Monatsdigest

Re: [OWP] Lesehilfe

Date: 2014/06/01 00:09:49
From: Johannes Schwarz <j.g.schwarz(a)googlemail.com>

Hallo Bernhard,
ohne aufdringlich erscheinen zu wollen, aber nachdem ich mir schon die
Mühe gemacht hatte nachzuschauen, möchte ich doch anmerken:
es heißt definitiv Makowski und nicht Matowski.
Viele Grüße,
Johannes

Am 31. Mai 2014 09:03 schrieb Bernhard Ostrzinski <bernhardostrzinski(a)web.de>:
> Danke allen für die Lesehilfe!
>
> Das Ergebnis ist,
>
>
>
> Marian Baranowski und Anna Wesolowski
>
> Johann Berent und Juliane Karrasch
>
> Michael Mieczkowski und Marianna Matowski, geb. Czarski.
>
>
>
> Gruß
>
> Bernhard Ostrzinski
>
>
>
>
>
>
>
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l



-- 
Mag. phil. Johannes Georg Schwarz
Hutweidengasse 30-32/2/2
A-1190 Wien
0043-699-81679951
j.g.schwarz(a)googlemail.com
johannes.georg.schwarz(a)univie.ac.at
www.joge.org

[OWP] Rößeler Heimatbote 1987

Date: 2014/06/01 19:42:08
From: Reiner Makowski <reiner.makowski(a)t-online.de>

Guten Abend an alle mit dem Namen Franziska,

vor ca. 1 Woche habe ich einen Scan aus dem o.a. RHB an eine Franziska, deren Adresse ich nicht mehr habe, geschickt.

Die Adresse interessiert mich nicht. Interessieren würde mich aber, ob die Mail gut und lesbar angekommen ist!?

--
Mit mehr oder weniger freundlichen Grüßen
Reiner Makowski
mailto:reiner.makowski(a)t-online.de

[OWP] Standesamtsregister Allenstein ( Index)

Date: 2014/06/01 20:26:31
From: Bernhard Ostrzinski <bernhardostrzinski(a)web.de>

Neben kleineren Korrekturen wurden

Hagenau ( Geburten 1910 ) sowie

Reichenau (Sterberegister 1893 – 1900 ) zugefügt.

 

 <http://www.vffow-buchverkauf.de/> http://www.vffow-buchverkauf.de/

 

Benutzer Gast

Passwort: vffow

 

Damit sind insgesamt 209.683  Einträge erfasst.

Auf die Daten wurde mehr als 93.200 mal zugegriffen!

 

Ganz Wichtig!

Gesucht ein Erfasser für die Geburtsregister „ Fürstenwalde“ ab 1891.

Bitte bei mir melden.

Fürstenwalde ist umfangreich, auch die Erfassung einzelner Jahrgänge ist
nach

Absprache mit mir möglich.

Gruß

Bernhard Ostrzinski

 

[OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 24, Tei l 1

Date: 2014/06/02 00:13:20
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Folge 24 vom 11.06.1955

Seite 7   Gesucht werden aus Angerapp-Land:
Schneidermeister Paul Pauluhn, früher Kleinlautersee
Horst Krause, Schlieben
Alexander Müller, Schönwall
Gustav Umlau, Stillheide und Otto Förmer, Stillheide

Seite 7   Sensburg
Wo befindet sich Spätheimkehrer Bernhard Komossa, der über Franz Müller, Langanken, beim Deutschen Roten Kreuz Angaben gemacht hat. Landsmann Komossa ist unter der von ihm angegebenen Anschrift Wolfsmoor, Kreis Steinberg, nicht zu erreichen und dort unbekannt.

Seite 7   Johannisburg
Gesucht wird:
Mathias Brozio, Kölmerfelde.
Die Wohnsitzbescheinigungen von Otto Bialowons ist unter der angegebenen Anschrift, Rheinhausen, Sophienstraße 21 als unbestellbar zurückgekommen.

Seite 7   Osterode
Noch nie ist uns die Heimat so schmerzlich nahe gewesen wie jetzt, da sich der Tag, an dem wir sie verlassen mussten, zum zehnten Mal gejährt hat, sagte der Osteroder Pfarrer Kirstein. Er war aus Niedersachsen gekommen, um den Gottesdienst zu halten, mit dem das Treffen der Osteroder am Sonntag, dem 5. Juni 1955, in Hamburg eingeleitet wurde. Pfarrer Kirstein sprach mit eindringlichen Worten von der Härte unseres Schicksals und beschwor die Versammelten, trotz aller Schwere des persönlichen Geschicks nicht mit Gott zu hadern, in dessen Waten alle menschlichen Wege beschlossen sind. Wir dürfen nicht verzagen und kleingläubig werden, meinte er. Wir müssen unsere Hoffnung auf den Allmächtigen setzten. Landsmann Krause, Mitglied des Kreisausschusses, begrüßte die mehr als sechshundert Anwesenden und ermahnte die Landsleute, nicht zu vergessen, dass es darauf ankommt, die Jugend für den Heimatgedanken zu gewinnen. Vieles ist auf den Heimatgedanken zu gewinnen. Vieles ist auf dem Gebiet der Jugendarbeit bisher schon geschehen, so führte er aus, es gilt aber, auf dem Wege fortzuschreiten und nicht nachzulassen, den jungen Menschen, die nur noch eine schwache Erinnerung an Ostpreußen haben oder sich das Heimatland nicht mehr ins Gedächtnis zurückrufen können, zu helfen, damit auch bei ihnen die geistige Verbindung zu Ostpreußen nicht abreißt. Die Zeit heilt zwar viele Wunden, aber die Wunde, die uns der Krieg mit dem Verlust der Heimat geschlagen hat, darf nicht vernarben! Auf die augenblickliche Lage in der Weltpolitik ging Kreisvertreter von Negenborn ein. Er erklärte, dass politische Entscheidungen, die zu einer Zeit gefällt wurden, als die Großmächte in ihrer Haltung zur deutschen Frage untereinander einig waren, heute nicht nur als überholt, sondern sogar als schwerwiegender Fehler betrachtet werden. In den letzten Jahren hat sich immer klarer gezeigt, welche schweren Denkfehler gerade die Politiker des Westens gemacht haben. Wenn man jetzt im Westen daran gehe, die Fehlentscheidungen der Vergangenheit zu erkennen, und sich bemüht, Geschehenes nach Möglichkeit rückgängig zu machen, so gibt das gerade den Heimatvertriebenen neue Hoffnung. Das treue Beharren der Ostdeutschen und ihre immer wieder erhobene Forderung auf Rückgabe der Heimat im Osten sind nicht unbemerkt geblieben. Nur Geduld und Festhalten am Heimatgedanken können der Welt zeigen, dass ein unverlierbarer Anspruch auf Ostpreußen für alle Zeit besteht. Daher ist es heute ganz besonders nötig, sich fest zusammenzuschließen. Mit dem Deutschlandlied und dem Gelöbnis unwandelbarer Treue zur ostpreußischen Heimat schloss die Feierstunde.

Seite 7   Amtliche Bekanntmachungen
55 II 15/55     Aufgebot
Die Ehefrau des Landwirts August Carl Rudat, Frau Ida Rudat, geb. Morgenstern, Essen-West, Hobeisenstraße 39, hat beantragt, ihren oben genannten Ehemann, geboren am 19. September 1889 in Friedrichsrode oder Alt-Sussemilken, zuletzt wohnhaft gewesen in Friedrichsrode, Kreis Labiau, Ostpreußen, für tot zu erklären, weil er im Zusammenhang mit Ereignissen oder Zuständen des letzten Krieges vermisst ist. Der Verschollene wird aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin am 15. Juli 1955, 9 Uhr, Zimmer 152 a, dem unterzeichneten Gericht Nachricht zu geben, widrigenfalls er für tot erklärt werden wird. Alle, die Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen erteilen können, werden gebeten, dies spätestens im Aufgebotstermin dem Gericht anzuzeigen. Essen, den 16. April 1955 Das Amtsgericht

Seite 12   Verein Ostpreußen Salzburger Herkunft
Erfolgreiches erstes Geschäftsjahr. Zweitausend Mitglieder. Neue Aufgabe: Errichtung einer Salzburger Stiftung Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte mussten 1944/1945 die ostpreußischen Salzburger eine Heimat verlassen. Eine Heimat, die ihnen 1732 gegeben, die die Nachkommen gehütet und als Heimatland durch ihre Arbeit erworben haben. Die Salzburger hatten sich in Ostpreußen zwei soziale Einrichtungen geschaffen: Den Salzburger Verein und die Salzburger Anstalten. Der Salzburger Verein war mit seinen Ortsgruppen über ganz Ostpreußen verbreitet. Erster Vorsitzender war Dr. Ecker, der heute in Mitteldeutschland seinen Wohnsitz hat. Der Verein pflegte das Andenken an die Vorfahren und die Einwanderung. Fahrten nach Salzburg stellten die Verbindung mit dem Stammland her. Erholungsbedürftige Salzburger Kinder fanden liebevolle Aufnahme in Ostpreußen. Die Einstellung der ostpreußischen Salzburger war weitherzig und großzügig. Unter den Ferienkindern waren viele katholischer Religion. Der ostpreußische Salzburger hatte vergessen und vergeben. Die Salzburger Anstalten wurden durch das Vorsteheramt der Salzburger Anstalten geleitet. Nach der Satzung bestand das Vorsteheramt aus sechs von der Salzburger-Versammlung gewählten Vorstehern und sechs Stellvertretern, die auf die Dauer von sechs Jahren gewählt wurden. Die Salzburger-Versammlung bestand aus 26 Abgeordneten, die in den Kreisen der Regierungsbezirke Gumbinnen, Allenstein und Königsberg wohnen mussten und von den dort ansässigen Salzburgern gewählt wurden. Der letzte Vorsitzende des Vorsteheramtes, Mühlenbesitzer Pflichtenhöfer, wohnt heute in Bayern, der letzte Rendant der Salzburger Anstalt, Postrat Brandtner, in Frankfurt. Als sich 1947/1948 die Kreisgemeinschaften und die Ostpreußische Landsmannschaft zusammenfanden, dachte man auch wieder an ein Wiederaufleben des Salzburger Vereins. Auf einem Heimattreffen der Gumbinner Kreisgemeinschaft beriet man über diesen Plan, der von dem früheren Kassierer des Salzburger Vereins, Hans Neubacher und von Landsmann Gebauer angeregt worden war. Man kam zu dem Entschluss den neuen Zusammenschluss noch zurückzustellen, jedoch Anschriften der ostpreußischen Salzburger zu sammeln und die Verbindung herzustellen. Auf den Gumbinner Treffen, Gumbinnen war durch die Salzburger Kirche und die Anstalten immer der Mittelpunkt der Salzburger, wurde die Tradition der Salzburger, wurde die Tradition der Salzburger wachgehalten. Landsmann Gebauer sammelt im Gumbinner Heimatarchiv Bücher, Karten, Bilder und anders heimatkundliches Material über die Salzburger. Unabhängig von den Bestrebungen der Gumbinner Kreisgemeinschaft hatte Reg.-Baumeister a. D. Modricker 1953 eine Verbindung mit der Landesregierung Salzburg aufgenommen. Diese Verbindung schuf eine neue Lage. Das Land Salzburg, die alte Heimat der Salzburger, übernahm die Patenschaft über die aus Ostpreußen vertriebenen Salzburger. Der Salzburger Landeshauptmann Dr. Klaus erklärte dazu: Heute nach der abermaligen Vertreibung der Salzburger Ostpreußen muss ihr Schicksal von vor zweihundert Jahren in neuem und versöhnlichem Lichte gesehen werden. Wir sind der Meinung, dass die Landesregierung mit der Patenschaft zwei hohen Aufgaben dienen kann: der Pflege heimatlicher Verbundenheit und der wahrhaft überkonfessionellen christlichen Hilfsbereitschaft. Die Patenschaft wurde beim Bundestreffen der Salzburger und Gumbinner am 15./16. Mai 1954 in Bielefeld durch den Vertreter des Landeshauptmanns Dr. Klaus, Herrn Wirkl. Hofrat Dr. Hanifle verkündet. Durch die Patenschaft übernimmt das Land Salzburg die Studienkosten für zwei Studenten der Musikakademie (Mozarteum) Salzburg und gewährt zwanzig Kindern und mehreren älteren Ehepaaren Salzburger Herkunft einen Ferienaufenthalt im Lande.

Seite 12   Bestätigungen
Wer kann bestätigen, dass Otto Perlbach in Tilsit in der Zeit von 1921 – 1924 das Schmiedehandwerk erlernt und dann die Gesellenprüfung abgelegt hat?

Wer kann bestätigen, dass Artur Kohn in der Zeit vom 01.04.1905 bis 31.03.1908 in Heiligenbeil beim Landratsamt (Einkommensteuer-Veranlagung) tätig gewesen ist?

Wer kann bestätigen, dass Friedrich Gätsch, geb. 20.04.1898, aus Königsberg, Siedlung Lauth, von 1914 bis 1939 bei der Brauerei Ostmark (früher Brauerei Königsberg) tätig gewesen ist?

Wer kann bestätigen, dass Willi Bardischewski, geb. 01.05.1898, früher wohnhaft gewesen in Walddorf, Kreis Sensburg, von 1919 bis 1931 als Bauarbeiter bei Bauunternehmer Gustav Handt, Zollernhöhe, Kreis Sensburg, und bei verschiedenen anderen Bauunternehmern in Sensburg, sowie von 1931 – 1939 als Waldarbeiter in der Försterei Neckelshorst, Forstamt Kruttinnen, Kreis Sensburg, tätig gewesen ist und für ihn während diesen Zeiten Beiträge zur Invalidenversicherung abgeführt wurden? Weiter werden Bestätigungen benötigt über seine 1939 erfolgte Einberufung zum Kriegsdienst und dass er etwa 1941 oder 1942 zur OT kam.

Seite 12   In Friedland eingetroffen
Am 2. Juni 1955 sind im Grenzdurchgangslager Friedland folgende Landsleute aus der Sowjetunion eingetroffen:
1.	Olga Franzke, geboren am 28.10.1919, aus Neudorf
2.	Wolf Wallenburger, geb. 07.09.1913, aus Königsberg
3.	Artur Woweries, geb. 07.10.1919, aus Tischken, Kreis Tilsit-Ragnit

Seite 13   Vermisst, verschleppt, gefallen, gesucht
Auskunft wird gegeben
Über Paul Deblitz, geb. am 07.03.1901 in Königsberg, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird Frau Therese Deblitz aus Königsberg, Jerusalemer Straße 14

Über Fritz Führer, geb. am 12.01.1898, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird die Ehefrau Minna Führer aus Klein-Mönsdorf, Kreis Rößel.

Über Herbert Grünheid, geb. am 15.04.1925 in Weißenburg, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird die Mutter, Maria Grünheid aus Sensburg, Treudankstraße 12.

Über Hans Kakschies, geb. am 11.11.1926 in Kleeburg, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird der Vater August Kakschies aus Kleeburg, Elchniederung.

Über Fritz Pellnat, geb. am 21.09.1914 in Wormditt, Kreis Braunsberg, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird der Vater Franz Pellnat aus Jürgenfelde, Kreis Angerapp.

Über Christian Pusch, geb. am 20.08.1920 in Galitten, Kreis Bartenstein, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird der Onkel August Kisser aus Schloditten, Kreis Pr.-Eylau.

Über Kurt Skibbe, geb. am 02.06.1926 in Elbing, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird die Mutter, Frau Charlotte Skibbe aus Königsberg, Karschauer Straße 76 E.

Über Hugo Wischnewski, geb. am 05.01.1914 in Allenstein, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird die Ehefrau Josefine Wischnewski aus Tomsdorf, Kreis Allenstein..

Über August Matzat, geb. am 09.12.1902, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird die Ehefrau Minna Matzat aus Parlösen bei Bischofsburg.

Über Uffz. Karl Nahrun, geb. am 23.12.1895, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird die Ehefrau Minna Nahrun, Schönberg, Kreis Rößel.

Über den Obergefreiten Fritz Paukstadt, geb. am 01.08.1911 in Sauskeppen, Kreis Insterburg, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird die Ehefrau aus Insterburg, Tschiersestraße 125.

Über Wachtmeister Bruno Johannes Pohlke, geb. am 03.10.1897 in Puschdorf, Kreis Insterburg, Heimatanschrift Königsberg, Krausallee 53/54. Wo sind Angehörige?

Seite 13   Auskunft wird erbeten
Anton Scholteck, geb. 1938 in Ostpreußen, sucht seine Eltern Erich und Anna Scholteck, die 1945 von den Russen verschleppt worden sind. Vermutlicher Wohnort: Rügenwalde oder Reichertswalde oder ähnlich lautender Ort mit der Endung „walde“.

Gesucht werden die Eltern des Kindes Alfred Helmut Hoffmann, geb. am 24.07.1941 in Hermannlöhlen, Kreis Heydekrug. Die Mutter, Berta Helene Hoffmann, arbeitete im März 1942 in der Wehrmachtsküche in Hermannshöhlen, der Vater war zur Wehrmacht eingezogen.

Helft Schicksale von Landsleuten aufklären! Wer kann Auskunft geben:
Über den Verbleib von Kurt Neumann aus Wilkischen, Kreis Labiau. Kurt Neumann hat in Perwitten in einer Molkerei gelernt, er war verlobt, seine Braut stammte aus Patranken, Kreis Heiligenbeil. Wo befinden sich Angehörige von Kurt Neumann oder Kameraden, die mit ihm bei einem Truppenteil waren und seine genauen Personalien angeben können?

Über Bauer Heinrich Oltersdorf, geb. am 15.09.1890 in Hasselpusch, und Frau Martha, geb. Schönhoff, geb. am 27.03.1895 in Vogelsang. Die Eheleute haben Ende Januar oder Anfang Februar ihren Hof in Hasselpusch, Kreis Heiligenbeil, verlassen und sind später in der Danziger Gegend gesehen worden. Heinrich Oltersdorf soll eine Kopfverletzung gehabt haben. Wer weiß etwas über den Verbleib oder das Schicksal der Eheleute?

Über Direktor Flage und die ehemaligen Schüler des Realgymnasiums Insterburg Heinz Sziedat, Otto Kutschelius, Helmut Lange, von der Otto-Braun-Mittelschule die ehemaligen Schüler Horst Kiwitt, Fritz März, Heinz Kreppert und Heinz Westphal, ferner über Dipl.-Handelslehrer Falk und von der Städtischen Handelsschule Insterburg und die ehemalige Schülerin Käthe Albrecht.

Über den Verbleib oder das Schicksal des Obergefreiten Walter Schacht, Inf.-Regt. 121, 11. Kompanie, am 22.04.1944 bei Sewastopol in russische Gefangenschaft geraten.

Über Frau Emma Seroka aus Ludwigsdorf, Kreis Osterode.

Über Kurt und Eduard Schweinberger aus Ebenrode, Werwathstraße.

Über August Seyda aus Rosenau, Kreis Allenstein.

Über den Melkermeister Fritz Bolmus, früher wohnhaft gewesen in Schackeln, Kreis Goldap, Gut Rehagen.

Über den Uhrmacher Georg Adam aus Sensburg.

Über Landgerichtsdirektor Benno Lingk, früher wohnhaft gewesen in Tilsit, Straße der SA. 50, sowie die Ehefrau des Lingk und Frau Emma Lingk.

Über den ehemaligen Pionier-Oberleutnant, späteren Hauptmann Georg Jurkat, geb. 1908 oder 1911, früher wohnhaft gewesen in Neuhausen-Tiergarten bei Königsberg.

Wo befinden sich Oberleutnant Lürmann und Hauptmann Kohnke von der 3. Batterie A.R.1 zu Insterburg, und Prediger Lic. Wiese von der Lutherkirche in Insterburg?

Seite 13   Für Todeserklärungen
Emma Pliwischkies, geb. Waschkies, geb. 01.04.1878 in Brohnen, aus Neppertlauken, Kreis Tilsit-Ragnit, wird seit 1945 in Neu-Passarge, Kreis Braunsberg, vermisst. Wer kann über ihren Verbleib Auskunft geben?

Wanda Wessollek, geb. Schädler, geb. etwa 1860, aus Osterode, Elvenspoekstraße (Altersheim), wird vermisst. Wer kann über ihren Verbleib Auskunft geben?

Louise Fränkler, geb. Klein, geb. 06.11.1875, aus Jennen, Kreis Insterburg, soll auf der Flucht in Küstrin verstorben sein. Es werden Augenzeugen gesucht, die ihren Tod bestätigen können.

Amalie Korsch aus Brandenburg/Frisches Haff soll 1945 in Brandenburg verstorben sein. Es werden Augenzeuen gesucht, die ihren Tod bestätigen können.

Seite 13   Wir gratulieren
Zum 95. Geburtstag
Am 9. Juni 1955, Frau Rosine Fischer aus Mühlenhöh, Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt bei ihrem jüngsten Sohn Paul in Kuddewörde, Kreis Lauenburg/Holstein. Der Jubilarin ist das Glück zuteil geworden, sieben Jahrzehnte lang ihren Lebensweg an der Seite ihres Mannes gehen zu können. Wir wünschen der Jubilarin, dass sie und ihr Mann auch das seltene Fest der Steinernen Hochzeit am 25. Dezember 1955 in Gesundheit begehen mögen.

Zum 92. Geburtstag
Am 12. Juni 1955, dem Altsitzer Julius Wiesbau aus Sensburg, jetzt bei seiner Tochter Hedwig Scharmach in Flensburg, Hebbelstraße 4.

Zum 90. Geburtstag
Am 8. Juni 1950, Frau Agnes Stybalkowski, geb. Bostroem, aus Eydtkuhnen, jetzt mit ihrem Ehemann Georg Stybalkowski in Berlin-Lichterfelde-West, Ringstraße 8

Zum 87. Geburtstag
Am 10. Juni 1955, dem Rentner Jakob Jednowalski aus Königsberg, Sackheim 3, jetzt in Bünsdorf über Rendsdorf, Kreis Eckernförde.

Zum 86. Geburtstag
Am 3. Juni 1955, Fräulein Johanna Dörfer aus Königsberg. Sie wohnt mit ihrer Schwester Emma Dörfer, früher Schloßberg, im Evangelischen Altersheim Bad Hersfeld, Johannesstraße. Die landsmannschaftliche Gruppe, an deren Veranstaltungen beide Schwestern stets teilnehmen, gratuliert sehr herzlich.

Zum 85. Geburtstag
Am 13. Mai 1955, dem Bauern Johann Milewski aus Rodefeld, Kreis Ortelsburg. Er wohnt mit seiner Ehefrau und drei Söhnen in Bochum, Werne Garpnell, Gellweg 438

Am 5. Juni 1955, Frau Henriette Podlech, geb. Broschinski, aus Hirschfeld, Kreis Pr.-Holland. Sie wohnt bei ihrer Tochter Johanna Lindenblatt in Dortmund-Scharnhorst, Am Westheck 333.

Am 10. Juni 1955, dem Landwirt Karl Boywitt aus Inse, Kreis Elchniederung. Der Jubilar, der seine Ehefrau in Inse durch eine Gewalttat bei der Besetzung verlor, ist seit einigen Jahren erblindet. Er wohnt bei seiner jüngsten Tochter in Rehderfeld, Emsland.

Zum 84. Geburtstag
Am 18. Juni 1955, dem Pfarrer i. R. Otto Walther aus Marwalde, Kreis Osterode. Er ist durch Pfarrer Wilfried Walther, (17a) Heidelberg, Schröderstraße 8, zu erreichen.

Zum 83. Geburtstag
Am 3. Juni 1955, Ludwig Burow aus Königsberg, später Danzig. Er lebt mit seiner Ehefrau im Wald-Altersheim Mimberg bei Feucht, Kreis Nürnberg.

Am 15. Juni 1955, Frau Auguste Schuleit, geb. Neumann, aus Königsberg, Roonstraße 6, jetzt in Hameln-Weser, Deisterstraße 22

Am 18. Juni 1955, Johann Feldkeller aus Frauenburg, Kreis Braunsberg, jetzt bei seiner Tochter Anna Reinartz in Bochum 1, Parallelstraße 6

Zum 82. Geburtstag
AM !%: Juni 1955, dem Kaufmann Johann Metzdorf aus Goldap, jetzt in Oldenburg/Holstein, Hinter den Höfen 1. Der rüstige Jubilar ist auch heute noch in seinem Beruf tätig.

Am 16. Juni 1955, Frau Martha Patz, geb. Petroschka, aus Tilsit, jetzt in Krombach, Kreis Siegen, Hagener Straße.

Am 17. Juni 1955, Frau Anna Kowalk, Landgerichtsratswitwe, aus Königsberg, Hintertragheim 48 a, jetzt in Bamberg, Schützenstraße 61, Altersheim.

Zum 81. Geburtstag
Am 30. Mai 1955, Frau Luise Zysk, geb. Fischer, aus Ortelsburg, Kochstraße 16, jetzt bei ihrer Tochter Helene Borrmann in Rendsburg, Lilienstraße 5

Zum 80. Geburtstag
Am 3. Juni 1955, Frau Maria Kluschke, geb. Mintel, aus Cavern, Kreis Pr.-Eylau, jetzt bei ihrer Tochter in Siegen/Westf., Königsberger Straße 3

Am 6. Juni 1955, der Hauptlehrerwitwe Ida Chmieliwski, aus Brodau bei Soldau, dann Seegutten, Kreis, Kreis Johannisburg. Sie wohnt in Kiel, Niemannsweg 160.

Am 10. Juni 1955, Frau Anna Jakubeit aus Unter-Eißeln, Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt bei ihrem Sohn Paul in Gauensick, Post Drochtersen, Kreis Stade.

Am 10. Juni 1955, dem Oberstraßenmeister i. R. Rudolf Schmidtke aus Heilsberg. Er lebt mit seiner Ehefrau in Göhl/Holstein. Im Juli 1955 wird er nach Essen, Sevenarstraße 6, umgesiedelt.

Am 15. Juni 1955, Karl Lilienthal aus Zinten, Ludwigsorter Straße 10, jetzt in Stukenbrock bei Bielefeld, Sozialwerk.

Am 16. Juni 1955, dem Postbeamten i. R. Otto Langhans aus Hoofe bei Landsberg, Kreis Pr.-Eylau. Er wohnt bei seiner einzigen ihm noch verbliebenen Tochter in Hersel bei Bonn, Hauptstraße 129.

Am 16. Juni 1955, dem Postassistenten i. R. August Dedner aus Königsberg (Postamt I und V), jetzt in Köln-Poll, Im Gartenhof 2.

Am 16. Juni 1955, dem Bauern Robert Kaesler aus Skitten bei Bartenstein, jetzt in Unterwörrisheim bei Bruchsal/Baden, Herrenstraße 2.

Am 18. Juni 1955, Otto Lange, Küster an der Kirche zu Lindenau, Kreis Heiligenbeil. Er wohnt bei seiner Tochter Margarete Schulz, verw. Arndt, in Heikendorf bei Kiel, Bergstraße 57

Zum 75. Geburtstag
Am 7. Juni 1955, dem Rentner Adolf Wawrzenzik aus Abbau, Sparken, Kreis Johannisburg, jetzt (24) Sulsdorf, Kreis Oldenburg/Holstein.

Am 13. Juni 1955, Frau Luise Casprowitz, geb. Kerkiehn, aus Königsberg, Lobeckstraße 5, jetzt bei ihrem Sohn Herbert in Landau/Pfalz, Nordparkstraße 14.

Am 15. Juni 1955, der Kaufmannswitwe Ida Kuschinski, geb. Rogalla, aus Osterode, jetzt bei ihrer Tochter Ruth Tiedtke in Darmstadt, Bismarckstraße 158

Am 17. Juni 1955, Frau Maria Pilzaecker, geb. Waselowski aus Tilsit, Damaschkestraße 52, jetzt bei ihrer Schwiegertochter in Fahretoft über Niebüll, Kreis Südtondern/Holstein.

Seite 13   Goldene Hochzeiten
Der Schmiedemeister Friedrich Wittmoser aus Insterburg begeht mit seiner Ehefrau Magdalene, geb. Balschukat, am 8. Juni 1955 das Fest der Goldenen Hochzeit. Das Ehepaar wohnt in Faßberg, Kreis Celle, Schmarbecker Weg 35.

Am 11. Juni 1955, feiert der Fleischermeister und Viehkaufmann Gustav Grasteit mit seiner Frau Gertrud, geb. Graetsch, aus Kuckerneese, Labeikstraße 2, jetzt in (13b) Olching, München, Daxer Straße 24, das Fest der Goldenen Hochzeit.

Das Fest der Goldenen Hochzeit begehen am 12. Juni 1955, der Eisenbahnzugführer a. D. Wilhelm Langbein und Frau Auguste, geb. Marks, aus Rastenburg, Bahnhofstraße 33, jetzt in Morlautern, Kreis Kaiserslautern, Gersweiler Straße 3, in der Nähe ihres Sohnes.

Der Kaufmann und Landwirt Leo Schleicher und seine Ehefrau Ida, geb. Lemke, aus Memel-Janischken begehen am 13. Juni 1955, das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Jubilar hat sein Unternehmen, das er von seinem Vater übernommen hatte, über fünfzig Jahre geleitet. Er war auch viele Jahre hindurch Gemeinde-, Wegeverbandsvorsteher und Schiedsmann; außerdem hatte er die Postagentur. Das Ehepaar wohnt mit seinen vier Töchtern in Bad Honnef/Rhöndorf.

Das Ehepaar Gustav Kattlus und Frau Emma, geb. Blask, aus Wenden, Kreis Angerburg, jetzt in Arenberg bei Koblenz, Pfarrsiedlung 1, feiert am 16. Juni 1955 das Fest der Goldenen Hochzeit, an dem vier Kinder und sieben Enkel teilnehmen werden.

Seite 13   Jubiläen und Prüfungen
Jürgen Homp, ältester Sohn des Gutsbesitzers und Majors d. R. a. D. Walter Homp aus Dargen, Kreis Samland, bestand sein Staatsexamen und wurde bei den Siemens-Schuckert-Werken in Erlangen als Jungingenieur eingestellt.

Der Obersteuerinspektor Johannes Markowsky aus Königsberg (Finanzamt Königsberg-Nord), jetzt in Flensburg, Eckenerstraße 4, wurde nach über 46 Jahren Staatsdienst in den Ruhestand versetzt. Während des letzten Krieges war er bei der Wehrmacht, zuletzt als Stabsintendant und Geschäftsstellenleiter auf dem Truppenübungsplatz Stablack. Nach seiner Vertreibung wurde er vom Finanzamt Flensburg übernommen. Seine Tätigkeit wurde durch Erreichung der Altersgrenze beendet.

Sein vierzigjähriges Dienstjubiläum begeht am 13. Juni 1955, der Drucker Ewald Baak aus Königsberg (Postamt 9 und Reichspostdirektion), jetzt in Köln-Mauenheim, Merheimer Straße 89. Nach seiner Entlassung aus russischer Kriegsgefangenschaft kam er zum Postscheckamt Köln.

Elisabeth Herrmann, Tochter des verstorbenen Kaufmanns Otto Herrmann aus Gerdauen, Markt 8, promovierte an der Freien Universität Berlin zum Dr. phil. (magna cum laude).

Fräulein Lisa Hassenstein, Tochter des vermissten Bankprokuristen Erich Hassenstein und seiner Ehefrau Frida, geb. Brandstaeter, früher Memel, Schützenstraße 2, jetzt Essen, Kölner Straße 10, bestand in Düsseldorf die große juristische Staatsprüfung.

Seite 13   Suchanzeigen
Achtung Königsberger! Verwandte und Bekannte, meldet Euch! Amalie Spillner, geb. Puschke, (14b) Bettighofen, Unterstadion, Kreis Ehingen (Donau), Württbg., früher Königsberg Pr., Schönbergerstraße Nr. 24

Gesucht werden Einwohner Königsbergs, Löbenichtsche Langgasse 44, zw. Nachprüfung meiner Angaben z. Lastenausgleich, Porto wird zurückerstattet. Gertrud Radschun, Hohenwestedt, Holstein, Glüsing.

Gesucht werden Michael Danowski, geb. 26.12.1869, Amalie Danowski, geb. Schimanski, geb. 04.03.1874, beide in Gneist, Kreis Lötzen, Ostpreußen, geboren, Gertrud Danowski, geb. 13.08.1910 in Gneist, Kreis Lötzen. Alle drei wohnten in Steinwalde bei Rhein, Kreis Lötzen, Ostpreußen. Nachricht erb. Helene Jeromin, geb. Danowski, Horstheide 41 über Bielefeld 2.

Achtung Frauenburger! Wer kann mir über das Schicksal meiner Tante Luise Brandt, wohnhaft gewesen Frauenburg, Ostpreußen, Schulstraße 151, berichten? Nachricht erb. Frau Eva Anus, geb. Brandt, Oedt, Rhld., Kirchplatz 1, Kreis Kempen-Krefeld.

Suche ehem. Angehörige d. Volkssturms Elchniederung, die bestätigen können, dass ich dem Volkssturm angehörte, als ich Anfang April 1945 in Königsberg verwundet wurde (Rentensache), Nachricht erb. William Schmidt, früher: Kloken, jetzt (23) Bremen, Werderufer 1.

Königsberger! Wer kann Angaben machen über den Verbleib meiner Schwester Christel Fuerst, geb. 12.01.1934 in Königsberg, wohnhaft Herm.-Göring-Straße 148, wurde 1947 noch in Königsberg gesprochen? Nachricht erb. Walter Fuerst, Düsseldorf, Annastraße 45.

Herbert Franke, Feldwebel, Volksschullehrer, geb. 05.06.1898 zu Immigrath, Rhld., Wohnung dort selbst, Bogenstraße 102. Letzte Nachricht vom 24.01.1945 aus dem Fort Dohna (Königsberg), Bataillonsstab unter der Feldpostnr. 65 224 D. Nachricht erb. Frau Lotte Franke, Langenfeld-Immigrath (Rhld.), Feldstraße 61.

Steckbrief mit Kinderfoto.
Name: Raudies
Vorname: Dorothea
Geboren: 12.02.1942
In: Insterburg
Augen: blau
Haar: blond
Nach Angabe der Pflegemutter wurde ihr das Kind 1943 in Gerhardsweide, Kreis Elchniederung, von der Mutter übergeben. Die Kindesmutter soll in Tilsit gewohnt haben. Nachricht erb. unter Nummer 54 488 Das Ostpreußenblatt, Anzeigenabteilung

Steckbrief mit Kinderfoto.
Name: Mehrwald
Vorname: Erika
Geboren: etwa 1939
In: Königsberg Pr.
Augen: grau/grün
Haar: blond
Erika wurde im April 1945 verwundet in Strasburg (Uckermark) aufgefunden und fand später im Kinderheim Lemmersdorf Unterkunft. Vermutlich stammt das Kind aus Pr.-Holland. Von der Mutter erzählte Erika, dass dieselbe auf der Flucht durch einen Fliegerangriff verwundet wurde. Sie erinnert sich ebenfalls an drei Geschwister Hannelore, Werner und Bernhard. Nachricht erb. unter Nr. 54 489 Das Ostpreußenblatt, Anz.-Abt., Hamburg 24

Wer war mit meinem Sohn Horst Müller, geb. in Norkitten, Kreis Insterburg, Ostpreußen, Fhj.-Wachtmeister einer Art.-Abt., in den letzten Tagen des Januar 1945 in Königsberg Pr. zusammen und weiß etwas über sein Schicksal? Mitteilungen an Tierarzt Dr. E. Müller, Gütersloh, Westf., Strenger Straße 14, erbeten.

Zwecks Aufwertung meiner Altsparguthaben beim Vorschussverein Wormditt suche ich dringend die Angestellten vom Vorschussverein Wormditt. Unkosten werden erstattet. Nachricht erb. Karl Wichmann, Ibbenbüren, Westfalen, In der Südfeldmark 42, früher Heinrikau bei Wormditt.

Suche meine Frau Gertrud Kimm, geb. Hakensohn, Mulden, Kreis Gerdauen, Ostpreußen und meinen Sohn Fritz Kimm, ebenfalls Mulden, Kreis Gerdauen, letzte Meldung vom 02.03.1945 aus Umgebung v. Danzig. Nachricht erb. Otto Kimm, Dülmen, Westf., Hülsenhof 4

Achtung, Böttchersdorfer, Ostpreußen! Wer kennt das Schicksal meiner Mutter, Frau Johanne Woop, geborene Thulke, geb. 04.04.1872? Nachricht erb. F. Woop, Recklinghausen, Westf., Buddestraße 1

Ich suche die Familien Neumann, Zöllner, Kronfeld, früher Puschdorf, Kreis Insterburg. Nachricht erb. Magdalene Bärmann, Schülp, Post Nortorf, Kreis Rendsburg.

Seite 14 Schnell wie die Feuerwehr. Königsberger Feuerwehr war vorzüglich ausgerüstet. Fünf Feuerwachen und Feuerlöschboot „Bruhns“ . Jeder Feuerwehrmann beherrschte ein Handwerk. Der Einsatz in den Bombennächten. Vor einem der großen Schaufenster der Spielwarenhandlung Weiß in der Junkerstraße drückten wir uns als Jungen die Nasen platt. Es war auch zu herrlich, was man dort zu sehen bekam. Ein Feuerwehrzug war aufgefahren; an der Spitze arbeiteten Männer in blauen Uniformen und schwarzem Helm mit dem ledernen Nackenschutz. Andere kletterten beherzt eine rote Leiter hoch, die an ein brennendes Haus gelehnt war. Sie schwangen Äxte und Hacken; Damit hauen sie die Fensterrahmen ein, um einzusteigen und Menschen retten zu können, meldete sich die sachverständige Stimme eines Zehnjährigen. Wie großartig musste es erst sein, wenn die wirkliche Feuerwehr bei einem Brande eingriff. Zwar schlug unser kleines Herz erregt, wenn weithin schallendes, ununterbrochenes Läuten das Herannahen des Feuerlöschzuges ankündete. Alle anderen Fahrzeuge mussten stehenbleiben, und wie ein wilder Spuk raste die Feuerwehr vorbei. Aber brannte es schon einmal irgendwo, so sperrte die Polizei die Umgebung ab; sie gönnte den kleinen Jungen die Freude am Zugaffen nicht. Mehr als einige dicke, auf der Straße liegende Schläuche bekam man nicht zu sehen, was aber unserer Bewunderung für die Feuerwehrmänner und ihren Mut weiter keinen Abbruch tat. Als es noch keine Autos gab, bot die Anfahrt der Feuerwehr ein schaurig-schönes Bild: Dem Zuge voran fuhr ein Radfahrer, der Melder. Kräftige, weitausgreifende Pferde sausten im vollen Galopp über das Pflaster und zogen den Spritzenwagen hinter sich her. Auf dem Gefährt saßen zu beiden Seiten Feuerwehrmänner. Sie hielten brennende Wachsfackeln in den Händen; in dunkler Winternacht leckten die Flammen lang aus. Auf dem Schloßturm lugte noch zu Beginn dieses Jahrhunderts ständig ein Feuerposten aus. Bemerkte er einen Feuerschein, so zeigte er am Tage durch das Aushängen einer roten Fahne, des Nachts durch eine rote Laterne die Himmelsrichtung an, in der die Brandstätte lag. Zugleich ertönte vom Schloßturm die Feuerglocke. Nach der alten Löschordnung mussten sich alle erwachsenen männlichen Personen als Hilfskräfte und Druckmannschaften für die Handdruckspritze auf der Brandstelle zur Verfügung stellen. Wer sich beeilte, dem winkte ein gar nicht zu verachtender Lohn, denn der erste erhielt einen Taler, und ein Taler war damals schon etwas wert! Im April 1858 wurde die Berufsfeuerwehr in Königsberg gegründet. Erster Branddirektor war von Bernhardi. In unseren Tagen war das Stadtgebiet in vier Feuerschutzbezirke aufgegliedert. Da viele Königsberger, ihre, Wache gut kannten, seien diese hier aufgezählt. Feuerwache 1 (Altstadt), Altstädtische Bauhofstraße 4, mit Schlauchmacherei, Sattlerei und Gasschutzwerkstätte;
Feuerwache 2 (Ost), Yorckstraße 78/80, mit Schneiderei und Tischlerei;
Feuerwache 3 (Nord), Wrangelstraße 12, mit Schuhmacherei und Schmiede;
Feuerwache 4 (Süd), Artilleriestraße 73/77, mit Kraftfahrzeugwerkstatt und Stellmacherei. Die Hafenwache – Feuerwache 5 – befand sich am Kaibahnhof, am neuen Hafenbecken III. In ihr war auch die Maler- und Lackierwerkstatt untergebracht. Ihr oblag der Schutz des gesamten Hafens. Brach ein Brand auf einem der dort liegenden Schiffe aus, so konnte das Feuerlöschboot, Bruhns, mit seinen Rohren eingreifen. Seinen Namen führte es nach einem verdienten Branddirektor.
Auch die Uhren gesteuert.
Scheibe einschlagen. Knopf drücken. Feuerwehr erwarten, so lud eine Inschrift auf den roten Feuerwehrmeldern ein, die auf den Straßen aufgestellt waren. Wer aber ohne berechtigten Grund auf den Knopf drückte, bloß weil ihn die Lust anwandelte, konnte hierfür ein hübsches Sümmchen Buße zahlen. Die Feuerwehr war nämlich prompt zur Stelle, viel schneller, als es der Frevler erwartet hatte. Sehr selten kam ein solcher Missbrauch der Feuermelder vor. Zur Zeit der Kostümfeste stieg allerdings die Kurve an. Insgesamt standen 350 Feuermelder und 150 Unfallmelder auf den Straßen Königsbergs; hinzu kamen die Privatfeuermelder in den Theatern und in öffentlichen Bauten. Auf jeder Feuerwache war eine Empfangsanlage für die einlaufenden Meldungen eingerichtet; die Zentrale befand sich in der Hauptfeuerwache Altstadt. Wohl nur wenig Einwohnern von Königsberg war es bekannt, dass auf der Hauptfeuerwache auch die Uhrenzentrale für etwa dreihundert öffentliche Uhren im Stadtgebiet eingerichtet war. Die Berufsfeuerwehr verglich die Uhrzeit mit der Normalzeituhr der Sternwarte und steuerte den genauen Gang der öffentlichen Uhren. Nach einem Ringsystem war ein dichtes Netz von Wasserrohrleitungen im Stadtgebiet gelegt. Für die Entnahme von Löschwasser standen in den Straßen alle hundert Meter abwechselnd ein Über- bzw. Unterflurhydrant bereit. 750 Überflurhydranten und 1000 Unterflurhydranten waren im Straßennetz verteilt.
Eine der modernsten Wehren in Deutschland
Im Jahre 1923 erfolgte die Modernisierung des gesamten Fahrzeugparks der Berufsfeuerwehr. Alle Löschfahrzeuge, Magirusleitern, Schlauchwagen und Krankenwagen erhielten einen einheitlichen Aufbau und einheitliche Bestückung. Im Jahre 1928 wurden abermals neue Fahrzeuge beschafft. Aus dem Kraftwagenpark seien nur die zwölf Löschfahrzeuge mit je 100-PS-Dieselmotor hervorgehoben. Sie hatten eine Pumpenleistung von 2500 Litern in der Minute. Der Schlauchabstand hatte eine Länge von zwanzig Kilometern! Die sechs Metzdrehleitern hatten eine Steighöhe von je 26 Metern. Jedes mal waren es Daimler-Benz-Kraftfahrzeuge.
Es wurde alles selbst gemacht
Im Jahresetat der Stadt Königsberg betrug der Posten für die Berufsfeuerwehr eine Million Reichsmark. Durch die Werkstätten auf den einzelnen Feuerwachen konnten die Unterhaltskosten erheblich verringert werden. Jeder Feuerwehrmann musste ein Handwerk beherrschen. Bei der Neueinstellung von jungen Anwärtern wurde auf eine abgeschlossene Lehrzeit mit bestandener Gesellenprüfung Wert gelegt. Außer bei dem Übungs- und Schulungsdienst von zwei Stunden an jedem Wachdiensttage arbeiteten die Männer sechs Stunden in den Werkstätten für den Dienstbedarf. Um für die Alarmierung bei Großeinsätzen die Feuerwehrmänner gleich aufrufen zu können, waren ihnen mit ihren Familien besondere Wohnblocks zugewiesen. So befand sich in unmittelbarer Nähe der Feuerwache Süd ein Wohnblock für 144 Familien am Haberberger Grund. Wenige Minuten Weg von der Feuerwache Ost entfernt lag am Sackheimer Tor der Wohnblock Ost für 54 Familien. Neben Feuerwache Altstadt, in der Simon-Dach-Straße, wohnten vier Familien in Dienstwohnungen. Alle Wohnungen waren mit Alarmglocken versehen. In einer überraschend kurzen Zeit konnten durch die Alarmierung Reservelöschzüge und Sonderfahrzeuge von wachdienstfreien Feuerwehrmännern besetzt werden. Die Berufsehre verlangte es, unverzüglich zum Dienst zu eilen und den Kampf mit dem Feuer aufzunehmen. Diese Männer waren gutmütige, aber handfeste Leute, die sofort zupackten. Auch bei vielen Unglücksfällen war die Feuerwehr der rettende Helfer. Und als einmal die Affen im Tiergarten ausgerissen waren, half die Feuerwehr ebenfalls mit, sie wieder einzufangen.

Die Königsberger Feuerwehr im Kriege
Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Feuerschutz auf etwa 830 Kräfte verstärkt. Der Name, Berufsfeuerwehr, wurde abgeschafft, sie hieß jetzt amtlich, Feuerschutzpolizei. Die Gesamtstärke war in sieben Bereitschaften aufgegliedert, der erforderliche Bedarf an Löschfahrzeugen wurde von der Luftwaffe bereitgestellt. Zusätzlich wurden die freiwilligen Feuerwehren aus den Stadtrandgebieten angegliedert. Es waren dies die Löschgruppen Trannenwalde, Quednau, Lauth, Seligenfeld, Kalgen und Juditten. Lediglich die Löschgruppe Metgethen machte eine Ausnahme; sie wurde von der dortigen Provinzialfeuerwehrschule gebildet. Der Luftkrieg bedingte eine erhöhte Wachsamkeit und Anspannung. Mehrfach musste die Feuerwehr eingreifen. Die wichtigsten Einsätze nach Bombenangriffen auf das Stadtgebiet waren: Im Juni 1941, russischer Luftangriff (Hornstraße, Gluckstraße, Tiergartenstraße, Zoogelände).
Im Herbst 1941, russischer Luftangriff (Bahnhof Ratshof);
Frühjahr 1943, russischer Luftangriff (Drummstraße, Oberrollberg, Steindamm, Jahn-Sportplatz in der Steffeckstraße); Am 26./27. August 1944, erster großer englischer Luftangriff (Straßenzüge der Stadtteile Sackheim, Roßgarten, Tragheim, Kasernen- und Wohngebäude in der Cranzer Allee); Am 29./30. August 1944, zweiter englischer Großangriff (gesamte Innenstadt durch Flammstrahl- und Sprengbomben vernichtet). Die größten Fabriken und Werke hatten für den Feuerschutz eigene Werkfeuerwehren gebildet. Ferner waren im Stadtgebiet etwa siebzig Tragkraftspritzen zur Besetzung durch von der Berufsfeuerwehr ausgebildete zivile Kräfte verteilt. Foto: Die Aufnahme zeigt einen Umzug der Berufsfeuerwehr in Königsberg 1940. Das erste Fahrzeug ist eine alte Handdruckspritze, das zweite Fahrzeug eine Motorspritze aus dem Jahr 1923 und das dritte Fahrzeug eine abermals verbesserte Motorspritze aus dem Jahr 1938. Die Besatzungen der einzelnen Fahrzeuge sind nach den jeweils geltenden Uniformvorschriften eingekleidet. Der Feuerwehrzug hält in der Altstädtischen Langgasse bei der Einmündung in den Kaiser-Wilhelm-Platz.

Als am 27. Januar 1945 der Kampf um Königsberg begann, waren die Einheiten der Berufsfeuerwehr ständig im Feuerlöscheinsatz. In den letzten Tagen vor der Kapitulation sollte auf Befehl des Stadtkommandanten General Lasch die Feuerwehr zur Waffe greifen und sich an der militärischen Verteidigung beteiligen. Dieser Befehl ist nicht ausgeführt worden, weil die Feuerwehr stets Löscharbeiten vornehmen musste und weil viele ihrer Angehörigen hierbei gefallen waren. Die Überlebenden gerieten in russische Kriegsgefangenschaft. Nur ein geringer Teil der alten Königsberger Feuerwehrleute überstand den Krieg. Die Jüngeren sind heute bei verschiedenen Berufs- und Werkfeuerwehren in Westdeutschland und auch in der sowjetisch besetzten Zone tätig. Die alten Feuerwehrleute gedenken in Achtung der hervorragenden Branddirektoren, die Königsberg stets hatte, und die die Feuerwehr zu einer der bestgerüsteten in Deutschland ausbildeten. Es waren dies die Branddirektoren von Bernhardi, Bruhns, Mathes, Rauschning, Stoll, Symanowski und Scholten. Nicht vergessen sei auch der spätere Generalmajor der Feuerschutzpolizei Rumpf, der während seiner Tätigkeit bei der Berufsfeuerwehr in Königsberg bereits im Jahre 1931 in seinem Buch, Brandbomben, auf die furchtbaren Wirkungen eines Luftkrieges aufmerksam machte und vor ihm warnte. Stets haben sich die Angehörigen der Feuerwehr aller Dienstgrade mutig eingesetzt. Viele fanden, besonders in den letzten Tagen Königsbergs, den Tod am Gerät. Ihre noch lebenden Kameraden sind von dem Gedanken erfüllt, die gemachten Erfahrungen nutzbringend für ihre Mitmenschen weiter zu verwerten, wie einst bei ihrem früheren Dienst in der Heimatstadt. Foto: Am 29. Juli 1929 brannten auf der Lastadie vier zusammengebaute Speicher ab, zum Teil bis zu ihrem zweiten Obergeschoss. Die gesamte Berufsfeuerwehr von Königsberg war bei den Löscharbeiten eingesetzt; ihr halfen Pioniere und Einheiten der Schutzpolizei.
Oberbrandmeister z. Wv. Otto Stolzke



[OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 24, Tei l 2

Date: 2014/06/02 00:17:57
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 15 und 16  Familienanzeigen
Die Verlobung ihrer Tochter Inge mit Herrn Kreis-Inspektor Hans Graumann geben bekannt. Reinhold Sadowski und Frau Eva, geb. von Streng. Lyck, Ostpreußen. Jetzt: Frankfurt/M.-Fechenheim, Leo-‚Gans-Straße 6a

Inge Sadowski und Hans Graumann, Verlobte. Frankfurt/M.-Fechenheim, Leo-Gans-Straße 6a und Oppenheim (Rhein), Krämerstraße 24. Pfingsten 1955

Die Verlobung unserer einzigen Tochter Renate mit Herrn Ing. Hans Zatelli geben bekannt. Walter Homp und Frau Elsa, geb. Lange. Dargen, Kreis Samland, Ostpreußen. Jetzt: Trier, Kochstraße 11, GFK. Pfingsten 1955

Renate Homp und Hans Zatelli. Verlobte. Erlangen, Rückerstraße 2. Pfingsten 1955

Ihre Vermählung geben bekannt: Paul von Bojanowski, Passenheim, Kreis Ortelsburg, Ostpreußen, jetzt: Bremen-Burg, Dunge 6, und Maria von Bojanowski, geb. Weber. Holtorf über Nienburg (Weser).

Die Vermählung ihrer Tochter Christel mit Herrn Udo Siemsglühs geben bekannt: Wilhelm Degling und Frau Berta, geb. Brandenburger. Königsberg Pr., Vorst. Langgasse 20. Jetzt: Hamburg-Sasel, Mellande 32.

Ihre Vermählung geben bekannt: Udo Siemsglühs und Christel Siemsglühs, geb. Degling. Pfingsten 1955

Ihre Verlobung geben bekannt: Lieselotte Schlosser, geb. Behrens und Burchard Buechler. Draugupönen, Kreis Pillkallen. Jetzt: Oedeme über Lüneburg. 28. Mai 1955

Ihre Vermählung geben bekannt: Hans-Otto Jung, Studienreferendar und Christa-Maria Jung, geb. Freiin von der Goltz. Pfingsten 1955. In Zollenreute bei Aulendorf. Kassel, Friedr.-Ebert-Straße 17. Früher: Kallen, Kreis Samland, Ostpreußen.

Ihre Vermählung geben bekannt: Gerd Neumann und Margot Neumann, geb. Thurn. Königsberg Pr., Powundener Straße 29. Jetzt: Stolberg (Rhld.), Würselener Straße 27 und Stolberg (Rhld.), Binsfeldhammer

Am 4. Juni 1955, feierten wir unsere Silberhochzeit und grüßen alle Verwandten, Freunde und Bekannten. Paul Josupeit und Frau Margarete, geb. Seydlitz. Königsberg Pr., Tamnaustraße 40. Jetzt: Neuhausen (Filder), Lettenstraße 45, Kreis Esslingen am Neckar.

Unsere lieben Eltern, Kantor Gustav Schroeter und Frau Helene Schroeter, geb. Hoffmann, aus Altstadt bei Christburg, beglückwünschen wir zum Fest der Goldenen Hochzeit, am 14. Juni 1955. Die Kinder und Enkel, Uetersen, Holstein. Mit uns gratulieren alle Verwandten und Freunde aus der alten Heimat.

Zum zehnjährigen Gedenken. Am 10. Mai 1945 verstarb in Schlitz (Hessen) im Alter von 80 Jahren, wenige Monate nach seiner Flucht, unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater, Konrektor Eugen Gramberg, aus Königsberg Pr., Mitglied des Forschungskreises der Albertus-Universität. Am 27. Dezember 1954 verstarb in Berlin seine Tochter, unsere liebe Schwester, Luise Seeligmann, geb. Gramberg. In stillem Gedenken: Baumeister Robert Gramberg und Familie, früher: Königsberg Pr., jetzt: Wiesbaden, Am Langelsweinberg 11. Dr. Walter Neuhoff und Frau Ella, geb. Gramberg, früher: Königsberg Pr., jetzt: Rellingen, Holstein, und Enkel.

Am 26. Mai 1955 verstarb unerwartet an Herzschlag, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, Max Schock, im Alter von 62 Jahren. In stiller Trauer: Martha Schock, geb. Manneck und Söhne. Sorgenau, Ostpreußen, jetzt: Arnis (Schlei)

Am 30. Mai 1955, entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit, mein lieber Mann, unser guter Vater, Fritz Goerth, früher: Seestadt Pillau, im 54. Lebensjahre. In stiller Trauer: Frieda Goerth, geb. Gehrmann, nebst Kindern und allen Verwandten. Uelzen, Bohldamm 64

Von ihrem schweren Leiden wurde meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutti und Omi, unsere Schwester, Schwägerin und Tante, Anna Paehlke, geb. Domass, kurz vor Vollendung ihres 68. Lebensjahres, durch den Tod erlöst. Ihr Wunsch, die Heimat wiederzusehen, wurde ihr nicht mehr erfüllt. In tiefer Trauer, im Namen aller Angehörigen: Arthur Paehlke und Kinder. Hamburg-Blankenese, den 31. Mai 1955, Capriviststraße 29

Fern seiner geliebten und nie vergessenen ostpreußischen Heimat, ist plötzlich und unerwartet, infolge Herzschlag am 15. März 1955, mein lieber Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel, Bauer Anton Rattki, im 79. Lebensjahre, von uns gegangen. Er folgte seinem einzigen Sohn, Otto Rattki, gefallen am 14. Juni 1944, in die Ewigkeit. Sein sehnlichster Wunsch, seine geliebte Heimat noch einmal wiederzusehen, ging nicht mehr in Erfüllung. In tiefer Trauer: Maria Rattki, geb. Hoppe. Maria Beckmann, geb. Rattki. Klara Beckmann, geb. Rattki. Otto Beckmann. Angelika Friese, geb. Rattki. Karl Friese, vermisst in Russland, und drei Enkelkinder. Klackendorf bei Bischofstein, Kreis Rößel, Ostpreußen. Jetzt: Langförden, Kreis Vechta (Oldenburg)

Zum zehnjährigen Gedenken. Liebste Eltern, weinet nicht! Lasst das übergroße Grämen, da mein Lebensfaden brach und ich jung musst Abschied nehmen. Gott selbst fordert diese Pflicht! Liebste Eltern, weinet nicht! Liebste Eltern, weinet nicht! Ich bin vieler Not entgangen. Was die Welt entsinnt und dicht’t, ist mit Leid und Kreuz umfangen. Keine Angst mich mehr anficht! Liebste Eltern, weinet nicht! Liebste Eltern, weinet nicht! Gott wird mich Euch wiedergeben. Ihr wird’t einst mein Angesicht schauen in dem ewigen Leben! Und wer weiß, wie bald’s geschieht! Liebste Eltern, weinet nicht! In unaufhörender Liebe und tiefem Herzeleid gedenken wir zum 34. Geburtstag unseres einzigen innig geliebten Sohnes und lieben Bruders, Ernst Bessel, geb. 04.06.1921 in Bieberswalde, bei Tapiau, Kreis Wehlau, Ostpreußen. Gefreiter im Grenad.-Ers.-Bat. 389, Gen.-Komp., Sensburg Ostpreußen, vermisst seit 07.02.1945. Mit Marschbefehl nach Braunsberg, Ostpreußen, blieb er in Heiligenbeil, Ostpreußen zurück. Es ist anzunehmen, dass er einer anderen Einheit zugeteilt wurde. Welcher Kamerad oder Heimkehrer war mit ihm zusammen? Bitte, meldet Euch! Unkosten werden erstattet. In stiller Trauer, Dich immer liebend, Deine Eltern und Schwester. Anna Bessel, geb. Riemann. Karl Bessel, Bauer. Bieberswalde bei Tapiau, Kreis Wehlau, Ostpreußen. Zur Zeit Königschaffhausen a. K., Kreis Emmendingen, Süd-Baden

Fern, doch treu der Heimat, verstarb plötzlich durch Unglücksfall am 14. Mai 1955, mein lieber, guter Mann, Ernst Masuhr, früher Tilsit, Ostpreußen, Stolbecker Straße 97. In stiller Trauer: Emilie Masuhr, geb. Birsin. Adorf, Kreis Waldeck

Gott nahm heute unseren treusorgenden Vater, unseren lieben Opa, Hermann Beyer, Hauptmann der Schutzpolizei a. D., nach langem, schwerem Leiden, kurz vor Vollendung seines 81. Lebensjahres, zu sich. In stiller Trauer: Herta Ritzki, geb. Beyer. Gerhard Beyer und Frau. Siegfried Morgenstern und Frau Ursula, geb. Beyer und Enkelkinder. Königsberg Pr., Beeckstraße 25. Jetzt: Niebüll-Deezbüll, Turmhaus, den 24. Mai 1955

Am 20. Mai 1955 entschlief sanft, nach kurzem leiden, unser herzensgutes Väterchen, Julius Venohr, im Alter von 80 Jahren. Sein Leben war Liebe und Güte. In tiefer Trauer: Dorothea Venohr. Hildegard Bluhm, geb. Venohr. Edmund Bluhm. Königsberg Pr. Kalthöfer Kirchenstraße 5. Jetzt: Duisburg-Meiderich, Stolzestraße 17. Die Beerdigung fand am 24. Mai 1955 statt.

Zum Gedenken meines lieben Sohnes, Pz.-Schütze Ulrich Grunwald, aus Königsberg-Metgethen, geboren 02.06.1926, vermisst seit Januar 1945 in Ostpreußen. Wer weiß etwas über sein Schicksal? Witwe Marie Grunwald. Königsberg-Metgethen, Birkenweg. Jetzt: Hagen, Westfalen, Böhmerstraße 29

Plötzlich und unerwartet verstarb am 16. Mai 1955 unser lieber Vater, Friedrich Wallat, im Alter von 70 Jahren. Gleichzeitig gedenken wir unserer unvergesslichen, vor zwei Jahren verstorbenen Mutter, Berta Wallat, geb. Bewernick, früher: Königsberg Pr., Alter Graben. In stiller Trauer: Hans-Werner Wallat, Stuttgart-Fellbach, Sonnenbühlstraße 33. Wanda Recklies, geb. Wallat, Oldenburg i. O., Lambertistraße 38

Am 24. Mai 1955 verstarb im 82. Lebensjahre mein geliebter Mann, unser getreuer Vater und guter Großvater, der Straßenbahner i. R. August Gotthilf Kollex, früher: Königsberg Pr., Steindammer Wall 30. In stiller Trauer im Namen aller Hinterbliebenen: Marie Kolex, geb. Schilski. Werlte (Emsland), Hauptstraße 58

Am 28. Mai 1955 entschlief sanft, mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater, der Bauer Christian Küßner, Tharau, Kreis Pr.-Eylau, im Alter von 85 Jahren. In stiller Trauer: Elise Küßner. Familie Emil Küßner. Selbeck bei Barntrup

Nach langer, schwerer Krankheit entschlief am 22. April 1955, mein lieber Mann, unser Vater und Schwiegervater, Franz Aschmoneit, im 72. Lebensjahre. In tiefer Trauer im Namen aller Angehörigen: Liesbeth Aschmoneit. Pfedelbach, Kreis Öhringen, Württemberg

Fern seiner geliebten, ostpreußischen Heimat entschlief am 24. Mai 1955, nach kurzer, aber schwerer Krankheit, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater, Heinrich Hübner, im 81. Lebensjahre. In stiller Trauer: Friedrich Kiehl und Frau Charlotte, geb. Hübner. Frau Ella Hoffmann, geb. Hübner. Irmgard Hoffmann, als Enkelin. Jürgen Kiehl, als Urenkel. Königsberg Pr., Waisenbausplatz 8a. Jetzt: Bremervörde, Huddelberg 4

Am 31. Mai 1955 entschlief sanft im 83. Lebensjahre, unsere Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Frau Emma Greiffenberger, geb. Pallasch. In stiller Trauer: Käte Bolz, geb. Greiffenberger, Long Beach, Kalifornien. Paul Kähler und Frau Meta, geb. Greiffenberger. Anita Greiffenberger. Walter Greiffenberger und Frau Inge, geb. Kay. Prof. Dr. jur. Rudolf Los und Frau Erna, geb. Greiffenberger. Alfred Greiffenberger. Marga Wolter, geb. Greiffenberger. Hermann Greiffenberger und Frau Gertrud, geb. Fröhlich. Fritz Marienfeld und Frau Hildegard, geb. Greiffenberger, Neustadt/Weinstadt. Werner Joachim und Frau Lilo, geb. Greiffenberger, Braunschweig, sowie 14 Enkel und fünf Urenkel. Königsberg Pr., Korinthendamm 11. Jetzt: Hamburg 13, Isestraße 78

Schlummere sanft hienieden, oft von uns beweint, bis der Himmelsfrieden ewig uns vereint. Nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief plötzlich und unerwartet am Dienstag, dem 17. Mai 1955, 8.45 Uhr, meine über alles geliebte Frau und unsere gute Mutter, Minna Müller, geb. Schablowski. In stiller Trauer: Franz Müller, nebst Sohn Gerhard. Opeln, Kreis Tilsit-Ragnit, Ostpreußen. Jetzt: Revensdorf bei Gettorf, Kreis Eckernförde

Ausgelitten hab ich nun, bin am frohen Ziele. Kein Arzt fand Heilung mehr für mich. Jesus sprach: Ich heile dich! Nach Gottes heiligem Willen, entschlief heute morgen 2 Uhr früh, unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Oma, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Friederike Kummetz, geb. Radzuweit, aus Krakau, Kreis Labiau, Ostpreußen, im Alter von 75 Jahren. Sie folgte unserem lieben Vater nach zehn Jahren in die Ewigkeit. In stiller Trauer: Erich Kummetz und Frau Gertraut, geb. Bernoteit. Fritz Kummetz und Frau Gertrud, geb. Klein. Karl Kummetz und Frau Frieda, geb. Mahl. Käte Rhäse, geb. Kummetz. Willi Nahs und Frau Lotte, geb. Kummetz und sechs Enkelkinder. Sowj. bes. Zone und Duisburg, den 17. April 1955

Zum Gedenken. Zum zehnjährigen Todestag am 9. Juni 1955, gedenken wir unserer lieben Mutter, Frau Justine Tronschel, geb. Hennig, Hohenberge, Kreis Elchniederung, verstorben in Kopenhagen, Dänemark. Ferner gedenken wir unseres Bruders, Max Tronschel, Landwirt, Hohenberge, Kreis Elchniederung, vermisst in Russland und meines lieben Mannes, Handelsvertreter Alfred Schulz, Tilsit, Hohe Straße 77, vermisst seit 1945. Luise Schulz, geb. Tronschel, Mittenwald, Obb., Stainergasse 33. Agnes Gambalat, geb. Tronschel. Rudolf Gambalat, früher Schloßberg, Ostpreußen, jetzt: sowj. bes. Zone

Am 26. Mai 1955 entschlief nach langem, schwerem Leiden, fern aber treu ihrer Heimat, im Krankenhaus zu Rahden, Frau Witwe Luise Danissus, geb. Klankwarth. Früher: Gehlenburg, Ostpreußen. Im Namen aller Hinterbliebenen: Frau Else Klankwarth

Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Am 10. Mai 1955 entschlief in der sowj. bes. Zone, unsere liebe Mutter, Amande Lammert, geb. Schöttke, im Alter von 84 Jahren. In stiller Trauer: Marie Mollenhauer, geb. Lammert. Fritz Lammert und alle Anverwandten. Widitten, Kreis Samland. Jetzt: Billerbeck, Westf.

Danksagung.
Statt Karten. Für die herzliche Teilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes, Wilhelm Nohr, sage ich auf diesem Wege allen guten Freunden aus der Heimat stillen Dank und Gruß! Hertha Nohr und Kinder. Högersdorf, Bad Segeberg, Holstein. Juni 1955

Zum Gedenken. Geb. 07.12.1896 in Lüneburg. Gestorben 07.06.1945, Lazarett Bad Münder (Deister). Kaufmann und Landwirt Paul Lütjens, Hauptmann der Luftw., Träger des Armee-Kreuzes, Balten-Kreuzes, E.K. II und anderen Auszeichnungen. Es gibt ein Leid, das fremden Trost nicht duldet, und einen Schmerz, den sanft nur heilt die Zeit. Gertrud Lütjens, geb. Prokob. Gertraud Müller, geb. Lütjens. Johann Müller, Hamburg-Wandsbek, Zollstraße 42 – 46. Hildegard Beeken, geb. Lütjens. Karl-Heinz Beeken und Klein-Ralf, Winsen (Luhe), Hoopter Straße 34. Knöppelsdorf, dann Prawten, Kreis Samland. Jetzt: Stelle, Kreis Harburg, Lüneburger Straße 32

Zum Gedenken. Wir gedenken in Liebe und Dankbarkeit meines geliebten, treusorgenden Mannes, unseres unvergessenen Vaters, des Postinspektors August Wesa, geb. am 15. November 1886, der vor zehn Jahre auf der Flucht in Lauenburg, Pommern, zum Volkssturm kam und seit dieser Zeit verschollen ist. Für jeden Hinweis über sein Schicksal wären wir dankbar. In stiller Trauer: Anna Wesa, geb. Thieler. Dr.-Ing. Ottfried Jeske und Frau Edith, geb. Wesa. Dr. Heinz Lotze und Frau Anneliese, geb. Wesa und sechs Enkelkinder. Karlsruhe/Baden, hirschstraße 72. Bremen, Sielwall 12. Früher: Insterburg, Ostpreußen, Jordanstraße 4

Weinet nicht an meinem Grabe, gönnet mir die ew’ge Ruh, denkt was ich gelitten habe, eh’ ich schloss die Augen zu. Gott, der Herr, erlöste nach langem, schwerem Leiden, meinen innig geliebten Mann, unseren lieben Papa, Schwiegervater, Opa, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffen, Franz Kuhn, am 24. Mai 1955, im 54. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Johanne Kuhn, geb. Birth. Söhne Heinz (noch vermisst) und Alfred. Töchter Irmgard, Hildegard, Elsa und Ursula. Schwiegersohn Richard und Enkel Heinzi. Vater und Schwiegervater. Familie Grobe und Familie Kuhn, Oyten. Familie Kinder, Beppen. Familie Birth, Steinhude. Familie Birth und Schiemann, Kamp-Lintfort. Familie Birth, Polch. Familie Zipper, Elmshorn. Früher: Woyditten, Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen. Jetzt: Langeln, Kreis Pinneberg, Holstein.

Am 23. Mai 1955 entschlief sanft, fern ihrer ostpreußischen Heimat, unser liebes Muttchen, unsere gute Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter, Frau Friederike Groppler, geb. Pakleppa, im 78. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Hans Goppler, Meister des Kraftfahrzeug-Handwerks, Obernkirchen. Helene Ostrowski, geb. Groppler. Hildegard Ogilvie, geb. Groppler. Gustav Ostrowski, Oberstabsintendant a. D., Göttingerode über Goslar. Bernhard Ogilvie, Studienrat, Lübeck, Schönböckener Straße 33 c. Ella Goerke, Ittenbach und Königswinter. Vier Enkel und drei Urenkel. Widminnen, Kreis Lötzen, Ostpreußen. Jetzt: Obernkirchen, Rintelner Straße 62, im Mai 1955

Durch einen tragischen Arbeitsunfall entriss uns heute der unerbittliche Tod unseren lieben, guten Sohn und Bruder, den Zimmermann Alfred kraft, im hoffnungsvollen Alter von 24 Jahren. Um stilles Beileid bitten die tief trauernden Eltern und Geschwister: Wilhelm Kraft und Frau Charlotte, geb. Tantius. Dieter und Eva Kraft, als Geschwister und Anverwandte. Lindenort, Kreis Ortelsburg. Jetzt: Soest, Westf., Grüne Hecke 36, den 27. Mai 1955

Nach einem langen, schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden, erlöste Gott, der Herr, am 29. Mai 1955, fern seiner geliebten Heimat, im 78. Lebensjahre, meinen lieben, herzensguten Mann, unseren lieben Schwager und Onkel, den Tischlermeister, Albert Schulz. In stiller Trauer, im Namen aller Angehörigen: Anna Schulz, geb. Neumann. Früher: Gr.-Söllen, Kreis Bartenstein, Ostpreußen. Jetzt: Martinshöhe über Landstuhl, Rhein-Pfalz

Mein innig geliebter, treusorgender Lebenskamerad und lieber Schwager, Hans Wolgast, Bank-Oberinspektor, wurde unerwartet durch Herzschlag, im 56. Lebensjahre, von meiner Seite gerissen. Nur wer ihn gekannt, weiß was ich verloren habe. In unsagbarem Leid, die Gattin: Marta Wolgast, geb. Kellermann. Der Schwager: Max Kellermann und Frau Helene, geb. Hamann und Gertrud Tettner, geb. Bacher. Königsberg Pr., Mitteltragheim 43. Jetzt: Heilbronn a. N., Habrechtstraße 36, den 02. Mai 1955

An den Folgen eines Schlaganfalles verschied am 18. Mai 1955 mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, Max Heinrich, Postassistent i. R. im 78. Lebensjahre, früher wohnhaft in Sensburg, Ordensritterstraße 43. In stiller Trauer: Maria Heinrich, geb. Paul. Lucie Hegels, geb. Heinrich, mit Familie. Kurt Heinrich mit Familie. Paul, Max und Hildegard Heinrich, nebst Verwandten. Biberach, Kr. Neu-Ulm (Donau), den 27. Mai 1955

Durch einen sanften Tod erlöste Gott, der Herr, unseren lieben Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater, den Baumeister Franz Daufeldt, früher: Arys, Ostpreußen. Er starb nach einem erfüllten Leben am 3. Juni 1955, im 89. Lebensjahre und wurde in Itzehoe, Holstein, zur letzten Ruhe gebettet. Er folgte seiner lieben Frau, unserer lieben Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Anna Daufeldt, geb. Werschkull, die auf der Flucht bei Gotenhafen am 22. Februar 1945 heimgegangen ist. In stiller Trauer: Hans Peter Daufeldt und Frau Elfriede. Frankfurt a. M., Weißdornweg 25. Else Daufeldt, geb. Daufeldt mit Kindern und Enkelin, Bonn, Kaiserstraße 103 und alle anderen Anverwandten.

Zum zehnten Male jährt sich der Todestag meines geliebten, unvergesslichen Mannes, unseres guten Vaters, des Mühlenbesitzers von Adl. Medenau, Kreis Samland, Otto Batschke, geb. am 23.03.1900. Im Frühjahr des Jahres 1945 wurde mein Mann nach dem Ural verschleppt, und ist nach Zeugenaussagen am 18. Juni 1945 an den Folgen der damaligen Lagerverhältnisse verstorben. In stiller Trauer gedenken seiner: Emma Batschke, geb. Pawelzik. Kinder, Enkelkinder und alle Verwandten. Langerich, Westf., Schulstraße 2?

Nach kurzer, schwerer Krankheit, verstarb am 29. Mai 1955 in Isny im Allgäu, fern seiner geliebten Heimat, im gesegneten Alter von 81 Jahren, unser innig geliebter, treusorgender Vater, Schwieger-, Groß- und Urgroßvater, Bruder und Schwager, Wilhelm Dittkrist, früher Bürgermeister der Gemeinde Wartenhöfen, Elchniederung. In tiefer Trauer im Namen aller Hinterbliebenen: Fritz Haugwitz und Frau Frida, geb. Dittkrist. Isny, im Allgäu, Obertorstraße 21

Am 12. Mai 1955, verstarb an Herzschlag, mein lieber, guter Bruder, Schwager und Onkel, der Landwirt und Hauptmann d. Res. a. D., Oswald Grunau, früher Gut Althof bei Insterburg, im 63. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Elisabeth Lobach, geb. Grunau-Tralau, Westpr., Eugen-Alexander Lobach. Berlin-Steglitz, Brentano 17

Am 10. April 1955 starb unerwartet, mein geliebter Mann, unser lieber Bruder, der Obersteuerinspektor Waldemar Kißmann, im 63. Lebensjahre. In stiller Trauer im Namen aller Angehörigen: Marie Kißmann, geb. Hoffmann. Königsberg Pr., Yorckstraße 85. Jetzt: Hannover, Jordanstraße 6

Todesanzeige. Nach kurzem Krankenlager entschlief sanft im Krankenhaus zu Achern, unsere liebe Mutter, Frau Auguste Schnetka, im Alter von 89 Jahren. Sie ruht aus nach hartem Lebenskampf, fern ihrer über alles, geliebten Heimat. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Toni und Gertrud Schnetka. Johannisburg, Ostpreußen, Lycker Straße 10. Jetzt: Obersasbach, Kreis Bühl (Baden), Schulstraße 162a, den 18. Mai 1955. Die Trauerfeier hat auf dem Friedhof in Achern am Samstag, dem 21. Mai 1955, um 14 Uhr stattgefunden.

Zum zehnjährigen Gedächtnis. Am 10. Juni 1945 verstarb in Gotenhafen nach kurzer, schwerer Krankheit, infolge der Leiden und Entbehrungen in den vorausgegangenen Monaten, unsere liebe, unvergessliche Schwester, meine liebe Tante, Traute Lange, Königsberg, Dieffenbachstraße. Sie war selbstlos, aufopferungswillig und treu. In stillem Gedenken: Martha Schott-Wittmoser, geb. Lange, Düsseldorf, Clara-Viebig-Straße 3. Marga Carsten, geb. Lange, Aachen, Klara-Fey-Straße 21. Leonore Wittmoser, geb. Schott, Zell am See, Thumersbach 80 (Österreich)

Kurz vor Vollendung des 79. Lebensjahres, entschlief sanft am 26. Mai 1955, in Neuendettelsau, Mittelfranken, fern der geliebten Heimat, unsere gute Mutter und Schwiegermutter, unsere liebe Omi, Else Gramberg, geb. Taetz, aus Burgmühle. Ihr ganzes Leben und Sorgen galt ihren Kindern. Wir haben sie in Heilsbronn, Mfr., neben ihrem vor 6 ½ Jahren verstorbenen Lebensgefährten zur letzten Ruhe gebettet. In tiefer Trauer: Dipl.-Volkswirt Alfred Gramberg und Frau Dorothea, geb. Tolkmitt, Frankfurt a. M.- Nied. Jägerallee 17. Dipl.-Ing. Ulrich Gramberg, Bundesbahnrat und Frau Viola, geb. Pohse, Frankfurt a. M., Mainzer Landstraße 409. Dipl.-Ing. Gerhard Sperber, Bundesbahnoberrat und Frau Hildegard, geb. Gramberg, Köln a. Rh., Alteburger Wall 31, und zehn Enkelkinder.

Heute entschlief nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden, meine innig geliebte Frau, mein tapferer Lebenskamerad, unsere liebe Mutter, Schwieger- und Großmutter, margarete Friesel, geb. Lehder, früher: Labiau, Ostpreußen, im 62. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Erich Friesel. Ursula Cartellieri, geb. Friesel. Klaus Friesel (vermisst). Gerhard Cartellieri. Dietz und Ina Catellieri. Celle, Lüneburg, 26. Mai 1955. Die Urne wird in Lüneburg beigesetzt.



[OWP] Situations Plan von der strittigen Grentze z wischen der Abtheilung Czapielsken zum Amt Dirschau gehörig und denen Adl. Marienseeschen Gütern ,

Date: 2014/06/02 10:15:58
From: Gertrud Frohberger <tigerlilli1910(a)arcor.de>

Hallo,

hier ein Interessanter Neuzugang aus der Digitalen Bibliothek der Uni Münster:

Situations Plan von der strittigen Grentze zwischen der Abtheilung Czapielsken zum Amt Dirschau gehörig und denen Adl. Marienseeschen Gütern, worauf sowoll diegenige Grentze, welche seit undenkl. Jahren die Grentze gehalten als auch die so der v. Trzinsky pretendiret nach seine Eigenen Angabe verzeichnet stehen / angefärtiget von Matthias.... 1774
http://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/hd/content/titleinfo/2660495

Viele Grüße

Gertrud

[OWP] In eigener Sache: 1000 EUR von INGDiBa

Date: 2014/06/02 10:56:54
From: Arthur Teschler <arthur(a)teschler.net>

Liebe Listis,

dies ist mal in eigener Sache.

Viele von euch nehmen diese Liste als selbstverständliches
Kommunikationsmedium hin. Vielleicht hat sich der eine oder andere schon
mal Gedanken gemacht, wer das zahlt. Werbung wird hier ja nicht
eingblendet und die Listenteilnahme ist kostenlos.

Diese und viele andere Genealogielisten werden vom Verein für
Computergenealogie unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die zugehörige
Verwaltungsarbeit wird ehrenamtlich erledigt.

Ihr könntet zur Unterstützung der Sache Mitglied im CompGen-Verein
werden. Viele von euch sind das bereits.

Ihr könntet uns aber auch bei der Vereinsaktion der INGDiBa
unterstützen. Das ist ganz einfach und kostet euch ca. 5 Minuten Zeit:

Besuche die Seite
<https://verein.ing-diba.de/kultur/40699/verein-fuer-computergenealogie-ev>

Klicke "Abstimmcode anfordern"
Gib deine Handynummer ein
Warte die SMS ab, du erhältst drei Codes aus 8 Zeichen (Ziffern u.
Großbuchstaben)
Gib die Codes einzeln in das Formular ein.

Das war's. Das kann man auch mit den Handys der Familienangehörigen machen.

Wir sind zwar zurzeit auf Platz 169, aber uns trennen nur 50 Stimmen von
Platz 250. Von daher wäre ein gewisses Polster ganz beruhigend. Die
Aktion läuft noch bis Dienstag um 12 Uhr mittags.

INGDiBa verspricht, die Nummer nur für diese Aktion zu nutzen. Vor 2
Jahren hat uns das 1000 €UR eingebracht. Ich habe keinen Werbeanruf von
INGDiBa auf mein Handy bekommen und auch nichts dergleichen von anderen
gehört.

Was hindert euch?

Arthur
"mailman"
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Subscribe, unsubscribe, change personal settings:
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/westfalen-l




Re: [OWP] In eigener Sache: 1000 EUR von INGDiBa

Date: 2014/06/02 11:07:19
From: Berit Schweitzer <berit.schweitzer(a)online.de>

Hallo Arthur,

prima Sache und geht ganz einfach.

Viele Grüsse
Berit

Am 02.06.2014 10:56, schrieb Arthur Teschler:
Liebe Listis,

dies ist mal in eigener Sache.

Viele von euch nehmen diese Liste als selbstverständliches
Kommunikationsmedium hin. Vielleicht hat sich der eine oder andere schon
mal Gedanken gemacht, wer das zahlt. Werbung wird hier ja nicht
eingblendet und die Listenteilnahme ist kostenlos.

Diese und viele andere Genealogielisten werden vom Verein für
Computergenealogie unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die zugehörige
Verwaltungsarbeit wird ehrenamtlich erledigt.

Ihr könntet zur Unterstützung der Sache Mitglied im CompGen-Verein
werden. Viele von euch sind das bereits.

Ihr könntet uns aber auch bei der Vereinsaktion der INGDiBa
unterstützen. Das ist ganz einfach und kostet euch ca. 5 Minuten Zeit:

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Klicke "Abstimmcode anfordern"
Gib deine Handynummer ein
Warte die SMS ab, du erhältst drei Codes aus 8 Zeichen (Ziffern u.
Großbuchstaben)
Gib die Codes einzeln in das Formular ein.

Das war's. Das kann man auch mit den Handys der Familienangehörigen machen.

Wir sind zwar zurzeit auf Platz 169, aber uns trennen nur 50 Stimmen von
Platz 250. Von daher wäre ein gewisses Polster ganz beruhigend. Die
Aktion läuft noch bis Dienstag um 12 Uhr mittags.

INGDiBa verspricht, die Nummer nur für diese Aktion zu nutzen. Vor 2
Jahren hat uns das 1000 €UR eingebracht. Ich habe keinen Werbeanruf von
INGDiBa auf mein Handy bekommen und auch nichts dergleichen von anderen
gehört.

Was hindert euch?

Arthur
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[OWP] Fundsache: "Christburger Straße" in Berlin + "Christburg Westpr. / Ostpr." [zum Hi nweis auf die FESB]

Date: 2014/06/02 11:39:10
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>


.
Fundsache:
"Christburger Straße" in Berlin + "Christburg Westpr. / Ostpr."
// http://www.myheimat.de/berlin/kultur/christburger-strasse-in-berlin-+-christburg-westpr-ostpr-d2539785.html
-------------------------------------------------------------------
Freundliche Grüße
Joachim Rebuschat


[OWP] sens

Date: 2014/06/02 11:45:53
From: Christa Blum <chrisbai(a)onlinehome.de>

Liebe Listis,

in einem Heiratseintrag im Kirchenbuch (Trinitatis) von Königsberg  von 1823 hat die Braut,bereits 22jährig, einen "pupillarischen Konsens“ vorgezeigt. 
Kann mir jemand sagen, was in einer solchen Mündelsicherheit stand und weshalb sie dieses Dokument mit 22 Jahren brauchte?

Der Vater der Braut wird als „Gefallener" erwähnt. In welchem Krieg könnte er gefallen sein? Ich vermute in den Freiheitskriegen.

Viele Grüße vom Niederrhein

Christa (Blum)

Re: [OWP] sens

Date: 2014/06/02 12:14:41
From: Regina Bardeleben <remifelo(a)gmx.de>

Hallo, Christa,  
in meinem Stammbaum werden einige Brautleute als "Gefallene" bezeichnet,
weil sie schon vor der Ehe "gesündigt" und oft schon ein Kind gezeugt haben.
Vielleicht ist hier der Fall ähnlich? Vielleicht war es ein unehelicher
Vater, der sich aber zur Vaterschaft bekannt hatte und/oder die Tochter war
deshalb (s)ein Mündel ? 
Viele Grüße
Regina (Bardeleben)


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Christa Blum
Gesendet: Montag, 2. Juni 2014 11:46
An: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Betreff: [OWP] sens

Liebe Listis,

in einem Heiratseintrag im Kirchenbuch (Trinitatis) von Königsberg  von 1823
hat die Braut,bereits 22jährig, einen "pupillarischen Konsens“ vorgezeigt. 
Kann mir jemand sagen, was in einer solchen Mündelsicherheit stand und
weshalb sie dieses Dokument mit 22 Jahren brauchte?

Der Vater der Braut wird als „Gefallener" erwähnt. In welchem Krieg könnte
er gefallen sein? Ich vermute in den Freiheitskriegen.

Viele Grüße vom Niederrhein

Christa (Blum)
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http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

Re: [OWP] sens

Date: 2014/06/02 12:21:05
From: Hans-Jürgen Wolf <info(a)westpreussen.de>

Am 02.06.2014 11:45, schrieb Christa Blum:

...
in einem Heiratseintrag im Kirchenbuch (Trinitatis) von Königsberg
von 1823 hat die Braut,bereits 22jährig, einen "pupillarischen
Konsens“ vorgezeigt. Kann mir jemand sagen, was in einer solchen
Mündelsicherheit stand und weshalb sie dieses Dokument mit 22 Jahren
brauchte?
...

Sie war nach damaligen Recht (noch) minderjährig und benötigte zur Eheschließung deshalb das Einverständnis ihres Vormunds.

--
Mit den besten Grüßen aus Bremen

Hans-Jürgen Wolf
Hinweise zur Familienforschung in Westpreußen
http://www.westpreussen.de

[OWP] FN Seidel u.a. in Redigkainen Kr. Allenstein

Date: 2014/06/02 14:23:37
From: Brigitta Seidel <seidel.pellworm(a)t-online.de>

Liebe Mitforscher,
hat jemand Zugriff zu den kath. Kirchenbüchern Braunswalde (außer Taufe 1575-1626; Heirat 1573-1626, Sterbe 1842-1847, Kommunion 1821-1842, Sterbe 1847-1876, Taufe 1848-1874), da habe ich Zugang.

Was mir fehlt sind
Simon Seidel ∞ mit Gertrud Sarnowski
Mathias Seidel ∞ Anna Kuspiel
Peter Kuspiel ∞ Anna Bolewski

Die anderen Daten stelle ich gerne ein nach dem augenblicklichen Stand:

1. Generation 
Seidel, Simon, Redigkainen, Bauer, Ehemann der Gertrud, geb. Sarnowski, † 24.9.1844, 64 Jahre, Altersschwäche, (* um 1780), Erben: die Frau, 2 minderjährige und 3 erwachsene Kinder
Mathias, 14 Jahre, 1822 Kommunion (* um 1808), ∞ mit Anna Kuspiel, * um 1823
Elisabeth, 1827 Kommunion (* um 1813), ∞ mit Mathias Ziemski, * um 1806, † 14.9.1886
Andreas, 1833 Kommunion ( * um 1819), † 21.9.1847, 28 Jahre, ∞ mit Josephine, geb. Sadryna
Joseph Simon, (* um 1824), † 8.2.1840, 16 Jahre, hitziges Fieber
Marianna, 1839 Kommunion (* um 1825)
Anna, 1842 Kommunion (* um 1828)

2. Generation 
Seidel, Mathias, (* um 1808), Eigenkäthner, Redigkainen (Kreis Allenstein)
Ehefrau Anna, geb. Kuspiel, (*1823) Redigkainen. Tochter des Peter Kuspiel aus Redigkainen,  * um 1799, † 5.11.1868, 69 Jahre und der Anna, geb. Bolewski,
Anna , 22 Jahre alt,  ∞18.11.1845, Trauzeugen: Johann Möller und Mathias Ziemski aus Redigkainen (Mathias Ziemski, Bauer, Schwager, ∞ Elisabeth Seidel). 
Kinder:
Joseph, † 4.2.1848, 1 Jahr, 6 Monate, Krämpfe (*1846)
Johann, * 27.11 1848, Taufpaten: Martin Kornalewski, Bauer, Catharina Kuspiel, Magd, beide Redigkainen,† 18.2.1850, 1 Jahr, 2 Monate, Krämpfe 
August, * 26.1.1851, Taufpaten: Peter Kuspiel, Knecht, Elisabeth Thomaszewski, Bauerntochter, beide aus Redigkainen
Marianna, * 16.8.1853, Taufpaten: Josef Waleszkowski, Bauernsohn, Josephine Hinzmann, Bauersfrau, beide aus Redigkainen
Mathias, * 19.6.1856, Taufpaten: Jakob Thomaszewski, Knecht, Marianna Kuspiel, Eigenkäthnerfrau, beide aus Redigkainen
Franz, * 18.12.1859, Taufpaten: Mathias Ziemski, Bauer, Gertrud Thomaszewski, Bauerntochter, beide aus Redigkainen
Johann, * 1.3.1863, Taufpaten: Franz Waleszkowski, Käthnersohn, Marianna Blex, Bauerntochter, beide aus Redigkainen

Mit herzlichem Dank und Grüßen
Brigitta Seidel



Re: [OWP] In eigener Sache: 1000 EUR von INGDiBa

Date: 2014/06/02 16:10:54
From: Jochen Völkner <jochen.voelkner(a)gmail.com>

Gute Initiative, "mailman"!
Funktioniert aber leider nicht bei Handys mit nicht-deutscher Vorwahl :-(

Gruss aus Vejle/DK
Jochen (Völkner)


2014-06-02 10:56 GMT+02:00 Arthur Teschler <arthur(a)teschler.net>:

> Liebe Listis,
>
> dies ist mal in eigener Sache.
>
> Viele von euch nehmen diese Liste als selbstverständliches
> Kommunikationsmedium hin. Vielleicht hat sich der eine oder andere schon
> mal Gedanken gemacht, wer das zahlt. Werbung wird hier ja nicht
> eingblendet und die Listenteilnahme ist kostenlos.
>
> Diese und viele andere Genealogielisten werden vom Verein für
> Computergenealogie unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die zugehörige
> Verwaltungsarbeit wird ehrenamtlich erledigt.
>
> Ihr könntet zur Unterstützung der Sache Mitglied im CompGen-Verein
> werden. Viele von euch sind das bereits.
>
> Ihr könntet uns aber auch bei der Vereinsaktion der INGDiBa
> unterstützen. Das ist ganz einfach und kostet euch ca. 5 Minuten Zeit:
>
> Besuche die Seite
> <https://verein.ing-diba.de/kultur/40699/verein-fuer-computergenealogie-ev
> >
>
> Klicke "Abstimmcode anfordern"
> Gib deine Handynummer ein
> Warte die SMS ab, du erhältst drei Codes aus 8 Zeichen (Ziffern u.
> Großbuchstaben)
> Gib die Codes einzeln in das Formular ein.
>
> Das war's. Das kann man auch mit den Handys der Familienangehörigen machen.
>
> Wir sind zwar zurzeit auf Platz 169, aber uns trennen nur 50 Stimmen von
> Platz 250. Von daher wäre ein gewisses Polster ganz beruhigend. Die
> Aktion läuft noch bis Dienstag um 12 Uhr mittags.
>
> INGDiBa verspricht, die Nummer nur für diese Aktion zu nutzen. Vor 2
> Jahren hat uns das 1000 €UR eingebracht. Ich habe keinen Werbeanruf von
> INGDiBa auf mein Handy bekommen und auch nichts dergleichen von anderen
> gehört.
>
> Was hindert euch?
>
> Arthur
> "mailman"
> _______________________________________________
> An-, Abmelden, persoenliche Optionen einstellen:
> Subscribe, unsubscribe, change personal settings:
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/westfalen-l
>
>
>
>
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>



-- 
Venlig hilsen
Jochen Völkner
Kikkenborg 20
DK - 7100 Vejle
+45 27211301

[OWP] 1000 EUR

Date: 2014/06/02 16:27:09
From: Brigitta Seidel <seidel.pellworm(a)t-online.de>

Das mag ja sein, aber ich finde, OW-Preussen-L sollte uns Nutzern ein Konto nennen, wo alle ihren Obulus einzahlen können!
Mit Grüßen 
Brigitta Seidel

Gute Initiative, "mailman"!
Funktioniert aber leider nicht bei Handys mit nicht-deutscher Vorwahl :-(

Gruss aus Vejle/DK
Jochen (Völkner)


2014-06-02 10:56 GMT+02:00 Arthur Teschler <arthur(a)teschler.net>:

> Liebe Listis,
>
> dies ist mal in eigener Sache.
>
> Viele von euch nehmen diese Liste als selbstverständliches
> Kommunikationsmedium hin. Vielleicht hat sich der eine oder andere schon
> mal Gedanken gemacht, wer das zahlt. Werbung wird hier ja nicht
> eingblendet und die Listenteilnahme ist kostenlos.
>
> Diese und viele andere Genealogielisten werden vom Verein für
> Computergenealogie unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die zugehörige
> Verwaltungsarbeit wird ehrenamtlich erledigt.
>
> Ihr könntet zur Unterstützung der Sache Mitglied im CompGen-Verein
> werden. Viele von euch sind das bereits.
>
> Ihr könntet uns aber auch bei der Vereinsaktion der INGDiBa
> unterstützen. Das ist ganz einfach und kostet euch ca. 5 Minuten Zeit:
>
> Besuche die Seite
> <https://verein.ing-diba.de/kultur/40699/verein-fuer-computergenealogie-ev
> >
>
> Klicke "Abstimmcode anfordern"
> Gib deine Handynummer ein
> Warte die SMS ab, du erhältst drei Codes aus 8 Zeichen (Ziffern u.
> Großbuchstaben)
> Gib die Codes einzeln in das Formular ein.
>
> Das war's. Das kann man auch mit den Handys der Familienangehörigen machen.
>
> Wir sind zwar zurzeit auf Platz 169, aber uns trennen nur 50 Stimmen von
> Platz 250. Von daher wäre ein gewisses Polster ganz beruhigend. Die
> Aktion läuft noch bis Dienstag um 12 Uhr mittags.
>
> INGDiBa verspricht, die Nummer nur für diese Aktion zu nutzen. Vor 2
> Jahren hat uns das 1000 €UR eingebracht. Ich habe keinen Werbeanruf von
> INGDiBa auf mein Handy bekommen und auch nichts dergleichen von anderen
> gehört.
>
> Was hindert euch?
>
> Arthur
> "mailman"
> _______________________________________________
> An-, Abmelden, persoenliche Optionen einstellen:
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> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/westfalen-l
>
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>
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> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>



-- 
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Jochen Völkner
Kikkenborg 20
DK - 7100 Vejle
+45 27211301
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Re: [OWP] Herr Makowski

Date: 2014/06/02 19:04:29
From: Franziska M <fm1208(a)googlemail.com>

Hallo Herr Makowski,

wie in der PN bereits geschrieben, falls Sie meine private Mail leider
nicht erreicht - nochmals herzlichen Dank an dieser Stelle für Ihre
Hilfe!
VG
Franziska

Re: [OWP] 1000 EUR

Date: 2014/06/02 19:56:04
From: Stern74 <sternensohn74(a)web.de>

Hallo Brigitta,

wir alle hier (sollten) wissen wer die Server für die Mailinglisten bereitstellt. Ich traue daher allen Interessierten zu einen Klick auf "Spenden" zu tätigen um an die benötigten Informationen zu kommen:

http://compgen.de/?Spenden

Gruß
Marcus




> Das mag ja sein, aber ich finde, OW-Preussen-L sollte uns Nutzern
> ein Konto nennen, wo alle ihren Obulus einzahlen können!
> Mit Grüßen 
> Brigitta Seidel

Re: [OWP] Wie gehe ich vor? Vorschläge erbeten. ..

Date: 2014/06/02 20:21:29
From: Andrea Neij <andreaneij(a)hotmail.com>

Hallo Franziska, 

meine Mutter kommt auch aus Langenwiese bei Lötzen. Hast du dir diese 
Seite schon genau angesehen? 

http://www.lötzen.de/

Der Ort hiess mal Stabowen. Und dann nach 1945 Slabowen. Ich weiss 
noch nicht genau, ob es noch dieses Jahr klappt, aber ich habe vor, relativ
bald mal hinzufahren. Wenn Sie etwas bestimmtes suchen... ich kann Fotos machen...

Grüsse

Andrea Davidsson


> Date: Sat, 24 May 2014 08:49:51 +0200
> From: fm1208(a)googlemail.com
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Subject: [OWP] Wie gehe ich vor? Vorschläge erbeten...
> 
> Hallo,
> 
> momentan kann ich eine Lücke einfach nicht schließen.
> Ich habe sicher:
> 
> Franz Lingnau
> Geburt: 12.09.1871 in Groß Mönsdorf, bei Rößel
> Heirat: 19.11.1904 in Rhein, Kreis Lötzen, Maria Theresia Dost
> Flucht: 28.01.1945 aus Legienen, Kreis Rößel
> Tod: Februar od. März 1945 in Kolberg ermordet durch russischen Offizier
> 
> Seine Eltern waren:
> Lingnau Thaddaeus und
> Schmidt Euphrosyne
> keine Daten bekannt zu den beiden
> 
> Die Daten zu Franz Lingnau wurden von mir nicht recherchiert, sondern
> stammen von meiner Ur-Großmutter, Maria Theresia Dost, die die Flucht
> überlebte und dies so nach der Flucht niedergeschrieben hat.
> Weiterhin steht dort, dass Lingnau Thaddaeus und Schmidt Euphrosyne
> auf dem Friedhof Heiligelinde beigesetzt sind.
> Wie und wo kann ich heute wohl noch Ansatzpunkte recherchieren?
> Ich habe nichts - nur die Namen.
> 
> Gleiches bei der 2. Lücken:
> Ich habe sicher:
> 
> Maria Theresia Dost
> Geburt: 20.12.1880 in Langenwiese, Kreis Lötzen
> Heirat: 19.11.1904 in Rhein, Kreis Lötzen, Franz Lingnau
> Flucht: 28.01.1945 aus Legienen, Kreis Rößel
> Tod: 02.06.1950 in Tetzitz, Mecklenburg-Vorpommern
> 
> Ihre Eltern waren:
> Dost Joseph
> Hohmann Theresia
> keine Daten bekannt zu beiden
> 
> Beide sollen auf dem Friedhof Langenwiese beigesetzt sein.
> Wie und wo kann ich heute wohl noch Ansatzpunkte recherchieren?
> Ich habe nichts - nur die Namen.
> 
> Ich weiß übrigens auch nicht, das wievielte Kind jeweils Franz und
> Maria Theresia waren, um eventuell wenigstens ungefähre Geburtsdaten
> der Eltern errechnen zu können.
> Über Tipps und Hinweise würde ich mich sehr freuen.
> 
> VG
> Franziska
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
 		 	   		  

[OWP] Homepage www.Butzig.de

Date: 2014/06/02 23:03:31
From: Manfred Raether <manfred(a)raether.de>

Einen schönen guten Tag,

im Internet bin ich auf die Homepage "www.Butzig.de" (Westpreußen) gestoßen. Zum Öffnen wird jedoch nach Benutzername und Passwort gefragt.

Da ich auf Spurensuche in der Region Butzig bin: Kann mir jemand etwas über den Inhalt der Homepage sagen bzw. eine Kontaktperson für die Seite nennen?

Besten Dank

Manfred Raether

[OWP] Namen Bremert,Dilba und Kinder

Date: 2014/06/02 23:21:20
From: Renate Bruhn <Renate.Bruhn(a)t-online.de>

Anzeigen aus den Kieler Nachrichten im Monat Mai 2014

Mit Elchschaufel
Irmgard Bremert *25.05.1936 + 15.05.2014, Trauerfeier war am 23.05.2014 in der ev. Kirche in Heikendorf

Mit Elchschaufel
Willi Dilba * 22.081924 + 17.05.2014, Trauerfeier war in  der Dankeskirche zu Kiel-Holtenau am 23.05.2014

Fritz Kurt Kinder *12.01 1924 in Königsberg/Ostpreußen + 15.05.2014 in Kiel, Urnenbeisetzung war am 02.06.2014 auf dem Friedhof Eichhof in Kiel

Renate (Bruhn)

Re: [OWP] Homepage www.Butzig.de

Date: 2014/06/03 09:23:16
From: Daniel Kuss <daniel.kuss(a)email.de>

Hallo Manfred,

es scheint so, als würde der Betreiber die Internetseite ausschließlich für sich (vielleicht als Cloud) nutzen.
Anderenfalls würde man dort Hinweise auf Registrierung/Zugang usw. finden.
Wenn Du Kontakt zu dem Betreiber der butzig.de aufnehmen möchtest empfehle ich Dir eine Abfrage der Domain bei http://www.denic.de.

Viele Grüße aus Brandenburg, Daniel

______________________________________________

Ahnenpässe, Familienstammbücher, Landkarten und Fotos
www.dilibra.com
Ich bin stets auf der Suche nach neuen Dokumenten.
E-Mail: daniel.kuss(a)email.de


> Gesendet: Montag, 02. Juni 2014 um 23:08 Uhr
> Von: "Manfred Raether" <manfred(a)raether.de>
> An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
> Betreff: [OWP] Homepage www.Butzig.de
>
> Einen schönen guten Tag,
> 
> im Internet bin ich auf die Homepage "www.Butzig.de" (Westpreußen) 
> gestoßen. Zum Öffnen wird jedoch nach Benutzername und Passwort gefragt.
> 
> Da ich auf Spurensuche in der Region Butzig bin: Kann mir jemand etwas 
> über den Inhalt der Homepage sagen bzw. eine Kontaktperson für die Seite 
> nennen?
> 
> Besten Dank
> 
> Manfred Raether
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> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>

Re: [OWP] Homepage www.Butzig.de

Date: 2014/06/03 15:43:28
From: Juergen.Spoida <Juergen.Spoida(a)web.de>

Hallo Manfred,

Wie Daniel schon vorschlägt, rufe folgende Sequenz auf:

http://www.denic.de ==> (Services) Domainabfrage

.... und du bekommst alle Details angezeigt.

Einen Gruß aus Berlin,
     - Juergen (Spoida)
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Am 03.06.2014 09:23, schrieb Daniel Kuss:
Hallo Manfred,

es scheint so, als würde der Betreiber die Internetseite ausschließlich für sich (vielleicht als Cloud) nutzen.
Anderenfalls würde man dort Hinweise auf Registrierung/Zugang usw. finden.
Wenn Du Kontakt zu dem Betreiber der butzig.de aufnehmen möchtest empfehle ich Dir eine Abfrage der Domain bei http://www.denic.de.

Viele Grüße aus Brandenburg, Daniel

______________________________________________

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E-Mail: daniel.kuss(a)email.de


Gesendet: Montag, 02. Juni 2014 um 23:08 Uhr
Von: "Manfred Raether" <manfred(a)raether.de>
An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Betreff: [OWP] Homepage www.Butzig.de

Einen schönen guten Tag,

im Internet bin ich auf die Homepage "www.Butzig.de" (Westpreußen)
gestoßen. Zum Öffnen wird jedoch nach Benutzername und Passwort gefragt.

Da ich auf Spurensuche in der Region Butzig bin: Kann mir jemand etwas
über den Inhalt der Homepage sagen bzw. eine Kontaktperson für die Seite
nennen?

Besten Dank

Manfred Raether
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[OWP] Danke (war ING DiBa)

Date: 2014/06/03 16:58:48
From: Arthur Teschler <arthur(a)teschler.net>

Die ING Diba Aktion ist beendet.

Vom 1.Juni 15:00 Uhr bis heute um 12:00 Uhr sind noch etwa 400 Stimmen
dazugekommen, was uns unterm Strich Platz 44 beschert hat. 1000 EUR
gibt's für die ersten 250, also sind wir dabei.

Danke an alle, die mitgemacht haben!

Arthur

PS: Es gab einige Leute, die befürchteten, dass mit ihren Handynummern
Schindluder getrieben würde, denn warum sollte jemand 1 Million EUR
verschenken? Für die Bank ist es eine Werbeaktion, die Million kann als
Spende von der Steuer abgezogen werden (nur Vereine mit
Freistellungsbescheid durften mitmachen)

Re: [OWP] Witt family Dorothea & Eduart

Date: 2014/06/03 17:30:17
From: Wayne Hojem <whojem(a)svtel.net>

I now have an obituary for Dorothea Ludwig Witt b. 01 Feb. 1826 Darkehmen Prussia She married Eduart/Eduard Witt in 1846 in Prussia. They came to America in 1873 with 2 sons (August E. Witt b. 03 Nov. 1853 and John/Johann Witt b. about 1866) and 1 daughter, Elisabeth (Lizzie) Witt. b. about 1870 or 1871. I would be grateful for any information.
They lost 15 children in a flood before they came to the USA.

Rita Ingli Hojem
Spring Valley, Wisconsin  USA

--------------------------------------------------
From: "Peter Perrey" <pcperrey(a)t-online.de>
Sent: Tuesday, April 08, 2014 11:44 AM
To: <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Subject: Re: [OWP] Witt family

Rita,

until about the 1920's (when effective engineering measures were taken) certain parts of northern East Prussia were regularly flooded during the so-called 5th season, known as the "Schacktarp" (pronounced ShuckTAHRP). The "Schacktarp" covered large areas and occurred towards the end of the winter time. Because of the masses of water that rushed by (up to 6,000 cubic yards per second), people had to move to the second floor of their homes, and often take their livestock with them until the flood was over. Of course, there were victims each and every year. If there was still a thin layer of ice on the water, people could not even leave their homes by boat, which would otherwise have been possible. There are similar occurences along the Mississippi-Missouri system in the USA still today, even though not regularly.

Rolf-Peter



[OWP] Standesamt Biskupiec

Date: 2014/06/03 18:01:19
From: Familie Reinhard Schade <rebiglomita(a)web.de>


Hallo, liebe OWP-Mitleser,

unser Schwiegersohn hat am Wochenende einen Brief vom Standesamt Biskupiec
erhalten.
Der Google-Übersetzer war nicht ganz hilfreich.


URZĄD  MIEJSKI
11 -300  BISKUPIEC
powiat Olsztyński
woj. Warmińsko-Mazurskie
URZĄD STANU CYWILNEGO
Tel. 0-89/715 Ol


Nasz znak: USC.5362.1327.2014
Biskupiec, 23.05.2014r.
W odpowiedzi na Pana pismo (data wpływu do tut. USC: 19.05.2014r.), w
sprawie
wydania odpisów aktów stanu cywilnego, uprzejmie informuję, iż stosownie do
treści art. 40 § 4
ustawy Kodeks postępowania administracyjnego, strona zamieszkała za granicą
lub mająca
siedzibę za granicą, jeżeli nie ustanowiła pełnomocnika do prowadzenia
sprawy zamieszkałego
na terytorium Polski, jest obowiązana wskazać pełnomocnika do doręczeń w
Polsce. Wszelkie
pisma w sprawie będą doręczane pełnomocnikowi. Zgodnie z art. 33 § 1 Kodeksu
postępowania
administracyjnego pełnomocnikiem strony może być osoba fizyczna posiadająca
zdolność do
czynności prawnych. Pełnomocnika należy ustanowić na piśmie, podać co
najmniej jego imię
i nazwisko, ze wskazaniem w jakiej sprawie został ustanowiony/do jakich
czynności.
W przypadku nie wskazania pełnomocnika do doręczeń w Polsce, przeznaczone
dla tej
strony pisma pozostawia się w aktach sprawy ze skutkiem doręczenia.
Jednocześnie informuję, iż w zasobach ksiąg Urzędu Stanu Cywilnego w
Biskupcu
odnaleziono akt urodzenia sporządzony na nazwisko Szafryna Marta, Skubski
Antoni, akt
małżeństwa Skubski Antoni i Szafryna Marta oraz akt zgonu Skubski Antoni z
których
wydaje się zupełne i skrócone odpisy aktów stanu cywilnego oraz skrócone
odpisy aktów stanu
cywilnego na druku wielojęzycznym.
Do ustanowionego pełnomocnictwa należy dołączyć dowód uiszczonej opłaty
skarbowej  za w/w odpisy aktów stanu cywilnego.
Opłatę skarbową należy wnieść w kwocie 22,00 zł/l szt. za odpis skrócony
i wielojęzyczny lub 33,00 zł/l szt. za odpis zupełny na niżej wskazany
rachunek bankowy,
z dopiskiem w tytule opłaty: "opłata skarbowa za
skrócony/zupełny/wielojęzyczny odpis aktu
urodzenia/zgonu/ małżeństwa".
Nr konta dla przelewów krajowych: 06132011043132362220000002
Nr konta dla przelewów zagranicznych: POCZPLP4 +06132011043132362220000002
Pełnomocnictwo  i  dowód  uiszczenia opłaty  skarbowej  proszę  przesłać  na
adres
Urzędu Stanu Cywilnego w Biskupcu.

