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2006/11/17 16:18:55
Budler
[HN] Nustedt-Nustädt
Datum 2006/11/18 07:07:16
LadyBonita (USA)
[HN] HILLMER / HILMER Research - now Kreis Uelzen, Niedersachsen
2006/11/16 21:31:55
klaus . wrede
Re: [HN] Baller oo Wrede
Betreff 2006/11/22 20:24:12
klaus . wrede
Re: [HN] Baller oo Wrede
2006/11/11 19:21:45
RuetherFF
[HN] Baller oo Wrede
Autor 2006/11/21 23:59:29
RuetherFF
[HN] Broocks / Sendenhorst / Hannover

Re: [HN] Baller oo Wrede

Date: 2006/11/18 00:06:44
From: RuetherFF <RuetherFF(a)...

Hallo Herr Wrede,
 
für Ihre Antwort möchte ich mich bedanken.
 
Wrede, Carl Philipp Joseph
bayrischer Feldmarschall
* 29.4.1767 Heidelberg
+ 12.12.1838 Ellingen
oo 18.3.1795 Heidelberg
Gräfin v. Wiser- Siegelsbach, Sophie Agathe
*  23.5.1771 Mannheim
+  7.5.1837 Ellingen
 
Er war das 13. Kind von:
 
Wrede, Ferdinand Joseph Maria
Landschreiber im Oberamt Heidelberg Geheimer und Regierungsrat, 1791  
Freiherr 
*6.1.1722 Heidelberg
+ 22.1.1793 Heidelberg
oo 21.3.1746 Walldorf
Jünger, Anna Catharina
* 26.1.1729 Bruchsal
oo I. Pfeffer, N.
 
Leider hat Dr. Gatzemeyer, Friedrich: "Ahnentafeln um 1800, Sippschaften aus  
Stadt und Stift Hildesheim" die anderen 12 Kinder nicht aufgeführt. 
 
Die weitere Abstammung ist:
 
Wrede, Franz Joseph
kurpfälzischer Regierungsrat, Amtsverweser zu Umstadt und Otzberg
*  1.4.1695 Wiedelah ( Pate: Franz Joseph Theodor Freiherr v.  Landsberg)
+ 30.7.1754 Heubach bei Umstadt
oo 
Wideck, Anna Maria Josepha
*
+ 23.2.1763 Heidelberg
 
Wrede, Heinrich
fürstbischöflich hildesheimischer Amtsschreiber zu Wiedelah
*  um 1642 Uffeln bei Werl
+ 15.10.1720 Wiedelah
oo um 1687
Hillebrand, Christine Elisabeth
 * um 1666 Hemer
+ 6.7.1726 Wiedelah
 
Die neueste Forschung von Dipl. Ing. Herbert Fuhst, Potsdam, soll ergeben  
haben, daß der Amtmann Heinrich Wrede in Wiedelah als illegitimer Sohn des  
Droste zu Balve im Sauerland, Ferdinand von Wrede zu Melschede, - von 1683  - 1685 
westfälischer Landdroste in Arnsberg -, dessen 1649 mit Johanna von der  
Horst geschlossene Ehe kinderlos geblieben war, geboren wurde und nach  dessen 
Bruder Johann Heinrich seinen Namen erhielt.
Engere Beziehungen,  vermutlich über die Familie seiner Schwiegermutter 
Johanna Dorothea Hillebrand  geb. Höynck aus Hemer, zum späteren Hildesheimer 
Fürstbischof Jobst Edmund v.  Brabeck (1688-1702) aus (Iserlohn-) Lethmate scheinen 
bei ihm vorhanden gewesen  sein, weil er als Pate bei seinem ältesten Sohn 
auftritt.   
 
 
 
Bei der von  mir gesuchten Heirat von    
Baller, Jodocus  Franz oo um 1794 Wrede, Johanna Franziska  
ist denkbar, daß  eine entfernte verwandtschaftliche Beziehung besteht. Seine 
weitere Abstammung  deutet darauf hin, weil seine Großmutter auch eine Wrede 
war:
 
Eltern: 
Baller, Joachim  Franz 
thurn- und  taxisscher Posthalter zu Bönnien  
*~  20. 6.1725 Bönnien / Hennekenrode 
+    18. 8.1784 Bönnien   
oo II. Schladen  Köhler, Viktorie  * 1748 Schladen ( oo II. Kreikenbaum, N.  
) 
oo  2. 7. 1755 Salzdetfurth  
Berning, Maria Theresia Aloysia                                               
             
~   19. 5. 1725 Geseke  
+       vor 1775  Bönnien 
Großeltern: 
Baller,  Johannes Andreas 
turn- und  taxisscher Posthalter in Bönnien 
*  ? auf dem Zoll bei Lochtum Ksp.  Vienenburg 
+             1749  Bönnien 
oo  25. 5.1717  Wohldenberg 
Wrede, Maria  Juliana Elisabeth 
*~  29. 1.1693  ? Bönnien ~ Wohldenberg 
+        ?  1756 ? Bönnien
 
