Date: 2011/10/03 12:22:00
From: Siglinde Kanik <siglinde.kanik(a)freenet.de>
Hallo Mitstreiter Wer kann mir helfen Charlotte Wilhelmine Wagenführ * 13.3.174o Laasphe + 3.6.1783 Laasphe Der Vater war Johann Georg Wagenführ * 171o ??? + 1755 ??? Wer kann mir etwas zu seinen Eltern sagen. Ich vermute. dass sie nicht aus Laasphe sind. Noch einen schönen sonnigen Tag Sieglinde (Kanik)
Date: 2011/10/23 20:55:21
From: Reuven Mohr <reuven.mohr(a)gmail.com>
verehrte Listenempfaenger, mir ist nicht eindeutig klar ob Juden zu den "bürgerlichen Familien" gehoeren, mit denen sich diese Liste beschaeftigt, oder ob sie einer anderen Themengruppe angehoeren. Im Archiv der Liste treten sie anscheinend nicht auf. Meine Verbindung zu Berleburg sieht folgendermassen aus: Breinsche, die Grossmutter meines Urgrossvaters und spaetere Mutter von mindestens 15 Kindern, verheiratete sich 1790 in Frankenthal/Pfalz mit einem dortigen Schutzjuden. Laut Heiratsvertrag war sie 1770 in Berleburg geboren, als Tochter des Hirsch Moses Berleburg. Nun war ich im September in Berleburg im Schloss- und im Stadtarchiv. Zu Hirsch Moses fand ich diverses Material unter den Juden-Schutz-Angelegenheiten im graeflichen Archiv derer von Sayn Wittgenstein-Berleburg. Hirsch war 1770, evtl. noch vor der Geburt meiner Ahnin, verstorben. Die Wittwe Hanna heiratete kurz darauf den Knecht, der mit den Geschaeften ihres Mannes vertraut war, um den Haushalt mit mehreren kleinen Kindern aufrecht zu erhalten. Ihr Vater war der ehemalige Schullehrer Israel Levi od. Loeb. Hirsch war ca.1751 nach Berleburg gekommen, anlaesslich der Heirat mit Hanna. Zuvor hatte er zehn Jahre lang von Eslohe aus im "Kurkoelnischen" Handel getrieben, als Knecht von Sender Loeser. Wo er eigentlich geboren war, ist unbekannt. Es gibt Hinweise, dass seine Vorfahren in Altona oder Frankfurt/Main ansaessig waren. Es erschwert die Verbindung zwischen den aktenkundigen Personen erheblich, dass kaum eine einen Nachnamen fuehrt. Auch sind die Ehefrauen nur in Ausnahmefaellen erwaehnt. Was mir sehr hilfreich sein koennte, waere die Liste der Namensadoptionen durch die Juden in der Napoleonischen Zeit. Da Berleburg in dieser Periode zu Hessen-Darmstadt gehoerte, muesste eine solche existiert haben. Entsprechend der napoleonischen Gesetzgebung mussten die Juden in allen Laendern unter franzoesischem Einfluss in der Zeit nach 1808 feste, erbliche Familiennamen annehmen. Nun haben diese Listen die verschiedensten Formen und Titel. In Frankenthal z.B. musste jede einzelne Person, fuer nicht volljaehrige Kinder die Eltern, deklarieren, welchen Vor- und Nachnamen sie fortan gesonnen ist zu fuehren. An anderen Orten wurde nur der Haushaltsvorstand vernommen, welchen Nachnamen er annimmt, und damit eine Zeile eines Vordrucks ausgefuellt. Auch kann eine solche Liste in den Archiven als "Einwohnerliste", oder aehnl. verzeichnet sein. Bei einem Besuch im Marburger Landesarchiv wusste der Archivar nicht wovon ich rede, und auf HADIS bin ich diesbezueglich auch nicht fuendig geworden. Gerne wuerde ich hoeren ob jemand zu diesem Thema etwas weiss. Ich habe noch diverse andere Namen von Berleburger Juden in meinen Archivfundstuecken, falls jemand eigenen Bedarf haben sollte. Mit freundlichen Gruessen, Reuven Mohr Israel reuven.mohr(a)gmail.com