Nie jest możliwe natomiast odnalezienie aktu zgonu sporządzonego na nazwisko
Jan
Skubski, zgon przed rokiem 1930 w miejscowości Bredynki. Występując z
wnioskiem o odpis
aktu stanu cywilnego należy wskazać minimum danych: imię i nazwisko,
dokładną datę oraz
miejsce zdarzenia, tak aby można było zidentyfikować osobę, o której odpis
Pan występuje.
W związku powyższym należy doprecyzować dane w tej kwestii.
Miejscowość Warpuhnen znajduje się w obszarze właściwości Urzędu Stanu
Cywilnego Sorkwity, dlatego zapytania, dotyczące zdarzeń powstałych w tejże
miejscowości,
należy kierować do USC Sorkwity, który jest właściwy w przedmiotowej
sprawie.
Na uzupełnienie braków formalnych wyznaczam termin 14 dni, licząc od dnia
otrzymania
niniejszego pisma. W przeciwnym wypadku sprawa zostanie odłożona a/a bez
rozpatrzenia.
Otrzymują:	Z poważaniem
(T7 adresat
2       /	ZASTĘPCA KIEROWNiKA

Was kann ich tun und wie soll ich vorgehen?
Hat jemand einen Vorschlag?

Besten Dank im Voraus.

Viele Grüße

Reinhard (Schade)



---
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Re: [OWP] Witt family Dorothea & Eduart

Date: 2014/06/03 20:15:27
From: Wayne Hojem <whojem(a)svtel.net>



To: "OW-Preussen-L" <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Subject: Re: [OWP] Witt family Dorothea & Eduart

I now have an obituary for Dorothea Ludwig Witt b. 01 Feb. 1826 Darkehmen Prussia She married Eduart/Eduard Witt in 1846 in Prussia. They came to America in 1873 with 2 sons (August E. Witt b. 03 Nov. 1853 and John/Johann Witt b. about 1866) and 1 daughter, Elisabeth (Lizzie) Witt. b. about 1870 or 1871. I would be grateful for any information.
They lost 15 children in a flood before they came to the USA.

Rita Ingli Hojem
Spring Valley, Wisconsin  USA

--------------------------------------------------
From: "Peter Perrey" <pcperrey(a)t-online.de>
Sent: Tuesday, April 08, 2014 11:44 AM
To: <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Subject: Re: [OWP] Witt family

Rita,

until about the 1920's (when effective engineering measures were taken) certain parts of northern East Prussia were regularly flooded during the so-called 5th season, known as the "Schacktarp" (pronounced ShuckTAHRP). The "Schacktarp" covered large areas and occurred towards the end of the winter time. Because of the masses of water that rushed by (up to 6,000 cubic yards per second), people had to move to the second floor of their homes, and often take their livestock with them until the flood was over. Of course, there were victims each and every year. If there was still a thin layer of ice on the water, people could not even leave their homes by boat, which would otherwise have been possible. There are similar occurences along the Mississippi-Missouri system in the USA still today, even though not regularly.

Rolf-Peter



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[OWP] WG: [M-L] Personalakten der Reichsbahndirektion Stettin im Landesarchiv Greifswald / ca 1870-1912

Date: 2014/06/03 22:07:30
From: Andreas Meininger <a.meininger(a)freenet.de>

Weitergeleitete Nachricht:

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: mecklenburg-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:mecklenburg-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Reinhard Naatz
Gesendet: Dienstag, 3. Juni 2014 21:17
An: mecklenburg-l(a)genealogy.net
Betreff: [M-L] Personalakten der Reichsbahndirektion Stettin im Landesarchiv
Greifswald / ca 1870-1912



   Gesendet: Dienstag, 03. Juni 2014 um 21:09 Uhr
   Von: "Chrischi MueHe chrille1964(a)googlemail.com [Greif-L]"
   <Greif-L(a)yahoogroups.de>
   An: "Pommerscher Greif e.V. - Mailingliste" <Greif-L(a)yahoogroups.de>
   Betreff: [Greif] Personalakten der Reichsbahndirektion Stettin im
   Landesarchiv Greifswald / ca 1870-1912


   Liebe Mitforscher,

   wem es nicht bekannt sein sollte, im Landesarchiv Greiswald gibt es
   Personalakten der Reichsbahndirektion Stettin mit
   der Bestandsbezeichnung "Rep. 109 Reichsbahndirektion Stettin". Die
   Personalakten sind nur ein Teil der Gesamtueberlieferung an Akten der
   ehemaligen Reichsbahndirektion Stettin.

   Zu den Akten folgendes: eine vollstaendige Namensliste zu den Akten
   gibt es noch nicht, da sie hier noch in der archivischen Bearbeitung
   sind. Bislang sind die Akten bis zum Buchstaben "S" fertig , das
   heisst, es gibt zu jeder Akte eine Karteikarte (die sog.
   Findkartei) mit den Angaben zur Person, Geburtstag und
   -ort, Laufzeit, sowie in der Akte eventuell enthaltene
   Besonderheiten. Die Akten Buchstabe T-Z sind ueber eine alphabetische
   Sortierung der Akten auch zugaenglich. Insgesamt werden es ca. 2000
   Personalakten von Arbeitern im Bereich der ehemaligen RbD Stettin bis
   zum Geburtsjahrgang 1912 (ab ca. 1870er - 1912, vereinzelt auch 1920er
   - 1930er Jahre) sein. Die Beamten und Angestellten sind nicht
   vorhanden. Zeitlich gehen die Akten in der Regel bis 1945, umfassen
   also auch Dienstverpflichtungen in die vom Krieg besetzten Ost- und
   Westgebiete (2. Weltkrieg), weiter darin Personalboegen, mitunter
   Arbeitsbuecher und Militaerpaesse, Marschbefehle, Schulzeugnisse,
   Personenstandsurkunden und -angaben .... Allerdings gibt es auch Akten,
   die nur eine Karteikarte (Eintraege in der Arbeiterliste oder
   Lohnstamm-/Lohnpruefkarte) enthalten. Unter den Akten gibt es auch
   einen nicht unerheblichen Anteil weibliches Personal, welches im 1. und
   2. Weltkrieg eingestellt wurde, um die Maenner zu ersetzen.
   Aufgrund der fruehen Geburtsjahrgaenge sind die Akten in der Masse zur
   freien Benutzung. Allerdings muss, bezogen auf den Akteninhalt, hier
   immer eine Einzelfallpruefung vorgenommen werden.

   Anfragen koennen hier gestellt werden :Landesarchiv Greifswald,
   Martin-Andersen-Nexoe-Platz 1, 17489 Greifswald, Mail:
   poststelle(a)landesarchiv-greifswald.de.

   (Mail bitte gerne weiterleiten...)

   Lieben Gruss aus Hamburg

   Christian Mueller-Henze


   __._,_.___
     __________________________________________________________________

   Gesendet von: =?UTF-8?Q?Chrischi_M=C3=BCHe?=
   <chrille1964(a)googlemail.com>
     __________________________________________________________________


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   Group o [2]Neues Thema o [3]Beitraege zu diesem Thema (1)
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References

   1.
https://de.groups.yahoo.com/neo/groups/Greif-L/conversations/messages/15854;
_ylc=X3oDMTJxbjhnb200BF9TAzk3NDkwNDU0BGdycElkAzI0OTg3NDcEZ3Jwc3BJZAMyMDQ4NjA
wMjU2BG1zZ0lkAzE1ODU0BHNlYwNmdHIEc2xrA3JwbHkEc3RpbWUDMTQwMTgyMjU1Mg--?act=re
ply&messageNum=15854
   2.
https://de.groups.yahoo.com/neo/groups/Greif-L/conversations/newtopic;_ylc=X
3oDMTJlMzBrdDU0BF9TAzk3NDkwNDU0BGdycElkAzI0OTg3NDcEZ3Jwc3BJZAMyMDQ4NjAwMjU2B
HNlYwNmdHIEc2xrA250cGMEc3RpbWUDMTQwMTgyMjU1Mg--
   3.
https://de.groups.yahoo.com/neo/groups/Greif-L/conversations/topics/15854;_y
lc=X3oDMTM2a2Zwa2NsBF9TAzk3NDkwNDU0BGdycElkAzI0OTg3NDcEZ3Jwc3BJZAMyMDQ4NjAwM
jU2BG1zZ0lkAzE1ODU0BHNlYwNmdHIEc2xrA3Z0cGMEc3RpbWUDMTQwMTgyMjU1MgR0cGNJZAMxN
Tg1NA--
   4. http://pommerscher-greif.de/
   5. http://blog.pommerscher-greif.de/
   6.
https://de.groups.yahoo.com/neo/groups/Greif-L/info;_ylc=X3oDMTJlZG5hZWtxBF9
TAzk3NDkwNDU0BGdycElkAzI0OTg3NDcEZ3Jwc3BJZAMyMDQ4NjAwMjU2BHNlYwN2dGwEc2xrA3Z
naHAEc3RpbWUDMTQwMTgyMjU1Mg--
   7.
https://de.groups.yahoo.com/neo;_ylc=X3oDMTJkNm5pb240BF9TAzk3NDkwNDUzBGdycEl
kAzI0OTg3NDcEZ3Jwc3BJZAMyMDQ4NjAwMjU2BHNlYwNmdHIEc2xrA2dmcARzdGltZQMxNDAxODI
yNTUy
   8. https://info.yahoo.com/privacy/de/yahoo/groups/details.html
   9. https://info.yahoo.com/legal/de/yahoo/utos/de-de/
_______________________________________________
Mecklenburg-L mailing list
Mecklenburg-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/mecklenburg-l

[OWP] Ancester married in Hamburg

Date: 2014/06/04 00:54:48
From: Hans Johansson <videogame(a)comhem.se>

Hi

Im looking for a brother or halfbrother to my mother. His name is Fritz Ivar Bertil Persson and he was born 27/9 1920 in Billinge Sweden. He married Wilma Johanna Rammin 23/7 1957. Wilma was born 8/9 1930 in Hamburg.

I hope someone can help me or maybe give some advice how to search for this persons. My mother search here whole life after here siblings and she only found one of five. So now i have pickt up the tourch.

Any info is werry appreciated

/ Hans


Skickat från min Samsung Mobil

[OWP] Todesanzeige

Date: 2014/06/04 09:22:36
From: Adelheid Hägele <adelheid.haegele(a)gmail.com>

  
Theodor Fontane: ... im Herzen tiefe Müdigkeit - alles sagt mir: Es ist Zeit.




Hiermit möchte ich bekannt geben, dass meine Mutter

Elfriede Felden, geb. Willuhn, *19.07.1917 in Lisken Krs. Johannisburg 
                               oo mit Georg Felden (Polkowski), aus Gehsen
                               am 18.05.2014 in Stuttgart verstorben ist

Adelheid Hägele geb. Felden, Esslingen am Neckar

[OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 25, Tei l 1

Date: 2014/06/04 12:23:33
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>


Folge 25 vom 18.06.1955

Seite 3 Der Beginn der Massenaustreibungen. Noch vor der Potsdamer Konferenz wurden mehrere hunderttausend Deutsche aus der Heimat vertrieben. Bereits im Laufe des Sommers 1945, also vor der Potsdamer Konferenz, führten sowjetische und polnische Behörden, welche sich mit sowjetischer Erlaubnis in den deutschen Ortsgebieten eingerichtet hatten, Austreibungen durch. Sie bedienten sich dabei der verschiedensten Methoden, welche von der Austreibung systematischen Drucks bis zur gewaltsamen Vertreibung reichten. Der Schwerpunkt war Danzig, in dem noch vor Abschluss des Krieges eine „Woiwodschaft“ geschaffen worden war. Mitte Juni wurden Plakate angeschlagen, in denen die sowjetische Militärkommandantur die deutsche Bevölkerung aufforderte, die Stadt zu verlassen. In einem Augenzeugenbericht heißt es: Zu diesem Zweck musste jeder Deutsche zur russischen Kommandantur gehen und sich einen Ausweisungsbefehl holen. Ich ging sofort, und zwar am 21. Juni 1945 hin, holte für mich und meine Frau diesen Schein und wurde am nächsten Tage mit vielen Hunderten Leidensgenossen in Viehwagen gepfercht und fuhr von Danzig über Bromberg, Schneidemühl bis Stettin, ständig von Russen und Polen begleitet, die uns unterwegs ausplünderten. In den an Danzig angrenzenden Orten, Langfuhr und Zoppot, terrorisierte polnische Miliz die Bevölkerung, um sie zur schnellen Abreise zu zwingen. Bis in den Juli gingen regelmäßig Züge ab, welche die von Haus und Habe vertriebenen Deutschen in das sowjetische Besatzungsgebiet brachten. Von den etwa 200 000 Deutschen, welche im Sommer 1945 im Gebiet der Freien Stadt Danzig lebten, wurde auf diese Weise der größte Teil ausgetrieben. Ende dieses Jahres waren in der alten Hansestadt nur noch einige Zehntausend Deutsche. In den letzten Tagen des Monats Juni dehnten die polnischen Behörden ihre Austreibungsmaßnahmen auch auf einen breiten Streifen entlang der Oder und Neiße aus. Mit großer Brutalität, meist nur in Stundenfrist, wurde die Einwohnerschaft ganzer Städte und Dörfer nach Mitteldeutschland in Marsch gesetzt. Von Ostpommern über Ostbrandenburg bis nach Niederschlesien erschienen Gruppen polnischer Soldaten oder Miliz und riegelten die Ein- und Ausgänge der Dörfer ab. Die überraschten Bewohner wurden aus den Häusern geholt und auf einem Platz zusammengetrieben. Mit nur schnell zusammengerafftem Gepäck mussten sie den Marsch nach Westen antreten, der oft tagelang dauerte. Insgesamt sind im Laufe dieser Austreibungsaktion im Juni – Juli 1945 aus den deutschen Ostgebieten etwa
200 000 – 300 000 Deutsche zum Verlassen der Heimat gezwungen worden.
In den Städten an den Flußübergängen entstanden Stauungen. So waren Stettin, Küstrin, Frankfurt, Cottbus und Görlitz von ungeheuren Menschenmassen überfüllt. Hunger, Obdachlosigkeit und Verzweiflung forderten schwere Opfer. Mit den Ausgetriebenen vereint warteten die Ströme von Deutschen, welche in ihre Heimat zurückwandern wollten, auf die Entscheidung des Schicksals. Erst gegen Mitte Juli versiegten die Trecks der Ausgetriebenen. So plötzlich wie diese Aktion begonnen hatte, wurde sie auch abgebrochen. Die Konferenz der Siegermächte in Potsdam stand vor ihrem Beginn. H. G. M.

Fertigmachen zur Vertreibung
Wie brutal die Vertreibung vor sich ging, darüber berichtet eine Ostbrandenburgerin aus dem Kreis Züllichau-Schwiebus: Am 25. Juni 1945 änderte sich unser Schicksal. Um 5.00 Uhr früh wurden wir herausgeklopft; alle Deutschen müssen in einer halben Stunde zum Abmarsch fertig sein und sich auf der Dorfstraße sammeln! In aller Hast suchte man das wenige zusammen, was man tragen konnte. Nach dem Verlassen der Wohnungen fingen Russen und Polen sofort an zu plündern, was sie noch fanden; dann kam der Befehl an uns, alle Gold- und Wertsachen abzugeben. Man trieb jeden von uns einzeln in ein Gehöft, wo das Gepäck durchsucht und alles genommen wurde, was den Soldaten gefiel. Ich selbst wurde wegen meiner 75 Jahre auf einen Ackerwagen gesetzt mit zwei sterbenden Frauen und zwei geschlechtskranken Mädchen von zehn und zwölf Jahren, die nicht laufen konnten. Vor dem Gehöft schlug mich ein polnischer Offizier mit einer schweren Reitpeitsche solange, bis ich meinen Pelz auszog. Dann sprang ein Soldat auf den Wagen und riss mir meine Kleider bis aufs Hemd auf, er fand meinen Brustbeutel mit Schmuck und nahm ihn sich. Das deutsche Papiergeld warf er mir vor die Füße. Sehr viele Männer und Frauen wurden bei der Untersuchung blutig geschlagen, ihre Gesichter waren voll Striemen und die Augen blutunterlaufen. Gegen ein Uhr mittags zog der traurige Zug gen Westen, begleitet von polnischen Soldaten. Außer uns, zwei Wagen mit Säuglingen und alten Leuten, musste alles zu Fuß gehen. Wo wir auf dem Wege hinsahen, waren alle Straßen bevölkert von den gleichen Elendszügen, Schubkarren wurden von Frauen geschoben, beladen mit Gepäck und kleinen Kindern, Alte und Kranke saßen auf Kisten mit Rädern. Unterwegs nahm man uns noch die Säcke ab und warf sie auf uns entgegenkommende Wagen, die nach Osten fuhren. Drei Tage und zwei Nächte dauerte der marsch bis Frankfurt a d. O. durch zerstörte, gespensterhaft leere, schon vor uns von den Bewohnern geräumte Städte und Dörfer, wie Sternberg, Bottschow und Reppen. Wir schliefen im Wald; da die Polen uns die letzten Decken und Mäntel noch im Dorf genommen hatten, besaßen wir nichts, um uns zuzudecken. Wer nachts starb, wurde früh im Walde verscharrt; oft war es nicht sicher, dass sie tot waren, denn man wartete nur, bis sie sich kurze Zeit nicht bewegten. Die polnischen Posten beraubten uns noch in der letzten Nacht, um beinahe das letzte unserer Habe, indem sie uns in der Nacht Überfälle der Russen vortäuschten. An der Oderbrücke in Frankfurt angelangt, überließ man uns unserem Schicksal. Die Polen gingen zurück nach Osten. Wir schleppten unsere Säckchen über die Brücke und kamen in die überfüllte Stadt. Hunderttausende von Vertriebenen waren angekommen, und immer neue Trecks überfluteten die Straßen. Die Stadt war diesem Zustrom gegenüber hilflos, es gab keine Quartiere und kein Brot für diese hilflosen Menschen, die nun obdachlos auf den Straßen blieben. Als wir ankamen, standen viele beladene Karren und Kisten an der Oderbrücke. Wir hörten, dass kurz vor unserer Ankunft dort etwa siebzig Familien eines Trecks ihrem Leben ein Ende gemacht hatten, indem sie sich in die Oder stürzten, denn diese Bauern konnten den Verlust ihrer Höfe nicht fassen und begingen aus Verzweiflung Selbstmord. So ging es an vielen, vielen orten im deutschen Osten bis gegen Mitte Juli 1945.

Seite 7 Die Kreisgemeinschaft Gumbinnen. Wiederfinden und neuer Anfang, Aufbau und zielbewusste Arbeit Im August 1944 wurden die Frauen und Kinder aus Gumbinnen nach Braunsberg, Mehlsack und Bischofsburg evakuiert. Im Oktober musste die übrige Bevölkerung flüchten. Sie fand zuerst in Gerdauen, später in Stadt und Kreis Osterode Aufnahme. Viele Gumbinner zogen es vor, weiter nach Westen zu ziehen. Viele Grumbinner kamen später nur unter großen Schwierigkeiten von Osterode fort, viele wurden von den Russen überrascht, und viele sind dort auch ein Opfer der Vertreibung geworden. Die aus Gumbinnen evakuierten Frauen und Kinder wurden im November und später nach Westdeutschland gebracht. Eine große Anzahl Gumbinner landete in Dänemark. So wurden die Gumbinner in alle Winde verstreut. Alle Bindungen waren unterbrochen. Eltern wussten nichts von ihren Kindern und umgekehrt. Durch Festlegung von Anschriften in Westdeutschland hatten sich Familien und Hausgemeinschaften einen gewissen Zusammenhalt gesichert. An diese Anschriften wurden, als man eine Zufluchtsstätte gefunden hatte, Anfrage auf Anfrage gerichtet. Mehr und mehr Bekannte fanden sich zusammen. So war besonders das Anschriftenverzeichnis der Landsleute Alfred Schulze-Puspern und Gustav Bünsch von der Landbevölkerung sehr umfangreich, aber auch die Listen von Paul Reimer, Frau Obersberger und Frau Gebauer wiesen hunderte von Namen auf. Das waren die ersten Anfänge des Zusammenfindens der Gumbinner Kreisgemeinschaft. Nachdem das Verbot der Besatzungsmächte über den Zusammenschluss der Vertriebenen aufgehoben war, die ostpreußische Landsmannschaft sich zu organisieren begann und ein Ostpreußenblatt erschien, wurde durch Landsmann Kuntze im Herbst 1948 zum ersten Heimattreffen der Gumbinner nach Hamburg-Altona aufgerufen. Das Treffen wurde von etwa fünfhundert Gumbinnern besucht. Auf diesem Treffen nahm durch eine Absprache der Landsleute Kuntze, Kreutzberger, Lingsminat und Gebauer die Kreisgemeinschaft feste Formen an. Landsmann Kuntze übernahm die Führung, Lingsminat die Aufstellung der Personenkartei und Gebauer, die eines Heimatarchivs. Unabhängig von diesem Treffen hatte Landsmann Gebauer ein Gumbinner Treffen in Heide/Host. Durchgeführt, zu dem über dreihundert Personen erschienen waren. 1949 versammelten sich die Gumbinner am 24. September in Hamburg. Wurden die ersten Treffen 1948 noch durch briefliche Werbung bekanntgegeben, so brachte 1949 das Ostpreußenblatt schon Bekanntgabe und Bericht. 1950 waren die Gumbinner sehr zahlreich bei der Großkundgebung der Landsmannschaften am 14.5. in Hamburg vertreten. Nachmittags war das Restaurant Elbschloss überfüllt. Auf dem Herbsttreffen am 09.09.1950 erhielt die Kreisgemeinschaft durch die Bildung eines Kreisausschusses eine festere Gestaltung. Landsmann Kuntze wurde als Kreisvertreter bestätigt, die Landsleute Mertins und Sinnhuber wurden Stellvertreter. Für die Landbevölkerung wurden 7, für die Stadt 12 Vertreter gewählt. 1951 trafen sich die Gumbinner am 01.04. in Hannover und am 07.10. in Hamburg. 1952 war ein besonderes Werbejahr für die Arbeit der Kreisgemeinschaft. Es wurden acht Treffen durchgeführt: Berlin am 06.01., Iserlohn am 27.04. Braunschweig am 11.05., Kiel am 18.05., Frankfurt am 08.06., Stuttgart am 31.08., Hamburg am 07.09., Berlin am 02.11. Am 06.09. kamen die Bezirksvertreter zusammen. Ein Preisausschreiben für heimatkundliche Fragen wurde viel beachtet. 1953 waren Treffen in Bochum (10.05.), Hamburg (16.08.), Stuttgart (20.09.) und Berlin (01.11.). 1954 stand das Bundestreffen am 15./16. in Bielefeld verbunden mit der Übernahme der Patenschaft durch die Stadt Bielefeld im Vordergrund. Hierbei übernahm das Land Salzburg die Patenschaft über die ostpreußischen Salzburger. Weitere Treffen waren in Neumünster (14./15.08.), Hamburg (05.08.) und Berlin 07.11. Alle Gumbinner Treffen wurden durch einen Gottesdienst eingeleitet. Ein Lichtbildervortrag belebte die Erinnerung an die alte Heimat. Ein gemütliches Beisammensein stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die enge Zusammenarbeit mit der Berliner Ortsgruppe ist besonders hervorzuheben. Das Treffen 1954 in Berlin besuchten über 500 Gumbinner, davon kam die Hälfte der Landsleute aus Ostberlin und der Sowjetzone. Die Heimatausstellungen bei den letzten Treffen fanden das größte Interesse; die Heimattreffen wiesen Besucherzahlen von 300 – 2000 auf. Heute ist die Kreisgemeinschaft Gumbinnen ein Stützpunkt für alle Gumbinner. Alle durch die Vertreibung offenstehenden Fragen: Beschaffung von Bescheinigungen für Fam.-Angelegenheiten, Sozialversicherungen, Lastenausgleich, Suche nach vermissten Angehörigen, Familienforschung u. a. m. werden die Kreisgemeinschaft bearbeitet. In allen Angelegenheiten wenden sich die Gumbinner vertrauensvoll an ihre Kreisgemeinschaft. Die Einwohnerkartei, die Landsmann Lingsminat, Lüneburg, Schildsteinweg 33, führt, hat auf etwa 11 000 Karteikarten stichwortartig die Schicksale von 40 000 der einstmals 55 500 Bewohner des Kreises erfasst. Der Wert der Kartei ist für alle Gumbinner nicht hoch genug einzuschätzen. Wie viele Eltern und Kinder, Verwandte, Freunde und Bekannte haben sich durch diese Kartei gefunden und konnten wieder ein gemeinschaftliches Leben führen oder in Verbindung miteinander kommen! Die Kartei ist die Grundlage jeder Arbeit für die Gumbinner Kreisgemeinschaft, und jeder Gumbinner muss diese Arbeit unterstützen. Im Gumbinner Heimatarchiv wird alles zusammengetragen, was an Gumbinnen erinnert und was heute von der Kreisgemeinschaft geleistet wird. Die reichhaltige Heimatliteratur gibt ein getreues Spiegelbild vom Leben, Wirken, vom Schaffen und Brauchtum im Kreise Grumbinnen. Etwa tausend Bilder und über vierhundert Diapositive zeigen die Heimat in ihrer ganzen Schönheit. Berichte vom Treck und der Flucht dokumentieren die Leidenszeit der Vertreibung. Verbunden mit dem Gumbinner Archiv ist das Salzburger Archiv, das auch viele wertvolle Erinnerungsstücke aufweist. Am 18. und 19. Juni findet nun zum zweiten Male in Bielefeld ein Heimattreffen statt. In einer Sitzung des Kreistages, der auf Vorschlag aus allen Berufsständen der Land- und Stadtbevölkerung gebildet ist, werden Kreisvertreter und der Kreisbeirat gewählt. Die Kreisgemeinschaft wird sich eine Satzung geben und damit eine Arbeitsgrundlage erhalten, die ein noch wirksameres Einsetzen für unsere Heimat und für alle Gumbinner gewährleistet. Durch die Patenschaft der Stadt Bielefeld wird die Kreisgemeinschaft Gumbinnen eine weitere Unterstützung in ihrer Heimarbeit finden. Die Patenschaft ist erst im Aufbau. Wenn die Pläne eine Verwirklichung finden, die von Bielefeld und Gumbinnen vorbereitet werden, dann wird die Stadt Bielefeld in allem für die Gumbinner eine zweite Heimat sein. Otto Gebauer

Seite 7   Mohrungen
Ich habe die Freude, mitzuteilen, dass unser Landsmann Siegmund Cieslick, früher Boyden, jetzt wohnhaft in Quickborn (Holst), Torfstr. 14, am 20. Mai aus polnischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist. Wir Mohrungen beglückwünschen ihn zu seiner Heimkehr und hoffen, dass er keinen Schaden an Leib und Seele erlitten hat und recht bald einen Arbeitsplatz finden möge.

Seite 7   Johannisburg
Wir bedauern das Ableben unseres Landsmannes, Baumeister Daufeld. Er stand im 89. Lebensjahre und war einer der ältesten Landsleute unseres Heimatkreises. Sein Name und sein Wirken sind mit dem Kreis Johannisburg, mit der Standortverwaltung Arys und mit unserer Landsmannschaft eng verbunden. Er ließ es sich, trotz seinen hohen Alters, nicht nehmen, im letzten Jahr zu unseren Treffen nach Flensburg und Hamburg zu kommen. Ehre seinem Andenken.

Seite 7   Suchanzeigen
Wer kann Auskunft geben über meinen Mann, Bernhard Bolus, geb. 03.08.1909 in Bartenstein. Letzter Wohnort Königsberg Pr., Maybachstraße 2?, Feldpostnr. (E. D.) 30 680. Letzte Nachricht März 1945 aus Königsberg.

Wer kann Auskunft geben über die Anschrift des Herrn Müllermeister Fenske. Bis 1945 tätig bei der Mühle E. Koy, Wormditt/Ostpreußen, Kreis Braunsberg. Nachricht erb. Frau Prof. Eva Henke, (1) Berlin SO 36, Muskauer Straße 44

Gesucht wird Frau Buchholz aus Tilsit, Kornhaus. Nachricht erb. für Frau Weißer in der sowj. bes. Zone, Ch. Wiesner, Eislingen/Fils, Tälesweg 21

Suche meine Schwester Käthe Haack, geb. Graetsch, geb. 07.04.1895, und deren Tochter Gerda Wirsching, geb. Haack, geb. 16.03.1921, Frau Elisat und deren Tochter Edith Elisat. Alle vier wohnhaft gewesen in Königsberg Pr., Tiergartenstraße 41/43, Ecke Hermannallee. Frau Elisat hatte in unserem Hause Tiergartenstraße 41/43 ein Lebensmittel- und Milchgeschäft. Die vier Frauen kamen gemeinsam am Sonntag, dem 28.01.1945 von Königsberg, Tiergartenstraße 41/43, Ecke Hermannallee, aus dem Hause meiner Eltern nach Tannenwalde in mein Haus Trenkstraße 1 (am Bahnhof zwischen Dogge und Frau von Hatten). Sie waren am 29. Januar 1945 noch dort, als der Volkssturm und die Militärärzte aus meinem Hause Tannenwalde, Trenkstraße 1, schon abgezogen waren. Von den vier Frauen fehlt jede Spur. Wer kann irgend eine Auskunft geben? Unkosten werden ersetzt. Nachricht erb. Frau Ellen Ellinger, Tannenwalde, Trenkstraße 1, jetzt Sandhausen bei Heidelberg, Poststraße 6

Wer war mit meinem Sohn Horst Müller, geb. in Norkitten, Kreis Insterburg/Ostpreußen, Fhj.-Wachtmeister einer Artill.-Abt., in den letzten Tagen des Januar 1945 in Königsberg Pr. zusammen und weiß etwas über sein Schicksal? Mitteilungen an Tierarzt Dr. E. Müller, Gütersloh/Westf., Strenger Straße 14, erbeten.

Suche Arnold, Hanna, Georg und Werner Newiger aus Königsberg, Alter Garten. Nachricht erb. Gertrud Otto, geb. Hoellger (14b) Tuttlingen, Mart.-Luther-Weg 11

Gesucht werden die ehem. Stabsärzte Dr. Kurt Stein und Dr. Richter aus Goldap. Nachricht erb. Fr. Hedwig Sperwien, Hollingstedt, Kreis Schleswig

Wer kann Auskunft geben über meine Tochter Ella Treinies, geb. 04.10.1929 in Nemonien, Kreis Labiau/Ostpreußen, am 9. April 1945 in Königsberg Pr. in russische Gefangenschaft geraten. Nachricht erb. Georg Treinies, Lüdingworth bei Cuxhaven.

Wer kann Auskunft geben über meinen Sohn Fritz Treinies, geb. 20.04.1920, letzte Kampfhandlung Slowakei, vermisst seit 20.12.1944, Feldpostnr. 02 097 B. Nachricht erb. Georg Treinies, Lüdingworth über Cuxhaven.


[OWP] Forschung in Lebbeden, Schakuhnen, Kr. Heydekrug

Date: 2014/06/04 15:20:05
From: Hinrich Knoop <hinrich_knoop(a)hotmail.com>

Liebe Mitleser,
wer hat Verbindungen (Vorfahren) zu Carl Ludwig Böttcher  * 00.00.1837, Justine Henriette Lessing * 00.00.1842 und Hermann Bernhard Böttcher * 24.09.1869 alle geboren in Lebbeden.
Mit freundlichen Grüßen
Hinrich Knoop
 		 	   		  

[OWP] Fwd: Ancester married in Hamburg

Date: 2014/06/04 19:40:27
From: Irmi Gegner-Sünkler <irmi(a)gegner-suenkler.de>

Hans, this mailinglist is just for searching ancestors in former east
and westprussia. You better try this list:

> famnord(a)genealogy.net

It's a mailinglist for genealogists having ancestors in northern germany!

Regards from Irmi


-------- Original-Nachricht --------
Betreff: [OWP] Ancester married in Hamburg
Datum: Wed, 04 Jun 2014 00:54:18 +0200
Von: Hans Johansson <videogame(a)comhem.se>
Antwort an: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
An: OW-Preussen-L(a)genealogy.net

Hi

Im looking for a brother or halfbrother to my mother. His name is Fritz
Ivar Bertil Persson and he was born 27/9 1920 in Billinge Sweden. He
married Wilma Johanna Rammin 23/7 1957. Wilma was born 8/9 1930 in Hamburg.

I hope someone can help me or maybe give some advice how to search for
this persons. My mother search here whole life after here siblings and
she only found one of five. So now i have pickt up the tourch.

Any info is werry appreciated

/ Hans


Skickat från min Samsung Mobil
_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l



[OWP] St.Lorent - Samland

Date: 2014/06/04 20:10:09
From: Uli GMX <UBudler(a)gmx.de>

Liebe Listenteilnehmer,
nach langer Zeit versuche ich wieder einmal meine Vorfahren in St. Lorenz/ Kr. Fischhausen/ Samland näher zu eergründen. Ich habe dort einen toten Punkt, den ich irgendwie nicht geschlossen bekomme.
Hier meine kärglichen Ergebnisse:

Johann  Gottfried Lutter/Luther, Eigentümer und Fleischer aus Rauschen (25 J bei der Heirat)
oo 8.11.1822 in St.Lorenz
Susanne Louise Reiswitz/ Beiswitz aus Lixeiten(20 Jahre bei der Heirat)

Leider habe ich die geburt der beiden bisher nicht ermitteln können.

Kann jemand helfen???
Liebe grüße Uli

[OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 25, Tei l 2

Date: 2014/06/04 22:14:26
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>


Seite 8 Die Hochleitners. Von Dienten, im Salzburgischen, nach Schreitlauken. Die Reise ins Land der Väter Fritz-Wilhelm Hochleitner wandert mit nachdenklichem Gesicht um seine Lokomotive auf dem Bahnbetriebswerk Rotenburgsort, einem großen Verladebahnhof im Weichbild von Hamburg. Genau mustert er die Räder und die Pleuelstangen, prüft hier und da eine Schraube und klettert dann auf den Führerstand. Sein Dienst als Führer einer Rangierlokomotive beginnt. Nun, Salzburger, wie ist Dir die Jubiläumsfeier bekommen?, fragt der Lokomotivheizer. Hochleitner ist bei seinen Arbeitskollegen auf dem Verladebahnhof beliebt. Sie wissen, dass er 53jährige Ostpreuße, der seit 35 Jahren Bahnbeamter ist und dessen Vorfahren 1732 aus Salzburg nach Ostpreußen kamen, ein guter und zuverlässiger Fachmann und ein hilfsbereiter Kamerad ist. Alle Kollegen auf dem großen Bahnhof nahmen daher auch an dem seltenen Jubiläum Anteil, das Fritz-Wilhelm Hochleitner in diesen Tagen feierte, obgleich es ein Gedenktag war, der allein seine Familie betraf. An diesem Tage hatten vier Generationen der Familie Hochleitner zusammen 125 Jahre im Dienste der Eisenbahn verbracht. Eine der ältesten Eisenbahnerfamilien Deutschlands feierte fern der ostpreußischen Heimat in Hamburg ein Jubiläum, das in seiner Art einmal ist. Urgroßvater, Großvater, Vater (das ist Fritz-Wilhelm Hochleitner) und Sohn haben sich nacheinander der Arbeit bei der Bahn verschrieben, und Lokomotivführer Fritz-Wilhelm Hochleitner hofft, dass auch seine Enkel diese Tradition fortführen werden, wie sein Sohn das jetzt schon tut. Es begann damit, dass Urgroßvater Mathias Hochleitner vor hundert Jahren einer der ersten war, der sich in Ostpreußen zum Dienst bei dem neuen Verkehrsmittel meldete. Als frischgebackener Eisenbahner stand er mit seinen Arbeitskollegen während der Einweihungsfeierlichkeiten im Königsberger Hauptbahnhof im Jahre 1852 Spalier. Als dann der Schienenstrang bis zu seinem Heimatort Eydtkuhnen geführt wurde, ließ er sich dorthin versetzen. Er erlebte, dass aus dem verträumten Dörfchen an der Grenze ein wichtiger Bahnhof wurde. Eydtkuhnen war später die einzige Stadt in Deutschland, die in ihrem Stadtwappen das Flügelrad der Eisenbahn führte. Auch der Sohn von Mathias, Franz-Joseph, der Vater des Lokomotivführers Fritz-Wilhelm Hochleitner, wurde Eisenbahner. Als Schaffner fuhr er während seiner 47 Dienstjahre von Insterburg aus durch ganz Ostpreußen, und er lernte auch weite Teile des Reichsgebietes kennen. Immer wieder erzählte er seinen Kindern von dem schweren Dienst in den Zügen und von seinen Fahrten. Für den Sohn Fritz-Wilhelm, der jetzt in Hamburg die Rangierlok führt, stand es daher von Jugend an fest, dass auch er zur Eisenbahn gehen würde. Als kleinen Jungen zog es ihn zum Insterburger Bahnhof, wo er die Arbeitskollegen seines Vaters nach allen technischen Einzelheiten ausfragte. Der kleine Fritz-Wilhelm begann planmäßig auf sein Berufsziel loszusteuern. 1920 wurde er endlich als Hilfsheizer eingestellt. Jetzt fuhren zwei Mitglieder der Familie über die ostpreußischen Bahnstrecken. Oft geschah es, dass der Vater im gleichen Zug beschäftigt war, bei dem der Sohn für die Feuer der Maschine verantwortlich war. Das war eine schöne Zeit, sagt Fritz-Wilhelm Hochleitner heute. Vater sorgte für die Fahrgäste, und ich sorgte dafür, dass wir allesamt vom Fleck kamen. 1925 wurde der junge Mann, der mittlerweile zum Lokomotivführer aufgestiegen war, aus Ostpreußen nach Stettin versetzt. Schweren Herzens verließ er das Elternhaus.

Seine Heimat blieb Ostpreußen
Immer wieder zog es mich zurück in die Heimat. Auch als ich verheiratet war, fuhr ich mit meiner Frau, einer Stettinerin, jedes Jahr nach Insterburg, wo die Eltern lebten. Im zweiten Weltkrieg fuhr Lokführer Hochleitner mit den vorrückenden Truppen nach Holland, Belgien und Frankreich, nach Dänemark und Griechenland. Im Juni 1941 war er der erste deutsche Lokomotivführer, der die russische Grenze unmittelbar hinter den vorwärts marschierenden deutschen Trupen überfuhr. Fast zwei Jahre lang führte er Lazarettzüge von der Front in die Heimat. Er erlebte Jaboangriffe und Tieffliegerbeschuss. Der Krieg ging seinem Ende entgegen, und Fritz-Wilhelm Hochleitner war wieder seiner alten Direktion in Stettin unterstellt worden. Ende Februar 1945 erhielt er den Auftrag, einen Güterzug nach Lübeck zu führen. Hochleitner packte ein paar Habseligkeiten ein und nahm seine Frau und seine beiden Kinder nach Lübeck mit. Hier wartete er auf die Kapitulation und darauf, dass in Kürze wieder Züge durch Deutschland fahren würden. Erst 1949 holte man den erfahrenen Eisenbahner wieder. Damals wurde ihm in Rotenburgsort, einem der großen Güterbahnhöfe Hamburgs, die Rangierlok übertragen, die er heute noch führt. Sein Sohn Hans-Joachim, 17 Jahre alt, arbeitet seit drei Jahren auf dem gleichen Bahnhof als Maschinenschlosser. Auch er will, getreu dem Vorbild seiner Vorfahren, Bahnbeamter werden. Franz-Joseph Hochleitner, der Oberzugführer im Ruhestand, der 47 Jahre lang der Bahn treu gedient hatte, lebte mit seiner Frau in der sowjetisch besetzten Zone kümmerlich von einer schmalen Rente. Er sollte das Jubiläum der Familie nicht mehr erleben. Zwei Tage vor dem Fest, auf das er sich gefreut hatte, ist er gestorben. Ich verdanke meinem Vater alles, sagt Fritz-Wilhelm Hochleitner. Nicht nur, dass ich durch ihn zur Eisenbahn kam und einen Beruf fand, der mich ganz ausfüllt, mein Vater hielt auch die alte Salzburger Familientradition hoch.

Die große Wanderung
Immer wieder hatte Großvater Franz-Joseph Hochleitner seinen Kindern von dem Urahn Georg erzählt, der 1731 als einer der ersten mit seiner ganzen Familie und seinen „Rössern“ vor dem großen Wagen das Salzburger land verlassen musste, weil er den protestantischen Glauben nicht aufgeben wollte. Am 29. April 1732 fand in Potsdam jene dankwürdige Begegnung zwischen dem Soldatenkönig und den Salzburger Emigranten statt. Unter den Vertriebenen stand auch Georg Hochleitner vor dem neuen Landesherrn und hörte die herzlichen Worte des Königs. Ihr sollt’s gut haben, Kinder. Ihr sollt’s gut bei mir haben“ Am 5. Juli 1732 begann von Berlin aus der große Treck der Salzburger, die mit Pferd und Wagen ihre Heimat verlassen hatten. Schon vorher waren viele, die keine eigenen Furhwerke besaßen, mit Schiffen von Stettin aus nach Ostpreußen gelangt. Über Hinterpommern und Danzig fuhren auch die Hochleitners im großen Treck der Gebirgsbauern durch das flache ostdeutsche Land. Am 6. August 1732 trafen sie in Königsberg ein. Von dort aus wurde die Familie dann bald in den neuen Heimatort Schreitlaugken im Kirchspiel Willkischken im Memelgebiet eingewiesen. Der Sohn aber, der ebenfalls Georg hieß, verließ nach dem Tode seines Vaters 1740 das väterliche Grundstück in Schreitlaugken und siedelte sich in Eydtkuhnen an. Soweit waren wir mit unseren Forschungen gekommen, als der Zweite Weltkrieg ausbrach, berichtete Fritz-Wilhelm Hochleitner. Der Superintendent von Insterburg, Leidreiter, der ebenfalls ein Salzburger ist, hat uns bei unseren Nachforschungen sehr geholfen. Er stellte auch fest, dass der Gasthof unseres Urahns Georg in Dienten am Hochkönig heute noch im Besitz der Familie Hochleitner ist. Ich hatte schon immer den Plan, einmal nach Österreich zu fahren und mir anzusehen, wo denn mein Vorfahr Georg Hochleitner gelebt hatte. Im Sommer 1952 konnte er diesen Plan verwirklichen; zusammen mit seinem Sohn fuhr er nach Dienten am Hochkönig.

Auf den Spuren der Vorfahren
Als wir von Salzburg aus mit dem Zug in das Land hinein fuhren, in dem meine Vorfahren gelebt hatten, berichtet Fritz-Wilhelm, da ging über den Gipfeln der Salzburger Alpen gerade die Sonne auf. Mein junge und ich werden diesen Augenblick nie vergessen. Eben noch hatten die Berge mit dem ewigen Schnee darauf im tiefen Schatten gelegen, und auf einmal begannen die Bergspitzen richtig zu glühen. Damals sind uns die Tränen gekommen. Wir haben die Schönheit des Landes der Vorfahren stumm bewundert. In Dienten aber suchten wir dann den Gasthof auf, der meinem Urahn Georg gehört hatte. Mein Junge und ich setzten uns still in eine Ecke. Wir haben überlegt, wie wir es wohl anfangen sollten, um dem Besitzer zu sagen, dass wir auch Hochleitners sind und dass unser Vorfahr dies Haus einmal besessen hat. Dass der Gasthof immer noch im Besitz der Hochleitners ist, hatten wir ja schon in Ostpreußen durch die Forschungsarbeit des Superintendenten Leidreiter erfahren. In Dienten hatten wir am Bahnhof einen Bauern nach dem Gasthof gefragt. Fritz-Wilhelm Hochleitner und sein Sohn brauchten nicht lange zu überlegen, wie sie sich dem Besitzer des Gasthauses als Verwandte zu erkennen geben sollten. In der Gaststube saß ein katholischer Priester. Er kam zu uns an den Tisch und stellte sich vor. Sie sind wohl Sommergäste? Fragte er uns. Was sind Sie denn für ein Landsmann?
Ostpreuße, antwortete ich. Warum fragen Sie?
Sie sehen genau so aus wie unsere Bergbauern hier!
Das kann schon stimmen, sagte ich, meine Vorfahren kommen ja auch aus dieser Gegend. Der Pfarrer fragte nach dem Namen. Ein Hochleitner sind Sie? Ja, dann sind Sie ja ein Salzburger! Hier gibt es viele Ihres Namens. Auch der Wirt ist ein Hochleitner.
Der Geistliche rief den Gastwirt.
Xaver, diese leit’ san ostpreißische Salzburger, sagte er. Hochleitner heißen’s aa und aus Dienten san’s aa! Dös muss a Verwandtschaft von die Dientener Hochleitners san. In einem alten Kirchenbuch habe ich nämlich den Namen, eines Hochleitner gefunden, der Salzburg um 1730 herum verließ, weil er Protestant war. Das muss Ihr Vorfahr gewesen sein, sagte der Pfarrer auf Hochdeutsch zu uns. Xaver Hochleitner, der Gastwirt schüttelte mir die Hand und sagte: Also, das ist a Freud. A preißische Hochleitner bist. Da schau Dir die alte Heimat gut an. Herzlich willkommen und nix für ungut, dass ich gleich, Du’ g’sagt hab. Bist doch halt a preißischer Vetter. Am gleichen Tage noch musste Fritz-Wilhelm und sein Sohn die ganze Hochleitner-Sippe in Dienten besuchen. Überall sagte man gleich Du und Fritz und Hansi zu uns. Es war so als ob wir immer schon in Dienten gelebt hätten. Die Verwandten sind alle Bergbauern und sitzen auf ihren Höfen seit vielen hundert Jahren. Die jüngeren Söhne arbeiten auf den Höfen oder sind nach Werfen oder Salzburg gegangen. Viele sind auch Handwerker geworden und leben als Schmiede oder Wagenbauer in den benachbarten Gebirgsdörfern. Auch die Töchter der Hochleitners, von denen zwei sehr gut verheiratet sind, mussten wir besuchen. Im Hause des Arztes Dr. Dahlmann, der eine Hochleitner zur Frau hat, wurden wir ganz besonders herzlich aufgenommen und als liebe Verwandte begrüßt. In den nächsten Tagen kamen auch die Hochleitners aus den anderen Gebirgsdörfern um den Hochkönig nach Dienten, um die ostpreußische Verwandtschaft zu begrüßen. Die Gebirgler staunten den Mann an, der da so plötzlich mit seinem Sohn aus dem Norden aufgetaucht war. Sie konnten sich unter Ostpreußen kaum etwas vorstellen. Noch mehr aber staunte die Salzburger Verwandtschaft, dass Fritz-Wilhelm Hochleitner über die Geschichte so gut Bescheid wusste. Auch das alte Kirchenbuch wurde ihm von dem Pfarrer von Dienten gezeigt. Er las die Urkunde der Ausweisung seines Urahns, die mit den Worten begann: Auf Befehl Seiner Eminenz, des hochwürdigen Herrn Erzbischof. Der Urahn Georg wurde in dieser Urkunde als unverbesserlicher Rebell und Ketzer bezeichnet.

Alljährlich ins Salzburgische!
Wir sind dann 1953 und 1954 wieder ins Salzburger Land gefahren, berichtet Fritz-Wilhelm Hochleitner. Die Berge begeistern mich und meinen Jungen immer wieder von neuem. Auch in diesem Jahr geht es im Sommer wieder nach Dienten, wo alle Verwandten schon auf uns warten. Das Land meiner Vorfahren ist sehr schön, aber unsere Heimat bleibt doch Ostpreußen. Ich wünsche mir nur, dass ich die Rückkehr dorthin noch erlebe.

Foto 1: Dorf Dienten im Salzburgischen
Foto 2: Das Dorf Mühlbach am Hochkönig. Die Landschaft, aus der die Hochleitners stammen und in die sie jetzt Jahr für Jahr fahren. Foto 3. Gartenarbeit ist mein Steckenpferd, sagt Fritz-Wilhelm Hochleitner. Jede freie Minute verbringt er in seinem Gärtchen, das er vor vier Jahren in Hamburg-Billwerder pachtete.

Seite 11   Bewunderung für die Trakehner Rappen in München.
Polarfahrt, beste Warmblutstute der Schau/Von Dr. Schilke, Hamburg
Diesen Bericht bitte selber in dieser Ausgabe nachlesen.
Foto: Melanie, eine hochedle, fünfjährige Trakehner-Stute aus der Zucht des Fürsten zu Dohna-Schlobitten, gezogen von Hansakapitän u. d. Melisse, erhielt einen 1. Preis und fand bei den in- und ausländischen Fachkennern viel Anklang. Foto: Dreijähriger Trakehner-Rapphengst Komet, von Goldregen u. d. Kokette von Cancara, aus dem Zuchtgestüt Schmoel wurde als sehr formvollendet und typischer Nachwuchshengst betrachtet und mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Foto: Acht Trakehner Rappen. Ein auf den 42 vorausgegangenen DLG-Ausstellungen noch nie gezeigtes Bild: Acht Rappen einer Zucht! Die Trakehner wurden viel bewundert und erhielten einen 1a-Sammlungspreis. Im Vordergrund die beste Stute der Schau, Polarfahrt, geb. 1940 von Bussard.

Seite 13   Kinder aus Ostpreußen, die ihre Angehörigen suchen.
Wir bitten unsere Leser, diese Suchmeldungen besonders zu beachten. Auch der kleinste Hinweis kann dazu führen, dass Kinder ihre Eltern oder Angehörigen wiederfinden oder dass Eltern Nachricht über den Verbleib ihrer Kinder erhalten. 1. Aus Bersken, Kreis Tilsit-Ragnit sucht Siegfried Balschun, geb. am 10.04.1937, seine Eltern Uschkireit Balschun, geb. 02.04.1917, und Emma Balschun, geb. am 03.04.1914, sowie seine Schwester Erni Balschun, geb. am 02.07.1933. 2. Aus Breitenstein, Kreis Tilsit-Ragnit, sucht Inge Lessing, geb. am 24.10.1938 in Kallwehlen, ihre Eltern Willi Lessing, geb. am 17.07.1899 und Emma Lessing, geb. Hübner, geb. am 25.10.1899. Außerdem werden die Geschwister Kurt Lessing, geb. am 29.03.1930 und Fritz Lessing, geb. am 01.05.1936 gesucht. 3. Aus Eichhorn, Kreis Treuburg, sucht Renate Kalinowski, geb. am 21.06.1938, ihren Vater Eduard Kalinowski, geb. am 27.07.1905. 4. Aus Grünheide, Kreis Treuburg, sucht Ullrich Dannowski, geb. am 25.04.1937, seinen Vater Otto Dannowski, geb. am 23.09.1898. 5. Aus Gumbinnen, Bismarckstraße 88, suchen Edith Quade, geb. am 28.04.1935 in Schloßberg und Waltraut Quade, geb. am 13.10.1940, ihre Mutter Liesbeth Quade, geb. Riegert, geb. am 02.10.1917 6. Aus Königsberg sucht Gerhard Bortz, geb. am 07.03.1937, seine Mutter Herta Helene Bortz. 7. Aus Königsberg, Friesestraße 23, sucht Elsa Bartel, geb. am 14.03.1935, ihren Vater Gustav Bartel, geb. am 29.09.1893 8. Aus Königsberg sucht Detlef Hartmann, geb. am 01.01.1942, seine Mutter Frieda Hartmann, geb. am 15.04.1915 9. Aus Königsberg-Ponarth, Park Friedrichsruh 10/12, suchen die Geschwister Doris Klang, geb. am 22.06.1934, Gerhard Klang, geb. am 19.09.1936, Gerda Klang, geb. am 02.02.1938 und Sigrid Klang, geb. am 05.01.1943, ihren Vater Otto Klang, geb. am 01.03.1908. 10. Aus Königsberg-Spandienen, sucht Elfriede Mitbrodt, geb. am 30.04.1939 in Tilsit, ihre Mutter Gertraud Mitbrodt, geb. etwa 1921. 11. Aus Königsberg suchen Ruth Neumann, geb. am 27.04.1936 und Peter Neumann, geb. am 20.01.1943, ihren Vater Erich Neumann, geb. am 19.05.1914. 12. Aus Königsberg, Ziegelstraße 14, sucht Ulrich Steinke, geb. am 22.07.1935 in Johannisburg, seinen Vater Ernst Steinke, geb. am 31.03.1909 13. Aus Königskirch, Kreis Tilsit-Ragnit, sucht Werner Königstein, geb. am 05.03.1933, seine Mutter Minna Königstein, geb. Sausmikat, geb. am 09.12. (Jahr unbekannt). 14. Aus Peitschendorf, Kreis Sensburg, sucht Oskar Kullick, geb. am 15.04.1933 in Kisenack, seine Mutter Ida Markowski, geb. Kullick, geb. am 30.10.1901 15. Aus Schönfeld, Kreis Sensburg, sucht Erich Retzneck, geb. am 06.12.1937, seine Eltern Emil und Martha Retzneck. 16. Aus Schwalg, Kreis Treuburg, sucht Adolf Burba, geb. am 10.01.1935, seine Mutter Martha Burba. 17. Aus Sensburg sucht Fritz Dreher, geb. am 29.05.1935, seinen Vater Ernst Dreher, geb. am 20.10.1898 18. Aus Sensburg, Aßwallstraße 11, sucht Herbert Nebel, geb. am 16.02.1933 in Sielund, seine Eltern Franz und Herta Nebel, seine Großmutter Berta Nebel und seine Geschwister Gertrud, Waltraut, Walter, Ruth, Horst, Christian und Erwin Nebel. 19. Aus Stadtheide bei Tilsit sucht Manfred Sackautzki, geb. am 24.09.1937 in Tilsit, seine Mutter Martha Sackautzki. 20. Aus Tannau, Kreis Treuburg, suchen Edelgard Augustin, geb. am 08.09.1937, und Adelheid Augustin, geb. am 28.10.1938, ihren Vater Fritz Augustin, geb. am 13.05.1910. 21. Aus Tilsit, Posener Platz 20, suchen Waltraut Peldszus, geb. am 15.04.1935 und Ruth Peldszus, geb. am 05.08.1936 in Tilsit, ihre Mutter Emilie Peldszus, geb. Schmadtke, geb. am 17.11.1906, und ihren Onkel Martin Stragies. 22. Aus Tilsit, Landwehrstraße 19, sucht Günther Rohmann, geb. am 24.06.1934 in Tilsit, seine Mutter Frieda Rohmann, geb. Seewaldt. Die Mutter war zuletzt in der Provinzial-Heilanstalt Tapiau. 23. Aus Tilsit, Langgasse 22, sucht Renate Schulz, geb. am 23.12.1939 in Tilsit, ihren Vater Emil Schulz, geb. am 25.01.1893. 24. Aus Torfelde, Kreis Tilsit-Ragnit, sucht Bruno Neubacher, geb. am 17.03.1936 in Tilsit, seine Mutter Charlotte Richter, geb. Neubacher, geb. im Februar 1910 oder 1911. 25. Aus Wahrendorf, Kreis Sensburg, sucht Christel Lippka, geb. am 18.12.1937 in Wahrendorf, ihre Eltern Franz und Emma Lippka, geb. Strelitz, geb. am 23.01.1907. 26. Aus Wiesenbrück, Kreis Schloßberg, sucht Heinz-Werner Petrat, geb. am 15.12.1939 in Feuchtwiese, seine Mutter Emma Petrat.

Seite 13 Namen von Kindern aus Ostpreußen, die von ihren Angehörigen gesucht werden 1. Aus Buchwalde, Kreis Osterode wird Helga Jenz, geb. im Juni 1938 in Buchwalde, gesucht von ihrer Tante Ella Raffel, geb. Rostek. Am 18. Januar 1945 flüchteten die Eltern Oskar Jenz, geb. 1916 in Ostpreußen sowie Elfriede Jenz, geb. Rostek, geb. am 26.11.1917 in Bochum, mit ihrer Tochter Helga. In Pr.-Holland wurde die Familie zuletzt gesehen. In Buchwalde hatten die Großeltern Rostek eine Landwirtschaft, Helga war oft bei Opa und Oma zu Besuch. 2. Aus Nassawen, Kreis Ebenrode, wird Karl-Fred Walter, geb. am 17.03.1943 in Nassawen, gesucht von seiner Mutter Frieda Walter, geb. Lange, geb. am 26.12.1909. Karl Fred Walter hat sich im Januar 1945 mit seiner Großmutter in Pillau befunden, war damals aber bereits darmkrank. Es ist möglich, dass er Pillau mit einem Schiff verließ. Der Knabe hat blaue Augen und hellblondes Haar. Er trug einen Strickanzug, einen grünen Lodenmantel und eine rote Mütze.

Seite 13   Auskunft wird gegeben.
Über nachstehend aufgeführte ehemalige Wehrmachtangehörige aus Ostpreußen liegen Nachrichten vor; die Angehörigen werden gesucht.
1.	Frauenburg: Albert Liedtke, geb. etwa 1914/1916, Beruf: Musiker.
2. Kl.-Preußenwald bei Gumbinnen: Bruno Ludwig, Beruf: Steinsetzter, 1. Pi.-Kp., Inf.-Div. 203
3.	Königsberg: Kurt Lemberg, geb. etwa 1917, Beruf: Elektrotechniker
4. Königsberg, Badeanstalt Palästra: Franz Laupichler, geb. etwa 1897, Beruf: Gastwirt 5. Aus der Gegend von Königsberg: Vorname unbekannt. Loosch, (weibl. Person), geb. etwa 1915 6. Königsberg: Vorname unbekannt. Matschuld, geb. etwa 1905/1907, Beruf: Dampfheizungs-Monteur.
7.	Ostpreußen: Fritz Lehnert, geb. etwa 1913, SS-Ange.
8.	Ostpreußen: Adolf Leider, geb. etwa 1919
9.	Ostpreußen: Vermutlich Erwin, Loblin, geb. etwa 1924
10.	Ostpreußen: Rudi Mackel, geb. etwa 1918, Beruf: Klempner
11.	Ostpreußen: Rudi Matutat, geb. etwa 1922
12.	Tilsit: Alfred Littmann, geb. etwa 1910/1912, Beruf: Ingenieur
13.	Arys: Walter Unruh, geb. etwa 1915, Berufssoldat
14.	Finken bei Landsberg: Gerhard Timm, geb. unbekannt
15. Klein-Marxhöfen, Kreis Ortelsburg: Wilhelm Osigus, geb. etwa 1898, Beruf: Landwirt.
16.	Umgebung von Königsberg: Walter Osterloh, geb. etwa 1908
17. Königsberg-Ratshof, Gerlachstraße 436: Kurt Tockhorn, geb. unbekannt, war bei der AEG Bahnhof Königsberg-Nord beschäftigt.
18.	Kruttinnen: Max Tomaschewski, geb. am 03.07.1909, Beruf: Sägewerkarbeiter
19.	Sulimmen über Gehlenburg, Kreis Johannisburg: Paul Rafael, geb. unbekannt.
20.	Ostpreußen: Max Wagner, geb. etwa 1898/1899, Beruf: Landwirt
21. Ostpreußen: Vorname unbekannt. Pieper, geb. unbekannt. Hofbesitzer in Ostpreußen, Fliegermajor und Ritterkreuzträger 22. Ostpreußen: Walter Ukshe, geb. etwa 1905/1907, Beruf: Apotheker, SS-Obersturmführer bei der 8. SS-Kavallerie-Division in Rumänien.
23.	Ostpreußen-Masuren, Paul Vogt, geb. etwa 1895, Beruf: Landwirt
24. Ostpreußen: Vorname unbekannt. Pawelowski, geb. unbekannt, zuletzt bei der 10. Batterie des Artl.-Regiments der 336. Div.
25.	Allenstein: Max Wallencick, geb. etwa 1906, Beruf: Maurer, verh.
26.	Ebenrode: Lothar Pinski, geb. etwa 1915/1920
27. Groß-Schiemanen, Kreis Ortelsburg: Vorname vermutlich Gustav Przygodda, geb. etwa 1914.
28.	Insterburg: Vorname unbekannt. Pakleppa, geb. etwa 1914, Offizier.
29.	Insterburg: Hans Penzig, geb. etwa 1926
30. Vermutlich aus Königsberg: Vorname unbekannt. Unterbacher oder Unterberger, geb. etwa 1924, Leutnant der Waffen-SS.
31.	Königsberg: Kurt Terpeck, geb. etwa 1919, Beruf: Bauschlosser.
32.	Vermutlich aus Königsberg: Willi Petzold, geb. etwa 1912
33.	Pillau: Vorname unbekannt. Petereit, Oberfeldwebel
34.	Tannenberg, Fritz Pohl, Obergefreiter

Seite 13   Auskunft wird erbeten
Über Karl Kemsies, geb. am 03.01.1903 in Angerburg, Berufssoldat, Waffenmeister beim Reiter-Regt. 2, Angerburg

Über den Verbleib oder das Schicksal des Horst Krause, geb. am 01.10.1927 aus Schönwalde über Zinten, Kreis Heiligenbeil.

Über Franz Klang, geb. am 04.10.1929, aus Lichtenhagen bei Königsberg. War 1947 als Zivilinternierter auf der Kolchose Nemmersdorf, Kreis Gumbinnen und soll dort verurteilt worden sein. Wer kann über sein weiteres Schicksal Auskunft erteilen?

Über Frau Minna Gutzeit aus Zinten, Memellandstraße 2.

Über Kurt Kreuzer, geb. 1898, aus Königsberg, Stägemannstraße 38

Über Witwe Helene Schenkewitz, geb. Gnaß, geb. am 11.01.1895, aus Königsberg, Richardtstraße 3a

Über Schwester Edith Marzian aus Tilsit.

Über Erich Georg Briese, geb. am 26.11.1910 in Löwenstein, Ostpreußen, letzte Nachricht Dezember 1944 aus dem Kreis Schloßberg, Feldpostnummer unbekannt.

Über Frau Auguste Fechter, geb. am 05.10.1896, Heimatanschrift: Bärenwinkel

Über Lina Grigorjeff oder Gregorjeff, geb. Nowak, aus Hallenfelde, Kreis Goldap.

Über Obergefreiten Gustav Hahn, geb. am 25.04.1904, Heimatanschrift: Altstadt, Kreis Mohrungen, letzte Feldpostnr. 56 385, und dessen Sohn, Matrosen-Obergefr. Emil Hahn, geb. am 20.01.1924, letzte Feldpostnr. 43 640

Über Unteroffizier Fritz Lippow, geb. am 15.10.1917 in Königsberg, letzte Feldpostnr. 01 354 B, vermisst seit 16.07.1944 bei Laza.

Über Landwirt Ludwig Radtke, geb. am 04.07.1888 aus Sentken, Kreis Lyck, wurde im Oktober 1944 zum Volkssturm gezogen, letzte Nachricht vom 13.01.1945, zuletzt gesehen in Heiligenbeil.

Über Feldwebel Walter Radtke aus Sentken, Kreis Lyck, Feldpostnr. 44 392 B. Letzte Nachricht vom 13.01.1945, aus dem Mittelabschnitt der Ostfront.

Über Schwester Marie Schimmelpfennig, jetzt etwa 70 Jahre alt, und 1916 im Johanniter-Krankenhaus in Neidenburg gewesen.

Über Frau Anna Simon aus Hussehnen, Kreis Pr.-Eylau

Über Frau Emma Skodda aus Warweiden, Kreis Osterode

Über Schuhmachergeselle Erich Springer aus Tilsit, Yorckstraße.

Gesucht wird Erna Hildegard Fischer, geb. 27.11.1927 (?), aus Groß-Illmen, Kreis Angerapp. Sie wurde am 22.01.1945 auf der Flucht bei Bartenstein von ihren Eltern getrennt.

Gesucht wird Feldwebel Adolf Georg Riehl, geb. 10.05.1907 in Arklitten, Kreis Gerdauen, später wohnhaft gewesen in Heilsberg, Hindenburgstraße 16. Die letzte Nachricht stammt aus Galatz (Rumänien).

Gesucht wird August Wischkowski, geb. etwa 05.01.1907, Melker aus Lichtenhagen, Kreis Samland. Wischkowski wurde am 01.03.1945 verschleppt.


[OWP] Petition gegen die Verkaufsmöglichkeit von k ommunalem Archivgut in NRW

Date: 2014/06/05 05:58:35
From: wikia-szlachta <wikia-szlachta(a)gmx.de>

Liebe Listenteilnehmer,

ich möchte an alle Teilnehmer der Liste die Bitte aus dem Kreisarchiv in Siegen zur Unterzeichnung der Petition gegen die Verkaufsmöglichkeit von kommunalem Archivgut in NRW weiterleiten.

Diese Kernaufgabe jeder staatlichen Struktur darf nicht Privatisiert werden. Daher bittet auch die Ritter von Schlesinger Stiftung um eine Unterstützung dieser Petition.

Mit freundlichen Grüßen 

Dr. Edward von Schlesinger

Leiter der Redaktion des Forschungsprojektes "Eliten der Res Publica Serenissima 1385 - 1569 - 1791 und deren Gebieten bis 1918" 

Über den Träger des Forschungsprojektes: http://de.szlachta.wikia.com/wiki/Ueber_uns


Weitergeleitete Nachricht:
Von: Wolf, Thomas [mailto:T.Wolf(a)siegen-wittgenstein.de]
Gesendet: Dienstag, 27. Mai 2014 11:11
An: …
Betreff: Petition gegen die Verkaufsmöglichkeit von kommunalem Archivgut in 
NRW

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor wenigen Tagen wurde der notwendig gewordene Gesetzesentwurf für das 
Archivgesetz NRW in den Landtag eingebracht. Er enthält weiter die 
Möglichkeit, dass kommunalarchivisches Sammlungsgut verkauft werden kann. 
Dagegen richtet sich diese Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/kein-verkauf-von-kommunalem-archivgut-in-nrw 
. Es geht darum ein Zeichen nach Düsseldorf zu senden, dass Archivarinnen 
und Archivare allein die gesetzliche Möglichkeit nicht unterstützen können. 
Ich würde mich über Ihre Mitzeichnung, die auch anonym erfolgen kann, sehr 
freuen. Bitte leiten Sie diesen Link auch weiter. Vielen Dank dafür schon 
einmal vorab!

Neuigkeiten zur Petition können Sie dieser Facebookseite entnehmen: 
https://www.facebook.com/#!/keinverkaufkommunalesarchivgutnrw/info .


Mit freundlichen Grüßen

Thomas Wolf
Kreis Siegen-Wittgenstein
Kulturreferat, Kreisarchiv
Koblenzer Str. 73
57072 Siegen
Tel. 0271 333 15 10
e-mail t.wolf(a)siegen-wittgenstein.de
homepage http://www.siegen-wittgenstein.de, http://www.siwiarchiv.de

[OWP] Bildarchiv Ostpreußen 50.000 + [mit R egierungsbezirk Westpreußen]

Date: 2014/06/05 13:25:06
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>


.
Bildarchiv Ostpreußen 50.000 + [mit Regierungsbezirk Westpreußen]
www.myheimat.de/rinteln/kultur/bildarchiv-d2611803.html <http://www.myheimat.de/rinteln/kultur/bildarchiv-d2611803.html>
"Inhalt des Archives wird ständig erweitert"
Viel Freude und beste Grüße
Joachim (Rebuschat)

[OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 25, Tei l 3

Date: 2014/06/05 16:16:30
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 14   Wir gratulieren
Zum 91. Geburtstag
Am 12. Juni 1955, Frau Minna Matzey, geb. Gloddek, aus Ulrichsee, jetzt bei ihrer Tochter Marie Lammek in Schladen am Harz, Bahnhofstraße 23

Am 15. Juni 1955, der Witwe Susanne Wiesner, geb. Krüger, aus Neidenburg-Littfinken. Sie ist noch sehr rüstig und lebt bei ihrer Tochter in (21b) Brambauer, Woltroper Straße 32

Zum 90. Geburtstag
Am 17. Juni 1955, der Witwe Emilie Boettcher, geb. Nendza, aus Neidenburg, jetzt in Oldenburg i. O., Mars-la-Tour-Straße 13

Am 24. Juni 1955, dem Landwirt Rudolf Pasenau aus Ballanden, Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt in der sowjetisch besetzten Zone. Er ist zu erreichen durch Walter Pasenau, Lübeck, Marquartplatz 5

Zum 89. Geburtstag
Am 20. Juni 1955, Frau Emma Redmer aus Königsberg, Krugstraße 9B, jetzt bei ihrer Tochter Helene Sievers in Schenefeld über Itzehoe, Hindenburgstraße 2.

Zum 88. Geburtstag
Am 23. Juni 1955, der Gendarmeriemeisterwitwe Martha Rebien aus Neidenburg, vorher Lyck. Sie lebt bei ihrer Tochter in der sowjetisch besetzten Zone und ist durch ihren Sohn, Verwaltungs-Amtmann z. Wv. Kurt Rebien, Lübeck, Wiesengrund 45, zu erreichen.

Zum 87. Geburtstag
Am 19. Juni 1955, Frau Wilhelmine Bülsch, geb. Demandt, aus Pillau II, jetzt bei ihrer Tochter Hedwig in Hollingstedt, Kreis Schleswig

Zum 86. Geburtstag
Am 24. Juni 1955, Frau Hedwig Dischmann aus Fischhausen, jetzt (24b) Kellinghusen, Otto-Ralfs-Straße 9

Zum 85. Geburtstag
Am 22. Juni 1955, der Witwe Wilhelmine Heppener, geb. Enkelmann, aus Gut Groß-Kowe, Kreis Wehlau, bei Goldbach, dann Königsberg. Sie lebt in Krefeld, Westwall 205. Die landsmannschaftliche Gruppe gratuliert herzlich und wünscht der Jubilarin, die kürzlich durch ein Auto angefahren und verletzt wurde, baldige Genesung.

Zum 84. Geburtstag
Am 25. Juni 1955, der Oberzollinspektorwitwe Toni Klewe aus Königsberg, Hindenburgstraße 13, jetzt bei ihrem Sohn Kurt in Bad Godesberg, Weberstraße 57

Zum 83. Geburtstag
Am 19. Juni 1955, dem Werkmeister i. R. Friedrich Eisenblätter aus Königsberg, Alter Garten 46a. Der Jubilar war vierzig Jahre hindurch bei den KWS tätig. Er wohnt in Hochdonn/Holstein. Seine Ehefrau Auguste begeht am 5. August 1955, ihren 83. Geburtstag

Zum 82. Geburtstag
Am 20. Juni 1955, Frau Johanna Rieck aus Waldwinkel (Kelladden), Kreis Labiau, jetzt bei ihrem Sohn Erich in Bargfeld über Bad Oldesloe.

Am 23. Juni 1955, dem Schneidermeister und Kirchendiener Karl Kuhn aus Starkenburg, Kreis Wehlau, jetzt in (24b) Burg i. Dithm., Kreisaltersheim.

Zum 81. Geburtstag
Am 5. Juni 1955, der Witwe Pauline Schwarz, geb. Frey, aus Fischhausen. Sie ist durch ihren Sohn, Justizinspektor Bernhard Schwarz (24a) Jork 123, Bezirk Hamburg, zu erreichen.

Am 24. Juni 1955, der Witwe Anna Szepoks, geb. Blasze, aus Pleine, Kreis Heydekrug, jetzt bei ihrer Nichte Lotti Sprung in Holtenau bei Kiel, Schwester-Theresien-Straße 10

Am 25. Juni 1955, dem Fleischbeschauer i. R. Gottlieb Lowitzki aus Kurken, Kreis Osterode, jetzt bei seiner Tochter Helene Raven in Gronau/Westf., Herberstraße 36

Zum 80. Geburtstag
Am 13. Juni 1955, der Witwe Wilhelmine Lehr aus Insterburg, Jordanstraße 4, jetzt bei ihrer Tochter Witwe Elfriede Lehr, in Haiger/Dillkreis, Bismarckstraße 21

Am 15. Juni 1955, dem Reichsbahnschlosser Gustav Hochwald aus Königsberg-Ponarth, später Buddern. Er lebt bei seinem Sohn Fritz in Breloh 81, Kreis Soltau.

Am 18. Juni 1955, der Witwe Gertrud Lusatis aus Mandeln bei Neuhausen. Die noch rüstige Jubilarin würde sich freuen, Nachricht von Bekannten aus der Heimat zu erhalten. Sie lebt allein in Geseke/Westf., Ottmarstraße 12

Am 20. Juni 1955, Frau Auguste Lemke aus Lyck, Blücherstraße 1. Sie wohnt mit ihrem Ehemann, mit dem sie vor drei Jahren die Goldene Hochzeit feiern konnte, bei ihrer jüngsten Tochter Hildegard Rakowski in Elmshorn/Holstein, Schlurrehm 12.

Am 21. Juni 1955, Frau Bertha Abromeit, geb. Schukat, aus Seckenburg, Kreis Elchniederung. Sie wohnt bei ihrer jüngsten Tochter, Witwe Erna Landt, aus Kuckerneese, Lorkstraße 6 a, jetzt Goslar, Am Breiten Weg 8

Am 21. Juni 1955, dem Klempnermeister Paul Vogler aus Hohenstein, Kreis Osterode, jetzt in Holzbunge, Kreis Eckernförde.

Am 22. Juni 1955, Frau Luise Koch aus Königsberg, Stobäusstraße 9, jetzt bei ihrer Tochter Charlotte in Braunschweig, Jasperallee 1c, die am gleichen age ihren Geburtstag und ihre Hochzeit feiert.

Am 22. Juni 1955, dem Bauingenieur Valentin Kohl aus Königsberg-Maraunenhof, Wallenrodtstraße 32a, tätig gewesen beim Luftgaukommado I. Er wohnt in Flörsheim am Main, Erzbergerstraße 14

Am 23. Juni 1955, Frau Emma Stepputtis, geb. Kerwel, aus Argenbrück, Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt bei ihrem ältesten Sohn Friedrich in Asenham 4 a, Postort, Kreis Pfarrkirchen, Niederbayern.

Ohne Datum. Juni 1955, Frau Anna Harder, geb. Kraatz, aus Gumbinnen, Roonstraße 25, jetzt bei ihrer Tochter Liesbeth Rühl in Holzwickede, Kreis Unna, Rehsenstraße 4

Zum 75. Geburtstag
Am 12. Juni 1955, dem Schmiedemeister Fritz Milewski aus Treuburg, Lindenallee 4, jetzt bei seinem Schwiegersohn Paul Zürcher, Staatl. Revierförsterei Lethetal, Post Ahlhorn i. O.

Am 17. Juni 1955, Frau Luise Grenz, geb. Hubert, aus Königsberg, Unterhaberberg 58, jetzt bei ihrer Tochter Gerda Lablack in Rendsburg, Boelckestraße 65

Am 17. Juni 1955, dem Gärtner Hermann Danielowski aus Königsberg-Aweiden, jetzt bei seinem ältesten Sohn in Bad Zwischenahn, Rostrup 1

Am 17. Juni 1955, Frau Luise Regge aus Bibelen, Kreis Gumbinnen, jetzt bei ihrer Tochter Luise Lauruschkat in Groß-Schlamin, Ost Holstein.

Am 19. Juni 1955, der Rektorwitwe Ludwika Poetschki, geb. Mausolf, aus Posen, dann Rößel und Köln, jetzt bei ihren Kindern und Enkeln in Leverkusen, Manforter Straße 289

Am 19. Juni 1955, Fritz May aus Fischhausen, Langegasse 18, jetzt in (16) Dauborn, Kreis Limburg an der Lahn

Am 21. Juni 1955, der Witwe Minna Rakowski aus Königsberg, Große Sandgasse 26, jetzt Bad Honnef a. Rh., Bismarckstraße 15

Am 22. Juni 1955, dem Postamtmann i. R. Richard Zabel aus Gumbinnen, dann Thorn. Er wohnt in der sowjetisch besetzten Zone und ist zu erreichen durch Zahnarzt Walter Zabel, Deißlingen/Neckar, Kreis Rottweil

Am 22. Juni 1955, dem Polizeihauptmann a. D. Gustav Bartel aus Königsberg, Schleusenstraße 3 I, jetzt in der sowjetisch besetzten Zone. Er ist durch Pol.-Major a. D. Kurt Schumann, Berlin-Halensee, Hektorstraße 19, zu erreichen.

Am 24. Juni 1955, dem Weichensteller i. R. Johann Nagorny aus Rastenburg, Reschkestraße 3. Er lebt mit seiner Ehefrau Auguste, seinen Kindern (Max und Gertrud) und Enkeln in Villingen-Schwarzwald, Alemannenstraße 44

Am 24. Juni 1955, der Witwe Clara Gau aus Allenburg, Kreis Wehlau, jetzt in Kittlitz über Ratzeburg.

Am 24. Juni 1955, Fräulein Johanna Mück aus Königsberg, jetzt in Nürnberg, Huldstraße 3

Am 15. Juni 1955, Mathias Kalnowski aus Gr.-Schwentischken bei Mehlkehmen, Kreis Stallupönen, jetzt in Emlichheim, Kreis Bentheim

Am 18. Juni 1955, dem Landwirt Christian Mattulat aus Wilkental, Kreis Insterburg, jetzt in Damstetten über Urach, Kreis Münsingen/Württemberg.

Seite 14   Goldene Hochzeiten
Am 12. Juni 1955, konnten Bundesbahnweichenwärter i. R. Friedrich Manstein und seine Ehefrau Johanne, geb. Oltersdorf, aus Friedland, jetzt in Damendorf, Kreis Eckernförde, das Fest der Goldenen Hochzeit begehen. Der Jubilar war vierzig Jahre hindurch bei der Bahn in Friedland tätig.

Diplomlandwirt Benno Marquart und seine Ehefrau Gertrud, geb. Wiens, aus Königsberg, gegenwärtig in Oldenburg i. O., Widukindstraße 20, begingen am 16. Juni 1955, das Fest der Goldenen Hochzeit.

Die Eheleute Franz Grudzus und Frau Elise, geb. Plonke, aus Königsberg, Hindenburgstraße 4 b, jetzt in Frankfurt a. M., Heidestraße 14, bei Benkmann, begehen am 23. Juni 1955, das Fest der Goldenen Hochzeit.

Der Töpfermeister Franz Bednarski und seine Ehefrau Elise, geb. Horn, aus Ortelsburg begingen am 16. Juni 1955 das Fest der Goldenen Hochzeit. Die Kreisgruppe Ortelsburg in Berlin-Neukölln, Weisestraße 23, gratuliert herzlich.

Am 29. Juni 1955, begehen der Kaufmann Christoph Senff und seine Ehefrau Margarete aus Königsberg, das Fest der Goldenen Hochzeit. Sie wohnen jetzt in Minden/Westf., Herderstraße 2. Der Jubilar war von 1902 bis 1945 Inhaber einer Tabakwarengroßhandlung.

Seite 14   Jubiläen und Prüfungen
Klaus Schmidt aus Pillau, Breite Straße 17, hat vor dem Prüfungsausschuss der Handwerkskammer in Lübeck die Prüfung als Schuhmachermeister bestanden und jetzt die Werkstatt seines verstorbenen Vaters übernommen. Er wohnt in Oldenburg (Holstein) Burgtorstraße 46

Seite 14   Das Abitur bestanden
Das Abitur bestanden an der Aufbauschule Walsrode: Renate Gossing, Rochter des Sparkassendirektors Hellmut Gossing aus Lötzen, später Schneidemühl; Werner Roß, Sohn des Mittelschullehrers Eduard Roß aus Insterburg.

Seite 14   Kamerad, ich rufe dich
Kameraden, die den genauen Namen und die Anschrift des Oberst Schröder, der im Sommer 1943 Kommandant des Gefangenenlagers Matzicken/Ostpreußen war, kennen, werden gebeten, sich zu melden. Oberst Schröder soll in Oldenburg wohnhaft gewesen sein.

Gesucht werden Kameraden, die etwas über den Verbleib des SS-Untersturmführers Eduard Rempel, geb. 30.12.1921 in Braunsberg, mitteilen können. Rempel war bei der Division, Der Führer, und hatte die Feldpostnummer 19 389. Er wurde am 19.02.1945 verwundet (Rückgratverletzung), lag in Bohnitz bei Brünn oder in Brünn im Reserve-Lazarett III, und sollte am 07.04.1945 verlegt werden.

Seite 14   Für Todeserklärungen
Oberwachtmeister Willi August Harwardt, geb. 29.01.1913 in Elbing, aus Königsberg, Kaporner Straße 4a, wird seit dem 27.02.1945 vermisst. Er soll sich zuletzt beim 1. Inf.-Regt. Königsberg, Feldpostnr. 26 460 c, befunden haben. Wer kann Auskunft über seinen Verbleib geben?

Maria Naujok, geb. Hartmann, geb. 10.04.1866 in Dombathenen, Kreis Labiau, soll 1947 in Königsberg verstorben sein. Es werden Augenzeugen gesucht, die ihren Tod bestätigen können.

Paul Schaarschmidt, geb. 20.11.1876 in Penig/Sachsen, aus Königsberg, Deutschordensring 80, soll im August 1945 in Königsberg verstorben sein. Es werden Augenzeugen gesucht, die seinen Tod bestätigen können.

Adolf Schorlepp, geb. 10.06.1891, wird vermisst. Er befand sich zuletzt beim Volkssturm in Königsberg (4. Komp.). Wer kann über seinen Verbleib Auskunft geben?

Seite 14   Familienanzeigen
Roswitha, 10.05.1955. In dankbarer Freude geben wir die Geburt unseres ersten Kindes bekannt. Gertrud Gruhn, geb. Glomp, Liebemühl, Kreis Osterode und Otto Gruhn, Schwenkendorf, Kreis Mohrungen. Jetzt: Bochum-Stiepel, Westf., Im Souderfeld 68

Helmut Willy. Irmtraud hat ein Brüderchen bekommen. Erna Lupp, geb. Perkuhn, früher: Wirben, Kreis Insterburg. Willy Lupp, früher Nickelsfelde, Kreis Ebenrode. Jetzt: Hamburg-Niendorf, Sachsenweg 140, den 8. Juni 1955

Als Verlobte grüßen, Waltraut Kniest, früher Lengfriede, Kreis Ebenrode, jetzt Mürmeln bei Jüchen, Bezirk Düsseldorf und Ernst Rosinski, früher: Wittingen, Kreis Lyck. Jetzt: Diepholz-Graftlage (Hannover). Juni 1955

Ihre Verlobung geben bekannt. Elisabeth Scharffetter und Georg Kröger, Juni 1955. Bremen-Blumenthal, Lüssumer Straße 76. Früher: Hengstenberg, Ostpreußen, Lüssumer Straße 99

Heinz Schwalfenberg, Volmarstein, Ruhr und Renate Schwalfenberg, geb. Kastirr, Oldenburg, Oldbg, Nelkenstraße 44. Früher: Allenstein. Pfingsten 1955

Wir haben uns vermählt. Fritz Müller, Buir bei Düren, Steinweg 307 und Elsbeth Müller, geb. Soppke. Pfingsten 1955. Bleibuir-Eifel über Mechernich. Früher: Wöterkeim, Kreis Bartenstein, Ostpreußen

Ihre Vermählung geben bekannt. Walter Münchow, früher: Belgard, Pommern. Lisbeth Münchow, geb. Ewert, früher: Heiligenbeil, Ostpreußen, Rotgerberstraße 5, jetzt: Wesselburen. Pfingsten 1955

Doppelhochzeit. Als Vermählte grüßen: Johann Sprenger und Frau Christa, geb. Laußmann. Und: Heinrich Wendelken und Frau Marianne, geb. Laußmann. Füher: Schönborn, Kreis Pr.-Holland. Jetzt: Lüdingworth, Land Hadeln.

Ihre Eheschließung geben bekannt. Erhard von Drach, Königsberg Pr., Berneckerstraße und Hela von Drach, verw. Thiel, geb. Kremb, Königsberg Pr., Hohenzollernstraße 5. Jetzt: Hannover, Boelschestraße 10. 17. Juni 1955

Statt Karten. Ihre Vermählung geben bekannt. Günther Tomzig, Bad Salzuflen, Akazienstraße 35, früher: Königsberg pr., Hammerweg 2 b und Inge Tomzig, geb. Schön, Lich (Kr. Gießen) Kirchenplatz 14. 18. Juni 1955

Ihre Vermählung geben bekannt. Manfred-Walter Kautz und Ilsegret Kautz, geb. Husemann. Herford, Luebbertorwall. Arys, Ostpreußen, zur Zeit Herford, den 21. Juni 1955

Unserem lieben Vater, Franz Breuling, aus Rastenburg, jetzt Nienburg/W., Moltkestraße 19, zu seinem 70. Geburtstag alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit. Die Kinder: Friedel und Georg.

Ihre Vermählung geben bekannt. Erwin Reimann und Erika Reimann, geb. Haertel. Königsberg Pr., Dahlienweg 12. Sowj. bes. Zone. 18. Juni 1955. Jetzt: Köln-Longerich, Hauptstraße 86

Zum 75. Geburtstag unserer lieben Mutter, Frau Helene Pose, geb. Trautmann, gratulieren herzlichst: Prof. Dr. Heinz Pose und Frau Luise, geb. Scheunert, UdSSR. Ruth Weinmann, geb. Pose, Traben-Trarbach, Mosel. Werner Pose und Frau Ursula, geb. Goede, Düsseldorf. 13 Enkelkinder. 1 Urenkel. Königsberg Pr., Regentenstraße 30. Jetzt: Traben-Trarbach, Wildbadstraße 155, den 20. Juni 1955

Für die zahlreichen Glückwünsche, Blumen und Geschenke anlässlich unserer Diamantenen Hochzeit, sagen wir hiermit unseren herzlichen Dank. Julius Schwertfeger und Frau Lina, geb. Fröse. Klein-Hilligsfeld, im Juni 1955, Kreis Hameln.

Seite 15   Aufgebot
Die Witwe Margarethe Schulz, geb. Mau, in Flechum, Kreis Meppen, hat beantragt, ihren Sohn, den verschollenen Gärtner Helmut Schulz, geb. am 18.12.1925 in Tütz, zuletzt wohnhaft in Tütz, Kreis Dt.-Krone, für tot zu erklären. Aufgebotsfrist 15. August 1955.
Amtsgericht Meppen (3 II 4/55), 2. Juni 1955

Seite 15, 16   Familienanzeigen
Weinet nicht an meinem Grabe, gönnet mir die ew’ge Ruh, denkt, was ich gelitten habe, eh’ ich schloss die Augen zu. Gott, der Herr, erlöste nach sehr schwerem Leiden unseren herzensguten, unvergesslichen Vater, Schwieger-, Groß- und Urgroßvater, den Zimmerpolier Karl Gehrke, in Thierberg, Kreis Osterode, Ostpreußen, am 19. Mai 1955, 21.30 Uhr, im 76. Lebensjahre. Er folgte seinem Sohn Alex, der 1941 bei Stettin verunglückte und auf dem Ehrenfriedhof in Osterode, Ostpreußen, beerdigt ist; seinem Sohn Felix, 1943 in Russland vermisst, Heimkehrer! Wer weiß etwas über sein Schicksal? Und seinem Schwiegersohn Otto Krause, 1942 in Russland gefallen. In steillem Gedenken: Bruno Gehrke und Frau Helene, geb. Schulz, Ulrich und Herbert, Apensen, Kreis Stade.Schw. M. Servatia, geb. Helene Gehrke, Lübeck, Marienkrankenhaus. Paul Gehrke und Frau Erna, geb. Schafraneck und Erika, Neumünster. Alois Gehrke und Frau Lotti, geb. Behrendt und Monika, Erika und Ursula Kollak, Hamburg, Billwerder. Mit uns trauert unsere liebe Mutter, Frau Anna Gehrke, geb. Trotzek, unsere Schwester Angelika Krause, geb. Gehrke, Thierberg, Kreis Osterode, Ostpreußen. Helene Lange, geb. Krause, sowj. bes. Zone. Paul Krause, Duisburg. Frau Herta Gehrke, geb. Tillinski, Ulrich und Karl Heins, Osterode, Ostpreußen. Unser lieber Vater ruht auf dem kath. Friedhof in Osterode, Ostpreußen

Am 17. Mai 1955, um 11 Uhr, ist mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater, Bruder, Onkel und Schwager, der vereid. Buchprüfer und Helfer in Steuersachen, Max Ambrasas, im Alter von 61 Jahren, heimgegangen. In stiller Trauer im Namen der Hinterblieben, Frau Minna Ambrasas, geb. Trumpeit. Tilsit, Ostpreußen, Hohe Straße 70. Jetzt: Berlin-Charlottenburg 9, Kaiserdamm 23

Am 15. Juni 1955 gedenke ich zum zehnjährigen Todestag mit Liebe und Wehmut meines unvergesslichen Mannes und unseres liebevollen Vaters seiner beiden Töchter, Fleischermeister Fritz Albrecht. In stillem Gedenken: Gertrud Albrecht, geb. Hoffmeister. Edith Damaschun, geb. Albrecht. Gerhard Damaschun. Ursula Albrecht. Gert-Dieter, als Großsohn. Königsberg Pr.-Rosenau. Jetzt: Castrop-Rauxel V, Bövinghauser Straße 26

Am 1. Juni 1955 entschlief nach kurzer, schwerer Krankheit, unser lieber Vater, Groß- und Schwiegervater, Hermann Sulies, früher: Nemonien, Kreis Labiau, im Alter von 69 Jahren. In stiller Trauer: Georg Sulies. Ludwig Sulies. Lisbeth Sulies. Riechard Bartsch. Gertrud Bartsch und Kinder. Wedel bei Hamburg, Billerbeck Nr. 1

Wir gedenken ihrer in Hochachtung, Dankbarkeit, Liebe und Treue. Unserer lieben Eltern, Groß- und Schwiegereltern, Monteur Emil Pantel, KWS, Königsberg Pr., geb. 18.08.1868, gestorben 28.05.1945; Berta Pantel, geb. Thurau, geb. 15.03.1873, gestorben 08.06.1845, aus Königsberg Pr., Lavendelstraße 10, sind auf der Flucht an Hungertyphus verstorben und gemeinsam in Mecklenburg zur letzten Ruhe gebettet. Ihnen folgte ihr einziger Sohn, mein lieber Mann, Vater seiner fünf kleinen Kinder, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, Kurt Pantel, geb. 26.02.1905, gestorben 13.09.1945 in Mecklenburg. Verstorben an den Folgen der Verschleppung, Hungertyphus und Gefangenschaft. Mein lieber Mann, unser guter Vater, Groß- und Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, Drechslermeister Bruno Lindemann, aus Königsberg Pr., Rippenstraße 28, geb. 01.09.1896, vermisst seit 26.03.1945 in Königsberg Pr. Zum Volkssturm eingezogen, Feldpostnr. 36 100 T. Wer kennt sein Schicksal? In stiller Wehmut: Herta Pantel. Elsbeth Lindemann, geb. Pantel. Helmut Lindemann mit Frau Anita. Ursula Schneider, geb. Lindemann. Gerhard Schneider. Lucie Schaefer, geb. Pantel. Rudi Schaefer. Dorothea Burkhard, geb. Schaefer. Erich Burkhard. Eva Radtke, geb. Pantel. Hannelore, Ingrid und Renate. Maria Sladek, verw. Pantel, geb. Arndt. Manfred, Willi, Ingeborg, Marianne und Kurt Pantel. Enkel, Urenkel und Verwandte. Königsberg Pr. Jetzt: Krähenwinkel, Kreis Hannover, Friedensallee 22

Wir gedenken in Stille und Liebe am 14. Juni 1955, zum zwölfjährigen Todestag unseres lieben Sohnes, Bruders und Großsohnes, Waldemar Müller, gefallen in Russland. Gleichzeitig gedenken wir unseres lieben Neffen und Großsohnes, Rudi Doneleit, gefallen am 10.08.1941 in Russland. Ihr sollt uns unvergessen bleiben. Hermann Müller und Frau. Kurt Müller, als Bruder. Henriette Guttzeit, als Großmutter. Früher: Nordenburg, Ostpreußen. Jetzt: Meckelfeld 265, Kreis Harburg

Heute früh verschied nach kurzer, schwerer Krankheit, unser herzensguter Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Onkel und Schwager, der Altsitzer Franz Schulz, im Alter von 87 ½ Jahren. Gleichzeitig gedenken wir meines lieben Mannes, Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, des Bauern Fritz Schulz, geb. 11. November 1895, vermisst seit Frühjahr 1945. In tiefer Trauer: Berta Schulz, geb. Groß. Herbert Schulz. Gertrud Schulz, geb. Reichwald. Regina, als Urenkelin. Zinten Abbau, Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen. Jetzt: Neuneck, Kreis Freudenstadt, Schwarzwald, den 5. Juni 1955

Euer liebes Bild, das einzige von allem, erinnert mich an ein verlorenes Glück. Zum Gedenken. Für meinen herzensguten, unvergesslichen Mann, Obergefreiter Heinrich Masuhr, geb. 23.07.1907 in Königsberg Pr. am 13. Juli 1944 in Wilna vermisst; für unseren einzigen, lieben Sohn und Bruder Helmut, geb. 24.09.1936, er wurde im Januar 1945 von seiner lieben Mutter getrennt, seitdem vermisst. Wer weiß etwas über ihr Schicksal? Am 14. Juni 1955 jährte sich zum zehnten Male der Todestag unserer einzigen, lieben Tochter Christel, geb. 19.11.1937, gestorben 14.06.1945. Gleichzeitig gedenke ich meiner lieben, guten Schwiegereltern Johanna und Albert Masuhr, Königsberg Pr.-Ratshof, die 1945 auch Opfer des Krieges wurden. In tiefem Schmerz und stiller Trauer: Betty Masuhr, geb. Fischer und alle Verwandten. Früher: Königsberg Pr.-Kohlhof. Jetzt: Säckingen, Baden, Habsburgerstraße 24

Am 11. Mai 1955 verschied nach langer, schwerer Krankheit, jedoch plötzlich und unerwartet, mein lieber, treusorgender Mann, unser unvergesslicher Vater, lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Neffe und Vetter, Kaufmann Albert Kompa, Disponent in Firma Paul Zywietz, Neidenburg, Ostpreußen, im Alter von 47 Jahren. Nach dem Verlust der Heimat und des ihm lieben Berufes war sein ganzes Streben darauf gerichtet, uns Verlorenes zu ersetzten. Ein Unfall im September 1954 setzte seinen Bemühungen ein Ende. In tiefer Trauer im Namen der Hinterbliebenen: Hildegard Kompa, geb. Joswig. Ingeborg Kompa. Ursula Kompa. Familie Kompa, früher Alt-Kelbonken, Ostpreußen. Familie Joswig, früher: Altkirchen, Ostpreußen. Hemer/Westf., Harderberg und Bremerhaven, im Mai 1955, Mendener Straße 81. Die Beerdigung hat am 14. Mai 1955 von der Kapelle des evangelischen Friedhofes in Hemer aus stattgefunden.

Zum zehnjährigen Gedenken. Liebste Eltern, weinet nicht! Gott wird mich Euch wiedergeben. Ihr werd’t einst mein Angesicht schauen in dem ewigen Leben! Liebste Eltern, weinet nicht. In unaufhörlicher Liebe und tiefem Herzeleid gedenken wir zum 34. Geburtstage unseres innig geliebten Sohnes und lieben Bruders, Alfred Adolf Spanka, geb. 31. Mai 1921 in Waldburg, Kreis Ortelsburg, Ostpreußen, Dienstleistung 1939 bis 1945, Dienstgrad Unteroffizier. Seit dem 5. März 1945 auf dem Boden der geliebten Heimat vermisst. Acht Mal im Einsatz verwundet. Träger des goldenen Abzeichens. Mit Marschbefehl von Schloßberg nach dem Genesungsheim zum Einsatz widerrufen. (Einheit Feldpostnr. 12 414 C). Welcher Kamerad oder Heimkehrer war mit ihm zusammen? Bitte, meldet Euch! Unkosten werden erstattet. In stiller Trauer, doch immer liebend, Deine Eltern und Geschwister: Adolf Spanka und Frau Marie, Warich, Mollseifen 21. Erich Spanka und Frau Trude, geb. Hemerich, Tente, Rhld. Walter Spanka, Mollseifen 21. Ewald Spanka und Frau Gisela, Jung, Berleburg. Friedhelm Schneider und Frau Irmgard, geb. Spanka, Berleburg

Du hast gesorgt, gewirkt, geschafft, gar manchmal über Deine Kraft. Nun ruhe aus, Du gutes Vaterherz. Herr, lindere unseren tiefen Schmerz. Sanft, nach schwerem Leiden, entschlief fern seiner geliebten Heimat, am 4. Juni 1955, mein über alles geliebter, treusorgender Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Baggerführer Emil Prang, Königsberg Pr., Cranzer Allee 127 a, nach Vollendung seines 60. Lebensjahres. Es trauern um ihn: Hedwig Prang, geb. Schlapeit. Werner Prang. Kurt Koslowski und Frau Anni, geb. Prang, nebst Enkelkinder und alle Verwandten. Hannover/Stöcken, Moorhoffstraße 31

Fern seiner lieben Heimat verschied nach längerem Leiden am 10. Mai 1955, mein Mann, der frühere Landwirt und Gemeindebote Emil Bogun, im 68. Lebensjahre. In stiller Trauer: Auguste Bogun und Kinder. Früher: Thyrau, Kreis Osterode, Ostpreußen. Jetzt: Heißum, Kreis Goslar/Harz

Ganz unerwartet entschlief am 25. Mai 1955, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Gertrude Glesmer, im 70. Lebensjahre. Sie folgte unserem lieben Vater, Schwiegervater und Großvater Georg Glesmer, früher: Osterode, Ostpreußen, Wilhelmstraße 7, der am 11. März 1950 von uns gegangen ist. In tiefer Trauer: Ilse Glesmer, Bad Oldesloe, Kreiskrankenhaus. Dietrich Glesmer und Frau Luise, geb. Schmidt, Hamburg 39, Kaemmererufer 6. Ernst Bremer und Frau Ursula, geb. Glesmer, Solingen-Ohligs, Hilder Straße 23 und vier Enkelkinder

Am 18. Mai 1955 entschlief plötzlich und unerwartet, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Marie Kochanski, geb. Kochanski, im Alter von 68 Jahren. In stiller Trauer: Geschwister Kochanski und Angehörige. Johannisburg, Ostpreußen. Jetzt: Kellersboseroth-Oberpleis, Siegkreis, den 18. Mai 1955

Nach langer, schwerer Krankheit entschlief am 25. Mai 1955, unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante, Ottilie Rindt, geb. Mielke, im Alter von 78 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Otto Rindt, sowj. bes. Zone. Familie Herbert Rindt, Datteln, Westf. Familie Kurt Rindt, Neukirchen, Waldeck. Familie Kurt Schwarz, Mannheim-Rheinau, Dänischer Tisch 44. Familie Erich Rindt, Niederwerbe Waldeck. Früher: Uderwangen, Ostpreußen. Jetzt: Mannheim-Rheinau, Dänischer Tisch 44

Wenn sich der Mutter Augen schließen, die Hände ruh’n, die einst so treu geschafft, uns bleibt der Trost, Gott, hat es recht gemacht. Zehn Jahre nach überstandener flucht über das Frische Haff, entschlief sanft, fern ihrer geliebten Heimat, am 27. Mai 1955, unsere geliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante, Henriette Kailuweit, geb. Rudat, im 84. Lebensjahre. Sie folgte nach neun Jahren unserem lieben Vater. In stiller Trauer: Kurt Komm und Frau Marta, geb. Kailuweit. Artur Blumenscheit und Frau Berta, geb. Kailuweit. Rudolf Kailuweit und Frau Klara, geb. Pudwell. Anna Schulz, geb. Kailuweit. Franz Kailuweit und Frau Agnes, geb. Schulz. Paul Philipp und Frau Meta, geb. Kailuweit. August Geilus und Frau Ida, geb. Kailuweit. Ella Janz, geb. Kailuweit. Groß-Friedrichsdorf, Ostpreußen. Jetzt: Prasdorf bei Kiel. Die Beerdigung hat am Dienstag, dem 31. Mai 1955, in Probsteierhagen um 12.30 Uhr stattgefunden.

Am 6. Juni 1955 entschlief sanft, nach kurzem, mit Geduld ertragenem Leiden, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Charlotte Kannegieser, geb. Plötz, früher: Osterode, Ostpreußen, im Alter von 79 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Klara Kannegieser. Misburg bei Hannover, Zohtenweg 7. Die Beisetzung hat in aller Stille in Bremen stattgefunden.

Am 8. Juni 1955 entschlief sanft unsere liebe Schwester und Tante, Fräulein Helle Rosenow, aus Labiau, Ostpreußen. Im Namen der Schwestern, Ulrike Rosenow. Buchenau bei Hersfeld, den 8. Juni 1955. Die Beisetzung war Sonntag, den 12. Juni 1955, 13 Uhr

Zum Gedächtnis. In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir am zehnten Todestag unserer guten, stets treu besorgten Schwester und Schwägerin, Thea Muhlke, die am 17. Juni 1945 in Dänemark an den Folgen der Flucht verstarb. In treuem Gedenken: Willy Muhlke und Frau. Hildegard Meyhoefer, geb. Muhlke. Fritz Emil Meyhoefer. Königsberg Pr., Claaßstraße 21. Jetzt: Bremen und Tailfingen, Württ.

Gott, der Herr, nahm heute nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, meine herzensgute Frau, unsere über alles geliebte Mutti und Omi, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante, Anna Klinger, geb. Dargel, im soeben vollendeten 71. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Emil Klinger. Christel Wendorff, geb. Klinger. Otto Wendorff. Frank Wendorff, als Enkel. Hugo Dargel, Margarete Rohwerder, geb. Dargel, als Geschwister. Und die übrigen Anverwandten. Bartenstein, Ostpreußen. Jetzt: Zieverich bei Bergheim/Erft, Aachener Straße 53, den 2. Juni 1955

Offenb. Joh. 7.13-17 Im festen Glauben an ihren Erlöser, entschlief sanft am 11. Februar 1955, in der Klinik Abteistraße, meine liebe, teure Frau, mein geliebtes und treusorgendes Muttchen, Frau Maria Kinzner, geb. Gerullis, geb. am 28. Januar 1883, nach vollendetem 72. Lebensjahre. In stiller Trauer: Adolf Kinzner und Sohn Erwin-Bruno. Tilsit, Ostpreußen, Schulstraße 4c. Jetzt: (24a) Hamburg 34. Bei Rauhen Hause 21. Still und schlicht, wie ihr Lebenswandel war, haben wir sie am 19. Februar 1955, 11 Uhr, auf dem Diebsteichfriedhof zu Hamburg-Altona zur letzten Ruhe gebettet.

Ich habe einen guten Kampf gekämpft. Ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten: hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit. 2. Tim. 4,7-8 Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute, meine treue Lebensgefährtin, unsere gute Mutter und geliebte Omi, Wilhelmine Bogner, geb. Seher, im Alter von 57 Jahren. Wir danken Gott für die Liebe, die sie uns gab. In stiller Trauer: Hermann Bogner. Gisela Bogner. Edith Seher, geb. Bogner. Friedrich Seher. Karl-Friedrich. Christain, Angelika, als Enkel. Und alle Anverwandten. Lötzen, Ostpreußen, Lycker Straße 5. Jetzt: Köln-Buchheim, Arnsberger Straße 22, den 25. Mai 1955

Am 27. Mai 1955 entschlief, nach kurzer, schwerer Krankheit, meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Schwiegermutter, unsere unvergessliche Oma, Schwester, Schwägerin und Tante, Loise Racholl, geb. Mittelstätt, im Alter von 73 Jahren. In tiefer Trauer im Namen aller Angehörigen: Rudolf Racholl. Karlshöhe, Kreis Angerburg. Jetzt: Kleinwörden bei Hechthusen, Kreis Hadeln-Land

Fern der Heimat, verstarb am 25. Mai 1955, plötzlich und unerwartet, unsere liebe Tante Trudchen, Fräulein Gertrud Ebert, aus Kreuzburg, Ostpreußen, im Alter von 58 Jahren. In stiller Trauer: Frau Sigrid Schulze und Töchter. Dieringhausen, Rhld., Schulstraße 15

Zum zehnjährigen Todestag gedenken wir unserer lieben Mutter, Frau, Schwester und Schwägerin, der früheren Wäschereibesitzerin Thekla Nahser, geb. Skubski. Sie starb im Juni 1945 im Notkrankenhaus zu Braunsberg. Im Namen aller Angehörigen: Gerhard Nahser. Sensburg, Ostpreußen, Kluckstraße 6. Jetzt: Blieskastel/Saar und Hilkenbrook i. Oldb.

Am 2. Juni 1955 verschied plötzlich, meine über alles geliebte Frau, die treusorgende Mutter unserer lieben Kleinen, unsere geliebte Tochter, Schwester, Nichte, Schwiegertochter und Tante, Anneliese Enseleit, geb. Troeder-Luisenhof, im blühenden Alter von 29 Jahren. Gleichzeitig gedenken wir in stiller Trauer meines geliebten Mannes, unseres treusorgenden Vaters, des Gutsbesitzers Richard Troeder-Luisenhof, geb. 28.02.1885, gestorben 08.02.1945 und unseres einzigen geliebten Sohnes und Bruders, Hermann Troeder, geb. 16.10.1922, am 20.02.1943 im Osten vermisst. In tiefem Schmerz: Werner Enseleit, Wolf-Rüdiger und Volker-Gernot, Uetze, Hannover. Anna Troeder, geb. Fischer, Schönböken über Neumünster. Hanna Troeder, geb. Troeder und Jörg-Hermann. Charlotte Fischer. Franz und Ida Enseleit.

Die Liebe höret nimmer auf 1. Kor. 13, V. 8 Fern der geliebten Heimat entschlief in den Frieden Gottes, nach langer, schwerer Krankheit, am Dienstag, dem 31. Mai 1955, um 23.40 Uhr, meine geliebte Mutter, meine Schwiegermutter und Omi, unsere Tante, Großtante und Kusine, Hebamme i. R. Emilie Müller, geb. Schikorra, früher: Willenburg, Ostpreußen, zuletzt wohnhaft in Ortelsburg, Ostpreußen, Ernst-Mey-Straße, im 72. Lebensjahre. Im Namen aller Trauernden: Gertrud Rogowski-Müller, geb. Müller, Hebamme, früher: Ortelsburg, Ostpreußen, Ernst-Mey-Straße. Walter Rogowski und Kinder, früher: Willenberg, Ostpreußen. Belm bei Osnabrück, im Juni 1955. Wir haben sie am 4. Juni 1955 auf dem Friedhof in Belm bei Osnabrück zur letzten Ruhe geleitet.

Nur Arbeit war Dein Leben, nie dachtest du an dich. Nur für die Deinen streben, hielst du als höchste Pflicht. Nach einem Leben voller Fürsorge für ihre Kinder, immer hoffend auf eine Rückkehr in die geliebte Heimat, verschied nach einem arbeitsreichen, schicksalsschweren Leben, am 8. Mai 1955, meine über alles geliebte, tapfere Lebensgefährtin, unsere treusorgende, herzensgute Mutti, Schwiegermutter und Omi, Frau Elise Köpping, geb. Schröder, im 63. Lebensjahre. In tiefer Trauer im Namen aller Angehörigen: Karl Köpping. Palmnicken, Kreis Samland. Jetzt: Mechernich/Eifel, Turmhofstraße 18

Fern ihrer geliebten Heimat, hat es Gott, dem Allmächtigen gefallen, unsere liebe Kusine, Fräulein Ida Wien-Fürstenau, nach einem arbeitsreichen Leben, im Alter von fast 71 Jahren, zu sich zu rufen. Im Namen der Hinterbliebenen: Edith Wenk, geb. Stattaus. Rotenburg a. d. F., Hof Dickenrück. Die Beerdigung hat am 7. Mai, auf dem Friedhof in Auerbach stattgefunden.

