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2016/05/16 21:58:00
Inge Barfels
[OWP] Ostpreußen-Warte, Folge 11 vom November 1955
Datum 2016/05/17 01:29:02
Inge Barfels
[OWP] Ostpreußen-Warte, Folge 11 vom November 1955
2016/05/16 21:58:00
Inge Barfels
[OWP] Ostpreußen-Warte, Folge 11 vom November 1955
Betreff 2016/05/17 01:29:02
Inge Barfels
[OWP] Ostpreußen-Warte, Folge 11 vom November 1955
2016/05/16 21:58:00
Inge Barfels
[OWP] Ostpreußen-Warte, Folge 11 vom November 1955
Autor 2016/05/17 01:29:02
Inge Barfels
[OWP] Ostpreußen-Warte, Folge 11 vom November 1955

[OWP] Ostpreußen-Warte, Folge 11 vom November 1955

Date: 2016/05/17 00:06:32
From: Inge Barfels <inge.barfels(a)...

Seite 5   Großer Erfolg der Hofer Heimatwoche. Veranstaltet vom Verband der
Vereinigten Landsmannschaften.
Der Kreisverband veranstaltete zusammen mit den Hofer Heimat- und
Kulturvereinen eine Heimatwoche vom 09.10. bis 16.10.1955 in Hof. Eine
gefällige Programmschrift begleitete die Besucher durch alle
Veranstaltungen. Der tiefe Sinn der Heimatwoche lag nach dem Willen der
Veranstalter darin, durch Stärkung des Heimatbewusstseins ein besseres
Verhältnis zwischen Binnendeutschen und Ostdeutschen zu erreichen. Die
Tatsache, dass der Kulturbund Hof, das Städtische Symphonieorchester und die
Frankenpost in diesem Jahre ihr zehnjähriges Bestehen begehen, weist
deutlich darauf hin, welch lebhafter Strom von Aktivität seit dem Jahre 1945
durch die Heimatvertriebenen in Hof zu fließen anfing. Das Gedenken an die
vor zehn Jahren erfolgte Vertreibung aus unserer ostdeutschen Heimat erhielt
auch seine besondere Weihe dadurch, dass die einzelnen Veranstaltungen von
jüngst aus Russland entlassenen Gefangenen besucht wurden. Das hob der
Kreisvorsitzende der Landsmannschaften, Studienrat Bergner, besonders in
seinen Begrüßungsworten am Schluss der Heimatwoche (16.10.) hervor.
 
Aus ganz Oberfranken waren Heimatfreunde nach Hof gekommen. Die Heimatwoche
begann mit der Grundsteinlegung zum Mahnmal „Treue der Heimat“ am 09.10.1955
an der Bayreuther Straße. Am Vormittag des gleichen Tages waren die
Jugendlichen aller in den Landsmannschaften organisierten Ehern zu einer
Besprechung im „Feldschlößchen“ zusammengekommen. Dr. Hans Christ, der
Sprecher der DJO, hielt einen Vortrag über „Wesen und Aufgabe der Deutschen
Jugend des Ostens“. Der stellvertretende Bezirksvorsitzende der
Sudetendeutschen Jugend, DJO, Herr Heger, Naila, hatte die organisatorische
Vorbereitung des Treffens der Jugendlichen übernommen. Die Kreisgruppe des
DRK verpflegte die Jugendlichen nach der Versammlung kostenlos mit einem
warmen Mittagessen. Die Feierlichkeiten bei der Grundsteinlegung, welche die
Stadtkapelle und der Chor der Landsmannschaften umrahmten, begannen mit der
Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kreisverbandes. Danach ergriff der
Schirmherr der Heimatwoche, Herr Oberbürgermeister Högn, das Wort. Die
Grenzstadt Hof mache das Mahnmal „Treue der Heimat“ zu ihrer eigenen Sache.
Nicht zuletzt deshalb, weil der Durchzug von über zweieinhalb Millionen
Menschen seit 1945 durch die fast völlig verschont gebliebene Stadt
eindringlich dargelegt habe, was Vertreibung und Verfolgung bedeute.
Oberbürgermeister Högn widmete besonders dem gegenseitigen Verständnis
zwischen Hofern und Heimatvertriebenen mahnende Worte. Die Stadt sei
jederzeit willens, die Brücke der Verständigung weiter zu festigen. Mit den
Worten „Treue“ und „Frieden“ tat er die ersten Schläge an dem nun gesetzten
Grundstein. Ministerialrat von Zahn, als Vertreter des Ministeriums für
gesamtdeutsche Fragen, hob hervor, dass die Stunde in Hof über ihre
allgemeine deutsche Bedeutung hinaus für ihn eine persönliche Bedeutung
habe. Er beschwor die Anwesenden, nicht nur in der Erinnerung an Vergangenes
die hier entstehende Stätte zu betrachten, sondern sie vielmehr als eine
stets gegenwärtige Forderung zu empfinden. Nur im Zusammenstehen aller werde
später einmal auch von dieser Grenzstadt hier jener mit friedlichen Mitteln
einzuschlagende Weg beschritten werden, in Gerechtigkeit zur Freiheit zu
gelangen. Er begleitete seine Hammerschläge an dem Stein mit den Worten
„Gerechtigkeit“ und „Freiheit“. 

