberg-Land, Königsberg-Stadt, Labiau und Fischhausen in Ulm.

21. Mai: Kreis Bartenstein in Rendsburg. 
27. Mai: Die Kreise des Regierungsbezirkes Allenstein (Allenstein-Stadt und
-Land, Neidenburg, Ortelsburg, Lötzen, Lyck, Rößel) in Stuttgart-Feuerbach.
Freizeitheim. 
Kreis Labiau im Patenkreis Land Hadeln, Forsthaus Dobrock, Bahnstation
Höftgrube. 

Königsberg Stadt 
Königsberger Bundestreffen am 3. Juni in Hamburg 
Liebe Landsleute! 
Heute geben wir Ihnen wieder einen Hinweis auf unser großes Bundestreffen am
3. Juni in Hamburg. Die Veranstaltung findet wie in den Vorjahren in der
Ernst-Merck-Halle statt, die um 8 Uhr geöffnet wird. Die Kundgebung beginnt
voraussichtlich um 11.30 Uhr. Vorher findet in der Festhalle A, gleich neben
der Ernst-Merck-Halle, ein Gottesdienst statt, der um 10.30 Uhr beginnt und
von Pfarrer Hugo Linck gehalten wird. Die Halle A bietet Platz für etwa
zweitausend Personen. Am Nachmittag wird ein großes buntes Programm mit
bekannten und beliebten Künstlern Alt und Jung erfreuen. Um einen
ungestörten Ablauf des Programms zu gewährleisten, findet der Bunte
Nachmittag ebenfalls in der schönen Festhalle A statt. Alle Landsleute, die
in Hamburg und Umgebung wohnen und in der Lage sind, Teilnehmer des Treffens
für ein bis zwei Nächte unterzubringen, werden herzlich gebeten, dieses der
Geschäftsstelle, Harry Janzen, Hamburg 39, Himmelstraße 38, Telefon 51 58
58, recht bald zu melden. Hierbei ist anzugeben, ob das Quartier
unentgeltlich oder gegen Vergütung (wie hoch?) zur Verfügung gestellt wird.
Ferner wird um Mitteilung gebeten, ob es sich um eine
Übernachtungsmöglichkeit für eine Dame oder einen Herrn handelt. Wir denken
bei diesem Aufruf vor allem an die Unterbringung unserer Landsleute aus der
sowjetisch besetzten Zone, die an diesem Tage bei uns sein wollen. 
Bitte die weiteren Ankündigungen beachten! Kreis Königsberg-Stadt. 

Treffen des Körte- und Maria-Krause-Oberlyzeums Königsberg. 
Am 6. Mai ab 12 Uhr treffen sich die „Ehemaligen" aus Hamburg,
Schleswig-Holstein, Niedersachsen und auch weiter her wieder im Restaurant
„Feldeck", Hamburg, Feldstraße, Ecke Karolinenstraße (Straßenbahn 11, 12, 13
Sievekingplatz, U-Bahn Feldstraße, S-Bahn Dammtor). Wie immer sind auch
Familienangehörige herzlich willkommen. 
Mit herzlichen Grüßen Maria Linck, Studienrätin Hamburg 13, Innocentiastvaße
27, Tel. 44 33 70 
Alice Schwartz-Neumann. Studienrätin, Hamburg 13, Schankreye 67, Tel. 45 16
36 

50 Jahre Sackheimer Mittelschule 
Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Sackheimer Mittelschule als
Mittelschule wird die Vereinigung, der ehemaligen Sackheimer Mittelschüler
ihr Jahreshaupttreffen am Sonntag. 10. Juni, in Duisburg durchführen. In
einer Feierstunde, die um 10.30 Uhr in der Aula der Patenschaftsschule, der
Knabenrealschule „An der Wacholderstraße", gemeinsam mit deren
Lehrerkollegium und Schülerschaft begangen werden wird, wird u. a. der
letzte amtierende Rektor, Mittelschulrektor i. R. Willi Zeil, sprechen, der
die Schirmherrschaft über diese Veranstaltung übernommen hat. Um 15.30 Uhr
wird die Hauptversammlung der Vereinigung ehemaliger Sackheimer
Mittelschüler im Restaurant „Schützenburg", Duisburg,
Friedrich-Wilhelm-Straße 71 (drei Minuten vom Hauptbahnhof), stattfinden.
Ein geselliges Beisammensein wird sich anschließen. Anmeldungen von
Teilnehmern werden bis zum 15. Mai an den 1. Vorsitzenden, Herbert Minuth,
Düsseldorf, Suitbertusstraße 34, erbeten. 

Labiau 
1. Kreistreffen am Sonntag, dem 27. Mai (Sonntag nach Pfingsten), im
Patenkreis Land Hadeln auf dem Dobrock (Wingst). Bisher sind für das
geplante Kreistreffen auf dem Dobrock-Forsthaus nur wenige Anmeldungen
eingegangen. Wir bitten um eine kurze Anmeldung, um die Vorbereitungen
entsprechend der Teilnehmerzahl treffen zu können. Der Dobrock liegt etwa
tausend Meter von der Bahnstation Hoeftgrube (Strecke Hamburg — Cuxhaven)
entfernt. Sonntagsrückfahrkarten werden für folgende Strecken ausgegeben: 1.
Hamburg — Hoeftgrube 8,30 DM; 2. Harburg — Hoeftgrube 6,70 DM: 3. Cuxhaven —
Hoeftgrube 2,70 DM: 4. Stade — Hoeftgrube 2,90 DM; 5. Otterndorf —
Hoeftgrube 1,60 DM. Anmeldungen zu Übernachtungen werden erbeten an
Geschäftsführer Lack, Forsthaus Dobrock, Post Hoeftgrube, oder an den
unterzeichneten Kreisvertreter. 

2. Kreistreffen in Ulm gemeinsam mit den Kreisen Fischhausen,
Königsberg-Land und Pr.-Eylau am ersten Pfingstfeiertag. Für den ersten
Pfingstfeiertag ist ein gemeinsames Kreistreffen der vier
samländisch-natangischen Kreise in Ulm festgesetzt. Wir bitten alle im
dortigen Raum wohnenden Landsleute, sich hierauf einzurichten. Das
Tagungslokal wird in den nächsten Folgen des Ostpreußenblattes mitgeteilt
werden. 

3. Gleiche gemeinsame Treffen mit den Nachbarkreisen sind noch im Juni in
Frankfurt und im Herbst in Bochum geplant. 

4. Unser Hauptkreistreffen bleibt für Sonntag, den 29. Juli, in Hamburg
vorgesehen. Auch hier wird das Tagungslokal rechtzeitig mitgeteilt werden,
da das alte Tagungslokal, die „Elbschlucht", den Besitzer gewechselt hat und
für Heimattreffen nicht mehr zur Verfügung steht. 

5. Gesucht werden:
 a) aus Liebenfelde, Friedrichsdorfer Straße: Willi Kühn, Paul Herrmann,
Anton Brosdinski, Leisenblätter (Vorname unbekannt); 

b) aus Sergillen: Otto Schulz und Ehefrau Mathilde; 

c) aus Possritten: Gustav Kadereit, Anna Kadereit, geb. Schmidtke, Hermann
Kadereit sowie Hilde Kadereit, Gertrud Kadereit, Bruno Kadereit, Gerhard
Kadereit, Eva Kadereit und Gretel Kadereit;

d) aus Laukischken: Hermann Borchert, Beruf: Zimmermann.

Angaben über die Gesuchten erbittet Bruno Knutti, Kreiskartei Labiau in (24)
Elpersbüttel über Meldorf.
Mit Heimatgruß, Walter Gernhöfer, Kreisvertreter(24) Lamstedt (N. E.)

Großes Heimattreffen am ersten Pfingstfeiertag in Ulm
Am Pfingstsontag, dem 20. Mai, veranstalten die Heimatkreise
Königsberg-Stadt, Königsberg-Land, Fischhausen, Labiau und Pr.-Eylau ein
Heimatkreistreffen in Ulm an der Donau.

Das Treffen findet im Jahnsaal am Stadion statt, der ab 9 Uhr geöffnet sein
wird. Das Lokal ist vom Bahnhof mit der Linie 1 der Straßenbahn, Haltestelle
Stadion, bequem zu erreichen.

Durch diese Veranstaltung soll allen ehemaligen Kreisangehörigen die
Gelegenheit geboten werden, alte Freunde, Bekannte und ehemalige Nachbarn
aus der Heimat wiederzusehen und mit ihnen einige Stunden in heimatlicher
Gemeinschaft zu erleben.

Der Vormittag steht den Teilnehmern zu gegenseitiger Begrüßung zur
Verfügung. Um 10 Uhr ist eine Führung zur Besichtigung der Stadt Ulm
vorgesehen Um 13 Uhr findet eine Heimatgedenkfeier statt, danach
Unterhaltungs- und Tanzmusik. 
Alle Ostpreußen sind herzlich willkomen!
Bieske, Teichert, Lukas, Gernhöfer, v. Elern.

Tilsit-Ragnit
Auf die bisherigen Veröffentlichungen im Ostpreußenblatt, Folge 10, 13 und
15, hinsichtlich unseres Heimattreffens am 5. und 6. Mai in Kiel wird noch
einmal besonders hingewiesen. Ich mache ferner darauf aufmerksam, dass am
Sonnabend dem 5. Mai, 20 Uhr, im Siechenbräu, Kiel, Willestraße (in der Nähe
des Rathauses gelegen), ein Treffen aller ehemaligen Beamten und
Angestellten des Landratsamtes unseres Heimatkreises stattfindet, zu dem
unser verehrter Landrat Dr. Brix sein Erscheinen zugesagt hat. Er würde es
sehr begrüßen, wenn auch recht viele unserer früheren Bürgermeister und
Amtsvorsteher an dieser Zusammenkunft teilnehmen würden. Im Übrigen bitte
ich um besonders regen Besuch dieses Kreistreffens um der gemeinsamen
Veranstaltung der drei Kreise Tilsit-Stadt, Tilsit-Ragnit und Elchniederung
den Charakter einer großen heimatpolitischen Kundgebung zu sichern. 
Bei der Versendung von persönlichen Einladungen zu diesem Treffen hat sich
leider ergeben, dass sehr viele Landsleute vor kurzer Zeit ihren Wohnsitz
gewechselt haben, ohne ihre neue Anschrift dem Kreisgeschäftsführer, Herrn
Balzereit, (24a) Drochtersen über Stade, zur Berichtigung der Kartei
mitzuteilen. Ich bitte daher alle Landsleute, in ihrem eigenen Interesse
jede Wohnsitzveränderung im Bundesgebiet sofort der Kreisgeschäftsstelle zu
melden und dabei stets den früheren Heimatort anzugeben. 

Ferner möchte ich an dieser Stelle in herzlicher Teilnahme unseres lieben
Landsmannes, des Maschinenbaumeisters Julius Guddusch, aus Schillen,
gedenken, der am 1. April 1956 in Bremen verstorben ist. Landsmann Guddusch
hat sich von Anfang an in den Dienst unserer landsmannschaftlichen
Aufbauarbeit gestellt und gehörte seit 1951 dem Kreisausschuss unserer
Kreisgemeinschaft als ordentliches Mitglied und Kassenprüfer an. Wir
verlieren in ihm einen stets opferbereiten Mitkämpfer für die Rückgewinnung
unserer Heimat und einen guten Kameraden. Wir wollen ihm ein ehrendes
Andenken bewahren. Dr. Reimer, Kreisvertreter

Seite 6   Treuburg: Patenschaft und Wahlen
In den letzten Tagen sind entscheidende Verhandlungen in unserer
Patenschaftsangelegenheit geführt worden. Die Stadt Opladen hat sich bereit
erklärt, zusammen mit der „Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Bergisch Land" die
Patenschaft für unseren Kreis zu tragen. Da auch die Geschäftsführung der
„Kommunalen Arbeitsgemeinschaft Bergisch Land" ihren Sitz nach Opladen
verlegt hat, wünscht die Stadt Opladen, dass unsere diesjährige große
Wiedersehensfeier dort stattfindet. Sobald die Verhandlungen abgeschlossen
sind, soll diese Erweiterung unserer bisherigen Patenschaft anlässlich der
Wiedersehensfeier vollzogen werden. 

Das für den 13. Mai in Wuppertal in der Gaststätte des Zoos vorgesehene
Treffen findet nicht statt. Voraussichtlich Mitte Juni wird dafür die
Wiedersehensfeier in Opladen veranstaltet. Eine genaue Bekanntmachung
erfolgt in Kürze im Ostpreußenblatt. 
W. Kowitz, stellvertr. Kreisvertreter 

Wahl der Bezirksvertrauensmänner 
(Bitte sorgfältig durchlesen und aufbewahren!) Nach eingehender Besprechung
und sorgfältiger Vorbereitung führen wir in unserem Kreise die Wahl der
Bezirksvertrauensmänner durch, die den zukünftigen Kreistag bilden; dieser
wählt dann den Vorstand und die Beiräte unserer Kreisgemeinschaft. Die
Satzung des Vereins „Landsmannschaft Ostpreußen — Kreisgemeinschaft Treuburg
e. V." und die Wahlordnung können jederzeit bei unserer Geschäftsstelle,
(24a) Lübeck, Gustav-Falke-Straße Nr. 4, angefordert werden. 

Nach Ziffer 2 der Wahlordnung werden folgende Landsleute als Kandidaten für
die Wahl als Vertrauensmänner in Vorschlag gebracht: 

Treuburg-Stadt (vier Vertrauensmänner, vier Stellvertreter): 1. Eduard
Bahlo, Obersteuersekretär i. R., (23) Osterholz-Scharmbeck. Hinter dem
Heidkamp 8; 

2. Carl Brodowski, Fleischermeister, (23) Bremen, Moorstraße 18 I; 

3. Max Lasarzik, Viehkaufmann, (23) Verden a. d. Aller,
Friedrich-Wolff-Straße 19: 

4. Erna Stascheit, Volksschullehrerin, (23) Steinfeld (Oldbg.), Handorfer
Weg 

5. Dr. Max Szielasko, Rechtsanwalt und Notar. (22b) Landau (Pfalz),
Reiterstraße 10; 

6. Hans Butschat, Kaufmann. (20a) Hannover-Liststadt, Achenbachstraße 5 pt.;


7. Dr. Reinhold Huwe, Oberstudienrat i. R., (20a) Hannover, Simrockstraße
25; 

8. Alfred Neumann, Apotheker, (20a) Einbeck (Hann.), Rats-Apotheke. 

Treuburg-Land (je ein Vertrauensmann, ein Stellvertreter): 

Bezirk Bolken: 
9. Reinhard v. Gehren, Landwirt aus Bolken, (23) Meppen (Ems), Burgstraße
11; 

10. Heinz Mrotzek, Landwirt aus Dibauen, (20) Gimte 47, Kreis Hannoversch
Münden; für die Gemeinden Bolken, Dibauen, Jürgen, Barnen, Schwalg,
Schwalgenort. 

Bezirk Dullen: 
11. Wilhelm Kulessa, Landwirt aus Dullen, (21a) Recklinghausen-Süd, Linzer
Straße Nr. 8; 

12. Franz Spakowski, Landwirt aus Gordeiken, (23) Hoysinghausen Nr. 14,
Kreis Nienburg (Weser); für die Gemeinden Erlental, Jesken, Gordeiken,
Dullen, Markgrafsfelde, Teichwalde. 

Bezirk Fronicken: 
13. Richard Nicolovius, Landwirt aus Kleinhof, (21b) Dortmund-Persebeck,
Manglinghauser Straße 289; 

14. Otto Walendy, Landwirt aus Fronicken, (22a) Essen-West, Hittorf Straße
2; für die Gemeinden Fronicken, Grünheide, Friedrichsheide, Tannau.
Herzogsmühle, Duneiken. 

Bezirk Griesen: 15. Karl Ruhnau, Landwirt aus Griesen, (24) Poeschendorf bei
Schenefeld üb. Itzehoe; 16. Otto Meyer, Kaufmann aus Masuren, (24) Neustadt,
Holstein, Schlesierweg 23; für die Gemeinden Griesen. Masuren, Rogonnen,
Borken. 

Bezirk Halldorf: 17. Erich Zollenkopf, Landwirt aus Statzen, (20b)
Salzgitter-Watenstedt, Teschnerstraße 1; 18. Wilhelm Tinney, Posthalter und
Raiffeisenrechner aus Halldorf, (24a) Lübeck-St. Hubertus, Poststelle; für
die Gemeinden Statzen, Eibenau, Halldorf, Friedberg, Neuendorf, Rostau,
Schuchten. 

Bezirk Herzogskirchen: 19. Max Korff, (früher Korytkowski), Landwirt aus
Herzogskirchen, (24a) Neumünster, Klosterstraße 11: 20. Gustav Marks,
Landwirt aus Kiöwenhorst, (24a) Mölln (Lbg.), Gudower Straße 146; für die
Gemeinden Herzogskirchen, Saiden, Podersbach, Reinkental, Bartken, Kiöwen,
Schwiddern, Babeck, Dingein, Schloeppen, Heinrichstal. 

Bezirk Kruppinnen: 21. Bruno Wolf, Landwirt aus Kruppinnen, (24b)
Lütjenburg, Neuwerkstraße Nr. 1; 22. Oskar Schaefer, Landwirt aus
Kl.-Retzken, (16) Langenthal 63, Kreis Hofgeismar: für die Gemeinden
Kruppinnen, Woynassen, Kreisdorf, Markau, Gr.-Retzken, Urbanken, Moschnen,
Rehfeld, Siebenbergen, Ringen. 

Bezirk Legenquell: 23. Theodor Tolsdorff, Landwirt aus Lehnarten, (22a)
Wuppertal, Hohenzollernstraße 18: 24. Richard Boguschewski, Landwirt aus
Legenquell, (20a) Mellendorf Nr. 192, Kreis Burgdorf (Hann.); für die
Gemeinden Legenquell, Königsruh, Deutscheck, Eichhorn, Wiesenhöhe,
Seedranken. 

Bezirk Merunen: 25. Franz Motzkuhn, Landwirt aus Buttken, (24) Nortorf über
Wilster, Post Lundscheide, Holstein: 26. Karl Stanullo, Landwirt aus
Merunen, (23) Scheessel 4, Kreis Rotenburg, Bezirk Bremen; für die Gemeinden
Bittkau, Garbassen, Merunen, Plöwken, Buttken. 

Bezirk Reimannswalde: 27. Oskar Kapitzki, Fabrikbesitzer aus Reimannswalde,
(24b) Kiel, Wiihelmhavener Straße 6: 28. Emil Kullak, Landwirt aus
Schönhofen, (24) Klausdorf über Burg auf Fehmarn; für die Gemeinden Kutzen,
Schönhofen, Reimannswalde, Guhsen, Seesken, Vorbergen, Jarken. 

Bezirk Schwentainen: 29. Otto Kowalzik, Landwirt aus Nußdorf, (23) Eckwarden
über Nordenham; 30. Gustav Malinowski, Landwirt aus Schwentainen, (20b)
Gr.-Ellershausen, Kreis Göttingen: für die Gemeinden Schwentainen, Suleyken,
Herrendorf. Bergenau, Sargensee, Giesen, Nußdorf, Albrechtsfelde. 

Bezirk Stosnau: 31. Heinrich Steinhof, Landwirt aus Gartenberg. (23) Wulften
über Badbergen, Kr. Bersenbrück; 32. Fritz Pietruck, Landwirt aus Stosnau,
(20) Deinsen Nr. 72, Kreis Alfeld (Hann.); für die Gemeinden Schareiken,
Stosnau, Friedensdorf, Kiliannen, Roggenfelde, Moneten, Lengau, Kalkhof. 

Bezirk Wallenrode: 33. Fritz Dzikonski, Landwirt aus Wallenrode, (21a)
Quelle Nr. 392, Kreis Bielefeld: 34. Gotthilf Liefert, Landwirt aus Reuß,
(24a) Lübeck, Fritz-Reuter-Straße 1: für die Gemeinden Wallenrode,
Willkassen, Richtenberg, Reuß, Draheim, Bärengrund, Herzogshöhe. 