Am 27. Mai 1955, fern ihrer ostpreußischen Heimat, entschlief plötzlich und unerwartet, infolge eines Herzschlages, meine liebe, älteste Tochter, Margarete Herder, Lehrerin der landw. Haushaltungskunde in Hildesheim, im 49. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Bertha Herder, geb. Jatzkowski und alle Anverwandten. Repelen, bei Moers/Rhld. Lintforter Straße 101

Zum zehnjährigen Todestag. Am 27. Juni 1945 ist mein lieber Mann, unser guter Vati, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Maurer- und Zimmermeister Horst Pachur, geb. am 4. September 1892 in Königsberg Pr. im Lager Polowinka, im nördlichen Ural, verstorben. Seine ganze Sorge galt seiner Familie. Wir werden ihn nie vergessen. Anna Pachur, geb. Wonsag und Kinder Klaus und Renate sowie alle Verwandten. Barten, Kreis Rastenburg, Ostpreußen. Jetzt: Berlin-Zehlendorf, Kilstetter Straße 36

Nach kurzer Krankheit ging im 86. Lebensjahre von uns in die Ewigkeit, unsere innig geliebte Mutter, unsere liebe und gütige Schwiegermutter, unsere herzensgute Omi, Marie Bömeleit, geb. Freiin von Lyncker, einstmals Pfarrfrau in Memel und Schwarzort. In stiller Trauer: Martha Bömeleit, Lautenburg (Elbe), Elbstraße 96. Herbert Reiß und Annemarie Reiß geb. Bömeleit, Osthofen, Rheinhessen, Ziegelhüttenweg 59. Ellen Bömeleit, geb. Wenzel mit Evamaria, Elisabet, Edda und Eckhart, Wissen/Sieg, Karl-Rohr-Straße 8. Lauenburg/Elbe, den 8. Juni 1955

Unsere liebe Mutter, Heinriette Rohde, verw. Weil, geb. Wiewrodt, ist heute im Alter von 92 Jahren, sanft entschlafen. In Liebe gedenken wir auch ihres Mannes, unseres lieben Opas, Bernhard Rohde, der seit 1945 verschollen ist. In stiller Trauer: Anna Preuß, geb. Weil. Hermann Preuß. Pr.-Holland, Ostpreußen und Königsberg Pr. Jetzt: Süderiügum. 3. Juni 1955

Zum zehnjährigen Gedenken an unsere unvergessliche Mutter und Großmutter, Frau Ida Totzek, geb. Nadzeika, gestorben am 25. Januar 1945 bei der Besetzung von Nikolaiken, Ostpreußen, kurz vor Vollendung des 91. Lebensjahres und an meinen lieben Mann, meinen treusorgenden Vater, Zollamtmann Hans Willutzki, Hauptmann der Res., S. 1900 aktiv in der Königsberger Burschenschaft Germania, gestorben am 18. Juni 1945, an den Folgen der Besetzung von Königsberg, im Alter von 66 Jahren. Frau Hertha Willutzki, geb. Totzek. Pastor Rupprecht Willhardt-Willutzki. Bad Godesberg, Beethovenstraße 56, Juni 1955

Fern seiner geliebten Heimat, verstarb ganz plötzlich am 30. April 1955, mein geliebter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater und Großvater, Albert Didaschmies, Mahl- und Schneidemühlenbesitzer, kurz vor Vollendung seines 79. Lebensjahres. Die letzte Ruhestätte wird Hamburg sein. In stiller Trauer: Anna Didaschmies, geb. Wanagat. Frieda Petrick, geb. Dedaschmies. Lotte Knocks, geb. Didaschmies. Eva Deistier, geb. Didaschmies. Arthur Knocks. Karl Deistler und Enkelkinder: Eve-Maria und Peter Gisch. Renate Knocks. Christine Deistler. Michael Deistler und alle Anverwandten. Haselberg, Kreis Schloßberg, Ostpreußen. Jetzt: sowjetisch besetzte Zone

Zum zehnjährigen Gedenken. Offenb. 7, 16-17 In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir unseres lieben und herzensguten Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, Fritz Naß, Nodems, Kreis Samland, geb. 16. Juni 1876, gestorben 8. Juni 1945. In tiefer Wehmut: Friedrich Naß und Frau Charlotte, geb. Wilhelm. Franz Naß und Frau Berta, geb. Ennulath. Ernst Grönert und Frau Grete, geb. Naß und vier Enkelkinder. Artern, Frielingem, Goslar

Mein geliebter Mann, mein herzensguter Vater, treusorgender Schwiegervater und lieber Opa, Kaufmann Emil Leskien, ist am 5. Juni 1955, nach langem, tapfer ertragenem Leiden, im 68. Lebensjahre, entschlafen. In tiefer Trauer: Martha Leskien. Ruth Kurbjeweit, geb. Leskien. Dr. jur. Hans-Carl Kurbjeweit. Jens Kurbjeweit. Frankfurt/M.-Süd, Mörfelder Landstraße 186

Am 4. Juni 1954 (ich denke, Schreibfehler, es ist wohl 1955), verstarb nach einem schicksalsschweren Leben, im Alter von 74 Jahren, mein lieber Vater, der Landwirt Franz Eder, früher Laschen, Kreis Schloßberg, Ostpreußen. Ferner gedenken wir unserer lieben, herzensguten Mutter, Frau Magda Eder, geb. Kellotat, die am 8. Februar 1945 auf der Flucht entschlafen ist. Beide ruhen auf dem Friedhof in Neustadt/Holstein. In stiller Trauer: Horst Eder, Schweden und Familie

Am 5. Mai 1955, verstarb plötzlich und unerwartet, nach schwerer Krankheit, mein lieber Mann, mein guter Vater, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, Büroangestellter Albert Steckel, früher: Locken, Kreis Osterode, Ostpreußen, im 52. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Hedwig Steckel, geb. Richter und Sohn Hartmut. Uelzen/Hannover, Lüneburger Straße 64

Pfingsten erhielten wir die Gewissheit, dass unser lieber dritter Junge, Christoph Rosinski, geb. 19. August 1927, bei Allenstein, dem Dorfe Wadang, in den letzten, schweren Kämpfen für seine Heimat, sein junges Leben am 23.01.1945 ließ. Pfarrer Rosinski und Frau und seine drei Brüder. Miswalde, Kreis Mohrungen. Jetzt: sowjetisch besetzte Zone

Nach Gottes unerforschlichem Ratschluss starb, fern seiner ostpreußischen Heimat, am 23. Mai 1955, an seinen schweren Leiden, mein heißgeliebter Mann, mein einzig lieber Pap, guter Schwiegervater, Bruder, Schwager, Neffe, Vetter und von allen verehrter Onkel, der ehemalige Leiter der Volksschule Gutenfeld, Kreis Königsberg Pr., Hauptlehrer i. R. Fritz Hollstein, im 67. Lebensjahre. Er folgte seinem 1946 in russischer Gefangenschaft verstorbenen einzigen Sohn Klaus in die Ewigkeit. In tiefem Herzeleid für alle Angehörigen: Hertha Hollstein, geb. Köhn. Christa Bruning, geb. Hollstein. Harry Bruning. Spenge/Westf., den 24. Mai 1955

Zum Gedenken. Ende Juni 1955 jährt sich zum zehnten Male der Tag, an dem mein lieber Mann, mein guter Lebenskamerad, lieber Bruder, Schwager und Onkel, Fritz Hennig, geb. 18.09.1901, in russischer Kriegsgefangenschaft verstorben sein soll. In stiller Wehmut: Minna Hennig, geb. Saremba. Schmauch, Kreis Pr.-Holland. Jetzt: Henstedt-Rehn/Holstein.




[OWP] Samplau/Samplawa Kreis Löbau

Date: 2014/06/05 17:05:04
From: R-M <reiner.makowski(a)t-online.de>

Liebe Mitforscher/innen,

von meinem Großvater habe ich ein "Schul-Entlassungs-Zeugniss" der "hiesigen evangelischen Schule".
Unterschrieben ist das Zeugnis folgendermaßen:
Samplawa, am 2ten April 1890
Mehlhose, Superintendent,                      Berg,
Pfarrer und Lokalschulinspector.            Lehrer

Leider habe ich nirgends etwas über eine evgl. Schule in der Gegend von Samplau/Samplawa finden können. Kann mir jemand helfen? Gibt es noch ein Samplawa? Allerdings ist mein Großvater in Osterode geboren ...
Im Voraus vielen Dank und einen schönen Abend
Reiner (Makowski)

[OWP] Glashütte Tilsit-Ballgarden

Date: 2014/06/05 21:21:01
From: nbaltrusch <nbaltrusch(a)aol.com>

Hallo + guten Abend,


in Tilsit-Ballgarden soll es eine Glashütte gegeben haben haben.


Weiß jemand die Produktionszeit der Glashütte? Wann war sie in Betrieb?


Viele Grüße
Norman (Baltrusch)

Re: [OWP] Glashütte Tilsit-Ballgarden

Date: 2014/06/05 21:49:25
From: Wolfgang F. Naegeler <w.f.naegeler(a)gmx.de>

Hallo Normann,

stell diese Frage doch mal im Glasmacher-Genealogie-Forum.

Viel Erfolg Wolfgang

Wolfgang F. Nägeler
Grasweg 15
37627 Stadtoldendorf
Tel 05532 504996


> Gesendet: Donnerstag, 05. Juni 2014 um 21:21 Uhr
> Von: nbaltrusch(a)aol.com
> An: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Betreff: [OWP] Glashütte Tilsit-Ballgarden
>
> 
> Hallo + guten Abend,
> 
> 
> in Tilsit-Ballgarden soll es eine Glashütte gegeben haben haben.
> 
> 
> Weiß jemand die Produktionszeit der Glashütte? Wann war sie in Betrieb?
> 
> 
> Viele Grüße
> Norman (Baltrusch)
> 
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>

[OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 26, Tei l 1

Date: 2014/06/05 23:28:41
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Folge 26 vom 25.06.1955

Seite 3   Mit Foto. Albrecht Czygan gestorben.
Mitten aus verantwortungsvoller Arbeit, wurde uns am 16. Juni 1955 der Zeitungsverleger und Buchdruckereibesitzer Albrecht Czygan aus Treuburg entrissen. Als Vertreter des Heimatkreises Treuburg gehörte er zu den Begründern der Landsmannschaft Ostpreußen, in deren Arbeit und Kampf er aufging. Sein Wissen und seine Erfahrung, getragen von dem Vertrauen seiner Schicksalsgefährten, ließen die Landsmannschaft Ostpreußen ihn in die Aufgabe des stellvertretenden Leiters der Heimatauskunftstelle seines heimatlichen Regierungsbezirks Gumbinnen entsenden. Getreu dem Gesetz, nach dem er als Soldat und Offizier in zwei Weltkriegen Heimat und Vaterland gedient hat, gab er sein Bestes. Eine Persönlichkeit vornehmer Denkungsart, vergleichbar den Eichen seiner Heimat, ist von uns gegangen. Sein Kampf um Heimat und Recht soll uns Verpflichtung sein.
Die Landsmannschaft Ostpreußen. Der Bundesvorstand, im Auftrage Dr. Gille.

Durch den plötzlichen und unerwarteten Heimgang von Albrecht Czygan, erlitt die Landsmannschaft Treuburg, einen schmerzlichen Verlust. Einer der besten Streiter für unser Recht ist mit ihm von uns gegangen. Als Verleger der Treuburger Zeitung, die während des Abstimmungskampfes in Masuren 1920 und in den späteren schweren Jahren ein bedeutsames Sprachrohr der Ostpreußen an der Grenze war, hatte er in der Heimat einen geachteten Namen. In der Ausübung seiner pflichten als stellvertretender Leiter der Heimatauskunftstelle für den Regierungsbezirk Gumbinnen ereilte ihn der Tod; er starb am 16. Juni 1955 in seinem Dienstzimmer in Lübeck, mitten in der Arbeit für seine Landsleute. Albrecht Czygan wurde am 9. August 1891 in Treuburg als Sohn des Zeitungsverlegers und Buchdruckereibesitzers Friedrich Wilhelm Czygan geboren. Nach Ablegung der Reifeprüfung am Realgymnasium in Insterburg 1910, studierte er an den Technischen Hochschulen in München und Danzig das Maschinenbaufach. 1914 eilte er zu den Fahnen, und er wurde während des Krieges zum Offizier befördert. Um sich Kenntnisse für die spätere Leitung des väterlichen Betriebes zu erwerben, volontierte Albrecht Czygan nach dem ersten Kriege in größeren und auch kleineren Zeitungsbetrieben der Heimat. 1922 übernahm der Einunddreißigjährige als alleiniger Inhaber den väterlichen Verlag, in dem die Treuburger Zeitung und das Treuburger Kreisblatt erschienen. Zu diesem Betrieb gehörten eine Buchdruckerein, eine Buchbinderei und eine Buch- und Papierwarenhandlung. Nahezu fünfzig Menschen fanden dort ihr Brot. Den, 1933 an die Macht gekommenen Nationalsozialisten, war die Zeitung nicht genehm. Sie wurde einmal verboten, und Albrecht Czygan erhielt eine empfindliche Geldstrafe wegen unnationalsozialistischen Verhaltens. Es kostete große Anstrengungen und Überwindungen, den Betrieb unter den damaligen Verhältnissen weiterzuführen.

Nach unserer Vertreibung gehörte Czygan zu den Landsleuten, die die Landsmannschaft Ostpreußen gründeten. Seine Treuburger Schicksalsgefährten wählten ihn zu ihrem Kreisvertreter. Sie trauern mit seiner Frau Hildegard, geborene Gisevius, seinen fünf Kindern und drei Enkeln um ihn.

Ein treuer Sohn Masurens, ein bewusster Kämpfer für Einigkeit und Recht und Freiheit, so wird Albrecht Czygan in unserer Erinnerung weiterleben.

Seite 6 Drüben lag die Mandschurei. Landsmann Masuhr war im fernsten Asien, Arbeitssklaven, Tiger und Gold Erschütternd sind die Berichte, die unsere Landsleute von den Jahren ihrer Gefangenschaft in der Sowjetunion geben. Alle hatten sie ein schweres Schicksal zu tragen, waren jahrelang schwersten körperlichen und seelischen Leiden unterworfen. Niemand kann sagen, wer von all den Heimkehrern am meisten gelitten hat. Man kann da keine Vergleiche ziehen. Schwerkrank kehrte vor wenigen Wochen unser Landsmann Johannes Masuhr aus dem östlichen Sibirien nach Deutschland zurück. Er trug achteinhalb Jahre lang ein besonderes schweres Los. Als Sechzehnjähriger wurde er im Memelland von den Sowjets verhaftet und unter der Beschuldigung, Partisan gewesen zu sein, zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt. Sein Weg führte ihn durch ganz Sibirien bis an die Küste des Stillen Ozeans. Unter Mongolen, Chinesen, Japanern, Koreanern, Russen und Angehörigen vieler anderer Völker arbeitete er jahrelang in den großen Urwaldgebieten an der Grenze der Mandschurei. Verbrecher in den Lagern, brutale Wachmannschaften, die Selbstsucht seiner Mitgefangenen und das mörderische Klima machten sein Leben zur Hölle. Ein Gedanke aber peinigte ihn unausgesetzt, ließ ihn abgesehen von seinem schweren Leben nicht zur Ruhe kommen: Der Gedanke an seine Mutter und seine Schwester. Auch sie wurden nach Sibirien verschleppt und schmachten heute noch als Verbannte an den Ufern des Jenisseistromes. Johannes Masuhr kehrte zurück. Seine Angehörigen aber blieben in Sibirien. Wann wird für die alte Mutter die Stunde der Rückkehr zu Sohn und Mann schlagen? Wir sprachen mit Johannes Masuhr unmittelbar nach seiner Ankunft in der Bundesrepublik. Dies ist die Geschichte seiner Leiden:

Angstzitternd standen meine Mutter und meine Schwester vor ein paar litauischen Milizsoldaten, die die Mündungen ihrer Maschinenpistolen auf uns richteten. Due verdammter deutscher Partisan, sagte der litauische Milizoffizier, wo hast Du Deine Waffen? Die Milizonäre durchsuchen jeden Winkel unseres Hauses und des Stalles. Sie fanden nichts. Mitkommen! befahl der Offizier. Ich war verhaftet.

Das war am 11. November 1946. Der litauische Bürgermeister des Dorfes Petrellen, in dem Johannes Masuhr mit seiner mutter und seiner Schwester nach der Flucht aus Klausmühlen bei Memel im Oktober 1944 Unterschlupf fand, hatte den siebzehnjährigen jungen beschuldigt, ein Partisan zu sein. Johannes Masuhr wurde fortgeschleppt. In der Zentrale der MWD (russische Geheimpolizei) in Heydekrug wurde er drei Monate lang Nacht für Nacht verhört.

Sie wollten von mir wissen, wie die Partisanenführer hießen. Ich kannte aber keinen. Nur deutsche Soldaten der Kurlandarmee hatten wir manchmal etwas zu essen gegeben. Die Wälder im Memelland waren damals voll von Soldaten, die sich ins Reich durchschlagen wollten.

Doch die Beteuerungen seiner Unschuld nutzen dem Jungen nichts. Für die Russen war er ein Partisan.

Am 12. April 1955 tagte in Heydekrug das oberste Gericht der litauischen Sowjetrepublik. Wir waren 15 Deutsche, die vor dem Richter standen. In einer Stunde waren die Urteile gefunden. Zwei Kameraden wurden zum Tode verurteilt. Ich bekam zehn Jahre Zuchthaus.

Johannes Masuhr kam in das Sammellager nach Wilna.

Dort wurde aus 3000 Gefangenen eine Etappe, so nennt man in der Sowjetunion einen Gefangenentransport, zusammengestellt. Über Archangelsk hoch im Norden am Eismeer fuhren wir auf einem ungeheuren Umweg wieder südlich nach Moskau, passierten die Wolga und langten in Swerdlowsk im Ural an. Die Fahrt dauerte zehn Tage. In Swerdlowsk durften wir den Zug zum erstenmal verlassen. Es ging zum Baden und zur Entlausung. In Omsk in Sibirien wurden wir noch einmal entlaust. Wir hatten es nötig. Die Läuse fraßen uns fast bei lebendigem Leibe auf.

Dann fuhren wir mit der Transsibirischen Bahn drei Wochen ohne Aufenthalt quer durch ganz Sibirien bis nach Buchtewanina, einer Stadt am Stillen Ozean, gegenüber der Insel Sachalin. In deren Süden bereits Japan liegt. Wir legten etwa 11 200 Kilometer zurück.

In Buchtewanina gab es ein Sammellager für Transporte nach dem Kolyma-Goldgebiet. Wir waren dort etwa 15 000 Gefangene und lebten zuerst in großen Leinwandzelten. Baracken wurden von den Gefangenen erst gebaut. Es war ein ganz neu entstandenes Lager. Im Lager Buchtewanina befanden sich außer Masuhr zwei weitere Deutsche und zwei Österreicher.

Es war ein fremdes Bild für mich. Überall sah man auf den Lagerstraßen Chinesen, Japaner, Koreaner, Mongolen, Perser und Armenier. Russisch war die Umgangssprache der Gefangenen. Ich hatte mittlerweile soviel Russisch gelernt, um mich wenigstens verständigen zu können.

Sie starben wie die Fliegen
In meiner Baracke wurde mir eine Pritsche angewiesen, auf der schon einer lag. Keine Sorge, sagte der Brigadier zu mir, Dein Schlafgenosse verreckt bald. Dann hast Du eine Pritsche für Dich allein. Der Mann, mit dem ich die Gagerstatt teilen sollte, war ein Österreicher. Er war aus Kolyma zurückgekommen, wo er nach Gold hatte graben müssen. Der Mann war ohne Besinnung und phantasierte in hohem Fieber. Ich legte mich neben ihn und kroch unter seine Decke. Es war sehr kalt in der Baracke.

Am anderen Morgen rührte sich mein Schlafgenosse nicht. Die ganze Nacht hindurch hatte er um sich geschlagen und im Fieber von Wien und von gutem Essen geredet. Jetzt war er ganz still. Ich stand vorsichtig auf, um ihn nicht zu wecken. Dabei stieß ich an seine rechte Hand. Ich erschrak. Die Hand war eiskalt. Der Mann war in der Nacht an meiner Seite gestorben.

Er war nicht der einzige, der im Laufe der nächsten Monate starb. Der strenge sibirische Winter begann, und wir froren fürchterlich. In diesem Winter sind in Buchtewanin von den
15 000 Mann 9 000 gestorben. Ich hatte Glück. Ich kam durch.

Selbstverstümmler aus dem Goldgebiet
Aus dem Kolyma-Goldgebiet im Dalstroi hörte ich im Lager Erzählungen, bei denen sich mir die Haare sträubten. Da war ein Mann mit einem Transport von Selbstverstümmlern und Kranken nach Buchtewanina zurückgekommen, der hatte sich das rechte Bein weggesprengt, weil er es in den Goldminen nicht mehr aushielt. Er war ein Schlesier und sprach von der harten Arbeit in den Goldminen und von der schlechten Behandlung der Gefangenen durch die Natschalniks (freie Vorarbeiter).

Eines Tages ertrug ich es nicht mehr, erzählte der verstümmelte Schlesier. Ich nahm vom Arbeitsplatz eine Sprengpatrone mit und steckte sie in den Filzstiefel. Am Lagertor entzündete ich die Lunte mit einer Zigarette. Die Detonation zerschmetterte mir das rechte Bein. Der MWD-Posten am Tor wurde völlig zerrissen.

Den Deutschen haben sie dann in den Isolator gesperrt. Dort lag er zwei Tage ohne ärztliche Behandlung. Das Bein hatte er sich selbst abgebunden. Es war vollkommen zerfetzt. Später wurde es dann amputiert. Jetzt lief er mit einem Holzbein im Lager und hatte für seine Verstümmlung noch zehn Jahre dazubekommen. Aber er brauchte nicht mehr im Goldgebiet zu arbeiten und war sehr froh darüber. Andere hatten sich die Hände weggesprengt oder mit einem Messer die Finger der rechten Hand abgeschnitten. Die meisten aber waren unheilbar krank. Sie litten an Tuberkulose oder an schweren Herzkrankheiten und viele starben im Lager Buchtewanina.

In der goldenen Hölle von Kolyma
Von den Rückkehrern erfuhr Johannes Masuhr einiges über die Art der Arbeit in dem großen nordsibirischen Gebiet am Kolyma-Fluß, in dem die sowjetische Regierung unter der Parole, Mehr Metall für das Vaterland, Zehntausende von Sträflingen nach Gold suchen lässt. (Foto: Johannes Masuhr (rechts auf dem Bild) mit zwei seiner Lagergefährten im Jahre 1954. Die Aufnahme wurde von einem Wachtposten im Lager in Krasnojarsk gemacht. Masuhr konnte das Bild trotz aller Filzungen nach Deutschland mitbringen).

Die Kameraden erzählten mir dass die leichtere Arbeit die in den Minen unter Tage ist. Dort werden Stollen in den Fels getrieben. Nachdem Geologen die goldhaltigen Adern festgestellt haben, sprengt man einfach das Gestein fort und klopft das gediegene Gold aus den Steinbrocken heraus. Aber zu dieser Arbeit, bei der Häftlinge schon manchmal Goldklumpen von mehr als 500 Gramm gefunden haben, werden nur diejenigen eingeteilt, die sich vorher im Übertagebau bewährt haben. Der Häftling, der neu in ein Lager im Goldgebiet kommt, muss zunächst über Tage arbeiten. Diese Arbeit ist sehr schwer, da der Boden durchweg gewachsener Felsen ist.

Skizze: Der Weg von Landsmann Hans Masuhr.

Diesen felsigen Untergrund müssen die Gefangenen mit den primitiven Werkzeugen, die ihnen zur Verfügung stehen, bearbeiten. Jeder Strafarbeiter bekommt an Arbeitsgeräten eine Spitzhacke, eine an beiden Seiten spitze Brechstange, eine kurze Schaufel und einen Löffel. Am Arbeitsort wird jedem Gefangenen seine Schurfa zugeteilt. Das ist ein Rechteck von 1,20 Meter Länge und 80 Zentimeter Breite. Hier wird zunächst die dünne Erdkrume mit der Schaufel weggekratzt und dann mit der Brechstange an der linken oberen Ecke der Schurfa ein Loch gestoßen. Das Loch muss 50 Zentimeter tief sein und einen Durchmesser von zehn Zentimeter haben. Schräg gegenüber von diesem ersten Burki, so heißt das Loch auf russisch, wird dann an der anderen Ecke des Schüffeldes ein Loch von gleicher Beschaffenheit wie das erste gestoßen. Bis 12 Uhr mittags müssen die Sprenglöcher fertig sein. Mit der Anlage beginnt der Häftling um 8 Uhr. In jedes fertige Sprengloch legt der Sprengmeister ein Päckchen Dynamit, an dem eine Zündschnur befestigt ist. All die vielen Zündschnüre werden dann mit einer Wattelunte in Brand gesetzt. Der Sprengmeister springt dabei von Loch zu Loch.

Sie wurden entsetzlich gequält.
Hat man durch diese Sprengung eine Tiefe von etwa drei Metern erreicht, dann wird ein Paket, das drei Kilogramm Sprengstoff enthält, in jede Schurfa gelegt und das gesamte Arbeitsfeld elektrisch gezündet. Im Frühjahr werden Bäche durch die bloßgelegten Goldfelder geleitet und die Arbeit der Goldwäscher beginnt. Das sind Häftlinge, die das Vertrauen der Natschalniks besitzen. Die Kameraden berichteten auch von dem mörderischen Klima im Dalstroi. Im Winter gibt es Temperaturen bis zu 60, ja 70 Grad unter Null. Gewaltige Schneestürme brausen über das Gebirge. Im Sommer aber brennt von Juni bis September die Sonne erbarmungslos vom Himmel und Schwärme von Stechmücken steigen aus den Urwäldern und Sumpfgebieten am Fuße des Hochlandes auf und peinigen die Arbeiter. Gefangene, die ihr Pensum auf den Schurfas nicht erfüllen, werden von den Brigadiers oft bis zur Bewusstlosigkeit zusammengeschlagen und entsetzlich gequält. Im Winter ist das ganze Gebiet, das etwa doppelt so groß ist, wie es Deutschland im Jahre 1935 war, oft von der Außenwelt abgeschnitten. Dann gibt es schlimmste Hungersnöte in den Gefangenenlagern. Lebensmittel werden dann wohl mit Flugzeugen herbeigeschafft, aber sie reichen nicht aus.

Ich wusste also ziemlich genau, was mir bevorstand, wenn ich in das Goldgebiet kommen sollte. Zum Glück wurde ich wieder ruhrkrank, als der nächste Transport nach Magdan zusammengestellt wurde. So blieb ich in Buchtewanina und brauchte nicht am Kolyma-Fluss Burkis anlegen oder auf einer Bergspitze zu erfrieren. Fortsetzung folgt.

Seite 7   Memel-Stadt
Wer kann über die deutsche Staatsangehörigkeit der Frau Marinke Daugalies, geb. Pillosas, geb. 24.08.1908 in Jodicken, zuletzt Memel, Wertquerstraße 5 (Witwe des verstorbenen Elektrikers Martin Daugalies) Angaben machen? Meldungen an den Suchdienst der Memelländer, Oldenburg.

Aus der Heimat werden gesucht:
Heinrich Turowski, geb. 1904, früher Memel, Karlstraße
Walter Turowski, geb. 1912, früher Memel, Kantstraße 25
Richard Turowski, geb. 1911, früher Truschellen, Kreis memel, Torflager.

Seite 7   Bartenstein
Es fehlen die Anschriften von den Bauern:
August Klaffke; Willi Klink; Erich Krause; Freidrich Kohn; Gustav Lettke; Richiger; Erwin Persch; Julius Stelzer und Bernhard Schröder. Alle sind nicht in der Kreiskartei enthalten. Ich wäre sehr dankbar, wenn mir die Anschriften mitgeteilt werden könnten. Die große Bedeutung richtiger Seelenlisten für den Lastenausgleich ist ja wohl allgemein bekannt. Zeiß, Kreisvertreter (20a) Celle, Hanoversche Straße 2

Seite 7   Verschiedenes
Allen lieben Freunden und Bekannten zur Kenntnis, dass ich am 6. Juni 1955 in Stuttgart-W, Rötestraße 58, ein Tabakwaren-, Wein- und Spirituosengeschäft eröffnet habe. Die in Stuttgart ansässigen ostpreußischen Landsleute begrüße ich besonders herzlichst und bitte um Unterstützung meines Unternehmens. Otto Schumacher, früher Königsberg Pr., Gr. Sandgasse 21 und Mozartstraße 33

Seite 8 Keiner soll verloren sein. Suchdienst Hamburg feierte sein zehnjähriges Bestehen. Ostpreußenblatt half mit, viele ostpreußische Kinder ihren Eltern zuzuführen. Der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes in Hamburg konnte vor kurzem auf eine zehnjährige Tätigkeit zurückblicken. Eine besonders hohe Aufgabe erfüllt im Rahmen der Gesamtorganisation der Kindersuchdienst. Etwa 95 000 Kinder konnte er seit 1945 mit den Angehörigen zusammenführen. Aber 25 000 Kinder sind noch heute ohne Kenntnis vom Schicksal ihrer Familie, und 26 000 Angehörige suchen noch nach verlorengegangenen Kindern. Doch keiner soll verloren sein. Zur Zeit werden jeden Monat etwa sechshundert Kinder entweder ihren Eltern zugeführt oder ihr Schicksal kann in anderer Weise geklärt werden. Einen bedeutenden Beitrag zur Erfüllung dieser Aufgabe konnte das Ostpreußenblatt durch Veröffentlichung der Aufrufe und Suchanzeigen leisten; wo andere Wege versagten, war unser Batt oft das letzte Mittel zu einem Erfolg.

Noch immer denke ich, es ist ein Traum
Der Brief, den eine Mutter schrieb, die einst mit ihren Lieben in Königsberg glücklich gewesen war, und die durch eine Suchanzeige im Ostpreußenblatt ihr Kind wiederfand, spricht für unzählige Mütter; man braucht ihm kaum etwas hinzuzufügen. (Foto: Horst, der nach langen Jahren seine Mutter wiederfand, wurde in diesem Jahr zusammen mit seiner Schwester konfirmiert). Erst heute komme ich dazu, Ihnen für Ihre großen Bemühungen und für die Nachricht, dass mein Sohn Horst noch am Leben ist, zu danken. Endlich ist mein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Ich bin im Moment noch nicht in der Lage, das zu Papier zu bringen, wie es einer glücklichen Mutter zumute ist. Ich habe die nötigen Schritte unternommen, um mein kind bald in die Arme schließen zu können. Noch immer denke ich, es ist ein Traum, aber jetzt soll er bald Wirklichkeit werden. Heute habe ich das Bild und die Beschreibung aus dem Ostpreußenblatt bekommen und kann nun mit Bestimmtheit sagen, dass es mein Junge ist.

Noch im Juli 1954, musste der Mutter auf ihre wiederholten Anfragen vom Suchdienst Hamburg mitgeteilt werden, dass von ihrem Sohn Horst bisher keine Spur gefunden war. Fast schien es, als sollte das Schicksal dieses Kindes ungeklärt bleiben. Doch etwa um die gleiche Zeit gelangte an das Ostpreußenblatt ein Brief von einer Frau aus Thüringen, der im Wesentlichen folgendes sagte: In einem Kinderheim hier in der Nähe befindet sich ein etwa dreizehnjähriger Junge, der gern seine Eltern wiederfinden möchte. Er heißt Horst, aber seinen Nachnamen weiß er nicht. Man hat ihn vorläufig Neumann genannt. Seine Eltern sollen aus Königsberg sein. Sie haben dort in Ponarth gewohnt. Sonst weiß er nur zu berichten, dass er nach der Besetzung von Königsberg durch die Russen noch zwei Weihnachten bei seiner Mutter in Königsberg war. Dann wurde er von seiner Mutter einer Bekannten nach Litauen mitgegeben, weil es dort mehr zu essen gab. Die dortigen Sowjetbehörden haben ihn dann mit einem Transport in die Sowjetzone geschickt, und schließlich gelangte er in ein Kinderheim in Thüringen. Als besonderes Kennzeichen wäre eine Narbe an der linen Brustwarze zu nennen. Heinz ist wirklich ein netter, lieber Kerl, und ich möchte ihm gern behilflich sein.

Soweit der Brief. Das Ostpreußenblatt nahm sich der Angehlegenheit an und veröffentlichte die Angaben, die der Brief dieser Frau brachte, und auch das Bild, das dem Schreiben beigefügt war. Dieses Mal war es nicht die Mutter selbst, die diese Suchanzeige im Ostpreußenblatt las, dafür teilte uns der Suchdienst Hamburg mit: Wir sahen die Suchanzeige im Ostpreußenblatt und glauben, die Mutter für Horst gefunden zu haben, denn alle Angaben und Merkmale stimmen mit dem überein, was eine Mutter, die jetzt im Rheinland wohnt, uns über ihr vermisstes Kind mitgeteilt hat.

Bald danach ging ein Eilbrief aus Hamburg ins Rheinland, in dem zu lesen war: Wir können Ihnen eine große Freude machen, wir haben Ihren Sohn gefunden!

Ein schwarzer Spitz mit Namens Prinz
Da kam auch einmal, vor gar nicht langer Zeit, ein Brief von einem Mann aus einem Ort an der Elbe, adressiert an den Suchdienst Hamburg. Der Mann teilte mit, dass bei ihm ein Mädchen, ein Kind namens Gerda in Pflege sein, welches seine Eltern und Geschwister wiederfinden möchte. Gerda wusste manches von sich zu erzählen, ihren Namen, und dass sie in der Nähe von Labiau beheimatet war, und dass sie einen Hund besessen hatte, einen schwarzen Spitz mit Namen Prinz, und dass der Vater immer Kühe melken musste, vermutlich also Schweizer auf einem Gut gewesen sei. Wir haben Gerda gern, schrieb der Mann, und möchten sie auch behalten; wir möchten aber auch, dass ihre Eltern und Geschwister wissen sollen, wenn sie noch am Leben sind, dass auch Gerda lebt. Es bedurfte beim Suchdienst nur eines raschen Griffes in die Kartei, um festzustellen, dass Gerdas Bruder schon vor einiger Zeit einen Suchantrag gestellt hatte, der seiner kleinen Schwester galt, zugleich aber auch den Eltern und weiteren Geschwistern. Die kleine Gerda war insofern ein wenig getröstet, als sie nun wenigstens von ihrem Bruder wusste, und auch ein Onkel meldete sich. Die Vereinten suchten nun gemeinsam die Eltern. Sie baten das Ostpreußenblatt um eine Suchanzeige, die auch erschien. Daraufhin schrieb ein Landsmann an die Schriftleitung. Er teilte mit, er habe diese Suchanzeige gelesen. Zwar kenne er selbst die Familie nicht, es wäre ihm aber beim Lesen einefallen, dass vor gar nicht langer Zeit eine Frau gleichen Namens und mit den gleichen Geburtsdaten aus sowjetischer Gefangenschaft zurückgekehrt und dass ihr Mann im Ostpreußenblatt genannt worden sei. Der neue Wohnort dieser Frau sei ihm bekannt, man möge doch einmal nachforschen, ob es sich nicht um die gesuchte Mutter handele. Es war wirklich die Mutter. Und nun ist die Familie glücklich vereint. Nur der Vater konnte noch nicht gefunden werden.

Ich bitte um die Adresse
Man könnte noch viel berichten, und man würde doch kein Ende finden. Da wäre noch vin einer Frau aus Gnadenheim zu erzählen, die im Ostpreußenblatt den Namen ihres Sohnes fand, und dann mit vor Aufregung zittrigen Buchstaben schrieb: Ich bitte um die Andresse von Bernhard W. Sonst nichts. Da in jedem Fall eine genaue Nachprüfung erforderlich ist, musste erst angefragt werden, ob und in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis sie zu dem Genannten stehe. Da erst erklärte sie: Ich bin die Mutter! In der Freude des Wiederfindens hatte sie diese wichtige Mitteilung vergessen. Oder von jenem Vater aus Kreuzingen könnte man schreiben, dem mitgeteilt werden konnte, dass er seine sechs Kinder zusammen in einem Heim vordinden würde. Tragischer ist der Fall des Heinz-Joachim M. aus Königsberg, dessen Mutter zwar festgestellt werden konnte, doch ist ein Wiedersehen zunächst nicht möglich, weil sie wieder geheiratet hat und mit ihrem Mann nach Kanada ausgewander ist. Und dann gibt es auch Fölle, wo man den Eltern schreiben muss: Ihr Kind ist tot. Oder die Kinder müssen die Nachricht erhalten, dass die Eltern gestorben sind, oder dass sie noch in der alten sowjetisch oder polnisch besetzten Heimat leben oder dass sie gar in die Sowjetunion verschleppt wurden und noch nicht wiederkehrten. Aber es ist doch wenigstens eine Nachricht, die über das Schicksal der Gesuchten Gewissheit gibt.

Ein bisschen Maschuka, ein bisschen Schanetzki
Die Mitarbeiter und Helfer des Suchdienstes sind sich bewusst, dass der Teil der Aufgaben, der noch vor ihnen steht, viel schwieriger zu erfüllen ist als alles, was bisher getan werden konnte. Denn bei den Fällen, die noch nicht gelöst sind, handelt es sich zumeist um soche Kinder, die überhaupt keine Angaben über ihre Person und über ihr Herkommen zu machen vermögen. Wahrhafte Rätsel gibt es da oft zu lösen. Da war zum Beispiel ein kleiner ostpreußischer Junge nach vielen Irrfahrten in einem Kinderheim in Holstein gelandet. Nach seinem Namen gefragt, gab er immerzu nur die eine Antwort: Ein bisschen Maschuka, ein bisschen Schanetzki! Mashuka? In der inzwischen ins Ungemessene angewachsenen Kartei fand sich kein Name, der auch nur eine Ähnlichkeit mit diesem gehabt hätte. Und Schanetzki? Man hielt es zuerst für den Namen des Heimatortes in verstümmelter Form. Doch auch die besten Ortsverzeichnisse gaben keine Auskunft. Auch an diesem Fall wollte man allmählich verzweifeln. Die Lösung kam endlich durch eine Rundfunkdurchsage. Es meldete sich die Tante des Jungen. Die Eltern hatten Matzuga geheißen. Aber die Mutter war schon im Krieg gestorben. Da kam das Kind, noch in Ostpreußen, zu einem Verwandten namens Zarnetzki. Frau Zarnetzki aber starb auf der Flucht, und das Kind blieb allein wie ein verwehtes Blatt in dem großen Zeitensturm.

Von Allenstein bis Workuta
Wir wissen, dass der Kindersuchdienst nur eine Teilaufgabe vom Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes ist. Es gibt kein Land und kein Gebiet, in dem noch Deutsche leben oder leben könnten, wohin er nicht seine Fühler ausstreckt, und wo er nicht sucht, nachforscht, hilft. Von Allenstein bis Workuta und weit darüber hinaus reichen seine Bemühungen. Durch immer neue Heimkehrerbefragungen will man die Spur auch der letzten Verschollenen, der Wehrmachtsgefangenen und der Zivilverschleppten finden. Und wenn man sie aufgespürt hat, werden sie so lange nicht mehr aus den Augen gelassen, bis sie nach Hause zurückkehren können. Auch wissen wir, wie sehr sich der Suchdienst um das Schicksal derjenigen Ostpreußen bemüht, die noch in der Heimat unter polnischer oder sowjetischer Besetzung festgehalten werden, wie er manche Ehe zwischen einer Frau, die noch dort lebt, und dem Mann, der schon hier ist, vor dem endgültigen Zerfall bewahren konnte, und wie in weitem Maße die Heimkehrertransporte des letzten Jahres ein Erfolg seiner Bemühungen und Verhandlungen sind. Fast sieben Millionen Menschen hat er seit Kriegsende zusammengeführt. So ist der Suchdienst über alle Formen der äußeren Organisation hinaus längst zu einer Kraft geworden, die für uns alle da ist und wirkt, ohne dass sie unnütz viel von sich reden macht. Auch das Ostpreußenblatt wird weiterhin am Werk bleiben und mithelfen, das Ziel zu erreichen, das sich in den Worten darstellt: Keiner soll verloren sein!

Seite 11   Pr.-Holland
Gesucht werden:
Eheleute Ernst und Liesbeth Bucholz, geb. Hinz, Mühlhausen;
Anton Melzer, Bahnmeisterei, Mühlhausen;
Frau Juliane Teschner, Pr.-Holland;
Eheleute Bruno und Hedwig Heinrich, Mühlhausen

Seite 11  Wer kann Auskunft geben über:
Melker Ernst Dargel, Reichenbach, zul. beim Volkssturm in Elbing, später im Danziger Abschnitt eingesetzt; Käthe Kuhn, Mühlhausen, geb. 07.02.1920, am 07.02.1945 nach Russland verschleppt, soll im August 1945 entlassen worden und bis Frankfurt a. d. Oder gekommen sein; Fritz Bischoff, Sommerfeld, Volkssturm. Bischoff soll im Februar 1945 noch in Danzig gewesen sein.



Re: [OWP] Glashütte Tilsit-Ballgarden

Date: 2014/06/06 06:48:24
From: André Schmitthammer <Schmitthammer.HH(a)freenet.de>

Hallo Norman,

als Glasmacher-Forscher hat man häufig Gemeinsamkeiten.

Zu der Glashütte in (Tilsit-)Ballgarden kann ich folgendes sagen.

Ich habe den Glasmacher
BRAUER, Friedrich Eduard
* Zollnick, Kreis Rosenberg, Westpreussen 22.05.1852
+ Flensburg, Schleswig-Holstein 09.01.1925
oo Klein Dexen, Kreis Pr.Eylau, Ostpreussen 19.08.1875 mit
HENCK, Carolina Bertha Johanna
* Gottesgnade, Kreis Pr. Eylau, Ostpreussen 22.10.1855,
+ Flensburg, Schleswig-Holstein 17.12.1949

Ihre ersten drei mir bekannten Kinder wurden in An Ballgarden geboren:

BRAUER, Otto Heinrich Leopold
* An Ballgarden, Kreis Tilsit, Ostpreussen 29.07.1877
+ VOR 01.1946 wo ?
oo Hadersleben, Kgr. Dänemark 22.06.1900 mit
JORNS, Christine Katharina Dorothea * Errigstedt, Kirchspiel Bjerning 03.03.1880, + Kiel, Schleswig-Holstein 16.12.1957

BRAUER, Friedrich Karl Ewald
* An Ballgarden, Kreis Tilsit, Ostpreussen 23.04.1879
+ Flensburg, Schleswig-Holstein 09.08.1953
oo Lissabon (Konsulat), Portugal 02.02.1907 mit
NOLTE, Sophie Lisette Louise * Minden, Westfalen 13.07.1883, + Helgoland 13.12.1964

BRAUER, Emma Martha Hulda
* An Ballgarden, Kreis Tilsit, Ostpreussen 20.04.1881
+ Flensburg, Schleswig-Holstein 18.01.1958

Das  würde  bedeuten,  dass die Glashütte zumindestens von 1877 - 1881
bestand.
Die nächsten Kinder (ab 1883-1889) wurden in Flensburg geboren
und das letzte mir bekannte Kind 1895 in Schellmühl, Danzig.
Beides auch Standorte mit Glashütten.

Sollte ich noch mehr zur Glashütte in Ballgarden finden dann sende ich
dies direkt.

Solltest  Du  noch  mehr erfahren dann freue ich mich wenn Du dies an
mich weiterleitest.


Viele Grüsse und bis bald

André (Schmitthammer)


Dauersuche
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SCHMITTHAMMER / SCHMIDTHAMMER: überall
Glasmacher BRAUER / ZEITZ / LUBITZ / HEYDEN: überall


am Donnerstag, 5. Juni 2014 um 21:21 schrieben Sie:

> Hallo + guten Abend,

> in Tilsit-Ballgarden soll es eine Glashütte gegeben haben haben.

> Weiß jemand die Produktionszeit der Glashütte? Wann war sie in Betrieb?

> Viele Grüße
> Norman (Baltrusch)

Re: [OWP] Glashütte Tilsit-Ballgarden

Date: 2014/06/06 09:15:14
From: M. A. Grunwald, Falkensee <agrunw(a)gmx.de>

Hallo André,

nur als Hinweis:
 
>>> BRAUER, Otto Heinrich Leopold
>>> * An Ballgarden, Kreis Tilsit, Ostpreussen 29.07.1877
>>> + VOR 01.1946 wo ?

>>> oo Hadersleben, Kgr. Dänemark 22.06.1900 mit

>>> JORNS, Christine Katharina Dorothea * Errigstedt, Kirchspiel Bjerning 03.03.1880, + Kiel, Schleswig-Holstein 16.12.1957



Hadersleben gehörte in der Zeit von 1864-1920 zu Preußen. Erst 1921 wurde die Stadt nach einer Volksabstimmung an Dänemark abgetreten. 

Gruß
Andreas (Grunwald).

[OWP] Fwd: Trauer um Peter HAERTING, Geburtsort: Danzig

Date: 2014/06/06 10:46:40
From: Ellen Zirkwitz <Pumuckl-45(a)gmx.de>




-------- Original-Nachricht --------
Betreff: 	Trauer um Peter HAERTING, Geburtsort: Danzig
Datum: 	Thu, 05 Jun 2014 19:04:07 +0200
Von: 	Hans-Albert Neumann <hans-a.neumann(a)t-online.de>
An: 	Ellen Zirkwitz <pumuckl-45(a)gmx.de>



Guten Abend liebe Ellen,
ich bitte Dich, diese Information an die OW-Preußen-Mailingliste weiter zu leiten.
  Dafür bedanke ich mich bereits jetzt.
  Ein schönen Abend wünscht
  Hans-Albert

  Sehr geehrte/r Forscher/in, liebe/r Listenleser/in,

  im Hamburger Abendblatt vom 3.  Juli 2014 war
  folgende Traueranzeige zu lesen:
  ____________________________________________________

  Peter Haerting

  *  3. September 1940 in Danzig
  + im Mai 2014 in Osnabrück

___________________________________________________

  Diese Anzeige ist online auf der Internet-Seite des Hamburger
  Abendblattes: http://trauer.abendblatt.de/ zu finden,
  wenn sie vom Kunden auch online gebucht wurde.

  Dort kann man die Trauer-Anzeigen der Zeitung durchsuchen,
  sie betrachten und ggf. herunterladen. Zeitraum: 6 Monate.

  Falls es weitere geeignete Listen und/oder Foren gibt, bitte
  ich um Weiterleitung dieser Information. Danke.
  Gruß aus Hamburg
Hans-Albert (Neumann), e-Mail <hans-a.neumann(a)t-online.de> <mailto:hans-a.neumann(a)t-online.de>

  auf der Suche nach den Familiennamen
  JAEGER, PORSCH, RAST / ROST und REEFKE
  in und um Preußisch Mark / Ksp. Liebwalde (Kreis Mohrungen)

Re: [OWP] Glashütte Tilsit-Ballgarden

Date: 2014/06/06 12:07:09
From: nbaltrusch <nbaltrusch(a)aol.com>

Hallo André,
Danke für Deine Informationen!
Hast Du noch einen Hinweis, zu welchem KS Ballgarden gehörte? Die Tilsiter KB finde ich immer sehr verwirrend.
Beste Grüße
Norman



-----Ursprüngliche Mitteilung----- 
Von: André Schmitthammer <Schmitthammer.HH(a)freenet.de>
An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Verschickt: Fr, 6 Jun 2014 10:25 am
Betreff: Re: [OWP] Glashütte Tilsit-Ballgarden


Hallo Norman,

als Glasmacher-Forscher hat man häufig Gemeinsamkeiten.

Zu der Glashütte in (Tilsit-)Ballgarden kann ich folgendes sagen.

Ich habe den Glasmacher
BRAUER, Friedrich Eduard
* Zollnick, Kreis Rosenberg, Westpreussen 22.05.1852
+ Flensburg, Schleswig-Holstein 09.01.1925
oo Klein Dexen, Kreis Pr.Eylau, Ostpreussen 19.08.1875 mit
HENCK, Carolina Bertha Johanna
* Gottesgnade, Kreis Pr. Eylau, Ostpreussen 22.10.1855,
+ Flensburg, Schleswig-Holstein 17.12.1949

Ihre ersten drei mir bekannten Kinder wurden in An Ballgarden geboren:

BRAUER, Otto Heinrich Leopold
* An Ballgarden, Kreis Tilsit, Ostpreussen 29.07.1877
+ VOR 01.1946 wo ?
oo Hadersleben, Kgr. Dänemark 22.06.1900 mit
JORNS, Christine Katharina Dorothea * Errigstedt, Kirchspiel Bjerning 
03.03.1880, + Kiel, Schleswig-Holstein 16.12.1957

BRAUER, Friedrich Karl Ewald
* An Ballgarden, Kreis Tilsit, Ostpreussen 23.04.1879
+ Flensburg, Schleswig-Holstein 09.08.1953
oo Lissabon (Konsulat), Portugal 02.02.1907 mit
NOLTE, Sophie Lisette Louise * Minden, Westfalen 13.07.1883, + Helgoland 
13.12.1964

BRAUER, Emma Martha Hulda
* An Ballgarden, Kreis Tilsit, Ostpreussen 20.04.1881
+ Flensburg, Schleswig-Holstein 18.01.1958

Das  würde  bedeuten,  dass die Glashütte zumindestens von 1877 - 1881
bestand.
Die nächsten Kinder (ab 1883-1889) wurden in Flensburg geboren
und das letzte mir bekannte Kind 1895 in Schellmühl, Danzig.
Beides auch Standorte mit Glashütten.

Sollte ich noch mehr zur Glashütte in Ballgarden finden dann sende ich
dies direkt.

Solltest  Du  noch  mehr erfahren dann freue ich mich wenn Du dies an
mich weiterleitest.


Viele Grüsse und bis bald

André (Schmitthammer)


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am Donnerstag, 5. Juni 2014 um 21:21 schrieben Sie:

> Hallo + guten Abend,

> in Tilsit-Ballgarden soll es eine Glashütte gegeben haben haben.

> Weiß jemand die Produktionszeit der Glashütte? Wann war sie in Betrieb?

> Viele Grüße
> Norman (Baltrusch)

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[OWP] Allensteiner Standesamtsregister, Namensindex

Date: 2014/06/06 18:45:08
From: Bernhard Ostrzinski <bernhardostrzinski(a)web.de>

Hallo,

ein neues Update ( Korrekturen und Neuzusätze) wurde eingespielt.

Fürstenwalde, Geburten 1883/84;

Plautzig, Geburten 1896 – 1898,

Heiraten, 1896/97,

Sterberegister, 1896 und 1898;

Hagenau, Geburten 1911 und 1912 ( damit komplett),

Alt Schöneberg, Sterberegister 1879,

Gross Ramsau Sterberegister 1901 ( damit komplett)

Standesamt Mortung ( Aufgebotsakten komplett).

 

Durch das Archiv wurden die Geburts-Heirats und Sterberegister ( 04.06.2014)
von;

Kazanitz, Löbau, Grabau und Mortung ( alle Neumark) digitalisiert ins Netz
gestellt.

Die Register von Löbau sind mit einem alphabetischen Namensregister
versehen.

Diese Register sind noch nicht für den veröffentlichten Index aufbereitet
und erfasst.

Hier vorerst den Direktlink zum Archiv unter;

http://www.olsztyn.ap.gov.pl/ , nutzen.

 

Beim Standesamt Mortung sind zusätzlich Aufgebotsakten veröffentlicht die
bereits erfasst

und dem Index zugefügt wurden.

Dabei ist zu beachten das diese umfangreichen Akten im Index nicht mit Reg.
Nr. sondern

mit Seitenzahlen ( des Registerbandes) erfasst wurden.

Damit sind die umfangreichen Akten, teilweise bis zu 12 Blatt je Aufgebot,
ebenfalls 

bei namentlicher Suche zu finden.

Der Namensindex ist zu erreichen unter:

 

 <http://www.vffow-buchverkauf.de/> http://www.vffow-buchverkauf.de/

 

Benutzer Gast

Passwort: vffow

 

Damit sind insgesamt 211.134 Einträge erfasst.

Auf die Daten wurde mehr als 94.633 mal zugegriffen!

 

Hilfreiche Hände werden zur Erfassung einzelner Register immer gesucht.

Bei Interesse bitte mit mir in Verbindung setzen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Bernhard Ostrzinski

 

 

 

[OWP] Standesamt Sorgwitten ?

Date: 2014/06/06 19:08:10
From: Familie Reinhard Schade <rebiglomita(a)web.de>

Einen schönen Freitag-Abend in die Runde,

hat jemand zufällig die Mail-Adresse vom Standesamt Sorgwitten
für mich?
Würde mich sehr freuen.

Ein gesegnetes Pfingstfest

Wünscht

Reinhard (Schade)


---
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http://www.avast.com

Re: [OWP] Standesamt Sorgwitten ?

Date: 2014/06/06 20:46:48
From: Wolfgang Naujocks <Wolfgang(a)Naujocks.com>

Schönen guten Abend,
hallo Reinhard,

die Adresse ist:

Urząd Stanu Cywilnego
Ul. Olsztyńska 16 A
11-731 Sorkwity
Polen

Email: usc.sorkwity(a)mragowo.net

Viele Grüße aus dem Danziger Werder
Wolfgang (Naujocks)

[OWP] Ausstellung: "Erinnertes Leben - Gelebte Erinnerung" - Zum 80. Geburtstag von Arno Surminski

Date: 2014/06/07 09:54:53
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>


Zum 80. Geburtstag von Arno Surminski
http://www.myheimat.de/rinteln/kultur/arno-surminski-d2384631.html

   Allen ein gesegnetes Pfingstfest
   http://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/was-christen-an-pfingsten-feiern-1165.html

       Viele Grüße
       Joachim Rebuschat


[OWP] Traueranzeigen mit Elchschaufel

Date: 2014/06/07 13:20:01
From: Egon Stelljes <e.stelljes(a)ewetel.net>

Elsbeth Röpke, geb. Gerlach
http://trauer.nordsee-zeitung.de/38242537-gedenken-elsbeth-ropke


Irmgard Hübner, geb. Böhnke
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Irmgard-Huebner


Manfred Nagel
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Manfred-Nagel


Egon Janz
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Egon-Janz


Hildegard Palaschevsky, geb.  Bronsert
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Hildegard-Palaschevsky


Ursula Kühne, geb. Vonberg
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Ursula-Kuehne


geboren in Litauen
Veronika Otten, geb. Jankauskaite
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Veronika-Otten


ich wünsche allen frohe Pfingsttage

Gruß Egon

Re: [OWP] Glashütte Tilsit-Ballgarden

Date: 2014/06/07 14:13:43
From: André Schmitthammer <Schmitthammer.HH(a)freenet.de>

Hallo Norman,

Da kenne ich mich leider auch nicht so aus.

Laut GenWiki unter Ostpreußen/Genealogische Quellen/Kirchbuchbestände Kreis Tilsit:

Tilsit Stadtkirche

Ballgarden, An-Ballgarden, Birjohlen, Kallkappen, Moritzkehmen, Paszelgsten, Senteinen, Tilsit-Preußen

Nur bei den Pfarrstellen, da blicke ich nicht so richtig durch...

Vielleicht kann noch jemand anderes etwas dazu sagen.

Viele Grüsse
André

> Hallo André,
> Danke für Deine Informationen!
> Hast Du noch einen Hinweis, zu welchem KS Ballgarden gehörte? Die
> Tilsiter KB finde ich immer sehr verwirrend.
> Beste Grüße
> Norman



[OWP] Zufallsfund: THIEL* in Dorf Neuendorf; FLEISCHER *Thomasfelde/Goldap; REUTER*Timstern, Krs. Tilsit

Date: 2014/06/07 16:21:53
From: Klaus Meyer <klauswernermeyer(a)web.de>

Moin,

im OSB Nußbaum Nr. 3470

Arthur August THIEL, Wagner, Zimmermann, Oberpfleger in der Psychiatrie in Nußbaum, 
*Dorf Neuendorf, Krs. Wehlau, Ostpreußen 03.06.1903  + Norden (Ostfriesland) 14.04.1988
oo I vor 1930 
Anna FLEISCHER, Pflegerin, *Thomasfeld, Goldap 05.12.1905  +01.06.1969 Pforzheim # Nußbaum 05.06.1969
3 Kinder * Riesenburg, Kreis, Rosenberg, Westpreußen:
1. Eberhard
2. Winfried *30.10.1934 <3471>
3. Erhard

oo II Nußbaum 02.06.1973
Marie REUTER, *Timstern, Krs. Tilsit 18.12.

Weitere Informationen im OSB Nußbaum Nr. 3471 und 3472

Vielleicht hilfts in Aufzeichnungen.

Grüße
Klaus Meyer

[OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/07 21:23:53
From: Andrea Neij <andreaneij(a)hotmail.com>

Hallo, 

kennt sich jemand aus mit ostpreussischen Dialekten, oder interessiert sich jedenfalls dafür? Ich habe eine Hypothese und würde gern wissen, ob ich da richtig liege. Als ich neulich eine ältere Fernsehaufnahme sah, wo jemand einen ostpreussischen Dialekt sprach, fiel mir auf, dass der Mann durchgehend im Imperfekt redete. Und dass meine Oma das auch 
immer tat. Sie sagte z.B. "der Blumentopf fiel runter".  Was ich etwas ungewohnt fand, die meisten Leute sagen doch "...ist runtergefallen".  Man redet eher im Perfekt, z.B.: "er ist gekommen" oder "sie hat gesagt". Aber der Ostpreusse in der Fernsehsendung, genau wie meine Oma, redete durchgehend im Imperfekt:  "und dann hielt er..... und er sagte...."  usw. 

Hat jemand mal so was gehört? Dass es zur ostpreussischen Mundart gehört im Imperfekt zu reden? 

/Andrea
 		 	   		  

Re: [OWP] Traueranzeigen mit Elchschaufel

Date: 2014/06/07 22:03:57
From: Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>

Danke, Egon, das hast Du wieder gut gemacht. Glücklicherweise war für die
Pillkaller diesmal nichts dabei.
Ein schönes Pfingstfest Dir und allen Listies -
Martin Kunst
(* in Kermuschienen, Kr. Pillkallen)


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Egon Stelljes
Gesendet: Samstag, 7. Juni 2014 13:15
An: OW-Preussen-L
Betreff: [OWP] Traueranzeigen mit Elchschaufel

Elsbeth Röpke, geb. Gerlach
http://trauer.nordsee-zeitung.de/38242537-gedenken-elsbeth-ropke


Irmgard Hübner, geb. Böhnke
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Irmgard-Huebner


Manfred Nagel
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Manfred-Nagel


Egon Janz
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Egon-Janz


Hildegard Palaschevsky, geb.  Bronsert
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Hildegard-Palaschevsky


Ursula Kühne, geb. Vonberg
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Ursula-Kuehne


geboren in Litauen
Veronika Otten, geb. Jankauskaite
http://trauer.weser-kurier.de/Traueranzeige/Veronika-Otten


ich wünsche allen frohe Pfingsttage

Gruß Egon
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Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/07 23:45:50
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Hallo Andrea,

es geht aus der Anfrage (s. a. Betreff) nicht eindeutig hervor, ob dies bekannt ist: Einen *ostpreußischen Dialekt* gab es nicht. Das Masurische (volkstümlich: Polnische) und das Litauische einmal ausgeschlossen, gliederte sich die Mundartenlandschaft Ostpreußens in ein Gebiet mitteldeutscher Dialekte (Ermland, Oberland) und ein größeres Gebiet niederdeutscher Dialekte. Die Fachbegriffe für die mitteldeutschen Mundarten lauten 'Hochpreußisch' und für die niederdeutschen Mundarten 'Niederpreußisch'. Wegen der Unterschiedlichkeit der Dialekte können keine einheitlichen Aussagen gemacht werden.

Die meisten Dialektbeschreibungen gehen in allen Einzelheiten auf die Lautlehre (Aussprache von Vokalen und Konsonanten) ein, dazu noch auf die Formenlehre der Wortarten. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Bildung der Zeiten eingegangen, aber kaum auf ihren Gebrauch.

Für das moderne [!] Niederdeutsch findet sich in einer neueren Publikation der Hinweis, dass das Perfekt in mündlicher Erzählung benutzt werde, das Imperfekt (heute meist Präteritum genannt) jedoch in schriftlicher Erzählung. Es wird wohl eher so sein, dass das Perfekt zum Zuge kommt, wenn es um Aktivitäten geht, die noch nicht allzu lange zurück liegen (siehe auch u. a. den Gebrauch des englischen 'present perfect' für Handlungen in der jüngeren Vergangenheit, die sich noch auf die Gegenwart auswirken) und das Imperfekt/Präteritum dient der Wiedergabe von abgeschlossenen Handlungen, die schon länger zurück liegen (eindeutige Vergangenheitssituation). Das wäre dann aber nichts typisch Ostpreußisches.

Rolf-Peter


Am 07.06.2014 21:18, schrieb Andrea Neij:
Hallo,

kennt sich jemand aus mit ostpreussischen Dialekten, oder interessiert sich jedenfalls dafür? Ich habe eine Hypothese und würde gern wissen, ob ich da richtig liege. Als ich neulich eine ältere Fernsehaufnahme sah, wo jemand einen ostpreussischen Dialekt sprach, fiel mir auf, dass der Mann durchgehend im Imperfekt redete. Und dass meine Oma das auch
immer tat. Sie sagte z.B. "der Blumentopf fiel runter".  Was ich etwas ungewohnt fand, die meisten Leute sagen doch "...ist runtergefallen".  Man redet eher im Perfekt, z.B.: "er ist gekommen" oder "sie hat gesagt". Aber der Ostpreusse in der Fernsehsendung, genau wie meine Oma, redete durchgehend im Imperfekt:  "und dann hielt er..... und er sagte...."  usw.

Hat jemand mal so was gehört? Dass es zur ostpreussischen Mundart gehört im Imperfekt zu reden?

/Andrea
  		 	   		
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[OWP] Gollup

Date: 2014/06/07 23:59:13
From: Hans-Detlef Grüber <hansdetlef-grueber(a)web.de>

Liebe Listenteilnehmer,

wer besitzt das "Stammbuch der ostpreußischen Salzburger" von Hermann Gollub und kann mir mitteilen, ob und welche RIEDEL (ggfls mit Ansiedlungsort pp) gelistet sind?

Viele Grüße
Detlef Grüber

Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/08 00:46:23
From: Andrea Neij <andreaneij(a)hotmail.com>

Japp.... ich bin selbst Sprachlehrerin, vergesse aber fast mein Deutsch 
inzwischen, weil ich seit über 20 Jahren im Ausland lebe. Das nur als 
Erklärung warum mein Deutsch inzwischen etwas .... unbeholfener geworden
ist. 

Was du sagst, ist ja das "Allgemeine": Das Perfekt wird mehr mündlich, 
in der Umgangssprache angewendet. Und eventuell auch wenn die Handlungen
noch nicht lange zurückliegen. Obwohl ich das eigentlich im Deutschen noch nicht
so festgestellt habe. Im Englischen ist es so, im Schwedischen ist es auch so.
Aber Imperfekt (oder Präteritum) durchgehend in der Umgangssprache ist 
ja eigentlich  im Deutschen nicht üblich und ich hatte es für eine Marotte meiner Oma 
gehalten. Oder für ihr Bedürfnis einen besonders kultivierten Eindruck zu machen.

Aber dann hörte ich noch jemanden, der so sprach. Meine Erfahrung ist auch, dass 
grammatikalische Besonderheiten oft ihre Ursachen in anderen Sprachen haben - bei 
zweisprachigen Menschen. Z.B. Iren haben ein paar Aspekte gälische Grammatik in 
ihrem Englisch. Kann es aus der polnischen Grammatik kommen? Weiss jemand, ob
man im Polnischen im Imperfekt redet? 

/Andrea

> Date: Sat, 7 Jun 2014 23:37:50 +0200
> From: pcperrey(a)t-online.de
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Subject: Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt
> 
> Hallo Andrea,
> 
> es geht aus der Anfrage (s. a. Betreff) nicht eindeutig hervor, ob dies 
> bekannt ist: Einen *ostpreußischen Dialekt* gab es nicht. Das Masurische 
> (volkstümlich: Polnische) und das Litauische einmal ausgeschlossen, 
> gliederte sich die Mundartenlandschaft Ostpreußens in ein Gebiet 
> mitteldeutscher Dialekte (Ermland, Oberland) und ein größeres Gebiet 
> niederdeutscher Dialekte. Die Fachbegriffe für die mitteldeutschen 
> Mundarten lauten 'Hochpreußisch' und für die niederdeutschen Mundarten 
> 'Niederpreußisch'. Wegen der Unterschiedlichkeit der Dialekte können 
> keine einheitlichen Aussagen gemacht werden.
> 
> Die meisten Dialektbeschreibungen gehen in allen Einzelheiten auf die 
> Lautlehre (Aussprache von Vokalen und Konsonanten) ein, dazu noch auf 
> die Formenlehre der Wortarten. In diesem Zusammenhang wird auch auf die 
> Bildung der Zeiten eingegangen, aber kaum auf ihren Gebrauch.
> 
> Für das moderne [!] Niederdeutsch findet sich in einer neueren 
> Publikation der Hinweis, dass das Perfekt in mündlicher Erzählung 
> benutzt werde, das Imperfekt (heute meist Präteritum genannt) jedoch in 
> schriftlicher Erzählung. Es wird wohl eher so sein, dass das Perfekt zum 
> Zuge kommt, wenn es um Aktivitäten geht, die noch nicht allzu lange 
> zurück liegen (siehe auch u. a. den Gebrauch des englischen 'present 
> perfect' für Handlungen in der jüngeren Vergangenheit, die sich noch auf 
> die Gegenwart auswirken) und das Imperfekt/Präteritum dient der 
> Wiedergabe von abgeschlossenen Handlungen, die schon länger zurück 
> liegen (eindeutige Vergangenheitssituation). Das wäre dann aber nichts 
> typisch Ostpreußisches.
> 
> Rolf-Peter
> 
> 
> Am 07.06.2014 21:18, schrieb Andrea Neij:
> > Hallo,
> >
> > kennt sich jemand aus mit ostpreussischen Dialekten, oder interessiert sich jedenfalls dafür? Ich habe eine Hypothese und würde gern wissen, ob ich da richtig liege. Als ich neulich eine ältere Fernsehaufnahme sah, wo jemand einen ostpreussischen Dialekt sprach, fiel mir auf, dass der Mann durchgehend im Imperfekt redete. Und dass meine Oma das auch
> > immer tat. Sie sagte z.B. "der Blumentopf fiel runter".  Was ich etwas ungewohnt fand, die meisten Leute sagen doch "...ist runtergefallen".  Man redet eher im Perfekt, z.B.: "er ist gekommen" oder "sie hat gesagt". Aber der Ostpreusse in der Fernsehsendung, genau wie meine Oma, redete durchgehend im Imperfekt:  "und dann hielt er..... und er sagte...."  usw.
> >
> > Hat jemand mal so was gehört? Dass es zur ostpreussischen Mundart gehört im Imperfekt zu reden?
> >
> > /Andrea
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[OWP] Where is Kedullen/Keidullen Tilsit?? Researching LEO

Date: 2014/06/08 00:57:39
From: Rick Cragg <rickydb(a)bigpond.com>

Greetings to the List
On the death certificate of Johann Friedrich Ludwig LEO
it has born Kedullen or Keidullen Tilsit Prussia.
Where is this place Please
also can someone give me a tip on where to look for the birth records  for this area Please
Thankyou in Advance
Rick Cragg
Australia

Re: [OWP] Where is Kedullen/Keidullen Tilsit?? Researching LEO

Date: 2014/06/08 02:22:15
From: nbaltrusch <nbaltrusch(a)aol.com>

Rick,
Are you sure that it is KEDULLEN or KEIDULLEN? Where do you have that from? Could you provide me with a scan to my private e-mail address (the mailing list does not accept attachments)?
What do you think about PAKULLEN or WABULLEN?
Regards,
Norm


-----Ursprüngliche Mitteilung----- 
Von: Rick Cragg <rickydb(a)bigpond.com>
An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Verschickt: So, 8 Jun 2014 12:57 am
Betreff: [OWP] Where is Kedullen/Keidullen Tilsit?? Researching LEO


Greetings to the List
On the death certificate of Johann Friedrich Ludwig LEO
it has born Kedullen or Keidullen Tilsit Prussia.
Where is this place Please
also can someone give me a tip on where to look for the birth records  for this 
area Please
Thankyou in Advance
Rick Cragg
Australia
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Re: [OWP] Gollub

Date: 2014/06/08 05:32:34
From: J.Rebuschat <j.rebuschat(a)web.de>


Lieber Detlef Grüber u. a. Interessierte,
die gewünschte Datei mit dem FN RIEDEL ist für registrierte Teilnehmer der Liste http://SalzburgerEmigranten.de/ hier zu finden:

 * https://de.groups.yahoo.com/neo/groups/SalzburgerEmigranten/files/Gollub/

Freundliche Grüße und gesegnete Pfingsten
Joachim Rebuschat

Am 07.06.2014 23:59, schrieb Hans-Detlef Grüber:
Liebe Listenteilnehmer,
wer besitzt das "Stammbuch der ostpreußischen Salzburger" von Hermann Gollub und kann mir mitteilen, ob und welche RIEDEL (ggfls mit Ansiedlungsort pp) gelistet sind?
Viele Grüße
Detlef Grüber



[OWP] Namen Krebs und Chomontowski

Date: 2014/06/08 12:12:02
From: Renate Bruhn <Renate.Bruhn(a)t-online.de>

Kieler Nachrichten v. 04.06.2014

Logo mit Elchschaufel
Wolfgang Krebs * 13.01.1936 in Königsberg/Ostpr., + 01.06.2014 in Kiel

 Kieler Nachrichten v. 05.06.2014

Ursula und Walter Chomontowski feierten am 05.06.2014 ihre diamantene Hochzeit. Beide stammen aus Ostpreußen und mussten damals fliehen. Walter sollte an dem Tag, als die Russen die Wilhelm Gustloff versenkten, mit diesem Schiff von Danzig nach Schleswig-Holstein fahren. Er hatte es jedoch nicht mehr rechtzeitig wegen der Frostbeulen an seinen Füßen zum Schiff geschafft. Für Ursula, damals 13 Jahre, begann mit dem Einmarsch der Russen1945 die schlimmste Zeit ihres Lebens. Sie wurde erst am 28.10.1947 ohne Papiere, nur mit Handgepäck, aus ihrem Dorf herausgebracht. Sie lernten sich in Kiel kennen und heirateten am 05.06.1954 in Kiel -Friedrichsort. Beide haben 3 gemeinsame Töchter und inzwischen 5 Enkelkinder.


Ein schönes Pfingstfest allen Lesern
Renate (Bruhn)

Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/08 15:52:55
From: Ulrich Szepanski <szepanski(a)versanet.de>

Meine Großeltern aus Danzig sprachen so. 
Habe zu Hause eine Karte über die Dialekte in Ostpreußen. Da sprach man Niederdeutsch oder Norddeutsch (wie in Schlesien).


Von Samsung Mobile gesendet

-------- Ursprüngliche Nachricht --------
Von: Andrea Neij <andreaneij(a)hotmail.com> 
Datum: 07.06.2014  21:18  (GMT+01:00) 
An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net> 
Betreff: [OWP] Ostpreussischer Dialekt 
 
Hallo, 

kennt sich jemand aus mit ostpreussischen Dialekten, oder interessiert sich jedenfalls dafür? Ich habe eine Hypothese und würde gern wissen, ob ich da richtig liege. Als ich neulich eine ältere Fernsehaufnahme sah, wo jemand einen ostpreussischen Dialekt sprach, fiel mir auf, dass der Mann durchgehend im Imperfekt redete. Und dass meine Oma das auch 
immer tat. Sie sagte z.B. "der Blumentopf fiel runter".  Was ich etwas ungewohnt fand, die meisten Leute sagen doch "...ist runtergefallen".  Man redet eher im Perfekt, z.B.: "er ist gekommen" oder "sie hat gesagt". Aber der Ostpreusse in der Fernsehsendung, genau wie meine Oma, redete durchgehend im Imperfekt:  "und dann hielt er..... und er sagte...."  usw. 

Hat jemand mal so was gehört? Dass es zur ostpreussischen Mundart gehört im Imperfekt zu reden? 

/Andrea
     
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Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/08 16:54:41
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Ulrich,

es ist richtig, dass in Danzig und Umgebung niederdeutscher (=niederpreußischer) Dialekt gesprochen wurde. Ein Streifen niederdeutscher Dialekte unterschiedlicher Art setzte sich entlang des Frischen Haffs fort und erfasste dann das gesamte Ostpreußen nordöstlich und östlich des Ermlands. Im Ermland selbst sowie im Oberland wurden 'hochpreußische' (also keine niederdeutschen) Mundarten gesprochen. Diese hochpreußischen Dialekte gehören, wie Dialektforscher sagen, zu den mitteldeutschen Mundarten. Diese wurden u. a. auch in Schlesien gesprochen. Die 'mitteldeutsche/hochpreußische' Mundartinsel Ostpreußens teilte sich in die beiden Dialekt-Gebiete 'Breslausch' (hier sieht man im Namen die Verbindung nach Schlesien) und 'Oberländisch' auf. Leider hat uns Andrea noch nicht verraten, wo ihre ostpreußische Oma genau herkam.

Habe selbst mehrere Jahre am 'Preußischen Wörterbuch' (Wörterbuch der Mundarten Ost- und Westpreußens) mitgearbeitet und auch eine Reihe von Tonaufnahmen aus der Aufnahmeaktion der Vertriebenenmundarten verschriftlicht (Lautschrift, dann sogenannte literarische Umschrift sowie eine Übertragung ins Hochdeutsche). Auch hier gilt, dass die sogenannte Basiszeit (die Zeit, die hauptsächlich benutzt wird) beim Erzählen das Präteritum/Imperfekt/die Vergangenheit ist.

Gruß
Rolf-Peter



Am 08.06.2014 15:46, schrieb Ulrich Szepanski:
Meine Großeltern aus Danzig sprachen so.
Habe zu Hause eine Karte über die Dialekte in Ostpreußen. Da sprach man Niederdeutsch oder Norddeutsch (wie in Schlesien).


Von Samsung Mobile gesendet

-------- Ursprüngliche Nachricht --------
Von: Andrea Neij <andreaneij(a)hotmail.com>
Datum: 07.06.2014  21:18  (GMT+01:00)
An: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Betreff: [OWP] Ostpreussischer Dialekt
Hallo,

kennt sich jemand aus mit ostpreussischen Dialekten, oder interessiert sich jedenfalls dafür? Ich habe eine Hypothese und würde gern wissen, ob ich da richtig liege. Als ich neulich eine ältere Fernsehaufnahme sah, wo jemand einen ostpreussischen Dialekt sprach, fiel mir auf, dass der Mann durchgehend im Imperfekt redete. Und dass meine Oma das auch
immer tat. Sie sagte z.B. "der Blumentopf fiel runter".  Was ich etwas ungewohnt fand, die meisten Leute sagen doch "...ist runtergefallen".  Man redet eher im Perfekt, z.B.: "er ist gekommen" oder "sie hat gesagt". Aber der Ostpreusse in der Fernsehsendung, genau wie meine Oma, redete durchgehend im Imperfekt:  "und dann hielt er..... und er sagte...."  usw.

Hat jemand mal so was gehört? Dass es zur ostpreussischen Mundart gehört im Imperfekt zu reden?

/Andrea
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[OWP] Schmiedmeister in Altstadt, Kreis Mohrungen - Familien PACKEISEN, JOHN, GESEWSKI (-y)

Date: 2014/06/08 18:13:22
From: Jan Ruben Haller <jrhaller(a)gmx.de>

   Liebe Vereins-Listenmitglieder, liebe Listenmitglieder,

   im Zuge weiterer Nachforschungen in den Kirchenbuechern von Altstadt,
   Kreis Mohrungen konnte ich weitere Verwandte verifizieren.

   Gibts es andere Quellen, in denen Infomationen ueber Schmiedmeister aus
   Altstadt erhalten sein koennen?
   Gibt es vielleicht noch vorhandene Grundakten oder aehnliche amtliche
   Dokumente?

   Hier die Funde:

   Johann Gottfried Packeisen auch Packhaeuser/Packeiser, Evangelisch,
   Schmid,
   * Mohrungen Stadt 14.12.1781, ~ Mohrungen 17.12.1781

   Wohnorte: -1811-1821; 1841 Altstadt, Kreis Mohrungen

   In den Jahren 1805, 1806, 1812-1814, 1827, 1831, 1843-1847 wurden keine
   Kinder und Enkelkinder im Kirchspiel Altstadt konfimiert.
   Quelle: noch vorhandene Konfimationsregister von Altstadt.
   Die letzte Spur der Familie findet man mit der Eheschliessung
   Packeisen-John am 25.12.1841 in Altstadt.

   Zwischen 1821 und 1841  wird die Familie nur noch drei Mal erwaehnt:

   Geburt der Tochter Henriette 1821, Heirat der Tochter Maria Anna
   Elisabeth 1835 und die Heirat der Tochter Henriette 1841

   oo ca. 1808-1810 mit
   Wilhelmine Packeisen
   Zwischen 1811 und 1820 mehrmals Taufpatin.

   Bekannte Kinder:

   4 Packeisen, Johann Friedrich (*1811)
   4 Packeisen, Louise Wilhelmine (*1812)
   4 Packeisen, Maria Anna Elisabeth Amalia (*1814)
   oo Altstadt, Kreis Mohrungen 01.01.1835 mit Friedrich Gesewski, * err.
   1808
   Vater: Hufenwirt in Wangritten, Kreis Friedland Johann Gesewski,
   verstorben vor 1835
   4 Packeisen, Johanna Friderike (*1817) Konf. Evangelische Kirche
   Altstadt, Kreis Mohrungen 1830
   4 Packeisen, Carl Ferdinand (*1819), Konf. Evangelische Kirche
   Altstadt, Kreis Mohrungen 1832 und 1833
   4 Packeisen, Henriette (*1821)
   oo Evangelische Kirche Altstadt, Kreis Mohrungen 25.12.1841 mit
   Gottfried John, Evangelisch, Hufenwirt (*1814)

   Hat jemand zu dieser Familie noch naehere Angaben oder Hinweise?

   Freue mich auf Tipps, Hinweise und Antworten.

   Viele Gruesse

   Jan Ruben (Haller)

Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/08 22:38:48
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Andrea,

dem liegt wohl die Vorstellung zugrunde, das Ostpreußen durchweg zweisprachig gewesen ist. Dies war aber nicht der Fall.

Masurisch (bei den Masurisch-Sprechern 'Polnisch' genannt) war noch zur Kaiserzeit im ostpreußischen Landesteil Masuren verbreitet, ausgehend von den dortigen Landstädten und gestützt durch den Schulunterricht, setzte sich aber danach immer mehr das Deutsche durch. Die Eltern meines Großvaters mütterlicherseits, die aus Masuren stammten, sprachen außer Deutsch noch Masurisch. Ihr Sohn, mein Großvater, verstand es noch. Litauisch wurde in der nordöstlichen Ecke Ostpreußens (besonders auf dem Lande) noch gesprochen, neben Niederdeutsch als Umgangssprache. Hochdeutsch lernten alle in der Schule. Im großen "Rest" Ostpreußens sprach man nur Deutsch. Insofern kann eine Zweitsprache auch nicht die Strukturen deutscher Dialekte oder der deutschen Hochsprache beeinflusst haben.

Es gibt eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zu den deutschen Mundarten Ostpreußens. Wenn Du Dich dafür in Einzelfragen interessierst, solltest Du sie vielleicht einmal einsehen.

Rolf-Peter


Am 08.06.2014 00:46, schrieb Andrea Neij:
Japp.... ich bin selbst Sprachlehrerin, vergesse aber fast mein Deutsch
inzwischen, weil ich seit über 20 Jahren im Ausland lebe. Das nur als
Erklärung warum mein Deutsch inzwischen etwas .... unbeholfener geworden
ist.

Was du sagst, ist ja das "Allgemeine": Das Perfekt wird mehr mündlich,
in der Umgangssprache angewendet. Und eventuell auch wenn die Handlungen
noch nicht lange zurückliegen. Obwohl ich das eigentlich im Deutschen noch nicht
so festgestellt habe. Im Englischen ist es so, im Schwedischen ist es auch so.
Aber Imperfekt (oder Präteritum) durchgehend in der Umgangssprache ist
ja eigentlich  im Deutschen nicht üblich und ich hatte es für eine Marotte meiner Oma
gehalten. Oder für ihr Bedürfnis einen besonders kultivierten Eindruck zu machen.

Aber dann hörte ich noch jemanden, der so sprach. Meine Erfahrung ist auch, dass
grammatikalische Besonderheiten oft ihre Ursachen in anderen Sprachen haben - bei
zweisprachigen Menschen. Z.B. Iren haben ein paar Aspekte gälische Grammatik in
ihrem Englisch. Kann es aus der polnischen Grammatik kommen? Weiss jemand, ob
man im Polnischen im Imperfekt redet?

/Andrea



Re: [OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 25, Tei l 1

Date: 2014/06/09 10:20:00
From: MARIE ANNE Barrabe <marieanne.barrabe(a)gmail.com>

bitte ein Frage . Ich bin franzosin. Ich mache Forschung betr Familie von
Quenaudon aus Guben. Steht Guben im Ostpreussen? Ich kann schon alle Ihre
Beantwortungen finden, ich weiss aber nicht wie machen um Fragen zu
stellen. Ich will Gemeinschaft Ahnen forscher im Deutschland fragen? Wo
kann ich es machen, denn, zb ich habe Ihre Frage gefunden, ich kann aber
nb=nur ihr personal email finden
im voraus danke


2014-06-04 12:23 GMT+02:00 <inge.barfels(a)ewe.net>:

>
> Folge 25 vom 18.06.1955
>
> Seite 3   Der Beginn der Massenaustreibungen. Noch vor der Potsdamer
> Konferenz wurden mehrere hunderttausend Deutsche aus der Heimat vertrieben.
> Bereits im Laufe des Sommers 1945, also vor der Potsdamer Konferenz,
> führten sowjetische und polnische Behörden, welche sich mit sowjetischer
> Erlaubnis in den deutschen Ortsgebieten eingerichtet hatten, Austreibungen
> durch. Sie bedienten sich dabei der verschiedensten Methoden, welche von
> der Austreibung systematischen Drucks bis zur gewaltsamen Vertreibung
> reichten.
> Der Schwerpunkt war Danzig, in dem noch vor Abschluss des Krieges eine
> „Woiwodschaft“ geschaffen worden war. Mitte Juni wurden Plakate
> angeschlagen, in denen die sowjetische Militärkommandantur die deutsche
> Bevölkerung aufforderte, die Stadt zu verlassen. In einem
> Augenzeugenbericht heißt es: Zu diesem Zweck musste jeder Deutsche zur
> russischen Kommandantur gehen und sich einen Ausweisungsbefehl holen. Ich
> ging sofort, und zwar am 21. Juni 1945 hin, holte für mich und meine Frau
> diesen Schein und wurde am nächsten Tage mit vielen Hunderten
> Leidensgenossen in Viehwagen gepfercht und fuhr von Danzig über Bromberg,
> Schneidemühl bis Stettin, ständig von Russen und Polen begleitet, die uns
> unterwegs ausplünderten. In den an Danzig angrenzenden Orten, Langfuhr und
> Zoppot, terrorisierte polnische Miliz die Bevölkerung, um sie zur schnellen
> Abreise zu zwingen. Bis in den Juli gingen regelmäßig Züge ab, welche die
> von Haus und Habe vertriebenen Deutschen in das sowjetische
> Besatzungsgebiet brachten. Von den etwa 200 000 Deutschen, welche im Sommer
> 1945 im Gebiet der Freien Stadt Danzig lebten, wurde auf diese Weise der
> größte Teil ausgetrieben. Ende dieses Jahres waren in der alten Hansestadt
> nur noch einige Zehntausend Deutsche.
> In den letzten Tagen des Monats Juni dehnten die polnischen Behörden ihre
> Austreibungsmaßnahmen auch auf einen breiten Streifen entlang der Oder und
> Neiße aus. Mit großer Brutalität, meist nur in Stundenfrist, wurde die
> Einwohnerschaft ganzer Städte und Dörfer nach Mitteldeutschland in Marsch
> gesetzt. Von Ostpommern über Ostbrandenburg bis nach Niederschlesien
> erschienen Gruppen polnischer Soldaten oder Miliz und riegelten die Ein-
> und Ausgänge der Dörfer ab. Die überraschten Bewohner wurden aus den
> Häusern geholt und auf einem Platz zusammengetrieben. Mit nur schnell
> zusammengerafftem Gepäck mussten sie den Marsch nach Westen antreten, der
> oft tagelang dauerte. Insgesamt sind im Laufe dieser Austreibungsaktion im
> Juni – Juli 1945 aus den deutschen Ostgebieten etwa
> 200 000 – 300 000 Deutsche zum Verlassen der Heimat gezwungen worden.
> In den Städten an den Flußübergängen entstanden Stauungen. So waren
> Stettin, Küstrin, Frankfurt, Cottbus und Görlitz von ungeheuren
> Menschenmassen überfüllt. Hunger, Obdachlosigkeit und Verzweiflung
> forderten schwere Opfer. Mit den Ausgetriebenen vereint warteten die Ströme
> von Deutschen, welche in ihre Heimat zurückwandern wollten, auf die
> Entscheidung des Schicksals. Erst gegen Mitte Juli versiegten die Trecks
> der Ausgetriebenen. So plötzlich wie diese Aktion begonnen hatte, wurde sie
> auch abgebrochen. Die Konferenz der Siegermächte in Potsdam stand vor ihrem
> Beginn. H. G. M.
>
> Fertigmachen zur Vertreibung
> Wie brutal die Vertreibung vor sich ging, darüber berichtet eine
> Ostbrandenburgerin aus dem Kreis Züllichau-Schwiebus:
> Am 25. Juni 1945 änderte sich unser Schicksal. Um 5.00 Uhr früh wurden wir
> herausgeklopft; alle Deutschen müssen in einer halben Stunde zum Abmarsch
> fertig sein und sich auf der Dorfstraße sammeln! In aller Hast suchte man
> das wenige zusammen, was man tragen konnte. Nach dem Verlassen der
> Wohnungen fingen Russen und Polen sofort an zu plündern, was sie noch
> fanden; dann kam der Befehl an uns, alle Gold- und Wertsachen abzugeben.
> Man trieb jeden von uns einzeln in ein Gehöft, wo das Gepäck durchsucht und
> alles genommen wurde, was den Soldaten gefiel. Ich selbst wurde wegen
> meiner 75 Jahre auf einen Ackerwagen gesetzt mit zwei sterbenden Frauen und
> zwei geschlechtskranken Mädchen von zehn und zwölf Jahren, die nicht laufen
> konnten. Vor dem Gehöft schlug mich ein polnischer Offizier mit einer
> schweren Reitpeitsche solange, bis ich meinen Pelz auszog. Dann sprang ein
> Soldat auf den Wagen und riss mir meine Kleider bis aufs Hemd auf, er fand
> meinen Brustbeutel mit Schmuck und nahm ihn sich. Das deutsche Papiergeld
> warf er mir vor die Füße. Sehr viele Männer und Frauen wurden bei der
> Untersuchung blutig geschlagen, ihre Gesichter waren voll Striemen und die
> Augen blutunterlaufen.
> Gegen ein Uhr mittags zog der traurige Zug gen Westen, begleitet von
> polnischen Soldaten. Außer uns, zwei Wagen mit Säuglingen und alten Leuten,
> musste alles zu Fuß gehen. Wo wir auf dem Wege hinsahen, waren alle Straßen
> bevölkert von den gleichen Elendszügen, Schubkarren wurden von Frauen
> geschoben, beladen mit Gepäck und kleinen Kindern, Alte und Kranke saßen
> auf Kisten mit Rädern. Unterwegs nahm man uns noch die Säcke ab und warf
> sie auf uns entgegenkommende Wagen, die nach Osten fuhren. Drei Tage und
> zwei Nächte dauerte der marsch bis Frankfurt a d. O. durch zerstörte,
> gespensterhaft leere, schon vor uns von den Bewohnern geräumte Städte und
> Dörfer, wie Sternberg, Bottschow und Reppen. Wir schliefen im Wald; da die
> Polen uns die letzten Decken und Mäntel noch im Dorf genommen hatten,
> besaßen wir nichts, um uns zuzudecken. Wer nachts starb, wurde früh im
> Walde verscharrt; oft war es nicht sicher, dass sie tot waren, denn man
> wartete nur, bis sie sich kurze Zeit nicht bewegten. Die polnischen Posten
> beraubten uns noch in der letzten Nacht, um beinahe das letzte unserer
> Habe, indem sie uns in der Nacht Überfälle der Russen vortäuschten.
> An der Oderbrücke in Frankfurt angelangt, überließ man uns unserem
> Schicksal. Die Polen gingen zurück nach Osten. Wir schleppten unsere
> Säckchen über die Brücke und kamen in die überfüllte Stadt. Hunderttausende
> von Vertriebenen waren angekommen, und immer neue Trecks überfluteten die
> Straßen. Die Stadt war diesem Zustrom gegenüber hilflos, es gab keine
> Quartiere und kein Brot für diese hilflosen Menschen, die nun obdachlos auf
> den Straßen blieben. Als wir ankamen, standen viele beladene Karren und
> Kisten an der Oderbrücke. Wir hörten, dass kurz vor unserer Ankunft dort
> etwa siebzig Familien eines Trecks ihrem Leben ein Ende gemacht hatten,
> indem sie sich in die Oder stürzten, denn diese Bauern konnten den Verlust
> ihrer Höfe nicht fassen und begingen aus Verzweiflung Selbstmord.
> So ging es an vielen, vielen orten im deutschen Osten bis gegen Mitte Juli
> 1945.
>
> Seite 7   Die Kreisgemeinschaft Gumbinnen. Wiederfinden und neuer Anfang,
> Aufbau und zielbewusste Arbeit
> Im August 1944 wurden die Frauen und Kinder aus Gumbinnen nach Braunsberg,
> Mehlsack und Bischofsburg evakuiert. Im Oktober musste die übrige
> Bevölkerung flüchten. Sie fand zuerst in Gerdauen, später in Stadt und
> Kreis Osterode Aufnahme. Viele Gumbinner zogen es vor, weiter nach Westen
> zu ziehen. Viele Grumbinner kamen später nur unter großen Schwierigkeiten
> von Osterode fort, viele wurden von den Russen überrascht, und viele sind
> dort auch ein Opfer der Vertreibung geworden. Die aus Gumbinnen evakuierten
> Frauen und Kinder wurden im November und später nach Westdeutschland
> gebracht. Eine große Anzahl Gumbinner landete in Dänemark.
> So wurden die Gumbinner in alle Winde verstreut. Alle Bindungen waren
> unterbrochen. Eltern wussten nichts von ihren Kindern und umgekehrt.
> Durch Festlegung von Anschriften in Westdeutschland hatten sich Familien
> und Hausgemeinschaften einen gewissen Zusammenhalt gesichert. An diese
> Anschriften wurden, als man eine Zufluchtsstätte gefunden hatte, Anfrage
> auf Anfrage gerichtet. Mehr und mehr Bekannte fanden sich zusammen. So war
> besonders das Anschriftenverzeichnis der Landsleute Alfred Schulze-Puspern
> und Gustav Bünsch von der Landbevölkerung sehr umfangreich, aber auch die
> Listen von Paul Reimer, Frau Obersberger und Frau Gebauer wiesen hunderte
> von Namen auf. Das waren die ersten Anfänge des Zusammenfindens der
> Gumbinner Kreisgemeinschaft.
> Nachdem das Verbot der Besatzungsmächte über den Zusammenschluss der
> Vertriebenen aufgehoben war, die ostpreußische Landsmannschaft sich zu
> organisieren begann und ein Ostpreußenblatt erschien, wurde durch Landsmann
> Kuntze im Herbst 1948 zum ersten Heimattreffen der Gumbinner nach
> Hamburg-Altona aufgerufen. Das Treffen wurde von etwa fünfhundert
> Gumbinnern besucht. Auf diesem Treffen nahm durch eine Absprache der
> Landsleute Kuntze, Kreutzberger, Lingsminat und Gebauer die
> Kreisgemeinschaft feste Formen an. Landsmann Kuntze übernahm die Führung,
> Lingsminat die Aufstellung der Personenkartei und Gebauer, die eines
> Heimatarchivs.
> Unabhängig von diesem Treffen hatte Landsmann Gebauer ein Gumbinner
> Treffen in Heide/Host. Durchgeführt, zu dem über dreihundert Personen
> erschienen waren.
> 1949 versammelten sich die Gumbinner am 24. September in Hamburg. Wurden
> die ersten Treffen 1948 noch durch briefliche Werbung bekanntgegeben, so
> brachte 1949 das Ostpreußenblatt schon Bekanntgabe und Bericht. 1950 waren
> die Gumbinner sehr zahlreich bei der Großkundgebung der Landsmannschaften
> am 14.5. in Hamburg vertreten. Nachmittags war das Restaurant Elbschloss
> überfüllt. Auf dem Herbsttreffen am 09.09.1950 erhielt die
> Kreisgemeinschaft durch die Bildung eines Kreisausschusses eine festere
> Gestaltung. Landsmann Kuntze wurde als Kreisvertreter bestätigt, die
> Landsleute Mertins und Sinnhuber wurden Stellvertreter. Für die
> Landbevölkerung wurden 7, für die Stadt 12 Vertreter gewählt. 1951 trafen
> sich die Gumbinner am 01.04. in Hannover und am 07.10. in Hamburg. 1952 war
> ein besonderes Werbejahr für die Arbeit der Kreisgemeinschaft. Es wurden
> acht Treffen durchgeführt: Berlin am 06.01., Iserlohn am 27.04.
> Braunschweig am 11.05., Kiel am 18.05., Frankfurt am 08.06., Stuttgart am
> 31.08., Hamburg am 07.09., Berlin am 02.11. Am 06.09. kamen die
> Bezirksvertreter zusammen. Ein Preisausschreiben für heimatkundliche Fragen
> wurde viel beachtet. 1953 waren Treffen in Bochum (10.05.), Hamburg
> (16.08.), Stuttgart (20.09.) und Berlin (01.11.). 1954 stand das
> Bundestreffen am 15./16. in Bielefeld verbunden mit der Übernahme der
> Patenschaft durch die Stadt Bielefeld im Vordergrund. Hierbei übernahm das
> Land Salzburg die Patenschaft über die ostpreußischen Salzburger. Weitere
> Treffen waren in Neumünster (14./15.08.), Hamburg (05.08.) und Berlin 07.11.
> Alle Gumbinner Treffen wurden durch einen Gottesdienst eingeleitet. Ein
> Lichtbildervortrag belebte die Erinnerung an die alte Heimat. Ein
> gemütliches Beisammensein stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die enge
> Zusammenarbeit mit der Berliner Ortsgruppe ist besonders hervorzuheben. Das
> Treffen 1954 in Berlin besuchten über 500 Gumbinner, davon kam die Hälfte
> der Landsleute aus Ostberlin und der Sowjetzone. Die Heimatausstellungen
> bei den letzten Treffen fanden das größte Interesse; die Heimattreffen
> wiesen Besucherzahlen von 300 – 2000 auf.
> Heute ist die Kreisgemeinschaft Gumbinnen ein Stützpunkt für alle
> Gumbinner. Alle durch die Vertreibung offenstehenden Fragen: Beschaffung
> von Bescheinigungen für Fam.-Angelegenheiten, Sozialversicherungen,
> Lastenausgleich, Suche nach vermissten Angehörigen, Familienforschung u. a.
> m. werden die Kreisgemeinschaft bearbeitet. In allen Angelegenheiten wenden
> sich die Gumbinner vertrauensvoll an ihre Kreisgemeinschaft.
> Die Einwohnerkartei, die Landsmann Lingsminat, Lüneburg, Schildsteinweg
> 33, führt, hat auf etwa 11 000 Karteikarten stichwortartig die Schicksale
> von 40 000 der einstmals 55 500 Bewohner des Kreises erfasst. Der Wert der
> Kartei ist für alle Gumbinner nicht hoch genug einzuschätzen. Wie viele
> Eltern und Kinder, Verwandte, Freunde und Bekannte haben sich durch diese
> Kartei gefunden und konnten wieder ein gemeinschaftliches Leben führen oder
> in Verbindung miteinander kommen! Die Kartei ist die Grundlage jeder Arbeit
> für die Gumbinner Kreisgemeinschaft, und jeder Gumbinner muss diese Arbeit
> unterstützen.
> Im Gumbinner Heimatarchiv wird alles zusammengetragen, was an Gumbinnen
> erinnert und was heute von der Kreisgemeinschaft geleistet wird. Die
> reichhaltige Heimatliteratur gibt ein getreues Spiegelbild vom Leben,
> Wirken, vom Schaffen und Brauchtum im Kreise Grumbinnen. Etwa tausend
> Bilder und über vierhundert Diapositive zeigen die Heimat in ihrer ganzen
> Schönheit. Berichte vom Treck und der Flucht dokumentieren die Leidenszeit
> der Vertreibung. Verbunden mit dem Gumbinner Archiv ist das Salzburger
> Archiv, das auch viele wertvolle Erinnerungsstücke aufweist.
> Am 18. und 19. Juni findet nun zum zweiten Male in Bielefeld ein
> Heimattreffen statt. In einer Sitzung des Kreistages, der auf Vorschlag aus
> allen Berufsständen der Land- und Stadtbevölkerung gebildet ist, werden
> Kreisvertreter und der Kreisbeirat gewählt. Die Kreisgemeinschaft wird sich
> eine Satzung geben und damit eine Arbeitsgrundlage erhalten, die ein noch
> wirksameres Einsetzen für unsere Heimat und für alle Gumbinner
> gewährleistet.
> Durch die Patenschaft der Stadt Bielefeld wird die Kreisgemeinschaft
> Gumbinnen eine weitere Unterstützung in ihrer Heimarbeit finden. Die
> Patenschaft ist erst im Aufbau. Wenn die Pläne eine Verwirklichung finden,
> die von Bielefeld und Gumbinnen vorbereitet werden, dann wird die Stadt
> Bielefeld in allem für die Gumbinner eine zweite Heimat sein. Otto Gebauer
>
> Seite 7   Mohrungen
> Ich habe die Freude, mitzuteilen, dass unser Landsmann Siegmund Cieslick,
> früher Boyden, jetzt wohnhaft in Quickborn (Holst), Torfstr. 14, am 20. Mai
> aus polnischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist. Wir Mohrungen
> beglückwünschen ihn zu seiner Heimkehr und hoffen, dass er keinen Schaden
> an Leib und Seele erlitten hat und recht bald einen Arbeitsplatz finden
> möge.
>
> Seite 7   Johannisburg
> Wir bedauern das Ableben unseres Landsmannes, Baumeister Daufeld. Er stand
> im 89. Lebensjahre und war einer der ältesten Landsleute unseres
> Heimatkreises. Sein Name und sein Wirken sind mit dem Kreis Johannisburg,
> mit der Standortverwaltung Arys und mit unserer Landsmannschaft eng
> verbunden. Er ließ es sich, trotz seinen hohen Alters, nicht nehmen, im
> letzten Jahr zu unseren Treffen nach Flensburg und Hamburg zu kommen. Ehre
> seinem Andenken.
>
> Seite 7   Suchanzeigen
> Wer kann Auskunft geben über meinen Mann, Bernhard Bolus, geb. 03.08.1909
> in Bartenstein. Letzter Wohnort Königsberg Pr., Maybachstraße 2?,
> Feldpostnr. (E. D.) 30 680. Letzte Nachricht März 1945 aus Königsberg.
>
> Wer kann Auskunft geben über die Anschrift des Herrn Müllermeister Fenske.
> Bis 1945 tätig bei der Mühle E. Koy, Wormditt/Ostpreußen, Kreis Braunsberg.
> Nachricht erb. Frau Prof. Eva Henke, (1) Berlin SO 36, Muskauer Straße 44
>
> Gesucht wird Frau Buchholz aus Tilsit, Kornhaus. Nachricht erb. für Frau
> Weißer in der sowj. bes. Zone, Ch. Wiesner, Eislingen/Fils, Tälesweg 21
>
> Suche meine Schwester Käthe Haack, geb. Graetsch, geb. 07.04.1895, und
> deren Tochter Gerda Wirsching, geb. Haack, geb. 16.03.1921, Frau Elisat und
> deren Tochter Edith Elisat. Alle vier wohnhaft gewesen in Königsberg Pr.,
> Tiergartenstraße 41/43, Ecke Hermannallee. Frau Elisat hatte in unserem
> Hause Tiergartenstraße 41/43 ein Lebensmittel- und Milchgeschäft. Die vier
> Frauen kamen gemeinsam am Sonntag, dem 28.01.1945 von Königsberg,
> Tiergartenstraße 41/43, Ecke Hermannallee, aus dem Hause meiner Eltern nach
> Tannenwalde in mein Haus Trenkstraße 1 (am Bahnhof zwischen Dogge und Frau
> von Hatten). Sie waren am 29. Januar 1945 noch dort, als der Volkssturm und
> die Militärärzte aus meinem Hause Tannenwalde, Trenkstraße 1, schon
> abgezogen waren. Von den vier Frauen fehlt jede Spur. Wer kann irgend eine
> Auskunft geben? Unkosten werden ersetzt. Nachricht erb. Frau Ellen
> Ellinger, Tannenwalde, Trenkstraße 1, jetzt Sandhausen bei Heidelberg,
> Poststraße 6
>
> Wer war mit meinem Sohn Horst Müller, geb. in Norkitten, Kreis
> Insterburg/Ostpreußen, Fhj.-Wachtmeister einer Artill.-Abt., in den letzten
> Tagen des Januar 1945 in Königsberg Pr. zusammen und weiß etwas über sein
> Schicksal? Mitteilungen an Tierarzt Dr. E. Müller, Gütersloh/Westf.,
> Strenger Straße 14, erbeten.
>
> Suche Arnold, Hanna, Georg und Werner Newiger aus Königsberg, Alter
> Garten. Nachricht erb. Gertrud Otto, geb. Hoellger (14b) Tuttlingen,
> Mart.-Luther-Weg 11
>
> Gesucht werden die ehem. Stabsärzte Dr. Kurt Stein und Dr. Richter aus
> Goldap. Nachricht erb. Fr. Hedwig Sperwien, Hollingstedt, Kreis Schleswig
>
> Wer kann Auskunft geben über meine Tochter Ella Treinies, geb. 04.10.1929
> in Nemonien, Kreis Labiau/Ostpreußen, am 9. April 1945 in Königsberg Pr. in
> russische Gefangenschaft geraten. Nachricht erb. Georg Treinies,
> Lüdingworth bei Cuxhaven.
>
> Wer kann Auskunft geben über meinen Sohn Fritz Treinies, geb. 20.04.1920,
> letzte Kampfhandlung Slowakei, vermisst seit 20.12.1944, Feldpostnr. 02 097
> B. Nachricht erb. Georg Treinies, Lüdingworth über Cuxhaven.
>
>
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>

[OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Stensbe ck

Date: 2014/06/09 10:32:18
From: Hans Peter Stinnesbeck <hanspeter.stinnesbeck(a)gmail.com>

Hallo zusammen,

ich habe da mal eine Frage zur Königsberger Kirchenbuchkartei und deren
Aussagekraft.

In der Heiratsurkunde von Gustav STENSBECK aus 1932 wird die Geburt am
17.4.1864 in Königsberg angegeben (durch Militärpass belegt). In der
"Königsberger Kirchenbuchkartei" konnte der Name Stensbeck lt. Auskunft
des geheimen Staatsarchivs Berlin aber nicht gefunden werden.


Sehe ich das richtig, dass die Kartei den Zeitraum 1826 bis 1874 der
evangelischen und katholischen Kirchenbücher umfasst? Gibt es da größere
Lücken?

Wenn er denn dort nicht verzeichnet ist, muss ich dann schließen, dass die
Ortsangabe in der HU falsch ist?


Seine Familie lebte jedenfalls vorher in Schreitlaugken, Krs Tilsit. Sein
Bruder Oskar Maria Stensbeck ist dort lt. Sterbeurkunde am 20. Feb 1858
geboren. In Königsberg taucht die Familie im Adressbuch von 1872 zum ersten
mal auf.

-- 
Viele Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)

[OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 25, Te il 1

Date: 2014/06/09 10:50:50
From: Gerald Pautz <gerald.pautz(a)hotmail.de>

Hallo Marie,
tu peux pose tes questions en français, je vais essayer de répondre.
Gerald

-----Ursprüngliche Nachricht----- From: MARIE ANNE Barrabe
Sent: Monday, June 09, 2014 10:19 AM
To: OW-Preussen-L
Subject: Re: [OWP]Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 25, Teil 1

bitte ein Frage . Ich bin franzosin. Ich mache Forschung betr Familie von
Quenaudon aus Guben. Steht Guben im Ostpreussen? Ich kann schon alle Ihre
Beantwortungen finden, ich weiss aber nicht wie machen um Fragen zu
stellen. Ich will Gemeinschaft Ahnen forscher im Deutschland fragen? Wo
kann ich es machen, denn, zb ich habe Ihre Frage gefunden, ich kann aber
nb=nur ihr personal email finden
im voraus danke


2014-06-04 12:23 GMT+02:00 <inge.barfels(a)ewe.net>:


Folge 25 vom 18.06.1955

Seite 3   Der Beginn der Massenaustreibungen. Noch vor der Potsdamer
Konferenz wurden mehrere hunderttausend Deutsche aus der Heimat vertrieben.
Bereits im Laufe des Sommers 1945, also vor der Potsdamer Konferenz,
führten sowjetische und polnische Behörden, welche sich mit sowjetischer
Erlaubnis in den deutschen Ortsgebieten eingerichtet hatten, Austreibungen
durch. Sie bedienten sich dabei der verschiedensten Methoden, welche von
der Austreibung systematischen Drucks bis zur gewaltsamen Vertreibung
reichten.
Der Schwerpunkt war Danzig, in dem noch vor Abschluss des Krieges eine
„Woiwodschaft“ geschaffen worden war. Mitte Juni wurden Plakate
angeschlagen, in denen die sowjetische Militärkommandantur die deutsche
Bevölkerung aufforderte, die Stadt zu verlassen. In einem
Augenzeugenbericht heißt es: Zu diesem Zweck musste jeder Deutsche zur
russischen Kommandantur gehen und sich einen Ausweisungsbefehl holen. Ich
ging sofort, und zwar am 21. Juni 1945 hin, holte für mich und meine Frau
diesen Schein und wurde am nächsten Tage mit vielen Hunderten
Leidensgenossen in Viehwagen gepfercht und fuhr von Danzig über Bromberg,
Schneidemühl bis Stettin, ständig von Russen und Polen begleitet, die uns
unterwegs ausplünderten. In den an Danzig angrenzenden Orten, Langfuhr und
Zoppot, terrorisierte polnische Miliz die Bevölkerung, um sie zur schnellen
Abreise zu zwingen. Bis in den Juli gingen regelmäßig Züge ab, welche die
von Haus und Habe vertriebenen Deutschen in das sowjetische
Besatzungsgebiet brachten. Von den etwa 200 000 Deutschen, welche im Sommer
1945 im Gebiet der Freien Stadt Danzig lebten, wurde auf diese Weise der
größte Teil ausgetrieben. Ende dieses Jahres waren in der alten Hansestadt
nur noch einige Zehntausend Deutsche.
In den letzten Tagen des Monats Juni dehnten die polnischen Behörden ihre
Austreibungsmaßnahmen auch auf einen breiten Streifen entlang der Oder und
Neiße aus. Mit großer Brutalität, meist nur in Stundenfrist, wurde die
Einwohnerschaft ganzer Städte und Dörfer nach Mitteldeutschland in Marsch
gesetzt. Von Ostpommern über Ostbrandenburg bis nach Niederschlesien
erschienen Gruppen polnischer Soldaten oder Miliz und riegelten die Ein-
und Ausgänge der Dörfer ab. Die überraschten Bewohner wurden aus den
Häusern geholt und auf einem Platz zusammengetrieben. Mit nur schnell
zusammengerafftem Gepäck mussten sie den Marsch nach Westen antreten, der
oft tagelang dauerte. Insgesamt sind im Laufe dieser Austreibungsaktion im
Juni – Juli 1945 aus den deutschen Ostgebieten etwa
200 000 – 300 000 Deutsche zum Verlassen der Heimat gezwungen worden.
In den Städten an den Flußübergängen entstanden Stauungen. So waren
Stettin, Küstrin, Frankfurt, Cottbus und Görlitz von ungeheuren
Menschenmassen überfüllt. Hunger, Obdachlosigkeit und Verzweiflung
forderten schwere Opfer. Mit den Ausgetriebenen vereint warteten die Ströme
von Deutschen, welche in ihre Heimat zurückwandern wollten, auf die
Entscheidung des Schicksals. Erst gegen Mitte Juli versiegten die Trecks
der Ausgetriebenen. So plötzlich wie diese Aktion begonnen hatte, wurde sie auch abgebrochen. Die Konferenz der Siegermächte in Potsdam stand vor ihrem
Beginn. H. G. M.

