Monatsdigest

[AK-Mueller] Rosenberg auf Fehmarn

Date: 2014/02/07 10:02:29
From: Corinna Tomforde <corinna.tomforde(a)web.de>

Liebe Mühlenfreunde,
 
nun habe ich die dritte Mühlenpächter Familie in meiner Ahnenreihe gefunden. Neben der Familie Scheuermann aus Mecklenburg und Familie Pasche (Claus Pasche *geb. 1727 in Oldenburg in Holstein dort auch Mühlenpächter, dann Perdöhler Mühle) nun
 
Rosenberg, Anton Ludewig geb. ca. 1722 (Herkunft unbekannt) Mühlenpächter in Bisdorf u. Petersdorf auf Fehmarn
Gibt es zu dieser Person Angaben über den Herkunftsort?
 
Vielen Dank für jegliche Hilfe mailt
 
Corinna (Tomforde)
 

[AK-Mueller] (kein Betreff)

Date: 2014/02/07 10:40:48
From: Lars Neumann <laludo(a)yahoo.de>

Liebe Mühlenfreunde,

Ich habe eine Frage zu Mühlenbauern und deren Tätigkeit:

Ein Vorfahr von mir war Müller in Köntopf in Pommern und Mühlenbauer.

Er hat nach meinem Kenntnisstand die Köntopfer Mühle um 1900 wieder aufgebaut, im übrigen aber wohl vornehmlich Scheunen (auf Gütern) errichtet.

Nun meine Frage: ist dieser Scheunenbau eine übliche Tätigkeit von Mühlenbauern gewesen? Was waren Mühlenbauern von Haus aus? Zimmerleute mit Zusatzausbildung?

Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.

Viele grüße aus Hof

Lars (Neumann)

Gesendet über Yahoo Mail für Android

Re: [AK-Mueller] (kein Betreff) - Mühlenbauer

Date: 2014/02/07 21:39:51
From: Bernd Thiel <bernd.thiel(a)gmx.de>

Hallo Lars, Mühlenbauer war kein (Ausbildungs-)Beruf. Meistens waren es gelernte Zimmerleute oder Müller, die zusätzlich eine Zimmererausbildung machten. Die Arbeit an Mühlen wurde meist erlernt, indem er einem erfahrenen Mühlenbauer zur Hand ging (learning-by-doing würden wir heute sagen).
Wer das Zeug dazu hatte konnte von der Mühlenreparatur und dem Bau leben. Häufig wurden diese Spezialisten auch 'Mühlenarzt' genannt. Die Mehrzahl der Mühlenbauer aber konnte davon nicht leben und wer nicht zusätzlich Müller war musste eben auch andere Zimmermannsarbeiten versehen. Und dazwischen wird es viele Möglichkeiten gegeben haben. Schließlich konnte von der Müllerei kaum jemand leben. Entweder wurde eine Landwirtschaft betrieben oder eben Zimmermannsarbeiten verrichtet. Ich kann mir vorstellen, dass die Errichtung einer Scheune sehr lukrativ war. So manch einer wird sich darauf spezialisiert haben.

Bei einem Vorfahr von mir stand als Beruf: Müller und Zimmerer (wohl auch in dieser Reihenfolge wurden die Berufe ausgeübt).

Es wird also nicht zweifelsfrei feststellbar sein, welcher Beruf wirklich erlernt wurde und welche Nebentätigkeiten ausgeübt wurden. Es sei denn, Du findest einen Eintrag von ihm in einer Handwerksrolle.

Übrigens war es im Mittelalter Pflicht neben Müllerkenntnisse auch fundierte Kenntnisse in der Holzbearbeitung nachzuweisen. Schließlich wurde dazumal fast alles aus Holz hergestellt.

Beste Grüße
Bernd

P.S.: Sei so gut und gib immer einen Betreff an. Die Mails lassen sich so später besser finden.

Am 07.02.2014 10:37, schrieb Lars Neumann:

Liebe Mühlenfreunde,

Ich habe eine Frage zu Mühlenbauern und deren Tätigkeit:

Ein Vorfahr von mir war Müller in Köntopf in Pommern und Mühlenbauer.

Er hat nach meinem Kenntnisstand die Köntopfer Mühle um 1900 wieder aufgebaut, im übrigen aber wohl vornehmlich Scheunen (auf Gütern) errichtet.

Nun meine Frage: ist dieser Scheunenbau eine übliche Tätigkeit von Mühlenbauern gewesen? Was waren Mühlenbauern von Haus aus? Zimmerleute mit Zusatzausbildung?

Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.

Viele grüße aus Hof

Lars (Neumann)


    


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Bernd Thiel


bernd.thiel(a)gmx.de
www.bernd-thiel.de


Re: [AK-Mueller] (kein Betreff) - Mühlenbauer

Date: 2014/02/07 21:55:41
From: Lars Neumann <laludo(a)yahoo.de>

Lieber Bernd,

vielen Dank. Vorab: Natürlich hast Du recht mit dem Hinweis auf den Betreff. Normalerweise sende ich auch mit einem solchen - hier war aber leider mein Finger schneller auf dem Senden-Knopf als gewollt.

