Monatsdigest

Re: [Gen-Programme] [Programmierer] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 08:04:16
From: Jesper Zedlitz <jesper(a)zedlitz.de>

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Sanddorn wrote:
> möglicherweise geht der Datenaustausch zwischen Familienforschern mit Hilfe
> einer GEDCOM-Datei dem nahen Ende entgegen. In einigen Programmierkreisen
> wird bereits darüber nachgedacht, den GEDCOM-Standard durch den mächtigeren
> XML-Standard abzulösen.
>
Als - mittlerweile schon vor Jahren - der Vorschlag für Gedcom 6.0 (die 
xml-Variante) in den entsprechenden technischen Mailinglisten veröffentlicht 
wurde, war die Reaktion ziemlich negativ. So gut wie kein Entwickler zeigte 
sich bereit, das neue Format zu unterstüzen.

Letztlich handelt es sich bei Gedcom 6.0 nur um alten Wein in neuen 
Schläuchen. Die Einschränkungen des Gedcom-Datenmodells (auf Ergebnisse in 
Form von Personen/Familien und nicht den Verlauf der Forschung) bestehen 
weiterhin, man hätte die alten Probleme bei der Übermittlung von 
Forschungsergebnissen. 

Ein neues Transportformat (dann gerne in xml, da dabei die Verarbeitung und 
Überprüfung viel einfacher ist) macht nur Sinn, wenn es auf einem anderen 
Datenmodell basiert und damit einen echten Nutzen (nämlich die bessere 
Übertragung von Forschungen) ermöglicht.

Gruß
Jesper

- -- 
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
                  ICQ#     : 23890711
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Version: GnuPG v1.4.1 (GNU/Linux)

iD8DBQFFSEbfjSxW58yLxdgRArAUAJ0QaqJJn+StXgM778bQId4NJ8eCkgCgs1dv
NaUyFU5Tatkbl2PqsWf+V0Y=
=mlnb
-----END PGP SIGNATURE-----

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 10:30:40
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Sanddorn wrote:

Offensichtlich besteht bei den anderen Programmierern kein großes Interesse,
hier öffentlich darüber zu diskutieren (aus verständlichen Gründen? -
Betriebsgeheimnis?  ;-)

Nö, es kostet einige Zeit, wenn man wirklich auf Deine Argumente
eingeht. Die hat nicht jeder.

Ich glaube, die meisten warten, bis sich Gedcom XML durchsetzt. Zumal
anscheinend noch keine fertige Definition vorliegt.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] [Programmierer] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 10:40:56
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Jesper Zedlitz wrote:

und damit einen echten Nutzen (nämlich die bessere
Übertragung von Forschungen) ermöglicht.

Daran ist die LDS nicht interessiert. Ihr Glaube hat nicht die
Genealogische Forschung im Blickfeld, das ist ein Nebeneffekt.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 17:40:19
From: Sanddorn <sanddorn52(a)web.de>

Hallo Thomas,

besten Dank für Deinen Beitrag. Das ist höchst interessant - nur schade,
dass Dynas-Tree nicht weiter gepflegt wird.
So wie ich das nach einigen Recherchen im Internet herausgefunden habe,
werden Genealogieprogramme mit Datenaustausch via XML hauptsächlich in den
USA entwickelt. Bereits jetzt benutzen die beiden Programme FTM (Family Tree
Maker) und TMG (The Master Genealogist) diese Technik.
Auch die LDS Kirche (Mormonen) will für künftige Entwicklungen hauptsächlich
XML verwenden - wobei sie das Genealogieprogramm PAF (Personal Ancestral
File) nicht weiter entwickeln will, sondern ihre Mittel hauptsächlich für
die Digitalisierung von Kirchenbüchern und die Digitalisierung der
bisherigen Speicherungen auf der Webseite 'FamilySearch.org' einsetzen will.

Auch in Deutschland gibt es einige gute Ansätze mit XML. Doch wird von
verschiedener Seite argumentiert, dass der Datenaustausch über GEDCOM nicht
gänzlich durch XML verdrängt werden wird.

Allerdings hat der amerikanisch GEDCOM-Guru Bob Velke verlauten lassen, dass
die Programm-Entwickler viel zu lange den Kopf vor
dieser Entwicklung "in den Sand gesteckt" hätten.

Man muß also wohl abwarten, wohin die Entwicklung geht. Ich denke nur, dass
die deutschen Programmentwickler nicht zu lange abwarten sollten, da sonst
der Zug möglicherweise ohne sie abfährt :-(

Viele Informationen erhält man, wenn man mal den Begriff "Genbridge" in
Google eingibt.

Viele Grüße

Heinz (Schlutow)

-----Ursprüngliche Nachricht----- Von: "Thomas Liebert - - 09328 Lunzenau" <thomas(a)ahnenforschung-liebert.de>
An: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Gesendet: Dienstag, 31. Oktober 2006 09:30
Betreff: Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML


Hallo Heinz,

XML-Ausgabe ist schon seit Jahren in Dynas-Tree vorhanden und meine Söhne
(als
Programmierer) nutzen diese Schnittstelle von Anfang an zur vollsten
Zufriedenheit.
Leider wird Dynas-Tree nicht mehr gepflegt, was aber einer fortwährenden
Nutzung nicht im
Wege steht :-))

Beste Grüße Thomas



Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 18:14:44
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Sanddorn wrote:

Allerdings hat der amerikanisch GEDCOM-Guru Bob Velke verlauten lassen, dass
die Programm-Entwickler viel zu lange den Kopf vor
dieser Entwicklung "in den Sand gesteckt" hätten.

Verständlicher Weise.
Wer ausser der LDS kann einen neuen Standard freigeben. Kein einzelnes
Programm hat derartige Marktmacht, das durchzusetzen. Also wird mn auf
die LDS warten und die haben daran kein Interessen.

Man muß also wohl abwarten, wohin die Entwicklung geht. Ich denke nur, dass
die deutschen Programmentwickler nicht zu lange abwarten sollten, da sonst
der Zug möglicherweise ohne sie abfährt :-(

Die deutschen Entwickler haben Gedcom 5.5 auf eingen Faust um einige
Tags erweitert um zusätzliche Möglichkeiten bieten zu können.
Gedcom 5.5 EL hat gegenüber Gedcom XML den Vorteil, dass auch
Programme, die nur Gedcom 5.5 bieten/kennen damit keine Probleme haben
sollten und der Datenübernahme nichts im Weg stehen sollte.
Gedcom XML muss zusätzlich als separater Import programmiert werden
und bietet keinerlei offensichtliche Vorteile.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 18:26:12
From: Jesper Zedlitz <jesper(a)zedlitz.de>

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Stefan Mettenbrink wrote:
> Sanddorn wrote:
> > Allerdings hat der amerikanisch GEDCOM-Guru Bob Velke verlauten lassen,
> > dass die Programm-Entwickler viel zu lange den Kopf vor
> > dieser Entwicklung "in den Sand gesteckt" hätten.
>
> Verständlicher Weise.
> Wer ausser der LDS kann einen neuen Standard freigeben. Kein einzelnes
> Programm hat derartige Marktmacht, das durchzusetzen. Also wird mn auf
> die LDS warten und die haben daran kein Interessen.
>
Wie Du aber selbst schriebt, haben die LDS gar kein Interesse daran, ein 
besseres Transportformat (und Datenmodell) zu entwickeln. Daher müssen doch 
die Entwickler von Genealogiesoftware selbst aktiv werden. 

Die amerikanische "National Genealogical Society" hat z.B. ein sehr gutes 
Datenmodell (GENTECH GDM) entworfen, das man als Grundlage eines 
Transportformats nehmen könnte. Allerdings erfordert es einiges Umdenken, da 
sich das Modell doch recht stark vom traditionellen Gedcom-Datenmodell 
unterscheidet.

Jesper

- -- 
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
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Version: GnuPG v1.4.1 (GNU/Linux)

iD8DBQFFSNibjSxW58yLxdgRAjxdAJ46zMeRf0ktPX30ZbYoUkNMkWZIBwCdHMty
Vt83icNs6ewMAKfBJesQoVo=
=NcCs
-----END PGP SIGNATURE-----

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 18:34:26
From: Sanddorn <sanddorn52(a)web.de>

Hallo Jesper,

besten Dank für Dein  Statement zum Thema.

Ich habe die ganze Diskussion über die Fortentwickling des GEDCOM-Standards
in den letzten Jahren mitverfolgt. Allerdings ist es in letzter Zeit so
ziemlich ruhig darum geworden.
Wie Du den Inhalten der Links, die ich in meiner Ursprungs-eMail angeführt
habe, entnehmen konntest, ist der Datenaustausch wohl auf eine andere Ebene
gehoben worden.
Gerade in den USA wird verstärkt mit XML gearbeitet.
Dabei möchte ich ausdrücklich erwähnen, dass ich kein Programmierer bin (von
zeitweisen kleineren Projekten für den Eigengebrauch mit HTML und VBA
abgesehen).

In der Hauptsache beschäftige ich mich mit Familienforschung. Dabei lag mir
natürlich immer der Datenaustausch mit anderen Forschern am Herzen.
Da ich irgendwann merkte, dass bestimmte Dateninhalte sowie selbst
definierte Ereignisse meines Genealogieprogramms nicht so transferiert
wurden, wie es eigentlich sein sollte (weil eben das Programm des
empfangenden Forschers den Import nicht entsprechend beherrschte),
interessierte ich mich schon dafür. Allerdings wollte ich mich nicht selbst
soweit fortbilden, dass ich mich auch an der Fortentwicklung des
GEDCOM-Standards beteiligte.

Doch habe ich verschiedenen Programmentwicklern von Genealogieprogrammen
meine Vorstellung von Datenaustausch aus der Sicht des Anwenders dargelegt.
Dabei hatte ich die Vorstellung, dass es doch möglich sein müßte,  a l l e
Daten eines Datensatzes so in eine entsprechende Datei zu exportieren, dass
mein Gegenüber diese Daten *verlustlos* in sein Programm importieren können
müßte.
Das hieß für mich, dass - wenn sein Programm nicht die entsprechenden
Datenfelder wie mein Programm besitzt - er diese Daten trotzdem in
entsprechende Felder übernehmen können muß.
Mit anderen Worten (so meine Vorstellung): Wenn in seinem Programm ein
Datenfeld nicht vorhanden ist, wo hinein meine Daten transferiert werden
können, dann muß eben programmtechnisch ein solches Feld geschaffen werden.
Und - - es müßte ihm dann die Möglichkeit (aus seinem Programm heraus) zur
Verfügung gestellt werden, diese Felder entsprechend mit Namen zu
bezeichnen.
Beispiel:
Ich habe in meinem Programm ein selbst definiertes Datenfeld "erwähnt:" (mit
Datumsbereich, Ortsbereich, Beschreibungsbereich sowie
Vertraulichkeitsbereich ja/nein). Darin stehen also Daten, die mein
Gegenüber
erhält.
Nur - was passiert mit diesen Daten? Entweder gehen sie beim Import bei ihm
verloren oder sie werden (im günstigsten Falle) in eine Textdatei
geschrieben, von wo er sie umständlich in sein Programm übernehmen muß.

Und dort setzt meine laienhafte Überlegung an. Es müßte doch
programmtechnisch möglich sein, wenn das importierende Programm auf so etwas
stößt, selbst "zu handeln" und ein entsprechendes Datenfeld zu erstellen, in
das diese fremden Daten geschrieben werden können.
Wie das dann auf dem Bildschirm dargestellt wird, darüber müßten sich dann
die Programmierer weitere Gedanken machen. Möglicherweise durch einen
Hinweis auf einer eingeblendeten Schaltfläche, die - wenn man draufklickt -
eine weitere Seite einblendet und die fremden Daten zeigt.
Oder wie auch immer.

Vielleicht bin ich da ein bißchen zu "blauäugig" und überschätze die
Möglichkeiten der Programmierung.
Doch - wie sagt man so schön : 'nichts ist unmöglich'.
Und ich könnte mir vorstellen, dass XML sowas leisten kann.
Allerding verhehle ich nicht, dass der Programmieraufwand möglicherweise
ziemlich hoch ist und dem Programmierer einiges abverlangt.
Oder vielleicht geht sowas auch nur mit Hilfe höherer Programmiersprachen?

Aber vielleicht bin ich ja auch nur ein "Traumtänzer"? Will ich gern sein,
wenn mir mal jemand sagen würde, das sowas *überhaupt* nicht zu machen ist.

In diesem Sinne wünsche ich noch einen schönen Abend und

viele Grüße

Heinz (Schlutow)

-----Ursprüngliche Nachricht----- Von: "Jesper Zedlitz" <jesper(a)zedlitz.de>
An: <programmierer(a)genealogy.net>; <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Gesendet: Mittwoch, 1. November 2006 08:03
Betreff: Re: [Gen-Programme] [Programmierer] GEDCOM und XML


Sanddorn wrote:
> möglicherweise geht der Datenaustausch zwischen Familienforschern mit
> Hilfe
> einer GEDCOM-Datei dem nahen Ende entgegen. In einigen
> Programmierkreisen
> wird bereits darüber nachgedacht, den GEDCOM-Standard durch den
> mächtigeren
> XML-Standard abzulösen.
>
Als - mittlerweile schon vor Jahren - der Vorschlag für Gedcom 6.0 (die
xml-Variante) in den entsprechenden technischen Mailinglisten
veröffentlicht
wurde, war die Reaktion ziemlich negativ. So gut wie kein Entwickler
zeigte
sich bereit, das neue Format zu unterstüzen.

Letztlich handelt es sich bei Gedcom 6.0 nur um alten Wein in neuen
Schläuchen. Die Einschränkungen des Gedcom-Datenmodells (auf Ergebnisse in
Form von Personen/Familien und nicht den Verlauf der Forschung) bestehen
weiterhin, man hätte die alten Probleme bei der Übermittlung von
Forschungsergebnissen.

Ein neues Transportformat (dann gerne in xml, da dabei die Verarbeitung
und
Überprüfung viel einfacher ist) macht nur Sinn, wenn es auf einem anderen
Datenmodell basiert und damit einen echten Nutzen (nämlich die bessere
Übertragung von Forschungen) ermöglicht.

Gruß
Jesper



Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 18:40:18
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Jesper Zedlitz wrote:

Die amerikanische "National Genealogical Society" hat z.B. ein sehr gutes
Datenmodell (GENTECH GDM) entworfen, das man als Grundlage eines
Transportformats nehmen könnte.

Genau das ist das Problem. Auf die hört keiner.
Solange sich niemand die Mühe macht, aus der "Grundlage" eine konkrete
Definition zu erarbeiten und zu veröffentlichen, kann niemand etwas
damit anfangen. Wozu auch?

Wenn eine klare Definition vorliegt, die jeder Interessierte einsehen
und nutzen kann, wird sich das nicht durchsetzen. Zu groß sind die
Unwägbarkeiten.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 19:55:22
From: Rainer Schönberger <genealogie(a)rsaa.de>

> Auftrag von Sanddorn 1. November 2006 18:36
> Dabei hatte ich die Vorstellung, dass es doch möglich sein 
> müßte,  a l l e Daten eines Datensatzes so in eine 
> entsprechende Datei zu exportieren, dass mein Gegenüber diese 
> Daten *verlustlos* in sein Programm importieren können müßte.

Hallo Heinz,

das würde eigentlich voraussetzen, dass alle Programme mit demselben
Datenbankaufbau arbeiten. Da dies nicht der Fall ist und vermutlich auch nie
sein wird, werden immer irgendwelche Daten beim Austausch "unter den Tisch"
fallen.

Rainer (Schönberger)


Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 20:13:08
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Sanddorn wrote:

Da ich irgendwann merkte, dass bestimmte Dateninhalte sowie selbst
definierte Ereignisse meines Genealogieprogramms nicht so transferiert
wurden, wie es eigentlich sein sollte (weil eben das Programm des
empfangenden Forschers den Import nicht entsprechend beherrschte),

Das wird mit XML nicht anders!

Dabei hatte ich die Vorstellung, dass es doch möglich sein müßte,  a l l e
Daten eines Datensatzes so in eine entsprechende Datei zu exportieren, dass
mein Gegenüber diese Daten *verlustlos* in sein Programm importieren können
müßte.

Geht nicht.
Wenn ich in meinem Programm Rufnamen unterstütze und versuche, das in
Gedcom zu exportieren, scheitert das schon daran, dass Gedcom 5.5 keine
Rufnamenkennzeichnug kennt. Also wird irgend eine Krücke genutzt. Wenn
das importierende Programm das nicht kennt oder anders macht, gehen
Daten verloren.

Auch wenn ein Programm keine selbstdefinierten Ereignisse kennt, werden
diese zwangsläufig nicht importiert. Das können wir mit beliebigen
anderen Daten fortführen. Da ist zwischen gedcom und XML kein
Unterschied.

Das hieß für mich, dass - wenn sein Programm nicht die entsprechenden
Datenfelder wie mein Programm besitzt - er diese Daten trotzdem in
entsprechende Felder übernehmen können muß.

Denk Dir folgendes, Du hast einen Schraubenkasten mit 50 Fächern und
alle sind beschriftet. Nunk bekommst Du einen Eimer mit Schrauben, bunt
gemischt. Nun fängst Du an, alle Schrauben in die entsprechenden
Fächer zu sortieren. Was machst Du, wenn Due eine Schraube findest,
für die es kein entsprechendes Fach gibt? Mehr Fächer bekommst Du
auch nicht.
Entweder Du schmeißt die Schrauben weg oder sortierst sie an falscher
Stelle ein.
So arbeitet der überwiegende Teil der Genealogieprogramme. (soweit mir
bekannt)

Mit anderen Worten (so meine Vorstellung): Wenn in seinem Programm ein
Datenfeld nicht vorhanden ist, wo hinein meine Daten transferiert werden
können, dann muß eben programmtechnisch ein solches Feld geschaffen werden.
Und - - es müßte ihm dann die Möglichkeit (aus seinem Programm heraus) zur
Verfügung gestellt werden, diese Felder entsprechend mit Namen zu
bezeichnen.

Sicher geht das. Es gibt sicher auch Programme, die das bieten.
Allerdings hats Du dann beim Export nie das, was Du bekommen hast. Wenn
ich in meinem Programm keine Tempelcodes anbiete und diese in ein
individuelles Ereignis importiere, wird daraus beim Export ein
individuelles Ereignis (im Bestfall mit dem Namen "Tempelcode") aber nie
das definierte Datenfeld Tempelcode. Warum sollte ich mir die Arbeit
machen, in mein Programm etwas einzubauen, was meiner Meinung nach meine
Anwender nicht benötigen?

Und dort setzt meine laienhafte Überlegung an. Es müßte doch
programmtechnisch möglich sein, wenn das importierende Programm auf so etwas
stößt, selbst "zu handeln" und ein entsprechendes Datenfeld zu erstellen, in
das diese fremden Daten geschrieben werden können.

Sicher. Meine Mutter hat ein Keramikgefäß, auf dem steht "Reis".
Darin sind Briefmarken. Ein Programm kann unbekanntes nicht
selbstständig erkennen.

Vielleicht bin ich da ein bißchen zu "blauäugig" und überschätze die
Möglichkeiten der Programmierung.
Doch - wie sagt man so schön : 'nichts ist unmöglich'.

Generell ist sicher vieles davon möglich. Die Frage die bleibt ist:
Wer benötigt alles, was möglich ist? Keiner. Der Programmierer soll
aber alles was denkbar ist in sein Programm einbauen. Das bezahlt
keiner.