Fertigmachen zur Vertreibung
Wie brutal die Vertreibung vor sich ging, darüber berichtet eine
Ostbrandenburgerin aus dem Kreis Züllichau-Schwiebus:
Am 25. Juni 1945 änderte sich unser Schicksal. Um 5.00 Uhr früh wurden wir
herausgeklopft; alle Deutschen müssen in einer halben Stunde zum Abmarsch
fertig sein und sich auf der Dorfstraße sammeln! In aller Hast suchte man
das wenige zusammen, was man tragen konnte. Nach dem Verlassen der
Wohnungen fingen Russen und Polen sofort an zu plündern, was sie noch
fanden; dann kam der Befehl an uns, alle Gold- und Wertsachen abzugeben.
Man trieb jeden von uns einzeln in ein Gehöft, wo das Gepäck durchsucht und
alles genommen wurde, was den Soldaten gefiel. Ich selbst wurde wegen
meiner 75 Jahre auf einen Ackerwagen gesetzt mit zwei sterbenden Frauen und zwei geschlechtskranken Mädchen von zehn und zwölf Jahren, die nicht laufen
konnten. Vor dem Gehöft schlug mich ein polnischer Offizier mit einer
schweren Reitpeitsche solange, bis ich meinen Pelz auszog. Dann sprang ein
Soldat auf den Wagen und riss mir meine Kleider bis aufs Hemd auf, er fand
meinen Brustbeutel mit Schmuck und nahm ihn sich. Das deutsche Papiergeld
warf er mir vor die Füße. Sehr viele Männer und Frauen wurden bei der
Untersuchung blutig geschlagen, ihre Gesichter waren voll Striemen und die
Augen blutunterlaufen.
Gegen ein Uhr mittags zog der traurige Zug gen Westen, begleitet von
polnischen Soldaten. Außer uns, zwei Wagen mit Säuglingen und alten Leuten, musste alles zu Fuß gehen. Wo wir auf dem Wege hinsahen, waren alle Straßen
bevölkert von den gleichen Elendszügen, Schubkarren wurden von Frauen
geschoben, beladen mit Gepäck und kleinen Kindern, Alte und Kranke saßen
auf Kisten mit Rädern. Unterwegs nahm man uns noch die Säcke ab und warf
sie auf uns entgegenkommende Wagen, die nach Osten fuhren. Drei Tage und
zwei Nächte dauerte der marsch bis Frankfurt a d. O. durch zerstörte,
gespensterhaft leere, schon vor uns von den Bewohnern geräumte Städte und
Dörfer, wie Sternberg, Bottschow und Reppen. Wir schliefen im Wald; da die
Polen uns die letzten Decken und Mäntel noch im Dorf genommen hatten,
besaßen wir nichts, um uns zuzudecken. Wer nachts starb, wurde früh im
Walde verscharrt; oft war es nicht sicher, dass sie tot waren, denn man
wartete nur, bis sie sich kurze Zeit nicht bewegten. Die polnischen Posten
beraubten uns noch in der letzten Nacht, um beinahe das letzte unserer
Habe, indem sie uns in der Nacht Überfälle der Russen vortäuschten.
An der Oderbrücke in Frankfurt angelangt, überließ man uns unserem
Schicksal. Die Polen gingen zurück nach Osten. Wir schleppten unsere
Säckchen über die Brücke und kamen in die überfüllte Stadt. Hunderttausende
von Vertriebenen waren angekommen, und immer neue Trecks überfluteten die
Straßen. Die Stadt war diesem Zustrom gegenüber hilflos, es gab keine
Quartiere und kein Brot für diese hilflosen Menschen, die nun obdachlos auf
den Straßen blieben. Als wir ankamen, standen viele beladene Karren und
Kisten an der Oderbrücke. Wir hörten, dass kurz vor unserer Ankunft dort
etwa siebzig Familien eines Trecks ihrem Leben ein Ende gemacht hatten,
indem sie sich in die Oder stürzten, denn diese Bauern konnten den Verlust
ihrer Höfe nicht fassen und begingen aus Verzweiflung Selbstmord.
So ging es an vielen, vielen orten im deutschen Osten bis gegen Mitte Juli
1945.

Seite 7   Die Kreisgemeinschaft Gumbinnen. Wiederfinden und neuer Anfang,
Aufbau und zielbewusste Arbeit
Im August 1944 wurden die Frauen und Kinder aus Gumbinnen nach Braunsberg,
Mehlsack und Bischofsburg evakuiert. Im Oktober musste die übrige
Bevölkerung flüchten. Sie fand zuerst in Gerdauen, später in Stadt und
Kreis Osterode Aufnahme. Viele Gumbinner zogen es vor, weiter nach Westen
zu ziehen. Viele Grumbinner kamen später nur unter großen Schwierigkeiten
von Osterode fort, viele wurden von den Russen überrascht, und viele sind
dort auch ein Opfer der Vertreibung geworden. Die aus Gumbinnen evakuierten
Frauen und Kinder wurden im November und später nach Westdeutschland
gebracht. Eine große Anzahl Gumbinner landete in Dänemark.
So wurden die Gumbinner in alle Winde verstreut. Alle Bindungen waren
unterbrochen. Eltern wussten nichts von ihren Kindern und umgekehrt.
Durch Festlegung von Anschriften in Westdeutschland hatten sich Familien
und Hausgemeinschaften einen gewissen Zusammenhalt gesichert. An diese
Anschriften wurden, als man eine Zufluchtsstätte gefunden hatte, Anfrage
auf Anfrage gerichtet. Mehr und mehr Bekannte fanden sich zusammen. So war
besonders das Anschriftenverzeichnis der Landsleute Alfred Schulze-Puspern
und Gustav Bünsch von der Landbevölkerung sehr umfangreich, aber auch die
Listen von Paul Reimer, Frau Obersberger und Frau Gebauer wiesen hunderte
von Namen auf. Das waren die ersten Anfänge des Zusammenfindens der
Gumbinner Kreisgemeinschaft.
Nachdem das Verbot der Besatzungsmächte über den Zusammenschluss der
Vertriebenen aufgehoben war, die ostpreußische Landsmannschaft sich zu
organisieren begann und ein Ostpreußenblatt erschien, wurde durch Landsmann
Kuntze im Herbst 1948 zum ersten Heimattreffen der Gumbinner nach
Hamburg-Altona aufgerufen. Das Treffen wurde von etwa fünfhundert
Gumbinnern besucht. Auf diesem Treffen nahm durch eine Absprache der
Landsleute Kuntze, Kreutzberger, Lingsminat und Gebauer die
Kreisgemeinschaft feste Formen an. Landsmann Kuntze übernahm die Führung,
Lingsminat die Aufstellung der Personenkartei und Gebauer, die eines
Heimatarchivs.
Unabhängig von diesem Treffen hatte Landsmann Gebauer ein Gumbinner
Treffen in Heide/Host. Durchgeführt, zu dem über dreihundert Personen
erschienen waren.
1949 versammelten sich die Gumbinner am 24. September in Hamburg. Wurden
die ersten Treffen 1948 noch durch briefliche Werbung bekanntgegeben, so
brachte 1949 das Ostpreußenblatt schon Bekanntgabe und Bericht. 1950 waren
die Gumbinner sehr zahlreich bei der Großkundgebung der Landsmannschaften
am 14.5. in Hamburg vertreten. Nachmittags war das Restaurant Elbschloss
überfüllt. Auf dem Herbsttreffen am 09.09.1950 erhielt die
Kreisgemeinschaft durch die Bildung eines Kreisausschusses eine festere
Gestaltung. Landsmann Kuntze wurde als Kreisvertreter bestätigt, die
Landsleute Mertins und Sinnhuber wurden Stellvertreter. Für die
Landbevölkerung wurden 7, für die Stadt 12 Vertreter gewählt. 1951 trafen
sich die Gumbinner am 01.04. in Hannover und am 07.10. in Hamburg. 1952 war
ein besonderes Werbejahr für die Arbeit der Kreisgemeinschaft. Es wurden
acht Treffen durchgeführt: Berlin am 06.01., Iserlohn am 27.04.
Braunschweig am 11.05., Kiel am 18.05., Frankfurt am 08.06., Stuttgart am
31.08., Hamburg am 07.09., Berlin am 02.11. Am 06.09. kamen die
Bezirksvertreter zusammen. Ein Preisausschreiben für heimatkundliche Fragen
wurde viel beachtet. 1953 waren Treffen in Bochum (10.05.), Hamburg
(16.08.), Stuttgart (20.09.) und Berlin (01.11.). 1954 stand das
Bundestreffen am 15./16. in Bielefeld verbunden mit der Übernahme der
Patenschaft durch die Stadt Bielefeld im Vordergrund. Hierbei übernahm das
Land Salzburg die Patenschaft über die ostpreußischen Salzburger. Weitere
Treffen waren in Neumünster (14./15.08.), Hamburg (05.08.) und Berlin 07.11.
Alle Gumbinner Treffen wurden durch einen Gottesdienst eingeleitet. Ein
Lichtbildervortrag belebte die Erinnerung an die alte Heimat. Ein
gemütliches Beisammensein stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die enge
Zusammenarbeit mit der Berliner Ortsgruppe ist besonders hervorzuheben. Das
Treffen 1954 in Berlin besuchten über 500 Gumbinner, davon kam die Hälfte
der Landsleute aus Ostberlin und der Sowjetzone. Die Heimatausstellungen
bei den letzten Treffen fanden das größte Interesse; die Heimattreffen
wiesen Besucherzahlen von 300 – 2000 auf.
Heute ist die Kreisgemeinschaft Gumbinnen ein Stützpunkt für alle
Gumbinner. Alle durch die Vertreibung offenstehenden Fragen: Beschaffung
von Bescheinigungen für Fam.-Angelegenheiten, Sozialversicherungen,
Lastenausgleich, Suche nach vermissten Angehörigen, Familienforschung u. a. m. werden die Kreisgemeinschaft bearbeitet. In allen Angelegenheiten wenden
sich die Gumbinner vertrauensvoll an ihre Kreisgemeinschaft.
Die Einwohnerkartei, die Landsmann Lingsminat, Lüneburg, Schildsteinweg
33, führt, hat auf etwa 11 000 Karteikarten stichwortartig die Schicksale
von 40 000 der einstmals 55 500 Bewohner des Kreises erfasst. Der Wert der
Kartei ist für alle Gumbinner nicht hoch genug einzuschätzen. Wie viele
Eltern und Kinder, Verwandte, Freunde und Bekannte haben sich durch diese
Kartei gefunden und konnten wieder ein gemeinschaftliches Leben führen oder in Verbindung miteinander kommen! Die Kartei ist die Grundlage jeder Arbeit
für die Gumbinner Kreisgemeinschaft, und jeder Gumbinner muss diese Arbeit
unterstützen.
Im Gumbinner Heimatarchiv wird alles zusammengetragen, was an Gumbinnen
erinnert und was heute von der Kreisgemeinschaft geleistet wird. Die
reichhaltige Heimatliteratur gibt ein getreues Spiegelbild vom Leben,
Wirken, vom Schaffen und Brauchtum im Kreise Grumbinnen. Etwa tausend
Bilder und über vierhundert Diapositive zeigen die Heimat in ihrer ganzen
Schönheit. Berichte vom Treck und der Flucht dokumentieren die Leidenszeit
der Vertreibung. Verbunden mit dem Gumbinner Archiv ist das Salzburger
Archiv, das auch viele wertvolle Erinnerungsstücke aufweist.
Am 18. und 19. Juni findet nun zum zweiten Male in Bielefeld ein
Heimattreffen statt. In einer Sitzung des Kreistages, der auf Vorschlag aus
allen Berufsständen der Land- und Stadtbevölkerung gebildet ist, werden
Kreisvertreter und der Kreisbeirat gewählt. Die Kreisgemeinschaft wird sich
eine Satzung geben und damit eine Arbeitsgrundlage erhalten, die ein noch
wirksameres Einsetzen für unsere Heimat und für alle Gumbinner
gewährleistet.
Durch die Patenschaft der Stadt Bielefeld wird die Kreisgemeinschaft
Gumbinnen eine weitere Unterstützung in ihrer Heimarbeit finden. Die
Patenschaft ist erst im Aufbau. Wenn die Pläne eine Verwirklichung finden,
die von Bielefeld und Gumbinnen vorbereitet werden, dann wird die Stadt
Bielefeld in allem für die Gumbinner eine zweite Heimat sein. Otto Gebauer

Seite 7   Mohrungen
Ich habe die Freude, mitzuteilen, dass unser Landsmann Siegmund Cieslick,
früher Boyden, jetzt wohnhaft in Quickborn (Holst), Torfstr. 14, am 20. Mai
aus polnischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist. Wir Mohrungen
beglückwünschen ihn zu seiner Heimkehr und hoffen, dass er keinen Schaden
an Leib und Seele erlitten hat und recht bald einen Arbeitsplatz finden
möge.

Seite 7   Johannisburg
Wir bedauern das Ableben unseres Landsmannes, Baumeister Daufeld. Er stand
im 89. Lebensjahre und war einer der ältesten Landsleute unseres
Heimatkreises. Sein Name und sein Wirken sind mit dem Kreis Johannisburg,
mit der Standortverwaltung Arys und mit unserer Landsmannschaft eng
verbunden. Er ließ es sich, trotz seinen hohen Alters, nicht nehmen, im
letzten Jahr zu unseren Treffen nach Flensburg und Hamburg zu kommen. Ehre
seinem Andenken.

Seite 7   Suchanzeigen
Wer kann Auskunft geben über meinen Mann, Bernhard Bolus, geb. 03.08.1909
in Bartenstein. Letzter Wohnort Königsberg Pr., Maybachstraße 2?,
Feldpostnr. (E. D.) 30 680. Letzte Nachricht März 1945 aus Königsberg.

Wer kann Auskunft geben über die Anschrift des Herrn Müllermeister Fenske.
Bis 1945 tätig bei der Mühle E. Koy, Wormditt/Ostpreußen, Kreis Braunsberg.
Nachricht erb. Frau Prof. Eva Henke, (1) Berlin SO 36, Muskauer Straße 44

Gesucht wird Frau Buchholz aus Tilsit, Kornhaus. Nachricht erb. für Frau
Weißer in der sowj. bes. Zone, Ch. Wiesner, Eislingen/Fils, Tälesweg 21

Suche meine Schwester Käthe Haack, geb. Graetsch, geb. 07.04.1895, und
deren Tochter Gerda Wirsching, geb. Haack, geb. 16.03.1921, Frau Elisat und
deren Tochter Edith Elisat. Alle vier wohnhaft gewesen in Königsberg Pr.,
Tiergartenstraße 41/43, Ecke Hermannallee. Frau Elisat hatte in unserem
Hause Tiergartenstraße 41/43 ein Lebensmittel- und Milchgeschäft. Die vier
Frauen kamen gemeinsam am Sonntag, dem 28.01.1945 von Königsberg,
Tiergartenstraße 41/43, Ecke Hermannallee, aus dem Hause meiner Eltern nach
Tannenwalde in mein Haus Trenkstraße 1 (am Bahnhof zwischen Dogge und Frau
von Hatten). Sie waren am 29. Januar 1945 noch dort, als der Volkssturm und
die Militärärzte aus meinem Hause Tannenwalde, Trenkstraße 1, schon
abgezogen waren. Von den vier Frauen fehlt jede Spur. Wer kann irgend eine
Auskunft geben? Unkosten werden ersetzt. Nachricht erb. Frau Ellen
Ellinger, Tannenwalde, Trenkstraße 1, jetzt Sandhausen bei Heidelberg,
Poststraße 6

Wer war mit meinem Sohn Horst Müller, geb. in Norkitten, Kreis
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Tagen des Januar 1945 in Königsberg Pr. zusammen und weiß etwas über sein
Schicksal? Mitteilungen an Tierarzt Dr. E. Müller, Gütersloh/Westf.,
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Wer kann Auskunft geben über meine Tochter Ella Treinies, geb. 04.10.1929
in Nemonien, Kreis Labiau/Ostpreußen, am 9. April 1945 in Königsberg Pr. in
russische Gefangenschaft geraten. Nachricht erb. Georg Treinies,
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Wer kann Auskunft geben über meinen Sohn Fritz Treinies, geb. 20.04.1920,
letzte Kampfhandlung Slowakei, vermisst seit 20.12.1944, Feldpostnr. 02 097
B. Nachricht erb. Georg Treinies, Lüdingworth über Cuxhaven.


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Re: [OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, GUBEN

Date: 2014/06/09 11:24:11
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Nein, Marie, Guben liegt nicht in Ostpreussen. Guben liegt in Brandenburg auf beiden Seiten der Lausitzer Neisse. Der Fluss ist heute Grenzfluss zwischen Deutschland und Polen. Die alte Stadt Guben ist nun geteilt: Westlich der Neisse heisst sie Guben, östlich der Neisse heisst sie heute Gubin.

Gruß
Rolf-Peter

Am 09.06.2014 10:45, schrieb Gerald Pautz:
Hallo Marie,
tu peux pose tes questions en français, je vais essayer de répondre.
Gerald

-----Ursprüngliche Nachricht----- From: MARIE ANNE Barrabe
Sent: Monday, June 09, 2014 10:19 AM
To: OW-Preussen-L
Subject: Re: [OWP]Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 25, Teil 1

bitte ein Frage . Ich bin franzosin. Ich mache Forschung betr Familie von
Quenaudon aus Guben. Steht Guben im Ostpreussen? Ich kann schon alle Ihre
Beantwortungen finden, ich weiss aber nicht wie machen um Fragen zu
stellen. Ich will Gemeinschaft Ahnen forscher im Deutschland fragen? Wo
kann ich es machen, denn, zb ich habe Ihre Frage gefunden, ich kann aber
nb=nur ihr personal email finden
im voraus danke



[OWP] Standesamtsregister Allenstein

Date: 2014/06/09 14:33:26
From: Bernhard Ostrzinski <bernhardostrzinski(a)web.de>

Hallo,

ein neues Update ( Korrekturen und Neuzusätze) wurde eingespielt.

 

3030 Neuzusätze!

Damit sind 214.164 Datensätze erfasst!

 

Fürstenwalde, Geburten 1886;

Hohenstein, (Stadt), Sterberegister 1878,

Deutsch Brozie ( komplett),

Gross Bestendorf ( Geburten 1892),

Terreszewo ( komplett)

Hagenau (Sterberegister 1882)

Löbau ( div. Einträge aus Geburts - Heirats und Sterberegistern)

WICHTIG !!

Beim Suchen der Originale der Registereinträge ist, ( nur Löbau ),

zu beachten das im verlinkten Registerband mehrere Jahrgänge

enthalten sind und deswegen bei der Suche im Band das Jahr und die

Registernummern zu beachten sind.

 

Über 96.000 Zugriffe auf den Index

Ein ganz großes Danke an alle Helfer deren Arbeit diesen Index erst
ermöglichen.

 

Weitere Helfer werden immer gebraucht!

Gruß

Bernhard

 

 

[OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei

Date: 2014/06/09 18:08:05
From: Viktor Haupt <viktorhaupt(a)aol.com>


Hallo Hans Peter Stinnesbeck,
in der Kbg. Kirchenbuchkartei (KKK) sollten alle Taufen in Königsberger Kirchen in dem fraglichen Zeitraum enthalten sein. Es gibt jedoch einzelne Ordner, die verloren gegangen sind. Denkbar wären folgende Umstände, weshalb die gesuchte Geburt nicht gefunden wurde:

Der Ordner mit männlichen Geburten Ste... ist nicht mehr vorhanden.

Der Name wurde seinerzeit anders geschrieben (Steensbeck, Steinsbeck, Steinbeck, Stiensbeck, Stinnesbeck) und es wurden nicht alle denkbaren Schreibvarianten durchgeprüft.

Ich habe in einem Aufsatz den genauen Umfang und Gehalt der KKK erläutert und beschrieben. Hier zu finden: http://www.genealogischenotizen.blogspot.de/2011/12/die-konigsberger-kirchenbuchkartei-eine.html
Wie ich soeben noch einmal nachgesehen habe, fehlt von den männlichen Geburten nur ein einziger Ordner. Es wäre schon ein unglücklicher Zufall, wenn es gerade diese Buchstabenfolge betreffen sollte.

Anmerkung: es gab auch ein Gut Schreitlacken im Kirchspiel Rudau, ca. 20 km nördlich von Königsberg.

Grüße aus Berlin
Viktor


-----Ursprüngliche Mitteilung----- 

Date: Mon, 9 Jun 2014 10:32:16 +0200
From: Hans Peter Stinnesbeck <hanspeter.stinnesbeck(a)gmail.com>
Subject: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Stensbeck

Hallo zusammen,
ich habe da mal eine Frage zur Königsberger Kirchenbuchkartei und deren
Aussagekraft.

In der Heiratsurkunde von Gustav STENSBECK aus 1932 wird die Geburt am
17.4.1864 in Königsberg angegeben (durch Militärpass belegt). In der
"Königsberger Kirchenbuchkartei" konnte der Name Stensbeck lt. Auskunft
des geheimen Staatsarchivs Berlin aber nicht gefunden werden.


Sehe ich das richtig, dass die Kartei den Zeitraum 1826 bis 1874 der
evangelischen und katholischen Kirchenbücher umfasst? Gibt es da größere
Lücken?

Wenn er denn dort nicht verzeichnet ist, muss ich dann schließen, dass die
Ortsangabe in der HU falsch ist?


Seine Familie lebte jedenfalls vorher in Schreitlaugken, Krs Tilsit. Sein
Bruder Oskar Maria Stensbeck ist dort lt. Sterbeurkunde am 20. Feb 1858
geboren. In Königsberg taucht die Familie im Adressbuch von 1872 zum ersten
mal auf.


 

 

[OWP] Todesanzeige mit Elchschaufel

Date: 2014/06/09 19:15:12
From: Barbara Trappe <barbaratrappe(a)gmx.de>

Am 26. 05. 2014 starb in Dortmund Gertrud ALTROCK geb. MELZER * 17.01.1910 (!) Gutsbezirk Annenhof, Kreis Labiau Nach einer Meldung im Lokal-Kompass Dortmund von 2013: Älteste von 10 Geschwistern , Heirat 1932, landete nach der Flucht in Schleswig-Holstein. Seit 1953 in Dortmund. Töchter: Ursula Hämmerling geb. Altrock und Rosemarie Böhle geb. Altrock


Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Sten sbeck

Date: 2014/06/09 20:26:53
From: Carsten Wagner <wagner242536(a)web.de>

Hallo Hans-Peter,

eine weitere mögliche Erklärung dafür, dass Stensbeck nicht in der KKK gefunden wurde, wäre noch, dass die Taufe vielleicht in einer Militärgemeinde stattfand (oder evtl. auch in einer römisch-katholischen Gemeinde).

"Die Militär-Gemeinden hatten ihre Bücher nicht zur Verkartung gegeben. Diese liegen heute im GStA PK Hauptabteilung VIII.
Auch die römisch-katholischen Unterlagen wurden nicht erfaßt."
(Zitat aus einem Beitrag in dieser Liste von 2007 mit umfangreichen Erläuterungen zum Thema)
<http://list.genealogy.net/mm/archiv/ow-preussen-l/2007-10/msg00067.html>

Viele Grüße
Carsten (Wagner)

Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/09 20:59:02
From: Andrea Neij <andreaneij(a)hotmail.com>

Hallo Rolf-Peter, 

nein, die Vorstellung hatte ich nie. Meine Mutter und ihre Familie waren 
jedenfalls auch nicht zweisprachig. Das ist aber auch eigentlich nicht 
notwendig, dass ein grosser Anteil der Bevölkerung zweisprachig ist. Wenn
man z.B. mit Irland vergleicht - da spricht nur ein ganz kleiner Anteil der
Bevölkerung Gälisch, und trotzdem ist die gälische Grammatik im Englisch
der Iren. Ich will euch jetzt nicht mit Beispielen langweilen, aber so ist es.

Natürlich waren die Leute ursprünglich, irgendwann mal, zweisprachig. 
Bzw. es gab einen langsammen Wechsel der Sprache, eine Umstellung.
Oft scheint es so zu sein, dass die Menschen gerade nicht mehr zwei-
sprachig sind, wenn ihre Sprache Merkmale der anderen Sprache dabei hat.
Aber auch, wenn zwei Sprachgruppen nebeneinander her leben, können 
sie einander beeinflussen. 

> Date: Sun, 8 Jun 2014 22:38:47 +0200
> From: pcperrey(a)t-online.de
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Subject: Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt
> 
> Andrea,
> 
> dem liegt wohl die Vorstellung zugrunde, das Ostpreußen durchweg 
> zweisprachig gewesen ist. Dies war aber nicht der Fall.
> 
> Masurisch (bei den Masurisch-Sprechern 'Polnisch' genannt) war noch zur 
> Kaiserzeit im ostpreußischen Landesteil Masuren verbreitet, ausgehend 
> von den dortigen Landstädten und gestützt durch den Schulunterricht, 
> setzte sich aber danach immer mehr das Deutsche durch. Die Eltern meines 
> Großvaters mütterlicherseits, die aus Masuren stammten, sprachen außer 
> Deutsch noch Masurisch. Ihr Sohn, mein Großvater, verstand es noch. 
> Litauisch wurde in der nordöstlichen Ecke Ostpreußens (besonders auf dem 
> Lande) noch gesprochen, neben Niederdeutsch als Umgangssprache. 
> Hochdeutsch lernten alle in der Schule. Im großen "Rest" Ostpreußens 
> sprach man nur Deutsch. Insofern kann eine Zweitsprache auch nicht die 
> Strukturen deutscher Dialekte oder der deutschen Hochsprache beeinflusst 
> haben.
> 
> Es gibt eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zu den deutschen 
> Mundarten Ostpreußens. Wenn Du Dich dafür in Einzelfragen interessierst, 
> solltest Du sie vielleicht einmal einsehen.
> 
> Rolf-Peter
> 
> 
> Am 08.06.2014 00:46, schrieb Andrea Neij:
> > Japp.... ich bin selbst Sprachlehrerin, vergesse aber fast mein Deutsch
> > inzwischen, weil ich seit über 20 Jahren im Ausland lebe. Das nur als
> > Erklärung warum mein Deutsch inzwischen etwas .... unbeholfener geworden
> > ist.
> >
> > Was du sagst, ist ja das "Allgemeine": Das Perfekt wird mehr mündlich,
> > in der Umgangssprache angewendet. Und eventuell auch wenn die Handlungen
> > noch nicht lange zurückliegen. Obwohl ich das eigentlich im Deutschen noch nicht
> > so festgestellt habe. Im Englischen ist es so, im Schwedischen ist es auch so.
> > Aber Imperfekt (oder Präteritum) durchgehend in der Umgangssprache ist
> > ja eigentlich  im Deutschen nicht üblich und ich hatte es für eine Marotte meiner Oma
> > gehalten. Oder für ihr Bedürfnis einen besonders kultivierten Eindruck zu machen.
> >
> > Aber dann hörte ich noch jemanden, der so sprach. Meine Erfahrung ist auch, dass
> > grammatikalische Besonderheiten oft ihre Ursachen in anderen Sprachen haben - bei
> > zweisprachigen Menschen. Z.B. Iren haben ein paar Aspekte gälische Grammatik in
> > ihrem Englisch. Kann es aus der polnischen Grammatik kommen? Weiss jemand, ob
> > man im Polnischen im Imperfekt redet?
> >
> > /Andrea
> >
> >
> 
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
 		 	   		  

Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Stensbe ck

Date: 2014/06/09 20:59:44
From: Hans Peter Stinnesbeck <hanspeter.stinnesbeck(a)gmail.com>

Vielen Dank Carsten,

jetzt bin ich aber erst einmal verwirrt.
Im Abschnitt II-b wird "christlich-katholischen" als berücksichtigt
erwähnt, weiter unten im Abschnitt V dann der Widerspruch: "die
römisch-katholischen Unterlagen wurden nicht erfaßt".
Wie kann ich das verstehen?

Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)


Am 9. Juni 2014 20:26 schrieb Carsten Wagner <wagner242536(a)web.de>:

> Hallo Hans-Peter,
>
> eine weitere mögliche Erklärung dafür, dass  Stensbeck nicht in der KKK
> gefunden wurde, wäre noch, dass die Taufe vielleicht in einer
> Militärgemeinde stattfand (oder evtl. auch in einer römisch-katholischen
> Gemeinde).
>
> "Die Militär-Gemeinden hatten ihre Bücher nicht zur Verkartung gegeben.
> Diese liegen heute im GStA PK Hauptabteilung VIII.
> Auch die römisch-katholischen Unterlagen wurden nicht erfaßt."
> (Zitat aus einem Beitrag in dieser Liste von 2007 mit umfangreichen
> Erläuterungen zum Thema)
> <http://list.genealogy.net/mm/archiv/ow-preussen-l/2007-10/msg00067.html>
>
> Viele Grüße
> Carsten (Wagner)
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
>



-- 
Liebe Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)

Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/09 21:55:58
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Hallo Andrea,

die sprachliche Situation in Irland ist uns beiden bekannt. Sie ist mit der in Ostpreußen auch nicht ansatzweise vergleichbar, selbst dann nicht, wenn man das Altpreußische (die ausgestorbene Sprache der Prußen) mit einkalkuliert. Es gibt hinreichend viele Dialektliteraturbelege aus verschiedenen ostpreußischen Gegenden. Die könntest Du Dir besorgen und untersuchen. Mit Vermutungen kommt man im Bereich der Sprachen nicht weiter.

Zunächst einmal solltest Du in dem Gebiet anfangen, aus dem Deine Oma stammt. Du hast uns darüber noch nichts verraten, so dass wir Außenstehende sowieso nur 'im Nebel stochern' können.

Rolf-Peter



Am 09.06.2014 20:59, schrieb Andrea Neij:
Hallo Rolf-Peter,

nein, die Vorstellung hatte ich nie. Meine Mutter und ihre Familie waren
jedenfalls auch nicht zweisprachig. Das ist aber auch eigentlich nicht
notwendig, dass ein grosser Anteil der Bevölkerung zweisprachig ist. Wenn
man z.B. mit Irland vergleicht - da spricht nur ein ganz kleiner Anteil der
Bevölkerung Gälisch, und trotzdem ist die gälische Grammatik im Englisch
der Iren. Ich will euch jetzt nicht mit Beispielen langweilen, aber so ist es.

Natürlich waren die Leute ursprünglich, irgendwann mal, zweisprachig.
Bzw. es gab einen langsammen Wechsel der Sprache, eine Umstellung.
Oft scheint es so zu sein, dass die Menschen gerade nicht mehr zwei-
sprachig sind, wenn ihre Sprache Merkmale der anderen Sprache dabei hat.
Aber auch, wenn zwei Sprachgruppen nebeneinander her leben, können
sie einander beeinflussen.

Date: Sun, 8 Jun 2014 22:38:47 +0200
From: pcperrey(a)t-online.de
To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Subject: Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Andrea,

dem liegt wohl die Vorstellung zugrunde, das Ostpreußen durchweg
zweisprachig gewesen ist. Dies war aber nicht der Fall.

Masurisch (bei den Masurisch-Sprechern 'Polnisch' genannt) war noch zur
Kaiserzeit im ostpreußischen Landesteil Masuren verbreitet, ausgehend
von den dortigen Landstädten und gestützt durch den Schulunterricht,
setzte sich aber danach immer mehr das Deutsche durch. Die Eltern meines
Großvaters mütterlicherseits, die aus Masuren stammten, sprachen außer
Deutsch noch Masurisch. Ihr Sohn, mein Großvater, verstand es noch.
Litauisch wurde in der nordöstlichen Ecke Ostpreußens (besonders auf dem
Lande) noch gesprochen, neben Niederdeutsch als Umgangssprache.
Hochdeutsch lernten alle in der Schule. Im großen "Rest" Ostpreußens
sprach man nur Deutsch. Insofern kann eine Zweitsprache auch nicht die
Strukturen deutscher Dialekte oder der deutschen Hochsprache beeinflusst
haben.

Es gibt eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zu den deutschen
Mundarten Ostpreußens. Wenn Du Dich dafür in Einzelfragen interessierst,
solltest Du sie vielleicht einmal einsehen.

Rolf-Peter


Am 08.06.2014 00:46, schrieb Andrea Neij:
Japp.... ich bin selbst Sprachlehrerin, vergesse aber fast mein Deutsch
inzwischen, weil ich seit über 20 Jahren im Ausland lebe. Das nur als
Erklärung warum mein Deutsch inzwischen etwas .... unbeholfener geworden
ist.

Was du sagst, ist ja das "Allgemeine": Das Perfekt wird mehr mündlich,
in der Umgangssprache angewendet. Und eventuell auch wenn die Handlungen
noch nicht lange zurückliegen. Obwohl ich das eigentlich im Deutschen noch nicht
so festgestellt habe. Im Englischen ist es so, im Schwedischen ist es auch so.
Aber Imperfekt (oder Präteritum) durchgehend in der Umgangssprache ist
ja eigentlich  im Deutschen nicht üblich und ich hatte es für eine Marotte meiner Oma
gehalten. Oder für ihr Bedürfnis einen besonders kultivierten Eindruck zu machen.

Aber dann hörte ich noch jemanden, der so sprach. Meine Erfahrung ist auch, dass
grammatikalische Besonderheiten oft ihre Ursachen in anderen Sprachen haben - bei
zweisprachigen Menschen. Z.B. Iren haben ein paar Aspekte gälische Grammatik in
ihrem Englisch. Kann es aus der polnischen Grammatik kommen? Weiss jemand, ob
man im Polnischen im Imperfekt redet?

/Andrea


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[OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 26, Tei l 2

Date: 2014/06/09 22:14:03
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>


Seite 11   Aus Mühlhausen werden gesucht:
Martha Gehrmann, Mauerstraße
Emil Glatz, Steinsetzter
Hans-Georg Gallinat
Hans Fiehn
Minna Dzimba
Herr und Frau Frenarg
Frau Herrmann, Kaiserstraße 2
Griebat, Kaiserstraße 4
Kurt Grunwald, Kaiserstraße 5
Herbert Gerke, Bahnhofstraße 1
Gustav Grunwald, Brünneckshöfer Straße 1
Griehl, Brünneckshöfer Straße 2
Gerke, Tannenbergstraße 2
Gehrmann, Braunsberger Straße 4
Gertrud Taschke,
Streetz
Anna Wiechert
Frau Maschke
Frau Preuschoff
Elisabeth Richter, sämtlich aus Gardienen
Gehrmann, geb. Schäfer, Braunsberger Straße 11
Grütz und Groß, Braunsberger Straße 15
Der Förster Günther
Witwe Eichler, Mühlenstraße 2
Griehl, Sedanstraße 10
Groß, Kirchenstraße 4
Erich Grütz
Asta Grosche
Ursula Grunwald
Ernst Hopp
Frau Wichmann
Fritz Kulipper (fünfter und sechster Buchstabe unleserlich, Kuli??er)
Ferdinand Wolff
Frau A. Hans, sämtlich aus Brünneckshof
Graw, Sedanstraße
Grunenberg, Teichstraße 5
Witwe Gehrmann, Friedrichstraße 3
Witwe Gehrmann, Karlstraße 6
Der Schlosser, Görke, Mauerstraße 7
Gebert, Mauerstraße 8
Emil Glatz, Feldstraße 2
Fritz Görke, Elbinger Straße 8
Gehrmann, Markt 24
Gallweg, Abbau Kobelin
Grunwald, Schwangen
Gebert, Abbau Greulsberg
Frieda Liß, Karlstraße 1
Heinrich Will, Karlstraße 1
Ernst Rex, Karlstraße Nr. 1
Friedrich Wenzel, Karlstraße 2
Hoppe, Mauerstraße 2
Adloff, Mauerstraße 3
Frau Schäfer, Braunsberger Straße 7
Jonis Jacozis, Buchhalter, Bahnhofstraße
Ida Marquardt, Bahnhofstraße 31
Elisabeth Kolberg und Hildegard Pulver, beide Greulsberg

Seite 11   Ehrung für Albert Ebner
Bei der Generalversammlung der Vertretung der heimatvertriebenen Wirtschaft wurde der allen ostpreußischen Landsleuten bekannte Königsberger Kaffeeimporteur Albert Ebner, der heute wieder in Hamburg-Wandsbek eine Kaffeerösterei besitzt, von dem Vorsitzenden des Verbandes für zehnjährige treue Mitarbeit als Beirat der Vertretung der heimatvertriebenen Wirtschaft besonders geehrt. Albert Ebner wurde ein silberner Becher mit einer Widmung überreicht.

Seite 11   Bestätigungen
Wer kann bestätigen, dass Fritz Girnuweit, geb. am 19.04.1890, früher wohnhaft gewesen in Kuben, Kreis Tilsit-Ragnit, von 1906 – 1911 in der Landwirtschaft auf dem Rittergut Kolbe in Trakehnen, Kreis Pillkallen, vom 05.01.1919 – 01.06.1923 als Bahnarbeiter bei der Reichsbahndirektion Königsberg, von 1923 – 1933 bei der Tiefbaufirma Botke in Rautenberg, Kreis Tilsit, und vom 17.02.1941 – 30.04.1941 im Sägewerk Abromeit in Leskewangen, Kreis Tilsit, tätig gewesen ist?

Reichsbahnoberinspektor Richard Prozeski, geb. 22.10.1888 aus Königsberg, Unterhaberberg 73 – 74, soll im Mai 1945 in Königsberg verstorben sein. Es werden Augenzeugen gesucht, die seinen Tod bestätigen können.

Seite 12   Johannisburg
Ein Landsmann aus unserem Kreise hatte die Freude, von seinem noch in der Heimat lebenden Sohn fernmündlich angerufen zu werden und mit ihm 20 Minuten sprechen zu können. Der Sohn hatte die Eltern an das Fernamt ihres jetzigen Wohnortes heranrufen lassen. Die Verbindung war in fünf Minuten hergestellt. Die Verständigung war recht gut.

Gesucht werden:
Marie Mursa, Johannisburg
Marta Hellmann, geb. Frisch, Sdengowen
Emil Frisch, Postschaffner, Arys
Adam Solnierzik, Groß-Kessel
Für die Seelenliste der Stadt Arys werden die Anschriften folgender Landsleute aus Arys gesucht:
Bautechniker Ackermann und Familie
Irmgard Adam, Pflegetochter des Arthur Braag, Allenstein, Wirtschafterin
Gerhard Bass, Werner Bass, Klaus Bass und Suse Bass, Kinder des Stadtinspektors Bass
Karl Biehl, Rendant und Familie.
Johannes Brust, Arbeiter und Familie
Balzer und Familie (Autovermietung)
Hauptmann Bethke und Familie
Gottfried Bottke, Heinz Bottke, Kurt Bottke und Ulrich Bottke
Hedwig Bansmer, Tochter und Mutter
Frieda Beinhof und Sohn
Postbeamter Bernsdorff und Familie
Fritz Broszio, Sattlermeister und Familie
Adolf Brust, Schuhmachermeister, unbekannt verzogen
Herbert Broszio, Angestellter und Familie
Bischoff, Arbeiter und Hausbesitzer und Familie
Arthur Braag und Sohn Siegfried Braag
Willy Bauschuß, Malermeister und Familie
Herbert Barbulla und Ehefrau
Badzio, Arbeiter und Familie
Bahr, Eisenbahnangestellter, und Familie
Borchert, Berufsschullehrer und Ehefrau
Bolz, Oberfeuerwerker, und Frau Else
Batschko, Eisenbahnerwitwe
Czychun, Angestellter, und Familie
Kurt Schudzian, Berufssoldat, und Familie
Max Christofzik, Zimmerer, und Familie (Straßenangabe fehlt)
Witwe Czepan, und zwei Kinder
Doering, Kassenrendant, und Familie
Tischlermeister Danielzik, und Familie
Witwe Auguste Dittmann
Dittmann, Firmenvertreter, und Familie
Engel, Angestellter, und Familie
Eisermann, Angestellter, und Frau
Gustav Fisch, Bäckermeister, und Familie
Fisch, Kinder des Uhrmachermeisters
Anna Gisch und Grete Fisch
Witwe Förster und Tochter
Fischer, Tischlermeister, und Familie
Gustav Fischer, Bäckermeister und Familie
Freitag, Landwirt, Ehefrau und Tochter Erika
Fribus, Kommunalarbeiter, und Familie
Falk, Klempnermeister, und Ehefrau
Gustav Fröhlich, Angestellter, und Familie
Frisch, Landwirt, und Familie
Adolf Fritz, Bahnbeamter, und Familie
Freede, Angestellter und Familie
Fassbinder, Bahnbeamter, und Fraukje
Friedrich, Arbeiter, und Familie
Fittkau, Angestellter, und Familie
Gustav Falk, Arbeiter, und Familie
Ernst Gerlitzki, Kraftwagenführer, und Familie
Gaßner, Angestellter, und Familie
Graumann, Arbeiter, und Ehefrau
Witwe Marie Gollembek, und Tochter
Gudelski, senior, und Ehefrau
Gudelski, Sohn, und Familie
Groß, Landwirt und Familie
Gronwald, Steuerberater, und Ehefrau
Willy Grübner, Verwaltungsinspektor, und Familie
Emil Gembries, Landwirt, und Ehefrau
Gollembeck, Tischlermeister, und Familie
Grigo, Schmiedemeister, und Familie
Friseur Grzannek, und Familie
Lehrer Gädigk, und Familie
Gehrmann, Bäckermeister und Ehefrau
Postschaffnerwitwe Gallmeister
Berta Grabowski
Max Gregel, Schlosser, und Familie
Otto Gregel, Klumpenmacher, und Familie
Hing, Arbeiter, und Familie
Erna Hill, Hausangestellte
Herzberg und Familie
Hamm, Wäscherin im Truppenübungslager
Herrmann, Lagerarbeiter, und Familie
Hartmann, Rentner und Hausbesitzer, und Ehefrau
Paul Jeromin, Maurer, und Familie
Janetzko, Bahnarbeiter, und Ehefrau
Minna (Karl) Jendrzeizik
Witwe Jack und Sohn
Joswig, Bahnbeamter, und Ehefrau
Jahns, Landjäger, und Familie

Wer weiß etwas über das Schicksal von Frieda und Johanne Niechotz, aus Nittken, zuletzt in Seegutten?

Landsleute aus den verschiedenen Forstämtern:
Karl Muench, Drigelsdorf
Ernst Rose, Misken
Helmut Diek, Fichtenwalde
Alfred Bogdan, Johannisburg
Max Sobotka, Mittenheide und Paul (oder ähnlich), Liesel, Stenotypistin, Breitenheide
Frau Wiedenhus, Wartendorf, sie soll auf dem Düsseldorfer Treffen gewesen sein
Reitz, Arbeitsgericht Johannisburg
Arnold Lausch, zuletzt als Schlachter in Arys

Seite 12   Osterode
Gesucht werden:
Gerda Gottschalk, geb. Wiechert, aus Thomascheinen
Oberfeldwebel Weiss und Oberst Jordan, beide von der 9. Komp. des Inf.-Regt. 3, Osterode
Revierförster Krisat, Revierförsterei Figehnen
Studienrat Bruno Albrecht, Osterode, Blücherstraße
Familie Kurborra, Waplitz. Frau Maria Kurborra, geb. Engel
Landsmann Frager, Liebemühl
Landsmann Fohlmann, Liebemühl
Landsmann Quandt, Liebemühl
Landsmann Kowalski, Liebemühl
Familie Falacz, Grünfelde
Familie Kazich, Grünfelde
Fritz Stedler und Frau Frieda, geb. Reim, aus Osterode, Siedlung
Otto Burdinski, Tannenberg
Magdalene Stern, Osterode
August Kalinowski
Henriette Schulz
Frau Wiersbitzki
Wilhelmine Sontowski
August Riedel
August Schwarz
Franz Broza
Frau Goralski, alle Osterode, Sendenhauptstraße
Fritz Behrend, Gilgenau
Kameraden der Veterinär-Komp. 11. Ostpr. Inf.-Div.
Karl Neumann, Reisevertreter, Osterode
Eltern der Marlene Schulz, Vater Fritz Schulz und Frau
Mühlenbesitzer Gottlieb Schimanski, Walzenmühle Hohenstein
Ernst Schulz, Schuhgeschäft, Hohenstein, Bahnhofstraße
Tischler Radzinski und Frau Adele, geb. Matern, Hohenstein, Allensteiner Straße
Anna Berg, Hohenstein, Allensteiner Straße
Paul Jeworski, Postschaffner
Otto Streuer, Abbau Mörken bei Hohenstein

Seite 12   Wir melden uns
Wir sind von Quals (Großgemeinde Göhl), Kreis Oldenburg, Holstein, in unser Haus in Ruppertsecken über Rockenhausen, Pfalz (im nordpfälzischen Bergland) umgezogen, Lehrer i. R. Willy Thews und Frau Erika, geb. Pokojewski (früher: Biessellen, Podleiken, Kersten).

Seite 12   Suchanzeigen
Insterburger! Wer hat mit Albert Gramatke, Pregelstraße 8, geb. 18.03.1892, von 1906 – 1922 gearbeitet? Wer war mit ihm im Krieg 1914 – 1918 zusammen? Er war ungefähr bis Mai 1920 auf der Abwicklungsstelle einer Batterie als Futtermeister. Bei welcher? Wo sind die Herren Uredat und Wischnewski, die dies bestätigen können? Lebt der damalie Gefr. noch, der den Krümperwagen mit Gramatke am 05.04.1920 zur Hochzeit nach Tammowischken fuhr? Wer war von 1945 – 1948 mit ihm zusammen? War er in Gefangenschaft? 1948 erhielt ich die Nachricht, dass er in Bernburg, Sachsen, an einem Brückenbau als Wachmann beschäftigt war und dort verstorben ist. Nachricht erb. zwecks Witwenrente Frau Marta Gramatke (20b) Kl.-Biewende über Börßum. Unkosten werden erstattet.

In einer Versorgungsangelegenheit suche ich den ehem. Obergefr. Heinz Bonk, der mit mir von der Nachr.-Abt. 161 nach dem Regiments-Nachrichtenzug 24 abkommandiert war. Nachricht erb. Heinz Sadtkowski, Ostertimke 12 über Zeven

Suche meine Eltern und Geschwister Gustav Dahl und Maria Dahl, aus Gollau, Kreis Königsberg, Bruder: Fritz Dahl, aus Gollau, Kreis Königsberg, zuletzt Soldat in Russland. Schwester: Herta Deutschmann, geb. Dahl, Königsberg Pr., Roßgarten. Nachricht erb. Walter Dahl, Altena, Westf., Eichendorffstraße 2

Welcher Kamerad von der Organisation Todt war mit dem Stadtbauinspektor Paul Kurt Dillner, geb. 15.02.1894, früher: Lötzen, Ostpreußen, Stadtgut, Traltallee, in Berlin von 1943 bis 1945 zusammen? Kurt Dillner soll in den letzten Kämpfen 1945 als Führer einer Volkssturm-Einh. Gekämpft haben und in einem Vorort bei Berlin gefallen sein. Wer war mit Dillner zusammen und wer kann Auskunft geben? Nachricht erb. Frau Ella Elisabeth Lützner, Krefeld, Philadelphiastraße 131, früher Lötzen, Kurzer Weg 10

Gr.-Heydekrüger! Wer kann bezeugen, dass ich vom Einmarsch der russ. Armee im Januar 1945 bis zu meiner Verschleppung im Februar 1947 in Gr.-Heydekrug bzw. Kaporn im russ. bes. Ostpreußen gelebt habe? Wer kann Angaben machen über das Schicksal meines Mannes, Arthur Hanke, Zimmermann, geb. 23.10.1898, zuletzt wohnhaft: Gr.-Heydekrug, Kaporner Straße? Er wurde Anfang Februar 1945 durch die Russen von der Familie getrennt. Angeblich ist er im Mai 1945 von Tapiau aus weitertransportiert worden. Wer weiß etwas über sein Schicksal und ob er noch lebt? Auskunft erb. Frau Helene Hanke, Bochum, Westf., Kortenpfad 13.

Mariechen Matzeit, oder Matzeik, oder Matzat, geb. Zander. Geburtsort Heydekrug, Ostpreußen, später Memelland, später mit den Eltern Zander in Zäckeragge bei Sziesze gewohnt. Verheiratet lebte sie in Elchwinkel, Kreis Elchniederung, unweit Ruß, etwa 50 Jahre alt, ihr Töchterchen Rosemarie, etwa 15 Jahre alt, ihre Muter, Anna Zander. Sie sollen mit einem Treck in Ostpreußen 1944 unterwegs gewesen sein. Nachricht erbittet Frau Else Strecker, (21b) Hovestadt, Westfalen, über Soest, am Schlopheck

Russlandheimkehrer! Wer weiß etwas über Gefr. Erhardt Nitschmann, geb. 27.02.1926. Kraftfahrer in einer Panzer-Gren.-Div., Stammkp. Füsilier-Ersatzbat. 22 Gumbinnen, Ostpreußen? Seit dem 13.01.1945 in Drengfurt bei Angerburg, Ostpreußen, vermisst. Nachricht erb. sein Großvater Hermann Ewert (24b) Breiholz über Rendsburg.

Walter Westphal, geb. 10.07.1921, Berlin-Steglitz, Gefreiter. Inf.-Regt., Feldpostnr. 18 051 B. Seit 30.08.1942 im mittl. Abschnitt der Ostfront bei Gchatsk vermisst. Wer weiß etwas über sein Schicksal? Nachricht erb. die Eltern Walter Westphal (13b) Wertach, Allgäu, Haus 31

Achtung! Königsberger! Wer kann mir Auskunft geben über meinen Vater Karl Wohlert, geb. 06.03.1878, wohnhaft Königsberg Pr., Blücherstraße 20, außerdem noch Verwandte und Bekannte? Nachricht erb. Walter Wohlert (22a) Weeze, Kreis Geldern, Heekeren 1

Mit Foto. Wer kann Auskunft geben über Rosemarie Schmidt, geb 24.10.1927, zuletzt wohnhaft in Königsberg Pr., Pobether Weg Nr. 8? Vater Walter Schmidt war Finanzbeamter. Nachricht erb. Christel Jacob, Köln-Brück, Olpener Straße 757

Gesucht wird Obergefr. Walter Okat, geb. 17.02.1923, Hohenflur bei Sandkirchen, Kreis Ragnit, Ostpreußen, Feldpostnr. 15 538 B. Letzte Nachricht 18.01.1945, Libau, Kurland. Welcher Kamerad oder Heimkehrer kann Auskunft geben? Nachricht erb. Johann Okat, Niederrodenbach, Kirchstraße 38b. Hanau am Main, früher Hohenflur bei Sandkirchen, Ostpreußen.

Seite 13   Kamerad, ich rufe dich!
Die über alle Erwartungen rege Teilnahme an dem Sondertreffen ehemaliger Angehöriger des Luftgau I in Duisburg machte die Abwicklung des vorgesehen Programms bei den beschränkten Raumverhältnissen leider unmöglich. Bedauerlicherweise konnten Suchanfragen nicht bekanntgegeben werden. Auch das DRK, welches sich in einem Nebenraum für Anfragen bereithielt, wurde nur in vereinzelten Fällen in Anspruch genommen. Von folgenden ehemaligen Angehörigen liegen Grußbotschaften vor: Frau Herta Schmitt-Trotzki, jetzt in Pretoria/Südafrika, Arcadia St. 72. Magsa Flats.
Erich Gervais, jetzt Bremen, Gellertstraße 132, früher Werft Gutenfeld

Es liegen ferner folgende Suchanfragen vor: Regierungsrat (Meteorologe) Fritz Gehrmann, geb. 21.06.1911, zuletzt Unteroffizier im Erdeinsatz bei der Verteidigung von Königsberg. Letzte Feldpostnr. 54 918 LgPA Königsberg. Gehrmann wird gesucht von seiner Ehefrau Edith Gehrmann, Quakenbrück, Fahrwickerstraße 21. Wer kann die Beamteneigenschaft bestätigen?

Techn. Insp. Erich Bach, geb. 07.12.1914, vermisst seit Mai 1945 in der Tschechei, früher Fl.H. Neuhausen, dann Höhere Luftnachr.-Schule Köthen, dann FlH. Kottbus. Bach wird gesucht von seiner Ehefrau Annemarie Bach (20a) Zernien bei Lüchow-Dannenberg.

Meister im RLAD Max Kreutz, früher Stab Lgk I Königsberg/Pr., zuletzt Fl.H.-Komp. in Stolp-Reitz. Kreutz wird gesucht von seiner Ehefrau Helene Kreutz (24b) Schenefeld bei Itzehoe/Holstein.

Reg.-Oberamtmann Klenke, früher unterkunft- und Kassenstelle des Lgk I. Klenke wird gesucht von Hans Frick, Recklinghausen (Rheinl.), Milchpfad 68.

Fl.-Hauptingenieur Hans Riede, zuletzt Werftleiter in Powunden. Riede wird gesucht von Oberstdiendirektor E. Stremmer, Bad Wildungen, Zahlmeister d. Lw.

Heinz Prellwitz, zuletzt Fl. H.Kdtr. Thorn, vermisst seit Januar 1945, Prellwitz hatte eine Armprothese. Er wird gesucht von seinem Vater H. Prellwitz, Osterode/Harz, Obere Neustadt 37.

Regierungsrat von Stennbusch, Luftgau-Landwirt, zuletzt Luftgau XXX Belgard, dann im Lazarett Straußberg bei Berlin. Er wird gesucht von Reinhold Petukat in Oldersum, bei Leer (Ostfriesl), früher Fl.H. Insterburg

Hauptmann Heinz Klein, geb. 11.09.1914, Lw.-Nachr.-Regt. 1, gefallen am 16.04.1945 bei Fischhausen. Wer kann bestätigen, dass Klein Berufssoldat war? Angaben erbeten an seine Schwester Elsbeth Klein, Weilburg/Lahn, Windhof. Bei allen Anfragen bitte ich um Beifügung von Rückporto. Wilhelm Gramsch (20a) Celle, Waldweg 83

Seite 14   Wir gratulieren
Zum 92. Geburtstag
Dem Bauern Otto-Gottlieb Sander aus Tiefenort, Kreis Goldap. Der Jubilar, der 25 Jahre hindurch Bürgermeister seiner Heimatgemeinde war, lebt bei seinem jüngsten Sohn Fritz in Laudenbach, Kreis Witzenhausen.

Zum 90. Geburtstag
Am 24. Juni 1955, Frau Hedwig Reinhold, geb. Scholer, aus Pillau II. Sie wohnt bei ihrem Schwiegersohn, Hauptlehrer Alfred Kulz aus Rodental, in Reinfeld in Holstein, Bischofsteicher Weg 85

Am 6. Juli 1955, der Witwe Wilhelmine Freudenreich, geb. Michalowitz, aus Pobethen/Samland, jetzt bei ihrer Tochter Lina Stieglitz in Laubach, Kreis Gießen, Bahnhofstraße 22

Zum 89. Geburtstag
Am 29. Juni 1955, Frau Auguste Werner, geb. Rudat, aus Liebenfelde, Kreis Labiau, jetzt in Buchholz-Stubbenberg bei Wittern.

Zum 88. Geburtstag
Am 2. Juli 1955, dem Oberamtmann Robert Totenhöfer aus Wandlacken, jetzt in Hannover-Wülfel, Hildesheimer Chaussee 154

Zum 87. Geburtstag
Am 21. Juni 1955, dem Schmiedemeister Karl Niederstrasser aus Treuburg, jetzt bei seinem Sohn in Siegburg-Mülldorf/Rheinland.

Am 4. Juli 1955, dem Gastwirt August Rieck aus Wehlau, jetzt in Schwarmstedt/Hannover

Zum 86. Geburtstag
Am 6. Juli 1955, Friedrich Koske aus Pillau I, Karl-Freiburger-Straße, jetzt bei seiner jüngsten Tochter Eva Schirmacher in Soltau, Visselhöveder Straße 48

Zum 85. Geburtstag
Am 20. Juni 1955, dem Rentner Joh. Jankowski, aus Sareiken, Kreis Lyck, jetzt in Massen bei Unna, Keistraße 74

Am 23. Juni 1955, Frau Anna Koch, geb. Olk, aus Benkheim-Sperling, Kreis Angerburg, jetzt bei ihren Töchtern Luise und Ida in der sowjetisch besetzten Zone. Sie ist durch Fritz Biernat (22a) M.-Gladbach, Buscherstraße 19, zu erreichen.

Am 4. Juli 1955, der Klavierlehrerin Fräulein Helene Zielke, aus Gumbinnen, jetzt in Berlin-Neukölln, Weserstraße 144 II., bei ihrer ehemaligen Schülerin Grete Hintz

Zum 83. Geburtstag
Am 24. Juni 1955, Frau Johanne Warndorf, geb. Perrey, aus Lindenhaus, Kreis Schloßberg, jetzt bei ihrer jüngsten Tochter in der sowjetisch besetzten Zone. Sie ist durch W. Schneller, (23) Lilienthal über Bremen 5, Kreis Osterholz, Heidelberger Straße 4, zu erreichen.

Am 25. Juni 1955, August Jeschke, aus Schölen bei Ludwigsort, Kreis Heiligenbeil, jetzt in der Familie seines Verwandten Harry Schönfeld in Bad Bramstedt, Kreis Segeberg, Kieler Straße 17

Zum 82. Geburtstag
Am 21. Juni 1955, der Witwe Minna Schwetzler, geb. Reichhardt, aus Pülz, Kreis Rastenburg, jetzt in Roklum, Kreis Wolfenbüttel (20b)

Am 24. Juni 1955, Frau Mathilde Buik, aus Allenstein, jetzt in Ziegenhain, Bezirk Kassel, am Nordbahnhof

Zum 81. Geburtstag
Am 22. Juni 1955, dem Landwirt Franz Prieß, aus Gunthenen, Kreis Samland, jetzt bei seinem Schwiegersohn Alfred Schmidt, Herne, Vödestraße 81

Am 26. Juni 1955, dem Bauern Michael Leska, aus Alt-Keykuth, Kreis Heydekrug, jetzt Lübeck-Stockelsdorf, Ahrensbökener Straße 106

Am 27. Juni 1955, der Lehrerwitwe Ida Wächter, geb. Stephan, aus Ortelsburg, jetzt bei ihrer Tochter Margarete Quednau in Wiesbaden, Adelheidstraße 65

Am 28. Juni 1955, Hermann Schulz, aus Gallingen, Kreis Bartenstin, jetzt Lübeck, Beckergrube 72

Zum 80. Geburtstag
Am 22. Juni 1955, Frau Berta Geibys, geb. Quäck, aus Königsberg, Tragheimer Kirchenstraße 85, jetzt bei ihrer Tochter Frieda Winkler in Osterholz-Scharmbeck, Bromberger Allee 8

Am 24. Juni 1955, dem Maurerpolier Gustav Meyer, aus Schippenbeil, Mühlenstraße 1, tätig gewesen bei dem Bauunternehmer August Reichwald. Er wohnt bei seinem Schwiegersohn Willy Thoms in Beelen in Westf., Kreis Warendorf, Öster 207

Am 27. Juni 1955, dem Sägewerksbesitzer Hermann Gresch, aus Rehof, Kreis Stuhm, jetzt mit seiner Ehefrau in Münchberg/Oberfranken, Bayreuther Straße 105

Am 27. Juni 1955, der Revierförsterwitwe Meta Schikorr, geb. Knapp, aus Goldap, jetzt bei ihrer Tochter Charlotte Grau in (24a) Gusthof 257, Post Höftgrube, Kreis Land Hadeln

Am 27. Juni 1955, der Kaufmannswitwe Wilhelmine Lutzki, geb. Hillgruber, aus Hegelingen, Kreis Goldap. Sie wohnt in der sowjetisch besetzten Zone und ist durch A. Hillgruber in (23) Bad Zwischenahn, Lange Straße 5, zu erreichen.

Am 28. Juni 1955, Julius Müller aus Silberbusch, Kreis Mohrungen, jetzt bei seinem Sohn Hermann in Neu-Wulmstorf, Kreis Harburg, Heidesiedlung 78

Am 30. Juni 1955, der Oberpflegerin i. R. Frau Berta Klemm, geb. Melza, aus Liebenfelde, Kreis Labiau, jetzt Bodenteich-Heide, Haus 19, Kreis Uelzen.

Am 30. Juni 1955, der Witwe Auguste Winkler aus Königsberg, Jägerstraße 21. Sie wohnt in Hoisdorf über Ahrensburg/Holstein, in einem von ihrem 1954 verstorbenen Ehemann erbauten Eigenheim, zusammen mit ihrer verwitweten Tochter Gertrud Krohn.

Am 30. Juni 1955, Frau Ludowika Baltruweit aus Tilsit, Stiftstraße 12 a, jetzt bei ihrer Tochter Gertrud Baer in Stuttgart-N, Parlerstraße 31

Am 1. Juli 1955, der Witwe Julianne Koschinsky, geb. Petrusch, aus Königsberg, Cranzer Allee 177, jetzt in Kleve über Wislter/Holstein, Sandkuhle 76, bei Claus Dohrn.

Am 2. Juli 1955, Frau Berta Andres, geb. Neumann, aus Kreuzburg. Sie ist durch ihre Tochter Margarete Lakies in Meldorf, Klaus-Groth-Straße 18, zu erreichen.

Am 3. Juli 1955, Frau Anna August, geb. Lehnert, aus Klohnen, Kreis Schloßberg. Sie lebt bei ihrer jüngsten Schwester in Essen.

Am 4. Juli 1955, der staatl. Revierförsterwitwe Elisabeth Kochalski, geb. Boeck, aus Königsberg-Tannenwalde, jetzt mit ihrer Tochter in Freiburg i. Br., Tullastraße 11

Am 6. Juli 1955, der Witwe Johanna Kleinschmidt, geb. Lewald, aus Osterode, Friedrichstraße, vorher Elvenspoekstraße 25. Sie wohnt mit ihrer ältesten Tochter Hedwig in der sowjetisch besetzten Zone und ist durch Friedrich Kempa (21b) Hagen, Gerichtsstraße 6, zu erreichen.

Am 8. Juli 1955, der Tischlermeisterwitwe Josefine Beckmann, geb. Hinz, aus Guttstadt, jetzt bei ihrer Tochter Hedwig Brauns in Dortmund, Robertstraße 28

Zum 75. Geburtstag
Am 17. Juni 1955, der Oberschullehrerin Gertrud Bartsch aus Königsberg, jetzt in Lübeck, Wakenitzstraße 39

Am 17. Juni 1955, der Witwe Amalie Hübner aus Lötzen, Memeler Straße 3, jetzt bei ihrer einzigen Tochter in Esslingen/Neckar, Fabrikstraße 10. Die Landsmannschaft wünscht der Jubilarin baldige Genesung.

Am 23. Juni 1955, der Schuhmachermeister-Witwe Wilhelmine Plewka aus Neidenburg, Kirchplatz 1/2, jetzt bei ihrem Schwiegersohn, Uhrmachermeister Herbert Willam, in Wustrow/Hann., Amtshof 1

Am 25. Juni 1955, Frau Marie Will aus Königsberg, Unterhaberberg 16, jetzt bei ihrem Sohn, Hauptlehrer Willy Will, in Wehringsdorf, Post Bruchmühlen (21a)

Am 26. Juni 1955, Frau Berta Krauledat, geb. Schiemann, aus Königsberg, Luisenallee 69, jetzt bei ihrer Tochter Margarete in Buxtehude, Parkstraße 15

Am 30. Juni 1955, Frau Cläre Hessenland, geb. Schultz, Gut Pasmarshof bei Kreuzburg, später Königsberg. Sie wohnt mit ihrem Ehemann Johannes Hessenland in (22a) Heyersum/Nordstemmen.

Am 30. Juni 1955, dem Zimmermeister Hermann Schmegel aus Wormditt, jetzt in Bad Vilbel/Heilsberg (16), Am Hang 33

Am 9. Juli 1955, Frau Amalie Schumacher aus Spirgsten, Kreis Lötzen, jetzt in (16) Eltville am Rhein, Kiedricher Straße B. H., 9, bei ihrer Tochter Elfriede Sinnier

Seite 14   Ehejubiläen
Das Fest der Goldenen Hochzeit begehen am 26. Juni 1955, der Alt-Landwirt Josef Migge und Frau Anna, geb. Rehaag, aus Sonnigkeim, Gemeinde Dossitten, Landkreis Königsberg, jetzt in Honnef/Rhein, Reichenberger Straße 2

Der Bauer Muhlak und seine Ehefrau Wilhelmine, geb. Schwidder, aus Hohensee, Kreis Sensburg, feierten am 13. Juni 1955, das Fest der Goldenen Hochzeit. Das Ehepaar wohnt zusammen mit der Schwiegertochter noch in der Heimat und ist zu erreichen über Gustav Waschke, Kamen/Westfalen, Schillerstraße 149

Das seltene Fest der Eisernen Hochzeit begeht am 6. Juli 1955, der Landwirt Gottlieb Heise aus Mothalen, Kreis Mohrungen, mit seiner Ehefrau Karoline, geb. Thews. Das Ehepaar wohnt bei seinem Sohn Bernhard in Buchholz/Hannover, Kolonie Reinekestraße 1

Seite 14   Prüfungen und Jubiläen
Am 1. Juli 1955 begeht der Versicherngs-Oberinspektor Erich Friedrich aus Königsberg, jetzt in Düsseldorf, Möhlaustraße 7, sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum. Nach seiner Vertreibung im Januar 1945 wurde er von seiner Versicherungsgesellschaft, der Nordstern, nach Düsseldorf versetzt. Er versieht auch heute noch seinen Dienst in der Schadenregulierung

Am 15. Juni 1955, konnte die Firma Ernst Oskar Domnik, Eisenwaren, Werkzeuge, Haus- und Küchengeräte, aus Königsberg, Vorstädtische Langgasse 99, ihr 50jähriges Bestehen feiern. Die Firma wird jetzt in Lübeck, Wakenitzstraße 27, von der Tochter des Gründers, Ursula Domnik, weitergeführt.

Der Bezirksschornsteinfegermeister Gustav Wahl aus Königsberg, Samitter Allee 18, feiert am 24. Juni 1955 sein 50jähriges Berufsjubiläum. Er wohnt in Wilhelmshaven, Margaretenstraße 10

Fräulein Anneliese Buhrke, Tochter des Amtsrats Buhrke aus Wartenburg, Kreis Allenstein, jetzt in Leer/Ostfriesland, Bavinkstraße 6, bestand am Staatlichen Studienseminar in Osnabrück ihr Assessor-Examen.

Rudi-Kurt Bartsch, Sohn des verstorbenen Kaufmanns Max Bartsch aus Labiau, Siedlung Viehof 5, bestand bei der Handwerkskammer Düsseldorf die Maurermeisterprüfung. Nach bestandener Prüfung wurde er von seiner Firma (Schrüllkamp eGmbH., Krefeld), für die Zweigstelle Düsseldorf als Bauführer eingesetzt, ein Beweis für die Tüchtigkeit unseres Landsmannes, da für eine solche Position fast immer ein an einer Staatsbauschule abgelegtes Examen verlangt wird.

Diplomlandwirt Werner Klaus, Sohn des Kreisbürodirektors i. R. Johannes Klaus aus Heinrichswalde, promovierte an der Universität Kiel zum Dr. agr. mit, gut, Er wohnt in (24b) Husum, Woldsenstraße 34

Vera Skorsinski, Tochter des Diplomlandwirts Walter Skorsinski aus Treuburg, jetzt Lingen/Ems, Haselünner Straße 18, bestand die Prüfung als Postinspektor. Sie ist gegenwärtig in Aurich/Ostfriesland tätig.

Dietrich Stein, Sohn des verstorbenen Inhabers der Kriewerke in Königsberg, jetzt Braunschweig, Hagenring 6, bestand sein Examen als Diplom-Ingenieur (Bau-Ing.) an der Technischen Hochschule Braunschweig.

Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/09 22:15:43
From: Andrea Neij <andreaneij(a)hotmail.com>

Hallo, 

meine Oma stammt aus Heilsberg. Sicher, ich kann mir Literatur dazu besorgen. 
Aber das dauert ja etwas, das ist eine längre Aktion dann. Aber wie meinst du,
dass die Situation nicht zu vergleichen ist? 


> Date: Mon, 9 Jun 2014 21:55:58 +0200
> From: pcperrey(a)t-online.de
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Subject: Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt
> 
> Hallo Andrea,
> 
> die sprachliche Situation in Irland ist uns beiden bekannt. Sie ist mit 
> der in Ostpreußen auch nicht ansatzweise vergleichbar, selbst dann 
> nicht, wenn man das Altpreußische (die ausgestorbene Sprache der Prußen) 
> mit einkalkuliert. Es gibt hinreichend viele Dialektliteraturbelege aus 
> verschiedenen ostpreußischen Gegenden. Die könntest Du Dir besorgen und 
> untersuchen. Mit Vermutungen kommt man im Bereich der Sprachen nicht weiter.
> 
> Zunächst einmal solltest Du in dem Gebiet anfangen, aus dem Deine Oma 
> stammt. Du hast uns darüber noch nichts verraten, so dass wir 
> Außenstehende sowieso nur 'im Nebel stochern' können.
> 
> Rolf-Peter
> 
> 
> 
> Am 09.06.2014 20:59, schrieb Andrea Neij:
> > Hallo Rolf-Peter,
> >
> > nein, die Vorstellung hatte ich nie. Meine Mutter und ihre Familie waren
> > jedenfalls auch nicht zweisprachig. Das ist aber auch eigentlich nicht
> > notwendig, dass ein grosser Anteil der Bevölkerung zweisprachig ist. Wenn
> > man z.B. mit Irland vergleicht - da spricht nur ein ganz kleiner Anteil der
> > Bevölkerung Gälisch, und trotzdem ist die gälische Grammatik im Englisch
> > der Iren. Ich will euch jetzt nicht mit Beispielen langweilen, aber so ist es.
> >
> > Natürlich waren die Leute ursprünglich, irgendwann mal, zweisprachig.
> > Bzw. es gab einen langsammen Wechsel der Sprache, eine Umstellung.
> > Oft scheint es so zu sein, dass die Menschen gerade nicht mehr zwei-
> > sprachig sind, wenn ihre Sprache Merkmale der anderen Sprache dabei hat.
> > Aber auch, wenn zwei Sprachgruppen nebeneinander her leben, können
> > sie einander beeinflussen.
> >
> >> Date: Sun, 8 Jun 2014 22:38:47 +0200
> >> From: pcperrey(a)t-online.de
> >> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> >> Subject: Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt
> >>
> >> Andrea,
> >>
> >> dem liegt wohl die Vorstellung zugrunde, das Ostpreußen durchweg
> >> zweisprachig gewesen ist. Dies war aber nicht der Fall.
> >>
> >> Masurisch (bei den Masurisch-Sprechern 'Polnisch' genannt) war noch zur
> >> Kaiserzeit im ostpreußischen Landesteil Masuren verbreitet, ausgehend
> >> von den dortigen Landstädten und gestützt durch den Schulunterricht,
> >> setzte sich aber danach immer mehr das Deutsche durch. Die Eltern meines
> >> Großvaters mütterlicherseits, die aus Masuren stammten, sprachen außer
> >> Deutsch noch Masurisch. Ihr Sohn, mein Großvater, verstand es noch.
> >> Litauisch wurde in der nordöstlichen Ecke Ostpreußens (besonders auf dem
> >> Lande) noch gesprochen, neben Niederdeutsch als Umgangssprache.
> >> Hochdeutsch lernten alle in der Schule. Im großen "Rest" Ostpreußens
> >> sprach man nur Deutsch. Insofern kann eine Zweitsprache auch nicht die
> >> Strukturen deutscher Dialekte oder der deutschen Hochsprache beeinflusst
> >> haben.
> >>
> >> Es gibt eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zu den deutschen
> >> Mundarten Ostpreußens. Wenn Du Dich dafür in Einzelfragen interessierst,
> >> solltest Du sie vielleicht einmal einsehen.
> >>
> >> Rolf-Peter
> >>
> >>
> >> Am 08.06.2014 00:46, schrieb Andrea Neij:
> >>> Japp.... ich bin selbst Sprachlehrerin, vergesse aber fast mein Deutsch
> >>> inzwischen, weil ich seit über 20 Jahren im Ausland lebe. Das nur als
> >>> Erklärung warum mein Deutsch inzwischen etwas .... unbeholfener geworden
> >>> ist.
> >>>
> >>> Was du sagst, ist ja das "Allgemeine": Das Perfekt wird mehr mündlich,
> >>> in der Umgangssprache angewendet. Und eventuell auch wenn die Handlungen
> >>> noch nicht lange zurückliegen. Obwohl ich das eigentlich im Deutschen noch nicht
> >>> so festgestellt habe. Im Englischen ist es so, im Schwedischen ist es auch so.
> >>> Aber Imperfekt (oder Präteritum) durchgehend in der Umgangssprache ist
> >>> ja eigentlich  im Deutschen nicht üblich und ich hatte es für eine Marotte meiner Oma
> >>> gehalten. Oder für ihr Bedürfnis einen besonders kultivierten Eindruck zu machen.
> >>>
> >>> Aber dann hörte ich noch jemanden, der so sprach. Meine Erfahrung ist auch, dass
> >>> grammatikalische Besonderheiten oft ihre Ursachen in anderen Sprachen haben - bei
> >>> zweisprachigen Menschen. Z.B. Iren haben ein paar Aspekte gälische Grammatik in
> >>> ihrem Englisch. Kann es aus der polnischen Grammatik kommen? Weiss jemand, ob
> >>> man im Polnischen im Imperfekt redet?
> >>>
> >>> /Andrea
> >>>
> >>>
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[OWP] Ostpreußenblatt Juni 1955, Folge 26, Tei l 3

Date: 2014/06/09 22:15:52
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 15 und 16   Familienanzeigen
Am 26. Mai 1955 wurde unser erstes Enkelkind geboren. Eberhard Ochs und Frau Elisabeth, geb. Weller. Die Geburt ihrer Tochter Brigitte zeigen in dankbarer Freude an: Ludwig Koberstin und Frau Inge, geb. Ochs. Früher: Frankfurt a. M., Dammgraben 80 und Königsberg, Hermannallee 7. Jetzt: 1789 Ave., Vancouver 15, B.C., Canada

Ihre Verlobung geben bekannt: Christa Burba und Hansgeorg Johann, 25. Juni 1955. Allenstein, Ostpreußen, Dietrich-Eckart-Straße 23. Jetzt: Duisburg-Buchholz, Windhuker Straße 50. Duisburg, Oststraße 122

Als Verlobte grüßen. Dorothea Nadolny und Alfred Frerichs. Bremen und Erkrath-Unterbach (Rheinland). Früher: Königsberg Pr.

Als Vermählte grüßen: Studienrat Nils-Rune Liljeholm und Ursula Liljeholm, geb. Moritz. Früher: Treuburg, Ostpreußen. Jetzt: Klubbacken 28, Hägersten/Stockholm. 19. Juni 1955

Ihre Vermählung geben bekannt. Günther Harms und Charlotte Harms, geb. Koch. 21. Juni 1955. Königsberg Pr., Stobäusstraße 9. Jetzt: Braunschweig, Jasper-Allee 1 c

Meinem lieben Mann, unserem lieben Vater, August Tesch, aus Tilsit, Gartenstraße 7. Jetzt: Essen, Kortumstraße 3, zu seinem 80. Geburtstag alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit wünschen Frau und Kinder

Wir sagen allen heimatlichen Freunden und Bekannten für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Silberhochzeit unseren herzlichsten Dank. Willy Prange und Frau Gertrud. Bartenstein, Ostpreußen. Jetzt: Lengerich, Westf., Schultenstraße 11

Ihre Vermählung geben bekannt: Urno Redetzky, Polizei-Hauptwachtmeister und Sitta Redetzky, geb. Schofalvi. Pfingsten 1955. Haselberg (Lasdehnen), Ostpreußen und Lechnitz, Sibenbürgen. Jetzt: Bayreuth, Jägerstraße 6

Ihre Vermählung geben bekannt. Reinhold Hömke und Lilo Hömke, geb. Henkes. 25. Juni 1955. Germau, Kreis Samland, Ostpreußen und Neuweid am Rhein, Schloßstraße 65. Jetzt: Niederbieber über Neuwied, Am Brunnen 3

Unserer lieben Tante, Johanna Reinert, Ortelsburg, Kaiserstraße, zurzeit Lüneburg, Lauensteinstraße 23, zum 80. Geburtstag am 25. Juni 1955 die allerherzlichsten Glückwünsche. Elfriede Meyer, Königsberg Pr. – Berlin. Hans-J. Walter, Königsberg Pr. Jetzt: New York, USA

Nach kurzer, schwerer Krankheit, rief Gott heute von uns, unseren lieben, stets um uns besorgten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel, den Justizoberwachtmeister i. R. Andreas Becker, früher Tilsit, Ostpreußen, Jägerstraße 8, im 81. Lebensjahre. In stiller Trauer: Helene Ehlert, geb. Becker. Gerhard Ehlert, Osnabrück-Eversburg. Gertrud Belack. Georg Belack, Oberhausen. Gerda Naujoks. Kurt Naujoks, Leverkusen. Osnabrück-Eversburg, Wersener Straße 2, den 4. Juni 1955

Zum Gedenken. In unaufhörender Liebe und tiefer Trauer gedenken wir zum 36. Geburtstage unseres einzigen, lebensfrohen und sonnigen Jungen, Hans-Günter Strube, Leutnant und Adjudant b. d. Heeres-Flak-Art.-Abt. 295, Feldpostnr. 59 599, geb. am 30. Juni 1919. Im Raum von Bobruisk soll er Ende Juni 1944 gefallen sein. Wer kann uns Näheres mitteilen? Unkosten werden ersetzt. In tiefem Herzeleid: Polizeimeister i. R. Robert Strube und Frau Martha, geb. Berndt. Früher: Pillau, Ostpreußen, Hindenburgstraße 3. Jetzt: Frakfurt am Main, ??schersheim, Willibrachtstraße 13

1. Kor. 13, 13 Nach einem langen, qualvollen, mit großer Geduld ertragenen Leiden, in steter Fürsorge für die Seinen und seine Mitmenschen, mit heißer Sehnsucht nach seiner ostpreußischen Heimat, verstarb plötzlich und unerwartet, mein lieber, unvergesslicher Mann, unser bester Papi, Albert Maibaum, im Alter von 43 Jahren. In unfassbarem Schmerz: Irene Maibaum, geb. Rathke und Kinder. Roland und Eva Maria. Schwiegermutter Elsa Rathke. Frau van Well und Tochter. Ursula, als treue Nachbarin. Soest, den 11. Juni 1955, Windmühlenweg 52

Im festen Glauben an seinen Erlöser entschlief, im gesegneten Alter von 92 Jahren, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Groß- und Urgroßvater, Schwager und Onkel, Michael Wilkeit, am 22.05.1955. In stiller Trauer: Anna Skibbe, geb. Wilkeit. Erkmuth Loreit, geb. Wilkeit. Auguste Loreit, geb. Wilkeit. Maria Wilkeit. Else Wilkeit. Michael Wilkeit, verschleppt 1945. Marta Wilkeit, geb. May. 11 Enkel. 9 Urenkel und alle Anverwandten. Früher: Gilge, Kreis Labiau, Ostpreußen. Jetzt: sowj. bes. Zone

Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, am 29. Mai 1955, nach einer schweren Krankheit, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, Fritz Skambraks, im 66. Lebensjahre, in die Ewigkeit abzuberufen. Es war ihm nicht vergönnt, nach seinem Eintritt in den Ruhestand, den wohlverdienten Lebensabend im Kreise der Familie zu verbringen. In stiller Trauer: Maria Skambraks, geb. Kubat, Königsberg und Insterburg, jetzt: Meckelfeld, Kreis Harburg. Erwin Skambraks. Frida Skambraks, geb. Polenz und Enkelin Marlene. Martin Jordan. Eva Jordan, geb. Skambraks und Enkel Wolfgang. Alfred Skambraks. Inge Skambraks, geb. Dill. Horst Skambraks. Elfriede Skambraks, geb. Maury und Enkel Werner. Gerhard Skambraks. Lotti Schönig, als Verlobte. Beate Skambraks und alle Verwandten.

Wenn Liebe könnte Wunder tun und Tränen Tote wecken, so würde Dich, mein lieber Sohn, nicht Russlands Erde decken. Meine große Hoffnung wurde zu einem schweren Herzeleid. Nach Mitteilung eines Heimkehrers ist mein einziger, geliebter Sohn, Unteroffizier Oskar Stroetzel, geb. 04.02.1922, im Lager Workuta im Februar 1950 verstorben. Immer noch auf ihn wartend, folgten ihm sein lieber Vater, Fritz Stroetzel am 30.11.1950 und sein lieber Onkel, Franz Stroetzel am 20.01.1951, in die Ewigkeit. In großem Herzeleid, Alma Stroetzel, geb. Grape. Ringsberg bei Flensburg.

Am 9. Juni 1955 verstarb plötzlich, auf einer Besuchsreise in Hamburg-Altona, mein Mann, der liebste Mensch, den ich noch hatte, der frühere Grundbesitzer Paul Rudat, früher: Könisberg Pr., Bachstraße 1, im 72. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Johanna Rudat, sowj. bes. Zone. Berta Pahl, geb. Rudat, Hamburg-Altona, Lobuschstraße 26

Zum Gedenken. Wir gedenken in Liebe und Dankbarkeit meines geliebten, treusorgenden Mannes, unseres unvergessenen Vaters, Schwiegervaters und Opas, des Viehkaufmannes Franz Hinz, geb. 14.12.1898, der vo zehn Jahren, am 20. Juni 1945, im Gefangenenlager Thorn, verstorben ist. In stiller Trauer: Maria Hinz, geb. Bludau. Alfred Hinz und Frau Ruth, geb. Planta. Erwin Hinz und Frau Helga, geb. Löllmann. Kurt Hinz und Klaus Peter Hinz. Zwei Enkel: Werner und Michael. Heilsberg, Ostpreußen, Mühlenpl. 10. Jetzt: Augustdorf, Siedlerweg 334, Kreis Detmold (Lippe)

Am 27. Juni 1955, jährt sich der zehnte Todestag unseres lieben Onkels, Gustav Schattauer, geb. 02.05.1862, gestorben 27.06.1945, auf der Flucht in Mechelsdorf, Mecklenburg. Im Namen aller Angehörigen: Fritz Schattauer, Wildorf, Kreis Ebenrode, Ostpreußen. Jetzt: Rokenhausen, Pfalz

Erst jetzt erreichte mich die traurige Nachricht, dass meine liebe Mutter, Hedwig Gehrke, geb. Behnert, geb. 07.02.1901, im Juli 1946, im Yorcklazarett Königsberg, an Hungertyphus verstorben ist. Ein Wiedersehen war ihr nicht vergönnt. Ursula Hergesell, geb. Gehrke. Königsberg Pr., Sackh. Neue Straße 6/7. Jetzt: Lünen, Westfalen, Gerhart-Hauptmann-Straße 24

Weinet nicht an meinem Grabe, gönnet mir die ewige Ruh’, denkt, was ich gelitten habe, eh’ ich schloss die Augen zu. Am 2. April 1955 starb nach schwerem Leiden, mein einzig geliebter Sohn und Bruder, Tischler Otto Noack, im 56. Lebensjahre. In tiefem Schmerz: Seine Mutter, Schwestern, Schwager, seine geliebte Frau und liebes Töchterchen. Ostwalde, Kreis Tilsit. Jetzt: Eilsdorf, Kreis Segeberg.

Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb am 24. April 1955, meine liebe Frau, meine gute Mutter, unsere Schwester, Schwägerin, Tante und Kusine, Frau Elfriede Klaar, verw. Kinski, geb. Sczepek, im Alter von 55 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Otto Klaar. Heinz Kinski. Margarete Corzillius. Witten, Königsberger Straße 21. Ferner gedenken wir in Liebe und Dankbarkeit unserer lieben Verstorbenen: Frau Maria Sczepek, geb. Burdenski; Anni Bäumer, geb. Gregor und Renate Bäumer, verstorben 1945 in Ostpreußen; Otto Kinski, sen., verstorben 1947 in Witten; Otto Kinski jun., verstorben 1943 in Norwegen (alle Petersdorf, Kreis Wehlau); Elfriede Klaar, verstorben 1945 in Pr.-Eylau; Hans Bienk, vermisst. In Trauer: Familie Wilhelm Bäumer, Dortmund. Emma Bienk und Kinder, Niedringhausen; Familie Fritz Saager, Schwerte. Familie Fritz Braun, Lübeck. Familie Erich Bäumer, Kleinendorf; Familie Walter Packeiser, Lübeck. Familie Freidrich Bäumer, Kisdorf

Am 22. Mai 1955 entschlief plötzlich und unerwartet, unsere liebe Mutter, Schwieger-, Groß- und Urgroßmutter und Tante, Frau Amalie Weiß, geb. Wardda, im Alter von 85 Jahren. Im Namen aller Hinterbliebenen: Familie Friedrich Weiß. Steintal, Kreis Lötzen. Jetzt: Stakendorf, Kreis Plön, Holstein.

Den Christgläubigen wird das Leben nicht genommen, vielmehr neu geschenkt. Zerfällt die Herberge dieses Erdenlebens in Staub, so öffnet sich das Vaterhaus im Himmel auf ewig. Zum frommen Andenken. Heute Vormittag entschlief sanft und gottergeben, versehen mit den Grandenmitteln unserer heiligen katholischen Kirche, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante, Frau Agathe Bergmann, geb. Schmidt, im Alter von 82 Jahren. Um ein Gebet für die Seele der lieben Verstorbenen bitten die trauernden Angehörigen. Wadern (Saargebiet). Burdungen, Ostpreußen. Darmstadt, Berlin, Itzehoe (Holstein), Kontzen, den 8. Juni 1955. Die Beerdigung mit anschließendem Sterbeamt fand am Samstag, dem 11. Juni 1955, um 9.15 Uhr in Wadern statt.

Nur Arbeit war Dein leben, Du dachtest nie an Dich. Nur für die Deinen streben, hieltst Du für Deine Pflicht. Am 2. Juni 1955, entschlief plötzlich und unerwartet, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Omi, Schwester, Schwägerin und Tante, Bertha Melzer, geb. Daumann, im Alter von 69 Jahren. In tiefer Trauer, im Namen aller Angehörigen: Otto Melzer. Königsberg Pr., Contiener Weg 56. Jetzt: Friedrichsgabe, Post Harksheide, Bezirk Hamburg, Falkenkamp 13b

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir unserer Toten, die vor zehn Jahren, auf der Flucht, ums Leben gekommen sind: meine liebe Mutter und meine Großmutter, Frau Therese Rahn, geb. Linck, Königsberg Pr., geb. 22.10.1862; meine lieben Schwägerinnen und meine guten Tanten, Anna Kaiser, Wehlau, Ostpreußen, geb. 05.06.1885; Gertrud Kaiser, Wehlau, Ostpreußen, geb. 28.11.1888. Ihnen folgte am 15. Januar 1951 in Hann.-Münden, mein geliebter Mann und mein treusorgender Vater, der Kaufmann Heinrich Kaiser, Königsberg Pr., geb. 30.05.1883. In treuem Gedenken: Frieda Kaiser, geb. Rahn. Hans-Wilhelm Kaiser. Früher: Königsberg Pr. Jetzt: Hannover-Laatzen, Auf der Dehne 11

Fern ihrer geliebten, ostpreußischen Heimat entschlief am 06. Juni 1955, nach kurzem Krankenlager, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter, Emma Gerhardt, geb. Mau, im 89. Lebensjahre. In stiller Trauer: Johannes Baerwald und Frau Frieda, geb. Gerhardt. Paul Gerhardt und Frau sowie Enkel und Urenkel. Königsberg Pr., Hinterroßgarten 15. Jetzt: Lipperode über Lippstadt, Lippestraße 88

Fern ihrer geliebten Heimat entschlief am 5. Juni 1955, nach langer, schwerer Krankheit, meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Schwiegermutter, Anna Koppetsch, geb. Krispin, im Alter von 56 Jahren. In stiller Trauer: Rudolf Koppetsch. Arnold Koppetsch und Frau Luise, geb. Zipper. Hans-Werner Koppetsch. Martinshagen, Kreis Lötzen. Jetzt: Schöppenstedt, Jasperstraße 38

Am 24. Juni 1955 jährt sich der zehnte Todestag meiner lieben, unvergesslichen Tochter, unserer lieben Schwester, Nichte und Schwägerin, Ilse Kasatis, geb. 02.02.1927. In stiller Trauer: Marie Kasatis, geb. Liß, KönigsbergPr., Hintr-Lomse 17. Zurzeit Quelkhorn 124, Bremen 5. Arno Kasatis. Anneliese Conen, geb. Kasatis. Heinz Conen, Wanlo 82, Wickrath, Niers.

Zum zehnjährigen Gedenken. Über den Sternen da wird es einst tagen, da wird Dein Hoffen, Dein Sehnen gestillt. Was Du gelitten und was Du getragen, dort ein Allmächtiges Wesen verhüllt. Am 15. Juni 1945 ist unser innig geliebtes Töchterchen, Schwesterlein, Schwägerin und Enkelin, Hildchen, im blühenden Alter von 16 Jahren, in Finnisch-Karelien, qualvoll verstorben. In unvergesslichem Herzeleid gedenken ihrer: Adolf Stadie und Frau Berta, geb. Wolff. Erwin Stadie und Frau Ursula, geb. Seller. Erwin Kerschkosvki und Frau Irmgard, geb. Stadie. Emil Stadie. Ewald Kupczyk und Frau Emmy, geb. Stadie. Charlotte Wolff, geb. Sankul. Heidenberg I, Kreis Angerburg. Jetzt: Eggeberg 6, Halle/Westf.

Zum zehnjährigen Gedenken: Am 13. Januar 1945 verstarb nach schwerer Krankheit in der sowj. bes. Zone, meine liebe Schwester, Landwirtin Frieda Kellotat, aus Werben, Kreis Schloßberg, Ostpreußen, im Alter von 52 Jahren. Im Namen aller Angehörigen: Ida Keil, geb. Kellotat. Schloßberg, Ostpreußen. Jetzt: sowj. bes. Zone

Am 9. Juni 1955 entschlief sanft, fern ihrer ostpreußischen Heimat, unser liebes Muttchen, Schwiegermutter, Groß- und Urgroßmutter, Emilie Lemke, geb. Ernst, im Alter von 86 Jahren. Sie folgte ihrem lieben Mann, den Söhnen Franz (Sibirien), Adolf (Leipzig) und Enkel Wolfgang (Dänemark). In tiefer Trauer: Marta Schmohs, geb. Lemke. Karl Schmohs. Elisabeth Szendeleit, geb. Lemke und alle Angehörigen. Früher: Schaaksvitte, Samland. Jetzt: Wilhelmshaven, Spiekeroogstraße 6

Zum zehnjährigen Gedenken. In Liebe gedenken wir unserer kleinen, unvergesslichen Tochter und Schwester, Helga, die der göttliche Kinderfreund am 19. Juni 1945, im Alter von drei Jahren, zu sich in sein himmlisches Reich nahm. Sie konnte die Strapazen der Flucht nicht überstehen und ruht auf dem Friedhof in Neustadt, Holstein. Ihre lieben Eltern und Geschwister: Wilhelm Krause, Sattlermeister und Helene, geb. Wölki. Sigurd. Bernhilde. Gabriele. Wuslack, Ostpreußen. Jetzt: Edemissen 18, Kreis Peine, Hannover

Am 12. Juni 1955, nahm Gott, der Herr, plötzlich mein liebes, treusorgendes Mutterchen, Frau Marie Luise Guth, geb. Hasselberg, im 86. Lebensjahre, zu sich in sein Reich. In stiller Trauer: Fridel Guth. Mohrungen, Pr.-Holländer Straße 32. Jetzt: Herdecke (Ruhr), Bahnhofstraße 6

Nach kurzem, schwerem, aber mit großer Geduld ertragenem Leiden, ist meine liebe Frau und treuer Lebenskamerad, meine geliebte, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und liebe Omili, Charlotte Bartöck, geb. Maybaum, im Alter von 56 ½ Jahren, am 6. Juni 1955, für immer von uns gegangen. Sie wird uns unvergessen sein. In tiefer Trauer: Kurt Bartöck. Ulrich Bartöck und Frau Kati. Enkel Lotar. Königsberg Pr., Steinstraße 28. Jetzt: Düsseldorf-Oberkassel, Arnulfstraße

Dennoch bleibe ich stets bei Dir, denn Du hältst mich an meiner rechten Hand. Du leitest mich nach Deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an. Ps. 73, 23-24 Am 9. Juni 1955, rief Gott, der herr, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwägerin, Witwe Ida Rogall, geb. Schompeter, im 79. Lebensjahre, zu sich in die ewige Heimat. In stiller Trauer, im Namen aller Angehörigen: Ruth Rogall. Früher: Tapiau, Ostpreußen. Jetzt: Rheinhausen-Hochemmerich, Ndrh., Friedr.-Alfred-Straße 81

Zum zehnten Mal jährt sich der Todestag meines unvergesslichen Mannes, unseres lieben Bruders, Schwagers und Onkels, Tel.-Insp. i. R., Gustav Kroll, geb. 08.01.1875, gestorben 21.06.1945 in Lutherstadt Wittenberg. In stillem Gedenken: Lina Kroll, geb. Hasenlein. Früher: Königsberg Pr., Dohnastraße 15. Jetzt: Detmold, Goethestraße 13

Heute früh entschlief nach langer, schwerer Krankheit, unser geliebter Vater, Schwiegervater und Großvater, mein lieber Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel, Walter Braemer, General der Kavallerie a. D., Ritter des Hausordens von Hohenzollern und weiterer hoher Orden beider Weltkriege, im 73. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Hans-Adam Braemer. Schnede, den 13. Juni 1955, Post Vierhöfen über Winsen-Luhe. Die Beisetzung fand am Freitag, dem 17. Juni 1955, um 14.00 Uhr von der Friedhofskapelle Salzhausen aus statt.

Am 3. Juni 1955 verstarb nach langem Leiden in Gott, mein lieber Mann, Vater, Schwieger- und Großvater, der ehemalige Landwirt, August Kalendruschat, geb. 08.04.1888. In tiefer Trauer, im Namen aller Angehörigen: Auguste Kalendruschat, geb. Schalinski. Tuppen, Kreis Schloßberg. Jetzt: Berlin-Lichterfelde, Albrechtstraße 7 a

Psalm 23 Schmerzerfüllt machen wir die traurige Mitteilung, dass mein innigstgeliebter Sohn, unser lieber Bruder, Rudolf Kummetz, infolge eines Unglücksfalles, im Alter von 22 Jahren, in die ewige Heimat abberufen wurde. In tiefer Trauer: Frau Gertrud Kummetz, geb. Zablowski. Geschwister: Günter, Walter, Ruth und Gertrud und Anverwandte. Früher: Rodenwlade, Kreis Labiau. Jetzt: Haslach i. K., den 6. Juni 1955, Eichenbachstraße 5

Am 9. Juni 1955 entschlief nach schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden, fern seiner geliebten Heimat, mein innig geliebter Mann, unser guter Vater, der Bauer Otto Korsch, im 69. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Martha Korsch, geb. Schirrmacher. Günter und Helmut. Schwanis, Kreis Heiligenbeil. Jetzt: Schandelah bei Braunschweig

Am 30. April 1955 starb, wenige Tage nach einer Blinddarmoperation, mein herzensguter Mann, unser lieber Papa, Kaufmann Karl Wittenberg, im Alter von 64 Jahren. Dieses zeigen an: Elsa Wittenberg, geb. Supplieth. Günter und Hans. Gelsenkirchen-Buer, Marienstraße 14. Früher: Königsberg Pr., Weißgerberstraße 13

Fern seiner unvergesslichen Heimat verschied am 9. Juni 1955, unser lieber Onkel, Großonkel und Urgroßonkel, der Altbauer Franz Tretschoks, im 89. Lebensjahre. In stiller Trauer: Familie Max Reklies. Früher: Brettken, Kreis Angerapp. Jetzt: Lübeck, Dornestraße 65 d

Mein treuer Lebenskamerad, unser lieber, guter Vater und Großvater, Albrecht Czygan, Zeitungsverleger und Buchdruckereibesitzer aus Treuburg, Kreisvertreter von Treuburg in der Landsmannschaft Ostpreußen. Stellvertretender Leiter der Heimatauskunftstelle 24 für den Regierungsbezirk Gumbinnen, ist fern seiner geliebten Heimat, für die er seine ganze Schaffenskraft eingesetzt hat, mitten aus seiner Arbeit plötzlich und unerwartet, im 64. Lebensjahre, für immer von uns gegangen. In tiefem Leid: Hildegard Czygan, geb. Gisevius. Friedrich Wilhelm Czygan und Frau Gertrud, geb. Wichert. Hans Heinz Mecking und Frau Marie Luise, geb. Czygan. Johanna Sabine Czygan. Joachim Hartmann Czygan. Peter Albrecht Czygan, und 3 Enkelkinder. Lübeck, 16. Juni 1955, Gustav-Falke-Straße 4. Trauerfeier fand in der Kapelle des Vorwerker Friedhofes am 21. Juni 1955 statt.

Am Donnerstag, dem 16. Juni 1955, verstarb während des Dienstes plötzlich der stellvertretende Leiter der Heimatauskunftsstelle Gumbinnen, der frühere Buchdruckereibesitzer und Verleger, Herr Albrecht Czygan, aus Treuburg, Ostpreußen. Seine Liebe zur Heimat und sein persönlicher Einsatz für seine Mitvertriebenen waren vorbildlich. Mit ihm ging ein Mann von uns, dessen große Erfahrung und umfassendes Wissen die Zusammenarbeit mit ihm zur Freude werden ließen. Sein vornehmer Charakter, seine menschliche Güte und stete Hilfsbereitschaft werden uns immer in Erinnerung bleiben. Wir werden unseren Albrecht Czygan nicht vergessen. Seine Kameraden aus den Heimatauskunftstellen Ostpreußen, Danzig-Westpreußen und Pommern. Lübeck, den 20. Juni 1955

Unvergessen bleibt uns mein geliebter Mann, unser herzensuter, treusorgender Vater, Friedrich Bendrick, Stadtobersekretär bei der Stadtverwaltung in Lötzen, Ostpreußen, der am 27. Juni 1945, im Alter von 60 Jahren, infolge Entkräftung, entschlafen ist und in Kiesdorf bei Schloßberg, Ostpreußen, seine letzte Ruhestätte gefunden hat. In Liebe und treuem Gedenken: Berta Bendrick, geb. Herrmann. Kurt Bendrick. Herbert Bendrick, vermisst in Oberitalien. Christel Seeling, geb. Bendrick. Ingeborg Bendrick. Lötzen, Ostpreußen, Wasserturmstraße 3. Jetzt: Wuppertal-Barmen, Linderhauser Straße 64

Viel zu früh entschlief am 22. April 1955, mein sehr geliebter Mann, mein guter, treusorgender Vater, der Verwaltungs-Amtmann i. R., Otto Lauszus, im 67. Lebensjahre. Martina Lauszus. Jürgen Lauszus. Königsberg Pr., Memel. Jetzt: Celle, Spörckenstraße 134

Am 29. Mai 1955 entschlief sanft, nach kurzem Krankenlager, meine liebe Mama und bester Kamerad in russischer Gefangenschaft, meine Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Freundin, Martha Margarete Fischbach, geb. Pusch, im Alter von 57 Jahren. In tiefer Trauer, der Gatte: Helmuth Fischbach (noch vermisst). Die Tochter: Gisela Cüppers, geb. Fischbach. Königsberg Pr. und Cranz, Ostseebad. Jetzt: Geilenkirchen (Rhld.), Hünshover Gracht 17

Kurz vor Vollendung ihres 80. Lebensjahres, entschlief nach langem, schwerem Leiden, unsere unvergessliche Mutter, unsere liebe Schwieger-, Groß- und Urgroßmutter, Tante, Großtante und Urgroßtante, Luise Kliewer, geb. Glenz, Stadtamtmannwitwe. In tiefer Trauer: Herbert Kliewer mit Frau Meta, geb. Freutel. Alfred Kliewer mit Frau Hella, geb. Mey. Früher: Königsberg Pr., Königseck 7. Jetzt: Urach, Württ., den 11. Juni 1955

Am 13. Juni 1955, verschied nach langem, schwerem Leiden, meine unvergessliche Frau und liebe Mutti, Schwester, Schwägerin und Tante, Frieda Ziemus, geb. Ohmke, früher: Tilsit, Metzstraße 54, im Alter von 53 Jahren. Fritz Ziemus. Sohn Manfred.

Dir der Friede, uns der Schmerz, nun ruhe sanft, du gutes Herz. Plötzlich und für uns unfassbar, entschlief am 31. Mai 1955 in der Landesfrauenklinik in Kiel, nach einer tückischen Krankheit, unsere liebe und herzensgute Schwester, Schwägerin und Tante, Anna Szengel, geb. Pollack, im 63. Lebensjahre. Sie folgte unseren Eltern Karl und Wilhelmine Pollack, geb. Nicklas, die im Herbst 1945 in Großgarten verstorben sind, in die Ewigkeit, derer wir in Liebe und Dankbarkeit gedenken. In tiefer Trauer: Erich und Minna Weihs, geb. Pollack, Schafflund. Hermann Pollack, Braunschweig. Otto und Marie Dulk, geb. Pollack, Braunschweig. Fritz und Käthe Pollack, Braunschweig, Petristraße 15. Karl und Martha Pollack, Ummern, Kreis Celle, sowie Nichten und Neffen. Großgarten, Kreis Angerburg, Ostpreußen. Jetzt: Schafflund, Kreis Flensburg

Müh und Arbeit war Euer Leben, treu und fleißig Eure Hand. Ruhe hat Euch Gott gegeben auf dem Friedhof in St.-Goar-Land. Am 12. Mai 1955 entschlief unerwartet in Koblenz, Ev. Stift, unser lieber Onkel und Schwager, Albert Jodeleit, Marienhof, Kreis Samland, Ostpreußen, im Alter von 69 Jahren. Er folgte seiner lieben Ehefrau, unserer lieben Tante und Schwester, Minna Jodeleit, geb. Zablowski, gestorben 08.12.1954, im Alter von 60 Jahren, in ihrem erbauten Heim in St. Goar-Gellen. Sie folgten ihrem einzigen Kind, Elisabeth, gestorben 1926, im siebenten Lebensjahre. Gleichzeitig gedenken wir unserer lieben Oma und Mutter, Maria Zablowski, geb. Reklies, gestorben 16.09.1945, im 78. Lebensjahre. Sie ruht in Rauschen, Ostpreußen. Unser liebes Schwesterlein und Tochter, Hildegard Kerwien, gestorben 01.11.1944, im 18. Lebensjahre. Sie ruht bei ihrem Vater in Heinrichswalde, Ostpreußen. In Liebe und stillem Gedenken: Ida Kerwien, geb. Zablowski, Palenberg, Bez. Aachen und Kinder Rose. Betti. Helmut, nebst ihren Familien und allen Angehörigen.

Zum Gedenken. Im Juni 1955 jährt es sich zum elten Male, dass unser herzensguter, hoffnungsvoller Sohn und Bruder, kaufm. Angestellter Heinz Ortmann, geb. 14.08.1925, Vierbrüderkrug in Russland (Mittelfront-Abschnitt) verschollen ist. Kameraden der Einheit 44 054 haben ihn am 24. Juni 1944 bei Orscha zuletzt gesehen. Wer war bei dieser Einheit und weiß etwas über sein Schicksal? In steter Liebe und stiller Wehmut: die Eltern, Fritz und Cäcilie Ortmann, geb. Woyciechowski. Die Geschwister: Reinhold Ortmann und Frau, sowj. bes. Zone. Ilse de Gans, geb. Ortmann und Mann, Flensburg. Regina Antoniewiecz, geb. Ortmann, und Mann, Oberaden, Westfalen. Inge Borcherding, geb. Ortmann, und Mann, Flensburg und seine jüngste Lieblingsschwester Brigitte. Vierbrüderkrug bei Königsberg Pr. 5. Jetzt: Unna-Königsborn, Zechenstraße 72

Kampf und Arbeit war Dein Leben. Ruhe hat Dir Gott gegeben. Am 25. April 1955 entschlief plötzlich mein lieber Mann, unser guter Vater, Franz Schlupp. In tiefem Schmerz, die trauernden Angehörigen. Kl.-Beynuhnen, Kreis Angerapp. Jetzt: Rettmer bei Lüneburg.

Fern seiner geliebten Heimat verstarb am zweiten Pfingsfeiertag, ganz unerwartet, im Alter von 77 Jahren, mein geliebter Mann, unser treusorgender Vater, herzensguter Opi, Bruder, Schwager und Onkel, Bauer Ernst Liedtke, früher: Leitwarren, Kreis Elchniederung. In tiefer Trauer: Betty Liedtke, geb. Frischmuth. Walter Liedtke, sowj. bes. Zone. Betty Liedtke, geb. Noetzel. Gerda Bersick, geb. Liedtke. Gerhard Bersick, Essen/Ruhr. Hans Liedtke, sowj. bes. Zone. Elli Liedtke, geb. Ohlhoff. Franziska Staats, geb. Liedtke, Hamburg-Bahrenfeld. Martha Kopp, geb. Liedtke, Wechte/Westfalen. 7 Enkelkinder und alle Angehörigen. Gammertingen/Hohenzollern, Kreis-Sltersheim, den 30. Mai 1955

In Liebe und Dankbarkeit gedenken wir unserer Toten: Ulrich Anbuhl, geb. 30.06.1925, gefallen 03.09.1944 bei Scharfenwiese; Frau Helene Anbuhl, geb. Schlecht, geb. 01.11.1871, verstorben 19.05.1945 in Neukuhren, Samland; Innenarchitekt Curt Andreae, geb. 05.10.1873, verstorben 26.04.1947 in Neukirch, Kreis Elchniederung; Frau Elfriede Andreae, geb. Roeßler, geb. 18.01.1874, verstorben 21.06.1947 in Itzehoe. Die Angehörigen: Dr. Ernst Anbuhl und Frau Ursula, geb. Andreae. Rudi Krauledat und Frau Liselott, geb. Andreae. Claus Andreae. Sabine Anbuhl. Andreas Krauledat. Melsungen, Hamburg. Hannover. Früher: Königsberg Pr.

Am 16. Juni 1955 verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, der Gärtner, Rudolf Hellwig, früher: Friedrichshof, Kreis Ortelsburg, Ostpreußen, im Alter von 76 Jahren. In tiefer Trauer: Marie Hellwig, geb. Lindenau. Rudi Hellwig. Frieda Hellwig, geb. Trazewski. Margarete Burow, geb. Hellwig. Erwin Burow. Johanna Heinrich, geb. Hellwig. Lisbeth Hellwig. Christa, Kurt, Ursula, Erwin und Eva, als Enkel. Telgte, Westf., 17. Juni 1955, Voßbrede 4


Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/09 23:11:39
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Aha, nun können wir zumindest feststellen, dass Deine Oma aus dem katholischen Ermland stammt. Heilsberg gehörte zu dem Bereich des Breslauschen. Dort wurde also eine hochpreußische/mitteldeutsche Mundart gesprochen, kein Niederdeutsch/Niederpreußisch. Ich weiß nicht, ob Dir diese Zuordnung deutscher Dialekte (grob: in Süddeutschland Oberdeutsch, in einem Mittelstreifen Mitteldeutsch und nördlich der sogenannten maken/machen-Linie Niederdeutsch <auch Plattdeutsch genannt>) irgend etwas sagt.

