Monatsdigest

[AK-Mueller] Mühlenarzt

Date: 2011/07/14 22:09:05
From: Thomas Engelhardt <ThomasEngelhardt2(a)gmx.de>

Hallo Kollegen,

welchen sozialen Stand nahmen i.d.R. die sog. Mühlenärzte ein?

Unter meinen Vorfahren ist ein Mühlknecht, der zugleich Mühlenarzt
war. Das halte ich für ungewöhnlich.

Qu.:   KB Großhabersdorf, Fstm. Ansbach, Taufen 1689
       (Vater ist Georg ZWICK, Mühlenarzt und Mühlenknecht)

Welche Erfahrungen können die Listenteilnehmer hierzu weitergeben?

Über eine Mitt. bzw. Hinweise würde ich mich freuen.

Freundliche Grüße, Thomas Engelhardt, Ilsede

Re: [AK-Mueller] Mühlenarzt

Date: 2011/07/14 22:33:49
From: Kobuß-Ahnen <Ahnen66(a)gmx.de>

Hallo Thomas,

schau mal hier:
http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/e/mu/hlar/muhlarzt.htm
Es passt schon "Mühlenarzt und Mühlenknecht"!

Ürbrigens habe ich auch Engelhardt's unter meinen Vorfahren, keine Müller.

LG
Matthias

-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Thu, 14 Jul 2011 22:09:01 +0200
> Von: "Thomas Engelhardt" <ThomasEngelhardt2(a)gmx.de>
> An: Ak-Mueller-L <ak-mueller-l(a)genealogy.net>
> Betreff: [AK-Mueller] Mühlenarzt

> 
> Hallo Kollegen,
> 
> welchen sozialen Stand nahmen i.d.R. die sog. Mühlenärzte ein?
> 
> Unter meinen Vorfahren ist ein Mühlknecht, der zugleich Mühlenarzt
> war. Das halte ich für ungewöhnlich.
> 
> Qu.:   KB Großhabersdorf, Fstm. Ansbach, Taufen 1689
>        (Vater ist Georg ZWICK, Mühlenarzt und Mühlenknecht)
> 
> Welche Erfahrungen können die Listenteilnehmer hierzu weitergeben?
> 
> Über eine Mitt. bzw. Hinweise würde ich mich freuen.
> 
> Freundliche Grüße, Thomas Engelhardt, Ilsede
> _______________________________________________
> Ak-Mueller-L mailing list
> Ak-Mueller-L(a)genealogy.net
> http://list.genealogy.net/mm/listinfo/ak-mueller-l

-- 
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[AK-Mueller] Mühlenarzt

Date: 2011/07/15 10:47:48
From: Thomas Engelhardt <ThomasEngelhardt2(a)gmx.de>

Hallo Matthias,

vielen Dank für Deine Mitteilung (bislang die einzige Reaktion).
Mein Hauptrecherchegebiet ist Mitteldeutschland (Kursachsen einschl.
beide Lausitzen und Thüringer Kreis), thüring. KLeinstaaten und
sächs.-ernest. Herzogtümer.
IN diesem Raum weise ich auch die meisten Engelhard(t) nach (ca.
5.000 Namensträger ermittelt und erfaßt).
Quellgebiete für den FN Engelhardt in hist. Sicht sind aber das Dreieck Nürnberg- Ansbach- Bayreuth, das Gebiet um Korbach- Frankenberg sowie der Raum an der Unterelbe (Raum Stade). Von diesen Räumen aus verbreitete sich
der FN im ZUge der Annahme und Verbreitung von FN ab dem 13. Jh.
Fast alle heutigen Engelhardt- Stämme im Gebiet der Bundesrepublik können
auf einen dieser Verbreitungsräume zurückgeführt werden.
Ausnahmen bestäigen die Regel.