Bezirk Wiesenfelde: 35. Gustav Knischewski, Landwirt aus Kleschen, (21b)
Soest, Paderborner Landstraße 60; 36. Karl Okun, Landwirt aus Kleschen,
(21a) Hille Nr. 79, Kreis Minden, Westfalen; für die Gemeinden Wiesenfelde,
Gutten, Gelitten Kleschen, Müllersbrück. 

Es handelt sich größtenteils um Landsleute die bereits in der Heimat über
ihren Wohnort hinaus bekannt waren und nach der Vertreibung entweder aktiv
für unsere Kreisgemeinschaft gearbeitet oder sie fördernd unterstützt haben.
Dessen ungeachtet fordere ich alle Treuburger Landsleute auf mir etwaige
weitere Vorschläge bis spätestens 15. Mai 1956 einzusenden. Jeder
Kreisangehörige darf nach der Wahlordnung für seinen Heimatbezirk nur einen
Vorschlag einreichen; er muss enthalten: Bezeichnung des Heimatbezirks,
Name, Vorname, Beruf, Heimatanschrift und jetzige postalisch richtige
Anschrift des Kandidaten und des Vorschlagenden. Soweit die Vorschläge von
den obigen Vorschlägen abweichen, ist die schriftliche Zustimmung des
Vorgeschlagenen, dass er die Wahl annehmen würde, beizufügen. Die Frist muss
auf jeden Fall eingehalten werden. 

Nach Ablauf des Stichtages übersendet der Kreisausschuss (Vorstand) die
geprüften Wahlvorschläge dem Vorsitzenden des Wahlausschusses. Dieser
erlässt im Ostpreußenblatt einen Wahlaufruf an alle Landsleute. Die
Gewählten werden dann durch den Wahlausschuss ermittelt, der sich
zusammensetzt aus 1. Bruno Bednarczyk, Bauer und Gastwirt aus Grünheide,
(24b) Mözen, Kreis Segeberg; 2. Frau Hildegard Czygan, (24a) Lübeck,
Gustav-Falke-Straße Nr. 4; 3. Karl Grunau, Lehrer aus Stosnau, (24b)
Itzehoe-Tegelhörn, Viertkoppel 3. — Eine entsprechende Bekanntmachung
erfolgt dann an dieser Stelle. 
Es wird dringend gebeten, diese Bekanntmachung mit dem Wahlvorschlag
sorgfältig aufzuheben, da die Namen infolge des beschränkten Druckraumes
nicht nochmals veröffentlicht werden können. 
W. Kowitz, stellvertr. Kreisvertreter (24a) Tornesch, Kreis Pinneberg
Ahrenloher Straße 10 

Wahlordnung 
1.	Der Kreisausschuss (Vorstand) bestimmt einen Wahlausschuss,
bestehend aus drei Personen. Dieser Wahlausschuss bestimmt seinen
Vorsitzenden selbst. Auch gegen die Beauftragung des Kreisältesten, allein
die Wahl durchzuführen, bestehen keine Bedenken.

2.	Der Kreisausschuss (Vorstand) hat das Recht, für jeden Heimatbezirk
Kandidaten für die Wahl als Vertrauensmänner in Vorschlag zu bringen.
Dadurch soll erreicht werden, dass bewährte Landsleute wieder zur Wahl
gestellt werden. 

3.	Der Kreisvertreter erlässt im Ostpreußenblatt eine Bekanntmachung,
dass bis zu einem Stichtag Vorschläge zur Wahl der Vertrauensmänner von den
Kreisangehörigen bei ihm einzureichen sind. Der Vorschlag muss enthalten:
Bezeichnung des Heimatbezirks, Name, Vorname, Beruf, Heimatbezirk nur einen
Vorschlag – der mindestens dreißig Unterschriften tragen muss – ist die
schriftliche Zustimmung des Vorgeschlagenen, dass er die Wahl annehmen
würde, beizufügen.

4.	Wahlberechtigung und Wählbarkeit sind im Zweifelsfalle an Hand der
Kreiskartei festzustellen.

5.	Die Bekanntmachung (zu 3) hat die einzelnen Bezirke zu benennen und
dabei anzugeben, welche Heimatgemeinden zu diesen Bezirken gehören.

6.	Nach Ablauf des Stichtages übersendet der Kreisausschuss (Vorstand)
die geprüftenWahlvorschläge dem Vorsitzenden des Wahlausschusses. Dieser
erlässt dann im Ostpreußenblatt einen Wahlaufruf an alle Landsleute.

7.	Die Abgabe der Stimme erfolgt durch eine Postkarte, auf welcher der
zu Wählende und der Wähler mit allen persönlichen Angaben nach Ziffer 3
aufgeführt werden müssen.

8.	Die Wahl muss bis zu einem bestimmten Tag erfolgt sein. Nach Ablauf
dieses Termins eingegangene Stimmzettel sind ungültig.
9.	Der Wahlausschuss stellt fest, wer gewählt ist, d. h. wer die
meisten Stimmen erhalten hat. Ist nur ein Kandidat vorgeschlagen, genügt
eine Stimme. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/09 22:53:23
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 7   Suchanzeigen
Wer weiß etwas über den Verbleib meines Bruders Fritz Szalinski, geb. in
Aszen, Kr. Tilsit, am 15. März 1907, letzter Wohnort Ulmenthal, Kr. Tilsit,
daselbst Landwirt und Schneidermeister, zuletzt Soldat in Russland, und
dessen Ehefrau Ida Szalinski, geb. Leiber, wohnhaft Ulmenthal, Kr. Tilsit,
letztes Lebenszeichen 1943? Antwort erb. Fr. Minna Steschulat, Friesenheim,
Kr. Lahr, Siedlung Nr. 23.

Achtung, Bartener! Wer kann Todesfall v. Fr. Ida Schneider bestätigen?
Verstorben 28.02.1945 im Haus Glöckner Held; war Schwester v. Fr. Fredrich.
Nachricht erb. Johannes Schneider. Wohra 24, Bez. Kassel

Fritz Dröger, geb. 31.03.1884, aus Königsberg Pr. sucht seinen Sohn Fritz
Dröger, geb. in Königsberg. Nachricht erb. für ihn Frau Edith Heinrich,
(17b) Laufenburg, Halde Nr. 9. 

Gesucht wird Uffz. Fritz Dittmer, geb. 04.02.1912 in Elbing, 12. (M.G.) Kp.,
Gren.-Rgt. 146. Wer war zuletzt mit ihm zusammen? Ferner Oblt. Siegfried
Czaika, aus Danzig, zuletzt in Afrika. Nachricht erb. Fr. Elly Schoenegge,
Lindau-Enzisweiler a. B., Haus 2 1/3.

Achtung, Russlandheimkehrer! Wer kennt Hans Schubert, geb. 28.03.1922 in
Crossen bei Wormditt, Ostpreußen, Funker bei der 24. Pz.-Div., FPNr. 03 760,
letzte Nachricht 01.01.1943 Stalingrad? Nachricht erb. Anton Schubert, Brück
(Ahr), Brk. III, Rhld.,-Pfalz, Kr. Ahrweiler. 

Achtung, ehem. Marinehelfer in Pillau! Wer war mit meinem Sohn Horst
Waitschull, geb. 27.10.1928, letzter Wohnort Eydtkau, im RAD 2/74 im
Wehrmachteinsatz in Hohn II bei Rendsburg zusammen und kann über seinen
Verbleib Auskunft geben? Abt. kam Anfang April 1945 in Einsatz. Sind die
ehem. Marinehelfer Dieter Sikierski und Günter Schneller am Leben? Nachr.
erb. F. Waitschull, Rüsselsheim a. M., Uhlandstr. 10

Wegen meiner Rentenangelegenheit suche ich Zeugen, die über das
Arbeitsverhältnis meines vermissten Mannes Emil Näsiger, geb. 06.01.1902,
früher wohnh. Königsberg Pr., Sedanstr. 10, Auskunft geben können, Insbes.
Kollegen aus der Zellstofffabrik, wo er als Kranführer tätig war? Elsa
Näsiger, München 25, Forstenrieder Str. 214/2.

Suche dringend Zeugen wegen meiner Invalidenversicherung und bitte, frühere
Augestellte vom Rathaus Pr.-Eylau, Ostpreußen, welche volle Invalidenkarten
abgenommen haben, sich zu melden. Unkosten werden erstattet. August Domnick,
Gärtner, früher Pr.-Eylau, Untere Schloßstraße 9, jetzt Barnstorf 159, Bez.
Bremen

Achtung, Insterburger! Wer kennt Frau Lydia Rausch, geb. Dürr, geb. etwa
1914, u. kann mir eine Ausk. üb. ihren Verbleib geben? Fr. Rausch wohnte
zul. in Insterburg, Immelmannstraße 72, von wo aus sie im Dezember 1944 mit
ihren Kindern Waltraud, Elsbeth, Adelheid, Kurt und Klein-Annegret nach
Wehlau floh. Die Kinder waren 1944 im Alter von etwa 8 bis ½ Jahre. Wer
kennt Fr. Rausch u. kann mir irgendeine Auskunft üb. ihren jetzigen Wohnsitz
erteilen? Für die kleinste Mitteilung wäre ich schon sehr dankbar. Unkosten
werden erstattet. Lydia Rausch wird ges. von ihrer Freundin Elfriede Rose,
geb. Skrey. Nachr. erb. Fräulein Margrit Knoll, Wollbach, Kr. Lörrach,
Südbaden.

Wer kann Auskunft geb. über meine Frau Amalie Zirpner, geb. Steppat, geb.
15.01.1892 zu Neuwiese/ Liebenfelde, Kr. Labiau, und meine Tochter Erika
Zirpner, geb. 25.02.1935 zu Neuwiese? Meine Frau soll sich auf dem Schiff
„Kap Arkona" befunden haben. Nachr. erb. für Fritz Zirpner unter Nr. 62 307
Das Ostpreußenblatt, Anz.-Abt., Hamburg 13.

Suche Käthe Pöhnert und Frau Jakobeit, die mir bei meinem Unfall in der
russ. Gefangenschaft September 1948 in Sanntilten bei Insterburg,
Ostpreußen, behilflich waren. Fr. Elisabeth Maschlanke, Nürnberg,
Karl-Rorich-Straße 12.

Rest der Seite: Bekanntschaften, Stellengesuche, Stellenangebote, Reklame,
Unterricht.

Seite 8   Verschiedenes
Um Meldungen der Einwohner aus Partsch und Mühling, Kr. Gerdauen, bittet
Franz Grutz, M.-Gladbach, Rhld., Hindenburgstr Nr. 261. 

Seite 8   Familienanzeigen
Zur Silberhochzeit am 25. April 1956 gratuliere ich meinen lieben Eltern
Erich Marthe und Frau Margarete Marthe, geborene Raabe, herzlichst. Tochter
Ruth. Königsberg Pr., An den Birken 10, jetzt Berlin-Staaken, Seeburger Weg
5 

Ihre Verlobung geben bekannt. Ruth Marthe, früher, Königsberg Pr., An den
Birken 10, jetzt, Berlin. Fritz Thiele, Berlin-Spandau. 25. April 1956

Dr. med. Ulrich Henneberg. Margot Henneberg, geborene Recke, begannen am 6.
April 1956, ihren gemeinsamen Weg. Früher: Schloßberg (Pillkallen),
Ostpreußen. Jetzt Heidelberg-Eppelheim, Luisenstraße 12.

Ihre Vermählung geben bekannt, Werner Konradt. Edith Konradt, geb.
Dornhöfer. Castrop-Rauxel, Am Kärling 43, früher Dreimühlen Kreis Lyck,
Ostpreußen 

Ihre Vermählung geben bekannt, Lebrecht Heidenreich. Gerda Heidenreich, geb.
Murjahn. (22a) Hochdahl, Feldhof 22, früher Elbing Westpreußen. 20. April
1956 

Unsere lieben Eltern Albert Fischer, Frieda Fischer, geb. Horch, feiern am
25. April 1956 ihre Silberne Hochzeit. Wir wünschen Euch viel Glück und noch
viele gemeinsame Lebensjahre. Eure Kinder, Brigitte und Manfred. Skirwieth,
Kreis Heydekrug, Ostpreußen, jetzt Gelsenkirchen Hüllerstraße 15 und
Linnich, Kr. Jülich 

Am 26. April 1956, feiern den 55. Hochzeitstag, Emil Behrend und Frau Amalie
Behrend, geb. Neumann. Palmnicken, Ostpreußen, jetzt Berlin N 20, Grüntaler
Straße 85 III 

Unsere Silberhochzeit begehen wir am 24. April 1956. Landwirt Wilhelm Gronau
und Frau Ella Gronau, geb. Wolter. Liebenfelde, Kr. Labiau, Ostpreußen,
jetzt Hörstel 37, Rheine (Westf.) II 

Am 28. April 1956 feiert unsere liebe Schwester, Schwägerin und Mutter, Frau
Martha Harder, früher Königsberg Preußen, Fremdenheim Münzstraße 8, jetzt
Weil (Rh.), Hebelstraße 20, ihren 70. Geburtstag. Es wünschen ihr Glück im
neuen Lebensjahr und gute Gesundheit immerdar. Reichsbahnamtmann a. D.
Hermann Schwedler und Frau Charlotte, sowj. bes. Zone. Martin Brümmer und
Frau Helene, sowj. bes. Zone. Friedel Löscher, sowj. bes. Zone.

Am 19. April 1956 vollendete unsere liebe Mutter, Frau Helene Petschallies,
geb. Zorn, früher Goldap, Ostpreußen, Mühlenstraße 68, jetzt Worms (Rhein),
Römerstraße 52/54 ihr 70. Lebensjahr. Allen Freunden und Verwandten gebe ich
dieses mit freundlichen Heimatgrüßen zur Kenntnis. Dr. Hildegard Schienger,
geb. Petschallies 

Am 20. April 1956 feiern wir das Fest der Silberhochzeit, Fleischermeister
Willy Möhrke und Frau Anna Möhrke, geb. Klement, Peyse, Kr. Samland,
Ostpreußen, jetzt Neu-Heikendorf bei Kiel, Neu-Heikendorfer Weg 126 

Am 17. April 1956 feierte unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Groß- und
Urgroßmutter, Frau Minne John, geborene Hollstein, früher Friedenberg, Kr.
Gerdauen Ostpreußen, jetzt Tübingen (Neckar) Katharinenstraße 7, ihren 85.
Geburtstag. Es, gratulieren herzlichst und wünschen weiterhin gute
Gesundheit, ihre Kinder, Enkel und Urenkel 

Unsere lieben Eltern Richard Matern und Frau Lotte Matern, geb. Plewe,
Königsberg Pr. – Schönfließ, feiern am 25. April 1956 ihre Silberhochzeit.
Es gratulieren ihre Kinder Gerhard, Eva, Erika Siegfried u. Christa.
Straubing, Niederbayern. Point 21

Wir feiern am 25. April 1956 unsere Silberhochzeit und grüßen alle
Verwandten und Bekannten. Ingomar Hackober und Frau Erna Hackober geb.
Plensat. Königsberg Pr. – Quednau, Hauptstraße 22, jetzt Bendorf-Sayn
(Rhein) Engerser Landstraße 31 

Für die zahlreichen Glückwünsche zu meinem 75. Geburtstage danke ich allen
Verwandten und Bekannten herzlichst. Paul Behrendt, Gelsenkirchen-Erle,
Wittelstraße 7 

Durch Gottes Gnade begeht meine liebe, stets für mich treusorgende Tante,
Helene Ebner, aus Königsberg Preußen, Hohenzollernstraße 5, jetzt Stade
(Elbe) Wilhadikirchhof 3, am 21. April 1956, ihren 70. Geburtstag. In
dankbarem Gedenken, Hela v. Drach, geb. Kremb 

Fern ihrer geliebten Heimat entschlief sanft nach langer schwerer Krankheit
am 30. März 1956 unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante und Großtante,
Martha Rohloff, im Alter von 68 Jahren. In stiller Trauer: Ida Rohloff. Emmi
Paulien, geb. Rohloff. Max Paulien. Horst Rohloff. Waltraud Rohloff, geb.
Friederici und Großnichten. Klein-Erlenrode, Elchniederung, jetzt
Rheinhausen-Bergheim, Grabenacker 107
 
Am 28. März 1956 entschlief nach kurzer Krankheit, fern seiner geliebten
unvergesslichen Heimat, der Schmiedemeister Gustav Kalix, im Alter von 79
Jahren. In stiller Trauer: Familie Rohloff, Klein-Erlenrode, Elchniederung,
jetzt Rheinhausen-Bergheim, Grabenacker 107 

Zum Gedenken. Am 6. April 1956, jährte sich zum vierten Male der Todestag
meiner lieben Schwester und Tante, Berta Krüger, geb. Saga. Ihr Mann Willi
Krüger, folgte ihr am 5. November 1953. Witwe G. Rodenhorst, geb. Saga.
Insterburg, Ostpreußen, jetzt Eckernförde. Domstag 43 

Es ist bestimmt in Gottes Rat, dass man vom Liebsten, was man hat, muss
scheiden! Fern ihrer unvergessenen Heimat entschlief sanft nach kurzer
Krankheit am 3. April 1956 unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Schwester,
Großmutter und Tante, Elisabeth Wenk, geb. Grünhoff, im 70. Lebensjahre. Sie
folgte ihrem lieben Mann und unserem Vater, dem Eisenbahnschaffner Friedrich
Wenk, der 1947 an den Folgen des Hungers in Königsberg verstarb. In stiller
Trauer: Bruno Wenk und Familie. Fritz Wenk und Familie. Paul Wenk und
Familie. Erich Wenk und Familie. Lisbeth Riek, geb. Wenk und Familie. Frieda
Krassuski, geborene Wenk und Familie. Königsberg-Ponarth, Brandenburger
Straße 49, jetzt Horn (Lippe) Bei den Eichen 9 a 

Fern seiner geliebten ostpreußischen Heimat entschlief am 21. März 1956
plötzlich und unerwartet mein lieber treusorgender Mann und herzensguter
Vater, Ernst Segatz, im 52. Lebensjahre. In stiller Trauer: Elisabeth
Segatz, geb. Glopner und Kinder. 
Plötzendorf, Kr. Lyck, Ostpreußen, jetzt Welze, Kr. Neustadt a. Rbg. 

Fern der Heimat entschlief plötzlich unsere liebe gute Mutter und beste Omi,
Auguste Neubert geb. Scharmacher, im 68. Lebensjahre. Sie folgte ihrem in
Königsberg 1947 verstorbenen Mann 
Albert Neubert. In stiller Trauer im Namen aller Verwandten und Angehörigen:
Erna Neubert, Königsberg Pr., Yorckstr. 87, jetzt Holzminden (Weser)
Mittlere Straße 5 

Müh und Arbeit war Dein Leben, treu und fleißig Deine Hand. Liebe hat Dir
Gott gegeben, die Du hast an mich verwandt. Infolge eines Herzschlages
entriss mir der Tod am 6. April 1956 meine über alles geliebte Frau, unsere
liebe Schwester, Schwägerin und Tante, Ida Pukropski, geb. Kaminski, früher
Wasienen, Kreis Neidenburg, Ostpreußen, im Alter von 41 Jahren. In stiller
Trauer: Gustav Pukropski und Anverwandte, 
Obersprockhövel 111 c, Post Schlagbaum über Hattingen

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/09 22:54:38
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 9   Foto: Das Sterngewölbe des Frauenburger Domes. 
Die Baumeister des Domes sind unbekannt, das Werk, das sie schufen und das
bisher alle Kriege überstanden hat, ist von einem wundervollen Ebenmaß und
von einer großen Schönheit.

Foto: Aufnahme: Paul Raabe. Der Evangelist Matthäus.
Eine der gotischen Schnitzereien aus der Zeit von 1500, die sich
ursprünglich im Chorgestühl der Domherren im Chor des Domes befanden und die
später, als man sie nach der Anschaffung des barocken Gestühls nicht mehr
brauchte, in den mitten im Dom stehenden Stuhl des Bischofs hineingearbeitet
wurden.