In alten Zeiten wurde in einem größeren Teil des späteren Ostpreußen das Prußische (auch Altpreußisch genannt) gesprochen, eine ausgestorbene baltische Sprache. Das heißt also, anders als in Irland, gab es Gebiete, in denen die ursprüngliche Sprache nicht gesprochen wurde. Ostpreußen wurde dann in der Zeit des Deutschen Ordens zunächst durch Siedler aus dem Westen des heutigen Deutschland punktuell besiedelt (wir sprechen von Siedlungshorsten). Diese Siedler brachten ihre jeweiligen Mundarten in die neue Heimat mit. Ausgehend von den Siedlungshorsten wurde dann das Land dazwischen besiedelt. Es trafen später auch Siedler ein, die unterwegs schon eine längere Zwischenstation eingelegt hatten.

Wegen der unterschiedlichen Herkunft kam es dann zu Gebieten, in denen unterschiedliche Mundarten gesprochen wurden. Bisweilen nahmen Siedler auch den Dialekt ihrer Nachbarn an.

Auch unterschiedliche territoriale und religiöse Zugehörigkeiten spielten in Ostpreußen eine Rolle. So gab es beispielsweise eine scharfe Dialekttrennung zwischen dem katholischen Ermland (hochpreußisch) und dem protestantischen Natangen und Barten (niederpreußisch).

Wie man sieht, ist es also nicht so einfach wie in Irland, wo das Englische (als die Sprache der erobernden Herren) auf dem Substrat des Irischen (der Sprache der dort ansässigen Bevölkerung) existierte.

--Rolf-Peter


Am 09.06.2014 22:15, schrieb Andrea Neij:
Hallo,

meine Oma stammt aus Heilsberg. Sicher, ich kann mir Literatur dazu besorgen.
Aber das dauert ja etwas, das ist eine längre Aktion dann. Aber wie meinst du,
dass die Situation nicht zu vergleichen ist?




[OWP] Ostpreussisch

Date: 2014/06/10 00:15:17
From: Gisela Sanders <gs.hexe(a)kabelmail.de>

Liebe Mitforscher,
 "Ostpreußisch" ist kein Dialekt, sondern beinhaltet mehrere Sprachvarianten,
 wie in jedem Staat der BRD - und manchmal nur von Dorf zu Dorf - wie in 
 OWP. Dialekte im deutschen Sprachgebiet sind z.B. Slawisch, Ostfriesisch,
 Jiddisch u.a. 
 Bayrisch, Sächsisch u.a. sind keine Dialekte, sondern eben Sprachvarianten
 (der Gegend entsprechend). 

 Liebe Nachtgrüße --- Gisela

Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Stens beck

Date: 2014/06/10 08:26:41
From: Carsten Wagner <wagner242536(a)web.de>

Hallo Hans-Peter,

ich sehe da keinen Widerspruch.
Offensichtlich gab es in Königsberg verschiedene katholische Gemeinden: römisch-katholisch, christlich-katholisch, altkatholisch und katholisch-apostolisch.

Viele Grüße
Carsten (Wagner)


Am 09.06.2014 20:59, schrieb Hans Peter Stinnesbeck:
Vielen Dank Carsten,

jetzt bin ich aber erst einmal verwirrt.
Im Abschnitt II-b wird "christlich-katholischen" als berücksichtigt
erwähnt, weiter unten im Abschnitt V dann der Widerspruch: "die
römisch-katholischen Unterlagen wurden nicht erfaßt".
Wie kann ich das verstehen?

Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)


Am 9. Juni 2014 20:26 schrieb Carsten Wagner <wagner242536(a)web.de>:

Hallo Hans-Peter,

eine weitere mögliche Erklärung dafür, dass  Stensbeck nicht in der KKK
gefunden wurde, wäre noch, dass die Taufe vielleicht in einer
Militärgemeinde stattfand (oder evtl. auch in einer römisch-katholischen
Gemeinde).

"Die Militär-Gemeinden hatten ihre Bücher nicht zur Verkartung gegeben.
Diese liegen heute im GStA PK Hauptabteilung VIII.
Auch die römisch-katholischen Unterlagen wurden nicht erfaßt."
(Zitat aus einem Beitrag in dieser Liste von 2007 mit umfangreichen
Erläuterungen zum Thema)
<http://list.genealogy.net/mm/archiv/ow-preussen-l/2007-10/msg00067.html>

Viele Grüße
Carsten (Wagner)
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OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l




Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Stens beck

Date: 2014/06/10 08:38:25
From: Jürgen Gottschewski <Gottschewski.Augsburg(a)t-online.de>

Hallo!

Darf ich mich einmischen? Die Christlich-Katholischen waren eine Abspaltung (mit viel "Sympathien zu den Lutherischen Kirchen) von der Katholischen Amtskirche, insofern ist es vielleicht erklärlich, dass diese aufgenommen wurden, die anderen nicht. Wikipedia kann da sicher weiter helfen.

Grüße

Jürgen (Gottschewski)



Am 09.06.2014 20:59, schrieb Hans Peter Stinnesbeck:
Vielen Dank Carsten,

jetzt bin ich aber erst einmal verwirrt.
Im Abschnitt II-b wird "christlich-katholischen" als berücksichtigt
erwähnt, weiter unten im Abschnitt V dann der Widerspruch: "die
römisch-katholischen Unterlagen wurden nicht erfaßt".
Wie kann ich das verstehen?

Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)





Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Stensbe ck

Date: 2014/06/10 09:25:55
From: Hans Peter Stinnesbeck <hanspeter.stinnesbeck(a)gmail.com>

Hallo,

in Wikipedia bin ich leider nicht fündig geworden, vielleicht passt diese
Quelle?
http://www.christ-katholisch.de/Storia.html

Bleibt noch die Frage nach der römisch-katholischen Gemeinde. Ich fand da
die Probsteikirche in Sackheim, aber auch den Hinweis auf eine St.
Johannes-Kirche. Waren die vielleicht identisch? Und wo gibt es die
Kirchenbücher dazu?

Vielen Dank und schönen Tag.
Hans Peter (Stinnesbeck)


Am 10. Juni 2014 08:38 schrieb Jürgen Gottschewski <
Gottschewski.Augsburg(a)t-online.de>:

> Hallo!
>
> Darf ich mich einmischen? Die Christlich-Katholischen waren eine
> Abspaltung (mit viel "Sympathien zu den Lutherischen Kirchen) von der
> Katholischen Amtskirche, insofern ist es vielleicht erklärlich, dass diese
> aufgenommen wurden, die anderen nicht. Wikipedia kann da sicher weiter
> helfen.
>
> Grüße
>
> Jürgen (Gottschewski)
>
>
>
>
> Am 09.06.2014 20:59, schrieb Hans Peter Stinnesbeck:
>
>> Vielen Dank Carsten,
>>
>>
>> jetzt bin ich aber erst einmal verwirrt.
>> Im Abschnitt II-b wird "christlich-katholischen" als berücksichtigt
>> erwähnt, weiter unten im Abschnitt V dann der Widerspruch: "die
>> römisch-katholischen Unterlagen wurden nicht erfaßt".
>> Wie kann ich das verstehen?
>>
>> Grüße
>> Hans Peter (Stinnesbeck)
>>
>>
>>
>>
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-- 
Liebe Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)

Re: [OWP] Ostpreussisch

Date: 2014/06/10 10:04:23
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Hallo Gisela,

dass "'Ostpreußisch' kein Dialekt [ist]" haben wir hier bereits festgestellt. Das Wort 'Ostpreußisch' ist, auf Sprache bezogen, ein laienhafter Ausdruck. Die Wendung im Betreff geht auf die Anfragerin zurück, die mit den Verhältnissen nicht so vertraut ist.

Der Begriff 'Dialekt' als solcher ist wissenschaftlich nicht genau definiert, meint aber u. a. 'landschaftlich gebundene Sprache'. Nach unterschiedlichen Kriterien lassen sich in Deutschland (und auch anderswo) Dialektgruppen feststellen, die gemeinsame Charakteristika aufweisen. So ist beispielsweise das Bairische (als wissenschaftliche Dialektbezeichnung, die sich dann noch weiter unterteilt, mit i zu schreiben, nicht mit y) ein Teil des Oberdeutschen. Wie letztere Bezeichnung schon verrät, ist es natürlich auch Teil der überdachenden Sprache Deutsch. Auch den Wortbestandteil 'Sächsisch' kennt die Dialektologie: 'Obersächsisch' ist ein Teil des Ostmitteldeutschen und unterteilt sich weiter in Erzgebirgisch, Meißnisch und Nordobersächsisch, die sich jeweils weiter verfeinern lassen.

'Slawisch' ist kein deutscher Dialekt sondern die Bezeichnung für eine nicht-deutsche Sprachengruppe. 'Friesisch' ist eine germanische, jedoch keine deutsche Sprache. Bei dem 'Jiddischen' handelt es sich um eine Sprache mit deutschen Wurzeln. 'Niederdeutsch' (meist gleichbedeutend mit 'Plattdeutsch' benutzt) ist eine eigenen Sprache, wenn man es gegen 'Hochdeutsch' (bestehend aus 'Ober-' und 'Mitteldeutsch') absetzt. Es existiert aber nur noch in Dialekten, da es davon keine allen Dialekten gemeinsame Form und keine verbindliche Schriftsprache mehr gibt.

'Dialekt' und 'Mundart' werden im Deutschen in gleicher Bedeutung benutzt.

Wie die Verhältnisse speziell für Ostpreußen aussehen, habe ich bereits grob dargestellt.

Freundliche Grüße

Rolf-Peter


Am 10.06.2014 00:15, schrieb Gisela Sanders:
Liebe Mitforscher,
  "Ostpreußisch" ist kein Dialekt, sondern beinhaltet mehrere Sprachvarianten,
  wie in jedem Staat der BRD - und manchmal nur von Dorf zu Dorf - wie in
  OWP. Dialekte im deutschen Sprachgebiet sind z.B. Slawisch, Ostfriesisch,
  Jiddisch u.a.
  Bayrisch, Sächsisch u.a. sind keine Dialekte, sondern eben Sprachvarianten
  (der Gegend entsprechend).

  Liebe Nachtgrüße --- Gisela
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http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Stens beck

Date: 2014/06/10 10:58:42
From: Carsten Wagner <wagner242536(a)web.de>

Hallo Hans-Peter,

kennst Du diese Seite?
<http://wiki-de.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_Quellen/Kirchbuchbest%C3%A4nde_Stadtkreis_K%C3%B6nigsberg_%28Pr.%29>

Mit dem Taufregister 1864 der Propsteikirche könntest Du demnach bei den Mormonen Glück haben. Eine St. Johannes-Kirche ist aber nicht erwähnt.

Viele Grüße
Carsten (Wagner)

Am 10.06.2014 09:25, schrieb Hans Peter Stinnesbeck:
Hallo,

in Wikipedia bin ich leider nicht fündig geworden, vielleicht passt diese
Quelle?
http://www.christ-katholisch.de/Storia.html

Bleibt noch die Frage nach der römisch-katholischen Gemeinde. Ich fand da
die Probsteikirche in Sackheim, aber auch den Hinweis auf eine St.
Johannes-Kirche. Waren die vielleicht identisch? Und wo gibt es die
Kirchenbücher dazu?

Vielen Dank und schönen Tag.
Hans Peter (Stinnesbeck)

Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Stensbe ck

Date: 2014/06/10 11:41:47
From: Hans Peter Stinnesbeck <hanspeter.stinnesbeck(a)gmail.com>

Nein, die Seite hatte ich noch nicht, das hilft mir dann erst einmal.
Da steht ja auch die christlich-katholische Gründung drin!

Vielen Dank
Hans Peter


Am 10. Juni 2014 10:58 schrieb Carsten Wagner <wagner242536(a)web.de>:

> Hallo Hans-Peter,
>
> kennst Du diese Seite?
> <http://wiki-de.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_
> Quellen/Kirchbuchbest%C3%A4nde_Stadtkreis_K%C3%B6nigsberg_%28Pr.%29>
>
> Mit dem Taufregister 1864 der Propsteikirche könntest Du demnach bei den
> Mormonen Glück haben. Eine St. Johannes-Kirche ist aber nicht erwähnt.
>
> Viele Grüße
> Carsten (Wagner)
>
> Am 10.06.2014 09:25, schrieb Hans Peter Stinnesbeck:
>
>  Hallo,
>>
>> in Wikipedia bin ich leider nicht fündig geworden, vielleicht passt diese
>> Quelle?
>> http://www.christ-katholisch.de/Storia.html
>>
>> Bleibt noch die Frage nach der römisch-katholischen Gemeinde. Ich fand da
>> die Probsteikirche in Sackheim, aber auch den Hinweis auf eine St.
>> Johannes-Kirche. Waren die vielleicht identisch? Und wo gibt es die
>> Kirchenbücher dazu?
>>
>> Vielen Dank und schönen Tag.
>> Hans Peter (Stinnesbeck)
>>
>>  _______________________________________________
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> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l
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-- 
Liebe Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)

Re: [OWP] Ostpreussisch

Date: 2014/06/10 14:20:42
From: Ulrich M. Schoenknecht <uli(a)schoenknecht.de>

Was hat denn Eure Auseinandersetzung noch mit Familienforschung und/oder der ursprünglichen Frage zu tun, fragt sich
ober/mittel/unter, ganz-unter, höchst-ober und überhaupt-deutsch

Uli
MfG


Am 10.06.2014 10:04, schrieb Peter Perrey:
Hallo Gisela,

dass "'Ostpreußisch' kein Dialekt [ist]" haben wir hier bereits
festgestellt. Das Wort 'Ostpreußisch' ist, auf Sprache bezogen, ein
laienhafter Ausdruck. Die Wendung im Betreff geht auf die Anfragerin
zurück, die mit den Verhältnissen nicht so vertraut ist.

Der Begriff 'Dialekt' als solcher ist wissenschaftlich nicht genau
definiert, meint aber u. a. 'landschaftlich gebundene Sprache'. Nach
unterschiedlichen Kriterien lassen sich in Deutschland (und auch
anderswo) Dialektgruppen feststellen, die gemeinsame Charakteristika
aufweisen. So ist beispielsweise das Bairische (als wissenschaftliche
Dialektbezeichnung, die sich dann noch weiter unterteilt, mit i zu
schreiben, nicht mit y) ein Teil des Oberdeutschen. Wie letztere
Bezeichnung schon verrät, ist es natürlich auch Teil der überdachenden
Sprache Deutsch. Auch den Wortbestandteil 'Sächsisch' kennt die
Dialektologie: 'Obersächsisch' ist ein Teil des Ostmitteldeutschen und
unterteilt sich weiter in Erzgebirgisch, Meißnisch und
Nordobersächsisch, die sich jeweils weiter verfeinern lassen.

'Slawisch' ist kein deutscher Dialekt sondern die Bezeichnung für eine
nicht-deutsche Sprachengruppe. 'Friesisch' ist eine germanische, jedoch
keine deutsche Sprache. Bei dem 'Jiddischen' handelt es sich um eine
Sprache mit deutschen Wurzeln. 'Niederdeutsch' (meist gleichbedeutend
mit 'Plattdeutsch' benutzt) ist eine eigenen Sprache, wenn man es gegen
'Hochdeutsch' (bestehend aus 'Ober-' und 'Mitteldeutsch') absetzt. Es
existiert aber nur noch in Dialekten, da es davon keine allen Dialekten
gemeinsame Form und keine verbindliche Schriftsprache mehr gibt.

'Dialekt' und 'Mundart' werden im Deutschen in gleicher Bedeutung benutzt.

Wie die Verhältnisse speziell für Ostpreußen aussehen, habe ich bereits
grob dargestellt.

Freundliche Grüße

Rolf-Peter


Am 10.06.2014 00:15, schrieb Gisela Sanders:
Liebe Mitforscher,
  "Ostpreußisch" ist kein Dialekt, sondern beinhaltet mehrere
Sprachvarianten,
  wie in jedem Staat der BRD - und manchmal nur von Dorf zu Dorf - wie in
  OWP. Dialekte im deutschen Sprachgebiet sind z.B. Slawisch,
Ostfriesisch,
  Jiddisch u.a.
  Bayrisch, Sächsisch u.a. sind keine Dialekte, sondern eben
Sprachvarianten
  (der Gegend entsprechend).

  Liebe Nachtgrüße --- Gisela
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Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei

Date: 2014/06/10 15:33:21
From: Hans Peter Stinnesbeck <hanspeter.stinnesbeck(a)gmail.com>

Hallo Viktor,

in der Sterbeurkunde des jüngeren Bruders steht "geb. in Schreitlaugken,
Kreis Tilsit" und "katholisch". Der Vater stammt aus Bottrop und war auch
katholisch. Bei Gustav findet sich keine Religion, aber er wird dann wohl
auch katholisch gewesen sein. Da die römisch-katholischen KB in der KKK
keinen Eingang gefunden haben, muss ich dann wohl woanders weiter suchen.

Weist Du noch mehr von unser Familie als die Namensvarianten? Steinbeck
habe ich bisher noch nicht gefunden, hast Du ein Beispiel?
Die beiden Stensbeck-Brüder Oskar-Maria und Gustav haben übrigens längere
Zeit in Berlin gelebt.

Vielen Dank und Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)


Am 9. Juni 2014 18:02 schrieb Viktor Haupt <viktorhaupt(a)aol.com>:

>
>
> Hallo Hans Peter Stinnesbeck,
> in der Kbg. Kirchenbuchkartei (KKK) sollten alle Taufen in Königsberger
> Kirchen in dem fraglichen Zeitraum enthalten sein. Es gibt jedoch einzelne
> Ordner, die verloren gegangen sind. Denkbar wären folgende Umstände,
> weshalb die gesuchte Geburt nicht gefunden wurde:
>
> Der Ordner mit männlichen Geburten Ste... ist nicht mehr vorhanden.
>
> Der Name wurde seinerzeit anders geschrieben (Steensbeck, Steinsbeck,
> Steinbeck, Stiensbeck, Stinnesbeck) und es wurden nicht alle denkbaren
> Schreibvarianten durchgeprüft.
>
> Ich habe in einem Aufsatz den genauen Umfang und Gehalt der KKK erläutert
> und beschrieben. Hier zu finden:
> http://www.genealogischenotizen.blogspot.de/2011/12/die-konigsberger-kirchenbuchkartei-eine.html
> Wie ich soeben noch einmal nachgesehen habe, fehlt von den männlichen
> Geburten nur ein einziger Ordner. Es wäre schon ein unglücklicher Zufall,
> wenn es gerade diese Buchstabenfolge betreffen sollte.
>
> Anmerkung: es gab auch ein Gut Schreitlacken im Kirchspiel Rudau, ca. 20
> km nördlich von Königsberg.
>
> Grüße aus Berlin
> Viktor
>
>
> -----Ursprüngliche Mitteilung-----
>
> Date: Mon, 9 Jun 2014 10:32:16 +0200
> From: Hans Peter Stinnesbeck <hanspeter.stinnesbeck(a)gmail.com>
> Subject: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei, FN Stensbeck
>
> Hallo zusammen,
> ich habe da mal eine Frage zur Königsberger Kirchenbuchkartei und deren
> Aussagekraft.
>
> In der Heiratsurkunde von Gustav STENSBECK aus 1932 wird die Geburt am
> 17.4.1864 in Königsberg angegeben (durch Militärpass belegt). In der
> "Königsberger Kirchenbuchkartei" konnte der Name Stensbeck lt. Auskunft
> des geheimen Staatsarchivs Berlin aber nicht gefunden werden.
>
>
> Sehe ich das richtig, dass die Kartei den Zeitraum 1826 bis 1874 der
> evangelischen und katholischen Kirchenbücher umfasst? Gibt es da größere
> Lücken?
>
> Wenn er denn dort nicht verzeichnet ist, muss ich dann schließen, dass die
> Ortsangabe in der HU falsch ist?
>
>
> Seine Familie lebte jedenfalls vorher in Schreitlaugken, Krs Tilsit. Sein
> Bruder Oskar Maria Stensbeck ist dort lt. Sterbeurkunde am 20. Feb 1858
> geboren. In Königsberg taucht die Familie im Adressbuch von 1872 zum ersten
> mal auf.
>
>
>
>
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Liebe Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)

Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei

Date: 2014/06/10 15:56:26
From: Bernhard Ostrzinski <bernhardostrzinski(a)web.de>

Eine kleine Möglichkeit ist es vielleicht die digitalisierten Bestände "
Königsberger Gemeinden "
im Archiv in Allenstein zu durchsuchen.

Hier den Direktlink zum Archiv unter;
http://www.olsztyn.ap.gov.pl/
nutzen.
Gruß
Bernhard




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Hans Peter
Stinnesbeck
Gesendet: Dienstag, 10. Juni 2014 15:33
An: OW-Preussen-L
Betreff: Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei


Re: [OWP] Ostpreussisch

Date: 2014/06/10 17:21:14
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Welche Auseinandersetzung, Uli? Hier geht es um ostpreußische Kultur, zu der eine Frage gestellt wurde, die selbstverständlich beantwortet wird. Ich denke mal, neben den reinen Lebensdaten unserer Ahnen, ist auch deren Lebensumfeld von Interesse, egal ob es sich um Mühlen, Dialekte, alte Berufe oder bestimmte Gebräuche handelt.

Gruß
Rolf-Peter


Am 10.06.2014 14:14, schrieb Ulrich M. Schoenknecht:
Was hat denn Eure Auseinandersetzung noch mit Familienforschung und/oder der ursprünglichen Frage zu tun, fragt sich
ober/mittel/unter, ganz-unter, höchst-ober und überhaupt-deutsch

Uli
MfG



Re: [OWP] Ostpreussisch

Date: 2014/06/10 18:35:36
From: Martin Kunst <martin.kunst(a)t-online.de>

Nur zur Information: über einen Teilaspekt der Ostpreußischen Mundarten ff.
gibt es eine Forschungsarbeit von Otto Natau "Mundart und Siedelung im
nordöstlichen Ostpreußen" - Königsberg 1937, über 300 Seiten, die drei
Kreise Stallupönen, Pillkallen und Tilsit-Ragnit betreffend. Weiter: von
Prof. Mitzka "Ostpreußisches Niederdeutsch nördlich vom Ermland". Und ich
denke, wer sucht, der kann sicher mehr zum Thema finden.
Den Otto N. habe ich hier auf CD, hatte aber noch nie Zeit, mich damit
intensiv zu beschäftigen.
Gruß - Martin

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Peter Perrey
Gesendet: Dienstag, 10. Juni 2014 17:21
An: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Betreff: Re: [OWP] Ostpreussisch

Welche Auseinandersetzung, Uli? Hier geht es um ostpreußische Kultur, zu der
eine Frage gestellt wurde, die selbstverständlich beantwortet wird.
Ich denke mal, neben den reinen Lebensdaten unserer Ahnen, ist auch deren
Lebensumfeld von Interesse, egal ob es sich um Mühlen, Dialekte, alte Berufe
oder bestimmte Gebräuche handelt.

Gruß
Rolf-Peter


Am 10.06.2014 14:14, schrieb Ulrich M. Schoenknecht:
> Was hat denn Eure Auseinandersetzung noch mit Familienforschung
> und/oder der ursprünglichen Frage zu tun, fragt sich
> ober/mittel/unter, ganz-unter, höchst-ober und überhaupt-deutsch
>
> Uli
> MfG
>
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Re: [OWP] Ostpreussisch

Date: 2014/06/10 22:32:43
From: Andrea Neij <andreaneij(a)hotmail.com>

Danke, Zeit ist bei mir auch das Problem. :) 

Gruss

Andrea

> From: martin.kunst(a)t-online.de
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Date: Tue, 10 Jun 2014 18:35:25 +0200
> Subject: Re: [OWP] Ostpreussisch
> 
> Nur zur Information: über einen Teilaspekt der Ostpreußischen Mundarten ff.
> gibt es eine Forschungsarbeit von Otto Natau "Mundart und Siedelung im
> nordöstlichen Ostpreußen" - Königsberg 1937, über 300 Seiten, die drei
> Kreise Stallupönen, Pillkallen und Tilsit-Ragnit betreffend. Weiter: von
> Prof. Mitzka "Ostpreußisches Niederdeutsch nördlich vom Ermland". Und ich
> denke, wer sucht, der kann sicher mehr zum Thema finden.
> Den Otto N. habe ich hier auf CD, hatte aber noch nie Zeit, mich damit
> intensiv zu beschäftigen.
> Gruß - Martin 
> 
> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
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> Gesendet: Dienstag, 10. Juni 2014 17:21
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> Betreff: Re: [OWP] Ostpreussisch
> 
> Welche Auseinandersetzung, Uli? Hier geht es um ostpreußische Kultur, zu der
> eine Frage gestellt wurde, die selbstverständlich beantwortet wird. 
> Ich denke mal, neben den reinen Lebensdaten unserer Ahnen, ist auch deren
> Lebensumfeld von Interesse, egal ob es sich um Mühlen, Dialekte, alte Berufe
> oder bestimmte Gebräuche handelt.
> 
> Gruß
> Rolf-Peter
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> 
> Am 10.06.2014 14:14, schrieb Ulrich M. Schoenknecht:
> > Was hat denn Eure Auseinandersetzung noch mit Familienforschung 
> > und/oder der ursprünglichen Frage zu tun, fragt sich 
> > ober/mittel/unter, ganz-unter, höchst-ober und überhaupt-deutsch
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> > Uli
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Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt

Date: 2014/06/10 22:43:40
From: Andrea Neij <andreaneij(a)hotmail.com>

Danke, das ist ja soweit ganz interessant. Andererseits fand ich es erstmal
vor allem interessant, ob es so ein Phänomen überhaupt gibt (also die 
relativ häufige Anwendung des Imperfekts). Was es genau für ein Dialekt 
ist, das ist dann eine spätere Frage. Und es müsste doch schwer sein, das
überhaupt abzugrenzen, wenn es da so viele verschiedene gibt. 

> Date: Mon, 9 Jun 2014 23:11:30 +0200
> From: pcperrey(a)t-online.de
> To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
> Subject: Re: [OWP] Ostpreussischer Dialekt
> 
> Aha, nun können wir zumindest feststellen, dass Deine Oma aus dem 
> katholischen  Ermland stammt. Heilsberg gehörte zu dem Bereich des 
> Breslauschen. Dort wurde also eine hochpreußische/mitteldeutsche Mundart 
> gesprochen, kein Niederdeutsch/Niederpreußisch. Ich weiß nicht, ob Dir 
> diese Zuordnung deutscher Dialekte (grob: in Süddeutschland Oberdeutsch, 
> in einem Mittelstreifen Mitteldeutsch und nördlich der sogenannten 
> maken/machen-Linie Niederdeutsch <auch Plattdeutsch genannt>) irgend 
> etwas sagt.
> 
> In alten Zeiten wurde in einem größeren Teil des späteren Ostpreußen das 
> Prußische (auch Altpreußisch genannt) gesprochen, eine ausgestorbene 
> baltische Sprache. Das heißt also, anders als in Irland, gab es Gebiete, 
> in denen die ursprüngliche Sprache nicht gesprochen wurde. Ostpreußen 
> wurde dann in der Zeit des Deutschen Ordens zunächst durch Siedler aus 
> dem Westen des heutigen Deutschland punktuell besiedelt (wir sprechen 
> von Siedlungshorsten). Diese Siedler brachten ihre jeweiligen Mundarten 
> in die neue Heimat mit. Ausgehend von den Siedlungshorsten wurde dann 
> das Land dazwischen besiedelt. Es trafen später auch Siedler ein, die 
> unterwegs schon eine längere Zwischenstation eingelegt hatten.
> 
> Wegen der unterschiedlichen Herkunft kam es dann zu Gebieten, in denen 
> unterschiedliche Mundarten gesprochen wurden. Bisweilen nahmen Siedler 
> auch den Dialekt ihrer Nachbarn an.
> 
> Auch unterschiedliche territoriale und religiöse Zugehörigkeiten 
> spielten in Ostpreußen eine Rolle. So gab es beispielsweise eine scharfe 
> Dialekttrennung zwischen dem katholischen Ermland (hochpreußisch) und 
> dem protestantischen Natangen und Barten (niederpreußisch).
> 
> Wie man sieht, ist es also nicht so einfach wie in Irland, wo das 
> Englische (als die Sprache der erobernden Herren) auf dem Substrat des 
> Irischen (der Sprache der dort ansässigen Bevölkerung) existierte.
> 
> --Rolf-Peter
> 
> 
> Am 09.06.2014 22:15, schrieb Andrea Neij:
> > Hallo,
> >
> > meine Oma stammt aus Heilsberg. Sicher, ich kann mir Literatur dazu besorgen.
> > Aber das dauert ja etwas, das ist eine längre Aktion dann. Aber wie meinst du,
> > dass die Situation nicht zu vergleichen ist?
> >
> >
> >
> 
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[OWP] Stensbeck

Date: 2014/06/11 00:06:50
From: Viktor Haupt <viktorhaupt(a)aol.com>

Hallo Hans Peter,
leider kann ich nichts weiter konkretes zu diesem Namen beitragen. Die Angaben zu möglichen Schreibvarianten des Namens gründen schlicht auf Erfahrungen aus jahrzehntelangen Forschungen in Kirchenbücher und Staatsarchivakten zu hunderten von Namen. Gewisse Namen fordern zu Schreibvarianten geradezu heraus. Mein Familienname HAUPT läßt nicht so sehr viele Schreibvarianten zu (Haupt, Haubt, Heubt kommen vor). 
Aber bei Stensbeck denke ich sofort an Kirchenbuchschreiber, die aus der niederdeutsch klingenden Variante einen ordentlich hochdeutschen Namen machen wollen: Steinsbeck oder gar Steinbeck. Solche Schreiber gingen davon aus, dass der Namensträger kein ordentliches Deutsch sprechen konnte und "übersetzten" den Namen in eine für sie akzeptable Form. Vergleichbare Vorgänge habe ich sehr häufig gefunden. Z.B. wurde Steenke zu Steinke, Voss zu Fuchs, Borchardt zu Burghardt usw. Diese Variationen treffen jedoch nur für jene ostpreußischen Regionen zu, wo das sogn. ostpreußisch Platt gesprochen wurde (ich verweise auf den zeitgleich in der Liste stattgefundenen Austausch über die verschiedenen Mundarten in den Regionen Ostpreußens). Grundsätzlich muß man einfach an alle möglichen Hörfehler und Artikulationsunklarheiten denken, die jeweiligen Zeitumstände und regionalen Besonderheiten mit einbeziehen.

Grüße aus Berlin
Viktor



-----Ursprüngliche Mitteilung----- 

Date: Tue, 10 Jun 2014 15:33:20 +0200
From: Hans Peter Stinnesbeck <hanspeter.stinnesbeck(a)gmail.com>
Subject: Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei
To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID:
	<CAL0-EcVuEHeavr8P1+yHTsgArq48M--t_7UOAth3RM7qyWeNbg(a)mail.gmail.com>
Content-Type: text/plain; charset=UTF-8

Hallo Viktor,

in der Sterbeurkunde des jüngeren Bruders steht "geb. in Schreitlaugken,
Kreis Tilsit" und "katholisch". Der Vater stammt aus Bottrop und war auch
katholisch. Bei Gustav findet sich keine Religion, aber er wird dann wohl
auch katholisch gewesen sein. Da die römisch-katholischen KB in der KKK
keinen Eingang gefunden haben, muss ich dann wohl woanders weiter suchen.

Weist Du noch mehr von unser Familie als die Namensvarianten? Steinbeck
habe ich bisher noch nicht gefunden, hast Du ein Beispiel?
Die beiden Stensbeck-Brüder Oskar-Maria und Gustav haben übrigens längere
Zeit in Berlin gelebt.

Vielen Dank und Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)


 
 
 



 

Re: [OWP] Ostpreussisch

Date: 2014/06/11 01:02:51
From: Th. Salein <fritigern8901(a)arcor.de>

Peter Perrey hat es ja schon gesagt, nämlich dass Masurisch und
Litauisch vor allem noch während der Kaiserzeit gesprochen worden ist,
und zwar auf dem Lande in den entsprechenden Regionen (RegBez.
Allenstein, bzw. Gumbinnen).

Interessant ist aber doch, dass die dortigen Masurisch- bzw.
Litauisch-Sprecher nicht Hochdeutsch lernten, sondern Niederdeutsch. Das
Hochdeutsche ist im Kaiserreich zur Pflichtsprache in der Schule gemacht
worden. Gerne wird dies als deutsch-nationalistisch motivierte Maßnahme
bekrittelt, und tatsächlich auch fürchteten die "Litauer" nicht ohne
Grund um den Verlust ihres sprachlichen Kulturerbes, was sie ja bei dem
bekannten Besuch bei Kronprinz Friedrich (der spätere Kaiser Friedrich)
auf rührende Art deutlich gemacht hatten.

Ich habe einmal von einem Ostpreußen gelesen, dass man zu Beginn der
Kaiserzeit begann, sich im Zuge des großen nationalen Gefühles der
Einheit zum Deutschen zugehörig zu fühlen und daher schlicht das Deutsch
zu sprechen begann, dass die deutschen Landsleute in der Region sprachen,
und das war Niederpreußisch. Erst in der Schule lernten die Kinder
Hochdeutsch. Das war auch bei meinem Vater (* 1937) noch so.

Aber eigentlich ging es ja um die Zeitform der Erzählung:

Im "West-Niederdeutschen" (ich darf das mal so ungenau schreiben) wie
auch im Niederpreußischen, gibt es als einzige benutzte
Vergangenheitsform das Imperfekt. Auch wird praktisch nur Präsens und
Futur I benutzt. Wenn die Sprecher also als Erzählform das Imperfekt
nutzen, dann deutet dies meiner Meinung darauf hin, dass sie Hochdeutsch
über das Niederdeutsche gelernt haben.

S. ggf. auch die Anmerkungen unter "Funktion" in
http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4teritum, worauf ich ungern verweise,
aber was bei so eher technischen Themen manches Mal ganz brauchbar ist.

Hochdt. - Niederdt. - Niederpr.:
Präs.: ich hatte - ick häd - eck hadd
Imperf.:ich habe - ick heff - eck hebb
Futur: ich werde haben - ick wüll/schöl hebben - eck weer hebben
Perf.: ich habe gehabt - ? - eck hebb jehebbt (sehr unüblich)
(ohne Gewähr)

(Im Käslauischen soll es auch üblich gewesen sein, auf Niederdeutsch im
Perfekt zu sprechen.)

Ich liebe meine Sprache.
Th. Salein

[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 27, Tei l 1

Date: 2014/06/11 11:34:26
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>


Juli

Folge 27 vom 02.07.1955

Seite 5 Drüben lag die Mandschurei. Landsmann Masuhr war im fernsten Asien – Arbeitssklaven, Tiger und Gold

Johannes Masuhr aus Klausmühlen bei Memel, vor wenigen Wochen aus sowjetischer Gefangenschaft in Sibirien zurückgekehrt, wurde im April 1947 in Heydekrug im Memelland zu zehn Jahren Straflager verurteilt. Er sollte ein Partisan gewesen sein. Als Verbrecher wurde der Sechzehnjährige in den östlichen Teil Sibiriens, an die Grenze der Mandschurei gebracht. Dort arbeitete er als Holzfäller in den riesigen Urwäldern. Er lebte achteinhalb Jahre unter Angehörigen aller Völkerschaften Asiens. Seine Mutter und seine Schwester aber befinden sich immer noch in der Verbannung in Mittelsibirien. An den Ufern des Jennissei arbeiten sie in einem Sägewerk. Dies berichtet Johannes Masuhr: Erste Fortsetzung

Der Transport nach dem Kolyma-Goldgebiet ging also ohne mich ab. Während die dreitausend Leidensgefährten mit einem alten Dampfer durch den Tatarischen Sund nach Magadan gefahren und von dort aus mit Lastwagen ins Gebirge transportiert wurden, lag ich ruhrkrank in der primitiven Lazarettbaracke und hatte hohes Fieber.

Erst nach sechs Wochen war ich soweit wiederhergestellt, dass ich im Lager herumlaufen konnte. Ich habe dann oft am Meer gesessen, das Lager lag unmittelbar am Stillen Ozean, und nach der Insel Sachalin herübergeblickt, die als ein dunkler Streifen fern am Horizont zu sehen war. Ständig flogen Militär-Flugzeuge nach Sachalin herüber. Im Tatarischen Sund, dem Meeresarm, der Sachalin vom Festland trennt, waren russische Zerstörer und Kreuzer, manchmal sogar Flugzeugträger, unterwegs. Die Insel hatte einmal zur Hälfte zu Japan gehört und die Japaner erhoben wieder Anspruch auf das Gebiet, das reich an Kohlengruben und Erdölfeldern ist. Ich sollte mit dem nächsten Transport nach Sachalin kommen, wo in den Kohlenbergwerken viele tausend Gefangene beschäftigt waren. Das hatte ich im Lazarett gehört. Aber es kam wieder einmal ganz anders.

Eines Morgens wurde ich aufgerufen und einer Etappe zugeteilt, die aus fünfhundert Gefangenen bestand. Es ging nach Chabarowsk, einer Stadt am Amur-Fluss unmittelbar an der Grenze der Mandschurei. Auf dieser Fahrt nach Chabarowsk, die sechs Tage dauerte, ging es ziemlich human zu. Wir durften die Wagen verlassen und frische Luft schöpfen, wenn der Zug auf freier Strecke einen Aufenthalt hatte. In Chabarowsk wurden wir dem Lager 9 mit der Sammelnummer 228 zugeteilt. Ich arbeitete zuerst auf einem Bau in der Stadt. Es wurden Hochhäuser mit vielen kleinen Wohnungen gebaut. Die Arbeit war nicht allzu schwer.

Die Stadt Chabarowsk hatte bis zum Jahre 1938 etwa 100 000 Einwohner. 1939 wurden im Zuge der Industrialisierung des sibirischen Raumes wichtige Rüstungswerke nach Chabarowsk verlegt. Johannes Masuhr kannte das Ssawod Molotow und das Ssawod Kaganowitsch und andere große Industriewerke, die nach den Machthabern in Russland benannt worden waren. Dort werden Panzer, Traktoren und Flugzeuge gebaut. Auch große Schmelzereien und Gießereien befinden sich in der Stadt. Die Einwohnerzahl stieg in den letzten Jahren auf etwa 800 000 an! Zahlreiche Flugplätze sind in der Umgebung der Stadt angelegt worden. In dem großen Hafen am Amur-Fluss, wo sich eine Marinewerft befindet, wurden starke Kriegsmarine-Einheiten stationiert. Chabarowsk und die anderen großen Städte an der östlichen Grenze Russlands werden in steigendem Maße zu wichtigen militärischen Stützpunkten ausgebaut. Das erhellt schon die Tatsache, dass entlang der mandschurischen Grenze zahlreiche sowjetische Armeekorps stationiert wurden und dass der Ausbildungsstand der fernöstlichen Truppen höher gehalten wird, als der in anderen Teilen der UdSSR stationierten Einheiten.

Südlich von Chabarowsk, so berichtet Johannes Masuhr, beginnt ein sehr großes Urwaldgebiet, das etwa so groß sein soll, wie es ganz Deutschland vor dem letzten Kriege war. Am Rande dieses Urwaldes, der die Ussuriskische Taiga heißt, arbeiteten manchmal Gefangene, die für die Sägewerke in der Stadt Bäume fällen mussten. Zu dieser Arbeit wurde auch ich eingeteilt. Zu meiner Brigade gehörten der Litauer Josas Vyskopaitis und der Japaner Ushumato, die beide mit mir von Buchtewanina auf Transport gegangen waren. Wir mussten riesige Fichten, Kiefern und Lärchen fällen und trafen manchmal auf russische Trapper, die in diesem großen Urwald hausen.

Chinesen jagen am Amur
Am Rande der Taiga leben in den aus Holz gebauten Vorstädten von Chabarowsk, die sich kilometerweit hinziehen, viele Chinesen. Die Russen nennen sie im Scherz, Fasanen, worüber die Chinesen immer sehr böse werden. Dieser Spottname kommt von der merkwürdigen Art der Fasanenjagd, die die chinesischen Jäger am Rande der Taiga und auf den Wiesen am Amur-Strom ausüben.

Ich beobachtete, dass ein Chinese an einer bestimmten Stelle auf einer Wiese Körner auslegte. Er versteckte sich dann in einem Gebüsch und beobachtete den Platz, an dem er die Körner verstreut hatte. Bald kam eine Schar Fasanen herbei. Die Tiere stürzten sich auf die Körner und fraßen gierig davon. Nach einer Weile begannen die Vögel zu schwanken und torkelten auf der Wiese umher wie Betrunkene. Der Chinese wartete noch einen Augenblick, dann ging er zu der Fasanenschar, griff seelenruhig einen Vogel nach dem anderen, biss ihm die Gehirnschale ein und steckte ihn in einen Sack.

Ein kosakischer Trapper, mit dem ich mich, beim Bäume fällen, ab und zu einmal unterhalten konnte, da er unserer Kolonne als Holzsachverständiger zugeteilt war, erzählte mir von dieser komischen Fasanenjagd der Chinesen. Deren Geheimnis besteht darin, dass die chinesischen Jäger Hirsekörner mit, Feuerwasser, tränken und sie dann dort, wo sich die Fasanen in großen Scharen aufhalten, als Köder auslegen.

Die Fasanen und ganz dumme Vögel, meinte der Kosak lachend, auch die, die einem Chinesen bei so einer Jagd entgehen, fallen immer wieder auf diesen Körnertrick herein.

Auch bei der Entenjagd erlebten wir bei den Chinesen eigenartige Gewohnheiten. In den Sumpfgebieten am Amur gibt es Tausende von Wildenten. Eines Tages sah ich, wie ein Chinese an den Fluss kam und seine Kleider auszog. Er schnallte sich einen breiten Ledergürtel um den Leib, an dem mehrere eiserne Haken hingen. Dann setzte er sich einen großen, ausgehöhlten Kürbis auf den Kopf, in den kleine Löcher für die Augen geschnitten waren. Langsam und vorsichtig stieg der Mann ins Wasser und pirschte sich an einen Schwarm Wildenten am Schilfrand heran. Man sah keine Welle. Der ganze Kerl war unter Wasser, nur der Kürbis, in dem sein Kopf steckte, schien langsam mit der Strömung auf die Enten zuzutreiben. Die Enten beachteten den treibenden Kürbis nicht. Als der Chinese dicht an den Vogelschwarm herangekommen war, griff er unter Wasser eine Ente und zog sie vorsichtig herunter. Die anderen Enten verhielten sich ganz ruhig. Wieder verschwand eine Ente unter Wasser und dann noch ein paar, bis der Chinese eine ungeschickte Bewegung machte, das Wasser plätscherte und der ganze Entenschwarm davon stob. Der Mann stieg dann aus dem Wasser heraus, nahm seinen Kürbis vom Kopf und grinste mich an. So jagen Chinesen, sagte er in kehligem Russisch, Er hatte die fünf Enten, die er erbeutet hatte, unter Wasser gezogen, ihnen dort die Hälse umgedreht und sie dann auf die eisernen Haken an seinem Gürtel gehängt.

Illustration von Masuhr am Tehrischen Sund
Die Trapper, die in der Ussuriskischen Taiga leben, verdienen sich ihren Lebensunterhalt durch Bären- und Tigerjagd. Sie verkaufen die Felle der erlegten Tiere in den wenigen Ansiedlungen, die es im Walde gibt. Der kosakische Holzsachverständige in meiner Brigade hatte zwanzig Jahre lang als Jäger und Fallensteller im Urwald gelebt. Ich unterhielt mich oft mit ihm über diese Zeit. Im Frühjahr 1938 hatte dieser Kosak bei einer Begegnung mit einem braunen Bären einen Jagdunfall und war danach in die Stadt gezogen. Ich war damals allein mit meinen beiden Hunden auf der Bärenjagd, erzählte er mir. Schon ein paar Tage vorher hatte ich das Lager eines großen Bären ausfindig gemacht. Das Tier hielt noch seinen Winterschlaf. Mit einer Holzstange stocherte ich in dem Haufen faulen Laubes herum, unter dem der Bär schlief. Ich hörte, wie Mischa, so nennen die Russen scherzhaft den Bären, wütend brummte. Plötzlich kam er unter dem Laubhaufen hervor. Es war ein alter und sehr großer Bär. Meine Hunde fielen ihn gleich an. Ich nahm das Gewehr hoch und schoss. Doch Mischa war nur am Hals verwundet. Ich hatte schlecht gezielt. Mit wütendem Brummen kam er auf mich zu. Ich wusste, dass es sinnlos war, zu fliehen, denn der Bär ist schneller als ein Mensch.

Der Bär greift an
Bevor ich mein Messer hervorziehen konnte, schlug Mischa schon mit der Pranke nach mir. Er hatte sich auf die Hinterfüße gestellt. Einer meiner Hunde hatte sich in die linke Vordertatze des Bären verbissen. Der Bär schlug seine Pratzen um mich und versuchte, mich zu erdrücken. Ich roch seinen fauligen Atem. Jetzt hatte ich das Messer heraus. Ich stach zu, einmal, zweimal, dreimal. Ich weiß heute nicht mehr, wie oft ich die lange Klinge dem Mischa in den Unterleib jagte. Ich war blind und taub vor Wut und Angst. Plötzlich ließ der Bär von mir ab. Er drehte sich im Kreise und brach zusammen. Mein Hund hing immer noch an seinem linken Vorderbein. Mischa schnaufte noch ein paar Mal und starrte mich aus seinen kleinen, blutunterlaufenen Augen böse an. Aus den Wunden am Unterleib strömte dunkles Blut. Dann streckte sich der mächtige Körper. Der Bär war tot. Ich konnte ihm nicht mehr das Fell abziehen und die Tatzen abschneiden. Über dem Bären brach ich zusammen und wurde ohnmächtig. Als ich am Abend erwachte, saß mein zweiter Hund neben mir und leckte mir das Gesicht. Mühselig raffte ich mich auf und kroch auf allen Vieren von dem Kadaver des Bären herunter. Ich konnte nicht mehr stehen. Mischa hatte mir ein paar Wirbel am Rücken zerquetscht. Zwei Tage habe ich in der Taiga gelegen. Der Hund blieb immer bei mir. Er heulte vor Hunger. Ich glaubte, dass ich sterben müsste. Doch ich hatte Glück. Ein Trapper, der in der Gegend jagte, hatte meine Spuren gefunden und war ihnen gefolgt. Nie wieder bin ich ganz gesund geworden.
Das erzählte der alte Kosak. Aber er berichtete noch mehr. Fortsetzung folgt.

Seite 6   Aus den Heimatkreisen
Memel-Stadt
Aus der Heimat wird gesucht: Frau Olga Wanda Gailus, geb. Wilks, in Mischkogallen, Kreis Heydekrug. Mitteilung wird an den Suchdienst der Memelländer, Oldenburg/Oldb., Cloppenburger Straße 302 b, erbeten.

Seite 6   Angerburg
Gesucht werden:
Willi Jetzki, aus Angerburg, Milthalerberg 3
August Lalla, aus Großgarten
Frau Ussat, aus Angerburg (Molkerei)
Hertha Kiszio, aus Birkenhöhe
Otto Reimann, aus Rosengarten
Ulrich Krause, aus Wiesenthal
Rudolf Seidler, aus Angerburg, Rastenburger Straße 10
Eva Lihs, aus Schwarzstein
Otto Stellmacher, aus Seehausen
Gerhard Haedtke, aus Langbrück
Liesbeth Lukat, geb. 26.12.1920 in Dammfelde
Edeltraud Holstein, aus Angerburg (Kaserne)
Paul Kalinowski, aus Rosengarten
Hans-Joachim Koch, geb. 01.06.1934 in Steinwalde
Henny Wawrzinczick und Erika Wawrinczick, aus Großgarten
Karl Buchholz und Helene Buchholz aus Kehlerwald
Jacob Knodel, geb. 21.09.1891 in Paßdorf
Elisabeth Neumann, geb. Roggli, aus Angerburg, Lötzener Straße, Siedlung
Günter Kellert, geb. 24.09.1930, aus Angerburg (Pflegeanstalt)
Wer war in Angerburg bis zur Vertreibung Inkasso- bzw. Ortsvertreter der Lebensversicherungs-AG, Vorsorge, die ihre Hauptbezirksstelle in Königsberg Pr. hatte? Nachricht erbittet die Geschäftsstelle, Hans Priddat, Kreisvertreter

Seite 6   Johannisburg
Gesucht werden zur Vervollständigung der Seelenliste aus der Gemeinde Brennen:
Alexander Gottfried und Familie
Tudolf Dolenga
Bahnarbeiter Friedrich Galka
Adolf Gratzik
Wilhelm Meredig
Adolf Skowronnek
Gertrud Strzysio
Anna Joswig
Vater Wilhelm, und Irma Juergens
Aus Radeshöh bzw. Kolbitzbruch: Berta Suchalla
Friedrich und Elisabeth Junin
Hildegard Zerbe
Josef Jakewitz

Seite 6   Treuburg. Abschied von Albrecht Czygan
Auf dem parkartig angelegten Vorwerker Friedhof, dem größten und schönsten der Hansestadt Lübeck, wurde am 20. Juni 1955 der plötzlich verstorbene Kreisvertreter des Heimatkreises Treuburg, Albrecht Czygan, beigesetzt. Die große Trauergemeinde, alle seine Mitarbeiter von den Heimatauskunftsstellen und zahlreiche Landsleute gaben dem Verstorbenen das letzte Geleit, lauschte ergriffen den Worten der Teilnahme, die Vertreter unserer Landsmannschaft, der Heimatauskunftsstellen und der Landesregierung Schleswig-Holstein am Grabe unseres überall geschätzten und beliebten Landsmannes sprachen. Der stellvertretende Sprecher unserer Landsmannschaft, Egbert Otto, nannte Albrecht Czygan einen treuen Sohn seiner geliebten ostpreußischen Heimat, der in Ostpreußen das Erbe seines Vaters übernommen und fortgeführt hat. In zwei Weltkriegen habe Kreisvertreter Czygan freiwillig seine Pflicht gegenüber dem Vaterland und der Heimat als Soldat erfüllt. Auch nach der Vertreibung war er ein unermüdlicher Kämpfer für die ostpreußische Heimat. Sein Leben und Wirken soll uns eine große Verpflichtung sein. Im Auftrage des Finanzministers des Landes Schleswig-Holstein hob Dr. Fischer hervor, dass der Verstorbene bis zum letzten Atemzuge für seine Heimat gearbeitet und gekämpft hat. Konsul Braatz würdigte im Namen aller Mitarbeiter der Heimatauskunftsstellen die Persönlichkeit und die unermüdliche Tätigkeit des im Kreise seiner Kollegen sehr beliebten Landsmannes. Blumen und Kränze unserer Landsmannschaft, des Finanzministers von Schleswig-Holstein und der Heimatauskunftsstellen bedeckten den Hügel, unter dem Albrecht Czygan fern der Heimat zur letzten Ruhe gebettet wurde.

Seite 6   Mohrungen. Erklärung
Wir erhielten die folgende Zuschrift des Bauern Franz Griepentrog, die wir hiermit im Wortlaut veröffentlichen: In Nr. 37/1954 des Ostpreußenblattes ist unter der Ruprik, Aus den Heimatkreisen, unter Mohrungen, von dem Kreisvertreter Reinhold Kaufmann, jetzt Bremen, die Behauptung aufgestellt ich, der Unterzeichnete, der Bauer Franz Griepentrog, aus Barten/Ostpreußen, sei beim Russeneinmarsch im Januar 1945 mit den Russen im Kreise herumgefahren, und auf meine Anweisung hin seien Landsleute von den Russen misshandelt und abgeführt worden, die zum Teil heute noch nicht zu ihren Angehörigen zurückgekehrt seien. Diese Behauptung ist unwahr. Wahr ist vielmehr, dass ich an der Festnahme, Misshandlung und Verschleppung von Landsleuten durch die Russen in keinem einzigen Falle beteiligt gewesen bin. Franz Griepentrog. Zu vorstehender Erwiderung des Bauern Franz Griepentrog aus Barten: Auf meine Anforderung von Zeugen im Ostpreußenblatt, Folge 37 1954 haben sich mehrere Landsleute gemeldet. Ihre Angaben sind von der Staatsanwaltschaft angefordert und von mir eingereicht worden. Soweit mir bekannt, sind die Ermittlungen noch im Gange. Kreisvertreter Reinhold Kaufmann-Maldeuten. Jetzt: Bremen, Schierker Straße Nr. 8

Seite 6   Allenstein Stadt und Land
Die Stammblätter der Bezirkslohnstelle des Landgerichts Allenstein für die angestellten- und invalidenversicherungspflichtigen Bediensteten der dem Landgericht angeschlossenen Justizbehörden befinden sich bei dem niedersächsischen Minister der Justiz in Hannover, Hohenzollernstraße 53. Beglaubigte Abschriften der Stammblätter können dort unter dem Aktenzeichen AR – I 1. p 2 15/52 angefordert werden. Da die Angestelltenversicherungskarten, teilweise mit Eintragungen vom Jahre 1942 ab, verloren gegangen sind, sind die Stammblätter für alle Rentenberechtigten äußerst wichtig.

Seite 8 Pferdeweide auf gerodetem Waldboden. Wie Landsmann Krämer in der Lüneburger Heide begann. Den ostpreußischen Züchtern, die jetzt im Westen mit ihrer Familie von den Erträgen einer kleinen Fläche leben müssen, die Pacht aufzubringen haben und auch noch Inventar anschaffen und erneuern sollen, fällt es nicht leicht, Pferde aufzuziehen. Gewiss, man hört von guten Erlösen bei Auktionen. Aber man darf nicht nur an die Spitzenverkäufe denken, und der Laie übersieht oft das Risiko und die Aufzuchtskosten, die jeder Züchter tragen muss.

Wer aus echter Neigung, aus Liebe zum edlen Pferde Züchter ist, der nimmt auch alle Fährnisse mit in Kauf. Von einem solchen Züchter wollen wir hier berichten, denn sein Los ist zugleich Beispiel für das Schicksal vieler Landsleute.

Am Tage von Nemmersdorf
In Kaimelskrug (Schilleningken), Kreis Gumbinnen, besaß Landsmann Erich Krämer einen Hof von 24 Hektar. Im Stall standen vier edle Stutbuchfohlen Trakehner Abstammung. Jedes Jahr gab Landsmann Krämer zwei bis drei Fohlen ab. Der ehemalige deutsche Kronprinz kaufte einige für seine Besitzung in Oels; sogar Landbeschäler entstammten dieser bäuerlichen Zucht. Es kam der Krieg. Nur fünf Kilometer trennen Kaimelskrug von Nemmersdorf. Dieser Ortsname hat für uns einen fürchterlichen Klang, denn Nemmersdorf war das erste ostpreußische Dorf, in das die Horden der Roten Armee eindrangen. Am 20. Oktober 1944 verübten sie dort grausame Metzeleien und nagelten Frauen und Kinder nach der Schändung an Scheunentore. An jenem entsetzlichen Tage verließ die Familie Krämer ihren Hof. In Osterode wurde Landsmann Krämer als Soldat in die Truppe eingereiht, und er musste seine Frau mit ihren schwerkranken Eltern und den beiden, vierzehn- und zehnjährigen Söhnchen ihrem weiteren Schicksal überlassen. Der Treck wurde überrollt, und es geschahen die üblichen Gewalttaten. Im Februar 1945 wurde Frau Krämer nebst ihrem ältesten Sohn und vielen anderen Frauen und Mädchen des Heimatortes nach der Sowjetunion verschleppt; liebe Nachbarn wurden erschossen. Diese Greuel geschahen im Kreise Osterode. Den jüngsten Sohn bewahrte ein gütiges Geschick; er wurde später von den Polen in die sowjetisch besetzte Zone ausgewiesen. Heute hat der Vater ihn wieder bei sich.

ALMSCHÖNE, aus der Tempelhüter-Linie
Als bei Kriegsende die deutsche Wehrmacht aufgelöst wurde, befand sich Erich Krämer in Holstein. Hier lernte er Landsmann Erich Heidler aus Friedrichshof, Kreis Insterburg, kennen. Bei ihm sah er auch die herrliche Trakehner Hauptstutbuchstute ALMSCHÖNE aus der TEMPELHÜTER-Linie. Sie war vierjährig und hochtragend, als sie in Ostpreußen mit ihrer Mutter vor den Treckwagen gespannt wurde. Beide Stuten fohlten unterwegs; sie zogen aber den hochbepackten, schweren Wagen durch Eis und Schnee bei magerem Futter die lange Strecke bis nach Bad Oldesloe in Holstein.

Ein wunderschönes Foto: Erich Krämer mit seinen Pferden: Großmutter, Mutter und Kind, schreibt er zu diesem Bild. Aufn.: Dr. A. Schultze-Naumburg/Bayerbild

Landsmann Heidler, dem es trotz aller Bemühungen nicht gelang, wieder zu einer eigenen Scholle zu kommen, vertraute die von ihm gezogene Stute ALMSCHÖNE im Herbst 1945 Erich Krämer an. Er brachte sie durch die schlimmste Zeit, was ihm nach seinem Eingeständnis so manche schlaflose Nacht gekostet hat.

Nach dreijähriger Tätigkeit als Landarbeiter konnte Erich Krämer Land pachten und einige Jahre darauf die Pachtung ausdehnen, so dass er jetzt sechzig Morgen bewirtschaftet. Durch Roden von Stubben aus einstigem Waldboden gewann er eine Weidefläche, auf der heute Trakehner Pferde grasen.

Die Zucht hat Erfolg. Aber nur durch selbstauferlegte Entbehrungen, durch Verzicht auf manche Annehmlichkeit und durch harte Arbeit war es möglich, die Voraussetzungen für diese neue Zucht zu schaffen. An alle solche Erschwernisse sollte man auch denken, wenn man mit Freude die schönen Formen von Trakehner Pferden betrachtet.

Sie sind ein besonderer Schlag, aber auch der Mensch, der sie züchtete und auch weiter züchten wird, gehört zu einem zähen, ausdauernden Stamm!



Re: [OWP] Stensbeck

Date: 2014/06/11 13:00:45
From: Hans-Jürgen Wertens <hans-juergen(a)wertens.de>

Ja und nicht zu vergessen - Viktor und Hans-Peter - die Eintragungen erfolgten nicht immer zeitgleich. Wenn der Pfarrer z.B. seine Ernte einzubringen hatte, dann war 14 Tage erst einmal Schluß mit der Führung des Kirchenbuches. Danach wurde aus der Erinnerung nachgetragen.

Herzlichen Gruß aus Düsseldorf

Hans-Jürgen



-Am 11.06.2014 00:01, schrieb Viktor Haupt:
Hallo Hans Peter,
leider kann ich nichts weiter konkretes zu diesem Namen beitragen. Die Angaben zu möglichen Schreibvarianten des Namens gründen schlicht auf Erfahrungen aus jahrzehntelangen Forschungen in Kirchenbücher und Staatsarchivakten zu hunderten von Namen. Gewisse Namen fordern zu Schreibvarianten geradezu heraus. Mein Familienname HAUPT läßt nicht so sehr viele Schreibvarianten zu (Haupt, Haubt, Heubt kommen vor).
Aber bei Stensbeck denke ich sofort an Kirchenbuchschreiber, die aus der niederdeutsch klingenden Variante einen ordentlich hochdeutschen Namen machen wollen: Steinsbeck oder gar Steinbeck. Solche Schreiber gingen davon aus, dass der Namensträger kein ordentliches Deutsch sprechen konnte und "übersetzten" den Namen in eine für sie akzeptable Form. Vergleichbare Vorgänge habe ich sehr häufig gefunden. Z.B. wurde Steenke zu Steinke, Voss zu Fuchs, Borchardt zu Burghardt usw. Diese Variationen treffen jedoch nur für jene ostpreußischen Regionen zu, wo das sogn. ostpreußisch Platt gesprochen wurde (ich verweise auf den zeitgleich in der Liste stattgefundenen Austausch über die verschiedenen Mundarten in den Regionen Ostpreußens). Grundsätzlich muß man einfach an alle möglichen Hörfehler und Artikulationsunklarheiten denken, die jeweiligen Zeitumstände und regionalen Besonderheiten mit einbeziehen.

Grüße aus Berlin
Viktor



-----Ursprüngliche Mitteilung-----

Date: Tue, 10 Jun 2014 15:33:20 +0200
From: Hans Peter Stinnesbeck <hanspeter.stinnesbeck(a)gmail.com>
Subject: Re: [OWP] Königsberger Kirchenbuchkartei
To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID:
	<CAL0-EcVuEHeavr8P1+yHTsgArq48M--t_7UOAth3RM7qyWeNbg(a)mail.gmail.com>
Content-Type: text/plain; charset=UTF-8

Hallo Viktor,

in der Sterbeurkunde des jüngeren Bruders steht "geb. in Schreitlaugken,
Kreis Tilsit" und "katholisch". Der Vater stammt aus Bottrop und war auch
katholisch. Bei Gustav findet sich keine Religion, aber er wird dann wohl
auch katholisch gewesen sein. Da die römisch-katholischen KB in der KKK
keinen Eingang gefunden haben, muss ich dann wohl woanders weiter suchen.

Weist Du noch mehr von unser Familie als die Namensvarianten? Steinbeck
habe ich bisher noch nicht gefunden, hast Du ein Beispiel?
Die beiden Stensbeck-Brüder Oskar-Maria und Gustav haben übrigens längere
Zeit in Berlin gelebt.

Vielen Dank und Grüße
Hans Peter (Stinnesbeck)




_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l



[OWP] Adressenbuch von Frauenburg

Date: 2014/06/11 14:47:07
From: Maren Khan <maren_khan2000(a)yahoo.co.uk>

Liebe Listenmitglieder

Gibt es ein Adressebuch von Frauenburg?

wen ja wie komme ich dran?

Viele Gruesse
Maren Khan UK

[OWP] BZ-Karte 30 Kalisch Wreschen Kolo Krotoschin Sieradz

Date: 2014/06/11 18:23:04
From: Andreas Meininger <a.meininger(a)freenet.de>

Hallo Listenmitglieder,

ich habe eine BZ-Karte 30 Kalisch Wreschen Kolo Krotoschin Sieradz mit
weiteren Durchfahrtsplänen. 
Eine Jahresangabe habe ich nicht gefunden.

http://www.homepage-andreas-meininger.de/Kalisch_1.jpg

http://www.homepage-andreas-meininger.de/Kalisch_2.jpg

http://www.homepage-andreas-meininger.de/Kalisch_3.jpg

http://www.homepage-andreas-meininger.de/Kalisch_4.jpg

Gruß
Andreas







Re: [OWP] Adressenbuch von Frauenburg

Date: 2014/06/11 18:29:17
From: Mark F Rabideau <genealogy(a)eirenicon.org>

Schau mal hier: http://wiki-de.genealogy.net/Kreis_Braunsberg/Adressbuch_1930

Pax Vobiscum,
...mark (Mark Rabideau)

*ManyRoads* <http://many-roads.com/> Family Genealogist (Rabideau-Henss Family); *Professional Genealogist *
*Snail mail at: *711 Nob Hill Trail - Franktown,CO USA - 80116-8717
*phone:* +1.303.660.9400 *fax:* +1.303.660.9217
*member:* Association of Professional Genealogists & National Genealogical Society
____________________________________________________________________
*"It's always useful to know where a friend-and-relation is, whether you want him or whether you don't."*

Rabbit, Pooh's Little Instruction Book (Winnie the Pooh)

On 06/11/2014 06:47 AM, Maren Khan wrote:
Adressebuch von Frauenburg

[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 27, Tei l 2

Date: 2014/06/11 20:38:02
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 10   Wir gratulieren
zum 90. Geburtstag
am 27. Juni 1955, Frau Friederike Lohrke, geb. Neumann, aus Gerdauen, Kanalstraße 8, jetzt bei ihrer Tochter, Frau Buchsteiner, in Eckernweiler bei Horb/Neckar. Der Heimatkreis Gerdauen gratuliert herzlich.

Am 2. Juli 1955, der Beamtenwitwe Luise Adomeit, geb. Schulz, aus Königsberg, Hagenstraße 110, jetzt in (24b) Burg/Dithm., Gr. Bergstraße 6

Zum 88. Geburtstag
Am 29. Juni 1955, Frau Auguste Werner aus Neuwiese, Kreis Labiau, jetzt in Stubbenberg bei Buchholz über Burg/Dithmarschen

Zum 86. Geburtstag
Am 12. Juni 1955, dem Fleischer Friedrich Werner, aus Bartenstein, jetzt in Freiburg/Breisgau, Ev. Altersheim Luisenhöhe

Am 1. Juli 1955, dem Oberinspektor i. R. Bernhard Kurdelski, aus Osterode, jetzt mit seiner Tochter in Berlin-Zehlendorf, Sundgauer Straße 100

Zum 85. Geburtstag
Am 4. Juli 1955, dem Kgl.-Pr. Rittmeister a. D. Arthur Weiß, aus Perwallkischken bei Tilsit, jetzt in Aschaffenburg, von-Medicus-Straße 17. Der Jubilar übernahm nach seiner aktiven Militärdienstzeit und nach dem Ersten Weltkrieg 1918 das seit 1805 im Familienbesitz befindliche Gut Perwallkischken, das zu den ältesten Pferdezuchtstätten des Memelgebietes gehörte. Seine Rappenzucht war berühmt und stellte der deutschen Armee alljährlich eine Anzahl vortrefflicher Remonten. Das Gut hatte das Recht, einen eigenen Brand zu führen; Perwallkischker Pferde trugen den Delphin auf dem rechten Schenkel.

Zum 84. Geburtstag
Am 30. Juni 1955, der Witwe Emma Dammasch, geb. Buddrick, aus Tilsit, Moltkestraße 24, jetzt in Düsseldorf, Kaiserswerther Straße 258

Am 1. Juli 1955, dem Korbmachermeister Andreas Starowski, aus Frauenburg, Koppernikusstraße 17, jetzt in Beuel-Geislar, St.-Josefs-Kloster

Am 2. Juli 1955, dem Glasermeister Carl Brodda, aus Osterode. Er wohnt noch in der Heimat und ist durch Hans Bode, Ahlen/Westf., Weststraße 127, zu erreichen.

Zum 83. Geburtstag
Am 28. Juni 1955, der Altbäuerin Auguste Knobloch, aus Hussehnen, Kreis Pr.-Eylau. Sie lebt bei ihrer Tochter in der sowjetisch besetzten Zone und ist durch Erwin Dröger, Hervel bei Neuemühle über Lüdenscheid in Westfalen, zu erreichen.

Zum 82. Geburtstag
Am 24. Juni 1955, dem Bauern Johann Rosowski, aus Lindenort, Kreis Ortelsburg. Er wohnt mit seiner Familie in Delmenhorst, Am Grünen Kamp 39

Am 27. Juni 1955, Frau Wilhelmine Bux, geb. Brandt, aus Neidenburg, jetzt bei ihrer Tochter in Bremen-Blumenthal, Reuterstraße 24

Am 2. Juli 1955, Frau Berta Paczewski, geb. Guninski, aus Sophienthal, Kreis Osterode, jetzt in Lohne bei Soest.

Am 12. Juli 1955, dem Kaufmann Walter Kruppa, aus Osterode. Er wohnt mit seiner Ehefrau in der sowjetisch besetzten Zone und ist durch Wilhelm Schulke, Berlin-Charlottenburg, Schloßstraße 29, zu erreichen.

Zum 80. Geburtstag
Am 21. Juni 1955, dem Postbetriebsassistenten i. R. Hans Henko, aus Insterburg, Soldauer Straße 24, jetzt in Tostedt, Weidenweg 5

Am 27. Juni 1955, dem Justizsekretär i. R. Emil Mertins, aus Heinrichswalde/Elchniederung, jetzt in Heide/Holstein, Husumer Straße 14

Am 27. Juni 1955, dem Justizoberinspektor i. R. Richard Kerber, aus Königsberg, Henriettenstraße 4, jetzt in Bonn, Steinweg 25

Am 1. Juli 1955, dem Bauern Hugo Herrmann, aus Saltnicken, Kreis Samland, jetzt in Seesen/Harz, Lange Straße 49

Am 8. Juli 1955, Frau Auguste Ramsauer, geb. Dronsch, aus Hallenfelde, Kreis Goldap, jetzt bei ihrer Tochter Marta Gonschorrek in Wachendorf, Kreis Horb am Neckar/Württemberg

Am 10. Juli 1955, Frau Anna Müller, aus Königsberg, Königstraße 6-7, jetzt Hamburg-Altona, Hamburger Hochstraße 41

Am 12. Juli 1955, dem Preußischen Revierförster i. R. August Villain, Revierförsterei Hindenburg bei Labiau, jetzt bei seiner Tochter Gerda Moths in Hamburg 4, Pinnasberg 79

Zum 75. Geburtstag
Am 29. Juni 1955, Frau Anna Stolle, geb. Skowronnek, aus Ottenberge, Kreis Johannisburg, jetzt in Greene, Kreis Gandersheim

Am 6. Juli 1955, der Witwe Julie Truschkowski, aus Kurkau, Kreis Neidenburg, jetzt bei ihrer Tochter Emma Wiertalla in Flethsee über Wilsterland/Holstein

Am 7. Juli 1955, dem Rentner Johann Braun, Ziegelbrenner, aus Nikolaiken, jetzt in Seesen/Harz, Lange Straße 45

Am 9. Juli 1955, der Schwester i. R. Marta Wolff, aus Stolzenberg, Kreis Bartenstein, jetzt in Kippenheim/Baden, Bahnhofstraße 47. Die Jubilarin war als Gemeindeschwester in Gilgenburg, Kreis Osterode, tätig.

Ohne Datum. Vielleicht auch der 9. Juli 1955, der Witwe Amalie Merker, aus Waldfließ, Kreis Lötzen, jetzt bei ihrer Tochter in Mölln/Lauenburg, Auf den Dämmen 4

Am 12. Juli 1955, dem Kaufmann Friedrich Wilhelm Neumann, aus Königsberg-Metgethen, Finkenweg, jetzt in Mannheim, Weylstraße 26

Seite 10   Jubiläen und Prüfungen
Der Schneidermeister Paul Pallat aus Ortelsburg, Ernst-May-Straße 18, jetzt in Oppenheim am Rhein, Morgenweide 7, begeht am 1. Juli sein vierzigjähriges Berufsjubiläum. Landsmann Pallat, Träger des Ehrenkreuzes für Teilnahme am Ersten Weltkrieg, ist durch die Folgen der Vertreibung an beiden Beinen gelähmt.

Inge Frohnert, Tochter des gefallenen Justizoberinspektors Karl Frohnert aus Angerburg, Lötzener Straße 4, jetzt in Berlin-Friedenau, Gregor-Damm 153, bestand ihre Prüfung als Regierungsinspektor am Verwaltungsseminar Westberlin.

Ingrid Wallert, Tochter des Studienrats Dr. Kurt Wallert aus Lötzen, Scharnhorststraße 13, jetzt in Neunkirchen/Saar, Starenweg, Neubau, bestand am Mädchengymnasium Hamburg ihr Abitur mit gut. Von der mündlichen Prüfung wurde sie befreit.

Vor fünfzig Jahren wurde das Lehrerseminar Waldau bei Königsberg gegründet. Die letzten vier der ehamaligen Waldauer Seminaristen, Fr. Dittmann, E. Singer, W. Wischemann und F. Peterson werden sich am 5. Juli 1955, bei F. Peterson, Bonn, Langwardweg 33, zusammenfinden, um den Tag der Gründung ihres Seminars festlich zu begehen. Sie gedenken ihrer dreißig gefallenen, vermissten oder verstorbenen Klassenbrüder und grüßen deren Hinterbliebenen.

Seite 13   Tote unserer Heimat. Gräfin Agnes von der Groeben-Ponarien
Im Alter von 93 Jahren verstarb am 9. Mai 1955 die weit über die Grenzen Ostpreußens hinaus bekannte und verehrte Gräfin Agnes von der Groeben-Ponarien. Siebzig Jahre ihres langen und tätigen Lebens hat die Verstorbene dem Roten Kreuz gewidmet, dessen stellvertretende Präsidentin sie war. Ihr Lebenswerk schuf das Fundament, auf dem das Deutsche Rote kreuz nach dem Zweiten Weltkriege wieder aufbauen konnte. Schon in den Jahren vor ihrer Ehe stellte sich die geborene Agnes von Kleist dem Roten Kreuz als Helferin zur Verfügung. Sie verstand es, nach ihrer Heirat die Pflichten einer ostpreußischen Gutsfrau mit den großen Aufgaben der karitativen Organisation zu verbinden.

Gräfin Agnes von der Groeben schuf in rastloser Tätigkeit in Ostpreußen einen großen Kreis der helfenden Herzen und Hände. Sie führte Ausbildungskurse von Helferinnen durch mit dem Ziel, in jedem Dorf und jeder Gemeinde unserer Heimat eine Betreuungsstelle für Kranke und Schwache zu schaffen. Es ist ihr zu verdanken, dass in Ostpreußen eine planmäßige Fürsorge für Mutter und Kind ins Leben gerufen wurde. Diese vielseitigen Aufgaben, die die Verstorbene mit großer Initiative in Angriff nahm, waren der Grundstein für das große Werk der Vaterländischen Frauenvereine.

Im Jahre 1906 wurde Gräfin von der Groeben in den Vorstand der Vaterländischen Frauenvereine Ostpreußens berufen und verstand es, große gesundheitsfürsorgerische Programme, wie z B. die Säuglinsfürsorge und die Tuberkulosenfürsorge durchzuführen. Während des Ersten Weltkrieges leitete sie den gesamten Kriegseinsatz des Roten Kreuzes. Sie wurde von der Kaiserin zur ersten Vorsitzenden der Vaterländischen Frauenvereine berufen und war während der vier Kriegsjahre an der Front und in der Heimat unermüdlich im Dienste des Roten Kreuzes tätig.

Besondere Verdienste erwarb sich die Verstorbene um die Erleichterung des Schicksals der deutschen Kriegsgefangenen. Als Freundin der Kaiserin von Russland war sie in der Lage, ihre Beziehungen zum Vorteil der Gefangenen auszunutzen. In dieser Mission unternahm sie auch mehrere Reisen. Sie fand besonders in Schweden, in der Person des alten Königs Gustaf, einen tätigen Mitstreiter in der Frage der Erleichterung des Schicksals der deutschen Gefangenen.

Zahlreiche Ehrungen wurden der Verstorbenen zuteil. Sie war Ehrendame des Luisenordens und erhielt die Würde eines Doktors h. c. der Universität Königsberg. Im Jahre 1934 allerdings musste sie erleben, dass ihr Werk, der Vaterländische Frauenverein, in die nationalsozialistische Frauenschaft übergeführt wurde. Gräfin von der Groeben wurde ihres Amtes als Hauptvorsitzende enthoben. Das Kriegsende erlebte sie in dem von ihr gegründeten Kurbad Liebenstein in Thüringen. Erst im Herbst 1946 fand sie in Cappenberg im Hause des Grafen Kanitz ein Unterkommen.

Von dem Werk dieses reichen und tätigen Lebens ist der Mensch untrennbar. Die Gräfin Agnes von der Groeben-Ponarien verkörperte preußisches Wesen im besten Sinne des Wortes. Eine Summe hoher Charaktereigenschaften, Selbstkritik, Wahrhaftigkeit, Bescheidenheit, Güte und Treue kennzeichnen das Wesen dieser Frau, deren leben ein ständiges Wirken für ihre Mitmenschen darstellt.

Gräfin Agnes von der Groeben wurde am 12. Mai 1955 auf dem evangelischen Friedhof in Cappenberg beigesetzt.

Seite 13   Für Todeserklärungen
Emil Bartel, geb. 03.02.1868 in Nickelshagen, Kreis Mohrungen, und seine Ehefrau Maria Bartel, geb. Schuster, geb. 06.04.1866 in Pillau, aus Königsberg, Kolwstraße 14 (Sackheim), nach der Ausbombung in Ratshof, Arndtstraße 10, bei Sakowsky wohnhaft gewesen, werden seit April 1945 vermisst. Wer kann Auskunft über ihren Verbleib geben?

Fritz Spieh, Landwirt, geb. 31.12.1905, und seine Ehefrau Frieda Spieh, geb. Lapsien, geb. 11.07.1917, aus Groß-Jägersdorf, Kreis Insterburg, sollen auf der Flucht verstorben sein. Es werden Augenzeugen gesucht, die ihren Tod bestätigen können.

Oskar Gorris, geb. am 18.07.1884, Molkereibesitzer und Landwirt aus Bienau, Kreis Osterode, Ostpreußen, und seine Ehefrau Margarethe Gorris, geb. Reinke, geb. 21.04.1890, sind vermutlich Ende Januar 1945 auf der Flucht ums Leben gekommen. Sie wurden zuletzt in Saalfeld gesehen. Wer kennt das Schicksal dieser Landsleute?

Reichsbahnoberinspektor Richard Prozeski, geb. 22.10.1888, aus Königsberg, Unterhaberberg Nr. 73/74, soll im Mai 1945 in Königsberg verstorben sein. Es werden Augenzeugen gesucht, die seinen Tod bestätigen können.

Erich Sonnabend, geb. 03.07. etwa 1870, aus Königsberg, Hochmeisterstraße 9, zuletzt bei Frau Kamp in Nautzken wohnhaft gewesen, wird vermisst. Wer kann über seinen Verbleib Auskunft geben?

Marie Feyerabend, geb. Thierau, aus Cranz, Königsberger Straße, wird seit Ende 1944 vermisst. Wer kann über ihren Verbleib Auskunft geben?

Seite 13   Kinder aus Ostpreußen, die ihre Angehörigen suchen
Immer noch gibt es, zehn Jahre nach der Vertreibung aus der Heimat, Tausende von ostpreußischen Kindern, die ihre Angehörigen suchen. Wir bitten unsere Landsleute, die unter dieser Rubrik veröffentlichten Namen sorgfältig zu lesen. Jeder Hinweis kann zur Widerauffindung der Gesuchten beitragen. 1. Aus Albrechtsdorf, Kreis Pr.-Eylau, sucht Waltraut Heyder, geb. am 30.01.1938, ihre Mutter Frau Heyder, geb. Bachor. 2. Aus Allenau, Kreis Bartenstein, suchen Elli Peter, geb. am 13.01.1935, und Siegfried Peter, geb. am 07.11.1940, ihren Bruder Werner Peter, geb. am 03.01.1932, und Fritz Peter, geb. am 12.12.1940 3. Aus Angerburg, Theaterstraße 5, sucht Lothar Pölk, geb. am 20.08.1936 in Angerburg, seinen Vater Max Willi Pölk, geb. am 05.09.1902 4. Aus Bergendorf, Kreis Gumbinnen, sucht Edith Dombrowski, geb. am 01.04.1937 in Bergendorf, ihren Vater Heinz Dombrowski. 5. Aus Glommen, Kreis Pr.-Eylau, sucht Erika Wels, geb. am 14.08.1941, ihren Vater Christian Wels, geb. am 12.12.1910, und ihre Schwester Hannelore Wels, geb. am 19.04.1940 6. Aus Görken, Kreis Pr.-Eylau, sucht Heinz Springer, geb. am 21.09.1934, seine Mutter Marie Auguste Springer, geb. am 22.06.1915 7. Aus Gumbinnen, Holderbergstraße 10, sucht Sigrid Adelsberger, geb. am 15.04.1935 in Insterburg, ihre Eltern Hans Adelsberger, geb. am 30.04.1902, und Gertrud Adelsberger, geb. Heidemann, geb. am 25.07.1906 8. Aus Gumbinnen, ehemalige SA-Straße 50, sucht Peter Plüquett, geb. am 16.07.1942, seine Mutter Hanna Plüquett, geb. am 09.11.1907, und seinen Bruder Gerd Plüquett, geb. etwa 1938 9. Aus Gumbinnen, Lange Reihe 11, sucht Margarete Heinrich, geb. am 12.03.1934 in Gumbinnen, ihren Vater Willi Heinrich, geb. am 02.02.1908 10. Aus Hohensprindt, Kreis Elchniederung, sucht Margarethe Tiedemann, geb. am 16.02.1936, ihre Mutter und ihre Schwester Christel Tiedemann. 11. Aus Karkeln, Kreis Elchniederung, sucht Siegfried Mertins, geb. am 03.04.1935, seinen Vater Johann Mertins, geb. am 30.04.1898 12. Aus Klein-Dünen, Kreis Elchniederung, suchen die Geschwister Helmut Schlassus, geb. am 19.08.1934, Siegfried Schlassus, geb. am 05.09.1935, Alfred Schlassus, geb. am 30.09.1936, Helga Schlassus, geb. am 08.01.1938 und Horst Schlassus, geb. am 15.10.1939, ihren Vater Otto Schlassus, geb. am 06.06.1906 13. Aus Klemenswalde, Kreis Elchniederung, sucht Klaus Augschlat, geb. 1939, seinen Vater Emil Augschlat 14. Aus Lischau, Kreis Elchniederung, sucht Irmgard Ginut, geb. am 01.03.1936, ihren Vater Friedrich Karl Ginut, geb. am 21.03.1895, und ihre Geschwister Lydia Ginut, geb. am 17.03.1939, sowie Siegfried Ginut, geb. am 21.10.1941 15. Aus Lissen bei Benkheim, Kreis Angerburg, suchen die Geschwister Karl-Heinz Schulz, geb. am 20.12.1933, und die Zwillinge Hartmut Schulz und Ingrid Schulz, geb. am 13.11.1935, ihre Mutter Erna Agnes Schulz, geb. Böhnke, geb. am 17.08.1898 16. Aus Nemmersdorf, Kreis Gumbinnen, sucht Hannelore Konrad, geb. am 15.03.1942, ihre Mutter Erna Kisslard, geb. Konrad 17. Aus Neu-Assmanns, Kreis Bartenstein, sucht Erika Klink, geb. am 01.01.1940, ihren Vater Ernst Klink, geb. am 12.11.1908 18. Aus Pudelkeim, Kreis Pr.-Eylau, suchen Alfons Woider, geb. am 16.03.1936, und Irmgard Marie Woider, geb. am 21.08.1937, ihren Vater Bruno Woider, geb. am 05.06.1898 19. Aus Schardingen, Kreis Goldap, suchen Elsbeth Biedritzki, geb. am 05.03.1934, und Eva Biedritzki, geb. am 19.10.1935, ihren Vater Fritz Biedritzki, geb. am 03.07.1907 20. Aus Schippenbeil, Kreis Bartenstein, Königsberger Straße 15, sucht Horst Glinka, geb. am 05.09.1934 in Gallingen, seinen Vater Gustav Glinka, geb. am 11.02.1900 21. Aus Schönbruch, Kreis Bartenstein, suchen die Geschwister Ilse Kahnert, geb. am 28.07.1938, Herta Kahnert, geb. am 01.01.1942, und Ursula Kahnert, geb. am 23.07.1944, ihre Eltern Otto und Anna Kahnert. 22. Aus Sollau, Kreis Pr.-Eylau, suchen die Geschwister Erwin Störmer, geb. am 13.07.1934, Siegfried Störmer, geb. am 19.05.1936, Gerda Störmer, geb. am 06.06.1938 und Ursula Störmer, geb. am 02.09.1940, ihren Vater Gustav Störmer. 23. Aus Stucken, Kreis Elchniederung, sucht Klaus Besemer, geb. am 12.04.1934, seinen Vater Dr. Leo Besemer, geb. am 16.08.1899, und seine Schwester Ingrid Besemer. 24. Aus Wartenburg, Kreis Allenstein, sucht Brigitte Haese, geb. am 30.05.1938 in Elbing, ihre Eltern und Angehörigen 25. Aus Wartenburg, Kreis Allenstein, sucht Hildegard Jettkowski, geb. am 03.07.1933 in Elbing, ihren Bruder Horst Jettkowski, geb. etwa 1929, und ihre Schwester Ilse Jettkowski, geb. etwa 1936 26. Aus Wiekmünde, Kreis Gumbinnen, suchen Christa Heinrich, geb. am 19.03.1933, Hannelore Heinrich, geb. am 26.07.1938, und Erwin Heinrich, geb. am 31.03.1941, ihren Vater Ernst Heinrich 27. Aus Wohnsdorf, Kreis Bartenstein, suchen die Geschwister Elli Grube, geb. am 11.03.1937, Gerhard Grube, geb. am 14.07.1938, und Herta Grube, geb. am 06.09.1940, ihren Vater Max Grube.

Seite 13   Amtliche Bekanntmachungen
Durch Gerichtsbeschluss ist der Tod und der Zeitpunkt des Todes der nachstehend bezeichneten Personen festgestellt worden: Die mit Buchstaben bezeichneten Angaben bedeuten: (a) Anschrift am letzten bekannten Wohnsitz, (b) letzte bekannte Truppenanschrift, (c) zuständiges Amtsgericht und dessen Aktenzeichen, (d) Tag des Beschlusses, (e) Zeitpunkt des Todes. Josef Steppuhn, geb. am 09.12.1893, Sternberg, Kreis Heilsberg, Ostpreußen, Landwirt, (a) Sternberg, Kreis Heilsberg, Ostpreußen, (c) Walsrode, 1 II 7/55, (d) 18.06.1955, (e) 31.12.1945, 24 Uhr. Amtsgericht Walsrode, 24.06.1955

Seite 14   Vermisst, verschleppt, gefallen, gesucht
Auskunft wird gegeben
Über nachstehend aufgeführte Landsleute liegen Nachrichten vor. Die Angehörigen werden gesucht.
1.	Alfred Wolf, geb. in Allenstein, gesucht wird Frau Wolf, aus Allenstein
2. Richard Wessolek, geb. am 17.10.1926 in Alt-Martinsdorf, gesucht wird Familie Wessolek, aus Alt-Märtinsdorf, Kreis Allenstein. 3. Bruno Wiede, geb. am 11.05.1927 in Bärholz, gesucht wird Familie Wiede aus Bärholz, Post Thierenberg 4. Eduard Wichert, geb. am 22.11.1908 in Bialutten, gesucht wird Martha Wichert, aus Balden, Kreis Neidenburg 5. Heinz Weißenfeld, geb. am 03.10.1908 in Groß-Rominten, gesucht wird Friedrich Weißenfeld, aus Bischofsburg, Markt 11 6. Artur Wenzlawski, geb. am 06.12.1926 in Breitenfelde, gesucht wird Gustav Wenzlawski, aus Breitenfeld, Kreis Neidenburg 7. Gustav Winter, geb. am 13.03.1901, gesucht wird Familie Winter aus Geierseck 8. Alfons Weinert, geb. am 06.08.1920 in Groß-Köllen, gesucht wird August Weinert, aus Groß-Köllen, Kreis Allenstein 9. Hermann Wolff, geb. am 08.02.1920 in Groß-Warzehnen, gesucht wird Familie Wolff aus Groß-Warzni 10. Herbert Winter, geb. am 14.12.1908 in Berlin-Charlottenburg, gesucht wird Frau Winter aus Insterburg, Skagerrakstraße 8 11. Gustav Weinert, geb. am 15.03.1916 in Jaugehnen, gesucht wird Gustav Weinert, aus Jaugehnen/Samland 12. Hans Winter, geb. am 10.04.1910 in Kämmersdorf, gesucht wird Irma Winter, aus Kämmersdorf, Kreis Osterode. 13. Ullrich Helmuth Hugo wolf, geb. am 24.02.1926 in Klaunten, gesucht wird Lieselotte Wolf, aus Königsberg, Alte Pillauer Landstraße 25 14. Günter Wiener, geb. am 24.06.1925 in Königsberg, gesucht wird Emma Wiener, aus Königsberg, Am Landgraben 12 15. Günther Wiechert, geb. am 14.02.1916 in Königsberg, gesucht wird Auguste Wiechert, aus Königsberg, Buddestraße 16 16. Heinz Woelm, geb. am 21.07.1920 in Königs berg, gesucht wird Fritz Woelm, aus Königsberg, Königseck 2 17. Fritz Wichmann, geb. am 02.09.1907 in Lobitten, gesucht wird Frau Wichmann aus Königsberg-Lauth 18. Gustav Wermuth, geb. am 01.12.1901 in Königsberg, gesucht wird Ida Wermuth, aus Königsberg, Oberhaberberg 26 19. Helmut Wernke, geb. am 27.10.1906 in Königsberg, gesucht wird Frieda Wernke, aus Königsberg-Prappeln, bei Rasch 20. Willi Wöcköck, geb. am 28.07.1920 in Hierenberg, gesucht wird Wöcköck aus Königsberg, Samitter Allee 122 21. Johann Wink, geb. am 07.07.1914 in Tengen, gesucht wird Gertrud Wink, aus Königsberg-Metgethen, Jägerweg 11-13 22. Helmut Wennmoß, geb. am 14.02.1926 in Laserkeim, gesucht wird Helene Wennmoß, aus Laserkeim, Kreis Samland 23. Josef Wehslowski, geb. am 01.09.1926 in Lautern, gesucht wird Herr Wehslowski, aus Lautern, Kreis Rößel 24. Otto Weißenberg, geb. am 20.06.1915 in Leegen, gesucht wird Hildegard Weißenberg, aus Leegen bei Kassuben, Kreis Stallupönen 25. Martin Wirszints, geb. am 08.01.1903 in Löbarten, gesucht wird Gertrud Wirszints, aus Memel, Holzstraße 23 26. Artur Weselus, geb. am 05.01.1914 in Rogaischen, gesucht wird Ida Weselus, aus Memel, Johann-Schermann-Straße 15 27. Alfred Willamowski, geb. am 03.04.1903 in Neudorf, gesucht wird Martha Willamowski, aus Neudorf, Kreis Osterode 28. Heinz Winkelewski, geb. am 01.05.1916 in Groß-Grieben, gesucht wird Karl Wenk, aus Osterode, Dohnastraße 1 29. Eduard Weinert, geb. am 30.10.1912 in Osterode, gesucht wird Familie Weinert, aus Osterode, Wilhelmstraße 45 30. Albert Weiß, geb. am 10.06.1909 in Pöhlen, gesucht wird Marta Weiß, aus Pöhlen, Kreis Bartenstein 31. Franz Weiß, geb. am 10.08.1924 in Rummau, gesucht wird Viktor Weiß, aus Raschung, Kreis Rößel 32. Friedrich Woelk, geb. am 09.08.1901 in Langanken, gesucht wird Auguste Woelk, aus Rastenburg, Hindenburgstraße 28a

Seite 14   Auskunft wird erbeten
Über Altbauer Ferdinand Borchert und Frau Anna, geb. Thiesies, aus Markhausen, Kreis Labiau

Über Obergefr. Heinz Thiesies, geb. am 16.03.1922 in Birkenhorst, Kreis Insterburg, letzte Feldpostnr. 39 136 A

Über den Stgabsgefr. Bruno Böhnke, geb. am 20.02.1911, aus Necktein, Kreis Pr.-Holland. Diente in einem Panzer-Regiment, zuletzt in Russland eingesetzt, Feldpostnr. unbekannt.

Über die ehemalige Kontoristin der Firma Auto-Lowitz (Königsberger Auto-Verkehrswesen) Käte Irrgang, aus Königsberg, Wrangelstraße.

Über Tischlerobermeister Hermann Sachs, Tischlermeister Arthur Schnäpel, und die Tischler Albert Latzke, Franz Rippke, Otto Waldheier, August Schewel und Gustav Gulbinat, aus Labiau

Über Gutsbesitzer Eduard Kellermann, aus Annaberg, Post Gawaiten, Kreis Goldap, und August Göhse, Kunschicken, Post Kunigehlen, Kreis Angerapp

Über Leutnant Reinhold Beyer, geb. am 12.09.1914 in Danzig-Oliva, wohnhaft gewesen in Allenstein, Adolf-Hitler-Allee 56. Die letzte Feldpostnr. war: 14 018 B, Truppenteil: Infanterie-Regt. 127, 48. Division. Beyer soll am 4. bzw. 7. April 1945 bei Malacky in der Slowakei gefallen sein. Wo befinden sich ehemalige Kameraden, die Auskunft geben können?

Über Erich Kröker, geb. im Dezember 1908, und Frau Erika, geb. Reifegerste, aus Dessau stammend, zuletzt wohnhaft gewesen in Elbing, Heimstätten

Über den Angestellten des Gerichtsgefängnisses Bartenstein, Kurt Krisat, geb. am 10.02.1910, zuletzt wohnhaft gewesen in Bartenstein, Schmettaustraße, und Frau Gertrud, geb. Liedtke.

Über den pensionierten Oberaufseher der Provinzial-Besserungs-Anstalt Tapiau, Richard Balzun, wohnhaft gewesen Pruzzenwall 6, und Tochter, verheiratet mit einem früheren Pfleger der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt Tapiau

Über Oberwachtmeister Heinrich Reckzeh, geb. am 29.03.1920, Heimatanschrift: Pillkallen, Schirwindter Straße 36, Feldpostnummer 10 296, vermisst seit dem 11.08.1944 bei Maja, 25 Kilometer ostwärts von Stry bei Samborg.

Über Bruno Walter, aus Königsberg, Schützenstraße 18

Über Franz Jucknowitz, Heimatanschrift: Schloßberg, Gartenstraße 4

Über Familie Lipinsky, aus Grünheide

Über Frau Anna Wagner, aus Woldorf, Kreis Heilsberg

Über Familie Zörner, aus Königsberg, Monkengasse 26/28

Über Familie Max Wallin, aus Labiau

Über Frau Anny Walter, aus Gumbinnen, Füsilier-Kaserne, Block 7

Über Familie Fritz Nicklaus, Gasthaus Seeblick, aus Upalten, Kreis Lötzen

Gesucht werden die Angehörigen des Gert Müller, geb. am 07.04.1924 in Königsberg, Heimatanschrift nicht bekannt.

In einer Erbschaftsangelgenheit wird Frau Charlotte Grau, geb. Kraft, gesucht. Frau Grau lebte 1929/1930 bei ihrer Mutter in Muldszen, Kreis Wehlau. Sie hatte zwei Söhne, Hans und Siegfried.

Gesucht wird Marie Petrusch, geb. Nürnberger, Schwester von Frau Ulrike Antonie Radeike, geb. Nürnberger, zuletzt wohnhaft gewesen in Schönmoor, Kreis Königsberg.

Gesucht wird das Ehepaar Otto Klein, geb. 04.01.1900, und Auguste Klein, geb. Kobelski, sowie die Kinder Heinz und Elfriede.

Gesucht werden Uffz. Fritz oder Friedrich Schlemminger und der Waffen-Uffz. Wilhelm Kinnigkeit, beide waren Großbauern bei Pillkallen

Seite 14   Goldene Hochzeiten
Das Ehepaar Otto Lander und Frau Johanna, geb. Wösch oder Wosch, aus Streuhöfen, Kreis Schloßberg, jetzt Geismar-Göttingen, Mauergasse 8, feierte am 30. Juni 1955 das Fest der Goldenen Hochzeit

Das Fest der Goldenen Hochzeit feierten am 18. Juni 1955 die Eheleute Julius Schirwat und Frau Johanna, geb. Milchert, aus Snappen, Kreis Schloßberg. Das Ehepaar ist durch Wilhelm Schirwat, Mondorf über Troisdorf, Provinzialstraße 20, zu erreichen.




[OWP] Suche FN GRÜN in Kreis Stuhm und Marienbu rg

Date: 2014/06/11 21:22:41
From: Denis <liste(a)landmann-ahnen.de>

Hallo zusammen,

ich suche in den Kreisen Stuhm und Marienburg nach sämtlichen Personen mit dem Nachnamen GRÜN

Leider habe ich keine weiteren Angaben - aber ich hoffe, dass trotzdem jemand Tipps geben kann.

Habt noch einen schönen Abend, beste Grüße,
Denis

--
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www.landmann-ahnen.de

Re: [OWP] Adreßbuch von Frauenburg

Date: 2014/06/12 08:52:38
From: b-mueller-koeln(a)t-online.de <b-mueller-koeln(a)t-online.de>

Hallo Maren,
es gibt von Frauenburg, Kreis Braunsberg, noch dieses Buch, erschienen 1982:
Die Familien des Kirchspiels 1939 - 1945, von Walter Merten.
Was genau suchst du? Ich kann gerne nachschauen.
Viele Grüße,
Bettina Müller


[OWP] Benötige Lesehilfe/KB Braunsberg Tote 1710

Date: 2014/06/12 11:01:34
From: b-mueller-koeln(a)t-online.de <b-mueller-koeln(a)t-online.de>

Hallo,
ich benötige Lesehilfe und zwar handelt es sich um das dritte Wort (Beruf?) in der zweiten Zeite,
"Der alte ??? schlecht" (schlecht bezieht sich auf den Kondukt = gratis):
http://workupload.com/file/QmyUEP7X
Zum Vergleich habe ich noch weitere Zeilen eingescannt.
Danke und Gruß,
Bettina Müller


[OWP] Was ist ein Packmohr??

Date: 2014/06/12 11:05:54
From: b-mueller-koeln(a)t-online.de <b-mueller-koeln(a)t-online.de>

Hallo, 
im KB Braunsberg, Tote 1709 - 1711, bin ich auf eine merkwürdige Berufsbezeichnung gestoßen, ich bin mir eigentlich sicher, dass es "Packmohr" heißt. Ist das völlig abwegig oder gab es so einen Beruf vielleicht tatsächlich?
Danke und Gruß,
Bettina Müller


Re: [OWP] Was ist ein Packmohr??

Date: 2014/06/12 11:50:46
From: juergenwedig <juergenwedig(a)yahoo.de>


Hallo Bettina

unter dem Link unten findest du Hilfe. Packmohr war die Berufsbezeichnung für einen Friedensreiter. In Ordenszeiten abgewertet zu einer Berufsbezeichnung für Landreiter, Unterkämmerer und Polizeigehilfen.

http://wiki-de.genealogy.net/Packmohr_(Familienname)

Viele Grüße

Jürgen

-----Ursprüngliche Nachricht----- From: b-mueller-koeln(a)t-online.de
Sent: Thursday, June 12, 2014 11:05 AM
To: ow-preussen-l(a)genealogy.net
Subject: [OWP] Was ist ein Packmohr??

Hallo,
im KB Braunsberg, Tote 1709 - 1711, bin ich auf eine merkwürdige Berufsbezeichnung gestoßen, ich bin mir eigentlich sicher, dass es "Packmohr" heißt. Ist das völlig abwegig oder gab es so einen Beruf vielleicht tatsächlich?
Danke und Gruß,
Bettina Müller


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http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

Re: [OWP] Was ist ein Packmohr??

Date: 2014/06/12 13:46:17
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Hallo Bettina,

das (neue) "Preußische Wörterbuch" (Band IV, N-R, Spalte 264) hat als Stichwort angesetzt: PAKMOR und führt als vorkommende Schreibweisen auf: Pakmor, Packmor (diese beiden mit Längenstrich über dem o), in Urkunden Podkamor, Potkamor. Bedeutungsangabe: 'Amtsdiener, Kämmerer auf ehemaligen Amtshöfen, der im Amtsbezirk die niedere Polizei ausübte, die mündlichen und schriftlichen herrschaftlichen Befehle auf den Dörfern bekannt machte, Gerichtsdiener, Landreiter. Hergeleitet aus: litauisch 'pakamore', vom polnischen Wort 'podkomorzy'.

Gruß
Rolf-Peter


Am 12.06.2014 11:05, schrieb b-mueller-koeln(a)t-online.de:
Hallo,
im KB Braunsberg, Tote 1709 - 1711, bin ich auf eine merkwürdige Berufsbezeichnung gestoßen, ich bin mir eigentlich sicher, dass es "Packmohr" heißt. Ist das völlig abwegig oder gab es so einen Beruf vielleicht tatsächlich?
Danke und Gruß,
Bettina Müller


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[OWP] LEBEHNKE UND SCHNEIDEMÜHL

Date: 2014/06/12 16:54:37
From: Efhensel <Efhensel(a)aol.com>

Liebe Listenfreunde,
 
sind die evang. KB von Lebehnke und Schneidemühl, verloren, oder liegen Sie 
 irgendwo?
 
Ich brauche vor allem die Zeit vor 1820.
 
Für Eure Hilfe vielen Dank im voraus.
 
es grüßt,
 
Eckhard (Hensel)

Re: [OWP] Benötige Lesehilfe/KB Braunsberg Tote 1710

Date: 2014/06/12 20:21:26
From: nbaltrusch <nbaltrusch(a)aol.com>

Hallo Bettina,
irgendwas mit ".....satler".
LG
Norman



-----Ursprüngliche Mitteilung----- 
Von: b-mueller-koeln <b-mueller-koeln(a)t-online.de>
An: ow-preussen-l <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Verschickt: Do, 12 Jun 2014 6:10 pm
Betreff: [OWP] Benötige Lesehilfe/KB Braunsberg Tote 1710


Hallo,
ich benötige Lesehilfe und zwar handelt es sich um das dritte Wort (Beruf?) in 
der zweiten Zeite,
"Der alte ??? schlecht" (schlecht bezieht sich auf den Kondukt = gratis):
http://workupload.com/file/QmyUEP7X
Zum Vergleich habe ich noch weitere Zeilen eingescannt.
Danke und Gruß,
Bettina Müller


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http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

 

[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 27, Tei l 3

Date: 2014/06/12 22:51:26
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 14   Familienanzeigen
Borries Martin. Die Geburt eines gesunden Sonntagsjungen zeigen in dankbarer Freude an: Ingeborg Kukowski, geb. Apel und Dr. med. Alfred Kukowski. Insterburg, Angerapphöhe. Jetzt: Hage, Ostfriesland, den 19. Juni 1955

Ulrich Erich. Unser Klaus hat ein Brüderchen bekommen. In dankbarer Freude: Irene Mauroschat, geb. Schedler und Franz Mauroschat. Früher: Bergental, Kreis Tilsit. Jetzt: Reutlingen, Metzgerstraße 36

Manfred Leonhard. Am 21. Juni 1955 wurde uns ein gesunder Sohn geboren. In Dankbarkeit und Freude: Marga Gottschalk, geb. Geng und Herbert Gottschalk. Dompendehl, Kreis Bartenstein, Ostpreußen. Jetzt: Nürnberg, Seelenisbühlstraße 8

Wir geben die Geburt unserer Tochter Gisela bekannt. Hildegard und Werner Noering. Sowj. bes. Zone, den 05.06.1955

Anette, 12.06.1955. Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen in großer Freude an: Lieselotte, geb. Burghart, Lyck und Dr. med. Erich Adamaszek, Königsberg. Jetzt: Bremen, Hollerallee 53

Renate, 26.05.1955. Die glückliche Geburt eines Töchterchens zeigen dankerfüllt an: Ursula Dowedeit, geb. Stepputat, Landsberg, Ostpreußen, Postamt und Alfred Dowedeit, Werben, Ostpreußen, Kreis Schloßberg. Jetzt: Cuxhaven, Rohdestraße 2

Wir haben uns verlobt. Liesbeth Moser und Werner Otto Passauer. Urbanshöhe (Urbantatschen) Kreis Pillkallen. Jetzt: Weinheim a. d. Bergstraße. Gumbinnen, Ostpreußen, Posen, Seelandstraße 17. Jetzt: Heilbronn/N.

Ihre Verlobung geben bekannt. Hildegard Stahl, Warschfeld, Kreis Elchniederung und Günter Bendig, Wittgirren, Kreis Tilsit. Jetzt: Ellenberg (Siedlung) Kappeln/Schlei

Als Verlobte grüßen. Brigitte Heidemann, Königsberg, Pr., Schnürlingstraße 18, jetzt: Weidenau/Sieg, Zimmerstraße 18 und Peter-Jürgen Thies, Königsberg Pr., Immelmannstraße 1, jetzt: Weidenau/Sieg, Siegstraße 54. 29. Juni 1955

Wir haben heute geheiratet. Theo Jedamski, apl. Revierförster, Münchehof (Harz), früher: Sensburg, Ostpreußen, Marktstraße 12 und Hannelore Jedamski, geb. Gericke, Münchehof (Harz). 2. Juli 1955

Ihre Vermählung geben bekannt. Rolf Kröncke, Hollenstedt, Kreis Harburg und Ruth Kröncke, geb. Borchert, Neu-Wulmstorf, früher: Schloßberg. 2. Juli 1955

Am 2. Juli 1955 feiert ihren 88jährigen Geburtstag in geistiger Frische, Frau Marie Janowski, früher: Allenstein, Kronenstraße 27. Jetzt bei ihrer Tochter, Frau Gertrud Radtke, Berlin O 112, Weichselstraße 13

Ihre Vermählung geben bekannt. Walther Lauber, Bauingenieur B.D.B. und Ingrid Lauber, geb. Deuker. 02. Juli 1955. Düsseldorf, Heinrichstraße 64. Düsseldorf Harlesstraße 3. Früher: Königsberg Pr., Lieper Weg 82-84

Statt Karten. Ihre Vermählung geben bekannt. Hermann Donner, Gerichtsassessor und Liselotte Donner, geb. Feyerabend. Detmold, Willi-Hoffmann-Straße 45, 14. Juni 1955

Wir geben unsere Vermählung bekannt. Dipl.-Ing. Gottfried Uerlings und Frau Margot, geb. Knuth. Königsberg Pr., Freigang Schloßteich 3. Jetzt: Hürth bei Köln, Knapsacker Straße

Die Vermählung unserer Tochter Gunhild mit Herrn Bo Göran Edgar geben wir bekannt. Prof. Dr. Fritz Steinecke und Frau Grete, geb. Franke. Königsberg Pr., Steinmetzstraße 34. Jetzt: Wuppertal-Barmen, Wilkhausstraße 20.