Der Großteil der Programme werden von Anwendern benutzt, die einen
genau abgegrenzten Bedarf haben. Die wollen keine eilerlegende
Wollmilchsau die unübersichtlich und kaum bedienbar ist. Darum gibt es
auch heute noch Programme, die keine Möglichkeit zur Quellenangabe
haben oder nur die Geburt, Taufe, (eine) Ehe, und Tod kennen. Ok,
vieleicht etwas übertrieben.

Und ich könnte mir vorstellen, dass XML sowas leisten kann.

XML leistet nicht mehr als Gedcom zu leisten vermag!
Es gibt aber Programme, die nichts mit Gedcom zu tun haben und XML-Daten
einlesen können.
Warum gibt es Textverarbeitungen? Ich kann doch die Texte auch in einer
Tabellenkalkulation schreiben.
Es gibt bedarfsorientierte Programme, weil es Sinn macht. So macht es
keinen Sinn jede XML in jedes beliebige Programm das XML einlesen kann
zu bearbeiten.

Aber vielleicht bin ich ja auch nur ein "Traumtänzer"?

Du bist kein Traumtänzer, Du bist Anwender! Du darfst Dir das
wünschen und ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken um eine
Verbesserung machst. Das Problem ist aber nicht mit XML zu lösen.
Meiner Meinung nach.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 20:33:33
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Rainer Schönberger wrote:

das würde eigentlich voraussetzen, dass alle Programme mit demselben
Datenbankaufbau arbeiten.

Warum? Weil jedes Auto denselben Motor unter der Haube hat?

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 20:44:13
From: Markus Bärlocher <markus.baerlocher(a)lau-net.de>


Das hieß für mich, dass - wenn sein Programm nicht die entsprechenden
Datenfelder wie mein Programm besitzt - er diese Daten trotzdem in
entsprechende Felder übernehmen können muß.

wie wärs mit:
Das importierende Programm analysiert den Datenstrom
Der Datenstrom besteht aus Datensätzen.
Diese sind relational miteinander verknüpft.
Die Relationen sind Bestandteil des Datenstroms.

Für "unbekannte" Relationen, Datensätze, Felder
werden einfach konsistent entsprechende gebildet,
und diese mit jeweils fortlaufenden Bezeichnern beschrieben.

Der Anwender benennt nach dem Import die neuen Bezeichner mit einem ihm sinnvoll erscheinenden Begriff.

Im Werkzeugkastenbeispiel:
Es ist eher ein Besteckkasteneinsatz, das System mit den beliebig ergänzbaren Kleinbehältern - und die lassen sich natürlich auch beliebig beschriften.

relationale Datenbanksprachen können sowas...

Gruss,
Markus



Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 20:51:55
From: Rainer Schönberger <genealogie(a)rsaa.de>

> > das würde eigentlich voraussetzen, dass alle Programme mit 
> > demselben Datenbankaufbau arbeiten.
> 
> Warum? Weil jedes Auto denselben Motor unter der Haube hat?
> 

Hallo Metti,

für einen hundertprozentigen Datenaustausch benötigt man identische
Datenbanken oder Satzbeschreibungen. Wenn ein Programm ein Datenfeld mehr
hat, werden diese Daten zwar ex- aber nicht importiert. Deine Aussage mit
den 50 Schraubenfächern habe ich zumindest genauso verstanden, vielleicht
drücke ich mich auch missverständlich aus.

Rainer (Schönberger)


Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 21:57:43
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Markus Bärlocher wrote:

relationale Datenbanksprachen können sowas...

Damit bin ich raus. Mein Programm nutzt keine Datenbank.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 21:57:57
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Rainer Schönberger wrote:

das würde eigentlich voraussetzen, dass alle Programme mit
demselben Datenbankaufbau arbeiten.

Warum? Weil jedes Auto denselben Motor unter der Haube hat?


Hallo Metti,

für einen hundertprozentigen Datenaustausch benötigt man identische
Datenbanken oder Satzbeschreibungen. Wenn ein Programm ein Datenfeld mehr
hat, werden diese Daten zwar ex- aber nicht importiert. Deine Aussage mit
den 50 Schraubenfächern habe ich zumindest genauso verstanden, vielleicht
drücke ich mich auch missverständlich aus.

Ich verstand es so, dass Du angenommen hast, alle Programe hätten
deinen identischen Datenbankaufbau.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/01 22:22:58
From: Markus Bärlocher <markus.baerlocher(a)lau-net.de>

Stefan Mettenbrink schrieb:

Damit bin ich raus. Mein Programm nutzt keine Datenbank.

ich auch, mangels fundierter Kenntnisse.
Aber eine relationale DB mit XML - wäre glaub eine gute Perspektive...

Gruss,
Markus



Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 08:18:01
From: Gisbert Berwe <Berwe(a)Genpluswin.de>

----- Original Message -----
From: "Markus Bärlocher" <markus.baerlocher(a)lau-net.de>
To: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Sent: Wednesday, November 01, 2006 8:43 PM
Subject: Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML



relationale Datenbanksprachen können sowas...

Hallo Markus,
genau damit arbeitet Gen_Plus.
Und das klappt mit Gedcom wunderbar, wenn.............

Die Felder richtig beschrieben sind und von mir vorgesehen.
Es gibt nämlich auch noch einen Ausdruck. Und da sollte ja auch alles an der
richtigen Stelle stehen.

Mit deinem Bescheckeinsätzen verglichen bekämst Du dann eine Tranchiergabel
für die Suppe.

Das hat aber nichts mit Gedcom oder XML zu tun, das liegt einfach daran, das
der Computer keine Ahnung von Genealogie hat. Das mit der Gabel wird ja
dadurch verhindert, dass derjenige der das Besteck holt, weß wofür es
gebraucht wird.

Und wenn ich dei einem Kellener, der nur grichisch spricht, bestelle, ist es
egal ob ich russisch oder englisch spreche, er wird mich nicht verstehen.

Wenn ein Programm eine Information nicht unterbringen kann, ist es egal ob
die Information in Gedcom oder XML vorliegt.

Aber wenn mir einer einen einzigen Vorteil von XML gegenüber Gedcom nennen
kann, bin ich sofort bereit, mit der Programierug zu beginnen.

Viele Grüsse

Gisbert (Berwe)


Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 08:57:19
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Markus Bärlocher wrote:

Aber eine relationale DB mit XML - wäre glaub eine gute Perspektive...

Meine Kenntnisse von Datenbanken sind begrenzt, ich wage dennoch die
Behauptung, eine relationale Datenbank (und nicht nur realtionale) haben
keinen zwingenden Zusammenhang mit XML.

Kann mir jetzt mal endlich jemand erklären, wozu XML für
genealogische Daten so unbedingt erforderlich sein sollen?
Mich nervt es langsam, dass alle XML haben wollen aber keiner konkret
erläutert, was er damit anstellen möchte und welchen Vorteil das
gegenüber dem bisherigen Gedcom 5.5 haben soll.

Ich erkenne keinen Vorteil.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 09:16:24
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Gisbert Berwe wrote:

Aber wenn mir einer einen einzigen Vorteil von XML gegenüber Gedcom nennen
kann, bin ich sofort bereit, mit der Programierug zu beginnen.

Ich warte auch schon :-(

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 11:02:19
From: Sanddorn <sanddorn52(a)web.de>

Hallo Markus,

besten Dank für Deinen Beitrag.

So oder so ähnlich habe ich mir das (in meiner ziemlichen Unbedarftheit)
vorgestellt.
Endlich mal jemand, der mich versteht :-))
Du hast das so richtig herzerfrischens kurz dargestellt. Wer von den
Programmentwicklern sich das Wort für Wort zu Gemüte führt, wird erkennen,
dass sich dahinter ein ziemlicher Programmieraufwand verbirgt :-)

Allerdings - wie man das realisiert - davon verstehe ich zu wenig.

Manch einer der Genealogie-Programm-Entwickler wird natürlich jetzt sagen:
Für so etwas benötigt man eine separate Datenbank bzw. ein neues
Datenbankmodell.
Doch ich könnte mir vorstellen, das man dafür so etwas wie das relationale
Datenbanksystem MS ACCESS oder etwas Ähnliches benutzen könnte - wie Du am
Schluß Deiner eMail erwähntest.
Eine solche Datenbank kann in der Weise compiliert werden, dass sie von
anderen nicht so ohne Weiteres verändert werden kann.
Auslesen kann man die einzelnen Speicher-Felder aber doch.

Ich habe mich vor langer Zeit (zu Beginn meiner Ahnenforschertätigkeit) mal
mit MS ACCESS beschäftigt. Ich habe damit ein vollständiges
Genealogie-Programm erstellt mit
Formularen
Berichten
Makros
Modulen usw.

Daher weiß ich auch, dass es in der integrierten Makrosprache VBA auch
Funktionen wie "CreateObject" zur Erstellung eines neuen Objekts eines
bestimmten Typs gibt.
Ferner gibt es eine Funktion "GetObject" , mit der man ein Objekt aus einer
Datei laden und vermutlich auch dessen Inhalt in eine Variable und von dort
in ein vorhandenes Objekt transferieren kann.
Ich habe das allerdings nie ausprobiert.

Ich habe das Arbeiten mit diesem System sehr bald aufgegeben, weil ich ohne
das zu ACCESS gehörige SDK Entwicklerkit nicht besaß, um einen
GEDCOM-Export/Import zu realisieren.
Und ohne eine solche Funktion konnte ich damals keine Daten mit anderen
Forschern austauschen. Seit der Zeit benutze ich PAF :-)

**********
Ich denke aber, dass man solche Dinge auch anders realisieren kann - z.B.
mit XML oder vielleicht doch mit "C"?

Ich verweise an dieser Stelle noch einmal auf das Genealogie-Programm TMG
(The Master Genealogist).
Dieses Genealogie-Programm hat bereits heute die Fähigkeit, Daten aus vielen
anderen Genealogie-Programmen direkt auszulesen.
Das geschieht mit Hilfe der GENBRIDGE-Technologie.
Ich zitiere mal eine Stelle aus der Produktbeschreibung:
Zitat:
"...können Sie Ihre Daten mit Hilfe der GenBridge(tm)-Technologie direkt aus
einer großen Anzahl anderer Genealogieprogramme importieren (ohne Umweg über
GEDCOM). TMG v5 unterstützt den direkten Datenimport aus den meisten der
weit verbreiteten englischsprachigen Programme"
Zitat Ende.

Wie die dortigen Programm-Entwickler das bewerkstelligen, weiß ich natürlich
nicht. Doch scheint es bestens zu funktionieren.
Und das (soweit ich weiß) mit Hilfe von XML.
Wie allerdings Genealogie-Programme, die noch mit GEDCOM-Im-/Export arbeiten
mit Exporten aus solchen Programmen umgehen können, vermag ich nicht zu
sagen. Doch möglicherweise beherrschen diese Programme ja neben der
Genbridge-Technologie auch noch GEDCOM.

Das müßte man noch mal ergründen.

Und - was in den Staaten machbar ist, müßte man doch hier auch mal versuchen
zu realisieren.
(übrigens: LEGACY 5 soll diese Technologie auch beherrschen).

***************
Noch ein par Sätze zur relationalen Datenbank MS ACCESS:
Aus dieser Datenbank kann man den Inhalt der Datenfelder in einer Textdatei
speichern.
Es müßte sodann möglich sein, aus dieser Textdatei (die ja einer
GEDCOM-Datei ähnlich ist) in andere Genealogie-Programme zu importieren.
Insofern wären wir wieder bei XML.

***************
Das sollte erst einmal reichen.

Viele Grüße

Heinz (Schlutow)

-----Ursprüngliche Nachricht----- Von: "Markus Bärlocher" <markus.baerlocher(a)lau-net.de>
An: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Gesendet: Mittwoch, 1. November 2006 20:43
Betreff: Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML



>>Das hieß für mich, dass - wenn sein Programm nicht die entsprechenden
>>Datenfelder wie mein Programm besitzt - er diese Daten trotzdem in
>>entsprechende Felder übernehmen können muß.

wie wärs mit:
Das importierende Programm analysiert den Datenstrom
Der Datenstrom besteht aus Datensätzen.
Diese sind relational miteinander verknüpft.
Die Relationen sind Bestandteil des Datenstroms.

Für "unbekannte" Relationen, Datensätze, Felder
werden einfach konsistent entsprechende gebildet,
und diese mit jeweils fortlaufenden Bezeichnern beschrieben.

Der Anwender benennt nach dem Import die neuen Bezeichner mit einem ihm
sinnvoll erscheinenden Begriff.

Im Werkzeugkastenbeispiel:
Es ist eher ein Besteckkasteneinsatz, das System mit den beliebig
ergänzbaren Kleinbehältern - und die lassen sich natürlich auch beliebig
beschriften.

relationale Datenbanksprachen können sowas...

Gruss,
Markus



Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 11:21:40
From: wmaeschig <wmaeschig(a)arcor.de>

Sanddorn schrieb:
Hallo Markus,

besten Dank für Deinen Beitrag.

So oder so ähnlich habe ich mir das (in meiner ziemlichen Unbedarftheit)
vorgestellt.
Endlich mal jemand, der mich versteht :-))
Du hast das so richtig herzerfrischens kurz dargestellt. Wer von den
Programmentwicklern sich das Wort für Wort zu Gemüte führt, wird erkennen,
dass sich dahinter ein ziemlicher Programmieraufwand verbirgt :-)

Allerdings - wie man das realisiert - davon verstehe ich zu wenig.

Manch einer der Genealogie-Programm-Entwickler wird natürlich jetzt sagen:
Für so etwas benötigt man eine separate Datenbank bzw. ein neues
Datenbankmodell.
Doch ich könnte mir vorstellen, das man dafür so etwas wie das relationale
Datenbanksystem MS ACCESS oder etwas Ähnliches benutzen könnte - wie Du am
Schluß Deiner eMail erwähntest.
Hallo Sanddorn und weitere Diskutanten.

Ich bin, was Programmierung angeht, quasi Laie.
Nach meiner Erfahrung sollte man sich in Bezug
auf Datenbanken nicht von z.B. Access abhängig
machen, sondern eine möglichst neutrale Plattform
wählen. Ansonsten hat man bez. der Kompatibilität
der verschiedenen Versionen möglicherweise Probleme !
Desweiteren verfolge ich die Diskussion mit großem Interesse.

--

Mit freundlichen Gruessen (kind regards)

Wolfgang (Maeschig)
--------------------------------
mailto:wmaeschig(a)arcor.de


Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 11:26:09
From: Sanddorn <sanddorn52(a)web.de>

Hallo Gisbert und Metti,

ob nun XML gegenüber GEDCOM einen Vorteil hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Vielleicht geht es darum auch gar nicht. Wir Deutschen hängen möglicherweise zu sehr am GEDCOM-Datenaustausch.
Ich weiß es nicht.
Meiner Meinung nach geht es *überhaupt* um die Verwendung von XML, und dass XML wohl die Zukunft gehört.

Dazu siehe mal auf dieser Internetseite:
http://de.selfhtml.org/xml/intro.htm

Wenn im Zusammenhang mit der Einstellung des PAF-Genealogieprogramms durch die LDS Kirche und dem Bestand amerikanischer Genealogie-Software auf XML-Basis der GEDCOM-Datenaustausch nur noch in Deutschland "hochgehalten" wird obwohl die amerikanische Software genealogische Daten bereits mit der GenBridge-Technologie (unter Umgehung einer GEDCOM-Datei) austauscht, dann können wir das Thema ja hier ganz gut beenden ;-) Dann ist nämlich die ganze Diskussion "für die Katz" und - wir machen so weiter, wie bisher. Bis dann mal einer der Programm-Entwickler "vorprescht" und die anderen hinterherhecheln ;-)

Ich meine:
Wir sollten uns nicht über Vor- und Nachteile von XML oder GEDCOM-Datenaustausch unterhalten, sondern darüber, wie man es mit Hilfe der Programmierung (mit welcher Programmiersprache und welchem Datenbankmodell auch immer) schaffen kann, Genealogie-Daten "verlustfrei" (bzw. verlustarm) von einem Genealogieprogramm zum anderen transferieren kann.

Viele Grüße

Heinz (Schlutow)

-----Ursprüngliche Nachricht----- Von: "Stefan Mettenbrink" <S.Metti(a)gmx.de>
An: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Gesendet: Donnerstag, 2. November 2006 09:04
Betreff: Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML


Gisbert Berwe wrote:

Aber wenn mir einer einen einzigen Vorteil von XML gegenüber Gedcom nennen
kann, bin ich sofort bereit, mit der Programierug zu beginnen.

Ich warte auch schon :-(

MfG, Metti.




Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 11:49:11
From: Gisbert Berwe <Berwe(a)Genpluswin.de>

Hallo Heinz,
irgendwie wird die Diskussion langweilig.
Einige Leute, die immerwieder betonen von programmirung keine Ahnung zu
haben, bringen immer mal wieder XML zur Sprache.

Jetzt kommt noch GenBridge dazu.

GenBridge habe ich schon lange um z.B. Daten von GenProfi, aber auch
etlichen anderenProgrammen ohne brauchbare Gedcom-Schnittstelle zu
übernehmen.
Das setzt eine genaue Kenntnis der jeweiligen Datenbank vorraus.

Das Problem ist aber nicht die Datenübertragung wie es hier immer wieder
dargestellt wird.

Das Problem (und das ist unlösbar) sind die unterschiedlichen Programme und
deren Aufnahmefähigkeiten.

Um es mit einem Beispiel deutlich zu machem:
Wenn ich mit einem 30 Tonner voll Sand von A nach B fahre und da den Sand in
einen Golf lade und nach C fahre, muss ich in B einen grossen Teil Sand
zurück lassen. Auch wenn ich in C wieder auf einen LKW umsteige, ist der
Sand immer noch in B (oder weg).
Dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob ich in B mit einen Bagger
(GenBridge) oder mit der Schüppe (Gedcom) umlade.

Viele Grüsse

Gisbert (Berwe)

----- Original Message -----
From: "Sanddorn" <sanddorn52(a)web.de>
To: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Sent: Thursday, November 02, 2006 11:26 AM
Subject: Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML


Hallo Gisbert und Metti,

ob nun XML gegenüber GEDCOM einen Vorteil hat, vermag ich nicht zu
beurteilen.
Vielleicht geht es darum auch gar nicht. Wir Deutschen hängen möglicherweise
zu sehr am GEDCOM-Datenaustausch.
Ich weiß es nicht.
Meiner Meinung nach geht es *überhaupt* um die Verwendung von XML, und dass
XML wohl die Zukunft gehört.

Dazu siehe mal auf dieser Internetseite:
http://de.selfhtml.org/xml/intro.htm

Wenn im Zusammenhang mit der Einstellung des PAF-Genealogieprogramms durch
die LDS Kirche und dem Bestand amerikanischer Genealogie-Software auf
XML-Basis der GEDCOM-Datenaustausch nur noch in Deutschland "hochgehalten"
wird obwohl die amerikanische Software genealogische Daten bereits mit der
GenBridge-Technologie (unter Umgehung einer GEDCOM-Datei) austauscht, dann
können wir das Thema ja hier ganz gut beenden ;-)
Dann ist nämlich die ganze Diskussion "für die Katz" und - wir machen so
weiter, wie bisher. Bis dann mal einer der Programm-Entwickler "vorprescht"
und die anderen hinterherhecheln ;-)

Ich meine:
Wir sollten uns nicht über Vor- und Nachteile von XML oder
GEDCOM-Datenaustausch unterhalten, sondern darüber, wie man es mit Hilfe der
Programmierung (mit welcher Programmiersprache und welchem Datenbankmodell
auch immer) schaffen kann, Genealogie-Daten "verlustfrei" (bzw. verlustarm)
von einem Genealogieprogramm zum anderen transferieren kann.