Foto: Frauenburg, vom Bahnhof aus gesehen.
Unsere Aufnahme zeigt Frauenburg so, wie es sich vom Bahnhof aus darstellte,
und zwar sehen wir (von links nach rechts) die Domburg mit dem Dom, dann
folgt die evangelische Kirche; in der Mitte, mehr im Hintergrund, ist der
Coppernicusturm zu sehen, weiter nach rechts ragt hoch der Glockenturm
empor, und zuletzt, ganz rechts, ist die Spitze des (vernichteten)
Coppernicusdenkmals zu sehen.

Wie Frauenburg gelitten hat. Nach dem Zusammenbruch – Das Schicksal der
Kunstwerke und der Archivstücke. Ein Erlebnisbericht von Domvikar  Parschau.
Am 10. Februar 1945 wurde ich zusammen mit dem damaligen Generalvikar des
Bischofs von Ermland, Domdechant Prälat Dr. Marquardt zusammen mit noch etwa
zwölf Zivilisten (Frauenburger und Tilsiter, die dorthin evakuiert waren,
und zwei Franzosen) von den Russen aus Frauenburg herausgetrieben.

Wir verließen damals die Bischofstadt im arg zerstörten Zustand. Es stand
noch das alte bischöfliche Palais, in dem das Generalvikariat untergebracht
war. Auch die Domherrnkurien standen noch alle bis auf die Kurie des
Dompropstes, wenn auch einige von ihnen sehr beschädigt waren. Man führte
uns von außen durch das alte Torgebäude zum Domhof. Eine Granate hatte die
meterdicke Mauer des Haupttores in Höhe des Wohnzimmers des Domkastellans
Thater durchschlagen. Das Dach der Seitenhalle des Domes war durch
Granattreffer schwer beschädigt. Unterhalb eines Domfensters über dem
Beichtstuhl des Domdechanten war ein Geschoss eingedrungen. Der Glockenturm,
der am 8. Februar vormittags gegen zehn Uhr einen Volltreffer erhalten
hatte, war ausgebrannt. Es standen nur die Umfassungsmauern. Ausgebrannt
waren die St.-Nikolaus Kurie und das Domvikariengebäude, auf die das Feuer
vom Glockenturm damals übergegriffen hatte. 

Am Fuße des Domberges standen die ausgebrannten Häuser der kleinen
Fischerstadt, die Mühle Hantel war durch Feuer vernichtet. An der
Evangelischen Kirche vorbei — sie war, wie auch das angrenzende Pfarrhaus,
unbeschädigt — führte man uns zu Fuß an zahlreichen aufgefahrenen
sowjetischen Panzern und Geschützen vorbei nach Neukirchhöhe. 

Nach kurzem Verhör ging es weiter über Mühlhausen nach Pr.-Holland. Es
folgten längere Verhöre in und um Pr.-Holland und bei Mühlhausen, in denen
sehr viel vom Diözesanarchiv und von Coppernicus-Urkunden die Rede war, bis
wir schließlich (Domdechant Marquardt und ich) in Insterburg landeten. Das
weitere Schicksal der mit uns Fortgeführten blieb uns unbekannt. 

Bei den Verhören in Insterburg gegen Ende März 1945 interessierte man sich
immer wieder für das Diözesanarchiv und für die Kunstschätze des Domes.
Domdechant Prälat Dr. Marquardt musste am 8. April 1945 in Begleitung von
sowjetischen Offizieren nach Frauenburg fahren. Man brachte damals aus
Frauenburg die wertvollsten im Dom verborgenen Kunstschätze (Gold- und
Silbergeräte) sowie einige wertvolle Archivstücke nach Insterburg. Darunter
befanden sich eine alte Coppernicus-Urkunde und ein Rechnungsbuch des
Kammeramtes Allenstein, das eigenhändige Unterschriften des Coppernicus
trug. 

Zerstört, zerstört . . . 
Da Prälat Dr. Marquardt später in Insterburg in einem Lazarett lag, musste
ich am 28. April 1945 mit zwei sowjetischen Offizieren auf Lastkraftwagen
nach Frauenburg fahren. Frauenburg schien ganz ausgestorben. Man sah nur
sowjetische Soldaten, keinen Zivilisten. Das Städtchen sah traurig aus wie
alle Städte, durch die uns damals der Weg führte. Sah man noch bei der
Einfahrt in die Stadt — von Braunsberg her — Häuser, die erhalten geblieben
waren, und hatte das Krankenhaus anscheinend nur einen schweren Treffer
erhalten, so änderte sich bald das Bild. Zu beiden Seiten Ruinen: Post,
Rathaus, der größte Teil der Häuser um den Marktplatz herum, die schöne alte
Pfarrkirche mit dem Pfarrhaus zerstört. In einigen Fischerwohnungen, die
nicht durch Feuer oder Granaten zerstört waren, hatten Plünderer
Verwüstungen angerichtet. Wir kamen zum Bahnhofsgebäude, das unversehrt
dastand. Auf dem Güterboden herrschte ein wüstes Durcheinander. Kisten mit
Archivstücken aus der Guttstädter Dekanatsbibliothek, die nicht mehr
abgerollt oder weiterbefördert werden konnten, waren aufgebrochen. Wertvolle
Archivstücke lagen unter Schutt und Scherben am Boden herum. Vieles war
achtlos in den naheliegenden Graben geworfen, darunter kostbare alte Drucke
und Schriften. All diese Archivalien wurden damals in den Lastkraftwagen
geladen. Es blieb wohl nichts zurück, so dass es vor der Vernichtung bewahrt
wurde. 

Wertvolle Drucke zum Verheizen 
Dann ging es den Domberg hinauf. Schon von weitem sah ich aus den Fenstern
meiner Wohnung — der Kurie neben dem Hauptportal des Domes — und in dem sich
an der Mauer rankenden wilden Wein Kleidungsstücke heraushängen. Die Kurie
St. Josef war zerstört. Im Dache des Domes zählte ich etwa zwanzig Löcher
von Granatsplittern. Außer den schon früher genannten Schäden war vom linken
Eckturm auf der Westseite des Domes ein Teil des Mauerwerkes
herausgeschossen. Das Generalvikariatsgebäude (Altes Palais) mit der
Dombibliothek und allen Akten des bischöflichen Ordinariats war ein Opfer
der Flammen geworden. Im Torgebäude zum Domhof, in dem sich Archiv und
Bistumskasse befanden, lagen auf den Treppen überall verstreut wertwolle
Archivstücke, die aus den zum Abtransport fertigen Kisten herausgerissen
waren. Vor den Öfen lagen wertvolle Drucke zum Verheizen! Überall ein Bild
der Verwüstung. Alte Urkunden über Städtegründungen, Fischereigerechtsame
usw., die am Boden durcheinander lagen, wurden in einen Sack verpackt und
mitgenommen, ebenfalls einige Handschriften und alte Drucke. Man suchte vor
allem nach „Unica" und hauptsächlich nach Coppernicana. Die im Flur
herumliegenden Archivstücke durfte ich zusammensuchen und in ein Regal
einreihen. Das Büro der Bistumskasse war bis auf die leerstehenden
Stahlschränke völlig ausgeräumt. Neben dem Tresor, den man nicht hatte
öffnen können, war ein Loch durchgestemmt. Im Inneren ein wüstes
Durcheinander. 

In den Dom gingen wir von der Seite der Sakristei (Nordseite) hinein. In der
Sakristei lagen überall zerfetzte Paramente herum. Liturgische Bücher lagen
auf dem Boden. Auf dem Ankleidetisch standen die ausgeleerten Ölgefäße und
die beschädigte Monstranz aus der Zeit des Bischofs Grabowski; sie wurde
mitgenommen. Im Chor der Kathedrale waren einige der großen silbernen
Leuchter (von Bischof Grabowski) vom Hauptaltar herabgenommen und auf den
Boden gestellt. Es waren jedoch alle Leuchter vorhanden. 

Im Coppernicusmuseum bot sich uns ebenfalls ein Bild der Verwüstung. Da
lagen in einem Seitenraum zerstreut Bücher, wohl aus der Königsberger
Universitätsbibliothek (?), die dorthin zum Schutze gegen Fliegergefahr
gebracht worden waren, unter zerbrochenen Teilen von altertümlichen
Holzschnitzereien. Auch die Museumsräume zeigten Spuren des Krieges. 

Im bischöflichen Palais war wohl eine Kommandostelle eingerichtet. Dort
wurde niemand hineingelassen. Am Haupteingang waren die Türrahmen
herausgebrochen, wohl um die alten, schweren, großen Möbel heraustragen, zu
können. 

Die Malerei war abgekratzt 
So verließen wir damals Frauenburg. Wir fuhren zunächst nach Gr.-Rautenberg.
Dorthin waren seinerzeit die holzgeschnitzten alten Figuren aus dem
gotischen Flügelaltar des Frauenburger Domes und die berühmte Kopie der
Sixtinischen Madonna von Kügelgen ausgelagert worden. Der größte Teil der
Figuren lag auf dem Friedhof, Wind und Wetter ausgesetzt. Meine Bitte, die
schöne Madonnenfigur unter Dach zu bringen, wurde nicht gewährt; ich habe
sie dann an einer möglichst geschützten Stelle an der Kirche aufgestellt.
Zwei der größeren Statuen der Kirchenväter waren mit Beil oder Axt
aufgespalten, zwei Figuren der Kirchenväter wurden in den Lastkraftwagen
verladen und kamen später nach Moskau. Auch mehrere Apostelfiguren aus
diesem Altar (etwa sechs oder acht, die anderen waren sehr beschädigt)
wurden aufgeladen; sie lagen unter verschiedenen liturgischen Geräten und
Paramenten hinter dem Hochaltar. Dort befand sich auch eine alte Leinwand.
An den darauf noch vorhandenen Resten der Engelfiguren konnte ich erkennen,
dass es sich hier um die Kopie der Sixtinischen Madonna von Kügelgen
handelte. Die ganze Malerei war abgekratzt. Mit dieser Leinwand wurden die
mitgenommenen Figuren zugedeckt. (Nach einer Zeitungsnotiz der
ostsibirischen „Prawda", die in Irkutsk erscheint — vom 11. oder 12. April
1952 —, wurden am 10. April 1952 alle Kunstschätze und Archivalien, die 1945
aus Frauenburg nach Moskau gebracht worden waren, von einem Vertreter der
sowjetischen Regierung in Moskau dem polnischen Kultusminister übergeben.)
Dann ging die Fahrt nach Insterburg zurück. 

Der letzte Besuch 
Als ich dann noch einmal am 20. Juni 1945 von Allenstein aus mit zwei
sowjetischen Offizieren nach Frauenburg fuhr, herrschte dort bereits wieder
etwas Leben. Viele Frauenburger waren inzwischen zurückgekehrt. In der Stadt
war mit Aufräumungsarbeiten begonnen worden. 

Bei jedem der Frauenburger Einwohner aber war Furcht, Schrecken, Hunger auf
dem Gesicht zu lesen. Überall herrschte große Armut. Groß war die Freude
über das Wiedersehen mit manchen Bekannten oder Freunden. Viele von ihnen
werde ich nach meiner langen Gefangenschaft in sowjetischen Gefängnissen nie
mehr wiedersehen, da sie inzwischen in ein besseres Jenseits gegangen sind. 

Das Archiv machte damals, einen aufgeräumten oder richtiger ausgeräumten
Eindruck. Nachdem noch einige Archivstücke von den Russen in den
Lastkraftwagen verladen waren, verließen wir Frauenburg. Ich habe es seitdem
nicht mehr wiedergesehen

Seite 10   Heute in Frauenburg. Von Dr. Anneliese Triller, geb.
Birch-Hirschfeld 
Die Stadt Frauenburg wurde bei den letzten Kämpfen vor Einmarsch der
Sowjetarmee Anfang Februar 1945 zu zwei Dritteln zerstört. Völlig erhalten
blieben glücklicherweise der Dom und die wesentlichsten Gebäude der Domburg;
aus der Umfassung liegen allerdings der Glockenturm und das willkürlich
niedergebrannte Alte Palais an der Ostseite des Domhofes in Trümmern. Es
verminderte die Bedeutung Frauenburgs noch mehr, dass man die
Bistumsbehörden bald nach Einrichtung der polnischen Verwaltung nach
Allenstein verlegte. Handel und Wandet konnten sich in dem stark
mitgenommenen Fischerort ohne rechtes Hinterland nach Ausweisung und Abzug
des größten Teils der noch übriggebliebenen deutschen Bevölkerung nur
langsam wieder entfalten. Da ist es naheliegend, dass das Bestreben der
polnischen Regierungsstellen seit einigen Jahren darauf geht, das schon
durch seine einzigartige landschaftliche Lage ausgezeichnete Haffstädtchen
zu einem Mittelpunkt der Touristik und einem Anziehungspunkt für Fremde
wiederherzustellen und auszugestalten; dadurch soll zugleich die schlechte
wirtschaftliche Lage erleichtert und der Kulturpropaganda gedient werden. 

Es ist bekannt, dass man in Polen seit alters her im sachgemäßen
Restaurieren von Baudenkmälern besonderen Eifer bewiesen hat. Jedes Opfer
wurde gebracht, um historisch oder künstlerisch denkwürdige Bauten in ihrer
alten Form wieder erstehen zu lassen oder zu erhalten. Die in Deutschland
anlässlich des Wiederaufbaus des Frankfurter Goethehauses aufgetauchte
Problematik, wie weit man eine solche Restauration heute noch vertreten
kann, scheint dort niemals diskutiert worden zu sein. 

Im Mittelpunkt des Wiederaufbaus in Frauenburg stehen für die
verantwortlichen polnischen Stellen natürlich die Coppernicus-Gedenkstätten.
Als in Deutschland, wenn auch bereits von den Kriegsereignissen
überschattet, der vierhundertste Sterbetag des großen Astronomen im Mai 1943
begangen wurde, konnte das damals besetzte Polen solche Feiern in keiner
Weise veranstalten. So holte man das 1953 am 410. Todestag in vollem Umfange
nach. Man eröffnete zu diesem Zeitpunkt in Frauenburg ein neues,
umfangreiches Coppernicus-Museum. 

Von dieser Gedenkstätte wie auch von dem Städtchen in seinem heutigen
Zustand und von der näheren Umgebung handelt ausführlich ein 1954 in
Warschau erschienener kleiner Touristenführer. (Franciszek Mamuszka,
Frombork grod Kopernika, auf Deutsch: Frauenburg, Stätte des Coppernicus).
Dieses 52 Seiten starke, ganz gediegen ausgestattete Büchlein bringt nicht
nur eine Übersicht über die Geschichte der Stadt und des Domes, für die auch
einige deutsche Literatur herangezogen und angeführt wird, sondern schildert
auch, was uns besonders interessiert, unter Beigabe von zwei Kartenskizzen
(„Der Domberg mit seinen Gebäuden" und „Frauenburg und Umgebung") den
jetzigen Zustand von Stadt und Domgebiet. Dieser Bericht, erfährt für uns
einige Ergänzungen durch zwei „selbstkritische" Artikel der in Allenstein
erscheinenden polnischen Zeitung „Glos Olsztynski" vom 10./11. und 16.
September 1955 über Frauenburg. 

Was steht noch? 
Von der Frauenburger mittelalterlichen Pfarrkirche stehen heute nur noch die
Umfassungsmauern und Pfeiler; der katholische Gottesdienst findet in der
kleinen evangelischen Kirche statt. Die lange als Stall benutzte
kunstgeschichtlich interessante St.-Annen-Hospitalkirche blieb zwar in ihrer
äußeren Gestalt mit Signaturtürmchen erhalten, wurde aber im Inneren
verwüstet und dient nicht mehr als Gotteshaus. In den Straßen der Stadt
wurde der Trümmerschutt fortgeräumt, die öffentlichen Brunnen wurden
wiederhergestellt. Frauenburg besaß ja auch zu unserer Zeit noch keine
vollständige Wasserleitung, weil sich eine solche bei der Höhe des
Grundwassers in dem sumpfigen Gelände schwer einrichten ließ. Auch
verbesserte man in jüngster Zeit die Beleuchtung in den Straßen, von denen
wir in dem Touristenführer die Coppernicus-, Elbinger- und Fischerstraße
genannt finden; die letzte wird auch abgebildet. Der früher im Volksmund mit
„Krengel" bezeichnete Aufstieg zum Dom heißt heute Krasickistraße, die
Bahnhofstraße ist zur Stalinstraße geworden. Das völlig erhaltene ehemalige
Krüppelheim des Caritasverbandes am Rande des Domwäldchens ist jetzt eine
Nervenheilstätte. Die östlich der Stadt an der Chaussee nach Braunsberg auf
einem Hügel errichteten Gebäude des evangelischen Eremitenhauses beherbergen
ein Waisenhaus. Es ist auch ein kleines ständiges Kino eingerichtet worden. 

Dennoch weist die Zeitung „Glos Olsztynski" auf viele Mängel und Missstände
hin; sie beklagt ein bedauerliches Zurückbleiben hinter dem Aufbauprogramm
der Volksfront. Da wird vor allem getadelt, dass die für Frauenburg
zuständige Baubehörde in Braunsberg die vom Staat zur Verfügung gestellten
Kredite von 160 000 Zloty gar nicht ausgenutzt habe. Noch fehlen Wohnungen,
und man müsse auch endlich an das wichtige Projekt der Reinigung und
Wiederherstellung des Ccoppernicus-Kanals in der Stadt denken, dessen
Abzweigung aus dem Baudefluss südöstlich der Stadt seit Kriegsende verstopft
ist. 

Touristengruppen kommen 
Schon seit Jahren verkehrt die Haffuferbahn wieder regelmäßig zwischen
Braunsberg und Elbing und bringt in der guten Jahreszeit sowohl staatlich
geleitete einheimische Touristengruppen als auch Ausländer in wachsender
Zahl nach Frauenburg. Der genannte Zeitungsaufsatz gibt an, dass es 1955 bis
September schon einige Zehntausend Besucher waren, die das Haffstädtchen
aufsuchten. Die meisten fahren bald weiter, aber für die Verpflegung und
Unterkunft der Besucher, die übernachten oder längere Zeit bleiben wollen,
hat man eine der größten noch erhaltenen Domherrnkurien — die westlich der
Domburg neben der „Coppernicusaussicht" gelegene Kurie — als
Touristenherberge eingerichtet. Von dort aus haben die Gäste den nach
Niederlegung der Verwachsungen wieder freien eindrucksvollen Blick auf Dom
und Domberg mit dem Coppernicusturm und über die Stadt und die weite
Haffläche bis zur Nehrung hin. 

Die Domburg 
Uns interessieren besonders die Coppernicus-Gedenkstätten, die Frauenburg,
wie es in dem Aufsatz der polnischen Zeitung heißt, zu einem „echten
Augapfel" des neuen polnischen Staates machen sollten. Im Dom selbst sind
von dem gotischen Hochaltar aus der Zeit des Coppernicus nur noch die große
Madonnenfigur und die Malereien auf den Altarflügeln der Rückseite übrig
geblieben. Das kostbare Boreschow-Rundbild aus dem Chor wurde in die
Bischofsresidenz nach Allenstein überführt. Die 1735 vom Ermländischen
Domkapitel zu Ehren seines großen Mitglieds an einem Pfeiler im Mittelschiff
angebrachte Coppernicus-Tafel ist noch erhalten und durch eine darunter
eingemauerte Gedenkplatte der polnischen Regierung vom Mai 1946 ergänzt
worden. Als Grabstätte des großen Astronomen zeigt man gemäß der älteren
deutschen, später zeitweise angezweifelten Auffassung wieder den Boden vor
oder neben dem ehemaligen Altar des Coppernicus im rechten Seitenschiff des
Domes. 