Bo Göran Edgar und Gunhild Edgar, geb. Steincke. Vermählte. Stockholm-Nacka I, Finntorpsvägen 3. Im Juni 1955

Am 10. Juli 1955 begeht unsere liebe Mutter, Frau Anna Müller, früher: Königsberg Pr., Königstraße 6-7. Jetzt: Hamburg-Altona, Hamburger Hochstraße 41, fern der Heimat ihren 80. Geburtstag. Allen Freunden und Verwandten geben wir dies mit freundlichen Heimatgrüßen zur Kenntnis. Dr. Alfred Müller und Frau Lucie. Ellen und Clemens Wrede

Rudolf und Frieda Weist in Reinbek bei Hamburg gratulieren wir herzlichst zum Fest der Diamantenen Hochzeit am 29. Juni 1955. Else Achtelick, geb. Weist, Eiserfeld. Lotte Wermke, geb. Weist, München. Fritz Weist, Stockholm

Unserem lieben Papa und Opi, Herrn Ernst Breyer, Bauunternehmer und Obermeister des Kreises Ortelsburg gratulieren herzlichst zu seinem 70. Geburtstag am 5. Juli 1955 mit den besten Wünschen für einen langen, gesunden Lebensabend, seine dankbaren Kinder. Friedrichshof, Kreis Ortelsburg. Jetzt: Grönwohld/Trittau, Kreis Stormarn

Seite 15   Suchanzeigen
Herbert Alex, aus Perwissau, Kreis Samland, geb. 07.01.1926 in Eichenrode, in einer SS-Reitereinheit, letzte Nachricht im Dezember 1944, Raum Budapest. Nachricht erbittet seine Mutter, Frau martha Strupat, Hannover-Wülfel, Lincolnweg 2 F

Gesucht wird Max Clemens, geb. 07.01.1881, Königsberg Pr., Schrötterstraße 37. Angaben erbittet G. Clemens, Berlin-Lichterfelde-West, Neuchatellerstraße 15. Tel. 76 48 37

Wer kann Auskunft geben über den Verbleib meiner Eltern, Gottlieb Hinz, geb. 05.08.1870 in Karkeln, Kreis Elchniederung, wohnhaft Grünhausen; Johanna Hinz, geb. Malwitz, geb. 28.12.1871, evakuiert in Lichtenfeld, Kreis heiligenbeil, Ostpreußen. Nachricht erb. Ewald Hinz (22a) Essen-Werden, Ruhrtalstraße 49

Gesucht wird Fritz Kryszon und Frau, geb. Klein, geb. 28.04.1889, Memel. Nachricht erb. für Carl Klein unter Nr. 55 188 Das Ostpreußenblatt

Die Anschrift des ehem. Hptwm. Laubstein, sowie Obwm. Kleinfeld, die 1939 zur N.A. 11 Allenstein zählten, erbittet Frau Elfriede Schneidereit, Simmershausen über Kassel 7, Am Birken 6

Gesucht werden Frieda Meier, aus Stolzenfeld bei Schippenbeil, Kreis Bartenstein, Ostpreußen. 1945 geflüchtet, zuletzt in Danzig-Langfuhr gesehen worden; Frau Eliese Preuß, geb. Aust, aus Arendshof, Abbau Stolzenfeld. Nachricht erb. Lucie Kircher, geb. Kittel, Gelsenkirchen, Rosthauser Straße 78, früher: Arendshof

Russlandheimkehrer! Wer kann Auskunft geben über Obgefr. Otto Paleit, geb. 11.01.1903, Feldpostnr. 19 188? Letzte Nachricht vom Juni 1944 Mittelabschnitt bei Witebsk, verheiratet, Beruf: Maurer, Heimatanschrift: Rautenberg, Kreis Tilsit-Ragnit, Ostpreußen. Nachricht erbittet M. Krohm, geb. Paleit, Bremervörde-Engeo, Gnarrenburger Straße 30, Bezirk Stade

Seite 15 und 16   Familienanzeigen
Fern seiner geliebten Heimat wurde am 11. Juni 1955, mein lieber Bruder, unser guter Onkel, Landwirt Ingo Thimm-Korschellen, geb. 08.05.1902, von seinem langen, mit beispielhafter Geduld und Tapferkeit getragenen Leiden erlöst. Gleichzeitig gedenken wir meines Mannes, unseres Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, Oberst Erwin Probst, gestorben 14.05.1946 in Gefangenschaft und meiner Mutter und unserer Großmutter, Margarete Büchler, verw. Thimm-Korschellen, verschollen auf der Flucht und meiner Schwester, unserer Tante, Vera Probst, geb. Thimm, verstorben 25.08.1946 in Königsberg und ihrer Tochter Ingrid Probst, verstorben 23.02.1947 in Königsberg. Irene Probst, geb. Thimm, früher: Lötzen, Wuppertal-Barmen, Westkotterstraße 197. Marion Bache, geb. Probst, Wuppertal-Barmen. Rose-Marie Hintrager, geb. Probst, Stuttgart. Dr. med. Hans-Martin Bache. Robert Hintrager. Anne-Katrin Bache

Ausgelitten hab ich nun, bin am frohen Ziele, von den Leiden auszuruhn, die ich nicht mehr fühle. Kein Arzt fand Heilung mehr für mich, doch Jesus sprach: Ich heile dich! Nach sehr schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden entschlief heute, zwei Monate vor dem Fest unserer Goldenen Hochzeit, in unserer geliebten Heimat, mein lieber, treusorgender Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Onkel, Bauer Gottlieb Brosch, Rohmanen, Kreis Ortelsburg, Ostpreußen, im 77. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Marie Brosch, geb. Junga. Gustav Brosch und Frau Herta, geb. Moselewski und Sohn. Gustav Rattay und Frau Martha, geb. Brosch und Kinder (vorher genannten alle noch in Rohmanen, Kreis Ortelsburg). Ernst Brosch und Frau Lieselotte, geb. Pieper und Kinder, Mannheim-Feudenheim, Paulusbergsgtraße 36. Horst Brosch und Frau Ruth, geb. Ley, Stuttgart-N. Löwentorstraße 24 und alle Anverwandten. Stuttgart-N. den 15. Juni 1955

Wir erhielten aus der Heimat die traurige Nachricht, dass unser lieber, unvergesslicher Vater, Schwiegervater und Großvater, der Bauer Daniel Mertineit, am 6. Mai 1955, im Alter von 78 Jahren, in Gardellen, Kreis Heydekrug, verstorben ist. Im Namen der Hinterbliebenen: Otto Mertineit. Heide, Holstein, Meldorfer Straße 9

Nie dachtet Ihr an Euch, gearbeitet nur für Eure Lieben. Wer zerstörte unser irdisch Reich? Etwas Besseres ist uns geblieben, wenn Du uns holst zur Ewigkeit, Herr Jesus, dann haben wir Frieden. Zum Gedenken an meinen lieben Mann und Vater, Karl Schönwald, Stellmachermeister und Sägewerksbesitzer in Rudau, Kreis Samland, Ostpreußen und meinen lieben Sohn und Bruder, Walter Schönwald, Gefreiter in einem Inf.-Regt., gefallen am 02.07.1942 bei Sewastopol. Wir wissen um ein Wiedersehen. Frau Marie Schönwald und Kinder, Heinz, Gretel und Elsa. Flensburg, Schleswig-Holstein, Pilkentafel 2

Zum zehnten Mal jährt sich der Todestag meines geliebten, herzensguten Mannes, meines vorbildlichen Vaters, des Landwirts Fritz Prill, Loschen, Ostpreußen. Sein Leben war treue Sorge und unermüdliches Schaffen für uns. Ferner gab unsere treue Schwägerin und Tante, Martha Prill, vor zehn Jahren auf tragische Weise ihr Leben hin. In unvergesslichem Gedenken: Martha Prill, geb. Heinrich, Grönwohldshorst, Holstein. Manfred Prill, Gütersloh, Westfalen

Am 16. Mai 1955, 2 Uhr früh, erlöste Gott, der Herr, meinen lieben Vater und Großvater, Postschaffner i. R. Otto Sankat, aus Tilsit, Ostpreußen, im Alter von 72 Jahren, von seinem langen, schweren Leiden. In stiller Trauer: Charlotte Knispel, geb. Sankat. Reinhard Knispel. Heinrichswalde, Ostpreußen. Jetzt: Altasbach, Post Karpfham II, Niederbayern

Zum Gedenken. Am 23. Juni 1954 starb in Windermere, B. C. Canada, unsere liebe Mutter und Großmutter, Minna Frisch, geb. Schulzki, geb. am 04.02.1884. Sie folgte ihrem am 20. Januar 1945 auf der Flucht verstorbenen Mann, unserem lieben Vater und Großvater, Jakob Frisch, geb. am 05. April 1877 und ihrem lieben Sohn, Oberleutnant Hans Frisch, geb. am 24. Juni 1910, gefallen im Juli 1944. Im Namen aller Hinterbliebenen: Käte Pohl. Gehsen, Burgdorf, Kreis Johannisburg. Zurzeit Windermere, B.C. Canada

Tretet her, ihr meine Lieben, nehmet Abschied, weint nicht mehr. Heilung konnt ich nicht mehr finden, meine Leiden war’n so schwer. Nun, so ziehe ich von dannen, schließ die müden Augen zu. Haltet innig treu zusammen, gönnet mir die ewige Ruh. Im festen Glauben an ihren Erlöser entschlief am 18. Mai 1955 im Krankenhaus zu Ebstorf, nach langem, schwerem Leiden, unsere liebe Mutter, Groß- und Schwiegermutter, Ida Ungereit, geb. Radtke, im 68. Lebensjahre. Sie folgte unserem lieben Vater nach 2 ½ Jahren. In stiller Trauer: Herta Bublies, geb. Ungereit. Frida Harreuter, geb. Ungereit. Lydia Schiemann, geb. Ungereit. Anna Spingat, geb. Ungereit. Alice Baer, geb. Ungereit. Erika Ungereit. Artur Bublies. Siegfried Schiemann. Helmut Spingat. Rudolf Baer. 8 Enkelkinder und alle Verwandten. Grüntal, Kreis Tilsit-Ragnit, Ostpreußen. Jetz: Nestau, Kreis Uelzen, Hannover

Kein Arzt fand Heilung mehr für Dich, doch Jesus sprach: Ich heile Dich. Am 14. Juni 1955, verschied nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden, unsere liebe, gute Mutter und liebste Oma, Frau Teophiele Mantey, geb. Hapke, im 72. Lebensjahre. Sie folgte nach zehn Jahren ihrem jüngsten Töchterchen Hildchen, geb. 08.11.1927, gestorben 28.06.1945. Ferner gedenken wir unseres lieben Vaters, Gottfried Mantey, geb. 08.11.1884, verschollen auf der Flucht in Ostpreußen. In tiefem Leid und Weh: Ida Mantey und Helene Mantey, Schwerte, Westhellweg 87. Marta Gailus, geb. Mantey. Emil Gailus, Dortmund, Schillerstraße 22. Wilfried, Erika, Bernhard, Enkelkinder.

Wer in den Herzen seiner Lieben lebt, der ist nicht tot, der ist nur fern. Am 13. Juni 1955, verschied plötzlich und unerwartet, fern unserer geliebten, ostpreußischen Heimat, meine geliebte Schwester, unsere liebe, gute Schwägerin und Tante, Gertrud Kließ, früher: Insterburg, Markgrafenplatz 1. Jetzt: Hollenstedt, Kreis Harburg, im Alter von 72 Jahren. In stiller Trauer: Georg Kließ und Frau Else, geb. Schulz. Frieda Koewius, geb. Kließ und Kinder, Bardenfleth. Bernhard Kließ und Familie, Köln. Frieda Schulz, ehem. Luisenberg, Kreis Insterburg. Lyck und Insterburg. Jetzt: Henstedt-Rehn, über Ulzburg, Holstein.

Zum Gedenken. Am 1. Juni 1955 jährte sich der zehnte Todestag meiner lieben, unvergesslichen Frau, unserer herzensguten Mutter, Schwieger- und Großmutter, Anna Ulleweit, geb. Schröder. Sie erlag den Strapazen der harten Flucht und ruht auf dem Barbara-Friedhof Danzig-Schedlitz. Gleichzeitig gedenken wir der lieben Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante, Maria Steinbacher, geb. Ulleweit. Sie starb im Juni 1941 noch in der Heimat und des jüngsten Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels, Gustav Ulleweit, vermisst im Dezember 1942 in Sibirien. In stillem Gedenken: Gustav Ulleweit. Martha Ulleweit, sowj. bes. Zone. Emma Massat, geb. Ulleweit. Walter Massat. Otto Ulleweit und Frau Margret. Fritz Ulleweit und Frau Johanna. Lisbeth Ulleweit. 7 Enkelkinder und Anverwandte. Sannseitschen, Kreis Stallupönen, Ostpreußen. Jetzt: Blue-Island, Illinois, 2264 Florence Street USA

Am 5. Mai 1955, entschlief nach langer Krankheit, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma, Maria Masurreck, geb. Schmidt, im 61. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Heinz Masurreck und Frau Charlotte. Gertrud Lasarz, geb. Masurreck. Heinz Lasarz. Maria Thomas, geb. Masurreck. Heinz Thomas. Enkelkinder und Angehörige. Königsberg-Liep, Grazer Weg 60. Jetzt: Bottrop, Aegidistraße 175

Am 10. Juni 1955 entschlief unerwartet, nach einem Leben voll Liebe und Fürsorge für die Ihren, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Omi, Frau Lisbeth Schwarz, geb. Beuth, früher Cranz, Samland, im 75. Lebensjahre. In stiller Trauer: Dipl.-Ing. Werner Schwarz und Frau Hilde, geb. Springer, früher Danzig-Oliva. Jetzt: Freiburg (Brsg.), Bärenweg 30. Ob.-Reg.-Rat Kurt Langhagel und Frau Syringa, geb. Schwarz, früher: Ortelsburg, jetzt: Hamburg-Lokstedt I, Butenfeld 35, und sieben Enkelkinder

Nach schwerer Krankheit entschlief heute im 76. Lebensjahre unser lieber Schwager und Onkel, der Revierförster Magnus Rockel, früher: Döbern, Ostpreußen. Im Namen der Hinterbliebenen: Ina Schlüter, Wellsee, Kiel, den 22. Juni 1955. Beerdigung hat am 27. Juni 1955 in Elmschenhagen stattgefunden.

Zum zehnjährigen Gedenken. Unsere uns unvergessene Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Alice Michel, geb. Albeck, geb. 02.02.1889, ist am 27. Juni 1945 in Ramsen bei Schönbruch den Hungertod gestorben. Gleichzeitig gedenken wir unseres lieben Vaters, Herrmann Michel, Gendarmeriemeister a. D., geb. 20.01.1882. Wer weiß etwas über seinen Tod? Ihr Leben voller Pflichterfüllung und aufopfernder Liebe wird uns immer ein Vorbild bleiben. Erika Mehl, geb. Michel. Hans Mehl. Rüdiger, Karin, Hanns, Wolf und Imme. Alice Zapp, geb. Michel. Dr. med. Albert Zapp. Ute, Otto, Albert, als Enkel. Schönbruch, Kreis Bartenstein, jetzt: Schleswig, Am Taterkrug 5

Am 4. Juni 1955 entschlief sanft, meine liebe Frau und Mutter, Maria Soult, geb. Schreiber, im Alter von 63 Jahren. In tiefer Trauer: Ferd. Soult und Sohn Gerhard. Königsberg-Liep, jetzt: Hamburg-Wandsbek, Schimmelmannstraße P. 37

Am 14. Juni 1955 entschlief unsere so sehr liebe Tante, Toni Huebner, im 85. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Sabine Schleifer, geb. Goetze. Kalkstein bei Fischhausen, jetzt: Dierdorf, Kreis Neuwied, Ludwigsgasse 117

Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb plötzlich und unerwartet am 13. Juni 1955, im Krankenhaus zu Blumenfeld, fern ihrer geliebten Heimat, immer hoffend auf ein Wiedersehen mit ihrem Mann, unsere liebe Schwester, Tante, Großtante und Schwägerin, Gertrud Gronert, geb. Köhn, früher: Karplauken bei Kobbelbude, im 57. Lebensjahre. In stiller Trauer im Namen aller Angehörigen: Anna Kluschke, geb. Köhn. Dortmund, Streckenstraße 9

Am 19. Juni 1955 entschlief sanft nach kurzem Krankenlager, im 78. Lebensjahre, meine liebe, gute, unvergessliche Schwiegermutter, Lehrerwitwe Clara Foltin, geb. Willutzki, Altersheim Gizycko (Lötzen). Unvergessen von allen, die sie liebten und verehrten. In stiller Trauer: Amalie Hanisch, verw. Foltin und alle Verwandten.

Unser herzensgutes Mutterchen, liebe Schwiegermutter, unsere liebe, gute Omi, Frau Therese Geffke, geb. Saager, hat am 23. April 1955, im Alter von 73 Jahren, ihre lieben Augen für immer geschlossen. In tiefer Trauer: Heinz Geffke und Familie, Berlin. Martin Borck und Frau Elisabeth, geb. Geffke. Erich Geffke und Familie, Harburg. Ernst Bartel und Frau Christa, geb. Geffke und 9 Enkelkinder. Forsthaus Langlingen, Kreis Celle.

Am 22. Mai 1955, fern ihrer geliebten, ostpreußischen Heimat, ist nach kurzer Krankheit, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma, Maria Kiewitt, verw. Lienau, geb. Federmann, nach einem arbeitsreichen Leben, heimgegangen. In stiller Trauer, im Namen aller Hinterbliebenen: Anna Weiss, geb. Lienau. Früher: Geidau, Kreis Samland, jetzt: Freirachdorf 25 über Selters, Unterwesterwald Rhld.-Pfalz

Am Sonnabend, dem 11. Juni 1955, verschied infolge eines Herzschlages, unsere liebe mutter und Großmutter, Frau Margarete Acklin, geb. Lingnau. Johann Bernhard Acklin. Heinrich Acklin und Frau Elli, geb. Theis. Die Enkelkinder: Hans-Joachim und Christa Acklin. Köln-Junkersdorf, Am Frankenhain 20. Großrechtenbach bei Wetzlar im Juni 1955. Die Beisetzung auf dem Wiesbadener Nordfriedhof hat in aller Stille am 14. Juni 1955 stattgefunden.

Am 12. Juni 1955 erlöste Gott von ihrem langen, schweren Leiden, meine liebe Frau, unsere gute Mutter und Schwiegermutter, Elfriede Beckmann, geb. von Borstel, im 61. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Kurt Beckmann, Rektor a. D. Waltraut und Eitel Kanebley, Hamburg. Göttingen-Geismar, den 18. Juni 1955, Lehmbürde 21 (Lasdehnen-Schloßberg)

Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anlässlich des plötzlichen Todes meines lieben Mannes, unseres guten Papis, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Großonkels, Fritz Goerth, Seestadt Pillau, sagen wir auf diesem Wege allen unseren lieben Pillauern unseren herzlichsten Dank. Frieda Goerth, geb. Gehrmann. Erika und Wolfgang. Fritz Gehrmann und Frau, Eisendorf bei Nortorf. Familie Bruno Goerth. Uelzen, den 20. Juni 1955, Bohldamm 64

Nach langem Leiden und doch plötzlich und unerwartet, verstarb heute Nacht mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater und Urgroßvater, der Fleischermeister Willy Schloemp, Lötzen, im 80. Lebensjahre, fern seiner geliebten Heimat, Ostpreußen. Frau Henriette Schloemp, geb. Mischel. Erich Zielinski, Lehrer, russ. Gefangenschaft und Frau Hedwig, geb. Schloemp. Hugo Wilde, Polizeirat, und Frau Emmi, geb. Schloemp. Bruno Schloemp, Fleischermeister, und Frau Gertrud, geb. Westphal. Max Patabel, Fleischermeister, und Frau Edith, geb. Schloemp. Thea-Dolores, Hartmut, Henning und Silke, Enkelkinder. Göta, als Urenkel. Hannover-Münden, den 26. Mai 1955, Charlottenstraße 3

Am 1. Juni 1955 entschlief sanft nach längerem, schwerem Leiden, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel, der Schiffseigner Fritz Fischer, früher: Labiau Abbau, im 77. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Angehörigen: Anna Fischer, geb. Steiner. Hamburg-Altona, Buttstraße 18

Heute Mittag verschied nach schwerer Krankheit mein geliebter Mann, mein herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel, der Stadtobersekretär a. D. Paul Wiechert, aus Königsberg Pr., Stägemannstraße 23, im Alter von 62 Jahren. In tiefer Trauer: Edith Wiechert, geb. Haering. Eva Erasmus, geb. Wiechert. Harald Erasmus. Dettlef und Marianne, als Enkel. Wiesens bei Aurich, Ostfriesland, den 28. Mai 1955

Am 13. Juni 1955 verstarb plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater und Schwiegervater, mein lieber Opi, Bauer und Amtsvorsteher, Fritz Aschmann, Gnadenheim (Meldienen), im 73. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Emma Aschmann, geb. Geisendörfer. Fritz Dombrowski und Frau Erika, geb. Aschmann, Hollenstedt über Heide, Holstein. Horst Westphal-Wehner und Frau Brigitte, geb. Aschmann, Frankfurt a. M., Schmittstraße 45. Dietmar Dombrowski. Delve über Heide, Holstein.

Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen; ich will dich über viel setzen, gehe ein zu deines Herrn Freude! Matth. 25, V. 21 Nach Gottes heiligem Willen entschlief am 21. Juni 1955 unser lieber und herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater, Friedrich Loeper, aus Gr.-Friedrichsdorf (Elchniederung), Ostpreußen, im gesegneten Alter von 93 Jahren. Er folgte seinem am 6. Februar 1945 gefallenen ältesten Sohn Carl in die Ewigkeit zu seinem Heiland, dem er seit frühester Jugend diente. In stiller Trauer: Geschwister Loeper und alle Angehörigen. Berlin W 30, Lutherstraße 33

Am 3. Juni 1955 entschlief sanft mein lieber, unvergesslicher Mann, unser guter Vater, Großvater und Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, der Lehrer i. R. Otto Koslowski, früher: Podleiken bei Biessellen, Kreis Osterode, Ostpreußen, im 81. Lebensjahre. In tiefer Trauer, im Namen aller Hinterbliebenen: Ottilie Koslowski, geb. Bartlewski. Bad Schwartau, den 21. Juni 1955, Königsberger Straße 2

Am 29. April 1955 starb in Berlin, an den Folgen der sowjetischen Gefangenschaft und nach schwerem Krankenlager, mein Bruder, der Polizeioberleutnant Oskar Sendatzki, im 63. Lebensjahre. In stiller Trauer: Paul Sendatzki und alle Angehörigen. Siedlung Leinetal über Kreiensen

Am 31. März 1945 verstarb in einem Lazarett in Kopenhagen, mein guter Mann, mein bester Kamerad, Dr. med. dent. Max Weller. Er erlag den Strapazen der Flucht, die so hart für uns war. Edith Weller, geb. Schumacher. Insterburg, Alter Markt 1. Jetzt: Frankfurt a. Main 20, Ebereschenweg 56

Am 17. Juni 1955 entschlief nach längerem Leiden, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Schwager und Onkel, August Brandtstädter, im 77. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Minna Brandstädter, geb. Oberpichler. Gertaud Freise. Otto Freise. Schillfelde, Kreis Schloßberg, jetzt: Hannover, Rodenberger Straße 16 I

Am 25. Mai 1955 entschlief sanft mein lieber Mann, treusorgender Vater seiner drei Jungen, von denen ihm zwei im Tode vorangegangen sind, mein lieber Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, Alfred Gniech, Reg.-Oberinspektor beim Versorgungsamt Koblenz. Er starb nach kurzer, schwerer Krankheit im 63. Lebensjahre. In stiller Trauer: Gertrud Gniech, geb. Hoffmann. Alfred Gniech. Edith Nagel, als Schwiegertochter. Lötzen, Wilhelmstraße 7, jetzt: Urbar, Hauptstraße 16 a

Psalm 126 Nach Gottes heiligem Willen verstarb am 3. Juni 1955 in der Einsamkeit seiner alten Heimat, unser lieber Vater, Großvater und Urgroßvater, Fritz Kukuk, aus Goldensee, Kreis Lötzen, im Alter von 89 Jahren. Im Namen aller Angehörigen: Gottlieb Kukuk. (24a) Siebeneichen über Büchen

Nach einem reich gesegneten Leben entschlief in Gottes Frieden, unser treusorgender, lieber Vater und Großvater, Pfarrer i. R. Carl Gauer, ehemals Kraupischken Ostpreußen, im fast vollendeten 93. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten: Frieda Gauer. Johannes Gauer und Frau Helene, geb. Bunn. Gerd Gauer und Frau Else, geb. Lamottke. Stefan, Christian, Monika. Bad Sachsa, den 21. Juni 1955. Düsseldorf, Eichenkreuzstraße 29 I

Am 27. Mai 1955 entschlief sanft nach kurzer Krankheit, unser liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Margarethe Bolz, geb. Neumann, im gesegneten Alter von 79 Jahren. In stiller Trauer: Käthe Kujawa, Karlsruhe, Hirschstraße 51b. Erwin Bolz und Frau Gertrud, geb. Kutz, Eichen, Kreis Siegen. Theo Lemke und Frau Christel, geb. Bolz, Kreuztal, Kreis Siegen. Walter Bolz und Frau Margarete, geb. Brozio, Kreuztal, Kreis Siegen, und sechs Enkelkinder. Früher: Braunsberg, Ostpreußen.

Am 21. Juni 1955 entschlief nach Gottes unerforschlichem Rat, plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, der Landwirt Adolf Gutzeit, im 61. Lebensjahre. In stiller Trauer: Ella Gutzeit, geb. Herrmann. Lothar Gutzeit. Christa Gutzeit. Ilselore Gutzeit und alle Verwandten. Grünbaum, Kreis Pr.-Eylau, jetzt: Bürssum, Kl. Twete 1

Zum zehnjährigen Gedenken. Ende Mai 1945 starb in einem Seuchenlazarett in Königsberg einen qualvollen Tod, meine liebe, einzige Schwester, meine liebe Frau, liebes Muttchen, Schwieger- und Großmutter, Ella Peter, geb. Litty, beerdigt in einem Massengrab am Veilchenberg. Ihr folgte im Oktober 1946 meine liebe, gute Mutter, unser liebes Omchen, Frau Emma Pietsch, verw. Litty, geb. 1855, gestorben 1946 sowj. bes. Zone. Ihr werdet uns unvergessen sein. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Käte Winter, geb. Litty und Ursula Becker, geb. Winter, Heilbronn. Königsberg Pr., Schönstraße 19. Jetzt: USA, Philadelphia/Penna 447 W. Bringhurst Str.

Zum Gedenken. Am 2. Juli 1945 verstarb in der sowjetischen Internierung in Königsberg Pr. im Alter von 76 Jahren, unsere liebe, gute Mutter, Frau Elisabeth Alexander, geb. Brehm. Königsberg Pr., Vorder Roßgarten 8/9. Im Namen der Angehörigen: Elisabeth-Charlotte Karioth, geb. Alexander. Karlsruhe, den 2. Juli 1955

Am 12. Juni 1955 ist unsere liebe, unvergessliche Schwester, Schwägerin und Tante, DRK-Oberschwester Anna Tromnau, geb. am 07.02.1902. 1938 bis 1945 leitende Oberschwester im Kreiskrankenhaus Ebenrode, seit 1945 Oberschwester im Mutterhaus der DRK-Schwesternschaft, Ostpreußen in Itzehoe, Holstein, nach schwerer Krankheit, von uns gegangen. Ihr vorbildliches, stets hilfsbereites Wesen wird uns in dankbarer und lieber Erinnerung bleiben. In tiefer Trauer, im Namen aller Angehörigen: Karl Tromnau, Bad Oldesloe, Holstein, Mühlenstraße 12. Bad Oldesloe, im Juni 1955

Nur Arbeit war Dein Leben, Du dachtest nie an Dich. Nur für die Deinen streben, hieltst Du für Deine Pflicht. Am 21. Juni 1955 entschlief ganz plötzlich in Düsseldorf, wo sie auf Besuch weilte, unsere so sehr geliebte, bis zum letzten Atemzuge treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Omi, Luise Siebert, geb. Päslack, früher: Kl.-Gallingen, im Alter von 75 Jahren. Es trauern um sie ihre Kinder: Anna, Grete, Gustav, Elise, Erna, Minna, Hermann, Paul, Fritz. 3 Schwiegertöchter, 2 Schwiegersöhne, 17 Enkelkinder und alle Verwandten. Bremerhaven, Friedrich-Ebert-Straße 27

Plötzlich und unerwartet verschied nach kurzer, schwerer Krankheit, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Omi, Frau Berta Gutzeit, geb. Kornberger. Gut Seekshof, Kreis Wehlau, Ostpreußen. In tiefer Trauer: Werner und Ursula Hoffmann, geb. Gutzeit mit Tochter Silke Marikka. Lina Thiede, als treue Hausgenossin. München 13, Ansbacher Straße 5, Telefon 37 20 10, am 6. Juni 1955



Re: [OWP] LEBEHNKE UND SCHNEIDEMÜHL

Date: 2014/06/13 00:55:12
From: Hans-Jürgen Wolf <info(a)westpreussen.de>

Am 12.06.2014 16:48, schrieb Efhensel(a)aol.com:

...
sind die evang. KB von Lebehnke und Schneidemühl, verloren, oder liegen Sie
  irgendwo?

Ich brauche vor allem die Zeit vor 1820.
...

Lieber Eckhard Hensel,

da sieht es nach meinem Kenntnisstand leider sehr dunkel aus. Siehe für Lebehnke

http://www.westpreussen.de/cms/ct/kirchenbuecher/quellen.php?ID=129

und für Schneidemühl

http://www.westpreussen.de/cms/ct/kirchenbuecher/quellen.php?ID=822


--
Mit den besten Grüßen aus Bremen

Hans-Jürgen Wolf
Hinweise zur Familienforschung in Westpreußen
http://www.westpreussen.de

[OWP] "Hufenschossprotokolle"

Date: 2014/06/13 11:26:11
From: juergenwedig <juergenwedig(a)yahoo.de>

Hallo Listenmitglieder,

Von 1716 -1719 wurden die "Hufenschossprotokolle" erstellt, die den "Hufenschoß" (vergleichbar mit der heutigen Grundsteuer) festlegen. 

Hat jemand etwas dazu oder kann mir sagen, wo ich dazu etwas finden kann? Mir geht es hierbei speziell um das Domainenamt Seeburg und dabei ganz besonders um den Ort Modlainen.

Vielen Dank im Voraus!

Viele Grüße

Jürgen (Wedig)

Re: [OWP] LEBEHNKE UND SCHNEIDEMÜHL

Date: 2014/06/13 11:26:51
From: Efhensel <Efhensel(a)aol.com>

 
Lieber Hans-Jürgen,
 
Danke.  Ich habe versucht die Suche nach Lebehnke auf der homepage von  
Westpreussen.de selber nachzuvollziehen, aber diese information in dem von dir  
geschickten link nicht finden können.
Wie muß ich da vorgehen?
 
viele Grüße,
Eckhard (Hensel)
 
 
 
In einer eMail vom 13.06.2014 00:55:22 Westeuropäische Sommerzeit schreibt  
info(a)westpreussen.de:

Am  12.06.2014 16:48, schrieb Efhensel(a)aol.com:

>...
> sind die  evang. KB von Lebehnke und Schneidemühl, verloren, oder liegen  
Sie
>   irgendwo?
>
> Ich brauche vor allem die  Zeit vor 1820.
>...

Lieber Eckhard Hensel,

da sieht es  nach meinem Kenntnisstand leider sehr dunkel aus. Siehe für  
Lebehnke

http://www.westpreussen.de/cms/ct/kirchenbuecher/quellen.php?ID=129

und  für  Schneidemühl

http://www.westpreussen.de/cms/ct/kirchenbuecher/quellen.php?ID=822


--  
Mit den besten Grüßen aus Bremen

Hans-Jürgen Wolf
Hinweise zur  Familienforschung in  Westpreußen
http://www.westpreussen.de



Re: [OWP] "Hufenschossprotokolle"

Date: 2014/06/13 12:22:41
From: Familie Gutowski Gertrud und Hans-Friedrich / Frieder <gufguge(a)t-online.de>

Hallo Jürgen,
die Spur verfolgen - im GSTA PK (Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kultuirbesitz) Berlin 
für das Amt Johannisburg jedenfalls 
Generalhufenschoßprotokolle Band 1-3,5 (1715-1719)
II.HA. Abt.1 Tit. 69 Amt Johannisburg Nr.1-8 1685-1720
Rep. 150 Innungen Nr. 121-123 (Schmiede 1713-1821)
Sie können anfragen, constanze.krause(a)gsta.spk-berlin.de
ob für Seeburg, Modlainen, vergleichbares vorhanden ist
Frieder Gutowski

Am 13.06.2014 um 11:26 schrieb <juergenwedig(a)yahoo.de> <juergenwedig(a)yahoo.de>:

> Hallo Listenmitglieder,
> 
> Von 1716 -1719 wurden die "Hufenschossprotokolle" erstellt, die den "Hufenschoß" (vergleichbar mit der heutigen Grundsteuer) festlegen. 
> 
> Hat jemand etwas dazu oder kann mir sagen, wo ich dazu etwas finden kann? Mir geht es hierbei speziell um das Domainenamt Seeburg und dabei ganz besonders um den Ort Modlainen.
> 
> Vielen Dank im Voraus!
> 
> Viele Grüße
> 
> Jürgen (Wedig)
> _______________________________________________
> OW-Preussen-L mailing list
> OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] Bobersberg Crossen

Date: 2014/06/13 13:14:41
From: Harald Wambach <h.wambach(a)arcor.de>

Liebe Listenmitglieder/innen
Hat jemand Zugang zur Brandenburg Liste und könnte das weiterleiten.
Ich suche das zuständige Archiv mit Mailadresse von :
Bobersdorf / Bobtowice Crossen 
Mit besten Grüßen Harald 

[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 28, Tei l 1

Date: 2014/06/13 14:25:39
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Seite 1  Mit Foto: Ilse Pässler, Gelsenkirchen. Die Marjellchen
Auf einem Bootssteg, nah zum Greifen,
sitzt hier ein rührend-nettes Paar:
Beate mit den weißen Schleifen,
und Helga mit dem Wuschelhaar.

Die beiden niedlichen Mariellchen,
die baden ihren großen Zeh,
und lauter kleine Wasser-Wellchen
verlaufen sich weithin im See.

Ein schönes Bild aus Kindertagen
 mit Sonnenglanz und Blütenduft,
Die Beiden warten mit Behagen,
dass Mutti sie zur Mahlzeit ruft.

So haben wir auch mal gesessen.
Die Welt war schön; wir waren jung.
O Heimat, du bleibst unvergessen
in seliger Erinnerung
F. M.

Seite 2   Rund 1300 Jahre Zuchthaus
haben neben acht Todesurteilen und achtzehn lebenslänglicher Zuchthausstrafen die Sowjetzonengerichte in den letzten sechs Monaten verhängt.

Seite 5 Drüben lag die Mandschurei. Landsmann Masuhr war im fernsten Asien, Arbeitssklaven, Tiger und Gold
Zweite Fortsetzung
Johannes Masuhr aus Klausmühlen bei Memel, vor wenigen Wochen aus sowjetischer Gefangenschaft in Sibirien zurückgekehrt, wurde im April 1947 in Heydekrug im Memelland zu zehn Jahren Straflager verurteilt. Er sollte ein Partisan gewesen sein. Als Verbrecher wurde der Sechzehnjährige in den östlichsten Teil Sibiriens, an die Grenze der Mandschurei gebracht. Dort arbeitete er als Holzfäller in den riesigen Urwäldern. Er lebte achteinhalb Jahre unter Angehörigen aller Völkerschaften Asiens. Seine Mutter und seine Schwester aber befinden sich immer noch in der Verbannung in Mittelsibirien. An den Ufern des Jennissei arbeiten sie in einem Sägewerk. Dies berichtet Johannes Masuhr:

Im Reich des sibirischen Tigers
Tief im Inneren des Urwaldes, wo kaum jemals ein Mensch hinkommt, ist das Reich des Tigers. Oft, wenn ich nachts im Walde am Feuer lag, hörte ich, wie er in der Ferne brüllte. Dann verstummten alle Tiere, die nachts im Walde auf Jagd gehen. Das Gebrüll kam näher. Es ging in ein Schnarchen und knurren über und schwieg endlich ganz. Ich wusste dann: jetzt ist der Tiger in der Nähe und streicht um das Feuer herum. Aber ich blieb ganz ruhig, denn ich wusste, dass ich sicher war, so lange das Feuer brannte, denn alle Tiger fürchten den hellen Lichtschein. Wenn ich dann am Tage aufbrach, fand ich oft in der Nähe meines Lagers die Spuren der großen Tigertatzen, doch es hat sieben Jahre gedauert, bis ich meinen ersten Tiger zu Gesicht bekam. Es wäre beinah mein letzter gewesen. Damals jagte ich mit einem Mongolen zusammen. Er war ein Tigerjäger und hatte schon mehrmals junge Tiger in Gruben lebendig gefangen und sie an den Zirkus verkauft. Wir streiften durch die Taiga. Plötzlich sagte mein Jagdgenosse: Hier ist eine Tigergegend, wir wollen ein paar Fallen anlegen, vielleicht haben wir Glück. Wir hoben drei tiefe Gruben aus, legten dünne Baumstämme darüber und bedeckten sie mit Lauf. Mein Kamerad hatte an den drei Stellen, wo wir die Fallen anlegten, Tigerwechsel ausgemacht. Wir haben dann in der Nähe, auf großen Bäumen versteckt, drei Tage gewartet. Nichts geschah. Wohl hörten wir in der Nacht immer ein paar Tiger brüllen, aber wir sahen keinen.

Den fangen wir lebendig!
Am Morgen des vierten Tages, die Sonne ging gerade auf, hörten wir aus der Richtung einer unserer Fallen ein furchtbares Gebrüll. Blitzschnell glitt der Mongole von seinem Baum herunter. Komm, rief er mir zu, wir haben einen Tiger! Ich folgte dem Mann. In der ersten Grube fanden wir nichts, aber als wir uns der zweiten näherten, sahen wir, dass das Laub über der Falle verschwunden war. Da ist er, flüsterte aufgeregt der Mongole. Mit schussbereiten Gewehren schlichen wir uns an die Grube heran. Nichts rührte sich. Jetzt standen wir am Rande des Loches. Ich sah, dass ein mächtiger Tiger darin saß, zum Grubenrand emporblickte und wütend mit dem Schweif die Flanken peitschte. Ich wollte schießen, doch mein Kamerad schlug mir das Gewehr aus der Hand und sagte: Nicht schießen, den fangen wir lebendig! Wir gingen in den Wald und suchten uns einen dünnen Baum aus, den hieben wir um und schlugen die Äste ab. Pass mal auf, sagte der Mongole, du nimmst den Pfahl und stößt damit nach dem Tiger im Loch. Wenn er springt, werde ich versuchen, ihm das Netz über den Kopf zu werden. Er nahm aus seinem Gepäck ein großes Netz von starken Stricken, ich packte den Pfahl. Der Tiger sprang ruhelos in seinem Gefängnis umher und versuchte, den Rand der Grube zu erreichen. Doch das Loch war zu tief. Ich stieß ihm den Pfahl immer wieder in die Seite. Er schlug mit den Pranken danach, zeigte die dolchartigen Zähne und stieß ein grollendes Knurren aus. Mein Freund versuchte, ihm das Netz über den Kopf zu werfen. Doch es gelang ihm nicht. Plötzlich hatte der Tiger meinen Pfahl mit beiden Vorderpranken erwischt. Ich verlor das Gleichgewicht und stürzte in die Grube.

In letzter Sekunde gerettet
Das geschah so plötzlich, dass auch der Tiger erschrak. Ängstlich drückte er sich an die Grubenwand. Doch dann stieß er ein böses Knurren aus und duckte sich. Ich schloss die Augen und erwartete den Sprung der Bestie. Ich war wie gelähmt. Plötzlich fielen zwei Schüsse. Als ich die Augen aufmachte, lag der Tiger vor meinen Füßen und zuckte nur noch ein wenig. Mein mongolischer Jagdfreund hatte im letzten Augenblick geschossen. Schade um das Tier, meinte er und lächelte dabei. Der Zirkus hätte bestimmt dreitausend Rubel für das Söhnchen gezahlt.
Das Fell habe ich heute noch. Aber von der Tigerjagd hatte ich genug.
Soweit die Erzählungen des alten Kosaken. Wer ihn sah, glaubte ihm seine Berichte. Er war am ganzen Körper mit Narben bedeckt. Das Tigerfell, mit dem Kopf daran, brachte er einmal mit zur Arbeit und zeigte es mir. Ich hatte in Ostpreußen schon manchmal Tiger im Zirkus gesehen, doch die kamen aus Indien oder von den Malaiischen Inseln. Dieser sibirische Tiger jedoch war viel größer als die Tiere im deutschen Zirkus. Sein Fell war lang und zottig und sehr hell in der Zeichnung. Grässlich aber war das Maul mit den langen Dolchzähnen, die weit über die Ober- und Unterlippe hinausragten. Ich konnte verstehen, dass der alte Kosak nie mehr auf Tigerjagd gehen wollte.

Die Mutter schreibt
Im Jahre 1948 erhielt ich im Lager in Chabarowsk die erste Post von meiner Mutter. Sie schrieb mir aus Petrellen einen langen Brief. Als ich den Brief bekam, hatte ich Heimweh. Die Mutter teilte mir mit, dass es ihr gut ginge. Was sollte sie schließlich auch anderes schreiben? Sie wusste ja, dass in Russland die Post von der Zensurbehörde geöffnet und gelesen wird. Meine Schwester, die zwölf Jahre alt war, als ich verhaftet wurde, war jetzt bei der Arbeit auf dem Felde die einzige Hilfe meiner Mutter. Auch die übrigen Hausbewohner in Petrellen, meine Tante Urte Naujokat, ihre Tochter Herta und die Großmutter, waren noch am Leben. Neu war, dass die Frauen jetzt mit ihren landwirtschaftlichen Produkten nach Heydekrug auf den Markt fahren durften. Das war 1946 noch verboten gewesen. Wir machen uns viel Sorgen um Dich, schrieb meine Mutter. Noch nie haben wir von Dir Post bekommen, schreibe doch, wie es Dir geht und ob wir Dir nicht ein Paket schicken können. Doch ich durfte ja nicht schreiben, da die Mutter nicht in Russland lebte. Es war schon verwunderlich, dass man ihren Brief durchgelassen hatte. Es wird Dich auch interessieren, zu hören, was aus unserem Bürgermeister und seiner Frau geworden ist, stand weiter in Mutters Brief. Den hat man eines Morgens erhängt im Walde gefunden. Neben dem Baum, an dem er hing, lag seine Frau. Sie war erschlagen. Bis heute weiß man noch nicht, wer das getan hat. Es war schon bald, nachdem Du fortgegangen warst. Mehr durfte die Mutter nicht schreiben, aber ich konnte mir auch so einen Vers auf die wenigen Zeilen machen. Dieser Bürgermeister Starkuttis hatte viele Deutsche und Litauer denunziert. Er hatte auch mich bei der MWD angezeigt. Ihm verdankte ich es, dass ich an der Grenze der Mandschurei in einem Straflager war. Jetzt hatte auch ihn sein Schicksal ereilt. Nun hatten wohl Partisanen für die Denunziation ihrer Kameraden an Starkuttis grausame Rache genommen.

Flucht in die Mandschurei?
Meine beiden Lagerfreunde, der Litauer Vyskopaitis und der Japaner Ushumato, die mit mir in einer Brigade arbeiteten, ich erzählte schon von ihnen, hatten einen Plan gefasst. Mir war aufgefallen, dass sie sich von den anderen Gefangenen fernhielten. Sie schützen immer die Arbeit vor, wenn ich sie nach dem Grunde ihres Verhaltens fragte. Ich arbeitete zu der Zeit bei einer anderen Gruppe im Walde. Eines Abends kam Vyskopaitis zu mir. Höre Johannes, flüsterte er, wir haben einen Plan. Ushumato war als Soldat in der Mandschurei. Er kennt Land und Leute und spricht auch die Sprache. Er hat schon dreimal versucht zu fliehen. Aber damals war er immer allein. Diesmal muss es gelingen. Wir gehen türmen. Du kannst mitkommen. Ich ließ ihn meine Überraschung nicht merken. Komm morgen zu unserer Gruppe, raunte der Litauer, bei der Arbeit können wir unauffällig über alles sprechen. Am anderen Morgen trat ich mit der Gruppe an, zu der Vyskopaitis und Ushumato gehörten. Bei der Arbeit erzählten die beiden mir, wie sie sich die Flucht dachten. Sie wollten in die Taiga fliehen und sich durch die Mandschurei nach Korea durchschlagen. Von Korea aus kommen wir immer mit einem Schiff nach Japan, meinte Ushumato. Wenn wir erst aus der Taiga heraus sind, dann ist die Flucht gelungen, denn in Mandschukuo und Korea kenne ich mich aus. In der Taiga aber brauchen wir Dich, Johannes, sagte Vyskopaitis. Du hast Dich oft mit dem kosakischen Trapper unterhalten und weißt doch wie man sich im Urwald zu verhalten hat. Wir werden auch nicht unbewaffnet sein. Ich sagte, dass ich gern mitmachen würde. Lieber in der Taiga tausend Gefahren bestehen, als im russischen Lager langsam verrecken. Wir setzten den Tag der Flucht fest.

Der Skorbut kam dazwischen
Doch es wurde nichts mit der Flucht. Zwei Tage nach dem Gespräch mit meinen beiden Freunden hatte ich morgens plötzlich hohes Fieber. Schon vorher waren meine Vorderzähne lose gewesen. Das Zahnfleisch blutete ständig im munde. Jetzt war eingetreten, wovon mir alte Häftlinge immer wieder erzählt hatten: Ich hatte Skorbut! Zwar hatten sich die Russen im Lager bemüht, etwas gegen diese Mangelkrankheit zu tun. Jeden Morgen vor dem Abdrücken mussten wir alle einen Löffel Slanik einnehmen. Das ist eine bittersüße Medizin, die aus Tannennadeln hergestellt wird. Doch die Medizin wirkte nur in den seltensten Fällen. Nach ein paar Tagen waren alle meine Vorderzähne in Ober- und Unterkiefer ausgefallen. Ich hatte starke Schmerzen und das Fieber ließ nicht nach. Man brachte mich im Lazarett des Lagers unter. Dort bekam ich Vitaminspritzen. Erst nach drei Wochen war ich wieder arbeitsfähig. Meine Freunde aber hatten die Flucht verschoben. Als ich in die Baracke zurückkehrte, freuten sie sich sehr. Und neue Pläne wurden geschmiedet. Fortsetzung folgt.

Seite 5 Unerwartet heimgekehrt. Die Angehörigen waren seit 1947 ohne Nachricht Selbst Unbeteiligte kämpften mit ihren Tränen, als sich auf einem Bahnsteig des Hauptbahnhofes Bremen drei Menschen in den Armen lagen, und eine verhärmte, abgemagerte Frau stammelte: Was machen meine Kinder?

Der Leidensweg der 36jährigen Frau Elisabeth Sachse, geborene Christahl, begann im Januar 1945 in Labiau. Bis 1947 sahen sich Frau Sachse und ihre Schwägerin, die Frau ihres Bruders Hans Christahl, wenigstens noch in den sowjetischen Lagern um Tilsit und Insterburg. Dann verlor sich die Spur von Elisabeth Sachse. Acht Jahre hindurch blieb sie verschollen. Erst ein Telegramm, das plötzlich in das Haus Dillenerstraße 81 in Bremen-Blumenthal schneite, brachte die Gewissheit: Elisabeth lebt! Tags darauf erfolgte das Wiedersehen zwischen drei Menschen, die sich gegenseitig für tot gehalten hatten.

Zu allem Leid, das diese ostpreußische Frau erdulden musste, kommt der Verlust ihres Mannes Horst Sachse, der seit 1942 vermisst wird; zuletzt schrieb er aus dem Kampfgebiet um Leningrad. Auch das Schicksal eines der beiden Kinder dieser schwer geprüften Frau ist bis heute noch nicht geklärt worden.

Als die sowjetische Welle Ostpreußen überflutete, pressten die Russen in Labiau die beiden Frauen Elisabeth Sachse und ihre Schwägerin in Arbeitskolonnen. 1947 trennten sich ihre Wege: während Elisabeth in ein Lager an der Eismeerküste um Workuta verschleppt wurde, durfte die Schwägerin 1948 nach Westdeutschland reisen. Sie fand ihren aus der Kriegsgefangenschaft entlassenen Mann Hans Christahl in Bremen-Blumenthal.

Die Frage, wohin Elisabeth hingekommen sein mochte, quälte das Ehepaar sehr. Es richtete mehrfach Anfragen an die Suchstellen des Deutschen Roten Kreuzes. Umsonst! Und doch hatten diese Briefe einen Zweck, wie es sich jetzt herausstellt. Ohne Kenntnis der Bremer Anschrift des Landsmanns Hans Christahl hätte die Leitung des Heimkehrerlagers Friedland Frau Elisabeth Sachse keine Auskunft über ihre Verwandten geben können.

Es gibt noch viele Deutsche in den Lagern am Eismeer, so berichtet Frau Elisabeth Sachse stockend. Vor anderthalb Jahren beantrage sie die Ausreisegenehmigung. Siebenhundert Rubel hatte sie sich als Arbeiterin im Lager abgespart. Diese Summe reichte für die Fahrkarte bis Friedland aus. Alle, alle haben inzwischen die Ausreisegenehmigung beantragt, erzählte Frau Sachse von den zurückgebliebenen Deutschen.
Ernst Grunwald.

Seite 6   Braunsberg, Suchanzeigen
Andreas Reimann, geb. 16.12.1899, zuletzt Braunsberg, jetzt in Pinneberg/Holstein, Rübekamp 19, wohnhaft, suchte seine Tochter Anneliese Reimann, geboren am 20. April 1920 in Braunsberg.

Eine Ostpreußin ist im Besitz eines Sparbuches für das bei der Vertreibung minderjährige Kind Christel Kuhn, aus Braunsberg (Geburtsjahr etwa 1933 – 1939), Wer weiß etwas über das Schicksal oder den Aufenthalt der Christel Kuhn.

Seite 6   Pogegen
Gesucht werden die Straßenmeister Masuhr, aus Pogegen; Paulat, aus Piktupönen und Obermeister Jagst, Roter Krug Mikieten.

Seite 6   Tilsit-Ragnit
Gesucht werden aus:
Quellgründen: Familie Franz Steppat. Franz Steppat war zuletzt beim Volkssturm. Frau Ella Steppat, geb. Bublies, wurde aus dem Kreise Braunsberg verschleppt.

Ragnit: Franz Nickeleit, geb. 1898, und Frau Emma, geb. Dudszus, geb. 1903, Hindenburgstraße 35;
Arbeiter Volkmann und Frau, geb. Reckert

Schillen: Frau Auguste Banse, Witwe des Viehhändlers Franz Banse;
Frau Martha Räder, geb. Schmidtke

Ostfelde: Fritz Manzau, geb. 28.02.1911 in Ostfelde.

Wer weiß etwas über Gustav Reichard, geb. 07.05.1903 in Kullminnen, Melker, verheiratet mit Martha, geb. Preuss. Längere Zeit tätig gewesen bei Kraupischken; seinen Bruder Erwin Reichard, geb. 01.01.1913 in Kleginnen. Er war seit 1938 beim Heeresdienst; deren Schwester Frieda Kledtke, geb. Reichard, geb. 05.10.1916 in Tusseinen. Letzter Wohnort Budwethen.

Seite 6   Ebenrode (Stallupönen)
Gesucht werden:
Straßenwärter Fritz Rinhardt und Familie aus Göritten.
Helene Rettig, wohnhaft gewesen bei Frau Theophiel in Stadtfelde.
Gustav Kaminski, Kattenau
Kameraden der Vet.-Komp. 1 (1 Ostpr. Inf.-Div.) von Matschenz, Bergisch-Gladbach, Hauptstraße 152

Seite 6   Rößel
Gesucht werden:
Anton Erdmann und seine Frau Auguste Erdmann, geb. Kroh, aus Freudenberg.
Familie Otto Lerbs, Bischofstein.
Schneidermeister Ernst Nieswand, Rößel.
Familie Arthur Broschinski, Bischofsburg

Seite 6   Ein Ehrentag unserer Geschichte
Etwa 35 Jahre rechnet man für eine Generation. Die Männer und Frauen, die heute dieses Alter erreicht haben, wurden zu einer Zeit geboren, in der eine für Ostpreußen hochbedeutsame Entscheidung fiel. Mit friedlichen Mitteln errang das Deutschtum des Ostens einen seiner schönsten Siege. Am 11. Juli 1920 bezeugten 97,8 Prozent der Abstimmungsberechtigten im südlichen Ostpreußen ihre unwandelbare Treue zu Deutschland; nur 2,2 Prozent stimmten für eine Angliederung an Polen. Damals konnte sich noch der echte Volkswille äußern. Von Flensburg bis zum Bodensee sammelten sich die Abstimmungsberechtigten, die aus den elf bedrohten ostpreußischen Kreisen stammten, aufgerufen durch die Gefahr, die ihrem Geburtslande drohte. Sie scheuten die Strapazen der Reise in jenen schlimmen Jahren der Inflation nach dem Ersten Weltkriege nicht. Überaus herzlich wurden sie von den Landsleuten in der Heimat aufgenommen. Ein einheitlicher Geist vereinte alle in Masuren, in Teilen des Oberlandes und Ermlandes. Wer Zeuge dieser Tage war, wird sie nie vergessen. Aber weit wichtiger ist es, dass die heranwachsende Jugend das Ergebnis der Abstimmung von 1920 nicht vergisst.

Was dann später 1945 mit Ostpreußen geschah, gehört zu den traurigsten Verirrungen menschlichen Machtwahns. Die Missachtung einer ganz eindeutigen Meinungsäußerung, die Vertreibung der Deutschen, der Diebstahl ihres Eigentums und der unverbrämte Raub allen deutschen Landes forderten menschliches und göttliches Recht heraus. Wahrer Frieden in Europa wird erst dann herrschen, wenn sich die Einsicht überall durchsetzt, dass das begangene Unrecht wieder beseitigt werden und dass den Ostdeutschen ihre Heimat wiedergegeben werden muss. Die am 11. Juli 1920 gefällte Entscheidung, die unter alliierter Besetzung erfolgte, ist auch heute noch bindend. Es gibt keine Verjährung des Raubes, unabdingbar ist das Wort: DIES LAND BLEIBT DEUTSCH:



Re: [OWP] Bobersberg Crossen

Date: 2014/06/13 14:27:46
From: Henry Lange <henry.lange(a)berlin.de>


Hallo Harald,

ich nehme an, du meinst BOBERSBERG, jetzt Bobrowice.
Dazu gibt es Kirchenunterlagen hier:

http://baza.archiwa.gov.pl/sezam/pradziad.php?l=pl&mode=showopis&id=49043&miejscowosc=bobersberg


Bobersdorf / Bobtowice Crossen


Gruss aus Berlin,
Henry (Lange)

Re: [OWP] Benötige Lesehilfe/KB Braunsberg Tote 1710

Date: 2014/06/13 14:34:17
From: Carsten Wagner <wagner242536(a)web.de>

Hallo Bettina,
ich lese Spilledwabler. (vergleiche auch das w mit dem w in Witwe, eine Zeile höher und auch eine Zeile tiefer)

Meine Vermutung zur Bedeutung ist, dass dies die damalige ortsübliche (niederdeutsche?) Bezeichnung für einen Reepschläger sein könnte.

Die Warbel (um 1700 sicherlich auch beliebig ohne r geschrieben) war das hervorstechende unter den Werkzeugen der Reepschläger, mit denen das Tauwerk geschlagen wurde. Die Warbel wurde sogar in den Zunftwappen geführt. Auch Spills (Spindeln) kamen zum Einsatz, zum einen bei der Herstellung der Fäden, aus denen das Tauwerk gefertigt wurde, und zum anderen beim Strecken des Tauwerks.

Was meine Vermutung außerdem stützt, ist die Lage Braunsbergs am Meer, wo natürlich Reepschläger für die Ausrüstung der Schiffe benötigt wurden.

Wie gesagt, gesichert ist das nicht. Vielleicht haben aber auch noch andere aus ihrem Wissensschatz etwas beizutragen.

Viele Grüße
Carsten (Wagner)

Am 12.06.2014 11:01, schrieb b-mueller-koeln(a)t-online.de:
Hallo,
ich benötige Lesehilfe und zwar handelt es sich um das dritte Wort (Beruf?) in der zweiten Zeite,
"Der alte ??? schlecht" (schlecht bezieht sich auf den Kondukt = gratis):
http://workupload.com/file/QmyUEP7X
Zum Vergleich habe ich noch weitere Zeilen eingescannt.
Danke und Gruß,
Bettina Müller


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http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Date: 2014/06/13 19:35:00
From: jocoma <jocoma(a)gmx.net>

Hallo in die Runde,
ich bin auf der Suche nach 2 Ortsangaben. So richtig fündig bin ich nicht geworden per google. Der Ort hat denke zumindest zum  Ermland gehört, ggf. um Allenstein.  Groß  Prezesdezenk
Zu welchem Ksp. zählte dieser wegen dem Versuch KB zu finden.
Der Kreis Na/ossen gehörte zu Posen, oder gab es diesen auch im Ermland?  In den Verlustlisten des 1.WK fand ich den Eintrag zu einem Viktor Kischelnitzki aus dem Kreis Nassen.  Andere Angaben zum FN  aber  bisher vorwiegend in Ramsau und Groß Bartelsdorf.
Vielleicht ist auch ein Sucher schon mal über den FN gestolpert. Ein Viktor Kischelnitzki ist „mein Toter“ Punkt. Leider kann ich nicht dessen Herkunft finden um etwas zusammen zu fügen.
Seine Kinder sind zwischen  1916-1929 geboren.  Wenn der Gefundene aus der Liste zutreffend war, muss es eine weitere Ehe gegeben haben da  diese dem Jahr 1915 gelten.
Alle Anfragen an verschiedene Stellen ergaben nur negative Auskunft zum erkennen des Herkunftsortes.
Würde mich über jeden Hinweis freuen.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende, Cornelia

Re: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Date: 2014/06/13 20:00:09
From: Gerald Pautz <gerald.pautz(a)hotmail.de>

Hallo,
Groß  Prezesdezenk wurde am 3. Oktober 1900 in Groß Dankheim umbenannt.
Gehört zum Kreis Ortelsburg
Gruß
Gerald
-----Ursprüngliche Nachricht----- From: jocoma(a)gmx.net
Sent: Friday, June 13, 2014 7:35 PM
To: Ow Preussen L
Subject: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Hallo in die Runde,
ich bin auf der Suche nach 2 Ortsangaben. So richtig fündig bin ich nicht geworden per google. Der Ort hat denke zumindest zum Ermland gehört, ggf. um Allenstein. Groß Prezesdezenk
Zu welchem Ksp. zählte dieser wegen dem Versuch KB zu finden.
Der Kreis Na/ossen gehörte zu Posen, oder gab es diesen auch im Ermland? In den Verlustlisten des 1.WK fand ich den Eintrag zu einem Viktor Kischelnitzki aus dem Kreis Nassen. Andere Angaben zum FN aber bisher vorwiegend in Ramsau und Groß Bartelsdorf. Vielleicht ist auch ein Sucher schon mal über den FN gestolpert. Ein Viktor Kischelnitzki ist „mein Toter“ Punkt. Leider kann ich nicht dessen Herkunft finden um etwas zusammen zu fügen. Seine Kinder sind zwischen 1916-1929 geboren. Wenn der Gefundene aus der Liste zutreffend war, muss es eine weitere Ehe gegeben haben da diese dem Jahr 1915 gelten. Alle Anfragen an verschiedene Stellen ergaben nur negative Auskunft zum erkennen des Herkunftsortes.
Würde mich über jeden Hinweis freuen.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende, Cornelia
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Re: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Date: 2014/06/13 20:05:01
From: Gerald Pautz <gerald.pautz(a)hotmail.de>

Im Ermland gibt es keinen Kreis Nassen, nur einen Ort Nassen http://wiki-de.genealogy.net/GOV:NASSENKO03KT.


-----Ursprüngliche Nachricht----- From: jocoma(a)gmx.net
Sent: Friday, June 13, 2014 7:35 PM
To: Ow Preussen L
Subject: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Hallo in die Runde,
ich bin auf der Suche nach 2 Ortsangaben. So richtig fündig bin ich nicht geworden per google. Der Ort hat denke zumindest zum Ermland gehört, ggf. um Allenstein. Groß Prezesdezenk
Zu welchem Ksp. zählte dieser wegen dem Versuch KB zu finden.
Der Kreis Na/ossen gehörte zu Posen, oder gab es diesen auch im Ermland? In den Verlustlisten des 1.WK fand ich den Eintrag zu einem Viktor Kischelnitzki aus dem Kreis Nassen. Andere Angaben zum FN aber bisher vorwiegend in Ramsau und Groß Bartelsdorf. Vielleicht ist auch ein Sucher schon mal über den FN gestolpert. Ein Viktor Kischelnitzki ist „mein Toter“ Punkt. Leider kann ich nicht dessen Herkunft finden um etwas zusammen zu fügen. Seine Kinder sind zwischen 1916-1929 geboren. Wenn der Gefundene aus der Liste zutreffend war, muss es eine weitere Ehe gegeben haben da diese dem Jahr 1915 gelten. Alle Anfragen an verschiedene Stellen ergaben nur negative Auskunft zum erkennen des Herkunftsortes.
Würde mich über jeden Hinweis freuen.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende, Cornelia
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Re: [OWP] LEBEHNKE UND SCHNEIDEMÜHL

Date: 2014/06/13 20:22:22
From: Hans-Jürgen Wolf <info(a)westpreussen.de>

Am 13.06.2014 11:20, schrieb Efhensel(a)aol.com:

...
Ich habe versucht die Suche nach Lebehnke auf der homepage von
Westpreussen.de selber nachzuvollziehen, aber diese information in dem von dir
geschickten link nicht finden können.
Wie muß ich da vorgehen?
...

Unter

http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis.php

Lebehnke

eingeben und den Suchlauf starten. Dann die [Details] zu Lebehnke anklicken und auf der dann zur Anzeige kommenden Seite den Links unter Evangelische Kirche folgen.

Diese Gebrauchsanweisung gilt für alle Orte in Westpreußen gleichermaßen und funktioniert natürlich auch für die Standesämter und/oder die katholischen Gemeinden.


--
Mit den besten Grüßen aus Bremen

Hans-Jürgen Wolf
Hinweise zur Familienforschung in Westpreußen
http://www.westpreussen.de

[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 28, Tei l 2

Date: 2014/06/13 21:59:36
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>


Seite 6   In Friedland eingetroffen
Im Juni sind aus russischer Internierung folgende ostpreußische Landsleute als Einzelreisende im Grenzdurchgangslager Friedland bei Göttingen eingetroffen und in ihre neuen Wohnorte im Bundesgebiet weitergeleitet worden.

Gertraud Broscheit, geb. Klaus, geb. 30.07.1911, aus Liskaschaaken, Samland, Wohnort im Jahre 1939.
Gertrud Eggert, geb. 05.12.1907, aus Gr. Dirschkeim, Samland.
Edith Haupt, geb. 10.02.1932, aus Tilsit-Stadtheide
Dorothea Janz, geb. 27.03.1927, aus Königsberg
Christel Kahnert, geb. Müller, geb. 30.04.1913, aus Friedland, Kreis Bartenstein
Gertrud Kahnert, geb. Lötzke, geb. 18.03.1907, aus Allenau, Kreis Bartenstein
Hans Kimm, geb. 25.03.1931, aus Dittlacken, Kreis Insterburg
Erich Klein, geb. 20.11.1904, aus Königsberg
Minna Kompa, geb. 21.07.1896, aus Biothen
Liesbeth Kursim, geb. 08.06.1908, aus Königsberg, Luisen-Allee
Günter Kurschus, geb. 10.04.1927, aus Memel, Tilsiter Straße
Elsa Krause, geb. 09.07.1925, aus Tranßsau, Samland, mit Sohn Hans, geb. 02.04.1955
Rudi Lange, geb. 16.06.1929, aus Mehlauken, Kreis Labiau
Herta Nehmke, geb. 18.05.1912, aus Königsberg
Gerhard Nehmke, geb. 29.06.1932, aus Königsberg
Albert Pohl, geb. 22.08.1900, aus Gr.-Galbuhnen, Kreis Rastenburg
Margarete Rautenberg, geb. 21.06.1912, aus Mensgut, Kreis Ortelsburg
Luzia Rombusch, geb. 31.10.1914, aus Poweyen, Samland
Elisabeth Sachse, geb. 08.04.1919, aus Labiau
Käte Samariter, geb. 28.08.1912, aus Königsberg
Rudi Sulies, geb. 24.09.1929, aus Gr.-Schönau, Kreis Gerdauen
Elfriede Sulies, geb. 11.02.1928, aus Gr. Schönau, Kreis Gerdauen
Heinz Schoel, geb. 01.04.1932, aus Baum, Kreis Labiau
Anna Tobies, geb. 14.09.1924, aus Possindern, Samland
Erna Tobias, geb. 07.07.1935, aus Possindern, Samland
Charlotte Uschkamp, geb. 16.07.1905, aus Königsberg
Christa Wichert, geb. 14.08.1928, aus Pomauden, Kreis Wehlau
Helene Wicht, geb. 14.05.1889, aus Ober-Alkehnen-Königsberg
Max Woska, geb. 12.10.1899, aus Tilsit

Seite 7   Ortelsburg
Im Monat Juli begehen zwei treue Mitarbeiter der Kreisgemeinschaft Ortelsburg, Ernst Breyer, Bauunternehmer und Obermeister, jetzt (24) Grönwohld-Trittau, Kreis Stormarn und Richard Borchert, Hauptlehrer, Ortelsburg, jetzt Paderborn, Husener Straße 8, ihren 70. Geburtstag. Wir gratulieren unseren beiden Landsleuten zu ihrem Ehrentage und wünschen ihnen weiterhin von Herzen Gesundheit und Schaffenskraft. Ich darf auf das Ostpreußenblatt vom 28.05.1955, Seite 24, und die dortige Ausführungen unter Schleswig-Holstein und unter Unsere Toten, Frau Ems von Groddeck hinweisen. Am 5. Juni 1955, ist uns unser Mitarbeiter Kaufmann Emil Leskien, Ortelsburg, jetzt Frankfurt-Süd, durch den Tod entrissen worden. Wir sprechen seiner Gattin und seinen Angehörigen unsere tiefempfundene Anteilnahme aus.

Seite 7   Lötzen
Den Teilnehmern des Treffens in Frankfurt teilen wir mit, dass Briefe zurückkamen, weil die im folgenden angegebenen Anschriften nicht stimmten: Hermine Frohwerk; Gerda Zollenkopf; A. Kloß; Gerhard Matheika; Kurt Puck und Artur Baumann

Seite 7   Für Todeserklärungen
Hermann Adam Wenzlawski, geb. 06.08.1878, Landwirt aus Hansburg, Kreis Neidenburg, ist Ende Januar 1945 bettlägerig auf seinem Hof in Hansburg zurückgeblieben. Wer kann Auskunft über sein weiteres Schicksal geben? Seine Ehefrau Frieda Wenzlawski, geb. Kalwitzki, geb. 18.11.1880, wurde im Februar 1945 auf der Flucht verwundet und starb drei Wochen später an den Folgen dieser Verwundung. Es werden Augenzeugen gesucht, die ihren Tod bestätigen können.

Wilhelm Olbricht, geb. 01.07.1858, Landwirt, aus Grammen, Kreis Ortelsburg, soll im Jahre 1935 oder 1936 dort verstorben sein. Seine Ehefrau Wilhelmine Olbricht, geb. Rutkowski, geb. etwa 162, sowie die Tochter Ida Olbricht, geb. etwa 1892, sind in Grammen an Hungertyphus verstorben. Der Sohn Wilhelm Olbricht, geb. etwa 1896, soll in Königsberg verstorben sein. Die Tochter Emilie Heyduck, geb. Olbricht, geb. 1894, verstarb am 26.05.1955 in Allenstein und wurde dort am 30.05.1955 beerdigt. Es werden Landsleute gesucht, die den Tod der Obengenannten bestätigen können.

Seite 7   Kamerad, ich rufe dich!
In Soest veranstaltete die 217./249. I.D. ein Treffen von ehemaligen Divisionsangehörigen. Oberstleutnant d. R. a. D. Engelhardt sprach über den Werdegang der Division, die sich aus dem Grenzschutz zur aktiven Truppe entwickelte. Er erinnerte daran, dass in vielen, harten und verlustreichen Kämpfen Treue, Opferbereitschaft und Kameradschaft der Soldaten der Division ihre Probe bestanden hätten. Im Auftrage des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung hieß Stadtoberinspektor Hilse die ehemaligen Soldaten in der westfälischen Stadt willkommen. Als Vertreter des Roten Kreuzes sprach Oberst a. D. Bendelar über die Verpflichtung aller ehemaligen Soldaten, den Suchdienst zu unterstützen. Er teilte am Ende des Treffens mit, dass 53 Kameradenschicksale geklärt werden konnten. Am Sonntag legten die ehemaligen Divisionsangehörigen auf dem Ehrenfriedhof der Stadt Soest Kränze nieder. Kamerad Engelhardt fand herzliche Worte des Gedenkens an die Gefallenen der ostpreußischen Division.

Gesucht wird Walter Neumann, 1944/1945 Stabszahlmeister auf dem Übungsplatz Trandum (Norwegen), Berufssoldat, geboren etwa 1910, früher in Insterburg oder Tilsti wohnhaft.

Seite 8 Mit seinem Hund nach Kanada geflogen. Der 91jährige Blindenführhund-Lehrer aus Ostpreußen Kürzlich flog der aus Ostpreußen stammende, sehr rüstige 91jährige, Vater der Blinden, Franz Wittmann, nach Kanada. Er führt dort auf Einladung mit seinem Hund, Astor, eine Vortragsreihe durch. In dem nachstehenden Beitrag wird die Leistung dieses Landsmannes, der in Unna, Westfale, wohnt, gewürdigt.

Franz Wittmann wurde am 11. Dezember 1863 in Gr.-Daguthelen, Kreis Pillkallen, geboren. Er lernte sowohl das Schreiner- wie das Zimmermanns- und Maurerhandwerk. In Berlin besuchte er Fachschulen und er bestand das Examen als Bauingenieur. Von 1898 bis 1929 war er innerhalb der Eisenbahndirektion Essen im Dienst der Reichsbahn, zuletzt als Bahnmeister und Bahningenieur, tätig. Zwei seiner Töchter leben noch; seine Frau und eine Tochter sind verstorben.

Nach seiner Lebensweise befragt, erklärte der erstaunlich widerstandsfähige alte Herr: Seit über siebzig Jahren keinen Alkohol, keine Zigarre, keine Zigarette, kein Fleisch und kein tierisches Fett. Foto: Franz Wittmann und sein zuverlässiger Rottweiler-Blindenführhund, Astor, den er nach Kanada mitnahm.
Täglich um 5.30 Uhr beginnt für mich das Tagewerk.
Seit 1904 befasst er sich mit der Ausbildung von Hunden. 1914 meldete er sich freiwillig, und er wurde im Frontabschnitt am Priesterwald eingesetzt. Die von ihm ausgebildeten Sanitätshunde retteten vielen Verwundeten das Leben. Wegen einer Kriegsdienstbeschädigung mit einer Erwerbsminderung von 40 Prozent wurde er 1916 entlassen; auf die Zahlung einer Rente verzichtete er. Foto: Einer von Wittmans Sanitätshunden im Ersten Weltkrieg bei einer Sprungübung im Priesterwald. Franz Wittmann, der zuerst Polizeihunde angelernt hatte, übernahm 1926 im Auftrage des Landesfürsorgeverbandes Westfalen die Betreuung von Blinden mit Führhunden, und er widmete sich ganz der Ausbildung dieser Hunde. Ihm fehlten zu jener Zeit noch alle Erfahrungen. Auf Grund seiner Beobachtungen verfasste er eine Broschüre, Befehlsworte für den Blinden und seinen Führhund, die bis heute gültig ist. Die nach diesen Richtsätzen ausgebildeten Hunde arbeiten und führen so zuverlässig, dass mir noch immer aus allen Teilen der Bundesrepublik private Aufträge zugehen. Besonders gerne übernehme ich die Ausbildung von Rottweilern, Riesenschnauzern, Airedales-Boxer, Schäferhunde und Dobermänner dürfen nicht, zu scharf, noch überzüchtet sein, um gute Blindenführhunde zu werden. Für geschickte und gut veranlagte Tiere genügen acht Wochen Ausbildung; weniger gut veranlagte Tiere brauchen ein halbes Jahr.

Tell, fuhr auch ohne Herrchen
Gerne erzählt Franz Wittmann von den Hunden, die er ausbildete, es sind annähernd zweitausend. Zwei von diesen Geschichten seien hier herausgegriffen, weil sie für die Klugheit und Treue dieser besten Begleiter des Menschen zeugen:

1904 schenkte mir ein Getreidehändler in Walsrode einen Dobermann, der Tell hieß. Es war das dollste Stück von Hund, das mir je unter die Augen gekommen ist. Hatt ich ihn einmal verloren, so fuhr Tell im Packwagen die ganze Strecke ab, um mich zu suchen. Er schien nicht nur alle Bahnhöfe, sondern sogar den Fahrplan zu kennen. Auf jeden Fall fand er immer wieder zu mir zurück.

Die schönste Tat eines Führhundes, die ich kenne, vollbrachte eine Schäferhund in Kamen, im Kreise Unna. Sein blinder Herr war auf die Straßenbahnschienen gestürzt. Mit hoher Geschwindigkeit näherte sich ein Straßenbahnzug. Bevor sich die Beherztesten der vor Schreck gelähmten Passanten gefasst hatten und zu Hilfe eilen konnten, schleifte der treue Hund seinen Herrn, an der einzig geeigneten Stelle, den Mantelkragen, packend, aus der Gefahr heraus und zerrte ihn auf den Bürgersteig.

Viele Ehren wurden Franz Wittmann für seine mühevolle und uneigennützige Tätigkeit zuteil. Die Blinden, denen er zum Helfer wurde, verehren ihn in Liebe und Dankbarkeit. Im Juli 1954 verlieh ihm der Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz am Bande. Vor seinem Flug nach Kanada äußerte Franz Wittmann, er hoffe, durch eine gute Tat eine Brücke vom deutschen zum kanadischen Volk schlagen zu können und somit einen Beitrag zur allseitigen ersehnten und notwendigen Völkerverständigung zu leisten.

Seite 8   Der heutige Zustand der Forsten im Quellgebiet der Alle
Die Waldungen südlich von Allenstein sind in ihren wertvollsten Teilen vernichtet worden. Dies ist aus Berichten über den Zustand der Reviere innerhalb der früheren Forstämter Kudippen, Allenstein, Landskerofen, Ramuck, Corpellen, Purden und Ortelsburg zu entnehmen. Alle deutschen Forstbeamten, soweit sie nicht bei der Wehrmacht waren, oder nicht rechtzeitig flüchten konnten, sind umgebracht oder verschleppt worden. Zunächst wurde von den Polen der Einschlag wohl in normalen Grenzen festgesetzt, und zum Teil legten sie Kulturen nach dem bewährten Vorbild der deutschen Förster an. Doch einige Jahre später wurde ein Raubbau angeordnet; das Holz wurde angeblich zum Aufbau von Warschau gebraucht. Schäden durch Nonnenfraß und Käfer, infolge des zu lange lagernden Holzes, machten sich bemerkbar. 1947/1948 sind durch die Nonnen sämtliche Fichten in Kudippen und Purden vernichtet worden, und die Kiefern wurden stark befressen. Es mangelt an Arbeitskräften und an Fuhrwerken, um das geschlagene Holz wegzubringen, denn Pferde sind knapp.

Die Höhe der Einschläge ist nicht mit Sicherheit zu ermitteln. Man kann annehmen, dass acht Jahre hindurch das Dreifache des normalen Einschlages gehauen wurde; in den bahnnahen Waldungen mehr, in den abgelegenen Wäldern weniger.

In der Nacht vom 16. zum 17. Januar 1955 verursachte ein gewaltiger Schneesturm in den gelichteten Wäldern riesigen Schaden. Es ist sicher, dass in einzelnen Forstämtern in jener Nacht 50 000 bis 60 000 Festmeter gefallen sind. Diese Zahlen gelten für je ein Forstamt. Wertvolle Kiefernbestände dürften nur noch in Forstbezirken stehen, die weit von der Eisenbahn entfernt sind. Das begehrte Kiefernschneideholz wurde nämlich auch exportiert. Kulturen sind angelegt worden; es ist aber nicht bekannt, in welchem Umfang.

Zerstörte Förstereien
Die polnischen Forstbeamten, die in die leeren Häuser einrückten, und die sorgsam gepflegten Kiefernschneideholzbestände und die hervorragende Kulturen betrachteten, mögen sich alles ganz anders vorgestellt haben, als es schließlich gekommen ist. Auch in privater Hinsicht! Auf den Forstmeisterstellen mit 25 bis 35 Hektar Wirtschaftsland, auf denen früher zehn bis zu achtzehn Kühe standen, werden heute durchschnittlich nur noch ein bis zwei Kühe und ein Pferd gehalten. Äcker und Wiesen sind völlig verwildert. Die Waldarbeiter setzen lediglich Kartoffeln für den Hausbedarf. Die polnischen Forstbeamten, die zunächst Landwirtschaft treiben wollten, haben diese Absicht infolge der hohen Steuern und der immer stärker einsetzenden Bolschewisierung aufgegeben, und es geht den Waldarbeitern und Holzrückern um nichts besser. Fanden die polnischen Forstbeamten in den Häusern noch Möbel vor, was nur selten der Fall war, weil die meisten Häuser ausgeplündert waren, so mussten sie diese vom polnischen Staat kaufen. Die meisten Forstdienstgehöfte wurden beim Eindringen der Russen durch Feuer, weniger durch Beschuss, zerstört. In manchen der im Anfang dieses Berichtes genannten Forstämter sind bis zu 70 von Hundert der Forstgehöfte zerstört worden. Die Forstmeistergehöfte sind, in den Forstbezirken Allenstein und Corpellen wohl alle, in Ramuck teilweise niedergebrannt.

Rotwild hat wieder zugenommen
Der Wildbestand wurde zunächst stark gelichtet, weil die sowjetischen Soldaten alles niederschossen, was ihnen vor die Gewehre kam. Das Rotwild hat sich inzwischen wieder erholt und es wurden einzelne starke Hirsche mit bis zu neun Kilogramm Geweihgewicht erlegt. Wer sie erlegte, ist unbekannt; die Revierverwalter sollen nur einen Hirsch frei haben. Der Bestand an Schwarzwild ist vermutlich stärker als früher. Rehe dagegen sind außerordentlich rar geworden, woran die Wölfe schuld sind. Die Wolfsplage macht sich besonders im Kreise Neidenburg bemerkbar, aber auch in den Forstämtern Ramuck, Purden und Landskerofen treiben sich Wölfe herum. Vielfach ist ihnen Vieh zum Opfer gefallen, und es wurden sogar Überfälle auf Menschen gemeldet. Das Ergebnis der Hasenjagden soll kümmerlich sein. Die Jagd wird im allgemeinen durch die, geheime Polizei, ausgeübt. Oft haben die polnischen Forstbeamten gar keine Waffen, meist nur diejenigen, die in der Partei sind.

Alle Berichte stimmen darin überein, dass die Waldungen im Vergleich zu der zeit vor 1945 nicht mehr wiederzuerkennen sind. Die Landflächen im Walde sind verwahrlost, Äcker bleiben unbestellt, die Gräben werden nicht geöffnet, Zäune und Entwässerungsanlagen sind verfallen. Würde man jetzt die Waldungen wiedersehen, die wir einst mit Bewunderung durchwanderten, so würde Trauer den Wanderer befallen. Ein in Jahrhunderten aufgebautes und von Fachleuten gepflegtes Volksgut, denn als solches muss man ja den Wald betrachten, wurde in wenigen Jahren vernichtet.

Seite 9   Mittsommernächte in Masuren. Von Wilhelm Matull
Oft in diesen Tagen und Wochen der hochsommerlichen Mitte des Jahres wandern meine Gedanken in die ostpreußische Heimat zurück, und in der Erinnerung an sonnendurchflutete Kindheits- und Ferientage tauchen im Bewusstsein Erlebnisse auf, die um die masurische Landschaft kreisen.

Zu meinen frühesten Eindrücken zählt ein Besuch der Großeltern im Angerburgischen, der noch in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg fiel. Vom Bahnhof der Kreisstadt wurde ich mit dem Zweispänner abgeholt, und entlang der Chaussee nach Stgeinort mit prachtvollen Ausblicken auf den Mauersee ging es durch den weiten Besitz des Grafen Lehndorff nach Rosengarten. Immer wieder erhebt sich vor meinen Augen die achteckige Patronatskirche und das etwas altersschwache Schulhaus; ich besinne mich auf Namen wie Lalla, Meisterknecht und Przyborowski, die Gefährten früher Jugenspiele waren. Foto: Lustige Spielgefährten. Dieses Bild wurde auf der dreihundert Morgen großen, mit herrlichem Mischwald bestandenen Insel Upalten aufgenommen. Wie ein weg gesunkener Traum erscheinen mir heute jene Bootsfahrten zu den versteckten Buchten und lauschigen Plätzchen des Schwenzait- und Mauersees, die Besuche der von uralten Bäumen umstandenen Insel Upalten, die Spazierritte über wellige Hügel nach Guja, das später durch Walter von Sandens Vogelbeobachtungen und schriftstellerischen Verdichtungen seinen besonderen Klang erhalten sollten. Im großelterlichen Hause lebten noch aberhundert Geschichten und Anekdoten vom alten Masuren und seinen Originalen, wozu die Fahrenheids in Beynuhnen, der alte Graf Lehndorff, der Angerburger Musiklehrer Fehr, Komponist von Dewischeits, Wild flutet der See, und der Herausgeber des Boten am Mauersee, Priddat, gehörten.

Wilde Jagd der Hütejungen
Aus der Fülle solcher bereits zwischen Phantasie und Wirklichkeit vagabundierender Eindrücke ist mir ein Erlebnis haften geblieben, das nahezu romantische Formen angenommen hat. Einmal hatten wir nämlich die Erlaubnis erhalten, nachts die auf den Wiesen zum Bleichen ausgelegte Wäsche zu bewachen. Es war eine sternenübersäte Mittsommernacht. Die Fluren rochen nach Reife und Sattheit, eine wohltuende Stille lag über den verdunkelten Feldern, wie eine unsichtbare Decke hüllte die Nacht alle Gegenstände ein, nur ein paar Bäume und Sträucher steckten gespenstisch ihre Äste und Zweige aus. In die zu solcher ungewohnten Stunde ohnehin doppelt erregbare kindliche Phantasie fiel dann bestürzend eine wilde Jagd, die Hütejungens mit ihren Pferden veranstalteten, die sie in unserer Nachbarschaft zu betreuen hatten. Klappern von Hufen, jauchzende Aufschreie, unentwegtes Peitschengeknall, dazwischen warnende Hornrufe eines aufgestörten Nachtwächters, alles das verdichtete sich zu einer Romanze, die noch lange unsere Gemüter beschäftigte. Diese Szene ist in mir immer erneut wach geworden, wenn ich Carl Bulckes, Reise nach Italien, las, die in Wirklichkeit eine großartige Fahrt in das Masuren der Jahrzehnte vor unserem Jahrhundert war.

Wieder einmal war es eine Mittsommernacht, als ich von diesem der heutigen Sicht zauberisch-unberührt erscheinenden Masuren der Vorweltkriegszeit Abschied nahm. In die Sommerferien 1915 fiel jene Ferienreise, die unmittelbar nach dem Russeneinfall in das Lehrerhaus von Sobiechen führte. Nach stundenlanger, oft unterbrochener Fahrt vorbei an entstellten Fluren, zerschossenen Dörfern und zerstörten Bahnhöfen langte ich spät abends in Angerburg an. Großvater wartete schon mit dem Fuhrwerk, und nun ging es im leichten Schuckeltrab viele Kilometer auf Launingker Chaussee dahin. Wohlig warm war die Nacht. Hoch wölbten sich über mir die alten Bäume der Landstraße, deren Wipfel ineinander zu greifen schienen. Myriaden von Sternen funkelten und Leuchtkäfer schwirrten um unser Gefährt. Großvater saß auf dem Kutscherbock, ich träumte im Plafond des Wagens. Von Zeit zu Zeit erspähte ich auf dem Sommerweg genannten helleren Teil der Straße kleine Hügel mit einem Holzkreuz und einem Helm darauf. Das waren die ersten Soldatengräber. Wie anders sah mein gewohntes Ferienidyll am anderen Morgen aus! Ruinen, leer gebrannte Fensterhöhlen, verwüstete Zimmer ---- Aus der Ferne drang oft das dumpfe Grollen der Schlachten herüber; die Sinne wurden bald hellwach und die Träume der Kinderzeit versanken.

Mit frohem Lied nach Sybba
Als ich das nächste Mal in dieser masurischen Landschaft weilte, war es schon Nachkriegszeit. Wir waren eine vielköpfige Wandergruppe, Reichsmünzensammler, nannte uns mein Vater, weil wir Essen und Nachtquartier durch Singen erwarben, die von Angerburg nach Lyck zog. Diesmal ging es auf der anderen Seeseite über Possessern, Kruglanken nach Lötzen und von dort über Arys in die Johannisburger Heide. In so mancher Gutsscheune haben wir genächtigt, an manchem fremden, doch bald gastlichen Tisch Platz gefunden, mit frohem Lied Abschied genommen, in der Glut des Tages den Staub der sandigen Wege verwünscht und an der Kühle der Wälder und Seen erquickt. Im Hertha- und im Tartarensee haben wir gebadet, von der Bunelkahöhe mit ihrem Ehrenfriedhof in eine gottgesegnete Landschaft gespäht und schließlich mit hunderten gleichaltriger junger Menschen in der Aula des Lehrerseminars Lyck Wanderweisen und Volkslieder gesungen. Es war die Nachblüte der Jugendbewegungsepoche. Nachts zogen wir dann zu unseren Quartieren nach Sybba, und einer unter uns wusste spannend von den eigenwilligen Gestalten dieser Grenzgegend zu erzählen, die uns die Brüder Skowronnek in ihren Schmugglergeschichten und Romanen bewahrt haben.

Nächtliches Schauspiel bei Jägerhöhe
Eine italienische Nacht am deutschen Lido, so lautete eine vielversprechende Einladung, die mich Ende der zwanziger Jahre vom Redaktionssessel in Königsberg nach Angerburg entführte. Damals amtierten dort zwei Männer, die viel zur Hebung des Ansehens und zur Fremdenverkehrswerbung in ihrem Wirkungskreis beigetragen haben: Bürgermeister Laudon und der damalige Landrat Ellinghaus, der später als Regierungsvizepräsident nach Gumbinnen berufen wurde und heute Richter beim 1. Senat des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe ist. Foto: Erfrischendes Bad am Löwentinsee. Aufnahme: Rimmeck (3) Im Schloßhotel gab es zur Begrüßung einen zünftigen Bärenfang, zum Mittagessen selbstverständlich Maränen. Dann traten wir die Wanderung zu einem der herrlichsten Plätzchen Masurens an. Ich meine den Heldenfriedhof am Schwenzaitsee mit seinen 360 deutschen und 233 russischen Gräbern. Hoch ragte sein Mahnmal über die hügelige Landschaft hinaus, und weithin spähte ein staunender Blick über den unabsehbaren Spiegel der silbrigen Wasserfläche. Nach solcher besinnlicher Einkehr machten wir dann Station im Waldhaus Jägerhöhe. Als die Nacht hereingebrochen war, eine einzigartige ostpreußische Mittsommernacht, erlebten wir ein unvergessliches Schauspiel. Rings um die Seeufer wurden Sonnenwendfeuer entzündet, Scheinwerferstrahlen durchdrangen das nächtliche Dunkel der Wasserfläche und erhaschten dabei Segelboote, die dort kreuzten. Dazu die Farbtupfen bunter Lichterketten um Park und Anlegestelle und die sorglose Heiterkeit frohgemut plaudernder und scherzender Menschen, ach, es war ein herrlich-beschwingtes Bild! Man konnte für Augenblicke glauben, man weile in Gefilden südlicher Sehnsucht, so zauberhaft konnte sich unsere ostpreußische Heimat darbieten! Zum letzten Male habe ich diese masurische Landschaft im Zweiten Weltkrieg wiedergesehen. Ernste Sorgen und böse Ahnungen bildeten den Hintergrund für mein Abschiednehmen. Viele Bekannte hatte die Pflicht in einen weit entfernten Einsatz berufen, in Ausflugstätten und Gutshöfen waren Hauptquartiere und Stäbe einlogiert, der Gutsherr von Steinort war den Ereignissen des 20. Juli zum Opfer gefallen. Allein für mich wanderte ich zum sagenumwobenen Konopkenberg oder kletterte in der Nachbarschaft des durch einen Umbau zum Gerichtsgebäude verunstalteten Angerburger Ordensschlosses in ein Boot und vertraute mich den Einsamkeiten des Schwenzaitsees an. War es ein Zufall, dass mich wehmütige Gedanken überkamen? Auf diesen Seen hatten schon meine Vorfahren gerudert und gefischt, hier hatten wir so manche Wettfahrt ausgetragen und in frostklirrenden Wintertagen die Eissegelregatta erlebt.
Foto: Am Schwenzaitsee bei Jägerhöhe. Aufnahme: Betzler
Das Wetter wollte und wollte nicht sommerlich beständig werden. Auf drückend schwüle Tage folgten anhaltende Regengüsse. Einmal schien doch die Wendung zu kommen, mit aller Kraft brütete die Sonne, die Kornähren streckten sich, roter Mohn und das Blau der Kornblumen durchwirkten die Felder. Spät abends noch suchte ich Erholung auf dem See.

Hatte ich nun das ständige Wetterleuchten am Horizont nicht ernst genommen oder das warnende Murren des Donners nicht richtig eingeschätzt, auf einmal war ich mitten drin im Ausbruch des entfesselten Elements. Zwar entfloh ich unter Aufbietung der äußersten Kräfte in eine Bucht, aber den Aufruhr der zürnenden Natur musste ich in einer Heftigkeit sondergleichen miterleben. Der Feuerschein grell zuckender Blitze riss nicht ab, jäh losbrechende Sturmböen rissen mein Boot immer wieder aus seiner Verankerung, herabstürzende Regenfluten hatten mich längst bis auf die Haut durchnässt. Dennoch genoss ich voller Bewunderung die außergewöhnlichen Verhandlungen des Landschaftsbildes.

Was war aus dem so vertrauten lockend ruhigen masurischen See geworden. Eine hoch gepeitschte Gischt mit weißen Wellenkämmen, die sich wütend mit kurzen Brechern auf das Ufer warf und Schilf und Binsen umriss. Zuzeiten war es, als ob die Erde bebte und die menschliche Kreatur mit ihr.

Werden wir jemals Natur in solchem Urzustand, werden wir je Mittsommernächte voller Geheimnisse und Rätsel in unserer Heimat miterleben? Walter von Sanden erzählte mir neulich, dass polnische Naturschutzpfleger wenigstens über der Einmaligkeit seines Vogelparadieses wachten. Wer sitzt heut sonst an unseren Wiesenrainen und Seeufern? Haben die Urkräfte der natur von einer nicht genügend behüteten Kulturlandschaft schon Besitz genommen oder zieht die Furche eines fremden Pfluges durch die Ackerkrumen? Wir wissen es nicht genau, aber wessen wir bei jedem Atemzug gewiss sind, ist, dass wir ungeachtet allen notwendigen Umdenkens in der Verbannung Mittsommernächte wie in Masuren als unauslöschlichen Bestandteil unseres Erlebens und des untilgbaren Anspruches auf unsere Heimat im Gedächtnis behalten werden. Landschaft und Menschen wuchsen zu einem zukunftsträchtigen Symbol. Foto: Mummelblätter und Röhricht im Uferwasser einer abgelegenen Bucht des Mauersees. Der Fischer steuert auf die Einfuhrschneise im Schilf zu.

Seite 10   Uhleflucht
Wenn die Dämmerung die hereinbrechende Nacht verkündet, wagen sich die Eulen aus ihrem Tagesversteck. Die Zeit nach Sonnenuntergang, in der die Arbeit vor dem Lichtanstecken ruht, nannte man in Ostpreußen: die Uhleflucht. De goahne opp de Uhleflucht, hieß es von einem Paar, das in der Dämmerung ausging. Von einem Kind, das früh schläfrig wurde, sagte man: He ist en de Uhleflucht gebore


Re: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen - Nassen, Ksp. B ischofsburg, Kr. Rößel

Date: 2014/06/13 22:02:19
From: Andreas Meininger <a.meininger(a)freenet.de>

Hallo Cornelia,

nach "Die katholischen Kirchspiele des Hochstift Ermland mit den eingepfarrt Ortschaft (Stand: 1944):
Bischofsburg, Kr. Rößel - mit Bredinken, Bukowagurra (Buchenberg), Groß Parleese, Groß Wolka (Großwolken), Kattreinen, Kramarka (Krammen), Labuch, Lipowo (Lindenhorst), Nassen, Neudims, Paudling, Raschung, Ridbach, Rochlack, Sadlowo (1930 in die Stadt eingemeindet), Schönbruch, Striowen (Stockhausen), Zabrodzin (Schöndorf) sowie dem 1907 abgezweigten Stanislewo 
(Sternsee) und dem 1938 abgezweigten Wengoyen.

Gruß Andreas

[OWP] Namensliste: Amtsträger der Altstadt Braun sberg 1712/13

Date: 2014/06/14 09:55:33
From: b-mueller-koeln(a)t-online.de <b-mueller-koeln(a)t-online.de>

Hallo,
ich habe eine Liste mit 60 Namen und Funktionen eingestellt, ihr findet sie hier:
http://www.ahnen-gesucht.de/Members/Bettina/namenslisten-zum-kreis-braunsberg-ermland/amtstraeger-der-altstadt-braunsberg
Viele Grüße,
Bettina


[OWP] Anzeige in OTZ 11.06.2014

Date: 2014/06/14 09:57:44
From: Michael Richter <kleinekaffee(a)yahoo.com>

Bitte an die entsprechende Liste weiterleiten.

Gott, der Herr über Leben und Tod, rief in den Abendstunden des Pfingstmontages seine treue Dienerin 

Frau Luzia Hoffmann geb. Hoherz

*16.12.1920 in Krummwohlau (Schlesien) 
+ 09.06.2014 in Neustadt a. d. Orla

in sein himmlisches Reich.

In Liebe und Dankbarkeit

Arthur und Jutta Hoffmann 
..............


Komplette Anzeige gerne als Foto 
auf bilateralen Weg.

Schönes Wochenende

Michael (Richter)
Von meinem iPhone gesendet

[OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Date: 2014/06/14 13:15:33
From: Gerald Pautz <gerald.pautz(a)hotmail.de>


Hallo
Im Archiwum Panstwowe w Olsztynie (Allenstein) sind die Standesamtsunterlagen von Willenberg und Willenberg Land digitalisiert. http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/szukaj.php
Groß  Prezesdezenk  gehörte zum Standesamt Willenberg oder Willenberg Land.
Auf der Seite findest du in der dritten Zeile Nazwa oryginalna = Ursprünglicher Name, da sind alle Standesämter gelistet.
Gruß
Gerald
-----Ursprüngliche Nachricht----- From: Gerald Pautz
Sent: Friday, June 13, 2014 8:00 PM
To: OW-Preussen-L
Subject: Re: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Hallo,
Groß  Prezesdezenk wurde am 3. Oktober 1900 in Groß Dankheim umbenannt.
Gehört zum Kreis Ortelsburg
Gruß
Gerald
-----Ursprüngliche Nachricht----- From: jocoma(a)gmx.net
Sent: Friday, June 13, 2014 7:35 PM
To: Ow Preussen L
Subject: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Hallo in die Runde,
ich bin auf der Suche nach 2 Ortsangaben. So richtig fündig bin ich nicht
geworden per google. Der Ort hat denke zumindest zum  Ermland gehört, ggf.
um Allenstein.  Groß  Prezesdezenk
Zu welchem Ksp. zählte dieser wegen dem Versuch KB zu finden.
Der Kreis Na/ossen gehörte zu Posen, oder gab es diesen auch im Ermland?  In
den Verlustlisten des 1.WK fand ich den Eintrag zu einem Viktor
Kischelnitzki aus dem Kreis Nassen.  Andere Angaben zum FN  aber  bisher
vorwiegend in Ramsau und Groß Bartelsdorf.
Vielleicht ist auch ein Sucher schon mal über den FN gestolpert. Ein Viktor
Kischelnitzki ist „mein Toter“ Punkt. Leider kann ich nicht dessen Herkunft
finden um etwas zusammen zu fügen.
Seine Kinder sind zwischen  1916-1929 geboren.  Wenn der Gefundene aus der
Liste zutreffend war, muss es eine weitere Ehe gegeben haben da  diese dem
Jahr 1915 gelten.
Alle Anfragen an verschiedene Stellen ergaben nur negative Auskunft zum
erkennen des Herkunftsortes.
Würde mich über jeden Hinweis freuen.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende, Cornelia
_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

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Re: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Date: 2014/06/14 13:27:36
From: Bernhard Ostrzinski <bernhardostrzinski(a)web.de>

Vielleicht hilft es!
Gruß
Bernhard

Kischelnitzki  Maria  Kutzburg  (Kucbork)  †  1882 / 18 
 Kischelnitzky  Maria  Kutzburg  (Kucbork)  ∗  1880 / 209  

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net [mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] Im Auftrag von Gerald Pautz
Gesendet: Samstag, 14. Juni 2014 13:16
An: OW-Preussen-L; jocoma(a)gmx.net
Betreff: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen


Hallo
Im Archiwum Panstwowe w Olsztynie  (Allenstein) sind die Standesamtsunterlagen von Willenberg und Willenberg Land digitalisiert. 
http://olsztyn.ap.gov.pl/baza/szukaj.php
Groß  Prezesdezenk  gehörte zum Standesamt Willenberg oder Willenberg Land.
Auf der Seite findest du in der dritten Zeile Nazwa oryginalna  = Ursprünglicher Name, da sind alle Standesämter gelistet.
Gruß
Gerald
-----Ursprüngliche Nachricht-----
From: Gerald Pautz
Sent: Friday, June 13, 2014 8:00 PM
To: OW-Preussen-L
Subject: Re: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Hallo,
Groß  Prezesdezenk wurde am 3. Oktober 1900 in Groß Dankheim umbenannt.
Gehört zum Kreis Ortelsburg
Gruß
Gerald
-----Ursprüngliche Nachricht-----
From: jocoma(a)gmx.net
Sent: Friday, June 13, 2014 7:35 PM
To: Ow Preussen L
Subject: [OWP] Ortssuche in Ostpreußen

Hallo in die Runde,
ich bin auf der Suche nach 2 Ortsangaben. So richtig fündig bin ich nicht geworden per google. Der Ort hat denke zumindest zum  Ermland gehört, ggf.
um Allenstein.  Groß  Prezesdezenk
Zu welchem Ksp. zählte dieser wegen dem Versuch KB zu finden.
Der Kreis Na/ossen gehörte zu Posen, oder gab es diesen auch im Ermland?  In den Verlustlisten des 1.WK fand ich den Eintrag zu einem Viktor Kischelnitzki aus dem Kreis Nassen.  Andere Angaben zum FN  aber  bisher vorwiegend in Ramsau und Groß Bartelsdorf.
Vielleicht ist auch ein Sucher schon mal über den FN gestolpert. Ein Viktor Kischelnitzki ist „mein Toter“ Punkt. Leider kann ich nicht dessen Herkunft finden um etwas zusammen zu fügen.
Seine Kinder sind zwischen  1916-1929 geboren.  Wenn der Gefundene aus der Liste zutreffend war, muss es eine weitere Ehe gegeben haben da  diese dem Jahr 1915 gelten.
Alle Anfragen an verschiedene Stellen ergaben nur negative Auskunft zum erkennen des Herkunftsortes.
Würde mich über jeden Hinweis freuen.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende, Cornelia _______________________________________________
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[OWP] Fwd: Trauer um Norbert Dietrich LANGE, Geburtsort: Danzig

Date: 2014/06/14 13:32:42
From: Ellen Zirkwitz <Pumuckl-45(a)gmx.de>




-------- Original-Nachricht --------
Betreff: 	Trauer um Norbert Dietrich LANGE, Geburtsort: Danzig
Datum: 	Sat, 14 Jun 2014 08:26:58 +0200
Von: 	Hans-Albert Neumann <hans-a.neumann(a)t-online.de>
An: 	Ellen Zirkwitz <pumuckl-45(a)gmx.de>



Guten Tag liebe Ellen,
ich bitte Dich, diese Information an die OW-Preußen-Mailingliste weiter zu leiten.
  Dafür bedanke ich mich bereits jetzt.
  Ein schönes Wochenende wünscht
  Hans-Albert

  Sehr geehrte/r Forscher/in, liebe/r Listenleser/in,

  im Hamburger Abendblatt vom 14./15. Juni 2014 ist
  folgende Traueranzeige zu lesen:
  ____________________________________________________

  Norbert Dietrich Lange

  *  27. Juni 1940 in Danzig
  +    9. Juni 2014 in Heiligenhafen

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  Diese Anzeige ist online auf der Internet-Seite des Hamburger
  Abendblattes: http://trauer.abendblatt.de/ zu finden,
  wenn sie vom Kunden auch online gebucht wurde.

  Dort kann man die Trauer-Anzeigen der Zeitung durchsuchen,
  sie betrachten und ggf. herunterladen. Zeitraum: 6 Monate.

  Falls es weitere geeignete Listen und/oder Foren gibt, bitte
  ich um Weiterleitung dieser Information. Danke.
  Gruß aus Hamburg
Hans-Albert (Neumann), e-Mail <hans-a.neumann(a)t-online.de> <mailto:hans-a.neumann(a)t-online.de>

  auf der Suche nach den Familiennamen
  JAEGER, PORSCH, RAST / ROST und REEFKE
  in und um Preußisch Mark / Ksp. Liebwalde (Kreis Mohrungen)

[OWP] Gewerbeeintrag; Lesehilfe

Date: 2014/06/14 18:42:53
From: Ahnen Gaentzsch / Magazin <ahnen(a)gaentzsch.com>

Moin,

 

ich habe einen Auszug von einem Gewerbeeintrag und kann ihn nicht
vollständig lesen und bitte daher um Mithilfe, siehe Link

 

http://www.gaentzsch.com/downloads/ident/1813_Gewerbetreibende Celle.jpg
<http://www.gaentzsch.com/downloads/ident/1813_Gewerbetreibende%20Celle.jpg>


 

Die oberste Zeile der ersten drei Spalten = „Namen“

 

Die zweite Zeile, erste Spalte Nro= Nummero, zweite Spalte „der Kommune“,
dritte Spalte „der ???? pflichtigen“

 

Die vierte Spalte „Handel und Gewerbe desselben“

 

Dann der erste Eintrag mit „472.“, „Celle“, „Bartels“, darunter die Vornamen
„J???? ????“, danach das Gewerbe „????handel“

 

Wichtig sind die beiden Vornamen und das Gewerbe. Ansonsten hänge ich total
bei der Suche in den Kirchenbüchern. Und was für ?pflichtige sind das? Ich
lese zu Beginn „Patent“. Kann doch nicht sein, oder?

 

Ich nehme jeden Vorschlag zur Kenntnis. Danke vorab für eine Rückmeldung!

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Hans (Gaentzsch)

********************************************

Telefax:   +49-32-222479737

mailto:    ahnen(a)gaentzsch.com

URL:       www.gaentzsch.eu
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Re: [OWP] Gewerbeeintrag; Lesehilfe

Date: 2014/06/14 19:33:15
From: Peter Perrey <pcperrey(a)t-online.de>

Bartels, Juliane Maria

Mit freundlichen Grüßen
Rolf-Peter

Am 14.06.2014 18:43, schrieb Ahnen Gaentzsch / Magazin:
Moin,

ich habe einen Auszug von einem Gewerbeeintrag und kann ihn nicht
vollständig lesen und bitte daher um Mithilfe, siehe Link

http://www.gaentzsch.com/downloads/ident/1813_Gewerbetreibende Celle.jpg
<http://www.gaentzsch.com/downloads/ident/1813_Gewerbetreibende%20Celle.jpg>


Die oberste Zeile der ersten drei Spalten = „Namen“

Die zweite Zeile, erste Spalte Nro= Nummero, zweite Spalte „der Kommune“,
dritte Spalte „der ???? pflichtigen“

Die vierte Spalte „Handel und Gewerbe desselben“

Dann der erste Eintrag mit „472.“, „Celle“, „Bartels“, darunter die Vornamen
„J???? ????“, danach das Gewerbe „????handel“

Wichtig sind die beiden Vornamen und das Gewerbe. Ansonsten hänge ich total
bei der Suche in den Kirchenbüchern. Und was für ?pflichtige sind das? Ich
lese zu Beginn „Patent“. Kann doch nicht sein, oder?

Ich nehme jeden Vorschlag zur Kenntnis. Danke vorab für eine Rückmeldung!

Mit freundlichen Grüßen

Hans (Gaentzsch)

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OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


[OWP] Namensänderung. Aus Szillinski wurde Schil ling.

Date: 2014/06/14 19:42:40
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Aus dem Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 28


Gesucht werden Richard Schilling, (ehem. Szillinski), seine Ehefrau Else Schilling, geb. Kraft, sowie deren Tochter Margarete Dallof, geb. Szillinski, aus Christburg, Kreis Stuhm

[OWP] Fridel Grabbe, geb. Deppter, genannt Kiesewetter

Date: 2014/06/14 19:45:56
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 28

Gesucht wird Fridel Grabbe, geb. Deppter (genannt Kiesewetter), geb. 22.02.1919 in Königsberg. Sie war zuletzt bei der Ortskrankenkasse Königsberg beschäftig


Re: [OWP] Gewerbeeintrag; Lesehilfe

Date: 2014/06/14 19:51:04
From: Susanne Wischhöfer <newsuseinhamburg(a)hotmail.de>

Hallo Hans,

bei den Vornamen lesen ich "Juliane Marie"

Patensteuer kann sein, siehe folgenden Link

http://genwiki.genealogy.net/Patentsteuer

Als Gewerbe lese ich Heckenhandel, vielleicht ein Vorläufer von einer Baumschule. Ich habe den Begriff mal gegooglt, zumindest kamen Einträge.

Vielleicht hilft es Dir ja weiter.

Viel Glück und liebe Grüsse aus Hamburg

Susanne

> From: ahnen(a)gaentzsch.com
> To: OW-Preussen-L(a)genealogy.net
> Date: Sat, 14 Jun 2014 18:43:04 +0200
> Subject: [OWP] Gewerbeeintrag; Lesehilfe
> 
> Moin,
> 
>  
> 
> ich habe einen Auszug von einem Gewerbeeintrag und kann ihn nicht
> vollständig lesen und bitte daher um Mithilfe, siehe Link
> 
>  
> 
> http://www.gaentzsch.com/downloads/ident/1813_Gewerbetreibende Celle.jpg
> <http://www.gaentzsch.com/downloads/ident/1813_Gewerbetreibende%20Celle.jpg>
> 
> 
>  
> 
> Die oberste Zeile der ersten drei Spalten = „Namen“
> 
>  
> 
> Die zweite Zeile, erste Spalte Nro= Nummero, zweite Spalte „der Kommune“,
> dritte Spalte „der ???? pflichtigen“
> 
>  
> 
> Die vierte Spalte „Handel und Gewerbe desselben“
> 
>  
> 
> Dann der erste Eintrag mit „472.“, „Celle“, „Bartels“, darunter die Vornamen
> „J???? ????“, danach das Gewerbe „????handel“
> 
>  
> 
> Wichtig sind die beiden Vornamen und das Gewerbe. Ansonsten hänge ich total
> bei der Suche in den Kirchenbüchern. Und was für ?pflichtige sind das? Ich
> lese zu Beginn „Patent“. Kann doch nicht sein, oder?
> 
>  
> 
> Ich nehme jeden Vorschlag zur Kenntnis. Danke vorab für eine Rückmeldung!
> 
>  
> 
>  
> 
>  
> 
> Mit freundlichen Grüßen
> 
> Hans (Gaentzsch)
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[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 28, Tei l 3

Date: 2014/06/14 20:34:40
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>


Seite 11   Bestätigungen
Der Landsmann Konrad Rauch sucht Kameraden, die von 1937 bis 1939 Schüler auf dem heereslehrgut Nesselbeck bei Königsberg waren. Leiter des Lehrgutes war Dr. Thamme, Schüler Wilhelm Jeschke und Franz Waschull vom R.-R. 2, Angerburg, der 1939 ein Gut bei Königsberg gepachtet hatte. Wo befindet sich Unterwachtmeister oder Wachtmeister Fischer, R.-R. 2?

Wer kann bestätigen, dass Liesbeth Marklein, geb. am 29.01.1919 in Klein-Marwitz, Kreis Pr.-Holland, in der Zeit von 1936 bis ungefähr 1940 als landwirtschaftliche Hausarbeitsgehilfin auf Gut Bodeck bei Wiese, Kreis Pr.-Holland, tätig gewesen ist und für sie während dieser Zeit ordnungsmäßig Beiträge zur Invalidenversicherung abgeführt wurden?

Wer kann bestätigen, dass Ortwin Bahr, geb. am 26.07.1925, in der zeit von 1942 bis Dezember 1944 bei Bildhauermeister Albert Ziadek in Angerburg, Schlachthausstraße 5, in der Lehre gewesen ist?

Wer kann über die Person des Adam Juraska, geb. am 05.10.1878, in Lilischken, zuletzt wohnhaft gewesen in Memel, Festungsgraben 2, Angaben machen, die seine deutsche Staatsangehörigkeit bezeugen?

