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2007/09/02 10:15:12
Fritz Kroder
[FR] Familie Kroder Dorf Speikern
Datum 2007/09/02 11:16:06
gert.rueckel
Re: [FR] Familie Kroder Dorf Speikern
2007/09/22 21:15:02
Ralf G. Jordan
[FR] Messner aus BADEN (ca. 1850)
Betreff 2007/09/01 20:27:30
W. Fred Rump
[FR] Musterungslisten nochmal
2007/09/03 16:23:22
Karlheinz Rohleder
[FR] Auswanderung der Familie Rohleder nach Schlesien
Autor 2007/09/05 08:39:59
Manfred Freidel
[FR] Vorstellen

Re: [FR] [GFF] Musterungslisten noch mal

Date: 2007/09/02 11:12:48
From: Katja und Harald Rotter <haka.rotter(a)t-online.de>

Hallo Fred,

leider kann ich deine Frage nicht beantworten, bin aber auch an einer
Antwort interessiert und hoffe, dass jemand aus der Liste helfen kann.

Einer meiner Vorfahren diente im von dir unten genannten
Infanterie-Regiment Nr.56 unter Tauentzien (1806). Meine bisherigen
Forschungen bzgl. des Regiments brachten nur dieses Ergebnis zu Tage: 
http://www.preussenweb.de/preussstart.htm -> Armee -> Regimenter ->
altpreussische Infanterie.

Viele Grüße
Harald (Rotter)
 


 "W. Fred Rump" <mailto:fredrump(a)gmail.com> schrieb:
> In Curt Jany, im dritten Band seiner Geschichte der Preußischen Armee
> steht etwas über den Anfang der zwei Ansbacher Jägerkompanien in denen
> ein Vorfahre von mir diente. (siehe unten)  In 1797 erscheinen diese
> Truppen in Bissendorf im Fürstenthum Osnabrück. Warum sie dort waren
> ist mir noch ein Rätsel.
> 
> Mich interessiert aber der Satz: 'Sämtliche angesessenen Bürger und
> Bauern waren in Musterrollen für den Landausschutz eingetragen.'
> 
> Hat jemand schon mal etwas davon gehört?
> 
> Fred
> 
> 
> 
> Seite 234
> 
> Das Jägerbataillon Waldenfels bildete auf Kabinettsordre vom 23. September 1794
> zwei Jägerkompagnien nach preußischem Fuß, die laut Ordre vom 29. April 1795
> unter dem Major v.  T ü m p l i n g  als 3. Bataillon zum
> Feldjägerregiment gehören
> sollten. Das Personal der Forstverwaltung in den fränkischen
> Fürstentümern wurde,
> wie es in den alten Provinzen der Fall war, zum Ersatz für die Jäger bestimmt,
> dagegen das bisherige Provinzialjägerkorps aufgehoben.
> 
> Die Verschiedenheit der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Franken
> ließ die einfache Übertragung des Kantonreglements von 1792 auf die Markgraf-
> schaften nicht zu. Es fand daher eine Umarbeitung statt, die am 21. März 1796
> die Genehmigung des Königs erhielt. Fürth blieb kantonfrei. Die Dienstzeit
> wurde statt auf 20 nur auf 16 Jahre festgefetzt. Das Regiment Unruh (Nr. 45)
> ergänzte sich aus Bayreuth, das Regiment Laurens (Nr. 56) aus Ansbach. Vom
> Husarenbataillon wurde eine Eskadron auf Bayreuth angemiesen, 4 auf Ansbach.
> Eine aus alter Zeit stammende Einrichtung blieb bestehen, der Landausschutz
> im Fürstentum Bayreuth. Er stammte aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg,
> als man in vielen deutschen Landen das landverderbende Söldnertum durch eine
> einheimische Volksbewaffnung zu ersetzen versuchte, wie sie damals auch im
> Herzogtum Preußen unter der Regierung des Markgrafen Georg Friedrich von
> Ansbach und Bayreuth ins Leben gerufen wurde.(4) Im Fürstentum Ansbach
> war der Ausschuß in Verfall geraten, es  bestand nur eine lose
> örtliche Organisation
> in Bürgerkompagnien und Schützengilden, in der Stadt Ansbach eine berittene
> Stadtgarde, im ganzen 4727 Mann Infanterie und 221 Mann Kavallerie. Dagegen
> hatte im Fürstentum Bayreuth eine geordnete militärische Gliederung Platz
> gegriffen. "Sämtliche angesessenen Bürger und Bauern waren in Musterrollen
> für den Landausschutz eingetragen." Nur körperliche Untauglichkeit, Alter über
> 60 Jahre, öffentliche Ämter und gewisse Gewerbe befreiten, dann trat eine
> Geldabgabe an die Stelle des Dienstes. Der Auschuß war in 5 Regimenter zu
> 8 bis 12 Kompagnien eingeteilt: Bayreuth, Culmbach, Hof, Wunsiedel, Neustadt
> a. d. Aisch, außerdem bestand in Erlangen eine Stadtmiliz von 2 Kompagnien
> zu Pferde und 4 Kompagnien zu Fuß. Pensionierte
> 
> Seite 235
> 
> Offiziere waren Kommandanten der Regimenter, die übrigen Offiziere entstammten
> der Bürgerschaft. Jährlich versammelten Sich wenigstens die Kompagnien auf
> einige Tage zu Übungen, womit meist ein Scheibenschießen verbunden war. Auch
> zu Polizeizwecken wurde der Ausschuß herangezogen. Die Regimenter hatten be-
> Stimmte Uniformen, Fahnen und Musik. Man legte im Lande großen Wert
> auf diese Einrichtung, und sie hat sich bis zum Jahre 1806 erhalten.
> Bei der letzten
> vor diesem Zeitpunkt abgehaltenen Musterrung betrug die Zahl der ein-
> gestellten Landausschußpflichtigen 10531, die der nichteingestellten 15 910,
> zusammen 26441. (5)
> 
> Mit der Erwerbung von Ansbach-Bayreuth kam der Rote-Adler-Orden an Preußen.
> Er war ein Ritterorden alter Art, nicht eigentlich ein Verdienstorden, hatte
> daher auch nur eine Klasse. Alle Ritter des Schwarzen-Adler-Ordens erhielten
> auch den Roten, und für die Folge wurde verordnet, daß niemand den Schwarzen-
> AdIer-Orden erhalten solle, der nicht zuvor den Roten gehabt habe, ausgenommen
> die Königlichen Prinzen und regierende Fürsten. Es gab nur eine Form
> des Ordens, das weiße, achtspitzige Kreuz am breiten weißen Bande mit
> orange Randstreifen und dazu den achteckigen Silbernen Stern aus der
> linken Brust mit der Inschrift: Sincere et constanter. Die ersten
> Verleihungen an 12 Generale vollzog König Friedrich Wilhelm II. im
> Juli 1792 in Ansbach, als er auf der Reise nach dem westlichen
> Kriegsschauplatze die fränkischen Lande besuchte.
> 
> *) 53b. 1 6. 26.
> 
> 
> 
> -- 
> Fred Rump,
> 730 5th St. NW Naples, FL 34120
> mailto:fredrump(a)gmail.com
> http://fredrump.phanfare.com
> http://picasaweb.google.com/fredrump
> _______________________________________________
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> mailto:GFF-L(a)genealogy.net
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