Die Hinweise zu Mühlenbauern waren sehr interessant für mich - auch, daß man von der Müllerei nicht leben konnte. Ob ich meinen Ururgroßvater noch in Handwerksrollen finden werde, bezweifle ich aufgrund der spärlichen Überlieferungssituation in den infragekommenden hinterpommerschen Landkreisen leider sehr. Aber vielleicht habe ich ja Glück. Tendenziell werde ich aber eher Richtung Müller forschen - in den mir vorliegenden Standesamtsurkunden (Geburtseintrag seiner Tochter, meiner Urgroßmutter, Sterbeeintrag meiner Ururgroßmutter) ist er jeweils als Müller und einmal zusätzlich als Mühlenbauer verzeichnet.

Nochmals herzlichen Dank!

Viele Grüße aus Hof

Lars


Bernd Thiel <bernd.thiel(a)gmx.de> schrieb am 21:39 Freitag, 7.Februar 2014:
Hallo Lars, Mühlenbauer war kein (Ausbildungs-)Beruf. Meistens waren es gelernte Zimmerleute oder Müller, die zusätzlich eine Zimmererausbildung machten. Die Arbeit an Mühlen wurde meist erlernt, indem er einem erfahrenen Mühlenbauer zur Hand ging (learning-by-doing würden wir heute sagen).
Wer das Zeug dazu hatte konnte von der Mühlenreparatur und dem Bau leben. Häufig wurden diese Spezialisten auch 'Mühlenarzt' genannt. Die Mehrzahl der Mühlenbauer aber konnte davon nicht leben und wer nicht zusätzlich Müller war musste eben auch andere Zimmermannsarbeiten versehen. Und dazwischen wird es viele Möglichkeiten gegeben haben. Schließlich konnte von der Müllerei kaum jemand leben. Entweder wurde eine Landwirtschaft betrieben oder eben Zimmermannsarbeiten verrichtet. Ich kann mir vorstellen, dass die Errichtung einer Scheune sehr lukrativ war. So manch einer wird sich darauf spezialisiert haben.

Bei einem Vorfahr von mir stand als Beruf: Müller und Zimmerer (wohl auch in dieser Reihenfolge wurden die Berufe ausgeübt).

Es wird also nicht zweifelsfrei feststellbar sein, welcher Beruf wirklich erlernt wurde und welche Nebentätigkeiten ausgeübt wurden. Es sei denn, Du findest einen Eintrag von ihm in einer Handwerksrolle.

Übrigens war es im Mittelalter Pflicht neben Müllerkenntnisse auch fundierte Kenntnisse in der Holzbearbeitung nachzuweisen. Schließlich wurde dazumal fast alles aus Holz hergestellt.

Beste Grüße
Bernd

P.S.: Sei so gut und gib immer einen Betreff an. Die Mails lassen sich so später besser finden.

Am 07.02.2014 10:37, schrieb Lars Neumann:
Liebe Mühlenfreunde,
Ich habe eine Frage zu Mühlenbauern und deren Tätigkeit:
Ein Vorfahr von mir war Müller in Köntopf in Pommern und Mühlenbauer.
Er hat nach meinem Kenntnisstand die Köntopfer Mühle um 1900 wieder aufgebaut, im übrigen aber wohl vornehmlich Scheunen (auf Gütern) errichtet.
Nun meine Frage: ist dieser Scheunenbau eine übliche Tätigkeit von Mühlenbauern gewesen? Was waren Mühlenbauern von Haus aus? Zimmerleute mit Zusatzausbildung?
Vielen Dank im voraus für Eure Antworten.
Viele grüße aus Hof
Lars (Neumann)


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Bernd Thiel


bernd.thiel(a)gmx.de
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[AK-Mueller] Mühlen in Schlesien

Date: 2014/02/08 09:32:05
From: juergen.zelder <juergen.zelder(a)web.de>

Guten Tag liebe Mühlenfreunde
 
Gibt es eine Liste über Mühlen in Schlesien. Oder gibt es evtl.Steuerlisten und ähnliche Aufzeichnungen über Mühlenpächter
u.Besitzer.
 
Ein Urahn von mir war Niedermüller in Militsch Kreis Cosel in Oberschlesien.
 
Ich trete hier auf der Stelle.
 
Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.
 
Viele Grüße
 
Jürgen(Zelder) juergen.zelder(a)web.de



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[AK-Mueller] Anfrage zu Müller in Schlesien

Date: 2014/02/08 16:36:44
From: Bernd Thiel <bernd.thiel(a)gmx.de>

Liebe Müllerforscher, kennt sich jemand in Schlesien aus?
Ich habe eine Anfrage bekommen und kann leider nicht helfen. Nähere Angaben können noch gemacht werden.

Danke schon mal im Voraus und hier die Anfrage:

Sehr geehrter Herr Thiel
Nun weis ich nicht ob ich bei Ihnen richtig bin.

Ich währe auch über neue Adressen wo ich suchen könnte dankbar.
 
Ich suche nach einer Mühle von meinem UrUrgroßvater Adolf Hahn aus Dromsdorf-Lohnig im Kreis Neumarkt/Schlesien
Sollte ich bei Ihnen richtig sein, kann ich Ihnen noch mehr Informationen zukommen lassen.
 
Ich würde mich über eine Antwort freuen.

-- 

Bernd Thiel

bernd.thiel(a)gmx.de
www.bernd-thiel.de