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2001/10/20 10:46:29 BerndG Re: [SCI] Adressbuch Breslau 1900 in der Uni-Bibliothek Breslau |
Datum | 2001/10/20 13:27:05 Herbert Gabrys [SCI] Hilfe für den Raum BAYREUTH gesucht |
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2001/10/20 10:24:29 Hubert Woelky Re: [SCI] Familiennamen - Vornamen - Eintragungen im Kirchenbuch |
Betreff | 2001/10/20 17:56:02 >Gerd Mullenheim< AW: [SCI] Familiennamen - Vornamen - Eintragungen im Kirchenbuch |
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2001/10/19 21:25:49 Guenter Boehm [SCI] Re: Boehm Liste |
Autor | 2001/10/20 17:31:39 Guenter Boehm Re: [SCI] Frage Uni Breslau |
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Date: 2001/10/20 13:05:24
From: Guenter Boehm <gbfcorp(a)realsites.com>
Hallo Ingeborg, > Ab wann wurden eigentlich Geburten, Taufen, Verehelichungen und Todesfälle > in Kirchenbüchern eingetragen bzw. wie weit könnte man theoretisch seine > Ahnen zurückverfolgen? Seit der Reformation. Bevor es Kirchenbuecher gab, kann man - falls vorhanden - in 'Personengeschichtliche Quellen' suchen: http://www.boehm-chronik.com/forschung/PersonenQuellen.htm > Wann wurden die Familiennamen eingeführt? Die Familiennamen haben sich aus der allgemeinen nötig gewordenen Zweinamigkeit speziell aus folgenden Gründen entwickelt: 1. Erbansprüche auf Besitz, Beruf usw. lassen sich durch einen vererbten Namen ausdrücken. Dies war für den Adel vorrangig, seit 1037 KONRAD II. die Erblichkeit der Lehen zugestanden hatte. So finden sich erste deutsche Familiennamen gegen Ende des l0.Jh. beim Adel. Auch bei Bürgern beinhaltete der Familienname soziales Prestige, indem er die Zugehörigkeit zur Schicht der Besitzenden anzeigte und sie von Knechten und anderen, die nur Rufnamen trugen, abgrenzte. 2. Die Entwicklung dürfte auch, wie eine Mode, von den romanischen Nachbarländern mitbeeinflusst worden sein. Beinamen/Familiennamen kommen im 9. Jh. zuerst in Venedig auf, dessen politische Struktur die Registrierung vieler amtierender Personen verlangte; sie verbreiten sich dann im 10. Jh. in Norditalien und Südfrankreich im 11. Jh. in Katalonien, Nordfrankreich (von hier aus im 12. Jh. in England) und der romanischen Schweiz und seit dem 12. Jh. in west- und süddeutschen Städten. 3. Familiennamen sind bestens geeignet, genealogische Zusammenhänge besonders zu Verwaltungszwecken durchschaubar zu machen. Sie wurden früher nach Gehör aufgeschrieben, deshalb die Abwandlungen. Familiennamen wurden später behördlich vorgeschrieben. Die Namensbildung war wohl in der Regel im 18. Jahrhundert abgeschlossen, nicht aber die Namensbindung. Im dtv-Atlas "Namenskunde" findet sich eine Auflistung amtlicher Erlasse, welche einen Namenswechsel unterbinden sollten. Diese erfolgten demnach in Frankreich 1556, Bayern 1677, Dänemark 1771, Österreich 1776 und vor allem in Preußen erst 1794. Noch 1828 (!) verfügt der Oberpräsident in Westfalen, dass Hofbesitzer ihren Familiennamen nicht durch den Hofnamen ersetzen, sondern diesen nur zufügen dürfen. Mit Einführung der Standesämter 1874 ist die Entwicklung (nämlich das Unterbinden von Namenswechseln) im wesentlichen abgeschlossen. Quelle: Sammlung aus "dtv-Atlas Namenkunde", Vor- und Familiennamen im deutschen Raum. Siehe auch: http://www.boehm-chronik.com/forschung/familienname.htm > Seit wann gibt es Vornamen? Ich wuerde sagen, seit es eine bewusste Menschengemeinschaft gibt (Urzeit). Taufnamen seit dem Beginn der christlichen Kirche. Herzliche Gruesse aus Upstate New York, Guenter ******************************************************** "Die kleine Böhm-Chronik" http://www.boehm-chronik.com Familiengeschichte der Böhm'schen Sippe aus dem Waldenburger Bergland in Schlesien -- seit 1409 -- ********************************************************