Wir erwähnten schon, dass die Domburg mit ihren Gebäuden zum größten Teil
unversehrt geblieben ist. Der Coppernicusturm in der Nordwestecke des Hofes,
der als Arbeitsraum des Astronomen gilt und zu unserer Zeit das von Pfarrer
Eugen Brachvogel begründete Coppernicus-Museum barg, steht vorläufig leer,
weil man erst die im September 1953 von der Polnischen Akademie der
Wissenschaften unternommenen Untersuchungen über diesen Turm, seine
ehemaligen Wehrgänge und die angrenzenden Befestigungsmauern abwarten
wollte. Diese Nachforschungen müssen aber inzwischen beendet und eine
Renovierung begonnen worden sein, denn der „Glos Olsztynski" klagt darüber,
dass man zwar seit längerem dort „einen wahren Wald von Gerüsten" sehe, aber
keinen Fortschritt oder gar Abschluss der Arbeiten bemerke. Am Fuße der
Mauern lägen Haufen von Cadiner Ziegeln, der nichtgelöschte Kalk verkomme,
und der Domhügel als Ganzes biete darum „ein keineswegs erbauliches Bild". 

Das Coppernicusmuseum 
Das neue Frauenburger Coppernicusmuseum entstand bereits am 5. September
1948 auf Anregung des vor kurzem verstorbenen polnischen Staatspräsidenten
Bierut. Es wurde 1952 vor dem Coppernicusjubiläum in den beiden
zusammenhängenden Domherrkurien neben dem Hauptportal der Kathedrale wieder
eröffnet. Die elf schönen Räume mit der alten farbigen Deckenbemalung und
den wappengezierten Kaminen bieten aus ihren Fenstern einen Blick über das
Haff bis zur Nehrung hin. Das Büchlein von Mamuszka gibt eine genaue
Beschreibung, was an Dokumenten, Bildern, Plänen, Karten und Büchern in
sinnvoller Anordnung dort aufgestellt ist. Man versucht Coppernicus
innerhalb seiner Zeit und Umwelt in seiner ganzen Vielseitigkeit als „Poeten
(?), Maler, Ökonomen, Soldaten, Juristen, Verwalter, Politiker, Arzt und
Mathematiker", selbstverständlich auch als Polen, und — was im Sinne der
heutigen politischen Richtung liegt — als Revolutionär und Kämpfer gegen
eine seinen Ideen entgegenstehende Reaktion darzustellen. Die
Zeitungsberichte ergänzen diese Schilderung, indem sie die Arbeiten des
Museumskustoss und Führers Henryk Ciesla loben, der unermüdlich an der
Ausgestaltung der Sammlung arbeite. Sie weisen auch auf einen empfindlichen
Mangel des Frauenburger Museums hin: es besitzt nicht einen einzigen
Originalgegenstand, nicht einmal eine Unterschrift des großen Astronomen.
Dazu wird erwähnt, dass es doch in Thorn und Krakau nicht an solchen echten
Dokumenten fehle, die man hätte ausleihen können. Wir erinnern uns, dass das
bescheidene Frauenburger Coppernicusmuseum zu unserer Zeit in dieser
Hinsicht doch reicher gewesen ist, barg es doch — wenn diese Stücke in
letzter Zeit aus Sicherheitsgründen auch im benachbarten Diözesanarchiv
aufbewahrt wurden — eine ganze Reihe von Briefen, Rechnungsbüchern und
Unterschriften aus Coppernicus Hand. 

Lesen wir aufmerksam den genannten Frauenburg-Führer sowie die ergänzenden
Zeitungsberichte, und fügen wir hinzu, was hin und wieder an Nachrichten aus
Briefen von Bekannten von drüben zu uns dringt, so bleibt der
Gesamteindruck, dass man sich in Polen um Frauenburg und seine
Coppernicusstätten recht bemüht und dass man dort auch bereits manches
aufgebaut hat. Natürlich verfolgen wir deutschen Vertriebenen dies alles mit
Schmerz und Trauer, vor allem, wenn wir Frauenburg besonders liebten und
dort heimisch waren.

Seite 10   Blätter ostpreußischer Geschichte. 
Foto: Wie Gumbinnen Stadt wurde.
Die Gumbinner feiern den König Friedrich Wilhelm I. als den Gründer ihrer
Stadt. Mit Recht wurde ihm an bevorzugter Stelle ein Denkmal gesetzt. Denn
dieser Landesvater suchte auf jede Weise die entsetzlichen Schäden
wiedergutzumachen, welche die Pest 1709 dem östlichen Preußen zugefügt
hatte. 

Seine Maßnahmen zur „Repeuplierung", das heißt, Wiederbevölkerung der
verwüsteten Landstriche zielten nicht nur darauf, neue Bewohner anzusiedeln,
wie das schon von 1710 an geschah, als aus der Schweiz, aus Nassau, Ansbach
und Halberstadt die Zuzügler kamen und deren letzte große Welle die
Salzburger sind, sondern strebten auch danach, das wirtschaftliche und
geistige Leben zu fördern wobei dem König die Frömmigkeit besonders am
Herzen lag. 

Als Mittelpunkt für das erneuerte Land gedachte er Städte zu gründen. Am 24.
Juli 1721 schreibt er an seinen Etatsminister in Königsberg: „ob es nicht
möglich und gut sey, dass Ich Ragenit, Tapiau, Taplacken, Georgenburg,
Goldap zu Städte mache gegen zukommendes Jahr“. Obwohl Gumbinnen hier nicht
genannt wird, ist dieser Erlass der Anfang. Der König will freie Steine,
Holz und Kalk zu Hilfe geben; Handwerksleute aller Art sollen herangezogen
werden, wobei Leineweber, Glaser, Strumpf- und Tuchmacher, Hutmacher und
Riemer nicht fehlen dürfen. „Wenn nur anfänglich von jeder Professorin eine
Familie sich an einem Ort setzt, wird es schon gut gehen, Zimmerleute und
Maurer können je mehr je besser angesetzt werden“.

Die von dem Minister beauftragte Kommission kam zu der Ansicht, dass
Taplacken und Georgenburg nicht geeignet seien. Sie brachte stattdessen
neben dem durch seinen Grenzverkehr mit Polen begünstigten Ort Stallupönen
das Dorf Gumbinnen in Vorschlag. „Gumbinnen ist deswegen in die Zahl der neu
zu gründenden Städte aufzunehmen, weil es im besten Teil des lnsterburger
Amtes, vier Meilen von Insterburg entfernt an dem Fluss Piss lieget, welcher
bei Insterburg den Nahmen Inster, ein wenig weiter den Nahmen des
Pregel-Strohmes annimmt“. Man hoffe wohl auch auf Schifffahrt! 

Gumbinnen hatte tatsächlich einen günstigen Platz zwischen Sadweitschen, wo
1714 die deutsch-schweizerische Gemeinde ihre Kirche erhalten hatte, und
Judtschen, wo in demselben Jahre die französischen reformierten Schweizer
ihren kirchlichen Mittelpunkt erbauten. Das Dorf Gumbinnen — seine Kirche
stammte schon von 1560 — blühte rasch auf. Der neu eingeführte Tabakbau war
so umfangreich geworden, dass man hier eine Tobakfabrique" einrichten
wollte, um die Rohware zu verfrachten. Leider erwies sich der Fluss doch als
nicht schiffbar. Im Jahre 1723 entwarf der Oberbaudirektor J. L. von Unfried
einen Bauplan für die spätere Altstadt. Die Zahl der zuziehenden Handwerker
und Gewerbetreibenden wuchs schnell, so dass in folgerichtigem Ablauf 1724
Gumbinnen zur Stadt erhoben wurde. Der erste Bürgermeister hieß Joh.
Heinrich Mörlin, die Ratsverwandten Joh. H. Emmerich aus Preußen, Christian
Limbach aus Sachsen und Joh. Fr. Simson aus Hessen. 

Damit war aber die Stadt noch nicht fertig. Sie hatte nicht die Möglichkeit
sich auszudehnen, da Sumpf- und Überschwemmungsgebiete angrenzten. Daher
legte man 1731 den Fluss über den Mühlengraben gerade, schuf die Seitendämme
und schnitt den totgelegten Flussarm ab. Dadurch wurde die Anlage der
Neustadt möglich, die nach einem Bauplan des Fähnrichs J. F. Betgen von 1733
sich gesund und weiträumig entwickelte. Die rege Bautätigkeit erfuhr durch
den König selbst Antrieb, der eine beträchtliche Anzahl von Häusern auf
seine Kosten erstellen ließ und sie an Neubürger abgab. Auch das Rathaus
wurde 1741, aus des Königs Schatulle erbaut und diente nahezu 130 Jahre lang
seinem Zweck. 

Zwei weitere Geschehnisse tragen zum Wachstum der jungen Stadt bei und
bestätigen die berechtigte Wahl Gumbinnens als Mittelpunkt. Die Hauptämter
waren als Verwaltungseinheit zu groß geworden und wurden aufgelöst, die
„Kriegs- und Domänenkammern“ traten an ihre Stelle und verwalteten einen
kleineren Bereich. Auch Gumbinnen erhielt eine solche Kammer, die 1733 schon
34 Mitglieder mit dem Wohnsitz am Orte zählte. Aus dieser Kriegs- und
Domänenkammer erwuchs die spätere „Regierung“. Das „Konferenzhaus", in dem
sie tagte, wurde 1727 an der Stelle erbaut, an der später im Herzen der
Stadt der Sitz des Präsidenten des Regierungsbezirkes Gumbinnen erstand. 

Das zweite für die Bedeutung der Stadt bedeutsame Ereignis ist der Zuzug der
Salzburger, die — der erste Transport war am 17. Juni 1732 eingetroffen —
für ihre alten und kranken Leute im Jahre 1739 schon ein Hospital
einrichteten, wobei wiederum der König mit Liebe, aber auch mit Sparsamkeit
eingriff. Dieses Salzburger-Hospital, das sich zu einem großen Segen
auswuchs und für das alle Salzburger ringsum spendeten, wurde mehr und mehr
zum Wahrzeichen des gesamten ostpreußischen Salzburgertums und hob damit das
Ansehen Gumbinnens. 

So erblühte „Gumbach“, wie man scherzhalt sagte, und verschmolz die aus
allen Enden deutscher und fremder Zunge Zugewanderten bald zu einer
lebenstüchtigen Einheit. Dr. W. Grunert

Seite 10   Für sowjetzonale Besucher kostenloser Eintritt 
Für Besucher aus Mitteldeutschland ist künftig in Bayern eine Besichtigung
aller der staatlichen Verwaltung unterstehenden Gärten, Schlösser, Museen
usw. kostenlos möglich. Ein entsprechender Erlass wurde jetzt vom
bayerischen Finanzministerium herausgegeben. Besucher aus der Sowjetzone
müssen sich dabei durch ihren Interzonenpass ausweisen. Dieselbe
Vergünstigung erhalten auch Sowjetzonenflüchtlinge während des ersten
Jahres, das sie in der Bundesrepublik verbringen, ferner — ohne zeitliche
Einschränkung — geschlossene Besuchergruppen aus Flüchtlingslagern unter
Führung eines Beauftragten der jeweiligen Jägerleitung.

Re: [OWP] Lesehilfe

Date: 2017/03/10 06:16:47
From: Werner Steinert <weru_hast56(a)t-online.de>

Info an Bert und Henry,

möglicherweise ist "Holländer" keine Bezeichnung der Nationalität, sondern eine Berufsbezeichnung! 
In Zusammenhang mit meinen Recherchen zu Memel und Bommelsvitte fand ich die Bemerkung,
dass diejenigen, die aus Sumpfland Ackerboden machen konnten, d.h. die Land holten aus Sumpf, auch als 
Hohl-Land/Hohlländer/Holländer bezeichnet wurden.

möge es helfen

herzlich

Werner (steinert) dortmund


Ahnen sind für den nur Nullen / Der dazu als Nulle tritt  / Stell' als Zahl Dich an die Spitze / Und die Ahnen zählen mit.


-----Original-Nachricht-----
Betreff: Re: [OWP] Lesehilfe
Datum: 2017-03-09T19:48:21+0100
Von: "Bert Uckermark" <uckermark(a)t-online.de>
An: "OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

vielen Dank.
Ich hatte auch Holländer gelesen, aber war mir unsicher; der Name Uckermark 
ist eher ein Durchzugsname in Richtung Ostpreussen.
Und dort wurden die erste Vorkommen als deutsche Siedler geführt.

-Ursprüngliche Nachricht----- 
From: Henry Lange
Sent: Thursday, March 09, 2017 7:40 PM
To: OW-Preussen-L
Subject: Re: [OWP] Lesehilfe

Hallo Bert,

ich lese:

ihr mit Johann Friedrich Uckermarck, ein Holländer Knecht,
unverheir(atet) [oder: unehelich] gezeugter den 11. Juny geb(orener)
Sohn....

Gvtt. (Gevattern=Taufpaten): es folgen die Namen

und er ist Mittwoch den 13. Juni getauft worden.

Gruss, Henry (Lange)


Am 09.03.2017 um 19:26 schrieb Bert Uckermark:
> Hallo Liste,
>
> habe da eine Eintrag bei Ancestry gefunden, den ich nicht umfänglich lesen 
> kann.
> Könnte ein kundiger Lesehilfe geben ?
> Vorab Danke.
>
> http://uckermarck.de/Lesehilfe/Lesehilfe%20Uckermark_Burmeister.htm
> Eintrag Nr.110
> Anna Elisabeth Burmeister … mit Johann
> Friedrich Uckermarck ein ? ………
>
> …. den 11. Juny geb. Sohn Wilhelm Martin Friederich
>
> ………..
>
> LG
> Bert Uckermark
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

_______________________________________________
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[OWP] Traueranzeige Ina MEINECKE geb. WIEDBRAUCK (1 938-2017) aus Königsberg

Date: 2017/03/10 06:51:22
From: Reclow <Reclow(a)gmx.li>

   In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 7.3.2017 steht auf Seite
   folgende Traueranzeige
   ([1]http://www.haz-trauer.de/traueranzeige/ina-meinecke/49403391):
   In tiefer Dankbarkeit fA 1/4r ihre Liebe und FA 1/4rsorge, ihren Humor
   und ihre
   Tatkraft nehmen wir Abschied von unserer lieben Mutter, Schwiegermutter
   und GroAYmama. Sie bleibt uns
   ein groAYes Vorbild.
   Ina Meinecke geb. Wiedbrauck
   * 4.3.1938 KAP:nigsberg
   + 4.3.2017 Stuttgart
   Dr. Isabel und Dr. Andreas Gocke mit Aurelia, Donata und Philippa
   Dr. Hubertus und Dr. Stephanie Meinecke mit Flavius, Antonella, Amadeus
   und Lola
   Dr. Donata und Manfred Beck mit Peter, Alma und Luise
   Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 13. MACURrz 2017, um 11.00
   Uhr in
   der groAYen Kapelle auf dem Seelhorster Friedhof in Hannover. Anstelle
   von
   Blumen bitten wir im Sinne der Verstorbenen um eine Spende fA 1/4r die
   Pestalozzi-Stiftung, Stichwort: Ina Meinecke

References

   1. http://www.haz-trauer.de/traueranzeige/ina-meinecke/49403391

Re: [OWP] Die Perleberger Ratsfamilie Konow und die Einf ührung der Reformation Familiengeschichtliche V ortragsreihe Potsdam

Date: 2017/03/10 08:22:35
From: Mario Seifert AGoFF\) <Mseifert(a)agoff.de>


Liebe Familiengeschichtsforscher, liebe Leser!

Gern laden wir Sie zur familiengeschichtlichen Vortragsreihe in der Stadt-
und Landesbibliothek Potsdam ein.

Termin:
----------------
Donnerstag, 23. März 2017, 17.00 - 19.00 Uhr

Ort:
-------
Stadt- und Landesbibliothek Potsdam,  Gottfried-Benn-Raum, 1. OG, Am  Kanal
47, 14467 Potsdam

Thema
------------
Die Perleberger Ratsfamilie Konow und die Einführung der  Reformation in
Perleberg,

Referent:
----------------
Dr. Uwe Czubatynski, Leiter des Domstiftsarchivs Brandenburg/Havel,  Vors.
des Vereins für Geschichte der Prignitz e.V.

Zum Inhalt:
-------------------
Auch in der Stadt Perleberg wurde die Reformation 1539 eingeführt,
nachdem Kurfürst Joachim II. diesen Schritt vollzogen hatte.
Entscheidend vorangetrieben wurde dieser Akt durch den Bürgermeister und
späteren  Landrichter Johann Konow. Abgesehen von dem Epitaph in der
Perleberger  Kirche existieren nur sehr wenige Quellen, die zu seiner
Person nähere  Auskünfte bieten. Er stammte aus einer angesehenen
Ratsfamilie, die über  mehrere Generationen hinweg eine wichtige Rolle
in der Stadt spielte.     Hoeren Sie mehr for Ort ......................

Wir freuen uns und begruessen Sie gern in Potsdam :-)

Freundliche Grüße
Gerd-Christian Treutler M.A.

BGG Roter Adler e.V.
PSF 60 03 13
14403 Potsdam
Vs(a)bggroteradler.de



[OWP] Lessen Ostpreussen

Date: 2017/03/10 09:06:38
From: Dr. Wolfgang Milkowski <wolfgang.milkowski(a)t-online.de>

Allen Helfern herzlichen Dank für die Hinweise zu meiner Anfrage Lessen in Ostpreußen Wolfgang (Milkowski)
E-Mail: Wolfgang.milkowski(a)t-online.de


[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/10 10:03:11
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 11   Unermüdlich schlägt das ostpreußische Herz. Eine Ostpreußin wird
am 20. April 1956 einhundertzwei Jahre alt.
Foto: Frau Luise Naubereit
Wenn man Luise Naubereit aus Karteningken im Kreise Angerapp gegenübersteht,
hat man das seltsame und beglückende Gefühl, in den unmittelbaren
Gnadenkreis eines liebevoll waltenden Gottes eingetreten zu sein. Schon sehr
nahe den jenseitigen Dingen, die man hinter leicht gelüftetem Vorhang zu
sehen glaubt, spürt man noch einmal die gesammelte Kraft des irdischen
Lebens, aus dessen Fülle sie einhundertzwei Jahre hindurch schöpfte, dessen
Freuden und Mühen sie trug und zu einem Kranz schöner Erfüllungen flocht.
Unsichtbar schmückt dieser Kranz ihr weißhaariges Haupt, und aus den Augen
leuchtet das Licht der Erfüllung. 

„Ich war ja noch ein Kind! 
Am 20. April 1854 wurde sie in Missen, Kreis Angerapp, auf einem Hof
geboren. Ostpreußischer Fleiß und ostpreußische Pflichtauffassung waren ihr
als Gabe in die Wiege gelegt. Unter den Augen der Eltern ward ihr der Sinn
für den hohen Wert der eigenen Scholle gegeben. Unauslöschlich prägte sich
ihrem Bewusstsein die hohe Gabe ein, die gerade den Frauen gegeben ist, den
durch der Hände Arbeit erworbenen und gemehrten Besitz zu bewahren, das
häusliche Glück zu hüten und selbst die Mühsal in Freude zu wandeln. 

Eng war der Kreis, den das Schicksal um ihre Kindheit und Jugend gezogen
hatte; kaum kam sie über die Gemarkung ihres Heimatortes hinaus. Die
Freuden, denen die Jugend heute zustrebt und in denen sie Erfüllung sucht,
gab es damals noch nicht; was das Gemüt bildete, kam aus einfacheren Quellen
und war der Seele vielleicht darum zuträglicher: ein Spiel im Garten als
Kind, ein freies Schweifen über Wiesen und Felder, später, als Mädchen, ein
Tanz im Dorfkrug. 

„Ich war ja noch ein Kind, als ich geheiratet habe", sagte sie. 

Im Jahre 1872, der Deutsch-Französische Krieg war kaum beendet, führte sie
ein noch ebenso jugendlicher Besitzer aus Endruschen im Kreise Angerapp als
Frau heim. Er musste den Hof übernehmen, weil seine Brüder im Krieg gefallen
waren; dazu bedurfte es einer Frau, die ihm zur Seite stand. 

Es gab noch keine Maschinen 
Was auf die junge, achtzehnjährige Frau wartete, war eine Fülle von Arbeit
und Pflichten. Einhundertdreißig Morgen umfasste der Hof, der nun ihr eigen
geworden war. Nach einigen Jahren schon verkauften sie ihn und erwarben
einen anderen Hof von zweihundertdreißig Morgen, den sie bald danach um
weitere siebzig Morgen vergrößerten. Acht Pferde und fünfzig Kühe, dazu das
Jungvieh und Schweine und Hühner gab es da zu betreuen. 