Abschließend ergriff Dr. Christ das Wort und sprach über die Aufgaben der
Jugend. Er ging dabei von einem kürzlichen Wort eines polnischen
Staatsmannes aus, welches der an einen westdeutschen Journalisten gerichtet
hatte. Ob sich denn die heimatvertriebene Jugend noch nicht voll in ihre
neue Umgebung eingegliedert habe. Und wenn ja, ob sie damit eigentlich nicht
mehr als eine Forderung auf die alte Heimat erhebe. Mit solchem
Ausgangspunkt bewies Dr. Christ, wie notwendig es sei, im deutschen wie im
europäischen Sinne eines friedlichen Zusammenstehens derartig zusetzenden
Überlegungen zu begegnen. Das alte Kapitel der deutschen Ostgeschichte sei
abgeschlossen, ein neues habe begonnen und verlange klare Sicht und
Zielsetzung nicht zuletzt von den Trägern der Zukunft, von der Jugend. Nach
einem Sinngedicht von Benno Mehlert, das Helmut Göldner vortrug, und einem
Heimatlied von Fischer, das der Chor der Landsmannschaften unter Herrn
Brachtet sang, schloss der erste Tag der Heimatwoche mit dem gemeinsam
gesungenen Liede „Freiheit, die ich meine“. Die Feierstunde hatte
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wie in einem unteilbaren Ring
umschlossen. 

Prof. Wolfrum sprach. 
Am Montag, dem 10. Oktober/dem zweiten Tag der Heimatwoche, sprach Professor
Dr. Heinrich Wolfrum. Göttingen, früher Lehrerakademie in Elbing, ein
gebürtiger Hofer, über „die kulturelle Bedeutung des ostdeutschen Raumes für
die deutsche und europäische Geschichte“. In seiner Begrüßung wies der
Kulturwart des Kreisverbandes der Landsmannschaften in Hof, Herr Studienrat
Helmut Meyer, darauf hin, dass die Ostforschung jetzt nur aus den spärlichen
historischen Quellen Westdeutschlands schöpfen könne. Die Bibliotheken von
13 Universitäten und Hochschulen im deutschen Osten seien verloren gegangen.
Was dort erhalten blieb, werde unter Förderung örtlicher Regierungen zu eine
neuen Tendenzgeschichtsforschung genutzt mit dem Ziele, die deutschen
Rechtsansprüche auf Ostdeutschland umzufälschen. 