Viele Grüße

Heinz (Schlutow)

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: "Stefan Mettenbrink" <S.Metti(a)gmx.de>
An: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Gesendet: Donnerstag, 2. November 2006 09:04
Betreff: Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML


> Gisbert Berwe wrote:

>> Aber wenn mir einer einen einzigen Vorteil von XML gegenüber Gedcom
>> nennen
>> kann, bin ich sofort bereit, mit der Programierug zu beginnen.

> Ich warte auch schon :-(

> MfG, Metti.



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Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 12:21:42
From: Markus Bärlocher <markus.baerlocher(a)lau-net.de>

Grüss Dich Gisbert,

ist ja schon witzig mit diesen Analogien...

Es gibt natürlich keine "festen" Besteckseinsatz-Teile.
Sie sind nicht nur lose und in vielfältiger Grösse und in beliebiger Zahl, sondern sie werden immer und nur für den gerade aktuellen Bedarf "erzeugt" (und verschwinden rückstandslos, wenn grad kein Bedarf ist).

Wenn also so ein "langes spitzes Ding" kommt, dann "denkt" das System: aha, vielleicht eine Tranchiergabel? und macht entsprechende Behälter mit der Aufschrift: "vielleicht eine Tranchiergabel?" oder so ähnlich.

Und wenn in dem Haus üblich ist, dass immer wenn bei einer Mahlzeit eine Tranchiergabel eingesetzt wird, dass dann automatisch an den Plätzen der Gäste die Messer durch Steakmesser ausgetauscht werden, dann macht das System automatisch schon mal eine Verbindung zu den Steakmessern (und zu den leeren Behältern für normale Messer).

Den ultinationalen Kellnern steht natürlich jederzeit ein eigenes Beschriftungssystem zur Verfügung. Und falls die Gerichte Chinesisch sind, verschwinden alle Messer und vorne liegen dafür Stäbchen und Löffel. Und die Speisekarte ist jeweils eine andere, je nachdem ob auf dem Stuhl ein Muslime oder ein Vegetarier platz nimmt.

So, genug der Geschichten...

XML ist in obigem Beispiel einfach ein besonders geeignetes Material für die Behälter (und kann gleichzeitig noch die Beschreibung der Behälter enthalten, ein bisschen wie die verschlungene und komplexe DNS in der Zelle).

Gedcom hingegen ist ein Versuch, die DNS zu "strecken" und das Ganze in ewig langen Aneinanderreihungen zu beschreiben, und zwar nicht nur die Inhalte, sondern auch gleich noch die Struktur und die einzelnen Beziehungen der Inhalte untereinander. Und wehe, wenn da in der langen Kette irgendwo etwas durcheinanderkommt oder anders ist als es das lesende Programm erwartet...

In einem relationalen Modell werden Inhalte, Beziehungen und Strukturen konsequent getrennt.

So nun klinke ich mich hier wieder aus und überlasse den Fachleuten das Feld.

Mit herzlichem Gruss,
Markus



Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML - ein Zwischenruf

Date: 2006/11/02 12:22:58
From: Klaus Vahlbruch <Klaus-Vahlbruch(a)t-online.de>

Gisbert Berwe schrieb:
Hallo Heinz, irgendwie wird die Diskussion langweilig.

[...]
Das Problem (und das ist unlösbar) sind die unterschiedlichen
Programme und deren Aufnahmefähigkeiten.

Um es mit einem Beispiel deutlich zu machem: Wenn ich mit einem 30
Tonner voll Sand von A nach B fahre und da den Sand in einen Golf
lade und nach C fahre, muss ich in B einen grossen Teil Sand zurück
lassen. Auch wenn ich in C wieder auf einen LKW umsteige, ist der Sand immer noch in B (oder weg). Dabei spielt es überhaupt keine
Rolle ob ich in B mit einen Bagger (GenBridge) oder mit der Schüppe
(Gedcom) umlade.

Viele Grüsse

Gisbert (Berwe)
***************************************************************
Ein erfrischender Zwischenruf!
Das verstehe sogar ich.

Es gibt doch immer wieder erheiternde Momente in sonst
"langweiligen" aber wichtigen Diskussionen.

Danke Gisbert

und viele Grüße
Klaus (Vahlbruch)


Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 12:23:18
From: Gerd Schmerse <gerd(a)schmerse.de>

Moin Sanddorn,
     ^^^^^^^^[Tip: vollständigen Namen im Mailprogramm eintragen!]

zur Mail vom Thu, 2 Nov 2006 11:26:14 +0100:

>Wenn im Zusammenhang mit der Einstellung des PAF-Genealogieprogramms durch 
>die LDS Kirche und dem Bestand amerikanischer Genealogie-Software auf 
>XML-Basis der GEDCOM-Datenaustausch nur noch in Deutschland "hochgehalten" 
>wird obwohl die amerikanische Software genealogische Daten bereits mit der 
>GenBridge-Technologie (unter Umgehung einer GEDCOM-Datei) austauscht, 

Was ist "die amerikanische Software"? 
Z.B. bei Brother's Keeper, von einem (nicht "den") Mormonen erstellt, ist
von einer Abwendung von Gedcom nichts zu spüren und wird nach meiner
Einschätzung auch nicht kommen.


Gruß
Gerd (Schmerse)

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 12:23:19
From: Gerd Schmerse <gerd(a)schmerse.de>

Moin Jesper Zedlitz,

zur Mail vom Wed, 1 Nov 2006 08:03:48 +0100:

>Die Einschränkungen des Gedcom-Datenmodells (auf Ergebnisse in 
>Form von Personen/Familien und nicht den Verlauf der Forschung) 

Das größte Problem zu Beginn der Datenverarbeitung war die Diskrepanz
zwischen Anwender und Programmentwickler. Der "Systemanalytiker" wurde
geboren. Dies sieht mir hier ähnlich aus. Für den Informatiker mag die
Dokumentation des Forschungsverlaufs das Nonplusultra sein; für den
Genealogen stehen die Personen/Familien im Vordergrund und das
"Datenmodell" hat sich danach zu richten. 

Forschungsverlauf? Wo ist das Problem? Man kann jede Person mit x
Geburtsdaten versehen, zu jedem eine Quelle und zu jeder Quelle eine
Wertung angeben (das Gedcom-Tag QUAY [CERTAINTY_ASSESSMENT] existiert...).
Es gibt keinen Grund, deswegen Gedcom gegen XML oder ein anderes
Datenmodell zu tauschen. 

Die zwei bekannten Haken bleiben bestehen: nicht jedes Programm
implementiert 100 %ig (wobei es auch noch Interpretationsunterschiede geben
mag) und Gedcom wird vom "Erfinder" nicht fortgeführt - und kein Wechsel zu
irgendetwas anderem wird per se beides ändern...


Gruß
Gerd (Schmerse)

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 12:23:30
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Sanddorn wrote:

Ich denke aber, dass man solche Dinge auch anders realisieren kann - z.B.
mit XML oder vielleicht doch mit "C"?

XML ist keine Programmiersprache sonderen eine Textdatei mit besonderem
Aufbau.

Dieses Genealogie-Programm hat bereits heute die Fähigkeit, Daten aus vielen
anderen Genealogie-Programmen direkt auszulesen.

Klar, weil es des Aufbau der Daten kennt (entweder beim
Programmhersteller erfragt oder selber erarbeitet) und entsprechende
Routinen eingebaut hat. Das kann im Prinzip jeder Programmierer. Nur
wozu, wenn es ein definiertes Austauschformat gibt?

Und das (soweit ich weiß) mit Hilfe von XML.

Nein.
XML hat damit nichts zu tun.
Es mag allenfalls sein, dass deren GenBridge Laderoutinen der
entsprechenden Programme enthält und als Ergebnis eine XML-Datei
erzeugt. Genausogut könnten sie auch eine Gedcomdatei erstellen.

Doch möglicherweise beherrschen diese Programme ja neben der
Genbridge-Technologie auch noch GEDCOM.

Die besagten Programme kennen möglicherweise die GenBidge gar nicht,
nötig ist es jedenfalls nicht. GenBidge ist nicht einmal ein Standard.
Das ist etwas, was sich eine Firma ausgedacht hat und vermarktet. Womit
ich kein Problem habe.
Es aber als Weg der Zukunft zu erklären, halte ich für völligen
Nonsens. GenBridge hat dieselbe Problem wie Gedcom. Sie fallen nur nicht
auf, weil nur wenige Programme/Programmformate unterstützt werden.
Diese haben dann auch keine Funktionen, die in TMG nicht vorhanden sind.
So fallen die Probleme auch nicht auf.

Im übrigen bietet GenBridge keinen Export. Wie willst Du da einen
Austausch erreichen?

Und - was in den Staaten machbar ist, müßte man doch hier auch mal versuchen
zu realisieren.

Was ist denn da machbar?
Der Programmierer baut Laderoutinen anderer Programme ins Programm.
Toll. Hatte ich auch schon. Was bringt das? Ist doch alles eine
Einbahnstraße.

Noch ein par Sätze zur relationalen Datenbank MS ACCESS:
Aus dieser Datenbank kann man den Inhalt der Datenfelder in einer Textdatei
speichern.
Es müßte sodann möglich sein, aus dieser Textdatei (die ja einer
GEDCOM-Datei ähnlich ist) in andere Genealogie-Programme zu importieren.

Klar.
Bieten viele als Excel- oder CSV-Import (und Export) an.

Insofern wären wir wieder bei XML.

Erklär mir doch mal den großen Vorteil von XML und was davon nicht
mit Gedcom 5.5 machbar ist.

MfG, Metti.

PS: Da Du immer TMG erwähnst, habe ich mir kurz die Demo angesehen.
Der Gedcomexport kann kein UNICODE, lediglich ANSEL entspricht der
Gedcomdefinitio, IBM-PC und ANSI sind sogar definitif nicht erlaubt.
Ansel hilt nur, wenn man keine Zeichen benötigt, die in Ansel nicht
vorkommen. Wie soll man damit einen vernünftigen Datenaustausch
hinbekommen?
Beim Import funktioniert anscheinend auch nur ANSEL (ANSI und IBM-PC
habe ich nicht getestet)

Mich wundert nicht, dass die Hersteller für den Import zusätzliche
Möglichkeiten bieten.

Ich habe eine Person mit einem Rufnamen versehen und beim Export
zugegebenermaßen auf eine Krücke zurückgegriffen, die aber viele
deutsch Programme beherrschen. Der Rufname ist in _ (Unterstrich)
gefasst. TMG kennt das nicht und importiert "fehlerhaft".

Damit möchte ich sagen, auch TMG kann nicht raten, was gemenit ist,
wenn es das nicht weiß. Immer wenn unbenakkte Daten auftauchen kommt
es zu Problemen. Mal Kleinere mal Größere. Da hilft werder GenBidge
noch XML sondern nur eine gute Definition und der Wille der
Programmierer diese umzusetzen. Wenn ich aber sehe, wie wenig
Genealogieprogramme sich an die Gedomdefinition halten (allein schon bei
der Zeichenkodierung, s.o.) und kaum Unicode unterstützen, sehe ich
hier noch einen weiten, steinigen Weg.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 12:32:33
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

wmaeschig wrote:

Nach meiner Erfahrung sollte man sich in Bezug
auf Datenbanken nicht von z.B. Access abhängig
machen, sondern eine möglichst neutrale Plattform
wählen. Ansonsten hat man bez. der Kompatibilität
der verschiedenen Versionen möglicherweise Probleme !

Die Datenbank als Unterbau ist für einen Datenaustausch unerheblich.
Es werden Textdateien mit definiertem Aufbau ausgetauscht.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 12:32:40
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Sanddorn wrote:

wie man es mit Hilfe der
Programmierung (mit welcher Programmiersprache und welchem Datenbankmodell
auch immer) schaffen kann, Genealogie-Daten "verlustfrei" (bzw. verlustarm)
von einem Genealogieprogramm zum anderen transferieren kann.

Gern. Ich sehe aber keine Möglichkeit.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 12:32:41
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Gisbert Berwe wrote:

Um es mit einem Beispiel deutlich zu machem:
Wenn ich mit einem 30 Tonner voll Sand von A nach B fahre und da den Sand in
einen Golf lade und nach C fahre, muss ich in B einen grossen Teil Sand
zurück lassen. Auch wenn ich in C wieder auf einen LKW umsteige, ist der
Sand immer noch in B (oder weg).
Dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob ich in B mit einen Bagger
(GenBridge) oder mit der Schüppe (Gedcom) umlade.

Sehr schön :-)
Gefällt mir, die Anschauung.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 12:45:40
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Markus Bärlocher wrote:

XML ist in obigem Beispiel einfach ein besonders geeignetes Material für
die Behälter (und kann gleichzeitig noch die Beschreibung der Behälter
enthalten, ein bisschen wie die verschlungene und komplexe DNS in der
Zelle).

Gedcom hingegen ist ein Versuch, die DNS zu "strecken" und das Ganze in
ewig langen Aneinanderreihungen zu beschreiben, und zwar nicht nur die
Inhalte, sondern auch gleich noch die Struktur und die einzelnen
Beziehungen der Inhalte untereinander. Und wehe, wenn da in der langen
Kette irgendwo etwas durcheinanderkommt oder anders ist als es das
lesende Programm erwartet...

Hier kann ich Dir Recht geben.
XML macht es schöner und anders. Die Probleme bleiben. Auch wenn Du
sie nicht siehst.

MfG, Metti.

[Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/02 13:00:03
From: Jesper Zedlitz <jesper(a)zedlitz.de>

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Gerd Schmerse wrote:
> >Die Einschränkungen des Gedcom-Datenmodells (auf Ergebnisse in
> >Form von Personen/Familien und nicht den Verlauf der Forschung)
>
> Das größte Problem zu Beginn der Datenverarbeitung war die Diskrepanz
> zwischen Anwender und Programmentwickler. Der "Systemanalytiker" wurde
> geboren. Dies sieht mir hier ähnlich aus. Für den Informatiker mag die 
> Dokumentation des Forschungsverlaufs das Nonplusultra sein; 
>
Als Informatiker ist mir völlig egal, mit welchem Datenmodell ich arbeite. Die 
Einschränkungen des dem Transportformat "Gedcom" zugrunde liegenden 
Datenmodells fällt einem nur auf, wenn man ziemlich viel Erfahrung mit 
Genealogie hat - eben als "Systemanalytiker".

> für den Genealogen stehen die Personen/Familien im Vordergrund 
>
Für den Hobbygenealogen, der seine eigenen Vorfahren hübsch aufschreiben will, 
ja. Ganz anders sieht es z.B. bei Ortsfamilienbüchern aus. Da hat man eine 
gewisse Menge von belegbaren Informationen ("Kleinfamilien"). Die Kombination 
zu größeren Familienzusammenhängen ist eine Denkleistung des Erfassers und 
muß klar dokumentiert werden. 

> das "Datenmodell" hat sich danach zu richten.
>
Leider hat sich das traditionelle Datenmodell so in den Köpfen "eingebrannt", 
daß man es als ganz natürlich empfindet. Wenn man sich etwas mit dem auf 
Informationen/Vermutungen basierenden Modell beschäftigt hat, merkt man, daß 
das viel eher der Forschungspraxis entspricht.

> Forschungsverlauf? Wo ist das Problem? Man kann jede Person mit x
> Geburtsdaten versehen, zu jedem eine Quelle und zu jeder Quelle eine
> Wertung angeben (das Gedcom-Tag QUAY [CERTAINTY_ASSESSMENT] existiert...).
>
Bei Informationen zu einer Person mag man damit weiterkommen. Wie willst Du 
aber die Vermutung dokumentieren, daß sich zwei Einträge auf die selbe Person 
beziehen?

Praktisches Beispiel (aus dem evangelischen Kirchenbuch Seitendorf, Kreis 
Jauer, Schlesien):
Es gibt dort mehrere Einträge zu "Johann Christoph OPITZ", sowohl Heirats als 
auch Geburtseinträge. Als Frauen werden "Anna", "Rosina" und "Anna Rosina" 
genannt. Baue ich hieraus Familienzusammenhänge auf, ist es meine eigene 
Interpretation, welche Einträge ich zu einer Person zusammenführe. Und genau 
diese Vermutungen (auch die negativen!) müssen für eine wissenschaftliche 
Forschung vernünftig dokumentiert werden. Am besten versieht man jede 
Vermutung gleich mit einem Kommentar, warum man sich so entschieden hat 
("Kann unmöglich in diesem Taufeintrag gemeint sein, da er schon im vorigen 
Jahr gestorben ist.").

Gruß
Jesper

- -- 
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
                  ICQ#     : 23890711
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.1 (GNU/Linux)

iD8DBQFFSdzHjSxW58yLxdgRApWQAJ9HhNQqXF/gJX+nzVDpH/iiSOfGkwCfb6Qy
Yzx6nEdqp8YYZ7tZjv7oJk0=
=7ecP
-----END PGP SIGNATURE-----

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 13:08:14
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Markus Bärlocher wrote:

Wenn also so ein "langes spitzes Ding" kommt, dann "denkt" das System:
aha, vielleicht eine Tranchiergabel? und macht entsprechende Behälter
mit der Aufschrift: "vielleicht eine Tranchiergabel?" oder so ähnlich.

Das Problem ist, Programme denken nicht.

Das Programm bekommt estwas unbekanntes und packt es in ein leeres Fach.
Im Idealfall steht noch irgendwo, wie das Teil heißt, dann kommt ein
entsprechender Zettel ans Fach.

Konkret:
Mein Programm kennt das Tag TEMP für den Tempelcode nicht. Also
könnte ich beim Import ein Datenfeld erzeugen, den Tempelcode
einfügen und mit "TEMP" beschriften. Der Anwender kann das nach
belieben in "Tempelcode" ändern.
Beim Export hat das Programm aber noch immer keine Ahnung, wie
Tempelcodes exportiert werden. Es kann allenfals das mit "Tempelcode"
beschriftete Datenfeld als individuelles Ereignis exportieren.
Beim Import in das nächste Programm wird der ursprüngliche
Tempelcode dann aber als individuelles Ereignis importiert, obwohl hier
möglciherweise Tempelcodes vorgesehen sind.

Das Problem ist, das Programm muss alles kennen um alles richtig
umsetzen zu können. Das bietet kein Programm. Sobald aber ein Programm
nicht mitspielt gehen Daten verloren. Immer.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 13:18:47
From: Markus Bärlocher <markus.baerlocher(a)lau-net.de>

Grüss Dich Metti,

ich bin ein Freund von guten Bildern!

Um es mit einem Beispiel deutlich zu machem:
Wenn ich mit einem 30 Tonner voll Sand von A nach B fahre und da den Sand in
einen Golf lade und nach C fahre, muss ich in B einen grossen Teil Sand
zurück lassen. Auch wenn ich in C wieder auf einen LKW umsteige, ist der
Sand immer noch in B (oder weg).
Dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob ich in B mit einen Bagger
(GenBridge) oder mit der Schüppe (Gedcom) umlade.

Die Rechner haben (Hard- und Softwaremässig) in den letzten Jahren ja einiges dazugewonnen...
Der "Sand" ist aber immer noch derselbe.