Es war nicht einfach für eine so jugendliche Frau, die zudem auch bald
Mutter wurde, einen so großen Besitz zu verwalten, in Küche, Speisekammer,
im Stall und auf den Äckern zugleich zu sein, die Knechte zu beköstigen und
die Mägde zur Ordnung anzuhalten. 

Damals gab es noch keine Maschinen, mit deren Hilfe man sich die Arbeit
erleichtern konnte. Die Arme, die Hände waren die besten Werkzeuge. Aber es
war das Gute dabei, dass man viel mehr und viel näher der Erde war. Man
berührte sie inniger und wurde stärker von ihr berührt; jede Scholle, jede
Erdkrume machte man sich im wahrsten Sinne zum Eigentum. 

Man backte das Brot im eigenen Backofen, und der Duft erfüllte den ganzen
Hof; die Milch wurde gesammelt und „abgeschmengt"; der Schmand kam in das
einfache Butterfass, das man zwischen die Knie nahm und mit den Armen
betätigte, bis sich die goldgelbe Butter gebildet hatte. 

Und an den Winterabenden wurde Flachs gesponnen; Leinen und Decken wurden
gewebt. 

„Ach nein", sagt Frau Naubereit, als ihre Tochter sie jetzt fragt, ob sie
auf eigenem Hof noch einmal wirtschaften wollte, „ach nein, jetzt nicht
mehr; jetzt ist alles so anders geworden!" 

„Das habe ich mir nicht aufgeschrieben" 
Einhundertzwei Jahre sind eine lange, lange Zeit. Wie ein weiter, ebener
Acker liegt sie vor dem inneren Blick der Zurückschauenden; es gibt da keine
Höhen und Tiefen. Manchmal ist er von wogendem Korn belebt, manchmal liegt
er starr und tot vor den Augen. Alles in allem ist es das, was man den
großen, weiten „Alltag" zu nennen pflegt. In ihm ist alles verborgen. Aber
er ist nicht trist und grau, er ist voll Blüte und Duft. 

Nach besonders erhebenden Ereignissen befragt, an die sie sich erinnern
könnte, erwidert sie: „Ach nein, das habe ich mir nicht aufgeschrieben!" 

Da war die Liebe zum männlichen Gefährten. „Wir haben immer gut miteinander
gelebt", sagt sie, „Streit gab es keinen zwischen uns!" 

Drei Söhne und zwei Töchter hat sie ihm geboren. Die Söhne sind gestorben
und im Ersten Weltkrieg gefallen; da war der Schmerz und ungestillter Kummer
darin. Die Töchter haben geheiratet und wieder Kinder geboren, die Enkel:
das war wieder Glück und neue Sorge. Drei der Töchtersöhne sind im letzten
Krieg gefallen. Aber ehe sie fortgingen, ließen sie Urenkel zurück. Und vor
zwei Jahren wurde ein Ururenkel geboren. 

Der Mann starb schon 1929, als er mit Mühe und Not das achtzigste Lebensjahr
hinter sich gebracht hatte. Sie aber blieb und musste das Unglück der Flucht
über sich ergehen lassen. 

Es ist eine ungeheure Fülle von Geschehen, doch für eine Frau sind es so
selbstverständliche Dinge, dass man nur nebenher davon spricht. 

Am schwersten war die Lebensmitte. 
Eine schwere gesundheitliche Krise hatte Frau Naubereit um die Mitte ihres
Lebens zu überstehen, kurz nach dem fünfzigsten Jahr. Plötzlich versagten da
ihre Kräfte. Die Anforderungen, die das Leben an sie gestellt hatte, waren
zu hart gewesen. Sie musste die Leitung des großen Hauswesens an jüngere
Hände übergeben. Man fürchtete schon das Schlimmste. 

Dann aber war es, als flössen ihr neue Kräfte zu, als wäre eine neue Jugend
über sie gekommen. 

Noch heute ist Luise Naubereit völlig gesund. Ein Arzt hat sie noch unlängst
untersucht und an ihren inneren Organen nicht die geringsten Schäden
gefunden. Unermüdlich schlägt das Herz. Die Seele ist von einer großen
Klarheit erfüllt, und der Geist ist so lebendig und tätig wie in jungen
Tagen. 

Seltsam ist es, in die Augen zu blicken, die manchmal weit zurückzuschauen
vermögen, in eine Zeit, die fremd ist, die wir nur aus Berichten und
Überlieferungen kennen; dann wieder ist der Blick ganz gegenwärtig und
gehört ganz dem Augenblick. 

Das Ostpreußenblatt liegt auf ihrem Bett. Von der ersten bis zur letzten
Zeile lässt sie es sich vorlesen und sie nimmt an allem Anteil, was in ihm
berichtet wird. 

Die zarten, schmalen, blaugeäderten Hände liegen auf der weißen Decke, als
wären sie selbständige Wesen. Aber wenn sie spricht, geraten sie in
Bewegung, unterstreichen und bekräftigen die Worte mit lebendigen Gebärden,
ohne Müdigkeit zu zeigen. 

Ihr Kummer ist, dass sie zu Bett liegen muss. Die Füße sind der einzige Teil
des Körpers, der dem Willen nicht mehr gehorchen will, und sie möchte doch
so gern aufstehen und sich bewegen und betätigen, wie sie es immer gewöhnt
war. 

„Aber wenn wir in die Heimat zurückfahren können", sagt sie, „dann holt nur
ein Auto herbei; ich stehe dann auf und gehe hinaus!" 

Die Träume eilen ins Jenseits voraus 
Seit ihrem fünfundneunzigsten Geburtstag wartet Frau Naubereit darauf, dass
sie heimgehen darf, und von jedem neu heraufkommenden Geburtstag behauptet
sie, dass es ihr letzter wäre. Sie ist dabei nicht ungeduldig. Das Leben ist
ihr keine Last. Aber sie ist bereit, das irdische Kleid auszuziehen und sich
mit dem jenseitigen zu schmücken, von dem sie glaubt, dass es für sie bereit
liegt. Auch das wird sie freudig und dankbar hinnehmen. 

Sie hat seltsame und eindrucksvolle Träume. Einmal treten fremde Männer zu
ihr und wollen sie mit einem Los beschenken, von dem sie sagen, es enthielte
einen großen Gewinn, die halbe Welt gehöre ihr, wenn sie es annehmen wollte.
Aber sie wehrt sie ab. „Ich nehme es nicht!" sagt sie. 

Dann wieder öffnet sich ihr eine hohe Tür zu einem schönen weiten Saal. Sie
geht hinein, bewegt sich tänzerisch darin und fühlt ein Glück dabei, weil es
nur ganz Auserwählten zuteilwird. Sie winkt den anderen, ihren Kindern, dass
sie ihr folgen sollten, aber sie bleiben alle draußen; nur sie allein darf
hineingehen und bleiben. 

Frau Lutat, ihre jüngste Tochter, rüstet die helle Stube in dem kleinen
bäuerlichen Haus an der ostholsteinischen Küste, in dem kleinen Ort
Stutebüllsfeld bei Kappeln an der Schlei, zum nahenden Fest, dem Geburtstag,
an dem Frau Naubereit einhundertzwei Jahre alt werden wird. Der Pfarrer wird
kommen und eine kleine Dankfeier abhalten, und ein Chor wird singen, und man
wird den selbstgebackenen Kuchen essen und dabei eine echte Fröhlichkeit
empfinden. 

Und durch das offene Fenster wird der Wind den Duft von aufbrechender Erde
hereintragen, den Geruch des bäuerlichen Landes, der die alte Frau bis
hierher begleitet hat.  

Seite 11   Ein Leben mit Pferden. Siegfried Graf von Lehndorff verstorben.
Foto: Siegfried Graf von Lehndorff.
In den Morgenstunden des 5. April 1956 verschied im Johanniter-Krankenhaus
in Bad Godesberg, das von seinem Sohn geleitet wird, kurz vor Vollendung des
87. Lebensjahres Siegfried Graf von Lehndorff. Mit ihm ist eine der
markantesten Erscheinungen aus der Welt der Pferdezucht und des
Pferdesportes von uns gegangen. Der Name Graf Lehndorff ist mit dem Geschick
der deutschen Pferdezucht aufs engste verknüpft. Graf Georg von Lehndorff,
der Vater des Verstorbenen, war im In- und Ausland als überragender
Hippologe besonders in der Gemeinde der Vollblutzüchter bekannt, geachtet
und verehrt. Mit Recht hatte sich diese Zuneigung auch auf seinen Sohn
Siegfried übertragen, der am 11. April 1869 im Pr. Hauptgestüt Graditz
geboren wurde. Als Offizier des 1. Garde-Ulanen-Regiments begann er Rennen
zu reiten; nicht weniger als 143 Mal bei insgesamt 495 Ritten passierte er
als Sieger den Zielpfosten. Nach dem Ausscheiden aus dem Militärdienst
übernahm Graf Siegfried von Lehndorff zunächst die Leitung des Haupt- und
Landgestüts Neustadt a. d. Dosse. 1906 kam er nach Graditz, das er bis 1922
leitete. In dieser Zeit kamen die staatliche Vollblutzucht in Graditz und
der Rennstall des Hauptgestüts zu großer Blüte und zu besonders vielen
Erfolgen in klassischen Rennen. In der gleichen Zeit hat Graf Siegfried von
Lehndorff aber auch die Graditzer Halbblutzucht in ihrem Stand wesentlich
gehoben. Die bis dahin recht unausgeglichene Zucht wurde unter seiner
Leitung ausschließlich auf ostpreußischem Blut aufgebaut, sie kam in diesem
Zuge zu einem einheitlichen und leistungsfähigen Typ. Dieser Rückblick ist
heute gerade deshalb interessant, weil daraus hervorgeht, dass vor etwa
fünfzig Jahren einer der größten deutschen Hippologen keine Bedenken trug,
ostpreußische bzw. Trakehner Hengste und Stuten aus ihrem Heimatzuchtgebiet
herauszunehmen, um an anderer Stelle mit ihnen die Zucht zu betreiben.
Dieses Unternehmen war von so gutem Erfolg begleitet, dass bei der späteren
AufIösung der Graditzer Halbblutzucht die dortigen Stuten in die Herden des
Hauptgestüts Trakehnen bzw. in die ostpreußische Privatzucht aufgenommen
wurden. 

1922 wurde Siegfried Graf von Lehndorff mit der Leitung des Hauptgestüts
Trakehnen betraut mit der besonderen Aufgabe, durch den Einfluss von
Trakehnen die Landespferdezucht stärker und wirtschaftlicher zu machen, was
nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg und dem Fortfall der Remonteankäufe ein
Erfordernis der Zeit war. Die Periode der sogenannten „Verstärkung" der
ostpreußischen Zucht ist später vielfach kritisiert worden; sie zu
übernehmen war sicher weder eine leichte noch eine angenehme Aufgabe. Graf
von Lehndorff hat sie mit großem Geschick gelöst und dadurch entscheidend
dazu beigetragen, dem ostpreußischen Pferd mehr Rahmen und dadurch im Ganzen
mehr Bedeutung im Modell zu geben. Sein Wirken in Trakehnen dauerte von 1922
bis 1931, dann wurde er aus Gründen der inneren Verwaltung zum Landgestüt
Braunsberg versetzt, wo er bis zur Erreichung der Altersgrenze wirkte. 

Nachfolger von Graf von Lehndorff in Trakehnen wurde Landstallmeister Dr.
Ehlert, der nach der Periode der Verstärkung wieder vermehrte Harmonie und
Schönheit bei dem Trakehner Pferd zur Geltung bringen sollte. Heute betreut
Dr. Ehlert — schon seit 1946 — das Ostpreußengestüt in Hunnesrück. 

Siegfried Graf von Lehndorff, der nach Kriegsende in Brunkensen bei
Alfeld/Leine wohnte, hat seine umfassenden Kenntnisse und großen Erfahrungen
in dem Buch „Ein Leben mit Pferden" niedergelegt. An der Neuauflage dieses
Werkes arbeitete er bis in die Tage seiner Erkrankung, von der er sich nicht
mehr erholen sollte. Aus vielen Kapiteln dieses Buches kann der Pferdemann
viel Wissenswertes und für die Praxis Nützliches entnehmen. Vor allem wird
man bei der Lektüre oft durch die große Bescheidenheit überrascht, die aus
den Lebenserfahrungen dieses Mannes spricht. Es wird oft vor Augen geführt,
dass die Natur im Spiel der Vererbung sich nicht in die Karten schauen lässt
und es feste Regeln für den Erfolg in der Zucht und Leistung nicht gibt. Das
Fingerspitzengefühl, das die Lehndorffs in so hohem Maße für alle Fragen in
der Pferdezucht besitzen, hat neben einer sehr nüchternen Betrachtungsweise
auch Siegfried Graf von Lehndorff wohl in der Hauptsache zu seinen großen
Erfolgen sowohl in der Vollblutzucht als auch in der Halbblutzucht
verholfen. 
Die Ostpreußen werden den langjährigen Leiter des Hauptgestüts Trakehnen nie
vergessen. Dr. Schilke

Seite 11   Professor Dr. Günther Jacoby, emeritierter Ordinarius der
Philosophie an der Universität Greifswald, Goethestraße 7, wird am 21. April
1956, 75 Jahre alt. Er wurde in Königsberg als Sohn des Geh.
Konsistorialrats und Theologieprofessor Hermann Jacoby geboren. In Amerika,
Tokio und Istambul wirkte er als Gastprofessor. 1919 wurde er an die
Universität Greifswald berufen. Sein Hauptwerk ist eine zweibändige
„Allgemeine Ontologie der Wirklichkeit". Ferner schrieb er u. a. über
„Herders und Kants Ästhetik". P. W. 

Seite 11   Eine Begegnung 
Es gibt Tage, in deren gewohntes Gleichmaß plötzlich, wie zufällig, ein
Erlebnis fällt, das uns aufschreckt aus unserer Ruhe und uns wesentlicher
denken und empfinden lässt. Vielleicht sind wir unmittelbar selbst
betroffen, vielleicht rückt uns fremdes Geschick, das unser eigenes hätte
sein können, von kleinlicher Sorge ab, vielleicht rührt uns eine kleine
Begebenheit oder ein menschliches Gesicht an. 

Ich wollte mit meinen beiden Kindern die Großeltern in einer nahegelegenen
Stadt besuchen. Kurz vor der Abfahrt des Zuges stieg eine einfach gekleidete
Frau zu uns in das Abteil. Ich bemerkte, wie sie während der Fahrt mit
freundlichem Wohlwollen dem Schwatzen der Kleinen folgte. Ihr Gesicht zog
mich an, es war geprägt und doch zeitlos, so dass es sich schwer in eine
bestimmte Altersgruppe einordnen ließ. Eine Frau mittleren Alters mochte sie
sein, darauf deuteten ihre farblich frische Kleidung, ihr bräunliches Haar
und ihr fast jugendliches, warmes Lächeln hin. Sobald aber dieses Lächeln
aus ihrem Gesicht schwand, zeigte es Züge, die von viel Leid reden mochten
und etwas von greisenhafter Ergebenheit und Geduldigkeit trugen. 

Ich sann verwundert, ja bestürzt diesem gezeichneten Gesicht nach, als der
Schaffner hereinkam, um die Fahrkarten zu prüfen. Er betrachtete genau den
Schein, den unsere Mitreisende vorzeigte, murmelte einige unverständliche
Worte und wandte sich dem nächsten Abteil zu. Ich fragte unsere Nachbarin,
was ihm denn missfallen habe. Da antwortete sie: „Ich bin Spätheimkehrerin,
das hat er an meinem Fahrschein gesehen“. In die beklommene Stille hinein,
die nun entstand und in der ich nach Worten der Anteilnahme suchte, erklärte
sie von selbst, sie komme gerade von einer gründlichen Untersuchung in
verschiedenen Kliniken. Es stehe gar nicht gut mit ihrer Gesundheit. Sie
schwieg wieder, lächelte den Kindern zu und fragte mich, wie alt das
Mädelchen sei. Als ich ihr geantwortet hatte, es werde bald drei Jahre alt,
schaute sie versonnen, und, wie mir schien, traurig zu dem Kind hinüber und
sagte langsam: „So alt war meine Kleine, als ich von ihr fortgeholt wurde.
Jetzt ist sie fünfzehn. Ich habe sie nicht erkannt, als ich nach Hause kam
..." Als ich sie erschreckten Herzens bat, weiterzusprechen, erzählte sie
schlicht ihre erschütternde Geschichte. 

Nach der Belagerung und Einnahme von Königsberg im Frühjahr 1945 hätten alle
Frauen schwer arbeiten müssen unter den Russen. Plötzlich seien sie von
ihren Kindern fort in ein Sammellager gebracht und von dort nach
Nordrussland transportiert worden. Sie habe niemals schreiben dürfen und
niemals Post bekommen. Erst Ende 1955 habe sie bei ihrer Rückkehr erfahren,
dass die Kinder sich zum Vater durchgeschlagen hätten, der von Norwegen aus
in englische Gefangenschaft geraten sei. Ihr Junge sei damals zwölf Jahre,
das Kleine drei und das Mittlere sieben gewesen. Tag für Tag sei der Junge
mit den Geschwistern an das Tor des Sammellagers gekommen und habe von dem
russischen Posten seine Mutter zurückverlangt. Der Soldat habe schließlich
dafür gesorgt, dass die Kinder in ein Heim eingewiesen worden seien. Von
Rügen aus habe der Junge mit Hilfe des Roten Kreuzes seinen Vater in
Westdeutschland gefunden. Ihr Mann habe die Kinder sobald als möglich dann
zu sich geholt, von ihr aber habe er niemals Nachricht erhalten. Aber er
habe immer geglaubt, dass sie noch am Leben sei. Stolz und Glück und
Dankbarkeit schwangen in ihrer Stimme, als sie sagte: „Zwölf Jahre hat er
auf mich gewartet!" 

Während ich noch diesem erschütternden Bericht von menschlichem Leid und
menschlicher Treue nachsann, erhob sie sich, um sich zum Aussteigen
fertigzumachen. Das Lächeln schwand aus ihrem Gesicht und ihre Züge wurden
wieder gesammelt, ernst, schwer und alt. Als ich ihr gute Wünsche für ihre
Genesung sagte, dankte sie freundlich und eilte dann über den Bahnsteig
ihrer Familie zu, die zwölf Jahre auf sie gewartet hatte, still, bang, treu.
Elisabeth Jonas

[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/10 10:04:27
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 12   Aus den ostpreußischen Heimatkreisen …
Elchniederung
Irrtümlich ist in der letzten Folge für den 5. Mai 1956 ein Schultreffen für
Heinrichswalde, Kuckerneese und Neukirch angekündigt worden. Hierzu wird
berichtigend bemerkt, dass dieses Sondertreffen nicht nur für die ehemaligen
Lehrer und Schüler dieser drei erwähnten Gemeinden, sondern aller Gemeinden
der Elchniederung durchgeführt wird. Trefflokal: Hausmanns Bier- und
Weinstuben, Kiel, Muhliusstraße, Ecke Legienstraße.

Ebenrode (Stallupönen)
Für unser Treffen in Kassel ist folgendes Programm vorgesehen: Sonnabend,
12. Mai, um 15 Uhr Zusammenkunft der ehemaligen Stallupöner Realgymnasiasten
und Luisenschülerinnen im Restaurant Regenbogen, Bahnhofstraße. Abends
finden sich dort auch die ehemaligen Wilhelmsgymnasiasten aus Kassel zu
einem gemütlichen Beisammensein ein. Sonntag, 13. Mal: 10 Uhr Gottesdienst
in der Lutherkirche; es predigt der ostpreußische Pfarrer Frindt. Das
Treffen findet im Nordischen Hof gegenüber dem Hauptbahnhof statt. Geöffnet
ist das Lokal ab 8 Uhr. 11.30 Uhr Begrüßung durch den Kreisvertreter,
Ansprachen halten der Oberbürgermeister der Patenstadt Kassel und der
Landesvertreter der Ostpreußen in Hessen, Studienrat Opitz, Gießen. Ab 14.30
Uhr Tanzmusik und gemütliches Beisammensein. Um unserer Patenstadt das
Interesse an unserem Zusammenhalt zu beweisen, werden die Landsleute
gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. 