 
Urgroßeltern: 
Wrede, Jacob Cornelius 
31.5.1684 Beeidigung als Amtsvogt  auf dem Wohldenberg im Amt Wohldenberg (- 
1703),  
*~       ?  1655    
+   10. 7.1703  Hennekenrode 
oo  31 7.1681  Lamspringe 
Knackstert, Catharina  Armgardis 
*~       ? 1661  
+
 
deren Sohn: 
Adam Arnold * 28.7.1685 (Pate: v.  Bocholtz, Adam Arnold, Droste zu 
Wohldenberg),  
oo  18.2.1727 Winzenburg Stolte, Maria  Catharina * 18.3.1692, To. v. Stolte, 
Johann Robert, Amtmann zu Winzenburg, (oo  I. Castens, Catharina Margarete) 
oo II. Garleiff, Hedwig 
(oo I. 10.2.1711 Dröge, Heinrich  Wilhelm, Amtsvogt  zu Winzenburg oo  I. vor 
1708 de Neve, Maria Christina)  
Daß die Wrede nicht aus dem Stift  Hildesheim stammten, mag belegt werden 
dadurch, daß bei   
 
Bardehle,  Peter : "Die  Kopfsteuerbeschreibung  des Hochstifts Hildesheim 
von 1664", keine Wrede zu finden sind.  
Die beiden  genannten Heinrich und Jacob Cornelius Wrede waren Amtsvögte in 
hildesheimischen  Ämtern, die im vormals braunschweig- wolfenbüttelschen und 
calenbergischen  Herrschaftsbereich lagen und nach 1643 wieder an das Hochstift  
Hildesheim zurückgelangt waren. Weil sie als Amtstäger zuverlässig sein  
mußten , darf man vermuten, daß beide aus gut katholischen Regionen  stammten. 
Gatzemeyer,  Friedrich: "Ahnentafeln um 1800,  Sippschaften aus Stadt und 
Stift Hildesheim", gibt keine Verwandtschaft  zwischen Heinrich und Jacob 
Cornelius W. an.  
Für möglich  halte ich es, daß Jacob Cornelius W., als Wohldenberger Amtsvogt 
(1684-  1703) zusammen mit dem Amtmann von Wohldenberg (1667- 1701),  Walter 
Heising, der aus einer alten Paderborner Beamtenfamilie in  Dringenberg 
stammte und mit den Dauber verwandt war,  vom Wohldenberger Drosten (1668-1701) Adam 
Arnold v. Bocholtz, der  auch aus Westfalen stammte, angeworben wurde. 
Beide sind  Zeugen bei dessen Testament, was auf eine engere Beziehung 
hinweisen  mag. 
Wie  Klingebiel, Thomas: "Ein Stand für sich? Lokale Amtsträger in der frühen 
 Neuzeit", eindrücklich darstellt, waren die Amtsträger im neuen Hochstift 
meist  landesfremd und stark miteinander versippt. Dies ist auch plausibel, weil 
 doch über Jahrzehnte die fünf Kurfürsten und Erzbischöfe von Köln aus dem 
Haus  Wittelsbach (1583- 1761) in Personalunion Fürstbischöfe von Hildesheim und 
 oft auch gleichzeitig Fürstbischöfe von Paderborn, Münster und  Osnabrück 
waren, und somit die loyalsten katholischen, aber auch  elitären Beamten aus 
ihren Fürstentümern in die Diaspora der überwiegend  lutherischen, ehemals 
braunschweig- wolfenbüttelschen Ämter des restituierten  großen Stifts Hildesheim 
senden konnten. 
Zum weiteren Familienkreis  könnten auch die bei  
Michels, Paul: "Paderborner  Inschriften, Wappen und Hausmarken" 
genannten Ferdinand (!) Wrede, um  1753 Hofgerichtsassessor in Paderborn und 
Sekretär  des Domkapitels, sowie  Wilhelm Franz Anton Wrede, Sekretär des 
Domkapitels, + 1788 Paderborn  zählen., sowie Gerhard Hermann Anton Wrede aus 
Haselünne, der 1750 in Münster  als Notar immatrikuliert wurde. 
Inwiewit die von mir gesuchte  Wrede, Johanna Franziska eine Schwester von 
Wrede, Carl Philipp Joseph ist,  scheint mir insofern fraglich, als zur 
damaligen Zeit die Entfernung von  Heidelberg nach Bönnien bei Bockenem nicht leicht 
zu überbrücken gewesen sein  wird, um den Baller kennenzulernen. 
Interessieren würde ich mich auch  für Ihre Wrede. Solten es die Wrede zu 
Bertingloh sein, könnten wir uns  austauschen. 
Viele Grüße 
F.- Franz Rüther 
Mülheim-  Ruhr