Sende mir DEine Stamm- und Ahnenreihe doch einmal mit. Danke.
Viele Grüße aus dem niedersächs. Ostfalen, Thomas (Engelhardt)
(Genealogie seit 1976)

Recherchegebiete:  Kursachsen einschl. Thüringen, Anhalt, Hztm. Magdeburg,
Oberfranken (Raum Wunsiedel, Sechsämterland), Land Coburg, Nieder-
schlesien, WEstpreuen, Kurhessen (Hessen- Cassel), Böhmen (Sudetenland), Rheinland, WEstfalen, Oberpfalz, sächs. Obererzgebirge, Südniedersachsen
(Calenberger Land)

Spezialgebiete:  Miltär in Kursachsen, LP, Ministerialadel



-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Thu, 14 Jul 2011 22:33:43 +0200
> Von: "Kobuß-Ahnen" <Ahnen66(a)gmx.de>
> An: Ak-Mueller-L <ak-mueller-l(a)genealogy.net>
> Betreff: Re: [AK-Mueller] Mühlenarzt

> Hallo Thomas,
> 
> schau mal hier:
> http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~cd2/drw/e/mu/hlar/muhlarzt.htm
> Es passt schon "Mühlenarzt und Mühlenknecht"!
> 
> Ürbrigens habe ich auch Engelhardt's unter meinen Vorfahren, keine
> Müller.
> 
> LG
> Matthias
> 
> -------- Original-Nachricht --------
> > Datum: Thu, 14 Jul 2011 22:09:01 +0200
> > Von: "Thomas Engelhardt" <ThomasEngelhardt2(a)gmx.de>
> > An: Ak-Mueller-L <ak-mueller-l(a)genealogy.net>
> > Betreff: [AK-Mueller] Mühlenarzt
> 
> > 
> > Hallo Kollegen,
> > 
> > welchen sozialen Stand nahmen i.d.R. die sog. Mühlenärzte ein?
> > 
> > Unter meinen Vorfahren ist ein Mühlknecht, der zugleich Mühlenarzt
> > war. Das halte ich für ungewöhnlich.
> > 
> > Qu.:   KB Großhabersdorf, Fstm. Ansbach, Taufen 1689
> >        (Vater ist Georg ZWICK, Mühlenarzt und Mühlenknecht)
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> > Welche Erfahrungen können die Listenteilnehmer hierzu weitergeben?
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Re: [AK-Mueller] Mühlenarzt

Date: 2011/07/15 19:41:48
From: Bernd Thiel <bernd.thiel(a)gmx.de>

Am 14.07.2011 22:09, schrieb Thomas Engelhardt:
Hallo Kollegen,

welchen sozialen Stand nahmen i.d.R. die sog. Mühlenärzte ein?

Unter meinen Vorfahren ist ein Mühlknecht, der zugleich Mühlenarzt
war. Das halte ich für ungewöhnlich.

Qu.:   KB Großhabersdorf, Fstm. Ansbach, Taufen 1689
        (Vater ist Georg ZWICK, Mühlenarzt und Mühlenknecht)

Welche Erfahrungen können die Listenteilnehmer hierzu weitergeben?

Über eine Mitt. bzw. Hinweise würde ich mich freuen.

Freundliche Grüße, Thomas Engelhardt, Ilsede
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Hallo Kollege Thomas!
Das ist keineswegs ungewöhnlich. Mühlenarzt ist keine Berufsbezeichnung, sondern so wurden Müller genannt, die ausschließlich oder nebenbei knifflige Reparaturen und Verbesserungen an den Mühlen durchführten. Eigentlich hatten Müller immer mehrere Berufe, meist Zimmermann oder Tischler, denn gerade die Deutsche Mühle (Bockwindmühle) war zum größten Teil aus Holz und es gab immer Reparaturen und Umbauten. Musste aber ein neues Kammrad gebaut werden, waren viele überfordert oder hatten nicht die Zeit dazu. So wurde ein Mühlenarzt gerufen, der so etwas sicher nicht täglich aber ein paar Mal im Jahr machte und der Müller konnte sicher sein, dass hinterher alles wie geschmiert läuft. Es war aus heutiger Sicht eine Spezialisierung im Beruf. Grundlage war auf jeden Fall der Müllerberuf.