Gesucht werden: 
Amtsvorsteher Stein, Eichhagen; 
Frau Elisabeth Dietrich, geb. Dalgas, Ebenrode, Schirwindter Straße, Abbau
Schlachthof; 

Frau Martha Enskat, geb. Zimmermann, Ehefrau des Polizeimeisters Enskat,
Grenzen. Sie wurde am 06.04.1945 von den Russen verschleppt;
 
Bauer Otto Bleyer, Dorf Trakehnen. 
Rudolf de la Chaux, Kreisvertreter (16) Wiesbaden, Sonnenberger Straße 67

Fischhausen
Fischhausen-Stadt
Ich bitte um Nachricht, wer von unseren Landsleuten aus der Heimatstadt
Fischhausen von 1955 bis jetzt nach der Bundesrepublik gekommen ist. Es sind
die Personalien aller Familienangehörigen, die Heimatanschrift (mit Straße
und Hausnummer) und die jetzige Anschrift anzugeben. 
Wenn Veröffentlichungen im Gratulationsteil unseres Ostpreußenblattes (zum
75. Geburtstag, dann vom 80. Geburtstag ab jährlich, Ehejubiläen von der
Goldenen Hochzeit ab) gewünscht werden, dann bitte ich, mir rechtzeitig die
nötigen Angaben zu machen. 

Gesucht werden: 
Franz Degnat, Arbeiter, Königsberger Straße 23; 
Franz Groß, Zigarrenhändler, Königsberger Straße; 
Erwin Jacobi, Kaufmann, Langgasse 7; 
Johanna Korsch, geb. Schulz, Kreisfeierabendhaus; 
Margarete Krause, Konditorwitwe, Langgasse 40. 
Bruno Guddat, Stadtvertreter (24a) Lübeck, Trappenstraße 2

Heilsberg
Um allen, die gern am Sonntag, dem 6. Mai, nach Werl zur Ermländer-Wallfahrt
fahren wollen, dazu Gelegenheit zu geben, verlegen wir unser Maitreffen
diesmal auf einen Sonntag später. Es findet somit am Sonntag, dem 13. Mai,
in Köln-Deutz, Gaststätte H. Baddeberg, Mathildenstraße, statt. Alle
Landsleute von Guttstadt und Umgebung sind herzlich eingeladen. Gern
gesehene Gäste sind überhaupt alle Landsleute des Kreises Heilsberg. Ferner
bitte ich, mir Adressenwechsel mitzuteilen. 
Otto Zagermann, Ortsbetreuer Bad Honnef a. Rh., Bergstr. 5 

Pr.-Eylau 
Alle Angehörigen des Fliegerhorstes Jesau und auch der Siedlungen, welche in
den Gemeinden um den Flugplatz gewohnt haben, werden gebeten, ihre frühere
und heutige Anschrift umgehend an den Ortsbeauftragten für Jesau, Herrn Kurt
Brandt, Varel i. O., Hafenstraße 29, einzusenden. Soweit bekannt, sind die
Namen von Gefallenen und Vermissten mit Zeitangabe von Monat und Jahr
ebenfalls anzugeben. 

Gesucht werden aus: Globuhnen: 
Frau Dora Vogel; 

Wittenberg: 
Postmeister a. D. Schirrmacher und Familie Hoff; 

Pr.-Eylau: 
Kreisobersekretär Haugwitz, Frau Amalie Sand und Frau Elise Kösling, geb.
Sand, Obere Schloßstraße 28. 

Bei allen Einsendungen an die Kreiskartei wird immer wieder vergessen, unter
den Namen des Einsenders auch die Heimatadresse zu schreiben. Diese ist
genauso wichtig wie die heutige Anschrift des Schreibers. Schadwinkel,
Kreiskarteiführer (23) Verden a. d. Aller, Kreishaus

Gerdauen
Ferienlager Brahmsee
Aus verschiedenen Anfragen muss ich leider entnehmen, dass die in Folge 12
bekanntgegebenen Bedingungen für die Teilnahme an dem geplanten Ferienlager
im Waldheim Brahmsee bei Nortorf, Holstein, nicht von allen Landsleuten
beachtet worden sind. Es sind noch Plätze frei, und ich gebe daher die
Bedingungen nochmals bekannt. Wegen der unterschiedlichen Ferienzeiten und
um allen die Möglichkeit zu geben, an diesem Ferienlager teilzunehmen, wird
dasselbe in zwei Gruppen durchgeführt werden. 

Gruppe I in der Zeit vom 20. Juli bis 2. August für die Jugend der Länder
Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Berlin. 
Gruppe II vom 4. bis 17. August für die Jugend der Länder
Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Württemberg. 
Teilnehmen können Mädel und Jungen im Alter von elf bis vierzehn Jahren.
Voraussetzung ist, dass die teilnehmenden Kinder gesund sind und nicht in
ärztlicher Behandlung stehen. Bei der Anmeldung sind anzugeben: Vor- und
Familienname, Geburtstag, jetziger Wohnsitz und früherer Wohnsitz im
Heimatkreis, früherer und jetziger Beruf des Vaters, die jetzt zuständige
Krankenversicherungsanstalt der Eltern und die Gruppe, in der die Teilnahme
erfolgen soll. Alle Anmeldungen sind zu richten an Kreisvertreter Frau
Einbrodt, Solingen, Lützowstraße 93.

Die Anmeldungen sind zunächst für beide Teile unverbindlich. Erfolgen mehr
Anmeldungen als Plätze zur Verfügung stehen, gilt die Reihenfolge der
Anmeldung für die Teilnahme. Die Teilnahme ist für Unterkunft und
Verpflegung kostenlos. Zu den Reisekosten sollen die Eltern einen
Kostenzuschuss von 20 DM je Kind leisten. Bei nachgewiesener Bedürftigkeit
besteht die Möglichkeit, auch diesen Zuschuss teilweise oder ganz zu
erlassen. Die über 20 DM hinausgehenden Reisekosten werden den Eltern
ersetzt.

Für Beaufsichtigung der, Kinder durch Landsleute wird Sorge getragen, so
dass Bedenken für die Teilnahme nicht bestehen. Alles Weitere, wie
Anreisetag, mitzubringende persönliche Sachen, Decken usw. wird jedem
Teilnehmer rechtzeitig bekanntgegeben werden. Geplante Anmeldungen bitte ich
nunmehr sofort vorzunehmen. Die bisher angemeldeten Kinder sind zur
Teilnahme an dem Lager vorgemerkt. 

Sonntag, den 13. Mal, Heimattreffen In Düsseldorf, Union-Hotel,
Witzelstraße. 
Franz Einbrodt, Kreisvertreter Solingen, Lützowstraße 93

Bartenstein
Gesucht werden:
Von der Berliner Dienststelle für die Benachrichtigung der Angehörigen von
Gefallenen:
Frau Berta Lau, geborene Heise, zuletzt in Friedland wohnhaft, oder von
Angehörigen oder Nachbarn.

Frau Erna Damerau, aus Bartenstein, sie soll in Köln-Dünnwald, Lauchterstr.
gewohnt haben, war aber nicht in der Kartei. 

Familie Albert Neumann, aus Kapsitten. 
Zweckdienliche Angaben erbittet Zeiß, Kreisvertreter (20a) Celle,
Hannoversche Straße 2

Rösel
Am Sonntag, dem 22. April, findet Im Germaniasaal in Meppen (Ems) eine
Zusammenkunft der Angehörigen des Kreises Rößel statt; Beginn 15 Uhr. Alle
im Patenkreis Meppen und Umgebung wohnenden Landsleute lade ich hierzu
herzlich ein.
Die nächsten Treffen stehen nun endgültig fest: 
13. Mai in Lüneburg, 27. Mai in Stuttgart, 8. Juli in Hamburg.
Die Landsleute in den betreffenden Gebieten und besonders auch die jüngeren
Freunde bitte ich hiermit erneut, sich diese Tage freizuhalten. Es muss und
soll ein freudiges Wiedersehen geben.
Franz Stromberg, Kreisvertreter, Hamburg 19, Armbruststraße 27

Johannisburg
Unser Düsseldorfer Treffen findet am 29. April (Sonntag) statt und nicht,
wie teilweise irrtümlich angenommen wird, am 1. Mai. 

Unser Kreistreffen in Düsseldorf beginnt am 29. April um 11 Uhr. Die
Union-Betriebe sind bereits um 8 Uhr geöffnet. Die Union-Betriebe in der
Witzelstraße sind zu erreichen: vom Hauptbahnhof mit der Linie 4, vom
Graf-Adolf-Platz mit Linie 1, vom Bahnhof Düsseldorf-Biek zehn Minuten
Fußmarsch über Brunnenstraße. Auf das Zusammenkommen der Lehrerschaft und
der ehemaligen Schüler der Johannisburger Oberschule anlässlich dieses
Treffens wird noch besonders hingewiesen. Zuschriften an Landsmann Harold
Oeding in Neuwied (Rhein), Rheinstraße 16, erbeten.

Acht Tage später, am 6. Mai, findet unser Kreistreffen in Frankfurt am Main,
Gutshof Schönhof, statt, günstig gelegen, acht Minuten Fußweg vom
Westbahnhof entfernt für Züge aus Richtung Gießen, Bad Homburg und Kronberg.
Ab Hauptbahnhof mit den Linien 11 – 18 und 19 über den Schön-Ostbahnhof
Linie 3 und aus der Stadtmitte Linie 2.
Landsmannschaft Ostpreußen, Kreis Johannisburg. F. W. Kautz, Kreisvertreter,
Altwarmbüchen bei Hannover

Ortelsburg
Bei dem letzten Transport, der im Zuge der Aussiedlung aus dem polnisch
besetzten Gebiet Ostpreußens in Westdeutschland eintraf, befand sich eine
größere Anzahl Landsleute aus unserem Heimatkreis, deren Namen ich
nachstehend bekanntgebe: 

Amalie Alexander, geb. Balley, geb. am 20.04.1883, aus Kahlfeld; 
Karl Bieleit, geb. am 26.02.1868, aus Schwirgstein; 
Franziska Bonzek, geb. Groß, geb. am 25.11.1884, aus Fürstenwalde; 
Olga Dittrich, geb. Fuchs, geb. am 03.01.1891, aus Wappendorf; 
Wilhelmine Dzudzek, geb. am 05.05.1887, aus Kl.-Jerutten; 
Emma Glimka, geb. Wisk, geb. am 19.11.1911, aus Gr .-Albrechtsort; 
Günter Grabosch, geb. am 16.09.1938, aus Altkirchen; 
Anna Hinzmann, geb. Bittkowski, geb. am 18.09.1888, aus Kobulten; 
Elisabeth Jurr, geb. am 11.10.1882, aus Waplitz; 
Minna Kallinich, geb. Rippschläger, geb. am 11.10.1877, aus Rummau; 
Ditmar Koritkowski, geb. am 07.09.1943, aus Ortelsburg; 
Siegfried Kostonowitz, geboren am 25.03.1941, aus Rummau;
Auguste Kopreck, geborene Kostros, geboren am 16.07.1885, aus Erben;
Emma Marchlowitz, geborene Skrotzki, geboren am 25.03.1886, aus Ortelsburg;
Marie Milewski, geborene Kuss, geboren am 14.06.1886, aus Schwirgstein;
Karoline Radek, geborene Kowarewski, geboren am 15.11.1889, aus Lindenort;
Emma Rauchies, geborene Losch, geboren am 03.12.1886, in Leinau;
Auguste Rogowski, geborene Masuch, geboren am 07.02.1886, aus Puppen; 
August Sagromski, geb. am 17.10.1887, aus Wappendorf; 
Minna Sagromski, geb. Pawelleck, geb. am 18.09.1883, aus Wappendorf; 
Wilhelm Stach, geb. am 09.09.1872, aus Ortelsburg; 
Elfriede Stachs, geb. Witulski, geb. am 03.09.1920, aus Ortelsburg; 
Reinhold Stachs, geb. am 24.04.1944, aus Ortelsburg; 
August Witulski, geb. am 28.06.1886, aus Ottelsburg; 
Anna Witulski, geb. Szepek, geb. am 28.12.1891, aus Ortelsburg; 
Katharina Lipka, geb. am 18.11.1866, aus Lindenort. 

Wir begrüßen unsere Brüder und Schwestern, die in den letzten Jahren unter
den schwierigsten Verhältnissen in unserem Heimatkreis leben mussten, auf
das herzlichste.

Eine besondere Freude erlebte unser Landsmann Wilhelm Kelch, aus Ortelsburg.
Am 24. März 1956 trafen, unmittelbar aus Ortelsburg kommend, seine Ehefrau
Maria Kelch und seine beiden Töchter Helga und Sigrid im Lager Friedland
ein. Bereits am folgenden Tage konnte Landsmann Kelch mit diesen Angehörigen
nach elfjähriger erzwungener Trennung in dem von ihm geschaffenen neuen Heim
ein glückliches Wiedersehen feiern. Wir freuen uns mit der Familie Kelch
über die geglückte Familienzusammenführung und grüßen auch diese Landsleute
sehr herzlich.

Ein langjähriger Mitarbeiter der Kreisgemeinschaft Ortelsburg, der
Vertrauensmann für die Gemeinde Kl.-Schiemanen, Hauptlehrer i. R. Konrad
Perlebach, hat aus gesundheitlichen Gründen und infolge vorgerückten Alters
dieses Amt niedergelegt. Wir danken unserem Landsmann Perlebach für die
bisherige allzeit treue und selbstlose Mitarbeit bei der Wahrung unserer
heimatlichen Belange und wünschen ihm baldige Genesung.

Betr.: Ortulf-Druckerei KG (früher Ortelsburger Zeitung). Um Ansprüche im
Währungsausgleich geltend zu machen, wird allen Kommanditisten und
Gesellschaftern der Ortulf-Druckerei KG empfohlen, die Anzahl ihrer Anteile
Herrn Rudolf Wilke, Kassel-Wilhelmshöhe, Anthoniweg 12, mitzuteilen. Sollte
bei einem der Beteiligten noch ein Gesellschaftervertrag vorhanden sein, so
wird um Einsendung desselben zwecks kurzer Einsichtnahme an die vorgenannte
Adresse gebeten. Bei Anfragen in dieser Angelegenheit wird empfohlen,
Rückporto beizufügen. 

Am 22. April 1956 begeht der Landsmann Michael Friedrich aus Seenwalde,
Vater unseres Mitarbeiters Otto Friedrich, seinen 80. Geburtstag. Michael
Friedrich ist im Jahre 1954 im Zuge der Aussiedlung aus der Heimat nach
Werningerode (Harz) gekommen. Dort verstarb kurz darauf seine Frau, und
Michael Friedrich zog dann zu seiner Tochter. Frau Emilie Schulz,
Gelsenkirchen-Bismarck, Eichendorffstraße 31, wo er heute noch wohnt. Wir
gratulieren unserem Landsmann Friedrich zu seinem 80. Geburtstage
allerherzlichst und wünschen ihm beste Gesundheit und weiteres Wohlergehen. 
Max Brenk, Kreisvertretet, Hagen, Westfalen, Elbersufer 24

Mohrungen
Am 28. März 1956 ist unser Landsmann, der Rechtsanwalt und Notar Kurt Sender
aus Saalfeld, nach längerer Krankheit von uns gegangen. Seit 1950 gehörte er
dem Kreisausschuss des Kreises Mohrungen an und hat uns in allen
Rechtsfragen beratend zur Seite gestanden. Er gehört zu den Wissensträgern,
die uns zu den Belangen und Problemen unserer Heimat, zur Klärung manches
persönlichen Schicksals für die Zukunft sehr fehlen wird. Über sein Grab
hinaus werden wir ihm ein ehrendes Andenken bewahren. 
Reinhold Kaufmann als Kreisvertreter und Vorsitzender des Kreisausschusses. 

Aus ganz wichtigen Gründen werden gesucht: 
Aus Liebstadt: 
Herm. Kuhn, 
Frau Frieda Jahnscheck, geb. Kuhn, NSKOV-Siedlung 5. 

Aus Freiwalde: 
Frau Kowalski, 
Frau Anna Horn, geb. Meiritz, 
Frau Elise Horn, geb. Will, 
Irmgard Horn, geb. 1938, 
Ursula Horn, geb. 1932. 

Aus Sonnenborn: 
Bruno Lettau und Karl Meiritz. 

Aus Hagenau: 
Tischlermeister Kienapfel. 
Meldungen über die Gesuchten oder über Personen, welche die jetzigen
Anschriften wissen könnten, an Karteisachbearbeiter Herrn C. Berg, (23) Leer
(Ostfriesland), Königsberger Straße 11.

Braunsberg
Schloßschule: Gesucht werden von den Abiturienten des Jahrgangs 1931: 

Leo Erdmann, 
Erich Hildebrandt, 
Herbert Kikut, 
Fritz Lange, 
Oskar Lemke, 
Walter Ludigkeit, 
Kurt Pussert. 
Wer Auskunft über den Verbleib der Genannten geben kann, schreibe an
Mittelschullehrer Otto Schemmerling, Osnabrück, Lieneschweg 77.

Seite 12   Aus der landsmannschaftlichen Arbeit in …
BAYERN
Vorsitzender der Landesgruppe Bayern: Dr. Thieler, München; Geschäftsstelle
der Landesgruppe: Lothar Polixa, München 5, Rumfordstraße 40, Telefon 29 35
94. 

Augsburg. 
Der Bezirksdelegierte für Schwaben, Fritz Hammerschmidt, lädt alle Kreis-
und Ortsgruppen in Schwaben zu einer Delegiertentagung für den 6. Mai um 14
Uhr in die Gaststätte „Gartenstadt Spickel ein; zu erreichen ab Bahnhof
Linie 6 bis Haltestelle Spickel. Auf der Tagesordnung stehen der Bericht
über die Landesdelegiertentagung in Nürnberg und Referate des Gesandten a.
D. von Saucken (früher Memel), Kulturwart Kurt Neumann und Landesobmann der
Westpreußen Konopatzky. Anschließend findet eine Mitgliederversammlung
statt, und es folgt dann ein „Tanz in den Mai". — Am 2. Mai unternimmt das
Damenkränzchen einen Ausflug im Omnibus nach Bad Wörrishofen; Abfahrt 13 Uhr
ab Stadttheater; weitere Auskunft bei der Geschäftsstelle.
                                                     
Memmingen.
Auf der Jahreshauptversammlung in der „Weizenbierbrauerei“ wies der
Vorsitzende Pentzek darauf hin, dass die landsmannschaftliche Gruppe in den
sechs Jahren ihres Bestehens zu einer festen Gemeinschaft zusammengewachsen
ist. Bei den monatlichen Zusammenkünften sei die Jugend stets stark
vertreten; die Leiterin der Jugendgruppe, Fräulein Bourdos, sei den Kindern,
die ihre Heimat nicht mehr kennen, eine vorzügliche Vermittlerin des Wesens
der ostpreußischen Heimat. Unter den Veranstaltungen des vergangenen Jahres
sind besonders die Einweihungsfeier des Mahnmales für die Toten der
ostdeutschen Heimat auf dem Memminger Waldfriedhof und die Teilnahme an der
Sonnwendfeier der Landsmannschaften hervorzuheben. Vorgesehen ist ein
Vortrag über das Memelland. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt: 1.
Vorsitzender Kurt Pentzek. 2. Vorsitzender und gleichzeitig Schriftführer
Friedrich Martin. Kassierer Hans Wrusch, dazu als Beisitzer Lumma.
Christofzyk sowie Dapottka und die Jugendleiterin Fräulein Bourdos.