Zuerst hat man alles auf riesige Lochkartenstapel gepackt, dann in endlose Gedcom-Textdateien, und heute (oder wenigstens morgen) wären doch relationale Modelle möglich?! (ok, Gedcom war ja bereits ein Versuch, Beziehungen abzubilden).

Wie wärs mit einem flexiblen Fuhrpark und einem kreativen Logistik-Team, die gemeinsam in der Lage sind nicht nur die jeweils erforderliche Sandmenge von A nach C zu bringen, sondern auch noch gleich die Bauarbeiter und die Bauleitung?

Früher gab es nur hierarchische Modelle mit starren Datenstrukturen.
Heute kann alles mit jedem verknüpft werden. Und die Datenstrukturen können je nach Bedarf "just-in-time" erzeugt werden.

Den Daten müssen dann natürlich neben den Inhalten auch die Datenstruktur und die Relationen mitgegeben werden.

Ein kreatives Analysetool müsste damit zurechtkommen...

Und das relationale Modell gibt dann genau die Verknüpfungs- und Historievarianten her, die der Forscher je nach Aufgabenstellung flexibel benötigt.

Mit herzlichem Gruss,
Markus

Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML

Date: 2006/11/02 13:35:26
From: Gisbert Berwe <Berwe(a)Genpluswin.de>

Hallo Marcus,

jetzt kommen wir der Sache schon näher.

Und da ist ja das Problem.
Eine relationale Datenbank hat Gen_Plus schon immer (seit 14 Jahren).

Und damit ist flexibilität kein Problen.

Gen_Plus ist aber nicht das billigste Programm.

Und auch nicht das einzige.

Da einige Leute nur einen Golf (PAF) haben, bleibt der Sand eben liegen.

Es gibt eben keinen Lastwagen zum Preis eines Golf und seinen Anspruchen an
Verbrauch und Parkfläche.

Und das hat alles nichts mit Gedcom oder XML zu tun. Und auch nicht mit der
verwendeten Datenbank.



Viele Grüsse

Gisbert (Berwe)

----- Original Message -----
From: "Markus Bärlocher" <markus.baerlocher(a)lau-net.de>
To: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Sent: Thursday, November 02, 2006 1:18 PM
Subject: Re: [Gen-Programme] GEDCOM und XML


Grüss Dich Metti,

ich bin ein Freund von guten Bildern!

>>Um es mit einem Beispiel deutlich zu machem:
>>Wenn ich mit einem 30 Tonner voll Sand von A nach B fahre und da den Sand
in
>>einen Golf lade und nach C fahre, muss ich in B einen grossen Teil Sand
>>zurück lassen. Auch wenn ich in C wieder auf einen LKW umsteige, ist der
>>Sand immer noch in B (oder weg).
>>Dabei spielt es überhaupt keine Rolle ob ich in B mit einen Bagger
>>(GenBridge) oder mit der Schüppe (Gedcom) umlade.

Die Rechner haben (Hard- und Softwaremässig) in den letzten Jahren ja
einiges dazugewonnen...
Der "Sand" ist aber immer noch derselbe.

Zuerst hat man alles auf riesige Lochkartenstapel gepackt, dann in
endlose Gedcom-Textdateien, und heute (oder wenigstens morgen) wären
doch relationale Modelle möglich?! (ok, Gedcom war ja bereits ein
Versuch,  Beziehungen abzubilden).

Wie wärs mit einem flexiblen Fuhrpark und einem kreativen Logistik-Team,
die gemeinsam in der Lage sind nicht nur die jeweils erforderliche
Sandmenge von A nach C zu bringen, sondern auch noch gleich die
Bauarbeiter und die Bauleitung?

Früher gab es nur hierarchische Modelle mit starren Datenstrukturen.
Heute kann alles mit jedem verknüpft werden. Und die Datenstrukturen
können je nach Bedarf "just-in-time" erzeugt werden.

Den Daten müssen dann natürlich neben den Inhalten auch die
Datenstruktur und die Relationen mitgegeben werden.

Ein kreatives Analysetool müsste damit zurechtkommen...

Und das relationale Modell gibt dann genau die Verknüpfungs- und
Historievarianten her, die der Forscher je nach Aufgabenstellung
flexibel benötigt.

Mit herzlichem Gruss,
Markus
_____________________________________________
An-, Abmelden bzw. persoenliche Einstellungen aendern
http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/genealogie-programme


Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/02 13:40:59
From: Gerd Schmerse <gerd(a)schmerse.de>

Moin Jesper Zedlitz,

zur Mail vom Thu, 2 Nov 2006 12:55:47 +0100:

>Baue ich hieraus Familienzusammenhänge auf, ist es meine eigene 
>Interpretation, welche Einträge ich zu einer Person zusammenführe. Und genau 
>diese Vermutungen (auch die negativen!) müssen für eine wissenschaftliche 
>Forschung vernünftig dokumentiert werden. Am besten versieht man jede 
>Vermutung gleich mit einem Kommentar, 

Ist ja richtig - aber warum sollte das mit den bisherigen Möglichkeiten
nicht gehen? An jedes von mir vermutete Ereignis kann ich eine Notiz
anfügen. Ich kann aus den vorhandenen Daten *eine* Person postulieren,
jedes einzelne Datum mit einer Quelle versehen und auch eine Gesamtnotiz
hinzufügen, daß es möglicherweise mehrere Personen sind. Ich kann mehrere
Personen halten und sagen, daß es möglicherweise mehrere Personen sind. Ich
sehe nichts, was ich nicht mit den bekannten Möglichkeiten untrbringen kann
- was willst Du prinzipiell anders machen?


Gruß
Gerd (Schmerse)

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/02 14:10:30
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Gerd Schmerse wrote:

Ich
sehe nichts, was ich nicht mit den bekannten Möglichkeiten untrbringen kann
- was willst Du prinzipiell anders machen?

Ich denke, Jesper möchte nicht personenbezogen arbeiten. Er sieht nur
die Dokumente die er hat und daraus stellt er vermutungen zusammen, die
dann in Gesamtheit die Daten der Person ergeben. Also eher Ereignis-
oder Dokumentationsbezogen.

Das ist gänzlich anders, als es der Familienforscher macht. Der hat
eine Person und fügt Daten hinzu. Jesper sieht das anscheinend eher
wie einer, der ein Kirchenbuch verkartet. Erst alle Ereignisse aufnehmen
und anschließend die Ereignisse den Personen zuweisen.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/02 14:31:34
From: Jesper Zedlitz <jesper(a)zedlitz.de>

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Gerd Schmerse wrote:
> >Baue ich hieraus Familienzusammenhänge auf, ist es meine eigene
> >Interpretation, welche Einträge ich zu einer Person zusammenführe. Und
> > genau diese Vermutungen (auch die negativen!) müssen für eine
> > wissenschaftliche Forschung vernünftig dokumentiert werden. 
> > 
> Ist ja richtig - aber warum sollte das mit den bisherigen Möglichkeiten
> nicht gehen? An jedes von mir vermutete Ereignis kann ich eine Notiz
> anfügen. Ich kann aus den vorhandenen Daten *eine* Person postulieren,
> jedes einzelne Datum mit einer Quelle versehen und auch eine Gesamtnotiz
> hinzufügen, daß es möglicherweise mehrere Personen sind. 
>
Diese Notizen sind aber nicht Teil des Datenmodells und lassen sich somit auch 
nicht automatisch verarbeiten.

Dann könnte man sich aber auch genauso die Frage stellen, warum man überhaupt 
ein Genealogieprogramm verwenden soll. Mit einem geschriebenen Text und 
Suchen kommt man auch gut klar, die Informationen lassen sich aber nicht 
maschinell bearbeiten.

Ein Programm soll dabei helfen, die typischen Arbeitsabläufe in der Genealogie 
zu unterstützen, so daß man als Forscher dadurch möglichst wenig Arbeit hat 
und z.B. von der automatischen Anlage von Verknüpfungen profitiert.

Jesper

- -- 
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
                  ICQ#     : 23890711
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Version: GnuPG v1.4.1 (GNU/Linux)

iD8DBQFFSfMjjSxW58yLxdgRArxUAJ4pBqRuGiSKv6RSCUPByaQf+LrGdgCfbVFY
ScfzFH3/XYT6Qi78vNn2WBw=
=d2ub
-----END PGP SIGNATURE-----

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/02 14:44:04
From: Jesper Zedlitz <jesper(a)zedlitz.de>

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Stefan Mettenbrink wrote:
> Ich denke, Jesper möchte nicht personenbezogen arbeiten. Er sieht nur
> die Dokumente die er hat und daraus stellt er vermutungen zusammen, die
> dann in Gesamtheit die Daten der Person ergeben. Also eher Ereignis-
> oder Dokumentationsbezogen.
>
> Das ist gänzlich anders, als es der Familienforscher macht. Der hat
> eine Person und fügt Daten hinzu. 
>
Wirklich? Das macht man doch höchstens am Anfang so, wenn man noch viele Daten 
selbst kennt, schnell zu Ergebnissen kommen will und sich um "Details" wie 
Quellenangaben nicht kümmert.

Sobald man in etwas unsicherere Gebiete kommt, basiert die gesamte Arbeit doch 
auf Quellen. Die liest man sich durch und macht sich im Kopf eine Theorie. 
Ausgehend von dieser Überlegung fügt man dann die Daten der Person hinzu. 
Genau dieser Vorgang soll abgebildet werden. Für eine nachvollziehbare 
Forschung ist es aber unumgänglich, diese Gedanken auch abzuspeichern, nicht 
nur einfach die Information. 

Gruß
Jesper

- -- 
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
                  ICQ#     : 23890711
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=sCiJ
-----END PGP SIGNATURE-----

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/02 15:02:48
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Jesper Zedlitz wrote:

Ein Programm soll dabei helfen, die typischen Arbeitsabläufe in der Genealogie
zu unterstützen,

Richtig.
Leider unterscheiden sich die Arbeitsabläufe eines Familienforsches
von denen eines Verkarters. Beides sind aber Genealogen und für beide
bedarf es angepasste Programme.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/02 15:02:55
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Jesper Zedlitz wrote:

Sobald man in etwas unsicherere Gebiete kommt, basiert die gesamte Arbeit doch
auf Quellen. Die liest man sich durch und macht sich im Kopf eine Theorie.
Ausgehend von dieser Überlegung fügt man dann die Daten der Person hinzu.

Das habe ich möglicherweise nicht besonders gut erklärt.

Ich meine, sobald ich Daten einer Person gefunden habe "existiert" für
mich diese Person. Alles was dazukommt sind Informationen zu dieser
Person.
Deine Denkweise ist eher "ich habe Daten". So denken aber die wenigsten.
Prinzipiell hast Du Recht. Es wird aber schwer sein, Deine
Gedankengänge auf andere zu übertragen.

Wer mit der Ahnenforschung anfängt, den kümmern Quellenangaben
nicht. Irgendwann stellt er fest, er hätte mehr Informationen eingeben
sollen und gibt in Zukunft Quellenangaben, Paten und Trauzeugen, etc.
ein. Irgendwann erkennt er dann möglicherweise, dass man die
Vermutungen, die zum Zusammenfügen der Daten zu einer Person,
ebenfalls dokumentationswürdig sind.

Ich denke, das wird noch lange dauer, bis das auf breiter Front erkannt
wird. Zumal der größte Teil der Genealogieprogramme anders arbeiten
oder eine andere Arbeitsweise besser unterstützen.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/02 18:16:50
From: Gerd Schmerse <gerd(a)schmerse.de>

Moin Jesper Zedlitz,

zur Mail vom Thu, 2 Nov 2006 14:31:09 +0100:

>Diese Notizen sind aber nicht Teil des Datenmodells und lassen sich somit auch 
>nicht automatisch verarbeiten.

Dann weiß ich nicht, was Dein "Datenmodell" ist - die Notizen sind Teil des
Datenbestandes in meinem Genealogieprogramm und werden auch von Gedcom
verwendet. Wie soll eine automatische Verarbeitung der Notiz "sind
möglicherweise zwei Personen" aussehen? Eine Entscheidung dazu kann niemals
automatisch erfolgen, das möchte ich mir schon vorbehalten.

>Ein Programm soll dabei helfen, die typischen Arbeitsabläufe in der Genealogie 
>zu unterstützen, so daß man als Forscher dadurch möglichst wenig Arbeit hat 
>und z.B. von der automatischen Anlage von Verknüpfungen profitiert.

Automatische Verknüpfung? Willst Du das wirklich? Ich glaube, ich nicht.


Gruß
Gerd (Schmerse)

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/02 18:44:38
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Gerd Schmerse wrote:

Dann weiß ich nicht, was Dein "Datenmodell" ist - die Notizen sind Teil des
Datenbestandes in meinem Genealogieprogramm und werden auch von Gedcom
verwendet. Wie soll eine automatische Verarbeitung der Notiz "sind
möglicherweise zwei Personen" aussehen? Eine Entscheidung dazu kann niemals
automatisch erfolgen, das möchte ich mir schon vorbehalten.

Ich versuche noch mal zu erklären, was Jesper meint (zumindest wie ich
es verstehe).

Eine "Person" besteht bei ihm nicht aus einem Datensatz mit Feldern
für Geburt, Taufe, Ehe, etc. sondern aus Verküpfungen zu
Ereignissen. Jede dieser Verknüpfungen kann positiv (gehört sicher
zu ...) oder negativ (kann nicht zu ... gehören). Diese
Verknüpfungen erhalten also immer Aussagen zu dem Grund, war um Du
diese Verknüpfung anlegst. Diese Aussage ist aber keine Notiz zu einem
Ereignis als solches.

Hallo Jesper, habe ich Dich überhaupt richtig verstanden?
Wenn nicht, hätte ich auch gern eine Erklärung.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/03 13:04:56
From: Jesper Zedlitz <jesper(a)zedlitz.de>

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Stefan Mettenbrink wrote:
> Ich versuche noch mal zu erklären, was Jesper meint (zumindest wie ich
> es verstehe).
>
> Eine "Person" besteht bei ihm nicht aus einem Datensatz mit Feldern
> für Geburt, Taufe, Ehe, etc. sondern aus Verküpfungen zu
> Ereignissen. Jede dieser Verknüpfungen kann positiv (gehört sicher
> zu ...) oder negativ (kann nicht zu ... gehören). Diese
> Verknüpfungen erhalten also immer Aussagen zu dem Grund, war um Du
> diese Verknüpfung anlegst. Diese Aussage ist aber keine Notiz zu einem
> Ereignis als solches.
>
> Hallo Jesper, habe ich Dich überhaupt richtig verstanden?
>
Ja, so kann man das sagen. Vielleicht nochmal ein Beispiel aus der Praxis:

Carl Richard Theodore ZEDLITZ ist eine Person in meiner Forschung. Nun habe 
ich zahlreiche Dokumente gefunden, in denen von "Carl Richard Theodore 
Zedlitz", "Carl R. Zedlitz", "Richard Theodore Zedlitz", "Carl R. T. Zetlitz" 
die Rede ist. Es handelt sich um Passagierlisten, diverse Volkszählungen, 
Anzeigen in Zeitungen, Kirchenbucheinträge usw. Solche Sammlungen kennt Ihr 
sicher alle.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß es sich bei allen Nennungen um die selbe 
Person handelt, Gewissheit habe ich natürlich nicht. Anstatt nun eine Person 
"Carl Richard Theodore ZEDLITZ" anzulegen und dort alle Daten einzutragen, 
möchte ich viele "Personen" haben, jede mit den Daten, die sich zweifelsfrei 
aus dem Dokument erkennen lassen. Nach jedem neuen Fund gebe ich dann an: der 
neue Personeneintrag ist die selbe wie die bisherige Person "Carl Richard 
Theodore ZEDLITZ", immer schön mit Datum und meinem Namen beschriftet. 

Sollte sich nun irgendwann mal herausstellen, daß es z.B. einen anderen Carl 
Richard ZEDLITZ gab, sind ein großer Teil meiner Vermutungen falsch gewesen. 
Mit dem neuen Datenmodell brauche ich nun lediglich die Verbindungen zwischen 
den zugehörigen Personeneinträgen zu löschen und habe alle Fehler beseitigt.

Jesper

- -- 
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
                  ICQ#     : 23890711
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iD8DBQFFSy/KjSxW58yLxdgRAi7rAJ9fsAN/nHUkl/2kQ3tumW7J+vl0AgCfUgL/
bbbbwF8OOLKuDN0MI4xkME4=
=hZBj
-----END PGP SIGNATURE-----

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/03 13:17:34
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Jesper Zedlitz wrote:

Hallo Jesper, habe ich Dich überhaupt richtig verstanden?

Ja, so kann man das sagen. Vielleicht nochmal ein Beispiel aus der Praxis:

Danke, für Deine Erklärung.

Wie ich schon vermutet habe erfordert das einen völlig andere Art von
Programm als heute üblich.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/03 13:36:24
From: Gisbert Berwe <Berwe(a)Genpluswin.de>

Hallo Jesper,
was ist jetzt neu daran?
Das mache ich in meiner relationalen Datenbank bei Gen_Plus im Grunde schon
immer. Ich verzichte lediglich auf das einfache "umhägen" von Ereignissen.

Ich fürchte die Fehler, die die Anwender dann machen und dem Programm
zuschreiben.

Zusätzlich erforderlich sind aber nur einige wenige Schaltflächen und
vermutlich 20 Seiten Anleitung ;-)).

Allerdings, und da gebe ich Dir und Metti recht, mit den üblichen einfachen
Datenbanken der meisten Genealogieprogrammen ist das nicht möglich, aber ich
finde es nicht neu.

Viele Grüsse

Gisbert (Berwe)
----- Original Message -----
From: "Jesper Zedlitz" <jesper(a)zedlitz.de>
To: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Sent: Friday, November 03, 2006 1:02 PM
Subject: Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle


-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Stefan Mettenbrink wrote:
> Ich versuche noch mal zu erklären, was Jesper meint (zumindest wie ich
> es verstehe).
>
> Eine "Person" besteht bei ihm nicht aus einem Datensatz mit Feldern
> für Geburt, Taufe, Ehe, etc. sondern aus Verküpfungen zu
> Ereignissen. Jede dieser Verknüpfungen kann positiv (gehört sicher
> zu ...) oder negativ (kann nicht zu ... gehören). Diese
> Verknüpfungen erhalten also immer Aussagen zu dem Grund, war um Du
> diese Verknüpfung anlegst. Diese Aussage ist aber keine Notiz zu einem
> Ereignis als solches.
>
> Hallo Jesper, habe ich Dich überhaupt richtig verstanden?
>
Ja, so kann man das sagen. Vielleicht nochmal ein Beispiel aus der Praxis:

Carl Richard Theodore ZEDLITZ ist eine Person in meiner Forschung. Nun habe
ich zahlreiche Dokumente gefunden, in denen von "Carl Richard Theodore
Zedlitz", "Carl R. Zedlitz", "Richard Theodore Zedlitz", "Carl R. T.
Zetlitz"
die Rede ist. Es handelt sich um Passagierlisten, diverse Volkszählungen,
Anzeigen in Zeitungen, Kirchenbucheinträge usw. Solche Sammlungen kennt Ihr
sicher alle.