In einem fast zweistündigen, aber packenden Vortrag ließ dann Professor
Wolfrum die geschichtliche, kulturelle und wirtschaftliche Leistung des in
mehreren Jahrhunderten erschlossenen Ostraumes, von der Mark Meißen bis zu
den Karpaten und zum Baltenland erstehen. Aus dem erst harten Ringen der
Kolonisation, gemeinsam geschaffen aus allen deutschen Altstämmen, erwuchs
ein neues deutsches und freies Land. Hundertfältige Kräfte regten sich dort,
die In den Blütezeiten des späten Mittelalters, der Renaissance, im Rokoko
und bis hinein in die Neuzeit ihren Einfluss zurückstrahlten in die
Ausgangsländer des deutschen Westens. Wirtschaft, Sprache, bauliche,
literarische und philosophische Hochblüte, alles lieferte eindeutige Beweise
dafür. Der Vortragende bot Beispiele in solcher Fülle, dass jedes Thema eine
eigene Abhandlung verdiente. Eine Hofer Zeitung („Hofer Anzeiger“) schrieb
davon: „Unseres Erachtens bestand der nicht zu ermessende Gewinn des Abends
darin, dass man erkennen musste, wie diese Schätze fortlebend im Bewusstsein
oder auch im Unterbewusstsein der Heimatvertriebenen und Heimatverbliebenen
Gegenwarts- und Zukunftswert haben. Dass zu ihrer weiteren Erhaltung die
Forderung der Rückführung jener deutschen Länder (hier im reichsdeutschen
Sinn von vor 1939 zu verstehen) ein lebenserhaltendes Moment für die gesamte
deutsche Zukunft, für ein befriedetes Europa bedeutet. — Rückblickend möchte
man sich wünschen, dass die Worte von Prof. Wolfrum auf Tonband aufgenommen
worden wären als bestes Unterrichtsmaterial für unsere Schulen“. 

Finkenstein las. 
Am Mittwoch, dem 12.10.1955 war im Wittelsbacher Park das Feierabendsingen.
„Heimatlieder unterm Kerzenzelt“, „Großes inneres Erlebnis" so berichtete
der „Hofer Anzeiger“ vom 13.10.1955. Um den Chor der Landsmannschaften hatte
sich im Laufe des Abends eine vielhundertköpfige Menge geschart. Lehrer
Georg Stein leitete den Abend mit viel Umsicht und Geschick. Die getragenen
Weisen alter Volkslieder, das Fichtelgebirgslied, das Riesengebirgslied,
Kanonsingen und viele andere Lieder banden bald alle Anwesenden zu einer
großen Liedgemeinschaft, die schließlich Hand in Hand das Abendlied „Drum
Brüder eine gute Nacht“ sang. Das Standbild des Sämannes, der eigentlich
dahin deutet, dass die Namen auf den Gefallenentafeln Saat für eine bessere
Zukunft seien, schien in dieser Stunde mit seiner ausstreuenden Hand ein
anderes, auch zukunftsweisendes Saatgut in die Herzen zu setzen: das Gefühl
eines zueinander Findens und der Gemeinsamkeit zwischen Heimatvertriebenen
und Heimatverbliebenen. 

Am Donnerstag, 13.10.1955 um 20 Uhr, las im Neuen Rathaus-Saal der
westpreußische Dichter Ottfried Graf Finckenstein aus eigenen Werken.
„Westpreußen erstand im Rathaussaal (Hofer Anzeiger vom 14.10.1955). Es
begrüßte der Vorsitzende des Kulturbundes Hof, Herr Meinhof.
Raabe-Preisträger Ottfried Graf Finckenstein lud dann die ihm begeistert
Zuhörenden zu einem Spaziergang durch Westpreußen ein. Skizzenhaft angelegte
Novellen aus Westpreußen, jedoch voller Einprägsamkeit ließen die
Landschaft, die Menschen der Adelssitze, die kleinen Städte mit ihrer
festgefügten Ordnung, die Weite und doch in sich ruhende Gefügtheit des
Landes sogar dem Fremden vertraut erstehen. Das Geheimnis dieser
Dichterlesung lag wohl darin, dass der Künstler ein Kind seiner
Heimatsehnsucht im tiefsten Sinne ist und dass er es noch heute versteht,
die ihn treibenden seelischen Schwingungen unmittelbar anderen mitzuteilen. 