Gesucht werden Polizeibeamte, die den Landsmann Franz Potschka gekannt haben und bestätigen können, dass er im Mai 1920 in die Landespolizei in Memel eingetreten ist.

Es werden Landsleute gesucht, die Angaben über das beamtenrechtliche Verhältnis des früheren Gendarmerie-Hauptwachtmeisters Franz Surrey, geb. 29.07.1890 in Alt-Wartnburg, Kreis Allenstein, sowie seine Entlassung im Jahre 1933 und über die Höhe des Ruhegehalts machen können. Surrey war vom 01.11.1919 bis 14.11.1923 bei der Schutzpolizei in Allenstein und vom 15.11.1923 bis 30.09.1933 zuletzt als Gendarmerie-Hauptwachtmeister in Prostken, Kreis Lyck, angestellt. Am 01.10.1933 erfolgte seine Entlassung.

Wer kann bestätigen, dass Anna Wefers, geb. Gawehn, geb. am 28.11.1908 zu Schmalleningken, wohnhaft gewesen in Wischwill, Kreis Tilsit, von 1922 bis 1934 in verschiedenen Haushalten beschäftigt gewesen ist und während dieser Zeit ordnungsmäßig Invalidenmarken geklebt wurden?

Wer kann bestätigen, dass der Landsmann Paul Riemann, geb. am 23.07.1905, von 1923 bis 1925 als Maschinenarbeiter bei Gebr. Zollitsch, Mühlenhof Königsberg, von 1925 bis 1928 ebenfalls als Maschinenarbeiter bei Minkowski & Co., Königsberg, von 1933 bis 1935 als Hilfsarbeiter bei der Autobahn Königsberg, und von 1935 bis 1939 als Maschinenarbeiter bei Krages & Kriete, Königsberg, tätig gewesen ist? Wo befinden sich die früheren Arbeitskameraden Karl Gutzeit, Königsberg, Alter Graben. Ernst Kull, Königsberg, Sackheimer Gartenstraße 8. Otto Döwitz, Werkmeister, Mühlenhof. Fritz Brandt, Aufseher, Unterhaberberg?

In einer Rentensache wird die Bestätigung benötigt, dass Herta Lubbe, deren Vater Eduard Lubbe, in Kinderhof, Kreis Gerdauen, wohnhaft war, bis zu ihrem Tode dort selbst beschäftigt war?

Wer kann bestätigen, dass der Tischlermeister Gustav Grabowski von 1909 bis 1910 in Hohenstein bei Tischlermeister Maleska tätig gewesen ist, und von Oktober 1911 bis August 1914 in Ortelsburg in der Bautischlerei Großkopf? Arbeitskollegen waren August Banndrasch, Frank Liebe, Buchholz und Adolf Rohmann.

Wo befindet sich Schneider-Obermeister Wilhelm Grabowski aus Neidenburg?

Wer kann bestätigen, dass der Landsmann Johann Austinat, früher wohnhaft gewesen in Königsberg-Ratshof, Gerlachstrae 100 d, in der Zeit vom 01.10.1939 bis 20.05.1940 bei der Waggonfabrik L. Steinfurt, Königsberg, tätig gewesen ist?

Wer kann bestätigen, dass die Verkäuferin Ida Goldbaum, geb. am 29.04.1905, früher wohnhaft gewesen in Seeburg, Kreis Rößel, von Ende 1922 bis Ende 1923 in der Rathaus-Konditorei in Johannisburg von etwa 1930 bis 1933 bei der Firma Peter Müller, Kolonialwaren, Königsberg, Steindamm und von Ende 1933 bis 1935 bei der Textilfirma Stutzko in Königsberg, Fließstraße, tätig gewesen ist und für diese Zeit ordnungsgemäß Beiträge zur Invalidenversicherung abgeführt wurden?

Wer kann bestätigen, dass der frühere Architekt und Baumeister Woldemar Koehler, früher wohnhaft gewesen in Königsberg, Preyler Weg 2, in den letzten Jahren eine Rente von der Bauinnung Königsberg bezogen hat? Wer kann die Höhe der Rente angeben? Wo befindet sich der Obermeister der Bauinnung, Paul Lauffer?

Wer kann bestätigen, dass Ernst Köhle, geb. am 21.09.1916 in Rehnstall, Kreis Rastenburg, von 1931 bis 1934 bei dem Metzgermeister Paul Stoppe in Korschen, Kreis Rastenburg das Fleischerhandwerk erlernt hat und anschließend bei dem gleichen Metzgermeister als Geselle beschäftigt gewesen ist und für ihn während dieser Zeit ordnungsgemäß Beiträge zur Invalidenversicherung abgeführt wurden?

Wer kann über Wilhelmine Pliquett, geb. Grun, verw. Sabrowski, geb. am 03.05.1887, in Kiddeln, Kreis Ebenrode, für nachstehend aufgeführte Beschäftigungsverhältnisse Bestätigungen abgeben: 1903 – 1904 als landwirtschaftliche Hausangestellte bei Pfeifer, Kiddeln, Post Katenau, Kreis Ebenrode; 1904 – 1907 landwirtschaftliche Hausangestellte bei Lammhöfer, Krausen; 1907 – 1910 Torfstecherin Königl. Gut Krausen; 1910 – 1912 Hausangestellte bei Paulat, Kielakten, Bezirk Königsberg; 1912 – 1921 Torfstecherin Königl. Gut; 1925 bis 1928 Hausangestellte Gut Sudarien, Bezirk Ebenrode; 1928 – 1939 Landarbeiterin bei Schulz, Lindecken, Bezirk Schloßberg; 1939 – 1944 Putzfrau bei Terming, Schirwindt, Bezirk Schloßberg.

Seite 12   Wir gratulieren

Zum 91. Geburtstag
Am 7. Juli 1955, Frau Helene Lenertat, geb. Kassner, aus Frankenreuth, Kreis Pillkallen. Sie wohnt bei ihrer Tochter in der sowjetisch besetzten Zone und ist durch ihre Nichte Berta Walbruch, Berlin NW 87, Jagowstraße 15, zu erreichen.

Zum 90. Geburtstag
Am 24. Juni 1955, Frau Auguste Pelley aus Wisowatten, Kreis Lötzen, jetzt bei ihrem Sohn Johann in Volkmarsen, Bezirk Kassel. Bei der Vertreibung aus der Heimat ist die auch heute noch sehr rüstige Jubilarin den weiten Weg von Lötzen bis Pillau zu Fuß gegangen. Völlig erschöpft traf sie hier ein; sie war nicht mehr fähig, über die Treppe auf das Transportschiff zu gehen. Getrennt von ihren Angehörigen kam sie dann mit der Bahn nach Holstein. Hier erwarb sie sich ein Jahr lang ihren Lebensunterhalt durch Landarbeit. Aus einem Altersheim in Holstein wurde sie im Jahre 1949 von ihrem Sohn in sein inzwischen bezogenes Heim nach Volkmarsen geholt. Der Jubilarin wurden durch die landsmannschaftliche Gruppe und den BvD Volkmarsen mit herzlichen Glückwünschen Blumen und Geschenke überreicht. Der evangelische Gesangverein brachte ihr ein Ständchen.

Zum 89. Geburtstag
Am 29. Juni 1955, der Bäuerin Frau Werner, geb. Rudat, aus Liebenfelde, Kreis Labiau, jetzt in Stubbenberg bei Burg/Süderdithmarschen, Haus 14, bei Frau Elsa Wittern. Der noch sehr rüstigen Jubilarin, die auch in ihrer neuen Heimat geachtet und geschätzt wird und die nach den Worten lebt: Wer noch gebraucht wird, der ist nie allein, wurde von allen Bewohnern des Dörchens sehr herzlich gratuliert.

Zum 87. Geburtstag
Am 24. Juni 1955, der Witwe Maria Baltrusch, geb. Brozhel, aus Kuben, Kreis Tilsit, jetzt bei ihrer Tochter Emma Tiedemann in Neugnadenfeld, Kreis Grafschaft Bentheim

Zum 86. Geburtstag
Am 6. Juli 1955, dem Altbauern August Bacher aus Schieden, Kreis Schloßberg. Er lebt mit seinen Kindern in Engelade über Seesen/Harz.

Am 12. Juli 1955, Frau Friederike Schimmelpfennig, geb. Stadthaus, aus Königsberg, Tiepoltstraße 7, jetzt bei ihrer Tochter Helene Steinau, Minden/Westfalen, Königswall 35

Am 14. Juli 1955, der Fleischermeisterwitwe Anna Kessler aus Tilsit, Schmiedestraße 18, jetzt bei ihrer ältesten Tochter Gertrud Zielonka in Dannenfels, Pfalz

Zum 85. Geburtstag
Am 7. Juli 1955, Frau Johanne Klein aus Wehlau, jetzt in Wehdel, Kreis Wesermünde.

Am 11. Juli 1955, Frau Marie Hennig, geb. Schweichler, aus Allenburg, Kreis Wehlau, jetzt im Altersheim Kummerfeld, Kreis Pinneberg/Holstein.

Am 12. Juli 1955, Frau Berta Strogies aus Schönwalde bei Königsberg, jetzt in Dietz an der Lahn, Rosenstraße 38

Zum 81. Geburtstag
Am 9. Juli 1955, dem Gasthofbesitzer Oskar Treichel aus Heiligenbeil, später Königsberg, Gesellschaftshaus Tiergarten. Er lebt jetzt im Altersheim Gammertingen/Württemberg.

Am 14. Juli 1955, Landsmann Adolf Guth aus Groß-Hanswalde, jetzt bei seiner jüngsten Tochter Erna Schwan, Lüllau Nr. 8 über Buchholz, Kreis Harburg

Zum 80. Geburtstag
Am 2. Juli 1955, Frau Anna August, geb. Lehnert, aus Klohnen, Kreis Schloßberg, jetzt bei ihrer Schwester Frida Kerat, Essen, Oberschlesienstraße 28

Am 8. Juli 1955, dem Gutsbesitzer Otto Becker aus Inglau, Kreis Schloßberg, jetzt in Straßberg, Kreis Sigmaringen-Hohenzollern

Am 10. Juli 1955, dem Kriminalsekretär i. R. Friedrich Beutler aus Königsberg, jetzt mit seiner Ehefrau in Detmold, Klüterstraße 29

Am 11. Juli 1955, Frau Henriette Marx aus Pr.-Holland, Amtsfreiheit 2, jetzt bei ihrem Schwiegersohn, Kaufmann Gustav Espe, in Berlin-Wittenau, Plantanenweg 5

Am 16. Juli 1955, der Witwe Wilhelmine Grabowski, geb. Cirkel, aus Neidenburg, Kurzestraße 8, Inhaberin des ältesten Neidenburger Schuhgeschäftes. Sie wohnt bei ihrem jüngsten Sohn, Regierungsveterinärrat z. Wv., Tierarzt Dr. med. vet. Karl Grabowski, Langen, Kreis Wesermünde.

Am 17. Juli 1955, Frau Rosine Stoll, geb. Armeneit, aus Wehlau, seit 1891 in Königsberg, Kaiserstraße 48. Sie wohnt mit ihrem Ehemann in Pinneberg/Holstein, Bahnhofstraße 41

Am 22. Juli 1955, der Postbeamtenwitwe Antonie Hermann, geb. Ogda, aus Mohrungen, Lutherhaus, jetzt bei ihrer Tochter Helene Henkel in Bamberg, Pödeldorfer Straße 3

Zum 75. Geburtstag
Am 5. Juli 1955, der Witwe Auguste Groschowski, geb. Salomon, aus Mostolten, Kreis Lyck, jetzt bei ihrer jüngsten Tochter in Lensahn, Ostholstein, Stettiner Straße 15

Am 5. Juli 1955, dem Oberrottenmeister i. R. Gustav Grünheid aus Insterburg, Ludendorffstraße 12, jetzt in Oldenburg, Holstein, Hospitalstraße 1

Am 9. Juli 1955, dem Bauern Peter Keinert, aus Lindenau, Kreis Gerdauen, jetzt mit Frau und Tochter in Glinde bei Hamburg, Tannenweg 24

Am 10. Juli 1955, Frau Amalie Flick, geb. Meermeier, aus Königsberg, Unterhaberberg 26 a, jetzt in Rinteln, Markt 10

Am 11. Juli 1955, Frau Anna Sievers, geb. Correns, zuletzt in Pr.-Eylau. Sie lebt mit ihrem Ehemann, Oberstudienrat i. R. Sievers, in Celle, Bremer Weg 45

Am 11. Juli 1955, dem Magistratssekretär i. R. Carl Hoffmann aus Insterburg, Cecilienstraße 16, jetzt in Ratzeburg, Neue Heimat 5, bei seinem Sohn Ernst.

Am 14. Juli 1955, dem Bauern Hermann Laukant aus Tilsenau, Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt bei seiner ältesten Tochter Margarete Kormann in Hamburg-Bramfeld, Swartenhorst 11. Der Jubilar war viele Jahre in seinem Heimatort Bürgermeister und Amtsvorsteher des Bezirks Kindschen.

Am 14. Juli 1955, der Witwe Amalie Merker aus Waldfließ, Kreis Lötzen, jetzt bei ihrer Tochter in Mölln, Lauenburg, Auf den Dömmen 4

Am 30. Juni 1955, Frau Wilhelmine Nehrke, geb. Bendrich, aus Königsberg-Ponarth, Fichteplatz 32, jetzt bei ihrer Tochter in Baden-Baden, Weinbergstraße 62

Seite 12   Foto. Unbeugsam und fest verwurzelt
Mit freiem Volk auf freiem Grund zu stehen ---, ein Vergleich mit dem hohen Begehren des alten Faust kommt unwillkürlich dem Betrachter dieses Bildes in den Sinn, denn der hier dargestellte 93jährige Bauer Adam Hartwich war in seiner urwüchsigen und unerschütterlichen Art ein echter Vertreter freien, selbstbewussten Bauerntums. Man sieht ihn hier, wie er in der Begleitung seines getreuen WOLF bei der Viehherde nach dem Rechten sieht. Sein Hof lag in Jankowen (Wildenort) im Kreise Ortelsburg, etwa sechs Kilometer von Willenberg entfernt. In dieser Gemeinde gab es drei größere Bauerngehöfte mit zwei- bis dreihundert Morgen Land und zwei kleinbäuerliche Betriebe. Bis zur Eingemeindung Jankowens zu Wessolowen (Fröhlichshof) führte Adam Hartwich die Geschäfte des Gemeindevorstehers. Seine Rüstigkeit behielt er bis in sein hohes Alter, und er kümmerte sich ständig um die Wirtschaft. Er war nicht dazu zu bewegen, den Hof zu verlassen, als die Nachbarn auf den Treck gingen; ganz allein blieb er in der Gemeinde zurück. Seine Lebenskräfte waren nicht versiegt. Landsleute aus dem benachbarten Ort Kutzburg fanden im März 1945 Adam Hartwich auf seinem Hofe tot auf; die Bolschewisten hatten den Greis erschlagen! In Jankowen, wo noch vor zehn Jahren die eingangs genannten Betriebe in guter Verfassung waren, leben heute lediglich zwei Polenfamilien, die nur das Notwendigste für ihren eigenen Bedarf anbauen. Eine solche Herde, wie die auf dem Foto dargestellt, würde man heute weit und breit um Willenberg vergebens suchen.

Seite 12   Goldene Hochzeit
Der Reichsbahn-Oberamtmann i. R. Johannes Kramell aus Königsberg, Charlottenstraße 3, jetzt in Braubach am Rhein, Blosbergstraße 9, begeht mit seiner Ehefrau Martha, geb. Jaß, am 18. Juli 1955, das Fest der Goldenen Hochzeit. Landsmann Kramell, der viele Jahre Dienstvorsteher der Bahnbetriebswerke Insterburg-Osterode und zuletzt bei der Eisenbahndirektion Königsberg tätig war, stellt sich sehr rege der landsmannschaftlichen Arbeit an seinem jetzigen Wohnort zur Verfügung. Sein ältester Sohn lebt mit seiner Frau und fünf Kindern in Kanada, der jüngste Sohn starb im Mai 1955.

Seite 12   Jubiläen und Prüfungen
Oberpostmeister Ewald Zeuch, der letzte Postamtsvorsteher von Hohenstein, Kreis Osterode, ist nach Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand getreten. Er wohnt in Offenburg, Baden, Rheinstraße 5.

Gerhard Malzahn, zweitältester Sohn des Polizei-Obersekretärs Richard Malzahn aus Bartenstein, dann Heilsberg, jetzt (23) Westerstede i. O., Ostlandstraße 1, wurde nach seiner mit GUT bestandenen Prüfung zum Zollinspektor befördert.

Seite 12   Aus dem Kulturleben
Professor Max Pechstein, starb in Berlin im 73. Lebensjahre. Der Maler, der Mitglied der Künstlergemeinschaft, Die Brücke, war und der zu den Gründern der Neuen Sezession 1910 in Berlin zählte, war einer der ersten, die die eigenartige, großzügige Landschaft der Kurischen Nehrung für die bildende Kunst entdeckten. Mehrere seiner stärksten Werke entstanden in Nidden.

Seite 12   Verschiedenes
Wer kann bestätigen, dass Frieda Reinhardt am 01.09.1948 aus Schultitten, Kreis Pr.-Eylau, als Zivilgefangene nach der Ostzone, Lager Dessau, gekommen ist? Gesucht werden die Zeugen: Auge, Maria Hecht, Wilma Arendt, Helene Lossau u. a. Nachricht erbittet Frau Frieda Reinhardt, Wickrath-Niers, Roßweide 10

Seite 13   Vermisst, verschleppt, gefallen, gesucht
Auskunft wird gegeben
33. Gerhard Wessel, geb. am 25.09.1920 in Rastenburg, gesucht wird Franz Wessel, aus Rastenburg, Straße der SA 37 34. Fritz Winziger, geb. am 14.02.1916 in Rossitten, gesucht wird Fritz Winziger, aus Rossitten, Kurische Nehrung. 35. Norbert Wiegelmann, geb. am 11.11.1913 in Elpe, gesucht wird Familie Wiegelmann, aus Schönfeld über Allenstein. 36. Fritz Willert, geb. am 02.05.1922 in Mecheren, gesucht wird Rudolf Willert, aus Sensburg, Finkestraße 3 37. Franz Wojziechowski, geb. am 24.12.1913 in Günnigfeld, aus Sensujen, Post Honigswalde über Allenstein 38. Willi Weber, geb. am 06.09.1907 in Friedrichauen, gesucht wird Alma Weber, aus Soweiden, Kreis Rößel 39. Erich Wengel, geb. am 14.09.1913 in Reichwalde, gesucht wird Ernst Wengel, aus Sumpf, Kreis Pr.-Holland 40. Erich Wessolek, geb. am 16.05.1921 in Steintal, gesucht wird Familie Wessolek aus Steintal, Kreis Lötzen 41. Anton Weinert, geb. am 15.09.1907 in Sternsee, gesucht wird Marie Weinert, aus Sternsee, Kreis Rößel 42. Max Wermke, geb. am 12.04.1921 in Thyrau, gesucht wird Amalie Studa, aus Thyrau, Kreis Osterode 43. Kurt Wohlgemuth, geb. am 26.02.1915 in Warschfelde, gesucht wird Berta Wohlgemuth, aus Warschfelde, Kreis Elchniederung 44. Walter Wiegratz, geb. am 16.06.1926 in Maruhnen, gesucht wird Berta Wiegratz, aus Weedern, Kreis Tilsit 45. Fritz Wermke, geb. am 03.02.1924 in Wildenhof, gesucht wird Fritz Wermke, aus Wildenhof, Kreis Pr.-Eylau. 46. Dietrich Wetzker, geb. am 27.06.1926 in Grunau, gesucht wird Hans Wetzker, aus Woyditten, Kreis Heiligenbeil

Über Heinz Schipper, geb. am 11.11.1921 in Königsberg, liegt eine Nachricht vor. Gesucht werden die Angehörigen aus Königsberg, Karl-Baex-Straße 1

Über Landsmann Siebert, geb. am 08.05.1913 in Stobben, Kreis Angerburg. Gesucht werden die Angehörigen aus Stobben, Kreis Angerburg

Über den Obergefreiten Werner Erwin Eugen Siemoneit, geb. am 04.11.1914 in Königsberg. Gesucht werden die Eltern Eugen Siemoneit und Gertrude, geb. Groß, aus Königsberg, Kleine Sandgasse 4

Über Hermann Sieroks, geb. am 22.05.1912 in Schloßberg, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird die Mutter Auguste Sieroks aus Heidenberg, Kreis Angerburg.

Über Landsmann Deutsch, Personalien unbekannt, Heimatanschrift: Hallenfelde bei Goldap, liegt eine Nachricht vor. Gesucht werden die Angehörigen.

Über Erwin Doreth, geb. am 21.06.1916 in Königsberg, liegt eine Nachricht vor. Gesucht werden die Angehörigen aus Königsberg, Wrangelstraße 10

Über Ewald Peter, geb. am 16.05.1913 in Groß-Drebnau, Kreis Fischhausen, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird Johanna Peter aus Fischhausen, Pillauer Straße 8

Über Siegfried Eich, geb. am 13.11.1926 in Königsberg, Heimatanschrift nicht bekannt, liegt eine Nachricht vor. Wo sind Angehörige?

Über Werner Echtermann, geb. am 18.09.1928, aus Königsberg, liegt eine Nachricht vor. Wo sind Angehörige?

Über Luise Glaser, geb. am 20.08.1873 in Labiau, Heimatanschrift: Königsberg, Kleine Holzstraße 2, liegt eine Nachricht vor. Wo sind Angehörige?

Über Erich Griskewitz, geb. am 16.02.1919 in Groß-Dammerau, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird der Vater Adolf Griskewitz aus Groß-Dammerau, Kreis Allenstein.

Über Emil Hantel, geb. am 21.05.1887 in Albrechtsdorf, Heimantanschrift: Serpallen, Kreis Pr.-Eylau, liegt eine Nachricht vor. Wo sind Angehörige?

Über Ulrich Noack, geb. am 18.02.1924 in Leipzig, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird Rudolf Noack, aus Königsberg, Cranzer Allee 34

Über Johann Schmidt, geb. am 29.07.1901, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird Emma Schmidt aus Sausgörken, Kreis Rastenburg

Über Arnold Warzitz, geb. am 27.03.1927 in Heydekrug, Heimatanschrift: Heydekrug, Jahnstraße 2. Wo sind Angehörige?

Über Hubert Wedrich, geb. am 08.03.1924, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird der Vater August Wedrich aus Rudau, Kreis Ortelsburg, Bahnhof.

Über einen Musikmeister Werner, aus Braunsberg, liegt eine Nachricht vor. Wo sind Angehörige?

Über Friedrich Zimmik, geb. am 03.12.1908 in Langendorf, liegt eine Nachricht vor. Gesucht wird Hedwig Zimmik, aus Langendor, Kreis Sensburg.

Über Frieda Seiffert, geb. Kunter, oder auch Elfriede Seifert, verheiratet, bzw. verw., Mutter von zwei Kindern, aus Königsberg bzw. 14 km von Königsberg entfernt wohnhaft gewesen, geb. etwa 1915 – 1916, liegt eine Nachricht vor. Ein Bruder der Genannten, Erich Kunter, geb. etwa 1912 – 1916, von Beruf Dachdecker, war in Königsberg wohnhaft und soll in Westdeutschland ansässig sein.

Über die Eheleute Erich und Emma Stadie, aus Rosengarten, Kreis Angerburg, liegt eine Nachricht vor. Wo sind Angehörige?

Über den Obergefreiten Günter Stock, Angehöriger des 1. Batl. Gren.-Regt. 24, 21. ostpr. Infanterie-Division. Wo sind Eltern oder Angehörige?

Über folgende Landsleute aus Königsberg liegen Nachrichten vor:
Direktor Smacka von der Vereinsbank und Frau, Am Landgraben 4.
Bücherrevisor Eichholz, Mozartstraße.
Hauptmann oder Major Knappertsbusch, Vorname unbekannt, Mozartstraße 5, und Frau Anni, geb. Hoefert, und Gutke, Vorname unbekannt, tätig gewesen beim Versorgungsamt, Privatanschrift: Bachstraße 12, und Frau Charlotte.

Seite 13   Auskunft wird erbeten
Über Otto Lemke, geb. am 22.01.1931, aus Gidauten bei Laptau, Kreis Fischhausen. Er wurde am 02.02.1945 aus Germau, Ostpreußen von den Russen verschleppt.

Über Ludwig Less, geb. am 04.06.1892, auf der Flucht verschleppt aus der Gegend bei Bartenstein, und Otto Less, geb. am 27.07.1926, Angehöriger der Division, Hermann Göring, letzter Einsatz Weihnachten 1944 in Zweilinden bei Gumbinnen. Heimatanschrift der Vorgenannten war Friedrichsflur bei Nordenburg, Kreis Gerdauen.

Über Ernst Rosinski, geb. am 30.01.1925 in Giersfelde, bei Jucha, Kreis Lyck, Feldpostnr. nicht mehr bekannt.

Über Gustav Conrad, geb. am 11.08.1907 in Wenden, Kreis Rastenburg, Heimatanschrift: Millenberg, Kreis Braunsberg, im Zivilberuf: Melker. Wurde von den Russen verschleppt.

Über den Verbleib oder das Schicksal des Werner Doebel, geb. am 01.12.1902, zuletzt Pfarrer in Friedenberg, Kreis Gerdauen.

Über Albert Bartsch, geb. am 14.09.1892, aus Süssenberg, Kreis Heilsberg. Er wurde am 04.02.1945 von den Russen verschleppt.

Über Joseph Radau, geb. am 19.10.1895, Schmiedemeister aus Blankensee, Kreis Heilsberg. Er wurde als Volkssturmmann eingesetzt bei Königsberg; und dessen Tochter Erna Radau, geb. am 28.06.1927, zuletzt Stubenmädchen auf Gut Parkitten bei Tollnigk, Kreis Heilsberg.

Über Gustav Wermke, aus Königsberg-Rosenau, Domnauer Straße 5a. Wurde zum Volkssturm, Kampfgruppe Ball, eingezogen.

Über Vorarbeiter Franz Schlicht, geb. am 11.06.1881 in Grabseiden, Kreis Königsberg, dienstverpflichtet als Zivilist im Fort Karschen bei Königsberg. Ist im Herbst 1945 noch in Königsberg gesehen worden.

Luzia Gerigk, geb. 07.03.1917, aus Liewenberg, Kreis Heilsberg.

Wilhelm Hübner, seine Ehefrau Maria Hübner sowie deren Kinder Erika, Bruno und Kurt, aus Königsberg-Ponarth, Rehsteg 28

Otto Hübner, seine Ehefrau Margarete Hübner, geb. Monien, geb. 11.05.1904, aus Königsberg-Juditten, Derfflingerstraße 5

Gertrud Diederich, geb. Monien, geb. 19.12.1906, aus Königsberg, Hufenallee

August Monien, geb. 04.12.1875, und Amalie Monien, geb. Hübner, geb. 25.12.1877, aus Königsberg-Juditten, Derfflingerstraße 5

Josef Gerigk, geb. 26.02.1907 in Sternberg, Kreis Heilsberg, aus Königsberg.

Rosa Gerigk, geb. 25.03.1911, aus Altkirch bei Guttstadt, Kreis Heilsberg.

Ida Gerigk, geb. 13.04.1913, aus Altkirch bei Guttstadt, Kreis Heilsberg

Gesucht wird Johann Totzek, geb. 09.02.1862 in Aweyden, Kreis Sensburg. Er wird seit dem 26. Januar 1945 auf der Flucht aus Brödienen bei Bischofstein vermisst.

Gesucht wird Gustav Friedrich Wolff, geb. 30.06.1863 in Groß-Ottenhagen, aus Worienen bei Groß-Lindenau, Kreis Königsberg. Er soll sich bis zur Flucht 1945 bei seiner ältesten Tochter Elise Grube, geb. Wolff, in Groß-Lindenau befunden haben. Später wurde er in ein Altersheim in Danzig, Karschen Seigen 26 eingeliefert. Seitdem fehlt jede Spur.

Gesucht werden die Angehörigen des Fritz Botsch, geb. etwa im September 1916, aus Königsberg, Tiepoltstraße 15

Gesucht werden ehemalige Angehörige des Polizei-Reserve-Batl. Nr. 22, 4. Kompanie.

Gesucht werden Richard Schilling, (ehem. Szillinski), seine Ehefrau Else Schilling, geb. Kraft, sowie deren Tochter Margarete Dallof, geb. Szillinski, aus Christburg, Kreis Stuhm

Gesucht werden die Angehörigen des Kurt Pörschke, geb. am 02.04.1901 in Allenstein.

Gesucht wird Fridel Grabbe, geb. Deppter (genannt Kiesewetter), geb. 22.02.1919 in Königsberg. Sie war zuletzt bei der Ortskrankenkasse Königsberg beschäftigt.

Gesucht wird Heinrich Beyer, aus Trankwitz bei Metgethen.

Gesucht wird Zahnarzt Rudolf Polkowski aus Gerwen (Villa Luise), Kreis Gumbinnen. Er soll sich 1945 mit seinem Schwager Hermann Wolff in Rößel, später in Reutersdorf, und im Dezember 1945 in Goldap in einem Lager aufgehalten haben.

Gesucht wird August Klitsch, geb. 19.12.1889 in Hohendorf, Kreis Pr.-Holland, aus Groß-Brodsende, Kreis Stuhm.

Gesucht wird Maria Grubert, geb. Juli 1896 in St. Petersburg, Russland, Hausangestellte, aus Tilsit.

Gesucht werden Henriette Knapschinski, geb. Jakubowski, und ihre Kinder Christel, geb. 28.12.1926, Gerda, geb. 13.11.1928, Kurt, geb. 14.03.1930, Renate, geb. etwa 1934, Gertrud Sadlowski, geb. Knapschinski, und Werner Ernst Lojewski (Pflegekind) aus Ortelsburg, Saarbrücker Straße 21

Gesucht wird Gustav Heske, Landarbeiter, geb. 26.01.1900, aus Pakallnischken, Kreis Ebenrode (bei Vogelreuter)

Gesucht wird Franz Packheiser, geb. 06.12.1891, aus Packhausen, Kreis Braunsberg.

Gesucht wird Rosa Perschel, früher Krankenpflegerin in der Heil- und Pflegeanstalt Tapiau, 1944 in Königsberg, Oberhaberberg, wohnhaft gewesen.

Gesucht werden Max Pawlack und seine Ehefrau Anna Pawlack aus Pr.-Wilten, Kreis Bartenstein.

Gesucht wird Obergefr. Fritz Behrendt, geb. 02.07.1917 in Ekritten bei Rudau, Kreis Fischhausen, letzte Feldpostnr. 31 802. Er war Angehöriger der 161. ostpreußischen Division, 2. Abteilung, 5. Batterie, die sich zuletzt in Rumänien befunden haben soll, und wird seit dem 17. August 1944 vermisst.

Gesucht wird Frau Johanna Spanschus, geb. Broszeit, geb. 07.12.1853, und ihre Tochter Auguste Spanschus, geb. 29.10.1881, aus Tilsit, Lindenstraße 24. Beide waren auf der Flucht im Altersheim Regitten bei Braunsberg untergebracht.

Gesucht wird Berta Swars, geb. 04.07.1904 in Uszkamonen, Kreis Heydekrug. Sie soll 1945 in Pommern gesehen worden sein.

Gesucht wird Amtsvorsteher Ernst Kloss, geb. 19.08.1885. Er wurde am 04.04.1945 aus Vorwerk, Kreis Mohrungen, von den Russen verschleppt und soll sich zuletzt in Harnau, Westpreußen befunden haben

Gesucht werden Heinrich Broede, geb. 24.12.1892 in Linken, und seine Ehefrau Lisbeth Broede aus Königsberg, sowie Ernst, Gustav und Franz Broede mit Familien.

Gesucht werden Michael Danowski, geb. 26.12.1869, und seine Ehefrau Amalie Danowski, geb. Simanski, geb. 04.03.1874, sowie deren Tochter Gertrud Simanski (taubstumm), geb. 13.08.1910, aus Steinwalde, Kreis Lötzen.

Gesucht werden Frau Minna Jermau, geb. Baltruschat; Frau Luise Jerwatt, geb. Baltruschat; Anna Baltruschat; Friedrich Baltruschat (wohnte 1944 in Hamborn (Rheinl.); Franz Baltruschat, geb. in Schlapacken, Kreis Gumbinnen; Wilhelm Baltruschat und Gustav Baltruschat, aus Ohenhof, Kreis Gumbinnen

Gesucht wird Heinz Baltruschat, geb. 13.11.1922, aus Lasdehnen, Kreis Schloßberg, vermisst seit den Kämpfen um Stalingrad

Gesucht wird Paul Gerigk, geb. 17.08.1909, aus Wilkühnen, Kreis Samland

Gesucht wird Conrad Gustav Jäkschenties, geb. 11.08.1907 in Wenden, Kreis Rastenburg, Beruf Melker, aus Millenberg, Kreis Braunsberg. Er soll am 23.03.1945 verschleppt worden sein.

Gesucht wird Kurt Köhn, geb. 31.03.1896, aus Tilsit. Er war beim Heeresverpflegungsamt Tilsit tätig und wurde Ende Oktober 1944 nach Königsberg, Steindammer Wall, versetzt. Vermisst seit 20.01.1945.

Gesucht wird Obergefr. Karl Lingner, geb. 22.04.1900, aus Schwenkendorf, Kreis Mohrungen, letzte Anschrift: Heimat-Fahrkolonne I/13, Baracke 25, Stablack-Süd. Er wird seit 04.01.1945 vermisst.

Gesucht werden die Angehörigen der Witwe Allenberg, aus Kraxtepellen, Kreis Fischhausen.

Frau G. Jordan, geb. Hüge, wohnhaft im Kreis Bentheim, wahrscheinlich Nordhorn, die sich in der Suchangelegenheit nach den Familienangehörigen des Kindes Helga an uns gewandt hat, wird um Aufgabe ihrer vollständigen Anschrift gebeten.

Wo blieben die Kinder aus dem Krüppelheim Angerburg?
Gesucht wird Ruth Käthe Rosenbaum, geb. am 03.02.1936 in Königsberg-Liep, die im Krüppelheim Angerburg untergebracht war. Ruth Käthe Rosenbaum hatte einen Sprachfehler. 1944 soll das Krüppelheim Angerburg in Kortau bei Allenstein untergebracht gewesen sein.

Achtung Lituenheimkehrer!
Ruth und Christel Steiner aus Königsberg-Metgethen suchen ihre Schwester Waltraut Steiner, geb. am 03.01.1940. Die drei Schwestern gingen im September 1947 nach Litauen, nachdem ihre Eltern in Königsberg verhungert waren. Ihre kleine Schwester ging ihnen dort verloren. Wer kennt Waltraut Steiner und kann über ihren Verbleib Auskunft erteilen?

Seite 13   Bestätigungen
In der Versorgungssache der Hinterbliebenen des Unteroffiziers Erich Kirstein, geb. am 16.12.1913, der in Osterode als Schlossergeselle tätig gewesen ist, wird der Freund des K., Arthur (?) Regge, der Wohnort ist unbekannt, gesucht.

Seite 13   Suchanzeigen
Familie oder Frau Charlotte Schäfer, aus Königsberg Pr., Memeler Weg 15. Nachricht erb. F. Hermann (16) Frankfurt. Main, Robert-Mayer-Straße 42

Gesucht wird für Mutter in der Heimat, Helene Knoch, Tilsit-Übermemel, geb. 14.11.1926 zu Adomischken, Memelgebiet, Nachricht erb. Gronau, Laubenheim (Nahe).

Suche Luise Masuhr, Königsberg Pr., Hans-Sagan-Straße (ehemals Schwester). Nachricht erb. Frau Edith Brandenburg (23) Forsthaus Oberlangen über Lathen/Ems.

Wer kann Auskunft geben über unsere Mutter, Frau Heinriette Neumann, geb. Lemke, zuletzt wohnhaft Wehlau, Grabenstraße 7. Nachricht erb. Ernst Neumann, Harksheide, Romintener Weg 24, Bezirk Hamburg

Kindersteckbrief mit Foto.
Name: unbekannt
Vorname: evtl. Dieter
geb.: etwa 1942
Augen: blau
Haar: blond
Der Knabe sprach anfangs ostpreußischen Dialekt und stammt scheinbar vom Lande. Die Großmutter soll auf der Flucht verstorben sein. Er glaubt, einen Bruder Erwin und eine Schwester Helga zu haben. Er will sich erinnern, des Öfteren auf ein Pferd gesetzt worden zu sein. Vermutlich stammt er aus einer Bauernfamilie. Zuschr. erb. u. Nr. 55 165 Das Ostpreußenblatt

Kindersteckbrief mit Foto.
Name: unbekannt
Vorname: unbekannt
geb.: etwa 1943
Augen: blau
Haar: blond
Der Knabe stammt aus Ostpreußen. Zwei Frauen brachten ihn im Mai 1945 in das Deutsche Zentralkrankenhaus Königsberg Pr., welches im Gebäude des ehemaligen Königsberger Landesfinanzamtes war. Die Frauen gaben an, dass die Mutter tot neben dem Kinderwagen gelegen habe und einen braunen Fohlenmantel anhatte. Der Junge selbst hatte eine 2-handflächengroße Verletzung auf der rechten Gesäßseite durch eine Panzerfaust. Es wäre vielleicht möglich, dass der Junge ursprünglich im Elisabeth-Krankenhaus oder im Krankenhaus der Barmherzigkeit abgegeben wurde und von dort aus in das Deutsche Zentralkrankenhaus kam. Zuschr. erb. unter Nr. 55 166 Das Ostpreußenblatt

Seite 13   Amtliche Bekanntmachungen
53 II 57-55          Aufgebot
Die Tochter des Invalidenrentners Johann Cieszynski, Gertrud Cieszynski, Essen, Köln-Mindener Straße 99, hat beantragt, ihren obengenannten Vater, geboren am 23.12.1863 in Marienfeld, Kreis Bromberg, zuletzt wohnhaft gewesen in Pludau, Kreis Fischhausen, Samland, Ostpreußen, für tot zu erklären, weil er während des Krieges vermisst ist. Zuletzt war er in Gotenhafen im Krankenhaus. Der Verschollene wird aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin, am 6. September 1955, 9.00 Uhr, dem unterzeichneten Gericht, Zimmer 147, Nachricht zu geben, widrigenfalls er für tot erklärt werden wird. Alle, die Auskunft über Leben oder Tod des Verschollenen erteilen können, werden aufgefordert, dies spätestens im Aufgebotstermin dem Gericht anzuzeigen. Essen, den 26. Juni 1955
Das Amtsgericht


Re: [OWP] Gewerbeeintrag; Lesehilfe

Date: 2014/06/15 09:40:22
From: Jürgen Gottschewski <Gottschewski.Augsburg(a)t-online.de>

Hallo!

Mit dem Namen gehe ich konform, dann kommt m. E. "Patentsteuerpflichtigen" (wohl eine Art Zulassungsgebühr), dann "Heckerhandel" (also Kleinhandel = Höker --> verhökern).

Grüße aus Augsburg

Jürgen (Gottschewski)


Am 14.06.2014 19:46, schrieb Susanne Wischhöfer:
Hallo Hans,

bei den Vornamen lesen ich "Juliane Marie"

Patensteuer kann sein, siehe folgenden Link

http://genwiki.genealogy.net/Patentsteuer

Als Gewerbe lese ich Heckenhandel, vielleicht ein Vorläufer von einer Baumschule. Ich habe den Begriff mal gegooglt, zumindest kamen Einträge.

Vielleicht hilft es Dir ja weiter.

Viel Glück und liebe Grüsse aus Hamburg

Susanne

From: ahnen(a)gaentzsch.com
To: OW-Preussen-L(a)genealogy.net
Date: Sat, 14 Jun 2014 18:43:04 +0200
Subject: [OWP] Gewerbeeintrag; Lesehilfe

Moin,

ich habe einen Auszug von einem Gewerbeeintrag und kann ihn nicht
vollständig lesen und bitte daher um Mithilfe, siehe Link

http://www.gaentzsch.com/downloads/ident/1813_Gewerbetreibende Celle.jpg
<http://www.gaentzsch.com/downloads/ident/1813_Gewerbetreibende%20Celle.jpg>


Die oberste Zeile der ersten drei Spalten = „Namen“

Die zweite Zeile, erste Spalte Nro= Nummero, zweite Spalte „der Kommune“,
dritte Spalte „der ???? pflichtigen“

Die vierte Spalte „Handel und Gewerbe desselben“

Dann der erste Eintrag mit „472.“, „Celle“, „Bartels“, darunter die Vornamen
„J???? ????“, danach das Gewerbe „????handel“

Wichtig sind die beiden Vornamen und das Gewerbe. Ansonsten hänge ich total
bei der Suche in den Kirchenbüchern. Und was für ?pflichtige sind das? Ich
lese zu Beginn „Patent“. Kann doch nicht sein, oder?

Ich nehme jeden Vorschlag zur Kenntnis. Danke vorab für eine Rückmeldung!

Mit freundlichen Grüßen

Hans (Gaentzsch)

********************************************

Telefax:   +49-32-222479737

mailto:    ahnen(a)gaentzsch.com

URL:       www.gaentzsch.eu
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[OWP] Volksschulen in Ragnit

Date: 2014/06/15 17:54:20
From: Rainer.Rasokat <Rainer.Rasokat(a)gmx.net>

Hallo zusammen, 

mein Großvater Emil Rasokat ist von 1912 - 1919 in eine Volksschule in Ragnit gegangen. 
So steht es in einem kleinen Heftchen von dem ich nur die Innenseite habe. 

Über den Zeilen steht "Hier Eintragungen nur durch das Amt für Arbeit und Sozialfürsorge."

Da ich nicht weiß, wo sie zu diesem Zeitpunkt gewohnt haben, kann ich nicht sagen aus welcher Richtung 
er gekommen ist. 

Geboren auf Gut Grauden / Ksp. Lengwethen / 1906. Später haben seine Eltern (Christof Rasokat) dann in Ragnit (Einwohnerbuch 1937)
in der Adolf-Hitler Str. 12c gewohnt. 

Kann mir jemand sagen, welche Volksschulen es gegeben hat und ob es noch Unterlagen (Klassenlisten usw.) davon gibt. 

Ich bin für jede Antwort dankbar!

Viele Grüße

Rainer (Rasokat)
Benningen am Neckar

[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 28, Tei l 4

Date: 2014/06/15 23:02:49
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>


Seite 15   Familienanzeigen
Thomas, 02.07.1955. Unser Jürgen hat ein Brüderchen bekommen. In Dankbarkeit und Freude: Edith Unruh, geb. Hager, Breslau, Schlesien und Herbert Unruh, Kahlholz, Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen. Jetzt: Hassloch, Pfalz, Langgasse 156

Helmut. Die Geburt ihres dritten Kindes zeigen in dankbarer Freude an: Ludwig Pick und Frau Erika, geb. Lemcke. Jodeiken, Kreis Wehlau. Hitscherhof, 23. Juni 1955, Kreis Zweibrücken

Angelika und Ernst-Dieter freuen sich mit uns über den kleinen Hans-Jürgen. Irmgard Steffenhagen, geb. Josupeit und Paul Steffenhagen. Jägerfeld bei Rautenberg, Ostpreußen. Jetzt: Menden, Sauerland, Hassenbruch 17

Am 30. Juni 1955 bekamen Peter und Susanne ihr Schwesterchen Barbara-Anita. Hans-Joachim Krüger und Frau Anita, geb. Schipper. Fischhausen, Samland, jerzt: Tuttlingen, Württ., Ludwigsthaler Straße 63

Ihre Eheschließung geben bekannt, Werner Schwittay, früher: Osterode, Ostpreußen, Dohnastraße 3, jetzt: Münster i. W., Scharnhorststraße 59a und Edeltraut Schwittay, geb. Burgen, früher: Ilgenhöh, Kreis Osterode, jetzt: Bremen, Friedrichsrodaer Straße 48. Bremen, den 9. Juli 1955

Ihre Vermählung geben bekannt, Dipl.-Ing. Siegfried Stephan, früher: Königsberg Pr.-Metgethen, Hindenburgweg 53 und Christel Stephan, geb. Moll, früher: Königsberg Pr., Steindamm 32, jetzt: Frankfurt a. Main, Neebstraße 4 I. 12. Juli 1955

Die Vermählung meiner Tochter Margot mit Herrn Studienrat Klaus-Dietrich Aßmann, gebe ich bekannt. Helene Spehr, geb. Grommeck, früher: Ukta, Kreis Sensburg, jetzt: Braunschweig, Pawelstraße 9.

Klaus-Dieter Aßmann, früher Königsberg Pr., Busoltstraße, jetzt Braunschweig, Werder 4 und Margot Aßmann, geb. Spehr, früher Ukta, Kreis Sensburg. Vermählte. Braunschweig, 2. Juli 1955

Als Verlobte grüßen, Brigitte Heydemann, Königsberg Pr., Schnürlingstraße 25, jetzt: Weidenau, Sieg, Zimmerstraße 18 und Peter-Jügen Thies, Königsberg Pr. Immelmannstraße 1, jetzt Weidenau, Sieg, Siegstraße 54. 29. Juni 1955

Wir geben unsere Verlobung bekannt, Helga Ruppert, früher Balga, Kreis Heiligenbeil, jetzt Oyten, Kreis Verden und Heinz Rosenberg, Zinten, Kreis Heiligenbeil, jetzt Dreye, Kreis Grafsch. Hoya. 25. Juni 1955

Lasst Glückwünsche regnen dem Herrn Dr. Quednau, Hamburg-Poppenbüttel, Alte Landstraße 401, zum 70. Geburtstag und unserer Hebamme, Fr. Bienk, Niedrighausen-Bünde, zum 60. Geburtstag. Beiden, am 16. Juli 1955

Unserer lieben Tante, Amalie Klädtke, aus Georgswalde, jetzt Scherenbach über Altensteig, Bruderhaus, zum 80. Geburtstag, die herzlichsten Glückwünsche. Helene und Benno Riemann

Am 25. Juni 1955 gedenke ich zum zehnjährigen Todestag in Liebe und Wehmut, meines unvergesslichen, geliebten Mannes, unseres lieben Bruders, Schwagers und Onkels, Tapeziermeister und Dekorateur, Paul Paukstadt, geb. 25.09.1885, gestorben am 25.06.1945, an den Folgen der Misshandlung. Er ist in Allenstein, Ostpreußen, zur letzten Ruhe gebettet. In tiefer Trauer: Berta Paukstadt, geb. Lorenczat. Früher: Allenstein, Ostpreußen, Trautziger Straße 5, jetzt: Münster, Westf., Timmerscheidtstraße 12 I

Zum zehnjährigen Gedenken. Im Juli 1945 verstarb in russischer Gefangenschaft, mein geliebter Mann, unser herzensguter Vater, Otto Kather, Reischb.-Betr.-Wart, geb. 21.07.1896. Uns wird er unvergessen bleiben. Maria Kather, geb. Gehrmann. Georg Kather, Gertrud Fuchs, geb. Kather. Gerhard Kather, Kinder. Annemarie Riemer, geb. Kather. Früher: Allenstein, Grünberger Weg 34. Zurzeit Siegen, Königsberger Straße 3

Am 21. Juni 1955 entschlief nach langer, schwerer, mit Geduld ertragener Krankheit, mein lieber Mann, mein herzensguter Vater, Franz Lötzke, im Alter von 56 Jahren. In stiller Trauer: Margarete Lötzke, geb. Thurau. Dorothea Lötzke. Heiligenbeil, Ostpreußen, jetzt: Unterreichenbach, Württ. Hauptstraße 88

Zum Gedenken. Am 20. Juli 1955 jährt sich zum elften Male der Todestag unseres über alles geliebten, unvergesslichen Sohnes und Bruders, des Fliegers Wolfgang Wentz, geb. 30. Januar 1926 zu Königsberg Pr., Hochmeisterstraße 17, zuletzt wohnhaft gewesen. Letzte Feldpostnr. L 49 581, Lftg.-P.-A. Paris. Nach langer, banger Ungewissheit erhielten wir nach mehr als zehn Jahren, die für uns so schmerzliche Nachricht, dass unser lieber Sohn, Bruder, Neffe und Vetter, am 20. Juli 1944 in Cherbourg, Peninsula, gefallen und in Orglandes, Frankreich, zur letzten Ruhe gebettet wurde. In Liebe, immer seiner gedenkend: Willy Wentz und Frau Maria, geb. Roß. Helga Böhme, geb. Wentz, als Schwester, swoj. bes. Zone, und im Namen aller Anverwandten. F. Roß, jetzt Bremen, Friesenstraße 89 a

Am 22. Juni 1955 verschied nach langer Krankheit, fern der geliebten Heimat, im Pflegeheim des Ev. Altenheims in Leonberg, meine liebe, treue Lebensgefährtin, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Tante, Kusine und Schwägerin, Frau Margarete Arndt, geb. Leiding, früher: Königsberg Pr., Kurischer Weg 7, im Alter von 64 Jahren. Wir haben sie heute in aller Stille in Leonberg zur letzten Ruhe gebettet. Im Namen aller Hinterbliebenen, Ernst Arndt, Postinspektor a. D. Calmbach, den 25. Juni 1955, Enge Brücke 226

Heute ist unsere geliebte Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Emma Schumann, geb. Dunskus, aus Allenstein, Ostpreußen, im 77. Lebensjahre, sanft entschlafen. In tiefer Trauer und Dankbarkeit, Margarete Köllner, geb. Schumann. Hans Köllner. Klaus Köllner. Sowj. bes. Zone, den 16. Juni 1955. Minden, Westf., Bismarckstraße 22

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgang unserer teuren Entschlafenen, die vielen Kranz- und Blumenspenden unserer Freunde und Bekannten aus Zieverich und unserer ostpreußischen Heimat, der ost- und westpreußischen Landsmannschaft, Kreisgruppe Bergheim, sowie Herrn Pfarrer Cramer aus Zieverich für seine trostreichen Bemühungen, die er unserer Dahingeschiedenen am Krankenlager und uns durch seine trostreichen Worte am Sarge zum Ausdruck brachte, möchten wir hierdurch allen unseren herzlichen Dank sagen. Zieverich, Erft. im Juli 1955. Im Namen der Hinterbliebenen: Emil Klinger

Lieber Horst, wir werden Dich nie vergessen, wer Dich gekannt hat, kann unseren Schmerz ermessen. Zum Gedenken. In unaufhörender Liebe und tiefer Trauer gedenken wir zum 40. Geburtstag unseres einzigen, lieben, lebensfrohen und sonnigen Kindes, Oberfeldwebel Horst Noetzel, geb. am 04.07.1915, gefallen am 06.02.1944 bei Wytepsk im Pionierbataillon 206. Ausgezeichnet mit E.K. I und E.K. II und Verwundetenabzeichen. Gleichzeitig gedenken wir seiner über alles geliebten Verlobten, Fräulein Erika Trumpjahn, aus Schlichtingen, Kreis Elchniederung, Ostpreußen, die auf der Flucht 1945 verschollen ist. Wer weiß über ihr Schicksal und über das Schicksal ihres Vaters, Bauer Johannes Trumpjahn, aus Schlichtingen, Kreis Elchniederung, Ostpreußen, der auf der Flucht 1945 im Samland verschollen ist? Für jede Mitteilung sind wir dankbar. Unkosten werden erstattet. Zum zehnjährigen Todestag unserer über alles geliebten Eltern, Bruder, Schwester, Schwager, Schwägerin, Onkel und Tante, Bauer Paul Blosat, geb. 27.07.1889; Anna Blosat, geb. Grigull, geb. 08.09.1893, aus Kl.-Friedrichsgraben, Elchniederung, Ostpreußen, auf der Flucht beim Russeneinfall durch Artilleriebeschuss gefallen. In stiller Trauer: Arthur Noetzel. Therese Noetzel, geb. Grigull, früher, Bolzhagen, Kreis Elchniederung, jetzt, Unhausen, Kreis Eschwege, Bezirk Kassel. Alfred Blosat, jetzt O. Marsberg, Leitmarstraße 14. Hildegard Blosat, früher, Kl.-Friedrichsgraben, jetzt, Unhausen, Kreis Eschwege

Nach zehnjähriger Trennung von ihrem lieben Mann und ihrer Heimat, sowie ihren beiden Söhnen Fritz und Erich, die 1942 und 1943 gefallen sind, verschied nach kurzem, schwerem Leiden, am 17. Juni 1955, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma, Anna Gedaschke, geb. Dank, im Alter von 66 Jahren. In tiefer Trauer: Ihre Kinder und Enkelkinder. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen, Grete Ziebold, geb. Gedaschke. Etzach, den 25. Juni 1955, Hauptstraße 119

Nach Gottes hl. Willen, entschlief am 13. Juni 1955, fern der geliebten Heimat, mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Enkel, Neffe und Vetter, Dieter Erdmann, früher Schönbrück, Kreis Allenstein, Ostpreußen, im jugendlichen Alter von 16 Jahren, infolge eines tragischen Unglücksfalles. In stiller Trauer: Erika Erdmann, geb. Thamm. Manfred Erdmann. Gisela Erdmann. Heiden, Kreis Borken, Westfalen

Am 16. Juni 1955 verstarb ganz plötzlich und unerwartet, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, der Bauer Fritz Scheffler, aus Neuweide, Kreis Schloßberg. In tiefer Trauer: Frieda Scheffler, geb. Maeder. Dorothea Scheffler. Philipp Fertig und Frau Helga, geb. Scheffler. Henry Andersson und Frau Eva, geb. Scheffler. Ruth Scheffler. Fritz Scheffler und Frau Lieselotte, geb. Evers. Brigitte Scheffler. Philipp und Heike, als Enkelkinder. Wir haben ihn am 20. Juni 1955 auf dem Friedhof in Wilster Holstein, zur letzten Ruhe gebettet

Am 16. Mai 1955 entschlief unerwartet mein lieber Mann, Vater und Sohn, Ernst Wienke, Zollinspektor und Stabsintendant a. D., im Alter von 48 Jahren. In tiefer Trauer: Erna Wienke und Kinder, Hamburg 26, Bürgerweide 6. Hedwig Wienke, als Mutter, Lübeck, Kl. Burgstraße 5. Familie Fritz Herrmann

Vor zehn Jahren, am 13. Juli 1945, verstarb in Budwethen, Kreis Tilsit-Ragnit, unsere liebe Mutter, Großmutter und Schwester, Emma Priewe, geb. Palm, aus Galsdon-Joneiten, Kreis Heydekrug. In stillem Gedenken, Eva Gluth, geb. Priewe. Marianne Gluth. Anna Palm. Früher: Labiau, jetzt, Hagen, Westf., Werdestraße 6

Es hat dem Herrn über Leben und Tod gefallen, meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater und Großvater, den Landwirt Albert Zipkat, im 64. Lebensjahre, nach kurzem Leiden, infolge eines Gehirnschlaganfalles, aus dem Leben zu rufen. Er folgte seiner Mutter, Elzke Zipkat, geb. Kakschies und seinen beiden Söhnen, nach 12 Jahren in die Ewigkeit. Die trauernde Gattin, Gertrude Zipkat, geb. Dalchau und Kinder. Familie Fritz Kakschies, Brettschneidern, Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt, Schnede, Kreis Harburg. Familie Banat, Hasloh, Kreis Pinneberg und alle anderen Verwandten, sowj. bes. Zone, den 30.06.1955

Am 19. Juni 1955 entschlief sanft, unsere liebe Mutter und Schwiegermutter, Wilhelmine Napiwotzki, geb. Seyda, im 63. Lebensjahre. Sie folgte unserem lieben Vater und Schwiegervater Johann Napiwotzki, früher, Gr.-Dankheim, Kreis Ortelsburg, der am 3. Januar 1954, von uns gegangen ist. In stiller Trauer: Heinz Laaser und Frau Elfriede, geb. Napiwotzki. Kurt Meinicke und Frau Liselotte, geb. Napiwotzki. Walter Schäfer und Frau Johanna, geb. Napiwotzki. Ewald Laaser und Frau Auguste, geb. Philipp und 5 Enkelkinder. Nienburg, Weser, Biere bei Schönebeck, Elbe

Am 15. Juni 1955 entschlief nach langer, schwerer Krankheit, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Oma, Auguste Kraushaar, geb. Sackel, im 71. Lebensjahre. In tiefer Trauer, August Kraushaar und Kinder. Eisemühl, Kreis Lötzen, Ostpreußen, jetzt, Hamburg-Wandsbek, Gartenstadt, Waldschänke 123

Am 9. Juni 1955 entschlief sanft, fern ihrer ostpreußischen Heimat, unser liebes Muttchen, Schwiegermutter, Groß- und Urgroßmutter, Emilie Lemke, geb. Ernst, im Alter von 86 Jahren. Sie folgte ihrem lieben Mann, den Söhnen Franz (Sibirien), Adolf (Leipzig) und Enkel Wolfgang (Dänemark). In tiefer Trauer: Martha Schmohr, geb. Lemke. Karl Schmohr. Elisabeth Szendeleit, geb. Lemke und alle Angehörigen. Früher, Schaaksvitte, Samland, jetzt, Wilhelmshaven, Spiekeroogstraße 6

Nach längerer, schwerer Krankheit verstarb am 27. Mai 1955, der liebste Mensch, den ich noch hatte, Frau Auguste Heske, geb. Kinder, im Alter von 58 Jahren. Sie folgte unseren beiden Söhnen, Horst und Kurt, die im Weltkriege gefallen sind, in die Ewigkeit. In tiefem Schmerz, Max Heske. Friedenberg, Kreis Gerdauen, Ostpreußen, jetzt, Altheim, Kreis Ehingen, Donau

Am 7. Juli 1955 jährt sich der zehnte Todestag unserer lieben, unvergesslichen Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante, Maria Sprie, geb. Zimmermann. Sie starb in Danzig an den Folgen des Hungertyphus. In dankbarer Erinnerung, Hildegard Sprie, Königsberg Pr., Jägerhof 20, zurzeit Hamburg-Gr.-Flottbek, Verbindungsstraße 6a. Stut.-Rat Hans Sprie und Frau Luise, geb. Koch, zurzeit Wolfenbüttel, Schöppenstedter Stieg 2

Plötzlich und unerwartet ist nach kurzer, schwerer Krankheit, meine liebe und treusorgende Mutter, Elise Goldau, geb. Holz, am 29. Juni 1955, im 65. Lebensjahre, für immer von mir gegangen. In tiefer Trauer: Herbert Goldau. Königsberg Pr., Neuendorfer Straße 156. Jetzt: Flensburg, Große Straße 12

Nach einem arbeitsreichen Leben, entschlief ganz unerwartet am 13. Juni 1955, meine treusorgende, liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Helene Heske, geb. Eichberger. Gleichzeitig gedenken wir meines lieben Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, Gustav Heske, Schuhmachermeister, der durch die Russenbesetzung der Stadt, sein Leben lassen musste. Er ruht in Königsberg Pr. Das Leben unserer Eltern war erfüllt von Liebe und Fürsorge für uns. Wir werden sie nie vergessen. In stiller Trauer: Magda Kratzke, geb. Heske. Georg Kratzke und Annette. Königsberg Pr., Samitterallee 164 (Schuhmacherei), jetzt: Rottweil-Göllsdorf, Siedlung

Unsere unvergessliche Mutter, unsere liebe Schwieger-, Groß- und Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Auguste Brinkmann, verw. Dembowski, geb. Koziack, geboren 06.06.1887 in Tiefen, ist am 24. Juni 1955 für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Johann und Anna Czepluch, geb. Dembowski. Heini und Grete Urban, geb. Dembowski. Paul und Henny Dembowski. Hans und Trude Dembowski. Walter und Helene Kling, geb. Brinkmann. Günter und Liesbeth Sommermeier, geb. Brinkmann. Frieda Brinkmann. Maria Neuhaus, geb. Koziack mit Familie. Gustav Koziack und Familie, 11 Enkel und 1 Urenkel. Nußberg, Kreis Lyck, Ostpreußen. Jetzt, Deggendorf, Niederbayern

Nach schwerer Krankheit starb am 21. Mai 1955 in seiner Heimatstadt Johannisburg, Ostpreußen, mein lieber Mann, unser herzensguter Vater und Schwiegervater, mein allerliebster Opi, der Schuhmachermeister August Warsewa, im Alter von 71 Jahren. In tiefer Trauer: Emma Warsewa, geb. Domanski, Johannisburg, Ostpreußen. Hildegard Stoike, geb. Warsewa, Heinz Stoike und Wolfgang Stoike, Berlin-Charlottenburg 9, Württembergallee 26/27. Siegfried Warsewa. Elfriede Warsewa, geb. Blumenstein, Hannover-Linden, Rickinger Straße 58

Lüneburg, 26. Juni 1955. Von-Meding-Straße 10
Nach Gottes unerforschlichem Ratschluss entschlief am Sonnabend, dem 25. Juni 1955, 20.30 Uhr, in der festen Hoffnung auf Genesung, mein über alles geliebter, bester Lebenskamerad, der treusorgende Vater seiner Kinder, mein lieber Sohn und Schwiegersohn, unser Bruder und Schwager, der Landwirtschaftsrat Dr. phil. Hans-Ulrich Oskierski, im 55. Lebensjahre. Seine unermüdliche Schaffenskraft war bis zum letzten Atemzug seiner Familie, seinen Schülern und Bauern gewidmet. Im Namen aller Hinterbliebenen: Hildegard Oskierski, geb. Klein und seine Kinder, Uwe, Wiebke und Nikolaus-Peter. Helene Oskierski, geb. Freyberg, als Mutter. Eva und Dorothea, als Schwestern. Emmendingen, Fritz-Brehle-Straße 3 a

Nachruf. Am 16. Juni 1955 wurde plötzlich aus der Arbeit für seine Heimat, uns allen noch unfasslich, unser Kreisvertreter, Albrecht Czygan, früherer Buchdruckereibesitzer in Treuburg, in seiner Arbeitsstelle in Lübeck in die Ewigkeit abberufen. Unter den denkbar schwierigsten wirtschaftlichen Verhältnissen hat er die Kreisgemeinschaft Treuburg aufgebaut und organisiert. Durch rastlose Arbeit ist es ihm gelungen, den größten Teil der vertriebenen Treuburger in einer Kartei zu erfassen. Unermüdlich hat er für seine Heimatgenossen selbstlos gearbeitet. Wir werden stets seiner in Treue gedenken. Unser Dank soll die stetige Arbeit für die Kreisgemeinschaft sein. Kreisgemeinschaft Treuburg e. V. Bahlo, stellvertretender Vorsitzender Frieda Fähser, Beisitzerin

Am 22. Juni 1955 verstarb nach langer, mit großer Geduld ertragener Krankheit, fern unserer geliebten Heimat, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Schwager und Onkel, Obersteuersekretär i. R. Friedrich Murawski, früher Königsberg Pr.-Maraunenhof, Herzog-Albrecht-Allee 59, im Alter von 84 Jahren. In stiller Trauer: Hans Murawski und Frau Gertrud, geb. Böhnke. Rosemarie und Regina, früher: Insterburg, Ostpreußen, Gerichtstraße 11. Kurt Radmacher, vermisst und Frau Elsa, geb. Murawski und Kinder, früher: Königsberg Pr.-Metgethen. Emil Dagge und Frau Frida, geb. Murawsk und Kinder, sowie Enkelkinder, früher: Königsberg Pr., Zeppelinstraße 58. Hilda Murawski, früher: Königsberg Pr., Bachstraße 3. Salzgitter-Lebenstedt VI, Alter Mühlenweg 19

Im Glauben an seinen himmlischen Vater ging mein innig geliebter, lebensfroher Mann, mein einziger Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, Ernst Martin Taruttis, Postinspektor i. R., aus Tilsit, im 71. Lebensjahre, in Frieden in die Ewigkeit. In tiefem Leid, Margarethe Taruttis, geb. Ubländer. Familie Hardt – Grieteinen. Hamburg-Bergedorf, Brookdeich 13, den 30. Juni 1955. Roseville, Calif., USA, 309 East Street

Am 24. Juni 1955 entschlief, an den Folgen der langen Kriegsgefangenschaft, Wilhelm Schleuß, Bürgermeister a. D., früher: Gumbinnen. In tiefer Trauer: Gertrud Schleuß, geb. Lohrenz. Helga Schleuß. Familie Heinz Schleuß, Mühlheim, Ruhr sowie alle Angehörigen. Lübeck, Hansestraße 7. Die Beisetzung hat am Dienstag, dem 28. Juni 1955, in Lübeck stattgefunden.

Nach Gottes unerforschlichem Ratschluss wurde heute unerwartet mein lieber Mann, mein herzensguter Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, Pfarrer Hans Strasdas, im Alter von 52 Jahren, in die Ewigkeit abberufen. In stiller Trauer: Frieda Strasdas, geb. Oloff. Gehsen, Kreis Johannisburg, jetzt: Castrop-Rauxel 2, den 11.06.1955, Poppinghausen.

Nachruf. Am 19. Juni 1955, schied nach langem Leiden, der Revierförster Kurt Sinke, im Alter von 54 Jahren, aus den Reihen der ehemaligen Beamten des Forstamts Eichwald, Reg.-Bezirk Gumbinnen. Mit ihm verlieren wir einen seinen Beruf über alles liebenden Forstmann und passionierten Jäger, dessen Gewissenhaftigkeit und Eifer vorbildlich war. Wir ehren und bewahren sein Andenken mit einem letzten Bruch auf sein zu frühes Grab. Für seine ehemaligen Mitarbeiter: Scheer, Forstmeister, Forstamt Lahnstein

Am 5. Juni 1955, ist mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, Georg Schnepf, Dipl.-Landwirt und Direktor a. D., nach einem arbeitsreichen Leben und einem mit großer Geduld ertragenen Leiden, im 70. Lebensjahre, heimgegangen. Im Namen der Trauernden: Alma Schnepf, geb. Köllges. Dr. med. Hanna Fischer, geb. Schnepf. Paula Schnepf, Landw.-Assessorin. Metgethen und Königsberg, jetzt: Nürnberg, Goethestraße 10, und Grub. Obb.

Am 16. Juni 1955 entschlief, fern seiner geliebten Heimat, unser lieber Vater, Schwieger- und Großvater, der Altbauer Gustav Geschonke, im 84. Lebensjahre. In stiller Trauer: Ewald Geschonke. Elise Geschonke, geb. Borchert. Frdr. Wilhelm Geschonke und Frau. Waldemar Geschonke. Schiffuß, Ostpreußen. Jetzt: Wagenfeld-Hasslingen, Kreis Diepholz

Gott, der Herr, nahm am 21. Mai 1955, meinen innigstgeliebten Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, Max Stege, durch einen sanften Tod, nach kurzem, schwerem Leiden, im Alter von 56 Jahren, zu sich in sein himmlisches Reich. In stiller Trauer: Gertrud Stege, geb. Blöeck. Bruno Stege und Frau Irene, geb. Heidel. 2 Enkelkinder und alle Anverwandten. Waldhausen, Kreis Insterburg, jetzt: Düsseldorf, Schumannstraße 67

Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Es hat Gott, dem Herrn gefallen, am 25. Juni 1955, um 8.30 Uhr, nach längerem, in Geduld getragenem Leiden, nach vollendetem 64. Lebensjahre, meine innig geliebte Frau und tapferen Lebenskameraden, unsere liebe Mutter, Schwieger- und Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Magdalene Neukamm, geb. Rezat, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Gustav Neukamm. Alfred Neukamm und Frau Ruth, geb. Nitzgen. Walter Neukamm und Frau Ruth, geb. Waller. Hans-Dieter und Gisela, als Enkelkinder. Dr. Georg Rezat und Frau Gisela und alle Anverwandten. Tilsit, Tilsit-Preußener Schule. Jetzt: Bünde, Westf., den 25. Juni 1955, Holtkampstraße 60

Am 28. Juni 1955 ging unsere liebe Mutti und Omi, Anna Breit, geb. Hellwich, aus Königsberg Pr., im Alter von 72 Jahren, zur ewigen Ruhe. In tiefer Trauer: Bruno Breit und Frau Edith, geb. Kuhnke. Burkhard, Dietmar, Gundula, als Enkel. Königsberg, Am Ausfalltor 43, jetzt: Nürnberg, Ödenberger Straße 71

Zum Gedenken. Am 11. Juli 1955 jährt sich zum dritten Mal, der traurige Tag, an dem meine liebe, unvergessliche Frau, unsere liebe, gute Mutter, Natalie Grunenberg, ihre lieben Augen für immer schloss. Ihr Leben war aufopfernde Liebe und Sorge für uns. In stiller Trauer: Hugo Grunenberg. Alfons Grunenberg. Hugo Grunenberg, jun. Benno Grunenberg. Früher: Gr.-Klaussitten, Kreis Heilsberg, jetzt: Ahlen, Westf., Im Kühl 13a

Plötzlich und unerwartet verschied am zweiten Pfingstfeiertag in Duisburg, woselbst sie an der 700-Jahr-Feier der Stadt Königsberg Pr. teilnehmen wollte, meine liebe Frau, meine gute, unvergessliche Mutti, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante, Frau Margarete Barzik, verw. Rasum, geb. Loem, im Alter von 57 Jahren. In tiefer Trauer: August Barzik, Post-Betr.-Ass. a. D. Ursula Loerzer. Erich Loerzer. Ute, als Enkelkind. Früher: Drigelsdorf, Kreis Johannisburg, Ostpreußen. Jetzt: Windesheim, Kreis Bad Kreuznach, Rinderweg 2

Müh und Arbeit war ihr Leben, treu und fleißig ihre Hand. Ruhe hat ihr Gott gegeben, denn sie hat sie nie gekannt. Ich konnte dich nicht mehr erfreuen, nicht eine Handvoll Blumen auf dein kühles Grab die streuen. Ich konnte dich nicht sterben sehen, auch nicht an deinem Grabe stehen. Am 11. Juli 1955, jährt sich zum zehnten Mal der Todestag meiner unvergesslichen, lieben Frau, Johanna Grüneberg. In Liebe gedenke ich deiner. Walter Grüneberg. Königsberg Pr.-Charlottenburg, Haynstraße 11, jetzt: Hamburg 34, Billstedt 1

Was wir bergen in den Särgen ist der Erde Kleid. Was wir lieben ist geblieben, bleibt in Ewigkeit. Zum Gedenken. Am 7. Juli 1952 entschlief nach der Geburt ihres zweiten Töchterchens, meine einzige, geliebte Tochter, Frau Anneliese Schaper, geb. Laaser, geb. 11.03.1926 in Tilsit. Gleichzeitig gedenke ich in stiller Trauer meines geliebten Mannes, Kranführer Heinrich Laaser, früher: Tilsit, Sprosserweg 18, der am 7. Oktober 1944 in Hildesheim verstorben ist. In tiefem Leid: Frau Helene Laaser. Edda und Ute, als Kinder. Zurzeit bei Familie Schmidtke, Steinhorst, im Juli 1955, über Bad Oldesloe

Am 13. Todestage unseres guten Vaters, hat Gott, unsere liebe, treusorgende Mutter, Oma und Tante, Stellmachermeisterwitwe, Frau Franziska Lux, geb. Groß, im 66. Lebensjahre, zu sich genommen. In tiefer Trauer: Hans Lux, Sohn. Gertrud Driendl, geb. Lux. Max Driendl und Enkel Karl Heinz. Hedwig Weinert, geb. Lux. Kurt Weinert. Hohenstein, Ostpreußen, jetzt, München 8, Aufleger Straße 12 I

Am 23. Juni 1955, ist nach kurzer, schwerer Krankheit, mein lieber Mann, mein guter Vater, unser sorgender Bruder und Schwager, der Hauptschulrektor i. R. Otto Kirschning, früher: Seckenburg, Elchniederung, kurz vor Vollendung seines 73. Lebensjahres, in Frieden entschlafen. Er wurde in Herford zur letzten Ruhe gebettet. In stiller Trauer: Minna Kirschning, geb. Ambrassat. Edith Kirschning. Gustav Kirschning, sow. bes. Zone. Trude Mertens, geb. Kirschning, Lüneburg. Max Kirschning und Frau Lene, Rendsburg. Robert Weske. Herford, Westf., Uhlandstraße 18



[OWP] Allensteiner Index

Date: 2014/06/16 11:06:06
From: Bernhard Ostrzinski <bernhardostrzinski(a)web.de>

Hallo Interessierte,

 

der Index wurde ergänzt mit  2220 Einträgen:

Hagenau ( Sterberegister 1885 ) sowie

Fürstenwalde ( Geburten 1887  und 1888)

Ostrowitt Geburts-Heirats und Sterberegister komplett

Löbau ( weitere Ergänzungen),

sowie Ergänzungen zum Standesamt Plautzig ( Geburten und Sterberegister bis
1902.

 

 <http://www.vffow-buchverkauf.de/> http://www.vffow-buchverkauf.de/

 

Benutzer Gast

Passwort: vffow

 

Damit sind insgesamt 216.825 Einträge erfasst.

Auf die Daten wurde mehr als 98.000 mal zugegriffen!

Es besteht immer die Möglichkeit sich an der weiteren

Erfassung der Daten zu beteiligen.

Die Nutzung des Index zeigt doch das bestehende Interesse.

(Ich weiß natürlich das es keine 98.000 Personen sind).

Gruß

Bernhard

 

[OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area

Date: 2014/06/16 12:35:05
From: HAL WILSON <halwilson(a)btinternet.com>

Hi Everyone
Can any one tell me if there is a list anywhere which shows which  villages make up each standesamt listed on the  Archiwum Panstwowe  Wolsztynie site?
For example the standesamt Mortung page has records related to Wulka/Mortung/Rakowitz/Linnowitz and several others.
Many Thanks 
Hal

[OWP] Traueranzeige Labiau

Date: 2014/06/16 12:42:32
From: Anke Bojahr <anke.bojahr(a)osnanet.de>

Liebe Listenmitglieder,
heute bei uns in der "Neuen Osnabrücker Zeitung":

Erika Scheinert (geb. Kallweit)

*10.02.1941 Königsgrätz Krs. Labiau
+ 20.05.2014 Osnabrück

Viele Grüße und einen schönen Wochenstart

[OWP] Masurische Biene Nr. 37

Date: 2014/06/16 14:38:04
From: Marc Plessa <plessa(a)web.de>

Liebe Mitforscher,

die aktuelle Masurische Biene Nr. 37 ist auf der Homepage der Historischen
Masurischen Vereinigung verfügbar!

Auch diesmal bietet sie Neuigkeiten aus unserer Arbeitsgemeinschaft und zu unserem Forschungsgebiet.

Mit den besten Grüßen,

Marc Plessa
--
Ahnenforscher in Ostpreußen und im Sauerland -
http://www.marc-plessa.de/privat/
Öffentlichkeitsreferent der HMV -
http://www.historische-masurische-vereinigung.de
Mitglied im VFFOW - http://www.vffow.de
Mitglied in der Kreisgemeinschaft Ortelsburg -
http://www.kreisgemeinschaft-ortelsburg.de/

[OWP] interessante web-site

Date: 2014/06/16 22:01:16
From: Susanne Buck <susanne_buck(a)web.de>

   Hallo,

   ich suche die Fam. Seidel aus Goldenau. Leider weiss ich so gut wie
   nichts, ausser, dass meine Oma, Hedwig Rosa Seidel, 1919 in Goldenau
   geboren wurde. Bei der Suche bin ich auf eine interessante Seite
   gestossen.

   http://www.goerke.us/genealogy/

   Vielleicht ist diese Seite ja auch fuer euch interessant. Es gibt viele
   Ort, Fotos und mehr aus Ost- und Westpreussen (frueher und heute)

   Liebe Gruesse
   Susanne

Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area

Date: 2014/06/17 00:11:33
From: Jan Schefers <ow-preussen.mailings(a)familie.schefers.org>

Hi Hal,

there are directories available showing which village belongs to which civil registration office ("Standesamt"). You should get a copy of the "Gemeindelexikon" for East Prussia. This is available in many public libraries, but unfortunately I have not found it on the www. Maybe it is available on microfilm by the LDS church.

This directory shows for every "Kreis" (county) which towns/villages belong to it. For every town you can find the assignment to protestatic and catholic churches, and also to the civil registration office ("Standesamtsbezirk").

But please note, that the assignment to a certain civil registration office might change. So the assignments shown in the directory mentioned above only show the assignment at the publishing date of that directory.


Regards,
Jan



HAL WILSON schrieb am 16.06.2014 12:32 Uhr:
Hi Everyone
Can any one tell me if there is a list anywhere which shows which  villages make up each standesamt listed on the  Archiwum Panstwowe  Wolsztynie site?
For example the standesamt Mortung page has records related to Wulka/Mortung/Rakowitz/Linnowitz and several others.
Many Thanks
Hal
_______________________________________________
OW-Preussen-L mailing list
OW-Preussen-L(a)genealogy.net
http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l

[OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area

Date: 2014/06/17 14:07:30
From: HAL WILSON <halwilson(a)btinternet.com>

Hi Jan
Thanks .
I have just checked for libraries in the UK but none hold the  book.Looks like a trip to the local LDS church.
Regards Hal

Date: Tue, 17 Jun 2014 00:04:52 +0200
From: Jan Schefers <ow-preussen.mailings(a)familie.schefers.org>
Subject: Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area
To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID: <539F6A04.6060403(a)familie.schefers.org>
Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed

Hi Hal,

there are directories available showing which village belongs to which 
civil registration office ("Standesamt"). You should get a copy of the 
"Gemeindelexikon" for East Prussia. This is available in many public 
libraries, but unfortunately I have not found it on the www. Maybe it is 
available on microfilm by the LDS church.

This directory shows for every "Kreis" (county) which towns/villages 
belong to it. For every town you can find the assignment to protestatic 
and catholic churches, and also to the civil registration office 
("Standesamtsbezirk").

But please note, that the assignment to a certain civil registration 
office might change. So the assignments shown in the directory mentioned 
above only show the assignment at the publishing date of that directory.


Regards,
Jan

Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area

Date: 2014/06/17 15:31:51
From: Mark F Rabideau <linux(a)eirenicon.org>

You can try: http://genwiki.genealogy.net/Ostpreu%C3%9Fen/Genealogische_Quellen
Pax vobiscum,

Pax vobiscum,
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*Mark F. Rabideau,* *Owner/ Manager of:
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CMMI Institute Authorized High Maturity SCAMPI Lead Appraiser # 0100059-00
SIX SIGMA Master Black Belt Certificate #3167140TY463591U
*PEP, Inc*.:_http://www.pep-inc.com_ <http://www.pep-inc.com/> *eirenicon l.l.c.*:_http://www.eirenicon.org_ <http://www.eirenicon.org/>

/*"*//*The privilege of a lifetime is being who you are.*//*"
*//*- Joseph Campbell*/

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/*The information transmitted is intended only for the person or entity to which it is addressed and may contain confidential and/or privileged material. Any review, retransmission, dissemination or other use of, or taking of any action in reliance upon, this information by persons or entities other than the intended recipient is prohibited. If you received this in error, please contact the sender and delete the material from any computer.*/

On 06/17/2014 05:04 AM, HAL WILSON wrote:
Hi Jan
Thanks .
I have just checked for libraries in the UK but none hold the  book.Looks like a trip to the local LDS church.
Regards Hal

Date: Tue, 17 Jun 2014 00:04:52 +0200
From: Jan Schefers <ow-preussen.mailings(a)familie.schefers.org>
Subject: Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area
To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID: <539F6A04.6060403(a)familie.schefers.org>
Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed

Hi Hal,

there are directories available showing which village belongs to which
civil registration office ("Standesamt"). You should get a copy of the
"Gemeindelexikon" for East Prussia. This is available in many public
libraries, but unfortunately I have not found it on the www. Maybe it is
available on microfilm by the LDS church.

This directory shows for every "Kreis" (county) which towns/villages
belong to it. For every town you can find the assignment to protestatic
and catholic churches, and also to the civil registration office
("Standesamtsbezirk").

But please note, that the assignment to a certain civil registration
office might change. So the assignments shown in the directory mentioned
above only show the assignment at the publishing date of that directory.


Regards,
Jan
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http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area

Date: 2014/06/17 15:42:30
From: Mark F Rabideau <linux(a)eirenicon.org>

Hier ist noch 'was: http://www.maleko.org/ostpreussen.htm
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On 06/17/2014 05:04 AM, HAL WILSON wrote:
Hi Jan
Thanks .
I have just checked for libraries in the UK but none hold the  book.Looks like a trip to the local LDS church.
Regards Hal

Date: Tue, 17 Jun 2014 00:04:52 +0200
From: Jan Schefers <ow-preussen.mailings(a)familie.schefers.org>
Subject: Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area
To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID: <539F6A04.6060403(a)familie.schefers.org>
Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed

Hi Hal,

there are directories available showing which village belongs to which
civil registration office ("Standesamt"). You should get a copy of the
"Gemeindelexikon" for East Prussia. This is available in many public
libraries, but unfortunately I have not found it on the www. Maybe it is
available on microfilm by the LDS church.

This directory shows for every "Kreis" (county) which towns/villages
belong to it. For every town you can find the assignment to protestatic
and catholic churches, and also to the civil registration office
("Standesamtsbezirk").

But please note, that the assignment to a certain civil registration
office might change. So the assignments shown in the directory mentioned
above only show the assignment at the publishing date of that directory.


Regards,
Jan
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http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ow-preussen-l


Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area

Date: 2014/06/17 15:49:25
From: Krings <quirin(a)malmedy.com>

Et cum spiritu tuo !!!!

-----Message d'origine-----
De : ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net
[mailto:ow-preussen-l-bounces(a)genealogy.net] De la part de Mark F Rabideau
Envoyé : mardi 17 juin 2014 15:12
À : OW-Preussen-L
Objet : Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area

Hier ist noch 'was: http://www.maleko.org/ostpreussen.htm
Pax vobiscum,

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On 06/17/2014 05:04 AM, HAL WILSON wrote:
> Hi Jan
> Thanks .
> I have just checked for libraries in the UK but none hold the  book.Looks
like a trip to the local LDS church.
> Regards Hal
>
> Date: Tue, 17 Jun 2014 00:04:52 +0200
> From: Jan Schefers <ow-preussen.mailings(a)familie.schefers.org>
> Subject: Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area
> To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
> Message-ID: <539F6A04.6060403(a)familie.schefers.org>
> Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed
>
> Hi Hal,
>
> there are directories available showing which village belongs to which
> civil registration office ("Standesamt"). You should get a copy of the
> "Gemeindelexikon" for East Prussia. This is available in many public
> libraries, but unfortunately I have not found it on the www. Maybe it is
> available on microfilm by the LDS church.
>
> This directory shows for every "Kreis" (county) which towns/villages
> belong to it. For every town you can find the assignment to protestatic
> and catholic churches, and also to the civil registration office
> ("Standesamtsbezirk").
>
> But please note, that the assignment to a certain civil registration
> office might change. So the assignments shown in the directory mentioned
> above only show the assignment at the publishing date of that directory.
>
>
> Regards,
> Jan
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Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area

Date: 2014/06/17 22:46:40
From: Jan Schefers <ow-preussen.mailings(a)familie.schefers.org>

Hi Hal,

ok, I will send you scans of the pages you need by mail as attachments are not possible in this mailing list.


Regards,
Jan



HAL WILSON schrieb am 17.06.2014 13:04 Uhr:
Hi Jan
Thanks .
I have just checked for libraries in the UK but none hold the  book.Looks like a trip to the local LDS church.
Regards Hal

Date: Tue, 17 Jun 2014 00:04:52 +0200
From: Jan Schefers <ow-preussen.mailings(a)familie.schefers.org>
Subject: Re: [OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area
To: OW-Preussen-L <ow-preussen-l(a)genealogy.net>
Message-ID: <539F6A04.6060403(a)familie.schefers.org>
Content-Type: text/plain; charset=ISO-8859-1; format=flowed

Hi Hal,

there are directories available showing which village belongs to which
civil registration office ("Standesamt"). You should get a copy of the
"Gemeindelexikon" for East Prussia. This is available in many public
libraries, but unfortunately I have not found it on the www. Maybe it is
available on microfilm by the LDS church.

This directory shows for every "Kreis" (county) which towns/villages
belong to it. For every town you can find the assignment to protestatic
and catholic churches, and also to the civil registration office
("Standesamtsbezirk").

But please note, that the assignment to a certain civil registration
office might change. So the assignments shown in the directory mentioned
above only show the assignment at the publishing date of that directory.


Regards,
Jan
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[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 29, Tei l 1

Date: 2014/06/17 23:47:25
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Folge 29 vom 16.07.1955

Seite 4   Ein deutsches Arztschicksal
Am 20. Juni 1955 begann für den 66 Jahre alten Dr. Martin Claus, Hautspezialist aus Berlin, ein neues Leben. Er stieg aus dem großen Überseeflugzeug und stand auf amerikanischem Boden, um gleich darauf seine nächsten Angehörigen in die Arme zu schließen. Die elfjährige Enkelin hatte er bis zu diesem Tage noch nie gesehen. Und Frau und Tochter waren ihm während der langen Trennung schon fast Unbekannte geworden. Zehn Jahre waren nämlich vergangen, seit ihn die sowjetischen Besatzungsstreitkräfte verhafteten und in das berüchtigte KZ Sachsenhausen einlieferten. Fünf Jahre hielten ihn die Sowjets dort fest. Da er als Lagerarzt eingesetzt wurde, konnte er aufschlussreiche Angaben über den Gesundheitszustand der Häftlinge machen, als er seine Freiheit wieder erlangte. Er berichtete, dass besonders Tuberkulose unter den 14 000 Lagerinsassen stark verbreitet sei, und zehn von elf Häftlingen, die an dieser Krankheit litten, starben.

Das Lager Sachsenhausen, führte er aus, sei in erster Linie mit Deutschen belegt, obwohl es jedoch auch etwa siebenhundert sowjetische Inhaftierte gäbe, die von den Besatzungsbehörden der Sowjetzone zu Strafen verurteilt seien. Die medizinische Behandlung entspreche in gar keiner Weise den modernen Errungenschaften auf diesem Gebiete und sei mit den Bestimmungen der Genfer Konvention über die Behandlung von Gefangenen nicht vereinbar.

1950 wurde Dr. Claus den kommunistischen Behörden des sowjetischen Sektors von Berlin übergeben, die ihn als Kriegsverbrecher und Teilnehmer am Sterilisierungsprogramm der Nazis anklagten. Dr. Claus verteidigte sich unwiderlegbar, in dem er bewies, dass er mit diesen Dingen nicht das Geringste zu tun gehabt habe. Der Staatsanwalt behauptete jedoch einfach, dass er Freunde gehabt haben müsse, die an diesem Programm beteiligt gewesen seien, und so verurteilte ihn das Gericht zu 25 Jahren Zuchthaus in Waldheim. Die ganze Verhandlung habe eine Viertelstunde gedauert, berichtete Dr. Claus. Eine Viertelstunde, die über das Leben eines unschuldigen Menschen entschied. Er hatte bei allem Unglück noch das Glück, während der im Jahre 1954 erfolgten Teilamnestie entlassen zu werden. Im Westsektor Berlins kurierte er sich aus und sieht heute wieder gesund aus. Über die gestohlenen Jahre seines Lebens spricht er ohne Hass, mit äußerster Sachlichkeit. Im Kreise seiner Familie, die inzwischen nach den Vereinigten Staaten ausgewandert ist und ihn nun auf dem Flugplatz Washington in die Arme schließen konnte, wird Dr. Claus einen neuen Lebensabschnitt beginnen, ein Leben in Freiheit weitab von den Segnungen des roten Regimes.

Seite 5 Drüben lag die Mandschurei. Landsmann Masuhr war im fernsten Asien. Arbeitssklaven, Tiger und Gold Bild: Gerda Masuhr, die Schwester des Erzählenden mit anderen Schicksalsgefährtinnen bei der Arbeit in Sibirien. Die Frauen müssen schwere Holzarbeiten verrichten.
Dritte Fortsetzung
Johannes Masuhr aus Klausmühlen bei Memel, vor wenigen Wochen aus sowjetischer Gefangenschaft in Sibirien zurückgekehrt, wurde im April 1947 in Heydekrug im Memelland zu zehn Jahren Straflager verurteilt. Er sollte ein Partisan gewesen sein. Als Verbrecher wurde der Sechzehnjährige in den östlichen Teil Sibiriens, an die Grenze der Mandschurei gebracht. Dort arbeitete er als Holzfäller in den riesigen Urwäldern. Er lebte achteinhalb Jahre unter Angehörigen aller Völkerschaften Asiens. Seine Mutter und seine Schwester aber befinden sich immer noch in der Verbannung in Mittelsibirien. An den Ufern des Jennissei arbeiten sie in einem Sägewerk. Dies berichtet Johannes Masuhr:

Unruhige Nächte
In einer Woche sollte es soweit sein. Wir wollten fliehen. Munition und etwas Verpflegung hatten wir uns auf dunklen Wegen besorgt und im Walde bei unserer Arbeitsstelle versteckt. In den letzten Tagen war ich sehr nervös und hatte Angst vor den Folgen unseres Planes. Ich schlief keine Nacht mehr. Immer wieder schreckte ich auf und fühlte, wie mir der kalte Schweiß ausbrach. Was würde geschehen, wenn uns jemand bei unseren Unterhaltungen belauscht hätte oder wenn die MWD das Versteck im Walde zufällig finden würde? Dem Litauer ging es genau so wie mir. Nur Ushumato war gleichmütig wie immer und lächelte in sich hinein.

An dem Tage, an dem wir fliehen wollten, schien anfangs alles zu klappen. Ich trat mit den beiden Kameraden zusammen an und wurde mit ihnen an einen Arbeitsplatz gestellt. Wir wollten gegen Mittag, wenn die Arbeit für eine halbe Stunde ruhte, im Walde verschwinden. Doch kurz vor der Mittagszeit rief mich der Natschalnik und teilte mich einer anderen Gruppe als Holzfäller zu. Wieder schien alles quer zu gehen. Hatte man uns verraten?

Plötzlich fielen Schüsse
In der Mittagspause hörten wir plötzlich Schüsse im Wald. Wir fuhren zusammen. Die MWD-Soldaten, die uns bewachten, liefen verstört hin und her. Alle Häftlinge wurden auf unserer Lichtung zusammengetrieben. Es wurde abgezählt. Ushumato und Vyskopaitis fehlten. Ein paar Soldaten schwärmten aus und suchten den Wald ab. Sie kamen schon nach ein paar Minuten zurück und schleppten zwei Tote mit sich. Es war ein Krimineller, der bei der MWD als zuverlässig galt und als Hilfsposten, mit einem Gewehr ausgerüstet, uns bewachte, und ein junger MWD-Soldat, der gerade ein Jahr diente. Wir wurden mit großer Eile in das Lager zurückgetrieben. Die Posten wurden alarmiert und sprangen auf Lastwagen, die der Taiga zurasten. Tagelang haben die Soldaten und auch ein paar Trapper gesucht. Auch Hunde hatten sie dabei. Von Vyskopaitis und Ushumato fehlte jede Spur.

Spurlos im Urwald verschwunden
Die beiden hatten dem Häftling, der sie bewachte, den Schädel eingeschlagen und ihm das Gewehr abgenommen. Dann erschossen sie den Soldaten und nahmen ihm die Maschinenpistole fort. Alles war so schnell gegangen, dass die anderen Posten erst aufmerksam wurden, als die Schüsse knallten. Die Suchkommandos streiften bis weit in die Taiga hinein. Sie stießen auf ein Blockhaus. Es lag in der Richtung, in der der Litauer und der Japaner geflohen waren. Vor der Tür der Hütte lag der Trapper. Er war erschossen. In der Hütte lagen die Frau und das sechsjährige Kind in ihrem Blut. Vyskopaitis und Ushumato hatten diese Menschen umgebracht, um keine Zeugen zu hinterlassen, die etwas über ihre Flucht aussagen konnten. Die Suchkommandos haben die beiden nicht gefunden. Vielleicht ist ihnen die Flucht tatsächlich geglückt.

Mutter schreibt aus Sibirien
Bald nachdem dies geschehen war, wurde Johannes Masuhr mit einigen anderen Häftlingen einer Etappe zugeteilt. Wieder ging es auf die Reise in den Viehwaggons, in denen die Gefangenen, bis zu sechzig Mann zusammengepfercht, tagelang leben mussten. Über Buchtewanina ging die Fahrt diesmal nach Westen. 12 Tage war die Etappe unterwegs, bis man die Gefangenen in Krasnojarsk, einer Stadt in Mittelsibirien, auslud. Johannes Masuhr wurde nach Reschote, einer kleinen Stadt zwischen Krasnojarsk und Irkutsk transportiert. Dort war seine Reise vorläufig zu Ende. Ein neues Lager nahm ihn auf. Dieses Lager mit der Nummer 235/11/1 war nicht so groß, wie das Chabarowsker. Auch hier arbeitete ich im Walde, nur dass wir hier Motorsägen zum Fällen der Bäume gestellt bekamen. Auch die Verpflegung war besser als in Buchtewanina und Chabarowsk. Ich war im Sommer 1951 nach Reschote gekommen. Schon nach vier Monaten erhielt ich wieder einen Brief von meiner Mutter. Diesmal kam er aus der Gegend von Irkutsk am Baikalsee in Sibirien. Ich glaubte meinen Augen nicht trauen zu können.

Hier müssen wir sterben
Das stand in dem Brief:
Wir wurden Ende 1948 von Petrellen abtransportiert. Ein paar Tage davor haben wir deine Großmutter begraben müssen. Bei der Miliz sagte man uns, wir kämen fort, weil du ein Verbrecher bist. Jetzt leben wir schon drei Jahre in Sibirien. Bei mir ist deine Tante U. und deine Schwester. Wir leben in keinem Lager, sondern sind Verbannte und sind in einem Dorf nicht verlassen. Deine Schwester und Tante U. müssen im Walde Männerarbeit machen. Ich brauche seit einem Monat nicht mehr zu arbeiten, sondern führe den Haushalt. Wir haben alle drei ein Zimmer. Als wir noch vier waren, war es sehr eng. Jetzt aber, nachdem deine Kusine H. gestorben ist, ist mehr Platz. Ich sehne mich so nach der Heimat und muss immer an die Zeit denken, wo wir alle noch auf unserm Hof in Klausmühlen lebten. Damals war es doch so schön. Wir haben es nur nicht gewusst, wie gut es uns ging. Damals war auch noch dein Vater bei uns. Wo mag er heute sein? Ich habe seit seinem letzten Brief kurz vor Kriegsende nichts mehr von ihm gehört. Ob er noch am Leben ist? Mein lieber Sohn, ich bete jeden Abend für dich. Verzage nicht! Auch für dich wird einmal die Stunde der Freiheit schlagen. Ich weiß nicht, ob wir uns noch einmal wiedersehen werden. Unser Natschalnik hat mir gesagt, wir müssen hier bleiben bis wir gestorben sind. Jetzt durfte ich auch an meine Mutter schreiben, denn sie war ja in der UdSSR. Bis zu meiner Entlassung bekam ich regelmäßig Post von der Mutter oder von meiner Schwester. So weiß ich ganz genau, wie die beiden dort am Baikalsee leben. In dem Verbanntendorf, in dem die Schneidemühle steht, in der meine Schwester und die Tante seit 1953 arbeiten, leben viele verbannte Deutsche, die bei Kriegsende nicht mehr ins Reich flüchten konnten. Meist sind es Frauen. Sie können sich an ihrem Wohnort frei bewegen und erhalten für ihre Arbeit auch eine Bezahlung.

Mutter schickte Bilder
In einem dieser Briefe lagen auch Aufnahmen bei, die einer der russischen Vorarbeiter von meinen Familienangehörigen gemacht hatte. Ich bekam sie anstandslos ausgehändigt und es gelang mir auch, sie durch alle Filzungen bis nach Deutschland durchzubringen. Meine Mutter und die Tante habe ich auf diesen Bildern kaum erkennen können. Sie sahen so ganz anders aus, als ich sie in der Erinnerung hatte. Sie hatten schon einen sibirischen Zug im Gesicht. Das muss wohl an der Umgebung und an der Kleidung liegen, denn auch im Lager konnte man kaum noch Deutsche von Russen unterscheiden. 1953 endlich bekam ich auch einen Brief aus Deutschland. Er war von meinem Vater. Er schrieb mir, dass er nach Kriegsende in englischer Gefangenschaft gewesen sei und in Eckernförde an der Ostsee in Schleswig-Holstein lebe. In seinem Beruf als Landwirt hat mein Vater keine Arbeit gefunden. Er schlug sich mit Hilfsarbeiten durch und war oft arbeitslos. Er schrieb sehr erstaunt darüber, dass ich in Gefangenschaft war und konnte sich das nicht erklären, da er wusste, dass ich nicht Soldat geworden war. Ich konnte ihm aber nicht mitteilen, aus welchem Grunde ich im sibirischen Lager saß. Diesen Brief meines Vaters habe ich dann gleich an meine Mutter weitergeschickt. Sie hat auch an ihn geschrieben. Aber es kam nie eine Antwort. Heute weiß ich, dass dieser Brief der Mutter meinen Vater niemals erreicht hat. Meine Mutter aber schrieb mir, dass sie jetzt jede Kopeke sparen, um das Reisegeld nach Deutschland zusammenzubekommen. Sie müssen die Fahrt selbst bezahlen und hoffen, dass sie bald zurückkehren können. Bis 1952 waren wir im Lager Reschote mit Kriminellen zusammen. Die meisten von diesen Kerlen waren Jugendliche vom 16. Lebensjahr ab. Manche hatten zehn Jahre bekommen, die meisten aber waren zu Strafen von fünfzehn bis zu fünfundzwanzig Jahren verurteilt. Diese Verbrecher übten eine Schreckensherrschaft aus. Sie waren Vertrauensleute der MWD und dünkten sich Menschen höherer Klasse, als die Politischen, zu denen auch ich gehörte. Das kam daher, weil all diese Kriminellen Jungkommunisten gewesen waren und zu der Kategorie derer gehörten, die man nach leninistischer Lehre für besserungsfähig hält, während Politische nach Ansicht der Bolschewisten kaum zu bessern sind.

Berufsverbrecher
Unter den Urki und Produrki, wie man sie nennt, gab es viele Mörder. Diese Menschen hatten oft schon als Kinder gemordet. Sie gehörten zu dem Heer der Millionen von Besprisornikis. Das sind Kinder, die keine Eltern mehr haben und aus den Heimen, in denen sie vom Staat erzogen werden, ausbrachen. Sogar der Sibirien-Expreß wird hin und wieder von einer nach Hunderten von Kindern zahlenden Schar bewaffneter Besprisorniki angehalten und die Reisenden ausgeraubt. Wer sich widersetzt, wird von den Kindern erschossen. Die Besorisorniki sind noch heute in Russland eine Landplage und erhalten dauernd Zuzug aus den staatlichen Erziehungsanstalten. Im Lager erkannte, man einen Urka daran, dass er sich vor jeder körperlichen Arbeit drückte, sehr selbstbewusst auftrat und einen starken Tee trank, wann immer er konnte. Dieser Tee, er heiß in der Lagersprache, Tschifir, war so stark, dass man davon betrunken wurde. Die Urki hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Jeder Neuzugang aus dem Lager für kriminelle Jugendliche war schon tagelang vorher in den Kreisen der Banditen bekannt.

Sie spielten um einen Kopf
Ein Mensch ist weniger wert als ein Hund, sagte eines Tages einer dieser Kerle zu mir. Du bist noch weniger als ein Mensch, du Politischer, deshalb machst du meine Arbeit mit. Tust du es nicht, bis du morgen kalt. Ich war gewarnt worden und wagte nicht, diesem schmächtigen Bürschchen von sechzehn Jahren zu widersprechen. Hätte ich es getan, wären in der Nacht die Urki über mich hergefallen. Ich wäre nicht am Leben geblieben. So schuftete ich für den Jungen mit. Die Urki, es waren mehrere in meiner Brigade, saßen, während wir arbeiteten, am Waldrand und spielten Karten. Das war eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Gegen Mittag hatte der Junge, der mich anpöbelte, sein ganzes Geld verspielt. Wir machten eine Pause und saßen in der Nähe der jugendlichen Verbrecher.
Die Urki stritten sich.
Kein Geld mehr? Fragte der Anführer der Banditen. Kleinigkeit, Mischa. Spielen wir eben um ein Köpfchen. Gute Idee, meinte der Sechszehnjährige. Verliere ich, muss ich ein Köpfchen abschneiden, gewinne ich, musst du es tun!
Der Sechzehnjährige verlor das Spiel. Er stand auf und kam auf mich zu.
Gib mir die Axt, forderte er. Ich zögerte. Die Axt, du politisches Schwein. Jetzt sollst du mal sehen, wie Urki arbeiten. Er bekam die Axt. Bis zum Abend arbeitete der Kerl mit mir im Walde. Er schlug den gefällten Bäumen die Äste ab. Geschafft hat er kaum etwas. Er war eben ein Urka und hatte zwei linke Hände. Am anderen Morgen herrschte im Lager große Aufregung. Vor einer Baracke lag ein Mann. Er war tot. Der Kopf fehlte. Es war einer der Rabotiages, wie man die noch leistungsfähigen Zwangsarbeiter im Lager bezeichnete. Wir rückten an diesem Tage nicht zur Arbeit aus. Alle Brigadiere wurden vom Kommandanten verhört. Niemand sagte, was wir am Tage vorher von den Urki gehört hatten. Auch die Brigadiere fürchteten die Rache der Verbrecher. Uns allen aber war klar, dass der Sechzehnjährige in der Nacht gemordet hatte, weil er einen Kopf beim Kartenspiel verlor. Der Mann, den er erschlug, galt in seiner Baracke und auch unter den anderen Häftlingen als ein Gegner der Urkiherrschaft im Lager. Schließlich aber kam die Wahrheit doch heraus. Der sechszehnjährige Mörder wurde zum Kommandanten geschleppt. Vor dem MWD-Offizier rühmte er sich höhnisch lachend seines scheußlichen Verbrechens. Er bekam dann zehn Jahre dazu und wurde in ein anderes Lager gebracht. Von seinen Verbrecherkameraden aber wurde er gefeiert wie ein Held. Man sprach noch lange in Urkikreisen von seiner kühnen Tat.

Wolgadeutsche Tragödie
In Reschote traf ich auch einen Wolgadeutschen. Er hieß Alexander Drippel und war in der Nähe von Samara geboren. Von ihm erfuhr ich einiges über die Leidensgeschichte der Wolgadeutschen, die mit der bolschewistischen Revolution im Jahre 1918 begann.

An beiden Ufern der unteren Wolga zwischen Saratow und Kuibyschew, dem früheren Samara, gab es im Jahre 1941 eine starke Kolonie von Deutschen meist schwäbischer Herkunft. In der Regierungszeit der Zarin Katharina II. wurden in den Jahren 1764 bis 1773 etwa 400 000 Deutsche in diesem Gebiet angesiedelt. Sie waren Besitzer größerer Bauernhöfe und machten durch ihre Tüchtigkeit aus dem brachliegenden Land zu beiden Seiten der Wolga ein fruchtbares Gebiet, das oft als der Garten Russlands bezeichnet wurde. Im Jahre 1914 betrug die Zahl dieser von den Zaren mit besonderen Rechten ausgestatteten Kolonisten etwa 600 000. Die Revolution vom Jahre 1917 und die sich daran anschließenden Kämpfe zwischen Weiß und Rot, die auch über das Land der Wolgadeutschen hinweggingen, verminderten die Anzahl der Ansiedler beträchtlich. 1936 lebten in dem Gebiet zwischen Saratow und Kuibyschew noch etwa 400 000 Menschen in der von den Bolschewisten gegründeten Wogadeutschen Sowjetrepublik. Als im Jahre 1941 die deutschen Armeen bis zur Wolga vorstießen wurde das Gebiet der Wolgadeutschen Republik auf Anordnung der Moskauer Regierung geräumt.

Auch Alexander Drippel wurde mit seinen Eltern und allen Nachbarn 1941 aus dem Land, in dem ihre Familien seit zweihundert Jahren gelebt und gearbeitet hatten, vertrieben. Er erzählte mir, dass die Familien damals auseinandergerissen wurden, dass man alle jungen Männer zur großen Arbeitsarmee (Trud-Armia) eingezogen und sie an vielen Orten Russlands und Sibiriens zur Arbeit eingesetzt hätte. Die nicht zur Arbeitsarmee gepressten Leute wurden abtransportiert, viele von ihnen wurden in der Gegend der Stadt Krasnojarsk am Jenisseistrom in Mittelsibirien angesiedelt. Wie schon ihre Vorfahren vor 200 Jahren mussten sie in der Wildnis ihre Ansiedlung selbst aufbauen und das Land urbar machen. Drippel berichtete auch, dass seine Angehörigen wie alle anderen Wolgadeutschen den Ort, an dem man sie angesiedelt hatte, nicht verlassen durften. Wöchentliche Kontrollen ihrer Anwesenheit werden durch die Miliz durchgeführt. Die jungen Leute aber, mit denen Alexander Drippel die Wolgadeutsche Republik verlassen musste, waren zum großen Teil noch nicht zu ihren Angehörigen zurückgekehrt. Er sagte mir, dass von 60 000 Wolgadeutschen, die zur Arbeit bei der Arbeitsarmee gepresst wurden, heute nur noch knapp siebentausend leben sollen. Obwohl Alexander Drippel, wie alle Wolgadeutschen, die ich in der Gegend von Krasnojarsk kennenlernte, das Russische nur gebrochen und mit stark deutschem Akzent sprach, waren diese Leute bei den Russen sehr geachtet. Viele junge Wolgadeutsche waren im Gebiet von Krasnojarsk gesuchte Arbeitskräfte. Russen erzählten mir, dass es den Wolgadeutschen an ihren Verbannungsorten viel besser geht als den russischen Verbannten. Sie führten das auf die außerordentliche Tüchtigkeit der Wolgadeutschen zurück. Fortsetzung folgt.

Seite 5   Warum Sabotage?
Kürzlich traf in Mettingen Frau Christel Kahnert, geb. Müller, ein, die elf Jahre lang eine grausame Leidenszeit in russischer Gefangenschaft durchstehen musste. Sie war 32 Jahre alt, als die Russen sie aus ihrem Heim in Friedland 1945 verschleppten. Mehrere Lager lernte sie kennen; 1948 wurde sie in den hohen kalten Norden des Riesenreichs gebracht. Zwei Jahre später musste sie Zwangsarbeit im nördlichen Teil Sibiriens verrichten; sie war durch ein Kriegsgericht verurteilt worden. In einem Lager kreiste ein Gedicht, das die Tyrannei der Sowjets anprangerte. Alle, die in den Verdacht kamen, dies Gedicht zu kennen, erhielten Zwangsarbeit wegen Sabotage. Im gleichen Lager befand sich die Schwester von Frau Kahnert, der aber das Glück widerfuhr, entlassen zu werden. Frau Kahnert musste noch nach Beendigung der völlig willkürlich verhängten Strafe ein Jahr in Sibirien verbringen, bis endlich die Reisepapiere aus Moskau einliefen. Sie lebt heute bei ihrer Schwester in Mettingen in der Sunderstraße.

Seite 6   Gumbinnen
Die Kreisgemeinschaft beklagt den plötzlichen Tod von zwei treuen Landsleuten:
Gärtnereibesitzer Hans Buchholz, geb. 19.12.1883, gestorben 15.05.1955 in Berlin; Lehrer Emil Muess, geb. 16.04.1892, gestorben 25.06.1955 in Reichenbach/Fils. Die Kreisgemeinschaft wird ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.

Seite 6   Suchanzeigen
Für die Schadensfeststellung werden noch weitere frühere Miteinwohner folgender früherer Königsberger Grundstücke gesucht: 1. Königsberg Pr., Kalthöfsche Straße 13; 2. Königsberg Pr., Neue Dammgasse 28a, Eingänge A und B. Nachricht erb. Hans Werner, Rickling, Holstein, Kreis Segeberg, Haus Lindenhof 8

Deutsche Lufthansa Werkstätten Königsberg Pr.! Suche ehemalige Angehörige der DLH Verw. Paul Jurgeleit, Essen-Steele, Lohmühlental 34

Wer kann Auskunft geben über Frau Auguste Bärwald, geb. Päetsch, aus Albehnen bei Brandenburg, Kreis Heiligenbeil? Nachricht erb. Anton Schröter, Stockach, Baden, Hauptstraße 30, früher Plaßwig, Kreis Braunsberg, Ostpreußen.