Ich bin mir ziemlich sicher, daß es sich bei allen Nennungen um die selbe
Person handelt, Gewissheit habe ich natürlich nicht. Anstatt nun eine Person
"Carl Richard Theodore ZEDLITZ" anzulegen und dort alle Daten einzutragen,
möchte ich viele "Personen" haben, jede mit den Daten, die sich zweifelsfrei
aus dem Dokument erkennen lassen. Nach jedem neuen Fund gebe ich dann an:
der
neue Personeneintrag ist die selbe wie die bisherige Person "Carl Richard
Theodore ZEDLITZ", immer schön mit Datum und meinem Namen beschriftet.

Sollte sich nun irgendwann mal herausstellen, daß es z.B. einen anderen Carl
Richard ZEDLITZ gab, sind ein großer Teil meiner Vermutungen falsch gewesen.
Mit dem neuen Datenmodell brauche ich nun lediglich die Verbindungen
zwischen
den zugehörigen Personeneinträgen zu löschen und habe alle Fehler beseitigt.

Jesper

- --
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
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An-, Abmelden bzw. persoenliche Einstellungen aendern
http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/genealogie-programme


[Gen-Programme] TMG

Date: 2006/11/03 20:47:05
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Noch etwas zu TMG:
Laut Gedcomdefinition sind @-Zeichen innerhalb der Daten beim Export in
@@ (zwei @-Zeichen) zu wandeln. Beim Import ist dann natürlich wieder
eines zu entfernen.

Daran hält sich TMG nicht.
Für mich sieht es so aus, dass TMG lieber etwas eigenes erstellt
(GenBridge) als den vorhandenen Standard gewissenhaft umzusetzen. Dann
wird das Eigen noch als eine super neue Technologie dargestellt. Leider
funktioniert der Datenaustausch damit nur in eine Richtung und ist somit
allenfalls ein Import.

MfG, Metti.

[Gen-Programme] Frage zu Gen Plus

Date: 2006/11/04 17:03:55
From: Robert Fürböck <robert.fuerboeck(a)speed-tiscali.at>

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Als Neumitglied in dieser Liste möchte ich mich zuerst vorstellen:

Robert Fürböck, geb. 1933 in Graz, Österreich und lebe auch dort.

Spitzenahn in der männl. Linie: Benedikt Virchbackh in Lahrenbecher, Pfr.
Hohenfurt (erstmals dokumentiert gefunden durch die Geburt eines Sohnes
1633).

Habe etwas über 1000 Personen aus mehreren miteinander verbundenen Familien
in Familienstammbaum (derzeit Version 7.5) erfasst.

Damit komme ich schon zu meiner Frage:

Ich überlege den Wechsel zum Programm „Gen Plus“ (da ich mir erwarte, dass
dieses Programm flexibler ist und außerdem ein in Europa entwickeltes
Programm ist und damit der Entwickler auf Anregungen aus Europa eher
reagiert). Kann ich meine Daten aus Familienstammbaum in Gen Plus übertragen
(ev. mit einer GEDCOM-Datei). Fotos habe ich nur sehr wenige gespeichert,
die könnte ich dann neu eingeben (da ich vermute, dass diese nicht
hinüberkopiert werden können)?

Gibt es überhaupt zwischen Gen Plus und anderen Genealogieprogrammen eine
Kommunikation über GEDCOM?

 

Beste Grüße und Dank für alle Antworten im Voraus!

Robert (Fürböck)

 


Re: [Gen-Programme] Frage zu Gen Plus

Date: 2006/11/04 18:25:23
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Robert Fürböck wrote:

Gibt es überhaupt zwischen Gen Plus und anderen Genealogieprogrammen eine
Kommunikation über GEDCOM?

Der Herr Berwe wird sich sicher auch melden. Sein Programm kann man
kostenlos testen <http://www.genpluswin.de/> und auf der Homepage steht,
das ein Gedcomim-/-export vorhanden ist.

Ich denke, Du wirst bei Fragen, Fehlermeldungen und Anregungen nicht auf
taube Ohren stoßen.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Frage zu Gen Plus

Date: 2006/11/05 08:18:04
From: Gisbert Berwe <Berwe(a)Genpluswin.de>

Hallo Robert (Fürböck),
die Datenübernahme per Gedcom solte kein Problem sein, da ich die meissetem
Gedcom-Fehler von Familienstammbaum abfange.

Gen_Plus gibt alle Daten per Gedcom aus, Probleme gibt es nur mit
Programmen, denen die entsprechenden Felder fehlen-- z.B. mehrere Berufe.

Gen_Plus kann jede Gedcom-Datei lesen.

Mit freundlichen Grüssen

Gisbert (Berwe)
----- Original Message -----
From: "Robert Fürböck" <robert.fuerboeck(a)speed-tiscali.at>
To: <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Sent: Saturday, November 04, 2006 5:03 PM
Subject: [Gen-Programme] Frage zu Gen Plus


Sehr geehrte Damen und Herren!



Als Neumitglied in dieser Liste möchte ich mich zuerst vorstellen:

Robert Fürböck, geb. 1933 in Graz, Österreich und lebe auch dort.

Spitzenahn in der männl. Linie: Benedikt Virchbackh in Lahrenbecher, Pfr.
Hohenfurt (erstmals dokumentiert gefunden durch die Geburt eines Sohnes
1633).

Habe etwas über 1000 Personen aus mehreren miteinander verbundenen Familien
in Familienstammbaum (derzeit Version 7.5) erfasst.

Damit komme ich schon zu meiner Frage:

Ich überlege den Wechsel zum Programm "Gen Plus" (da ich mir erwarte, dass
dieses Programm flexibler ist und außerdem ein in Europa entwickeltes
Programm ist und damit der Entwickler auf Anregungen aus Europa eher
reagiert). Kann ich meine Daten aus Familienstammbaum in Gen Plus übertragen
(ev. mit einer GEDCOM-Datei). Fotos habe ich nur sehr wenige gespeichert,
die könnte ich dann neu eingeben (da ich vermute, dass diese nicht
hinüberkopiert werden können)?

Gibt es überhaupt zwischen Gen Plus und anderen Genealogieprogrammen eine
Kommunikation über GEDCOM?



Beste Grüße und Dank für alle Antworten im Voraus!

Robert (Fürböck)



_____________________________________________
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http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/genealogie-programme


[Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 11:26:53
From: Sanddorn <sanddorn52(a)web.de>

Liebe Freunde der Genealogie-Programme-Liste
insbesondere Thomas Liebert, Stefan Mettenbrink, Jesper Zedlitz, Dirk
Böttcher, Markus Bärlocher, Gisbert Berwe, Klaus Vahlbruch, Gerd Schmerse,
Wolfgang Maeschig, Rainer Schönberger.

Offensichtlich hat sich das ursprüngliche Thema einigermaßen erschöpft.
Jedenfalls ist der eMail-Verkehr zu diesem Thema so ziemlich abrupt
abgebrochen.
Vielleicht läuft aber der eine oder andere Diskussionsbeitrag im
Zweier-Dialog noch etwas weiter über die direkten eMail-Adressen.
Sollte mich freuen.

Auf jeden Fall war es eine angeregte Diskussion mit vielen Argumenten und
Erklärungsversuchen im Hinblick auf das Bestehenbleiben des GEDCOM-Standards
für den Datenaustausch - im Vergleich zu XML.
Nun - man muß sicher abwarten, wie sich die Entwicklung fortsetzt.
Obgleich -
mit XML wird bereits sehr viel gearbeitet. Es muß wohl ein ziemlich mächtiges Werkzeug sein.
Nur ein Beispiel:
Viele von uns kennen ja mittlerweile das Programm GeoGen von Christoph Stöpel, mit dem Namenverbreitungskarten generiert werden können. Z.Z. besteht die Version 2.0. Die Vorgängerversion 1.x hat die Namenverbreitungskarten etwas anders als die heutige Version generiert. Doch soweit ich mich erinnere, hat der Christoph die Vers. 1.x mit XML realisiert - seiner persönlichen Vorliebe (wie er mir damals erklärte). Ob die heutige Version ebenfalls auf Basis von XML entstanden ist, vermag ich nicht zu sagen - ist aber anzunehmen.
GeoGen kann man hier im Internet aufrufen:
http://christoph.stoepel.net/geogen.aspx

*************

Und deshalb gebe ich nachstehend nochmal einen Tipp zur Programmierung mit
einem XML-Editor (wenn es dem einen oder anderen noch nicht bekannt sein
sollte).
Wen es interessiert, der kann sich mal die Internetseite
http://www.altova.com/de/dev_portal_xml_editing.html
aufrufen.
Auf dieser Seite befindet sich links ein Menü mit weiteren diversen Links zu
weiteren Unterseiten.

Jede dieser Seiten beinhaltet eine Fülle von Erläuterungen darüber, was man
alles mit XML anstellen kann.
Darüberhinaus wird aufgezeigt, dass es weitere features (wie DTD, XSLT, XSL,
XQuery usw.) gibt, die mit XML zusammenarbeiten.

Man kann sich, um mal ein wenig mit XML zu laborieren, eine Probierversion
eines XML-Editors downloaden. Diese Version ist in Deutsch erhältlich (auch
das integrierte Handbuch ist in Deutsch), und man kann sie 30 Tage lang
kostenlos ausprobieren.

Es handelt sich dabei um Einen WYSIWYG-Editor von ALTOVA.
Download hier:
http://www.altova.com/de/download/xml_suite/xml_tools_enterprise.html

**************
Wie man XML-Dateien mit XSLT nach MS-ACCESS umwandeln kann, kann man hier
nachlesen:
http://office.microsoft.com/de-de/access/HA010345761031.aspx

XML-Editoren gibt es auch für Mac OS.

*************
Auf alle Fälle nochmals besten Dank für die Diskussionsbeiträge.
Möglicherweise "flammt" diese Diskussion ja nochmal auf - nämlich spätestens
dann, wenn sich der eine oder andere Programmentwickler doch noch dazu
"herabschwingt" sich mit XML etwas näher zu beschäftigen.

In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen schönen Sonntag und

bis dann mal.

Viele Grüße

Heinz (Schlutow)





Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 11:41:34
From: Gisbert Berwe <Berwe(a)Genpluswin.de>

Hallo Heinz,
ich denke eher, das Thema ist keins.

Bisher hast weder Du noch ein anderer auch nur einen Grund genannt, warum
Gedcom durch XML ersetzt werden soll. Weil der Name kürzer ist ;-))?

> Obgleich -
> mit XML wird bereits sehr viel gearbeitet. Es muß wohl ein ziemlich
> mächtiges Werkzeug sein.

Auch ein Vorschlaghammer ist ein mächtiges Werkzeug. Ich würde ihn aber z.B.
für arbeiten am Computer nicht einsetzten, um Zaunpfähle zu setzen schon.

Abgesehen davon ist XML kein Werkzeug sondern ein Datenformat mit letztlich
genausolchen Problemen wie Gedcom.

Viele Grüsse

Gisbert (Berwe)



----- Original Message -----
From: "Sanddorn" <sanddorn52(a)web.de>
To: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Sent: Sunday, November 05, 2006 11:25 AM
Subject: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML


Liebe Freunde der Genealogie-Programme-Liste
insbesondere Thomas Liebert, Stefan Mettenbrink, Jesper Zedlitz, Dirk
Böttcher, Markus Bärlocher, Gisbert Berwe, Klaus Vahlbruch, Gerd Schmerse,
Wolfgang Maeschig, Rainer Schönberger.

Offensichtlich hat sich das ursprüngliche Thema einigermaßen erschöpft.
Jedenfalls ist der eMail-Verkehr zu diesem Thema so ziemlich abrupt
abgebrochen.
Vielleicht läuft aber der eine oder andere Diskussionsbeitrag im
Zweier-Dialog noch etwas weiter über die direkten eMail-Adressen.
Sollte mich freuen.

Auf jeden Fall war es eine angeregte Diskussion mit vielen Argumenten und
Erklärungsversuchen im Hinblick auf das Bestehenbleiben des GEDCOM-Standards
für den Datenaustausch - im Vergleich zu XML.
Nun - man muß sicher abwarten, wie sich die Entwicklung fortsetzt.
Obgleich -
mit XML wird bereits sehr viel gearbeitet. Es muß wohl ein ziemlich
mächtiges Werkzeug sein.
Nur ein Beispiel:
Viele von uns kennen ja mittlerweile das Programm GeoGen von Christoph
Stöpel, mit dem Namenverbreitungskarten generiert werden können. Z.Z.
besteht die Version 2.0.
Die Vorgängerversion 1.x hat die Namenverbreitungskarten etwas anders als
die heutige Version generiert.
Doch soweit ich mich erinnere, hat der Christoph die Vers. 1.x mit XML
realisiert - seiner persönlichen Vorliebe (wie er mir damals erklärte).
Ob die heutige Version ebenfalls auf Basis von XML entstanden ist, vermag
ich nicht zu sagen - ist aber anzunehmen.
GeoGen kann man hier im Internet aufrufen:
http://christoph.stoepel.net/geogen.aspx

*************

Und deshalb gebe ich nachstehend nochmal einen Tipp zur Programmierung mit
einem XML-Editor (wenn es dem einen oder anderen noch nicht bekannt sein
sollte).
Wen es interessiert, der kann sich mal die Internetseite
http://www.altova.com/de/dev_portal_xml_editing.html
aufrufen.
Auf dieser Seite befindet sich links ein Menü mit weiteren diversen Links zu
weiteren Unterseiten.

Jede dieser Seiten beinhaltet eine Fülle von Erläuterungen darüber, was man
alles mit XML anstellen kann.
Darüberhinaus wird aufgezeigt, dass es weitere features (wie DTD, XSLT, XSL,
XQuery usw.) gibt, die mit XML zusammenarbeiten.

Man kann sich, um mal ein wenig mit XML zu laborieren, eine Probierversion
eines XML-Editors downloaden. Diese Version ist in Deutsch erhältlich (auch
das integrierte Handbuch ist in Deutsch), und man kann sie 30 Tage lang
kostenlos ausprobieren.

Es handelt sich dabei um Einen WYSIWYG-Editor von ALTOVA.
Download hier:
http://www.altova.com/de/download/xml_suite/xml_tools_enterprise.html

**************
Wie man XML-Dateien mit XSLT nach MS-ACCESS umwandeln kann, kann man hier
nachlesen:
http://office.microsoft.com/de-de/access/HA010345761031.aspx

XML-Editoren gibt es auch für Mac OS.

*************
Auf alle Fälle nochmals besten Dank für die Diskussionsbeiträge.
Möglicherweise "flammt" diese Diskussion ja nochmal auf - nämlich spätestens
dann, wenn sich der eine oder andere Programmentwickler doch noch dazu
"herabschwingt" sich mit XML etwas näher zu beschäftigen.

In diesem Sinne wünsche ich allen noch einen schönen Sonntag und

bis dann mal.

Viele Grüße

Heinz (Schlutow)




_____________________________________________
An-, Abmelden bzw. persoenliche Einstellungen aendern
http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/genealogie-programme


Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 12:07:12
From: Gerhard <ggsch1147(a)gmx.net>

Hallo,
bitte lesen

http://de.wikipedia.org/wiki/Extensible_Markup_Language

wenn Sie dies alles verstanden haben, werden Ihre Beiträge zu
GEDCOM bzw. XML vielleicht etwas substanzieller


> -----Ursprüngliche Nachricht-----
> Von: genealogie-programme-bounces(a)genealogy.net 
> [mailto:genealogie-programme-bounces(a)genealogy.net] Im 
> Auftrag von Sanddorn
> Gesendet: Sonntag, 5. November 2006 11:26
> An: Genealogie-Programme
> Betreff: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML
> 
> Liebe Freunde der Genealogie-Programme-Liste
> insbesondere Thomas Liebert, Stefan Mettenbrink, Jesper Zedlitz, Dirk
> Böttcher, Markus Bärlocher, Gisbert Berwe, Klaus Vahlbruch, 
> Gerd Schmerse,
> Wolfgang Maeschig, Rainer Schönberger.
> 
> Offensichtlich hat sich das ursprüngliche Thema einigermaßen 
> erschöpft.
> Jedenfalls ist der eMail-Verkehr zu diesem Thema so ziemlich abrupt
> abgebrochen.
> Vielleicht läuft aber der eine oder andere Diskussionsbeitrag im
> Zweier-Dialog noch etwas weiter über die direkten eMail-Adressen.
> Sollte mich freuen.
> 
> Auf jeden Fall war es eine angeregte Diskussion mit vielen 
> Argumenten und
> Erklärungsversuchen im Hinblick auf das Bestehenbleiben des 
> GEDCOM-Standards
> für den Datenaustausch - im Vergleich zu XML.
> Nun - man muß sicher abwarten, wie sich die Entwicklung fortsetzt.
> Obgleich -
> mit XML wird bereits sehr viel gearbeitet. Es muß wohl ein ziemlich 
> mächtiges Werkzeug sein.

Es ist kein WERKZEUG sondern eine etwas anders definierte Art
zur Speicherung bzw. Generiering von DATEN im TEXTFORMAT.

GEDCOM und HTML machen es im Prinzip fast gleich!!!!

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard



Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 12:31:11
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Gisbert Berwe wrote:

Hallo Heinz,
ich denke eher, das Thema ist keins.

Danke.
Deine Ausführung bringt es auf den Punkt.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 12:33:41
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Sanddorn wrote:

mit XML wird bereits sehr viel gearbeitet

Im Bereich Genalogie, Unerbereich Daenaustausch?
Welche Programme und was ist viel?

Viele von uns kennen ja mittlerweile das Programm GeoGen von Christoph
Stöpel,

Ich nicht. Macht aber nichts.

Doch soweit ich mich erinnere, hat der Christoph die Vers. 1.x mit XML
realisiert - seiner persönlichen Vorliebe (wie er mir damals erklärte).

Bitte etwas genauer, was er dabei mit XML realisiert hat.
Das Programm kann er nicht in XML geschrieben haben.

Was hat das mit (dem Ursprungsthema) Datenaustausch per XML zu tun?

Und deshalb gebe ich nachstehend nochmal einen Tipp zur Programmierung mit
einem XML-Editor

XML ist keine Programmiersprache!
Man kann damit nicht programmieren.
Mit einem XML-Editor kann man XML-Dateien bearbeiten. So wie man mit
einem Texteditor Texte bearbeiten kann.
Was hat das mit (dem Ursprungsthema) Datenaustausch per XML zu tun?

Möglicherweise "flammt" diese Diskussion ja nochmal auf - nämlich spätestens
dann, wenn sich der eine oder andere Programmentwickler doch noch dazu
"herabschwingt" sich mit XML etwas näher zu beschäftigen.

Gern, sobald Du dich "herabschwingst" und uns die (noch immer nicht
beantwortete) Frage beantwortest:
Welche Vorteile hat XML gegenüber Gedcom 5.5?

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 12:48:33
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Gerhard wrote:

Erklärungsversuchen im Hinblick auf das Bestehenbleiben des
GEDCOM-Standards
für den Datenaustausch - im Vergleich zu XML.
Nun - man muß sicher abwarten, wie sich die Entwicklung fortsetzt.
Obgleich -
mit XML wird bereits sehr viel gearbeitet. Es muß wohl ein ziemlich
mächtiges Werkzeug sein.

Es ist kein WERKZEUG sondern eine etwas anders definierte Art
zur Speicherung bzw. Generiering von DATEN im TEXTFORMAT.

GEDCOM und HTML machen es im Prinzip fast gleich!!!!

Richtig!
Genau deswegen sehen die Programmierer wohl auch keinen Bedarf zu XML zu
wechseln.