Traunstein
Auf der letzten Versammlung wurden die Mitbegründer der
landsmannschaftlichen Gruppe Karl Folkerts und Erich Wolf geehrt. Der Erste
Vorsitzende, Alexander Schadau, hielt einen Vortrag über den ostpreußischen
Weltmeister im Segelfliegen, Ferdinand Schulz. — Die nächste Versammlung
wird dem Muttertag gewidmet sein; sie wird am 6. Mai im Aubräukeller
stattfinden. 

BADEN/WÜRTTEMBERG
1. Vorsitzender: Vorsitzender: Hans Krzywinski, Stuttgart-W, Hasenbergstraße
Nr. 43 

Friedrichshafen. 
Das Monatstreffen am 6. April war auch von zahlreichen Mitgliedern der
Ortsgruppe Ravensburg besucht. Die Ortsgruppe Friedrichshafen wird am 28.
April einer Einladung der Landsleute in Ravensburg folgen. Auch in diesem
Jahre sollen gemeinsam einige größere Ausflüge in die schöne Umgebung
gemacht werden. 

Ulm/Neu-Ulm. 
Auf der Monatsversammlung gab der Vorsitzende Korinth einen Überblick über
den Stand des Lastenausgleichs und beantwortete verschiedene Anfragen. Den
Höhepunkt der Versammlung bildeten musikalische Darbietungen der
Jugendgruppe unter Leitung von Herrn und Frau Bromberger. Ausführende waren
neben dem Chor der Jugendgruppe die Familien Kloss und Bromberger mit
gesanglichen Darbietungen und zum Teil unter Begleitung von Blockflöten,
Fräulein Roswitha Dreese (Geige), die Gebrüder Heinrichs (Klavier und Geige)
und die Gebrüder Peylo (Posaune). Das war ein fröhliches Musizieren, das so
recht aus dem Herzen kam, und für das die Hörer mit immer neuem Beifall
dankten. Der Abend war für die Ausübenden ein voller Erfolg und den
zahlreichen Zuhörern eine besondere Freude. Der Vorstand sah sich in seinem
Bemühen belohnt der heranwachsenden Jugend im Rahmen der Landsmannschaft
eine Stätte zur Pflege heimatlichen Kulturgutes zu schaffen. Das nächste
Treffen der Jugendgruppe findet am Samstag, dem 21. April 19.30 Uhr, im
Nebenzimmer der Jahnhalle statt. Am ersten Pfingstfeiertag findet in Ulm im
Jahnsaal ein großes Treffen für die im ganzen süddeutschen Raum lebenden
Landsleute der Heimatkreise Königsberg, Fischhausen, Labiau und Pr-Eylau
statt. Das Jahrestreffen der ostdeutschen Landsmannschaften wird am 3. Juni
in Schwäbisch-Gmünd durchgeführt werden. Anmeldungen werden auf der
Mai-Versammlung angenommen. Ferner wird bekanntgegeben, dass die Landsleute
aus dem Ermland am 22. April i Ulm ein Ermländertreffen haben.

Reutlingen. 
Auf der Jahreshauptversammlung wurden folgende Landsleute in den Vorstand
gewählt: 1. Vorsitzender Martin Plümicke, 2. Vorsitzende Frau Elisabeth
Freytag, Kassenwart und einstweiliger Schriftführer Hans Jörgen. Dieser
Geschäftsführende Vorstand wurde durch die Wahl der nachstehend aufgeführten
Beiräte erweitert: Kulturelle Angelegenheiten: Gustav Downar,
Jugendangelegenheiten: Ulrich Jordan Frauengruppe: Frau Elsa de la Chaux.
Der geplante Lichtbildervortrag „Ordensburgen in Ost- und Westpreußen“ fiel
wegen der vorgerückten Stunde aus; er wird auf der Mitgliederversammlung am
Sonnabend, 21. April, im kleinen Saal der „Bundeshalle". Reutlingen,
Kaiserstraße gehalten werden. Beginn 19 Uhr; Eintritt frei, Gäste
willkommen. – Am Donnerstag (Himmelfahrt), 10. Mai, wird eine Autobusfahrt
zur Burg Hohenzollern stattfinden. In Hechingen ist ein geselliges
Beisammensein mit den dortigen Landsleuten vorgesehen. Abfahrt
(voraussichtlich) um 11 Uhr. Fahrtkosten für Mitglieder und deren Ehegatten
etwa 2,50 DM. Nichtmitglieder etwa 3 DM. In die Fahrtkosten sind die Kosten
für die Besichtigung der Burg eingeschlossen. Anmeldungen werden schon jetzt
an die Geschäftsstelle (Landsmann H. Jörgen, Liststraße 13) erbeten. Die
Jugend wird sich an dieser Fahrt auf Fahrrädern beteiligen. Anmeldungen beim
Jugendwart Ulrich Jordan, Karlstraße 62.

Ludwigsburg.
Auf der Jahreshauptversammlung im Verkehrslokal Kurrle, Schützenstr. gab der
Vorsitzende einen anschaulichen Tätigkeitsbericht. - Am 30. April werden die
Landsleute zum Maitanz bei Kurrle zusammenkommen. 

Tuttlingen. 
Auf dem Jahreshaupttreffen im Schwabenhaus der landsmannschaftlichen
Vereinigung „Ordensland" wurden der 1. Vorsitzende D. W. Schienemann
(zugleich Obmann der Westpreußen), der 2. Vorsitzende Fritz Bartsch, der
Obmann der Ostpreußen Otto Klarhöfer, der Kassenwart und Obmann der Danziger
Arno Wischneck und Brigitte Lemm als Schriftführerin in ihren Ämtern
bestätigt. Das rege heimatpolitische Wirken des Vorstandes bezeugten mehrere
Veranstaltungen in diesem Jahre, wie z. B. Lichtbildervorträge des 1.
Vorsitzenden in Trossingen und Aldingen über Westpreußen. Im Zusammenwirken
mit allen Heimatvertriebenenverbänden wurde vom 15. bis 19. März eine
Ausstellung „Der deutsche Osten“ durchgeführt. Ein Höhepunkt war die
Aufführung des vorzüglichen dokumentarischen Bildberichts von Otto Stork
über die 700-Jahrfeier von Königsberg in Duisburg. Die Vereinigung
„Ordensland“ beteiligte sich an dieser Ausstellungswoche durch die
Gestaltung eines Kulturabends „Am großen Strom“ und eines
landsmannschaftlichen Sonntagsnachmittags. Die Ausstellung wurde von mehr
als 900 Erwachsenen und über 1000 Schülern besucht; an den vier
Nachmittagstreffen nahmen rund 500 Heimatvertriebene teil.

Mannheim
Ein Lichtbildervortrag über den deutschen Osten, der im Rahmen der
Mannheimer Abendakademie in Mannheim-Waldhof gehalten wurde, konnte leider
erst kurz vorher in der örtlichen Presse bekanntgegeben werden; daher war
die Beteiligung gering. — In der April-Versammlung wurden schöne Aufnahmen
von der Schweizer, italienischen und österreichischen Alpenlandschaft
gezeigt. Der für April geplante Musik- und Rezitationsabend muss auf einen
späteren Termin verlegt werden. — Am 5. Mai wird ein geselliger Abend „Tanz
in den Maien" stattfinden. — Für Juni ist eine Abendfahrt auf dem Rhein nach
Speyer oder Worms vorgesehen.

HESSEN
Vorsitzender der Landesgruppe Hessen: Konrad Opitz, Gießen, Grünberger
Straße 194

Fulda.
Auf der letzten Monatsversammlung im Ballhaus verlas der Vorsitzende Wietzke
einen Bericht über die heutigen Verhältnisse im ostpreußischen Oberland. Der
Vorsitzende der Landesgruppe, Studienrat Opitz, schilderte ausführlich den
Zustand unserer Heimat unter sowjetischer und polnischer Verwaltung. Die
Forderung nach der Vereinigung mit Mitteldeutschland dürfe nur als eine
Vorstufe zur friedlichen Eingliederung der ostdeutschen Gebiete betrachtet
werden, denn die Sehnsucht nach der Heimat werde bei den ostdeutschen
Menschen niemals verlöschen. – Die nächste Monatsversammlung wird am 8. Mai
1956 im Ballhaus stattfinden.

HAMBURG
Vorsitzender Landesgruppe Hamburg: Hans Kuntze, Hamburg-Bergedorf;
Geschäftsstelle: Hamburg 13, Parkallee 86, Postscheckkonto: Hamburg 96 05. 

Bezirksgruppenversammlungen 
Es wird gebeten, zu allen Bezirksgruppenversammlungen die Mitgliederausweise
mitzubringen. 

Fuhlsbüttel: Die Kinderstunde beginnt am Montag, 23. April, um 17.30 Uhr und
findet bis auf weiteres alle acht Tage statt. — Nächster Heimatabend am
Dienstag, 8. Mai, um 20 Uhr. Alle Veranstaltungen finden im Landhaus
Fuhlsbüttel, Brombeerweg 1, statt.

Altona: Am Dienstag, 24. April, von 19 bis 20.30 Uhr Jugendstunde für
Jugendliche ab 14 Jahre. Am Donnerstag, 26. April, von 16 bis 17.80 Uhr
Zusammenkunft der Kindergruppe für Kinder bis zu 13 Jahren. — Am Donnerstag,
3. Mai, 20 Uhr, Heimatabend. Diese Veranstaltungen finden alle statt in
unserem Lokal „Stadt Pinneberg", Altona, Königstraße 260. 

Wandsbek: Nächster Heimatabend (zugleich Jahresmitgliederversammlung am
Sonntag, 29. April, 19 Uhr, im Bezirkslokal Lackemann, Wandsbek, Hinterm
Stern 4. Bei dieser Versammlung werden auch das geplante Frühlingsfest und
der Sommerausflug besprochen. Im Anschluss an den offiziellen Teil
geselliges Beisammensein und Tanz. 

Elbgemeinden: Nächstes Treffen: Montag, 30. April, Elbschloß-Brauerei,
Nienstedten, 20 Uhr, Frühlingsfest mit Tanz in den Mai, Eintritt 1,-- DM im
Vorverkauf, Abendkasse 1,50 DM. Karten bei H. Kopp, Osdorf, Blomkamp 49; H.
Salewski, Blankenese, Osterleystraße 17; Café Rehse. Altona, Allee 124.
Gäste herzlich willkommen. 

Harburg-Wilhelmsburg: Am Sonnabend, 5. Mai, um 19.30 Uhr, in Harburg, Lokal
Wiedemann, Winsener Straße 21 (Ecke Reeseberg), Heimatabend. Es spricht
Superintendent Doscocil über die Volksstämme in Ostpreußen. 

Bergedorf: Am Sonnabend, 21, April, um 20 Uhr, Frühlingsfest im
„Holsteinischen Hof", Bergedorf, Alte Holstenstraße (neben Fimeck).
Unkostenbeitrag für Mitglieder 0,50 DM, für Nichtmitglieder 1 DM. Gäste sind
herzlich eingeladen. 

Kreisgruppenversammlungen 
Goldap: Am Sonnabend, 21. April, 20 Uhr, in der „Alsterhalle", An der Alster
83. 

Gumbinnen: Am Sonntag, 22. April, um 16 Uhr bei Bohl, Hamburg 21,
Mozartstraße 27. Beschlussfassung über die Fahrt nach Bielefeld 23./24.
Juni. 

Insterburg: Sonnabend, 5. Mai, 20 Uhr, in der „Alsterhalle", An der Alster
83. 

Heiligenbeil: Am Sonnabend, 5. Mai, 20 Uhr, bei  in der "Alsterhalle", An
der Alster 83. Frühlingsfest mit ostpreußischem Maitrank und Tanz. 

Ostpreußische Jugend in Hamburg in der DJO 
Sonntag, 22. April, 8 Uhr: Wir wandern in die Harburger Berge. Abfahrt 8.14
Uhr ab Hauptbahnhof. Fahrkarte bis Hausbruch lösen. Treffpunkt 8 Uhr
Stadtplan in der Wandelhalle. – Montag, 23. April, 20 Uhr: Volkstanz Schule
Winterhuder Weg. – Donnerstag, 26. April, 20 Uhr: Heimatabend im Heim
Lothringer Straße, Lichtbildervortrag. – Montag, 30. April, 20 Uhr:
Volkstanz Schule Winterhuder Weg.

Arbeitsgemeinschaft der Memelkreise 
Nächstes Sonntagnachmittags-Treffen 29. April im Lokal „Frascatti“,
Methfesselstraße (Straßenbahnlinien 3 und 16 bis Methfesselstraße. UB bis
Osterstraße). Anfang 16 Uhr. Beschluss über eine Geschäftsordnung. Neuwahl
des Vorstandes. Anschließend: Besinnliches und Heiteres im Frühling mit
Tanz.

Re: [OWP] KUMMETSCHEN -Kreis Pilkallen - FN DUWE

Date: 2017/03/10 11:02:00
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>

Hallo Bernd,


ich bin auf der Suche nach dem Familienname DUWE aus dem Raum Kummetschen.

Es geht um Auguste Minna Duwe *08.04.1894

die Angaben müssten präzisiert werden, um evtl. helfen zu können.
Direkt in Kummetschen ist die Auguste Minna DUWE wohl nicht geboren, denn ein solcher Eintrag findet sich nicht im Geburtsregister des Standesamts Kummetschen (online bei ancestry.de). Auch andere Namensträger sind im StA Kummetschen (Kreis Pillkallen bzw. Insterburg) nicht vermerkt.

Woher stammt die Angabe zu Kummetschen ? Kann es sein, dass Groß/Klein Kummetschen gemeint sind, die im Kreis Goldap lagen? Von dort sind leider keine StA-Unterlagen überliefert.
Was sind die letzten gesicherten Daten zur Person (Heirat, Sterbeort usw.) ?

Kummetschen gehörte zum Kirchspiel (evang.) Schirwindt, da sind außer früher Bücher bis 1830 (nur Sterbe) keine Unterlagen überliefert.

Gruss, Henry (Lange)

[OWP] WG: Holländer.

Date: 2017/03/10 11:21:02
From: Christian Keydel <ChriKey(a)t-online.de>

 

Guten Abend, 

eine Holländerei war eine (größere) Milchwirtschaft, ein 

Holländer Knecht arbeitete auf dem Hof / Gut / Vorwerk,

auf dem sie betrieben wurde.

Mit seiner Herkunft hatte das nichts zu tun. Er kann ein

Deutscher gewesen sein, der womöglich aus der selben

Gemeinde stammte. Sein Nachname Uckermarck deutet

darauf hin, daß einer seiner Vorfahren aus der Uckermarck 

in eine andere Gegend gekommen war.

Gruß von Christian Keydel.

[OWP] Familienname Duwe

Date: 2017/03/10 11:26:57
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Am 9. März 1954, entschlief nach langer, schwerer Krankheit, unsere geliebte
Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Berta Duwe, geb. Neumann, aus
Gumbinnen, Luisenstraße 15, im 73. Lebensjahre. Es trauern um sie, Heinz
Duwe und Frau Anneliese, geb. Herrmann, Hof, Saale. Bruno Kobrzinowski und
Frau Annaliese, geb. Duwe, Kulmbach. Willi Thulke und Frau Christel, geb.
Duwe, Ulm, Donau. 7 Enkelkinder. Ulm, Donau, Oerlingertalweg 59

Wer kann bestätigen, dass Herrmann Duwe, geb. 02.04.1877, aus Königsberg,
Bülowstraße 42, bei der Firma Lingen & Co, Schiefer Berg, von 1935 bis 1942
tätig gewesen ist, und seit 1942 Rente von der Landesversicherungsanstalt
bezogen hat?

Plötzlich und unerwartet starb am 11. Februar 1954 nach kurzer, schwerer
Krankheit, unser liebes Muttchen und Oma, Schwester, Schwiegermutter und
Tante, Auguste Kroll, geb. Duwe. Früher Königsberg, Ober-Rollberg 19 b, im
Alter von 77 Jahren. In tiefer Trauer: Erna Hein, geb. Kroll. Elsa Kroll.
Frank Hein. Bernd Hein. Jetzt: Bretten, Baden. Am Husarenbaum 7.

Nach langem, in Geduld ertragenem Leiden, jedoch völlig unerwartet,
entschlief heute, wenige Tage vor der Silbernen Hochzeit, meine liebe,
unvergessliche Frau, unsere herzensgute Mutti, Schwester und Tante, Else
Schmidt, verw. Duwe, geb. Oltersdorff, im 62. Lebensjahre. In tiefer Trauer:
Bruno Schmidt, Obersteuerinspektor a. D. Hans Duwe mit Frau Gretel. Helene
Kohn, als Schwester und alle Angehörigen. Stuttgart, den 9. August 1954,
Landhausstraße 245. Früher: Bischofsburg, Ostpreußen

81. Geburtstag
Am 15. November 1954, dem Maschinenbaumeister Rudolf Duwe, aus Braunsberg.
Er wohnt mit seiner Ehefrau Auguste, geb. Unruh in Brunbüttelkoog,
Kautzstraße 6

Wer von den Allensteiner Landsleuten kann Angaben über den Tod der Frau Anna
Duwe (Pelzgeschäft), Oberstraße 3, machen? Wer war Augenzeuge des Freitodes
der Obengenannten?

75. Geburtstag
Am 3. Februar 1955, Frau Maria Duwe aus Goldap, Siedlung Braunschweig. Sie
wohnt in Nordenham, Hafenstraße 6, bei ihrem Sohn Heinz.

Gesucht wird Friedrich Duwe, geb. 29.08.1907, aus Ostpreußen. Nach dem
Einmarsch der Russen soll er in Parchim, Mecklenburg, gelebt haben.

Wir melden uns: Alle Bekannten aus Schloßberg und Strasburg bitte ich, an
mich zu schreiben. Hildegard Duwe, Schöningen, Baunschweig, Wallstraße 19,
Kreis Helmstedt

Frau Marie geb. Kaiser, letzte Wohng. Waldpothen, Kr. Samland und Familie
Eich, letzte Wohng. Bönkenwalde, Kr. Heiligenbeil, werden gesucht von Artur
Duwe, 20a Hambühren b. Celle/Hann.

Herr Hans Duwe und seine Ehefrau Erna geb. Keller, aus Königsberg, begehen
am 7. Oktober 1952 das Fest der silbernen Hochzeit in Harste bei Göttingen.
Wir gratulieren und wünschen dem Silberpaar für die Zukunft alles Gute.


Re: [OWP] Lesehilfe

Date: 2017/03/10 11:50:38
From: Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>

Im "Frischbier - Preussisches Wörterbuch - Ost- und Westpreussische Provinzialismen - 1882" Band 1, Seiten 295 und 296 gibt es mehrere Erklärungen für den Begriff "Holländer", darunter auch Wiedertäufer und Mennoniten. Aber auch da keine eindeutige Erklärung, woher der Begriff kommt.
Also, nehmt es nicht so schwer, wenn Ihr das nicht wisst...
Gruß  an alle -
Martin

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Werner Steinert
Gesendet: Freitag, 10. März 2017 06:17
An: OW-Preussen-L
Betreff: Re: [OWP] Lesehilfe

Info an Bert und Henry,

möglicherweise ist "Holländer" keine Bezeichnung der Nationalität, sondern eine Berufsbezeichnung!
In Zusammenhang mit meinen Recherchen zu Memel und Bommelsvitte fand ich die Bemerkung, dass diejenigen, die aus Sumpfland Ackerboden machen konnten, d.h. die Land holten aus Sumpf, auch als Hohl-Land/Hohlländer/Holländer bezeichnet wurden.

möge es helfen

herzlich

Werner (steinert) dortmund


Ahnen sind für den nur Nullen / Der dazu als Nulle tritt  / Stell' als Zahl Dich an die Spitze / Und die Ahnen zählen mit.


-----Original-Nachricht-----
Betreff: Re: [OWP] Lesehilfe
Datum: 2017-03-09T19:48:21+0100
Von: "Bert Uckermark" <uckermark(a)t-online.de>
An: "OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

vielen Dank.
Ich hatte auch Holländer gelesen, aber war mir unsicher; der Name Uckermark ist eher ein Durchzugsname in Richtung Ostpreussen.
Und dort wurden die erste Vorkommen als deutsche Siedler geführt.