Gesucht wird Johann Bilitza, geb. 1901, letzte Nachricht vom August 1944, aus Rumänien. Feldpostnr. 09 969. Nachricht erb. Bilitza, Mainz-Gonsenheim, Möldersstraße 5, früher: Angerburg, Ostpreußen

Suche meinen Bruder, Paul Dzink, geb. 05.07.1931 in Labiau, Ostpreußen, Dammstraße 18, war zuletzt in Grulich, Glaserichstraße oder ähnlich, in einem Gaujugendheim. Wo befindet sich dieses Heim? Oder kann jemand Auskunft geben über meinen Bruder? Nachricht erb. Ruth Dzink, Berlin-Schöneberg, Klixstraße 5 III, bei Hug

Wer kann Auskunft geben über Herbert Guntau, Divisions-Pfarrer bei d. 384. Inf-Div., Feldpostnr. 31 766? Letzte Nachricht vom 20.08.1944, Rumänien. Letzter Wohnort Sommerau bei Dt.-Eylau. Nachricht erb. Frau Fr. Appel, früher Insterburg, Ostpreußen, jetzt zurzeit Böhmenkirch, Württ., Blumenstraße 16, bei Fr. Ketzmann

Mit Foto. Rußlandheimkehrer! Wer ist mit meinem Sohn, Ernst Freudenreich, geb. 27.04.1922, letzter Wohnort, Wermten bei Heiligenbeil, Ostpreußen, kam am 11.06.1944 von Horb nach Russland (Bobruisk) und am 29.06.1944 als vermisst gemeldet? Wer weiß etwas über ihn? Ferner suche ich meinen Mann, Heinrich Freudenreich, geb. 25.12.1892, letzter Wohnort, Wermten bei Heiligenbeil, Ostpreußen, wurde am 07.03.1945 in Danzig eingezogen. Er soll an den Beinen verwundet gewesen sein und soll zwischen Zoppot und Gotenhafen gewesen sein. Wer kann Auskunft geben? Unkosten werden erstattet. Nachricht erb. Anna Freudenreich (16) Nieder-Beerbach am Wingertsberg über Darmstadt

Suche Elektromeister Ernst Gawehn, Elektromeister Koslowski, Elektriker Fritz Stockmann, für den Beschäftigungsnachweis bei der Firma Elektrowisbar in Kreuzingen, Ostpreußen. Ferner Elektromeister Drunk vom Elektrizitätswerk Pillau und die Elektriker Otto Sieber, Otto Tepper, Kurt Hoffmann, für den Beschäftigungsnachweis bei dem Elektrizitätswerk in Pillau, Ostpreußen. Bruno Seidler, Hamburg-Lohbrügge, Lohbrügger Markt 20

Gesucht werden Ingrid Janke, geb. 19.11.1936 und Günter Janke, geb. 04.06.1938, aus Königsberg Pr., Tapiauer Straße 50, sind 1946 auf dem Bahnhof Königsberg gesehen worden. Sie wollten nach Litauen aber sind nicht mehr zurückgekehrt. Wer kann Auskunft geben über den letzten Aufenthalt der Kinder? Nachricht erbittet Ernst Janke, Oberursel/Taunus, Schulstraße 24

Gesucht wird Frau Auguste Klandat, aus Königsberg Pr., Hammerweg, geb. 06.09.1879 in Janellen, Kreis Angerburg, Ostpreußen. Nachricht erb. Fr. I. Frank, Bad Zwischenahn, Brummerforth 5

Suche Frau Berta Wiedenhus, geb. Gusek, aus Wartendorf, Kreis Johannisburg. Wer kann mir die Anschrift mitteilen? Unkosten werden erstattet. Frau Anna Solnerzik, geb. Kaminski, Wadersloh, Westf., Kreis Beckum, Bornefeld 85

Rußlandheimkehrer! Wer kann Auskunft geben über meinen Mann, Reichsbahnbeamter Erwin Kaehler, aus Tiefensee, Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen, geb. 22.04.1913 in Cavern, Kreis Preußisch-Eylau? Er wurde auf der Flucht am 16.03.1945 von den Russen bei Neustadt (Westpreußen) verschleppt. Soll im Lager Graudenz gewesen sein und von dort im Mai/Juni 1945 entlassen sein. Leider fehlt jedes Lebenszeichen von ihm. Wer war mit ihm zusammen und weiß etwas über sein Schicksal? Nachricht erb. Frau Martha Kaehler, geb. Henke, Bad Godesberg, Weißenburgstraße 17

Heimkehrer! Wer kann Auskunft geben über Obergefr. Willi Noch, geb. 31.01.1923 in Weinsdorf, Kreis Mohrungen, letzte Nachricht vom Juli 1944 aus Rumänien. Nachricht erb. seine Schwester Margarete Hinz, geb. Noch, Dinkelhausen 56, Kreis Northeim

Achtung! Suche Frau Marie Sturmann, Heilsberg, Neuhof Nr. 8. Sie lag 1945 in Braunsberg im Lazarett. Nachricht erb. Frau Charlotte Pallat, Rübenach bei Koblenz, Siedlung

Achtung Bartensteiner! Wer kann mir Auskunft geben über meinen Sohn Siegfried Utsch, geb. 28.05.1931 in Bartenstein, der im Febr. 1945 von Russen verschleppt wurde? Wem ist er in der Gefangenschaft begegnet? Nachricht erb. Frau Elsa Utsch, Villingen, Schwarzwald, Tannenhöhe II

Gesucht wird Anton Zaremba, geboren 05.05.1926, Jonkendorf, Kreis Allenstein, Ostpreußen, seit August 1944 in Rumänien vermisst. Nachricht erb. Franz Zaremba, Lübeck, bei der Lohmühle, Bar. 1 c

Seite 7   Wir gratulieren
Zum 94. Geburtstag
Am 10. Juli 1955, Frau Caroline Bohl, geb. Scharfschwerdt, aus Eisenberg, Kreis Heiligenbeil, jetzt bei ihrer Nichte Betty Plewka in Reutlingen, Württ., Königsberger Straße 53

Zum 93. Geburtstag
Am 15. Juli 1955, Frau Clara Heeder, aus Königsberg, Scharnhorststraße 20, jetzt in Bremen, Schwachhauser Heerstraße 264

Zum 90. Geburtstag
Am 10. Juli 1955, dem Schuhmachermeister August Godau, aus Kumehnen, Kreis Samland, jetzt bei seiner Tochter, Anna Rimarzik in Wahlstedt, Holstein, Ostpreußenweg 2

Am 16. Juli 1955, der Kirchschullehrerwitwe Clara Schoenwald, geb. Knuth, aus Rossitten, Kurische Nehrung. Frau Schoenwald verwaltete in der Heimat zwanzig Jahre die Postagentur. Von den noch lebenden Landsleuten aus Rossitten ist sie die älteste und auch die älteste Einwohnerin in (16) Elberg über Fritzlar, wo sie bei der Familie ihres Sohnes lebt.

Zum 89. Geburtstag
Am 1. Juli 1955, der Schuhmachermeisterwitwe Auguste Behrend, aus Friedland, jetzt bei ihrem ältesten Sohn Karl in Buxtehude, Hauptstraße 36

Am 16. Juli 1955, Fräulein Minna Hoepfner, aus Cranz, jetzt in Stadthagen, Schaumburg-Lippe, Am Stadtpark 6

Zum 87. Geburtstag
Landsmann Gottlieb Guseck, aus Gilgenburg, Kreis Osterode, jetzt Berlin N 65, Schulstraße 91/97, Altersheim

Zum 86. Geburtstag
Am 1. Juli 1955, Landsmann Bernhard Kurdelski, aus Osterode, jetzt in Berlin-Zehlendorf, Sundgaustraße 100.

Zum 85. Geburtstag
Am 23. Juli 1955, Frau Maria Dann, geb. Rose, aus Königsberg, Horst-Wessel-Straße, jetzt Traunstein, Obb., Siegsdorfer Straße 8a II.

Zum 84. Geburtstag
Am 12. Juli 1955, dem Landwirt Adam Pelka aus Schuttschen, Kreis Neidenburg, jetzt in Zarpen über Lübeck

Zum 83. Geburtstag
Am 17. Juli 1955, Fräulein Martha Frick, aus Tilsit, Garnisionstraße 21, jetzt mit ihrer Schwester in Billerbeck, Westf., Bockelsdorf 10

Zum 82. Geburtstag
Am 11. Juli 1955, dem Stellmachermeister Hermann Witt, aus Charlottenberg, bei Kraftshagen, Kreis Bartenstein, jetzt bei seiner Tochter, Frau Hopp, Kirchhellen, Wenkendick 19

Zum 80. Geburtstag
Am 1. Juli 1955, Frau Ida Hein, geb. Vogelsang, aus Kiuten, Kreis Heydekrug, später Königsberg, Hochmeisterstraße 3/4, jetzt in Wahlbach, Kreis Siegen

Am 5. Juli 1955, Frau Ida Krüger, geb. Bendrath, aus Kreuzburg, jetzt Berlin W 30, Bayreuther Straße 26.

Am 6. Juli 1955, Frau Johanna Sprenger, geb. Koy, aus Königsberg, Rathkestraße 9, jetzt in Hameln a. d. Weser, Kaiserstraße 38, in der Nähe ihres Schwiegersohnes Dr. med. Karl von Petzinger.

Am 8. Juli 1955, Frau Marie Zimmermann, aus Wuchsnig, Kreis Mohrungen, jetzt bei ihrer Tochter Frieda Gaud in Remminghausen bei Detmold, Meiersfelder Staße 12

Am 8. Juli 1955, dem Gutsbesitzer Otto Becker, aus Inglau, Kreis Schloßberg, jetzt mit seinen Kindern und Enkelkindern in Straßberg, Kreis Sigmaringen, Hohenzollern.

Am 12. Juli 1955, Landsmann Gustav Haase aus Gumbinnen, Roonstraße 5, jetzt bei seiner jüngsten Tochter Anni Saucke in Hohenzethen, Kreis Uelzen.

Am 18. Juli 1955, dem Bauern Ferdinand Knetsch aus Funken, Kreis Lötzen, jetzt mit der jüngsten Tochter in Lübeck, Schenkendorfstraße 8

Am 19. Juli 1955, dem Bäckermeister Bernhard Samland, aus Braunsberg, jetzt Grasdorf bei Hannover, Rethener Kirchweg 4

Zum 75. Geburtstag
Am 7. Juli 1955, dem Spediteur August Marchlowitz aus Ortelsburg, Markt 5, jetzt in Reichenbach – Fils, Neuwiesenstraße 7, wo er als Vertrauensmann der Landsmannschaft für die Schadensfeststellung tätig ist. Der Jubilar, der in Ortelsburg einen guten Namen hatte, besaß ein Speditions- und Möbeltransportgeschäft mit Kohlenhandlung. Ihm wurden mehrere Ehrenämter übertragen, so war er u. a. im Vorstand der Kreis- und Stadtsparkasse und im Vorstand des Kyffhäuserbundes und des evangelischen Gemeindekirchenrates.

Am 11. Juli 1955, Frau Maria Jakubaßa, aus Königsberg, Philosophendamm 1 b, jetzt in Gleschendof bei Pönitz, Ostholstein.

Am 12. Juli 1955, Frau Auguste Ramonat, geb. Reddig, aus Redicken, Kreis Goldap, jetzt bei ihrer Tochter in der sowjetisch besetzten Zone. Sie ist durch Frau Emma Jentges, Anrath, Rhld., Zu den Tannen 13 zu erreichen.

Am 12. Juli 1955, Leopold Kirstein, aus Königsberg, langjähriger etatsmäßiger Wachtmeister beim Train-Batl. 1, jetzt (13b) Augsburg, Blumenstraße 16.

Am 14. Juli 1955, Frau Martha Schaguhn, aus Seckenburg, Kreis Elchniederung, jetzt bei ihrer ältesten Tochter in Arolsen/Waldeck, Große Allee 12

Am 16. Juli 1955, Landsmann Franz Kaleck aus Fischhausen, Schmiedestraße 10, jetzt in Lübeck-Siems, Flender II B 8

Am 18. Juli 1955, dem Eisenbahnbeamten a. D. Gustav Hübner, aus Königsberg (Eisenbahn-Betriebswerk), jetzt mit seiner Ehefrau bei seiner Tochter Hildegard Eckhoff, Tornesch, Holstein, Eisinger Straße 2.

Am 19. Juli 1955, dem Telegrapheninspektor i. R. Oskar Manko, aus Königsberg (Telegraphenamt Gesekusplatz), Am Landgraben 14. Er wohnt in (22a) Rheydt, Lehwaldstraße 37.

Am 20. Juli 1955, der Witwe Minna Deffke, geb. Hanau, aus Königsberg-Ponarth, Brandenburger Straße 42, jetzt bei ihrer Tochter Margarete Wisbar in Brüggen, Han., Hohle Straße 32

Am 21. Juli 1955, dem Reichsbahnbeamten i. R. Franz Klebon, zuletzt in Allenstein. Er wohnt bei seinen beiden Töchtern in Glückstadt, Elbe, Schenckstraße 7

Am 21. Juli 1955, dem Landwirt Friedrich Trinkert aus Gudden, Kreis Tilsit, jetzt in Wulfsen über Winsen a. d. Luhe, Kreis Harburg.

Am 21. Juli 1955, der Reichsbahnsekretärwitwe Johanna Leidnecker, aus Ebenrode, jetzt bei ihrer Tochter Käthe Spielmann in Gräfenberg, Oberfranken (13a), Rasberger Straße 226

Am 23. Juli 1955, Frau Johanna Moerke, aus Königsberg, Tragheimer Pulverstraße 6, jetzt in Herrhausen Nr. 67 über Seesen, Harz

Am 24. Juli 1955, Karl Possekel, aus Pillau II, tätig gewesen bei der Marine-Ausrüstung Pillau, jetzt in Schiphorst über Bad Oldesloe. Seine Ehefrau begeht am 17. August ihren 74. Geburtstag.

Direktor Paul Saßnick 80 Jahre
Am 23. Juli 1955, feiert der frühere Direktor der Bank der ostpreußischen Landschaft, Paul Saßnick, in Hannover, Bäckerstraße 2, seinen 80. Geburtstag. Nach seiner kaufmännischen Lehre kam der Jubilar 1898 zur Bank der ostpreußischen Landschaft, gründete 1905 die erste Nebenstelle in Allenstein, baute von dort aus das Filialsystem der Bank in Südostpreußen im Ersten Weltkriege in den besetzten Gebieten aus und wurde 1927 in den Hauptvorstand nach Königsberg berufen. Es wird kaum einen Landwirt geben, der sich seiner nicht erinnert und dem er in den Krisenjahren nicht auf irgendeine Weise hat helfen können. Viele ostpreußische Waidgenossen, mit denen er zusammen manchen, Krummen, oder auch edleres Wild gelegt hat, werden sich seiner erinnern. Auch haben ihn die Allensteiner als Mitglied der deutschen Abstimmungsleitung 1921 nicht vergessen, ebenso die Mitglieder der Palästra Albertina in Königsberg, deren Schatzmeister er jahrelang war. Nach achtjährigem Aufenthalt in der Sowjetzone wohnt er mit seiner Gattin seit eineinhalb Jahren in Hannover bei seinem Sohn, Ratsherr Siegfried Saßnick. Beide erfreuen sich bester Gesundheit und Frische.

Seite 7   Goldene Hochzeiten
Am 20. Juli 1955, begeht der Brenner Albert Sauter aus Pellen, Kreis Heiligenbeil, jetzt in Gellinghausen, Post Etteln, Kreis Büren, mit seiner Ehefrau das Fest der Goldenen Hochzeit. Der Jubilar bekleidete in der Heimat Jahrzehnte hindurch mehrere öffentliche Ämter. Die Kreisgruppe Heiligenbeil gratuliert herzlichst.

Der Siedler Ferdinand Hohnwald und seine Ehefrau Elise, geb. Eckert, aus Großgauden, Kreis Gumbinnen, feierten am 2. Juli 1955 das Fest der Goldenen Hochzeit. Das Ehepaar wohnt in Rautheim 47, Kreis Braunschweig.

Seite 7   Ein Passenheimer zum Pfarrer in Bonn berufen
Die Evangelische Kirchengemeinde Bonn-West hat den ostpreußischen Pfarrer Burdach zu ihrem Seelsorger berufen. Pfarrer Burdach studierte in Königsberg und Tübingen Teologie. Das hierfür erforderliche Geld verdiente er in den Ferien durch Landarbeit, in der Industrie und als Hauslehrer. Seine erste Pfarrstelle hatte Pfarrer Burdach, der in Passenheim geboren wurde, in einem Dorf in den Wäldern Masurens inne. Später übernahm er als Studieninspektor das ostpreußische Predigerseminar in Klein-Neuhof. Diese Stelle verlor er 1934, da er sich der Bekennenden Kirche anschloss. Von 1937 bis 1945 war er Pfarrer in Geierswalde. Nach der Vertreibung aus der Heimat tat Pfarrer Burdach vorübergehend in der schleswig-holsteinischen Kirche Dienst, wechselte dann zur westfälischen Kirche über und war neun Jahre lang Pfarrer in Cappenberg und Lünen in Westfalen, bis ihn in diesem Jahr der Ruf der Bonner Gemeinde erreichte.


Bei den Landesmodellfliegermeisterschaften in den Borkenbergen errang unser junger Landsmann Kendelbacher aus Klein-Schlüfken, Kreis Neidenburg, jetzt in Münster, in der Klasse N.R. den ersten Preis und wurde damit Landesmeister. Die Landsmannschaft gratuliert herzlich.

Seite 7   Jubiläen und Prüfungen
Die Hausgehilfin Eliese Bomke aus Sperlack, Kreis Pr.-Eylau, konnte am 15. Juli 1955 im Hause des Dr. med. Alfred Schultz aus Bartenstein, jetzt in (24a) Schenefeld über Hamburg-Blankenese, ihr 25jähriges Jubiläum begehen.

Hans Schwirblat, Sohn des Landsmanns Richard Schwirblat aus Bögen bei Tharau, jetzt in Ahrensburg, Rantzaustraße 66, hat die Prüfung als Assessor der Rechtswissenschaft bestanden.

Günter Pultke aus Kahlholz, Kreis Heiligenbeil, jetzt in Kneitlingen, Post Schöningen, hat die wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen mit Auszeichnung bestanden. Er besitzt damit die Lehrfähigkeit für alle Klassen in den Fächern Physik und Mathematik.

Bundesbahnobersekretär Oskar Alt aus Insterburg, dann Neuhäuser und Allenburg, jetzt in Oldenburg i. O., Liegnitzer Straße 24, konnte am 4. Juli 1955 sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum bei der Deutschen Bundesbahn begehen. Landsmann Alt begann seine Laufbahn in Insterburg; viele Jahre war er Dienststellenleiter beim Bahnhof Ostseebad Neuhäuser und Allenburg. Zahlreiche Ehrungen aus dem großen Kreise seiner Mitarbeiter wurden ihm zuteil. Vom Abteilungspräsidenten Fahrenholz/Hannover wurde ihm die Ehrenurkunde überreicht.

Fräulein Christa Weigt, Schülerin der Königin-Luise-Schule in Königsberg, jetzt Bad Godesberg, Ubierstraße 3, bestand ihre Prüfung zur Gewerbeinspektorin mit gut.



[OWP] Help with Standesamt in the Allenstein area

Date: 2014/06/18 11:09:21
From: HAL WILSON <halwilson(a)btinternet.com>


Thanks to everyone for their replies.
Regards Hal

[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 29, Tei l 2

Date: 2014/06/18 19:49:57
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>


Seite 10   Allenstein-Stadt
Gesucht werden aus Allenstein-Stadt:
Kurt Kirchner, Oberkirchenstraße, Fahrradhandlung und Fuhrgeschäft.
Otto Assmann, Langemark 1/2
Konrad Hüttche
Bruno Krüger, Horst-Wessel-Straße 23
Anna Schreiber, Königsberger Straße 6
Erich Waipuski, Warschauer Straße
Frau Käte Ponto, Kopernikusstraße 45
Familie Otto Mionska, Treudankstraße, Ecke Kleeberstraße
Irma Genee, Wadanger Straße
Rosemarie Bogwitz, Ringstraße
Irene Wrobel, Jägerkaserne
Architekt Alfred Scheler
Hedwig Schlegel, Eisenbahnstraße
Frau Adele Zeroch, Kunstmalerin, Langgasse 25
Hans Zerboch, war Unteroffizier beim ostpreußischen Pionierbataillion Fürst Radziwill Nr. 1, 2. Kompanie, letzte Nachricht 10.01.1945
Margarete Zeroch, Langgasse 25
Frau Annemarie Hermann, geb. Thilo
Ehemalige Einwohner aus dem Hause Bahnhofstraße 15
Bartels, Beethovenstraße
Müller, SA-Siedlung
Alma Radzynskik, Kopernikusplatz
Sengbiel, Zimmerstraße
Zimmer, Robertstraße
Erna Symanski, Wagnerstraße
Dipl.-Ing. Frommer
Hubert Holstein und Hedwig Holstein, Masurensiedlung
Frau Irma Just, Bismarckstraße
Maria Wrobel, geb. Tolksdorf, Jägerkaserne, Fam.-Haus I
Frau Hedwig Sawitzki, geb. Bolz, Jägerkaserne, Block Nr. I
Oberleutnant Taube
Familie Klawa
Frau Thea Plewka, Adolf-Hitler-Allee
Frau Gertrud Praß, Beethovenstraße
Frau Marta Wrona, Händelstraße
Angehörige der Barbara Polakowski, geb. Klodzinski, geb. 31.10.1907 in Windken, Kreis Allenstein, früher Allenstein, Kurfürstenstraße 23 Walter Berg, Leiter der orthopädischen Werkstatt in Allenstein, Fischergasse 1
Familie Hiller, Kronenstraße 26 und später Jägerstraße 1
Einwohner aus dem Hause Händelstraße 13
Familie Tschentscher, Roonstraße 83/84
Frau Erna Ostwald, Schubertstraße
Martin Leckczyck
Eheleute Karl Stöhr und Barbara Stöhr, Johannesburger Straße 35
Hugo Seyda, Kreuzstraße 5
Familie Roszek, Porzellan und Geschenkartikel
Margarete Pohl, geb. 19.06.1918 in Wartenburg, Kreis Allenstein, Morgenstraße
Frau Martha Herrmann, Tannenbergstraße

Seite 10   Johannisburg
Gesucht werden:
Josef Behrendt, Obermelker, Drigelsdorf
Martha Hellmann, geb. Frisch, Solengowen
Gustav Meier, Elisabeth Meier und Helmuth Meier (Jegodnen) Berendorf
Ernst Dunin, geb. 15.05.1922, letzte Nachricht Januar 1945 aus dem Felde

Seite 10   Kamerad, ich rufe dich
2. Kompanie, Pionierbataillon 161, Feldpostnummer 18 871. Alle ehemaligen Angehörigen werden gebeten, mir unverzüglich ihre Anschrift mitzuteilen. Es werden die Herausgabe eines Anschriftenverzeichnisses und ein Treffen im Monat Oktober geplant.
Kurt Dietrich, Brühl, Bezirk Köln, Bonnstraße 144.

Gesucht wird Oberfeldwebel Otto Gudszent, geb. 09.09.1917 in Karpfenwinkel, Kreis Schloßberg, letzte Feldpostnummer 22 384 D oder 40 830 B. Gudszent wird seit dem 28.09.1944 bei Bosovici (Rumänien) vermisst.

Seite 10   Bestätigungen
Es werden ehemalige Betriebsangehörige des Festungspionierparks II Königsberg gesucht, die Auskunft geben können, ob Karl Walter, geb. 12.04.1890, in Gudwallen, Kreis Angerapp, von 1920 bis zu seiner Einberufung als Soldat im Jahre 1939, Angestellter oder Arbeiter gewesen ist.

Zwecks Erlangung der Witwenrente werden Angehörige der Stadtverwaltung Bischofsburg, Kreis Rößel, gesucht, die in der Zeit von 1930 bis 1945 dort tätig waren und den Landsmann Andreas Lehnert, geb. 26.01.1886, gekannt haben und Auskunft über sein Beschäftigungsverhältnis geben können. Schfriftlich mit Begründung an den Unterzeichneten einzureichen. Wagner, Bürgermeister a. D. Vorsitzender des Vereins Kreis Neidenburg e. V. Landshut, Bayern, Postschließfach 2

Seite 11   Landstallmeister Dr. Ernst Ehlert 80 Jahre
Eigentlich müsste es in der Überschrift lauten: Ehlert, Trakehnen, und wenn es heute noch Verleihungen von Namenstiteln gäbe, dann könnte diese mit Fug und Recht eine der ersten sein. Denn nicht nur im Sprachgebrauch aller Leute vom Bau, der Züchter edler Pferde, der Turnierreiter und regelmäßigen Besucher der Jagdstallauktionen in Trakehnen wurde dieser Beiname geprägt, sondern weit über diesen Kreis hinaus war es gewissermaßen der Ehrentitel, den alle diesem letzten Pfleger und Heger des herrlichen Hauptgestütes Trakehnen in züchterischer Anerkennung und Bewunderung und in menschlicher Anerkennung und Bewunderung und in menschlicher Verehrung gaben, die ihn kannten. Sie zählten weit über die Grenzen Ostpreußens hinweg bis in viele fremde Länder hinüber nach Tausenden!

Sie alle gedenken am 16. Juli 1955 dieses Mannes, der nun in Hunnesrück am Solling das mühsam und entbehrungsvoll geborgene Resterbe Trakehnens weiter hegt und pflegt, mit Wünschen, die wirklich von Herzen kommen. Von den achtzig Jahren dieses gesegneten Lebens standen, und stehen heute noch, 47 Jahre im Dienste der Zucht des Edelpferdes. Das ist ein so langer Zeitraum, wie er einem Menschen nie von seinem Lebensalter allein, sondern immer nur von dem Erfolg seiner Arbeit und von seinen menschlichen Qualitäten beschieden wird. Und das ist es auch, was uns dieses Mannes heute an seinem 80. Geburtstage so ganz besonders gedenken lässt. Als Gutsbesitzerssohn aus Wernersdorf im westpreußischen Kreis Marienburg kam Ernst Ehlert schon in früher Jugend mit der Zucht und Aufzucht ostpreußischer Edelpferde auf dem Väterlichen Gut in Berührung. Nach dem Abitur in Elbing wurde er 1896 aktiver Offizier, aber bald wurde hier schon das Pferd zu einem allerdings negativen Anlass, aus dem seine eigentliche Lebensaufgabe erwuchs. Ein Sturz vom Pferde hatte eine so schwere Knieverletzung zur Folge, dass er aus dem aktiven Dienst ausscheiden musste. Gebührte nicht schon diesem Pferd ein besonderes Denkmal der deutschen Züchterschaft? Tatkräftig und mit einem festen Ziel vor Augen studierte Ehlert dann Philosophie und Landwirtschaft in Königsberg und machte 1907 seinen Doktor. Ein Jahr später begann dann 1908 seine Laufbahn in der Pferdezucht als Leiter der Pferdezuchtabteilung der westpreußischen Landwirtschaftskammer in Danzig. Der Erste Weltkrieg rief ihn ins Feld, aus dem er dreimal verwundet heimkehrte, und das Kriegsende erbrachte dann die zwangsweise Auflösung der westpreußischen Landwirtschaftskammer und bald hernach die Übernahme von Ehlert in die Preußische Gestütverwaltung. Hier leitete er zunächst für kurze Zeit das Landgestüt Rastenburg und übernahm 1921 das Landgestüt Labes in Pommern, wo er bis 1930 wirkte. Hier in Labes kamen nun seine besonderen züchterischen Fähigkeiten sehr bald zu überzeugendem Ausdruck. In einer Zeit, in der die Verstärkung der Warmblutzucht zwar unerlässliches Gebot war, aber in den Nachzuchtgebieten des Hannoveraners oft auf Kosten der Harmonie, der wirtschaftlich und züchterisch gebotenen Mittelgröße, des Ausdrucks und der Trockenheit durchgeführt oder zumindest propagiert wurde, schuf er in Labes einen Hengstbestand auf hannoverscher Blutgrundlage, der sich in seiner Ausgeglichenheit ebenso wie in seiner Anpassung an die wirtschaftlichen Erfordernisse der Zucht sehen lassen konnte und wohl die beste Beschälerkollektion innerhalb der Gestütverwaltung war. Um dies zu erreichen, bedurfte es neben züchterischem Können auch noch einer zweiten sehr wesentlichen Eigenschaft und Begabung: der Kunst der Menschenführung, der persönlichen Einstellung zu den Züchtern und der Verbundenheit und Freundschaft mit ihnen. Diese Kunst stand dem großen Züchter Ernst Ehlert auch als Menschen sein ganzes Leben hindurch in seltenem Maße zur Seite. Dafür gibt es wohl keinen schöneren und keinen überzeugenderen Ausdruck, als den Namen, den ihm, entlehnt aus seinem Hause und Familienleben, alle gaben, die ihn näher kannten. Sie alle nannten ihn VÄTERCHEN!

So kam er große Züchter und Mensch Ernst Ehlert nach einer einjährigen Zwischenperiode in Braunsberg nach Trakehnen und übernahm am 1. September 1931 dieses größte und schönste Hauptgestüt der Welt. Was er dort bis zum bitteren Ende, dem Tage der Räumung Trakehnens am 17. Oktober 1944 leistete, lässt sich im Rahmen dieser Würdigung nur andeutungsweise streifen. Wohl trat er das Erbe einer 200-jährigen, von den besten Hippologen betreuten Gestützucht an, wohl übergab ihm sein Vorgänger Graf Siegfried Lehndorff einen Stutenstamm und einen Beschälerbestand, die auch in diesem Hauptgestüt der so schwierigen und durch die unerlässliche Erhaltung des Blutes und des Typs so begrenzten Wandlung und Einstellung auf den Bedarf der Landespferdezucht bereits weitgehend angepasst waren, aber jeder Züchter weiß, wie viel leichter es ist, aufzubauen und noch weiter zur Vollendung zu bringen. Dies aber hat Ernst Ehlert in Trakehnen vermocht.

Wer die Entwicklung der Hengstjahrgänge verfolgte, die Trakehnen unter seiner Leitung den Landgestüten übergab, der sich naturgemäß auch die Qualität der aus der Zucht ausgemusterten Trakehner, d. h. der Auktionspferde für die große Öffentlichkeit des Turniersportes und der Reiterei anpasste, dem wurde, und wird heute rückblickend noch mehr, offenbar, welch großer Züchter hier seines ihm anvertrauten Amtes waltete. Die Namen der großen Hauptbeschäler seiner Zeit, eines Pythagoras, der das Blut von Tempelhüter und Dampfroß in sich vereinigte und der wohl 100 Landbeschäler zeugte, eines Pilger, Poseidon, Hyperion, Hirtensang, Termit, Polarstern, Hannibal und eines noch bis vor kurzem in Celle wirkenden, Semper idem, prägen sein Werk und seine Erfolge und überliefern sie dem Ohr des Züchters und Pferdemannes, dem sie in Trakehnen zu schauen nun für immer verwehrt ist.

Und was von all dem nach der Flucht und nach dem Abtransport des Restbestandes durch die Russen aus Berlin in Mecklenburg an Wenigem noch geborgen werden konnte, das betreut nun seit acht Jahren der gleiche Ehlert-Trakehnen in Hunnesrück am Solling, wo das Land Niedersachsen der Trakehner Zucht und ihrem getreuen Paladin eine zweite Heimat schuf. Zu diesem Getreuen des Trakehner Edelpferdes, zu diesem großen Züchter und zu diesem so gütigen und edlen Menschen gehen nun heute an seinem achtzigsten Geburtstag die Gedanken und Wünsche aller derer, die das edle Pferd lieben und denen der Trakehner die Verkörperung des Edelpferdes bedeutet, und grüßen ihn, als ihr Väterchen, und danken ihrem Ernst Ehlert-Trakehnen für sein großes Werk in der Heimat in Trakehnen und in der Fremde des Sollings, und wünschen ihm Gottes segnende Hand für seinen weiteren Lebensabend in der Arbeit an unserem herrlichen Trakehner Pferd.

Seite 13   Amtliche Bekanntmachungen
Aufgebot
Herr Erich Graetsch in Braunschweig, Fasanenstraße 13, hat beantragt, seine Mutter, die Witwe Pauline Henriette Graetsch, geb. Krause, geb. am 5. Mai 1885 in Katzendorf, Kreis Mohrungen, zuletzt wohnhaft in Wormditt, Kreis Braunsberg, Ostpreußen, Elbinger Straße 17, die seit 1945 vermisst wird, für tot zu erklären. Die bezeichnete Vermisste wird aufgeforder, sich bis zum 30. September 1955 bei dem hiesigen Gericht zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen kann. An alle, die Auskunft über Leben oder Tod der Vermissten geben können, ergeht die Aufforderung, dem Gericht bis zu dem angegebenen Zeitpunkt Anzeige zu machen.
Braunschweig, den 30. Juni 1955.     32 II 63/55     Das Amtsgericht

Das Amtsgericht         Offenburg, den 2. Juli 1955
UR II 29/55         Aufgebot
Frau Eva Tondera, geb. Schimkus, Offenburg, Hildastraße 53, hat beantragt, ihre Mutter, die Magdalena Maria Schimkus, geb. Frank, geboren am 16.05.1900 in Ostwalde, Kreis Tilsit, zuletzt wohnhaft in Paschen, Ostpreußen, vermisst seit 1946, für tot zu erklären.
Es ergeht hiermit die Aufforderung:
a) an die Verschollene, sich spätestens bis zum 12. September 1955, vorm. 9.00 Uhr, beim Amtsgericht, Abt. III, 2. Stock, Zimmer 9, zu melden, widrigenfalls sie für tot erklärt werden kann: b) an alle, die Auskunft über die Verschollene geben können, dem Gericht bis zu dem genannten Zeitpunkt Anzeige zu machen.

Seite 14, 15, 16   Familienanzeigen
Rudolf. In dankbarer Freude zeigen wir die Geburt unseres Sohnes an. Christa Tarrach, geb. Zanke und Otto Tarrach. Grieswalde bei Benkheim, Ostpreußen. Jetzt: Wuppertal-Cronenberg, Berhauser Straße 94

Als neuer Erdenbürger grüßt unser Sohn, Detlef. Dies zeigen hocherfreut an, Elfi Balda, geb. Pohl und Karl-Eugen Balda. Gehlenburg, Ostpreußen. Jetzt: Öflingen-Brennet, Baden-Württemberg, Weckertsmatt 359. 7. Juli 1955

Gabriele, 05.07.1955. Die grlückliche Geburt unseres ersten Kindes zeigen in Dankbarkeit und Freude an, Edith Hemmerling, geb. Brenneisen und Hellmut Hemmerling. Beutnerwalde, Kreis Schloßberg. Jetzt: Hamburg-Blankenese, Hein-Kröger-Straße 6

Als Verlobte grüßen, Renate Auerswald, Königsberg Pr., jetzt: Stocksee, Kreis Segeberg und Arno Brenneisen, Beutnerwalde, Kreis Schloßberg, Ostpreußen. Jetzt: Kalübbe, Kreis Plön, Holstein

Wir haben uns verlobt. Helga Baller, stud. päd. Kiel, Ringstraße 57. Früher: Schwiebus und Winfried Rockel, cand. phil, Kiel, Schillstraße 22. Früher: Ortelsburg, Ostpreußen. Kiel, den 10. Juli 1955

Ihre Vermählung geben bekannt. Gerhard Pfeiler, früher: Jägerndorf, Sudetengrau und Christa Pfeiler, geb. Iwohn, früher: Königsberg Pr., Gartenstadt, Westend, beide jetzt: Villingen (Schw.) Lorettostraße 1

Ihre Vermählung geben bekannt. Klaus-Jürgen Matthes, Dipl.-Ing., München, Schedelstraße 3 und Reintraut Matthes, geb. Albrecht, früher: Insterburg, Althöfer Weg Nr. 24. München, den 9. Juli 1955, Emanuelstraße 5/IV

Ihre Vermählung geben bekannt. Willi Sadowski und Inge Sadowski, geb. Marowsky, Schackenau, Kreis Insterburg. Broich (Eifel) Nordenburg. Bargstedt, 2. Juli 1955

Ihre Vermählung geben bekannt. Felix Göke, Lehrer und Dorothea Göke, geb. Hantke, Lehrerin. Rastenburg, Ostpreußen, Rheiner Straße 11. Jetzt: Wolfsburg, Laagbergstraße 42

Wir haben geheiratet. Horst Well und Eva Well, geb. Rogge, früher: Königsberg Pr., Luisenallee 80. Zurzeit Weende über Göttingen a. d. Lutter/Ebel, den 16. Juli 1955

Verlobte. Eva-Maria Brauer, Liska-Schaaken, Kreis Samland, Ostpreußen, jetzt Oldershausen, Kreis Harburg und Karl-Heinz Glahn, Luhdorf, Kreis Harburg, zurzeit Ulm, Donau. Pfingsten 1955

Unseren lieben Eltern und Großeltern, Herrn RB-Oberamtmann i. R. Johannes Kramell und Frau Martha Kramell, geb. Jahs, zu ihrer am 18. Juli 1955 stattfindenden Goldenen Hochzeit unsere herzlichsten Glückwünsche. Heinz P. Kramell und Frau Elsa Kramell, geb. Lehmann, sowie Hans-Peter, Karl-Heinz, Volker, Frank und Gisela, als Enkelkinder. Königsberg Pr. Jetzt: Montreal, Kanada

Wir haben geheiratet. Joachim Janofske, Frankfurt/Höchst, Emmerich-Josef-Straße 52 (Görlitz) und Irene Janofske, geb. Epha, Schleswig, Lollfuss 66 (Aulenbach, Ostpreußen). 11. Juli 1955

Ihre Vermählung geben bekannt. Reinhold Schimanski, Altkirchen, Kreis Ortelsburg und Ruth Schimanski, geb. Hinz, Grünwalde, Kreis Ortelsburg. Jetzt: Düddeldorf, Kölner Landstraße 42. Zurzeit Garding, Th.-Mommsen-Straße, den 16. Juli 1955

Ihre Silberne Hochzeit am 10. Juli 1955 geben bekannt. Otto Skrotzki und Frau Auguste Skrotzki, geb. Ziemek, früher: Bischofsburg, Ostpreußen (Brauerei).

Als Vermählte grüßen. Rudi Leichsenring und Frau Adelheit, geb. Skrotzki, früher Bischhofsburg, Ostpreußen (Brauerei). Jetzt: Wildbad, Schwarzw., Hohenlohestraße 45

Wir haben uns verlobt. Gertrud Skrotzki, früher Bischofsburg, Ostpreußen (Brauerei) und Werner Seckinger. Jetzt: Wildbad, Schwarzw., Hohenlohestraße 45

Nach Gottes heiligem Willen, entschlief am 16. Juni 1955, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, der Landwirt Gottlieb Czygan, Groß-Stürlack, Kreis Lötzen, im 77. Lebensjahre. Er wurde am 18. Juni 1955 in der heimatlichen Erde beigesetzt. Im Namen aller Angehörigen: Martha Czygan, geb. Zimmermann. Sowj. bes. Zone. Hans Czygan. Westfeld Nr. 9 über Hamm, Westfalen.

Den Augen fern, den Herzen immer nah. In banger Ungewissheit, aber noch immer hoffend auf ein Wiedersehen, gedenken wir in siller Wehmut zu seinem 30. Geburtstage am 13. Juli 1955, unseres über alles geliebten Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels, des Gefreiten Georg Schlieszus. Welcher Kamerad oder Heimkehrer hatte die Feldpostnr. 28 381 D und weiß etwas über sein Schicksal? Letzte Nachricht August 1944 aus Rumänien (Bessarabien). Deine Dich nie vergessenden Eltern. Martin und Anna Schlieszus, geb. Jokeit. Meta Draumann, geb. Schlieszus, Schwester. Ernst Draumann, als Schwager und Kl.-Gerhard, als Neffe. Schieszgirren, Kreis Heydekrug, Ostpreußen. Jetzt: Hamburg-Eidelstedt, Pinneberger Chaussee 117

Kein Arzt fand Heilung mehr für Dich, doch Jesus sprach: Ich heile Dich. Am 10. Juni 1955 verstarb mein lieber Mann, Bruder und Onkel, der Fleischermeister Artur Dangeleit, früher Tilsit, Angerpromenade 7a, im Alter von 62 Jahren, in der sowj. bes. Zone. Um stille Teilnahme bittet: Gertrud Dangeleit, geb. Masurat. Max Dangeleit und Kinder. (13a) Neutzenbrunn H 23, Kreis Gemünden am Main.

Am 29. Juni 1955 entschlief nach einem arbeitsreichen Leben, fern seiner geliebten Heimat, unser lieber Opa, Adolf Saffran, aus Mohrungen, Ostpreußen, Töpferstraße 11, im Alter von 81 Jahren. Er folgte unserer lieben Mutter nach 1 ¼ Jahren. In stiller Trauer: Die Kinder. Mechtersen 52, Kreis Lüneburg

Am 25. Juni 1955 ist, fern seiner geliebten Heimat, nach schwerer Krankheit, mein lieber Mann, unser lieber Vater und Opa, Bruder, Schwager und Onkel, eh. Vorkesselschmied R.A.W. Alois Stalinski, nach einem arbeitsreichen Leben heimgegangen. In stiller Trauer, im Namen aller Hinterbliebenen: Elisabeth Stalinski, geb. Rage. Früher: Königsberg Pr., Schönfließer Allee 22. Jetzt: Sunstedt Nr. 21, Kreis Helmstedt

Am 10. Juli 1955, jährt sich zum zehnten Male der Tag, an dem mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, Emil Trosiener, Reichsbahn-Obersekretär, infolge Entkräftung in Königsberg verstorben ist. In stillem Gedenken: Auguste Trosiener, geb. Braun. Kurt Trosiener und Frau Gerda, geb. Klaukien. Charlotte Trosiener. Christel Schmidt, geb. Trosiener und Enkelkinder. Königsberg Pr. Park Friedrichsruh 8. Jetzt: Balingen, Württembg. Stingstraße 62

Du warst so jung, Du starbst zu früh. Wer Dich gekannt, vergisst Dich nie. Am 25. Juni 1955 verunglückte unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Kraftfahrer Ernst Wessel, Garbseiden, Kreis Samland, Ostpreußen, im blühenden Alter von fast 30 Jahren. Er folgte seinem Vater und den vier Brüdern, die im Kriege umgekommen sind. Im Namen der Hinterbliebenen: Fritz Blink und Frau Lisbeth, geb. Wessel. Recklinghausen, Bozener Straße 43c. Wir haben ihn hier zur letzten Ruhe gebettet.

Am 23. Juni 1955 entschlief nach kurzer Krankheit, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, Gustav Grabowski, im Alter von 76 Jahren. In stiller Trauer: Auguste Grabowski, geb. Christoph, sowj. bes. Zone. Frieda Grabowski, Helmsted, Kreiskrankenhaus. Ewald Grabowski und Frau Maria, geb. Bergmann, Lübeck, Bleckeder Landstraße 70. Ernst Grabowski und Frau Grete, geb. Schönfeld, sowj. bes. Zone. Franz Grabowski und Frau Erna, geb. Köhn, Moers, Landwehrstraße 69. Gertrud Grabowski, geb. Klein, Horst, Holstein, Bahnhofstraße und elf Enkelkinder. Früher: Pr.-Eylau, Ostpreußen, Mühlenweg

Am 29. April 1953 (vielleicht Schreibfehler 1955?) entschlief sanft nach schwerem Leiden, mein geliebter Mann, Verwalter im I.V.A. i. R. Emil Frank, im 73. Lebensjahre in der sowjetisch besetzten Zone. In stiller Trauer: Ida Frank, geb. Jegust. Früher: Königsberg Pr. Henriettenstraße 8. Jetzt: Bad Zwischenahn, Brummerforth 5

Am 3. Juli 1955 verstarb nach schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel, Herr Carl Janowski, geb. 16.04.1880, im Alter von 75 Jahren. Es war ihm nicht vergönnt, seine überaus geliebte und unvergessene Heimat wiederzusehen. Er ging von uns im Vertrauen auf seinen Erlöser, wohlvorbereitet nach Empfang der heiligen Sterbesakramente. In stiller Trauer, im Namen aller Anverwandten: Familie H. Oldenburg. Dieringhausen, Hindenburgstraße 14

Nach kurzer Krankheit verstarb, fern seiner Heimat, mein lieber Mann, Schwiegervater, Großvater und Bruder, der Fleischermeister Arthur Adomeit, im Alter von 73 Jahren. In stiller Trauer: Charlotte Adomeit, geb. Lucas. Lucie Böhnke, geb. Adomeit. Gerhard Böhnke. Achim und Hans-Peter. Frida Stachow, geb. Adomeit. Königsberg Pr., Ober-Laak 20. Jetzt: Ahrensburg, Holstein, Manhagener Allee 68, den 12. Juni 1955

Am 6. Juni 1955 entschlief nach einem arbeitsreichen Leben unerwartet, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger- und Großvater, Schwager und Onkel, der Altbauer Emil Perplies, früher: Gembern, Kreis Angerapp, im 81. Lebensjahre. In stiller Trauer: Berta Perplies, geb. Bublitz. Familie Hans Perplies. Familie Fritz Bartel. Familie Otto Grinda. Meine, Kreis Gifhorn, im Juli 1955.

Fern seiner geliebten Heimat entschlief nach schwerer Krankheit am 22. Juni 1955, mein lieber Mann, unser guter Stiefvater und Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, Polizeiwachtmeister i. R. Otto Raszawitz, früher Groß-Heidenstein, Elchniederung, im Alter von 78 Jahren. Emilie Raszawitz, verw. Itau, geb. Hoppe und Angehörige. Nordleda, Niederelbe. 22. Juni 1955

Am 24. Juni 1955 verschied unerwartet in Bremen, unsere geliebte Schwester, Schwägerin und herzensgute Tante, meine liebe Tochter, Witwe, Frau Margarete Schulz, geb. Bernecker, früher: Goldap, Ostpreußen, Ulanenallee 1, im Alter von 43 Jahren. Sie ruht auf dem Osterholzer Friedhof in Bremen bei ihrem lieben Mann, Kaufmann Gerhard Schulz, der 1946 verunglückte. In tiefer Trauer: Heinz Stanko und Frau Lisbeth, geb. Bernecker. Theodor Kunkel und Frau Dora, geb. Bernecker. Wille Bernecker und Frau. Nichten und Neffen. Friedrich Bernecker, als Vater, sowj. bes. Zone. Cloppenburg i. O. Sevelter Straße 35. Emlichheim, Kreis Bentheim, Staffelstein, Obfr.

Dir der Frieden, uns der Schmerz, nun ruhe sanft, du gutes Herz. Nach langem, mit großer Tapferkeit getragenem Leiden, verstab kurz vor Vollendung ihres 42. Lebensjahres, meine liebe Freundin, Ilse Düformantel, früher: Königsberg Pr. In tiefer Trauer: Annigret Sabrowski. Frankfurt (M) – Nied. den 5. Juli 1955, Brunnenpfad 31

Du starbst so jung, Du starbst so früh, doch Deine Lieben vergessen Dich nie. Mit Heimweh im Herzen gingst Du zur Ruh, nun ruhe sanft, geliebter Mann und Vater, Du. Am 10. Juli 1955 jährte sich zum zehnten Male der Todestag meines lieben, unvergesslichen Mannes, Vaters, Schwiegervaters, Bruders, Onkels und Opas, Adolf Sommer, geb. 06.12.1900. Er wurde von den Russen verschleppt und starb im Gefangenenlager Manschalinka, Russland. In stiller Trauer, im Namen aller Angehörigen: Erika Newrzella, geb. Sommer. Königsdorf, Kreis Mohrungen, Ostpreußen. Jetzt: Wiesbaden-Kostheim, Bregenzer Straße 5

Am 23. Juni 1955 ging nach scherem, langem Leiden unser lieber, treusorgender Vater und Schwiegervater, Otto Mittendorf, Konrektor i. R., Kantschule Königsberg, von uns in die Ewigkeit. In tiefer Trauer: Elisabeth Brösamle, geb. Mittendorf, mit Gatten. Irmgard Mittendorf, Apothekerin. Tübingen, Christofstraße 1

Plötzlich und unerwartet entschlief meine liebe Tochter, unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante, Nichte und Base, Sekretärin Ursula Wierzbowski, früher: Allenstein, am 7. Juli 1955, im blühenden Alter von 39 Jahren. In tiefer Trauer: Martha Wierzbowski, geb. Ehm, Serkenrode, Westf. Herbert Wierzbowski und Familie, Serkenrode, Westf. Paul Wierzbowski und Familie, Plettenberg, Westf., Kirchstraße 17. Ilse Wierzbowski, Berlin-Reinickendorf, und alle Verwandten. Serkenrode, im Juni 1955

Zum zehnten Male jährt sich der Todestag meiner lieben, guten Frau und herzensguten Muttel, Frau Frida Wittke, geb. Knoblauch, aus Fischhausen, Ostpreußen, geb. 07. Mai 1885, gestorben 18. Juli 1945 in der sowj. bes. Zone. In stillem Gedenken: Paul Wittke, Justizobersekretär i. R., Itzehoe, Feldrain 9. Gerda Keller, geb. Wittke, Wesselburen. Heinz Wittke, Itzehoe. Paul Wittke, Berlin N.

Am 13. Juni 1955 schlief sanft, nach langem, sehr schwerem Leiden, meine liebe Frau, liebe Schwester und Schwägerin, Frau Lotte Niechodz, geb. Kuprat, aus Insterburg, Ludendorffstraße 11, im Alter von 54 Jahren, ein. Fern ihrer Heimat und ihrer schönen Wohnung in Berlin, endete ihr erster Besuch bei uns auf dem Osnabrücker Friedhof. In stiller Wehmut. Emil Niechodz, Berlin-Steglitz, Düppelstraße 67. Toni Brausendorf, geb, Kuprat und Paul Brausendorf, Osnabrück, Mittelstraße 6 III. Ewald Kuprat, Berlin W. 35

Zum zehnjährigen Gedenken. In unaufhörlicher Liebe und tiefem Herzeleid gedenken wir unserer innig geliebten Tochter und Schwester, Erika Haushalter, geb. 19. März 1933, gestorben 16. Juli 1945. In stiller Trauer: Gustav Haushalter und Frau Frieda, geb. Schödwell. Elli Haushalter. Luxethen, Kreis Pr.-Holland, Ostpreußen. Jetzt: Koblenz-Lützel, Mittelweiden 11

Plötzlich und unerwartet verschied nach langer Krankheit, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Wilhelmine Juckel, geb. Arndt. Früher: Schönfeld, Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen, im Alter von 72 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen. Otto Juckel. Bönen, den 10. Juni 1955

Am 9. Juni 1955 verstarb nach kurzer Krankheit, im 74. Lebensjahre, unsere geliebte Schwägerin, Tante und Kusine, Fräulein Ella Grau, Reichsbahnsekretärin i. R. früher: Königsberg Pr. In stiller Trauer: Aurelle Aßmann, früher: Schindekopstraße 23. Jetzt: Sowjetzone. Alma Brenke, früher: Labiau, Ostpreußen. Frau Erna Grau und Sohn Fritz, Lippstadt, Westf.

Nach kurzer Krankheit verstarb am 4. Juli 1955, nach soeben vollendeten 80. Lebensjahre, unsere liebe, gute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter, Helene Wormit, geb. Farnsteiner, früher in Schloßberg, Ostpreußen. In stiller Trauer: Ministerialrat Dr. Heinz Wormit. Dr. med. Charlotte Cohrssen, geb. Wormit, Newark N. J. Marion Wormit. Herta Wormit-Kisselewsky. Walter Cohrssen, Newark N.J. Bonn, Kreuzbergweg 13

Lebt wohl, lebt wohl, lasst mich voran zur ew’gen Ruhe gehen, bleibt treu, bis euch der Heiland ruft. Lebt wohl, auf Wiedersehen. Am 24. Juni 1955 entschlief sanft, nach schwerem Leiden und einem arbeitsreichen Leben, fern ihrer geliebten Heimat, meine herzensgute, unvergessliche Frau, meine liebe Mutti, unsere Schwester, Schwägerin und Tante, Selma Geidies, geb. Krause, im Alter von 48 Jahren. In tiefer Trauer, im Namen aller Angehörigen: Richard Geidies. Wolfgang, als Sohn. Früher: Königsberg Pr., jetzt: Schleswig, Michaelisstraße 1. Die Trauerfeier fand am 28. Juni 1955 in der Kapelle des Domfriedhofes statt.

Unsere liebe, treusorgende, unvergessliche Mutter, Schwiegrmutter, Großmutter und Urgroßmutter, Marie Alexander, Lyck, Ostpreußen/Stradaunen, ist heute im 79. Lebensjahre, sanft entschlafen. In tiefem Leid: Hedwig Marquardt, geb. Alexander, Ludwigsburg. Hildegard Scholl, geb. Alexander, White Plains, USA. Bruno Alexander, Ludwigsburg. Hans Alexander, Ludwigsburg. Margot Zeisig, geb. Alexander, Itzehoe. Alfred Alexander, Godesberg. Gertrud Alexander, geb. Seeger, Itzehoe, nebst Familie. Ludwigsburg, Württ., den 2. Juli 1955, Danziger Straße 58

Am 3. Juli 1955 ging unsere liebe Mutter und Oma, Luise Steinke, geb. Pawlick, aus Königsberg Pr., im Alter von 65 Jahren, zur ewigen Ruhe. In tiefer Trauer: Albert Pawlick und Frau Ingeburg, geb. Fritz. Rosemarie, als Enkel. Königsberg Pr., Georgstraße 14. Jetzt: (22a) M.-Gladbach, Hofstraße 55

Am 7. Juli 1955 verstarb nach kurzer Krankheit, infolge Schlaganfalls, meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter und Großmutter, Frau Anna Plohmann, geb. Metze, früher: Mehlsack, Kreis Braunsberg, im 78. Lebensjahre. In tiefer Trauer und Liebe gedenken ihrer, Anton Plohmann, Friseurmeister, Oberkollwangen. Edith Knorr, geb. Plohmann, und Tochter Gisela, Calw. Helmut Plohmann und Familie, Wimberg. Friedel und Gertrud Siegmann und Tochter Karin, Osnabrück, sowie alle Anverwandten. Die Beerdigung fand am Samstag, dem 9. Juli, nachmittags 14 Uhr, in Oberkollwangen statt.

Vor zehn Jahren beendete der Hungertyphus in Königsberg Pr. ein blühendes Menschenleben, das der Kunst gehörte. Es verschied nach qualvollen Wochen, meine innigstgeliebte Schwester, Liebgard Thiele, im 35. Lebensjahre. Sie folgte meiner unvergesslichen Mutter, Maria Thiele, geb. Wassel, die auch viel zu früh, im 49. Lebensjahre, verstarb. Wieder zehn Jahre später, am 10. Juni 1955, verließ mich nun auch mein herzensguter Vater, Hans Thiele, 80 Jahre, dessen ausgefülltes Leben an Erfolgen und Auszeichnungen reich und voll steter Sorge für die Seinen war. Im Herrn vereint in Ewigkeit! Doch lautlos weint mein Herz. Frau Margot Krumm, geb. Thiele, Gewerbeoberlehrerin i. R. Königsberg Pr., Dahlerau (Wupper), Nürnberg-Stein

Fern unserer geliebten Heimat ist am 28. Juni 1955 unsere gute Mutti und Omi, Frau Bertha Dombrowski, geb Froese, zuletzt wohnhaft in Bad Rauschen, Kreis Samland, von uns gegangen. Dieses zeigt an, im Namen der Hinterbliebenen: Elfriede Kabjoll, geb. Dombrowski. Achim, Bezirk Bremen, Mühelnstraße 22

Zum Gedenken unseres lieben, guten Vaters, Ehemannes, Bruders, Schwagers, Onkels, zum 72. Geburtstag. Postsekretät und Leiter des Postamtes Norkitten, Rudolf Sewczyk, geb. am 15. Juli 1883, seit dem Kriegsjahr 1945 in der lieben Heimat vermisst und ohne Nachricht. In tiefer Trauer: Hedwig Sewczyk, als Ehefrau, Rheda. Karl Sewczyk, als Bruder, mit Familie, Ing., Berlin. Gusti Moll, geb. Sewczyk, als Schwester, mit Familie, Hameln. Georg Sewczyk, als einziger Sohn, Polizei-Oberwachtmeister und alle Anverwandten. (21a) Brackwede, Goethestraße 84, den 15. Juli 1955

Am 20. Juni 1955 entschlief nach einem schweren Herzanfall, im Alter von 62 Jahren, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater, Franz Freytag, früher: Heiligenbeil, Wehrmachtkantine. In tiefer Trauer: Frieda Freytag, geb. Wegner. Lieselotte Hessling, geb. Freytag. Dr. Bernhard Hessling, Medizinalrat, Ennepetal-Milspe, Holthausen. Gertraud Wingenfelder, geb. Freytag. Heinrich Wingenfelder, leimen, Friedrichstraße 1 und Enkelkinder. Leimen bei Heidelberg, Rohrbacher Straße 43

Offb. Joh. 14, 13 Am 20. Juni 1955 verschied nach langer, schwerer Krankheit, doch plötzlich und unerwartet, unser lieber Onkel, guter Bruder und Schwager, der Landwirt Erich Schellhammer, im 63. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Betty Gehrke, geb. Wenger. Leonhard Gehrke. Betty Woelk, geb. Schellhammer, und Kinder. Arthur Schellhammer. Emmi Schellhammer, geb. Tennigkeit. Ernst Schellhammer und Kinder. Ernstwalde, Kreis Insterburg, Ostpreußen. Jetzt: Hameln, Brahmsweg 5

Ernst Assmann, Kaufmann und Fabrikant, geb. 06.06.1883, gestorben 03.12.1954. Nicht verloren, nur vorangegangen. Hechingen, Hohenz., Schloßstraße 17, den 6. Juli 1955. Frau Charlotte Assmann, geb. Matschuck, namens aller Angehörigen. Ehem. Königsberg Pr., Sattlergasse 13

Am 26. Juni 1955 entschlief nach schwerer Krankheit, mein lieber, guter Mann und Vater, mein einziger Sohn, unser Bruder und Onkel, der Zahnarzt Walter Mathiscik, Allenstein, Liebstädter Straße 49/50, im Alter von 53 Jahren. In tiefer Trauer: Margarete Mathiscik, geb. Klingner. Klaus-Jürgen Mathiscik. Lina Mathiscik, geb. Bitterkleit. Hertha Mathiscik, Studienrätin. Margarete Mingo, geb. Mathiscik, und Kinder. Annemarie Müller, geb. Mathiscik, und Kinder. Neuß (Rh.), Bergheimer Straße 433 und Wiesbaden, Neue Straße 1

Im blühenden Alter von 23 Jahren, nahm Gott, der Herr, zu sich unseren Liebling, unsere einzige Tochter und Schwester, unsere liebste Nichte und Enkelin, Barbara Wormit, geb. in Rettauen, Ostpreußen. Im Namen aller Angehörigen. Fritz Wormit. Frau Ursula, geb. Wenk und die drei Brüder. Hohenfelde bei Schönberg, Kreis Plön, Holstein, 1. Juli 1955

In Wehmut, Liebe und Dankbarkeit gedenken wir unserer Eltern und Schwiegereltern, des Hausmeisters an der staatlichen Oberschule für Jungen zu Königsberg Pr., Emil Wisotzki und seiner Ehefrau Liesbeth Wisotzki, verw. Szallies, geb. Gergaut, früher: Königsberg Pr., Hufenallee 38/42. Beide sollen nach der Besetzung Königsbergs gemeinsam im Sommer 1945 aus dem Leben geschieden sein. Dr. Hellmut Szallies, Amtsgerichtsrat und Frau Gerda, geb. Stroemer. Früher: Bartenstein, Erich-Koch-Straße 12. Jetzt: Dortmund, Kronprinzenstraße 136

Statt Karten. Schmerzerfüllt geben wir die traurige Nachricht, dass mein lieber Mann, unser guter Vater, lieber Opa, Bruder und Schwager, Adolf Foerster, Oberstabsintendant a. D., heute im Alter von 64 Jahren, sanft entschlafen ist. In stiller Trauer: Die Gattin: Meta Foerster, geb. Jurklies. Die Tochter: Christel Stängle, geb. Foerster mit Gatten, Hans und Kindern, Peter und Eva und Verwandten. Heidenheim (Brenz), den 1. Juli 1955, Am Radkeller 10. Früher: Insterburg, Ostpreußen, Fliegerhorst

Fern seiner geliebten Heimat ist mein lieber, unvergesslicher Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel, Julius Chudziak, Uhrmachermeister, nach einem schweren, arbeitsreichen Leben und einem mit großer Geduld ertragenem Leiden am 21. Juni 1955, heimgegangen. In tiefer Trauer: Marie Chudziak, geb. Krischik. Max Chudziak und Frau Irmgard, geb. Becker. Kurt Chudziak und Frau Hildegard, geb. Wetz. Willy Pfeil und Frau Anna, geb. Chudziak. 2 Enkelkinder und alle Anverwandten. Willenberg, Ostpreußen. Jetzt: Butzbach, Hessen

Gott, dem Allmächtigen, hat es gefallen, am Donnerstagnachmittag meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, Paul Kielich, nach kurzer, schwerer Krankheit, im Alter von 51 Jahren, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Anni Kielich, verw. Coopmann, geb. Krüßmann. Siegrun Kielich. Hannelore Kielich. Axel Coopmann. Inge Coopmann. Wilhelmine Kielich, geb. Maletzki, als Mutter. Anni Krone, geb. Kielich. Otto Kielich. Allenstein. Jetzt: Duisburg-Meiderich, den 1. Juli 1955, Heisingstraße 39

Gott, der Herr, in dessen Händen unsere Zeit steht, nahm meinen lieben Mann, unseren guten Vater und Opa, Zugrevisor i. R. Gustav Emil Bergen, im 79. Lebensjahre, zu sich. In stiller Trauer: Frau Anna Bergen. Herta Budak, geb. Bergen. Dr. Peter Budak. Klaus-Helmut Budak. Lötzen, Ostpreußen, jetzt: Darmstadt, den 27. Mai 1955, Bordenbergstraße 8

Am 2. Juli 1955 jährte sich zum zehnten Male der Tag, an dem mein innigstgeliebter Vater, Albert Schweiger, Bankdirektor i. R. nach tapfer ertragener Flucht, in der sowj. bes. Zone, im 82. Lebensjahre, von uns ging. In tiefer Dankbarkeit, seine Tochter, Gertrud Wolff, geb. Schweiger. Königsberg Pr., Goethestraße 4. Jetzt: Stuttgart, Lindenspürstraße 13 a



[OWP] FN SIEG

Date: 2014/06/19 15:38:53
From: Harry Engel <harry.engel(a)hetnet.nl>

Gottfried Sieg, *11-11-1836 in Frilisar (Kr. Graudenz), +01-01-1896 in Körbrode.

Verheiratet am 29-03-1856 in ?? (Hessen) mit Elisabeth Pritz, *04-05-1839 in Brägin, getauft in Graudenz. Gestorben in Bischdorf. 

 

Jakob Sieg, *19-10-1875 in ??, Sohn von Gottfried Sieg und Elisabeth Pritz. Jakob ist gestorben am 13-12-1952 in Ansbach (D).

Verheiratet mit Anna Engel, *12-12-1878 in Groß Plauth, Tochter von Carl Ludwig Engel und Marie Brueck. Anna ist gestorben am 16-07-1934 in Warzeln.

 

Erich Ewald Sieg, *24-12-1903 in ??, Sohn von Jakob Sieg en Anna Engel. Erich ist gestorben am 14-01-1980 in Castrop-Rauxel.

Verheiratet mit Maria Ruttkowski, *28-02-1909 in ?? Sie ist gestorben am ?? in Dorsten. 

 

Fragen:

Wo in Preußen liegen Frilisar (Kr. Graudenz), Körbrode, Hessen und Brägin.

Wer kann die ?? beantworten.

Ich freue mich auf jeden Hinweis,
Harry Engel

[OWP] Traueranzeige OTZ von 19.06.2014

Date: 2014/06/19 16:09:58
From: Michael Richter <kleinekaffee(a)yahoo.com>

Edith Semmler
geb. Blumenau
geb. am 26.06.1929 in Kamplack/Ostpreußen
gest. 17.06.2014 in Plothen



Rest der Anzeige bei Interesse gerne als Foto bilateral.

Michael (Richter)


Von meinem iPhone gesendet

Re: [OWP] FN SIEG

Date: 2014/06/19 16:10:17
From: Hans-Jürgen Wolf <info(a)westpreussen.de>

Am 19.06.2014 15:25, schrieb Harry Engel:

...
Fragen:

Wo in Preußen liegen Frilisar (Kr. Graudenz), Körbrode, Hessen und
Brägin.

Wer kann die ?? beantworten.
...

Frilisar, richtig wohl Friedenthal, Kreis Graudenz. Siehe

http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=7935

Körberrode (so !), Kreis Graudenz. Siehe

http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/ortssuche.php

Hessen, richtig wohl Lessen, Kreis Graudenz. Siehe

http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=3876

Brägin, richtig wohl Breczyn, Kreis Graudenz. Siehe

http://www.westpreussen.de/cms/ct/ortsverzeichnis/details.php?ID=782



--
Mit den besten Grüßen aus Bremen

Hans-Jürgen Wolf
Hinweise zur Familienforschung in Westpreußen
http://www.westpreussen.de

[OWP] "Gemeindelexikon" for East Prussia

Date: 2014/06/19 16:17:51
From: akrueger(a)frontiernet.net <akrueger(a)frontiernet.net>

"Gemeindelexikon" for East Prussia found at familysearch.org

https://familysearch.org/eng/Library/fhlcatalog/supermainframeset.asp?display=titledetails&titleno=490304&disp=Gazetteer+of+parish+and+civil+jurisdicti
allen krueger

[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 30, Tei l 1

Date: 2014/06/19 17:09:31
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>

Folge 30 vom 23.07.1955

Seite 4   Domherr Franz Pingel gestorben
Am 5. Juli 1955 starb im Alter von 82 Jahren in Köln, Domherr Franz Pringel, Dekan i. R. und Probst. Er wurde in Elbing geboren; die Priesterweihe empfing er nach den philosophisch-theologischen Studien an der Akademie zu Braunsberg am 8. November 1896 im Dom zu Frauenburg. Als Kaplan war er in Memel, Neukirch, Freudenberg und Allenstein tätig. Darauf wirkte er als Militärpfarrer in Berlin, später als Garnisonpfarrer in Königsberg. 1908 erhielt er die St. Johannispfarre in Marienburg, wo er als Dekan und Probst bis zu seiner Ausweisung im August 1946 blieb. Seit 1927 gehörte er als nichtresidierender Domherr dem Ermländischen Domkapitel an; 1935 wurde er mit seinen Kaplänen von der Gestapo fast sechs Monate inhaftiert. Neben seiner umfangreichen Arbeit auf kirchlichem Gebiet war er viele Jahre Stadtverordneter und Landtagsabgeordneter der Zentrumspartei. Seine lautere Gesinnung und seine soziale Einstellung brachten ihm hohe Achtung ein. Obwohl er nach seiner Ausweisung 1946 auf seinen Antrag von Bischof Maximilian Kaller in den Ruhestand versetzt wurde, arbeitete er noch drei Jahre in den Riehler Heimstätten. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Köln-Sülz. Oberregierungsrat a. D. Bernhard Pawelcik, früher Erster Bürgermeister von Marienburg, würdigte am Grabe die Verdienste des Verstorbenen. Er hob sein Eintreten für die Erhaltung der deutschen Heimat während der Volksabstimmung vor 35 Jahren hervor, die den großen Sieg am 11. Juli brachte, dem Tage, an dem die sterbliche Hülle von Domherr Pringel der Erde übergeben wurde. Oberregierungsrat a. D. Pawelcik legte am Grabe einen Kranz in den preußischen Faben mit der Widmung, In tiefer Dankbarkeit, nieder.

Seite 5 Drüben lag die Mandschurei. Landsmann Masuhr war im fernsten Asien – Arbeitssklaven, Tiger und Gold

Johannes Masuhr aus Klausmühlen bei Memel, vor wenigen Wochen aus sowjetischer Gefangenschaft in Sibirien zurückgekehrt, wurde im April 1947 in Heydekrug im Memelland zu zehn Jahren Straflager verurteilt. Er sollte ein Partisan gewesen sein. Als Verbrecher wurde der Sechzehnjährige in den östlichen Teil Sibiriens, an die Grenze der Mandschurei gebracht. Dort arbeitete er als Holzfäller in den riesigen Urwäldern. Er lebte achteinhalb Jahre unter Angehörigen aller Völkerschaften Asiens. Seine Mutter und seine Schwester aber befinden sich immer noch in der Verbannung in Mittelsibirien. An den Ufern des Jennissei arbeiten sie in einem Sägewerk. Dies berichtet Johannes Masuhr: Schluss

Im Sommer 1953 herrschte große Aufregung unter den Wachmannschaften. Der Lagerkommandant, ein Oberstleutnant, kam und sah sich die Unterkünfte der Gefangenen an. Zwei Tage danach wurde unter schwerer Bewachung ein Häftling eingeliefert. Er trug einen Zivilanzug und sah sehr gepflegt aus. Uns wurde er als der neue Lagerälteste vorgestellt.

Dieser Mann lag in meiner Baracke. Er war zuerst sehr zurückhaltend, bald aber erfuhren wir, dass er ein hoher Offizier der Roten Armee gewesen war. Der Lagerkommandant besuchte ihn mehrfach und erkundigte sich nach seinen Wünschen. Der Neueingelieferte war der General Konstantin Kljukow.

Der Stadtkommandant von Berlin, ein Sträfling
Er hatte unter Marschall Schukow im letzten Kriege zuerst eine Division und dann ein Armeekorps geführt und war nach der deutschen Kapitulation Stadtkommandant von Berlin geworden. Im Jahre 1946 wurde General Kljukow verhaftet und in Moskau vor ein Gericht gestellt, das ihn zu 25 Jahren Straflager wegen Sabotage und Aneignung von Staatseigentum verurteilte. Seine Frau, die russische Staatsschauspielerin Ruslanowa, ein Star des Moskauer Schauspielhauses, war ebenfalls in Haft und befand sich im Frauenlager in Tajschet, nicht weit von Reschote. Die Frau war sehr mutig. Wir hörten von unseren Bewachern, dass sie keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegen Parteileute und MWD machte. So lehnte sie zum Beispiel den ehrenvollen Auftrag ab, am Gedenktage der Oktoberrevolution im Theater von Tajschet vor den Spitzen der Partei und den örtlichen MWD-Behörden zu spielen. Sie sagte: Ich bin Gefangene, ich hasse das Regime, das mich unglücklich gemacht hat. Eure Revolution hat unser ganzes Land ins Unglück gestürzt. Das habe ich in den letzten Jahren erkannt. Für Kommunisten werde ich nie mehr spielen. Ich spiele nur noch für Gefangene!
Man hat der Ruslanowa trotz dieser offenen Worte nichts getan.

Keine kommunistischen Ideale mehr
General Kljukow aber, mit dem ich micht oft unterhielt, sagte ganz offen: Jetzt erst habe ich gesehen, welcher Macht ich mich auslieferte, als ich sowjetischer Offizier wurde. Diese Lager, diese Not, dieser Jammer von Millionen von Menschen! Ich habe das voher nicht gewusst, und wenn ich davon hörte, habe ich es nie geglaubt. Jetzt aber sind mir die Augen aufgegangen. Ich werde das, was ich in den Jahren meiner Gefangenschaft sah, mein Leben lang nicht vergessen. Ich habe keine kommunistischen Ideale mehr! Kurz nach Stalins Tod wurde der General plötzlich aus der Haft entlassen. Mit einem großen Personenauto fuhr er nach Moskau. Einmal noch kam im Jahre 1954 ein Brief von ihm nach Reschote. Kljukow schrieb an einen Häftling, mit dem er sehr befreundet gewesen war: Ich will Dir nicht das Herz schwer machen, lieber Freund. Deshalb erspare mir eine Beschreibung der Feierlichkeiten bei meiner Ankunft in Moskau. Nur so viel sollst Du wissen: Ich bin wieder in Ehren aufgenommen und erhielt ein wichtiges Amt im Kriegsministerium übertragen. Es obliegt mir jetzt, für die Ausbildung des Offiziersnachwuchses unserer ruhmreichen Armee zu sorgen. Schreibe mir, ob Du einen Wunsch hast, ein Gnadengesuch müsste Erfolg haben. Sende es bitte an mich, ich werde es weitergeben. General Konstantin Kljukow, der ehemalige zaristische Leutnant, sowjetische General, Häftling und Deportierte, ist wieder in seine Ämter eingesetzt, trägt wieder die Auszeichnungen, auf denen Hammer und Sichel davon künden, dass sie ihm von den Machthabern Russlands im Namen der alles beherrschenden kommunistischen Partei verliehen wurden. Er hat keine kommunistischen Ideale mehr, aber er dient dem Bolschewismus nach wie vor. Und der Name der mutigen Ruslanowa, seiner Frau, die nie mehr für die kommunistischen Parteigrößen spielen wollte, steht heute wieder auf den Theaterzetteln, die in Moskau an den Litfaßsäulen kleben, an erster Stelle.

Masuhr, du wirst entlassen!
Im Januar 1955, ich war gerade von der Arbeit zurückgekommen, wurde ich zum Kommandanten gerufen. Er eröffnete mir, dass ich entlassen werden sollte. Ich hatte achteinhalb Jahre von meiner Strafe verbüßt und war begnadigt worden, weil ich zwei Jahre lang bei der Arbeit die Norm 150- bis 200prozentig erfüllt hatte. Wohin willst du fahren? , fragte der Lagerkommandant. Ich wollte nach Westdeutschland zu meinem Vater. Er schrieb es auf. Warte in der Baracke, bis der Transport geht, befahl der Offizier. Ich wusste nicht, wie mir geschah. Freuen konnte ich mich im ersten Augenblick nicht. Ich hatte sogar Angst vor der Freiheit.

Bis zum 7. Februar wartete Johannes Masuhr in seiner Baracke im Lager Reschote auf den Transport nach Deutschland. Dann war es so weit. Zusammen mit vierzehn Kameraden, unter denen sich zwei Deutsche befanden, wurde Masuhr nach dem Entlassungslager von Potma bei Moskau in Marsch gesetzt. Doch am Baikalsee blieben die Mutter und die Schwester zurück, denen er in einem Brief seine Heimkehr nach Deutschland mitgeteilt hatte.

Wir waren wieder wochenlang unterwegs. Von einer Erleichterung unserer Lage war nichts zu merken. Dreimal machten wir Halt: in Nowosibirsk, Swerdlowsk und Moskau. Jedesmal brachte uns der, Schwarze Rabe, das russische Gefangenenauto, in Gefängnisse. Im März endlich kamen wir in Potma an. Dort war die Behandlung gut, keine Druchsuchungen mehr und auch keine Arbeit. Täglich wurden Leute entlassen. Darunter waren auch solche, die man in Russland zwangsweise ansiedeln wollte. Ein Deutscher, der in die Ukraine entlassen war, seine Eltern aber in Westdeutschland hatte, wurde aus dem Lager in die Freiheit getragen, weil er sich weigerte, Potma zu verlassen. Ich hatte Angst, dass man mich auch zwangsansiedeln würde.

In der Villa von Paulus
Endlich wurde am 5. Mai mein Transport zusammengestellt. Mit einem Omnibus fuhren wir nach Bykowo, einem Villenvorort von Moskau. Wir wurden in einer großen Villa untergebracht. Das Haus hatte etwa dreißig Zimmer. Es war großzügig gebaut und sehr kostbar eingerichtet. In dem großen Park durften wir uns frei bewegen. Ihr seid jetzt in dem Haus untergebracht, in dem Marschall Paulus jahrelang gelebt hatte, hielt uns zum Empfang ein hoher MWD-Offizier einen Vortrag. Ihr seid hier Gäste der Sowjetunion, eure Strafe ist verbüßt, wir tragen euch nichts nach. Wir erwarten aber, dass ihr euch so verhaltet, wie es der Würde dieses Hauses angemessen ist. Wir waren in einer anderen Welt. Es war, als wenn ein Mensch, der stundenlang im Schnee gelegen hat, in ein kochend heißes Bad geworfen wird. Scheu bewunderten wir die schönen Möbel und wagten nicht, uns in die weichen, weiß überzogenen Betten zu legen. Voller Ehrfurcht stand ich vor den Bildern berühmter deutscher und russischer Maler, die die Wände der Zimmer schmückten. Ich hatte einen solchen Prunk noch nie gesehen.

Vor dem Grabmal Lenins und Stalins
Am 15. Mai fuhren Omnibusse vor der Villa in Bykowo vor. Wir stiegen ein. Stundenlang ging die Fahrt durch weiträumig angelegte Villenvororte von Moskau. Gegen Mittag trafen wir im Zentrum ein. Im Schritt fuhr unser Omnibus über den, Roten Platz, vor der Mauer des Kreml. Ich staunte über die riesigen Ausmaße des Platzes. An der Kremlmauer standen vor dem Mausoleum Lenins und Stalins viele Menschen, arme und reiche, junge und alte. Die Zehntausende warteten stundenlang darauf, eingelassen zu werden, um einen Blick auf die toten Häupter des Bolschewismus in ihren Glassärgen werfen zu können. Jeden Tag kommen viele Menschen hierher und beten unsere großen Männer an, sagte die junge russische Ärztin, die unseren Transport begleitete. Sie war Jungkommunistin und schien stolz darauf zu sein, uns das Heiligtum des Bolschewismus zeigen zu könen, bevor wir Russland verließen. Ich sah auch viele Kirchen. Sie waren recht verwahrlost und nur wenige Menschen gingen zum Gottesdienst, obgleich die Glocken oft läuteten.

Im Schlafwagen nach Deutschland
Am Weißrussischen Bahnhof verließen die Heimkehrer den Omnibus und stiegen in den Expreß Moskau-Berlin um. Zu je drei Mann wurde uns ein Schlafwagenabteil zugewiesen. Wir wurden im Speisewagen mit gutem Essen und Wein bewirtet. Die Bolschewiken dachten wohl, wir würden nach all den Lagerjahren wegen dieses bisschen Komforts Russland in guter Erinnerung behalten. Zwei Tage lang waren wir durch Russland und Polen unterwegs. Ebenfalls zwei Tage wurden wir drei Deutschen dann noch im Lager Fürstenwalde bei Frankfurt an der Oder festgehalten, gaben unsere Wattejacken und Filzstiefel ab und bekamen Zivilanzüge. Dann ging es über Magdeburg nach Friedland. Am 19. Mai 1955 traf ich dort ein. Ich war in der Freiheit. Es war wie ein schöner Traum, aus dem zu erwachen man sich fürchtet. Achteinhalb Jahre Sibirien lagen hinter mir. Johannes Masuhr, der als Kind nach Sibirien kam, der duch alle Nöte des Lagerlebens ging, der Hunger, Krankheiten und härteste Arbeiten überstand, kehrte als Mann zurück. Sein Schicksal steht hier stellvertretend für die Schicksale tausender ostpreußischer Menschen, die heute noch in den heißen Sommern und den eiskalten Wintern Sibiriens auf hre Heimkehr warten.

Seite 7   Ebenrode (Stallupönen)
Gesucht werden: Arnold Klischat, Ebenrode, Turmstraße, und Wilhelm Naujokat, aus Alexbrück.

Seite 7   Suchanzeigen
Achtung! Lötzener! Wer kann mir die Anschrift des früheren Schlossers und späteren Lokführer Wilhelm Salewski, Lötzen, geb. 1879, angeben, wenn er noch lebt? Nachricht erb. Frau Berta Papke, (13a) Burgbernheim 49 1/7, Bayern

Achtung Russlandheimkehrer! Suche meinen Sohn Werner Dignaß, geb. 21.05.1930 in Rummau, Kreis Ortelsburg. Wurde auf der Flucht am 04.04.1945 aus Wendehnen, Kreis Rastenburg, von den Russen genommen. Werner Dignaß wurde mit Michael Bruderek aus Rummau im Zuchthaus Insterburg gesehen. Wer kann mir weitere Auskunft geben? Erich Dignaß, Wanne-Eickel, Kurhausstraße 108. Unkosten werden erstattet.

Suche Herrn Reichsbahning, Sieg aus Strasburg, Westpreußen, früher Niedersee, Ostpreußen, in einer Beglaubigungssache.Töpfern, Max Kawski, Alveslohe, Holstein, über Barmstedt, Kreis Segeberg.

Stalingradkämpfer! Wer kann Auskunft geben über meinen Sohn Artur Dobinski, geb. 28.08.1920, Heimatanschrift: Ansorge, Elchniederung, bei Stalingrad vermisst, soll in Gefangenschaft geraten sein, nach Aussage eines Heimkehrers. Wer weiß über sein weiteres Schicksal? Feldpostnr. L.G.A. Dresden 45 178. Nachricht erb. Charlotte Stepputtis, Reiterswiesen über Bad Kissingen.

Kindersteckbrief mit Foto.
Name: Diesing
Vorname: Werner
Geboren: 10.05.1943
Augen: Blau
Haar: blond
Werner hat die Geschwister Walter, Kurt und Ewald. Die Kinder stammen aus Kl.-Plätzdorf, Kreis Osterode. Die Mutter war, eine geborene Hänslicht, sie verstarb nach der Flucht im Kreis Güstrow. Werner sucht den Vater Kurt Diesing, gleicher Heimatort. 1943 entweder gefallen oder vermisst. Nachricht erb. unter Nr. 55 601 Das Ostpreußenblatt

Kindersteckbrief mit Foto.
Name: Lippek
Vorname: Hans Jürgen
Geboren: 10.09.1941
Augen: graublau
Haar: blond
Der Knabe sucht seine Mutter, Marie Erna Lippek, geboren am 30.10.1912 in Ortelsburg. Sie soll 1938 geschieden worden sein und hat vor 1945 als Arbeiterin in Potsdam-Babelsberg gelebt. Nachricht erb. unter Nr. 55 600 Das Ostpreußenblatt

Karl Adomszent, geb. 03.09.1904 in Eschenhöhe, Kreis Schloßberg/Ostpreußen. Max Paschkewitz, geb. 23.06.1908 in Seekampen, Kreis Ebenrode, Ostpreußen. Albert Käding, geb. 23.06.1908 in Kiesfelde, Kreis Schloßberg, Ostpreußen. Alle an der Ostfront vermisst. Nachricht erb. Karl Adomszent, Fürth in Bayern, Rosenstraße 5, bei Girrulat

Suche meine beiden Söhne, Georg Fink, geb. 03.05.1927 in Könisberg Pr. War Soldat in Heiligenbeil bei Flak-Ersatz-Btl. 1. Komp., kam 1945 in 3-Mann-Kampfgruppe Heilsberg zum Einsatz. Soll verwundet und angeblich mit dem Flugzeug ins deutsche Reich gekommen sein. Seitdem vermisst, und Gerhardt Fink, geb. 18.04.1928 in Königsberg, damals 17 Jahre alt, wurde Anfang 1945 zum Volkssturm eingezogen und kam zur Verteidigung außer Ring der Stadt Königsberg. Seitdem fehlt jede Nachricht. Letzter Wohnort Liep, Troppauer Straße 18, Königsberg. Suche meinen Bruder Rudolf Fink, geb. 23.10.1906 in Königsberg Pr., wohnhaft gewesen: Quednau-Rothensteiner Ring 12. Soll in einer Danziger Zeitung seine Frau Anna, geb. Preuß und Kinder gesucht haben, seitdem verschollen. Wer kann etwas über meine Söhne und meinen Bruder mitteilen. Unkosten werden zurückerstattet. Paul Fink, Karlsruhe, Baden, Rüppurerstraße 55

Suche Minna Ragowski, geb. Werning, geb. 10.01.1879, früher, Jungort, Post Nemmersdorf, Kreis Gumbinnen, Ostpreußen, ferner Emma Ragowski, geb. 21.07.1906, aus Jungort, Post Nemmersdorf, Kreis Gumbinnen, Ostpreußen. Nachricht erb. Frieda Skibba, Hamm/Westf. über Marl, Kreis Recklinghausen, Falkenstraße 64

Seite 7   Bekanntmachungen
Memmingen, den 15. Juli 1955     UR II 21/55          Aufgebot
Martha Czepluch, geb. Niklaus, geboren am 8 September 1900 in Waldersee, Ostpreußen, zuletzt wohnhaft in Polleiken, Ostpreußen, seit 12.01.1945 bei Nordenburg, Ostpreußen, vermisst, soll für tot erklärt werden. Antragsteller: Otto Czepluch, Landwirtschaftsbeamter in Memmingerberg, Reg.-Lager IV/21. Die Verschollene wird aufgefordert sich zu melden, widrigenfalls sie für tot erklärt werden kann. Alle, die Auskunft über die Verschollene geben können, werden aufgefordert, Anzeige zu erstatten. Meldung und Anzeige haben bis zum 01.12.1955 beim Amtsgericht Memmingen zu erfolgen. Bayer, Amtsgericht Memmingen

Seite 11   Labiau
In einer Vermisstenangelegenheit wird die Anschrift von Ernst Rohr aus Kaimen gesucht. Es ist nur bekannt, dass er in der sowjetisch besetzten Zone leben soll.

Gesucht wird ebenfalls Bruno Merderin, geb. 25.12.1932, aus Labiau.

Seite 11   Braunsberg
Suchdienst. Wer weiß etwas über den Aufenthalt bzw. das Schicksal des Sattler- und Tapeziermeisters Anton Fieberg, geboren etwa 1860 bis 1865. Er hat bis zur Vertreibung im Februar 1945 in Braunsberg, Königsberger Straße (Hausnummer unbekannt), gewohnt. Wer hatte seine Werkstätte gepachtet?

Seite 11   Johannisburg
Gesucht werden:
Berta Wiedenfuss, geb. Gusek, Wartendorf
Emma Sulimma, Ribitten
Posegga, Brandau
Otto Pranke und Rudolf Papies, Burgdorf
Ida Palpu?ta (5ter Buchstabe unlesbar), geb. Milewski und Kinder, Altwolfsdorf
Architekt Schild und Otto Sternberg, Hausmeister, Arys
Wilhelm Sobolewski und Gustav Specka, Erztal

Wer weiß etwas über das Schicksal von Kaufmann Fritz Brozio, Arys, auf dem Treck verschollen, und Amalie Lubienetztki, geb. Koblinski, Großdorf, am 21.01.1945 mit den Eheleuten martin Rinio mit dem letzten Zuge aus Gehlenburg abgefahren.

Seite 11 Zur Vervollständigung der Seelenliste der Stadt Arys werden die Anschriften nachfolgender Landsleute gesucht:
Bäckermeister Kutschinski und Familie
Erich Kasper, Sohn des Postsekretärs Hans Kasper
Lotte Klein, Verkäuferin
Klein, Sohn des Bäckermeisters Klein
Kühn, Tochter des Kaufmanns Eduard Kühn
Kerschek senior, Rentner
Kerschek, Ehefrau des Angestellten Kerschek und Familie
Simon Krassowski, Obsthändler, und Familie
Minna Kühn, Rentnerin
Hans Klaar, Vertreter
Hebamme Keiner, Ehemann und Familie
Kühn, Wachmann und Familie
Karl Kreutschmann, Arbeiter, und Familie
Komar, Arbeiter, und Familie
Kostka, Bahnarbeiter, und Familie
Kucklinski und Familie
Kirchner, Arbeiter, und Familie
Hedwig Kirstein, Klavierlehrerin
Klebba, Klempnermeister
Knist, Kaufmann, und Frau
Clemens Krause, Landarbeiter, und Familie
Kraft junior, Kommanditangestellter, und Ehefrau
Kronberger, Angestellter, und Familie
Krampf, Ehefrau des Alfred Krampf
Erich Kimmritz, Buchbinder, und Familie
Franz Krempf und Familie
Kuberka, Arbeiter, und Familie
Kempa, Arbeiter, und Familie
Krentz, Ehefrau des Oberfeldwebels Walter Krentz, und Familie
Witwe Knapp und Tochter
Ernst Kizio, Sohn des Johann Kizio, und drei Geschwister
Lau, Arbeiter, und Familie
Arthur Lenz, und Familie
Otto Liedtke, Arbeiter, und Familie
Lockwald Rentner und Schwester
Lemanzik, Arbeiter, und Familie
Harry Metzdorf und Familie
Moritz, Musiker, und Familie
Witwe Emma Markowski
Mozarski, Gasarbeiter, und Familie
Otto Meyer, Schlachthofarbeiter, und Familie
Gustav Metzdorf, Hotelbesitzer, und Ehefrau
Marie Mroß, Ledige
Mroß, Arbeiter, und Familie
Molkenthin, Schneiderin, und Familie
Matzinski, Bahnarbeiter, und Familie
Mucks, Arbeiter und Familie
Mischer, RAD, Ehefrau Berta und Tochter
Moewe, Rentner, und Familie
Michalzik, Bäckermeister, und Ehefrau
Metz, Justizwachtmeister, und Ehefrau
Migge, Handlungsgehilfe
Merker, Fleischergeselle
Michael Mathiszik, Lagerarbeiter, und Familie
August Meyer, Schlachthofarbeiter, und Ehefrau
Fritz Meyer, Kraftfahrer und Familie
Karl Heinz Nötzel, Kommanditangestellter, und Familie
Nadrzeizik, Arbeiter, und Familie
Nowak, Landwirt, und Familie
Johann Niedzwetzki, Arbeiter, und Kind
Hugo Olk, und Familie
Ognieweck, Arbeiter, und Ehefrau
Friedrich Olschewski, Arbeiter
Marie Olschewski, ledig
Georg Olk, Lagerarbeiter
Ida Pieper, geb. Koschorrek, ein Kind Gisela und zwei Schestern
Pich, Kellner
Walter Ple?ker (vierter Buchstabe nicht lesbar) Ingenieur, und Familie
Georg Pottschul, Töpfermeister, und Familie
Grete Penski, Enkelin des Friedrich Penski
Fritz Penski, Bahnangestellter, und Familie
Peters, Architekt, und Familie
Hermann Prietz, und Familie
Stanislaus Pieskorz, und Familie
Porsch, Arbeiter und Familie
Charlotte Pfluch, Wehrmachtshelferin
Willy Purwien, Bahnbeamter, und Familie
Robert Pallasch, Angestellter, und Familie
Hildegard Poerschke, und Tochter
Ida Podtschul, Plätterin, und Schwester
Ernst Priedigkeit, Gärtner, und Ehefrau
Plakowski, Arbeiter und Familie
Alfred Prieß, Buchbinder, und Familie
Preuß, Arbeiter, und Tochter Magda
Johann Purwien, Lagerarbeiter, und Familie
August Pasternak, Landwirt und Familie

Seite 11   Allenstein-Stadt
Gesucht werden:
Johann Bindarer, Allenstein, Pfeifferstraße 5
Landsmann Hinzmann, Platzmeister bei der Firma Rafpelsohn
Ewald Peiler, Kaufmann, Allenstein, Roonstraße 97
Otto Schmidtke, Allenstein, Hohensteiner Straße 32
Kürschner Bruno Schröder, Allenstein
Frau Ida Kopp, Allenstein, Knipprodestraße 10
Anton Dorsch, Allenstein, Jakobstraße 14
Max Nikulla, Allenstein, Jakobstraße 14
Hedwig Rogalla, Allenstein, Jakobstraße 14
Sabine Conrad, früher Allenstein
Hubert Huhmann, Allenstein, Zimmerstraße
Siegfried Funk, Allenstein, Adolf-Hitler-Allee
Gerhard Kwiatkowski, Allenstein, Kirchhofstraße
Georg Scharnowski, Allenstein, Hohensteiner Straße
Helmut Waleschkowski, Allenstein, Hohensteiner Straße
Familie Gehrmann, Allenstein, Hohensteiner Straße 101
Kinderarzt, Dr. Grod aus Allenstein, Kinderklinik
Oberschwester Hildegard Schmidt, leitende Schwester in der Kinderklinik in Allenstein
Säuglingsschwester Elisabeth Schätzler, Kinderklinik Allenstein
Familie Kensy, Allenstein, Karlstraße
Angehörige des Uhrmachermeisters Gelonnek, Fräulein Hermanski, Allenstein, Kaiserstraße, Haushälterin bei Fräulein Hedwig Stankewitz
Martha Reiter, geb. Lipski, Allenstein, Wagnerstraße 24, bei Beyer
Fräulein Helene Krüger, Allenstein, Hohensteiner Straße 61

Seite 11   Osterode
Gesucht werden:
Rechtsanwalt und Notar Dopatka aus Osterode oder Umgebung
Martha Neugebauer, bis zur Vertreibung tätig gewesen bei Frau Sennecke in Röschken
Alfred Brosa, geb. 24.08.1909, aus Ruhwalde
Fräulein Gonscherowski, ihr Vater war Lehrer in Seubersdorf, sie selbst war tätig bei der Kreissparkasse Osterode
Paul Sawatzki, geb. 17.05.1894 in Thomareinen
Klaus Wilde, Sohn des Apothekers Wilde, Osterode. Klaus Wilde soll nach Kriegsende in der Nähe von Osterode als russischer Kriegsgefangener bei den Polen als Landarbeiter gesehen worden sein. Wer kann nähere Angaben machen?
Paul Jenderny, Seelesen
Hermann Kalwa; Peplinski; Roßmann; Otto Sadowski; Gustav Huwald; August, alle aus Seelesen Gustav Grüning, Schäfer, Kaminski, Ferdinand, Johannes Nevermann, alle aus Amalienhof. Försterei Bujaken: Förster Herder, Waldarbeiter Oswald, Lehrer Wolfram, Seelesen.

Seite 12   Für Todeserklärungen
Waldi Martin, geb. 13.07.1928, aus Königsberg, Viktoriastraße 4, ist im Frühjahr 1945 bei den Kampfhandlungen in der letzten Wohnung der Familie Martin, Königsberg, Steinstraße 6 ums Leben gekommen. Es werden Augenzeugen gesucht, die seinen Tod bestätigen können.

Wilhelm Purcz, geb. 09.03.1878, aus Duneiken, Kreis Treuburg, ist im Frühjahr 1945 in Brödienen bei Sensburg verstorben. Seine Ehefrau Henriette Purcz, geb. Kornberger, geb. 06.12.1879, verstarb ebenfalls im Frühjahr 1945 auf der Flucht in Brödienen und wurde von ihrem Mann im Schnee vergraben. Es werden Augenzeugen gesucht, die den Tod des Ehepaares bestätigen können.

Stadtinspektor Fritz Eugen Murrins, geb. 15.12.1879, aus Lötzen, Lycker Straße 41, wurde am 07.02.1945 gegen 9 Uhr im Garten des Hauses Pr.-Eylauer Straße 85 in Landsberg, Kreis Pr.-Eylau, von den Russen erschossen. Es werden Augenzeugen gesucht. (Wo befinden sich Frau Wittrin aus Lindsberg, Fräulein Kannapel und Frau Matwig aus Bartenstein?

Friedrich Rahn, geb. 14.01.1892 in Domnau, aus Jeesau, Kreis Rastenburg, wurde im Februar 1945 von den Russen verschleppt. Wer kann über seinen Verbleib Auskunft geben?

Anna Rahn, geb. 26.03.1924 in Dietrichsdorf, aus Jeesau, Kreis Rastenburg, soll im März 1945 von den Russen verschleppt, soll im März 1945 von den Russen verschleppt worden sein. Wer kann Auskunft über ihren Verbleib geben?

Robert Schwarz, geb. 19.07.1895, seine Ehefrau Anna Schwarz, geb. Wunderlich, geb. 10.06.1896, und deren Kinder Christel Schwarz, geb. 23.12.1920, und Inge Schwarz, geb. 15.01.1925, aus Elbing, Roßwiesenstraße 7b, werden seit März 1945 vermisst. Wer kenn über den Verbleib der Genannten Auskunft geben?

Seite 12   Aus der Geschäftsleitung
Für Curt Friedrich Zimmermann, geb. 20.03.1898 in Gumbinnen, liegt eine Geburtsurkunde vor.



[OWP] Fn Liedtke von Gerkienen,Gerdauen,Ostpreussen

Date: 2014/06/19 21:56:07
From: decockers <decockers(a)zeelandnet.nl>

Hallo Mitforscher,

Suche weitere Vorfahren und moglich Geschwister von Karl Liedtke geboren 7 feb 1875 Gerkienen, Gerdauen.Er hat jedenfalls ein Bruder 

Gottfried Liedtke geboren 21 jan 1879 Gerkienen,Gerdauen.

Mit freundliche Gruesse

Rob Radzanowski
Holland

[OWP] Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 30, Tei l 2

Date: 2014/06/19 23:28:59
From: inge . barfels <inge.barfels(a)ewe.net>


Seite 13   Wir gratulieren
Zum 96. Geburtstag
Am 22. Juli 1955, der Witwe Elisabeth Gerber, aus Kuckerneese, Kreis Elchniederung Sie ist noch gesund und rüstig und lebt bei ihrem Sohn, Rechtsanwalt Erich Gerber, in Regenstauf, Krametsbuckel 211

Am 1. August 1955, der Witwe Rosa Klara, geb. Schulz, aus Angerburg. Sie lebt bei ihrer Tochter, Frau Mazollek, in der sowjetisch besetzten Zone und ist durch Emil Sadlack (20a) Veerssen 78 bei Uelzen, zu erreichen

Zum 93. Geburtstag
Am 24. Juli 1955, Frau Eva Albrecht aus Gr.-Friedrichsdorf, jetzt bei ihrer Tochter Hanna Sperber in Peine, Hannover, Sedanstraße 14

Am 28. Juli 1955, dem Altbauern Friedrich Wolter aus Gr.-Daguthelen, Kreis Pillkallen, jetzt bei seiner Tochter, Frau Becker, in Berlin W 15, Tannstädterstraße 2

Zum 91. Gebutstag
Am 25. Juli 1955, Frau Auguste Skindel, geb. Kirstein, jetzt bei ihrer Tochter Gertrud Blümer in Heinsberg, Rheinland, Begasstraße 1, die die seit zehn Jahren bettlägerige Jubilarin pflegt.

Am 5. August 1955, Lehrer i. R. August Neumann aus Insterburg, jetzt in Cuxhaven, Drangstweg 20

Zum 90. Geburtstag
Am 19. Juli 1955, dem Landsmann Otto Dawert, aus Rimlack, Kreis Pr.-Eylau, jetzt in Lübeck, Marliring 4, bei seinem Sohn Alwin.

Am 31. Juli 1955, Landsmann Carl Sefzig, aus Albrechtswalde, Kreis Mohrungen. Er lebt zusammen mit der Familie seiner Tochter Margarete in Flensburg, Sophienstraße 11, von allen, besonders einen Urenkelkindern, verehrt und liebevoll betreut. Geistig noch sehr rege, ist er Mitglied der landsmannschaftlichen Gruppe seit ihrer Gründung.

Am 1. August 1955, Landsmann Friedrich Wiede aus Pobethen/Samland, jetzt bei seiner Großtochter in (23) Haftenkamp, Kreis Bentheim.

Zum 89. Geburtstag
Am 22. Juli 1955, Frau Amanda Wierczeyko, geb. Wolff, aus Andreastal, Kreis Angerburg, jetzt bei ihrer Schwiegertochter Gertrud, Gescher/Westf., Westfalenring 14

Am 30. Juli 1955, Frau Henriette Zuszian, geb. Kossak, aus Fließdorf, Kreis Lyck, jetzt in Freiburg im Breisgau, Falkenberger Straße 41

Zum 88. Geburtstag
Am 24. Juli 1955, Frau Anna Korth, aus Königsberg, jetzt bei ihrem Schwiegersohn Werner Thies in Bad Pyrmont, Vogelreichsweg 5

Zum 87. Geburtstag
Am 25. Juli 1955, dem Lehrer i. R. Ferdinand Hinkel, bis 1924 in Bastental (Murgischken), Kreis Goldap. Er wohnt mit seiner Tochter Erna Haensch in (23) Sandhorst bei Aurich, Admiral-Scheer-Straße 464

Am 4. August 1955, dem Kaufmann Gottlieb Guseck aus Gilgenburg, Kreis Osterode, jetzt mit seiner Ehefrau im Altersheim Wedding, Berlin, Schulstraße 4.

Zum 86. Geburtstag
Am 17. Juli 1955, dem Altsitzer Ludwig Rieck aus Birkenhain, Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt bei seinem Sohn Fritz in Duisburg-Meiderich, Untergard 25

Am 22. Juli 1955, dem Altsitzer Gottlieb Koloska, aus Funken, Kreis Lötzen, jetzt bei seiner Tochter Anny Goldberg in Diedersen, Kreis Hameln (Pyrmont).

Zum 85. Geburtstag
Am 17. Juli 1955, Landsmann Jakob Zacharias, aus Schönhorst, Kreis Lyck. Er lebt bei seinem Sohn in Düsseldorf, Bandelstraße 20

Zum 84. Geburtstag
Am 9. Juli 1955, der Witwe Dorothea Radzuweit, geb. Lenkeit, aus Schaaren, Kreis Pillkallen, jetzt bei ihrer zweiten Tochter Minna Müller in Wesuwe, Kreis Meppen

Am 30. Juli 1955, dem Maurerpolier Julius Höht, aus Waldheide, Kreis Tilsti-Ragnit, jetzt in (24b) Burg in Dithm., Tannenbergallee 5, bei seinem Sohn Bruno.

Zum 83. Geburtstag
Am 21. Juli 1955, dem Fleischermeister und Viehändler Gustav Koralus, aus Kanthausen, Kreis Gumbinnen, jetzt (24b) Burg in Dithmarschen, Bahnhofstraße 6

Am 25. Juli 1955, Landsmann Julius Friedrich Leberecht Zander sen. aus Gehlenburg (Bialla), Kreis Johannisburg. Er war Senior-Chef und Mitbegründer der Mühlen- und Sägewerke Julius Zander. Mit seiner Ehefrau Olga, geb. Leopold, die am 9. Juli 1955, ihren 75. Geburtstag beging, wohnt er in Lübeck, Kuckuckruf 3

Zum 82. Geburtstag
Am 24. Juli 1955, Franz Schmidt aus Königsberg. Er war 55 Jahre bei der Firma Rheingold & Co., davon 40 Jahre als Geschäftsführer, tätig. Vor zwei Jahren wurde er vom Bundespräsidenten Professor Dr. Heuß mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Heute wohnt Landsmann Schmidt in Neustadt/Holstein, Schlesigerweg 1, bei der Familie seiner Tochter, Frau Casprowitz

Am 27. Juli 1955, Frau Martha Neumann, geb. Bienert, aus Hohenstein, Bahnhofstraße, jetzt bei ihrer Tochter Maria Marten in Stade/Elbe, Bungenstraße 23

Zum 81. Geburtstag
Am 6. Juli 1955, dem Altbauern Franz Reuter aus Bilden, Kreis Pillkallen, jetzt in Over, Kreis Harburg.

Am 21. Juli 1955, Frau Anna Wiechert, geb. Wermke, aus Königsberg, Mischener Weg 50, jetzt in Wallstedde über Ahlen, Amecke 67

Am 25. Juli 1955, Fräulein Helene Volkmann aus Osterode, jetzt Oberstdorf/Allgäu, Altersheim Rubihaus.

Am 28. Juli 1955, dem Rentner Albert Neumann, aus Königsberg, Maybachstraße 27a, und seiner Ehefrau Auguste, die am 28. Juli 1955, 80 Jahre alt wird. Das Ehepaar wohnt bei seiner Tochter Charlotte Jaentsch und ist durch Frau Erna Borowski in Lörach/Baden, Basler Straße 9b, zu erreichen.

Am 5. August 1955, dem Telegraphensekretär i. R. Wilhelm Oskierski aus Ortelsburg, Luisenstraße 13, jetzt mit seiner Ehefrau in der sowjetisch besetzten Zone. Er ist durch Frau Hedwig Zimmermann, Bad Godesberg, Saarstraße 2, zu erreichen.

Am 29. Juli 1955, Landsmann Otto Glaw aus Wormditt, Gustav-Adolf-Straße 54, jetzt in Wrestedt, Kreis Uelzen

Zum 80. Geburtstag
Am 14. Juli 1955, Lehrer Johann Heinrich aus Kallinowen, später Scharfenrade, Kreis Lyck. Er wohnt in Iserlohn, Kuhloweg 14

Am 22. Juli 1955, Frau Emma Tenzberger, geb. Bortz, aus Lyck, jetzt in Treysa, Friedrich-Ebert-Straße 14

Am 24. Juli 1955, Frau Johanna Frick, geb. Runge, aus Tauerkallen, Kreis Stallupönen, jetzt bei ihrem Sohn Fritz in Ahlerstedt, Kreis Stade. Sie wird von ihrer Schwiegertochter Ursula betreut, das sie infolge eines Unfalles, seit fünf Jahren bettlägerig ist.

Am 25. Juli 1955, der Witwe Marie Krebs, geb. Ney, aus Königsberg, Moltkestraße 12, jetzt bei ihrem Schwiegersohn Willi Baltrusch in Düsseldorf-Eller, Harffstraße 170

Am 26. Juli 1955, Regierungsobersekretär i. R. Max Hennig, früher bei der Kreisverwaltung Osterode, jetzt (16) Hanau/Main, Eschenweg 7. Am nächsten Tage feiert Stadtinspektor i. R. August Salden (Stadtverwaltung Osterode, bei der schon sein Großvater und Vater, sodann auch sein Sohn Wolfgang bis 1945 tätig waren) seinen 70. Geburtstag. Er wohnt ebenfalls in Hanau, Eschenweg 7. Beiden gratuliert herzlichst der Heimatkreis Osterode.

Am 27. Juli 1955, Frau Auguste Todtenhaupt aus Kreuzburg, Kreis Labiau, jetzt in Oldenborstel bei Schenefeld über Itzehoe.

Am 28. Juli 1955, Frau Marie Kromat, geb. Meyer, aus Unter-Eisseln bei Ragnit, jetzt bei ihrer jüngsten Tochter Charlotte Stoppa in Wiemersdorf über Bad Bramstedt/Holstein

Am 28. Juli 1955, Frau Magdalene Reinecker, geb. Niederlehner, aus Schloßberg (Pillkallen), Tilsiter Straße 44, jetzt mit Frau Marie Schweißling in Hildesheim, Arnekenstraße 18

Am 29. Juli 1955, dem Förster August Kaesler vom Gut Gradtken, Kreis Allenstein, jetzt mit seiner Ehefrau Magdalene, geb. Apfelbaum, in Gelsenkirchen, Waldtrautstraße 20. Landsmann Kaesler konnte bereits 1939 sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum bei der Familie von Schulzen-Gradtken begehen. Von Jugend auf erwarb er sich das größte Vertrauen seiner Gutsherrschaft als Kutscher und Kämmerer und wuchs schließlich in die Stellung als Förster des sechshundert Morgen großen Waldes hinein. Besonders bewährte sich seine Treue während des Krieges bis zur Vertreibung.

zum 75. Geburtstag
am 10. Juli 1955, dem Fleischermeister Friedrich Alsdorf aus Seckenburg, Elchniederung, jetzt bei seiner Tochter in Hochdahl, Kreis Mettmann, Hüttenstraße 21

Am 16. Juli 1955, dem Bauern August Rieck, aus Burgkampen (Jantkutkampen), Kreis Ebenrode, jetzt Berlin-Charlottenburg 9, Kolonie Spreegrund 8. Landsmann Rieck hatte in der Heimat verschiedene Ehrenämter inne, er war auch viele Jahre Bürgermeister und Schiedsmann.

Am 18. Juli 1955, Frau Anna Plink, geb. Müller, aus Barten, später Rauschen, jetzt in Eilsum über Emden.

Am 18. Juli 1955, Frau Maria Lumma aus Sensburg, jetzt in Iserlohn, Rahmenstraße 10

Am 19. Ju