Es wäre schön zu erfahren, was manche Anwender für Vorteile in XML
erkannt haben. Leider ist diese Antwort bisher ausgeblieben und somit
der Diskusion der Boden entzogen worden.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 13:32:29
From: Herbert Penke <Penke1(a)gmx.de>

Hallo
Die Probleme liegen im Grunde ganz woanders.
1. Jeder Programmentwickler ist von anderen Vorraussetzungen ausgegangen
Beispiel A läßt nur ein Datum im exaten Datumsformat JJJJMMTT mit Zusätzen wie ca, vor um und soweiter zu. Der nächste Entwickler B sagt bei mir kann eine Datum geb zwischen 20.Mai 1635 und 11. Juni 1636 eingegeben werden. Ziel eines Austauschformates ist es in Gedcom oder XML eine Syntax zu schaffen, die einheitlich ist.
Wobei  A vermutlich ohne Datenverlust die Daten von B nicht lesen kann.
2. Mir hat ein Programmierer mal persönlich gesagt, er habe kein Interesse an einem perfekten Datenexport, da die Leute sonst zu anderen Programmen wechseln. 3. Das Staatsarchiv Detmold verlangt neuerdings für KB-Verkartung eine Ausgabe nach XML oder in Exell.
Gedcom wird strickt abgelehnt.
4. Das Problem bei XML ist das Gleiche wie bei Gedcom: Der Standart muß von unabhäniger Seite weiterentwickelt werden und die Programmieren müssen das auch unterstützen. Das wäre vielleicht eine Aufgabe unseres Vereines in Absprache mit anderen Vereinen im Ausland einen vernüftigen Standart zu schaffen. MfG Herbert Penke

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 14:26:28
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Herbert Penke wrote:

3. Das Staatsarchiv Detmold verlangt neuerdings für KB-Verkartung eine
Ausgabe nach XML oder in Exell.
Gedcom wird strickt abgelehnt.

Was deren Unwissenheit verdeutlicht.

4. Das Problem bei XML ist das Gleiche wie bei Gedcom: Der Standart muß von
unabhäniger Seite weiterentwickelt werden und die Programmieren müssen das
auch unterstützen. Das wäre vielleicht eine Aufgabe unseres Vereines in
Absprache mit anderen Vereinen im Ausland einen vernüftigen Standart zu
schaffen.

Richtig.
Leider hat bisher niemand das Heft in der Hand. Die LDS hatte es mal und
will es nicht mehr.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 14:35:45
From: Markus Bärlocher <markus.baerlocher(a)lau-net.de>

4. Das Problem bei XML ist das Gleiche wie bei Gedcom: Der Standart muß von unabhäniger Seite weiterentwickelt werden und die Programmieren müssen das auch unterstützen. Das wäre vielleicht eine Aufgabe unseres Vereines in Absprache mit anderen Vereinen im Ausland einen vernüftigen Standart zu schaffen.

Richtig.
Leider hat bisher niemand das Heft in der Hand. Die LDS hatte es mal und will es nicht mehr.

Vielleicht in Zusammenarbeit mit den Kollegen von PhpGedView ?

Gruss, Markus

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 15:01:42
From: Gerhard <ggsch1147(a)gmx.net>

 
Hallo Heinz

bitte lesen
http://www.boku.ac.at/htmleinf/heinwas.html#xhtml
http://www.virtualuniversity.ch/guides/webdesign/24.html

Würden Sie das Erstellen einer DTD (Dokumenttyp-Definition)
speziell für Datenaustausch im XML-Format übernehmen. Erst wenn 
ALLE Genealogieprogramme einen GEMEINSAMEN Standard verwenden
können, ist es sinnvoll über einen Wechsel von GEDCOM nach 
XML zu diskutieren.
Jeder einzelne Programmierer könnte wohl für sich und seine 
Software eine eigene DTD erstellen, dann können die damit 
erstellten Ausgaben (Datenexport) aber auch nur von dieser 
einen Software wieder importiert werden. 

OHNE STANDARD macht es überhaupt keinen Sinn an einen Wechsel 
nach XML zu denken.

ERGO: irgendjemand oder irgendwas müsste erst einen gemeinsamen
Standard definieren. Laden Sie sämtliche Programmierer von Genealogie-
Software (auch ausländische!!) zu einem gemeinsamen Arbeitskreis zwecks
Erstellung einer XML-Genealogie-DTD ein. Dies wäre doch eine bessere 
Aufgabe, als hier im Forum ständig Heißuft abzulassen ;o))

Nichts für Ungut und
mit freundlichen Grüßen
Gerhard (Schmidt-Wagner)




Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 15:21:25
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Markus Bärlocher wrote:

4. Das Problem bei XML ist das Gleiche wie bei Gedcom: Der Standart muß von
unabhäniger Seite weiterentwickelt werden und die Programmieren müssen das
auch unterstützen. Das wäre vielleicht eine Aufgabe unseres Vereines in
Absprache mit anderen Vereinen im Ausland einen vernüftigen Standart zu
schaffen.

Richtig.
Leider hat bisher niemand das Heft in der Hand. Die LDS hatte es mal und
will es nicht mehr.

Vielleicht in Zusammenarbeit mit den Kollegen von PhpGedView ?

Das Problem ist, es muss jemand sein, dem man eine entsprechende
Marktführung zutraut.
Sicher ist PhpGedView eines der am stärksten wachsenden Programme, das
hat aber den Nachteil, dass (ich zumindest) man hier zu wenig
Kontinuität erwartet.
Gerade ein Standardaustauschformat sollte sich nicht häufig
verändern und erweiterbar sein. Das gilt schon für Gedcom. Leider
hat der Weg Gedcom EL nicht bei all zu vielen Programmen Einzug
gehalten.

Wie sieht es bei PhpGedView mit Gedcom EL aus?

Die nächste Frage wäre, Gedcom erweitern oder etwas neues entwickeln?
Etwas neues wird sich nur dann durchsetzen, wenn alle es unterstützen.
Hier sehe ich das größte Problem. Einzig PAF hat als einzelnes
Programm eine solche Marktmacht, dass andere Programme dessen Formate
unterstützen.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 15:42:27
From: Markus Bärlocher <markus.baerlocher(a)lau-net.de>

Lieber Metti,

muss jemand sein, dem man eine entsprechende Marktführung zutraut.
Etwas neues wird sich nur dann durchsetzen, wenn alle es unterstützen.

ja, und das können nur "marktmächtige", oder ein sich gegenseitig autorisierendes Entwickler-Team mit "kumulativer Marktmacht", oder ein genialer Entwurf, der zum Selbstläufer wird.

Schönen Sonntag!
Markus



Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 15:42:41
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Gerhard wrote:

Jeder einzelne Programmierer könnte wohl für sich und seine
Software eine eigene DTD erstellen, dann können die damit
erstellten Ausgaben (Datenexport) aber auch nur von dieser
einen Software wieder importiert werden.

Ob er das verstanden hat?
Ich würde es ihm wünschen.

MfG, Metti.
PS: Ich hatte auch schon daran gedacht, mein eigenes Format als
gepacktes ZIP-Dokument in XML zu packen und ihm anzubieten ;-)

[Gen-Programme] Wilhelm Peiker, Todesnachricht

Date: 2006/11/05 16:56:47
From: Wilhelm Peiker <wilhelm.peiker(a)gmail.com>

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich sende Ihnen meine Mail nun nochmals unter Angabe des Links, von wo Sie die Todesanzeige herunterladen können und hoffe, dass diese Nachricht nicht zu groß ist!

Mit freundlichen Grüßen
Uschi Martin

Hier der Link mit der Todesanzeige:

http://murli.34sp.com/u/peiker_wilhelm.pdf



Ich bin die Tochter von Herrn Wilhelm Peiker und möchte Ihnen mitteilen, dass mein Vater am 25.10.2006 nach kurzer, aber schwerer Krankheit verstorben ist. Leider war er einige Wochen im Krankenhaus war und anschließend gab es auf Grund des raschen Fortschreitens der Erkrankung keine Möglichkeit mehr, mit ihm über die Personen zu sprechen, mit denen er in Verbindung war.
Ich ersuche Sie, alle über seinen Tod zu informieren.
Falls Sie irgendwelche Informationen brauchen, können Sie entweder weiterhin an diese Adresse schreiben oder sich direkt mit mir unter der unten angegebenen Adresse in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Uschi Martin

ursula.martin(a)teleweb.at

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 18:38:33
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Markus Bärlocher wrote:

ja, und das können nur "marktmächtige", oder ein sich gegenseitig
autorisierendes Entwickler-Team mit "kumulativer Marktmacht", oder ein
genialer Entwurf, der zum Selbstläufer wird.

Leider :-(

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 19:20:40
From: Karsten Rudorf <BRudorf(a)t-online.de>


Hallo GEDCOM und XML Diskutierer,

ich lese die Mails mit interesse und muß feststellen, das eigentlich
nichts dabei "rauskommt" und der Streit noch "Jahre" gehen kann.

Bei beiden Formen werden "Tags" (Bezeichnungsfelder für spezielle
Angaben) generiert. Je mehr an vordefinierten Feldern existiert, desto
besser ist ein Datenaustausch. Leider gibt es für XML keine einheitliche
Definition (für den Aufbau schon, aber nicht für die einzelnen
Datenfelder in der Genealogie!).

Als Beispiel:

Programm A hat 100 Eingabefelder für bestimmte Angaben
Programm B hat 70 Eingabefelder für die Angaben
Programm C hat 150 Eingabefelder

Um einen Austausch vorzunehmen müßten nun die maximale Anzahl
von Datenfelder genutzt werden. Also 150 vordefinierte Felder.

Nun wird aber mit Programm C eine Datei erstellt (GEDCOM oder XML
ist eigentlich egal). Was passiert? Programm A kann 100 Felder
übernehmen und 50 werden irgentwo in Textfeldern gespeichert oder
gehen verloren. Das Programm B nutzt nur 70 Felder und "verliert
80 Felder an Informationen". Das ist doch das eigentliche Problem !!!

Umgekehrt ist es besser Programm C hat die Möglichkeit alle Felder
der Programme A und B einzulesen. Aber nur wenn diese Standardisiert
sind. Nutzt ein Programm "selbstdefinierte Felder" kann Programm C
auch damit nichts anfangen.

Fazit: Egal welcher Datenaustausch genutzt wird, es wird IMMER einen
Datenverlust geben. Es sei denn, ALLE Programme haben die SELBE
Datenstruktur (also die selben Datenfelder). Aber das geht nur,
wenn es nur noch ein einziges AHNEN-PROGRAMM gibt.

So eine Idee von mir, die sich wohl kaum realisieren läßt:
Ein Internetserver mit einem Ahnenprogramm o. einer Datenbank, und alle
Ahnenforscher geben dort Ihre Daten ein. Weltweit. Dann gibt es keine
Probleme mehr mit dem ewigen hin und her Tranfer der Daten von einem zu
einem anderen Programm.

Übrigends kann das Programm RS-AHNEN auch XML-Dateien erstellen.
Es fehlt nur ein Programm, das diese Daten auch "verarbeiten" kann und
nicht nur die XML-Liste (wie jeder Internet-Browser das tut) anzeigt.
Resonanz auf die Funktion bisher NULL. Keine Anfrage "wozu das dient",
kein "Feedback" ob diese XML-Liste auch funktioniert usw.

Mit freundlichen Grüßen
Karsten Rudorf
Autor von "Ahnenforschung mit RS-AHNEN"


--------------------------------------------------------------------
Hobby-Ahnenforscher, Programmautor von "Ahnenforschung mit RS-AHNEN"
Vorkommende Familiennamen:
Rudorf,Rudrauf,Hesse,Stein,Hackenschmidt,Wunderlich,Hofmann,Künzel,
Tretrop,Schmidt,Kirchhoff,Lichtenfeld
Vorkommen in den Orten   :
Pabstleithen/Vogtl.,Wieden/Vogtl.,Triebel/Vogtl.,Regnitzlosau/Oberfr.,
Rehau/Oberfr.,Staßfurt,Oschersleben,Zeitz,Pömmelte
--------------------------------------------------------------------
Meine E-Mail      : KarstenRudorf(a)t-online.de
Homepage          : http://www.ahnenforschung-rudorf.de
oder              : http://www.rsahnen.info
E-Mail meiner Frau: BRudorf(a)t-online.de
--------------------------------------------------------------------



Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 19:43:53
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Karsten Rudorf wrote:

So eine Idee von mir, die sich wohl kaum realisieren läßt:
Ein Internetserver mit einem Ahnenprogramm o. einer Datenbank, und alle
Ahnenforscher geben dort Ihre Daten ein. Weltweit. Dann gibt es keine
Probleme mehr mit dem ewigen hin und her Tranfer der Daten von einem zu
einem anderen Programm.

Das Programm gibt es schon :-)

Übrigends kann das Programm RS-AHNEN auch XML-Dateien erstellen.
Es fehlt nur ein Programm, das diese Daten auch "verarbeiten" kann und
nicht nur die XML-Liste (wie jeder Internet-Browser das tut) anzeigt.
Resonanz auf die Funktion bisher NULL. Keine Anfrage "wozu das dient",
kein "Feedback" ob diese XML-Liste auch funktioniert usw.

Selbiges bei mir :-(

Mein Fazit:
XML braucht keiner, keiner hat einen Nutzen davon.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/05 21:37:47
From: Ulrich Kretschmer <U.Kretschmer(a)bergruf.de>

Am Sonntag 05. November 2006 14:58 schrieb Gerhard:
> Hallo Heinz
...wer ist Heinz?

> Würden Sie 
wer??
> das Erstellen einer DTD (Dokumenttyp-Definition) 
> speziell für Datenaustausch im XML-Format übernehmen. 

Mit verwirrten Grüßen	:-)
Ulrich Kretschmer

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/06 07:05:31
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Ulrich Kretschmer wrote:

Am Sonntag 05. November 2006 14:58 schrieb Gerhard:
Hallo Heinz
...wer ist Heinz?

Würden Sie
wer??

Heinz (Schlutow), im Absender steht Sanddorn.
Er hat die Diskusion losgetreten.

MfG, Metti.

[Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/06 07:12:29
From: Thomas Wiederkehr <thw39(a)net2000.ch>

Bitte was das mit Programmieren zu tun, 
ich habe die Lehrläufe in den letzten Tagen nicht gezählt. 
Mit freundlichen Grüssen und einer besseren Woche,
Thomas (Wiederkehr)
 
 
-------Originalmeldung------- 
 
Von: Stefan Mettenbrink 
Datum: 11/06/06 07:06:03 
An: Genealogie-Programme 
Betreff: Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML 
 
Ulrich Kretschmer wrote: 
 
> Am Sonntag 05. November 2006 14:58 schrieb Gerhard: 
>> Hallo Heinz 
> ...wer ist Heinz? 
> 
>> Würden Sie 
> wer?? 
 
Heinz (Schlutow), im Absender steht Sanddorn. 
Er hat die Diskusion losgetreten. 
 
MfG, Metti. 
_____________________________________________ 
An-, Abmelden bzw. persoenliche Einstellungen aendern 
http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/genealogie-programme

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/06 07:31:14
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Thomas Wiederkehr wrote:

Bitte was das mit Programmieren zu tun,

Er möchte, das die Programmierer XML für den Datenaustausch nutzen
(anstelle von Gedcom). Allerdings hat er weder den Vorteil erklären
können, noch eine Definition geliefert.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] genealogische Datenmodelle

Date: 2006/11/06 09:13:42
From: Jesper Zedlitz <jesper(a)zedlitz.de>

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Stefan Mettenbrink wrote:
> Wie ich schon vermutet habe erfordert das einen völlig andere Art von
> Programm als heute üblich.
>
Natürlich, da das Datenmodell ein komplett anderes ist. 

Die große Kunst ist es, die Komplexität des allgemeineren Datenmodells so 
geschickt zu verbergen, daß ein Anfänger immer noch seine Informationen über 
Omi Ilse eintippen kann, der fortgeschrittene Benutzer aber die Chance hat, 
sämtliche Möglichkeiten zu nutzen.

Jesper

- -- 
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
                  ICQ#     : 23890711
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.1 (GNU/Linux)

iD8DBQFFTu6jjSxW58yLxdgRApdNAJ90kWlqeCNAmcOjV23PLXpUCc9fgACglP0n
U6VOLp5uGvYysKKKIvBvuAY=
=bnLy
-----END PGP SIGNATURE-----

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/06 09:57:15
From: Gerd Schmerse <gerd(a)schmerse.de>

Moin Thomas Wiederkehr,

zur Mail vom Mon, 6 Nov 2006 07:12:13 +0100 (WesteuropXische Normalzeit):

>Bitte was das mit Programmieren zu tun, 

Was das Satz?

>ich habe die Lehrläufe in den letzten Tagen nicht gezählt. 

Auch keine Oberlehrer-Läufe?

>Mit freundlichen Grüssen und einer besseren Woche,
>Thomas (Wiederkehr)
>-------Originalmeldung------- 
>Von: Stefan Mettenbrink 
>Datum: 11/06/06 07:06:03 
>An: Genealogie-Programme 
>Betreff: Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML 
>Ulrich Kretschmer wrote: 

Und TOFU will auch keiner mehr sehen.


Gerd (Schmerse)
-- 
'What? In riddles?' said Gandalf.'No! For I was talking
aloud to myself. A habit of the old: they choose the 
wisest person present to speak to; the long explanations 
needed by the young are wearying.' [R. R'. Tolkien]

Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/06 11:25:12
From: Herbert Penke <Penke1(a)gmx.de>

Hallo
ich habe mir Gestern und Heute einige XML-Ausgaben verschiedener Programme angesehen.
Das was dort teilweise als GEDCOM-XML-Export produziert wird, ist für einen Datenimport nicht zu gebrauchen. Hier ist noch viel Arbeit in einen gemeinsamen Standart für den Datenaustausch zu investieren.
Ich kann mir nicht vorstellen das die Mormonen hier eine Vorreiterrolle für Programmfunktionen und Datenfelder übernehmen, die Ihr Programm nicht untersützt
Wofür der XML-Export sonst noch brauchbar ist, ist mir im Moment nicht klar.
Herbert Penke

-- 
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Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML

Date: 2006/11/06 11:34:17
From: Claudia <Claudia(a)j-t.de>

Hallo Gerd Schmerse,

-- das war absolut überflüssig!

Sie haben wohl einfach zu viel Freizeit, in der Sie soches "Oberlehergeschwätz" hier zum Besten zu geben.

Claudia Janßen-Timmen


Gerd Schmerse schrieb:

Moin Thomas Wiederkehr,

zur Mail vom Mon, 6 Nov 2006 07:12:13 +0100 (WesteuropXische Normalzeit):

Bitte was das mit Programmieren zu tun,

Was das Satz?

ich habe die Lehrläufe in den letzten Tagen nicht gezählt.

Auch keine Oberlehrer-Läufe?

Mit freundlichen Grüssen und einer besseren Woche,
Thomas (Wiederkehr)
-------Originalmeldung------- Von: Stefan Mettenbrink Datum: 11/06/06 07:06:03 An: Genealogie-Programme Betreff: Re: [Gen-Programme] nochmal: GEDCOM und XML Ulrich Kretschmer wrote:

Und TOFU will auch keiner mehr sehen.