Ich hoffe ein wenig Licht in die Feise gebracht zu haben. Ach so: Feise ist der winzige Ruheraum in einer Bockwindmühle. Dort hätte ich mit Sicherheit Platzangst bekommen :-)

Mach doch mal einen Ausflug nach Gifhorn ins Mühlenmuseum. Mir der richtigen Führung ist das eben gesagte nachvollziehbar.

Glück zu!
Benrd Thiel

--
Ich gebe Auskunft über Mühlen und Müller in Brandenburg:
Für Familienforscher, Mühlenfreunde und Müller –
über Historie und Müllerfamilien.


Bernd Thiel

bernd.thiel(a)gmx.de
www.bernd-thiel.de



[AK-Mueller] Mühlenarzt

Date: 2011/07/16 10:34:23
From: Thomas Engelhardt <ThomasEngelhardt2(a)gmx.de>

Hallo Herr Thiel,

vielen Dank für den Beitrag.

Freundliche Grüße aus Ilsede, Thomas Engelhardt

P.S.  Mühlemuseum Gifhorn ist bekannt. Danke.


-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Fri, 15 Jul 2011 19:41:38 +0200
> Von: Bernd Thiel <bernd.thiel(a)gmx.de>
> An: Ak-Mueller-L <ak-mueller-l(a)genealogy.net>
> Betreff: Re: [AK-Mueller] Mühlenarzt

> Am 14.07.2011 22:09, schrieb Thomas Engelhardt:
> > Hallo Kollegen,
> >
> > welchen sozialen Stand nahmen i.d.R. die sog. Mühlenärzte ein?
> >
> > Unter meinen Vorfahren ist ein Mühlknecht, der zugleich Mühlenarzt
> > war. Das halte ich für ungewöhnlich.
> >
> > Qu.:   KB Großhabersdorf, Fstm. Ansbach, Taufen 1689
> >         (Vater ist Georg ZWICK, Mühlenarzt und Mühlenknecht)
> >
> > Welche Erfahrungen können die Listenteilnehmer hierzu weitergeben?
> >
> > Über eine Mitt. bzw. Hinweise würde ich mich freuen.
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> > Freundliche Grüße, Thomas Engelhardt, Ilsede
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> 
> Hallo Kollege Thomas!
> Das ist keineswegs ungewöhnlich. Mühlenarzt ist keine Berufsbezeichnung,
> sondern so wurden Müller genannt, die ausschließlich oder nebenbei 
> knifflige Reparaturen und Verbesserungen an den Mühlen durchführten. 
> Eigentlich hatten Müller
> immer mehrere Berufe, meist Zimmermann oder Tischler, denn gerade die 
> Deutsche Mühle (Bockwindmühle) war zum größten Teil aus Holz und es
> gab 
> immer Reparaturen und Umbauten. Musste aber ein neues Kammrad gebaut 
> werden, waren viele überfordert oder hatten nicht die Zeit dazu. So 
> wurde ein Mühlenarzt gerufen, der so etwas sicher nicht täglich aber ein
> paar Mal im Jahr machte und der Müller konnte sicher sein, dass 
> hinterher alles wie geschmiert läuft. Es war aus heutiger Sicht eine 
> Spezialisierung im Beruf. Grundlage war auf jeden Fall der Müllerberuf.
> 
> Ich hoffe ein wenig Licht in die Feise gebracht zu haben. Ach so: Feise 
> ist der winzige Ruheraum in einer Bockwindmühle. Dort hätte ich mit 
> Sicherheit Platzangst bekommen :-)
> 
> Mach doch mal einen Ausflug nach Gifhorn ins Mühlenmuseum. Mir der 
> richtigen Führung ist das eben gesagte nachvollziehbar.
> 
> Glück zu!
> Benrd Thiel
> 
> -- 
> Ich gebe Auskunft über Mühlen und Müller in Brandenburg:
> Für Familienforscher, Mühlenfreunde und Müller –
> über Historie und Müllerfamilien.
> 
> 
> Bernd Thiel
> 
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[AK-Mueller] Müller im Samland