Am Sonntag, den 16. Oktober 1955 begann um 11 Uhr nach Gottesdiensten in
beiden Kirchen die Grenzlandkundgebung. In seinen Begrüßungsworten wies der
Vorsitzende des Kreisverbandes der Landsmannschaften auf die große innere
Bewegung des ganzen deutschen Volkes hin, da nun nach 10 Jahren die letzten
Kriegsgefangenen aus Russland heimkommen. Er stellte die gedankliche
Verbindung her zwischen einer Heimatlosigkeit von 10 Jahren und einer
10-jährigen Unfreiheit. Oberbürgermeister Högn knüpfte an seine Worte bei
der Grundsteinlegung vom vorigen Sonntag an. Heimat ist ein uns alle
verbindender Begriff und Besitz. Die besondere Grenzlage von Hof fordere von
allen Mitarbeit an der Lösung der besonderen Grenzlandaufgaben. 

Grenzlandkundgebung. 
Die Hauptrede hielt der Vorsitzende des Verbandes der Landsmannschaften, MdB
Herr Baron Manteuffel-Szoege. Wie können die Landsmannschaften die
außenpolitischen Ziele der Bundesregierung in Ostfragen entscheidend
unterstützen! Zwei Millionen Mitglieder aller zwanzig Landsmannschaften
müssten sich noch enger und wirkungsvoller verbinden um ein echtes
Sprachrohr aller Vertriebenen zu werden. Er beschwor die Anwesenden
mitzuarbeiten und auch Heimatverbliebene für solch gesamtdeutsche Anliegen
zu gewinnen. Denn deutscher Heimatboden ward 1945 von Deutschland
abgetrennt. 

Das Totengedenken von Heinrich Zillich, vorgetragen von Studienrat Helmut
Meyer, unter den Klängen des Liedes „Ich hatt einen Kameraden“, zeigte bei
allen ehrliche Aufrüttelung und tiefe Ergriffenheit. Mit der dritten Strophe
des Deutschlandliedes schloss die Grenzlandkundgebung. 

Am Nachmittag trafen sich die Vorstände der landsmannschaftlichen
Vereinigung zu einer engeren Besprechung mit dem Verbandsvorsitzenden im
„Sächsischen Hof“. Anregungen, Ratschläge und Berichte von Herrn Baron
Manteuffel-Szoege schufen eine sehr persönliche, aufklärende und
erfrischende Atmosphäre. 

Der Volkstumsabend in den Räumen der Bürgergesellschaft brachte den Ausklang
der Heimatwoche. Im Vorraum hatte der BvD mit viel Liebe und Sorgfalt eine
Bildschau „Deutscher Osten“ aufgestellt. Der erste Teil des Volkstumsabends
stand im Zeichen des Bühnenfeierspieles „Ostland lebt“. Das Spiel enthielt
in dichterischer Form die Gedanken, die Studienrat Bergner über die Aufgabe
der Heimatwoche und die einzelnen Veranstaltungen in seiner
Begrüßungsansprache rückblickend und zusammenfassend ausführte.
Bürgermeister Köhler, als Vertreter der Stadt, sprach für den Stadtrat und
die Hofer Bevölkerung von der Verbundenheit zwischen der Stadt und den
Heimatvertriebenen, die sich bei solchen Anlässen überzeugend beweise. Den
zweiten Teil des Volkstumsabends füllten die Darbietungen der einzelnen
Landsmannschaften und Hofer Vereine aus. 

Die kulturellen Aufgaben aller Volks- und Heimatgruppen ist wichtig. Davon
überzeugte diese Heimatwoche nach Anlage und Durchführung im Ganzen und in
den Einzelheiten. Zehn Jahre fern der Heimat — und doch lebt die Verbindung
zu ihr in der Arbeit für ein hohes Ziel, das in der Verlebendigung und
Ausweitung echten Heimatgedankens und bewusster Heimatliebe besteht. 