Gerd (Schmerse)

[Gen-Programme] Erinnerung FSB + FTM Treffen in Ne umünster

Date: 2006/11/08 14:46:42
From: vothie <vothie(a)t-online.de>

Erinnerung-18.11.06 -Erinnerung-18.11.06 -Erinnerung-18.11.06 -Erinnerung 

Moin alle Familienstammbaum 1.0, 7.5, 2005 und Family Tree Maker 2006 Familienforscher in Schleswig-Holstein, Hamburg und Rundum 
02.09.06, war gut besucht, um ca. 14,30 war schluss.. 
30.09.06 und 
weiter am 

18.11.06 

Da jetzt Familienstammbaum 2006 erhältlich ist, wird es bestimmt einen breiten Raum bei unserem Gedankenaustausch einnehmen. 
Ich habe folgende Schwerpunkte vorgesehen: 
Schwerpunkt 02.9.06; Wie gebe ich meine Daten ein, um in der 
Dokumentation das Schriftbild so zu erhalten wie ich es wünsche. 
Schwerpunkt 30.9.06; Wie fertige ich Einzelteile,(Vorfahrentexte, [mit bsw ohne Kekulé] Nachfahrentext, Bilder und Grafiken) und füge sie zu einem fertigen Buch zusammen. 
Schwerpunkt 18.11.06; Lösung von Fragen, die sich aus unseren Treffen und der Arbeit zwischenzeitlich ergeben haben. 
Ein großes Problem ist, wie sichere ich meine Genealogischen Daten, dass Nachkommen in 50 oder 100 Jahren noch damit arbeiten können. 
Wo kann ich was und in welcher Form zu welchen Preisen binden lassen. 

Unser Treffen findet wie 2005 in 
NMS, Schleswiger Str. 3 im Seniorentreff/Kindergarten 
wie immer um 9.30 h bis max. 16.00 h 
Also meldet Euch bei mir. 

Viele Grüße 
Volkert (Thiessen) 
Westerstrasse 25 
25557 Hanerau-Hademarschen 
Tel: 04872 3212 
Fax: 04872 942424 
E-mail: vothie(a)t-online.de 


[Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 12:29:10
From: Jesper Zedlitz <jesper(a)zedlitz.de>

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Nachdem neulich die Diskussion um ein xml-Austauschformat sich eher auf das 
Datenmodell verlagerte, möchte ich nun doch nochmal einen Thread zum Thema 
xml starten.

Hier sind ganz neutral die Vorteile aufgeführt, die ein xml-Austauschformat 
mit sich bringen würde:

== Zeichensatzprobleme ==
Lösungen für "nicht ASCII Zeichen" existieren bei der xml und sind ausgiebig 
erprobt. Besonders elegant kommt man mit erweiterten Zeichen klar, wenn man 
sie als numeric character references (&#1234;) schreibt, dann kommen sie in 
jedem Fall richtig an.

== Validierung ==
xml Dokumente lassen sich automatisch prüfen. Man kann eindeutig sagen, ob 
eine Datei gültig ist oder nicht. Ein weiches "Vielleicht" wie bei Gedcom 
gibt es nicht. Es gibt zwar auch eine Grammatik für Gedcom, nur liegt die 
nicht in einem üblichen Format vor, und man müßte sich erst einen eigenen 
Validator schreiben. Außerdem wird bei Gedcom Struktur und Inhalt vermischt, 
diese Vorgaben sind in der existierenden Grammatik nicht abgebildet.

== Erweiterungen ==
xml Dokumente lassen sich leicht mit Elementen aus anderen Namensräumen 
erweitern. Man könnte z.B. genealogische Informationen mit bestehenden 
Techniken digital signieren. Es erhöht den "Wert" einer Information enorm, 
wenn die Herkunft zweifelsfrei sichersteht und der Forscher als sorgfältig 
bekannt ist.

== Speicherung ==
Viele Datenbanken bieten die Möglichkeit an, xml-Dokumente direkt 
abzuspeichern und darin zu Suchen. Es ist also nicht einfach nur ein Text, 
sondern man kann gezielt (und schnell) auf einzelne Informationen zugreifen.

== Verarbeitung ==
Für die Verarbeitung von xml-Dokumenten gibt es sehr gute Software. Je nach 
Einsatzzweck können das sehr einfache Pullparser sein, so daß man "dicht an 
den Daten" ist oder Frameworks, die ganze Dokumente in Objekte der 
Programmiersprache übersetzen, so daß man mit den xml-Dokumenten selbst gar 
nichts zu tun hat.

Gruß
Jesper

- -- 
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
                  ICQ#     : 23890711
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.1 (GNU/Linux)

iD8DBQFFaXUejSxW58yLxdgRAg3OAKDTpDYLF8PvHuf7mS1RMp9Vzm4iSwCg8N0G
EQQ5/x1W93hNBWjSmo4S0Yg=
=54h8
-----END PGP SIGNATURE-----

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 13:15:48
From: Gerd Schmerse <gerd(a)schmerse.de>

Moin Jesper Zedlitz,

zur Mail vom Sun, 26 Nov 2006 12:06:06 +0100:

>Hier sind ganz neutral die Vorteile aufgeführt, die ein xml-Austauschformat 
>mit sich bringen würde:

Die Auflistung ist ganz sicherlich völlig korrekt, und ebenso ist es
sicherlich wissenschaftlich korrekt, dies als bessere Methode vorzuschlagen
oder zu fordern. Was dagegen spricht, dürfte die Macht des Marktes sein...
Ich sehe hier einen ähnlichen Widerspruch wie zwischen "guter" Software und
Microsoft (ohne hier einen Nebenkriegsschauplatz eröffnen zu wollen) - man
kann sich zwar persönlich bemühen, daran vorbeizukommen, aber an der
Tatsache des de-facto-Standards ändert dies nichts. Kaum ein Autor wird ein
zusätzliches Austauschformat implementieren, wenn es mit Gedcom doch auch
geht (vergiß nicht: "Wir haben uns immer irgendwie durchgewurschtelt" ist
entgegen allen großartigen Qualitätsstatements immer noch das Grundprinzip
dieser Gesellschaft) und er seine (immer) knappe Zeit in (immer) notwendige
andere Verbesserungen des Programms stecken kann. Und auch das große neue
PAF 6 (Arbeitstitel, ich weiß nicht ob es wirklich so heißen wird), das
eine globale Datenbank mit online-Eingabe vorsieht (und sogar teilweise
Deinem weitergehenden Datenmodell folgt, Stichwort "dispute"), wird
weiterhin einen Gedcom-Upload unterstützen.


Gruß
Gerd (Schmerse)
Moderator Neumark-L/Leiter FST Neumark
-- 
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Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 13:33:10
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Jesper Zedlitz wrote:

== Zeichensatzprobleme =Lösungen für "nicht ASCII Zeichen" existieren bei der xml und sind ausgiebig
erprobt.

Das gilt ebenso für Unicode in Gedcom. Wenn manche Programme damit
Probleme haben, liegt das nicht am Datenformat.

== Validierung =xml Dokumente lassen sich automatisch prüfen. Man kann eindeutig sagen, ob
eine Datei gültig ist oder nicht. Ein weiches "Vielleicht" wie bei Gedcom
gibt es nicht. Es gibt zwar auch eine Grammatik für Gedcom, nur liegt die
nicht in einem üblichen Format vor, und man müßte sich erst einen eigenen
Validator schreiben. Außerdem wird bei Gedcom Struktur und Inhalt vermischt,
diese Vorgaben sind in der existierenden Grammatik nicht abgebildet.

Den Vorteil kann ich auch erkennen. Betrifft allerdings nur die
Struktur. Wenn jemand in Gedcom als CHAR ANSI angibt ist das erkennbar
falsch, es stört nur niemanden. Das könnte auch in XML passieren.

== Erweiterungen =xml Dokumente lassen sich leicht mit Elementen aus anderen Namensräumen
erweitern. Man könnte z.B. genealogische Informationen mit bestehenden
Techniken digital signieren. Es erhöht den "Wert" einer Information enorm,
wenn die Herkunft zweifelsfrei sichersteht und der Forscher als sorgfältig
bekannt ist.

Erweiterungen sind auch in Gedcom möglich.
Für beide gilt; es fehlt eine anerkannte Definition.

== Speicherung =Viele Datenbanken bieten die Möglichkeit an, xml-Dokumente direkt
abzuspeichern und darin zu Suchen. Es ist also nicht einfach nur ein Text,
sondern man kann gezielt (und schnell) auf einzelne Informationen zugreifen.

Dazu kann ich mangels Wissen nichts sagen. Ob das ein wirklicher Vorteil
ist, wage ich anzuzweifeln.

== Verarbeitung =Für die Verarbeitung von xml-Dokumenten gibt es sehr gute Software. Je nach
Einsatzzweck können das sehr einfache Pullparser sein, so daß man "dicht an
den Daten" ist oder Frameworks, die ganze Dokumente in Objekte der
Programmiersprache übersetzen, so daß man mit den xml-Dokumenten selbst gar
nichts zu tun hat.

Hat mit Genealogie nichts zu tun.
Gedcomdateien sind Textdateien. Dafür gibt es auch reichlich
Programme. Sie sind aber im Regelfall nur wenig geeignet zu Bearbeitung
der enthaltenen Daten. Das erwarte ich auch von den meisten Programmen,
die "XML verstehen".

*Mein* Fazit:
Kein Vorteil gegenüber Gedcom.
Größter Nachteil: Keine anerkannte Definition vorhanden.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 17:33:27
From: Herbert Penke <Penke1(a)gmx.de>

Hallo
ich bin der Meinung das hier ein guter Vorschlag von Jesper gemacht wurde.
Es ist schade dass er gleich wieder zerredet wird.
Irgendwie erinnert mich das mal wieder an das Gutachten eines Professors über die ersten Glühlampe, mit den Tenor "die Glühlampe hat keine Zukunft"
Ich weis nicht welche Kontakte zu Ausländischen Vereinen bestehen?
Unser Verein sollte mal Vorreiter sein und einen gemeinsamen europäischen Vorschlag machen und nicht nur auf die Mormonen warten.
MfG Herbert Penke


Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 17:42:20
From: Ekkehart v. Renesse <ekkehart(a)vrenesse.de>

Hallo,

in unserer Runde waren wir noch nicht einmal in der Lage, uns auf einen simplen Gedcom-Tag für den Status der Partnerschaft (verheiratet/nicht verheiratet) zu einigen. Wie sollen wir da Vorreiter für eine europäische Bewegung werden? Ich glaube nicht, dass wir das können.

Ekkehart v. Renesse


-----Ursprüngliche Nachricht----- Von: "Herbert Penke" <Penke1(a)gmx.de>
An: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Gesendet: Sonntag, 26. November 2006 17:33
Betreff: Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats


Hallo
ich bin der Meinung das hier ein guter Vorschlag von Jesper gemacht wurde.
Es ist schade dass er gleich wieder zerredet wird.
Irgendwie erinnert mich das mal wieder an das Gutachten eines Professors
über die ersten Glühlampe, mit den Tenor "die Glühlampe hat keine Zukunft"
Ich weis nicht welche Kontakte zu Ausländischen Vereinen bestehen?
Unser Verein sollte mal Vorreiter sein und einen gemeinsamen europäischen
Vorschlag machen und nicht nur auf die Mormonen warten.
MfG Herbert Penke



Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 18:09:40
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Ekkehart v. Renesse wrote:

in unserer Runde waren wir noch nicht einmal in der Lage, uns auf einen
simplen Gedcom-Tag für den Status der Partnerschaft (verheiratet/nicht
verheiratet) zu einigen. Wie sollen wir da Vorreiter für eine europäische
Bewegung werden? Ich glaube nicht, dass wir das können.

Schade eigentlich :-(

Meiner Meinung nach wäre es das Beste, jemand macht sich wirklich
Gedanken und erstellt eine Dokumentation für eine
GedcomXML-Definition. Diese kann dann diskutiert werden und ggf.
verbessert/geändert werden. Wichtig ist, die Dokumentation muss offen
zugänglich und festgeschrieben sein.

Egal, ob alle der Meinung sind, dass alles gelungen ist, wenn diese
Dokumentation als "gültige Definition" festgelegt wird (egal von wem,
wage ich zu behaupten) wird man das auch nutzen. Es muss nur einer
machen.
Geschickt wäre es, wenn es nicht ein Programmanbieter sondern eine
Institution oder ein Verein macht.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 18:12:33
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Herbert Penke wrote:

Unser Verein sollte mal Vorreiter sein und einen gemeinsamen europäischen
Vorschlag machen und nicht nur auf die Mormonen warten.

Wär ich dafür!

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 18:31:27
From: Gisbert Berwe <Berwe(a)Genpluswin.de>

Hallo zusammen,
zweifellos ist das ein guter Vorschlag.

Leider geht er am Problem Datenaustausch völlig vorbei.

Das Problem ist ja nicht Gedcom, sondern zum einen fehlende Felder ("was ich
nicht verarbeiten kann lese ich auch nicht ein"), zum anderen
unterschiedliche Auslegung eines zugegebenermaßen schwammigen Standards.

Da hilft es nichts, ein anderes Format zu nehmen.

Wenn schon unbedingt XML, dann soll doch Jesper hergehen und einen Entwurf
machen. Den können dann die deutschen Programmautoren begutachten und
erweitern. Dann verpflichten sich eine ausreichende Anzahl Programmautoren,
bis zu einem bestimmten Zeitpunkt für ihr Programm einen XML Im- und Export
zu machen.

Fällig werdende Erweiterungen können bekannt gegeben werden (von den
Autoren) und Teil des Standards werden.

Damit ist der Standard ohne große Bürokratie flexibel.

Unter diesen Umständen wäre ich dabei. Ansonsten halte ich diese ganze
Diskusion für überflüssig..

Viele Grüsse

Gisbert (Berwe)
----- Original Message -----
From: "Herbert Penke" <Penke1(a)gmx.de>
To: "Genealogie-Programme" <genealogie-programme(a)genealogy.net>
Sent: Sunday, November 26, 2006 5:33 PM
Subject: Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats


Hallo
ich bin der Meinung das hier ein guter Vorschlag von Jesper gemacht wurde.
Es ist schade dass er gleich wieder zerredet wird.
Irgendwie erinnert mich das mal wieder an das Gutachten eines Professors
über die ersten Glühlampe, mit den Tenor "die Glühlampe hat keine Zukunft"
Ich weis nicht welche Kontakte zu Ausländischen Vereinen bestehen?
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Vorschlag machen und nicht nur auf die Mormonen warten.
MfG Herbert Penke

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Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 19:29:37
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Gisbert Berwe wrote:

Unter diesen Umständen wäre ich dabei. Ansonsten halte ich diese ganze
Diskusion für überflüssig..

Dem könnte ich mich anschließen.

Da Jesper sich mit XML ja recht gut aus zu kennen scheint und für eine
andere Art Implementierung wirbt, würde auch ich ihn bitten den Anfang
zu machen.

Da wir hier ein deutsches Forum sind und es um deutsche Programme geht,
würde ich eine deutsche Definition faforisieren.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 19:31:13
From: Karsten Rudorf <BRudorf(a)t-online.de>


Hallo XML - Freaks,

XML ist eine Erweiterung von HTML, mit dem Zusatz, das
man Daten in Form einer Datenbank (mit vorher definierten Datenfeldern!)
ablegen kann. Der "Knackpunkt" ist die DATENSTRUCKTUR !!!!!.

Jedes Ahnenprogramm hat verschiedene Eingabefelder bzw. eine
UNTERSCHIEDLICHE Anzahl von Datenfeldern. Dadurch ist immer noch
nicht ein 100%iger Austausch möglich.

Man kann nun ein XML-Datenformat definieren, das alle Felder ALLER
Ahnenprogramme beinhaltet. Dann muß natürlich jeder Programmautor
sein Programm so "umrüsten" , das GENAU diese Datenfelder vorhanden
sind. Das würde heißen 20 oder 30 Programmautoren "basteln" jeweils
Ihr eigenes Programm mit ein und der selben Datenstrucktur.

Dann kann sich auch eine Firma hinsetzen und ein völlig neues
Programm erstellen, das dann auch wirklich alle Ahnenforscher nutzen,
und wenn es auch 1.000 Euro kostet.

Es ist nun mal so, das der Anwender entscheidet, wieviel Ihm das
Hobby wert ist. Der eine will am besten eins, das gar nichts kostet
(dafür natürlich seine Einschränkungen hat), der andere kauft sich
eins für 100,- Euro und das ist nur in englisch.
Überhaupt wird immer wieder auf die Programme auf Übersee verwiesen,
und man müßte sich doch nach denen richten. Warum ?

XML braucht auch einen Browser (müßte also auch in jedem Programm
integriert werden). Ich glaube kaum, das sich ein Ahnenforscher
zusätzlich noch eine gutes XML-Fähiges Programm kauft, wobei hier
immer noch kein "Datenaustausch" zu seinem eigenen Programm möglich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Karsten Rudorf
Autor von "Ahnenforschung mit RS-AHNEN"

Jesper Zedlitz schrieb:

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Nachdem neulich die Diskussion um ein xml-Austauschformat sich eher auf das Datenmodell verlagerte, möchte ich nun doch nochmal einen Thread zum Thema xml starten.

Hier sind ganz neutral die Vorteile aufgeführt, die ein xml-Austauschformat mit sich bringen würde:

== Zeichensatzprobleme ==
Lösungen für "nicht ASCII Zeichen" existieren bei der xml und sind ausgiebig erprobt. Besonders elegant kommt man mit erweiterten Zeichen klar, wenn man sie als numeric character references (&#1234;) schreibt, dann kommen sie in jedem Fall richtig an.

== Validierung ==
xml Dokumente lassen sich automatisch prüfen. Man kann eindeutig sagen, ob eine Datei gültig ist oder nicht. Ein weiches "Vielleicht" wie bei Gedcom gibt es nicht. Es gibt zwar auch eine Grammatik für Gedcom, nur liegt die nicht in einem üblichen Format vor, und man müßte sich erst einen eigenen Validator schreiben. Außerdem wird bei Gedcom Struktur und Inhalt vermischt, diese Vorgaben sind in der existierenden Grammatik nicht abgebildet.

== Erweiterungen ==
xml Dokumente lassen sich leicht mit Elementen aus anderen Namensräumen erweitern. Man könnte z.B. genealogische Informationen mit bestehenden Techniken digital signieren. Es erhöht den "Wert" einer Information enorm, wenn die Herkunft zweifelsfrei sichersteht und der Forscher als sorgfältig bekannt ist.

== Speicherung ==
Viele Datenbanken bieten die Möglichkeit an, xml-Dokumente direkt abzuspeichern und darin zu Suchen. Es ist also nicht einfach nur ein Text, sondern man kann gezielt (und schnell) auf einzelne Informationen zugreifen.

== Verarbeitung ==
Für die Verarbeitung von xml-Dokumenten gibt es sehr gute Software. Je nach Einsatzzweck können das sehr einfache Pullparser sein, so daß man "dicht an den Daten" ist oder Frameworks, die ganze Dokumente in Objekte der Programmiersprache übersetzen, so daß man mit den xml-Dokumenten selbst gar nichts zu tun hat.

