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2004/06/30 15:46:12
w.mett
Re: [OWP] Mursch /Orlowski
Datum 2004/06/30 17:20:25
Remo Carli
Re: [OWP] genealogie
2004/06/30 11:29:42
Peter Kerschl
Re: [OWP] genealogie MURSCH + ORLOWSKI
Betreff 2004/06/30 11:22:25
w.mett
Re: [OWP] genealogie mursch +Standesamt
2004/06/26 12:16:08
Reiner Kerp
Re: [OWP] ostpr. Vorfahren aus Bonn, Bayern u.Bade nwürtemberg // Russlandfeldzug
Autor 2004/06/07 21:36:13
Remo Carli
Re: [OWP] Diplomarbeit

Re: [OWP] genealogie mursch + orlowski

Date: 2004/06/30 16:40:08
From: Reiner Kerp <mail(a)...

Lieber Andreas,
wie hat es der Standesbeamte begründet, warum er Dir keine Auskunft erteilen
kann?
Hast Du alle anderen Möglichkeiten wie Totenzettel, Todesanzeigen in
Zeitungen, Einwohnermeldekartei (Einwohnermeldeamt oder Stadtarchiv
anschreiben), kirchliche Sterberegister usw. ausgeschöpft? Sind die Namen
"abgesichert"? Ist der Sterbeort sicher oder sind die Personen
möglicherweise im Krankenhaus oder dem Altersheim eines Nachbarortes
verstorben?
Es ist dem Standesbeamten einer Großstadt sicher schwer zuzumuten,
stundenlang im Keller alte Bücher zu wälzen ohne wenigstens in etwa zu
wissen wann (das Jahr alleine reicht sicher nicht) und in welchem Ortsteil
die Person verstorben ist. Wenn der Sterbeort nicht stimmt, kann er
unmöglich helfen!
Mancher (mental ältere) Standesbeamte hat es aber vielleicht auch noch nicht
so richtig verinnerlicht, daß er eigentlich Dienstleister ist (inzwischen
sehr selten). Sehr beliebt ist dann der Hinweis darauf, daß keine
rechtlichen/berechtigten Interessen vorliegen.  Wenn also ein Standesbeamter
nicht "spurt", hilft vielleicht zuerst einmal ein freundlicher Telefonanruf,
bei dem man als "Bittsteller" auftritt und möglicherweise sogar Ratschläge
bekommt, wie weiter zu verfahren ist. Hilft das nicht, kann man einen
"Antrag auf eine vollständige Urkunde" (das heißt einschließlich der
Randvermerke) mit Bitte um einen "beschwerdefähigen Bescheid" stellen. Wenn
man die Hilfe dieses Standesbeamten auch in Zukunft braucht, sollte man
bedenken, daß man sich mit solch einem Antrag allerdings sehr unbeliebt
macht. In einem ablehnenden Bescheid muss der Beamte mitteilen, aufgrund
welchen rechtlichen Sachverhaltes (es sollten die Paragraphen zitiert sein)
er keine Urkunde ausstellen kann und bei wem man gegen diesen Bescheid
Beschwerde einlegen kann. Eine vollständige Urkunde ist im Regelfall eine
Fotokopie, weil manche Beamte die alte Schrift nicht lesen können.

Gruß,

Reiner