-Ursprüngliche Nachricht-----
From: Henry Lange
Sent: Thursday, March 09, 2017 7:40 PM
To: OW-Preussen-L
Subject: Re: [OWP] Lesehilfe

Hallo Bert,

ich lese:

ihr mit Johann Friedrich Uckermarck, ein Holländer Knecht,
unverheir(atet) [oder: unehelich] gezeugter den 11. Juny geb(orener) Sohn....

Gvtt. (Gevattern=Taufpaten): es folgen die Namen

und er ist Mittwoch den 13. Juni getauft worden.

Gruss, Henry (Lange)


Am 09.03.2017 um 19:26 schrieb Bert Uckermark:
> Hallo Liste,
>
> habe da eine Eintrag bei Ancestry gefunden, den ich nicht umfänglich
> lesen kann.
> Könnte ein kundiger Lesehilfe geben ?
> Vorab Danke.
>
> http://uckermarck.de/Lesehilfe/Lesehilfe%20Uckermark_Burmeister.htm
> Eintrag Nr.110
> Anna Elisabeth Burmeister … mit Johann Friedrich Uckermarck ein ? ………
>
> …. den 11. Juny geb. Sohn Wilhelm Martin Friederich
>
> ………..
>
> LG
> Bert Uckermark
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

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Re: [OWP] Lesehilfe

Date: 2017/03/10 12:35:29
From: rpp <pcperrey(a)t-online.de>

Das "Preußische Wörterbuch" von Riemann et al., Band II, Fi-J, Neumünster 1981, führt in den Spalten 1028 u. 1029 sieben verschiedene Bedeutungen für 'Holländer' auf, wobei aber in diesem Fall nur die Bedeutungen 1 und 2 infrage kommen. Außer der leicht deutbaren Bedeutung 1, 'Bewohner des Landes Holland', kommt nur die Bedeutung 2, 'Nachkomme der aus Holland stammenden Ansiedler in der Weichselniederung und im Pregeltal' [man könnte ergänzen, auch in der Memelniederung] in Betracht. Die übrigen aufgeführten Bedeutungen beziehen sich auf Gegenstände.

Gruß
Rolf-Peter

On 10.03.2017 11:50, Martin Kunst wrote:
Im "Frischbier - Preussisches Wörterbuch - Ost- und Westpreussische Provinzialismen - 1882" Band 1, Seiten 295 und 296 gibt es mehrere Erklärungen für den Begriff "Holländer", darunter auch Wiedertäufer und Mennoniten. Aber auch da keine eindeutige Erklärung, woher der Begriff kommt.
Also, nehmt es nicht so schwer, wenn Ihr das nicht wisst...
Gruß  an alle -
Martin

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Werner Steinert
Gesendet: Freitag, 10. März 2017 06:17
An: OW-Preussen-L
Betreff: Re: [OWP] Lesehilfe

Info an Bert und Henry,

möglicherweise ist "Holländer" keine Bezeichnung der Nationalität, sondern eine Berufsbezeichnung!
In Zusammenhang mit meinen Recherchen zu Memel und Bommelsvitte fand ich die Bemerkung, dass diejenigen, die aus Sumpfland Ackerboden machen konnten, d.h. die Land holten aus Sumpf, auch als Hohl-Land/Hohlländer/Holländer bezeichnet wurden.

möge es helfen

herzlich

Werner (steinert) dortmund


Ahnen sind für den nur Nullen / Der dazu als Nulle tritt  / Stell' als Zahl Dich an die Spitze / Und die Ahnen zählen mit.


-----Original-Nachricht-----
Betreff: Re: [OWP] Lesehilfe
Datum: 2017-03-09T19:48:21+0100
Von: "Bert Uckermark" <uckermark(a)t-online.de>
An: "OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>

vielen Dank.
Ich hatte auch Holländer gelesen, aber war mir unsicher; der Name Uckermark ist eher ein Durchzugsname in Richtung Ostpreussen.
Und dort wurden die erste Vorkommen als deutsche Siedler geführt.

-Ursprüngliche Nachricht-----
From: Henry Lange
Sent: Thursday, March 09, 2017 7:40 PM
To: OW-Preussen-L
Subject: Re: [OWP] Lesehilfe

Hallo Bert,

ich lese:

ihr mit Johann Friedrich Uckermarck, ein Holländer Knecht,
unverheir(atet) [oder: unehelich] gezeugter den 11. Juny geb(orener) Sohn....

Gvtt. (Gevattern=Taufpaten): es folgen die Namen

und er ist Mittwoch den 13. Juni getauft worden.

Gruss, Henry (Lange)


Am 09.03.2017 um 19:26 schrieb Bert Uckermark:
Hallo Liste,

habe da eine Eintrag bei Ancestry gefunden, den ich nicht umfänglich
lesen kann.
Könnte ein kundiger Lesehilfe geben ?
Vorab Danke.

http://uckermarck.de/Lesehilfe/Lesehilfe%20Uckermark_Burmeister.htm
Eintrag Nr.110
Anna Elisabeth Burmeister … mit Johann Friedrich Uckermarck ein ? ………

…. den 11. Juny geb. Sohn Wilhelm Martin Friederich

………..

LG
Bert Uckermark
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[OWP] Holland

Date: 2017/03/10 13:06:11
From: Dr. Wolfgang Milkowski <wolfgang.milkowski(a)t-online.de>

In den Erbhuldigungsakten des Herzogtums und Königreichs Preußen 3. Teil 1678-1737 ist der Ort Holland in Ostpreußen mehrfach erwähnt. Wolfgang (Milkowski

E-Mail: Wolfgang.milkowski(a)t-online.de


[OWP] Ostpreußenblatt, Folge 16 vom 21.04. 1956

Date: 2017/03/10 16:21:54
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 13   
RHEINLAND-PFALZ 
Vorsitzender der Landesgruppe: Dr. Deichmann, Koblenz, Simmerner Straße 1,
Ruf 7408. Geschäftsführung und Kassenleitung: Walter Rose, Neuhäusel
(Westerwald), Hauptstraße 3. 

1. im Kampf gegen die landsmannschaftlichen Gruppen, die ihre
Eigenständigkeit bewahren wollen, versucht neuerdings der BvD, in
Rheinland-Pfalz eigene landsmannschaftliche Gliederungen ins Leben zu rufen.
Die ostpreußische Landsmannschaft hat bislang ihren Mitgliedern nicht
verwehrt, zugleich dem BvD anzugehören. Sie kann jedoch nicht dulden, dass
ihre Mitglieder vom BvD in einer Gegenorganisation zusammengefasst werden,
die nur die Aufgabe hat, die Landsmannschaft Ostpreußen zu schwächen.
Derartige Gliederungen werden niemals anerkannt werden. Die Landsmannschaft
Ostpreußen erwartet vielmehr von allen Ostpreußen, dass sie ihr als der
alleinigen Vertreterin der Heimatinteressen die Treue halten und sich
derartigen Spaltungsversuchen widersetzen. Die gegebene Lösung ist in
solchen Fällen, dass Ostpreußengruppen gebildet werden, die nur der
Landsmannschaft Ostpreußen angehören. Diese werden gebeten, sich bei der
Landesgruppe anzumelden. 

2. Örtliche Gruppen, die heimatpolitische Veranstaltungen für 1956 vorhaben
(z. B. Heimatabende, Filmvorführungen. Dichterlesungen, Vorträge, ??? (nicht
lesbar), Musik, Trachten usw.), werden gebeten, ihre Pläne mit
Kostenvoranschlägen umgehend der Landesgruppe einzureichen, damit
entsprechende Beihilfen beantragt werden können. 
Der Landesgruppenvorsitzende Dr. Deichmann 

NORDRHEIN-WESTFALEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen: Erich Grimoni. (22a)
Düsseldorf 10. Am Schein 14. Telefon 6 24 14. 

Köln. Im Hause der Bürgergesellschaft, Appellhofplatz, fand die
Generalversammlung statt. Die Versammlung stimmte einem Antrag auf
Satzungsänderung zu, wonach die Amtszeit des neugewählten Vorstandes von
einem auf zwei Jahre verlängert wird. Die Tätigkeitsberichte der Landsleute
Biber, Wackernagel, Goerke, Eisermann und Rosemann erfreuten sich
ungeteilter Zustimmung. Es konnte eine Wiederwahl des gesamten Vorstandes
durchgeführt werden; Im Einzelnen sind es folgende Landsleute: 1.
Vorsitzender Biber, 2. Vorsitzender Goerke, Schriftführer Wackernagel und
Schilling, Kassierer Eisermann, Beisitzer Laschat, Stein, Schnakenberg,
Wendorff, Rosemann. Im Anschluss an die Wahl richtete Landesvorsitzender
Grimoni anerkennende Worte an den wiedergewählten Vorstand und spornte die
Mitglieder der Landsmannschaft durch lebendige Schilderung der
landsmannschaftlichen Arbeit auf höherer Ebene an, noch mehr als bisher für
den Heimatgedanken einzutreten. — Die nächste größere Veranstaltung wird
eine Maifeier für alle Mitglieder sein, deren genauer Zeitpunkt noch nicht
festliegt. Alles Nähere erfahren die Landsleute der Kreisgruppe Köln aus den
nächsten Rundschreiben. 

Wesel. Am Sonntag, dem 22. April, um 15 Uhr wird die Jahreshauptversammlung
mit Neuwahl des Vorstandes im Saale Galland, Wesel, Fluthgrafstraße,
stattfinden.
 
Mülheim-Ruhr. Als der Vorsitzende Gallmeister aus der Jahreshauptversammlung
in der Gaststätte „Salamander" den Tätigkeitsbericht erstattete, wurde er
häufig durch Beifall unterbrochen. Auf den regelmäßig am ersten Sonnabend
jedes Monats stattfindenden Monatsversammlungen in dem bereits genannten
Trefflokal wird die Verbundenheit der Landsleute zu der Heimat wachgehalten.
Die bedeutendste Kulturveranstaltung war ein Dichterabend im Altenhofsaal
mit Agnes Miegel. Neben Vorträgen und Filmvorführungen wurde auch der
gesellige Zusammenhang gepflegt: hierzu gehörten Dampferfahrten nach Orsau
und zum Baldeney-See. Die älteren Landsleute und die Kinder wurden auf einer
Weihnachtsfeier beschert. Bei der Neuwahl des Vorstandes wurde zum achten
Male der umsichtige Vorsitzende Friedrich Gallmeister zum 1. Vorsitzenden
gewählt, sein Stellvertreter wurde Fritz Pallasch. Zum fünften Male erhielt
der 1. Schriftführer Kurt Unterspann das Vertrauen; die Kassenführung wurde
Landsmann Schröter übertragen. 

Essen-Borbeck. Beim Monatstreffen am 22. April, 20 Uhr, im Waidkämper Hof
werden Lichtbilder aus der Heimat gezeigt werden. 

Kreisgruppe Recklinghausen. Die Volkshochschule in Herten kann mit ihrer
seit Jahren bestehenden Ostdeutschen Arbeitsgemeinschaft als beispielgebend
angesprochen werden. Vertreter aller Landsmannschaften und auch der alten
„Heimattreuen Ost- und Westpreußen" sind in diesem Kreise vereinigt. Im
Erfahrungsaustausch werden die kulturellen Veranstaltungen der
Heimatvertriebenen geplant und bereichert. Auch die DJO arbeitet hierbei
eifrig mit, — Bei der letzten Zusammenkunft sprach ein ostpreußischer
Landsmann, der jetzt in Allenstein und Umgebung war, über die derzeitigen
Verhältnisse in unserer Heimat. Nach vielen vergeblichen Bemühungen gelang
es ihm, seine achtzigjährige Mutter zu sich nach Recklinghausen zu holen.
Manche in diesem Arbeitskreis offenstehende Frage konnte nun beantwortet
werden. Alle Teilnehmer waren von den Tatsachen, die der Sprecher berichten
konnte, stark beeindruckt. — Im April wird die Arbeitsgemeinschaft ein
Gespräch mit einem sechzehnjährigen Jungen führen, der acht Jahre eine
polnische Schule besuchen musste. Dieser Junge kam erst in diesen Wochen mit
seinen Eltern ins Bundesgebiet. 

Solingen. Am Freitag, dem 27. April, um 20 Uhr, veranstaltet die
Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen in der Aula des
Humboldt-Gymnasiums, Solingen-Weyer, anlässlich des Tages des Buches eine
Dichterlesung mit Günther Schwab über „Landschaft und Tiere in Ostpreußen".
Umrahmt wird diese Veranstaltung durch Darbietungen des Ostpreußischen
Singkreises und durch Tonfilme über unsere ostpreußische Tierwelt.
Unkostenbeitrag: --,50 DM, Schüler und Jugendliche --,25 DM. 

Siegen. Die Kreisgruppe veranstaltete am 15. März eine Zusammenkunft in
Weidenau im Hotel „Zum Prinzen Karl". Als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft
der Memelkreise sprach Landsmann Butkewitsch aus Bochum. — Am 12. April fand
ein geselliges Beisammensein mit Tanz im „Handwerkerhaus" statt. — Die
nächste Zusammenkunft ist für Donnerstag, 17. Mai, wieder am
„Handwerkerhaus" in Siegen vorgesehen. 

Münster. Auf der letzten Mitgliederversammlung im Aegidiihof führte der
Kulturreferent die mit Begeisterung aufgenommenen Tonfilme „Ostpreußen,
Mensch und Scholle" und „Münster, die Hauptstadt Westfalens" sowie den
Dokumentarfilm „Berlin, Insel der Freiheit" vor. Am 2. Mai wird um 20 Uhr
eine mit der Mitgliederversammlung verbundene Gedenkstunde „Elf Jahre
Vertreibung" stattfinden, bei der der Ostdeutsche Heimatchor unter seinem
Dirigenten Studienrat Eistert mitwirken wird. — Für Sonntag, 6. Mai, ist ein
Bus-Ausflug nach Borghorst, Burgsteinfurt-Bentheim geplant; Abfahrt 8 Uhr.
Anmeldungen werden unter Zahlung des Fahrpreises von 3 DM pro Person bei dem
Geschäftsführer Quadt, Hammerstraße 97, bis 30. April erbeten. 

Groß-Dortmund. Die nächste Mitgliederversammlung wird ausnahmsweise in
diesem Monat am Montag, dem 30. April, um 20 Uhr im Hotel „Industrie",
Mallinkrodtstraße 210 - 214, stattfinden. (Die für Dienstag, 24. April,
geplante Versammlung fällt aus.) Es ist eine Agnes-Miegel Feierstunde
vorgesehen, die von der Jugendgruppe gestaltet wird. Ein Tanz In den Mai
wird sich anschließen; die Polizeistunde ist auf 3 Uhr angesetzt. Mitglieder
der Landsmannschaft können Karten im Vorverkauf zum Preise von --,50 DM und
Gäste zum Preise von 1,-- DM erhalten. An der Abendkasse wird von
Mitgliedern gegen Vorlage der Mitgliedskarte 1,-- DM, von Gästen 1,50 DM
erhoben werden. Vorverkauf bei Frau Bodenbinder, Dortmund, Bornstraße 143,
Telefon 34 504, und bei Herrn Haase, Dortmund, Haydnstraße 68, Telefon 35
234.
 
NIEDERSACHSEN 
Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen: Helmut Gossing, Hannover,
Anzeiger Hochhaus, Goseriede 5/6. 
Stellvertretender Vorsitzender H. L. Loeffke, Lüneburg, Vor dem neuen Tore
12. „Meyers Garten". 

Hannover. Die Landsmannschaft Ostpreußen in Hannover veranstaltet am
Sonntag, 29. April, eine gemeinsame Busfahrt nach Hildesheim zum Besuch des
dortigen Stadttheaters, wo das Schauspiel von Paul Fechter „Der Zauberer
Gottes" in einer Nachmittagsvorstellung besucht werden soll. Die Aufführung
dieses ostpreußischen Stückes mit der Hauptperson des masurischen Pfarrers
Pogorzelski wird von Besuchern als hervorragend bezeichnet. Kosten für
mittlere Plätze 2,30 bis 3,20 DM, Fahrtkosten hin und zurück je nach
Teilnehmerzahl unter 2 DM. Anmeldung bis 25. April an Herrn S. Saßnick,
Hannover, Baeckerstraße 2 a, Fernruf 1 52 12. 

Braunschweig. Am Montag, 23. April, 20 Uhr, wird im Martino-Katharineum,
Breite Straße 3 (Bus und Elektrische, Haltestelle Altstadtmarkt), Pfarrer
von Wernsdorf einen Lichtbildervortrag halten: „Ostpreußen — Westpreußen —
Danzig, Erbe des Ordens und des Preußentums“. Es wird gebeten, auch die
Braunschweiger auf diesen Abend aufmerksam zu machen. 

Seesen a. H. Unter reger Mitarbeit der großen Saalgemeinschaft gestaltete
der Obmann der Ost- und Westpreußen am 7. April einen Volks- und
Brauchtumsabend unter dem Motto „Vogelwelt und Vogelsprache im
altpreußischen Ordensland". Bei der Durchführung der Wechsel- und
Gemeinschaftsgesänge, der Stegreifspiele und der Nachahmung und Deutung der
Vogelrufe, die unterschiedlich nach den einzelnen Landschaften ein getreues
Abbild der Besiedlungsgeschichte des Gebietes zwischen Weichsel und Memel
ergeben, traten besonders die Geschwister Bremer sowie Max Wilbudies und
Willi Blaesner aktiv hervor. Den größten Beifall erntete aber unsere
Vortragskünstlerin Lina Fahlke mit ihren naturgetreuen Imitationen der
Vogelsprache im Rezitativ und in der Melodie. — Zum 5. Mai sind die Tonfilme
„Kopernikus", „Burgenland" und „Ostpreußen - Mensch und Scholle" vorgesehen.


Jever. Am Dienstag, 24. April, 20 Uhr, wird die Jahreshauptversammlung im
Trefflokal „Erbgroßherzog" stattfinden. — Zu Pfingsten wird eine Fahrt ins
Sauerland vorbereitet. Die Abfahrt wird am Pfingstsonnabend, die Rückfahrt
am zweiten Feiertag am späten Abend erfolgen. Zwei Übernachtungen sind
vorgesehen. Der Fahrpreis beträgt 20,50 DM pro Person. Wegen der
Übernachtungsgebühren sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen.
Teilnehmer müssen sich bis spätestens 30. April bei Landsmann Emst
Aschmutat, Jever, Kiebitz-Drogerie anmelden. Besonders willkommen sind
Landsleute aus der Umgebung und den Nachbargemeinden, in denen keine
landsmannschaftlichen Gruppen bestehen. 

SCHLESWIG-HOLSTEIN
Vorsitzender der Landesgruppe Schleswig-Holstein: Fritz Schröter, Kiel.
Holstenstraße 46, II. 

Kiel. Die Landsleute aus dem Kreise Heiligenbeil werden sich am Sonnabend,
21. April, 19.30 Uhr, im „Haus der Heimat", Wilhelminenstraße, treffen.
Dozent Dr. phil. habil. Riemann, der die wissenschaftliche Sammlung
„Preußisches Wörterbuch" weiterführt, wird einen Vortrag „Von der Mundart
der Heimat" halten. — Für einen Sonntag in der ersten Junihälfte ist ein
Ausflug geplant.

Seite 13   Vermisst, verschleppt, gefallen, gesucht …
Auskunft wird gegeben Auskunft wird gegeben über  

... Haupt, Personalien unbekannt. Heimatanschrift: Königsberg,
Kurfürstendamm 34/35. Gesucht werden die Angehörigen. 

... Gerhard Bahr, geb. am 07.12.1920 in Rastenburg. Gesucht wird Adam Bahr,
aus Rastenburg, Schillerstraße 11. 

… Christian Krause, geb. am 01.05.1926 in Königsberg. Gesucht wird Frau
Magdalene Krause, aus Königsberg, Rippenstraße 19. 

... Zahlmeister Schmidt, aus Mohrungen. 

... Postschaffner Schokrowski, aus Mohrungen. 

... Werner Weinowski, geb. etwa 1