Gruß
Jesper

- -- Jesper Zedlitz E-Mail : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
                  ICQ#     : 23890711
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.1 (GNU/Linux)

iD8DBQFFaXUejSxW58yLxdgRAg3OAKDTpDYLF8PvHuf7mS1RMp9Vzm4iSwCg8N0G
EQQ5/x1W93hNBWjSmo4S0Yg=
=54h8
-----END PGP SIGNATURE-----
_____________________________________________
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http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/genealogie-programme



--
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Hobby-Ahnenforscher, Programmautor von "Ahnenforschung mit RS-AHNEN"
Vorkommende Familiennamen:
Rudorf,Rudrauf,Hesse,Stein,Hackenschmidt,Wunderlich,Hofmann,Künzel,
Tretrop,Schmidt,Kirchhoff,Lichtenfeld
Vorkommen in den Orten   :
Pabstleithen/Vogtl.,Wieden/Vogtl.,Triebel/Vogtl.,Regnitzlosau/Oberfr.,
Rehau/Oberfr.,Staßfurt,Oschersleben,Zeitz,Pömmelte
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Meine E-Mail      : KarstenRudorf(a)t-online.de
Homepage          : http://www.ahnenforschung-rudorf.de
oder              : http://www.rsahnen.info
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Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 20:09:22
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Karsten Rudorf wrote:

XML ist eine Erweiterung von HTML, mit dem Zusatz, das
man Daten in Form einer Datenbank (mit vorher definierten Datenfeldern!)
ablegen kann. Der "Knackpunkt" ist die DATENSTRUCKTUR !!!!!.

Deine Ausführungen sind richtig.
Es geht aber nicht vorrangig um einen universellen, überall
funktionierenden Datenaustausch (so gern ich ihn hätte, auch ich sehe
das als utopisch). Es geht darum, dass Gedcom 5.5 nicht alles bietet,
was wünschenswert ist und die LDS kein Interesse an der
Weiterentwicklung hat. Also wäre es naheliegend, ein Austauschformat
zu definieren, dass die Unzulänglichkeiten von Gedcom nicht hat. Hier
ist XML sicher ein guter Ansatz. Es fehlt aber die Definition der
Struktur.

Gern würde ich auch einfach bei Gedcom bleiben und den Standard nur
erweitern. So wie es mit Gedcom EL ja schon gemacht wird. Leider ist die
Akzeptanz nicht sehr hoch. Gedcom selbst ist ja auch in der Hand der LDS
und somit haben wir nicht wirklich die Möglichkeit einen neuen
Gedcomstandard zu definieren. Bleibt also nur der Ausweg einer eigenen,
offenen zugänglichen Definition.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 20:33:22
From: Karsten Rudorf <BRudorf(a)t-online.de>



Stefan Mettenbrink schrieb:
Gisbert Berwe wrote:
Unter diesen Umständen wäre ich dabei. Ansonsten halte ich diese ganze
Diskusion für überflüssig..

Wenn eine entsprechende Dateidefination erstellt wird, auch der
Quellcode zum einlesen und schreiben, habe ich kein Problem hier
mit zumachen.

Da Jesper sich mit XML ja recht gut aus zu kennen scheint und für eine andere Art Implementierung wirbt, würde auch ich ihn bitten den Anfang zu machen.

Einer muß ja, am besten auch einen Tip dazu, wo welche Daten abgelegt
werden müssen, wenn das Programm die Felder nicht hat.
In ein Textfeld ? Wohin dann beim erneuten erstellen einer XML-Datei ?
(Ursprungsfeld ist ja dann nicht mehr bekannt!)

Da wir hier ein deutsches Forum sind und es um deutsche Programme geht, würde ich eine deutsche Definition faforisieren.

Bin ich auch dafür ! Verwenden wir doch einfach eindeutige DEUTSCHE
TAG's oder Definationsfelder ! (Äh..., was machen wir dann mit den
Nutzer von englichsprachiger Software ?)

Mit freundlichen Grüßen
Karsten Rudorf


--------------------------------------------------------------------
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oder              : http://www.rsahnen.info
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Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 20:53:33
From: Karsten Rudorf <BRudorf(a)t-online.de>

	


Gern würde ich auch einfach bei Gedcom bleiben und den Standard nur erweitern. So wie es mit Gedcom EL ja schon gemacht wird. Leider ist die Akzeptanz nicht sehr hoch. Gedcom selbst ist ja auch in der Hand der LDS und somit haben wir nicht wirklich die Möglichkeit einen neuen Gedcomstandard zu definieren. Bleibt also nur der Ausweg einer eigenen, offenen zugänglichen Definition.

MfG, Metti.


Ja, GEDCOM ist der Standart der Mormonen, größtenteils auf die
deutschen Anwender orientierten Programme nicht immer zutreffend.
Siehe hier nur die "Patenverwaltung". Oder die Schweizer mit ihren
"Bürgerorten" usw. Eine Erweiterung in EL hat auch nicht viel gebracht.

Mit freundlichen Grüßen
Karsten Rudorf

--------------------------------------------------------------------
Hobby-Ahnenforscher, Programmautor von "Ahnenforschung mit RS-AHNEN"
Vorkommende Familiennamen:
Rudorf,Rudrauf,Hesse,Stein,Hackenschmidt,Wunderlich,Hofmann,Künzel,
Tretrop,Schmidt,Kirchhoff,Lichtenfeld
Vorkommen in den Orten   :
Pabstleithen/Vogtl.,Wieden/Vogtl.,Triebel/Vogtl.,Regnitzlosau/Oberfr.,
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Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 21:27:49
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Karsten Rudorf wrote:

Wenn eine entsprechende Dateidefination erstellt wird, auch der
Quellcode zum einlesen und schreiben, habe ich kein Problem hier
mit zumachen.

Quelltexte kannst Du wohl vergessen. Oder hilft Dir REALBasic?
Ich bin schon mit einer ordentlichen Definition zurfieden.

Einer muß ja, am besten auch einen Tip dazu, wo welche Daten abgelegt
werden müssen, wenn das Programm die Felder nicht hat.
In ein Textfeld ? Wohin dann beim erneuten erstellen einer XML-Datei ?
(Ursprungsfeld ist ja dann nicht mehr bekannt!)

Das ist das Problem. Dafür wird es wohl keine Lösung geben.

Man könnte allenfalls programmintern die Original-xml-Datei
zwischenspeichern und bei einem Export die veränderten und
hinzugekommenen Daten in die xml-Datei einfügen ohne die unbekannten
Informationen einer Person anzutasten. Ob und wie weit das machbar ist,
kann ich noch nicht beurteilen.

Bin ich auch dafür ! Verwenden wir doch einfach eindeutige DEUTSCHE
TAG's oder Definationsfelder ! (Äh..., was machen wir dann mit den
Nutzer von englichsprachiger Software ?)

Denen stellen wir selbstverständlich unsere Dokumentation zur
Verfügung. So macht es die LDS doch auch. Wer es nutzen möchte, darf
es gern, übersetzen muss er selbst. Geht mir doch nicht anders.
Ich habe nichts gegen englische Tags, aber für mich ist eine deutsche
Definition leichter verständlich.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 21:27:51
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Karsten Rudorf wrote:

Ja, GEDCOM ist der Standart der Mormonen, größtenteils auf die
deutschen Anwender orientierten Programme nicht immer zutreffend.
Siehe hier nur die "Patenverwaltung". Oder die Schweizer mit ihren
"Bürgerorten" usw. Eine Erweiterung in EL hat auch nicht viel gebracht.

Das meinte ich. Darum wäre es auch sinnvoll, etwas komplett neues auf
die Beine zu stellen, das diesese Probleme nicht hat.

Es fängt bei Gecom ja schon mit der Zeichenkodierung an. Da sind die
europäischen Sprachen nur mit Unicode sinnvoll nutzbar.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 22:13:32
From: Karsten Rudorf <BRudorf(a)t-online.de>



Stefan Mettenbrink schrieb:
Karsten Rudorf wrote:
Ja, GEDCOM ist der Standart der Mormonen, größtenteils auf die
deutschen Anwender orientierten Programme nicht immer zutreffend.
Siehe hier nur die "Patenverwaltung". Oder die Schweizer mit ihren
"Bürgerorten" usw. Eine Erweiterung in EL hat auch nicht viel gebracht.

Das meinte ich. Darum wäre es auch sinnvoll, etwas komplett neues auf die Beine zu stellen, das diesese Probleme nicht hat.

Es fängt bei Gecom ja schon mit der Zeichenkodierung an. Da sind die europäischen Sprachen nur mit Unicode sinnvoll nutzbar.

Das hängt sicherlich auch damit zusammen, welcher Tastaturteiber
in "Windows" installiert ist. Früher habe ich gerne
den deutschen Tastaturtreiber und den englischen Zeichensatz
installiert. Heute unter Windows beides nur deutsch. Daher diese
UNICODE u. ASCCI u. ANSI Unterscheidung. Das liegt aber im
ermessen des "Windowsanwenders".
Demnach müßte also der Zeichensatztreiber berücksichtigt werden,
der gerade installiert ist. Aber hier gibt es den DOS und den
Windows Treiber. Welcher soll verwendet werden ? Wie soll die
Abfrage geschehen, welcher auf dem jeweiligen PC installiert ist ?
Dem Anwender überlassen ? Nein, der hat manchmal ja schon bei der
Eingabe im Ahnenprogramm Probleme. Also auch kein außer acht
zu lassendes Problem (daher gibt es ja die vielen Schwierigkeiten
bei den Umlauten in den GEDCOM-Dateien!).

MfG Karsten Rudorf

--------------------------------------------------------------------
Hobby-Ahnenforscher, Programmautor von "Ahnenforschung mit RS-AHNEN"
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Homepage          : http://www.ahnenforschung-rudorf.de
oder              : http://www.rsahnen.info
E-Mail meiner Frau: BRudorf(a)t-online.de
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Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/26 22:35:52
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Karsten Rudorf wrote:

Es fängt bei Gecom ja schon mit der Zeichenkodierung an. Da sind die
europäischen Sprachen nur mit Unicode sinnvoll nutzbar.

Das hängt sicherlich auch damit zusammen, welcher Tastaturteiber
in "Windows" installiert ist.

Nein!
Das hängt davon ab, welches Betriebsysytem man nutzt, welches Programm
man nutzt und was das Progamm kann.

Auch unter Windows gibt es Programme, die den vollen Zeichenumfang von
Unicode unterstützen. Wie sich die Eingabe gestaltet hängt wiederum
vom Betriebssystem und dem Programm ab. Da spielt dann möglicherweise
die Tastatureinstellung/Landeseinstellung mit rein.

Früher habe ich gerne
den deutschen Tastaturtreiber und den englischen Zeichensatz
installiert. Heute unter Windows beides nur deutsch. Daher diese
UNICODE u. ASCCI u. ANSI Unterscheidung

ANSI gibt es in Gedcom nicht.

Das liegt aber im ermessen des "Windowsanwenders".

Nein. (s.o.)
Aus den folgenden Fragen entnehme ich, dass Du Dich noch nicht genauer
mit der Zeichencodierung befasst hast und von festen Vorgaben ausgehst.
Das solltest Du vermeiden.
Du kannst davon ausgehen, dass es in Europa viele verschiene Sprachen
gibt und viele Anwender mit tschechischen, polnischen, russischen,
frazösischen, deutschen und vielen anderen Sonderzeichen arbeiten
müssen, weil sie die entsprechenden Namen in ihrer Forschung finden.
Sich hier auf etwas anders als Unicode/UTF-8 zu verlassen wäre sehr
kurzsichtig.

Was das für den Anwender bedeutet, hängt vom Betriebssystem ab. Ich
denke, DOS scheidet aus (oder unterstützt DOS Unicode?). Generell ist
es bei einem aktuellen Betriebssystem aber kein Problem.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/27 00:39:39
From: Ulrich Kretschmer <U.Kretschmer(a)bergruf.de>

Hallo,
einige Anmerkungen eines nichtahnenprogrammierenden, von XML wenig Ahnung 
habenden Anwenders: 

Ein sehr lobenswerter Vorschlag, nicht nur zum x-ten Mal über die Begrenzungen 
von Gedcom zu lamentieren, sondern das Problem konkret anzupacken und etwas 
(hoffentlich) Besseres/Leistungsfähigeres auf die Beine zu stellen.

> Wenn schon unbedingt XML, dann soll doch Jesper hergehen und einen Entwurf
> machen. 
Der Vorschlag ist ungemein naheliegend, aber: greift er nicht ein bißchen zu 
kurz? Möglicherweise schüttelt Jesper sich, obwohl Informatiker, nicht mal so 
eben auf die Schnelle einen Entwurf aus dem Ärmel. 
Wie so oft im Leben und auch in der EDV, gibt es vermutlich mehrere Wege, das 
Ziel zu erreichen. Also muß man sich erst mal über die genauen (Detail-)Ziele 
und mögliche Wege dorthin (und deren jeweilige Vor- und Nachteile) klar 
werden. Auf dieser Basis kann wohl ein fundierterer Vorschlag erstellt 
werden.

Mein Vorschlag: Es sollen sich einige Interessierte als kleines 
Arbeitskränzchen zusammentun; weitere Diskussion evtl. auf einer gesonderten, 
neu einzurichtenden Mailingliste (da dieses Thema die einen oder anderen 
Nur-Anwender auf dieser Liste möglicherweise überfordert bzw. schlicht und 
einfach nicht interessiert).

> Den können dann die deutschen Programmautoren begutachten und 
> erweitern. 
(...)
>>> Da wir hier ein deutsches Forum sind und es um deutsche Programme geht,
>>> würde ich eine deutsche Definition favorisieren.

>> Bin ich auch dafür ! Verwenden wir doch einfach eindeutige DEUTSCHE
>> TAG's oder Definationsfelder ! (Äh..., was machen wir dann mit den
>> Nutzer von englichsprachiger Software ?)

>Denen stellen wir selbstverständlich unsere Dokumentation zur 
>Verfügung. So macht es die LDS doch auch. Wer es nutzen möchte, darf 
>es gern, übersetzen muss er selbst. Geht mir doch nicht anders.
Der Unterschied ist: Englisch ist eine Weltsprache und außerdem die Sprache 
der EDV. Deutsch ist keines von beiden. (Man mag das bedauern oder nicht, es 
ist halt einfach so.)

>Ich habe nichts gegen englische Tags, aber für mich ist eine deutsche 
>Definition leichter verständlich.

Eine deutsche Doku ist natürlich hilfreich und wünschenswert, aber die Debatte 
zu diesem Punkt greift insgesamt zu kurz.
Wenn eine XML-Definition wirkliche Akzeptanz finden soll, kann sie keine 
deutsche Speziallösung sein (wie Gedcom EL), sondern sollte von vornherein so 
angelegt sein, daß sie leicht Internationalisierbar ist.
Zumindest die Tags sollten englisch sein. 

> Ich weiß nicht welche Kontakte zu Ausländischen Vereinen bestehen?
> Unser Verein sollte mal Vorreiter sein und einen gemeinsamen europäischen
> Vorschlag machen und nicht nur auf die Mormonen warten.
Spätestens sobald eine erste Diskussionsgrundlage auf dem Tisch liegt, sollte 
der Kontakt mit ausländischen Vereinen o.ä. gesucht werden, um eine möglichst 
breite Akzeptanzbasis zu erreichen. (Kein rein deutsches "Gewächs" 
produzieren!)

Viele Grüße
Ulrich Kretschmer

((PS: die gekennzeichneten Zitate stammen von verschiedenen Autoren aus diesem 
Diskussionsfaden))


Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/27 04:57:12
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Ulrich Kretschmer wrote:

Mein Vorschlag: Es sollen sich einige Interessierte als kleines
Arbeitskränzchen zusammentun; weitere Diskussion evtl. auf einer gesonderten,
neu einzurichtenden Mailingliste (da dieses Thema die einen oder anderen
Nur-Anwender auf dieser Liste möglicherweise überfordert bzw. schlicht und
einfach nicht interessiert).

Es gibt die Liste "programmierer(a)genealogy.net". Ich schlage diese vor.

Einwände?

Generell bin ich der Ansicht, ein komplett neues Austauschformat ist gut
und wünschenswert. Aber nicht kompatibel zu Gedcom 5.5 und wird es
schwer haben. Eine Erweiterung wie Gedcom EL ist einfacher und man
könnte damit ebenfalls die Lücken von Gedcom schließen.
Leider wurde es nicht angenommen.

Derzeit sehe ich nicht (und mache mir auch nicht die Hoffnung), dass wir
über mehr als den frommen Wunsch herauskommen.

Wenn eine XML-Definition wirkliche Akzeptanz finden soll, kann sie keine
deutsche Speziallösung sein (wie Gedcom EL), sondern sollte von vornherein so
angelegt sein, daß sie leicht Internationalisierbar ist.

Was ist an Gedcom EL eine deutsche Speziallösung und nicht
internationalisierbar?

Spätestens sobald eine erste Diskussionsgrundlage auf dem Tisch liegt, sollte
der Kontakt mit ausländischen Vereinen o.ä. gesucht werden, um eine möglichst
breite Akzeptanzbasis zu erreichen. (Kein rein deutsches "Gewächs"
produzieren!)

So gern auch ich dieses befürworte. Ich befürchte, wir schaffen es
nicht einmal zu einer Diskussionsgrundlage.

MfG, Metti.

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/27 17:31:11
From: Jesper Zedlitz <jesper(a)zedlitz.de>

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA1

Ulrich Kretschmer wrote:
> > Wenn schon unbedingt XML, dann soll doch Jesper hergehen und einen
> > Entwurf machen.
>
> Der Vorschlag ist ungemein naheliegend, aber: greift er nicht ein bißchen
> zu kurz? Möglicherweise schüttelt Jesper sich, obwohl Informatiker, nicht
> mal so eben auf die Schnelle einen Entwurf aus dem Ärmel.
>
Gerne nehme ich den mir zugespielten Ball an und erarbeite einen ersten 
Entwurf für ein Transferformat. Natürlich fange ich nicht bei Null an, 
sondern schaue mich mal um, was es bereits an sinnvollen Ideen gibt.

Parallel werde ich Verbindung zu den Kollegen aus dem Ausland (nach Nordeuropa 
habe ich bereits einige Kontakte) aufnehmen und nachfragen, ob es dort 
Aktivitäten auf dem Bereich "Austauschformat" gibt. 

Es macht nicht wirklich Sinn, den Entwurf in dieser großen Runde zu 
diskutieren, dafür haben wir - wir Metti bereits anmerkte - die Mailingliste 
http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/programmierer 
Zu der möchte ich übrigens alle an den technischen Details Interessierten 
einladen. Auch wer jetzt noch kein Entwickler eines Genealogieprogrammes ist, 
kann das ja noch werden. Außerdem ist es gut, wenn man weitere Leute von Fach 
dabei hat - allerdings dürfen die sich nicht von sehr technischer Diskussion 
abschrecken lassen.

Gruß
Jesper

- -- 
 Jesper Zedlitz   E-Mail   : jesper(a)zedlitz.de
                  Homepage : http://www.zedlitz.de
                  ICQ#     : 23890711
-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.4.1 (GNU/Linux)

iD8DBQFFaxKzjSxW58yLxdgRAl3cAJ4gPXpz3CoB71CNfCBZlYXW+uWGGQCffSfn
P4JO5GrqubF2bVAqC5xyc/Y=
=TsUT
-----END PGP SIGNATURE-----

Re: [Gen-Programme] Vorteile eines xml-Austauschformats

Date: 2006/11/27 21:58:17
From: Stefan Mettenbrink <S.Metti(a)gmx.de>

Jesper Zedlitz wrote:

Gerne nehme ich den mir zugespielten Ball an und erarbeite einen ersten
Entwurf für ein Transferformat. Natürlich fange ich nicht bei Null an,
sondern schaue mich mal um, was es bereits an sinnvollen Ideen gibt.

Schön!
Ich habe keine Einwände gute Ideen anderer zu übernehmen.

MfG, Metti.