Seite 5   Aus den Landsmannschaften.
Moringen.
Am 5. Oktober 1955 beging die Landsmannschaft Ost- und Westpreußen Moringen
(Solling) im „Felsenkeller“ das traditionelle Erntedankfest. Nach
einleitendem Prolog, gesprochen von Edith Reiner (früher Königsberg),
begrüßte der 1. Vorsitzende Kaufmann Wüst (ehedem Labiau) die erschienenen
Mitglieder und Gäste und gab seinen Tätigkeitsbericht über das verflossene
Sommerhalbjahr. Nach Absingen des Ostpreußenliedes „Land der dunklen Wälder“
trug Hermann Bink (früher Mitarbeiter des Rundfunks Königsberg, jetzt
Göttingen) ernste Heimatdichtungen vor, die einen guten Resonanzboden
fanden. Herr Eggert las aus Ernst Wicherts Roman „Missa sine Nomine“ einige
Stellen vor, die besonders uns Heimatvertriebene ansprechen.

Der gemütliche Teil wurde mit einem Tafelliede begonnen, welches Frau Döring
(Tochter des bekannten Königsberger Arztes Dr. Jester) verfasst hatte.
Während der Tanzpausen wurde immer wieder Hermann Bink zu heiteren Vorträgen
spontan aufgefordert und neben eigenen Dichtungen kamen Robert Johannes,
Wilhelm Reichermann und Josef Wiener, Braunsberg, zur Geltung. Bis weit über
die Mitternachtsstunde blieben die Teilnehmer in froher Laune und echter
heimatlicher Gemütlichkeit beisammen. Vielen stillen Helfern, voran Frau
Gringel (einstmals Angerburg) gebührt aufrichtiger Dank für den
eindrucksvollen Heimatabend. 

Berchtesgaden. 
Seinen 70. Geburtstag konnte am 27. Oktober 1055, Herr Max Leppert,
Berchtesgaden, Königseestraße 26, begehen. Der Jubilar ist aus
Danzig-Weichselmünde gebürtig, besuchte in Danzig das Gymnasium, trat in die
kaufmännische Lehre ein und arbeitete lange Jahre in einer Danziger
Reederei, bis er Kassenbeamter der Stadt Danzig wurde. Im ersten Weltkrieg
mit dem E. K. I. und 2. Klasse ausgezeichnet, nahm er bei Ausbruch des
Krieges an der Verteidigung Danzigs teil. 1945 per Schiff nach Dänemark
evakuiert, kam er zwei Jahre später nach Berchtesgaden. Aus Berchtesgaden
stammt seine Frau, die Max Leppert als Rot-Kreuz-Schwester in Danzig
kennengelernt und 1923 geheiratet hatte. — Die Landsmannschaft der
Ostpreußen, Westpreußen und Pommern in Berchtesgaden führte zu Ehren ihres
langjährigen Mitgliedes eine Feierstunde unter dem Motto „Liebes, altes
Danzig“ durch, die deklamatorische und musikalische Vorträge
(Programmgestaltung: Elsa Neiß) vereinte. Dem Jubilar wurde die Ehrennadel
der Vereinigung überreicht. 


Seite 5   Zollfreie Pakete in den deutschen Osten. 
Das Deutsche Rote Kreuz hat durch Verhandlungen erreicht, dass jetzt
zollfreie Liebesgabenpakete an Personen in den polnisch verwalteten Gebieten
gesandt werden können. Das Deutsche Rote Kreuz gibt an Interessenten Listen
ab, in denen Pakettypen und Preise aufgeführt sind. Hat der Absender seine
Wahl getroffen, dann zahlt er den entsprechenden Betrag mit Angabe des
Verwendungszweckes an das DRK in Hamburg, Postscheckkonto Hamburg 8279 53.
Über eine Schweizer Firma wird der Auftrag weitergeleitet. Lebensmittel und
Textilien werden dem Empfänger jenseits der Oder-Neiße durch die Post
zugestellt, andere Waren gehen über die Bahnstation. Zuständig für diesen
Paketversand ist das Deutsche Rote Kreuz, Referat Familienzusammenführung,
Hamburg-Osdorf, Blumkamp 51.