Date: 2011/07/20 12:19:26
From: Mühlenbuch <muehlen(a)christiane-streitz.de>

Hallo an alle Listenmitleser, 

hiermit möchte ich noch einmal Werbung machen für die AK-Müller-Gruppe bei
Wer-kennt-wen (http://www.wer-kennt-wen.de/club/uzp1r2ll)
Wir sind mittlerweile schon ganze 4 Mitglieder ;-), aber ich hoffe es werden
mehr. 
Vielleicht könnten die Herren Jürgen Kniesz, Dr. Günter Sielaff und Bernd
Thiel, die sich schon angemeldet haben, ihre Eindrücke von WKW hier mailen.
Vielleicht fühlen sich ja dadurch noch einige angesprochen.

Die Informationen über die Müller / Mühlen im Samland/Preussen, die Patrick
Plew hier am 10.6. veröffentlicht hat, habe ich bei WKW gepostet. Sie sind
dort als Forumseintrag unter "Müller und Mühlen in Preußen" einzusehen. 

Liebe Grüße
Christiane (Streitz)



[AK-Mueller] Müllerberuf - Ort der Meisterprüf ung in Brandenburg/Pommern

Date: 2011/07/22 11:18:30
From: Carsten Stern <simcans(a)stern-home.de>

Moin,

Ich habe eine Fachfrage an die Mühlenspezialisten für die zweite Hälfte  18. Jahrhundert und die Neumark, Brandenburg  und Pommern:
Wenn ein Geselle seine dreijährige Wanderzeit hinter sich hatte: 
in welchem Kreis/bei welcher Zunft konnte er sich zur Meisterprüfung melden? War das notwendigerweise der Kreis, bei dem er auch die Gesellenprüfung abgelegt hatte, oder konnte er auch in einem anderen Kreis sich anmelden und die Prüfung ablegen? Wenn ja, mußte ein Neumärker das in der Neumark tun, ein Pommer in Pommern usw. oder konnte man auch über die Provinzgrenzen hinaus, also z.B. als Pommer in Brandenburg?  
Ich vermute, das man das tun konnte, wenn man aus dem Deutschen Reich kam und seine Papiere alle beisammen hatte und sie präsentieren konnte, weiß es aber nicht. 
Gibt es Zahlen/Statistiken für das 18. Jahrhundert und die Neumark oder Pommern, wieviele frisch gebackene Mühlenmeister  aus dem Kreis kamen, in dem sie ihre Meisterprüfung abgelegt hatten und wieviele von außerhalb des Kreises/der Neumark/Preußens kamen?

Interessant ist das zu wissen, wenn man wie ich versucht, den toten Punkt zu überwinden und sich fragt, wo könnte der eigene Vorfahre in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Mühlengeselle gewesen sein:  Schwache Hoffnung, suchen nach der Nadel im Heuhaufen, aber mal ein anderer Ansatzpunkt, in welcher Region man "auch" suchen könnte.


Carsten (Stern)

mit freundlichen Grüßen	Kind regards
med venlig hilsen


22589 Hamburg









[AK-Mueller] Ort der Meisterprüfung in Brandenbu rg / Pommern

Date: 2011/07/22 17:46:27
From: Mühlenbuch <muehlen(a)christiane-streitz.de>

Hallo Carsten,

im Gildebrief des Müllergewerks Regenwalde von 1773 steht, dass der Geselle,
der Meister werden will, dem Ältesten und den Beisitzern seinen Lehrbrief
vorlegen und seine VIER-jährige Wanderschaft mit Bescheinigungen nachweisen
muss. Dann steht da viel von Tüchtigkeit (Meisterstück, Bauzeichnungen) aber
nichts von Einschränkung der Herkunft.

