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2001/09/22 21:31:37 monika.nicolaus Re: [SCI] Rudzki, jetzt NEUMANN |
Datum | 2001/09/22 21:54:40 monika.nicolaus Re: [SCI] Fersehsender "Phönix" Sendung über B reslau |
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2001/09/23 21:45:07 Gregor Waluga [SCI] Abwesenheit |
Betreff | 2001/09/24 22:38:48 Sabine Brandes [SCI] Adress- o. Einwohnerbuch Krs. Ohlau |
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2001/09/20 23:46:30 Bernd Görtz [SCI] WG: Breslau-Herrnprotsch |
Autor | 2001/09/26 11:19:52 Bernd Görtz AW: [SCI] Königgrätz 1866 |
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Date: 2001/09/22 21:42:22
From: Bernd Görtz <Bernd.Goertz(a)t-online.de>
Hallo, mit Interesse las ich die Mails zum Thema "Adelstitel verkaufen" und "verarmter Adel", was Aberkennung des "von" nach sich gezogen haben soll. Eine solche "Maer" kursiert auch in meiner Familie. Der "von Görtz" soll seinen Titel verloren haben, als er wegen völliger Verarmung in Kolberg die Stelle eines "Thorcontroleurs" annehmen musste. Untermauert wurde die Geschichte mit einem noch heute existierenden Silberbesteck, welches tatsächlich die Gravur W.v.G. trägt. Dieser Geschichte bin ich konsequent nachgegangen und fand Folgendes: Der besagte Titelträger war erst Musketier und dann Unteroffizier im 21. Preussischen Infanterie-Regiment v. Borcke. Er verteidigte im Regiment v. Owstien Kolberg gegen die Franzosen. Das war 1807. Er war also Berufssoldat, würden wir heute sagen. Für diese Leute pflegten aber die Preussen auch nach dem Ausscheiden mit kleinen Beamtenposten zu sorgen: So wurde ein niederer Offizier z.B. ein Ober-Grenzaufseher oder ein Unteroffizier ein Grenzaufseher, was mit meinem Vorfahren auch geschah. Kam dann ein Grenzaufseher in die Jahre, dann wurde er auf einen weniger "stressigen" Posten versetzt. Mein Vorfahr wurde also ganz normal und logischerweise ein Torkontrolleur, so wie viele andere Grenzaufseher auch, wie ich herausfand. Die ganze Geschichte vom verarmten Adeligen, der aus Not sozusagen "Nachtwächter" werden musste und deswegen seinen Titel ablegen musste, erwies sich als eine schöne Familiengeschichte, die über Generationen weitererzählt wurde, vielleicht auch mit Silberbesteck "garniert" wurde, aber von vorne bis hinten "erlogen und erstunken" war. Wie man mir erzählte, kommen solche Überlieferungen oft in Familien vor, wo tatsächlich ein Adliger mit einer Bürgerlichen ein Kind zeugte, dieses sogar anerkannte, aber die Bürgerliche nicht heiraten konnte. Dann wurden allerlei Geschichten erfunden, warum das Kind des adligen Vaters keinen Adelstitel hatte. Die Familien wollten die uneheliche Beziehung einfach nicht wahrhaben! Bernd Görtz, auch ein Nachfahre eines sog. Adligen.