Außerdem habe ich mal flüchtig im Corpus Constitutionum Marchicarum
(http://web-archiv.staatsbibliothek-berlin.de/altedrucke.staatsbibliothek-be
rlin.de/Rechtsquellen/quellen.html) nachgesehen und auch dort nichts von
Einschränkungen gefunden.

Statistiken zu diesem Thema halte ich für unwahrscheinlich, aber vielleicht
weiß ja noch jemand was genaueres.  Ich denke, da müsste man schon die
erhaltenen Gewerksakten in den Archiven einsehen.

Liebe Grüße
Christiane (Streitz)


[AK-Mueller] Meisterwürde

Date: 2011/07/23 13:43:46
From: juergenkniesz <juergenkniesz(a)aol.com>


Hallo Carsten,
nach den mir bekannte Meisterbüchern von Müllerämtern in Mecklenburg konnte sich ein Müller, der ordnungsgemäß gelernt hatte – Herkunfts- und Lernort wurden erfragt, waren aber für die Aufnahme nicht entscheidend – und gewandert war, zur Auf- und Annahme als Meister melden. Er mußte vor dem Amt Lehre und Wanderschaft nachweisen und das Meistergeld entrichten, welches bei Meistersöhnen meistens die Hälfte des Regelbetrags ausmachte.
Im Normalfall suchte ein Müller, wenn er erstmals eine Mühle im Amtsbezirk des Mülleramtes – nicht identisch mit dem politischen oder administrativen Amt oder Kreis – gepachtet oder erworben hatte, auch in diesem Amt um Aufnahme nach. Ein Meisterstück, wie bei anderen Berufen üblich, oder eine Meisterprüfung waren nicht erforderlich.
Der Meister blieb dem aufnehmenden Amt oftmals auch dann treu, wenn er später eine Mühle in einem anderen Amtsbezirk übernahm.
 
Hinweise, wo ein Müller vor Erlangung der Meisterwürde gelernt und als Geselle gearbeitet hat, findet man eigentlich nur in den Amtsbüchern und Amtsakten der Müllerämter, wie Lehrlings-, Gesellen- oder Meisterbüchern. Für Mecklenburg habe ich bisher die Unterlagen der Müllerämter Grevesmühlen, Lübz, Ribnitz, Schwerin, Waren und Wittenburg ausgewertet, soweit sie überliefert sind.
Nach welchen Namen suchst Du? Sollte sich einer Deiner Vorfahren in Mecklenburg "rumgetrieben" haben, kann ich vielleicht helfen.
 
Viele Grüße aus Waren
Jürgen

Re: [AK-Mueller] Meisterwürde

Date: 2011/07/23 14:28:07
From: Carsten Stern <simcans(a)stern-home.de>

Hallo Jürgen,

Vielen Dank für deine Antwort. Sie bestätigt, was ich vermute.

 Herkunfts- und Lernort wurden erfragt, waren aber für die Aufnahme nicht entscheidend – und gewandert war,

Im Gülde-Brief von 1769 für den Kreis Arnswalde - Neumark - heißt es, daß das Amt dem Magistrat des Orts, wo der Geselle Meister werden will, mit der Post die Original-Geburts- und Lehrbriefe einzusenden habe. So etwas zu regeln, hieß ja wohl, auch der eigene Geselle aus dem eigenen Kreis wurde oft Meister in einer anderen Gegend.
Nach welchen Namen suchst Du? Sollte sich einer Deiner Vorfahren in Mecklenburg "rumgetrieben" haben, kann ich vielleicht helfen.
Ich glaube zwar nicht, dass sich mein Müllervorfahre in Mecklenburg herumgetrieben hat, aber das weiß ich nicht.
Ich suche nach David Christlieb Stern, geheiratet 1793 in Altona,, Kreis Sternberg/Neumark, offenbar als junger Mann, geboren daher vermutlich um 1770.
Carsten  (Stern)

mit freundlichen Grüßen Kind regards
med venlig hilsen

Fruchtweg 24
22589 Hamburg
Tel. 0049 - 40 - 870 18 76
simcans(a)stern-home.de